Prior GmbH
Hoch- und Tiefbau
Marsberg
Jahresabschluss zum 31.12.2006
Lagebericht
A.
Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
A.01:
Geschäftsverlauf
Nach einem anstrengenden und vom ausgewiesenen
Betriebsergebnis her befriedigend verlaufenden
Geschäftsjahr 2005 konnte die PRIOR GmbH mit einem
auskömmlichen Auftragsbestand von ca. 6,50 Mio. EUR
ins neue Jahr starten. Die Auslastung der Personal- und
Sachkapazitäten war dadurch etwa ein halbes Jahr
gesichert. Auf Grund der winterlichen Witterung konnte
jedoch nur bedingt auf den Baustellen gearbeitet werden, so
dass die angesparten Stunden der Arbeitszeitkonten abgebaut
werden mussten.
Völlig unerwartet und überraschend meldete
einer der jahrelangen Hauptauftraggeber, die "AREAL
Bauträger und Grundstücks GmbH & Co. KG" aus
Bielefeld am 15.02.2006 Insolvenz an. Damit entstand
für die PRIOR GmbH eine vollkommen neue und
existenzgefährdende Situation. Die insgesamt
aufgelaufenen Forderungen gegenüber der AREAL beliefen
sich auf rd. 511.T€, die ab diesem Zeitpunkt
auszufallen drohten; dies zog neben finanziellen Problemen
auch bilanzielle Folgen durch höhere
Forderungsausbuchungen nach sich. Nur zum Teil ließ
sich das Risiko bei der Bilanzaufstellung für das Jahr
2005 abschätzen, so dass dort als auch im
Jahresabschluss 2006 ein hoher Aufwand aus
Wertberichtigungen und Forderungsverlusten verbucht werden
musste und letztlich zu den ausgewiesenen Ergebnissen
geführt haben.
Die entstandene Liquiditätssituation verlangte
sofortige Maßnahmen, um nicht selbst
zahlungsunfähig zu werden. Durch vertrauensvolle
Zusammenarbeit mit der Hausbank, der Sparkasse Paderborn,
gelang es dem geschäftsführenden Gesellschafter,
Herrn K.-H. Prior, eine vorläufige Erhöhung des
Betriebsmittelkredites ab 20.03.06 um 300 TEUR durch
Verpfändung von privaten Vermögenswerten zu
erreichen.
Mit den Hauptlieferanten wurde ein akzeptables
Moratorium ausgehandelt.
Somit konnte vorerst die drohende
Zahlungsunfähigkeit abgewendet und der
Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden.
Die eingetretene Situation hatte natürlich
Auswirkungen auf das Sicherheitsbedürfnis der
Lieferanten und Nachunternehmer, aber z.T. auch auf die
restlichen Auftraggeber, so dass es schwierig war, die
Baustellenabläufe terminlich immer abzusichern.
Unter Mithilfe der Hausbank wurde ein Beraterpool aus
externen Fachleuten und aus den Kammern gebildet, dessen
Ziel darin bestand, eine positive Fortführungsprognose
zu entwickeln, um langfristig eine Ausfallbürgschaft
vom Land Nordrhein-Westfalen zu erhalten.
Bis zum 05.10.2006 stellte Herr K.-H. Prior durch die
Verwertung von privatem Vermögen von ihm und seiner
Ehefrau der Gesellschaft erhebliche Mittel zur
Verfügung, so dass das Überbrückungsdarlehen
der Hausbank abgelöst werden konnte.
Nach positiver Inaussichtstellung des
Bürgschaftsausschusses des Landes NRW zur Ausreichung
einer Ausfallbürgschaft wurden die entsprechenden
Antragsunterlagen erarbeitet und zur Prüfung
hereingereicht. Der entsprechende vorläufige
Bewilligungsbescheid liegt nunmehr seit dem 15.03.2007 vor.
Mit einer positiven Bewilligungsentscheidung ist nach
Prüfung durch die vom Land bestellten
Wirtschaftsprüfer zu rechnen, so dass wir dann auch
wieder in ein ruhigeres Fahrwasser geraten werden.
Außer den o.g. negativen Einflüssen auf
den Geschäftsverlauf durch die Insolvenz der AREAL
wirkte sich auch die anhaltende ungünstige Witterung
im I. Quartal aus.
Trotz des auch im Februar angewachsenen
Auftragsbestandes auf 7,50 Mio. € konnten im Januar
nur 5.300, im Februar nur 5.100 und im März nur 9.300
Leistungsstunden erbracht werden. Erst im April
näherten wir uns dem Soll mit 11.650 Leistungs-
stunden. Mit 17.200 Stunden im Mai überschritten wir
dann unsere Kapazität und konnten nur durch
Überstunden die angestrebten Bautermine sichern.
Für das 2. und 3. Quartal 2006 war somit eine
mehr als ausreichende Auslastung ge-geben. Obwohl in dieser
Zeit die vorgegebenen Termine an den verschiedenen
Baustellen eingehalten werden mussten, wurde auf die
Einstellung von weiterem gewerblichen Personal verzichtet.
Die Gesamtleistung hat sich im laufenden Jahr 2006 im
Vergleich zum Vorjahr um netto 627 T€ erhöht.
Das erzielte Rohergebnis konnte bei gleichzeitig
gestiegenem Materialaufwand um 385 T€ verbessert
werden. Der insgesamt aufgewandte Personal- und Sachaufwand
stieg in 2006 nur wenig, so dass die erzielte
Rohergebnisverbesserung weitgehend auch eine
Ergebnisverbesserung in dieser Höhe gebracht hat. Nur
die durch Forderungsausfälle hohen Belastungen des
Unternehmensergebnisses verhinderten ein noch besseres
Ergebnis. Insgesamt ergab sich aber auch in diesem
neutralen Aufwandsbereich eine leichte Entspannung.
Das erzielte Jahresergebnis von 110 T€ (2005: -
275 T€) ist daher erfreulich und ermuntert für
das neue Geschäftsjahr.
A.02:
Lage
In neue Maschinen, Geräte und Materialien bzw.
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Software
wurden im laufenden Jahr insgesamt 38 T€ investiert .
Aufgrund der weiteren, kontinuierlichen Steigerung
der Gesamtleistung im laufenden Geschäftsjahr 2006 ist
davon auszugehen, dass im Jahr 2007 weitere
zusätzliche Marktanteile gewonnen werden können.
Wie in den vorangegangenen Jahren auch, konnte der
hohe Qualitätsstandart der Bauleistungen durch die
PRIOR GmbH gesichert werden.
Die Strategie unserer Unternehmung, termingerechte
Qualitätsleistungen zu markt-
gerechten Preisen zu liefern, konnte auch im Jahr
2006 die Kunden überzeugen.
B.
Soziale Verhältnisse und Leistungen
B.01:
Soziale Verhältnisse
Der Bestand an produktiv tätigem, gewerblichen
Personal sowie an Auszubildenden
ist im Jahrmittel 2006 gleichbleibend geblieben,
wohingegen das Personal im Angestelltenverhältnis zum
Jahreswechsel 2006 / 2007 erhöht wurde.
Die Entwicklung des Personalstandes und der
Personalstruktur zum Stichtag 31. Dezember zeigt die
nachfolgende Übersicht:
| |
2006
|
|
2005
|
|
|
absolut |
in % |
absolut |
in % |
| gewerbl. AN |
86 |
72 |
86 |
76 |
| gewerbl. Azubis |
11 |
9 |
11 |
10 |
| angestellte AN |
22 |
18 |
16 |
14 |
|
|
119
|
100
|
113
|
100
|
B.02:
Leistung
Entsprechend der erfreulichen Erhöhung der
Gesamtleistung im laufenden Ge-schäftsjahr 2006 hat
sich die Pro - Kopf - Leistung im Vergleich zum Vorjahr
erhöht.
Die Entwicklung der Pro - Kopf - Gesamtleistung ist
aus der folgenden Übersicht
zu ersehen:
| |
2006
|
2005
|
| Umsatz |
18.112 T€ |
12.952 T€ |
| abzügl./zuzgl.
Bestandsveränderung |
-3.335 T€ |
+1.155 T€ |
|
Summe
|
14.777 T€
|
14.107 T€
|
|
Gesamtleistg. pro Kopf
|
172 T€
|
164 T€
|
Wie in den vorangegangenen Jahren auch, zeichneten
sich die Mitarbeiter im abgelaufenden Geschäftsjahr
2006 durch besonderen Einsatz und Leistungsbereitschaft
aus.
Insbesondere in den Sommermonaten war jeder einzelne
Mitarbeiter bereit, die witterungsbedingten
Produktionsausfälle aus dem 1. Quartal durch
entsprechende Mehrarbeit zu kompensieren.
Die Geschäftsführung spricht der gesamten
Belegschaft für die vorbildlich geleistete
Arbeit ausdrücklich ihren Dank aus.
C.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des
Geschäftsjahres
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2006 bleibt
festzustellen, dass sich die
GmbH trotz der angespannten
Liquiditätssituation im Jahr 2006 weiterhin
konstant entwickeln konnte.
D.
Risiken und Chancen, voraussichtliche Entwicklung der
Gesellschaft
Nur bedingt lässt sich für ein
mittelständisches Bauunternehmen wie unseres das
Ri-siko einer wechselnden Auslastung durch
Witterungseinflüsse oder Bauzeitverzöge-rungen
durch Materialanlieferungen, Planänderungen bei der
Bauausführung, unvorhergesehene Schwierigkeiten in der
technischen Ausführung, Sicherung der betrieblichen
Liquidität wegen Verzögerungen beim Eingang der
Kundenforderungen oder der nach Baufortschritt
angeforderten Abschlagszahlungen etc. planen und steuern.
Um so wichtiger ist hier die Abläufe auf den
Baustellen und der internen Verwaltung zu optimieren, die
Zusammenarbeit aller Beteiligten zu fordern und zu
fördern und die Bereitschaft aller Mitarbeiter,
Lieferanten und der finanzierenden Banken und der
Auftraggeber auch in schwierigen Zeiten die notwendige
Flexibilität zu zeigen.
Die für uns wichtigen Versicherer und die
Hausbank, insbesondere für den Bereich
Bürgschaften für Bauaufträge sind an unserer
Seite geblieben. Dies ist bisher und insbesondere auch in
der Krise 2005/06 positiv für die Fortführung und
Entwicklung des Unternehmens gewesen.
Die am Markt akzeptierte gute Leistung der PRIOR GmbH
in Bauausführung und Terminsicherheit hat zusammen mit
der von der Geschäftsführung begonnenen
Maßnahmen im Bereich Einführung eines
Risikomanagementsystems ein positives Echo gefunden. Dies
ist wichtig, um die Risiken des Geschäftes zu
beherrschen und Chancen zu nutzen.
Ein sehr guter Auftragsbestand und der milde Winter
zum Jahreswechsel 2006 /
2007 haben dazu beigetragen, mit voller
Leistungskraft in das Jahr 2007 starten zu
können. Wir gehen nach unseren
Unternehmensplanungen davon aus, dass nach einem
naturgemäß schwachen 1. Quartal nunmehr ein
größerer Ertragsschub einsetzt und Ende 2007 ein
nochmals verbessertes Jahresergebnis erzielen zu
können.
Mit dem nach einem positiven Zwischenentscheid des
Bürgschaftsausschuss des Landes NRW über die
Bewilligung der Landesbürgschaft sind die
Voraussetzungen geschaffen, die Liquidität der
Gesellschaft nachhaltig zu sichern. Wir gehen davon aus,
dass nach Prüfung der Unterlagen aus dem
Jahresabschluss durch die vom Land eingesetzten
Prüfer, die Bürgschaftsurkunde kurzfristig
ausgehändigt wird.
Kennzeichnend durch die hohe Flexibilität der
PRIOR GmbH und auf Grundlage
des hoch motivierten Personalstamm wird sich die
Gesellschaft weiterhin im an-
gestammten Markt etablieren und weitere
Geschäftsfelder erschließen.
Marsberg, den 10. Juni 2007
gez. Karl-Heinz Prior
Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2006
EUR |
31.12.2005
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
272.444,00 |
300.651,00 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
8.792,00 |
2.143,00 |
| 1.
sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände |
8.792,00 |
2.143,00 |
| II.
Sachanlagen |
263.652,00 |
298.508,00 |
| 1.
technische Anlagen und Maschinen |
100.878,00 |
126.284,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
162.774,00 |
172.224,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
4.271.673,61 |
3.234.276,18 |
| I.
Vorräte |
1.517.686,44 |
1.079.800,51 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
2.704.771,05 |
2.153.297,60 |
| 1.
sonstige Vermögensgegenstände |
2.704.771,05 |
2.153.297,60 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
49.216,12 |
1.178,07 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
28.460,37 |
50.839,96 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
4.572.577,98 |
3.585.767,14 |
Passiva
|
|
31.12.2006
EUR |
31.12.2005
EUR |
| A.
Eigenkapital |
407.292,42 |
296.962,15 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
26.000,00 |
26.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
624.093,45 |
624.093,45 |
| III.
Verlustvortrag |
353.131,30 |
77.940,71 |
| IV.
Jahresüberschuss |
110.330,27 |
-275.190,59 |
| B.
Rückstellungen |
469.400,00 |
569.775,51 |
| C.
Verbindlichkeiten |
3.695.885,56 |
2.719.029,48 |
| I.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
261.971,96 |
900.642,86 |
| II.
sonstige Verbindlichkeiten |
3.433.913,60 |
1.818.386,62 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
4.572.577,98 |
3.585.767,14 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2006 - 31.12.2006
EUR |
1.1.2005 - 31.12.2005
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
6.343.050,97 |
5.988.411,02 |
| 2.
Personalaufwand |
4.334.831,83 |
4.147.363,86 |
| a)
Löhne und Gehälter |
2.741.904,50 |
2.724.799,35 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.592.927,33 |
1.422.564,51 |
| davon
für Altersversorgung |
673.427,57 |
432.623,52 |
| 3.
Abschreibungen |
66.400,27 |
75.054,77 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf
aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung
und Erweiterung des Geschäftsbetriebs |
66.400,27 |
75.054,77 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.778.053,88 |
2.040.337,26 |
| 5.
Erträge aus Beteiligungen |
0,00 |
42.500,00 |
| 6.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
27.349,29 |
38.038,35 |
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
83.518,63 |
71.894,71 |
| 8.
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit |
107.595,65 |
-265.701,23 |
| 9.
sonstige Steuern |
-2.734,62 |
9.489,36 |
| 10.
Jahresüberschuss |
110.330,27 |
-275.190,59 |
Ergebnisverwendung
Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der
Geschäftsleitung
Gewinnverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt der
Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in
Höhe von € 110.330,27 auf neue Rechnung
vorzutragen und mit dem bestehenden Verlustvortrag zu
verrechnen.
Anhang
I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum
Jahresabschluss
1. Allgemeine gesetzliche Grundlagen für die
Aufstellung des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss der Firma Prior GmbH Hoch- und
Tiefbau für das Geschäftsjahr vom 01.01.2006 bis
31.12.2006 ist nach den Vorschriften der §§ 242
ff. und der §§ 264 ff. HGB aufgestellt worden.
Nach den in § 267 HGB geltenden
Größenkriterien handelt es sich um eine
mittelgroße Kapitalgesellschaft.
2. Gliederung von Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend den
Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB.
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung
erfolgte nach § 275 Abs. 2 HGB
(Gesamtkostenverfahren).
Von den Erleichterungsmöglichkeiten der
§§ 274 a, 276 HGB für die Aufstellung der
Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde kein
Gebrauch gemacht.
Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und
Verlustrechnung sind grundsätzlich mit dem Vorjahr
vergleichbar.
Gemäß dem Wahlrecht nach § 265 Abs. 3
Nr. 1 und Abs. 7 Nr. 2 HGB sind sämtliche in der
Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zu machenden
Davon- bzw. Mitzugehörigkeitsvermerke im Anhang
erfolgt.
II.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Vornahme
steuerlicher Maßnahmen
Die Aufstellung des Jahresabschlusses der Firma Prior
GmbH wurde entsprechend den handelsrechtlichen
Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung und Bilanzierung vorgenommen.
Aktivierungs- bzw. Passivierungswahlrechte wurden
nicht in Anspruch genommen.
Die Anwendung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr
unverändert.
Steuerliche Maßnahmen (Abschreibungen, Bildung
von Rücklagen) wurden nicht vorgenommen.
1. Anlagevermögen
Die
immateriellen Vermögensgegenstände und das
Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten,
vermindert um planmäßige Abschreibungen
angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden
nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände und entsprechend den
steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Die
Abschreibung auf Zugänge an beweglichen
Anlagengegenständen richtet sich nach § 7 EStG.
Für Systemschalungsmaterial wurde zulässigerweise
ein Festwert gemäß § 240 HGB angesetzt.
Für die geringwertigen Wirtschaftsgüter des
Anlagevermögens wurden die Bewertungsfreiheit nach
§ 6 Abs. 2 EStG nicht in Anspruch genommen.
2. Umlaufvermögen
Die
Vorräte wurden zu steuerlichen Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des
Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 3 HGB
bewertet.
Die Bewertung der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte
grundsätzlich zum Nominalbetrag.
Zweifelhafte Forderungen sind mit dem
wahrscheinlichen Wert angesetzt. Uneinbringliche
Forderungen werden abgeschrieben. Das allgemeine
Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung
abgedeckt.
Die
sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum
Nennwert bilanziert.
Liquide Mittel sind grundsätzlich zum Nennwert
angesetzt.
Aktive Rechnungsabgrenzungen wurden zeitanteilig
ermittelt.
3. Passivseite
Das
Eigenkapital umfasst das Satzungskapital (T€
26), die Kapitalrücklage (T€ 624) sowie den
Verlustvortrag (T€ 353) und den Jahresüberschuss
2006 (T€ 110).
Bei der Bemessung der
sonstigen Rückstellungen wurden erkennbare
Risiken ausreichend und angemessen berücksichtigt. Die
sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren
ungewissen Verbindlichkeiten, Risiken und Verluste
gebildet.
Die
Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem
Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern Tageswerte
über den Rückzahlungsbeträgen liegen, werden
die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.
Der Jahresabschluss enthält keine Posten aus
Geschäftsvorfällen, die auf eine
Fremdwährung lauten.
III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist
dem nachfolgenden
Anlagenspiegel zu entnehmen (§ 268 Abs. 2 HGB).
Der Buchwert der noch nicht voll abgeschriebenen
Geringwertigen Wirtschaftsgüter i. S. v. § 6 Abs.
2 EStG beträgt zum Bilanzstichtag € 15.831,00.
2. Umlaufvermögen
Die Ermittlung des Bilanzansatzes der in der
Ausführung befindlichen Bauaufträge erfolgte auf
Basis der im Unternehmen vorhandenen Kosten- und
Leistungsrechnung (Baustellenbuchhaltung) sowie den
Konditionen der Bauverträge. Die Fortentwicklung
laufender Projekte über den Stichtag hinaus, wurde
hierbei berücksichtigt.
Die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben
insgesamt eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.
Die
Sonstigen Vermögensgegenstände in
Höhe von T€ 530 haben eine Laufzeit bis zu einem
Jahr. Forderungen gegen Gesellschafter bestanden zum
Bilanzstichtag von T€ 0 (T€ 300). Die Forderungen
an das Besitzunternehmen sind zum 31.12.2006 mit T€
343 und zum Vorjahresstichtag mit T€ 439 ausgewiesen.
3. Eigenkapital
Das Gezeichnete Kapital beträgt €
26.000,00. In die Kapitalrücklage sind insgesamt
€ 624.093,45 eingestellt worden. Unter Einbeziehung
des Jahresfehlbetrages 2005 (T€ 275) beträgt der
Verlustvortrag € 353.131,30. Der Jahresüberschuss
2006 beträgt € 110.330,27.
4. Rückstellungen
Die
sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen
für rückständigen Urlaub, Beratungskosten,
Bonusverpflichtungen und sonstige ungewisse
Verbindlichkeiten gebildet worden. Im Einzelnen ergeben
sich folgende Beträge:
| |
31.12.2006
|
|
31.12.2005
|
| |
T€
|
|
T€
|
| Personalkosten |
365 |
|
414 |
|
Gewährleistung |
54 |
|
53 |
| Sonstige |
50 |
|
103 |
|
469 |
|
570 |
5. Verbindlichkeiten
Die
Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:
|
Restlaufzeiten
|
Gesamt
|
| |
bis zu
|
1 bis 5
|
über
|
|
|
| |
1 Jahr
|
Jahre
|
5 Jahre
|
31.12.2006
|
31.12.2005
|
| |
T€
|
T€
|
T€
|
T€
|
T€
|
| Verbindl. gg.
Kreditinstituten |
238 |
24 |
0 |
262 |
901 |
| Verbindl. aus L und
L |
2.405 |
0 |
0 |
2.405 |
1.245 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
1.029 |
0 |
0 |
1.029 |
573 |
| - davon aus Steuern
T€ 44 (T€ 32) |
|
|
|
|
|
| - davon im Rahmen der
sozialen |
|
|
|
|
|
| Sicherheit T€
198 (T€ 132) |
|
|
|
|
|
|
|
3.672
|
24
|
0
|
3.696
|
2.719
|
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
sind regelmäßig durch selbstschuldnerische
Bürgschaften des Gesellschafters, teilweise durch
Grundpfandrechte auf Immobilien des Gesellschafters
besichert.
Daneben dienen Sicherungsübereignungen von
Betriebsausstattungen, Verpfändung von Bankguthaben
und Abtretung von Kundenforderungen und
Lebensversicherungen der Besicherung.
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen bestehen, soweit rechtlich ein solches
Sicherungsinstrument vorgesehen ist, Eigentumsvorbehalte.
Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind ungesichert. Von
den im Vorjahr in Höhe von T€ 901 ausgewiesenen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren
T€ 462 im Zeitraum von einem bis fünf Jahren nach
dem Bilanzstichtag fällig.
Zum Bilanzstichtag bestand gegenüber dem
Gesellschafter eine Verbindlichkeit von T€ 111. Die
Verbindlichkeiten gegenüber dem Karl-Heinz Prior
Besitzunternehmen betragen zum 31.12.2006 T€ 179
(T€ 211).
IV. Ergänzende Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285
Nr. 3 HGB
Die Gesellschaft hat über mehrere Kfz sowie
Betriebsausstattung Miet- bzw. Leasingverträge
abgeschlossen. Der Aufwand betrug in 2006 rd. T€ 99
(T€ 264).
Über die genutzten Büroräume
(Schulstraße 2) und Gerätschaften ist ein
Pachtvertrag mit dem Besitzunternehmen geschlossen. Der
Mietaufwand 2006 beträgt T€ 480 (T€ 372)
zzgl. Nebenkosten. Weiter ist ein Bauhof für T€
90 p. a. angemietet.
Versicherungsbeträge wurden in 2006 in Höhe
von T€ 99 (T€ 83) geleistet.
Für von Banken und Versicherungen für
Bauaufträge gestellte Bürgschaften
(Gewährleistung, Vertragserfüllung) wurden in
2006 rd. T€ 13 (T€ 11) Avalprovisionen gezahlt.
Die Höhe der für uns erteilten Bürgschaften
liegt im üblichen Rahmen und unterhalb der maximal
zugesagten Avallinie.
2. Gewinnverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt der
Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in
Höhe von € 110.330,27 auf neue Rechnung
vorzutragen und mit dem bestehenden Verlustvortrag zu
verrechnen.
3. Geschäftsführung
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Person geführt:
Herrn Karl-Heinz Prior
Der Geschäftsführer ist
alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen
des § 181 BGB befreit.
Seit dem 28.10.2002 ist Herrn Heinz-Ulrich Prior,
Marsberg Einzelprokura erteilt worden.
4. Vergütungen der Geschäftsführung
Von der Angabe der
Geschäftsführerbezüge wurde im Hinblick auf
§ 286 Abs. 4 HGB abgesehen.
5. Personal
Im Durchschnitt wurden in 2006 86 gewerbliche
Arbeitnehmer und 22 Angestellte
beschäftigt.
Marsberg, den 10.06.2007
gez. Karl-Heinz Prior
Geschäftsführer
Anlagespiegel
| |
|
Anschaffungs- |
|
|
|
| |
|
Herstellungs- |
Zugänge |
kumulierte |
Buchwert |
| |
|
kosten |
|
Abschreibungen |
31.12.2006 |
| |
|
01.01.2006 |
|
31.12.2006 |
|
| |
|
Euro |
Euro |
Euro |
Euro |
|
I.
|
Immaterielle Vermögens-
gegenstände |
|
|
|
|
| 1. |
Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten |
8.073,56 |
7.755,00 |
7.036,56 |
8.792,00 |
| |
Immaterielle Vermögens-
gegenstände |
8.073,56
|
7.755,00
|
7.036,56
|
8.792,00
|
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
| 1. |
technische Anlagen und
Maschinen |
375.563,14 |
8.016,21 |
282.701,35 |
100.878,00 |
| 2. |
andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
414.590,51 |
22.422,06 |
274.238,57 |
162.774,00 |
|
Sachanlagen
|
790.153,65
|
30.438,27
|
556.939,92
|
263.652,00
|
|
|
798.227,21
|
38.193,27
|
563.976,48
|
272.444,00
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Berichtsprüfung
Bestätigungs-/Versagungsvermerk/Bescheinigungstext
Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir
folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter
Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
Prior GmbH Hoch- und Tiefbau, Marsberg für das
Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2006
geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von
Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften und sowie den Regelungen im
Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns
durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über
den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung
und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die
Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass
Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die
Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt
werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen
werden die Kenntnisse über die
Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt.
Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit
des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung,
Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der
Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der
angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter
sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des
Jahresabschlussesund des Lageberichts. Wir sind der
Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen
geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den
ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und
vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Coesfeld, den 15. Juni 2007
EuReWi Euregio Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Dipl.-Kaufmann
Heiner Schwaaf
Wirtschaftsprüfer
gez. ppa. Betriebswirt
Thomas Lenkenhoff
Wirtschaftsprüfer
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