FREßNAPF Klinger GmbH
Römerhofweg 24, 50374 Erftstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Cathrin Lux seit 14.3.2023 | Prokura |
Nina Rau seit 20.11.2006 | Geschäftsführer |
Hans-Jakob Klinger seit 7.10.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
Nina Klinger | 49.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FREßNAPF Klinger GmbHErftstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Fressnapf Klinger GmbH ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB einzustufen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanz wurde unter Beachtung der in §§ 252 ff. HGB vorgeschriebenen allgemeinen Bewertungsgrundsätze und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Die allgemeinen Gliederungsgrundsätze des § 265 HGB wurden eingehalten. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Bewertung der Aktiva und Passiva erfolgte mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Realisations- und Imparitätsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB). Die Grundsätze der Bilanzidentität (§ 252 Abs. 1 Nr. 1 HGB), der Bewertungsstetigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB), des Going Concern (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) sowie der Einzelbewertung (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB) wurden eingehalten. Für die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen zu nicht versicherungsgebundenen Direktzusagen wird das Wahlrecht gem. IDW RH FAB 1.021 Tz. 21 dahingehend ausgeübt, dass die Bilanzierung gemäß dem Primat der Passivseite erfolgt. Diese Änderung war für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der VFE-Lage besser geeignet und deshalb notwendig. Nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB ist die Versorgungsverpflichtung in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages anzusetzen. Dabei handelt es sich um den Betrag, der sich nach Abzinsung der an die Versorgungsberechtigten erfolgenden Zahlungen gemäß § 253 Abs. 2 HGB ergibt (Tz.51 ff. IDW RS HFA 30 n.F.). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "projected unit credit method" (Methode der laufenden Einmalprämien) ermittelt. Grundlagen des gutachterlich ermittelten Wertes sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und ein Rechnungszins von 1,82 % p. a. gemäß § 253 Abs. 2 HGB für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Für den Vergleichswert zur Ermittlung des Unterschiedsbetrages gemäß § 253 Abs. 6 HGB wurde ein Rechnungszins von 1,74 % p. a. für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre zugrunde gelegt. Weiterhin wurde ein Rententrend von 2,0 % - unterstellt. Es wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten gem. den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck, Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln (basierend auf den Auswertungen des Rentenversicherungsbestandes in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, Betriebszugehörigkeit) berücksichtigt - bei herrschendem Gesellschafter-Geschäftsführer davon abweichend lediglich 50 % dieser Werte; branchen- oder arbeitgeberspezifische Vorgaben liegen nicht vor. Die Erfolgswirkungen aus Änderungen des Abzinsungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens sowie laufende Erträge des Deckungsvermögens werden einheitlich mit den Effekten aus der Auf-/ und Abzinsung der Rückstellungen im Finanzergebnis ausgewiesen. IV. Angaben zur Bilanz Der Gesamtbetrag ausschüttungsgesperrter Beträge valutiert insgesamt mit Euro 267.651,00. Dieser setzt sich aus der Aktivierung der latenten Steuern in Höhe von Euro 246.800,00 (§ 268 Abs. 8 S. 2 HGB) und dem Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB (s. Anmerkungen zur Pensionsrückstellung) in Höhe von Euro 20.851,00 zusammen. Anlagevermögen Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet, wobei die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt wurde. Die Abschreibungen wurden linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Berichtsjahr sofort gem. § 6 Abs. 2 EStG abgeschrieben. Die Abschreibungen auf die Firmenwerte, die aus dem entgeltlichen Erwerb von Fressnapf-Märkten entstanden sind, erfolgen über 15 Jahre, da die entsprechenden Franchise-Verträge jeweils eine Dauer von mindestens 10 Jahren zzgl. einer Verlängerungsoption vorsehen. Zudem würde die Gesellschaft bei einer Beendigung des Vertragsverhältnisses nach 10 Jahren im Normalfall eine Ausgleichzahlung erhalten. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel: Anlagenspiegel
Umlaufvermögen Das strenge Niederstwertprinzip wurde bei allen Posten des Umlaufvermögens beachtet. Vorräte werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Teilwerten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Es bestehen kurzfristige Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 177.630,16 (Vj.: Euro 170.262,11), die mit einem Zinssatz von 4,5 % p.a. verzinst werden. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr i.H.v. Euro 766,94 (Vj.: Euro 766,94). Aktive latente Steuern in Höhe von Euro 246.800,00 wurden gebildet aufgrund der unterschiedlichen Wertansätze in Handelsbilanz und Steuerbilanz; insbesondere aufgrund der unterschiedlichen Wertansätze bei der Bewertung der Pensionsrückstellung (Differenz: Euro 723.839,00). Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 33,19 %. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesene Betrag in Höhe von Euro 675.520,00 ergibt sich nach Saldierung mit Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB. Der Aktivwert des Deckungsvermögens beträgt Euro 1.159.240,00; der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt Euro 1.834.760,00. Der Betrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt Euro 20.851,00 (Vj: Euro 92.829,00). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern der Berichtsfirma in Höhe von Euro 19.623,88 (Vorjahr: Euro 18.869,12). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollumfänglich durch Grundpfandrechte auf Grundstücken und selbstschuldnerische Bürgschaften der Gesellschafter sowie der Fressnapf L + K GmbH gesichert. Zudem existiert eine Raumsicherungsübereignung des Warenlagers. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Im Berichtsjahr bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag von Euro 2.382.064,86. Es handelt sich um Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen. Insgesamt bestehen 16 Leasingverträge und 14 Mietverträge; letztere mit Restlaufzeiten bis zu 44 Monaten. Für von einem nahestehenden Unternehmen aufgenommene Kredite i.H.v. Euro 600.000,00 (Valuta 31.12.2023: Euro 87.995,43) hat die Gesellschaft eine Bürgschaft in Höhe von Euro 300.000.00 abgegeben. Derzeit besteht kein Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Posten enthalten, in denen Aufwendungen und Erträge verrechnet wurden. Es handelt sich um Zinserträge aus der Rückdeckungsversicherung i. H. v. Euro 37.845,00, die mit Zinsaufwendungen aus den Pensionsrückstellungen i. H. v. Euro 21.451,00 verrechnet wurden. VI. Sonstige Angaben Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 155 Arbeitnehmer beschäftigt (Vj: 152). Die Geschäftsführung bestand aus: Herrn Hans-Jakob Klinger, Operatives Geschäft und strategische AusrichtungFrau Nina Rau (vormals: Klinger), Operatives GeschäftVon der Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht und insofern auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres (§ 285 Nr. 33 HGB) haben sich nicht ereignet. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss von Euro 201.331,78 auf neue Rechnung vorzutragen.
Erftstadt, den 16.12.2024 Hans-Jakob Klinger Nina Rau Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Fressnapf Klinger GmbHA. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses 1. Überblick Die Fressnapf Klinger GmbH betreibt als Franchise-Partner der Fressnapf Tiernahrungs-GmbH auch im Jahre 2023 weiterhin 11 Filialen in den Kreisen Euskirchen und Rhein-Erft, Rheinland-Pfalz und Neuss. Fressnapf, im Ausland weitestgehend unter dem Namen Maxi Zoo firmierend, ist weiterhin Marktführer für den Heimtierbedarf in Europa. Über 1.900 moderne Märkte in elf europäischen Ländern bieten ein breit gefächertes Sortiment für Tierfreunde und Tierhalter in den Bereichen Tiernahrung, Tierzubehör sowie Service-Angebote rund um die Tierversorgung in allen Preisbereichen. Mehr als 16.000 Menschen aus über 50 Nationen arbeiten für die Fressnapf Gruppe. Des Weiteren setzt sich die Fressnapf Gruppe in vielfältiger Weise für soziale, karitative und tierschutzrelevante Projekte im In- und Ausland ein; sei es mit Spendenaktionen für Nothilfe-Aktionen, z.B. für die Ukraine, Gutes tun für mehr Artenvielfalt, Schutz und Unterstützung zum Erhalt der Insekten, Auszeichnung von Ehrenamtlern im Tierschutz, etc. Die Fressnapf Klinger GmbH zählt zusammen mit ihren nahestehenden Unternehmen zu den deutschlandweit größten Franchise-Partnern der Fressnapf Tiernahrungs-GmbH. Auch bietet sie für ihr verbundenes Unternehmen - der Fressnapf Klinger und Engelbrecht oHG - die gesamten Services eines Verwaltungsbereiches gegen eine entsprechend angemessene Vergütung. 2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft (vgl.: Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e. V.) Die deutsche Heimtierbranche entwickelt sich trotz der allgemein angespannten Wirtschaftslage weiterhin positiv. Mit einem Gesamtumsatz von mehr als 5,6 Milliarden Euro verzeichnete der stationäre Fach- und Lebensmitteleinzelhandel im Jahr 2023 ein Umsatzplus von 9,5 Prozent. Hinzu kamen 1,3 Milliarden Euro über den Online-Handel sowie 161 Millionen Euro für Wildvogelfutter. Mit rund 4,5 Milliarden Euro übertraf der Umsatz mit Heimtier-Fertignahrung im Fach- und Lebensmitteleinzelhandel das Vorjahresergebnis um 11,4 Prozent. Das Segment Bedarfsartikel und Zubehör legte mit einem Umsatz von etwa 1,1 Milliarden Euro im Vergleich zu 2022 um 2,7 Prozent ebenfalls zu. Trotz der Inflation fragten Tierhalter insbesondere im Fachhandel nach Premiumprodukten, um ihre Tiere zu ernähren und zu pflegen - so Norbert Holthenrich, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZZF). Mit einem Gesamtumsatz von 2,3 Milliarden Euro im stationären Handel und damit einem Plus von 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr blieb der Markt für Katzenfutter auch im Jahr 2023 das größte Futtersegment. Wichtigster Wachstumstreiber war der Bereich Feuchtfutter mit einem Plus von 15,3 Prozent (insgesamt über 1,5 Milliarden Euro). Jedoch auch die Bereiche Snacks (plus 11 Prozent) und Trockenfutter (plus 11,3 Prozent) verzeichneten deutliche Zuwächse. Der Markt für Hundefutter wuchs im Jahr 2023 ebenso weiter und erzielte in den klassischen Vertriebswegen mit 2 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 9,1 Prozent. Auch hier verzeichnete das Segment Feuchtfutter das stärkste Wachstum mit 13,7 Prozent auf 677 Millionen Euro. Der Umsatz mit Zierfischfutter im stationären Handel entwickelte sich ebenfalls positiv und erzielte mit 60 Millionen Euro ein Plus von 1,1 Prozent. Kleintierfutter blieb hinter Fertignahrung für Katzen und Hunde drittstärkstes Segment bei den Futtermitteln, musste mit einem Umsatz von 89 Millionen Euro im Jahr 2023 aber ein leichtes Minus von 1,9 Prozent hinnehmen. Der Bereich Ziervogelfutter legte deutlich zu wie lange nicht - mit einem Umsatz von 74 Millionen Euro wuchs er um 10,3 Prozent. Das Segment Wildvogelfutter erzielte 2023 einen Umsatz von 161 Millionen Euro (plus 1,9 Prozent). Der Bereich Bedarfsartikel und Zubehör verzeichnete 2023 im stationären Handel einen Gesamtumsatz von etwa 1,1 Milliarden Euro. Dieses Plus von 2,7 Prozent lässt sich insbesondere auf eine gestiegene Nachfrage im Bereich Katze zurückführen. Mit einem Umsatz von 351 Millionen Euro und somit einem Plus von 8,6 Prozent blieb es das größte Segment bei Bedarfsartikeln und Zubehör. Die Bedeutung des Internets hat im Jahr 2023 nochmals zugenommen. Das geschätzte Umsatzvolumen betrug circa 1,3 Milliarden Euro - eine Steigerung von 9,4 Prozent. Im Jahr 2023 lebten die Menschen in Deutschland mit 34,3 Millionen Hunden, Katzen, Kleinsäugern und Ziervögeln zusammen. Hinzu kamen zahlreiche Zierfische und Terrarientiere. Insgesamt lebte in 45 Prozent und somit fast der Hälfte aller Haushalte in Deutschland mindestens ein Heimtier. Das ist das Ergebnis einer haushaltsrepräsentativen Erhebung, die das Marktforschungsinstitut Skopos für IVH und ZZF durchgeführt hat (Telefon- und Online-Erhebung, Basis 5000 Befragte). Die Katze ist nach wie vor Deutschlands Heimtier Nummer eins, gefolgt von Hunden. Fünf Prozent der Haushalte lebten mit Kleintieren wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Mäuse. An vierter Stelle folgten Ziervögel, hierauf Aquarien, Gartenteiche mit Zierfischen und anschließend Terrarien in 2 Prozent der Haushalte. Insgesamt hat sich der Heimtiermarkt sehr gut behauptet - und das trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit hohen Energiepreisen und deutlicher Inflation. Die Branchenvertreter bleiben zuversichtlich, zumal Heimtiere für die Deutschen weiterhin einen hohen Stellenwert haben. 3. Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Umsatz des Jahres 2023 konnte gegenüber dem des Jahres 2022 um 1.664.637,15 € gesteigert werden. Dies entspricht einem Wachstum von 8,5%. 4. Geschäftsergebnis Die Ergebnisse des Jahres 2023 stellen sich wie folgt dar:
5. Beschaffung, Bestand und Absatzbereich Als Franchise-Partner der Fressnapf Tiernahrungs GmbH werden weiterhin 90% der Ware über das Fressnapf-Zentrallager Krefeld bezogen. Die Fressnapf Zentrale in Krefeld agiert hier als Großhändler, der positive Preiseffekte an die Franchisepartner weitergibt und für hohe Qualitäts-Standards sorgt. Zu diesen Effekten tragen insbesondere die Fressnapf-Exklusivmarken bei. Die Disposition der Ware bei der Fressnapf Klinger GmbH verantwortet weiterhin der jeweilige Marktleiter. Die Disposition erfolgt über mobile Datenerfassung im System der Fressnapf-Zentrale. 2020 wurde hier in allen Filialen der "Automatische Bestellvorschlag" eingeführt. 6. Finanzielle Leistungsindikatoren Neben den zuvor unter A.4. dargestellten Kennziffern stellen sich weitere wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren, die auch zur Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Unser Personaleinsatzplanungs- und -Controllingsystem hilft uns bei der Steuerung des Unternehmens. Durch diese Systeme sind wir jederzeit in der Lage, umfangreiche vergangenheitsbezogene wie auch zukunftsorientierte Steuerungsinformationen bis auf die Ebene einzelner Märkte und Produkte abzurufen. 7. Investitionen/Finanzierung Es wurde weiter in die neuen Meat Corner investiert. Hier wurde der nächste Meat Corner in Kerpen fertiggestellt. 8. Personal- und Sozialbericht Der Personalstand lag Ende 2023 bei 155 Mitarbeitern. Die Geschäftsleitung legt weiterhin sehr großen Wert auf einen hohe Servicebereitschaft in der Filiale und die Aus- und Fortbildung aller Mitarbeiter; hierzu werden auch weiterhin Angebote der Fressnapf Akademie sowie externer Schulungsleiter und Industriepartner wahrgenommen. Erstmalig wurde 2023 am Job Speed-Dating teilgenommen. Bereits für das Jahr 2022 wurden Inflationsprämien an die Mitarbeiter gezahlt, so geschehen auch 2023, jeweils 1.000, - € an Vollzeitkräfte, anteilige Prämie an Teilzeitkräfte. Die anderen Prämien gab es - wie immer - nach Erreichung der vereinbarten Ziele. 9. Sonstige wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr Es haben sich keine sonstigen wichtigen Ereignisse im Geschäftsjahr ergeben. B. Die Lage der Gesellschaft Der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 war geprägt durch äußere Einflüsse auf das Geschäftsergebnis. Der Umsatz konnte um 1.664.637,15 € gesteigert werden. Dies entspricht einem Wachstum von 8,5 %. Die gesetzten Umsatzziele konnten nicht erreicht werden. Dies lag insbesondere noch an der Zurückhaltung der Kaufkraft bei den Kunden aufgrund der immer noch angespannten Weltsituation durch den Krieg zwischen der Ukraine und Russland und der Teuerungsrate. Die Kunden kauften weiterhin weniger Zubehör-Artikel und es wurde mehr Futter im niedrigeren Preissegment gekauft. Die Handelsspanne sank um 0,5 %-Punkte auf 36,4 %. Der Materialaufwand stieg um 9,3 %, die Personalkosten um 2,1 %. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sank um 547 T€ Die Gesellschaft hatte sich im Jahr 2021 entschlossen, einen Aktivposten für latente Steuern zu bilden. Hieraus resultiert in diesem Jahr ein Steuerertrag von 1 T€. Unter Berücksichtigung dieses Steuerertrages und eines gegenüber dem Vorjahr verbesserten Finanzergebnisses von 4T€ ergibt sich ein Jahresüberschuss von 201 T€ (Vj.: 216 T€). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 301 T€ Die Gesellschaft war und ist weiterhin jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. C. Chancen und Risiken Die gesetzlichen Regeln in Deutschland schreiben vor, dass ein geeignetes Risiko- Überwachungssystem zur frühzeitigen Identifizierung von bedrohlichen Entwicklungen einzurichten ist und im Lagebericht auf die Risiken der künftigen Entwicklung eingegangen wird. Wie bereits oben dargestellt, verfügt unser Unternehmen über eigene, sowie von der Fressnapf Tiernahrungs GmbH zur Verfügung gestellte Kontrollinstrumente. Diese ermöglichen uns, frühzeitig Ertragsrisiken in den einzelnen Märkten zu erkennen und diesen mit geeigneten Gegenmaßnahmen wie verstärktem Marketing, Mitarbeiterschulungen etc. entgegenzuwirken. Risiken ergeben sich für unser Unternehmen aus der Preisentwicklung unserer Produkte auf Einkaufswie auch Verkaufsebene, die auch in Zusammenhang mit der Qualität der Waren steht. Diesen Risiken wird, wie bereits zuvor dargestellt, schon auf Ebene der Fressnapf-Zentrale durch entsprechende Kontroll- und Steuerungsmechanismen entgegengewirkt. Ein ständiger Erfahrungsaustausch der Fressnapf Klinger GmbH mit der Fressnapf-Zentrale trägt ebenfalls zur Minimierung dieser Risiken bei. Eine ständige Beobachtung des infrastrukturellen Umfelds unserer Märkte vor Ort ermöglicht es uns, Standortrisiken auf Marktebene frühzeitig zu erkennen. Weitere Risiken ergeben sich für unser Unternehmen aus der generellen nationalen und globalen wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Entwicklung des Konsumklimas in Deutschland bzw. unserem Verkaufsgebiet. Durch die Beobachtung der relevanten Märkte sind wir in der Lage, die unser Unternehmen betreffenden Risiken zu identifizieren und diesen entsprechend entgegenzuwirken. Chancen für unser Unternehmen ergeben sich aus unserer derzeitigen flächendeckenden Marktpräsenz im südwestlichen Raum von Köln und der weiteren Optimierung unserer Marktstrukturen auf bestehender Fläche sowie aus selektiven Zukäufen bzw. Entwicklung von Standorten. D. Ereignisse nach Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet. E. Prognosebericht Aufgrund der sukzessiv steigenden Anzahl an Haustieren wächst die Heimtierbranche weiter. Das Haustier hat bei den Deutschen weiterhin einen großen Stellenwert und sind grundsätzlich bereit, immer mehr für ihre Tiere zu investieren. Weitere Investitionen in die Attraktivität der Läden durch weitere Meat-Corner sind geplant. Dann steht der Umbau laut neuem Fressnapf Konzept zuerst einmal in Pulheim im Februar 2024 an. Die Schließung der Aquaristik in Euskirchen ist im April 2024 geplant, um den Fokus noch mehr auf das Kerngeschäft zu setzen. Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern für eine gute Beratung in den Filialen zu gewährleisten, steht ebenfalls weiterhin im Fokus Ebenfalls sehr starker Fokus liegt nach wie vor auf der Kundenbindung. Hier setzen wir weiterhin insbesondere auf die eingeführte Fressnapf App. Trotz einem voraussichtlich leichten Umsatzrückgang in 2024 im niedrigen einstelligen Prozentbereich rechnen wir für 2024 mit einem geringfügig positiven Ergebnis. Für das Jahr 2025 planen wir aufgrund von Umstrukturierungen in der Fressnapf Tiernahrung GmbH mit signifikanten Umsatzsteigerungen und mindestens wieder mit einem Ergebnis auf dem Niveau von 2023. Auch im Geschäftsjahr 2024 und 2025 wird die Fressnapf Klinger GmbH aufgrund der aktuellen Ausstattung mit Eigen- und Fremdkapital jederzeit in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Erftstadt, den 16.12.2024 Hans-Jakob Klinger Nina Rau BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Fressnapf Klinger GmbH, Erftstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fressnapf Klinger GmbH, Erftstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fressnapf Klinger GmbH, Erftstadt, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Brühl, den 16. Dezember 2024 GTK
Metzler GmbH
Stefan Metzler, Wirtschaftsprüfer |
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