Scholz China GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maximilian Ludwig Hertl seit 13.3.2026 | Prokura |
Tim Wölz seit 11.12.2025 | Prokura |
Susanne Gebhardt seit 11.12.2025 | Prokura |
Daniel Peter Fischer seit 11.12.2025 | Prokura |
Maurice Kurz seit 11.12.2025 | Prokura |
Markus Bühler seit 11.12.2025 | Prokura |
Tim Siebert seit 11.12.2025 | Prokura |
Pascal Lottko seit 11.12.2025 | Prokura |
Thomas Wolpert seit 11.12.2025 | Prokura |
Sven Schwarz seit 11.12.2025 | Prokura |
Dominik Barth seit 11.12.2025 | Prokura |
Zhou Guo seit 13.10.2025 | Geschäftsführer |
Wai Shing Daniel Chow seit 13.10.2025 | Geschäftsführer |
Peter Lammers seit 13.10.2025 | Geschäftsführer |
Frank Robert Schubert seit 31.1.2024 | Prokura |
Thomas Bernhardt seit 20.4.2022 | Prokura |
Philipp Gießner seit 20.4.2022 | Prokura |
Marc Schaefer seit 5.5.2021 | Prokura |
Thomas Schmieder seit 24.4.2020 | Prokura |
Alexander Matscheko seit 18.2.2020 | Prokura |
Matthias Maximilian Dr. Weiß seit 18.1.2017 | Prokura |
Mike Sommerer seit 18.1.2017 | Prokura |
Jürgen Andreas Geis seit 18.1.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Chiho Renewable International Holding Limited | 80.00% |
Chiho Renewable Development Limited | 20.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Scholz Recycling GmbHEssingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Erläuterung des GeschäftsmodellsDie Scholz Recycling GmbH, Essingen, ("SRG") fungiert innerhalb der Scholz Gruppe nicht nur als operative Gesellschaft, sondern auch als Holding. Die Geschäftsanteile der SRG werden von zwei Gesellschaftern gehalten: Ca. 80% hält die Firma Chiho Renewable International Holding Ltd. und ca. 20% die Scholz Holding GmbH. Als Holding hält die SRG entweder direkt oder indirekt nahezu sämtliche Beteiligungen der Scholz Gruppe. Die Scholz Gruppe und ihre einbezogenen Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen zählt weltweit zu den größten Aufbereitern von metallischen Sekundärrohstoffen und verfügt über eine fast 150-jährige Erfahrung in diesem Bereich. Das Kerngeschäft der Scholz Gruppe beinhaltet die dezentrale Erfassung, die Aufbereitung und den Handel mit Schrotten. Die Scholz Gruppe sieht sich als Prozess- und Technologieführer im Recycling von Eisen- und Nicht Eisen (NE)-Metallen. Als Schlüssellieferant der globalen Stahl- und Metallindustrie versorgt die Scholz Gruppe internationale Kunden, wie zum Beispiel ArcelorMittal, ThyssenKrupp und voestalpine. Die Scholz Gruppe verfügt über ein Netz von ca. 200 Sammel- und Aufbereitungsplätzen in 10 Ländern mit Fokus auf die Regionen Deutschland, Österreich, Süd- und Osteuropa. Maßgebliche Einflussfaktoren für das Geschäftsmodell sind eine ausreichende Versorgung mit Recyclingmaterial, die Entwicklung der Rohstoffpreise, eine effiziente Logistik und integrierte Verarbeitungsprozesse. Die Unternehmensstrategie setzt auf organisches bzw. ausgewähltes anorganisches Wachstum verbunden mit Effizienzverbesserungen, um die Marktpositionen zu festigen und die Finanzkennzahlen des Scholz Konzerns zu verbessern. B. Wirtschaftsbericht1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Weltstahlproduktion stagniert 2023 bei 1,9 Mrd . Tonnen Nachdem die globale Stahlproduktion im Jahr 2022 deutlich und erstmals seit 2015 um vier Prozent gesunken war, hat sich die Erzeugungsmenge in 2023 stabilisiert. Mit 1,88 Mrd. Tonnen lag der Rohstahlausstoß nahezu exakt auf Vorjahresniveau, wie der Weltstahlverband Worldsteel bekannt gab. Mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung der Stahlindustrie in den einzelnen Ländern und Regionen ergeben sich mitunter aber starke Unterschiede. Während in China als weltweit mit Abstand größtem Stahl produzierenden Land analog zum Vorjahr etwa 1,02 Mrd. Tonnen Rohstahl erzeugt wurden, stand bei der Veränderung der Produktionszahlen der meisten europäischen Hersteller ein negatives Vorzeichen. So verringerte sich der Rohstahlausstoß Deutschlands um knapp vier Prozent und der von ltalien und Spanien um jeweils etwa zweieinhalb Prozent. In Frankreich, Polen, Tschechien, Belgien und den Niederlanden lag das Minus sogar im zweistelligen Prozentbereich, während die Slowakei und Finnland gegen den Trend steigende Produktionszahlen meldeten. Auch Indien - nach China der zweitgrößte Stahlproduzent - verzeichnete 2023 ein kräftiges Produktionswachstum um zwölf Prozent auf 140 Mio. Tonnen. Russland konnte die Herstellungsmenge ebenfalls deutlich um rund sechs Prozent auf 76 Mio. Tonnen steigern, während sich der Rohstahlausstoß der Ukraine auch das zweite Jahr seit Beginn des russischen Angriffskrieges verringerte. Mit 6,2 Mio. Tonnen produzierte die Ukraine 2023 knapp 70 Prozent weniger Stahl als vor dem Krieg. Unter den weiteren größeren Stahlproduzierenden Ländern verzeichneten noch Südkorea (+ 1,3 Prozent), der lran (+1,8 Prozent) und die USA (+0,2 Prozent) leichte Zuwächse. Dagegen haben Japan (-0,2 Prozent), die Türkei (-4,0 Prozent) und Brasilien (-6,5 Prozent) weniger Rohstahl erzeugt als 2022. 1 Deutsche Rohstahlproduktion fällt 2023 auf historisch schwaches Niveau Im Dezember 2023 setzte sich die Abwärtsbewegung bei der Rohstahlproduktion insgesamt fort. Während sich die Elektrostahlproduktion im Dezember unverändert schwach (0,4%) im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigte, ging der Output in der Oxygenstahlproduktion um 2,9% zurück. Im vergangenen Jahr 2023 hat die deutsche Stahlindustrie, bedingt durch die schwache konjunkturelle Entwicklung lediglich 35,4 Mio. t Rohstahl produziert. Das ist das geringste Produktionsvolumen seit der Finanzkrise 2009. Insbesondere die Elektrostahlerzeugung ist im Jahr 2023 mit -10,8 % spürbar rückläufig gewesen - mit nur 9,8 Mio. t wurde sogar der Tiefpunkt von 11,3 Mio. t während der Finanzkrise unterboten. Die Oxygenstahlproduktion ging 2023 leicht, um 0,9 % zurück und konnte sich auf geringem Niveau stabilisieren. 2 Globale Rohstahlproduktion bewegte sich 2023 seitwärts Die weltweite Rohstahlproduktion, lag im Dezember 2023 bei 135,7 Mio. t, was einem Rückgang von 5,3 % gegenüber Dezember 2022 entspricht. Diese Reduzierung ist insbesondere auf den chinesischen Produktionsrückgang von annähernd 15 % zurückzuführen. Indien konnte seinen Output im Dezember um 9,5 % steigern. Spürbar erhöht war auch die Rohstahlproduktion in der Türkei - im Dezember stieg sie um 21,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat an. Nach der deutlichen Kürzung der chinesischen Rohstahlproduktion im Dezember bewegte sich die weltweite Produktion mit -0,1 % im Jahr 2023 seitwärts. China landet im Jahresvergleich bei einem auffällig identischen Ergebnis wie im Jahr 2022. Das größte Wachstum konnten die indischen Stahlwerke verzeichnen. Sie produzierten 2023 11,8 % mehr als noch im Jahr 2022. Den relativ größten Rückgang verzeichnete die französische Rohstahlproduktion mit einem deutlichen Minus von -17,4 %. 3 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2023 besser entwickelt als erwartet, trotz der durch den Krieg in der Ukraine ausgelösten Inflationsschocks und einer strafferen Geldpolitik. Es gibt jedoch derzeit keine Anzeichen für eine signifikante wirtschaftliche Erholung. Die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Bedingungen und das Fehlen von fiskalischen Anreizen in fortgeschrittenen Volkswirtschaften bremsen das Wachstum nach Ansicht des IfW. Chinas wirtschaftliche Dynamik bleibt aufgrund struktureller Probleme sowie Konsumzurückhaltung, die anhaltende Krise im Immobiliensektor und angespannte öffentliche Kassen eingeschränkt. Die Prognose für das weltweite Produktionswachstum im Jahr 2024 liegt bei 2,9%, leicht nach oben korrigiert gegenüber früheren Schätzungen. Die Inflation soll weiterhin sinken und bis 2025 die Zielwerte der Notenbanken erreichen. Die Weltwirtschaft hat im Jahr 2023 eine hohe Widerstandsfähigkeit gezeigt, mit einer Wachstumsrate von 3,1% in der globalen Produktion, die die anfänglichen Vorhersagen übertraf. Es gibt jedoch keine klaren Anzeichen für eine Erholung in der Industrieproduktion und im Welthandel, die weiterhin schleppend verlaufen. Der Kiel Trade Indicator, der das globale Handelsvolumen anhand von Echtzeitdaten aus dem Containerverkehr schätzt, hat ebenfalls nachgelassen. Für den Euroraum geht das IfW lediglich von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts innerhalb des Währungsverbunds von 0,5% im Jahr 2023 aus, nachdem es in 2022 einen Anstieg von 3,4 % gab. Im Jahr 2024 wird ein Wachstum im Euroraum von 0,8 % geschätzt, in 2025 soll das Wachstum dann auf 1,5 % ansteigen. Auch Schwellenländer zeigen unterschiedliche wirtschaftliche Dynamiken. Chinas Wirtschaftsproduktion hat Anzeichen einer Verbesserung gezeigt, obwohl die Wachstumsrate historisch niedrig bleibt. Indiens Wirtschaft verzeichnet seit einem Jahr ein starkes Wachstum, während die meisten südostasiatischen Länder erhebliche Produktionssteigerungen verzeichnen. Während die Wirtschaft der Türkei fast zum Stillstand gekommen ist, meldet Russland hingegen deutliche Zuwächse in der Gesamtproduktion. 4 Naher Osten ist ein Risiko für globale Wirtschaft Der jüngste Konflikt im Nahen Osten habe die geopolitischen Risiken zusätzlich zum russischen Einmarsch in die Ukraine erhöht und stelle eine neue Gefahr dar. "Eine Eskalation des Konflikts könnte zu einem Anstieg der Energiepreise führen, was wiederum Auswirkungen auf die globale Wirtschaftstätigkeit und die Inflation haben könnte", warnt die Weltbank. 5 Die Rohstoffpreise im Sekundärrohstoffmarkt für FE und NE-Metalle haben sich unterschiedlich entwickelt. Im FE-Bereich der Referenzsorte 2 des BDSV war ab Mai 2022 ein stetiger Preisrückgang bis Dezember 2022 zu verzeichnen. Obwohl die Preise vom ersten Quartal bis zum 4 Quartal kontinuierlich stiegen, lagen sie im Dezember 2023 nur noch um 5,4 % über dem Vorjahr, jedoch hat sich der Jahresdurchschnittspreis um 13,9% gegenüber dem Vorjahr verringert. 6 Die Preise für NE-Metalle (Alu, Kupfer, Messing und Nickel) lagen sowohl im Dezembervergleich 2023 mit dem Vorjahr als auch im Jahresmittel deutlich (bis zu 19%) unter dem Vorjahresniveau. 7 2. Wichtige, die Scholz Gruppe betreffende Vorgänge des Berichtsjahres Im Geschäftsjahr 2023 wurde die angestoßene Optimierung der Konzernstruktur sowie die damit einhergehende Neuausrichtung und Konsolidierung der Scholz Gruppe weiter vorangetrieben. Alle Vorkehrungen zur Verschmelzung der Scholz Holding GmbH mit der Scholz Recycling GmbH wurden durchgeführt. Ein Abschluss der Verschmelzung wird noch im Geschäftsjahr 2024 erwartet. Der im Jahr 2022 beschlossene Rückzug aus dem nordamerikanischen Markt durch den Verkauf der Anteile an der mexikanischen Beteiligung Kalischatarra wurde mit dem Erhalt der Kaufpreiszahlung im Januar 2023 abschließend umgesetzt. C. Darstellung der Lage der Gesellschaft1. Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft Die Steuerung der SRG erfolgt im Wesentlichen anhand der in der beigefügten Tabelle dargestellten finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich diese wie folgt entwickelt:
EBITDA = Jahresergebnis +/- Steuern vom Einkommen und Ertrag +/- Finanzergebnis + Abschreibungen lt. GuV 2. Plan-Ist-Abweichungen der Leistungsindikatoren Die unter Pkt. 1 angeführte Tabelle stellt einen Vergleich zwischen den im Geschäftsjahr 2023 realisierten KPI's der SRG und den entsprechend für das Geschäftsjahr 2023 ursprünglich geplanten Werten dar. Der Vergleich zeigt, dass der realisierte Wert für die Tonnage und den Umsatz jeweils abweichend zum Plan, unter dem Vorjahreswert liegt, was im Wesentlichen auf die unter Abschnitt B.1 beschriebene insgesamt geringere Nachfrage, bei gleichzeitigem Preisrückgang, zurückzuführen ist. Das EBITDA ist aufgrund des geringeren Rohertrags niedriger als im Vorjahr. 3. Ertragslage
Die Umsatzerlöse erreichten EUR 1.343 Mio. und lagen 18% unter dem Vorjahreswert (EUR 1.638 Mio.). Dabei verminderten sich die Erlöse aus Streckengeschäft um 19% auf EUR 403 Mio., während sich die Erlöse im Bereich Fe-Schrotte um 20% auf EUR 518 Mio. und im Bereich NE-Metalle um 15% auf EUR 406 Mio. verminderten. Der Rohertrag verringerte sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 13%. Die Rohertragsmarge pro Tonne ist im Vergleich zum Vorjahr um 9% gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf EUR 21,0 Mio. gesunken (Vj. EUR 38,5 Mio.) und setzen sich im Wesentlichen aus periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 1,4 Mio. (Vj. EUR 3,1 Mio.), aus Versicherungsentschädigungen (EUR 1,7 Mio., Vj. EUR 0,6 Mio.), Gewinnen aus Sachanlagenabgängen (EUR 1,2 Mio., Vj. EUR 0,8 Mio.), Zuschreibungen von Finanzanlagen (EUR 0,6 Mio., Vj EUR 2,5 Mio.) sowie aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von EUR 2,8 Mio. (Vj. 4,8 Mio.) und der Rückzahlung einer in der Vergangenheit wertberichtigten Forderung (EUR 1,6 Mio., Vj. EUR 8,1 Mio.) zusammen, was zur ertragswirksamen Auflösung der in der Vergangenheit gebildeten Wertberichtigung auf die Forderung führte. Ferner sind Erträge aus der Währungsumrechnung von EUR 4,5 Mio. (Vj. EUR 11,7 Mio.) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich auf EUR 108,0 Mio. (Vj. EUR 116,2 Mio.). Enthalten sind dabei unter anderem Frachtaufwendungen von EUR 45,6 Mio. (Vj. EUR 43,2 Mio.), Verluste aus Währungsumrechnung EUR 6,4 Mio. (Vj. EUR 12,1 Mio.), Instandhaltungen von EUR 9,4 Mio. (Vj. EUR 9,8 Mio.), Aufwendungen für Kraftstoffe EUR 7,8 Mio. (Vj. EUR 9,0 Mio.) und Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 2,6 Mio. (Vj. EUR 2,7 Mio.). Analog zur Umsatzentwicklung hat sich der Materialaufwand auf EUR 1.162,8 Mio. (Vj. EUR 1.446,6 Mio.) vermindert. Der Personalaufwand verringerte sich um EUR 1,4 Mio. Dabei verminderte sich der Aufwand für Löhne und Gehälter insbesondere, aufgrund geringerer Sonder- und Abfindungszahlungen um EUR 1,0 Mio. Zugleich verminderte sich der Aufwand für die Sozialabgaben um 0,3 Mio., was vor allem auf die im Vergleich zum Vorjahr geringere Zuführung zur Jubiläumsrückstellung und Pensionsrückstellung zurückzuführen ist. Das aus der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung errechnete EBITDA entwickelte sich wie folgt:
Es wurde ein EBITDA von EUR 35,1 Mio. erzielt, welches unter dem des Vorjahres (EUR 54,3 Mio.) liegt. Maßgeblich für die Verminderung des EBITDA ist der um EUR 29,1 Mio. niedrigere Rohertrag. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis entwickelte sich wie folgt:
Das Finanz- und Beteiligungsergebnis erhöhte sich im Berichtsjahr insgesamt um EUR 9,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahr. Die Zinserträge erhöhten sich um EUR 0,2 Mio., die Zinsaufwendungen erhöhten sich um EUR 2,0 Mio. Aus der Überprüfung der Werthaltigkeit der Finanzanlagen ergaben sich im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen lediglich von EUR 0,02 Mio. (Vj. EUR 16,7 Mio.). Die Erträge aus Beteiligungen und Ergebnisabführungsverträgen verminderten sich um EUR -6,6 Mio. Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen ergaben sich im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vj. EUR 1,3 Mio.).
Das Jahresergebnis der SRG beträgt EUR 22,2 Mio. 4. Finanzlage
Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr um EUR 22,2 Mio. auf EUR 481,1 Mio. erhöht, was genau dem Ergebnis des Geschäftsjahres entspricht. Das Fremdkapital hat sich um EUR 17,3 Mio. auf EUR 190,2 Mio. vermindert. Dies begründet sich in der Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR -30,5 Mio.). Demgegenüber erhöhten sich insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung um EUR 6,6 Mio. und die Sonstigen Verbindlichkeiten um EUR 4,9 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen verringerten sich insbesondere aufgrund von Tilgungszahlung über EUR 30,9 Mio. für ein von der Chiho Environmental Group Limited im Rahmen der Konzernfinanzierung ausgereichten Darlehens; zugleich verminderten sich Verbindlichkeiten aus dem Cashpool um EUR 5,4 Mio. und verminderten sich die Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen, die mit Verbindlichkeiten aus dem Cashpool gegenüber den jeweiligen verbundenen Unternehmen verrechnet werden, um EUR 6,1 Mio. Die erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sind auf Stichtagseffekte zurückzuführen. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten resultiert vor allem aus den um EUR 5,1 Mio. höheren Mietkaufdarlehen. 5. Finanzierung und Liquidität Das Finanzierungsvolumen, welches das Factoring Programm und das Cash-Pooling umfasst, wurde zum Bilanzstichtag wie folgt in Anspruch genommen:
Neben der SRG als Cash-Pool Führerin werden die wesentlichen deutschen Gesellschaften in den Cash-Pool mit einbezogen. Das Factoring Programm (mit einem Limit von EUR 203,5 Mio.) wurde zum Ende des Berichtsjahres mit EUR 95,8 Mio. in Anspruch genommen und hat eine Laufzeit bis Ende September 2025. Daneben stellen wie in den Vorjahren die Leasingfinanzierung und der Abschluss von Mietkaufverträgen bei der Anschaffung von mobilem Anlagevermögen weitere Säulen der Finanzierungsstruktur der Gesellschaft dar. Für das Factoring Finanzierungsprogramm dienen die einbezogenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als Sicherheit und für die Leasing- und Mietkauffinanzierungen die entsprechenden geleasten bzw. aktivierten Anlagegüter. Sämtliche darüber hinaus gehenden Vermögensgegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens dienen im Rahmen der Finanzierung als Sicherheit. Die Liquidität der SRG ist unter anderem bedingt durch die Liquiditätssituation der in den deutschen Cash-Pool einbezogenen Gesellschaften. Die operativ tätigen Gesellschaften führen dem Cash-Pool im Wesentlichen Liquidität zu. Für weitere Erläuterungen zur Liquiditätslage verweisen wir auf Kapitel D.1. Hinsichtlich der Haftungsverhältnisse verweisen wir außerdem auf den Anhang zum Jahresabschluss 2023. 6. Vermögenslage
Am 31. Dezember 2023 beträgt die Bilanzsumme EUR 671,2 Mio. und war damit um EUR 4,9 Mio. höher als zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Die Immateriellen Vermögensgegenstände haben sich um EUR 0,5 Mio. vermindert. Dies resultiert vor allem aus Abschreibungen. Die Investitionen im Bereich Sachanlagevermögen beliefen sich auf EUR 17,4 Mio., die überwiegend für Modernisierung des Fuhr- und Maschinenparks vorgenommen wurden. Die Finanzanlagen verminderten sich um EUR 18,9 Mio. Dies ist insbesondere auf die Auszahlung über USD 20 Mio., umgerechnet EUR 18,6 Mio., aus der Kapitalrücklage der Scholz International Holding GmbH, Essingen, zurückzuführen, deren einzige Gesellschafterin die SRG ist. Das Umlaufvermögen erhöhte sich insgesamt um EUR 22,4 Mio. Dies basiert auf einer Erhöhung des Vorratsvermögens um EUR 13,4 Mio., einer Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände insgesamt um EUR 40,7 Mio. bei gleichzeitiger Verminderung der Kassen- und Bankguthaben um EUR 31,8 Mio. Der Anstieg des Vorratsvermögens ergibt sich vor allem aus den um EUR 12,7 Mio. gestiegenen Handelswaren. Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 7,3 Mio. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf Stichtagseffekte zurückzuführen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um EUR 30,4 Mio. und die Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen verminderten sich um EUR 1,0 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ist vor allem auf ausgezahlte Darlehen an die Gesellschafterin SHG über EUR 23,7 Mio. und an die Chiho Environmental Group Limited, Grand Cayman, Cayman Islands ("CEG") in Höhe von EUR 12,7 Mio. zurückzuführen. Die Reduzierung der Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen ergibt sich überwiegend aus der Rückführung von Darlehensforderungen (EUR -0,6 Mio.). Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen geprägt durch Ertragssteueransprüche (EUR 8,0 Mio.), Umsatzsteueransprüche (EUR 4,8 Mio.), und Einbehalte der Factoringbanken (EUR 4,8 Mio.). 7. Personal- und Sozialbereich Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die SRG 1.127 (Vj. 1.133) Mitarbeiter. Der Personalaufwand betrug EUR 57,5 Mio. (Vj. EUR 58,8 Mio.). Auf Grund der enormen Kostensteigerungen im Jahr 2023, entschied sich die Geschäftsführung je FTE eine Inflationsausgleichszahlung in Höhe von 250 EUR zu tätigen. Diese wurde vollständig im 2. Quartal ausbezahlt. 8. Umweltschutz Die Standorte der SRG sind weitgehend als Entsorgungsfachbetriebe nach der Entsorgungsfachbetriebe-Verordnung - jährlich durch einen Sachverständigen der ESN (Entsorgergemeinschaft der Deutschen Stahl- und NE-Metall-Recycling-Wirtschaft e.V.) zu zertifizieren. Die Zertifizierungen wurden auch im Jahr 2023 wieder durch verschiedene Sachverständige erfolgreich durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden darüber hinaus ausgewählte Standorte nach der DIN EN ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagement) sowie DIN EN ISO 14001:2015 (Umweltmanagement) zertifiziert. Daneben wurde im Jahr 2023 wieder die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001:2018 (Energiemanagement) vollzogen. Gemäß der Arbeitsschutznorm ISO 45001:2018 wurde der Standort Essingen im Januar 2023 erstmalig zertifiziert und Anfang 2024 erfolgte das Überwachungsaudit. Alle Zertifikate für die Betriebsstätten der SRG, welche über Entsorgungsfachbetriebs-Zertifizierungen, Qualitäts-, Energie- bzw. teilweise auch über Umweltmanagement-Zertifizierungen verfügen, sind auf der Homepage unter http://www.scholz-recycling.com/zertifikate/ einsehbar. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr unter anderem in technische Ausrüstungen wie Umschlagbagger, Radlader, Gabelstapler, LKW und Anhänger investiert, um durch Kraftstoffeinsparung, Effizienzerhöhungen und Schadstoffreduktion den Belangen des Umweltschutzes und technischen Prüfvorschriften zu genügen. Zudem sind die Telemetriesysteme eines erheblichen Anteils der Umschlagmaschinen an ein Herstellerportal angebunden worden, um deren Einsatz noch effizienter gestalten zu können. Daneben erfolgte der Aufbau einer neuen Schrottschere des Herstellers ATM am Standorte Espenhain. Zur Erfüllung der Zielstellungen der Energiemanagementnorm DIN EN ISO 50001:2018 wurden wesentliche geänderte bzw. im externen Sachverständigenaudit empfohlene Normanforderungen dokumentationsseitig umgestellt und im Handbuch freigegeben. Die Einführung der DIN EN ISO 45001:2018 brachte zusätzliche Handbuchänderungen mit sich. Neben den bereits realisierten Photovoltaik-Projekten am Standort Essingen und Espenhain wurde im Jahr 2023 über ein Dachvermietungsmodell die Projektierung einer PV-Anlage in Erfurt mit einer Leistung von ca. 1.4000 KWp vorangetrieben, welche 2024 final in Betrieb gehen soll. Zusätzlich wird nahezu der gesamte aus dem Stromnetz bezogene Strombedarf der Scholz Recycling GmbH in Erneuerbaren- Energien-Anlagen erzeugt. Die jährliche Reduktion der CO2 Emissionen beträgt dadurch ca. 6.000 to. Um die CO2 Emissionen der Scholz Recycling weiter zu optimieren, wurde die Car Policy für Dienstwägen angepasst und berücksichtigt nun den CO2 Ausstoß der Fahrzeuge. Modelle, die unsere internen Grenzwerte überschreiten werden, sanktioniert. Zusätzlich wurde ein Pilotprojekt gestartet, um den Einsatz von elektrischen LKWs bei der Schrottentsorgung zu erproben. Das erste Fahrzeug wurde am Standort Erfurt in 2023 in Betrieb genommen, zwei weitere elektrische LKWs sollen Anfang 2024 geliefert werden. Im Bereich der Standorte wurden auch Planungen für Erweiterungen bzw. die Sanierung von Freiflächenbefestigungen und Dichtflächen weiter vorangetrieben - nachstehend beispielhafte Maßnahme:
Daneben wurden in 2023 wiederum die Berichtszahlen für das Sustainability-Reporting erarbeitet und an Chiho übermittelt. 9. Gesamtaussage der Unternehmensleitung Die Nachwirkungen der Corona Pandemie, der Ukraine Krieg, die Rezession in Deutschland und der Konflikt im Nahen Osten stellen die Welt und auch die Scholz Gruppe einschließlich der SRG im Geschäftsjahr 2023 vor große Herausforderungen und führten zu den niedrigeren Umsatz- und Ergebniszahlen. Diesen Entwicklungen versucht die Gesellschaft durch strategische Partnerschaften mit Kunden und Abnehmern entgegenzuwirken. Zusätzlich werden kontinuierlich die internen Kontrollsysteme verbessert und ausgebaut. Trotz dieser schwierigen Marktsituation im Jahr 2023 erzielte die Scholz Recycling ein positives EAT (Earnings after Tax / Jahresergebnis). D. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht1. Risikobericht Die Scholz Gruppe sowie die SRG als größte operative Gesellschaft ist diversen Risiken ausgesetzt. Die laufende Überwachung dieser Geschäftsrisiken durch die Geschäftsführung, die interne Revision, das operative Management sowie die Bereiche Controlling/ Rechnungswesen/ Treasury ermöglichen eine zeitnahe Erfassung relevanter Sachverhalte, so dass entsprechende Vorbeuge- oder Gegenmaßnahmen kurzfristig umgesetzt werden können. Wesentliche Bausteine sind die monatlich durchgeführten Soll-Ist Abweichungsanalysen der Monatsergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie die auf diesen Analysen aufbauenden monatlichen Besprechungen. Zur Absicherung von Preisschwankungen innerhalb der gehandelten Metalle für Tochterunternehmen - der so genannten übergeordneten konzernweiten physischen Gesamtrisikoposition - werden grundsätzlich Financial Forwards mit Brokern an der London Metal Exchange (LME) oder mit Banken als OTC abgeschlossen. Die zur Absicherung der übergeordneten konzernweiten physischen Gesamtrisikoposition vorgehaltenen Hedginglinien waren im Berichtsjahr für die zu sichernden Volumen ausreichend bemessen. Für die Überwachung und Steuerung sowohl der übergeordneten konzernweiten Gesamtrisikoposition als auch der Sicherungsposition ist ein Risikokomitee zuständig. Die Währungsrisiken werden teilweise abgesichert. In diesem Zusammenhang wurden Devisentermingeschäfte/ Currency Swaps zur Absicherung von einzelnen Grundgeschäften hauptsächlich für die Währungsparität EUR/ USD abgeschlossen. Liquiditätsrisiken, die durch die zu Grunde liegenden Volatilitäten in Bezug auf die Eisenschrott- sowie die Nichteisenmetallschrottpreise gegeben sind, wird durch eine entsprechend enge Beobachtung der Liquiditätsentwicklung sowie durch ergänzende Szenario-Analysen und rollierende Liquiditätsvorschaurechnungen begegnet. Antizipatives Hedging wird nur in Ausnahmefällen und bei Vorliegen einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Grundgeschäfts und der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung durchgeführt. Im Berichtsjahr wurden Bewertungseinheiten gebildet. Aufgrund des Vorliegens einer Bewertungseinheit aus Grund- und Sicherungsgeschäft gemäß § 254 HGB und der Bilanzierung nach der Einfrierungsmethode, ergibt sich für diese Sicherungsgeschäfte, mit Ausnahme bereits geleisteter bzw. erhaltener Marginzahlungen sowie Zahlungen aufgrund abgerechneter Kontrakte kein gesonderter Bilanzansatz. Die gegenläufigen Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Sicherungszeitraum voraussichtlich vollständig aus, da gemäß konzerninterner Vereinbarungen die physischen Risikopositionen zur Einhaltung der im Rahmen der Risikomanagementstrategie definierten Hedgequote bei Bedarf nach Entstehung abgesichert werden. Die oben genannten Instrumente und wiederkehrend durchgeführten Maßnahmen dienen dazu, die Risiken, denen die Gruppe und somit die SRG ausgesetzt sind zu überwachen und zu minimieren. Dabei werden die Risiken entsprechend der Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher (negativer) Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in die Kategorien "hoch", "mittel" und "niedrig" eingeteilt. Die wesentlichen "hohen" Risiken beziehen sich auf Strategie-, Geschäftsentwicklungs- und Organisationsrisiken, externe Risiken (Länderrisiken und politische Einflüsse), Prozess- und Wertschöpfungsrisiken, Risiken aus Sach- und Haftpflichtschäden, Risiken aus Manipulation, Kriminalität und Fehlverhalten sowie finanzwirtschaftliche Risiken. Letztlich handelt es sich hierbei um Risiken, deren Auswirkungen bei Eintritt einen signifikanten Einfluss auf die Gruppe und somit die SRG haben können. Dabei werden die nachfolgend dargelegten Risiken als "hoch" von der Geschäftsführung eingestuft:
Bei den nachfolgend angeführten zentralen Risiken handelt es sich aus Gesamtsicht der Scholz Gruppe und somit der SRG teilweise um "mittlere" Risiken, sofern es sich um regional begrenzte Risiken handelt, deren Auswirkungen aus Sicht der Gruppe und somit der SRG keine wesentlichen Auswirkungen haben bzw. bei denen sich teilweise gegenläufige Entwicklungen ergeben, wie beispielsweise im Fall von währungsbedingten Wettbewerbsvorteilen oder -Nachteilen einzelner Ländergruppen. Die nachfolgend dargelegten Risiken werden von der Geschäftsführung als "mittel" eingestuft:
Die identifizierten Risiken beurteilen wir als überschau- und kontrollierbar, wenngleich deren möglicher potenzieller Eintritt Auswirkungen auf die Prognose des Managements nehmen würde. Aus heutiger Sicht sieht das Management bis auf die oben genannten keine weiteren bestandsgefährdenden Risiken. 2. Chancenbericht Die Scholz Gruppe agiert in einem Marktumfeld, in dem sich neue Chancen eröffnen können, welche es zu erkennen und zu nutzen gilt. Die Geschäftsführung sieht mittelfristig nachfolgend dargestellte Chancen:
3. Voraussichtliche Geschäftsentwicklung (Prognosebericht) Nachdem die meisten Länder sich von den wirtschaftlichen Spuren der Pandemie erholt haben, ist angesichts der militärischen Auseinandersetzungen in Osteuropa und im Nahen Osten eine Prognose für das Geschäftsjahr 2024 weiterhin von Unsicherheiten geprägt. Nach Angaben des ifo Instituts erwarten Wirtschaftsexperten aus aller Welt für das Jahr 2024 ein durchschnittliches BIP-Wachstum von 2,6 %. Diese Entwicklung entspricht in etwa dem Wirtschaftswachstum des Vorjahres (2,7%). Hohe Wachstumsraten werden mit jeweils 3,6 % in Afrika und Asien erwartet. Entwicklungsmöglichkeiten sehen die Experten für Europa mit 1,9 % und für Amerika mit 2,3 % als eher verhalten an. Für die mittel- und langfristige Entwicklung sind die Prognosen optimistischer. Für 2025 wird ein globales Wachstum von 2,9% und für 2027 ein Anstieg von 3,3% erwartet. Im europäischen Vergleich werden vor allem für Schweden mit 0,4 %, Finnland mit 0,4%, UK mit 0,5 % und für Deutschland mit 0,6 % geringe Wachstumsraten erwartet. Auch für Österreich mit 0,9 % und der Schweiz mit 1,3 % sind die Prognosen zurückhaltender. Bessere Perspektiven werden für Spanien mit 2,0 %, Polen mit 2,8 %, Irland mit 2,8 % und für Island mit 3,3 % gesehen. 8 Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland weiterentwickelt und ob eine Verschärfung der Situation zwischen den USA und China stattfindet. Die Unternehmensplanung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 basiert auf der Annahme, dass sich das operative Geschäft der SRG positiv entwickeln und damit die Tonnage und der Umsatz leicht über dem Vorjahresniveau liegen wird. Davon ausgehend, dass die Schrott- und Metallpreise im Jahr 2024 weniger Bewegung zeigen, liegt das erwartete EBITDA leicht über dem Vorjahresergebnis. Diese Prognose wurde durch die im ersten Quartal 2024 erzielten Ergebnisse im Wesentlichen bestätigt. Angesichts der aktuellen Entwicklungen und wegen des nicht abschätzbaren Zeitraums zur Beendigung des Konflikts in der Ukraine und der Probleme in den Lieferketten ist die Prognose weiterhin schwierig absehbar, jedoch wurden die Unternehmensziele nicht nach unten angepasst. Die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft könnte sich aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken oder für den Fall, dass die getroffenen Annahmen und Erwartungen nicht eintreten sowohl positiv als auch negativ von den Prognosen abweichen. E. Frauen in FührungspositionenDurch das Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst sind turnusgemäß Zielgrößen für den Anteil von Frauen in Führungspositionen sowie Fristen für deren Umsetzung festzulegen. Die Gesellschaft unterliegt dieser Verpflichtung. Als Zielgröße für die Geschäftsführung wurde festgelegt, mindestens eine Frau in dieses Gremium zu berufen. Für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung wurde festgelegt, ebenfalls jeweils mindestens eine Frau in die Führungsposition zu berufen. Für die Umsetzung hat sich die Gesellschaft eine Frist bis zum 31. Dezember 2024 gesetzt.
Essingen, 14. Mai 2024 Danni Chen Yulin Liu Yongming Qin Jietian Yao
1 EUWID 5.2024
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine HinweiseDie Scholz Recycling GmbH ("SRG") hat ihren Sitz in Essingen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm (HRB Nr. 733963). Die SRG ist eine große Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und zu den davon-Vermerken der Bilanz in diesem Anhang gemacht. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Grundlage der UnternehmensfortführungIm Berichtsjahr wurden sämtliche Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 30.897 getilgt. Die SRG ist daher zum Abschlussstichtag über Mietkäufe, Factoring Programme und den Cashpool finanziert. Aufgrund der erfolgten Tilgung der Gesellschafterdarlehen sowie Ausreichung weiterer Darlehen, der Reduzierung von Warenkreditversicherer-Limite und einem Aufbau im Working Capital ist die aktuelle Liquiditätssituation der Gesellschaft deutlich angespannt. Dieser Umstand deutet auf das Vorhandensein einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der SRG zur Fortführung des Unternehmens aufkommen lassen könnte (bestandsgefährdendes Risiko). (Für weitere Erläuterungen zur Liquiditätslage verweisen wir auf Kapitel D. im Lagebericht). Gleichzeitig sind jedoch sämtliche Sicherheiten, die für die Gesellschafterdarlehen hinterlegt waren, mit dem Security Release Agreement vom 20. März 2024 zurückgegeben worden, wodurch es der Gesellschaft wieder möglich ist, wenn nötig im Rahmen eines Ring Fencing, zur Vermeidung weiterer Liquiditätsengpässe eine eigenständige Bankenfinanzierung aufzubauen. Um zu vermeiden, dass die SRG in Anbetracht dieses Umstandes möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Verbindlichkeiten zu begleichen, hat die Geschäftsführung der SRG neben dem Aufbau einer eigenen lokalen Bankenfinanzierung bestimmte Pläne und Maßnahmen ergriffen, um den Liquiditätsdruck zu mindern, die operativen Mindestziele zu erreichen und die Finanzlage zu verbessern. Dies umfasst unter anderem die erfolgreiche Umsetzung des bereits gestarteten Working Capital Programms zum schnelleren Abbau des Vorratsvermögens sowie dem Verkauf von strategisch nicht notwendigem Anlagevermögen, was auch Finanzanlagen einschließt. Aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen, insbesondere den zwischenzeitlich weiter fortgeschrittenen Verhandlungen zu einer lokalen Kreditaufnahme, dem bereits erfolgreich gestarteten Working Capital Programm und dem Vorliegen von Angeboten für den Verkauf von strategisch nicht notwendigem Anlagevermögen, geht die Geschäftsführung der SRG davon aus, dass der Jahresabschluss der SRG unter Annahme der Unternehmensfortführung zu erstellen ist. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) bewertet bzw. bei Vorliegen entsprechender Indikationen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben, da sich der Markt in der betreffenden Branche nur sehr langsam verändert und die Geschäfts- oder Firmenwerte vor allem auf Standortvorteile entfallen. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen zeitanteilig. Es kommen grundsätzlich die folgenden Nutzungsdauern zum Ansatz:
Selbstständig nutzbare und bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 250 €, aber nicht 800 € übersteigen, werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bis zu 250 € werden direkt im Aufwand erfasst. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennwert angesetzt. Bei den Finanzanlagen sind Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten (Ertragswert) bewertet. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie sonstige Ausleihungen werden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert (Ertragswert) bewertet. Die Ermittlung der beizulegenden Werte basiert auf den für die jeweiligen Unternehmen vorliegenden Planungen (Ertragswerte) bzw. einer Analyse der Substanz- und Liquidationswerte als Wertuntergrenze. Basis der Bewertungen war grundsätzlich das von den Gesellschaften jeweils geplante Ergebnis nach Steuern mit anschließender Überleitung auf den Free Cash-Flow für die Geschäftsjahre 2024 bis 2028. Diese Free Cash-Flows wurden anschließend mit einem WACC (gewichteter Kapitalkostensatz von Eigen- und Fremdkapitalkosten) diskontiert. Dabei wurde der risikolose Basiszins mit 2,75% (Vorjahr 2,45%), die Marktrisikoprämie mit 7,08% (Vorjahr 7,5%) und ein Wachstumsabschlag für die ewige Rente von einheitlich 0,5% (Vorjahr 0,5%) angesetzt. Im Rahmen der Bewertung wurde ein unverschuldeter ß-Faktor von 0,91 (Vorjahr 0,94) verwendet. Im Einzelfall kommen Zuschläge zur Berücksichtigung einzelner Länderrisiken zum Ansatz. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips aktiviert. Die Bestände der Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittsverfahrens (arithmetisches Mittel, gewichtet nach Masse). Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigerer Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Im Bereich der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden teilweise Verrechnungen vorgenommen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen betreffen rechtsverbindliche Pensionszusagen. Die Ermittlung erfolgte nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,83% (Vj. 1,78%) verwendet. Die Pensionsrückstellung betrifft nur den Passivbestand. Rententrends wurden mit 1,9% (Vj. 1,9%) berücksichtigt. Eine Fluktuation sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden wie im Vorjahr nicht in die Ermittlung einbezogen, da sie aufgrund von Unwesentlichkeit als nicht relevant beurteilt wurden. Nach § 253 HGB ergeben sich zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 885 (Vj. TEUR 1.014). Diese liegen um TEUR 6 (Unterschiedsbetrag) (Vj. TEUR 30) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,74%; Vj. 1,44%) ergeben hätte. Der Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, wobei bei den Jubiläumsrückstellungen ein Zinssatz von 1,75% (Vj. 1,44%) zur Anwendung kam. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256a HGB). Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird das Realisationsprinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB sowie das Anschaffungsprinzip gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB nicht angewendet. Die Davon-Vermerke hinsichtlich der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassen sowohl realisierte als auch unrealisierte Währungsdifferenzen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die SRG als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie allein die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der SRG als auch der Organgesellschaften im Abschluss der SRG erfasst. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,00% zugrunde (15,825% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,175% für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von ca. 400%. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erhaltene öffentliche Zuwendungen für Sozialversicherungen, im Rahmen der im Berichtsjahr in Anspruch genommenen Kurzarbeit, wurden erfolgswirksam unter der Position "Sonstige betriebliche Erträge" erfasst. Die Gesellschaft erfasst Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren in Höhe des beizulegenden Zeitwerts der Gegenleistung, auf die die Gesellschaft aus dem Vertrag mit dem Kunden, unter Berücksichtigung von Skonti und Rabatten, voraussichtlich Anspruch hat. Die Gesellschaft erfasst die Umsatzerlöse zu dem Zeitpunkt, wenn die Gesellschaft die Leistungsverpflichtungen gegenüber dem Kunden erfüllt und die Verfügungsgewalt über das Produkt an den Kunden übertragen und der Kunde die Produkte in Übereinstimmung mit dem Vertrag akzeptiert hat oder wenn objektive Nachweise vorliegen, dass alle Kriterien für die Akzeptanz der Produkte erfüllt sind. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz Die Aufstellung des Anteilsbesitzes als Bestandteil des Anhangs ist diesem als Anlage beigefügt. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden bei den Wertansätzen für Anteile an verbundenen Unternehmen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von TEUR 15 (Vj. TEUR 16.701) auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Im Rahmen eines Factoring-Programms sind zum 29. Dezember 2023, dem letzten Ankaufszeitpunkt, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 95,8 Mio. (Vj. EUR 114,6 Mio.) veräußert worden. Die saldiert dargestellten Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen (TEUR 13.659, Vj. TEUR 9.463), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 7.539, Vj. TEUR 15.166), Darlehensforderungen (TEUR 84.032, Vj. TEUR 48.774), Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft (TEUR -505, Vj. TEUR -326), Forderungen aus Cash-Pool (per Saldo TEUR 1.852, Vj. TEUR 3.122) und Forderungen aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 253 (Vj. TEUR 240). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Forderungen aus Finanzierungstätigkeit von TEUR 3.550 (Vj. TEUR 3.701), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.500, Vj. TEUR 1.717) und Darlehensforderungen (TEUR 0, Vj. TEUR 598). Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Einbehalte der Factoring Bank im Rahmen des bestehenden Factoring-Programms (TEUR 4.789, Vj. TEUR 5.731), Steuererstattungsansprüche aus Ertragssteuer (TEUR 7.968, Vj. TEUR 2.198) sowie Umsatzsteuer (TEUR 4.805, Vj. TEUR 5.158) und Ansprüche aus gezahlten Kautionen (TEUR 201, Vj. TEUR 238). Latente Steuern Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern von TEUR 2.104. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch, so dass ein Ausweis des Aktivüberhangs in der Bilanz unter dem Posten "Aktive latente Steuern" erfolgt. Die ermittelten aktiven latenten Steuern auf Ebene der Gesellschaft als Organträgerin oder der im Rahmen der steuerlichen Organschaft einbezogenen Organgesellschaften resultieren im Wesentlichen aus
Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu passiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen bei Geschäfts- oder Firmenwerten, Anteilen an verbunden Unternehmen, Beteiligungen und dem Sonderposten. Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2023 sind nachfolgend dargestellt:
1) Erfassung im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" Eigenkapital Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr.4 HGB blieb im Berichtsjahr mit TEUR 36.136 unverändert. Ebenso blieb die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB mit TEUR 241.290 unverändert. Pensionsrückstellungen Nach § 253 HGB ergeben sich zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 885 (Vj. TEUR 1.014). Diese liegen um TEUR 6 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 6 (Vj. TEUR 30) unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalverpflichtungen (TEUR 6.168, Vj. TEUR 5.847), Rückbauverpflichtungen (TEUR 6.819, Vj. TEUR 7.421) und ausstehende Rechnungen (TEUR 1.800, Vj. TEUR 1.520) gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen wie folgt dargestellt:
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderem auch Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen in Höhe von EUR 15,0 Mio. (Vj. 9,9 Mio.), die durch die entsprechenden Gegenstände der Mietkaufverträge besichert sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2023 betreffen mit EUR 0 Mio. (Vj. EUR 30,9 Mio.) die Chiho Environmental Group Limited, Grand Cayman, Cayman Islands ("CEG") im Rahmen der Konzernfinanzierung und mit EUR 2,5 Mio. (Vj. EUR 2,5 Mio.) die Gesellschafterin SHG. Die Verbindlichkeiten gegenüber der SHG beinhalten Darlehensverbindlichkeiten von EUR 2,4 Mio. (Vj. EUR 2,4 Mio.). Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen werden mit Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool gegenüber den jeweiligen verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1,1 Mio. verrechnet. Daneben bestehen weitere Darlehensverbindlichkeiten von EUR 6,6 Mio. (Vj. EUR 7,9 Mio.), Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling von EUR 15,5 Mio. (Vj. EUR 20,9 Mio.) und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung von EUR 7,4 Mio. (Vj. EUR 6,2 Mio.). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind außerdem Verbindlichkeiten gegenüber der S-Einkaufs GmbH, Gingen an der Fils, von EUR 31,0 Mio. (Vj. EUR 31,0 Mio.) aus dem Reverse Factoring enthalten. Hierbei werden Verbindlichkeiten gegenüber Dritten von der S-Einkaufs GmbH übernommen, welche dann wiederum von der SRG eingefordert werden. Diese Transaktionen dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur durch Verlängerung der Zahlungsziele. Die Verbindlichkeiten geg. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Lieferungen und Leistungen von EUR 2,7 Mio. (Vj. EUR 1,9 Mio.). Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Die SRG ist aufgrund ihres Geschäftsmodells und ihrer geographischen Ausrichtung diversen Risiken in den Bereichen Rohstoffe, Währungen und Zinsen ausgesetzt. Zur Begrenzung dieser Risiken setzt die SRG in allen Bereichen derivative Finanzinstrumente (nachfolgend auch als synthetische Sicherungsgeschäfte oder synthetische Sicherungsinstrumente bezeichnet) ein, welche für den Bereich Rohstoffe zum Bilanzstichtag mit den entsprechenden Grundgeschäften in einer bilanziellen Bewertungseinheit zusammengefasst werden. Rohstoffpreisrisiken Zur Absicherung möglicher Rohstoffpreisschwankungen der physischen Gesamtrisikoposition der SRG wurden im Berichtsjahr synthetische Sicherungsgeschäfte in Bezug auf Rohstoffpreisschwankungen durch die SRG abgeschlossen. Als synthetische Sicherungsgeschäfte wurden gemäß Hedge Policy Financial Futures (i.d.R. 3-Months Seller) mit den jeweiligen Brokern mit Referenz London Metal Exchange (LME) als LME oder OTC Vertag eingesetzt. Diese Geschäfte sind nicht auf physische Lieferung, sondern auf Barausgleich ausgerichtet. Zum Bilanzstichtag waren bei den Brokern Margenlinien vorhanden, um die relevanten Rohstoffvolumen entsprechend der definierten Hedge Policy zu hedgen. Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung der physischen Gesamtrisikoposition Bei der Ermittlung der physischen Gesamtrisikoposition werden bestehende Lagerbestände inklusive abgeschlossener preisfixierter physischer Einkaufs- und Verkaufsverpflichtungen der SRG berücksichtigt. Die Lagerbestände und preisfixierten physischen Einkaufsverpflichtungen unterliegen einem Preissenkungsrisiko. Die preisfixierten physischen Verkaufsverpflichtungen reduzieren dieses Preissenkungsrisiko, unterliegen ihrerseits aber dem Risiko eines Preisanstieges. Zur Reduzierung des jeweiligen Deltas aus beiden Risikoarten werden synthetische Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Bevor synthetische Sicherungsgeschäfte abgeschlossen werden, wird die physische Gesamtrisikoposition in hedgebare und nicht hedgebare Positionen unterteilt (Trennungsmerkmale sind die Korrelation sowie Handelsliquidität börsennotierter verfügbarer Sicherungsinstrumente). Das jeweilige Delta aus beiden Risikoarten, nach Berücksichtigung abgeschlossener synthetischer Sicherungsgeschäfte zur Risikoreduzierung, wird durch die Hedgequote ausgedrückt. Im Einzelnen ergeben sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 die folgenden nach § 285 Nr. 23 HGB notwendigen Angaben zu diesen Finanzinstrumenten: a) Art und Umfang Die Summe, der im Rahmen des Risikomanagements überwachten, physischen Gesamtrisikoposition, die sich zusammensetzt aus Lagerbeständen und Einkaufsverträgen, beläuft sich für FE-Schrotte auf EUR 45,21 Mio. und für NE-Metalle auf EUR 67,24 Mio. Dem gegenüber stehen Verkäufe für FE-Schrotte von EUR 33,35 Mio. und für NE-Metalle EUR 22,83 Mio. Darüber hinaus bestehen synthetische Sicherungsverkäufe für FE-Schrotte von EUR 0 Mio. und NE-Metalle von EUR 40,15 Mio. (Nettoverkäufen) und reduzieren die Risikoposition weiter. Bei den synthetischen Sicherungsgeschäften handelt es sich vollständig um Financial Futures. Auf Basis der Tonnage errechnet sich für Fe-Schrotte eine Hedge Quote von 64,33% und für NE-Metalle von 68,56%. b) Beizulegende Zeitwerte/Bewertungseinheit Der Marktwert aller synthetischer Sicherungsgeschäfte (Netto-Position) in Bezug auf die Absicherung der physischen Gesamtrisikoposition der SRG und der Gruppe war zum Bilanzstichtag negativ und beträgt umgerechnet EUR 0,520 Mio. Die beizulegenden Zeitwerte (Marktwerte) ermitteln sich als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung des vertraglich vereinbarten Terminkurses und des entsprechenden Terminkurses je NE-Metall am Bilanzstichtag. Die Marktwerte sämtlicher offener bzw. noch nicht abgerechneter Kontrakte zum Stichtag wurden aufgrund des Vorliegens von Bewertungseinheiten und der Bilanzierung nach der Einfrierungsmethode ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bewertung LME FE: EUR 0; LME NE: EUR -0,502 Mio. Bewertung Lager und Einkäufe FE: EUR 0,597 Mio.; Ne: EUR 0,270 Mio. Bewertung Verkäufe FE: EUR 2,243 Mio.; Ne: 2,312 Mio. In der Berichtsperiode abgerechnete Kontrakte wurden saldiert im Materialaufwand ausgewiesen. c) Buchwerte Aus geleisteten bzw. erhaltenen Zahlungen zur Unterlegung der an der LME gehandelten Kontrakte, sowie aus abgerechneten Positionen sind EUR 1,581 Mio. in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. In Höhe von EUR 0,509 Mio. (Vj. EUR 0,328 Mio.) musste im Berichtsjahr eine Drohverlustrückstellung gebildet werden. d) Bildung von Bewertungseinheiten Aufgrund des Vorliegens einer Bewertungseinheit aus Grund- und Sicherungsgeschäft gemäß § 254 HGB und der Bilanzierung nach der Einfrierungsmethode, ergibt sich für diese Sicherungsgeschäfte, mit Ausnahme bereits geleisteter bzw. erhaltener Marginzahlungen sowie Zahlungen aufgrund abgerechneter Kontrakte kein gesonderter Bilanzansatz. Die gegenläufigen Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Sicherungszeitraum voraussichtlich vollständig aus, da gemäß konzerninterner Vereinbarungen die physischen Risikopositionen (Grundgeschäfte = Überhang aus Lagerbeständen plus preisfixierte physische Einkaufsverpflichtungen und preisfixierten physischen Verkaufsverpflichtungen) zur Einhaltung der im Rahmen der Risikomanagementstrategie definierten Hedgequote bei Bedarf unverzüglich nach Entstehung abgesichert werden. Aufgrund der Nutzung standardisierter Kontrakte (sog. Plain Vanilla-Kontrakte) erfolgt der Ausgleich der gegenläufigen Zahlungsstromänderungen i.d.R. im Zeitraum von drei Monaten bzw. wird im Zeitablauf je nach Bedarf durch entsprechende Anschlusssicherungsgeschäfte um weitere drei Monate verlängert. Die Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung erfolgt sowohl prospektiv als auch retrospektiv auf Grundlage der im Rahmen der Risikomanagement-strategie definierten Kennzahlen/ Frühwarnsignale bei Makro Hedges und der "Critical-Terms-Match-Methode" bei Micro Hedges. Die durchschnittliche Hedgequote (jeweils bezogen auf die Gesamtsumme der überwachten hedgebaren und nicht hedgebaren Metalle) für NE-Metalle ermittelt sich auf Basis der Tonnage und liegt innerhalb der im Rahmen des Risikomanagements definierten Bandbreite. Insgesamt wurden nach § 285 Nr. 23 HGB abgabepflichtige Bewertungseinheiten mit einem Volumen in Höhe von EUR 0,502 Mio. gebildet. Währungsrisiken Das Risikomanagement der SRG ist unter anderem darauf ausgerichtet, wesentliche Ergebnisschwankungen aus Währungsrisiken wesentlicher Transaktionswährungen zu vermeiden. Im Rahmen des Risikomanagements werden folgende Transaktionswährungen unter Beachtung der Währungsrichtlinie überwacht: USD/EUR, RON/EUR und EUR/RUB. Währungsrisiken bestehen bei der SRG aus zahlreichen Hintergründen (u.a. Guthaben, Kredite, Rohstoffpreissicherungen, Cash-Flows). Die im Rahmen des Risikomanagements überwachte Risikoposition je überwachtem Währungspaar beträgt zum Bilanzstichtag USD 100,9 Mio., RON 4,5 Mio. und RUB 5,1 Mio. Zur Absicherung der operativen Währungsrisiken werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Im Einzelnen bestehen die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten, angabepflichtigen Finanzinstrumente nach § 285 Nr. 19 und Nr. 20 HGB, dabei handelt es sich ausschließlich um Devisentermingeschäfte, die die SRG mit Banken abgeschlossen hat:
Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte entsprechen dem durch den jeweiligen Kontraktpartner ermittelten Marktwert und errechnen sich als Barwerte der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag In der Berichtsperiode abgerechnete Kontrakte werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Derivate wurden bei vorliegendem Drohverlustpotential mit dem Zeitwert zum Stichtag bewertet. Eine Drohverlustrückstellung in Höhe TEUR 1 wurde gebildet. Zinsrisiken Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch variabel finanzierte Gesellschafterdarlehen sowie durch das bestehende variabel finanzierte Factoring-Programm. Zur Absicherung wurde am 16.12.2022 mit Anfangsdatum 31.12.2022 ein Zinsswap-Geschäft innerhalb eines bestehenden Rahmenvertrages mit der Landesbank Baden-Württemberg mit einem Bezugsbetrag über EUR 10 Mio. sowohl für die variablen Beträge als auch für die Festbeträge abgeschlossen. Dabei ist der Basiszinssatz für die variablen Beträge der 3-Monats-EURIBOR und für die Festbeträge ein Festsatz von 3,09 %. Der genettete Marktwert zum Stichtag beträgt TEUR -70, wofür eine Rückstellung berücksichtigt wurde. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlösedes Geschäftsjahres beinhalten:
Die Umsatzerlöse gliedern sich geographisch wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.437 (Vj. TEUR 3.129), aus Versicherungsentschädigungen von TEUR 1.743 (Vj. TEUR 602), aus Sachanlagenabgängen von TEUR 1.240 (Vj. TEUR 820) und aus Zuschreibung von Finanzanlagen von TEUR 583 (Vj. TEUR 2.529), sowie aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 2.752 (Vj. TEUR 4.812) und aus der Rückzahlung einer in der Vergangenheit wertberichtigten Forderung in Höhe von TEUR 1.583 (Vj. TEUR 8.059) enthalten. Ferner sind Erträge aus Währungsumrechnung von TEUR 4.466 (Vj. TEUR 11.703) enthalten (davon aus realisierten Kursgewinnen: TEUR 3.415; aus unrealisierten Kursgewinnen: TEUR 1.051). Materialaufwand Im Materialaufwand werden Ergebnisse aus der Absicherung möglicher Rohstoffpreisschwankungen in Höhe von TEUR -2.770 ausgewiesen (Vj. TEUR 958). Außerplanmäßige Abschreibungen Die in der Gewinn- und Verlustrechnung als Nr. 5 ausgewiesenen Abschreibungen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 11). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 2). Diese resultieren aus der Ausbuchung von Forderungen. Ferner sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung von TEUR 6.443 (Vj. TEUR 12.119) enthalten (Davon aus realisierten Kursverlusten: TEUR 3.182; aus unrealisierten Kursverlusten: TEUR 3.261). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.554 (Vj. TEUR 3.504). Abschreibungen auf Finanzanlagen Die in der Gewinn- und Verlustrechnung als Nr. 11 ausgewiesenen Abschreibungen stellen außerplanmäßige Abschreibungen i.S.d. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB dar. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Entgelte für Factoring in Höhe von EUR 5,1 Mio. (Vj. EUR 2,4 Mio.) enthalten. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten solche an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.817 (Vj. TEUR 3.985). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Zum Abschlussstichtag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 285 Nr. 28 HGB insgesamt ein Betrag i.H.v. TEUR 2.104 (Vj. TEUR 2.249) aus der Aktivierung von latenten Steuern. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge in Höhe von TEUR 210 für Vorperioden enthalten. Sonstige AngabenMitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Geschäftsführung Die Geschäftsführung der SRG setzt sich wie folgt zusammen:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der aktiven Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Berichtsjahr TEUR 536 (Vj. TEUR 481). Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Berichtsjahr TEUR 0 (Vj. TEUR 1.088). Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftete als Sicherungsgeber (Obligor) für verschiedene Kredite, die im März 2017 durch Chiho Renewable Development Ltd. übernommenen wurden. Die Sicherheiten umfassen laut den Änderungsverträgen in Bezug auf die Gläubigervereinbarung für die Gesellschaft Globalzessions-, Raumsicherungsübereignungsverträge bzgl. der Vorräte und Grundschulden und lauteten auf einen Gesamtbetrag von EUR 238,0 Mio (Vj. EUR 224,0 Mio.). Zum 20. März 2024 wurden diese Haftungsverhältnisse aufgelöst und sämtliche Sicherheiten zurückgegeben oder gelöscht. Weiterhin bestehen wesentliche Haftungsverhältnisse aus Bürgschaftserklärungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.152 (Vj. TEUR 1.785), davon gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 1.152 (Vj. TEUR 1.207). Das Risiko der Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen wird basierend auf die aktuellen Planungen der Gesellschaften so eingeschätzt, dass die jeweiligen Gesellschaften ihren vertraglichen Verpflichtungen nachkommen können. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen.
Die Miet- und Pachtverpflichtungen betreffen im Wesentlichen die Anmietung von Büroräumen, Umschlagstechnik, Lagerplätzen und Hafenfreiflächen. Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verpflichtungen aus Operating Leasing im Wesentlichen für den Fuhrpark und den auf Schrottplätzen eingesetzten Maschinenpark in Höhe von TEUR 1.201. Zweck ist die Optimierung des Bestandes an liquiden Mitteln (geringere Kapitalbindung). Des Weiteren verbleiben sämtliche Risiken beim Leasinggeber und bei der SHG, die in einem bestimmten Umfang mithaftet. Zur Beschaffung liquider Mittel und zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend (im Rahmen eines Factoring-Programms) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen in Höhe von EUR 95,8 Mio. (Vj. EUR 114,6 Mio.) verkauft. Aufgrund dieser außerbilanziellen Geschäfte ergeben sich zum Bilanzstichtag eine Verkürzung der Bilanz und eine Stärkung der Liquiditätslage. Wesentliche Risiken aus diesen Geschäften sind aktuell nicht zu erkennen. Im Falle der Nichteinhaltung von Förderbedingungen bestehen latente Rückzahlungsverpflichtungen für erhaltene Investitionszuwendungen (Zulagen und Zuschüsse). Abschlussprüferhonorar Die Prüfung des Jahresabschlusses der SRG wird durch die PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, durchgeführt. Die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers unterbleibt gemäß § 285 Nr. 17 HGB. Die Angaben zu den gesamten Honoraren des Abschlussprüfers sind im Konzernabschluss der CEG enthalten. Konzernverhältnisse Der (größte und kleinste) Kreis der verbundenen Unternehmen unserer Gesellschaft (Konsolidierungskreis) umfasst das Mutterunternehmen, die Chiho Environmental Group Limited, Grand Cayman, Cayman Islands, und sämtliche Tochterunternehmen dieses Mutterunternehmens. Da unsere Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Chiho Environmental Group Limited einbezogen werden, hat unsere Gesellschaft darauf verzichtet, einen Teilkonzernabschluss aufzustellen. Der befreiende Konzernabschluss der Chiho Environmental Group Limited wird nach den Hong Kong Financial Reporting Standards (HKFRS) aufgestellt. Der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der Chiho Environmental Group Limited sind einem nach § 291 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht gleichwertig und der befreiende Konzernabschluss wird geprüft. Unterschiede zwischen den HKFRS und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus der Bilanzierung und Bewertung des Anlagevermögens, den unterschiedlichen Kriterien bei der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei Leasinggesellschaften sowie dem Ansatz und der Bewertung von Rückstellungen. Der Konzernabschluss der CEG ist auf der Website des Unternehmens erhältlich (http://chihogroup.com/Home/Relationship/investorFinance) und wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Ergebnisverwendung Das Ergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen. Ereignisse nach dem Stichtag Im März 2024 wurde mit der Muttergesellschaft die Auflösung der Sicherheitenvereinbarung (Secutity release Agreement) vereinbart und der Gesellschaft sämtliche Sicherheiten in einem Umfang von EUR 238 Mio. (vgl. die Erläuterungen zu den Haftungsverhältnissen) zurückgegeben. Weitere Ereignisse nach dem Stichtag liegen nicht vor.
Essingen, den 14. Mai 2024 Yongming Qin Danni Chen Yulin Liu Jietian Yao Angaben zum Anteilsbesitz
Das Eigenkapital wurde zum Stichtagskurs, die Jahresergebnisse zum Durchschnittskurs umgerechnet.
Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Scholz Recycling GmbH, Essingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Scholz Recycling GmbH, Essingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scholz Recycling GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Grundlagen der Unternehmensfortführung" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "D.1. Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft vom Fortbestand der Scholz- Gruppe und somit von der Aufrechterhaltung der bestehenden Finanzierungsstruktur und bestehender Kreditlinien bei Warenkreditversicherern, dem Erreichen einer eigenen Bankfinanzierung durch neue Kreditlinien, dem Erreichen der operativen Mindestziele, der erfolgreichen Umsetzung der Verbesserung des Working Capitals durch schnelleren Abbau der Vorratsbestände bzw. der erfolgreichen Umsetzung der eingeleiteten Veräußerung von Sachanlagevermögen und/oder Finanzanlagen abhängig ist. Wie in Abschnitt "Grundlagen der Unternehmensfortführung" im Anhang und in Abschnitt "D.1. Risikobericht" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 14. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Christian König, Wirtschaftsprüfer ppa. Dominic Palm, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 04.06.2024 festgestellt. |
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