Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 123608
Eingetragen
4.1.1999
Branche
Großhandel mit Sportartikeln und -zubehörHerstellung von SportgerätenEinzelhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Gegenstand
Führung eines Sport- und Freizeit -Facheinzelhandelsgeschäftes und eines Reisebüros in München; Verkauf, Versand, Vertrieb, Reparaturen und Wartung von Sport- und Freizeitartikeln jeglicher Art sowie von Expeditionsausrüstungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Konstantin Rentrop
seit 15.4.2021
Geschäftsführer
Rainer Angstl
seit 11.7.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Schuster Verwaltungs-GmbH & Co. KG
Germany
2.500.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sporthaus Schuster GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Wirtschaftsbericht - Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr und die Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

1. Wirtschaftliche Entwicklung und Marktbedingungen im Geschäftsjahr 2023/2024

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Geschäftsjahr 2023/2024 war weiterhin durch globale Unsicherheiten wie die hohe Inflation und die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im Jahr 2023 um 0,3 % zurück. Diese Entwicklung spiegelt die schwache inländische Nachfrage und die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik wider. Trotz eines positiven Außenbeitrags aufgrund stärker gesunkener Importe (-3,0 %) als Exporte (-1,8%) konnte die Wirtschaftsleistung nicht gesteigert werden.

Die wirtschaftliche Entwicklung wurde zusätzlich durch die anhaltend hohe Inflation beeinflusst, insbesondere bei den Energiepreisen. Die Kaufkraft der privaten Haushalte blieb im Vergleich zum Vorjahr gedämpft.

Der Arbeitsmarkt blieb hingegen robust. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

2. Entwicklung Einzelhandel im Jahr 2023

Im Handel sorgte die gedämpfte Konsumstimmung für ein inflationsbereinigtes Umsatzminus in 2023 von 3,4 %. Das Konsumklima in Deutschland war aufgrund der anhaltend hohen Inflation immer noch stark eingetrübt und sorgte für eine schwache Umsatzentwicklung in den meisten Einzelhandelsbranchen. Auch der Online-Handel musste - zum zweiten Mal in Folge - einen deutlichen Umsatzrückgang (-3,9 %) hinnehmen.

Viele Multichannel-Händler verzeichneten in ihren stationären Geschäften wieder steigende Umsätze, die zu Lasten der Online-Umsätze gingen. Im Jahr 2023 stiegen die Passantenfrequenzen in den Innenstädten vielerorts weiter an und erreichten das vorpandemische Niveau. Dennoch hatten viele Händler Probleme, Kund:innen in ihre Geschäfte zu locken und die Umsätze zu steigern. Im Modehandel beeinflusst auch das Wetter das Kaufverhalten; saisonuntypische Wetterlagen beeinträchtigten im vergangenen Jahr mehrfach den Verkauf von Saisonware.

Trotz der allgemeinen Kaufzurückhaltung der Verbraucher im Einzelhandel konnte der Sporteinzelhandel leicht zulegen. So war die nominale Umsatzentwicklung für den Einzelhandel mit Sport- und Campingartikeln bei 5,1%.

3. Herausforderungen und Ausblick

Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet für 2024 eine leichte Erholung des Einzelhandels mit nominalen Umsatzsteigerungen von 3,5 % und einem realen Plus von 1 %. Der Onlinehandel wird voraussichtlich nur moderat wachsen. Dennoch bleiben große Risiken, wie die geopolitischen Konflikte und der zunehmende Fachkräftemangel, die den Konsum beeinflussen könnten.

Trotz dieser Herausforderungen bieten sich im Sportsegment weiterhin Chancen durch die wachsende Bedeutung von Gesundheit und Fitness in der Gesellschaft. Es wird erwartet, dass Produkte aus dem Bereich Outdoor- und Freizeitaktivitäten auch in den kommenden Jahren stark nachgefragt bleiben.

Zusätzlich wird die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland für einen temporären Konsumanstieg sorgen, insbesondere bei Fußballartikeln, Fanprodukten und Freizeitkleidung. Dies könnte dem Sporteinzelhandel im zweiten Quartal des Jahres 2024 positive Impulse geben.

Quellen:

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/bruttoinlandsprodukt-uebersicht.html

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

KPMB Retail-Sales-Monitor Entwicklung im deutschen Einzelhandel Ausgabe 01/2024

VR Branchen special Einzelhandel Sport und Spielwaren März 2024

https://einzelhandel.de/presse/aktuellemeldungen/14387-hde-umsatzprognose-fuer-2024-umsaetze-im-einzelhandel-steigen-um-3-5-prozent

Geschäftsentwicklung der Sporthaus Schuster GmbH

Im Betrachtungszeitraum mussten Umsatzeinbußen von 4,3 % hingenommen werden, was vor allem auf die allgemein vorherrschende Kaufzurückhaltung und einen ausbleibenden Winter zurückzuführen ist. Zur Minderung der Auswirkungen wurden bereits Maßnahmen ergriffen, um die Umsatzentwicklung zu stabilisieren. Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf Einbußen im Online-Kanal zurückzuführen, welche einerseits durch eine geringere Nachfrage entstand, andererseits jedoch auch eine bewusste strategische Entscheidung widerspiegelten. Um den intensiven Preiskampf aufgrund eines überfüllten Marktes zu vermeiden, hat sich Sport Schuster entschlossen, nur gezielt und in bestimmten Phasen des Geschäftsjahres teilzunehmen. Diese zurückhaltende Marktstrategie führte zu einem Umsatzminus von -26%.

Die Unsicherheit am Konsummarkt, bedingt durch den anhaltenden Ukrainekrieg, war weiterhin deutlich spürbar. Zusätzlich war der Winter nicht kalt und schneereich genug, um höheren Umsatz und Ertrag zu generieren. Die schwächere Nachfrage führte zudem zu früheren und stärkeren Preisreduzierungen am Markt, was den Deckungsbeitrag belastete. Dank eines sehr guten Weihnachtsgeschäfts, das auch durch Schneefall Anfang Dezember begünstigt wurde, konnte der Jahresumsatz im stationären Handel dennoch erreicht werden.

Der Online-Shop bietet weiterhin das gesamte Warensortiment an und ist in der Kundenansprache identisch mit dem stationären Angebot, auch wenn sich die Nachfrage-Struktur der Konsumenten im Vergleich zum stationären Handel unterscheidet. Der Online-Kanal ist stärker dem Preiskampf ausgesetzt als der stationäre Handel, in dem Schuster durch gute Beratung und Service höhere Preise erzielen kann.

Der Umsatzanteil von Online lag im Betrachtungszeitraum 5% geringer als im VJ.

Nach 2015 war im März 2023 ein dringend notwendiger Relaunch des Online-Shops erforderlich. Die Umstellung und Eingewöhnung an die neue Umgebung wirkten sich auch in diesem Geschäftsjahr noch aus und führten zum Start der Sommersaison zu einer geringeren Conversion-Rate.

Der Onlineauftritt dient neben seinem beträchtlichen Umsatzanteil auch als Marketingplattform für das stationäre Haus Schuster am Marienplatz. Die am häufigsten besuchten Seiten im Webshop sind die Öffnungszeiten, Click & Collect-Bestellungen sowie die Terminbuchungsmöglichkeiten für Fachberatungen. Die TOP-Marken von Schuster verfügen über aussagekräftige Markenshops mit einer großen Produktauswahl und umfassenden Beschreibungen der Marken-Historie und des Markenkerns.

Organisatorische Struktur

Die Sporthaus Schuster GmbH ist eine 100% Tochtergesellschaft der Schuster Verwaltungs-GmbH & Co. KG.

Unternehmensstrategie

Als Familienunternehmen, das 1913 gegründet wurde, bietet Schuster seinen Kunden im stationären Handel und im Webshop ausschließlich Sortimente der renommiertesten Marken aus dem Sport- und Outdoor-Segment an. Die Zielkunden sind sportlich sehr aktiv und betreiben ihren Sport sowohl in München (Laufen, Radfahren, Fitness/Training, Yoga, Schwimmen und Klettern in der Halle) als auch in den Bergen (Wandern, Klettern, Skifahren, Touren und Mountainbiking). Der Umsatzanteil der sogenannten Urban-Outdoor-Mode führender Outdoor-Marken wächst weiterhin und hat einen signifikanten Anteil am Gesamtsortiment. Dieser Trend, der während der Pandemie stark aufgekommen ist, hält nach wie vor an.

Das Unternehmen gilt als Benchmark im Omni-Channel-Bereich und passt seine Strategie kontinuierlich an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an. Der Fokus liegt weiterhin darauf, die Online-Sparte profitabler zu gestalten

Mitarbeiter*innen

Beratung und Service für den Kunden sind Kernkompetenzen von Sport Schuster und sind durch die hohe Beliebtheit der Endverbraucher, digital in Online-Shops einzukaufen, existenziell wichtig geworden. Das hochpreisige und teils sicherheitsrelevante Sortiment erfordert diese Kompetenzen, um die ehrgeizigen Umsatzziele weiterhin zu erreichen und die auch in diesem Jahr durch die Inflation bedingten Preissteigerungen nachhaltig durchsetzen zu können.

Um dieses hohe Niveau trotz Personalwechseln zu gewährleisten, bietet das Unternehmen den Mitarbeiterinnen ein qualifiziertes Ausbildungsprogramm sowie eine intensive Betreuung im Verkaufsalltag durch die hauseigene 'Gustl Schuster Akademie' mit Flächen-Coaches, die direkt auf der Verkaufsfläche schulen. Durch die engen Partnerschaften mit führenden Marken können Lieferanten regelmäßig Produktschulungen direkt im Haus durchführen, die bei den Mitarbeitenden sehr beliebt sind und einen hohen Lerneffekt haben. Zusätzlich finden immer wieder außer Haus-Events bei Partner-Marken wie Nike, Adidas und Salewa statt, bei denen unsere Fachberaterinnen die Produkte vor Ort testen können.

Jedes Stockwerk wird von einer 'Etagen-Managerin' geführt. Zu den Kernaufgaben der Etagenmanager*innen gehören das 'Coaching-on-the-job', die Kommunikation mit dem Einkauf und dem Visual Merchandising. Sie sind direkt der Storeleitung unterstellt.

Im Online-Bereich wurde qualitativ investiert, und es konnten Talente vom Markt gewonnen werden. Diese neuen Mitarbeiter*innen stärken die Bereiche Shop-Pflege, Content, Social Media, Blog-Erstellung sowie das CRM-Management zur Betreuung der wichtigsten Zielgruppe von Schuster, den 'Gipfelstürmern', unseren Kundenkarten-Besitzern.

Marketing

Die hauseigene Kundenkarte steht im Zentrum der Marketingaktivitäten von Sport Schuster. Wöchentlich erhalten die Inhaber*innen einen Newsletter mit verschiedenen Vorteilen, wie Service-Angeboten oder Sonderpreisen. Zweimal jährlich wird zudem ein 3%iger Bonus rückwirkend in Form eines Wertgutscheins zugesandt.

Die 'Gipfelstürmer' haben im Laufe des Jahres auch die Möglichkeit, sich für begehrte Meet & Greet-Aktionen mit Topsportler*innen anzumelden. Diese Veranstaltungen finden meist im Eventraum über den Dächern von München statt und umfassen unter anderem Buchvorstellungen, Eventpräsentationen oder Running-Events mit Produkttests.

Besonders die Running-Events, die unter dem Namen "Team Schuster 1913" angeboten werden, erfreuen sich wachsender Beliebtheit und sind meist ausgebucht. Der Trend zur Sport-Community ist ungebrochen und wird von Schuster kontinuierlich weiter ausgebaut.

Die Social-Media-Aktivitäten, insbesondere auf Instagram, verzeichnen starkes Wachstum und unterstützen die markenbezogenen Aktionen im Haus, etwa durch Schaufenster- oder Flächenaktivierungen.

Das Sponsoring des Tegernsee Halbmarathons hat bei Schuster eine langjährige Tradition und fand erneut mit über 4.500 Teilnehmerinnen statt. Die Münchner Läuferinnen holen ihre Startunterlagen direkt im Haus in der Rosenstraße ab, was in diesem Zeitraum zu einer erhöhten Kundenfrequenz und zusätzlichen Verkäufen führt

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist fest im Markenkern von Schuster verankert und wird unter dem Begriff 'enkeltauglich' gelebt. Sport Schuster ist Mitglied in der ORCC (Outdoor Retailer Climate Cooperation), einem Zusammenschluss verschiedener europaweit tätiger Sport- und Outdoorhändler wie Bergfreunde, Bergzeit und Sportler. Im Berichtszeitraum wurde intensiv auf das für 2025 anstehende Nachhaltigkeits-Reporting hingearbeitet. Dabei kooperiert Schuster mit der VAUDE-Akademie, die als Beratungsunternehmen wertvollen Input für dieses Vorhaben liefert.

Investitionsmaßnahmen

Im Geschäftsjahr 23/24 wurden im Gegensatz zum GJ 22/23 keine neuen größeren Investitionenprojekte gestartet. Die bisherigen Projekte aus dem Vorjahr, insbesondere das neue Lagerverwaltungsystem mit Go-Live im September 2023, wurden fertiggestellt.

Ertragslage

01.04.2023-31.03.2024
T€
01.04.2022-31.03.2023
T€
Umsatzerlo ̈se 50.175 52.427
Sonstige betriebliche Erträge 581 279
Materialaufwand 27.318 28.152
Rohergebnis 23.438 24.554
Personalaufwand 11.118 10.964
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.764 13.473
EBITDA -445 117
Abschreibungen 1.063 779
Sonstiges 0 0
EBIT -1.508 -663
Finanzergebnis -41 -42
Ergebnis der gewo ̈hnlichen Geschäftstätigkeit -1.549 -705
Steuern gesamt 122 1
Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresu ̈berschuss) -1.670 -705

Entwicklung der Ertragslage

Im Geschäftsjahr war der Umsatz um T€ 2.252 geringer als im VJ. Die Wareneinsatzquote verbesserte sich um 0,7%pkte zu Vorjahr. Der Personalaufwand erhöhte sich um T€ 154 aufgrund Anpassungen in der Personalstruktur. Die sonst. betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um T€709 zu VJ. Dies ist bedingt durch die Minderung der variablen Kosten aufgrund des niedrigeren Umsatzes, wie z.B. fu ̈r Warenabgabekosten, Marketing-Kosten und Nebenkosten des Geldverkehrs. Der Jahresfehlbetrag liegt somit bei - T€ 1.670. Die Kosteneinsparungen konnten den Umsatzrückgang jedoch nicht vollständig kompensieren, sodass sich der Verlust im Vergleich zum Vorjahr weiter erhöhte.

Finanz- und Vermögenslage

AKTIVA

31.03.24
T€
31.03.23
T€
Anlagevermögen 7.569 7.914
Vorräte 9.172 10.451
Forderungen und sonstige Vermögensgegen-
stände (inkl. Abgrenzungsposten) 1.197 1.336
Liquide Mittel 2.917 4.784
Summe Aktiva 20.854 24.484

PASSIVA

Eigenkapital 7.271 8.941
Rückstellungen 4.315 4.234
Kurz- und mittelfristige Verbindlichkeiten 9.268 11.309
Summe Passiva 20.854 24.484

Die Bilanzsumme verringerte sich im Berichtsjahr um T€ 3.630, hauptsächlich durch eine Reduktion der liquiden Mittel um T€ 1.867 und eine Verminderung der Vorräte um T€ 1.279.

Das Eigenkapital in % der Bilanzsumme reduziert sich von 36,5 % auf 34,9%.

Rückstellungen mussten im Hinblick auf Wiederinstandsetzungsverpflichtungen, Warenrücksendungen im Versandhandel, Verpflichtungen im Personalbereich, Rückzahlungsverpflichtungen aus den Überbrückungshilfen und für sonstige Verpflichtungen gebildet werden.

Finanzielle Leistungsindikatoren

1. Eigenkapitalquote 31.03.24
T€
31.03.23
T€
Bilanzsumme 20.854 24.484
Eigenkapital 7.271 8.941
EK-Quote 34,87% 36,51%
2. Cashflow 31.03.24
T€
31.03.23
T€
Jahresergebnis -1.670 -705
Operativer Cashflow 72 -1.755
Investitionscashflow -630 -1.162
Finanzierungscashflow -1.310 -1.031
Cashflow -1.867 -3.948
2. Working Capital 29.01.57
T€
31.03.23
T€
Umlaufvermögen
Vorräte 9.172 10.451
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 108 198
Sonstige Vermögensgegenstände 1.089 1.137
Liquide Mittel 2.917 4.784
13.286 16.570
Kurzfristiges Fremdkapital
Rükstellungen 4.272 4.187
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 1.178 1.178
Warenverbindlichkeiten 2.130 3.077
Sonstige Verbindlichkeiten 2.722 2.638
10.302 11.080
Working Capital 2.984 5.490

Die Verschlechterung des Working Capitals ist auf den operativen Verlust und Rückführung der Verbindlichkeiten ggü. KI zurückzuführen. Dies wurde durch den Abbau der liquiden Mittel und den Abbau der Vorräte finanziert.

Chancen - und Risikoberichterstattung

Die Sporthaus Schuster GmbH ist im Rahmen ihrer Aktivitäten auf verschiedenen Absatzmärkten unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die jedes unternehmerische Handeln begleiten und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage betreffen können.

Zur Früherkennung, Beobachtung und Kommunikation von Risiken werden umfassende Controlling-Instrumente eingesetzt, die in allen Bereichen über Power-BI und das Warenwirtschaftssystem von ROQQIO integriert sind. Im Online-Team wird zusätzlich intensiv mit Google Analytics gearbeitet

Auch im Bereich Cyber-Sicherheit musste sich Sporthaus Schuster verstärken und hat verschiedene Maßnahmen getroffen, um die Angriffsfläche zu reduzieren. Eine Cyber-Versicherung wurde zudem mit maximaler Versicherungssumme abgeschlossen.

Ein erhebliches Risikopotential stellen die Preissteigerungen seitens der Industriepartner dar. Diese sind auf allgemeine Preisanstiege, den hohen Dollarkurs gegenüber dem Euro und die teuren Transportwege aus Fernost zurückzuführen. Neu hinzugekommen ist das Risiko längerer Lieferzeiten aufgrund der Situation im Roten Meer, wo Aktivitäten der Huthi-Rebellen die Lieferwege teilweise um bis zu 15 Tage verlängern, was die termingerechte Verfügbarkeit der Ware am Point of Sale beeinträchtigen kann. Einige Lieferant*innen versuchen daher, auch aus Nachhaltigkeitsgründen, die Produktion nach Europa zu verlagern.

Zweimal fand im Berichtszeitraum der sogenannte Erfahrungsaustausch (ERFA) mit den großen Intersport-Händlern Engelhorn, Reischmann, L+T, Krumholz und dem Vorstand der Intersport statt. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Besichtigung anderer Handelskonzepte in europäischen Metropolen, was für die kontinuierliche Weiterentwicklung im Handel von großer Bedeutung ist. Zudem wurden weitere Themen wie Personalmanagement und Prozessoptimierung besprochen.

Am 7. Oktober 2023 begann der Nahost-Konflikt, der zusätzlich zum anhaltenden Ukraine-Krieg für eine wachsende Unsicherheit bei den Menschen sorgt.

Saisonale- und Wetter- Risiken

Die Auswirkungen des Klimawandels beeinträchtigen die Planungssicherheit in der gesamten Outdoor-Branche. Kund*innen kaufen zunehmend bedarfsorientiert und damit kurzfristiger, was die Risiken in der Beschaffung erhöht und die Warenroherträge unter Druck setzt. Im Verlauf der Saison müssen vermehrt Preisreduzierungen angeboten werden. Dieses Phänomen ist besonders im Online-Handel ausgeprägt, wo das 'Dynamic Pricing' die Preise tagesaktuell an die Marktbedingungen anpasst.

Im abgelaufenen Winter verzeichnete die traditionell stark vertretene Warengruppe Skitouren erhebliche Rückgänge, da dieser Sport auf Naturschnee angewiesen ist. Der Schneemangel führte zu starken Umsatzeinbußen und hohen Warenbeständen. Der Alpin-Ski-Sport hingegen konnte sich gut entwickeln, da er auch auf Kunstschnee ausgeübt werden kann. Schneeschuh-Wandern und Langlauf, die ebenfalls natürlichen Schnee und kalte Temperaturen benötigen, verzeichneten ähnlich starke Verluste wie das Tourensegment.

Die zunehmend unterschiedlichen und extremen Klimabedingungen stellen für Schuster und die gesamte Branche eine der größten und am schwersten planbaren Herausforderungen dar. Die Entwicklungen in den Klimamodellen werden daher aufmerksam verfolgt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquidität des Unternehmens ist ausreichend. Die Liquiditätssituation wird durch fortlaufende strategische sowie bei Bedarf kurzfristige Liquiditätspläne überwacht. Im Wirtschaftsjahr 2021/2022 wurden Corona-Hilfen beantragt und bewilligt, deren Schlussabrechnungen sind im September 2024 erfolgt.

Eine solide Eigenmittelausstattung sowie verfügbare Bankdarlehen bilden die Basis für die langfristige Unternehmensfinanzierung.

Forderungsausfallrisiko

Einem Forderungsausfallrisiko ist das Sporthaus Schuster nur in sehr geringem Maße ausgesetzt. Die Risiken aus Kreditkartenzahlungen liegen im Wesentlichen bei den Kreditkartenanbietern. Bei den übrigen bargeldlosen Zahlungsmitteln ist das Risiko insgesamt äußerst begrenzt.

Rechtliche und steuerliche Risiken

Gerichts- oder Schiedsverfahren, die einen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Sporthauses Schuster haben könnten, sind nach Kenntnis der Geschäftsführung weder anhängig noch angedroht. Für Schadensfälle und Haftungsrisiken besteht ausreichender Versicherungsschutz.

Steuerliche Risiken, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben, bestehen nach Kenntnis der Gesellschaft nicht.

IT-Risiken

Die IT-Abteilung beschäftigt sich derzeit intensiv mit der Überarbeitung der internen Systemlandschaft, die angesichts der wachsenden Anforderungen an die Digitalisierung im Handel an Bedeutung gewinnt. Die IT-Risiken liegen vor allem in der kontinuierlichen Verfügbarkeit der Kassen- und Rechnersysteme sowie des dahinterliegenden Netzwerks. Ein effektives IT-Management stellt sicher, dass die EDV-Systeme jederzeit verfügbar sind und umfassende Maßnahmen zum Schutz vor externen Angriffen bestehen.

Der zunehmenden Cyberkriminalität begegnet das Unternehmen mit einem umfassenden Sicherheitskonzept.

Zusammenfassende Bewertung

Das Unternehmen Sporthaus Schuster hat im Betrachtungszeitraum durch die konsequente Umsetzung der Omni-Channel-Strategie und aller kurzfristigen Maßnahmen den zweithöchsten Umsatz erreicht, getragen von einer starken Entwicklung im stationären Handel, der inzwischen wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht hat. Im Online-Handel sind die Zuwachsraten der Pandemiezeit vorbei, sodass es nun darauf ankommt, durch eine gute Planung und Strategie den optimalen Kanal-Mix zu etablieren. Die hohe Komplexität in allen Teilbereichen stellt das gesamte Unternehmen weiterhin vor anspruchsvolle Herausforderungen.

Die einzigartige Lage des Hauses in unmittelbarer Nähe zum Marienplatz erfreut sich erneut großer Beliebtheit.

Prognosebericht

Auf die voraussichtlichen Entwicklungen der Weltwirtschaft und der deutschen Konjunktur wurde bereits im Abschnitt zu Geschäfts- und Rahmenbedingungen eingegangen. Das Geschäftsjahr 2023/2024 begann mit großer Unsicherheit durch den Ukrainekrieg. Die daraus resultierende Energiekrise schwächt die gesamte Wirtschaft, und der Konsumklimaindex verharrt auf niedrigem Niveau. Eine Besserung ist derzeit nicht absehbar.

Dank unserer guten Positionierung am Markt sind wir jedoch überzeugt, dass sich die Sporthaus Schuster GmbH weiterhin wirtschaftlich behaupten kann. Unsere Industriepartner unterstützen uns in beiden Vertriebskanälen gleichermaßen. Der neue Webshop, die Lagerverwaltungssoftware sowie die Optimierung der Unternehmensprozesse werden Schuster effizienter und rentabler machen als bisher.

Wie jedes Jahr hängt unser Erfolg jedoch stark von der Witterung ab, insbesondere in der wichtigen Wintersaison und im Weihnachtsgeschäft. Für die Unternehmensplanung 2024/2025 gehen wir angesichts der Fußball-EM, unseres 111-jährigen Jubiläums sowie durch weitere Sortiments- und Umstrukturierungsmaßnahmen von einer Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr aus. Derzeit planen wir mit einem positiven EBITDA zwischen 2 % und 3 % des Umsatzes, vorbehaltlich der weiteren Entwicklung der Wintersaison 2024/2025.

Abschließend sei auf die naturgemäße Unsicherheit des Prognose-Berichts und der Chancen-Risiko-Berichterstattung hingewiesen.

 

München, im November 2024

Sporthaus Schuster GmbH

Rainer Angstl, Geschäftsführer

Konstantin Rentrop, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 7.568.786,00 7.913.943,89
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.185.236,00 910.288,89
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.185.236,00 910.288,89
II. Sachanlagen 6.331.550,00 6.951.655,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.317.733,00 5.712.530,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.013.817,00 1.239.125,00
III. Finanzanlagen 52.000,00 52.000,00
1. Beteiligungen 52.000,00 52.000,00
B. Umlaufvermögen 13.063.460,71 16.330.715,29
I. Vorräte 9.172.352,00 10.450.596,00
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.172.352,00 10.450.596,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 974.542,94 1.096.137,12
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 107.793,27 198.345,12
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 533.348,11
3. sonstige Vermögensgegenstände 866.749,67 364.443,89
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.916.565,77 4.783.982,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 222.199,70 239.413,18
Summe Aktiva 20.854.446,41 24.484.072,36

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 7.270.883,15 8.941.356,28
I. gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Kapitalrücklage 2.141.391,90 2.141.391,90
III. Gewinnvortrag 4.299.964,38 5.004.696,19
IV. Jahresfehlbetrag 1.670.473,13 704.731,81
B. Rückstellungen 4.315.326,50 4.233.727,23
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 43.685,00 46.862,00
2. Steuerrückstellungen 121.814,00 0,00
3. sonstige Rückstellungen 4.149.827,50 4.186.865,23
C. Verbindlichkeiten 9.268.236,76 11.308.988,85
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.386.105,00 5.563.885,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.130.353,13 3.076.771,46
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 236.053,98 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.515.724,65 2.668.332,39
davon aus Steuern 113.971,05 116.827,75
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 62.826,85 24.037,96
Summe Passiva 20.854.446,41 24.484.072,36

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 50.175.003,98 52.426.971,01
2. sonstige betriebliche Erträge 580.900,60 278.854,51
3. Materialaufwand 27.317.662,60 28.151.642,04
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 27.317.662,60 28.151.642,04
4. Personalaufwand 11.118.441,88 10.964.185,19
a) Löhne und Gehälter 9.215.376,80 9.044.888,44
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.903.065,08 1.919.296,75
davon für Altersversorgung 97.065,90 105.338,39
5. Abschreibungen 1.062.901,16 778.602,86
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.062.901,16 778.602,86
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.764.020,83 13.473.102,30
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 91.742,38 61.045,53
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 132.274,42 102.751,28
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 121.814,01 0,00
10. Ergebnis nach Steuern -1.669.467,94 -703.412,62
11. sonstige Steuern 1.005,19 1.319,19
Jahresfehlbetrag 1.670.473,13 704.731,81

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Sporthaus Schuster GmbH hat Ihren Sitz in München und ist unter der Nummer HRB 123608 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Die Sport Münzinger GmbH ist auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 15.12.2021 und der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom selben Tag mit der Sporthaus Schuster GmbH zum 01.04.2021 verschmolzen. Die Eintragung in das Handelsregister beim Amtgericht München unter der Nummer HRB 123608 erfolgte zum 25.02.2022.

Der Jahresabschluss zum 31.03.2024 der Sporthaus Schuster GmbH, wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches i. d. F. des Bilanzrichtlinieumsetzungsgesetzes (BilRuG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 - 5 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Abschreibungen erfolgten grundsätzlich pro rata temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG bis € 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Für die Bewertung der Vorräte fand das Bewertungsvereinfachungsverfahren nach § 256 HGB (Einzel-FIFO-Verfahren) Anwendung. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Der niedrigere beizulegende Wert wird mit Hilfe von Gängigkeitsabschreibungen und ab dem Jahresabschluss zum 31.03.2021 mit auf Datenbankanalysen basierenden Abschlägen ermittelt. Mit diesen Abschlägen werden die Risiken bei der Bewertung (Veralterung der Bestände, Mode- oder Geschmackswandel etc.) berücksichtigt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr wurde mit 1% bemessen. Im Übrigen sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Nominalwert ausgewiesen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen abgegrenzte Ansprüche aus Versicherungs- und Wartungsverträgen sowie Zinsaufwendungen.

Die aktiven latenten Steuern betragen Euro 76.000,00, sind aber nicht in der Bilanz erfasst. Die latenten Steuern resultieren aus der in der Steuerbilanz abweichenden Abzinsung der Rückstellungen im Bereich der Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen (Wiederinstandsetzungen). Der der Berechnung zugrunde liegende Steuersatz beträgt dabei 33 %.

Die versicherungsmathematische Bewertung von Pensionsrückstellungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Bei dieser Methode wird der versicherungsmathematische Barwert des ratierlichen Anspruchs in der Handelsbilanz angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens zum 31.03.2024

Sporthaus Schuster GmbH

Anschaffungs - und Herstellungskosten
Stand 01.04.2023
EUR
Zugänge 2023/2024
EUR
Anpassung 2023/2024
EUR
Abgänge 2023/2024
EUR
Stand 31.03.2024
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.508.330,63 641.284,13 0,00 0,00 3.149.614,76
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 7.819.148,63 0,00 0,00 0,00 7.819.148,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.244.370,91 79.982,14 0,00 51.463,01 3.272.890,04
11.063.519,54 79.982,14 0,00 51.463,01 11.092.038,67
Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 52.000,00 0,00 0,00 0,00 52.000,00
13.623.850,17 721.266,27 0,00 51.463,01 14.293.653,43
Abschreibungen
Stand 01.04.2023
EUR
Zugänge 2023/2024
EUR
Anpassung 2023/2024
EUR
Abgänge 2023/2024
EUR
Stand 31.03.2024
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.598.041,74 366.337,02 0,00 0,00 1.964.378,76
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 2.106.618,63 394.797,00 0,00 0,00 2.501.415,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.005.245,91 301.767,14 0,00 47.940,01 2.259.073,04
4.111.864,54 696.564,14 0,00 47.940,01 4.760.488,67
Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.709.906,28 1.062.901,16 0,00 47.940,01 6.724.867,43
Buchwerte
Stand 31.03.2024
EUR
Stand 31.03.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.185.236,00 910.288,89
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 5.317.733,00 5.712.530,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.013.817,00 1.239.125,00
6.331.550,00 6.951.655,00
Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 52.000,00 52.000,00
7.568.786,00 7.913.943,89

B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023/2024 sind aus der "Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens zum 31.03.2024" ersichtlich.

2. Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt gemäß des Bewertungsvereinfachungsverfahren nach § 256 HGB (Einzel-FIFO-Verfahren). Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Seit dem Wirtschaftsjahr 2020/2021 werden die Abwertungen der Verkaufsartikel aus der internen Datenbank abgeleitet. Diese Bewertungsmethodik wird seither in den darauffolgenden Geschäftsjahren analog fortgeführt.

3. Forderungen gegen Gesellschafter

Im aktuellen Wirtschaftsjahr bestehen keine Forderungen gegenüber der Schuster Verwaltungs GmbH & Co. KG.

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen unerledigte Retouren (T€ 190) und Forderungen ggü. Kreditkarten (T€ 468).

5. Eigenkapital

Eigenkapital EUR 7.270.883,15
Vj EUR 8.941.356,28
a) gezeichnetes Kapital EUR 2.500.000,00
Vj. EUR 2.500.000,00
b) Kapitalrücklage EUR 2.141.391,90
Vj. EUR 2.141.391,90
c) Bilanzgewinn EUR 2.629.491,25
Vj. EUR 4.299.964,38

Der Bilanzgewinn entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023/2024 wie folgt:

Stand 01.04.2023 EUR 4.299.964,38
Ausschüttung EUR 0,00
Jahresfehlbetrag 2023/2024 EUR -1.670.473,13
Stand 31.03.2024 EUR 2.629.491,25

6. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen werden nach der international angewandten Projected Unit Credit Methode (PUC-Methode) ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet.

Als Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck unter Ansatz einer monatlichen vorschüssigen Zahlungsweise und mit einem Zinssatz von 1,83 % (Vj. 1,79 %) (Duration 15).

Für die Bewertung wurde ein Rententrend von 2,0 % p.a. angenommen.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,80%) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Markzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,83 %) beträgt EUR 75. Dieser Betrag ist zur Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (T€ 660), mietvertragliche Wiederinstandsetzungskosten (T€ 1.322), Rückzahlungsverpflichtungen aus der Schlussabrechnung der Corona-Wirtschaftshilfen (T€1.753), ausstehende Rechnungen und Abgaben und Gebühren und sonstige Verpflichtungen (T€ 415).

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.03.2024

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
EUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
EUR
Gesamtbetrag
EUR
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
EUR
Art und Form der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
1.177.780,00 2.861.120,00 347.205,00 4.386.105,00 4.386.105,00 Grund- Schuld / Kfw - Haftungsfreistellung
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.130.353,13 0,00 0,00 2.130.353,13 - *) -
3. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 236.053,98 0,00 0,00 236.053,98 - *) -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.485.724,65 0,00 30.000,00 2.515.724,65 - *)
(113.971,05) (113.971,05) - -
davon aus Steuern: (Vj.: 116.827,75) (Vj.: 116.827,75)
(62.826,85) (62.826,85)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: (Vj.: 24.037,96) (Vj.: 24.037,96)
Gesamtsumme 6.029.911,76 2.861.120,00 377.205,00 9.268.236,76 4.386.105,00 -

*) Abgesehen von branchenüblichen Eigentumsvorbehalten sind die ausgewiesenen Verbindlichkeiten nicht weiter abgesichert.

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aufgliederung nach geografisch bestimmten Märkten:

Inland T€ 49.026 (Vj T€ 50.845)
Ausland T€ 1.149 (Vj T€ 1.582)
Summe T€ 50.175 (Vj T€ 52.427)

2. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Im Ausweis sind Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 9 T€ (Vj. T€ 15) enthalten.

3. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Im Ausweis sind betriebsfremde sonstige Erträge aus der Überbrückungshilfe 3 in Höhe von T€ 156 enthalten.

D. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB waren folgende Haftungen zu vermerken:

Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln T€ - -
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften T€ - -
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen T€ 6.658 *)
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten T€ - -

*) davon gegenüber Gesellschafter T€ 6.658 als Mithaftende von Hypothekendarlehen

Aufgrund der Bonität des Gesellschafters ist das Risiko einer Inanspruchnahme als gering anzusehen.

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen:

Jährliche Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen T€ 6.191 **)
(durchschnittliche Vertragslaufzeit: 3,6 Jahre)
Verpflichtungen aus Leasingverträgen T€ 148
(restliche Zahlungsverpflichtung)
Andere finanzielle Verpflichtungen T€ 0
(restliche Zahlungsverpflichtung)
Verpflichtungen betreffend die Altersversorgung T€ 125
(restliche Zahlungsverpflichtung)
**) davon gegenüber Gesellschafter T 2.099

Bei den Verpflichtungen aus Mietverträgen stehen Chancen und Risiken in einem ausgeglichenen Verhältnis.

Sonstige außerbilanzielle Geschäfte von Bedeutung sind nicht angefallen.

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer Herr Rainer Angstl, Kaufmann, gesamtvertretungsberechtigt

Herr Konstantin Rentrop, Dipl. Sportökonom, gesamtvertretungsberechtigt (ab 01.04.2021)

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer

(§ 285 Nr. 9a HGB) verzichtet.

Den Geschäftsführern wurde über eine Unterstützungskasse eine Altersversorgung gewährt.

3. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 274 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren in Vollzeit 218, in Teilzeit 23 und Aushilfen 33. Auszubildende waren in dieser Berechnung nicht zu berücksichtigen.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2023/2024 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist im Konzernabschluss des Mutterunternehmens enthalten und dort ersichtlich.

5. Geschäfte mit nachstehenden Personen

Am Bilanzstichtag liegen keine angabepflichtigen, marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Personen vor.

6. Angaben zum Mutterunternehmen

Die Schuster Verwaltungs-GmbH & Co. KG, Lochhamer Straße 29a 82152 Planegg, stellt als Mutterunternehmen der Sporthaus Schuster GmbH den Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss wird entsprechend den gesetzlichen Vorschriften offengelegt.

8. Nachtragsbericht

Es haben keine nennenswerten Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 31.03.2024 stattgefunden, die eine Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Auf den Prognosebericht im Lagebericht wird hingewiesen.

E. Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns

Die Geschäftsführung schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von € 2.629.491,25 vor:

EUR
Ausschüttung 0,00
Vortrag auf neue Rechnung 2.629.491,25
2.629.491,25

 

München, den 21.11.2024

Sporthaus Schuster GmbH

Rainer Angstl, Geschäftsführer

Konstantin Rentrop, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

An die Sporthaus Schuster GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sporthaus Schuster GmbH, - bestehend aus der Bilanz zum 31.März2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.April2023 bis zum 31.März2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sporthaus Schuster GmbH, für das Geschäftsjahr vom 1.April2023 bis zum 31.März2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.März2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.April2023 bis zum 31.März2024 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß §322Abs.3S.1HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 21.11.2024

Constanta Steinbacher Kleine PartG mbB
Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Moritz Aberl, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 21.11.2024.

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