Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 56221
Eingetragen
22.4.1996
Branche
Herstellung von Futtermitteln für NutztiereHerstellung von Futtermitteln für sonstige TiereEinzelhandel mit zoologischem Bedarf und lebenden Tieren
Gegenstand
der Handel mit Tiernahrungsmitteln, mit Tierpflegemitteln und mit zur Haustierhaltung erforderlichem Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Cathrin Lux
seit 14.3.2023
Prokura
Nina Rau
seit 20.11.2006
Geschäftsführer
Hans-Jakob Klinger
seit 7.10.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
51.00%
Nina Klinger
49.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

50374 Erftstadt
13.038 €
51.00%
Nina Klinger
50321 Brühl
12.527 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FREßNAPF Klinger GmbH

Erftstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.042,00 4.042,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 296.390,00 366.093,00
298.432,00 370.135,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.262,00 8.996,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 398.274,50 448.283,50
404.536,50 457.279,50
702.968,50 827.414,50
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.190.830,39 2.301.704,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 670.920,87 913.272,74
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 766,49 (Vj: EUR 766,49)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
584.307,26 785.870,11
3.446.058,52 4.000.846,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.200,00 17.200,00
D. Aktive latente Steuern 246.800,00 245.600,00
4.413.027,02 5.091.061,41

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 1.464.254,85 1.248.111,18
III. Jahresüberschuss 201.331,78 216.143,67
1.691.151,22 1.489.819,44
B. Rückstellungen 1.094.971,00 1.123.868,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 610.168,81 875.068,66
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 610.168,81 (Vj: EUR 853.888,66)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj: EUR 21.180,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 19.623,88 18.869,12
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 19.623,88 (Vj: EUR 18.869,12)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 997.112,11 1.583.436,19
davon aus Steuern: EUR 99.795,84 (Vj: EUR 286.246,70)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 32.426,19 (Vj: EUR 53.313,05)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 997.112,11 (Vj: EUR 1.583.436,19)
1.626.904,80 2.477.373,97
4.413.027,02 5.091.061,41

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 7.831.864,27 7.584.807,24
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.026.216,28 -2.966.280,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -677.242,29 -660.888,21
davon für Altersversorgung: EUR 96.964,60 (Vj: EUR 95.457,68)
-3.703.458,57 -3.627.168,77
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -171.825,83 -179.299,64
-171.825,83 -179.299,64
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.621.782,38 -3.351.877,80
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.161,54 5.384,96
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 16.394,00 (Vj: EUR 0,00)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -20.561,68 -70.611,43
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vj: EUR 54.402,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -134.138,57 -141.761,89
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: EUR 1.200,00 (Vj: EUR 26.700,00)
8. Ergebnis nach Steuern 204.258,78 219.472,67
9. Sonstige Steuern -2.927,00 -3.329,00
10. Jahresüberschuss 201.331,78 216.143,67

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Firma: Fressnapf Klinger GmbH
Sitz: Erftstadt
Handelsregister: Amtsgericht Köln, HRB 56221

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Fressnapf Klinger GmbH ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB einzustufen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanz wurde unter Beachtung der in §§ 252 ff. HGB vorgeschriebenen allgemeinen Bewertungsgrundsätze und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Die allgemeinen Gliederungsgrundsätze des § 265 HGB wurden eingehalten.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Bewertung der Aktiva und Passiva erfolgte mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Realisations- und Imparitätsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB).

Die Grundsätze der Bilanzidentität (§ 252 Abs. 1 Nr. 1 HGB), der Bewertungsstetigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB), des Going Concern (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) sowie der Einzelbewertung (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB) wurden eingehalten.

Für die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen zu nicht versicherungsgebundenen Direktzusagen wird das Wahlrecht gem. IDW RH FAB 1.021 Tz. 21 dahingehend ausgeübt, dass die Bilanzierung gemäß dem Primat der Passivseite erfolgt. Diese Änderung war für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der VFE-Lage besser geeignet und deshalb notwendig.

Nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB ist die Versorgungsverpflichtung in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages anzusetzen. Dabei handelt es sich um den Betrag, der sich nach Abzinsung der an die Versorgungsberechtigten erfolgenden Zahlungen gemäß § 253 Abs. 2 HGB ergibt (Tz.51 ff. IDW RS HFA 30 n.F.). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "projected unit credit method" (Methode der laufenden Einmalprämien) ermittelt. Grundlagen des gutachterlich ermittelten Wertes sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und ein Rechnungszins von 1,82 % p. a. gemäß § 253 Abs. 2 HGB für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Für den Vergleichswert zur Ermittlung des Unterschiedsbetrages gemäß § 253 Abs. 6 HGB wurde ein Rechnungszins von 1,74 % p. a. für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre zugrunde gelegt. Weiterhin wurde ein Rententrend von 2,0 % - unterstellt. Es wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten gem. den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck, Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln (basierend auf den Auswertungen des Rentenversicherungsbestandes in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, Betriebszugehörigkeit) berücksichtigt - bei herrschendem Gesellschafter-Geschäftsführer davon abweichend lediglich 50 % dieser Werte; branchen- oder arbeitgeberspezifische Vorgaben liegen nicht vor. Die Erfolgswirkungen aus Änderungen des Abzinsungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens sowie laufende Erträge des Deckungsvermögens werden einheitlich mit den Effekten aus der Auf-/ und Abzinsung der Rückstellungen im Finanzergebnis ausgewiesen.

IV. Angaben zur Bilanz

Der Gesamtbetrag ausschüttungsgesperrter Beträge valutiert insgesamt mit Euro 267.651,00. Dieser setzt sich aus der Aktivierung der latenten Steuern in Höhe von Euro 246.800,00 (§ 268 Abs. 8 S. 2 HGB) und dem Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB (s. Anmerkungen zur Pensionsrückstellung) in Höhe von Euro 20.851,00 zusammen.

Anlagevermögen

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet, wobei die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt wurde. Die Abschreibungen wurden linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Berichtsjahr sofort gem. § 6 Abs. 2 EStG abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf die Firmenwerte, die aus dem entgeltlichen Erwerb von Fressnapf-Märkten entstanden sind, erfolgen über 15 Jahre, da die entsprechenden Franchise-Verträge jeweils eine Dauer von mindestens 10 Jahren zzgl. einer Verlängerungsoption vorsehen. Zudem würde die Gesellschaft bei einer Beendigung des Vertragsverhältnisses nach 10 Jahren im Normalfall eine Ausgleichzahlung erhalten.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel:

Anlagenspiegel

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.994,80 0,00 0,00 24.994,80
Geschäfts- oder Firmenwert 1.110.338,75 0,00 0,00 1.110.338,75
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.135.333,55 0,00 0,00 1.135.333,55
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 98.531,22 0,00 0,00 98.531,22
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.844.709,18 47.379,83 0,00 1.892.089,01
Sachanlagen 1.943.240,40 47.379,83 0,00 1.990.620,23
Anlagevermögen 3.078.573,95 47.379,83 0,00 3.125.953,78
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.952,80 2.000,00 0,00 22.952,80
Geschäfts- oder Firmenwert 744.245,75 69.703,00 0,00 813.948,75
Immaterielle Vermögensgegenstände 765.198,55 71.703,00 0,00 836.901,55
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 89.535,22 2.734,00 0,00 92.269,22
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.396.425,68 97.388,83 0,00 1.493.814,51
Sachanlagen 1.485.960,90 100.122,83 0,00 1.586.083,73
Anlagevermögen 2.251.159,45 171.825,83 0,00 2.422.985,28
Restbuchwert Restbuchwert
31.12.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.042,00 4.042,00
Geschäfts- oder Firmenwert 296.390,00 366.093,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 298.432,00 370.135,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.262,00 8.996,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 398.274,50 448.283,50
Sachanlagen 404.536,50 457.279,50
Anlagevermögen 702.968,50 827.414,50

Umlaufvermögen

Das strenge Niederstwertprinzip wurde bei allen Posten des Umlaufvermögens beachtet. Vorräte werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Teilwerten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Es bestehen kurzfristige Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 177.630,16 (Vj.: Euro 170.262,11), die mit einem Zinssatz von 4,5 % p.a. verzinst werden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr i.H.v. Euro 766,94 (Vj.: Euro 766,94).

Aktive latente Steuern in Höhe von Euro 246.800,00 wurden gebildet aufgrund der unterschiedlichen Wertansätze in Handelsbilanz und Steuerbilanz; insbesondere aufgrund der unterschiedlichen Wertansätze bei der Bewertung der Pensionsrückstellung (Differenz: Euro 723.839,00).

Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 33,19 %.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesene Betrag in Höhe von Euro 675.520,00 ergibt sich nach Saldierung mit Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB. Der Aktivwert des Deckungsvermögens beträgt Euro 1.159.240,00; der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt Euro 1.834.760,00. Der Betrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt Euro 20.851,00 (Vj: Euro 92.829,00).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern der Berichtsfirma in Höhe von Euro 19.623,88 (Vorjahr: Euro 18.869,12).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollumfänglich durch Grundpfandrechte auf Grundstücken und selbstschuldnerische Bürgschaften der Gesellschafter sowie der Fressnapf L + K GmbH gesichert. Zudem existiert eine Raumsicherungsübereignung des Warenlagers.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Im Berichtsjahr bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag von Euro 2.382.064,86. Es handelt sich um Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen. Insgesamt bestehen 16 Leasingverträge und 14 Mietverträge; letztere mit Restlaufzeiten bis zu 44 Monaten.

Für von einem nahestehenden Unternehmen aufgenommene Kredite i.H.v. Euro 600.000,00 (Valuta 31.12.2023: Euro 87.995,43) hat die Gesellschaft eine Bürgschaft in Höhe von Euro 300.000.00 abgegeben. Derzeit besteht kein Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Posten enthalten, in denen Aufwendungen und Erträge verrechnet wurden.

Es handelt sich um Zinserträge aus der Rückdeckungsversicherung i. H. v. Euro 37.845,00, die mit Zinsaufwendungen aus den Pensionsrückstellungen i. H. v. Euro 21.451,00 verrechnet wurden.

VI. Sonstige Angaben

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 155 Arbeitnehmer beschäftigt (Vj: 152).

Die Geschäftsführung bestand aus:

Herrn Hans-Jakob Klinger, Operatives Geschäft und strategische Ausrichtung

Frau Nina Rau (vormals: Klinger), Operatives Geschäft

Von der Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht und insofern auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres (§ 285 Nr. 33 HGB) haben sich nicht ereignet.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss von Euro 201.331,78 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Erftstadt, den 16.12.2024

Hans-Jakob Klinger

Nina Rau

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Fressnapf Klinger GmbH

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses

1. Überblick

Die Fressnapf Klinger GmbH betreibt als Franchise-Partner der Fressnapf Tiernahrungs-GmbH auch im Jahre 2023 weiterhin 11 Filialen in den Kreisen Euskirchen und Rhein-Erft, Rheinland-Pfalz und Neuss.

Fressnapf, im Ausland weitestgehend unter dem Namen Maxi Zoo firmierend, ist weiterhin Marktführer für den Heimtierbedarf in Europa. Über 1.900 moderne Märkte in elf europäischen Ländern bieten ein breit gefächertes Sortiment für Tierfreunde und Tierhalter in den Bereichen Tiernahrung, Tierzubehör sowie Service-Angebote rund um die Tierversorgung in allen Preisbereichen. Mehr als 16.000 Menschen aus über 50 Nationen arbeiten für die Fressnapf Gruppe.

Des Weiteren setzt sich die Fressnapf Gruppe in vielfältiger Weise für soziale, karitative und tierschutzrelevante Projekte im In- und Ausland ein; sei es mit Spendenaktionen für Nothilfe-Aktionen, z.B. für die Ukraine, Gutes tun für mehr Artenvielfalt, Schutz und Unterstützung zum Erhalt der Insekten, Auszeichnung von Ehrenamtlern im Tierschutz, etc.

Die Fressnapf Klinger GmbH zählt zusammen mit ihren nahestehenden Unternehmen zu den deutschlandweit größten Franchise-Partnern der Fressnapf Tiernahrungs-GmbH. Auch bietet sie für ihr verbundenes Unternehmen - der Fressnapf Klinger und Engelbrecht oHG - die gesamten Services eines Verwaltungsbereiches gegen eine entsprechend angemessene Vergütung.

2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

(vgl.: Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e. V.)

Die deutsche Heimtierbranche entwickelt sich trotz der allgemein angespannten Wirtschaftslage weiterhin positiv. Mit einem Gesamtumsatz von mehr als 5,6 Milliarden Euro verzeichnete der stationäre Fach- und Lebensmitteleinzelhandel im Jahr 2023 ein Umsatzplus von 9,5 Prozent. Hinzu kamen 1,3 Milliarden Euro über den Online-Handel sowie 161 Millionen Euro für Wildvogelfutter.

Mit rund 4,5 Milliarden Euro übertraf der Umsatz mit Heimtier-Fertignahrung im Fach- und Lebensmitteleinzelhandel das Vorjahresergebnis um 11,4 Prozent. Das Segment Bedarfsartikel und Zubehör legte mit einem Umsatz von etwa 1,1 Milliarden Euro im Vergleich zu 2022 um 2,7 Prozent ebenfalls zu.

Trotz der Inflation fragten Tierhalter insbesondere im Fachhandel nach Premiumprodukten, um ihre Tiere zu ernähren und zu pflegen - so Norbert Holthenrich, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZZF).

Mit einem Gesamtumsatz von 2,3 Milliarden Euro im stationären Handel und damit einem Plus von 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr blieb der Markt für Katzenfutter auch im Jahr 2023 das größte Futtersegment. Wichtigster Wachstumstreiber war der Bereich Feuchtfutter mit einem Plus von 15,3 Prozent (insgesamt über 1,5 Milliarden Euro). Jedoch auch die Bereiche Snacks (plus 11 Prozent) und Trockenfutter (plus 11,3 Prozent) verzeichneten deutliche Zuwächse.

Der Markt für Hundefutter wuchs im Jahr 2023 ebenso weiter und erzielte in den klassischen Vertriebswegen mit 2 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 9,1 Prozent. Auch hier verzeichnete das Segment Feuchtfutter das stärkste Wachstum mit 13,7 Prozent auf 677 Millionen Euro.

Der Umsatz mit Zierfischfutter im stationären Handel entwickelte sich ebenfalls positiv und erzielte mit 60 Millionen Euro ein Plus von 1,1 Prozent. Kleintierfutter blieb hinter Fertignahrung für Katzen und Hunde drittstärkstes Segment bei den Futtermitteln, musste mit einem Umsatz von 89 Millionen Euro im Jahr 2023 aber ein leichtes Minus von 1,9 Prozent hinnehmen. Der Bereich Ziervogelfutter legte deutlich zu wie lange nicht - mit einem Umsatz von 74 Millionen Euro wuchs er um 10,3 Prozent.

Das Segment Wildvogelfutter erzielte 2023 einen Umsatz von 161 Millionen Euro (plus 1,9 Prozent).

Der Bereich Bedarfsartikel und Zubehör verzeichnete 2023 im stationären Handel einen Gesamtumsatz von etwa 1,1 Milliarden Euro. Dieses Plus von 2,7 Prozent lässt sich insbesondere auf eine gestiegene Nachfrage im Bereich Katze zurückführen. Mit einem Umsatz von 351 Millionen Euro und somit einem Plus von 8,6 Prozent blieb es das größte Segment bei Bedarfsartikeln und Zubehör.

Die Bedeutung des Internets hat im Jahr 2023 nochmals zugenommen. Das geschätzte Umsatzvolumen betrug circa 1,3 Milliarden Euro - eine Steigerung von 9,4 Prozent.

Im Jahr 2023 lebten die Menschen in Deutschland mit 34,3 Millionen Hunden, Katzen, Kleinsäugern und Ziervögeln zusammen. Hinzu kamen zahlreiche Zierfische und Terrarientiere. Insgesamt lebte in 45 Prozent und somit fast der Hälfte aller Haushalte in Deutschland mindestens ein Heimtier. Das ist das Ergebnis einer haushaltsrepräsentativen Erhebung, die das Marktforschungsinstitut Skopos für IVH und ZZF durchgeführt hat (Telefon- und Online-Erhebung, Basis 5000 Befragte).

Die Katze ist nach wie vor Deutschlands Heimtier Nummer eins, gefolgt von Hunden. Fünf Prozent der Haushalte lebten mit Kleintieren wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Mäuse.

An vierter Stelle folgten Ziervögel, hierauf Aquarien, Gartenteiche mit Zierfischen und anschließend Terrarien in 2 Prozent der Haushalte.

Insgesamt hat sich der Heimtiermarkt sehr gut behauptet - und das trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit hohen Energiepreisen und deutlicher Inflation. Die Branchenvertreter bleiben zuversichtlich, zumal Heimtiere für die Deutschen weiterhin einen hohen Stellenwert haben.

3. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz des Jahres 2023 konnte gegenüber dem des Jahres 2022 um 1.664.637,15 € gesteigert werden. Dies entspricht einem Wachstum von 8,5%.

4. Geschäftsergebnis

Die Ergebnisse des Jahres 2023 stellen sich wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€
Rohergebnis 7.726 7.203 523
Betriebsergebnis 331 424 -93
Jahresüberschuss 201 216 -15

5. Beschaffung, Bestand und Absatzbereich

Als Franchise-Partner der Fressnapf Tiernahrungs GmbH werden weiterhin 90% der Ware über das Fressnapf-Zentrallager Krefeld bezogen. Die Fressnapf Zentrale in Krefeld agiert hier als Großhändler, der positive Preiseffekte an die Franchisepartner weitergibt und für hohe Qualitäts-Standards sorgt. Zu diesen Effekten tragen insbesondere die Fressnapf-Exklusivmarken bei.

Die Disposition der Ware bei der Fressnapf Klinger GmbH verantwortet weiterhin der jeweilige Marktleiter.

Die Disposition erfolgt über mobile Datenerfassung im System der Fressnapf-Zentrale. 2020 wurde hier in allen Filialen der "Automatische Bestellvorschlag" eingeführt.

6. Finanzielle Leistungsindikatoren

Neben den zuvor unter A.4. dargestellten Kennziffern stellen sich weitere wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren, die auch zur Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2023/ 31.12.2023 2022/ 31.12.2022 Veränderung
T€ T€ T€
Umsatzerlöse 21.199 19.535 1.664
-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 117 -184 301
Lagerbestand 2.191 2.302 -111

Unser Personaleinsatzplanungs- und -Controllingsystem hilft uns bei der Steuerung des Unternehmens. Durch diese Systeme sind wir jederzeit in der Lage, umfangreiche vergangenheitsbezogene wie auch zukunftsorientierte Steuerungsinformationen bis auf die Ebene einzelner Märkte und Produkte abzurufen.

7. Investitionen/Finanzierung

Es wurde weiter in die neuen Meat Corner investiert. Hier wurde der nächste Meat Corner in Kerpen fertiggestellt.

8. Personal- und Sozialbericht

Der Personalstand lag Ende 2023 bei 155 Mitarbeitern. Die Geschäftsleitung legt weiterhin sehr großen Wert auf einen hohe Servicebereitschaft in der Filiale und die Aus- und Fortbildung aller Mitarbeiter; hierzu werden auch weiterhin Angebote der Fressnapf Akademie sowie externer Schulungsleiter und Industriepartner wahrgenommen.

Erstmalig wurde 2023 am Job Speed-Dating teilgenommen.

Bereits für das Jahr 2022 wurden Inflationsprämien an die Mitarbeiter gezahlt, so geschehen auch 2023, jeweils 1.000, - € an Vollzeitkräfte, anteilige Prämie an Teilzeitkräfte.

Die anderen Prämien gab es - wie immer - nach Erreichung der vereinbarten Ziele.

9. Sonstige wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr

Es haben sich keine sonstigen wichtigen Ereignisse im Geschäftsjahr ergeben.

B. Die Lage der Gesellschaft

Der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 war geprägt durch äußere Einflüsse auf das Geschäftsergebnis. Der Umsatz konnte um 1.664.637,15 € gesteigert werden. Dies entspricht einem Wachstum von 8,5 %. Die gesetzten Umsatzziele konnten nicht erreicht werden.

Dies lag insbesondere noch an der Zurückhaltung der Kaufkraft bei den Kunden aufgrund der immer noch angespannten Weltsituation durch den Krieg zwischen der Ukraine und Russland und der Teuerungsrate.

Die Kunden kauften weiterhin weniger Zubehör-Artikel und es wurde mehr Futter im niedrigeren Preissegment gekauft.

Die Handelsspanne sank um 0,5 %-Punkte auf 36,4 %.

Der Materialaufwand stieg um 9,3 %, die Personalkosten um 2,1 %.

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sank um 547 T€

Die Gesellschaft hatte sich im Jahr 2021 entschlossen, einen Aktivposten für latente Steuern zu bilden. Hieraus resultiert in diesem Jahr ein Steuerertrag von 1 T€.

Unter Berücksichtigung dieses Steuerertrages und eines gegenüber dem Vorjahr verbesserten Finanzergebnisses von 4T€ ergibt sich ein Jahresüberschuss von 201 T€ (Vj.: 216 T€).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 301 T€

Die Gesellschaft war und ist weiterhin jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

C. Chancen und Risiken

Die gesetzlichen Regeln in Deutschland schreiben vor, dass ein geeignetes Risiko- Überwachungssystem zur frühzeitigen Identifizierung von bedrohlichen Entwicklungen einzurichten ist und im Lagebericht auf die Risiken der künftigen Entwicklung eingegangen wird.

Wie bereits oben dargestellt, verfügt unser Unternehmen über eigene, sowie von der Fressnapf Tiernahrungs GmbH zur Verfügung gestellte Kontrollinstrumente. Diese ermöglichen uns, frühzeitig Ertragsrisiken in den einzelnen Märkten zu erkennen und diesen mit geeigneten Gegenmaßnahmen wie verstärktem Marketing, Mitarbeiterschulungen etc. entgegenzuwirken.

Risiken ergeben sich für unser Unternehmen aus der Preisentwicklung unserer Produkte auf Einkaufswie auch Verkaufsebene, die auch in Zusammenhang mit der Qualität der Waren steht. Diesen Risiken wird, wie bereits zuvor dargestellt, schon auf Ebene der Fressnapf-Zentrale durch entsprechende Kontroll- und Steuerungsmechanismen entgegengewirkt.

Ein ständiger Erfahrungsaustausch der Fressnapf Klinger GmbH mit der Fressnapf-Zentrale trägt ebenfalls zur Minimierung dieser Risiken bei.

Eine ständige Beobachtung des infrastrukturellen Umfelds unserer Märkte vor Ort ermöglicht es uns, Standortrisiken auf Marktebene frühzeitig zu erkennen.

Weitere Risiken ergeben sich für unser Unternehmen aus der generellen nationalen und globalen wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Entwicklung des Konsumklimas in Deutschland bzw. unserem Verkaufsgebiet. Durch die Beobachtung der relevanten Märkte sind wir in der Lage, die unser Unternehmen betreffenden Risiken zu identifizieren und diesen entsprechend entgegenzuwirken.

Chancen für unser Unternehmen ergeben sich aus unserer derzeitigen flächendeckenden Marktpräsenz im südwestlichen Raum von Köln und der weiteren Optimierung unserer Marktstrukturen auf bestehender Fläche sowie aus selektiven Zukäufen bzw. Entwicklung von Standorten.

D. Ereignisse nach Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet.

E. Prognosebericht

Aufgrund der sukzessiv steigenden Anzahl an Haustieren wächst die Heimtierbranche weiter.

Das Haustier hat bei den Deutschen weiterhin einen großen Stellenwert und sind grundsätzlich bereit, immer mehr für ihre Tiere zu investieren.

Weitere Investitionen in die Attraktivität der Läden durch weitere Meat-Corner sind geplant.

Dann steht der Umbau laut neuem Fressnapf Konzept zuerst einmal in Pulheim im Februar 2024 an.

Die Schließung der Aquaristik in Euskirchen ist im April 2024 geplant, um den Fokus noch mehr auf das Kerngeschäft zu setzen.

Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern für eine gute Beratung in den Filialen zu gewährleisten, steht ebenfalls weiterhin im Fokus

Ebenfalls sehr starker Fokus liegt nach wie vor auf der Kundenbindung. Hier setzen wir weiterhin insbesondere auf die eingeführte Fressnapf App.

Trotz einem voraussichtlich leichten Umsatzrückgang in 2024 im niedrigen einstelligen Prozentbereich rechnen wir für 2024 mit einem geringfügig positiven Ergebnis. Für das Jahr 2025 planen wir aufgrund von Umstrukturierungen in der Fressnapf Tiernahrung GmbH mit signifikanten Umsatzsteigerungen und mindestens wieder mit einem Ergebnis auf dem Niveau von 2023.

Auch im Geschäftsjahr 2024 und 2025 wird die Fressnapf Klinger GmbH aufgrund der aktuellen Ausstattung mit Eigen- und Fremdkapital jederzeit in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

 

Erftstadt, den 16.12.2024

Hans-Jakob Klinger

Nina Rau

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fressnapf Klinger GmbH, Erftstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fressnapf Klinger GmbH, Erftstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fressnapf Klinger GmbH, Erftstadt, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Brühl, den 16. Dezember 2024

GTK Metzler GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Metzler, Wirtschaftsprüfer

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