Fidlock GmbH
Kirchhorster Straße 39, 30659 Hannover, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jennifer Kirsten Schlegel seit 2.12.2019 | Prokura |
Breido Botkus seit 18.4.2016 | Prokura |
Joachim Walter Fiedler seit 8.6.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 20.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
DF Investment Limited | 80.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fidlock GmbHHannoverJahresabschluss zum 31. Dezember 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Fidlock GmbH, Kirchhorster Strasse 39, 30659 HannoverI. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell Die Fidlock GmbH wurde am 25. Januar 2007 von Joachim Fiedler gegründet und ist seit 2010 in Hannover ansässig. Seit 2017 gehören die Anteile der Fidlock GmbH zu 80 % der Tucana GmbH und zu 20 % dem geschäftsführenden Gesellschafter Joachim Fiedler. Der Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, industrielle Produktion, Vertrieb und Lizenzierung von magnetischen Verschluss- und Kopplungssystemen sowie die Entwicklung, industrielle Produktion und der Vertrieb von Trinkgefäßen, Handyhalterungen, Sport-, Fahrrad- und Outdoorartikeln. Hierbei verkauft die Fidlock GmbH neben seinen magnetmechanischen industriellen Komponenten auch verkaufsfertige Konsumgüter unter der Marke FIDLOCK und anderen Marken des Unternehmens. Aufgrund der funktionellen und hochwertigen magnetmechanischen Produkte und der starken Patentabdeckung ist die Fidlock GmbH auf ihrem Gebiet führend. Die Komponentenprodukte der Fidlock GmbH werden branchen- und zielgruppenübergreifend weltweit eingesetzt. Unter anderem in Schulrucksäcken, Taschen, Helmen, Schuhen, in Verbindung mit Elektronik, Produkten des Arbeitsschutzes und vielem mehr. Sowohl die Konsumgüter als auch die industriellen Komponenten werden weltweit verkauft. 2. Tochtergesellschaften Zum 26. Februar 2020 wurde das chinesische Tochterunternehmen FIDLOCK Industrial Shenzhen Ltd in der Metropole Shenzhen, Provinz Guangdong, in Form einer Wholly Foreign Owned Enterprise (WFOE) als Handelsunternehmen eingetragen. Die Tochtergesellschaft wurde mit dem Ziel gegründet, sowohl an chinesische Kunden zu verkaufen, die nur für den lokalen chinesischen Markt produzieren und keine Importlizenz besitzen, als auch Services für existierende Kunden oder die Muttergesellschaft zu leisten. Das Jahr 2023 schloss die FIDLOCK Industrial Shenzhen Ltd. erfolgreich mit Steigerungen, sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis, ab. Zum 1. September 2022 wurde das US-amerikanische Tochterunternehmen FIDLOCK USA Inc. in Atlanta, Georgia gegründet. Auch dieses Tochterunternehmen ist ein Handelsunternehmen und vertreibt die Fidlock Konsumgüter innerhalb Nordamerikas. Neben dem Verkaufsbüro in Charlotte, North Carolina, arbeitet die FIDLOCK USA Inc. mit einem Finanz-, Personal- und Logistikpartner in Atlanta, Georgia, zusammen. Das Jahr 2023 schloss die FIDLOCK USA Inc. mit einem Verlust ab. 3. Forschung und Entwicklung Für Fidlock gehört das zielgerichtete Streben nach Innovationen und der Pioniergeist zu den zentralen Erfolgsfaktoren. Sowohl die Grundlagenforschung als auch die individuelle Entwicklung von Produkten, die auf spezielle Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind, sind Teil der Fidlock-DNA und Treiber des Erfolgs. Aus diesem Grund ist die Entwicklungsabteilung eine der größten Abteilungen innerhalb der Fidlock GmbH. Im Fokus der Entwicklungen steht immer die Schöpfung neuer Patente und innovativer, zukunftsfähiger Produkte. Für in 2023 laufende Forschungsprojekte wurde Fidlock für ausgewählte Projekte eine Forschungszulage gewährt und beschieden. Insgesamt sind dem Bereich Forschung und Entwicklung 21 Personen angestellt. Die Mitarbeitenden waren durchschnittlich an 8 % Forschungsprojekten und 70 % Entwicklungen im Sinne von Neu- oder Weiterentwicklungen beschäftigt - alle weiteren Projekte sind anderen Themen zuzuordnen. Neben Personalkosten sind Produktionswerkzeuge und Musterkosten die höchsten Investitionen im Forschungsbereich. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft drei neue Patente angemeldet. Der diesen Patenten zuzuordnende Ertrag über die nutzbare Laufzeit ist mit 1.900.000 € prognostiziert. Damit ist die Anzahl der angemeldeten Patente gegenüber dem Vorjahr (Acht Anmeldungen im Geschäftsjahr 2022) zurückgegangen. Lediglich die externen Patentkosten wurden im Geschäftsjahr aktiviert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 hatten Deutschland, Europa und die Welt noch mit den Aus- und Nachwirkungen des Kriegsgeschehens in der Ukraine sowie der Corona-Pandemie zu kämpfen. Insgesamt sank die Inflationsrate in Deutschland von 6,9 % in 2022 auf immer noch hohe 5,9 % in 2023. Die Inflationsrate in der EU erreichte ein ähnliches Niveau, jedoch von einer höheren Ausgangslage ausgehend (6,4 % in 2023 zu 9,2 % in 2022), und auch die USA konnten eine leichte Senkung der Rate von 4,1 % in 2023 zu 6,5 % in 2022 verzeichnen. In China lag die Inflationsrate nach offiziellen Angaben bei 0,2 % für das Jahr 2023. Diese leichte Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage führte zwar dazu, dass sich die Kaufbereitschaft insgesamt etwas verbesserte, die von Fidlock vorwiegend belieferten Branchen, Fahrrad und Outdoor, spürten in 2023 jedoch noch keine Erholung. Durch die Kombination der allgemeinen Kaufzurückhaltung nach Kriegsbeginn und der Lockerung der Corona-Reisebeschränkungen bekam der Fahrrad-Boom eine abrupte Bremse. Unter anderem die Helmhersteller hatten sich auf eine Fortsetzung des Wachstums eingestellt und für die Saison 2023 noch größere Mengen als für 2022 vorausbestellt. Bei sinkender Nachfrage waren die Lager damit voll, und im Jahr 2023 wurde nur abverkauft. Durch diese massive Überproduktion und damit einhergehend hohe Lagerbestände und gebundenes Kapital war beim Einzelhandel wenig Geld für Zubehör übrig. Der Gesamtumsatz des Fahrradmarktes in Deutschland sank nach dem Rekordjahr 2022 im Jahr 2023 um 5,2 %. Dies war der erste Umsatzrückgang in der Branche seit dem Jahr 2006. 2. Geschäftsverlauf Da Fidlock einen erheblichen Teil des Umsatzes im Fahrrad- und Outdoormarkt macht, haben die branchenbezogenen Rahmenbedingungen deutlichen Einfluss auf die Jahresentwicklung genommen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Sporthelmmarkt 2023 stark verändert. Als Folge dessen ging der Absatz von Helmverschlüssen stark zurück, und der Umsatz, der mit unter der FIDLOCK Marke angebotenen Konsumgüter- hauptsächlich Fahrradflaschen in diversen Ausführungen - war nur sehr leicht größer als im Vorjahr und immer noch erheblich niedriger als im Jahr 2021. In China gibt es eine hohe Anzahl von Nachahmern, die patentverletzend unsere Produkte sklavisch kopieren oder nachahmen. Die Gesellschaft hat eine verhältnismäßig sehr große Rechtsabteilung und geht sehr konsequent gegen patentverletzende Wettbewerber vor. Beispielsweise legt die Gesellschaft pro Monat im Durchschnitt 500 sogenannte "platform complaints" gegen den Vertrieb von patentverletzenden Produkten auf chinesischen Handelsplattformen ein. Im Geschäftsjahr waren 28 Gerichtsverfahren, die im Zusammenhang mit dem Schutzrechtsportfolio der Gesellschaft stehen, anhängig. Davon kamen 14 Verfahren im Geschäftsjahr neu hinzu, zwölf Verfahren wurden im Geschäftsjahr beendet (acht gewonnen, drei verloren, eins zurückgezogen). Besondere Bedeutung für die Gesellschaft haben die Verfahren gegen die Unternehmen "Dongguan Badi Technology Co." (BADI) und "Shenzhen Magnas Business Co." (NIID) vor dem Supreme Court der Volksrepublik China, die im Jahr 2023 verhandelt wurden. Per Berichtsdatum dieses Lageberichts wurde allerdings noch kein Urteil verkündet. Der Weltmarkt für magnetmechanische Verschlüsse aus Kunststoff ist nach Eigeneinschätzung des Unternehmens im Geschäftsjahr weiter deutlich gewachsen. Magnetverschlüsse ersetzen immer mehr konventionelle Steckschnallen und andere Verschlüsse. Der Wettbewerb nimmt ebenfalls kontinuierlich zu. Insgesamt wird das Unternehmen als Innovations- und Marktführer wahrgenommen. Der Geschäftsverlauf war herausfordernd für das Unternehmen, aber nicht substanzgefährdend, da der Kundenstamm nahezu unverändert geblieben ist. Die Anzahl der Neukunden ist, wie jedes Jahr, deutlich gestiegen. Das wirtschaftliche Potential der Kunden und Projekte ist im Geschäftsjahr weiter gestiegen. Insbesondere ist es der Gesellschaft geglückt, einen Lizenzvertrag mit einem Automobilzulieferer in Korea abzuschließen und weitere Lizenzverträge in der Automobilbranche mit deutschen Marken und europäischen Zulieferern für einen in 2024 erwarteten Abschluss vorzubereiten. Insolvenzen von Fahrradeinzelhändlern wie z. B. fahrrad.de haben das Ergebnis durch Forderungsberichtigungen nur leicht verschlechtert und wurden durch Umsatzsteigerungen bei anderen Einzelhändlern teilweise ausgeglichen. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Ertragslage
Die Auftragslage ist aufgrund der angespannten Branchenentwicklung leicht rückläufig. Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023 im B2B Geschäftsbereich (industrielle Komponenten) war leicht unter dem Umsatz im Geschäftsjahr. Im B2C Geschäftsbereich (Konsumgüter, die die Gesellschaft unter der FIDLOCK Marke in den Einzelhandel bringt) war der Auftragseingang im Geschäftsjahr geringfügig unter dem Umsatz im Geschäftsjahr, hier gab es noch einen deutlichen Bestand an Aufträgen aus dem Geschäftsjahr 2022. Einige dieser Aufträge mussten u. a. im Zuge von Insolvenzen storniert werden. Die Gesellschaft erwirtschaftete 2023 62 % der Umsätze mit industriellen Komponenten wie Magnetverschlüsse und 28 % mit fertigen Konsumgütern unter der FIDLOCK Marke. Die industriellen Komponenten verkauften sich in Deutschland/USA/Asien (insbesondere China) zu annähernd gleichen Teilen. Die Konsumgüter wurden zum überwiegenden Teil an deutsche Kunden verkauft, der Rest verteilt sich auf Amerika, das europäische Ausland und Asien. Im Bereich der industriellen Komponenten wird der überwiegende Teil in USD fakturiert, im Bereich der Konsumgüter wird der überwiegende Anteil in EUR fakturiert. Andere Währungen wurden nicht im Verkauf verwendet. Der Magnetpreis beeinflusst unsere Kosten erheblich, dieser wird wiederum stark von dem Tagespreis für die in den Magneten enthaltenen, seltenen Erden bestimmt. Dieser ist im Geschäftsjahr deutlich gefallen. Die Umsatzerlöse haben sich um T€ 5.930 im Vergleich zum Vorjahr verringert. Das Rohergebnis hat sich um T€ 902 auf T€ 16.397 erhöht. Der starke Rückgang der Umsatzerlöse konnte durch geringere Einkaufspreise und sich im Geschäftsjahr ergebende Einmaleffekte größtenteils kompensiert werden. Die Materialaufwandsquote hat sich von 50 % im Vorjahr auf 42 % verringert. Es wurden neue Mitarbeiter eingestellt, und die Gehälter der schon vorhandenen Mitarbeiter angepasst. Insgesamt haben sich die Personalaufwendungen im Geschäftsjahr um T€ 718 auf T€ 6.275 erhöht. Die Personalaufwandsquote ist von 19 % im Vorjahr auf 27 % gestiegen. Die Abschreibungen haben sich, bedingt durch die Investitionen im Geschäftsjahr, um T€ 86 auf T€ 1.468 weiter erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind vor allem durch die um T€ 1.137 höheren Aufwendungen aus Währungsumrechnungen deutlich gestiegen. 3.2 Finanzlage
Die Finanzlage hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Die Investitionen haben die Bilanzsumme beeinflusst. Das Investitionsvolumen beläuft sich im Geschäftsjahr auf T€ 1.079. Im Geschäftsjahr wurden erstmalig selbst geschaffene Schutzrechte aktiviert. Die erworbenen Schutzrechte Dritter haben sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Bei den Zugängen im Sachanlagevermögen handelt es sich um Werkzeuge, Maschinen und Computer. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr erstmals Bankdarlehen aufgenommen. Dabei wurde die zugesagte Kreditlinie nicht voll ausgereizt. Zudem wurde ein weiteres Gesellschafterdarlehen aufgenommen. Es bestehen keine Verfügungsbeschränkungen über das zugesagte Kapital. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr alle Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsziele begleichen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. 3.3 Vermögenslage AKTIVA
Der Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte ergibt sich durch den im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Warenbestand zum Stichtag. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag sind leicht gesunken. Die frei zur Verfügung stehenden flüssigen Mittel sind zum Stichtag gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist von 52,7 % auf 38,2 % gesunken. Die Rückstellungen sind um T€ 1.254 deutlich gesunken. Dies ist auf das geringere Jahresergebnis und damit einhergehenden geringeren Rückstellungen für Steuern zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten sind durch die erstmalige Aufnahme von Darlehen gegenüber Kreditinstituten sowie gestiegenen Gesellschafterdarlehen, bei gleichzeitigem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung zum Stichtag, um T€ 3.168 gestiegen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren 4.1 Umsatzrentabilität Wir erfassen und analysieren die Umsätze und Kosten nach unseren Geschäftsbereichen industrielle Komponenten und Konsumgüter. Wir gliedern die Umsätze in Projektbranchen, d. h. wir erfassen und analysieren, für welche Anwendungen unsere industriellen Komponenten beim Kunden zum Einsatz gelangen, um Umsatzwachstum und Rohertrag für jede Branche separat vorhersagen zu können und die Ressourcen im Vertrieb, Marketing und Entwicklung nach der Situation der Branchen individuell verteilen zu können. Wir erfassen und analysieren die sogenannten Endkunden der einzelnen Projekte beim Verkauf von industriellen Komponenten, d. h. wir erfassen z. B. bei der Bestellung einer Helmfabrik über Helmschnallen die Marke, für die auftragsbezogen diese Helme produziert werden. Dies dient der Zuordnung und Planung der Vertriebsressourcen, insbesondere der Steuerung und Zahlung von Provisionen an Handelsvertreter. 4.2 Betriebsergebnis Im Geschäftsjahr betrug das Betriebsergebnis T€ -1.224. 4.3 Gewerbliche Schutzrechte Gewerbliche Schutzrechte und die Durchsetzung unserer Rechte sind wichtige Indikatoren unserer Leistung.
5. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als stabil ein. Der Geschäftsverlauf war im Jahr 2023 ungünstig. Im Kontext der laufenden Kundenprojekte für das Geschäftsjahr 2024 und der Konjunkturerwartung für die Schlüsselbranchen des Unternehmens für 2024, ist der ungünstige Verlauf aus unserer Sicht jedoch als kurzfristige Marktschwankung zu relativieren. Die im Vorjahr prognostizierte Steigerung des Umsatzes und des Jahresergebnisses für alle Geschäftsbereiche wurde nicht erreicht. Die Entwicklung gestaltete sich für die verschiedenen Geschäftsbereiche sehr verschieden. Der Bereich der industriellen Komponenten war deutlich fallend, der starke Rückgang in der Helmbranche wurde durch leichtes Wachstum in anderen Branchen abgemildert. Im Bereich der Konsumgüter, die die Gesellschaft unter der FIDLOCK Marke in den Einzelhandel bringt war die Entwicklung gleichauf mit dem Vorjahr. III. Prognosebericht Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einer positiven Entwicklung der Geschäftsbereiche industrielle Komponenten und Konsumgütern unter der FIDLOCK Marke. Wir nehmen eine deutliche Erholung im Fahrradmarkt wahr. Die Umsatzentwicklung in der Helmbranche hat sich erholt und ist per Lageberichtsdatum auf dem Niveau der Vergleichsmonate des Jahres 2022. Mit dem Umbau der Autoindustrie von Verbrennungsmotoren hin zu Elektromotoren nehmen wir ein deutliches Interesse für unsere Verbindungslösungen im Bereich Micromobility wahr. Im Geschäftsjahr 2024 erwarten wir den Serienstart eines Automobilprojekts für HYUNDAI, für das wir einen Lizenzvertrag mit einem koreanischen 1st Tier Automobilzulieferer geschlossen haben. Außerdem erwarten wir den Abschluss eines Lizenzvertrages mit einem großen deutschen Automobilhersteller bzw. seiner von ihm benannten Zulieferer, der ab 2025 ergebnisrelevant werden wird. Weiterhin gibt es große Kooperationsprojekte im Bereich der Kinderprodukte, und wir werden im Konsumgüterbereich unsere neuen Produktgruppen Fahrradbeleuchtung und Edelstahlflaschen auf den internationalen Leitmessen zur Auslieferung im Jahr 2025 vorstellen. Die Umsatzerlöse werden im Geschäftsjahr 2024 deutlich steigen und auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 liegen. Wir prognostizieren ein positives und damit deutlich steigendes Betriebsergebnis. Damit einhergehend rechnen wir mit einem Jahresüberschuss. Insgesamt erwarten wir für das Jahr 2024 eine starke Verbesserung bezogen auf das Jahr 2023 und stark positive Weiterarbeit an Projekten, die über das Geschäftsjahr 2024 hinaus umsatz- und ergebnisrelevant werden. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Wesentliche Chancen 1.1 Innovative Produkte Wir setzen seit Unternehmensbeginn unseren Fokus auf die Entwicklung innovativer Produkte. Aus diesen Entwicklungsleistungen sind bis zum heutigen Tag viele Patente, Gebrauchsmuster und Designpatente entstanden, welche uns eine Vorreiterstellung in unseren Produktbereichen verschaffen. 1.2 Absatzmärkte USA/China Die Absatzmärkte USA und China bieten auch weiterhin große Chancen für die Gesellschaft. Der Absatzmarkt USA insgesamt ist nach Deutschland der wichtigste Markt für die Gesellschaft, gefolgt von China und Hongkong. Im Geschäftsjahr war die Summe der Umsätze aus den Absatzmärkten China und Hongkong für den Bereich der industriellen Komponenten erstmals wichtiger für die Gesellschaft als die der USA (Auswertung nach Endkundenland). Ausgewertet nach direktem Kunden hat die Wichtigkeit von China und Hongkong seit dem Vorjahr ebenfalls nochmals zugenommen. Im Bereich der Konsumgüter liefern wir fast die Hälfte aller Waren nach China oder Hongkong. 2. Allgemeiner Risikobericht 2.1 Währungsrisiko Wir fakturieren zum überwiegenden Teil in US-Dollar. Aufgrund des ebenfalls in US-Dollar fakturierten Warenbezugs gleichen sich die Währungsrisiken zu einem großen Teil aus. 2.2 Preisrisiko - Magneteinkauf Die in unseren Fidlock-Verschlüssen eingesetzten Magnete enthalten die seltene Erde Neodym. Der Preis für Neodym unterliegt immer wieder Schwankungen. Die Preise für Neodym sind im Geschäftsjahr erheblich gefallen. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr Verhandlungen mit Magnetlieferanten und unseren chinesischen Produktionspartnern begonnen, mit dem Ziel, für die kommenden Geschäftsjahre Magnetrohmaterial zu bevorraten, um Preisstabilität zu erhalten. 2.3 Patentverletzung Es kommen immer mehr Patentverletzter, insbesondere aus China, mit Kopien unserer Produkte auf den Markt. Gegen diese gehen wir konsequent mit Unterstützung nationaler und internationaler Patentanwälte vor. Dabei ist der Aufwand für die Rechtsdurchsetzung hoch. Das Risiko für die Patente hat sich aber bisher als eher gering gezeigt; mittels Nichtigkeitsklage angegriffene Patente haben überwiegend Stabilität gezeigt. 2.4 Produktrisiken Ähnlich wie bei allen neu im Markt eingeführten Produkten gibt es ein Produktrisiko, welches durch Auftreten von nicht vorhersehbaren Mängeln realisiert werden kann. Fidlock hat sich diesbezüglich mit seinen Versicherern eng abgestimmt und sich wirtschaftlich sinnvoll gegen Risiken versichert. Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir als sehr gering ein. 3. Gesamtbild der Chancen und Risiken Wir sehen die Gesellschaft insgesamt gut aufgestellt im internationalen Markt, indem wir die Chancen des chinesischen Marktes über die chinesische Tochtergesellschaft fördern und unsere Stellung als Innovator in der Verschlussbranche durch neue Produkte, Projekte und eine konsequente Verteidigung unseres IP sichern und darüber hinaus den Bereich der Konsumgüter über eine Stärkung des Produktportfolios, der Stärkung der Marke und dem Aufbau des Vertriebs in den USA über die eigene Tochtergesellschaft entwickeln.
Hannover, 26. August 2024 Fidlock GmbH gez. Joachim Fiedler, Geschäftsführ. Gesellschafter BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023FIDLOCK GMBH, HANNOVERAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023FIDLOCK GMBH, HANNOVERAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Rechnungslegungsgrundsätze Der vorliegende Jahresabschluss ist entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt worden. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden entsprechend den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen der §§ 252 ff. HGB angesetzt. Die Gliederungsgrundsätze der §§ 266 ff. HGB wurden beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungsmethoden Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet: Immaterielle Vermögensgegenstände Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 S.1 HGB Gebrauch gemacht und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zu Herstellungskosten, d. h. mit den bei ihrer Entwicklung angefallenen Aufwendungen als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen und nach Fertigstellung planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis € 800,00 sofort abgeschrieben. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Finanzanlagen Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Liquide Mittel Kassen- und Bankbestände wurden zum Nennbetrag bilanziert. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert angesetzt. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Die Umrechnung von Geschäften in Fremdwährungen erfolgte zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs. Auf Fremdwährung lautende Beträge werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Am Bilanzstichtag lagen nur kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen vor. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Es wurden im Geschäftsjahr selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Bilanz aktiviert. Die sich daraus ergebende Ausschüttungssperre beläuft sich auf T€ 374,4. Der Steuersatz, der bei der Berechnung der passiven latenten Steuern zugrunde liegt, beträgt 30 %. Es wurden die aktiven latenten Steuern mit den passiven latenten Steuern verrechnet. Die aktiven latenten Steuern überwiegen die passiven latenten Steuern. Vom Wahlrecht, aktive latente Steuern in der Bilanz zu aktivieren, wurde kein Gebrauch gemacht. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 284 Abs. 3 HGB). Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen
Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 3.009.161,22 (Vorjahr: € 1.248.827,80). Sonstige Vermögensgegenstände Es handelt sich u. a. um eine Kaution in Höhe von T€ 336.7 (Vorjahr T€ 336,7), deren Restlaufzeit größer als ein Jahr ist. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 3.450.301,99 (Vorjahr: € 0,00) . - davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: € 943.682,13 (Vorjahr: € 0,00) - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 2.506.619,86 (Vorjahr: € 0,00). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 2.828.526,54 (Vorjahr: € 1.313.526,54). - davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: € 2.828.526,54 (Vorjahr: € 1.313.526,54). Weitere Verbindlichkeiten in Höhe von € 2.859.671,63 (Vorjahr: € 4.657.530,13). - davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: € 2.859.671,63 (Vorjahr: € 4.657.530,13). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern In den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind Nachrangdarlehen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 1.000,0 (Vorjahr: T€ 1.000,0) enthalten. Sonstige Pflichtangaben Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen 2 Mietverträge über Betriebsimmobilien. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, belaufen sich bis zum Ende des Jahres 2024 auf T€ 929. Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 106 Arbeitnehmer beschäftigt, 59 Männer und 47 Frauen. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:
Die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
Hannover, den 6. August 2024 gez. Joachim Fiedler, Geschäftsführer
Bestätigungsvermerk Dem ungekürzten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde von der RINKE TREUHAND GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft folgender Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Fidlock GmbH, Hannover Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fidlock GmbH, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fidlock GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wuppertal, 30. August 2024 RINKE
TREUHAND GmbH
Andreas Niemeyer, Wirtschaftsprüfer Jan Bootsmann, Wirtschaftsprüfer" Feststellung des Jahresabschlusses: Der Jahresabschluss wurde am 19.10.2024 festgestellt. |
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Aktuelle Insolvenzverfahren
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