Log-Cargo GmbH & Co. KG

06780 Zörbig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRA 5259
Eingetragen
5.1.2017

Finanzübersicht

Historie

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Besitzgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG

Zörbig

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

der Besitzgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG, Zörbig OT Salzfurtkapelle

Das Unternehmen

Die Besitzgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG und die dazugehörigen 6 voll konsolidierten Gesellschaften sind Teil eines Familienunternehmens, das sich auf dem Gebiet der Geflügelmast, Mischfutterherstellung sowie Verpachtung von Hähnchenmastfarmen und der Logistik betätigt.

Die Besitzgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG ist ein Familienunternehmen, das mit über 200 Mitarbeitern einen konsolidierten Konzernumsatz von 89 Millionen Euro im Jahr 2021 erwirtschaftet hat.

Die Produkte werden auschließlich in Deutschland vertrieben. Das Betätigungsfeld unserer Unternehmensgruppe hat sich im Laufe des Geschäftsjahres 2021 gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Konsolidierungskreis

Die Besitzgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG ist als Holding für die strategische und marktorientierte Gesamtpalette für die in den Konzern einzubeziehenden Unternehmen verantwortlich. Der Konsolidierungskreis umfasst neben dem Mutterunternehmen 6 Gesellschaften (Vorjahr: 6).

Darstellung Branchen- und Geschäftsverlauf

Die Bundesregierung sieht angesichts der Folgen des Ukrainekriegs deutliche Risiken für die Konjunktur in Deutschland. Sie rechnet in diesem Jahr mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum. Für das Jahr 2022 erwartet Sie einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,2 Prozent und für das Jahr 2023 ein Wachstum von 2,5 Prozent.

Die Bundesregierung erwartet weiterhin hohe Verbraucherpreise. Für das Jahr 2022 wird mit einer Inflationsrate von 6,1 Prozent gerechnet. Im Jahr 2023 wird eine deutlich niedrigere Inflationsrate von 2,8 Prozent prognostiziert.

Als Hauptgrund für die Eintrübung der wirtschaftlichen Aussichten in Deutschland nannte das Wirtschaftsministerium den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Sowohl die hohen Energiekosten, aber auch die Sanktionen und die gestiegene Unsicherheit belasten die Wachstumsaussichten der deutschen Volkswirtschaft.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich robust. Die Bundesregierung erwartet für 2022 und für 2023 eine Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent. In 2022 wird ein Anstieg der Erwerbstätigen von 1,0 Prozent und im Jahr 2023 ein Anstieg um 0,3 Prozent prognostiziert.

Für die privaten Konsumausgaben wird im Jahresdurchschnitt 2022 ein Zuwachs von 3,7 Prozent und im Jahr 2023 um 2,3 Prozent erwartet.

Quelle:Frühjahrsprojektion 2022 BMWI

Unsere Unternehmensgruppe ist im Wesentlichen tätig in den folgenden Bereichen:

1. Verpachtung Mastfarmen:

Die Besitzgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG sowie die FINWE GVG mbH & Co. KG verfügten im Jahr 2021 insgesamt über ca. 3,3 Mio. Tierplätze, die an die Agrar Handelsgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG und die Hirschfelder Geflügel & Spezialitäten GmbH verpachtet sind. Die Erweiterungs- bzw. Ersatzinvestitionen in Stallanlagen für Mastgeflügel werden durch Zunahme behördlicher Auflagen immer schwieriger. Die Schaffung neuer Tierplätze wird daher trotz steigender Nachfrage an Geflügelprodukten praktisch nicht realisierbar erscheinen. Unsere Gruppe ist daher wegen der vorhandenen Tierplätze und dem damit verbundenen Bestandsschutz gut aufgestellt. Investitionen in den Bestand werden unter Berücksichtigung der Erfordernisse moderner Tierhaltung fortlaufend getätigt.

2. Hähnchenmast:

Insgesamt wurden im Jahr 2021 36.960.073 Tiere erzeugt (Vorjahr: 34.898.650 Tiere) und an nahestehende Schlachthöfe geliefert.

Davon entfielen auf die:

Agrar Handelsgesellschaft Salzfurtkapelle mbH & Co. KG 33.962.770 Stück
sowie    
HGS Hirschfelder Geflügel & Spezialitäten GmbH 2.997.303 Stück
Gesamt 36.960.073 Stück

Die Auszahlungspreise an die Mäster erhöhten sich von einem sehr niedrigen Niveau kommend im Verlauf des Jahres leicht, obwohl die Vermarktungssituation weiterhin angespannt blieb. Die Futterpreise stiegen aufgrund schlechter Ernten und Ausfuhrbeschränkungen im Jahr 2021 deutlich an und belasteten das Ergebnis.

3. Mischfutterproduktion:

Unser Bereich für die Futtermittelherstellung liefert einen Großteil der Gesamtproduktion für die eigene Mast.

Die Gesamtproduktion betrug 2021 147.979 to (Vorjahr: 126.191 to) und verteilt sich wie folgt:

2021
to
2020
to
Broilerfutter 134.698 113.644
Legehennenfutter 12.646 11.324
Schweinefutter 0 739
Sonstiges 635 484
  147.979 126.191

Davon werden etwa 81,7 % an die "eigene Mast" (Mastbereich Safu KG sowie HGS) geliefert. Es wurde fast unter Vollauslastung produziert

Die Ertragskraft unseres Futtermittelwerks bzw. der Rohertrag der Mast ist stark von der Einkaufssituation abhängig (z.B. Geldpolitik, Energiekosten, extreme Wetterverhältnisse und wechselnde Belastung der Schwellenländer sowie Spekulationen).

4. Spedition:

Unser Bereich der Spediton umfasst auschließlich die Lebendtransporte von den einzelnen Mastfarmen zu unseren nahestehenden Schlachthöfen.

Umsatzentwicklung

Der konsolidierte und um Innenumsätze bereinigte Gesamtumsatz des Konzerns betrug im Jahr 2021 TEuro 89.295 (Vorjahr: TEuro 76.291) und zeigt im Vergleich zu den Vorjahren folgende Entwicklung:

2021
TEuro
2020
TEuro
2019
TEuro
2018
TEuro
2017
TEuro
2016
TEuro
Umsätze 89.295 76.291 86.121 84.761 81.872 77.016
Veränderung zum Vorjahr in % 17,0 -11,4 1,6 3,5 6,3 3,1

Der Gesamtumsatz in Höhe von TEuro 89.295 teilt sich auf folgende Segmente auf:

2021
TEuro
2020
TEuro
Futtermittel 9.354 4.425
Hähnchenmast 71.600 63.676
Spedition 6.860 6.993
Mieten, Pachten, Erlöse aus Weiterberechnungen u.ä. 1.492 1.200
Kundenskonti, Boni, Rückvergütungen -11 -2
  89.295 76.291

Der Umsatz 2021 erhöhte sich somit gegenüber dem Vorjahr um TEuro 13.004 auf TEuro 89.295.

Die Planumsätze für 2021 wurden erreicht. Die Kundenstruktur hat sich gegenüber den Vorjahren nicht wesentlich verändert.

Beschaffung

Die Hauptbestandteile der Futtermittel sind Weizen, Mais und Soja. Hierüber wurden Kontrakte abgeschlossen, die die Rohwarenversorgung sichern.

Die für die Hähnchenmast benötigten Küken sind über langfristige Verträge der Lieferanten gesichert.

Investitionen

Die Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände sowie in das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2021 insgesamt TEuro 641 (Vorjahr: TEuro 627) und setzen sich wie folgt zusammen:

Immaterielle Vermögensgegenstände TEuro 5
Grundstücke und Bauten TEuro 145
Technische Anlagen und Maschinen TEuro 23
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung TEuro 150
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau TEuro 317
Gesamt TEuro 641

Schwerpunkt unserer Investitionen bildeten Anschaffungen in neue Maschinen und Anlagen. Darüber hinaus wurden wie in den Vorjahren Investitionen in die weitere Qualitätsverbesserung vorgenommen. Die Finanzierung erfolgte durch Bankkredite, aus dem Cash-Flow sowie mittels Mietkaufverträgen.

Personal

Der durchschnittliche Personalbestand betrug im Berichtsjahr:

2021 2020
gewerbliche Arbeitnehmer 154 167
Angestellte 28 27
Aushilfen 1 1
Auszubildene 1 1
  184 196

Forschung und Entwicklung

Um den Tieren beste Bedingungen für Gesundheit und Wachstum zu gewährleisten, wird ständig an einer Optimierung und Anpassung der Futterzusammensetzung gearbeitet. Dabei wurden weitere Fortschritte erzielt.

Nachhaltigkeit / Umweltschutz / Qualitäts- und Energiemanagement

Alle Farmen sind QS sowie non GMO zertifiziert und für die "Initiative Tierwohl" zugelassen. Das Unternehmen führt regelmäßige Energieaudits gemäß dem Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) durch. Die Implementierung eines Energiemanagementsystems ist weiterhin vorgesehen.

Darstellung der Lage

Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen beträgt 53,1 Prozent (Vorjahr: 51,5 Prozent) der Bilanzsumme. Das Anlagevermögen ist durch Eigen- sowie mittelfristiges Fremdkapital gedeckt. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von Euro 59,0 Mio. auf Euro 53,3 Mio. vermindert. Die Eigenkapitalquote beträgt -6,4 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr: 0,8 Prozent).

Die bestehenden Bankverbindlichkeiten und die verfügbaren Kreditlinien sind die Grundlage für eine ausreichende Liquidität unserer Gruppe. Der positive Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt in 2021 Euro 5,8 Mio.

Der Konzernabschluss weist einen nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteil in Höhe von Euro 3,4 Mio aus. Nach der Finanz- und Ertragsplanung im Konzern sowie erheblichen stillen Reserven im Anlagevermögen bestehen jedoch keine bedeutsamen Zweifel an der Fortführungsfähigkeit der Unternehmenstätigkeit.

Vermögenslage

Die folgende Tabelle zeigt die Vermögenslage des Konzerns im Vorjahresvergleich.

31.12.2021 31.12.2020 +/- Vorj.
TEuro % TEuro % TEuro
Vermögensstruktur          
Anlagevermögen 28.297 53,1 30.347 51,5 -2.050
Umlaufvermögen und sonstige Aktiva 25.021 46,9 28.628 48,5 -3.607
Gesamtsumme 53.318 100,0 58.975 100,0 -5.657
Kapitalstruktur          
Eigenkapital -3.413 -6,4 446 0,8 -3.859
Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung 370 0,7 429 0,7 -58
Fremdkapital 56.361 105,7 58.101 98,5 -1.740
  53.318 100,0 58.975 100,0 -5.657

Finanzlage

2021
TEuro
2020
TEuro
Finanzmittelfonds    
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 5.864 3.638
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 703 -391
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -6.739 -3.767
Veränderung des Finanzmittelfonds -172 -520
Finanzmittelfonds am Anfang des Jahres -2.000 -1.480
Finanzmittelfonds am Ende des Jahres -2.172 -2.000
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds    
Liquide Mittel 228 400
Kontokorrentverbindlichkeiten -2.400 -2.400
  -2.172 -2.000

Ertragslage

Die folgende Übersicht zeigt die finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns im Vorjahresvergleich.

2021 2020 +/- Vorjahr
TEuro % TEuro % TEuro
Umsatzerlöse 88.990 99,4 76.070 99,3 12.920
Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen 496 0,6 517 0,7 -21
Gesamtleistung 89.486 100,0 76.587 100,0 12.899
Materialaufwand 70.077 78,3 56.428 73,7 13.649
Rohertrag 19.409 21,7 20.159 26,3 -750
Betriebliche Aufwendungen 19.342 21,5 19.107 24,9 235
Betriebsergebnis 67 0,1 1.052 1,4 -985
Finanzergebnis -1.028 -1,1 -1.202 -1,6 174
Neutrales Ergebnis 728 0,8 1.663 2,2 -935
Ergebnis vor Steuern -233 -0,3 1.513 2,0 -1.746
Steuern vom Einkommen und Ertrag 153 0,2 289 0,4 -136
Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss -386 -0,4 1.224 1,6 -1.610

Voraussichtliche Entwicklung sowie wesentliche Chancen und Risiken

Ziel der Gesellschaft ist es, die bislang erreichte Marktsituation weiter auszubauen und schwerpunktmäßig die Kerngeschäfte konzertiert weiter voranzubringen. Dazu befindet man sich in Gesprächen mit Politik und Tierschutzverbänden, um der beginnenden Transformation der Tierhaltung bestmöglich gerecht zu werden und rechtzeitig die Weichen für eine Festigung der Marktposition zu stellen.

Die Schwierigkeiten beim Absatz durch die epidemische Lage sollten sich langsam und stetig verringern. Durch eine Verlagerung zu einem weltweiten Angebotsdefizit aufgrund von Produktions- und Logistikproblemen sind in der Übergangsphase Schwierigkeiten und Preiserhöhungen bei der Rohwarenbeschaffung zu erwarten. Dem wurde durch eine frühzeitige Kontraktierung soweit wie möglich entgegengewirkt.

Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Geflügelfleisch national und international noch weiter steigen wird. Vorliegende Studien besagen, dass Geflügelfleisch das "ökologischste Fleisch" ist. Zur Erzeugung eines Kilogramm Geflügelfleisch wird im Vergleich zu Schweine- und Rindfleisch prozentual am wenigsten Futtermittel verbraucht. Daher sollte sich der Konsum auf allen Märkten nicht nur wegen des Bevölkerungswachstums, sondern auch aus ökologischer Sicht eher verstärken. Aufgrund der derzeitigen Weltlage und der ökologischen Diskussion in Deutschland sollten inländische Erzeuger gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Die Herausforderungen auf der Absatzseite werden weiterhin von der Konzentration der Handelskonzerne und von den nationalen und internationalen Wettbewerbern geprägt. Es herrscht ein hoher Preisdruck. Dazu gesellt sich in den letzten Jahren immer mehr der Wunsch auf Produktion alternativer Haltungsformen. Eine Akzeptanz für eine Erhöhung der Absatzpreise für mehr Tierwohl besteht bei allen Konzernen. Die inflationäre Entwicklung sollte eine Umsetzung deutlich höherer Absatzpreise erleichtern.

Seit einigen Jahren setzen sich Unternehmen und Verbände aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel gemeinsam für eine tiergerechte und nachhaltigere Fleischerzeugung ein. Unter dem Motto "Gemeinsam verantwortlich handeln" haben sich in der Initiative Tierwohl wichtige Partner der gesamten Wertschöpfungskette in der Schweinefleisch- und Geflügelbranche in einem freiwilligen Aktionsbündnis zusammengeschlossen. Zielsetzung ist die Förderung des Tierwohls in der konventionellen Schweine- und Geflügelhaltung und damit verbunden die schrittweise Verbesserung der Standards in der Nutztierhaltung. Auch in 2021 waren in allen Farmen die Standards der Initiative Tierwohl erfüllt und angemeldet.

In allen Geschäftsbereichen gelten klare Umweltschutz- und Qualitätsstandards. Dadurch können Geschäftspartnern, Kunden und Verbrauchern attraktive und marktgerechte Produkte angeboten werden.

Die Risikostruktur unserer Unternehmensgruppe ist besonders mit dem Risiko auf dem Beschaffungssektor, speziell im Bereich der Rohwarenversorgung verbunden. Durch die weltweit wieder steigende Nachfrage insbesondere durch China, signifikante Ernteausfälle in Südamerika sowie anhaltende Logistikprobleme werden die inflationären Tendenzen im Beschaffungsmarkt im Bereich Getreide, Mais, Soja und Fette weiter unterstützt. Kontraktangebote sind derzeit daher nicht attraktiv. Regionale Lieferanten sind wieder mehr gefragt. Durch jahrelange Geschäftsbeziehungen können wir eine Versorgung zu günstigen Marktpreisen sicherstellen.

Eine zunehmende Bedeutung in unserer Risikobehandlung nimmt neben der Rohwarenversorgung auch die Energiebeschaffung ein. Investitionen in diesem Bereich werden weiter in größerem Umfang vorgenommen. Einsparungen werden weiterhin geprüft und sind in Hinblick auf die Situation am Beschaffungsmarkt von essentieller Bedeutung. Bis Mitte 2022 wurden rechtzeitig Kontrakte im Bereich der Energiebeschaffung abgeschlossen und somit kurzfristige Risiken minimiert. Wir arbeiten mit dem Bundesverband der Energieabnehmer e.V. als unabhängiger Energiedienstleister und weiteren Partnern zusammen, um den permanenten Veränderungen und gesetzlichen Entwicklungen folgen zu können.

Unsere Unternehmensgruppe wird auch zukünftig große Anstrengungen in die Erhöhung der Hygienevorschriften verwenden und weiterhin auf die Optimierung der Produktionsabläufe zur Erhöhung der Produktivität, im Bereich des Umweltschutzes, der Energieeffizienz und Tierschutzes sowie der übrigen logistischen Abläufe investieren. Grundsätzlich werden Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit und dem Geschäftsverlauf im Rahmen regelmäßiger monatlicher Berichterstattung und Kostenvergleiche streng überwacht.

Der schwierige Wettbewerb um Fachkräfte besteht fort. Wir setzen für die Zukunft wieder verstärkt auf Ausbildungsmaßnahmen und Erweiterung der Kontakte zur Personalvermittlung. Die weitere Lohnentwicklung wird stark durch die gesetzlichen Maßnahmen bestimmt.

Ein weiteres Risiko ergibt sich bei Importen aufgrund von Wechselkursrisiken (Dollar zu Euro). Aus den Betriebsmittelfinanzierungen ergeben sich Zinsrisiken aus variablen Zinsvereinbarungen, welche aufgrund der aktuellen Lage derzeit eher vernachlässigt werden können. Risiken von Forderungsausfällen sind durch die vorhandene Kundenstruktur, ein konsequentes Mahnwesen sowie Forderungsabtretungen sehr begrenzt. Das Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiko ist aufgrund der Fakturierung in Euro als sehr gering anzusehen.

Unsere Unternehmensgruppe agiert in einem Marktumfeld mit einem starken Verdrängungswettbewerb. Die stark gestiegenen Beschaffungspreise verstärken derzeit den Druck auf die Betriebe. Aufgrund unserer Größe und Struktur nehmen wir daher eine vorteilhafte und starke Stellung ein. Unsere Wachstumsstrategie wird unterstützt durch umfangreiche Investitionsmaßnahmen, die kontinuierlich den Marktgegebenheiten angepasst werden.

Durch ständige Ergebniskontrollen und eine Erweiterung täglicher betriebswirtschaftlicher Auswertungen wird eine ständige Überwachung aller Geschäftsprozesse gewährleistet. Eine Digitalisierung der Verwaltung und weitere Prozesse befindet sich in der Implementierung.

Mit einer eventuellen Neuausrichtung der Agrarpolitik durch die Regierung könnten auch politisch motivierte Änderungen die Anforderung an das Geschäftsmodell langfristig anders gestalten. Dazu wurden in 2021 Vorbereitungen in größerem Umfang getroffen und zahlreiche Vorgespräche zur Umsetzung mit Verbänden und öffentlichen Einrichtungen geführt.

Durch die im Februar 2022 in der Ukraine ausgebrochenen militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Ukraine und Russland können sich neben den bereits durch die Coronapandemie ausgelösten Lieferproblemen weitere negative Auswirkungen auf die Versorgung mit Rohstoffen und in den Lieferketten sowie Preisen der zu beziehenden Waren ergeben. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich einschätzbar, werden aber laufend durch die Geschäftsführung bewertet.

Insgesamt erwarten wir aufgrund der Verbesserung auf dem Absatzmarkt ein positives Konzernergebnis.

 

Zörbig, OT Salzfurtkapelle den 30. November 2022

Albert Sprehe, Salzfurtkapelle Beteiligungs-GmbH, Geschäftsführer

Ludwig Schultz, Salzfurtkapelle Beteiligungs-GmbH, Geschäftsführer

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 28.296.814,95 30.346.878,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 19.285,00 28.218,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.404,00 22.777,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
3. geleistete Anzahlungen 10.880,00 5.440,00
II. Sachanlagen 28.277.529,95 30.318.660,05
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.472.482,64 25.060.285,64
2. technische Anlagen und Maschinen 2.872.299,59 3.416.532,30
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.283.519,02 1.509.520,16
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 649.228,70 332.321,95
B. Umlaufvermögen 23.103.518,62 26.807.557,30
I. Vorräte 7.701.007,20 5.731.276,82
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.680.133,27 2.206.265,35
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.000.147,35 3.422.036,47
3. fertige Erzeugnisse und Waren 20.726,58 102.975,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.174.919,38 20.676.673,61
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 469.317,42 1.226.695,19
2. sonstige Vermögensgegenstände 14.705.601,96 19.449.978,42
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 227.592,04 399.606,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.917.806,86 1.820.831,67
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.412.606,27 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 56.730.746,70 58.975.267,02

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 0,00 446.119,91
I. Kapitalanteile Kommanditisten -2.414.801,63 1.140.655,40
II. Konzernbilanzverlust -997.804,64 -694.535,49
III. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.412.606,27 0,00
B. Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung 370.235,65 428.621,29
C. Rückstellungen 1.871.881,24 1.194.613,56
1. Steuerrückstellungen 328.580,45 413.264,00
2. sonstige Rückstellungen 1.543.300,79 781.349,56
D. Verbindlichkeiten 53.128.351,74 55.473.634,19
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.248.044,18 14.300.705,41
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.189.674,98 3.922.246,40
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28.245,55 27.921,93
4. sonstige Verbindlichkeiten 37.662.387,03 37.222.760,45
E. Rechnungsabgrenzungsposten 4.278,07 4.278,07
F. Passive latente Steuern 1.356.000,00 1.428.000,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 56.730.746,70 58.975.267,02

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 89.294.787,02 76.291.005,92
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 495.862,46 516.966,65
3. sonstige betriebliche Erträge 1.334.064,78 460.170,69
4. Materialaufwand 70.077.447,32 56.428.065,65
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 63.091.626,66 50.364.985,29
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.985.820,66 6.063.080,36
5. Personalaufwand 7.314.706,65 7.299.705,29
a) Löhne und Gehälter 6.050.751,82 6.030.782,80
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.263.954,83 1.268.922,49
6. Abschreibungen 2.264.438,82 2.299.687,10
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.264.438,82 2.299.687,10
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.559.616,04 8.379.614,66
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 185.991,55 194.663,34
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.213.909,04 1.397.395,56
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 152.921,35 289.245,48
11. Ergebnis nach Steuern -272.333,41 1.369.092,86
12. sonstige Steuern 113.591,81 145.421,87
Konzernjahresüberschuss 385.925,22 -1.223.670,99

Ergebnisverwendung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Konzernjahresüberschuss -385.925,22 1.223.670,99
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 694.535,49 787.821,39
3. Belastung auf Kapitalkonten 82.656,07 0,00
4. Gutschrift auf Kapitalkonten 0,00 1.130.385,09
5. Konzernbilanzverlust -997.804,64 -694.535,49

Konzernkapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

der Besitzgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG, Zörbig OT Salzfurtkapelle

2021
TEuro
2020
TEuro
Periodenergebnis (Konzernergebnis einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -386 1.224
+/- Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.264 2.300
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 760 36
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -59 -58
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.449 -1.153
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -293 28
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -731 -26
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.028 1.203
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 153 289
-/+ Ertragsteuerzahlungen -321 -205
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 5.864 3.638
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -5 -2
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.157 40
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -635 -624
+ Erhaltene Zinsen 186 195
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 703 -391
- Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens (Entnahme Gesellschafter) -3.473 -317
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -2.052 -2.053
- Gezahlte Zinsen -1.214 -1.397
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.739 -3.767
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -172 -520
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -2.000 -1.480
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode -2.172 -2.000
Der Finanzmittelfonds entspricht den Flüssigen Mitteln am jeweiligen Bilanzstichtag (TEuro 228) sowie den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEuro -2.400).    

Konzerneigenkapitalspiegel

Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021

Eigenkapital des MU
Kapitalanteile Rücklagen Konzernbilanzverlust Summe
Persönlich haftender Gesellschafter Kommanditist
Stand am 01.01.2020 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Einlagen der Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Entnahmen der Gesellschafter 0,00 -316.200,96 0,00 0,00 -316.200,96
sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 1.130.385,09 0,00 93.285,90 1.223.670,99
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 326.471,27 0,00 -787.821,39 -461.350,12
Stand am 31.12.2020   1.140.655,40 0,00 -694.535,49 446.119,91
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Einlagen der Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Entnahmen der Gesellschafter 0,00 -3.472.800,96 0,00 0,00 -3.472.800,96
sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 -82.656,07 0,00 -303.269,15 -385.925,22
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 2.414.801,63 0,00 997.804,64 3.412.606,27
Stand am 31.12.2021 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital Summe
Stand am 01.01.2020 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0,00
Einlagen der Gesellschafter 0,00 0,00
Entnahmen der Gesellschafter 0,00 -316.200,96
sonstige Veränderungen 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 1.223.670,99
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 -461.350,12
Stand am 31.12.2020 0,00 446.119,91
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0,00
Einlagen der Gesellschafter 0,00 0,00
Entnahmen der Gesellschafter 0,00 -3.472.800,96
sonstige Veränderungen 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 -385.925,22
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 3.412.606,27
Stand am 31.12.2021 0,00 0,00

Konzernanhang zum 31. Dezember 2021

der Besitzgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG, Zörbig OT Salzfurtkapelle

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Konzernabschluss

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Konzernabschluss der Besitzgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG (Amtgericht Stendal, HRA 4272) mit Sitz in Zörbig OT Salzfurtkapelle, wurde gem. den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB gelten analog. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsstichtag

Die Besitzgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG (Mutterunternehmen) sowie die Gesellschaften gemäß Ziffern 1,3 und 6 sind gemäß § 264 b HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen.

Der Konzernabschlussstichtag (31. Dezember 2021) entspricht dem Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens und der einbezogenen Tochterunternehmen.

Aufstellung über den Konsolidierungskreis

Besitzgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG

Name der Gesellschaft Anteile
%
Einbezogene Unternehmen nach der Methode der Vollkonsoliderung  
1. Agrar Handelsgesellschaft Salzfurtkapelle mbH & Co. KG, Salzfurtkapelle 100,0
2. Agrar Handels-, Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft Salzfurtkapelle mbH, Salzfurtkapelle 100,0
3. FINWE Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH & Co. Geflügelmast Stedten KG, Leipzig 100,0
4. HGS - Hirschfelder Geflügel & Spezialitäten GmbH, Hirschfeld 100,0
5. Log-Cargo Verwaltungs GmbH, Salzfurtkapelle 100,0
6. Log-Cargo GmbH & Co. KG, Salzfurtkapelle 100,0

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die Erstkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte am 31. Dezember 2012. Die Muttergesellschaft hat die Anteile an den Tochtergesellschaften am 28.12.2012 erworben. Aus Vereinfachungsgründen wurde als Erstkonsolidierungszeitpunkt auf den Bilanzstichtag 31.12.2012 abgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB). Dabei werden zu dem Zeitpunkt, zu dem das jeweils einzubeziehende Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, die Anschaffungskosten der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem jeweils anteiligen Eigenkapital, ermittelt auf der Grundlage der zum Konsolidierungszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwerte, verrechnet.

Aus der Verrechnung des neu bewerteten Eigenkapitals mit den auf sie entfallenden Anteilen resultierte ein Firmen- und Geschäftswert (TEuro 367) sowie ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (TEuro 726). Der passive Unterschiedsbetrag hat bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise Eigenkapitalcharakter und wird über die durchschnittliche Restnutzungsdauer der abnutzbaren Vermögensgegenstände aufgelöst.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden im Rahmen der Schulden- und Erfolgskonsolidierung eliminiert. Zwischengewinne aus konzerninternen Beteiligungsverkäufen sowie aus Konzernsicht entstandene Zwischenergebnisse werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte werden im Konzernabschluss grundsätzlich in der gleichen Weise ausgeübt wie in den Einzelabschlüssen.

2. Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um die lineare Abschreibung, bewertet.

Der in 2012 erworbene Firmenwert wurde über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen sowie gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode.

Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden die Material- und Fertigungseinzel- sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Sofern der Zeitwert am Bilanzstichtag niedriger war, wird dieser angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird bei der Bewertung beachtet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt worden.

Die Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert und dem auf die Folgejahre entfallenden Anteil angesetzt.

3. Passiva

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden unter Anwendung von DRS 18 gebildet. Sie enthalten künftige Steuerminder- oder Steuermehrbelastungen, die sich aus temporären Differenzen zwischen der Konzernbilanz, den Einzelbilanzen und den Steuerbilanzen ergeben. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet. In den aktiven latenten Steuern sind Steuerabgrenzungen gem. § 274 und gem. § 306 HGB enthalten. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

4. Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen und Erträge wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren i. S. von § 275 HGB aufgestellt.

C. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten

I. Posten der Bilanz

1. Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2021
Euro
Zugänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2021
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 158.839,85 0,00 0,00 0,00 158.839,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert 404.124,24 0,00 0,00 0,00 404.124,24
3. Geleistete Anzahlungen 5.440,00 5.440,00 0,00 0,00 10.880,00
  568.404,09 5.440,00 0,00 0,00 573.844,09
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.957.941,62 145.335,17 0,00 582.748,27 35.520.528,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.417.703,44 22.905,46 0,00 146.711,00 13.293.897,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.161.608,97 149.774,34 0,00 52.895,00 4.258.488,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 332.321,95 317.406,75 0,00 500,00 649.228,70
  53.869.575,98 635.421,72 0,00 782.854,27 53.722.143,43
Summe Anlagevermögen 54.437.980,07 640.861,72 0,00 782.854,27 54.295.987,52
Abschreibungen
Vortrag 01.01.2021
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2021
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 136.062,85 14.373,00 0,00 150.435,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert 404.123,24 0,00 0,00 404.123,24
  540.186,09 14.373,00 0,00 554.559,09
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.897.655,98 1.319.828,17 169.438,27 12.048.045,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.001.171,14 567.134,17 146.707,00 10.421.598,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.652.088,81 363.103,48 40.223,00 2.974.969,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  23.550.915,93 2.250.065,82 356.368,27 25.444.613,48
Summe Anlagevermögen 24.091.102,02 2.264.438,82 356.368,27 25.999.172,57
Buchwert 31.12.2021
Euro
Buchwert 31.12.2020
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.404,00 22.777,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
3. Geleistete Anzahlungen 10.880,00 5.440,00
  19.285,00 28.218,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.472.482,64 25.060.285,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.872.299,59 3.416.532,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.283.519,02 1.509.520,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 649.228,70 332.321,95
  28.277.529,95 30.318.660,05
Summe Anlagevermögen 28.296.814,95 30.346.878,05

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
mit einer Restlaufzeit von
unter einem Jahr
Euro
über einem Jahr
Euro
gesamt
Euro
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 469.317,42 0,00 469.317,42
Sonstige Vermögensgegenstände 14.705.601,96 0,00 14.705.601,96
  15.174.919,38 0,00 15.174.919,38

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEuro 3.881 enthalten.

3. Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (TEuro 466) sowie ausstehende Rechnungen (TEuro 843).

4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
bis zu einem Jahr
Euro
über einem Jahr
Euro
davon mehr als fünf Jahre
Euro
gesamt
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.452.971,88 7.795.072,30 9.784,00 12.248.044,18
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.189.674,98 0,00 0,00 3.189.674,98
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28.245,55 0,00 0,00 28.245,55
Sonstige Verbindlichkeiten 22.092.638,84 15.569.748,19 14.890.684,92 37.662.387,03
  29.763.531,25 23.364.820,49 14.900.468,92 53.128.351,74

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten, Verbindlichkeiten

aus Steuern Euro 59.089,54
(Vorjahr) Euro 62.708,33
im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 42.950,02
Vorjahr: Euro 40.543,45

Sicherheiten zu Gunsten der Kreditinstitute:

- Grundschulden (TEuro 17.000)

- Forderungsabtretungen von Versicherungsansprüchen

- Sicherungsübereignung diverser Fahrzeuge und beweglicher Wirtschaftsgüter

5. Passive latente Steuern

Die ausgewiesenen passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Aufdeckung stiller Reserven im Rahmen der Neubewertungsmethode der Tochtergesellschaften im Anlagevermögen, sowie aus der Ausübung steuerlicher Wahlrechte. Bei der Berechnung der Abgrenzung wurden die unternehmensindividuellen Steuersätze des Konzernunternehmens von 11%-30% berücksichtigt.

Stand 01.01.2021
Euro
Veränderung
Euro
Stand 31.12.2021
Euro
passive latente Steuern 1.428.000,00 72.000,00 1.356.000,00

II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:

2021
TEuro
2020
TEuro
Futtermittel 9.354 4.425
Hähnchenmast 71.600 63.676
Spedition 6.860 6.993
Mieten, Pachten, Erlöse aus Weiterberechnungen u.ä. 1.492 1.200
Kundenskonti, Boni, Rückvergütungen -11 -2
Summe 89.295 76.291

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEuro 87 (Vorjahr: TEuro 148), Periodenfremde Erträge in Höhe von TEuro 303 (Vorjahr: TEuro 82) sowie Gewinne aus Anlagenverkäufen TEuro 731 (Vorjahr: TEuro 26) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEuro 375 (Vorjahr: TEuro 93) enthalten.

4. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesenen latenten Steuern belaufen sich im Berichtsjahr auf TEuro -72 (Vorjahr: TEuro 73).

D. Sonstige Pflichtangaben

I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen mit folgenden geschätzten Belastungen:

TEuro
Fällig bis zum 31. Dezember 2021 4.626
Fällig 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2025 2.081
Fällig 1. Januar 2026 und später 0

II. Mitarbeiter

Der durchschnittliche Personalbestand 2021 betrug:

2021 2020
gewerbliche Arbeitnehmer 154 167
Angestellte 28 27
Aushilfen 1 1
Auszubildene 1 1
  184 196

III. Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2021 beträgt für

• Abschlussprüfungsleistungen TEuro 49

IV. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Für ein nahestehendes Unternehmen besteht eine gesamtschuldnerische Haftung gem. § 421 BGB für Kreditverbindlichkeiten fremder Gesellschaften in Höhe von Euro 10,52 Mio.

Für die angeführten Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil aufgrund der geordneteten wirtschaftlichen Verhältnisse des verpflichteten Unternehmens mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird.

V. Organe der Gesellschaft

Als Geschäftsführer bei der Komplementärin Salzfurtkapelle Beteiligungs-GmbH, Salzfurtkapelle, sind bestellt:

- Herr Albert Sprehe, Kaufmann

- Herr Dipl. Agr. Ing. Paul Sprehe (bis 06.07.2021)

- Herr Ludwig Schultz, Kaufmann

Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

VI. Befreiung von Offenlegungspflichten

Folgende Unternehmen haben die Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen:

- Agrar Handelsgesellschaft Salzfurtkapelle mbH & Co. KG

- FINWE Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH & Co. Geflügelmast Stedten KG

- Besitzgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG

- Log-Cargo GmbH & Co. KG

VII. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Das Geschäftsjahr 2022 wird von der Corona-Krise dominiert sein. Bis zu Erstellung des Jahresabschlusses gab es für unseren Betrieb deutlich negative Auswirkungen. Es wird davon ausgegangen, dass der Absatz im Bereich der Großverbraucher und Gastronomie für das Geschäftsjahr 2022 weiterhin rückläufig ist. Der Absatz in den Bereichen Einzelhandel und der Industrie wird auf dem gestiegenen Niveau fortgeführt werden. Wie nachhaltig die Umsatzverschiebungen innerhalb der Bereiche sind, bleibt abzuwarten.

Durch die im Februar 2022 in der Ukraine ausgebrochenen militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Ukraine und Russland können sich neben den bereits durch die Coronapandemie ausgelösten Lieferproblemen weitere negative Auswirkungen auf die Versorgung mit Rohstoffen und in den Lieferketten sowie Preisen der zu beziehenden Waren ergeben. Die Auswirkungen sind der Höhe nach nicht bezifferbar.

 

Zörbig OT Salzfurtkapelle, den 30. November 2022

Albert Sprehe, Salzfurtkapelle Beteiligungs-GmbH, Geschäftsführer

Ludwig Schultz, Salzfurtkapelle Beteiligungs-GmbH, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Besitzgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG, Zörbig OT Salzfurtkapelle

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Besitzgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Besitzgesellschaft Salzfurtkapelle GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Vechta, den 30. November 2022

Freese Feldhaus GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gerd Kathmann, Wirtschaftsprüfer

Aloys Deeken, Wirtschaftsprüfer

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