WVG Netz Holding GmbH
Selbe AdresseBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha Dieter Gödecke seit 10.12.2025 | Prokura |
Stefan Lange seit 10.12.2025 | Prokura |
Josefine Wunderlich seit 10.2.2025 | Geschäftsführer |
Fabian Wälter seit 5.7.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Warstein | 59.80% |
| 40.20% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WVG Netz GmbHWarsteinJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023WVG Netz GmbHInhaltsverzeichnis 1. Grundlagen 2. Wirtschaftsbericht 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. GrundlagenDie WVG Netz GmbH (WVG), Warstein, stellt auf Grund der Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag den Jahresabschluss und Lagebericht nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen des dritten Buches des Handelsgesetzbuches und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) auf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Arnsberg unter HRB 11002 eingetragen. Gegenstand der WVG ist die Planung, die Errichtung, die Wartung, der Ausbau, der Erwerb, die Verpachtung, die Vermarktung und die Nutzung von Netzanlagen und sonstigen Speicherungs- und Verteilungssystemen für Energie (insbesondere Strom und Gas), Wärme sowie die Erbringung und Vermarktung von Dienstleistungen auf diesen Gebieten. In 2023 wurde der Teilbetrieb Netz der WVG - Warsteiner Verbundgesellschaft mbH, Warstein, auf die WVG Netz Holding GmbH abgespalten, die seitdem 100 % der Anteile an der WVG Netz GmbH hält. 2. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Zinserhöhungen der Notenbanken belasteten die Weltwirtschaft im Berichtsjahr, was sich in den Prognosen für das Wachstum der Bruttoinlandsprodukte (BIP) widerspiegelt. Gemäß OECD soll das globale BIP für das Jahr 2023 ein Wachstum von 2,9 Prozent erreicht haben und läge damit hinter dem Wachstum des Jahres 2022 mit 3,3 Prozent zurück. Die Konjunkturprognose des OECD für Deutschland hatte im Juni 2023 für das Berichtsjahr eine Stagnation für möglich gehalten. Mittlerweile wird mit einem leichten Wachstum des BIP der deutschen Wirtschaft von 0,3 Prozent gerechnet. Ein wesentlicher Grund für das schwache Wachstum sind die Zinserhöhungen, um der Inflation entgegenzusteuern. Das höhere Zinsniveau hat zur Folge, dass die Wirtschaftsaktivität gebremst wird, was sich unter anderem in der Baubranche zeigt. Im gesamten Jahresverlauf war für Wirtschaft und Haushalte die Inflation spürbar, die gemäß OECD im Jahr 2023 im Schnitt bei 6,6 Prozent lag. Die EU-Institutionen haben, angesichts der durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ausgelösten Energiekrise im vergangenen Jahr und der zunehmend spürbaren Folgen des Klimawandels, Maßnahmen zur Krisenbewältigung auf den Weg gebracht beziehungsweise verstärkt. Mit Blick auf das Aufflammen des Nahost-Konflikts bleibt abzuwarten, ob weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der energiewirtschaftlichen Situation ergriffen werden. Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) wurde im Jahr 2023 mehrfach novelliert. Dabei wurden verschiedene Themen behandelt, insbesondere die Umsetzung des EuGH-Urteils zur Unabhängigkeit der Regulierungsbehörde und der Aufbau eines Wasserstoff-Kernnetzes einschließlich dessen Finanzierung. Zentral für die Umsetzung des EuGH-Urteils ist die formale Aufwertung der Bundesnetzagentur, die nun allein die Bedingungen für den Netzzugang und die Netzentgelte (Strom, Gas, Wasserstoff) festlegen kann. In einem parallel zur EnWG-Hauptnovelle verabschiedeten Entschließungsantrag wird angekündigt, dass weitere Regelungen zum Thema Netzanschluss zu erwarten sind. Regulatorische Aspekte In der Sparte Strom steht das Niveau für die Erlösobergrenze der Westnetz bis Ende 2028 mit hinreichender Wahrscheinlichkeit fest. Die finale Festlegung der kalenderjährlichen Erlösobergrenze für die vierte Regulierungsperiode Strom (2024 bis 2028) hat die Westnetz bisher noch nicht durch einen entsprechenden Beschluss der Bundesnetzagentur erhalten. Der generelle sektorale Produktivitätsfaktor (Xgen) der Sparte Strom wurde von der Bundesnetzagentur für die vierte Regulierungsperiode noch nicht festgesetzt. Daher erfolgte der Ansatz des bisherigen Wertes von 0,9 Prozent. Beim individuellen Effizienzwert (Xind) wurde ebenfalls aufgrund noch nicht finaler Festlegung der BNetzA der Wert von 100 Prozent aus der dritten Regulierungsperiode übernommen. Weiterhin hat Westnetz fristgerecht zum 30.06.2023 einen Antrag auf Genehmigung eines Kapitalkostenaufschlages Strom gestellt. Den Beschluss zur Anpassung der kalenderjährlichen Erlösobergrenze 2024 auf Grund dieses Antrages hat Westnetz bisher noch nicht erhalten. Auf Basis der vorgenannten Sachstände und unter Berücksichtigung des beantragten Kapitalkostenaufschlages hat Westnetz die Bemessung der Erlösobergrenze Strom für 2024 vorgenommen. Mit Datum 12.07.2022 hat die Bundesnetzagentur der Westnetz das Ausgangsniveau, das der Bestimmung der kalenderjährlichen Erlösobergrenze Gas der vierten Regulierungsperiode zugrunde gelegt wird, mitgeteilt. Auf dieser Basis hat Westnetz die Bemessung der Erlösobergrenze Gas für 2024 vorgenommen. Dabei hat Westnetz den von der BNetzA für die vierte Regulierungsperiode festgelegten individuellen Effizienzwert (Xind) von 88,38 Prozent berücksichtigt. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass der Bundesgerichtshof mit seinem Urteil vom 26.09.2023 der Klage gegen den Xind der dritten Regulierungsperiode (wegen unsachgemäßer Ermittlung) entsprochen hat. Aus diesem Grunde werden die allen Netzbetreibern im Regelverfahren Ende Mai dieses Jahres mitgeteilten Effizienzwerte unter Beachtung der Entscheidungsgründe des Bundesgerichtshofes für die vierte Regulierungsperiode neu ermittelt. Beim Xgen hat Westnetz den von der BNetzA konsultierten Wert von 0,75 Prozent herangezogen. Die Festlegung der kalenderjährlichen Erlösobergrenze Gas für die vierte Regulierungsperiode der Bundesnetzagentur steht noch aus. Für die Bemessung der Erlösobergrenze 2024 wurden die Hinweise der Bundesnetzagentur zur Entgeltbildung vom 13.09.2023 entsprechend berücksichtigt. Weiterhin hat Westnetz fristgerecht zum 30.06.2023 einen Antrag auf Genehmigung eines Kapitalkostenaufschlages Gas gestellt. Den Beschluss zur Anpassung der kalenderjährlichen Erlösobergrenze 2024 auf Grund dieses Antrages hat Westnetz noch nicht erhalten. Auf Basis der vorgenannten Sachstände und unter Berücksichtigung des Antragswertes für den Kapitalkostenaufschlag hat Westnetz die Bemessung der Erlösobergrenze Gas für 2024 vorgenommen. Neuinvestitionen in Gasnetze können kalkulatorisch ab 2023 über eine verkürzte Dauer bis zum 31.12.2044 linear abgeschrieben werden (sog. KANU-Festlegung der Bundesnetzagentur, BK9-22/614). Sachanlagevermögen der Erdgasinfrastruktur wird handelsrechtlich ab dem Geschäftsjahr 2023 linear entsprechend der gewöhnlichen Nutzungsdauer, maximal jedoch bis Ende 2044, abgeschrieben. Energiepolitische Rahmenbedingungen Verschiedene Netzstudien der Deutsche Energie-Agentur (dena) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zusammen mit weiteren Partnern verdeutlichen, dass die Energiewende einen erheblichen Netzausbau insbesondere im Stromsektor erfordert. Darüber hinaus wird über eine zukünftige Kopplung des Strom- und Gassektors zu Übertragungs- und Speicherzwecken diskutiert. Gesamtleistung Für das Geschäftsjahr 2023 betragen die Umsatzerlöse der WVG 3.421.949,37 € (Vorjahr 3.150.227,86 €), die sich aus Pachterlösen, Preisnachlässen auf Netznutzung, Konzessionszahlungen und erfolgswirksam aufgelösten Hausanschlusskostenbeiträgen und Baukostenzuschüssen zusammensetzen. Mitarbeiter Die Gesellschaft hat keine eigenen Mitarbeiter. Tätigkeitsabschluss gem. § 6b EnWG Die WVG erbringt Leistungen in den Tätigkeiten Strom- und Gasverteilung und -als Verpächter von modernen und intelligenten Messstelleneinrichtungen- die Tätigkeit moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme. Die Ergebnisse der Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung werden durch die Verpachtung von Strom- und Gasnetzen bestimmt. In der Elektrizitätsverteilung wurden 1.174.656,83 € investiert. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 490.795,22 €. In der Gasverteilung wurden Investitionen von 151.092,02 € durchgeführt. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 328.200,26 €. In den modernen und intelligenten Messstellenbetrieb wurden 163.564,52 € investiert. Der Verlust nach Steuern belief sich auf 7.552,95 €. Ergebnisentwicklung und Ertragslage Als finanzielle Leistungsindikatoren dienen die Pachterträge und das Jahresergebnis. Die WVG erzielte im Geschäftsjahr 2.286.980,99 € (Vorjahr 2.269.261,90 €) Umsatzerlöse aus der Verpachtung von Netz und Zählern an die Westenergie AG, Essen. Die unter den Materialaufwendungen aufgeführten Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten unter anderem die Konzessionsabgabe sowie die Dienstleistungsentgelte an die Westenergie AG für die kaufmännische Dienstleistung. Im Vorjahr wurde der Materialaufwand unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die planmäßige Abschreibung beläuft sich auf 1.399.684,40 € (Vorjahr 1.143.230,57 €). Die Verkürzung der Nutzungsdauern in Anlehnung an die KANU-Festlegung für Zugänge im Sachanlagevermögen Gas hatte in 2023 keine Auswirkungen auf die Abschreibungsaufwendungen der Gesellschaft. Der sonstige betriebliche Aufwand ist im Wesentlichen durch Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen, der Steuerberatung und der Erstellung der Steuererklärungen sowie Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung 2023 geprägt. Im Vorjahr wurden die Konzessionsabgaben und Dienstleistungsaufwendungen unter diesem Posten ausgewiesen. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 811.442,53 € (Vorjahr 990.318,43 €). Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage Im Berichtsjahr wurde eine Bilanzsumme von 8.960.491,09 € ausgewiesen (Vorjahr 8.562.693,82 €). Die Aktivseite ist vor allem durch das Sachanlagevermögen sowie das Bankguthaben geprägt. Die Passiva bestehen im Wesentlichen aus dem Eigenkapital, Bankdarlehen sowie aus den passivisch abgegrenzten Hausanschlusskosten und Baukostenzuschüssen. Durch den Abruf eines weiteren Teilbetrages im Jahr 2023 (500.000,00 €) aus bestehenden Darlehnsverträgen bei der Landesbank Hessen-Thüringen haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechend erhöht. Das Darlehen ist am 30.12.2034 in einer Summe zur Rückzahlung fällig und wird mit 3,00 % p.a. verzinst. Die Zinsen sind jeweils am letzten Bankarbeitstag vor dem Quartalsende zur Zahlung fällig. Die flüssigen Mittel betragen 432.407,89 € (Vorjahr 0,00 €). 3. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtChancen- und Risikobericht Betriebsrisiken bestehen im Wesentlichen im Dienstleistungsbereich durch Fehlbedienungen im Netz, durch Planungsfehler sowie mögliche Systemausfälle. Diese Risiken sind durch Verträge mit dem Pächter Westenergie AG und dem Betreiber Westnetz GmbH abgesichert. Die Qualität der Netze sowie die für die Kunden notwendige Versorgungssicherheit wird durch kontinuierliche Erneuerung und Erweiterung der Anlagen, Verbesserung der Prozesse und permanente Qualitätssicherung gewährleistet. Die Geschäftsführung sieht keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Prognosebericht Gegenstand der WVG ist die Planung, die Errichtung, die Wartung, der Ausbau, der Erwerb, die Verpachtung, die Vermarktung und die Nutzung von Netzanlagen und sonstigen Speicherungs- und Verteilungssystemen für Energie (insbesondere Strom und Gas), Wärme sowie die Erbringung und Vermarktung von Dienstleistungen auf diesen Gebieten. Die Gesellschaft wird sich weiterhin in den Schwerpunkten Netzerhalt und dem Ausbau der Netzinfrastruktur betätigen. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit dem kommunalen Gesellschafter und dem Netzbetreiber. Die Bundesnetzagentur beabsichtigt, die Vergütung von Neuinvestitionen ab 2024 anzupassen, sodass das aktuelle Zinsniveau zeitnah Berücksichtigung findet. Damit soll der Finanzierbarkeit des im Rahmen der Energiewende steigenden Investitionsbedarfs Rechnung getragen werden. Die Ermittlung des EKII-Zinses für Neuinvestitionen wurde bereits mit Festlegung vom 14.08.2023 von einem 10-jährigen Durchschnitt auf einen Jahreswert angepasst. Mit Festlegung vom 17.01.2024 wurde die Ermittlung des EKI-Zins für Neuinvestitionen ab 2024 von einem 10-jährigen Durchschnitt auf einen Jahressatz angepasst. Aufgrund gestiegener Zinsen ist aus Anschlussfinanzierungen für den Anlagenbestand ab den Jahren 2025/2026 eine Ergebnisbelastung zu erwarten. Mit Beginn der fünften Regulierungsperiode (Gas 2028/Strom 2029) können gestiegene Fremdkapitalzinsen über eine Erhöhung der regulatorischen Pacht aufgefangen werden. Die Geschäftsführung geht für 2024 von einem Ergebnis vor Steuern von rund 642.000 € aus. Für das Jahr 2025 plant die Geschäftsführung mit einem Ergebnis vor Steuern von rund 782.000 € und für 2026 mit einem Vorsteuerergebnis von rund 732.000 €. Auswirkungen des seit dem 24. Februar 2022 herrschenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sowie des Nahostkonflikts auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sieht die Geschäftsführung nicht.
Warstein, 28. März 2024 WVG Netz GmbH Die Geschäftsführung Florian Czornohus Fabian Wälter Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine GrundlagenGegenstand der WVG Netz GmbH, Warstein, ist die Planung, die Errichtung, die Wartung, der Ausbau, der Erwerb, die Verpachtung, die Vermarktung und die Nutzung von Netzanlagen und sonstigen Speicherungs- und Verteilungssystemen für Energie (insbesondere Strom und Gas), Wärme sowie die Erbringung und Vermarktung von Dienstleistungen auf diesen Gebieten. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Arnsberg unter HRB 11002 eingetragen. In 2023 wurde der Teilbetrieb Netz der WVG - Warsteiner Verbundgesellschaft mbH, Warstein, auf die WVG Netz Holding GmbH abgespalten, die seitdem 100 % der Anteile an der WVG Netz GmbH hält. Alleinige Gesellschafterin und direktes Mutterunternehmen ist die WVG Netz Holding GmbH, Warstein (Amtsgericht Arnsberg, HRB 15026). Konzernabschlüsse werden nicht erstellt. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB). Gemäß § 11 des Gesellschaftsvertrages besteht die Verpflichtung, den Jahresabschluss und den Lagebericht nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen des dritten Buches des Handelsgesetzbuches und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufzustellen und prüfen zu lassen. Der Jahresabschluss ist demzufolge gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des HGB, nach den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrages sowie des EnWG aufgestellt. Die WVG Netz GmbH führt die Tätigkeiten Strom- und Gasverteilung und -als Verpächter von modernen und intelligenten Messstelleneinrichtungen- die Tätigkeit moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme aus. Zur Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung des aktuellen Geschäftsjahres kam es bei den Materialaufwendungen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu einem Ausweiswechsel. Insofern ist das aktuelle Jahr dieser beiden Posten nicht mit den Werten des Vorjahres vergleichbar. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Beträge im Jahresabschluss werden in Euro (€) angegeben. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAktiva Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen basieren auf den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern und werden linear vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen werden, bezogen auf den überwiegenden Anteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Bei den zum 31.12.2014 zum Buchwert eingebrachten Sachanlagen wird die planmäßige Abschreibung über die noch verbleibende Nutzungsdauer fortgeführt. Neuinvestitionen in Gasnetze können kalkulatorisch ab 2023 über eine verkürzte Dauer bis zum 31.12.2044 linear abgeschrieben werden (sog. KANU-Festlegung der Bundesnetzagentur, BK9-22/614). Sachanlagevermögen der Erdgasinfrastruktur wird handelsrechtlich ab dem Geschäftsjahr 2023 linear entsprechend der gewöhnlichen Nutzungsdauer, maximal jedoch bis Ende 2044, abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Niedrige bzw. unverzinsliche Forderungen sind nicht vorhanden. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Passiva Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet. Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Rückstellungen sind der Höhe nach mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Anschlusskostenbeiträge und Baukostenzuschüsse werden als Rechnungsabgrenzungsposten passiviert und ratierlich über einen Zeitraum von 20 Jahren - ggf. vertragsabhängig - ergebniswirksam aufgelöst. Die zum 31.12.2014 zum Buchwert eingebrachten Rechnungsabgrenzungsposten werden ratierlich über die noch verbleibende Laufzeit aufgelöst. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagenspiegel dargestellt. (2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Es handelt sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus Konzessionsabgaben gegen die Westenergie AG in Höhe von 80.028,69 € (Vorjahr 190.677,26 €). Die Restlaufzeit beträgt, wie im Vorjahr, weniger als ein Jahr. (3) Sonstige Vermögensgegenstände Es handelt sich um Steuererstattungsansprüche in Höhe von 45.720,20 € (Vorjahr 0,00 €) mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. (4) Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten betreffen ein Guthaben auf dem Girokonto bei der Sparkasse Hellweg-Lippe. (5) Eigenkapital
Das Stammkapital in Höhe von 25.000,00 € ist voll eingezahlt. (6) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 11.600,00 € (Vorjahr 6.500,00 €) beinhalten die Kosten für die Jahresabschlussprüfung 2023 (9.500,00 €, Vorjahr 6.500,00 €) und die Erstellung der Steuererklärungen 2023 (2.100,00 €, Vorjahr 0,00 €). (7) Verbindlichkeiten
*RLZ- Restlaufzeit Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Abtretung von Pachtforderungen und Guthaben bei Kreditinstituten gesichert. Durch den Abruf eines weiteren Teilbetrages im Jahr 2023 (500.000,00 €) aus bestehenden Darlehnsverträgen, haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechend erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen die Ergebnisabführung an das verbundene Unternehmen WVG Netz Holding GmbH (Gesellschafterin), im Vorjahr gegenüber der WVG Warsteiner Verbundgesellschaft mbH. Mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen die Restlaufzeiten jeweils weniger als ein Jahr. (8) Rechnungsabgrenzungsposten Es handelt sich um vereinnahmte Anschlusskostenbeiträge und Baukostenzuschüsse, die ratierlich aufgelöst werden. (9) Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 211.796,64 € resultiert aus einem kaufmännischen Dienstleistungsvertrag mit einer garantierten Laufzeit bis zum 31.12.2025, der mit einjähriger Kündigungsfrist gekündigt werden kann. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(10) Umsatzerlöse Bei den ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlösen handelt es sich um die Weiterverrechnung der Konzessionsabgaben Strom und Gas von der Westenergie AG über 986.405,72 € (Vorjahr 745.855,06 €), Preisnachlässe auf Netznutzung mit 28.701,66 € (Vorjahr 0,00 €), die Abrechnung der Pachterlöse gegenüber der Westenergie AG in Höhe von 2.286.980,99 € (Vorjahr 2.269.261,90 €) sowie um die für das Geschäftsjahr 2023 erfolgswirksam aufzulösenden Anschlusskostenbeiträge und Baukostenzuschüsse in Höhe von 119.861,00 € (Vorjahr 135,110,90 €). In den Erlösen aus Konzessionsabgaben sind 179.393,72 € periodenfremde Erlöse enthalten. (11) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.340,10 € (Vorjahr 0,00 €) betreffen Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen. (12) Materialaufwand In den Aufwendungen für bezogene Leistungen werden die geleisteten Konzessionsabgaben an die Stadt Warstein mit 877.248,78 € (Vorjahr 0,00 €), die Preisnachlässe auf Netznutzung in Höhe von 33.831,83 € (Vorjahr 0,00 €) sowie der Aufwand für die von der Westenergie AG (41.666,66 €) und des vorherigen Dienstleisters (43.750,00 €), der WVG-Warsteiner Verbundgesellschaft mbH, erbrachten kaufmännischen Dienstleistungen ausgewiesen. In den geleisteten Konzessionsabgaben sind 70.236,78 € (Vorjahr 0,00 €) periodenfremde Aufwendungen enthalten. Die im Materialaufwand erfassten Beträge wurden im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. (13) Abschreibungen Die Aufgliederung der Abschreibungen auf Sachanlagen des Berichtsjahres ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die Verkürzung der Nutzungsdauern gem. KANU-Festlegung für Zugänge im Sachanlagevermögen Gas hatte im Jahr 2023 keine Auswirkungen auf die Abschreibungsaufwendungen der Gesellschaft. (14) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen in Höhe von 58.151,32 €, Kosten der Steuerberatung und für die Erstellung der Steuererklärungen über 51.393,50 €, die Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung 2023 mit 9.500,00 € sowie weitere betriebliche Aufwendungen in Höhe von 5.476,70 €. Im Vorjahr wurden unter diesem Posten auch noch Aufwendungen für Konzessionsausgaben und Dienstleistungsaufwendungen ausgewiesen. (15) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Zinsaufwand resultiert aus der Verzinsung eines Darlehens bei der Landesbank Hessen-Thüringen (91.143,75 €, Vorjahr 85.104,17 €). (16) Angaben zu Geschäften größeren Umfangs nach § 6b Abs. 2 EnWG Im Geschäftsjahr wurden folgende Geschäfte größeren Umfangs getätigt, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Es handelt es sich um die Verpachtung des Strom- und Gasnetzes und der Zähler an die Westenergie AG, die sich auf 2.286.980,99 € beläuft. Für die Erbringung von kaufmännischen Dienstleistungen durch die Westenergie AG wurden für das Geschäftsjahr 41.666,66 € berechnet. (17) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag und vor der Erstellung dieses Anhangs haben sich keine berichtspflichtigen Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der WVG Netz GmbH von Bedeutung gewesen wären. Sonstige AngabenDas Honorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wurde mit 9.500,00 € für Abschlussprüfungsleistungen berücksichtigt. Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages wird der gesamte Jahresüberschuss an die Organträgerin, die WVG Netz Holding GmbH, Warstein, abgeführt. Die Geschäftsführung erhält von der Gesellschaft keine Bezüge. Die Gesellschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer. Geschäftsführung:
Warstein, 28. März 2024 WVG Netz GmbH Die Geschäftsführung Florian Czornohus, Geschäftsführer Fabian Wälter, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens der WVG Netz GmbH zum 31. Dezember 2023
Tätigkeitsabschlüsse zum 31. Dezember 2023Erläuterungen zu den Tätigkeitsabschlüssen der WVG Netz GmbH zum 31. Dezember 2023Allgemeine ErläuterungenDie Tätigkeitsabschlüsse der WVG Netz GmbH sind nach den Vorschriften des § 6b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die WVG Netz GmbH übt folgende Tätigkeiten des § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG aus:
Definition der UnternehmenstätigkeitenElektrizitätsverteilung Der Elektrizitätsverteilung werden die im Zusammenhang mit dem Mittel- und Niederspannungsnetz (≤ 110 kV) stehenden Aktivitäten zugeordnet. Das Netz wird an die Westenergie AG, Essen, verpachtet. Gasverteilung Der Gasverteilung werden die im Zusammenhang mit dem Gasnetz des Nieder- und Mitteldrucks stehenden Aktivitäten zugeordnet. Das Netz wird an die Westenergie AG, Essen, verpachtet. Moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsyteme Die Tätigkeit moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme umfasst alle Aktivitäten gemäß Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) im Zusammenhang mit den eingebauten modernen Messeinrichtungen und den eingebauten intelligenten Messsystemen als Verpächter. Grundsätze einschließlich der Abschreibungsmethoden, nach denen die Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens sowie die Aufwendungen und Erträge den einzelnen Unternehmenstätigkeiten zugeordnet wurdenAuf Grund der Organisationsstruktur der WVG Netz GmbH werden grundsätzlich die Aktiv- und Passivposten sowie Aufwendungen und Erträge den Unternehmenstätigkeiten direkt zugeordnet. In den Fällen, in denen dies nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Zurechnung nach einem adäquaten Schlüssel, der eine sachgerechte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten ermöglicht und der aus der Aufteilung eines vergleichbaren Postens der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet wurde. Die Abschreibungsmethoden sind im Abschluss der WVG Netz GmbH ersichtlich. Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 211.796,64 € resultiert aus einem kaufmännischen Dienstleistungsvertrag mit einer garantierten Laufzeit bis zum 31.12.2025, der mit einjähriger Kündigungsfrist gekündigt werden kann.
Warstein, 28. März 2024 Die Geschäftsführung Florian Czornohus Fabian Wälter Kontentrennung gemäß § 6b EnWGBilanz zum 31.12.2023
Kontentrennung gemäß § 6b EnWGBilanz zum 31.12.2023Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
* RLZ = Restlaufzeit WVG Netz GmbHKontentrennung gemäß § 6b EnWGBilanz zum 31.12.2023Verbindlichkeiten
Kontentrennung gemäß § 6b EnWGGewinn- und Verlustrechnungvom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Bilanz zum 31. Dezember 2022der WVG Netz GmbHElektrizitätsverteilungAktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022der WVG Netz GmbH, WarsteinElektrizitätsverteilung
Anlagenspiegel zum 31.12.2022WVG Netz GmbH WarsteinUnbundlingElektrizitätsverteilung:
Bilanz zum 31. Dezember 2022der WVG Netz GmbHGasverteilungAktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022derWVG Netz GmbH, WarsteinGasverteilung
Anlagenspiegel zum 31.12.2022WVG Netz GmbH WarsteinUnbundlingGasverteilung:
Bilanz zum 31. Dezember 2022der WVG Netz GmbHModerne Messeinrichtungen und intelligente MesssystemeAktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022der WVG Netz GmbH, WarsteinModerne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme
Anlagenspiegel zum 31.12.2022WVG Netz GmbH Warstein, UnbundlingModerne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 4. Juni 2024 festgestellt. |
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