Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 79272
Vorher
Port & Timme Fruchtbeteiligungs-GmbH
Eingetragen
16.3.2001
Branche
Großhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnGroßhandel mit Fisch und FischerzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
die Beteiligung an Unternehmen, insbesondere Fruchthandelsunternehmen sowie die Übernahme von Verwaltungstätigkeiten für Fruchthandelsunternehmen und die Verwaltung eigenen Vermögens, soweit eine Erlaubnis nicht erforderlich ist; weiter die Ein- und Ausfuhr-, sowie das Transitund Großhandelsgeschäft mit Obst, Gemüse, Früchten und sonstigen Erzeugnissen aller Art in- und ausländischer Provenienzen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karlsson Jacob Port
seit 2.10.2024
Geschäftsführer
Mathias Schnell
seit 2.10.2024
Geschäftsführer
Mike Harras Port
seit 9.1.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
60.10%
Jacob Port Karlsson
39.90%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

T. Port GmbH
Germany
660.800 €
60.10%
Jacob Port Karlsson
Hamburg
439.200 €
39.90%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Port International GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Als Hamburger Traditionsunternehmen im Fruchtimport versorgen wir europaweit den Groß- und Einzelhandel mit Obst und Gemüse von allen Kontinenten der Welt. Eine enge Zusammenarbeit und faire Partnerschaften mit den besten Erzeugern aus aller Welt zählen ebenso zu unserem Erfolgsrezept für frische Premium-Früchte wie Effizienz, kurze Wege und ein starkes Qualitätsmanagement entlang der gesamten Lieferkette.

Unter der Firmengruppe Port International GmbH vereinen wir die fünf spezialisierten Tochterfirmen Port International Fruit GmbH, Port International European Sourcing GmbH, Port International Bananas GmbH, Port International Organics GmbH und Port International Dutch Growers B.V. Als Komplettlieferant kann unsere Firmengruppe unsere Kunden aus einer Hand rund um die Uhr mit Obst und Gemüse aus der ganzen Welt beliefern - und zwar wettbewerbsfähig.

Als Unternehmensgruppe sind wir extrem breit aufgestellt, denn wir handeln sowohl konventionelles Obst als auch biologisch und unter "Fairtrade-Bedingungen" angebaute Frischware. In der Beschaffung sind wir sowohl in Europa als auch weltweit zu Hause. Die Beschaffung ist verstärkt auf Produktionsbetriebe ausgerichtet. Vertragsanbau und Exklusivvermarktung sind Kernbestandteile unserer Strategie. Durch den Verkauf in ganz Europa sind wir in der Lage, unseren produzierenden Partnern das gesamte Spektrum ihrer Produktion abzunehmen. Wir stellen damit das komplexe und kompetente Bindeglied zwischen Produktion und Einzelhandel dar.

II. Wirtschaftsbericht

Entwicklung der Gesamtwirtschaft in der Branche

Das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde in der Obst- und Gemüsebranche erneut stark von extremen klimatischen Bedingungen beeinflusst, ähnlich den vorangegangenen Jahren, jedoch mit zusätzlichen Herausforderungen. Extreme Wetterereignisse wie Kälteeinbrüche, Frost, Überschwemmungen, Dürreperioden und ungewöhnlich hohe Temperaturen prägten das Jahr. Besonders hervorzuheben ist, dass sowohl Wassermangel zu Saisonbeginn als auch Überflutungen gegen Ende der Saison zu vielfältigen Problemen führten. Der Süden Europas, einschließlich Gebiete wie die Peloponnes in Griechenland, Murcia und zentrale Regionen Italiens, erlebte im Oktober 2021 überdurchschnittliche Niederschläge, gefolgt von einer anhaltenden Hitzewelle von April bis September 2022. Diese Wetterextreme hatten gravierende Auswirkungen auf die Ernten und störten die normalen Handelsströme erheblich.

Darüber hinaus führte der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zu einer Verknappung von Rohstoffen und einem unvorhersehbaren Anstieg der Produktionskosten. Die Ukraine, als bedeutender Produzent im landwirtschaftlichen Sektor, spielte hier eine zentrale Rolle. Diese Entwicklungen resultierten in einer enormen Herausforderung für die Kostenkontrolle innerhalb der Branche.

Laut Fairtrade Deutschland Jahresbericht sank der Gesamtabsatz für Fairtrade-Bananen in Deutschland im Jahre 2023 (Q1+Q2) um 5,6 %. Gründe hierfür sind der Preisanstieg für die Fairtrade- und Bio-Fairtrade-Bananen und ein allgemein hohes Inflationslevel in Deutschland, was Kunden dazu bewegt, günstiger einzukaufen.

Durch eine Verknappung der Schifffahrt und gestiegene Kosten entlang der Lieferkette wird die Aufgabe immer komplexer, dem Handel die gewohnte Leistung abzuliefern, und das in einem anhaltenden harten Wettbewerb. Wir setzen hier auf unsere langjährigen Verbindungen - gepaart mit der Flexibilität, auch unter schwersten Bedingungen Lösungen zu finden.

Generell ist zu beobachten, dass der Einzelhandel Nachhaltigkeitsthemen nach wie vor einfordert. Das Lieferkettengesetz bzw. Studien wie die des IDH haben das Thema "Living Wage" bei einigen Einzelhändlern zu einer Lieferbedingung für Bananen gemacht. Unsere gehandelten Bananen erfüllen alle die Living-Wage-Kriterien. Dieses soziale Kriterium führt auch dazu, dass viele Organisationen, die Nachhaltigkeitssiegel vergeben, ihre Regularien angepasst und die Stärken herausgestellt haben. Ferner ist das Thema Klimaschutz nach wie vor in allen Medien prominent, die Umsetzung auf eine klare, einheitliche Darstellung im Zusammenhang mit dem Begriff "klimaneutral" erweist sich aber als komplex und herausfordernd, da es keine gesetzlichen Vorgaben gibt. Wir sehen aktuell eine Phase der Passivität aufgrund des Fehlens gesetzlicher Vorgaben in punkto Klimaschutz, z. B. bzgl. der Einigung zum Green Claim. Dadurch werden Nachhaltigkeitsziele on hold gesetzt und bspw. der Begriff Klimaneutralität erfährt eine negative Wirkung. Wir setzen trotzdem den bereits eingeschlagenen Weg als Vorreiter für viele nachhaltige Themen fort. Wir haben bereits mehr als 20 CO 2 -Reduktionsprojekte initiiert oder unterstützt und über unsere Marke BE CLIMATE bereits über 53 Millionen Tonnen CO 2 e durch Offsetprojekte mit Goldstandard kompensieren können. Die Reduktion steht für die Zukunft im Fokus.

Produkt- und Sortimentspolitik

Im Geschäftsjahr 2022/2023 hat unser Unternehmen die Strategie der Produkt- und Sortimentspolitik angepasst, um auf die veränderten Marktbedingungen und Herausforderungen zu reagieren. Im Fokus stand dabei die Erweiterung unserer Produktvielfalt und die Diversifikation unserer Lieferantenbasis, mit einem besonderen Augenmerk auf der Stärkung der direkten Zusammenarbeit mit den Produzenten. Durch eine intensivere Betreuung und Unterstützung der Produzenten vor Ort konnten wir unser Angebot an Premiumprodukten und Nischenartikeln weiter ausbauen und in unser allgemeines Produktportfolio integrieren.

Angesichts der zunehmenden Volatilität des Marktes und der extremen Wetterereignisse, die die Produktion beeinträchtigen, sind wir uns der Risiken bewusst, die mit unserer Positionierung direkt an der Produktion verbunden sind. Die Notwendigkeit von Vorleistungen und eine intensivere Lieferantenbetreuung zur Risikokontrolle haben uns dazu veranlasst, unsere strategische Ausrichtung weiterhin auf die Bildung von Allianzen sowie den Aufbau langfristiger Partnerschaften und Beteiligungen in der Produktion zu konzentrieren. Insbesondere der Vertragsanbau spielt eine entscheidende Rolle bei der Übernahme von Produktionsrisiken und der Sicherung unserer Versorgungskette.

Um unsere Ziele effektiv zu verfolgen und die durch gesetzliche Einschränkungen bedingte eingeschränkte Reisetätigkeit auszugleichen, haben wir unsere Präsenz in Europa durch die Einrichtung mehrerer Repräsentanzen verstärkt. Diese lokalen Büros ermöglichen es uns, enger mit unseren Partnern zusammenzuarbeiten und Markttrends sowie Produktionsbedingungen vor Ort genau zu beobachten.

Im Laufe des Jahres 2022/2023 haben wir unser Engagement im Handel mit einer Vielzahl von Obst- und Gemüsesorten fortgesetzt. Unsere Hauptzielgruppen bleiben Einzelhändler sowohl im Inland als auch im Ausland, ergänzt durch Kunden aus der Gastronomie, dem Großhandel und der Industrie. Durch diese strategische Ausrichtung sichern wir einen breiten und diversifizierten Kundenmix, der uns hilft, die Risiken zu streuen und auf die sich ändernden Bedürfnisse des Marktes flexibel zu reagieren.

Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit war im gesamten Geschäftsjahr gewährleistet.

Finanzierungsmaßnahmen

Die Finanzierung ist zum Vorjahr unverändert und gesichert.

Längerfristige Devisentermingeschäfte wurden nicht vorgenommen.

Investitionen

Im Berichtsjahr nahm die Firma keine Investitionen vor.

III. Nachtragsbericht

Es haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse ergeben.

Laufende Rechtsstreitigkeiten

Nicht vorhanden und nicht zu erwarten.

IV. Prognose

Angesichts der Ereignisse der Jahre 2022 und 2023 und der Trends in der Obst- und Gemüsebranche in Europa passt sich die Strategie der direkten Beschaffung von Produzenten zunehmend an, um der Produktion näher zu kommen, ohne die eigenen Kernkompetenzen zu verlieren. Der Lebensmitteleinzelhandel legt immer größeren Wert auf Transparenz und Nachhaltigkeit in der Beschaffungskette. Klimaschutz und nachhaltige Praktiken gewinnen weiter an Bedeutung und werden zu entscheidenden Faktoren in der Lieferkette.

Die Sicherstellung der Supply Chain wird vor dem Hintergrund des Klimawandels und der damit verbundenen Produktionsengpässe, die nahezu ausschließlich auf klimatische Veränderungen zurückzuführen sind, immer wichtiger. Die Diversifikation über mehrere Produktionsländer hinweg wird unerlässlich, um auf diese Herausforderungen zu reagieren und eine kontinuierliche Versorgung zu gewährleisten, insbesondere bei teilweisem oder vollständigem Ausfall von Ernten.

Die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit und eines intensiven Informationsaustauschs mit Produzenten ab dem Zeitpunkt der Blüte bzw. Aussaat steigt. Der Klimawandel erschwert die Vorhersage und Einhaltung langfristiger Verträge zunehmend. Eine intensivere Fokussierung auf Klimaschutzmaßnahmen ist unabdingbar, da gesellschaftliches Bewusstsein und Handeln noch nicht ausreichend sind. Die Pflege von Beziehungen zu Produktionspartnern gewinnt angesichts einer schrumpfenden Marktdichte zunehmend an Bedeutung.

Port International European Sourcing GmbH ist bestrebt, seine Produktion diversifizierter zu gestalten und die Zusammenarbeit mit Produzenten zu vertiefen, um sich auf die Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten und eine nachhaltige Versorgung des Einzelhandels sicherzustellen. Trotz intensiven Wettbewerbs setzt das Unternehmen auf Flexibilität, Innovation und Schnelligkeit als Schlüssel zu Wettbewerbsvorteilen.

Die postpandemische Lage und die inflations- sowie kriegsbedingten Herausforderungen erfordern eine hohe Diversifikation, um plötzlich auftretenden Schwierigkeiten entgegenzuwirken. Die Konzentration auf Produktionsnähe und Qualitätsmanagement ist entscheidend, um Qualität und Liefertreue zu gewährleisten. Trotz einer gewissen Lockerung der Null-Toleranz-Mentalität aufgrund der Pandemie, wird weiterhin eine hohe Qualität und Genauigkeit in der Lieferung erwartet. Die Suche nach alternativen Produktionsstätten, um das Unternehmen breiter aufzustellen, ist in vollem Gange.

Die Entwicklung der Jahreszeiten und deren Einfluss auf Konsum, Produktion und Qualität bleiben abzuwarten. Die Fähigkeit, diese Faktoren vorauszusehen, wird entscheidend für das wirtschaftliche Ergebnis und die Lieferleistung gegenüber den Kunden sein. Qualitätsmanagement wird zunehmend wichtiger, da die Anforderungen stetig steigen. Der intensive Preiskampf lässt nur begrenzten Spielraum. Bei Auftreten von Engpässen kann es zu weitreichenden Preisvolatilitäten kommen. Die Präsenz vor Ort in den Produktionsgebieten und vertraglich gesicherte Produktionen werden immer wichtiger.

Um die langfristige und kontinuierliche Lieferfähigkeit mit nachhaltigen Bananen auf ein festes Fundament zu stellen, wird Port International Organics GmbH sein eigenes Büro im Ursprung Peru fortführen und mit den Lieferanten, die über Jahre zuverlässig und qualitativ hochwertig geliefert haben, exklusive Partnerschaften im Rahmen unseres Exclusive-Partner-Farm-Programms eingehen. Durch die Preissenkungen im Bereich Bio- und Bio-Fairtrade-Ware für das Jahr 2024 gibt es Hoffnung, dass die Absätze nach einem schwachen 2023 steigen werden. Abzuwarten bleibt, oder der Einzelhandel diese Preissenkungen an den Endkonsumenten weitergibt oder nicht. Wir werden bestehende und neue Anbaugebiete bereisen, Veränderungen wahrnehmen und bei Bedarf unsere Lieferantenstruktur anpassen. Hierbei werden wir auf die Einhaltung der Living-Wage-Kriterien, auf Klimabedingungen und politische Stabilität in den Anbauländern achten.

Trotz des Wettbewerbs haben wir in Zeiten der Unruhe und des schnellen Wandels unsere Stärke und Flexibilität in der zuverlässigen Belieferung unter Beweis stellen können. Hinzu kommt, dass die Öffentlichkeit auf gesunde Ernährung achtet. Dies ist ein Trend, der dem Gesamtabsatz für Obst und Gemüse zugutekommt. Die Preise für Bananen (Bio, Bio-Fairtrade und konventionell) sind in allen unseren Verkaufsmärkten gefallen (teilweise bis zu 10 %). Dies kann einen positiven Effekt auf die Verkäufe haben, da es sich bei Bananen um ein sog. "Commodity"-Produkt handelt und dieses stark preisabhängig ist. Abzuwarten bleibt, ob der Einzelhandel diese Preissenkungen weitergibt.

V. Voraussichtliche Entwicklung - Chancen und Risiken

Die enge Bindung an die Produktion und die exklusive Vermarktung spezifischer Erzeuger repräsentieren signifikante und nachhaltige Wachstumschancen. Allerdings steigt mit diesen Chancen auch die Verantwortung, und finanzielle Risiken bei Fehlentscheidungen übertreffen jene traditioneller Handelsrollen. Die Marktbedingungen werden weiterhin Wachstumsmöglichkeiten aufzeigen, wobei eine kontinuierliche Konsolidierung und Kostenkontrolle erforderlich sind. Die Globalisierungsstrategien des Lebensmitteleinzelhandels bieten zahlreiche Chancen, vorausgesetzt, es wird genügend Flexibilität und Engagement bewiesen.

Unser Fokus liegt auf der Festigung bestehender Kundenbeziehungen und der Optimierung interner Prozesse, um als agiler und effizient organisierter Partner sowohl im Handel als auch in der Produktion auf internationaler Ebene zu agieren. Dabei ist die sorgfältige Auswahl der richtigen Partner entscheidend.

Ein zentrales Risiko stellt die Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Produkte dar, wobei klimatische Extremsituationen langfristige Festpreisgeschäfte zunehmend erschweren. Es ist notwendig, sich auf mehrere Herkünfte für dasselbe Produkt zu stützen, um Versorgungssicherheit bei Engpässen zu gewährleisten. Die Zusammenarbeit mit Produktionsbetrieben wird künftig an Bedeutung gewinnen, muss jedoch mit dem Handel koordiniert sein, da alternative Absatzmärkte zu akzeptablen Preisen zunehmend fehlen.

Bei Bananen aller Kategorien stellen wir als Pionier und einer der führenden Beschaffer im Bereich Bio und Fairtrade fest, dass die Kostensteigerungen entlang der Lieferkette im Jahr 2022/23 dafür gesorgt haben, dass der allgemeine Absatz für Bananen nicht angestiegen ist. Zudem hat das Jahr 2023 durch das Wetterphänomen "el Niño" für sehr schwankende Qualitäten in der ersten Hälfte des Jahres gesorgt. Viele Produzenten beklagten sich über verlorene Produktion, schlechte Produktivität und Ernteausfälle. Da die Bananenpflanze eine sehr sensible ist, haben zu viel oder zu wenig Regen große Auswirkungen auf die Qualität der Frucht. El Niño bringt in Südamerika zu viele Regenfälle und in Zentralamerika zu wenige. Durch dieses Wetterphänomen haben wir hohe Reklamationsschäden gesehen und der Absatz der Bananen (insbesondere Bio) ist gesunken, da die Kunden die optisch nicht ansprechenden Bananen nicht kaufen.

Es ist wegen der Inflation und gestiegener Kosten auch für das übrige Obst- und Gemüsesortiment bzw. für Lebensmittel allgemein damit zu rechnen, dass Konsumenten bewusster einkaufen werden. Sollten sich Preissenkungen im Einzelhandel realisierbar machen, ist damit zu rechnen, dass sich der Absatz wieder vollständig erholt. Ob Bananen am Ende des Tages im Gesamtsortiment Obst und Gemüse die Gewinner oder Verlierer sein werden, lässt sich nicht vorhersagen. Dies hängt von vielen Faktoren ab wie z. B. Preisdifferenzen zwischen Preiseinstiegsbanane und Bio- bzw. Bio-Fairtrade-Banane, aber auch dem Kostenvergleich zu anderen Obstsorten bzw. in welcher Weise sich der Einkaufskorb insgesamt verschiebt. Wenn sich die Preislücke zwischen Bio- bzw. Bio-Fairtrade-Bananen und konventionellen Bananen wieder verkleinern lässt, ist mit einem Anstieg dieser Kategorien zu rechnen. Wenn die Preislücke in der Höhe bestehen bleibt, wovon wir Stand heute ausgehen, dann wird auch im Jahr 2024 die Bio- oder Bio-Fairtrade-Banane nicht an Absatz dazugewinnen, im Vergleich zu 2023 aber auch nicht verlieren. Allgemein ist im Jahr 2024 mit einem steigenden Absatz für Bananen zu rechnen. Wie hoch dieser ausfallen kann, hängt maßgeblich vom Faktor Preis ab. Wenn die Verkaufspreise im Geschäft gesenkt werden, fällt der potenzielle Anstieg höher aus.

Ob zunehmende Dürren, Überschwemmungen oder langfristige Klimaveränderungen die Produktionsbedingungen in bestimmten Anbauregionen nachhaltig verändern, können wir heute noch nicht sagen, aber sicher ist, dass die Landwirtschaft weltweit vor wachsenden Herausforderungen steht. Für das erste halbe Jahr erwarten wir ruhigeres Wetter als noch 2023 und kontrollierte Regenfälle. Ob sich "el Niño" in diesem Jahr noch einmal von der heftigen Seite zeigt, bleibt abzuwarten, aber wir sind gut vorbereitet und unsere Produzenten haben alle nötigen Maßnahmen zur Eindämmung potenzieller Schäden eingeleitet (z. B. Drainage-Systeme).

Für das kommende Geschäftsjahr zielen wir darauf ab, unser Eigenkapital insb. bei Port International European Sourcing GmbH zu stärken. Wir planen in der Gruppe insgesamt mit steigenden Umsätzen. Durch die Vertiefung unseres Kerngeschäfts und die kontinuierliche Erweiterung des Beeren- und Spezialitätensegments könnten Gewinne allerdings durch abrupte Kostenänderungen volatiler werden.

Unsere Unternehmenspolitik bleibt darauf ausgerichtet, nur jene Mengen zu beschaffen, die wir in einem Rahmen mit überschaubarem Risiko absetzen können. Der Trend zu vollständiger Transparenz in der Lieferkette entspricht unserer Strategie und findet Anklang im Einzelhandel, der eine enge Anbindung an die Produktion sowie eine optimale Versorgungsstruktur und deren Partner wünscht. Nachhaltigkeit spielt dabei eine zunehmend wichtige Rolle, ergänzt durch die entsprechende Zertifizierung der Produkte.

Klimaschutz, Nachhaltigkeit und die Diversifizierung der Produktion werden in den kommenden Jahren zu zentralen Themen. Nach Jahren der Pandemie und nun angesichts von Krieg und Inflation stehen wir vor großen Herausforderungen. Obwohl wir aktuelle Ereignisse nicht beeinflussen können, die unser Geschäft beeinträchtigen könnten, ermöglicht die derzeitige Situation auch Wachstumschancen und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Wir erwarten eine Beschleunigung des Konsolidierungsprozesses, der sich durch eine zunehmende Internationalisierung auf Kundenseite und Fusionen auf Anbieterseite manifestiert. Zudem werden in den kommenden Jahren immer mehr Produzenten wegen fehlender Nachfolge ausscheiden oder sich Fusionen anschließen müssen, während Arbeitskräfte in der Branche immer knapper werden, was voraussichtlich negative Auswirkungen auf das Angebot haben wird.

 

Hamburg, 25. März 2024

Port International GmbH

gez. Mike Port, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.179.644,75 1.591.658,81
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.214.540,50 520.193,25
II. Sachanlagen 544.429,25 650.790,56
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 544.429,25 650.790,56
III. Finanzanlagen 420.675,00 420.675,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 420.675,00 420.675,00
B. Umlaufvermögen 7.449.109,47 10.971.685,13
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.220.231,72 8.004.449,00
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.917.897,61 4.609.961,53
2. sonstige Vermögensgegenstände 7.332,00 0,00
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.228.877,75 2.967.236,13
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.628.754,22 12.563.343,94

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.394.844,49 10.977.962,31
I. gezeichnetes Kapital 1.100.000,00 1.100.000,00
II. Bilanzgewinn 7.294.844,49 9.877.962,31
B. Rückstellungen 519.972,01 523.131,50
C. Verbindlichkeiten 713.937,72 1.062.250,13
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 224.136,87 791.457,69
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.628.754,22 12.563.343,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.567.670,08 9.306.591,53
2. Personalaufwand 6.521.274,45 6.438.586,09
a) Löhne und Gehälter 5.637.752,95 5.606.511,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 883.521,50 832.075,05
davon für Altersversorgung 5.195,80 4.266,90
3. Abschreibungen 380.364,41 227.805,66
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 380.364,41 227.805,66
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.521.270,13 2.577.000,45
5. Erträge aus Beteiligungen 2.520.240,68 7.283.097,13
davon aus verbundenen Unternehmen 2.520.240,68 7.283.097,13
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.940,04 1.486,15
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.506,36 5.350,98
davon an verbundene Unternehmen 0,00 4.319,28
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 92.826,82 133.271,51
9. Ergebnis nach Steuern 2.614.608,63 7.209.160,12
10. sonstige Steuern 4.339,00 4.345,00
Jahresüberschuss 2.610.269,63 7.204.815,12

Ergebnisverwendung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 2.610.269,63 7.204.815,12
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.877.962,31 5.649.404,37
3. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 5.193.387,45 2.976.257,18
4. Bilanzgewinn 7.294.844,49 9.877.962,31

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Firma Port International GmbH, Hamburg (Handelsregister Hamburg HRB 79272), wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Aktiva

Die Bewertung der Aktiva erfolgte grundsätzlich zu den Anschaffungskosten.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter von bis EUR 800,00 wurden sofort abgeschrieben. Die entsprechenden Beträge sind unter diesem Posten ausgewiesen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Sie sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.

Fremdwährungsbestände wurden mit Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Passiva

Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden mit Ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

3. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte im Berichtszeitraum ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Bei den Sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Steuererstattungsansprüche in Höhe von EUR 2.062.509,40 (Vorjahr EUR 2.863.010,31).

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen EUR 1.917.897,61 (Vorjahr: EUR 4.609.961,53).

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.917.897,61 (Vorjahr EUR 1.609.961,53) enthalten.

Kapital

Ausgewiesen wird das gezeichnete Stammkapital in Höhe von Euro 1.100.000,00.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die Körperschaftssteuer für das Geschäftsjahr 2022/2023.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen die Rückstellung für die Berufsgenossenschaft, Urlaubsrückstellungen, Aufbewahrungsrückstellungen, Rückstellungen Tantieme und Boni sowie ausstehende Kostenrechnungen. Es wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 412.372,44 (Vorjahr: EUR 186.829,44). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuern in Höhe von EUR 67.372,65 (Vorjahr: EUR 78.408,03), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 7.101,24 (Vorjahr: EUR 5.554,95) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 224.136,87 (Vorjahr: EUR 791.457,69).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Umrechnung von Währungsdifferenzen in Höhe von EUR 0,03 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Umrechnung von Währungsdifferenzen in Höhe von EUR 106,28 (Vorjahr EUR 0,00) enthalten.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss soll in voller Höhe vorgetragen werden.

4. Sonstige Pflichtangaben

Namen der Geschäftsführer

Als Geschäftsführer war im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Mike Port, Kaufmann, Hamburg

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge gem. § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB unterbleiben aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiterzahl

Im Jahresdurchschnitt wurden in der Gesellschaft 90 (Vorjahr 90) Mitarbeiter beschäftigt.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen mit einem Betrag von mindestens 20 % der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname Anteilshöhe
in %
Jahresergebnis
in TEUR
Eigenkapital
in TEUR
Port International Organics GmbH, Hamburg 100,00 1.352 3.569
Port International Bananas GmbH, Hamburg 100,00 826 1.744
Port International Fruit GmbH, Hamburg 100,00 400 2256
Port International European Sourcing GmbH 60,00 2.712 8.546

Angaben gem. § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte:

Sonstige Vermögensgegenstände: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)

Bürgschaften und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus laufenden Miet- und Leasingverträgen bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von EUR 253.584,31 (Vorjahr: EUR 230.782,81).

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der T. Port GmbH, Hamburg einbezogen.

 

Hamburg, den 21.03.2024

Port International GmbH

gez. Mike Port

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 30.09.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 795.208,66 877.676,25 0,00 0,00 0,00 1.672.884,91
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 795.208,66 877.676,25 0,00 0,00 0,00 1.672.884,91
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.400.063,52 90.703,60 0,00 309.117,27 0,00 2.181.649,85
Summe Sachanlagen 2.400.063,52 90.703,60 0,00 309.117,27 0,00 2.181.649,85
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 420.675,00 0,00 0,00 0,00 0,00 420.675,00
Summe Finanzanlagen 420.675,00 0,00 0,00 0,00 0,00 420.675,00
Summe Anlagevermögen 3.615.947,18 968.379,85 0,00 309.117,27 0,00 4.275.209,76
kumulierte Abschreibungen 01.10.2022
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 30.09.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 275.015,41 183.329,00 0,00 0,00 0,00 458.344,41
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 275.015,41 183.329,00 0,00 0,00 0,00 458.344,41
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.749.272,96 197.035,41 0,00 309.087,77 0,00 1.637.220,60
Summe Sachanlagen 1.749.272,96 197.035,41 0,00 309.087,77 0,00 1.637.220,60
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.024.288,37 380.364,41 0,00 309.087,77 0,00 2.095.565,01
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 30.09.2023
EUR
Buchwert 30.09.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.214.540,50 520.193,25
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.214.540,50 520.193,25
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 544.429,25 650.790,56
Summe Sachanlagen 0,00 544.429,25 650.790,56
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 420.675,00 420.675,00
Summe Finanzanlagen 0,00 420.675,00 420.675,00
Summe Anlagevermögen 0,00 2.179.644,75 1.591.658,81

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.05.2024 unverändert festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Wir weisen darauf hin, dass der Jahresabschluss wegen Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offen gelegt wird (§ 328 Abs. 1 HGB).

An die Port International GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Port International GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang -, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Port International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden, handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023,

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerkes weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerkes erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung feststellen.

 

Kiel, 29. März 2024

wetreu NTRG
Norddeutsche Treuhand- und
Revisions-Gesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dörte Reese, Wirtschaftsprüferin

gez. Rainer Dröse-Seidler, Wirtschaftsprüfer

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