Prior GmbH Hoch- und TiefbauLiquidiert

34431 Marsberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 2094
Eingetragen
23.3.1992
Branche
Spezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauSonstiger Tiefbau a. n. g. (ohne Bau von Industrieanlagen)
Gegenstand
Ausführung von Hoch- und Tiefbauarbeiten.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Prior GmbH Hoch- und Tiefbau

Marsberg

Jahresabschluss zum 31.12.2006

Lagebericht

A. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

 
A.01: Geschäftsverlauf

 
Nach einem anstrengenden und vom ausgewiesenen Betriebsergebnis her befriedigend verlaufenden Geschäftsjahr 2005 konnte die PRIOR GmbH mit einem auskömmlichen Auftragsbestand von ca. 6,50 Mio. EUR ins neue Jahr starten. Die Auslastung der Personal- und Sachkapazitäten war dadurch etwa ein halbes Jahr gesichert. Auf Grund der winterlichen Witterung konnte jedoch nur bedingt auf den Baustellen gearbeitet werden, so dass die angesparten Stunden der Arbeitszeitkonten abgebaut werden mussten.

 
Völlig unerwartet und überraschend meldete einer der jahrelangen Hauptauftraggeber, die "AREAL Bauträger und Grundstücks GmbH & Co. KG" aus Bielefeld am 15.02.2006 Insolvenz an. Damit entstand für die PRIOR GmbH eine vollkommen neue und existenzgefährdende Situation. Die insgesamt aufgelaufenen Forderungen gegenüber der AREAL beliefen sich auf rd. 511.T€, die ab diesem Zeitpunkt auszufallen drohten; dies zog neben finanziellen Problemen auch bilanzielle Folgen durch höhere Forderungsausbuchungen nach sich. Nur zum Teil ließ sich das Risiko bei der Bilanzaufstellung für das Jahr 2005 abschätzen, so dass dort als auch im Jahresabschluss 2006 ein hoher Aufwand aus Wertberichtigungen und Forderungsverlusten verbucht werden musste und letztlich zu den ausgewiesenen Ergebnissen geführt haben.

 
Die entstandene Liquiditätssituation verlangte sofortige Maßnahmen, um nicht selbst zahlungsunfähig zu werden. Durch vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Hausbank, der Sparkasse Paderborn, gelang es dem geschäftsführenden Gesellschafter, Herrn K.-H. Prior, eine vorläufige Erhöhung des Betriebsmittelkredites ab 20.03.06 um 300 TEUR durch Verpfändung von privaten Vermögenswerten zu erreichen.

 
Mit den Hauptlieferanten wurde ein akzeptables Moratorium ausgehandelt.
Somit konnte vorerst die drohende Zahlungsunfähigkeit abgewendet und der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden.
Die eingetretene Situation hatte natürlich Auswirkungen auf das Sicherheitsbedürfnis der Lieferanten und Nachunternehmer, aber z.T. auch auf die restlichen Auftraggeber, so dass es schwierig war, die Baustellenabläufe terminlich immer abzusichern.

 
Unter Mithilfe der Hausbank wurde ein Beraterpool aus externen Fachleuten und aus den Kammern gebildet, dessen Ziel darin bestand, eine positive Fortführungsprognose zu entwickeln, um langfristig eine Ausfallbürgschaft vom Land Nordrhein-Westfalen zu erhalten.

 
Bis zum 05.10.2006 stellte Herr K.-H. Prior durch die Verwertung von privatem Vermögen von ihm und seiner Ehefrau der Gesellschaft erhebliche Mittel zur Verfügung, so dass das Überbrückungsdarlehen der Hausbank abgelöst werden konnte.
Nach positiver Inaussichtstellung des Bürgschaftsausschusses des Landes NRW zur Ausreichung einer Ausfallbürgschaft wurden die entsprechenden Antragsunterlagen erarbeitet und zur Prüfung hereingereicht. Der entsprechende vorläufige Bewilligungsbescheid liegt nunmehr seit dem 15.03.2007 vor. Mit einer positiven Bewilligungsentscheidung ist nach Prüfung durch die vom Land bestellten Wirtschaftsprüfer zu rechnen, so dass wir dann auch wieder in ein ruhigeres Fahrwasser geraten werden.

 
Außer den o.g. negativen Einflüssen auf den Geschäftsverlauf durch die Insolvenz der AREAL wirkte sich auch die anhaltende ungünstige Witterung im I. Quartal aus.
Trotz des auch im Februar angewachsenen Auftragsbestandes auf 7,50 Mio. € konnten im Januar nur 5.300, im Februar nur 5.100 und im März nur 9.300 Leistungsstunden erbracht werden. Erst im April näherten wir uns dem Soll mit 11.650 Leistungs- stunden. Mit 17.200 Stunden im Mai überschritten wir dann unsere Kapazität und konnten nur durch Überstunden die angestrebten Bautermine sichern.

Für das 2. und 3. Quartal 2006 war somit eine mehr als ausreichende Auslastung ge-geben. Obwohl in dieser Zeit die vorgegebenen Termine an den verschiedenen Baustellen eingehalten werden mussten, wurde auf die Einstellung von weiterem gewerblichen Personal verzichtet.

 
Die Gesamtleistung hat sich im laufenden Jahr 2006 im Vergleich zum Vorjahr um netto 627 T€ erhöht.
Das erzielte Rohergebnis konnte bei gleichzeitig gestiegenem Materialaufwand um 385 T€ verbessert werden. Der insgesamt aufgewandte Personal- und Sachaufwand stieg in 2006 nur wenig, so dass die erzielte Rohergebnisverbesserung weitgehend auch eine Ergebnisverbesserung in dieser Höhe gebracht hat. Nur die durch Forderungsausfälle hohen Belastungen des Unternehmensergebnisses verhinderten ein noch besseres Ergebnis. Insgesamt ergab sich aber auch in diesem neutralen Aufwandsbereich eine leichte Entspannung.

 
Das erzielte Jahresergebnis von 110 T€ (2005: - 275 T€) ist daher erfreulich und ermuntert für das neue Geschäftsjahr.

 

A.02: Lage
 
In neue Maschinen, Geräte und Materialien bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Software wurden im laufenden Jahr insgesamt 38 T€ investiert .

 
Aufgrund der weiteren, kontinuierlichen Steigerung der Gesamtleistung im laufenden Geschäftsjahr 2006 ist davon auszugehen, dass im Jahr 2007 weitere zusätzliche Marktanteile gewonnen werden können.

 
Wie in den vorangegangenen Jahren auch, konnte der hohe Qualitätsstandart der Bauleistungen durch die PRIOR GmbH gesichert werden.
Die Strategie unserer Unternehmung, termingerechte Qualitätsleistungen zu markt-
gerechten Preisen zu liefern, konnte auch im Jahr 2006 die Kunden überzeugen.

 

 
B. Soziale Verhältnisse und Leistungen

 
B.01: Soziale Verhältnisse

 
Der Bestand an produktiv tätigem, gewerblichen Personal sowie an Auszubildenden
ist im Jahrmittel 2006 gleichbleibend geblieben, wohingegen das Personal im Angestelltenverhältnis zum Jahreswechsel 2006 / 2007 erhöht wurde.

 
Die Entwicklung des Personalstandes und der Personalstruktur zum Stichtag 31. Dezember zeigt die nachfolgende Übersicht:

 

  2006
 
2005  

 
absolut in % absolut in %
gewerbl. AN 86 72 86 76
gewerbl. Azubis 11 9 11 10
angestellte AN 22 18 16 14
  119 100 113 100

 
B.02: Leistung

 
Entsprechend der erfreulichen Erhöhung der Gesamtleistung im laufenden Ge-schäftsjahr 2006 hat sich die Pro - Kopf - Leistung im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Die Entwicklung der Pro - Kopf - Gesamtleistung ist aus der folgenden Übersicht
zu ersehen:

  2006 2005
Umsatz 18.112 T€ 12.952 T€
abzügl./zuzgl. Bestandsveränderung -3.335 T€ +1.155 T€
Summe 14.777 T€ 14.107 T€
Gesamtleistg. pro Kopf 172 T€ 164 T€


Wie in den vorangegangenen Jahren auch, zeichneten sich die Mitarbeiter im abgelaufenden Geschäftsjahr 2006 durch besonderen Einsatz und Leistungsbereitschaft
aus.
Insbesondere in den Sommermonaten war jeder einzelne Mitarbeiter bereit, die witterungsbedingten Produktionsausfälle aus dem 1. Quartal durch entsprechende Mehrarbeit zu kompensieren.

 
Die Geschäftsführung spricht der gesamten Belegschaft für die vorbildlich geleistete
Arbeit ausdrücklich ihren Dank aus.
 

 
C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
 
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2006 bleibt festzustellen, dass sich die
GmbH trotz der angespannten Liquiditätssituation im Jahr 2006 weiterhin
konstant entwickeln konnte.

D. Risiken und Chancen, voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
 
Nur bedingt lässt sich für ein mittelständisches Bauunternehmen wie unseres das Ri-siko einer wechselnden Auslastung durch Witterungseinflüsse oder Bauzeitverzöge-rungen durch Materialanlieferungen, Planänderungen bei der Bauausführung, unvorhergesehene Schwierigkeiten in der technischen Ausführung, Sicherung der betrieblichen Liquidität wegen Verzögerungen beim Eingang der Kundenforderungen oder der nach Baufortschritt angeforderten Abschlagszahlungen etc. planen und steuern.
Um so wichtiger ist hier die Abläufe auf den Baustellen und der internen Verwaltung zu optimieren, die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu fordern und zu fördern und die Bereitschaft aller Mitarbeiter, Lieferanten und der finanzierenden Banken und der Auftraggeber auch in schwierigen Zeiten die notwendige Flexibilität zu zeigen.
Die für uns wichtigen Versicherer und die Hausbank, insbesondere für den Bereich Bürgschaften für Bauaufträge sind an unserer Seite geblieben. Dies ist bisher und insbesondere auch in der Krise 2005/06 positiv für die Fortführung und Entwicklung des Unternehmens gewesen.

 
Die am Markt akzeptierte gute Leistung der PRIOR GmbH in Bauausführung und Terminsicherheit hat zusammen mit der von der Geschäftsführung begonnenen Maßnahmen im Bereich Einführung eines Risikomanagementsystems ein positives Echo gefunden. Dies ist wichtig, um die Risiken des Geschäftes zu beherrschen und Chancen zu nutzen.

 
Ein sehr guter Auftragsbestand und der milde Winter zum Jahreswechsel 2006 /
2007 haben dazu beigetragen, mit voller Leistungskraft in das Jahr 2007 starten zu
können. Wir gehen nach unseren Unternehmensplanungen davon aus, dass nach einem naturgemäß schwachen 1. Quartal nunmehr ein größerer Ertragsschub einsetzt und Ende 2007 ein nochmals verbessertes Jahresergebnis erzielen zu können.

 
Mit dem nach einem positiven Zwischenentscheid des Bürgschaftsausschuss des Landes NRW über die Bewilligung der Landesbürgschaft sind die Voraussetzungen geschaffen, die Liquidität der Gesellschaft nachhaltig zu sichern. Wir gehen davon aus, dass nach Prüfung der Unterlagen aus dem Jahresabschluss durch die vom Land eingesetzten Prüfer, die Bürgschaftsurkunde kurzfristig ausgehändigt wird.

 
Kennzeichnend durch die hohe Flexibilität der PRIOR GmbH und auf Grundlage
des hoch motivierten Personalstamm wird sich die Gesellschaft weiterhin im an-
gestammten Markt etablieren und weitere Geschäftsfelder erschließen.

 

 
Marsberg, den 10. Juni 2007

 
gez. Karl-Heinz Prior
Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2006
EUR
31.12.2005
EUR
A. Anlagevermögen 272.444,00 300.651,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.792,00 2.143,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 8.792,00 2.143,00
II. Sachanlagen 263.652,00 298.508,00
1. technische Anlagen und Maschinen 100.878,00 126.284,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 162.774,00 172.224,00
B. Umlaufvermögen 4.271.673,61 3.234.276,18
I. Vorräte 1.517.686,44 1.079.800,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.704.771,05 2.153.297,60
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.704.771,05 2.153.297,60
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 49.216,12 1.178,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.460,37 50.839,96
Bilanzsumme, Summe Aktiva 4.572.577,98 3.585.767,14

Passiva

31.12.2006
EUR
31.12.2005
EUR
A. Eigenkapital 407.292,42 296.962,15
I. gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 624.093,45 624.093,45
III. Verlustvortrag 353.131,30 77.940,71
IV. Jahresüberschuss 110.330,27 -275.190,59
B. Rückstellungen 469.400,00 569.775,51
C. Verbindlichkeiten 3.695.885,56 2.719.029,48
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 261.971,96 900.642,86
II. sonstige Verbindlichkeiten 3.433.913,60 1.818.386,62
Bilanzsumme, Summe Passiva 4.572.577,98 3.585.767,14

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2006 - 31.12.2006
EUR
1.1.2005 - 31.12.2005
EUR
1. Rohergebnis 6.343.050,97 5.988.411,02
2. Personalaufwand 4.334.831,83 4.147.363,86
a) Löhne und Gehälter 2.741.904,50 2.724.799,35
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.592.927,33 1.422.564,51
davon für Altersversorgung 673.427,57 432.623,52
3. Abschreibungen 66.400,27 75.054,77
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 66.400,27 75.054,77
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.778.053,88 2.040.337,26
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 42.500,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.349,29 38.038,35
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 83.518,63 71.894,71
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 107.595,65 -265.701,23
9. sonstige Steuern -2.734,62 9.489,36
10. Jahresüberschuss 110.330,27 -275.190,59

Ergebnisverwendung

Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der Geschäftsleitung

Gewinnverwendungsvorschlag
 
Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 110.330,27 auf neue Rechnung vorzutragen und mit dem bestehenden Verlustvortrag zu verrechnen.

Anhang

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

 
1. Allgemeine gesetzliche Grundlagen für die Aufstellung des Jahresabschlusses

 
Der Jahresabschluss der Firma Prior GmbH Hoch- und Tiefbau für das Geschäftsjahr vom 01.01.2006 bis 31.12.2006 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und der §§ 264 ff. HGB aufgestellt worden.

Nach den in § 267 HGB geltenden Größenkriterien handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

 
2. Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

 
Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

 
Von den Erleichterungsmöglichkeiten der §§ 274 a, 276 HGB für die Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde kein Gebrauch gemacht.

 
Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind grundsätzlich mit dem Vorjahr vergleichbar.

 
Gemäß dem Wahlrecht nach § 265 Abs. 3 Nr. 1 und Abs. 7 Nr. 2 HGB sind sämtliche in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zu machenden Davon- bzw. Mitzugehörigkeitsvermerke im Anhang erfolgt.
 

II
. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Vornahme steuerlicher Maßnahmen

Die Aufstellung des Jahresabschlusses der Firma Prior GmbH wurde entsprechend den handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung vorgenommen.

Aktivierungs- bzw. Passivierungswahlrechte wurden nicht in Anspruch genommen.

 
Die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.
 
Steuerliche Maßnahmen (Abschreibungen, Bildung von Rücklagen) wurden nicht vorgenommen.

 
1. Anlagevermögen
 
Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Die Abschreibung auf Zugänge an beweglichen Anlagengegenständen richtet sich nach § 7 EStG. Für Systemschalungsmaterial wurde zulässigerweise ein Festwert gemäß § 240 HGB angesetzt.
 
Für die geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wurden die Bewertungsfreiheit nach § 6 Abs. 2 EStG nicht in Anspruch genommen.

 
2. Umlaufvermögen
 
Die Vorräte wurden zu steuerlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 3 HGB bewertet.
 
Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte grundsätzlich zum Nominalbetrag.

 
Zweifelhafte Forderungen sind mit dem wahrscheinlichen Wert angesetzt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt.

 
Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Liquide Mittel sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

 
Aktive Rechnungsabgrenzungen wurden zeitanteilig ermittelt.

 
3. Passivseite
 
Das Eigenkapital umfasst das Satzungskapital (T€ 26), die Kapitalrücklage (T€ 624) sowie den Verlustvortrag (T€ 353) und den Jahresüberschuss 2006 (T€ 110).

 
Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden erkennbare Risiken ausreichend und angemessen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten, Risiken und Verluste gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen liegen, werden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

 
Der Jahresabschluss enthält keine Posten aus Geschäftsvorfällen, die auf eine Fremdwährung lauten.

 
III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz
 
1. Anlagevermögen

 
Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen (§ 268 Abs. 2 HGB). Der Buchwert der noch nicht voll abgeschriebenen Geringwertigen Wirtschaftsgüter i. S. v. § 6 Abs. 2 EStG beträgt zum Bilanzstichtag € 15.831,00.

 
2. Umlaufvermögen
 
Die Ermittlung des Bilanzansatzes der in der Ausführung befindlichen Bauaufträge erfolgte auf Basis der im Unternehmen vorhandenen Kosten- und Leistungsrechnung (Baustellenbuchhaltung) sowie den Konditionen der Bauverträge. Die Fortentwicklung laufender Projekte über den Stichtag hinaus, wurde hierbei berücksichtigt.

 
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben insgesamt eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

 
Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 530 haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Forderungen gegen Gesellschafter bestanden zum Bilanzstichtag von T€ 0 (T€ 300). Die Forderungen an das Besitzunternehmen sind zum 31.12.2006 mit T€ 343 und zum Vorjahresstichtag mit T€ 439 ausgewiesen.
 
3. Eigenkapital
Das Gezeichnete Kapital beträgt € 26.000,00. In die Kapitalrücklage sind insgesamt € 624.093,45 eingestellt worden. Unter Einbeziehung des Jahresfehlbetrages 2005 (T€ 275) beträgt der Verlustvortrag € 353.131,30. Der Jahresüberschuss 2006 beträgt € 110.330,27.

 
4. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen für rückständigen Urlaub, Beratungskosten, Bonusverpflichtungen und sonstige ungewisse Verbindlichkeiten gebildet worden. Im Einzelnen ergeben sich folgende Beträge:
 

  31.12.2006
 
31.12.2005
  T€
 
T€
Personalkosten 365
 
414
Gewährleistung 54
 
53
Sonstige 50
 
103

 
469
 
570



5. Verbindlichkeiten

 
Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:
 


 
Restlaufzeiten Gesamt
  bis zu 1 bis 5 über
 

 
  1 Jahr Jahre 5 Jahre 31.12.2006 31.12.2005
  T€ T€ T€ T€ T€
Verbindl. gg. Kreditinstituten 238 24 0 262 901
Verbindl. aus L und L 2.405 0 0 2.405 1.245
Sonstige Verbindlichkeiten 1.029 0 0 1.029 573
- davon aus Steuern T€ 44 (T€ 32)
 

 

 

 

 
- davon im Rahmen der sozialen
 

 

 

 

 
Sicherheit T€ 198 (T€ 132)
 

 

 

 

 
  3.672 24 0 3.696 2.719

 
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind regelmäßig durch selbstschuldnerische Bürgschaften des Gesellschafters, teilweise durch Grundpfandrechte auf Immobilien des Gesellschafters besichert.
Daneben dienen Sicherungsübereignungen von Betriebsausstattungen, Verpfändung von Bankguthaben und Abtretung von Kundenforderungen und Lebensversicherungen der Besicherung.

 
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen, soweit rechtlich ein solches Sicherungsinstrument vorgesehen ist, Eigentumsvorbehalte.

 
Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind ungesichert. Von den im Vorjahr in Höhe von T€ 901 ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren T€ 462 im Zeitraum von einem bis fünf Jahren nach dem Bilanzstichtag fällig.

 
Zum Bilanzstichtag bestand gegenüber dem Gesellschafter eine Verbindlichkeit von T€ 111. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Karl-Heinz Prior Besitzunternehmen betragen zum 31.12.2006 T€ 179 (T€ 211).
 
IV. Ergänzende Angaben

 
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 HGB
 
Die Gesellschaft hat über mehrere Kfz sowie Betriebsausstattung Miet- bzw. Leasingverträge abgeschlossen. Der Aufwand betrug in 2006 rd. T€ 99 (T€ 264).

 
Über die genutzten Büroräume (Schulstraße 2) und Gerätschaften ist ein Pachtvertrag mit dem Besitzunternehmen geschlossen. Der Mietaufwand 2006 beträgt T€ 480 (T€ 372) zzgl. Nebenkosten. Weiter ist ein Bauhof für T€ 90 p. a. angemietet.

 
Versicherungsbeträge wurden in 2006 in Höhe von T€ 99 (T€ 83) geleistet.

 
Für von Banken und Versicherungen für Bauaufträge gestellte Bürgschaften (Gewährleistung, Vertragserfüllung) wurden in 2006 rd. T€ 13 (T€ 11) Avalprovisionen gezahlt. Die Höhe der für uns erteilten Bürgschaften liegt im üblichen Rahmen und unterhalb der maximal zugesagten Avallinie.
 
2. Gewinnverwendungsvorschlag
 
Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 110.330,27 auf neue Rechnung vorzutragen und mit dem bestehenden Verlustvortrag zu verrechnen.
 

 
3. Geschäftsführung
 
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:
 
Herrn Karl-Heinz Prior

Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

 
Seit dem 28.10.2002 ist Herrn Heinz-Ulrich Prior, Marsberg Einzelprokura erteilt worden.

 
 
4. Vergütungen der Geschäftsführung
 
Von der Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

 
5. Personal

Im Durchschnitt wurden in 2006 86 gewerbliche Arbeitnehmer und 22 Angestellte
beschäftigt.

 
Marsberg, den 10.06.2007

 

 
gez. Karl-Heinz Prior
Geschäftsführer

Anlagespiegel

 
 
Anschaffungs-
 

 

 
 
 
Herstellungs- Zugänge kumulierte Buchwert
 
 
kosten
 
Abschreibungen 31.12.2006
 
 
01.01.2006
 
31.12.2006
 
 
 
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögens-
gegenstände

 

 

 

 
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
8.073,56 7.755,00 7.036,56 8.792,00
  Immaterielle Vermögens-
gegenstände
8.073,56 7.755,00 7.036,56 8.792,00
II. Sachanlagen
 

 

 

 
1. technische Anlagen und
Maschinen
375.563,14 8.016,21 282.701,35 100.878,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
414.590,51 22.422,06 274.238,57 162.774,00

 
Sachanlagen 790.153,65 30.438,27 556.939,92 263.652,00

 

 
798.227,21 38.193,27 563.976,48 272.444,00

 

 

Berichtsprüfung

Bestätigungs-/Versagungsvermerk/Bescheinigungstext

Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Prior GmbH Hoch- und Tiefbau, Marsberg für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und sowie den Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.

 
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

 
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

 
Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

 
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlussesund des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

 
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

 
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 
Coesfeld, den 15. Juni 2007

 
EuReWi Euregio Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

 
gez. Dipl.-Kaufmann
Heiner Schwaaf
Wirtschaftsprüfer

 

 
gez. ppa. Betriebswirt
Thomas Lenkenhoff
Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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