Vesuvius Crucible GmbH
Noltinastraße 29, 37297 Berkatal, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Blum seit 12.8.2024 | Prokura |
Michael Höhnke seit 29.8.2022 | Prokura |
Nina Patisson seit 27.1.2022 | Prokura |
Jonathan Percival seit 27.1.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Morgan Molten Metal Systems GmbHBerkatalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.20231 Darstellung GeschäftsverlaufGrundlagen und Rahmenbedingungen Durch eineinhalb Jahrhunderte kontinuierlichen technischen Fortschritts hindurch hat sich Morgan Molten Metal Systems (MMS) einen Namen in Sachen Schmelztiegel und Gießerei-Produkte gemacht. Das Unternehmen in Berkatal-Frankenhain geht zurück auf das Jahr 1877 und wurde gegründet von den Gebrüdern Nolte. Bis zum Jahre 2010 firmierte das Unternehmen unter den Namen Carl Nolte Söhne GmbH. Der Markenname Noltina ist ein weltweit anerkanntes Synonym für hochqualitative Schmelztiegel, die auch den Herausforderungen anspruchsvollster Anwendungen in Metallgießereien, Druckgießereien und Schmelzbetrieben zur Verarbeitung von Nichteisenmetallen gerecht werden. Der Vertrieb der Produkte ist international ausgerichtet, wobei der Schwerpunkt auf die Region Europa und Afrika gerichtet ist. Auch außerhalb dieser Region werden Produkte insbesondere zu den Schwestergesellschaften in den USA und Mexico, aber auch nach Asien verkauft. Der Großteil unserer Kunden sind Gießereien von Aluminiumprodukten. Um den veränderten Anforderungen der Kunden und des Marktes zu entsprechen, wurde Ende 2019 ein weiteres Produktionswerk in Eschwege eröffnet. In diesem Werk werden Produkte maschinell bearbeitet. Im Fokus liegt die Herstellung von Produkten mit komplexer Form, deren Fertigung durch herkömmliche Produktionsmethoden und Verfahren nicht möglich ist. Dadurch wird ein breites Produktportfolio angeboten, wodurch sich das Unternehmen auf dem Markt von der Konkurrenz abheben kann. Das wirtschaftliche Umfeld des Jahres 2023 war weiterhin geprägt von den Nachwirkungen der Corona-Pandemie, sowie ab Februar 2022 von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts mit Auswirkungen auf die weltweiten Lieferketten, sowie als Folge davon auf Rohstoff- und Energiepreise. Insbesondere der Anstieg der Energiepreise, als auch die in Folge der Inflationsentwicklung 2022 (von der Bundesbank im Dezember 2022 mit 8,6% beziffert 1 ) hohen Tarifabschlüsse in 2023 in verschiedenen Industriezweigen trübten die Konjunktur in 2023 merklich ein. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften sank die Produktion von Industriegütern seit mehr als einem Jahr, insbesondere getragen von der Schwäche im Euroraum 2. Die Bundesbank erwartete in Ihrer Projektion vom Dezember 2023 für das Jahr 2024 wieder ein positives Wirtschaftswachstum von +0,4% gegenüber 2023 3. Für die Jahre 2025 und 2026 wurde mit weiter positiven Wachstumsraten von 1,2% bzw. 1,3% gerechnet. In ihrer Prognose für 2024 ging die Bundesbank von einer Inflationsrate von 2,7% nach 6,1% in 2023 aus 4.
1 Bundesbank Monatsbericht Dezember 2022, Seite
17
Im Verlauf des Jahres 2024 deutete sich zwar eine Erholung der Industrieproduktion an, sie war aber nicht breit angelegt. Insbesondere die Automobilproduktion zeigte eine schwankende monatliche Entwicklung, so dass die Nachfrage nach Industrieerzeugnissen nach wie vor als schwach zu bezeichnen ist und die kurzfristigen Aussichten als sehr verhalten einzustufen sind 5. Das Geschäftsklima in Deutschland, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, hat sich zur Mitte 2024 mit einer schlechteren Beurteilung der Geschäftslage und eingetrübten Erwartungen weiter deutlich verschlechtert 6. Der deutliche Anstieg der Kosten der Rohmaterialien für unser Unternehmen war bereits in den letzten Monaten des Geschäftsjahrs 2021 zu verzeichnen und setzte sich in den Jahren 2022 und 2023 fort. Etwa im zweiten Quartal 2023 erreichten die Rohstoffpreise einen vorläufigen Höhepunkt, auf dem sie sich nachfolgend entweder stabilisierten oder sich auch wieder reduzierten. Ein Absinken der Rohstoffbezugspreise auf Vorkrisenniveau ist jedoch weiter nicht in Sicht. Der Anstieg der Energiepreise wird erst ab dem Jahr 2024 für unser Unternehmen in vollem Umfang wirken, da die Preise bis Ende 2023 bereits vor Krisenbeginn längerfristig vertraglich vereinbart waren. Für 2024 wurden entsprechend neue Jahres-Verträge mit Energielieferanten abgeschlossen, um die Energieversorgung zu sichern. Trotz der kriegerischen Auseinandersetzung im Nahen Osten in 2023 stiegen die Rohölpreise in 2023 kaum an 7 , bzw. verminderten sich sogar im weiteren Verlauf 2023/2024 8. Die weitere Entwicklung mit ihrer möglichen Eskalation in 2024 und Ihre Auswirkung auf Energie- und Logistikkosten bleibt demnach abzuwarten. Während sich das Unternehmen in 2022 noch aufgrund gut gefüllter Auftragsbücher und der Abarbeitung von Auftragsrückständen den Auswirkungen der globalen Wirtschaftsschwäche in 2022 etwas entziehen und das Absatz- und Produktionsgeschehen auf Vorjahresniveau halten konnte, führte die sinkende Industrieproduktion, und hier speziell in der Kfz-Produktion, sowie die schwache Auslandsnachfrage 9 für ein schwächeres Auftragseingangsgeschehen ab 2023 und somit in 2023 und auch 2024 zu einem geringeren Produktionsvolumen. Geschäftsverlauf und Ertragslage Die wesentlichen Leistungsindikatoren an der die Gesellschaft von ihren Eigentümern gemessen wird, sind der Umsatz und EBITA vor konzerninternen Umlagen, wobei der Umsatz von TEUR 23.790 im Jahr 2022 mit TEUR 23.250 im Berichtsjahr nur knapp unterschritten wurde, was einer Verminderung von 2,3% entspricht. Der wesentliche Treiber für die geringe Verminderung des Umsatzes trotz gesunkener Produktions- und Absatzmengen sind Preisaufschläge, die im Umfeld der Rohmaterialpreissteigerungen an die Kunden weitergegeben wurden. Der Auftragsbestand zum 31.12.2023 beträgt TEUR 4.995 gegenüber Kunden, die nicht verbundene Unternehmen sind (Jahresabschluss 2022 TEUR 10.053). Im Vergleich zum Budget trat die für 2023 erwartete Umsatzerholung nicht ein. Dies führte dazu, dass das budgetierte operative EBITA-Ziel (TEUR 7.025) um TEUR 4.018 verfehlt wurde. Die EBITA stellte sich somit im Berichtsjahr mit TEUR 3.007 (Vorjahr TEUR 3.498) dar. Das hier genannte operative EBITA ist eine interne Größe, die Abteilungen mit übergeordneter Funktion sowie Konzernumlagen ausschließt. Es handelt sich hierbei um eine nach IFRS aufgestellte Steuerungsgröße des Mutterkonzerns, auf deren Basis die Gesellschaft ihr Geschäft steuert.
4 Bundesbank Monatsbericht Dezember 2023, Seite
15
EBITA-Marge und Eigenkapitalrentabilität entwickelten sich wie folgt:
Das Absinken der sonstigen betrieblichen Erträge um einen Betrag in Höhe von TEUR 178 auf TEUR 430 (Vorjahr TEUR 609 resultiert im Wesentlichen aus geringeren realisierten Währungsgewinnen im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 41; im VJ TEUR 278) sowie ein gegenläufiger Ertrag aus der Guthabenrückzahlung einer Versicherung und eines Lieferanten (27 TEUR, Vorjahr 0 TEUR). Der Materialaufwand ist um 4,2% von TEUR 9.483 auf TEUR 9.085 gesunken, was im Wesentlichen auf die geringere Produktionstonnage sowie einen moderaten Bestandsabbau zurückzuführen ist. Dies führte im Berichtsjahr entsprechend zu einer unveränderten Materialaufwandsquote im Verhältnis zu der Gesamtleistung von 39,4% wie im Vorjahr. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich im Berichtsjahresdurchschnitt um 4 Mitarbeiter erhöht, wobei diese Erhöhung vollumfänglich den gewerblichen Bereich betraf. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 370 oder 4,7% erhöht, was im Wesentlichen durch die Mitarbeitererhöhung, die erstmalige Gewährung einer Anwesenheitsprämie für 2023 und die in unserer Industrie vergleichsweise moderaten allgemeinen Lohn- und Gehaltssteigerungen begründet ist. Bezogen auf die Gesamtleistung hat sich die Personalaufwandsquote im Berichtsjahr mit 35,6% (Vorjahr 32,5%) erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Abschreibungen um TEUR 35 auf TEUR 893 (Vorjahr TEUR 928) gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich mit TEUR 4.363 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 4.643) um TEUR 280 verringert, was im Wesentlichen auf Veränderungen in den Frachtkosten (TEUR 606 gegenüber TEUR 830 im Vorjahr), realisierte Währungsverluste und dem Ergebnis aus Währungssicherung (TEUR 131 gegenüber TEUR 488 im Vorjahr) zurückzuführen ist. Diesen Kostenverringerungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen standen folgende wesentlichen gegenläufigen Kostensteigerungen gegenüber: Konzern-Services und Umlagen (TEUR 1.343 gegenüber TEUR 1.194 im Vorjahr, begründet durch die Stärkung des Business Development Teams zur Entwicklung unserer Wachstumsstrategie im Bereich der Machined Components, sowie allgemeiner Kostensteigerungen), Kosten für interimistische externe Besetzung von Managementpositionen (TEUR 198 gegenüber 153 TEUR im Vorjahr), Fahrzeugkosten (TEUR 199 gegenüber TEUR 158 im Vorjahr, hauptsächlich durch die Einführung von Job-Bikes), sowie Messekosten durch die nur alle 4 Jahre stattfindende Gießerei-Fachmesse GIFA (TEUR 124 gegenüber TEUR 25 im Vorjahr).
10 Earnings Before Interest Taxation and
Amortisation (ohne Berücksichtigung von
Konzernumlagen) im Verhältnis zum Umsatz.
Der Zinsaufwand mit verbundenen Unternehmen ist durch die Teilnahme am Cash-Pooling-Verfahren wegen durchschnittlich höherer Inanspruchnahmen um TEUR 50 gestiegen (TEUR 56 im Vergleich zu TEUR 6 im Vorjahr). Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von TEUR 921 (Vorjahr TEUR 1.820). Das Absinken des absoluten operativen EBITAs in Kombination mit dem vergleichsweisen geringeren Absinken des Umsatzes führte zu der um 1,8 Prozentpunkte niedrigeren EBITA-Marge. Vermögenslage Insgesamt wurden im Jahr 2023 TEUR 1.081 in neue Anlagen investiert, davon TEUR 218 in die Erneuerung des Daches der Versandhalle (inklusive Asbest-Sanierung und Beleuchtungs- und Belüftungsoptimierung), TEUR 184 für einen kombinierten Vakuum Extruder, TEUR 60 für einen High- Speed Steam Generator, TEUR 129 für eine Leichtbauhalle zur geschützten Lagerung der Rohstoffe, TEUR 118 in die Auflastung des Krans am Ofen 7, sowie TEUR 40 für verschiedene Labor- und Testgeräte. Weitere TEUR 151 betreffen Investitionen in Gebäude und Einbauten sowie TEUR 181 in andere Anlagen und Vermögensgegenstände. Der Abnutzungsgrad des Sachanlagevermögens 12 blieb mit 66,9% nahezu unverändert zum Vorjahr (67,0%; -0,1%). Die Vorratsquote ist von 17,3% auf 16,2% gesunken und die Sachanlagenquote von 39,9% auf 42,5% gestiegen. Das Anlagevermögen ist um TEUR 177 auf insgesamt TEUR 9.082 angestiegen. Das Absinken des Vorratsvermögens um TEUR 260 ist im Wesentlichen durch den reduzierten Auftragsbestand bei auftragsbezogener Produktion mengenbedingt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind aufgrund der geringeren Umsätze in den jeweils letzten Monaten 2023 im Vergleich zu 2022 um TEUR 243 gesunken. Das Absinken der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 193 (Berichtsjahr TEUR 677, Vorjahr TEUR 870) begründet sich im Wesentlichen durch Veränderungen der Forderungen gegen Morgan Crucible Inc (USA), Morgan Molten Metal Systems Suzhou (China) und GIM-Grupo Ind. Morgan (Mexico) aus Lieferungen und Leistungen. Der Bestand an Rückstellungen ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 153 gesunken, im Wesentlichen aufgrund von TEUR 78 für reduzierte Reklamationsrückstellungen, sowie TEUR 124 für geringere Zeitguthaben bzw. Resturlaubsansprüche der Mitarbeiter. Gegenläufig war eine erstmalige Gewährung einer Anwesenheitsprämie für 2023, die mit TEUR 96 zurückgestellt wurde. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.070 auf TEUR 577 im Wesentlichen aus stichtagsbedingten Gründen gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling (TEUR +1.518 gegenüber dem Vorjahr), und gegenläufig dem Absinken aus Gewinnabführung (TEUR -899 im Vergleich zum Vorjahr) in Summe um TEUR 773 gesunken. Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 511 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 14.926 verringert. Die Eigenkapitalquote liegt bei 61,4%, und somit 2,0%-Punkte über der Vorjahresquote (59,4%). Finanzlage Durch regelmäßige und zeitnahe Überwachung der Zahlungen und der Kreditlimits wird das Risiko von Zahlungsausfällen eingeschränkt. Bei nicht fristgerechter Zahlung werden Kunden für weitere Belieferungen gesperrt. Außerdem erfolgt regelmäßig eine Überwachung auf Wertberichtigungsbedarf. Die Ermittlung der Kapitalflussrechnung erfolgt im Geschäftsjahr gemäß DRS 21 nach der indirekten Methode. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ging von TEUR 3.071 im Vorjahr deutlich um TEUR 1.708 auf TEUR 1.363 zurück. Das um TEUR 899 verschlechterte Jahresergebnis trug zu diesem Rückgang bei. Zusätzlich ist dies dem Rückgang der Rückstellungen und Verbindlichkeiten auf der Passiv-Seite und der damit einhergehend nach der indirekten Methode Cashflow-verschlechternden Wirkung geschuldet (Berichtsjahr TEUR -1.149, Vorjahr TEUR +1.134). Gegenläufig verringerten sich die Vorräte und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, im Berichtsjahr um TEUR -688 und erhöhten damit nach der indirekten Methode den Cashflow, während hieraus im Vorjahr noch eine Verminderung von TEUR -811 resultierte. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -1.081 (Vorjahr TEUR -692) betrifft zahlreiche Investitionen in die Gebäude und Anlagen in Berkatal. Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -283 (Vorjahr TEUR -2.379) resultiert im Wesentlichen aus der zahlungswirksamen Gewinnabführung von TEUR 1.820 für 2022. Des Weiteren ist hierin die Veränderung des Cash-Pooling enthalten, die im Berichtsjahr einer Erhöhung der Cash-Pool-Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 1.518 entspricht. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow und durch die Einbindung in das konzernweite Cash-Management-System, so dass keine Engpässe im Zahlungsfluss zu erwarten sind. Der Cash-Pool-Führer ist die Morgan Advanced Materials Plc. im Vereinigten Königreich. 2 Forschung und EntwicklungDie Gesellschaft investiert weiterhin erhebliche Mittel in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit (TEUR 703, Vorjahr TEUR 627). In der Vergangenheit wurde die komplett neue Produktfamilie "Machined Components" entwickelt, wie Aluminium-Entgasungsrotoren, die ein deutlich erweitertes Einsatzgebiet erschließen, wodurch es der Gesellschaft möglich wird, neue Kunden und Absatzpotentiale zu entwickeln. Diese Arbeiten haben dazu geführt, dass am ausgelagerten Produktionsstandort in Eschwege mittlerweile diese Rotoren in wachsender Anzahl produziert werden. Inzwischen liegt der Fokus der im Bereich F&E tätigen Mitarbeiter (durchschnittlich 7,2 in 2023) nicht mehr ausschließlich auf der Entwicklung neuer Produkte, sondern auch in der Anwendungsbetreuung beim Kunden und bei der Verbesserung von existierenden Produkten und Prozessen, um die Tiegel in der Anwendung beständiger und länger haltbar zu machen, wie z.B. die Entwicklung neuer Bindesysteme für Hochtemperatur-Anwendungen. Weiterer Schwerpunkt der aktuellen und zukünftigen Tätigkeiten ist das Ziel, die Produktion effizienter und ressourcenschonender zu gestalten. Hierbei steht die Reduzierung des Energieverbrauchs im Vordergrund, um die CO 2 Emission zu verringern und den steigenden Energiekosten entgegenzuwirken, wie u.a. die Umstellung der Massentrocknungskammern von Gas auf Strom mittels Mikrowellen-Technologie. Aktivitäten zur Entwicklung neuer Produkte beziehen sich derzeit z.B. auf keramische Gefäße zur Wärmebehandlung im Bereich der Lithiumbatterien-Herstellung. 3 RisikomanagementDie Morgan Molten Metal Systems GmbH ist entsprechend ihrer Aufgaben in das Risikomanagement der Morgan-Advanced Materials-Gruppe einbezogen. Es besteht im Wesentlichen aus:
Insgesamt sehen wir auf der Basis der heutigen Risikobeurteilung - abgesehen von allgemeinen, nicht spezifizierbaren Risiken - keine Bestandsgefährdung der Gesellschaft durch interne oder externe Risiken. 4 Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungIn den nächsten Jahren hängt die weitere Entwicklung des Geschäftsverlaufs primär von der wirtschaftlichen Entwicklung der Abnehmerindustrien ab. Hierbei sind auch die politische und wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Ländern, sowie die weiteren Entwicklungen oder gar Eskalationen im Russland-Ukraine-Konflikt als auch im Nahost-Konflikt von Bedeutung. Trotz der Erweiterung des Produktportfolios durch das neue Produktionswerk kann sich der negative Trend in der Automobilindustrie kurzfristig auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirken. Im Zusammenhang mit den gestiegenen Energiepreisen und Lohnkosten können ebenfalls Nachfragereduzierungen entstehen. Für 2023 sahen wir zunächst eine Produktionstätigkeit auf dem Niveau von 2022, was sich aber im Verlauf des Jahres 2023 nicht ganz bestätigen konnte. Eine Erholung des Auftragseingangsgeschehens fand auch ersten Halbjahr 2024 noch nicht statt, weshalb das Umsatz-Ziel des Budgets für 2024 nicht erreicht werden wird. Seit Januar 2024 hat das Unternehmen auf diese Situation mit der Einführung von Kurzarbeit reagiert. Aufgrund der allgemeinen Einschätzungen von Fachleuten (siehe oben) sehen wir die Umsatzentwicklung als ein mittelhohes Risiko. Ein weiteres Risiko ist das Auftreten von Ausfallzeiten in der Produktion. Durch ein Maschinenkonzept werden regelmäßige Wartungen eingeplant, d. h. im August dieses und letzten Jahres wurde und wird eine zweiwöchige Betriebsruhe genutzt, um in weiten Teilen der Produktion Instandsetzung- und Erneuerungsmaßnahmen durchzuführen, so dass der Ausfall von Produktionsanlagen vermieden wird. Dieses Risiko wird von uns als gering eingestuft. Um bei sich veränderndem Auftragsbestand entsprechend flexibel reagieren zu können, wird im Rahmen eines Mitarbeiterentwicklungsprogrammes die flexible Einsatzmöglichkeit und Bereitschaft des Mitarbeiterstamms regelmäßig überprüft und das Personal in Mitarbeitergesprächen und Schulungen entsprechend gefördert. Außerdem wurde die in der Vergangenheit starke Inanspruchnahme von Zeitarbeitern reduziert und es werden neue Mitarbeiter im Zuge von Nachbesetzungen eher fest eingestellt, um notwendige Einarbeitungszeiten zu reduzieren und die neuen Mitarbeiter dauerhaft zu qualifizieren. Das finanzielle Risiko für MMS hinsichtlich der derzeitigen Auftragsentwicklung wird als mittelhoch eingestuft. Die Zusammenarbeit innerhalb der Morgan-Gruppe wird sich auch künftig durch Nutzbarmachung von Synergie-Effekten weiterhin positiv auf das Jahresergebnis auswirken. Die Gesellschaft profitiert dabei vor allem von den Aktivitäten der weltweiten Vertriebsgesellschaften innerhalb der Gruppe. Ferner wird mit einem weltweit agierenden Team weiterhin an der Entwicklung von neuen Produkten gearbeitet, um in Zukunft neue Märkte und Wachstum zu ermöglichen. Ein erheblicher Teil der Exporte wird in Fremdwährungen (USD/GBP) fakturiert. Ein weiterhin schwer einzuschätzender Wechselkursverlauf stellt einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor für die Ertragslage dar. Zur Sicherung eines planbaren und stabilen Eurowertes tätigt die Gesellschaft auch weiterhin Devisentermingeschäfte mit verbundenen Unternehmen, so dass das Risiko als mittelhoch eingeschätzt wird. Im Jahr 2022 waren durch die Abwertung des Euros negative Ergebnisbeiträgen durch Wechselkurseffekte zu verzeichnen. Nach Erreichen eines Bodenwertes schwächte sich dieser Effekt in 2023 und im Verlauf der ersten Monate 2024 deutlich ab. Wir erwarten auch für die Zukunft weiter ausgeglichene bis positive Effekte. Nachdem noch in 2022 potentielle Gasversorgungsrationierungen bundesweit diskutiert wurden, konnten die benötigten Gasmengen in 2023 beschafft werden. Daran sollte sich nach unserer Einschätzung auch in den Folgejahren nichts ändern. Sollte jedoch die Gasbelieferung tatsächlich eines Tages rationiert werden, hätte dies sofort Auswirkungen auf die Produktionstätigkeit. Gewisse Maßnahmen zur Optimierung der Produktion unter Einsatz der verbleibenden Gasbezugsmenge sind kurzfristig möglich, aber stark limitiert. Projekte zur mittelfristigen stärkeren Reduzierung unseres Energiebedarfs und möglicherweise eines teilweisen Wechsels des Energieträgers sind in der Projektierungsphase. Die Energieversorgung erachten wir derzeit als nur noch mittleres Risiko für den zukünftigen Geschäftsverlauf. Eine weitere Herausforderung für das Unternehmen besteht in der Einhaltung und Optimierung von Produktions-, Liefer- und Qualitätsprozessen. Nach Lieferengpässen in 2021 bei Rohstoffen ist aktuell die grundsätzliche Rohstoffversorgung kein Thema mehr. Stark inflationäre Rohstoffpreissteigerungen konnten in 2022 und 2023 in Form von Rohstoffzuschlägen an die Kunden weitergegeben werden. Inzwischen hat die Rohstoffpreisentwicklung in 2023 ein gewisses Niveau erreicht mit nur noch geringen Steigerungen und auch den ersten Preissenkungen. Ein Vorkrisen-Niveau ist bei den Rohstoffpreisen jedoch nicht mehr zu erwarten. Das aktuelle Rohstoffpreisniveau wurde zu Beginn des Jahres 2024 in die Basispreise eingearbeitet und auf zusätzliche Rohstoffzuschläge konnte in Folge verzichtet werden. Die geschilderten Risiken auf der Beschaffungsseite erachten wir aufgrund der möglichen Weitergabe in den Preisen derzeit als mittleres Risiko für den zukünftigen Geschäftsverlauf. Aufgrund des streng geführten Kundenkreditlimits und des intensiven Mahnwesens wird das Forderungsausfallsrisiko als eher gering eingeschätzt. In 2023 wurden Wertberichtigungen auf Forderungen lediglich in Höhe von TEUR 22 bilanziert. Bis zum Aufstellungszeitpunkt des Abschlusses hat sich im Berichtsjahr keine konkrete Notwendigkeit von weiteren Forderungsabschreibungen ergeben. Wir sehen allerdings in der seit 2022 herrschenden Krisensituation in einigen Industrien durchaus das Risiko von Forderungsausfällen bei kleineren Kunden. Zusammenfassend haben die wirtschaftliche Entwicklung in den Abnehmer-Industrien sowie die markt- und politikgetriebenen Unsicherheiten in der zukünftigen Energiepreis-Entwicklung die Sorge um eine limitierte Energieversorgung als höchstes Risiko für die zukünftige Geschäftsentwicklung abgelöst. Ausblick Im Rahmen der Budget-Planung für 2024 erwarteten wir eine Umsatzsteigerung um 3,7% auf ca. TEUR 24.099 gegenüber dem Jahr 2023. Inzwischen hat sich diese Prognose im Verlauf des Jahres 2024 leider nicht bestätigt. Die erwartete Erholung des Auftragseingangs im Kerngeschäft blieb bisher aus. Die aktuelle Vorschau nach Abschluss der ersten sechs Monate 2024 belief sich auf nur noch TEUR 17.878. Aufgrund dieser Situation reagierten wir bereits im ersten Quartal 2024 auf die schwache Nachfrage mit der Einführung von Kurzarbeit, die nach aktueller Einschätzung noch bis zum Jahresende 2024 Bestand haben wird. Im Bereich der neuen Produkte der Machined Components sehen wir bereits jetzt und für die Folgejahre ein weiter anhaltendes Wachstum in diesem jungen Segment. Somit erwarten wir in Summe aufgrund der oben beschriebenen Expertenmeinungen für 2024 einen Umsatz von ca. TEUR 17.900 und nach neuesten, aber noch nicht finalen Planungen für 2025 einen Umsatz von ca. TEUR 18.500. In 2024 stiegen die Personalkosten ab August des Jahres aufgrund des Tarifabschlusses um 3,6% tabellenwirksam an. In 2023 konnte das Unternehmen noch von bereits längerfristig geschlossenen Energieverträgen und -Preisen für Strom und Gas profitieren. Ab 2024 kommen neue Verträge mit neuen, deutlich höheren Preisen zur Wirkung. Aus den oben genannten Rahmenbedingungen der Planung für 2024 ergab sich insgesamt ein operatives EBITA in Höhe von TEUR 3.477 (2023 TEUR 3.007) und somit eine moderate Steigerung der operativen EBITA-Marge von 12,9% in 2023 auf 14,4% in 2024. Die Entwicklung im Lauf des Jahres 2024 zeigte jedoch, dass sich diese Planwerte unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht erreichen lassen. Aufgrund der oben beschriebenen Situation zu Beginn des Jahres 2024 mit Nachfrageschwäche und Kurzarbeit erwarten wir nach dem Ablauf des ersten Halbjahres 2024 sowohl im Umsatz als auch im operativen Ebita eine signifikante Verringerung für das Gesamtjahr im Vergleich zum Budget-Ansatz. Wir erwarten somit für 2024 ein operatives EBITA von nur noch 430 kEUR, sowie einen Jahresfehlbetrag von ca. -1.700 kEUR vor Verlustausgleich. Für das Budgetjahr 2025 erwarten wir wie oben bereits beschrieben keine signifikante Umsatzerholung. Um das operative EBITA zu schützen, werden aktuell Kostensenkungsmaßnahmen für 2025 diskutiert. Das hier genannte operative EBITA ist eine interne Größe, die Abteilungen mit übergeordneter Funktion sowie Konzernumlagen ausschließt. Es handelt sich hierbei um eine nach IFRS aufgestellte Steuerungsgröße des Mutterkonzerns, auf deren Basis die Gesellschaft ihr Geschäft steuert. Aufgrund des Einmarsches Russlands in die Ukraine, den Auswirkungen der nachfolgend eingesetzten Sanktionen sowie russischer Reaktionen darauf, herrschte für 2022 und 2023 die größte Unsicherheit hinsichtlich der Kosten für Energieversorgung, insbesondere auch aufgrund der staatlichen Preiskomponenten. Während die Gesellschaft weiterhin von keinen Beschränkungen der Energiebezugsmengen ausgeht, sind Veränderungen in den Energiebeschaffungspreisen derzeit kaum vorhersagbar. Staatliche Entlastungsprogramme (auch bereits bekannt gegebene) sind durch die aktuelle Haushaltssituation der Bundesrepublik Deutschland inzwischen ebenso unsicher geworden wie Marktpreisentwicklungen. Des Weiteren unterliegen die Rohstoff- und Logistikkosten aktuell noch mehr oder weniger starken Schwankungen. Auswirkungen durch den Konflikt im Nahen Osten auf Ölpreise und nachgängig weitere Energiearten sowie Logistikkosten sind aktuell nicht einschätzbar. Potentiellen Kostensteigerungen begegnen wir jedoch durch rechtzeitige Preissteigerungen oder durch spezifische Zuschlagssätze beim Verkaufspreis.
Berkatal-Frankenhain, den 29. Januar 2025 Morgan Molten Metal Systems GmbH Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine HinweiseDie Morgan Molten Metal Systems GmbH hat Ihren Sitz in Berkatal-Frankenhain und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Eschwege unter der Registernummer HRB 1719 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Gemäß des § 267 HGB ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB und die Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. Die Gesellschaft ist über ihre Gesellschafter dem Konzernverbund der Morgan Advanced Materials plc, Windsor, Großbritannien, zugehörig. Es besteht die Möglichkeit, den Konzernabschluss über die Konzernwebsite abzurufen. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten enthalten die nach handelsrechtlichen Vorschriften aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Von dem Wahlrecht, Zinsen für Fremdkapital in die Herstellkosten mit einzubeziehen, wurde kein Gebrauch gemacht. Dies gilt gleichermaßen für Kosten der allgemeinen Verwaltung, sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersversorgung, die auch nicht in die Berechnung der Herstellungskosten geflossen sind. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs werden die Abschreibungen zeitanteilig ab dem Zeitpunkt des Zugangs vorgenommen.
Für abnutzbare bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird im Geschäftsjahr der Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren um jeweils ein Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert, bilanziert. Sofern die Gründe für die dauerhafte Wertminderung nicht mehr vorliegen, wird bis maximal auf die ursprünglichen Anschaffungskosten zugeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren kommt die Methode des gleitenden Durchschnitts zum Einsatz. Bei der Ermittlung des beizulegenden Werts werden bei der Rohware die Beschaffungsmärkte und bei der Ware sowohl Beschaffungs- als auch Absatzmärkte berücksichtigt. Die Bewertung von Ersatzteilen erfolgt zum Festwert. Fertige und unfertige Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die nach handelsrechtlichen Vorschriften aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Von dem Wahlrecht, Zinsen für Fremdkapital in die Herstellkosten mit einzubeziehen, wurde kein Gebrauch gemacht. Dies gilt gleichermaßen für Kosten der allgemeinen Verwaltung, sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersversorgung, die auch nicht in die Berechnung der Herstellungskosten geflossen sind. Das Bestands- und Vertriebsrisiko wird durch Abschreibungen berücksichtigt. Alterswertabschläge werden in Höhe von 100% vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, bis auf die Ansprüche aus nicht verpfändeten und damit nicht mit den Pensionsverpflichtungen saldierungsfähigen Rückdeckungsversicherungen, die mit dem Aktivwert bewertet sind, mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag enthalten, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beruhen auf Leistungsplänen, deren Bewertung nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck erfolgt. Bei diesem Anwartschaftsbarwertverfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartenden Steigerungen i. H. v. 3% berücksichtigt. Der Barwert der Verpflichtung wird ermittelt, indem die erwarteten zukünftigen Versorgungsleistungen (der Erfüllungsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Bundesbank nach Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst werden. Es wurde die Vereinfachungsregel zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) in Anspruch genommen. Der für die Abzinsung angewandte Zinssatz belief sich auf 1,82% (Vorjahr 1,78%) Nach § 253 Abs. 6 HGB ist zusätzlich der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren zu ermitteln. Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens diesem Unterschiedsbetrag entsprechen. Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung des Gesetzeswortlautes ohne Berücksichtigung der Abführungssperre des Unterschiedsbetrages aufgestellt, da aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages die Regelung des §253 Abs. 6 nicht einschlägig ist. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Pensionen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich auf TEUR 3. Zu einer Pensionszusage besteht an den Bezugsberechtigten eine verpfändete Rückdeckungsversicherung, die Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellt und daher mit der Pensionsverpflichtung saldiert wird. Der Versicherer der Rückdeckungsversicherung ermittelt den Aktivwert, der dem Zeitwert entspricht. Da sich die zugesagten Leistungen für die rückgedeckten Pensionszusagen ausschließlich aus und in Höhe der Versicherungsleistung ergeben, wurden diese Verpflichtungen wie wertpapiergebundene Zusagen (§ 253 Abs. 1 Satz 3 HGB) jeweils mit dem steuerlichen Aktivwert der korrespondierenden Rückdeckungsversicherung bewertet. Der ermittelte Aktivwert übersteigt die fortgeführten Anschaffungskosten um TEUR 68, so dass dieser Betrag grundsätzlich ausschüttungsgesperrt wäre. Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 9.139 stellt jedoch ausreichend frei verfügbares Eigenkapital dar, so dass das Ergebnis vor Ergebnisabführung in voller Höhe abführbar ist. Aufwendungen und Erträge aus dem Deckungsvermögen werden mit Aufwendungen und Erträgen aus der Auf- bzw. Abzinsung der Rückstellungen verrechnet, das Ergebnis wird unter den Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" bzw. "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen. Hierunter fallen auch Änderungen des Barwertes der Verpflichtungen durch Änderungen des durchschnittlichen Marktzinssatzes nach RückAbzinsV gegenüber dem Vorjahr. Der übrige Aufwand wird als Aufwendungen für Altersversorgung im Personalaufwand ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§252 Abs 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 3. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Gesellschaft ist Alleingesellschafterin der Morgan Thermal Ceramics Deutschland GmbH, Hamburg-Reinbek (TCD). Das Stammkapital beträgt TEUR 100. Gleichzeitig wurde zwischen der Morgan Thermal Ceramics Deutschland GmbH und der Morgan Deutschland Holding GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2013 abgeschlossen, sodass ab der Gewinn- und Verlustrechnung 2013 keine Erträge aus der Beteiligung mehr ausgewiesen werden. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von TEUR 250 (Vorjahr TEUR 2.000) erwirtschaftet. Das Eigenkapital beträgt TEUR 1.099 (Vorjahr TEUR 1.099). Aufgrund der derzeitigen Ergebnissituation der Gesellschaft im Verlauf des Jahres 2024 (TEUR 747 positives Ergebnis nach elf Monaten) wird die Werthaltigkeit des Vermögensgegenstands unterstellt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren TEUR 677 (Vorjahr TEUR 870) aus Lieferungen und Leistungen, sowie TEUR 2 (Vorjahr TEUR 2) aus sonstigen Forderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bezüglich des Cash-Poolings verweisen wir auf die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen. Es bestehen, wie im Vorjahr, keine Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind neben den sonstigen Forderungen in Höhe von TEUR 162 (Vorjahr TEUR 118) auch Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionszusagen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 17) ausgewiesen. Die Ansprüche aus diesen Rückdeckungsversicherungen sind nicht verpfändet, daher nicht mit den Pensionsverpflichtungen saldierungsfähig und mit dem Aktivwert bewertet. Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr, die sonstigen Forderungen von weniger als einem Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von TEUR 27 entspricht dem im Handelsregister eingetragenen, voll eingezahlten Stammkapital der Gesellschaft. Rückstellungen für Pensionen Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurde eine Verrechnung des Erfüllungsbetrags der Pensionszusagen mit dem beizulegenden Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung sowie der hieraus resultierenden Zinsaufwendungen und -erträge vorgenommen. Der Erfüllungsbetrag der Pensionszusagen belief sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 760. Der Zeitwert des saldierungsfähigen Deckungsvermögens betrug TEUR 252. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung (insg. TEUR 13) mit Zinserträgen aus saldierungsfähigem Deckungsvermögen (insg. TEUR 49) verrechnet, sodass ein Zinsertrag von TEUR 35 verbleibt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.330 (Vorjahr 1.453 TEUR) wurden insbesondere für Rückstellungen im Personalbereich (z. B. Urlaub, Überstunden, Bonus und Berufsgenossenschaft) von TEUR 468 und für ausstehende Rechnungen von TEUR 862 gebildet. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten die Ergebnisabführungsverpflichtung mit der Gesellschafterin Morgan Holding GmbH i.H.v. TEUR 921 (Vorjahr TEUR 1.820) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 505 (Vorjahr TEUR 351) und Cash-Pooling i.H.v. TEUR 1.828 (Vorjahr TEUR 310). Der Cash-Pool-Führer ist die Morgan Advanced Materials Plc. im Vereinigten Königreich. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Gesellschaft erwirtschaftet In- und Auslandsumsätze in Höhe von TEUR 23.250 (Vorjahr TEUR 23.790). Die Gesellschaft hat die größenabhängige Erleichterungsvorschrift gem. §288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 430 (Vorjahr TEUR 609 beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr TEUR 278), sowie Erträge aus Fremdwährungssicherungsgeschäften in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr 0 TEUR). Die Gesellschaft hat die größenabhängige Erleichterungsvorschrift gem. §288 Abs. 2 HGB bezüglich des Ausweises von periodenfremden Erträgen in Anspruch genommen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten wie im Vorjahr keine Restrukturierungskosten, keine Verluste aus den Fremdwährungssicherungsgeschäften (Vorjahr 342 TEUR) und Fremdwährungsverluste in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr TEUR 73). Die Gesellschaft sichert US-Dollargeschäfte mit einem festvereinbarten Umrechnungskurs mit der Morgan Advanced Materials Plc. ab, die somit die Wechselkursrisiken bis zu einem Jahres- Betrag im Zeitraum Januar bis Dezember in Höhe von USD 4,0 Mio. trägt. Aufwand aus Ergebnisabführung Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Morgan Deutschland Holding GmbH wirksam ab 1. Januar 2013, wurde in Geschäftsjahr 2022 ein Aufwand aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 921 (Vorjahr TEUR 1.820) gebucht. 5. Sonstige AngabenMitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr beschäftigt:
Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft hat mehrere Devisentermingeschäfte gegenüber verbundenen Unternehmen zur Absicherung künftiger Währungsrisiken über insgesamt USD 4,0 Mio. für das Jahr 2023 bis einschließlich Dezember abgeschlossen. Hierbei wird die aus den in USD fakturierten Umsatzerlösen vorhandene Liquidität zu einem festgelegten Wechselkurs in insgesamt EUR 3,7 Mio. umgetauscht. Für das Jahr 2024 wurden Devisentermingeschäfte im Wert von insgesamt USD 3,1 Mio. zum Wechselkurs in Euro in Höhe von EUR 2,8 Mio. abgeschlossen. Zum Ende eines Monats werden die offenen Positionen entweder in Anspruch genommen oder aufgelöst. Honorar Abschlussprüfer Die Gesellschaft hat die größenabhängigen Erleichterungen gem. §288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen das Honorar des Abschlussprüfers nicht aufzuführen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen aus der Bilanz nicht ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt TEUR 4.949 resultieren mit TEUR 4.566 aus offenen Bestellungen und mit TEUR 383 aus Leasingverträgen, die im Wesentlichen bis 2024 ergebniswirksam werden. Geschäftsführung Die Morgan Molten Metal Systems GmbH wird durch folgenden Geschäftsführer vertreten: Professional Engineer Jonathan Percival seit 14. Dezember 2021 Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleiben mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Unternehmensverbindungen Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der The Morgan Advanced Materials plc., Windsor/England, einbezogen. Der Konzernabschluss ist in Windsor bei der Konzernmutter-Gesellschaft erhältlich und stellt gleichzeitig den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen dar, für den ein Konzernabschluss aufgestellt wird. Die Morgan Advanced Materials plc. bilanziert nach den Grundsätzen der IFRS. Abweichungen in der Bilanzierung ergeben sich aus dem Ansatz der Pensionsverpflichtung und der Bilanzierung von Leasinggeschäften gem. IFRS 16. Die Berichtsgesellschaft macht von den Befreiungsvorschriften betreffend eines Teilkonzernabschluss gem. §292 HGB Gebrauch. Zwischen der Gesellschaft und der Gesellschafterin Morgan Holding GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Tatsächlicher Steueraufwand oder Steuerertrag nach Mindeststeuergesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen Aufgrund der bestehenden Organschaft mit der Organträgerin Morgan Deutschland Holding GmbH ist für die Gesellschaft kein Steueraufwand oder Steuerertrag nach dem Mindeststeuergesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen nach§ 274 Abs. 3 Nr. 2 zu erwarten. Vorgänge von besonderer Bedeutung innerhalb des Geschäftsjahrs Am 24. Februar 2022 waren russische Streitkräfte in die souveräne Ukraine einmarschiert. Die demokratischen Staaten haben in großer Geschlossenheit in mehreren Stufen scharfe Sanktionen gegen Russland verhängt, die noch heute ihre Gültigkeit haben. Weder das von den Sanktionen betroffene Russland noch die vom vorgenannten Einmarsch betroffene Ukraine sind für die Gesellschaft bedeutende Absatz- oder Beschaffungsmärkte. Aus dem weiteren Verlauf des noch immer anhaltenden Kriegsgeschehens und den getroffenen Sanktionsmaßnahmen haben sich erhebliche Auswirkungen für die Weltwirtschaft, für die globalen Handelsströme und die Energiepreise ergeben. Daraus resultierende Kostensteigerungen konnten und können bislang in Form von Preisaufschlägen an die Kunden weitergegeben werden, so dass sich keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens abzeichnen. Am 06./07. Januar 2023 wurde der Morgan-Konzern Ziel eines Cyber-Angriffs. Zur Sicherheit wurden zunächst alle EDV-Systeme außer Betrieb gesetzt, und sukzessive in den folgenden zwei Monaten nach Sicherheitsmaßnahmen wieder in Betrieb genommen. Der laufende Betrieb 2023 konnte durch manuelle Aufzeichnungen aufrechterhalten werden, die entsprechenden Buchungen nach Rückkehr der Systeme nachgeholt werden. Im Anschluss erfolgte eine außerplanmäßige Inventur zur Überprüfung und Bestätigung der Korrektheit der Warenbestände, die keine wesentlichen Abweichungen erbrachte. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahrs Fortgesetzt niedrige Auftragseingänge im Laufe des Jahres 2023 führten zu einem Absinken des Auftragsbestandes. Nach Abarbeitung der verbliebenen Fertigungsrückstände reichte der Auftragsbestand zum Jahresende 2023 nicht mehr aus, um die Produktion normal auszulasten. Auf diese Situation hat das Unternehmen ab Januar 2024 mit der Einführung von Kurzarbeit reagiert, die Stand Oktober 2024 noch anhält. Die Aussichten für 2025 zeigen leider keine grundsätzliche Verbesserung der Nachfrage- und Auftragssituation. Daher werden aktuell Maßnahmen zur Anpassung des Mitarbeiterstamms eingeleitet, um die Kostenstruktur der aktuellen Marktsituation anzupassen. Der im Herbst 2023 aufgelebte und nach wie vor bestehende Konflikt im Gaza-Streifen hatte und hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens. Im August wurde seitens des Vermieters der bestehende Mietvertrag für eine Gewerbehalle in Eschwege zunächst zum 30.11.2024 gekündigt. Die Anmietung einer anderen geeigneten Gewerbehalle, ebenfalls in Eschwege, befindet sich in Verhandlung, ebenso wie entsprechende Umzugsvorbereitungen. Langfristig wird eine Integration in das Werk in Berkatal geprüft.
Berkatal-Frankenhain, den 29. Januar 2025 Morgan Molten Metal Systems GmbH Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Morgan Molten Metal Systems GmbH, Berkatal-Frankenhain Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Morgan Molten Metal Systems GmbH, Berkatal-Frankenhain, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Morgan Molten Metal Systems GmbH, Berkatal-Frankenhain, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 29. Januar 2025 Deloitte
GmbH
Frank Hoffsteter, Wirtschaftsprüfer Andreas Schmitt, Wirtschaftsprüfer |
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