Ostseestaal GmbHLiquidiert

18439 Stralsund, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stralsund HRB 3740
Eingetragen
29.11.1996
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
Einschließlich Im- und Export: Fabrikation von Halbzeugen, Halbfertigprodukten, Maschinen und Werkzeugen aus Stahllegierungen, Kunststoffen und anderen Materialien; Be- und Verarbeitung von Blechen, Flachmaterial und Profilen aus Stahllegierungen, Kunststoffen und anderen Materialien; Handel mit Blechen, Flachmaterial und Profilen aus Stahllegierungen, Kunststoffen und anderen Materialien, erzeugten Fabrikaten sowie be- und verarbeiteten Teilen in der Industrie, im maritimen Bereich und im Werkzeugbau; Erbringung von ingenieurtechnischen Leistungen für die Industrie, den maritimen Bereich, den Werkzeugbau und den eigenen Geschäftsgegenstand sowie alle hiermit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten außer dem Schiffbau selbst und außer der Herstellung und Warmverformung von Stahl im Sinne der EGKS

Historie

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Management

NameRolle
Bert Doldersum
seit 4.10.2012
Prokura
Peter Teske
seit 4.10.2012
Prokura
Thomas Dr. Kühmstedt
seit 4.10.2012
Prokura
Michael Schultze
seit 4.10.2012
Prokura
Erik van der Ende
seit 6.7.2012
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ostseestaal GmbH

Stralsund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht zum 31. Dezember 2010

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs:

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Ostseestaal GmbH ist ein metallverarbeitendes Unternehmen und Zulieferer für Unternehmen verschiedener Branchen. Nachdem in den vergangenen Jahren fast ausschließlich Schiffbauunternehmen die wesentlichen Auftraggeber waren, konnte das Unternehmen zunehmend auch andere Branchen als Absatzmarkt erschließen. Beispielhaft seien hier die Bereiche Luftfahrtindustrie, regenerative Energiegewinnung, Architektur und Schwerindustrie genannt.

Die europäische Werftindustrie hat inzwischen eine tiefgreifende Veränderung erfahren. Die Krise der Weltwirtschaft zeigt hierbei die in Folge einer einseitigen und wenig innovativen Produktausrichtung festzustellende unzureichende Marktposition. Der über Jahrzehnte die deutsche Werftindustrie prägende Bau von Containerschiffen ist vollständig zum Erliegen gekommen. Es existiert hier keine nennenswerte Nachfrage mehr. Alle großen deutschen Seewerften sind von dieser Situation betroffen. Zum Teil hat bereits eine Marktbereinigung stattgefunden. Die Umstellung zu Spezial- und Nischenprodukten scheint aktuell der einzige Weg, um Beschäftigung zu sichern und eine nachhaltige und zukunftsorientierte Marktposition aufzubauen. Zufriedenstellend ist die Marktsituation bei Spezialprodukten. Die Bereiche Marineschiffbau, Megayachten und Kreuzfahrtschiffe sind hinsichtlich Auftragseingang und -bestand nach wie vor gut positioniert. Diese Situation ist vor allem auf die Technologieführerschaft und die Spezialisierung auf werthaltige Produkte zurückzuführen. Der Schiffbau stellt trotz aller Veränderungen einen volkswirtschaftlich bedeutenden Wirtschaftszweig dar und der Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit liegt im nationalen Interesse. Die dauerhafte Weiterentwicklung von Produkten und Verfahren ist notwendig und wird durch kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung möglich.

Von zunehmender Bedeutung als Absatzmarkt für die Produkte der Ostseestaal GmbH hat sich der Bereich der alternativen Energiegewinnung erwiesen. Sowohl die Erzeugung von Energie mittels Windkraftanlagen als auch durch Wasserkraftwerke ist hochinnovativ und in Zeiten zunehmender Ressourcenknappheit zukunftsweisend. Auch politische Rahmenbedingungen haben diese Art der Energieerzeugung in eine ökonomisch vorteilhafte Position gebracht. Die speziellen Fertigungsverfahren der Ostseestaal GmbH können zunehmend Vorteile im Wettbewerb teilweise konkurrierender Einsatzmaterialien zu Gunsten von Stahl- und Aluminiumeinsatz erlangen. Durch Ostseestaal wird dieser Markt als nachhaltig und bedeutsam eingeschätzt.

Ebenfalls von zunehmender Bedeutung hat sich der Bereich Architektur erwiesen. Vermehrt gelangen Architekturprojekte mit einer anspruchsvollen Metallfassade zu Ausführung, wobei gerade dreidimensional verformte Metallflächen eine Nachfrage nach Produkten unseres Unternehmens beinhalten. Eine relevante Anzahl von Referenzobjekten konnte bereits erstellt werden. Es handelt sich um einen Wachstumsmarkt.

Ebenfalls stark wachsend präsentiert sich der Werkzeugbau für die Luftfahrtindustrie. Der Bau von Laminiervorrichtungen fordert neben dem Einsatz des eigentlichen OstseestaalProduktes eine enge Kooperation mit Subunternehmern, um dem Auftraggeber ein Finalprodukt zu liefern. Ostseestaal tritt hier als Systemanbieter auf.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Das Produktionsvolumen und die Umsatzerlöse waren im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Die Gesamtleistung beträgt € 10 Mio (Vorjahr € 14,5 Mio). Die vorhandenen Produktionskapazitäten wurden im Berichtsjahr 1,5-schichtig ausgelastet. Die Hauptkunden waren deutsche Werften mit Spezialprodukten (Megayachten, Kreuzfahrtschiffe, Marineschiffbau etc), Unternehmen der Branchen Energie, Luftfahrt, Architektur und allgemeiner Schiffbau. Der Umsatzanteil metallverarbeitender Unternehmen der nichtmaritimen Industrie konnte weiter erhöht werden. Die Anzahl der aktiven Kunden des Unternehmens ist konstant. Der Rückgang an Beschäftigung und Umsatzerlösen ist im Wesentlichen durch den weiteren Rückgang des Schiffbaumarktes und des daraus resultierenden geringeren Auftragsvolumens bei der Ostseestaal GmbH verursacht. Das Wachstum der Gesamtleistung von Produkten für nichtschiffbauliche Märkte konnte diesen Rückgang jedoch nicht vollständig kompensieren.

Für das Wirtschaftsjahr 2011 erwartet das Unternehmen nun wieder steigende Beschäftigung, verbunden mit einem positiven betriebswirtschaftlichen Ergebnis. Das zum Bilanzstichtag für das Jahr 2011 und die Folgejahre vorhandene Auftrags- und Angebotsvolumen bestätigt diese Erwartung. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, den erwarteten Erfolgen aus der im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten Neuausrichtung auf nichtschiffbauliche Märkte erwarten wir, diese erfolgreiche Entwicklung in 2012 fortzusetzen.

3. Produktion

Im Unternehmen werden gebrannte und dreidimensional kaltverformte Metallplatten der verschiedensten Abmessungen und Formen hergestellt. In der modernen Produktionshalle stehen hierfür 2 Brennschneidanlagen sowie 9 Schiffbaupressen und eine Kantbank zur Verfügung. Die Produkt- und Sortimentspolitik des Unternehmens war in der Vergangenheit hauptsächlich auf die Erzeugung von Schiffbausätzen ausgerichtet. Die inzwischen vollzogene Umstellung auf die Herstellung von neuen Produktgruppen wurde erfolgreich realisiert. Die Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Unternehmen der Metallverarbeitung wurde intensiviert.

Es wird sowohl mit beigestelltem als auch mit selbst erworbenem Material gearbeitet, wobei der Anteil derjenigen Aufträge zunimmt, bei welchen Ostseestaal sowohl Leistung als auch Material verkauft. Es ist auf Kundenwunsch selbstverständlich auch möglich, nur Brenn- bzw. nur Verformungsarbeiten auszuführen und bestimmte Einzelteile zu liefern.

Im Berichtsjahr 2010 wurde die Betriebsabteilung Arbeitnehmerüberlassung auf Grund dauerhaft entfallender Nachfrage geschlossen. Unabhängig davon werden ca. 15 Mitarbeiter im Rahmen einer konzerninternen Arbeitnehmerüberlassung dauerhaft bei der Centraalstaal B.V. in Bremen eingesetzt.

4. Investitionen

Die innerhalb des Berichtsjahres durchgeführten Investitionen betrafen im Wesentlichen die Anschaffung von zusätzlicher Hard- und Software, Werkzeugausrüstung, die Anschaffung einer gebrauchten weiteren Produktionshalle sowie Ersatzinvestitionen im Maschinenpark.

5. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Ostseestaal GmbH beträgt zum Bilanzstichtag € 16,2 Mio. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich ein Rückgang von € 3,6 Mio. Wesentliche Vermögensposten ist das mit € 12,1 Mio. langfristig zur Verfügung stehende Anlagevermögen. Die Vorräte als auch die Liefer- und Leistungsforderungen sind zum 31. Dezember 2010 gesunken. Hauptursache ist das im Vergleich zum Vorjahr reduzierte Umsatzvolumen. Die bilanzielle Eigenkapitalquote unserer Gesellschaft beträgt 27,9% (Vorjahr 22,7%). Bei aktivischer Absetzung der Sonderposten vom Anlagevermögen ergibt sich zum 31. Dezember 2010 eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 37,3 % (Vorjahr 29,5%).

Die finanzielle Ausstattung unserer Gesellschaft ist unverändert sehr gut. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die frei verfügbaren finanziellen Mittel auf € 1,4 Mio. Es ergibt sich ein positives Working Capital von € 0,9 Mio. Das Darlehen bei der niederländischen Rabobank wurde planmäßig getilgt.

Ein effizientes Liquiditäts-Management sowie ein monatliches Berichtswesen sind installiert, die jederzeit Auskunft zur Vermögens-, Finanz und Ertragslage unseres Unternehmens gewährleisten.

6. Personal- und Sozialbereich:

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte das Unternehmen 111 Mitarbeiter inklusive Geschäftsführer sowie 23 Auszubildende. Der Personalbestand gliederte sich wie folgt:

- Geschäftsführer: 1
- Angestellte in den verschiedensten Bereichen: 39
(AV, AZ, Technik, Administration usw.)
- Verformer: 27
- Brenntechniker 15
- Instandhalter: 7
- Rohrschlosser / Schweißer 22
- Auszubildende 23

7. Umweltschutz und Qualitätsmanagement

Ostseestaal führte im Jahr 2001 das Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2002 sowie im Jahr 2002 das Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 ein. Im Rahmen eines Überwachungsaudits durch den Germanischen Lloyd wurde im Jahr 2009 das Qualitätsmanagementsystem bestätigt. Das nächste Überwachungsaudit wird im März 2011 durchgeführt.

Beide Managementsysteme stellen für das Unternehmen Handlungsrichtlinien dar und sichern auch zukünftig die Einhaltung von Qualitäts- und Umweltstandards.

B. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Wenngleich in einigen Zielregionen für unsere Produkte und insbesondere in Deutschland eine deutliche Erholung der wirtschaftlichen Situation prognostiziert wird, sind die langfristigen Konsequenzen und der weitere Verlauf der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise vom heutigen Standpunkt nicht erkennbar. Die eingebrochen Auftragslage der europäischen Schiffbauindustrie hat jedoch direkte Auswirkungen auch auf die maritimen Zulieferunternehmen. Ostseestaal unternimmt alle Maßnahmen, dass im ehemaligen Hauptabsatzgebiet entfallene Umsatzvolumen durch neue Absatzmärkte zu kompensieren. Die Ostseestaal GmbH geht für 2011 und Folgejahre von einer nunmehr gleichbleibenden Nachfrage der Schiffbauindustrie auf niedrigem Niveau aus, während den anderen Umsatzbereichen eine steigende Bedeutung zukommen wird. Die Erschließung und Ausweitung von neuen nichtmaritimen Absatzgebieten ist die Hauptaufgabe der unternehmerischen Tätigkeit. Deren zeitnahe Umsetzung ist maßgebend für zukünftigen Unternehmenserfolg.

Der Produktionsfluss könnte durch technische Fehler negativ beeinflusst werden. Regelmäßige Tests, Instandhaltungen, Modernisierungen und gezielte Investitionen tragen dazu bei, dieses Risiko zu minimieren.

In Anbetracht aller uns zur Verfügung stehenden Informationen zeigen sich keine Risikoentwicklungen ab, die über die Risiken eines normalen Geschäftsbetriebes hinausgehen.

C. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB:

Innerhalb des Bereiches Forschung und Entwicklung unternimmt das Unternehmen dauerhaft Aktivitäten, um kurz-, mittel- und langfristig neue Produkte und Verfahren zu entwickeln. Dieser Bereich wurde im Berichtsjahr, entgegen der auslastungsbedingten Reduzierung des übrigen Personalbestandes, weiter ausgebaut. Inzwischen sind hier 5 Ingenieure mit verschiedenen Entwicklungsvorhaben beschäftigt. Die Ostseestaal GmbH schätzt den Bereich Forschung- und Entwicklung als elementar wichtig für den zukünftigen und dauerhaften Unternehmenserfolg ein. Die Ostseestaal wird auch weiterhin verstärkt in die Forschung und Entwicklung investieren.

 

Dr. Thomas Kühmstedt, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

31.12.2010
EUR
Vorjahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 143.560,00 202.819,56
II. Sachanlagen 11.929.260,81 12.944.337,28
Summe Anlagevermögen 12.072.820,81 13.147.156,84
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 592.479,33 930.707,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.955.987,79 1.754.660,75
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.424.042,67 3.920.807,85
Summe Umlaufvermögen 3.972.509,79 6.606.175,64
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 107.169,02 92.622,55
Summe AKTIVA 16.152.499,62 19.845.955,03

PASSIVA

31.12.2010
EUR
Vorjahr
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 2.556.459,41 2.556.459,41
III. Gewinnvortrag 1.930.298,55 1.930.298,55
Summe Eigenkapital 4.512.322,55 4.512.322,55
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 3.103.103,78 3.459.599,54
C. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZULAGEN 969.091,86 1.079.508,60
D. RÜCKSTELLUNGEN 302.221,86 1.930.994,09
E. VERBINDLICHKEITEN 7.265.759,57 8.863.530,25
Summe PASSIVA 16.152.499,62 19.845.955,03

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010

EUR 2010
EUR
Vorjahr
EUR
1. Rohergebnis 7.955.282,99 11.599.811,99
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 3.706.084,78 - 4.554.400,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung - 876.518,28 - 4.582.603,06 - 1.146.120,06
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 1.310.359,34 - 1.709.098,82
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 2.102.306,92 - 2.005.628,31
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31.649,41 102.863,13
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 181.908,25 - 148.727,13
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 190.245,17 2.138.700,26
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 13.163,05 - 18.614,12
8. Sonstige Steuern - 24.755,45 - 24.008,45
9. Aufwand aus Garantiedividende - 100.000,00 - 100.000,00
10. Erträge aus Verlustübernahme/Vorjahr Ergebnisabführung 328.163,67 - 1.996.077,69
Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum 31. Dezember 2010

Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss der Ostseestaal GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie bisher nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung anzugebende Vermerke im Anhang aufgeführt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Sachanlagen

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Für geringwertige Anlagegüter (EUR 150 bis EUR 1.000) wird seit dem 1. Januar 2008 ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Vorräte

Die Vorräte wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere und liquide Mittel

Diese wurden zum Nominalbetrag bzw. zu Anschaffungskosten ausgewiesen.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert aktiviert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme ausgewiesen und tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

2. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 824 (Vj: TEUR 225) bestehen u.a. mit TEUR 23 (Vj: TEUR 224) gegen die Centraalstaal B.V., Groningen/Niederlande und resultieren aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 800 (Vj: 0) gegen die CIG N.V. aus einem kurzfristigen Darlehen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt DM 50.000,00 (umgerechnet EUR 25.564,59).

Sonderposten

Der Sonderposten betrifft mit TEUR 3.103 (Vj: TEUR 3.460) den Investitionszuschuss des Landesförderinstituts Mecklenburg-Vorpommern und mit TEUR 969 (Vj: TEUR 1.080) die Investitionszulage gemäß Investitionszulagengesetz.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Kosten der Aufbewahrung von Dokumenten sowie bestehende Überstunden und Urlaub.

Verbindlichkeiten

Nach Restlaufzeiten gegliedert stellen sich die Verbindlichkeiten wie folgt dar:

bis zu 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit
von 1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Summe
TEUR
1. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 984 3.080 1.155 5.219
(Vorjahr) 770 3.080 1.925 5.775
2. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 1.618 1.618
(Vorjahr) 2.049 2.049
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 312 312
(Vorjahr) 808 808
5. sonstige Verbindlichkeiten 117 117
(Vorjahr) 232 232
Summe 3.031 3.080 1.155 7.266
(Vorjahr) 3.859 3.080 1.925 8.864

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch folgende Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert:

Grundschulden in Höhe von TEUR 10.000

Globalabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Raumsicherungsübereignung der gesamten Maschinen, Anlagen, Ausrüstungen und Fahrzeuge.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Zahlungsverpflichtungen aus Ergebnisabführung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen u.a. aus Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer in Höhe von TEUR 41 sowie anderen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 74 ggü. dem Minderheitsgesellschafter De Compagnie.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von TEUR 454 (Vj: TEUR 634).

Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen TEUR 109 (Vj: TEUR 107).

In den Zinserträgen sind TEUR 28 gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

4. Sonstige Angaben

a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus acht Leasingverträgen mit einer Laufzeit bis 2011 bis 2013 betragen TEUR 63.

b) Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 134 (Vj. 184) Personen beschäftigt. Enthalten sind 1 (Vj: 1) Geschäftsführer und 23 (Vj: 25) Auszubildende.

c) Geschäftsführung

 

bis zum 31.12.2010: Günter Eilers, Dipl.-Ingenieur, Saal

 

ab 01.09.2010: Dr. Thomas Kühmstedt, Dipl.-Ingenieur, Stralsund

Von dem Recht, gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB die Angabe der Geschäftsführerbezüge zu unterlassen, wurde wie im Vorjahr gebrauch gemacht.

d) Mutterunternehmen

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Ostseestaal GmbH einbezogen wird, wird von der Central Industry Group N.V., Groningen/Niederlande, erstellt und dort veröffentlicht.

 

Stralsund, 28.01.2011

Ostseestaal GmbH

Dr. Thomas Kühmstedt, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

Anschaffungs- bzw. Herstellungskostenkosten
01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Rechte und Lizenzen 2.307.249,63 21.601,00 6.580,56 0,00 2.335.431,19
2. Geleistete Anzahlungen 6.580,56 0,00 - 6.580,56 0,00 0,00
2.313.830,19 21.601,00 0,00 0,00 2.335.431,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 17.804.805,99 157.637,00 0,00 0,00 17.962.442,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.693.788,50 13.445,70 0,00 0,00 8.707.234,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.752.819,91 70.262,25 0,00 102.549,17 2.720.532,99
29.251.414,40 241.344,95 0,00 102.549,17 29.390.210,18
31.565.244,59 262.945,95 0,00 102.549,17 31.725.641,37
Abschreibungen
01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Rechte und Lizenzen 2.111.010,63 80.860,56 0,00 2.191.871,19
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.111.010,63 80.860,56 0,00 2.191.871,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.964.235,11 773.744,47 0,00 7.737.979,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.020.722,50 325.493,70 0,00 7.346.216,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.322.119,51 130.260,61 75.626,53 2.376.753,59
16.307.077,12 1.229.498,78 75.626,53 17.460.949,37
18.418.087,75 1.310.359,34 75.626,53 19.652.820,56
Restbuchwerte
31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Rechte und Lizenzen 143.560,00 196.239,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 6.580,56
143.560,00 202.819,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 10.224.463,41 10.840.570,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.361.018,00 1.673.066,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 343.779,40 430.700,40
11.929.260,81 12.944.337,28
12.072.820,81 13.147.156,84

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 3. Februar 2011 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Ostseestaal GmbH, Stralsund für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010 erfolgte auf der Gesellschafterversammlung am 15. Februar 2011.

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