COLT Telecom GmbHLiquidiert
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
COLT Telecom GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum 31. Dezember 2006Lagebericht 20061. VorbemerkungUnternehmenszweck der COLT Telecom GmbH ist der Aufbau und der Betrieb von Telekommunikationsnetzwerken und -infrastruktur sowie die Erbringung von Tele-kommunikationsdienstleistungen. Die COLT Telecom GmbH (im folgenden COLT genannt) ist eine hundertprozentige Tochter der COLT Telecom Holding GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. 2. Entwicklung der Telekommunikationsbranche in DeutschlandDas Jahr 2006 brachte eine spürbare Erholung der konjunkturellen Lage in Deutschland. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum zeigte mit 2,9% eine spürbare Verbesserung. Austauschbarkeit von Produkten und Diensten bei gleichzeitiger Marktsättigung, aggressivem Preiswettbewerb und hoher Veränderungsgeschwindigkeit durch Technologiefortschritt waren auch in 2006 die wesentlichen Herausforderungen der Telekommunikationsbranche. Dennoch zeigte sich die Branche nach einer mehrjährigen Phase des Marktrückgangs und der Stagnation leicht erholt. In 2006 wuchs der Telekommunikationsmarkt (Festnetzsparte) auf ein Marktvolumen von 39,9 Mrd. € (Vorjahr: 38,5 Mrd. € Quelle: VATM, Dialog Consult). Wesentliche Treiber der Marktentwicklung sind Mobilfunk mit +1% und Festnetzdatendienste mit +6,5%. Der Anteil der alternativen Anbieter wuchs gegenüber dem Vorjahr um 10% auf 14,2 Mrd. €. Auf eine Aussage über den Marktanteil von COLT wird hier verzichtet. Dies liegt im Wesentlichen in dem hohen Spezialisierungsgrad auf bestimmte Branchen (Finanzdienstleistungen), der Konzentration auf Geschäftskunden und der Produktpalette begründet. 3. Regulatorische EntwicklungFolgende Entwicklungen im regulatorischen Umfeld waren für COLT auch im Jahr 2006 von Bedeutung: a) TelekommunikationsänderungsgesetzDer Bundestag hat das Gesetz zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TGK) 2006 verabschiedet. Als Folge aus dieser Gesetzesänderung steht zu befürchten, das COLT und andere Wettbewerber von der Marktentwicklung ausgeschlossen werden, da bei neuen Märkten ein Zugang zu Vorleistungsprodukten zumindest erschwert wird. Dieses Gesetz unterliegt erheblichen rechtlichen Bedenken, auch seitens der EU-Kommission. Folgen dieser Entwicklung lassen sich mit konkreten Zahlen für COLT z.Zt. nicht belegen, da unklar ist, was "neue Märkte" überhaupt sein sollen. Dieses Thema wird auch weiter von Bedeutung bleiben. b) Bitstrom-ZugangDie Bundesnetzagentur (BNetzA) hat im Jahre 2006 eine Regulierungsverfügung für den IP-Bitstrom-Zugang veröffentlicht. Diese sieht erfreulicherweise eine Verpflichtung des marktbeherrschenden Unternehmens vor, ein Vorleistungsprodukt anzubieten, welches Wettbewerbern ermöglichen würde, Breitbandangebote anzubieten. Für COLT als Geschäftskundendienstleister ist der Markt für ATM-Bitstrom-Zugang von weitaus größerer Bedeutung. Bei ATM-Bitstrom-Zugang handelt es sich um ein Produkt, bei welchem - anders als bei IP-Bitstrom - bestimmte Qualitätsparameter eingehalten werden. Zu diesem Vorleistungsprodukt ist jedoch eine Regulierungsverfügung absehbar. Diese ist von der BNetzA für 2007 nicht geplant und auch bisher nicht ergangen. c) Versteigerung Broadband Wireless Access-FrequenzenHier fand in 2006 eine Versteigerung von Frequenzen für den drahtlosen Netzzugang im Bereich 3,5 GHz statt. COLT hat sich nicht beteiligt, da die Erfolgsaussichten der Technologien derzeit noch völlig unklar sind. d) NummerngebührenAufgrund einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes aus dem Jahr 2005 zur Rechtswidrigkeit der Nummerngebührenverordnung wurden eine Reihe von Nummerngebührenbescheiden betreffend Rufnummern aus Ortnetzbereichen aufgehoben. COLT erhielt zuviel gezahlte Entgelte zurück. Ende 2006 ist wieder eine neue Nummerngebührenverordnung erlassen worden, die auch rückwirkende Geltung haben soll. Derzeit liegt kein Gebührenbescheid vor, der eine konkrete Verpflichtung für COLT darstellt. COLT sieht hier keine gravierenden Risiken. e) TelekommunikationsbeitragAuch in 2006 haben sich keine Konkretisierungen hinsichtlich der Ausgestaltung für einen Telekommunikationsbeitrag ergeben. f) IP-ZusammenschaltungTrotz der Notwendigkeit einer Festlegung von Regeln für die Zusammenschaltung IP-basierter Netze hat die Bundesnetzagentur hierzu noch keine Entscheidung getroffen. Es gab eine Projektgruppe bei der Bundesnetzagentur, die die Rahmenbedingungen IP-basierter Netze in 2005 untersucht hat. Konkrete Anhaltspunkte lassen sich noch nicht erkennen. g) Zugang zu AGB-ProduktenDie Deutsche Telekom ist derzeit noch nicht zur Bereitstellung entbündelter Anschluss-Produkte verpflichtet. COLT hatte im Jahre 2004/2005 gemeinsam mit drei anderen Wettbewerbsunternehmen erreicht, dass die Deutsche Telekom gerichtlich verpflichtet wurde, Endkundenprodukte zu Endkundenbedingungen zur Verfügung zu stellen. COLT hat dieses Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Köln für sich entschieden. Das Revisionsverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ist mit der Aufhebung der Entscheidung der BNetzA aus formalen Gründen zu Gunsten von COLT ausgegangen. Hier wird derzeit in letzter Instanz vor dem OLG Frankfurt in einem Musterverfahren geklärt, ob die Lieferverpflichtung weiter bestehen bleibt. Eine abschließende Entscheidung ist noch offen. Für COLT ist die Überlassung von AGB-Anschlüssen für die Einbindung in Großkundenprojekte von erheblicher Bedeutung. Der Lieferanspruch der COLT ist bis auf weiteres durch die zivilrechtlich abgesicherten Lieferverpflichtungen der Deutsche Telekom AG gesichert. h) MobilfunkIm November 2006 hat die BNetzA die Vorabgenehmigungspflicht der Entgelte für Mobilfunkanbieter erlassen. Die Mobilfunkanbieter haben dagegen vor dem VG Köln in erster Instanz erfolgreich Klage erhoben. Die BNetzA hat daraufhin im Wege der Sprungrevision Rechtsmittel beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt. Dort wird die Entscheidung des VG Köln nunmehr überprüft. Das Ergebnis der Überprüfung liegt noch nicht vor. i) VorratsdatenspeicherungZurzeit wird über die Vorratsdatenspeicherung im Rahmen der Terrorismusbekämpfung diskutiert. Mit deren Einführung sollen alle Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen für die Öffentlichkeit verpflichtet werden, Verkehrsdaten sechs Monate zu speichern, auch wenn diese zu Abrechnungszwecken nicht benötigt werden. Dies soll für Rufnummern, für E-Mail-Adressen und für IP-Adressen gelten. Die konkreten finanziellen Auswirkungen auf COLT können noch nicht geprüft werden, da COLT noch keine konkreten Schritte zur Umsetzung der Verpflichtung treffen konnte. In anhängigen Gerichtsverfahren, u.a. durch einen Mitkonkurrenten von COLT sowie durch die Anrufung des Bundesverfassungsgerichtes hinsichtlich der Einhaltung des Datenschutzes, soll geklärt werden, welche Daten gespeichert werden dürfen. 4. Umsatz- und AuftragsentwicklungFür den Berichtszeitraum 2006 erzielte die COLT Umsätze in Höhe von 740 Mio. € (Vorjahr: 768 Mio. €). Der Umsatzrückgang zum Vorjahr betrug 28 Mio. Euro oder 3,6%. Diese negative Entwicklung wurde maßgeblich durch klassisches Telefongeschäft getrieben. Der Anstieg im Datenbereich und der Internet-Telefonie setzte sich fort. Zum 31.12.2006 waren 7.435 Kunden (Vorjahr: 7.741) direkt an die Stadtnetze von COLT angebunden. 5. Finanzierung / Investitiona) FinanzierungDie deutsche COLT-Gruppe (COLT Telecom Holding GmbH und COLT Telecom GmbH) ist auf die finanzielle Unterstützung der Konzernobergesellschaft angewiesen, deren weitere Entwicklung für die finanzielle Ausstattung von COLT maßgeblich ist. Aufgrund der liquiden Reserven der Konzernobergesellschaft zum Jahresende 2006 ist die zukünftige Finanzierung von COLT sichergestellt. Dies gilt auch für den 31. Dezember 2007. b) InvestitionEs wurden Brutto-Investition von 46,7 Mio. € (Vorjahr: 33,4 Mio. €) durchgeführt. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Equipment für Kundenaufträge 35,9 Mio. € (Vorjahr: 27,1 Mio. €) und im Bau befindliche Anlagen 10,6 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €) zusammen. 6. PersonalentwicklungDie Anzahl der Mitarbeiter reduzierte sich erneut gegenüber 2005. Sie betrug Ende 2006 802 (Vorjahr: 889) bedingt durch die fortgesetzten Verlagerungsaktivitäten in die COLT Shared Service Center in Indien und Spanien. Die eingeleiteten Verlagerungsaktivitäten werden durch System- und Prozessanpassungen unterstützt, um eine reibungslose Abwicklung aller Geschäftsprozesse sicherzustellen. Es wurde mit den vorbereitenden Tätigkeiten für die Einführung von Oracle 11i begonnen. Die Implementierung von Oracle 11i wurde in 2006 durchgeführt. Das Jahresergebnis wurde durch Abfindungen in Höhe von 2,3 Mio. € belastet. 7. Vermögens-, Finanz- und Ertragslagea) Vermögens- und FinanzlageDie Eigenkapitalquote beträgt 36,4% (Vorjahr: 36,6%). Aufgrund des mit der COLT Telecom Holding GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrages hat sich das Eigenkapital nicht verändert. Der Anteil des Anlagevermögens beträgt 58,2% (Vorjahr: 65,3%) und ist zu 62,5% (Vorjahr: 56,1%) durch das Eigenkapital gedeckt. Das restliche Anlagevermögen ist durch Darlehen der COLT Gruppe finanziert. Der Anteil des Umlaufvermögens beträgt 41,7% (Vorjahr: 34,6%) vom Gesamtvermögen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden um 10,1 Mio. € bei gefallenen Umsätzen zum Vergleichszeitraum reduziert. Der erhöhte Anteil des Umlaufvermögens ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurück zu führen. Die Passivseite ist durch das Eigenkapital und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 618,6 Mio. € überwiegend Darlehen von Schwestergesellschaften, die der Finanzierung der Investitionen dienen. Im Jahr 2006 erwirtschaftete die COLT einen positiven Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit (vor Investitions- und Finanzierungstätigkeiten) in Höhe von 56,2 Mio. €. Insgesamt haben sich die Darlehensverbindlichkeiten um 13,0 Mio. € (per Saldo) erhöht. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug insgesamt 39,9 Mio. €. b) ErtragslageDas Berichtsjahr schloss mit einem Fehlbetrag von 66,7 Mio. € (Vorjahr: 58,5 Mio. €). Der Verlust wurde aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages komplett von der COLT Telecom Holding GmbH übernommen. Die Ergebnisverschlechterung ist im Wesentlichen durch Margenrückgänge gegenüber dem Vorjahr begründet. Das Jahresergebnis ist wie in Vorjahren durch die hohen Abschreibungen auf die Anfangsinvestitionen und Finanzierungskosten belastet. Der Impairmenttest bezüglich der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts wurde durchgeführt, ein Korrekturbedarf hat sich nicht ergeben. 8. Risiko und RisikofrüherkennungZur Identifizierung aktueller und zukünftiger Risiken nutzen die Gesellschaften der deutschen COLT Gruppe wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme. Diese beinhalten einheitliche Unternehmensrichtlinien, sorgfältige Auswahl und Schulung von Mitarbeitern, Einsatz von zuverlässigen und zeitgemäßen IT-Systemen sowie angemessene Kontroll- und Prüfschritte in allen Kernprozessen. Alle wesentlichen Risiken werden darüber hinaus in einer Risikomatrix dokumentiert und regelmäßig aktualisiert. Diese Maßnahmen versetzen die Geschäftsführung in die Lage, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und angemessen gegenzusteuern. So wird beispielsweise dem allgemeinen Kreditrisiko mit der entsprechenden Vergabe von Kreditlimits pro Kunden, dem Anfordern von Sicherheits- und Abschlagszahlungen, einer permanenten Limitüberwachung und einem sehr zeitgerechten Mahnwesen begegnet. Darüber hinaus sind für das allgemeine Kreditrisiko Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Die erforderlichen Wertberichtigungen wurden in Abhängigkeit der Alters- und Kundenstruktur mit unterschiedlichen Prozentsätzen auf den Forderungsbestand am Bilanzstichtag ermittelt. Des Weiteren bestehen regulatorische Risiken, die unter Punkt 3. Regulatorischer Entwicklung beschrieben sind. 9. Voraussichtliche Entwicklung im Jahr 2007 und 2008Obgleich der Telekommunikationsmarkt im Festnetzbereich gesamtheitlich nicht wächst (in 2007: -1,5%), sind die Aussichten für Datendienste mit einem erwarteten Anstieg von 6,5% durchaus positiv. Der Markt für Sprachdienste wird weiterhin rückläufig sein. Die Anzahl der Sprachminuten ist steigend. Der Preisverfall im Markt und die zunehmende Umstellung von Kunden auf Internet Telefonie führten 2007 zu einem Rückgang des wertmäßigen Marktvolumens von 5,5% (Quelle Marktdaten: VATM, Dialog Consult). Massiver Preisdruck im Markt mit zunehmender Tendenz zu Flatrates sowie der Übergang zur Internet Telephonie (IP Voice) tragen ebenfalls zu einem Rückgang des Voice Geschäfts bei. Der starke Rückgang im Jahr 2006 und Anfang 2007 wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 2007 durch geeignete Stabilisierungsmaßnahmen (Preispolitik, adäquate Produkte) deutlich abgebremst. Langfristig kann von einem weiteren Rückgang der Voice Umsätze ausgegangen werden. Diese Entwicklung ist jedoch nicht spezifisch für COLT, sondern Ausdruck des sich verändernden Marktes. Research-Unternehmen gehen für den deutschen Markt von einer Schrumpfung der Ausgaben für Festnetzsprachdienste um 8,5% bis zum Jahr 2011 aus. Dies resultiert einerseits aus einem Rückgang der Anzahl der Anschlüsse und andererseits einem weiteren Rückgang der Minutenpreise. Im Datengeschäft verzeichnet COLT in den letzten Jahren trotz zum Teil gravierender Preisrückgänge im Markt Wachstum. Der Fokus für die nächsten Jahre wird auch weiterhin der Ausbau des Datengeschäfts sein. Hierfür setzt COLT auf die Ausweitung des Produktportfolios bei bestehenden Kunden sowie die Einführung von neuen, marktgerechten Produkten. Im Markt für Datendienstleistungen sehen Research-Unternehmen Wachstumspotential von 7% bis 14% (je nach Produkt/Dienstleistung) bis 2010. Die Jahre 2005 und 2006 waren von massiven organisatorischen Veränderungen der COLT Gruppe geprägt. Innerhalb von 3 Jahren ist in Indien ein COLT eigenes Shared Service Center mit rund 800 Mitarbeitern entstanden. COLT India hat viele Funktionen, die keinen unmittelbaren Kontakt zu unseren Endkunden haben, übernommen. Bei sinkenden Margen und zunehmendem Konkurrenzdruck im Markt verschafft sich COLT Deutschland durch die 2007 abgeschlossene Auslagerung nach Indien einen für die Branche einzigartigen Kostenvorteil. COLT hat mit einem eigenen Glasfasernetz, das 13 Länder in Europa verbindet, und eigenen Stadtnetzen in allen Metropolen Europas ein Alleinstellungsmerkmal. Um diesen Vorteil besser zu nutzen und die Leistungen noch enger an den Bedürfnissen der unterschiedlichen Kundensegmente auszurichten, wurde Anfang 2007 ein weiterer Reorganisationsschritt eingeleitet. Bis Ende 2008 soll die Umstellung auf europaweit agierende Geschäftsbereiche abgeschlossen sein. Die neue Organisation ermöglicht eine erheblich klarere Ausrichtung an den Bedürfnissen unserer Kunden. Trotz der geplanten Umsatzsteigerungen im Datenbereich und den erzielten Kostenvorteilen rechnen wir auch noch für die nächsten Jahre mit Jahresfehlbeträgen. Diese werden aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der COLT Telecom Holding GmbH übernommen. 10. Wesentliche Ereignisse nach BilanzstichtagAm 23.11.06 wurden die Terminierungsentgelte in Mobilfunknetze durch die Bundesnetzagentur um durchschnittlich 10% gesenkt. Gegen diese Entscheidung sind die Mobilfunkbetreiber in Deutschland gerichtlich vorgegangen. Im März 2007 entschied das Verwaltungsgericht Köln zugunsten der Mobilfunkbetreiber, dass die Form der Regulierung durch das so genannte ex-ante Verfahren unrechtmäßig gewesen sei. Die Bundesnetzagentur legte hierauf Revision ein. Das Bundesverwaltungsgericht hat am 2. April 2008 die Klage der Mobilfunknetzbetreiber abgewiesen und damit die Bundesnetzagentur in ihrer Vorgehensweise sowie inhaltlich bestätigt. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln wirkte sich negativ auf die Umsätze der COLT Deutschland in 2006 und 2007 aus. In der Regel wird der Kostenvorteil, den COLT durch die Senkungen der Terminierungsentgelte erfährt, relativ schnell an Kunden, insbesondere Carrier und Reseller, weitergegeben. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln im März 2007 stellte die im November 2006 getroffene Regulierungsentscheidung vollständig in Frage. Bis zur endgültigen Entscheidung des Revisionsverfahrens besteht somit für COLT Deutschland das Risiko, rückwirkend bis zum 23.11.2006 die höheren Terminierungsentgelte bezahlen zu müssen. Nach Bekanntgabe des Urteils des Verwaltungsgerichts Köln reagierte COLT Deutschland als erstes Unternehmen durch Anpassung von Kundenverträgen. Alle Carrier und Resellerverträge wurden zunächst mit Rückwirkungsklauseln versehen, die eine nachträgliche Weitergabe von erhöhten Kosten an die COLT Kunden erlauben würde. Da COLT der erste Festnetzbetreiber war, der auf das Gerichtsurteil reagierte, schwenkten einige Carrier und Reseller ihren Traffic auf andere Festnetzbetreiber. Diese Reaktion führte insbesondere im Jahr 2007 zu erheblichen Umsatzverlusten. Innerhalb des 2. Quartals 2007 führten jedoch nahezu alle Festnetzbetreiber Rückwirkungsklauseln ein, so dass sich der Markt wieder beruhigte. Nach den im März 2008 getroffenen Maßnahmen hat die Gesellschafterin COLT Telecom GmbH ihre Verlustausgleichsverpflichtungen 2004, 2005 und 2006 erfüllt.
Frankfurt am Main, den 11. April 2008 Albertus Marinus Oosterom, Vorsitzender der Geschäftsführung Rita Thies, Geschäftsführerin Bilanz zum 31. Dezember 2006Aktiva
Passiva
Gewinn-
und Verlustrechnung
|
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| 2006 | 2005 | |||
| € | € | T€ | T€ | |
| 1. Umsatzerlöse | 739.814.046,39 | 767.643 | ||
| 2. Andere aktivierte Eigenleistungen | 3.885.457,21 | 3.761 | ||
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 62.364.530,32 | 76.949 | ||
| 806.064.033,92 | 848.353 | |||
| 4. Materialaufwand | ||||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -503.871.104,50 | -515.955 | ||
| 5. Rohergebnis | 302.192.929,42 | 332.398 | ||
| 6. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | -51.791.122,37 | -51.859 | ||
| b) Soziale Abgaben | -7.966.521,89 | -8.573 | ||
| -59.757.644,26 | -60.432 | |||
| 7.
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlage-- |
||||
| und Sachanlagen | -123.190.635,27 | -130.779 | ||
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -134.718.962,32 | -148.205 | ||
| 9. Betriebliches Ergebnis | -15.474.312,43 | -7.018 | ||
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 7.406.308,76 | 7.611 | ||
| (davon von verbundenen Unternehmen | ||||
| € 6.418.534,89; Vorjahr T€ 6.817) | ||||
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -58.651.433,14 | -59.082 | ||
| (davon an verbundene Unternehmen | ||||
| € 57.217.730,23; Vorjahr T€ 57.795) | ||||
| 12. Finanzergebnis | -51.245.124,38 | -51.471 | ||
|
13. Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit |
-66.719.436,81 | -58.489 | ||
| 14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages | ||||
| ausgeglichener Verlust | 66.719.436,81 | 58.489 | ||
| 15. Jahresüberschuss | 0,00 | 0 | ||
Anhang für das Geschäftsjahr 2006
A. Vorbemerkung
Der Jahresabschluss der COLT Telecom GmbH für das am 31. Dezember 2006 abgeschlossene Geschäftsjahr ist nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB für Kapitalgesellschaften aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist wie in den Vorjahren nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Anlagevermögen
Der im Rahmen der Ausgliederung übernommene Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Diese Nutzungsdauer entspricht im Wesentlichen den Nutzungsdauern der immateriellen Vermögensgegenstände (Kundenbeziehungen und Kundenverträge).
Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode, angesetzt. Ersichtlichen Wertminderungen wird durch Sonderabschreibungen Rechnung getragen. Die Herstellungskosten beinhalten auch aktivierte Personalkosten einschließlich Personalnebenkosten.
Soweit die Gründe für eine Sonderabschreibung entfallen, werden die Vermögensgegenstände wieder auf die fortgeführten Buchwerte zugeschrieben.
Die Abschreibungen auf die Zugänge an beweglichen Anlagegütern werden pro rata temporis vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauern werden pro Kategorie angesetzt:
| Kategorie | Nutzungsdauern |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | |
| sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3 - 7 Jahre |
| Kundenstamm | 5 - 15 Jahre |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 10 Jahre |
| Sachanlagen | |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | ---- |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 - 20 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 20 Jahre |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | ---- |
Selbständig bewertbare und nutzbare geringwertige Anlagegüter (bis € 410) werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Darüber hinaus ist für das allgemeine Kreditrisiko in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalabwertung vorgenommen. Die erforderliche Pauschalabwertung wurde in Abhängigkeit der Alters- und Kundenstruktur mit unterschiedlichen Prozentsätzen auf den Forderungsbestand am Bilanzstichtag ermittelt.
Flüssige Mittel und Rechungsabgrenzungsposten
Die flüssigen Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nennwerten bilanziert.
Rückstellungen
Alle Rückstellungen sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit den Rückzahlungsbeträgen bilanziert.
Verbundene Unternehmen
Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen des Konsolidierungskreises der COLT Telecom Group Ltd., London/England, bzw. der COLT Telecom Group S.A., Luxemburg, ausgewiesen.
Fremdwährungsumrechnung
Fremdwährungsforderungen werden grundsätzlich zum Anschaffungskurs oder zum niedrigeren Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt zum Kurs bei Eingehen der Verbindlichkeiten oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag.
B. Erläuterungen zum Jahresabschluss
I. Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens in der Bruttodarstellung gemäß § 268 Abs. 2 HGB zeigt nachfolgender Anlagespiegel.
Entwicklung des Anlagevermögens 2006
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
| 01.01.2006 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 31.12.2006 | |
| € | € | € | € | € | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche | |||||
| Rechte und Werte sowie Lizenzen an | |||||
| solchen Rechten und Werten | 228.972.809,62 | 64.896,59 | 363.113,39 | 555.519,61 | 228.845.299,99 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 145.541.634,16 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 145.541.634,16 |
| 374.514.443,78 | 64.896,59 | 363.113,39 | 555.519,61 | 374.386.934,15 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche | |||||
| Rechte und Bauten | 1.215.802,60 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.215.802,60 |
| 2. Technische Anlage und Maschinen | 1.005.126.716,57 | 35.947.615,45 | 3.990.237,45 | 7.866.994,80 | 1.037.197.574,67 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und | |||||
| Geschäftsausstattung | 182.185.109,19 | 129.869,82 | 1.437.943,94 | 1.408.639,29 | 182.344.283,66 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen | |||||
| im Bau | 5.791.294,78 | 10.557.877,62 | -5.791.294,78 | 0,00 | 10.557.877,62 |
| 1.194.318.923,14 | 46.635.362,89 | -363.113,39 | 9.275.634,09 | 1.231.315.538,55 | |
| 1.568.833.366,92 | 46.700.259,48 | 0,00 | 9.831.153,70 | 1.605.702.472,70 | |
| Restbuchwerte | ||||
| Kummulierte | Laufende | 31.12.2006 | 31.12.2005 | |
| Abschreibungen | Abschreibungen | |||
| € | € | € | € | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche | ||||
| Rechte und Werte sowie Lizenzen an | ||||
| solchen Rechten und Werten | 94.995.607,48 | 17.363.455,62 | 133.849.692,51 | 152.308.113,83 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 50.939.571,97 | 14.554.163,42 | 94.602.062,19 | 109.156.225,61 |
| 145.935.179,45 | 31.917.619,04 | 228.451.754,70 | 261.464.339,44 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche | ||||
| Rechte und Bauten | 0,00 | 0,00 | 1.215.802,60 | 1.215.802,60 |
| 2. Technische Anlage und Maschinen | 613.270.852,81 | 81.461.681,97 | 423.926.721,86 | 470.939.976,69 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und | ||||
| Geschäftsausstattung | 119.771.144,39 | 9.811.334,26 | 62.573.139,27 | 70.584.858,65 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen | ||||
| im Bau | 0,00 | 0,00 | 10.557.877,62 | 5.791.294,78 |
| 733.041.997,20 | 91.273.016,23 | 498.273.541,35 | 548.531.932,72 | |
| 878.977.176,65 | 123.190.635,27 | 726.725.296,05 | 809.996.272,16 | |
Umlaufvermögen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegen die Gesellschafterin COLT Telecom Holding GmbH (T€ 349.380). Diese betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 57.581), Forderungen aufgrund des Verlustausgleichsanspruchs (T€ 192.302) sowie Forderungen aus Cashpooling (T€ 44.234) und Darlehensforderungen (T€ 55.263). Die Forderungen gegen übrige Konzerngesellschaften betragen T€ 9.002 und betreffen ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen sind - mit Ausnahme der Darlehensforderungen - sämtlich kurzfristig fällig.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sämtlich kurzfristig fällig.
Die
sonstigen Vermögensgegenstände enthalten
hauptsächlich Kautionen (T€ 16.084),
Vorauszahlungen an Lieferanten (T€ 1.149) und
debitorische Kreditoren (T€ 482).
Es bestehen bis auf den überwiegenden Anteil der
oben genannten Kautionen keine Beträge mit einer
Laufzeit länger als ein Jahr.
Rechnungsabgrenzungsposten
Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Mieten und Wartungsleistungen für die folgenden Geschäftsjahre abgegrenzt.
Eigenkapital
Das Eigenkapital entwickelt sich wie folgt (in €):
| Stammkapital | |||
| 01.01.2006 | 50.000,00 | ||
| 31.12.2006 | 50.000,00 | ||
| Kapitalrücklage | |||
| 01.01.2006 | 454.069.971,90 | ||
| 31.12.2006 | 454.069.971,90 | ||
| Verlustvortrag | |||
| 01.01.2006 | -207,63 | ||
| 31.12.2006 | -207,63 | ||
| Eigenkapital 31.12.2006 | 454.119.764,27 | ||
Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der COLT Telecom Holding GmbH, wurde ein Verlustausgleichsanspruch von T€ 66.719 aktiviert und ein entsprechender Ertrag vereinnahmt.
Sonderposten mit Rücklagenanteil
Der Sonderposten mit Rücklagenanteil betrifft einen Investitionszuschuss der Investitionsbank Berlin für das Anlagevermögen des Berliner Netzknotens. Der Posten wird über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände aufgelöst.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich ausstehende Carrier-Rechnungen für Sprachübertragungsdienstleistungen (T€ 34.932), Personalrückstellungen (T€ 7.193), Rückstellungen für Leerstandskosten (T€ 20.396), Rückstellungen für gemietete Leitungen und Zusammenschaltungen (T€ 7.168) sowie Rückstellungen für Auszahlungsbeträge für Mehrwertdienste (T€ 3.178).
Verbindlichkeiten
Gliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten:
| bis 1 JahrT€ | bis zu 5 JahrenT€ | |
| Erhaltene Anzahlungen von Kunden | 2.006 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 42.571 | 62 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 636.083 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 14.040 | 0 |
| Gesamt | 694.700 | 62 |
Über den Zeitraum von 5 Jahren hinaus bestehen keine Verbindlichkeiten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber der COLT Telecom Finance Euro, London/England (T€ 179.202) und der COLT Lux Group Holding S.A.R.L. (T€ 439.424) und betreffen Darlehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber den übrigen Konzerngesellschaften (T€ 17.457) betreffen ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Lohn- und Kirchensteuer (T€ 881), kreditorische Debitoren (T€ 4.652), erhaltene Zuschüsse im Rahmen der Berlinförderung, die bis zur endgültigen Klärung unter sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden (T€ 5.124).
Rechnungsabgrenzungsposten
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten besteht aus Geschäftsjahres übergreifenden Rechnungen bzw. Zahlungen von Kunden.
II. Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse enthalten die an Kunden berechneten Entgelte für Leistungen nach Abzug von Preisnachlässen, Rabatten und Skonti, jedoch ohne Mehrwertsteuer und setzen sich wie folgt zusammen:
| T€ | |
| Privat Wire-Installationserlöse (einmalige Anschlussgebühren) | 9.736 |
| Privat Wire-Leitungsmieten | 174.020 |
| Switched Services (Telefonie-Erlöse) | 521.891 |
| Data Centre | 21.422 |
| Übrige Erlöse | 12.745 |
| Total | 739.814 |
Die Umsätze für Mehrwertdienste (0900er Rufnummern), die in den Switched Services enthalten sind, wurden im Geschäftsjahr 2006 netto dargestellt. Das heißt die Umsätze für die Mehrwertdienste wurden um den Kostenanteil von T€ 12.395 (2005: T€ 21.287) reduziert.
Die Umsätze wurden in Deutschland erzielt.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen:
| Ertrag | T€ |
| Erträge aus Untermietverträgen | 1.356 |
| Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen | 54.912 |
| Erträge aus Anlageverkäufen | 145 |
| Erträge aus der Auflösung des Sonderposten mit Rücklageanteil | 168 |
| Erlöse aus Lease Agreement | 5.604 |
Außer den Erträgen aus Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil sind keine weiteren wesentlichen periodenfremden Erträge angefallen.
Abschreibungen
Die Abschreibungen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen von T€ 1.555.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:
| Kosten | T€ |
| Gebäudekosten | 23.826 |
| Reorganisationskosten | 3.816 |
| Kosten der Personalbeschaffung und Ausbildung | 2.604 |
| Weiterbelastungen der Konzernobergesellschaft | 78.973 |
| Wartungs- und Instandhaltungskosten | 10.208 |
| Bürokosten | 2.153 |
| Marketingkosten | 1.682 |
| Reisekosten | 2.237 |
| Rechts- und Beratungskosten | 4.080 |
| Versicherungen | 1.507 |
| Externes Personal | 1.233 |
| Frachten | 1.404 |
Im Berichtszeitraum sind keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen angefallen.
Jahresergebnis
Der Verlust vor Abführung von T€ 66.719 wurde im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages durch die COLT Telecom Holding GmbH ausgeglichen.
C. Ergänzende Angaben
Haftungsverhältnisse
Zum Bilanzstichtag bestanden Bankbürgschaften in Höhe von T€ 15.703.
Im Rahmen der Reduktion der Mietflächen haftet die Gesellschaft für Mietverpflichtungen von T€ 303 eines Nachmieters.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in folgender Höhe (in T€):
| Jahr | T€ |
| 2007 | 48.175 |
| 2008 - 2010 | 51.008 |
| 2011 ff. | 65.873 |
Bereits gebildete Rückstellungen für langfristige Mietverpflichtungen in Höhe von T€ 20.396 wurden nicht in Abzug gebracht.
Das Bestellobligo am 31. Dezember 2006 beträgt T€ 4.516.
Vertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft:
| • |
Dr. Wolfgang Essig, Vorsitzender
der Geschäftsführung, Neerach/Schweiz
|
| • |
Detlef Spang, Vorsitzender der
Geschäftsführung, Teddington/England
|
| • |
Albertus Marinus Oosterom,
Vorsitzender der Geschäftsführung,
Rockanje/Niederlande
|
| • |
Rita Thies, Geschäftsführerin Finanzen, Frankfurt am Main |
| • |
Dr. Bernd Huber,
Geschäftsführer Vertrieb, Berlin
|
| • |
Michael Hallen,
Geschäftsführer Vertrieb, Düsseldorf
|
Die Geschäftsführung erhielt 2006 insgesamt Bezüge von T€ 306.
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 848 Mitarbeiter.
Gesellschafter und Konzernabschluss
Gesellschafter ist zum 31. Dezember 2006 ausschließlich die COLT Telecom Holding GmbH, Frankfurt am Main.
Die Konzernabschlüsse werden von der COLT Telecom Group Ltd., London/England, und der COLT Telecom Group S.A., Luxemburg aufgestellt.
Die Konzernabschlüsse sind dort erhältlich.
Frankfurt am Main, den 11. April 2008
Albertus Marinus Oosterom, Vorsitzender der Geschäftsführung
Rita Thies, Geschäftsführerin
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der COLT Telecom GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 11. April 2008
PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Nadia Brieder-Markl, Wirtschaftsprüfer
ppa. Thomas Brocker, Wirtschaftsprüfer
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