dp Meditech GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Maschinen für die additive Fertigung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gabriele Dreve seit 16.12.2019 | Prokura |
Manfred Deisting seit 8.1.2015 | Prokura |
Volker Dr. med. dent. Dreve seit 13.5.2004 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dreve ProDiMed GmbHUnnaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen des Unternehmens Die Gesellschaft befindet sich im Alleinbesitz der Dreve GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, die innerhalb der Firmengruppe Dreve als Besitzunternehmen im Rahmen einer Betriebsaufspaltung fungiert. Als Produktions- und Dienstleistungsunternehmen liegt unser Schwerpunkt in der Produktion hochwertiger Medizinprodukte für den Dental- und Hörgerätemarkt. Der Vertrieb dieser Produkte erfolgt vorrangig über unsere Tochtergesellschaften Dreve Dentamid GmbH und Dreve Otoplastik GmbH. In den ausländischen Märkten werden wir dabei zusätzlich durch die ebenfalls in der Firmengruppe Dreve tätige Gesellschaft Innovation MediTech GmbH unterstützt. Über deren Tochtergesellschaft Dreve America Corporation werden seit dem Jahr 2009 Otoplastik-Produkte auf dem Gehörmarkt und seit dem Jahr 2016 Dentamid-Produkte auf dem Dental-Gesundheitsmarkt in den USA angeboten. Auf dieser Basis bestehen Handelsbeziehungen zu Kunden in über 100 Ländern. Für unseren im Vorjahr gestarteten Einstieg in die Orthopädie Schuhtechnik steht ebenfalls die Innovation MediTech GmbH mit ihren Erfahrungen auf den in- und ausländischen Märkten zur Verfügung. Sämtliche Verfahren und Abläufe unserer Produktsysteme sind in Verfahrens- und Arbeitsanweisungen beschrieben. Die Verfahren werden jährlich intern und extern auditiert und auf Aktualität überprüft. Ergänzt wird die Dokumentation zu unserem Produktionsstandard durch die Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9001, EN ISO 13485 und der Richtlinie 93/42/EWG über Medizinprodukte. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Neben den geopolitischen Spannungen aus den anhaltenden Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten stellen Themen wie Inflation, Bürokratie und Fachkräftemangel erhebliche Herausforderungen dar. Auch unsere Branchen werden hierdurch beeinflusst. Weitere Belastungen entstehen durch zusätzliche staatliche Verordnungen; neue Prüfgebühren erschweren und verteuern den Export von Medizintechnik. Die enorm gestiegene Bürokratiebelastung durch die Umsetzung der MDR hat erhebliche Auswirkungen auf die Produktivität von Unternehmen. Personelle Ressourcen im Unternehmen werden gebunden, die viel Kosten verursachen, aber zur Produktivität nicht beitragen. Der Dental-Markt hat sich im Jahr 2023 in einem herausfordernden, aber dennoch stabilen Umfeld weiterentwickelt. Im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich eine moderate Wachstumsdynamik, die insbesondere durch technologische Innovationen und eine zunehmende Digitalisierung der Zahnmedizin geprägt war. Ein wichtiger Treiber war die steigende Nachfrage nach hochwertigen Prothetiklösungen und minimalinvasiven Behandlungsmethoden, was sich in einer erhöhten Investitionsbereitschaft von Zahnarztpraxen widerspiegelt. Gleichzeitig sind jedoch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie steigende Materialkosten und globale Lieferkettenprobleme, für die Marktteilnehmer eine Herausforderung geblieben. Im Vergleich zu 2022 hat sich das Wachstum leicht verlangsamt, was auf die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit zurückzuführen ist. Dennoch konnte der Markt in Teilbereichen, wie der digitalen Zahnmedizin und der Implantologie, Zuwächse verzeichnen. Insbesondere CAD/CAM-Technologien und KI-basierte Diagnostiklösungen haben sich als Wachstumstreiber erwiesen. Außerdem konnten wir durch die Vielzahl an Messeauftritten (hier vorrangig die Internationale Dentalschau (IDS) in Köln im März 2023) Neukunden aus dem In- und Ausland akquirieren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Dental-Markt 2023 eine stabile Entwicklung zeigte, wobei sich die Trends hin zu Digitalisierung und Spezialisierung weiter verstärkt haben. Der Hörakustik-Markt hat sich im Jahr 2023 insgesamt positiv entwickelt, auch wenn das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr leicht moderater ausfiel. Der Markt profitierte weiterhin von einer alternden Bevölkerung, die zu einer stabilen Nachfrage nach Hörlösungen beiträgt. Zugleich haben technologische Innovationen wie smarte Hörgeräte mit verbesserter Konnektivität und künstlicher Intelligenz neue Impulse gesetzt. Ein bedeutender Faktor für die Marktentwicklung war die zunehmende Akzeptanz von Hörhilfen, unterstützt durch verstärkte Aufklärungsmaßnahmen und sinkende Stigmatisierung. Gleichzeitig standen viele Anbieter vor Herausforderungen, wie steigenden Produktionskosten und einer wachsenden Konkurrenz durch Online-Plattformen. Im Vergleich zu 2022 zeigte sich eine verstärkte Nachfrage nach Premium-Produkten und maßgeschneiderten Lösungen, die besonders im Bereich der drahtlosen Integration und App-Steuerung überzeugen konnten. Während der Mittelpreissektor stabil blieb, war der Wettbewerb im Einstiegssegment intensiver, was den Margendruck auf Anbieter erhöhte. Ein weiterer bemerkenswerter Trend war der Ausbau von Serviceangeboten, insbesondere im Bereich der Teleaudiologie, die Patienten flexible Nachjustierungen und Beratungen ermöglicht. Diese Entwicklung fand sowohl bei Konsumenten als auch bei Anbietern positiven Zuspruch und könnte langfristig zu einer Neuausrichtung der Vertriebsstrukturen führen. Zusammenfassend bleibt der Hörakustik-Markt auch 2023 ein dynamisches Segment mit großem Potenzial. Geschäftsverlauf Unsere Geschäftsentwicklung steht im direkten Zusammenhang mit den Tätigkeiten unser Tochtergesellschaften Dreve Dentamid GmbH und Dreve Otoplastik GmbH. Auf Grundlage derer Geschäftstätigkeiten ist das Rohergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 geringfügig von 16.164 T€ um 2 % auf 15.860 T€ gesunken. Auch wenn unter den anhaltenden Unsicherheiten in den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für uns als Alleingesellschafter die Eigenkapitalstärkung der Tochtergesellschaften im Vordergrund steht, konnten wir unter Einhaltung dieser Zielsetzung Dividenden in Höhe von 500 T€ vereinnahmen. Mit dem daraus resultierenden Finanzergebnis wurde das negative Betriebsergebnis mehr als ausgeglichen. Mit unserer Funktion als Produktionsgesellschaft innerhalb der Firmengruppe Dreve verfügen wir über angemessene Reichweiten der Lagerbestände für die Fertigung unserer medizinischen Produkte. Zur Sicherung einer zeitnahen Lieferbereitschaft haben wir unsere Lagerbestände weiter leicht erhöht. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 216 Mitarbeiter (Vorjahr 209 Mitarbeiter). Im Bereich Gesundheits- und Arbeitsschutz (z. B. Berufsunfälle) haben sich im Geschäftsjahr 2023 keine besonderen Vorkommnisse ergeben. Um die Herausforderungen des demographischen und technologischen Wandels zu meistern, setzen wir auf eine über den eigenen Bedarf hinausgehende Ausbildung im Verbund mit unseren Tochtergesellschaften und bieten den Mitarbeitern zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten an. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Das Gesamtvermögen unserer Gesellschaft ist im Berichtsjahr von 18.033 T€ um 7 % auf 16.852 T€ gesunken. Die Abnahme resultiert insbesondere aus dem stichtagsbezogenen Rückgang der Forderungen im Verbundbereich, die vornehmlich den Liefer- und Leistungsverkehr mit unseren Tochtergesellschaften wiederspiegeln. Diese Verrechnungskonten haben kurzfristigen Charakter und werden stets zeitnah ausgeglichen. Mit Investitionen in das Anlagevermögen - EDV-Software und Sachanlagen - von 710 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr sichern wir uns eine anspruchsvolle Ausstattung für unsere Produktionsabläufe. Im Cash- Flow aus lfd. Geschäftstätigkeit von 2,2 Mio. € im Geschäftsjahr 2023 sind planmäßige Abschreibungen von rd. 1,1 Mio. € berücksichtigt. Die Finanzlage der Gesellschaft ist unverändert solide. Neben der Finanzierung über unsere Hausbanken steht die Dreve GmbH & Co. Kommanditgesellschaft mit entsprechenden Rahmenverträgen für die Bereitstellung von Finanzmitteln im mittelfristigen Bereich mit einem Volumen von bis zu 7,5 Mio. € zur Verfügung. Zum 31.12.2023 betrug die Inanspruchnahme 6,2 Mio. € (Vorjahr 5,4 Mio. €). Bei den Hausbanken stehen uns ebenfalls ausreichende Kreditlinien zur Verfügung. Im Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit von -1,5 Mio. € im Geschäftsjahr 2023 sind neben Zu- und Abflüssen von Dividenden im Firmenverbund planmäßige Tilgungen bei Kreditinstituten mit 1,9 Mio. € berücksichtigt. Die Ertragslage 2023 ist nicht zufriedenstellend. Das negative Betriebsergebnis wird insbesondere durch den höheren Personalaufwand bestimmt. Nach 10,2 Mio. € im Vorjahr ist dieser um 1 Mio. € auf 11,2 Mio. € in 2023 angestiegen. In der Zunahme hat sich die Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie mit 0,3 Mio. € ausgewirkt. Hinzu kommt, dass wir innerhalb unseres Personals eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung betreiben, die zu der Umsetzung künftiger Projekte beiträgt. Zu den laufenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben erwarten wir zeitnah nennenswerte Liquiditätszuflüsse aus dem Forschungszulagengesetz. Prognosebericht Aus der Perspektive des ersten Quartals 2024 zeigen sich für den Dental-Markt vielversprechende Wachstumsaussichten, getragen von der anhaltenden Nachfrage nach innovativen und hochqualitativen zahnmedizinischen Lösungen. Der Markt setzt seinen Fokus zunehmend auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit, was sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Ein zentraler Wachstumstreiber ist die weitere Verbreitung digitaler Technologien, insbesondere CAD/CAM-Systeme, intraorale Scanner und KI-basierte Diagnoselösungen. Diese Entwicklungen ermöglichen eine effizientere Praxisführung, präzisere Behandlungspläne und gesteigerte Patientenzufriedenheit, wodurch die Investitionsbereitschaft der Zahnarztpraxen weiterhin hoch bleibt. Auch die Nachfrage nach ästhetischen Behandlungen und langlebigen Zahnersatzlösungen, wie etwa Implantaten, wird 2024 voraussichtlich zunehmen. Diese Trends werden unterstützt durch die wachsende Gesundheitsbewusstheit der Bevölkerung sowie durch technische Fortschritte, die Behandlungen zugänglicher und weniger invasiv machen. Auch für den Hörakustik-Markt zeigen sich aus der Perspektive des ersten Quartals 2024 weiterhin positive Wachstumsaussichten. Der Markt profitiert von langfristigen Trends wie der alternden Bevölkerung, der wachsenden Akzeptanz von Hörlösungen und kontinuierlichen technologischen Innovationen, die den Zugang zu und die Wirksamkeit von Hörgeräten weiter verbessern. Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird die Marktgröße für Hörgeräte bis Ende 2036 voraussichtlich circa 30 Milliarden US-Dollar überschreiten. Dieses bedeutet eine durchschnittliche Wachstumsrate von über 8 % zwischen 2024 und 2036. Mehr als 1 Milliarde Erwachsene haben aufgrund unsicherer Hörpraktiken voraussichtlich einen dauerhaften vermeidbaren Hörverlust. Aufgrund einer höheren Anzahl unbehandelter Hörbehinderungen für die Nachfrage nach Hörrehabilitation und wachsenden Regierungsinitiativen zur Förderung der bevorstehenden technologischen Innovation zur Verbesserung des Hörverlusts erhoffen wir uns weiteres Wachstum unseres Hörgeräte-Marktes. Ein besonders starkes Wachstum wird im Premiumsegment erwartet, das durch smarte Hörgeräte mit erweiterten Funktionen wie Sprachverbesserung durch künstliche Intelligenz, umfassende Konnektivitätsoptionen und personalisierte Hörprofile getrieben wird. Diese High-End- Lösungen treffen auf eine steigende Nachfrage nach Lebensqualität und Komfort. Im mittleren und unteren Preissegment könnte der Preisdruck aufgrund verstärkter Konkurrenz, insbesondere durch Direktvertriebsmodelle und Online-Anbieter, zunehmen. Gleichzeitig dürften Serviceinnovationen wie Teleaudiologie und hybride Anpassungsmodelle den Markt weiter transformieren, da sie flexiblere Lösungen für Verbraucher bieten und die Reichweite der Anbieter erhöhen. Herausforderungen könnten durch die allgemeine wirtschaftliche Lage entstehen, etwa durch Kaufzurückhaltung oder steigende Kosten für Rohstoffe und Produktion. Allerdings hat sich der Hörakustik-Markt in der Vergangenheit als widerstandsfähig gegen konjunkturelle Schwankungen erwiesen, was optimistisch stimmt. Insgesamt wird für 2024 ein moderates bis solides Wachstum im mittleren einstelligen Bereich erwartet, wobei die Innovationen im Premiumsegment und die Digitalisierung entscheidende Erfolgsfaktoren bleiben. Risiko- und Chancenbericht Die vielfältigen internationalen Verflechtungen sorgen für schnell wechselnde und schlecht planbare Rahmenbedingungen mit weitreichenden Konsequenzen. Ziel unseres Risikomanagements ist, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und diesen erforderlichenfalls mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt. Mit einem umfassenden Chancen- und Risikomanagement können wir Chancen frühzeitig erkennen, ohne mögliche Risken außer Acht zu lassen. Aus möglichen, jedoch unwahrscheinlichen Betriebsstörungen können sich Produktionsausfälle oder auch Unterbrechungen in Lieferketten ergeben. Gegen nicht auszuschließende Schadensfälle ist das Unternehmen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert. Ein nach DIN ISO 9001 eingerichtetes Qualitätsmanagement sorgt für hochautomatisierte Herstellungs- und Prüfverfahren. Die operative und strategische Steuerung der Firmengruppe Dreve ist in eine umfassende Informationstechnologie eingebunden. IT-Risiken bestehen grundsätzlich im Ausfall von Systemen, unzureichenden Sicherheitsstandards und dem unberechtigten bzw. missbräuchlichen Zugriff auf Daten. Durch fortlaufende Modernisierungen der EDV-Infrastruktur werden technische und organisatorische Vorkehrungen geschaffen, um Risiken aus unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust mit entsprechenden Maßnahmen zu begegnen. Mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem damit einhergehenden Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) hat der Gesetzgeber entsprechende Regelungen aufgestellt. Der weitere strategische Ausbau unserer Geschäftstätigkeit hängt im besonderen Maße vom Einsatz und Wissen unserer qualifizierten Mitarbeiter ab. Personelle Risiken könnten sich ergeben, falls unser Fachkräftebedarf aufgrund des demografischen und technologischen Wandels mittel- bis langfristig nicht ausreichend gedeckt werden kann. Mit modernster Technik in der Produktion unserer hochwertigen Medizinprodukte, verbunden mit innovativen Lehrmethoden und -mitteln, unterstützen wir den hohen Standard der Aus- und Weiterbildung. Die gezielte Personalentwicklung qualifizierter Mitarbeiter ist die Basis für den nachhaltigen Unternehmenserfolg und genießt daher einen hohen Stellenwert. Die Firmengruppe Dreve fördert Familien; in Kooperation mit einem privaten Träger bieten wir auf unserem Firmengelände die Betreuung von Kindern während der Arbeitszeit an. Der Schutz der Gesundheit aller Mitarbeiter und die Sicherstellung höchster Hygienestandards sind integraler Bestandteil unserer Personalstrategie. Mit der Wahrnehmung als attraktiver und stabiler Arbeitgeber sind Risiken aus einer Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen nicht zu erwarten. Das Insolvenzrisiko auf der Kundenseite unserer Tochtergesellschaften führt zwar in Einzelfällen zu Verlusten, ist aber durch die Struktur - d. h. die Vielzahl der Kunden - ein nicht unternehmensgefährdendes Risiko. Mit Hinweis auf ein ausgewogenes Kundenportfolio sind Abhängigkeiten von einzelnen Geschäftspartnern nicht gegeben. Die Überwachung im Forderungsbestand erfolgt sehr engmaschig. Die Auslandsgeschäfte über unsere Tochtergesellschaften werden überwiegend in der Währung Euro abgeschlossen; Währungsrisiken sind daher ebenfalls nicht vorhanden. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Kenntnisstand durch entsprechende Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken bzw. gravierende Risiken mit Blick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen derzeit nicht vor. Chancen werden sich weiterhin aus der Entwicklung hochwertiger Medizinprodukte für den Dental- und Hörgerätemarkt ergeben. Neue Laborgeräte werden auf den Markt kommen. Wir arbeiten beispielhaft intensiv an einer Reinigungseinheit für 3D-gedruckte Bauteile nach dem Druckprozess. Darüber hinaus erhoffen wir uns weitere Umsatzsteigerung durch ein neues Laborgerät, das zur Aushärtung von 3D-gedruckten Bauteilen auf LED-Basis produziert wird. Wir erwarten, dass das zunehmende Bewusstsein für Zahnhygiene und auch die erhöhte Rate an Zahnerkrankungen die Akzeptanz unserer Verbrauchsmaterialien erhöhen und somit zu weiteren Umsatzsteigerungen führen werden. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass derzeit ein optimierter, biokompatibler Kunststoff zur Fabrikation dentaler, individueller Abformlöffel entwickelt wird. Druckzeiten werden deutlich reduziert. Außerdem weisen die neuen Abformlöffel eine homogene Oberfläche aus, so dass die manuelle Nacharbeit deutlich reduziert wird. Auch neue Hörsysteme werden auf den Markt kommen. Nahezu unsichtbare IdO's oder als coole Earbuds designte Hörsysteme liegen absolut im Trend. Mit dem Smartphone gekoppelt, sind sie Drahtlos-Kopfhörer zum Streamen der Anrufe oder der Lieblingsmusik und Hörgerät in einem. Für einen perfekten Sitz und für das ultimative Hörerlebnis wird dieses universelle IdO-Hörsystem entwickelt. Ein weiterer Impuls könnte von verstärkten Gesundheitskampagnen und einer stärkeren Integration von Hörakustiklösungen in präventive Gesundheitsprogramme ausgehen. Diese Entwicklungen könnten nicht nur die Akzeptanz weiter erhöhen, sondern auch dazu beitragen, die bisher wenig erschlossenen jüngeren Zielgruppen anzusprechen. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten bietet der technologische Fortschritt zahlreiche Chancen, um die Marktposition zu stärken und neue Kundengruppen zu erschließen. Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wird nach den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die Euro-Beträge auf volle Euro gerundet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten. Die Gesellschaft hat von der größenabhängigen Erleichterung nach § 276 S. 1 HGB Gebrauch gemacht. Soweit die Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, erfolgen diese Angaben im Anhang. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum vorhergehenden Jahresabschluss werden stetig angewendet. Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige sowie außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände wird auf Basis von Abschreibungstabellen und betrieblichen Erfahrungen festgelegt, wobei die jeweils kürzeste Nutzungsdauer zur Anwendung kommt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als 250 € bis 800 € wird die Sofortabschreibung gewählt. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren erfolgt die Ermittlung der Anschaffungskosten grundsätzlich zu Einkaufspreisen, wobei Abwertungen für Bestandsrisiken aus Lagerdauer und eingeschränkter Verwertbarkeit in angemessenem Umfang vorgenommen sind. Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die Bankguthaben sind zum Nennwert angesetzt; eventuelle Risiken sind angemessen berücksichtigt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Im Rahmen der Pensionsrückstellungen wird die Vereinfachungsregelung gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB in Anspruch genommen (Annahme einer pauschalen Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren). Soweit Vermögensgegenstände vorhanden sind, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden diese in Höhe ihres Zeitwerts mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet (§ 246 Abs. 2 i.V.m. § 253 Abs. 1 HGB). Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen solche Beträge, die als Einnahmen vor dem Bilanzstichtag Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Die Geschäftsbeziehungen innerhalb der Firmengruppe Dreve werden unter den Positionen "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" bzw. "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" ausgewiesen. In diesem Ausweis werden die aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten und die sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten mit einbezogen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. 3. Angaben zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem Anlagespiegel hervor. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dort ebenfalls vermerkt. 3.2 Finanzanlagen Die Angaben zu den ausgewiesenen Anteilen an verbundenen Unternehmen sind im Folgenden dargestellt:
3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 3.106,4 T€ (Vorjahr 4.197,3 T€) entfallen mit 1.345,8 T€ (Vorjahr 2.341,2 T€) auf die Dreve Otoplastik GmbH, mit 1.321,5 T€ (Vorjahr 1.735,8 T€) auf die Dreve Dentamid GmbH und mit 439,1 T€ (Vorjahr 112,8 T€) auf die Innovation MediTech GmbH. Im Vorjahr war hier zusätzlich das Verrechnungskonto mit der Dreve GmbH & Co. Kommanditgesellschaft (7,5 T€) berücksichtigt. 3.4 Eigenkapital Die Gesellschaft hat bereits vor Aufstellung des Jahresabschlusses den Beschluss gefasst, den Gewinnvortrag - nach Abzug der in 2023 erfolgten Gewinnausschüttung - zusammen mit dem Jahresergebnis 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Mit diesem Beschluss entwickelt sich der Bilanzgewinn wie folgt:
3.5 Rückstellungen für Pensionen Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die bei der AXA AG treuhänderisch angelegt sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie werden nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert beinhaltet die verzinslich angesammelten Sparbeiträge aus den Versicherungsprämien zuzüglich der bis zum Bilanzstichtag vorhandenen Guthaben aus Überschussbeteiligungen. Die Angaben im Einzelnen:
Unter Hinweis auf IDW RS HFA 30 Nr. 68 betragen die Anschaffungskosten des angelegten Vermögens 715,8 T€. Der Erfüllungsbetrag in Höhe von 1.731,5 T€ (Vorjahr 1.671,4 T€) ist in dem versicherungsmathematischen Gutachten mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) nachgewiesen. Der Rechnungszinssatz wurde den von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV zum Stichtag 30.12.2023 ermittelten und veröffentlichten Zinsinformationen entnommen (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei wurde der Zinssatz für die Rückstellungsermittlung auf Basis einer zehnjährigen Durchschnittsbildung mit 1,82 % und für die zur Bestimmung des ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB erforderliche zusätzliche Bewertung auf Basis einer siebenjährigen Durchschnittsbildung mit 1,74 % bestimmt. Weiterhin wurde nach Maßgabe der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit (mittlere Duration) der Verpflichtungen von 15 Jahren unterstellt. Zur Erfüllung der Anpassungsvorschriften des § 16 Abs. 2 Nr. 1 Betriebliches Altersversorgungsgesetz (BetrAVG) wird eine jährliche Rentenanpassung mit 2 % p.a. angesetzt. Für die biometrischen Annahmen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Aus dem Vergleich des Erfüllungsbetrags der Verpflichtung bei einem Rechnungszins von 1,82 % (1.731,5 T€) bzw. 1,74 % (1.752,3 T€) ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag gem. § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 20,8 T€. 3.6 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen über 383,2 T€ (Vorjahr 365,0 T€) sind gebildet für Verpflichtungen aus dem Personalbereich mit 278,7 T€ (Vorjahr 253,0 T€), für Risiken des Absatzmarktes mit 58,0 T€ (Vorjahr 61,9 T€) und für sonstige Zwecke mit 46,5 T€ (Vorjahr 50,1 T€). 3.7 Verbindlichkeiten Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 6.208,1 T€ (Vorjahr 5.400,0 T€) entfallen mit 6.200,0 T€ im Wesentlichen auf ein von der Gesellschafterin Dreve GmbH & Co. Kommanditgesellschaft gewährtes Darlehen (Vorjahr 5.400,0 T€). Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen auf Grund des Pachtvertrages zur Dreve GmbH & Co. Kommanditgesellschaft in Höhe von z. Z. jährlich 445,0 T€. Darüber hinaus bestehen im üblichen Rahmen Verpflichtungen aus weiteren Pacht-, Leasing- und Wartungsverträgen. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Personalaufwand In der Gewinn- und Verlustrechnung sind unter Ziffer 2. b) Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 83,1 T€ (Vorjahr -50,1 T€) enthalten. In diesem Betrag ist neben den Beiträgen zu Direktversicherungen in Höhe von 42,1 T€ (Vorjahr 40,2 T€) der Saldo aus der Auflösung und dem Verbrauch der Pensionsverpflichtungen mit 41,0 T€ (Vorjahr -90,3 T€) berücksichtigt. 4.2 Finanzergebnis Im Finanzergebnis sind Erträge aus Beteiligungen an verbundene Unternehmen mit 500,0 T€ (Vorjahr ebenfalls 500,0 T€), Zinserträge von verbundenen Unternehmen von 54,6 T€ (Vorjahr 10,1 T€) und Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen mit 118,7 T€ (Vorjahr 29,9 T€) ausgewiesen. Letztere entfallen mit 118,0 T€ (Vorjahr 29,0 T€) auf das von der Gesellschafterin Dreve GmbH & Co. Kommanditgesellschaft gewährte Darlehen. Weiterhin sind im Finanzergebnis unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" Erträge und Aufwendungen aus der Auf- bzw. Abzinsung von Pensionsverpflichtungen und Erträge und Aufwendungen aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen mit einem Saldo von 4,8 T€ enthalten; vor der Verrechnung betragen die Erträge 52,3 T€ und die Aufwendungen 47,5 T€. Im Vorjahr war der Saldo unter der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" mit 109,5 T€ berücksichtigt (Aufwendungen von 123,0 T€ und Erträge von 13,5 T€). 5. Sonstige Angaben 5.1 Zahl der Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt gemäß § 267 Abs. 5 HGB wurden beschäftigt:
5.2 Organe der Gesellschaft Geschäftsführung in 2023: Herr Dr. Volker Dreve 5.3 Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach dem Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Unna, im März 2024 Dreve ProDiMed GmbH Anlagespiegel
Verbindlichkeitenspiegel
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Dreve ProDiMed GmbH, Unna Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Dreve ProDiMed GmbH, Unna, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Dreve ProDiMed GmbH, Unna, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Hamm, 5. Dezember 2024 Dietrich Fait, Wirtschaftsprüfer |
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