Stammdaten

Register
Amtsgericht Neubrandenburg HRB 484
Vorher
Stadtwirtschaft Neubrandenburg GmbH
Eingetragen
19.9.1990
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenBeseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der AbfallbewirtschaftungBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Erbringung abfallwirtschaftlicher Leistungen, vor allem des Einsammelns und Beförderns sowie der Verwertung von Abfällen sowie aller damit zusammenhängenden Tätigkeiten. Die Gesellschaft ist berechtigt, die unternehmensgegenständlichen abfallwirtschaftlichen Leistungen für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und Dritte zu erbringen. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet sind, dem Gegenstand des Unternehmens zu dienen. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, solche Unternehmen gründen, erwerben oder sich an ihnen beteiligen, sofern und soweit dies kommunalrechtlich zulässig oder durch zwingende gesetzliche Vorschriften bedingt ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Benjamin Zabel
seit 5.2.2025
Prokura
Jan Schäfer-Rörig
seit 27.6.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
60.00%
Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
40.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
828.300 €
60.00%
Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Germany
552.200 €
40.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

REMONDIS Seenplatte GmbH

Neubrandenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

REMONDIS SEENPLATTE GMBH, NEUBRANDENBURG

A. Grundlagen

I. Organisation und Leistungsangebot

Die REMONDIS Seenplatte GmbH (RSE) ist als Gemeinschaftsunternehmen der REMONDIS-Gruppe und des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte (LK MSE) tätig. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Neubrandenburg und erbringt Dienstleistungen der Wasser- und Kreislaufwirtschaft im Raum Ostmecklenburg-Vorpommern. Das Serviceangebot umfasst die Sammlung von Haus-, Sperr- und Biomüll für den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger sowie Gewerbe- und Industrieabfall und die Erfassung von Leichtverpackungen, Papier und Glas bis hin zur Verwertung von Abfall- und Wertstoffen. Dafür stehen am Standort Möllenhagen Anlagen zur Sortierung verschiedener Materialgemische sowie weitere Aufbereitungs- und Umschlagstechniken zur Verfügung. Weitere Leistungen werden im Rahmen der Stadtreinigung, des Winterdienstes und der Grünanlagenpflege erbracht. Weiterhin wird ein Bestattungsinstitut betrieben. Zur Unterstützung der qualitätsgerechten Leistungsabsicherung werden eigene Technikserviceeinrichtungen vorgehalten. Die Berichtsgesellschaft hat an ihren Standorten ein Qualitätsmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 9001:2015 eingeführt und ist nach § 56 KrWG als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert. Dies ist die Basis für die Umsetzung einer zuverlässigen Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft für die Bürger und Unternehmen sowie öffentliche Auftraggeber im Landkreis.

Das Unternehmen ist über längerfristige vertragliche Bindungen für den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (ÖrE) Landkreis Mecklenburgische Seenplatte als beauftragter Dritter tätig. Für die Stadt Neubrandenburg werden Stadtreinigungsleistungen und Landschaftspflegearbeiten ausgeführt. Im Rahmen der gesetzlichen Verpackungsentsorgung werden Dienstleistungen im Auftrag der Systembetreiber im Stadtgebiet Neubrandenburg bei der Einsammlung von Leichtverpackungen, Altglas sowie PPK erbracht.

II. Forschung und Entwicklung

Wesentliche Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung werden in der Berichtsgesellschaft nicht betrieben.

III. Änderungen im Geschäftsjahr

Die RSE konnte über das Bestattungsinstitut die Ausschreibung von der Polizei "Bergung, Transport und Aufbewahrung von Leichen bzw. Leichenteilen" im Bereich Neubrandenburg mit einer Laufzeit vom 01.10.2023 bis 30.09.2027 gewinnen.

Der Bereich Grünlandpflege/Winterdienst konnte ebenfalls Ausschreibungen erfolgreich gestalten. So konnte die Ausschreibung für den Winterdienst an den kreislichen Schulen in Neubrandenburg wieder gewonnen werden und zwei Grünlandpflegeausschreibungen im Stadtgebiet neu dazugewonnen werden.

Das Tochterunternehmen REMONDIS Seenplatte Logistik GmbH (RSL) konnte die Erfassung von Altglas im Gebiet des LK MSE für die Jahre 2023 bis 2025 wiedergewinnen und setzt die RSE weiter als Subunternehmer im Stadtgebiet Neubrandenburg ein.

Weitere nennenswerte Änderungen im Geschäftsjahr liegen nicht vor.

B. Wirtschaftsbericht

I. Geschäft und Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entgegen den schlimmen Erwartungen der gesamtwirtschaftlichen Lage in dem Jahr 2023 ist das Berichtsjahr für die Wirtschaft in Gänze noch besser verlaufen. Der erwartete Abschwung hat erst zum Ende des Jahres 2023 eingesetzt. Der Ukrainekrieg und die damit einhergehenden deutlich gestiegenen Energiepreise, als auch die deutlich gestiegene Inflation im Allgemeinen haben die Gesellschaft auch im Jahr 2023 vor Herausforderungen gestellt.

Die vorhandenen Entsorgungsstrukturen des Landes mit seinem Netzwerk von Verwertungs- und Beseitigungsanlagen sichert die Wertschöpfung in der Region.

Die Umsetzung der Gewerbeabfallverordnung steht weiterhin vor dem Problem, der durch die kleinteilige Wirtschaftsstruktur und geringen Sekundärstofferlösen unzureichenden Anreize der Getrennthaltung von Abfällen. Diesem stellt sich unser Unternehmen durch die Vorhaltung von qualifizierten Behandlungskapazitäten für die anfallenden Mischfraktionen.

Der bundesweite gesetzliche Mindestlohn wurde zum 01.10.2022 auf 12,00 Euro je Zeitstunde angehoben. Dieser Wert galt auch für das Jahr 2023. Zum 01.01.2024 ist er auf 12,41 Euro angehoben worden. Das Tariftreue- und Vergabegesetz Mecklenburg-Vorpommern ist am 18.12.2023 erlassen worden und tritt zum 01.01.2024 in Kraft und sieht einen Mindestlohn von 13,50 Euro vor, für die Arbeitnehmer, welche die jeweilige Leistung erbringen. In der Berichtsgesellschaft gilt ein Haustarifvertrag, der die gesetzlichen Mindestlöhne der Abfallwirtschaft berücksichtigt. Außerhalb des laufenden Haustarifs wurde mit der Gewerkschaft ver.di die Auszahlung einer Inflationsausgleichszahlung im Dezember 2022 an die Belegschaft vereinbart. Auch für die Jahre 2023 und 2024 soll eine entsprechende Inflationsausgleichsprämie gezahlt werden, um den vom Gesetzgeber ermöglichten Rahmen von 3.000 Euro bis 31.12.2024 voll auszuschöpfen. Im Herbst 2024 stehen dann die Verhandlungen des Haustarifs ab 01.01.2025 an.

2. Geschäftsverlauf

Die Dienstleistungen konnten im geplanten Umfang bei guter Auftragsabsicherung erbracht werden. So wurde die kommunale Abfallentsorgung auf dem Gebiet der Kreisstadt Neubrandenburg im Auftrag des Landkreises abgedeckt. Die LVP-Einsammlung als auch die Altglaserfassung wurde als Unterauftragnehmer der Beteiligungsgesellschaft für die Systembetreiber ausgeführt.

Die Investitionen des Jahres 2023 wurden unter dem Aspekt der Modernisierung, Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes, sowie Produktivitätssteigerung geplant und umgesetzt. Gleichzeitig galt es, erweiterten Auftragsfeldern gerecht zu werden und die entsprechenden Voraussetzungen im Behälter- und Fahrzeugbereich zu schaffen. So wurden Investitionsausgaben in Höhe von 1.786.324,65 € getätigt, denen Abschreibungen in Höhe von 927.389,74 € gegenüberstanden.

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 88 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 92 jeweils ohne Auszubildende und geringfügig Beschäftigte). Inzwischen sind sieben Auszubildende im Unternehmen tätig. Saisonale Kapazitätsschwankungen konnten auf dem Arbeitsmarkt sowie mit Personaldienstleistern abgedeckt werden.

II. Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage

1. Ertragslage

Die im Vorjahr prognostizierte leichte Reduzierung der Umsatzerlöse und die Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind nicht bzw. nicht im geplanten Umfang eingetreten. Aufgrund der Steigerung der Personalkosten, Subunternehmerleistungen, des Materialaufwandes und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde der geplante leichte Anstieg des Jahresergebnisses und des EBITDA jedoch nicht erreicht.

Der Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres beläuft sich auf 1.919 T€ (Vorjahr: 2.033 T€). Das gesetzte Ziel für den Jahresüberschuss konnte nicht erreicht werden. Der Anteil zum Rohertrag beträgt 20,50 % (Vorjahr: 22,05 %).

Die Summe der Umsatzerlöse betrug 21.102 T€ (Vorjahr: 20.332 T€). Der Gesamtumsatz wurde mit 64,53 % im Bereich Logistik, mit 20,92 % über das Recycling/Aufbereitung und mit 14,55 % über sonstige Aktivitäten erzielt.

Der Umsatz mit verbundenen Unternehmen der Rethmann-Gruppe betrug 5.138 T€.

Im Bereich der Aufbereitung sinkt der Umsatz um 505 T€. Der Umsatz in diesen Sparten ist dadurch auf 4.415 T€ (Vorjahr: 4.920 T€) gesunken. Dies resultiert insbesondere aus einem Mengenrückgang bei den Sortier- und Aufbereitungsleistungen im Gewerbe- und Bauabfallbereich.

Im Bereich der sonstigen Umsatzerlöse ist eine Erhöhung von 299 T€ auf 3.069 T€ (Vorjahr: 2.770 T€) zu verzeichnen. Dies spiegelt hauptsächlich die Entwicklung der Marktpreise wider.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Berichtsjahr 198 T€ (Vorjahr: 249 T€). Diese umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 148 T€, verrechnete Sachbezüge in Höhe von 11 T€, Zuschüsse staatlicher Stellen in Höhe von 25 T€ sowie Erträge aus SA-Verkauf in Höhe von 4 T€.

Die Erhöhung der Materialaufwendungen um 597 T€ auf 11.935 T€ (Vorjahr: 11.338 T€) resultiert wesentlich aus den um 343 T€ auf 662 T€ (Vorjahr: 1.005 T€) gesunkenen Aufwendungen für den Einkauf und Rückvergütung von Wertstoffen und der um 945 T€ auf 9.382 T€ (Vorjahr: 8.437 T€) gestiegenen Aufwendungen für Subunternehmer.

Die Abschreibungen sind um 48 T€ gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 331 T€ gestiegen, wesentlich resultierend aus Instandhaltungskosten Kfz (+42 T€), sonstigen Kosten für Personal (+68 T€), Abbruchskosten (+248 T€), EDV -und Internet-Kosten (+18 T€) und niedrigeren Kosten für Kraftstoffe (-100 T€) und Heizöl (-30 T€).

Die Personalaufwendungen im Berichtsjahr sind um 14 T€ auf 3.663 T€ (Vorjahr: 3.649 T€) gestiegen.

Der EBITDA hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 212 T€ von 3.691 T€ auf 3.479 T€ verringert. Gemessen am Rohertrag hat sich die EBITDA-Quote zum Vorjahr um 3 % auf 37 % verringert (Vorjahr 40 %).

Der Anteil des Jahresüberschusses am Rohertrag ist von 22 % im Vorjahr auf 20,5 % in 2023 leicht gefallen.

2023 2022
in T€ in % zu RE in T€ in % zu RE
Rohertrag 9.360 9.221
EBITDA 3.479 37% 3.691 40%
Jahresüberschuss 1.919 21% 2.033 22%

Rohertrag = Umsatzerlöse zzgl. Erhöhung bzw. abzgl. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen zzgl. andere aktivierte Eigenleistungen zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren abzgl. Aufwendungen für bezogene Leistungen

EBITDA = Jahresüberschuss zzgl. Zinsen und ähnliche Aufwendungen abzgl. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen zzgl. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens zzgl. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2023 2022
Cashflow nach REMONDIS-Definition in T€ 1.923 2.106
Wertschöpfung in T€ 9.360 9.221
Cashflow-Wertschöpfungsquote in % 20,54% 22,84%

Cashflow = Jahresüberschuss vor EE-Steuern abzgl. Gewerbesteuern zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen zzgl. Abschreibungen auf Finanzanlagen zzgl. der Abnahme bzw. abzgl. der Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind zzgl. der Zunahme bzw. abzgl. der Abnahme der Rückstellungen zzgl. der Zunahme bzw. abzgl. der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind.

Wertschöpfung = Umsatzerlöse zzgl. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren abzgl. Aufwendungen für bezogene Leistungen

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme sinkt im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 1.469 T€ bzw. 8% auf 18.012 T€ (Vorjahr: 19.481 T€).

Auf der Aktivseite der Bilanz nahm das Anlagevermögen um 1 % bzw. 141 T€ ab. Den wesentlichen Anteil haben hieran die Investitionen in Betriebsgebäude, technische Anlagen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Fuhrpark, als auch die Tilgungsleistungen der Beteiligung.

Der Bestand der Vorräte ist um 13 T€ gesunken.

Das Umlaufvermögen im Berichtsjahr sinkt insgesamt um 1.323 T€ bzw. 39 %, was seine Ursache hauptsächlich im stichtagsbezogen geringeren Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten hat.

Auf der Passivseite sinkt das Eigenkapital um 114 T€ auf 5.278 T€. Bezogen auf die Bilanzsumme ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 29,30 % (Vorjahr: 27,68 %).

2023 2022
Eigenkapital in T€ 5.278 5.392
Bilanzsumme in T€ 18.012 19.481
Eigenkapitalquote in % 29,30% 27,68%

Eigenkapital = gezeichnetes Kapital zzgl. Gewinnrücklagen (jeweils zum Stichtag)

Bilanzsumme = Summe Aktiva oder Summe Passiva

Die Rückstellungen liegen mit 377 T€ um 581 T€ unter dem Vorjahresniveau von 958 T€.

Die Gesamtverbindlichkeiten sinken auf 12.357 T€ (Vorjahr: 13.131 T€) begründet in den Tilgungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 1.007 T€, die sich auf 10.613 T€ verringerten.

3. Finanzlage

Cashflow aus operativer Tätigkeit:

Für die Finanzierung des Geschäfts standen im Berichtsjahr ausreichend Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit zur Verfügung. Entsprechend der Kapitalflussrechnung nach DRS ergibt sich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 2.674 T€ (Vorjahr: 2.907 T€).

Cashflow aus Investitionstätigkeit:

Im Berichtsjahr werden Zugänge zu den Anschaffungs-/Herstellungskosten in Höhe von 1.786 T€ ausgewiesen. Davon entfallen 1.394 T€ auf Bauten, 92 T€ auf den Fuhrpark, 23 T€ auf technische Anlagen und Maschinen, 245 T€ auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und 32 T€ auf Anlagen im Bau. Nach Berücksichtigung der Erlöse aus Anlagenabgängen und der erstatteten Zinsen ergibt sich ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit von -761 T€ (Vorjahr: -5 T€).

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit:

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -3.295 T€ (Vorjahr: -3.558 T€). Dies resultiert aus der Ausschüttung, sowie der Tilgung von Krediten und gezahlten Zinsen.

Der Quotient aus Netto-Finanzschulden zu EBITDA beträgt 304,69 %:

2023 2022
Netto-Finanzschulden in T€ 10.600 10.418
EBITDA in T€ 3.479 3.691
Netto-Finanzschulden zu EBITDA in % 304,69% 282,25%

Netto-Finanzschulden = Verbindlichkeiten ggü.Kreditinstituten zzgl. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel abzgl. Wertpapiere des Anlagevermögens abzgl. Wertpapiere des Umlaufvermögens abzgl. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (jeweils zum Stichtag)

Der Finanzmittelfonds weist einen Wert von -181 T€ aus (Vorjahr: 1.201 T€).

III. Gesamtbeurteilung der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr

Insgesamt wird der Verlauf des Berichtsjahres unter Berücksichtigung der umzusetzenden Maßnahmen, der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Entwicklung der Wertstoffpreise als gut bewertet. Trotz der Auswirkungen durch Ukrainekrieg und dem einsetzenden gesamtwirtschaftlichen Abschwung, konnte die Gesellschaft in den überwiegenden Tätigkeitsfeldern ihre Ziele erreichen.

C. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht bekannt.

D. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

I. Chancen- und Risikobericht

Zur Erfassung der wesentlichen Risiken und Chancen und zum Umgang mit diesen werden wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente genutzt, wobei die Gesellschaft in das konzernweite formalisierte und dokumentierte Risikofrüherkennungssystem der Rethmann SE & Co. KG einbezogen ist.

Zusätzlich zum Ad-hoc-Reporting werden halbjährlich die zum vorhergehenden Halbjahr aufgetretenen Änderungen in das Risikomanagement eingearbeitet, dokumentiert und über das entsprechende Berichtswesen kommuniziert.

Die Berichtsgesellschaft ist in das monatliche Ergebnisreporting und die jährliche Budgetierung inklusive der Mittelfristplanung eingebunden. Im Rahmen dieser regelmäßigen Prozesse werden die Ergebnis- und Liquiditätssituation der Gesellschaften überwacht, einem Planabgleich unterzogen und somit eine verbesserte Früherkennung von Fehlentwicklungen gewährleistet.

Hinweise auf wesentliche Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung haben, sind derzeit nicht bekannt.

Unter Berücksichtigung des einsetzenden wirtschaftlichen Abschwungs, der gestiegenen Inflation und Zinsen, sowie den zwischenzeitlich erheblich gestiegenen Energiekosten ist der Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung der Berichtsgesellschaft nur schwer abschätzbar. Die Durchführung der Dienstleistung im kommunalen Bereich dient der Sicherung der öffentlichen Ordnung und ist damit weiterhin zwingend umzusetzen. Davon unabhängig ist die Auswirkung auf die gewerblichen Entsorgungsaufgaben derzeit nicht absehbar. Hierauf wurde mit einem schärferen Forderungsmonitoring reagiert.

Die Sortieranlage wird weiterhin für die Separierung von Pappe/Papier - Qualitäten aus gewerblichen Sammlungen sowie für die Bereitstellung weiterer aufbereiteter Wertstoffe zur Vermarktung aus Gewerbeabfällen genutzt. Mit Umsetzung der Genehmigungsauflagen ist der grundsätzliche Anlagenbetrieb gesichert.

Eine der größten Herausforderungen in den kommenden Jahren wird das Finden von geeigneten Nachwuchskräften im gewerblichen Bereich sein. Der deutschlandweit immer größer werdende Mangel an geeigneten Berufskraftfahrern wird auch die Berichtsgesellschaft vor Herausforderungen stellen. Durch einen Ausbau der Ausbildungstätigkeiten, sowie eine vorausschauende Planung von entstehenden Vakanzen, soll dem im ersten Schritt entgegengewirkt werden.

II. Prognosebericht

1. Entwicklung der Rahmenbedingungen

Die Bundesregierung hat beschlossen, den CO 2 Preis über das Brennstoffemmissionshandelsgesetz (BEHG) auf 45 Euro pro Tonne CO 2 anzuheben. Ab dem Jahr 2024 müssen die Betreiber thermischer Abfallbehandlungsanlagen am nationalen Brennstoffemissionshandel des BEHG teilnehmen. Es war zu erwarten, dass die Anlagenbetreiber die Kosten weitergeben werden. Es sind Kostensteigerungen zwischen 18 bis 43 Euro pro Tonne Abfall je nach Abfallfraktion möglich. Entsprechende Preisanpassungen an die gewerblichen Kunden wurden entsprechend umgesetzt.

Die Unternehmenstätigkeit ist neben der technischen Ausstattung stark vom Personaleinsatz geprägt. So hat die Mindestlohnentwicklung und die Haustarifverträge wesentlichen Einfluss. Der Haustarifvertrag gilt mit den entsprechend vereinbarten Anpassungen weiter fort und wurde um eine Vereinbarung bezüglich der Inflationsausgleichsprämie erweitert. Im Herbst 2024 wird dieser für den Zeitraum ab 01.01.2025 neuverhandelt. Weitere Entwicklungen, wie die Situation auf dem Arbeitsmarkt, bleiben abzuwarten.

Die weitere volkswirtschaftliche Entwicklung auch unter Berücksichtigung der angespannten geopolitischen Lage wird durch die Geschäftsleitung mittelfristig kritisch gesehen. Entsprechende Maßnahmen in der Betriebsorganisation sowie betriebswirtschaftliches Controlling sind umgesetzt. Möglichkeiten günstigerer Energiebeschaffung durch beispielsweise Photovoltaikanlagen werden weiterhin geprüft.

Die Gesellschaft sieht sich im Unternehmensverbund REMONDIS gut positioniert, um den Herausforderungen aus dem gültigen Kreislaufwirtschaftsgesetz und seinen korrespondierenden Regelwerken gerecht zu werden. Weiterhin ermöglicht die Einbindung in die Abfallwirtschaft des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte Chancen zur stabilen Ausgestaltung und Ausweitung des Dienstleistungsangebotes, um langfristig mehr Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis qualitativ hochwertige Entsorgungsleistungen anzubieten. Weitere Potentiale werden durch die Umsetzung der Forderungen der Gewerbeabfallverordnung erschlossen werden.

2. Ausblick des Unternehmens

Die Leichtverpackungserfassung wurde im Jahr 2023 für den Leistungszeitraum 01.01.2024 bis 31.12.2026 ausgeschrieben und konnte vom Tochterunternehmen RSL wiedergewonnen werden, welches die RSE im Stadtgebiet Neubrandenburg auch weiterhin als Subunternehmer einsetzt.

Die geplanten Sachanlageinvestitionen sollen bedarfsbezogen fremd- und aus dem Cash-Flow finanziert werden. Der Planungsansatz für 2024 zeigt im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegene Umsätze. Diese führen unter Berücksichtigung der Materialaufwendungen, zu kalkulierenden gestiegenen Personalaufwendungen, gestiegenen sonstigen Aufwendungen, sowie einem Beteiligungsergebnis von 800 T€ zu einer leicht gesteigerten Ergebniserwartung. Die Gesellschaft plant weiterhin positive Ergebnisse.

 

Neubrandenburg, den 27. Mai 2024

gez. Florian Roesberg

gez. Jan Schäfer-Rörig

Die Geschäftsführung

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

REMONDIS SEENPLATTE GMBH, NEUBRANDENBURG

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 15.939.528,98 16.080.594,07
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
II. Sachanlagen 5.920.373,65 5.061.438,74
III. Finanzanlagen 10.019.155,33 11.019.155,33
B. UMLAUFVERMÖGEN 2.028.247,66 3.351.713,13
I. Vorräte 119.134,58 132.511,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.896.988,68 2.017.743,59
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 12.124,40 1.201.457,76
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 7.087,84 0,00
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 36.910,34 48.533,51
18.011.774,82 19.480.840,71

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 5.277.912,87 5.392.313,51
I. Gezeichnetes Kapital 1.380.500,00 1.380.500,00
II. Gewinnrücklagen 1.978.379,56 1.978.379,48
III. Bilanzgewinn 1.919.033,31 2.033.434,03
B. RÜCKSTELLUNGEN 376.709,64 957.816,74
C. VERBINDLICHKEITEN 12.357.152,31 13.130.710,46
18.011.774,82 19.480.840,71

 

27. Mai 2024

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 9.360.187,37 9.221.125,92
2. Personalaufwand -3.662.827,97 -3.648.737,82
a) Löhne und Gehälter -2.995.507,24 -2.971.981,49
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -667.320,73 -676.756,33
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -927.389,74 -975.638,27
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.886.763,34 -2.555.471,15
5. Erträge aus Beteiligungen 650.000,00 650.000,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 18.625,00 23.625,00
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.296,89 1.169,50
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 382,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -61.597,69 -66.607,21
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 401,76 (Vorjahr: EUR 37,60)
9. Ergebnis vor Steuern 2.492.530,52 2.649.465,97
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -573.497,21 -616.031,94
11. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 1.919.033,31 2.033.434,03
12. Gewinnvortrag 0,08 1,11
13. Einstellung in Gewinnrücklagen -0,08 -1,11
14. Bilanzgewinn 1.919.033,31 2.033.434,03

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

REMONDIS SEENPLATTE GMBH, NEUBRANDENBURG

Amtsgericht Neubrandenburg, HRB 484

I. GRUNDLAGEN

Die REMONDIS Seenplatte GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte gemäß § 267 Abs. 3 und 4 HGB nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften, der weiteren rechtsformspezifischen Vorgaben, etwaigen gesellschaftsindividuellen Vorgaben sowie der Rethmann-Bilanzierungsrichtlinien.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEIS-METHODEN

Im Rahmen der Aufstellung des Anhangs werden für das Berichtsjahr 2023 die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB zum Teil in Anspruch genommen.

Die Gliederungsschemata gemäß §§ 266 und 275 HGB wurden zur verbesserten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage um folgende Positionen erweitert/geändert:

In der Bilanz:

der Fuhrpark wird im Sachanlagevermögen gesondert ausgewiesen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung:

Zwischensummen eingefügt: Gesamtleistung, Rohergebnis, Ergebnis vor Steuern;

Wegfall des Ausweises der sonstigen Steuern

Die sonstigen Steuern (EUR 54.065,73 (Vorjahr: EUR 54.116,07)) werden zwecks Anpassung an international übliche Darstellungsmethoden nicht als eigenständige Position nach dem Ergebnis nach Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, sondern sind in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Aktiva:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Bei vor dem 01. Januar 2010 angeschafften Sachanlagen werden die planmäßigen Abschreibungen - soweit steuerlich zulässig - degressiv vorgenommen. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen. Bei Anlagegütern, die nach dem 01. Januar 2010 angeschafft wurden, erfolgt die Abschreibung näherungsweise gemäß dem tatsächlichen Nutzungsverlauf. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Lediglich im Bereich der Fahrzeuge wird weiterhin degressiv abgeschrieben, da dies dem tatsächlichen Entwertungsverlauf entspricht. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände dauerhaft ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:

Gebäude 33 Jahre
Maschinen und maschinelle Anlagen 6-15 Jahre
Fahrzeuge des Entsorgungsbereichs 6 Jahre

Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Dem Vermögensgegenstand direkt zurechenbare Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Abgänge von Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht.

Zugänge an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 250 € werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Als Ausnahme sind die Behälter bis 250 € zu nennen, die weiterhin aktiviert und im selben Jahr voll abgeschrieben werden. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € werden aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben. Hierbei wird im Anlagengitter der Totalabgang nach 6 Jahren unterstellt.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Ausleihungen und unverzinslich gewährte Arbeitgeberdarlehen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschläge Rechnung getragen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren wird angewandt: Bildung von Festwerten für alle Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe außer Kraftstoffe.

Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Ermittlung der Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse ist insbesondere bei Wertstoffen aus dem Recyclingprozess unverhältnismäßig aufwändig, so dass sie retrograd aus dem Veräußerungswert abzüglich Gewinnen und anteiliger Verwaltungs- und Vertriebskosten abgeleitet werden. Die Herstellungskosten enthalten die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteile.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes (ohne Umsatzsteuer) vorgenommen.

Der Personalaufwand ist um die vereinnahmten Erträge aus der Erstattung der vom Arbeitgeber während des Bezugs von Kurzarbeitergeld für Arbeitsausfälle bis zum 31. Dezember 2023 zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge (§ 2 Abs. 1 KugV) gekürzt.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten.

Einnahmen bzw. Ausgaben, die Erträge bzw. Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind im aktiven bzw. passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, sofern sie sich in einem Zeitraum von 5 Jahren voraussichtlich realisieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht ausgeübt. Der Ausweis erfolgt dann unter den aktiven latenten Steuern.

Passiva:

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.

Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die Wertansätze der Haftungsverhältnisse entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen:

Das Anlagengitter gemäß § 268 Abs. 2 HGB ist dem Anhang beigefügt.

Eine Übersicht über die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Berichtsgesellschaft mindestens 20% der Anteile besitzt - ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 381.987,70 €, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 381.987,70 € (Vorjahr: 353.814,98 €) enthalten.

Aktive latente Steuern:

Der Saldo der latenten Steuern zum Bilanzstichtag resultiert aus 36.910,34 € aktiven und 0,00 € passiven latenten Steuern. Die aktiven latenten Steuern nahmen im Geschäftsjahr um 11.623,17 € ab.

Eigenkapital:

Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt 1.380.500,00 €. Im Eigenkapital ist ein Betrag von 36.910,34 € aus der Aktivierung latenter Steuern zur Ausschüttung gesperrt.

Verbindlichkeiten:

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.

Gesamt Restlaufzeiten Restlaufzeiten
31.12.2023
< 1 Jahr
> 1 Jahr
< 1 Jahr 31.12.2022
> 1 Jahr 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute 10.612.580,98 1.393.777,31 9.218.803,67 1.199.909,09 10.419.714,42
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 435.494,74 435.494,74 0,00 427.152,16 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.011.995,10 10.11.995,10 0,00 871.656,41 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 297.081,49 297.081,49 0,00 212.278,38 0,00
- davon aus Steuern 116.453,55 116.453,55 0,00 35.581,48 0,00
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 43.972,02 43.972,02 0,00 550,00 0,00
12.357.152,31 3.138.348,64 9.218.803,67 2.710.996,04 10.419.714,42

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen TEUR 5,0.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.011.995,10 € (Vorjahr 871.656,41 €).

Weitere Angaben zur Bilanz:

Über die Verwendung des in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresüberschusses in Höhe von 1.919.033,31 € entscheidet die Gesellschafterversammlung.

IV. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRES

Zwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine wertbegründenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

V. ERGÄNZENDE ANGABEN

Arbeitnehmerzahlen:

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 20 20
gewerbliche Mitarbeiter 68 72
Aushilfen 4 5
Summe Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB 92 97
Auszubildende 7 6
Gesamtsumme 99 103

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:

Restlaufzeiten
Gesamt
< 1 Jahr
> 1 Jahr
davon > 5 Jahre
- aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 22.391,28 20.200,84 2.190,44 0,00
davon mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
22.391,28 20.200,84 2.190,44 0,00

VI. BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN

Mitgliedschaft im Konzern:

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der REMONDIS SE & Co. KG mit Sitz in Lünen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG mit Sitz in Selm, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen.

Die Berichtsgesellschaft nimmt die Befreiung von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses gem. § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch.

VII. ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANEN

Der Geschäftsführung / Dem Vorstand / Den geschäftsführenden Direktoren der Berichtsgesellschaft gehören bzw. gehörten an:

Jan Schäfer-Rörig Florian Roesberg
Geschäftsführer Geschäftsführer

Dem Aufsichtsrat der Berichtsgesellschaft gehörten im Berichtsjahr an:

Georg Jungen

Geschäftsführer REMONDIS GmbH & Co. KG

Melsdorf

Ralph Müller-Beck

Leitung Vertriebsmanagement, Kiel

Mathias Hartung

kfm. Geschäftsführer REMONDIS GmbH & Co. KG, Region Nord

Melsdorf

Andreas Lange (ab 01.08.2023)

kfm. Geschäftsführer REMONDIS GmbH & Co. KG, Region Nord

Melsdorf

Guido Pauly

Mitglied des Kreistages

Vincent Kokert

Mitglied des Kreistages

 

Neubrandenburg, den 27. Mai 2024

REMONDIS Seenplatte GmbH

gez. Jan Schäfer-Rörig

gez. Florian Roesberg

Anschaffungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 546,00 0,00 0,00 546,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.008.404,51 85.985,13 1.120.463,89 1.401.845,73 9.375.771,48
Technische Anlagen und Maschinen 3.514.943,43 23.148,37 0,00 0,00 3.538.091,80
Fuhrpark 4.698.921,47 92.402,15 30.090,27 0,00 4.761.233,35
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.853.997,29 244.604,36 60.401,98 0,00 2.038.199,67
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 94.207,09 1.339.638,64 0,00 -1.401.845,73 32.000,00
19.170.473,79 1.785.778,65 1.210.956,14 0,00 19.745.296,30
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.919.155,33 0,00 0,00 0,00 6.919.155,33
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.100.000,00 0,00 1.000.000,00 0,00 3.100.000,00
11.019.155,33 0,00 1.000.000,00 0,00 10.019.155,33
30.189.629,12 1.786.324,65 2.210.956,14 0,00 29.764.997,63
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 546,00 0,00 546,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.717.215,86 25.712,86 1.120.463,89 5.622.464,83
Technische Anlagen und Maschinen 2.523.429,43 279.186,37 0,00 2.802.615,80
Fuhrpark 3.327.979,47 410.516,15 30.090,27 3.708.405,35
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.540.410,29 211.428,36 60.401,98 1.691.436,67
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
14.109.035,05 926.843,74 1.210.956,14 13.824.922,65
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
14.109.035,05 927.389,74 1.210.956,14 13.825.468,65
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.753.306,65 2.291.188,65
Technische Anlagen und Maschinen 735.476,00 991.514,00
Fuhrpark 1.052.828,00 1.370.942,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 346.763,00 313.587,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.000,00 94.207,09
5.920.373,65 5.061.438,74
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.919.155,33 6.919.155,33
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.100.000,00 4.100.000,00
10.019.155,33 11.019.155,33
15.939.528,98 16.080.594,07

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die REMONDIS Seenplatte GmbH, Neubrandenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der REMONDIS Seenplatte GmbH, Neubrandenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der REMONDIS Seenplatte GmbH, Neubrandenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ''Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts'' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 27. Mai 2024

FIDES Corporate Finance GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Kersten, Wirtschaftsprüfer

gez. Hoppe, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

der REMONDIS Seenplatte GmbH

Der Aufsichtsrat billigt nach Prüfung den von der Geschäftsführung vorgelegten und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers, versehenen Jahresabschluss mit dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023. Der Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festzustellen.

 

Neubrandenburg, den 20. Juni 2024

Gewinnverwendung

Auszug aus der Niederschrift über die ordentliche Gesellschafterversammlung am 20. Juni 2024:

Zu TOP 3.1

Feststellung der Bilanz

Der geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit einer Bilanzsumme von 18.011.774,82 € und einem Jahresüberschuss von 1.919.033,31 € wird festgestellt. (Beschluss 2024/I/1)

Zu TOP 3.2

Verwendung des Jahresergebnisses 2023

Die Gesellschafterversammlung beschließt den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 1.919.033,31 € wie folgt zu verwenden:

Gewinn 2023: 1.919.033,31 €

Zuführung in anderen Gewinnrücklagen: 1.019.033,31 €

Ausschüttung an Gesellschafter: 900.000,00 €

Nachrichten & Medien

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