Stammdaten

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Amtsgericht Bayreuth HRB 2452
Vorher
pass Stanztechnik Aktiengesellschaft
Eingetragen
4.9.1995
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
die Forschung, Entwicklung, industrielle Herstellung und der Vertrieb, einschließlich Groß- und Einzelhandel, im Im- und Export von Vorrichtungen, Werkzeugen(insbesondere von Stanz- und Nibbelwerkzeugen), und Formen, die Fertigung von Einzelteilen hierfür sowie die Übernahme von Lohnarbeiten für diese Bereiche

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kraft Stefan
seit 17.7.2017
Prokura
Florian Keller
seit 4.8.2014
Vorstandsmitglied
Michael Bauer
seit 25.10.2004
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PASS Stanztechnik AG

Creußen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2022 bis zum 31.07.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Der Gegenstand der PASS Stanztechnik AG ist die Forschung, Entwicklung, industrielle Herstellung und der Vertrieb, einschließlich Groß- und Einzelhandel, im Im- und Export von Vorrichtungen, Werkzeugen (insbesondere von Stanz- und Nibbelwerkzeugen), Werkzeugschleifmaschinen und Formen, die Fertigung von Einzelteilen hierfür sowie die Übernahme von Lohnarbeiten für diese Bereiche.

2. Forschung und Entwicklung

Die permanente Weiterentwicklung der Prozesse ist ein stetiges Anliegen des gesamten Unternehmens. In den letzten Jahren wurden bereits einige Projekte erfolgreich umgesetzt und es ist davon auszugehen, dass auch in den kommenden Jahren einige Prozessoptimierungen verwirklicht werden können.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Unter den aktuellen wirtschaftlichen, (geo-)politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zählen zu den Unwägbarkeiten insbesondere die weltweit hohen Teuerungsraten und steigende Zinsen, die die Verbraucher zunehmend belasten, sowie der Krieg in der Ukraine.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum zuletzt im April 2023 leicht nach unten auf 2,8 % korrigiert. Die weltweit hohe Inflation, der Zinsanstieg und der Krieg in der Ukraine dürften demnach unverändert die Weltwirtschaft belasten. Zudem wird weiterhin mit Kostenbelastungen in den Lieferketten, unter anderem bedingt durch Personalmangel, eingeschränkte Teileverfügbarkeit sowie weiter hohen Rohstoff- und Energiepreisen gerechnet. Für das Gesamtjahr 2023 wird dennoch davon ausgegangen, dass sich die Märkte weltweit stabil entwickeln werden. Für Europa wird gegenwärtig mit einem leichten Wachstum des Gesamtmarkts gerechnet. In den USA sollte die robuste Absatzsituation fortbestehen. In China dürfte sich nach den Lockerungen der Corona-Maßnahmen und dem Abklingen der Corona-Welle der dortige Markt im Verlauf des Jahres stabilisieren. Zunehmende Unwägbarkeiten bei den makroökonomischen Rahmenbedingungen können jedoch dazu führen, dass die Konjunkturentwicklung in einigen Regionen von den erwarteten Trends und Entwicklungen abweicht. Dazu zählen die Themenfelder Handels- und Zollpolitik, die Sicherheitspolitik sowie eine mögliche Verschärfung internationaler Handelskonflikte.

Die Geschäftsleitung ist aber dennoch für das kommende Geschäftsjahr zuversichtlich und geht davon aus, die Geschäftspolitik den jeweiligen Entwicklungen anpassen und das Geschäftsjahr ordentlich abschließen zu können.

2. Geschäftsverlauf

Die Firma PASS Stanztechnik AG kann auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2022/23 zurückblicken. Aufgrund des Anstiegs der Inflation im Vorjahr ergaben sich im Jahresverlauf jedoch höhere Kosten für Mitarbeiter, Personal und externe Zuleistungen. Die Corona-Pandemie hatte dagegen keinen wesentlichen Einfluss mehr auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft.

3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind ausgehend von TEUR 17.079 im Vorjahr um rund 8,4 % auf TEUR 18.517 gestiegen.

Die Materialaufwandsquote hat sich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte erhöht und beträgt 20,1%. Hieraus resultiert eine Rohertragsquote von 79,9 % im Geschäftsjahr.

Die Personalaufwendungen haben sich mit 45,9 % im Verhältnis zur Betriebsleistung oberhalb des Vorjahresniveaus entwickelt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 371 erhöht. Insbesondere die Vertriebsaufwendungen haben durch die gestiegenen Umsatzerlöse um rd. TEUR 230 zugenommen.

Das Jahresergebnis betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 1.154 und erhöhte sich somit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 40.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen.

Unsere Kapitalstruktur ist sehr zufriedenstellend. Die Eigenkapitalquote beträgt 72,5 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 16,5 % der Bilanzsumme aus.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 3,0 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können und konnten innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich auch durch den Abbau der Verbindlichkeiten verringert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten versuchen wir stabil zu halten.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cashflow heran.

Bei den Mitarbeitern sind zwei Vorstände mitgezählt. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu der Betriebsleistung, den Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis und Abschreibungen.

Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt TEUR 110 und ist damit um TEUR 4 gestiegen, bedingt durch die Umsatzzuwächse bei nahezu unveränderter Beschäftigtenzahl. Die Umsatzrendite hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Prozentpunkte verringert. Sie beträgt im Geschäftsjahr 7,5 %. Der Cashflow beträgt TEUR 2.634 und ist damit um TEUR 179 höher als im Vorjahr. Die Kennzahlen sind alle im positiven Bereich und zufriedenstellend.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

5. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als erfreulich ein.

Unsere Umsatzentwicklung war im Geschäftsjahr ansteigend.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei den Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die im Vorjahr prognostizierten positiven Entwicklungen sind im aktuellen Geschäftsjahr im Wesentlichen eingetreten.

III. Prognosebericht

Die zukünftige Entwicklung, insbesondere im Hinblick auf zusätzliche deutliche Verschärfungen der Sanktionen gegen Russland beziehungsweise Gegenmaßnahmen durch Russland sowie eine Ausweitung der Konfliktsituation außerhalb der Ukraine, ist noch nicht absehbar.

Unabhängig davon bleibt die Situation unsicher. Dies erschwert eine genaue Prognose für die Jahre 2023 und 2024 deutlich. Mögliche längerfristige Kriegsauswirkungen sind derzeit nicht abschätzbar und damit nicht in der Prognose enthalten.

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir aber weiterhin in Zukunft die Kundenakquise durch Verstärkung unseres Vertriebs forcieren. Zudem sollen insbesondere bereits bestehende Märkte noch stärker aufgebaut werden.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens trotz der aktuell bestehenden Krisen positiv. Es wird auch weiterhin alles darangesetzt, um in Zukunft eventuelle Engpässe zu vermeiden, Schwachpunkte durch Rationalisierung zu beheben, freie Kapazitäten durch Verkaufsaktivitäten besser auszulasten und die Verkaufspreise durch gutes Preis-Leistungs-Verhältnis über dem Marktdurchschnittspreis zu halten.

Die Umsatzerlöse 2022/2023 betragen TEUR 18.517, der Jahresüberschuss beträgt TEUR 1.154. In unserer Planung gehen wir für das Geschäftsjahr 2023/24 von einem weiter ansteigenden Umsatz aus. Grund für diese Annahme ist die Tatsache, dass sich vor allem durch die Intensivierung der engen Zusammenarbeit mit Großkunden hohe Umsatzwachstumspotenziale ergeben. Wir erwarten jedoch, dass sich der Jahresüberschuss leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2022/2023 bewegt, bedingt durch weiter steigende Aufwendungen im Personal- sowie Vertriebsbereich.

Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 eine Umsatzrendite, die leicht unter der des Vorjahres liegt. Bezüglich des Umsatzes pro Mitarbeiter erwarten wir leichte Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr, ebenso beim Cashflow.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Die Unternehmen in der Branche Herstellung von Werkzeugen sehen sich mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, wie etwa der Bearbeitung neuer Werkstoffe, dem sich verschärfenden Kostendruck, einer Intensivierung des internationalen Wettbewerbs sowie den steigenden Rohstoffpreisen.

Sollten die geopolitischen Risiken in Europa und im Nahen Osten zunehmen und sich dadurch die Konjunktur weiter abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für uns Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund des Fachkräftemangels in der Branche und eines Umdenkens in der Prozesskette der Fertigungsverfahren aufgrund von Effizienzsteigerungen weiterhin zugenommen. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 besteht somit das Risiko von leichten Problemen und weiteren Rückgängen in den europäischen Kernmärkten.

Da unsere neuen Produkte echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich weiter gesunken sind. Unter anderem durch die enge Kooperation mit unseren Großkunden gehen wir davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen zu können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen außerordentliche Zusatzkosten in nicht unerheblicher Höhe damit verbunden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Potentielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, stellen lediglich ein geringes Risiko dar, da versucht wird, sämtliche Geschäfte in Euro abzuwickeln.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Durch die Kooperation mit einem Großkunden ergeben sich Umsatzwachstumspotenziale.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Rohstoffpreisen und dem verschärften Kostendruck. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Unsere Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich unsere Gesellschaft überwiegend mittels Ausnutzung von Skonti und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VI. Schlusserklärung des Abhängigkeitsberichts

Über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen informiert der nach § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht. Nachfolgend ist die Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht wiedergegeben:

Die Gesellschaft wurde durch die Verträge mit herrschenden Unternehmen oder diesem verbundenen Unternehmen nicht benachteiligt.

 

Creußen, den 11. September 2023

PASS Stanztechnik AG

gez. Michael Bauer, Vorstand

gez. Florian Keller, Vorstand

Bilanz zum 31. Juli 2023

AKTIVA

31.07.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.070.923,00 654.108,13
II. Sachanlagen 8.951.809,26 9.503.362,97
- davon Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken EUR 4.616.629,93 (Vj. EUR 4.872.569,72)
- davon technische Anlagen und Maschinen EUR 3.740.593,25 (Vj. EUR 3.471.066,25)
- davon andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 306.670,00 (Vj. EUR 364.227,00)
- davon geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau EUR 287.916,08 (Vj. EUR 795.500,00)
III. Finanzanlagen 91.907,68 500,00
- davon Beteiligungen EUR 91.407,68 (Vj. EUR 0,00)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.273.173,36 4.614.875,19
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.444.340,27 2.412.190,50
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 653.579,82 647.914,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 129.932,09 120.464,52
17.615.665,48 17.953.416,28

PASSIVA

31.07.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.850.000,00 2.850.000,00
II. Kapitalrücklage 1.254.166,20 1.254.166,20
III. Gewinnrücklagen 5.100.624,93 4.523.551,01
IV. Bilanzgewinn 3.552.423,70 3.375.349,78
B. Rückstellungen 783.972,20 1.258.816,56
C. Verbindlichkeiten 3.776.735,45 4.691.532,73
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 2.918.792,78 (Vj. EUR 3.785.305,54)
D. Passive latente Steuern 297.743,00 0,00
17.615.665,48 17.953.416,28

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis 31. Juli 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 15.543.556,72 14.057.743,11
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.328.316,82 6.640.637,39
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.449.233,76 1.222.896,00
- davon für Altersversorgung EUR 2.656,50 (EUR 899,02) 8.777.550,58 7.863.533,39
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
1.479.967,21 1.341.428,88
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.588.497,70 3.218.296,04
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21.623,67 29.767,55
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 504.976,36 474.629,30
7. Ergebnis nach Steuern 1.170.941,20 1.130.087,95
8. Sonstige Steuern 16.793,36 16.316,49
9. Jahresüberschuss 1.154.147,84 1.113.771,46
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.375.349,78 3.318.464,05
11. Einstellungen in satzungsmäßige Rücklagen 577.073,92 556.885,73
12. Ausschüttung 400.000,00 500.000,00
13. Bilanzgewinn 3.552.423,70 3.375.349,78

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis 31. Juli 2023

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die PASS Stanztechnik AG mit Sitz in Creußen wird beim Amtsgericht Bayreuth unter der Nr. HRB 2452 geführt.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Unsere Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB aus.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§266 ff. HGB und grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Der Jahresabschluss wird unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Ergebnisses aufgestellt (§ 268 Abs. 1 HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstands (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen erfolgt die Abschreibung linear.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB). Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Anschaffungskostenminderungen wurden abgesetzt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die regelmäßig ersetzt werden und deren Gesamtwert für das Unternehmen von nachrangiger Bedeutung ist, wurde im Geschäftsjahr ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 256 S. 2 HGB gebildet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Bestandsrisiken aufgrund der Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit wurden durch Einzelabschläge berücksichtigt.

Die Forderungen, die ausschließlich auf inländische Währung lauten, sind zum Nennwert, vermindert um erkennbare Einzelrisiken, angesetzt. Darüber hinaus ist bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung aufgrund des allgemeinen Kreditrisikos abgesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder zu Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Flüssige Mittel in fremder Währung sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Rückstellungen

Rückstellungen sind in Höhe der notwendigen Erfüllungsbeträge angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die ausschließlich auf inländische Währung lautenden Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erstattungen der vom Arbeitgeber zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung für die Bezieher von Kurzarbeitergeld wurden in der Position Löhne und Gehälter saldiert ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023 ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt:

Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. August 2022 bis 31. Juli 2023

Entwicklung der Anschaffungswerte
Stand am 01.08.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.07.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 828.371,47 57.677,00 0,00 1.027.920,38 1.913.968,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert 200.000,00 0,00 0,00 0,00 200.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 608.136,13 419.784,25 0,00 -1.027.920,38 0,00
1.636.507,60 477.461,25 0,00 0,00 2.113.968,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 8.170.610,78 0,00 0,00 0,00 8.170.610,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.752.150,94 127.395,82 440.344,58 1.213.825,00 15.653.027,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.671.165,32 58.247,22 50.856,08 0,00 1.678.556,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 795.500,00 706.241,08 0,00 -1.213.825,00 287.916,08
25.389.427,04 891.884,12 491.200,66 0,00 25.790.110,50
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 91.407,68 0,00 0,00 91.407,68
2. Sonstige Ausleihungen 500,00 0,00 0,00 0,00 500,00
500,00 91.407,68 0,00 0,00 91.907,68
27.026.434,64 1.460.753,05 491.200,66 0,00 27.995.987,03
Entwicklung der Abschreibungen
Stand am 01.08.2022 Abschreibungen Abgänge Stand am 31.07.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 782.399,47 60.646,38 0,00 843.045,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert 200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
982.399,47 60.646,38 0,00 1.043.045,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.298.041,06 255.939,79 0,00 3.553.980,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.281.084,69 1.071.693,82 440.344,58 11.912.433,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.306.938,32 91.687,22 26.739,08 1.371.886,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
15.886.064,07 1.419.320,83 467.083,66 16.838.301,24
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
16.868.463,54 1.479.967,21 467.083,66 17.881.347,09
Restbuchwerte
Stand am 31.07.2023 Stand am 31.07.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.070.923,00 45.972,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 608.136,13
1.070.923,00 654.108,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.616.629,93 4.872.569,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.740.593,25 3.471.066,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 306.670,00 364.227,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 287.916,08 795.500,00
8.951.809,26 9.503.362,97
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 91.407,68 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 500,00 500,00
91.907,68 500,00
10.114.639,94 10.157.971,10

Die Gesellschaft hält eine 50%-ige Beteiligung an der Pass Tooling LLC (Limited Liability Company), Wisconsin, USA zu Anschaffungskosten in Höhe von $ 100.000,00. Die Beteiligung, die auf fremde Währung lautet, wurde zum Kurswert im Zeitpunkt der Anschaffung bewertet (TEUR 91).

Die Gesellschaft wurde erst im laufenden Geschäftsjahr gegründet. Ein Jahresabschluss liegt noch nicht vor.

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind vollständig den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 2.850.000,00 und gliedert sich analog zum Vorjahr in 285.000 Stückaktien zum rechnerischen Wert von EUR 10,00 je Aktie.

Am Grundkapital unserer Gesellschaft war zum Stichtag die ASM Beteiligungs AG, Zuzwil, beteiligt.

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahren
EUR Vj. TEUR EUR Vj. TEUR EUR Vj.TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.918.792,78 3.785 866.512,73 866 2.052.280,05 2.908
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 522.869,71 596 522.869,71 596 0,00 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 335.072,96 311 335.072,96 311 0,00 0
Summe 3.776.735,45 4.692 1.724.455,40 1.773 2.052.280,05 2.908

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 2.887 durch Grundschulden am betrieblichen Grundbesitz sowie TEUR 32 durch die Sicherheitsübereignung der Photovoltaikanlage abgesichert.

Passive latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz in folgenden Positionen:

Handelsbilanz Vj. Steuerbilanz Vj. Differenz Vj.
EUR TEUR EUR TEUR EUR TEUR
Entgeltlich erw orbene Konzessionen, gewerblich Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 1.070.923 46 48.631 46 -1.022.292 0
1.070.923 46 48.631 46 -1.022.292 0
aktive latente Steuern passive latente Steuern Saldo latente Steuern Vj.
EUR EUR TEUR
Entgeltlich erw orbene Konzessionen, gewerblich Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 0 297.743 0
0 297.743 0

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen im Gesamtbetrag von TEUR 330. Zudem bestehen an sonstigen finanziellen Verpflichtungen Mietverpflichtungen, die sich im Ergebnis des Geschäftsjahres mit TEUR 21 niedergeschlagen haben.

Sonstige Angaben

Beschäftigtenstand

Im Jahresdurchschnitt waren ohne Auszubildende 79 Arbeiter und 67 Angestellte beschäftigt.

Unternehmensorgane

Zum Vorstand war Herr Michael Bauer, Betriebswirt (B.Sc.), einzelvertretungsberechtigt, bestellt.

Zum zweiten Vorstand war Herr Florian Keller, Diplom-Ingenieur, einzelvertretungsberechtigt, bestellt.

Hinsichtlich der Angabe der Bezüge des Vorstandes wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzte sich wie folgt zusammen:

Herr Pius Seitz, Bankier Vorsitzender

Herr Tobias Koschel, Steuerberater

Herr Patrick Nathe, Unternehmer (bis 04.11.2022)

Die an den Aufsichtsrat gewährten Bezüge betrugen im Geschäftsjahr TEUR 34.

Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat haben vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 3.552.423,70, der sich aus einem Gewinnvortrag von EUR 3.375.349,78 (Vj. TEUR 3.318) und einem Jahresüberschuss von EUR 1.154.147,84 zusammensetzt, nach Einstellung in andere Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 577.073,92 (Vj. TEUR 557) und einer Ausschüttung von TEUR 400 (Vj. TEUR 500) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Creußen, 11. September 2023

Der Vorstand

gez. Michael Bauer

gez. Florian Keller

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang) und dem Lagebericht handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PASS Stanztechnik AG, Creußen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PASS Stanztechnik AG, Creußen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PASS Stanztechnik AG, Creußen, für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Juli 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten-falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bayreuth, 12. September 2023

ROSENSCHON . STIEFLER . WAHA . Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ottmar Stiefler, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis 31. Juli 2023

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2022/2023 die ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen. Er ist sowohl in Sitzungen als auch durch Einzelgespräche von der Geschäftsleitung regelmäßig über die Entwicklung und Lage der Gesellschaft unterrichtet worden und hat die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Darüber hinaus hat der Vorstand dem Aufsichtsratsvorsitzenden bei wichtigen Anlässen berichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fanden insgesamt 4 Sitzungen statt. Weitere Beschlüsse wurden im Umlaufverfahren getroffen.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden vom Vorstand erstellt. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rosenschon . Stiefler. Waha Partnerschaft mbB hat den Jahresabschluss der Gesellschaft sowie den Lagebericht des Vorstandes geprüft und am 12. September 2023 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss und der Prüfungsbericht wurden dem Aufsichtsrat durch die Abschlussprüfer in einer separaten Sitzung mit diesem erläutert.

Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Jahresabschluss und Lagebericht eingehend befasst. Die Fragen des Aufsichtsrates wurden erschöpfend beantwortet. Nach dem abschließenden Ergebnis erhebt der Aufsichtsrat keine Einwände gegen den Jahresabschluss und billigt diesen. Mit dem Lagebericht und insbesondere den dort getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmt der Aufsichtsrat überein.

Dem Verwendungsvorschlag des Vorstandes für den Bilanzgewinn schließt sich der Aufsichtsrat an.

Auch der vom Vorstand aufgestellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG ist von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rosenschon . Stiefler . Waha Partnerschaft mbB geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Wir erheben nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung keine Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und stimmen dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer zu.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeitern der PASS Stanztechnik AG für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

 

Creußen, im September 2023

Der Aufsichtsrat

Der Jahresabschluss zum 31. Juli 2023 wurde am 19. September 2023 festgestellt.

Beschluss über die Ergebnisverwendung:

Entsprechend dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung am 30. November 2023 beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022/2023 in Höhe von EUR 3.552.423,70, der sich aus dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 3.375.349,78, einer Ausschüttung in Höhe von EUR 400.000,00, eine Einstellung in andere Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 577.073,92 und dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.154.147,84 zusammensetzt, auf neue Rechnung vorzutragen.

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