Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 71250
Vorher
Holland & Holland GmbH
Eingetragen
13.3.2002
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und ReinigungsmittelnGroßhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und KörperpflegemittelnBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
a. Der Vertrieb der Produkte der Marke Chanel oder anderer Markenin der Bundesrepublik Deutschland sowie in anderen Gebieten, für die die Gesellschaft von Chanel, Neuilly-sur-Seine, zum Vertrieb ermächtigt ist; b. die Beteiligung an anderen Gesellschaften, insbesondere solchen, die Chanel-Produkte vertreiben; c. Maßnahmen auf dem Gebiet der Werbung, der Verkaufsförderung und Promotion, die dem Vertrieb von Chanel-Produkten dienen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Nadine Stahmer
seit 8.11.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CHANEL SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

CHANEL SAS
France
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Chanel GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Chanel GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Chanel GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Chanel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 18. Oktober 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Opaschowski, Wirtschaftsprüfer

Schnitger, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene sonstige Rechte 1.170.295,13 2.170.095,17
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.830.923,04 17.484.654,09
2. Geleistete Anzahlungen 111.753,27 5.117.729,54
28.942.676,31 22.602.383,63
30.112.971,44 24.772.478,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 29.672.570,20 16.696.710,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.134.347,66 23.633.138,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 317.430,38 963.509,12
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.944.698,05 5.159.695,44
30.396.476,09 29.756.342,66
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 39.039.076,38 64.492.683,24
99.108.122,67 110.945.736,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 445.094,32 531.041,16
129.666.188,43 136.249.256,11

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 7.062.121,64 7.062.121,64
III. Gewinnvortrag 7.291.444,03 7.291.444,03
IV. Jahresüberschuss 43.253.625,83 45.529.298,17
57.807.191,50 60.082.863,84
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 355.170,00 375.444,00
2. Steuerrückstellungen 4.129.118,00 359.718,00
3. Sonstige Rückstellungen 19.460.327,43 19.104.857,99
23.944.615,43 19.840.019,99
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 274.116,57 253.557,57
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.067.869,74 1.915.409,04
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.294.965,67 44.080.725,39
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.277.429,52 10.076.680,28
47.914.381,50 56.326.372,28
129.666.188,43 136.249.256,11

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 367.809.050,70 333.568.465,91
2. Anschaffungskosten der verkauften Waren -179.632.575,11 -156.675.037,98
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 188.176.475,59 176.893.427,93
4. Vertriebskosten -117.139.638,17 -103.014.376,84
5. Allgemeine Verwaltungskosten -8.460.663,07 -6.931.471,99
6. Sonstige betriebliche Erträge 1.354.262,96 504.993,76
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.846.605,08 -613.400,95
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.184.314,60 173.303,59
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.407,00 -11.921,78
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -21.005.114,00 -21.471.255,55
11. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 43.253.625,83 45.529.298,17

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Chanel GmbH (im Folgenden "Chanel" oder "Gesellschaft"), Hamburg (Amtsgericht Hamburg, HRB 71250), wurde unter Beachtung der generellen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 3 HGB nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Aktiva

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (zwischen 3 und 10 Jahren) um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesene Ablösezahlung an Vormieter für die vorzeitige Beendigung des Mietvertrages werden über die Laufzeit des Mietvertrages (zwischen 7 und 10 Jahren) abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet worden. Die Abschreibungen sind nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 15 Jahren) ermittelt worden. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagengitter als Abgang aufgeführt, ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte, die ausschließlich aus bezogenen Waren bestehen, sind zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten bewertet worden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Zahlungen für Aufwendungen des nächsten Geschäftsjahres, die bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistet wurden.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 32,3% (Vorjahr: 32,3%) bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Passiva

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82% (Vorjahr: 1,78%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,2% (Vorjahr: 2,4%) berücksichtigt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Für sämtliche Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungsverträge, welche jedoch nicht alle an die Pensionäre verpfändet sind. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 HGB nur teilweise saldiert ausgewiesen.

Darüber hinaus wird der reguläre Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen als Aufwand für Altersversorgung im Personalaufwand ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dem auf Seite 10 des Anhangs beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von insgesamt T€ 317 (Vorjahr: T€ 964) bestehen mit T€ 0 (Vorjahr: T€ 541) aus der Bereitstellung von liquiden Mitteln (Cash Pooling) und mit T€ 317 (Vorjahr: T€ 422) aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt T€ 6.945 (Vorjahr: T€ 5.160) beinhalten Mietkautionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 701 (Vorjahr: T€ 701). Dazu kommen Kreditkartenforderungen von T€ 2.820 (Vorjahr: T€ 1.956) sowie Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von T€ 2.035 (Vorjahr: T€ 2.033), jeweils mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der beizulegende Zeitwert des zu verrechnenden Deckungsvermögens, der näherungsweise dessen Anschaffungskosten entspricht, beläuft sich auf T€ 81 (Vorjahr: T€ 82), der Erfüllungsbetrag der Schulden beträgt T€ 436 (Vorjahr: T€ 457). Es ergibt sich eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 355 (Vorjahr: T€ 375).

Im Zinsaufwand sind folgende Beträge aus der Aufzinsung enthalten:

Aufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen: T€ 8 (Vorjahr: T€ 8)
Wertänderung aus Rückdeckungsversicherungen: T€ 1 (Vorjahr: T€ 1)

Daraus ergeben sich in der Gewinn- und Verlustrechnung Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 9 (Vorjahr: T€ 9).

Der ausschüttungsgesperrte Betrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt am Bilanzstichtag T€ 3 (Vorjahr: T€ 14). Dieser Betrag darf nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem vorstehenden Unterschiedsbetrag entsprechen.

Steuerrückstellung

Zum Bilanzstichtag wurden Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 4.129 (Vorjahr: T€ 360) gebildet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für umsatzabhängige Bonusvereinbarungen in Höhe von T€ 8.009 (Vorjahr: T€ 6.934), Rückstellungen für voraussichtliche Warenrücklieferungen in Höhe von T€ 4.528 (Vorjahr: T€ 4.560)

sowie Personalrückstellungen in Höhe von T€ 2.914 (Vorjahr: T€ 3.529). Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beträgt T€ 1.303 (Vorjahr: T€ 1.943).

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 2.068 (Vorjahr: T€ 1.915) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und bestehen mit T€ 41.295 (Vorjahr: T€ 38.081) aus Lieferungen und Leistungen und mit T€ 0 (Vorjahr: T€ 6.000) aus sonstigen Verbindlichkeiten (Intercompany Darlehen). Davon bestehen gegenüber der Gesellschafterin Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 38.369 (Vorjahr: T€ 37.732).

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten von T€ 4.277 (Vorjahr: T€ 10.077) sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern mit T€ 2.241 (Vorjahr: T€ 7.892) enthalten.

Sämtliche sonstige Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Verteilung der Umsatzerlöse ergibt sich wie folgt:

2023 2022
T€ T€
Mode 222.508 197.518
Parfum & Kosmetik 127.498 118.290
Uhren & Schmuck 10.498 12.312
Sonstige 7.305 5.448
Gesamtbetrag 367.809 333.568

Materialaufwand

Der Materialaufwand in Höhe von T€ 179.633 (Vorjahr: T€ 156.675) besteht ausschließlich aus Aufwendungen für bezogene Waren.

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 117.140 (Vorjahr: T€ 103.014). Die Vertriebskosten beinhalten im Wesentlichen Personalaufwendungen sowie Aufwendungen aus Promotion, Werbung und Miete.

Personalaufwand

Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:

2023 2022
T€ T€
Löhne und Gehälter 25.241 21.327
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.881 4.194
davon für Altersversorgung 475 453
Gesamtbetrag 30.122 25.521

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 1.354 (Vorjahr: T€ 505) resultieren in Höhe von T€ 503 aus periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Außerdem wurde eine ertragswirksame wertaufholende Zuschreibung für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in Höhe von T€ 851 (Vorjahr: T€ 0) vorgenommen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt T€ 1.847 (Vorjahr: T€ 613) sind T€ 11 (Vorjahr: T€ 47) aus Währungsdifferenzen enthalten. Des Weiteren erfolgte eine Einzelwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von T€ 1.792 (Vorjahr: T€ 0).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Insgesamt betragen die Zinsaufwendungen T€ 9 (Vorjahr: T€ 12). Davon betreffen T€ 9 (Vorjahr: T€ 9) die Abzinsung der Pensionsrückstellung.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen T€ 21.005 (Vorjahr: T€ 21.471).

E. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 52.700 (T€ 54.340) lassen sich zum Nominalwert wie folgt darstellen:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Fälligkeiten Miete
Innerhalb eines Jahres 9.967 9.030
Zwischen einem und fünf Jahren 23.899 27.165
Über fünf Jahre 18.172 17.885
Gesamtbetrag 52.038 54.080
31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Fälligkeiten Leasing
Innerhalb eines Jahres 212 138
Zwischen einem und fünf Jahren 451 122
Über fünf Jahre 0 0
Gesamtbetrag 662 260

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden 405 Mitarbeiter (Vorjahr: 356) beschäftigt. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte. Davon sind 2 Mitarbeiter (Vorjahr: 2) als leitende Angestellte anzusehen.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar betrug T€ 142 (Vorjahr T€ 139). Hiervon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen T€ 131 (Vorjahr: T€ 127) sowie auf sonstige Leistungen T€ 11 (Vorjahr: T€ 12).

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wird durch Herrn Alexander Keller wahrgenommen. Herr Keller ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde in Ausübung des Wahlrechts des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernabschluss

Mutterunternehmen der Chanel GmbH, Hamburg, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Chanel SAS, Neuilly-sur-Seine, Frankreich. Er ist am Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre erhältlich.

Mutterunternehmen der Chanel GmbH, Hamburg, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Chanel Limited, 5 Barlow Place, London, W1J6DG, UK. Er ist am Companies House, Crown Way, Cardiff, Wales CF14 3UZ, erhältlich.

Nachtragsbericht

Am 26. Januar 2024 hat die KaDeWe-Gruppe einen Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht eingereicht. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen wurden daher einzelwertberichtigt.

Der am 9. Januar 2024 eingereichte Insolvenzantrag von Galeria Karstadt Kaufhof hat aufgrund einer vollständigen Forderungsabsicherung keinen Einfluss auf das abgelaufene Geschäftsjahr.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 43.253.625,83 ab. Die Gesellschafterin schlägt vor, eine Teilausschüttung in Höhe von € 42.000.000,00 vorzunehmen und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, den 31. März 2024

Chanel GmbH

Alexander Keller, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene sonstige Rechte 10.560.676,32 9.257,66 0,00 0,00 10.569.933,98
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.101.132,03 3.274.747,21 6.863.138,83 13.674.274,98 68.187.015,39
2. Geleistete Anzahlungen 5.117.729,54 8.668.298,71 0,00 -13.674.274,98 111.753,27
63.218.861,57 11.943.045,92 6.863.138,83 0,00 68.298.768,66
73.779.537,89 11.952.303,58 6.863.138,83 0,00 78.868.702,64
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene sonstige Rechte 8.390.581,15 1.009.057,70 0,00 9.399.638,85
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.616.477,94 5.002.343,31 6.262.728,90 39.356.092,35
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
40.616.477,94 5.002.343,31 6.262.728,90 39.356.092,35
49.007.059,09 6.011.401,01 6.262.728,90 48.755.731,20
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene sonstige Rechte 1.170.295,13 2.170.095,17
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.830.923,04 17.484.654,09
2. Geleistete Anzahlungen 111.753,27 5.117.729,54
28.942.676,31 22.602.383,63
30.112.971,44 24.772.478,80

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Darstellung

Der vorliegende Lagebericht der Chanel GmbH (im Folgenden entweder "Chanel" oder Gesellschaft"), Hamburg, wurde gemäß § 289 HGB sowie in Anlehnung an den Deutschen Rechnungslegungsstandard ("DRS") 20 erstellt. Alle Berichtsinhalte und Angaben beziehen sich auf den Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 bzw. das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.

II. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Geschäftsmodell der Chanel GmbH ist der Vertrieb von Luxusgütern in den Bereichen Mode, Duft und Kosmetik sowie Uhren & Schmuck innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Die Chanel GmbH gehört zum Konzernkreis der Chanel SAS mit Sitz in Neuilly-sur-Seine, Frankreich.

a) Standorte

Der Hauptsitz der Gesellschaft ist Hamburg. Hinzu kommen Boutiquen mit Standorten innerhalb von Deutschland. Die Mode Boutiquen sind in den Städten Hamburg, Berlin, Düsseldorf, München und Frankfurt am Main vertreten. Die Boutiquen für Duft und Kosmetik befinden sich in Hamburg, Düsseldorf und Berlin. Ferner werden Düfte und Kosmetik Produkte auch über den Parfümerie Einzelhandel verkauft. Der Bereich Uhren & Schmuck wird über die Mode Boutiquen sowie ausgewählte Juweliere vertrieben.

b) Absatzmärkte

Die Chanel GmbH ist für den Vertrieb innerhalb der Bundesrepublik Deutschland zuständig.

2. Steuerungssystem

Zur internen Steuerung der Gesellschaft wird im Wesentlichen auf den Rohgewinn, Management Operating Profit sowie auf die Umsatzrendite geachtet.

Das zentrale Steuerungsinstrument auf Konzernebene stellt ein Quartalsreporting an die Gesellschafterin in Frankreich dar. In diesem Reporting werden neben Ist-Zahlen auch fortgeschriebene Budgetwerte sowie finanzielle und operative Kennzahlen erfasst und analysiert.

Die Geschäftsplanung wird fortlaufend dem Marktumfeld und eventuellen Strukturänderungen angepasst.

3. Forschung und Entwicklung

Da die Chanel GmbH ausschließlich für den Vertrieb zuständig ist, fallen keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten an.

III. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen gegenüber 2022 um 0,3% gesunken. 1 Trotz der jüngsten Rückgänge sind die Preise auf allen Wirtschaftsstufen zu hoch und dämpfen die Konjunktur. Steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland haben die deutsche Wirtschaft ebenfalls belastet. Der Umsatz im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln verzeichnete nach vorläufigen Schätzungen ein Minus von real 3,1% im Vergleich zum Vorjahr. Dagegen stiegen die Umsätze im Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren um real 2,6% gegenüber dem Jahr 2022. 2

Die Inflationsrate in Deutschland hat sich im Kalenderjahr 2023 auf 5,9% reduziert, während diese im Vorjahr bei 6,9% lag. 3

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Nettoumsätze der Chanel GmbH stiegen von T€ 333.568 Nettoumsatz im Vorjahr auf einen Gesamtumsatz in Höhe von T€ 367.809. Dies entspricht einem Anstieg von 10,3%. Damit wurde die erwartete Umsatzprognose aus dem Lagebericht 2022 (moderat steigende Umsätze) erreicht.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
2 Einzelhandelsumsatz im Jahr 2023 real um 3,3 % niedriger als 2022 - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html# :~: text=Januar%202024&text=WIESBADEN%20%E2%80%93%20Die%20Verbraucherpreise%20in%20Deutschland,%2B6%2C9%20%25%20gelegen.

Der Jahresüberschuss 2023 beträgt T€ 43.254 (Vorjahr: T€ 45.529) und hat sich um rund 5,0% gegenüber 2022 reduziert.

2.1 Ertragslage

Die positive Entwicklung der Umsatzerlöse verteilt sich auf die drei Geschäftsbereiche wie folgt:

Im Bereich Düfte und Kosmetik ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 7,8 % beziehungsweise T€ 9.208 gestiegen. Dabei waren wie im Vorjahr die Produkte von Chanel No 5, Coco Mademoiselle und Bleu de Chanel weiterhin die Umsatzstärksten.

Die Umsatzerlöse im Bereich Mode sind um 12,7% beziehungsweise T€ 24.990 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. In allen Produktgruppen gab es eine höhere Nachfrage.

Die Umsatzerlöse im Bereich Uhren & Schmuck haben sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 14,7% bzw. T€ 1.814 aufgrund geringerer Nachfrage reduziert.

Die Anschaffungskosten der verkauften Waren in Höhe von T€ 179.633 (Vorjahr: T€ 156.675) sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 22.958 gestiegen und entwickelten sich mit plus 14,7% im Wesentlichen proportional zu den Umsatzerlösen.

Die Vertriebs- und Marketingkosten sind stark um T€ 14.126 gegenüber dem Vorjahr gestiegen und belaufen sich im laufenden Geschäftsjahr auf T€ 117.140 (Vorjahr: T€ 103.014). Dabei sind im Wesentlichen die Mietaufwendungen um T€ 1.184 sowie die Personalaufwendungen um T€ 3.597 gestiegen. Des Weiteren erfolgte ein Anstieg um T€ 2.705 für Werbung und T€ 2.184 für Promotion.

Die allgemeinen Verwaltungskosten haben sich infolge der durch die Inflation gestiegenen Sach- und Personalkosten um T€ 1.530 auf insgesamt T€ 8.461 (Vorjahr: T€ 6.931) erhöht.

2.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Kapitalstruktur der Chanel GmbH hat sich wie folgt entwickelt:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung Prozentpunkte
Eigenkapitalquote 44,6% 44,1% 0,5%
Fremdkapitalquote 55,4% 55,9% -0,5%
Verschuldungsgrad 124,3% 126,8% -2,5%

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 stets gewährleistet.

Die Bilanzsumme hat sich um T€ 6.583 gegenüber dem Vorjahr auf T€ 129.666 reduziert.

Das Anlagevermögen hat sich trotz der jährlichen Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt T€ 5.340 (Vorjahr: T€ 199) erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den Renovierungs- und Umbauarbeiten für die im Mai 2023 neu eröffnete Fashion Boutique innerhalb von Berlin.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt T€ 11.838. Im Wesentlichen resultiert die Reduzierung aus der Abnahme der liquiden Mittel in Höhe von T€ 25.454 auf insgesamt T€ 39.039 (Vorjahr: T€ 64.493). Dagegen erhöhte sich der Warenbestand um T€ 12.976.

Die Verbindlichkeiten und Rückstellungen reduzierten sich um T€ 4.307 auf insgesamt T€ 71.859 (Vorjahr: T€ 76.166). Im Wesentlichen resultiert dies aus der Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 5.799. Außerdem haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 2.786 auf T€ 41.295 (Vorjahr: T€ 44.081) reduziert. Bei den Steuerrückstellungen erfolgte ein Anstieg um T€ 3.769 auf T€ 4.129 (Vorjahr: T€ 360).

3. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung nutzen wir insbesondere die Rohgewinnmarge (Rohgewinn/Umsatzerlöse). Dabei errechnet sich der Rohgewinn aus den Umsatzerlösen abzüglich dem Wareneinsatz. Des Weiteren nutzen wir das Jahresergebnis vor Steuern und Zinsen (Management Operating Profit) sowie die Umsatzrendite. Die Umsatzrendite ergibt sich aus dem Management Operating Profit geteilt durch den Gesamtumsatz.

Die Rohgewinnmarge hat sich von 53,0% auf 51,2% leicht reduziert und liegt knapp unter den Erwartungen aus dem Lagebericht 2022. Ebenfalls hat sich die Umsatzrendite zum Vergleich mit dem Vorjahr leicht von 20,0% auf 16,9% reduziert. Der Management Operating Profit verringerte sich um 7,1% gegenüber dem Vorjahr von T€ 66.839 auf T€ 62.084 und liegt somit etwas unter den Erwartungen.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Unternehmenssteuerung nicht herangezogen.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Weltwirtschaft

Die konjunkturellen Aussichten für das Jahr 2024 sind aufgrund der höheren Inflationsrate, den Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen sowie der anhaltend hohen Zinsen verhalten. Neben unerwarteten makroökonomischen Entwicklungen können insbesondere aus geopolitischen und handelspolitischen Ereignissen Unsicherheiten für die Weltwirtschaft und die Geschäftsentwicklung der Chanel GmbH entstehen. Aktuelle Indikatoren zeigen eine insgesamt langsame, aber robuste Entwicklung des globalen Umfeldes. Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2024 lediglich einen Zuwachs um 0,2% des Bruttoinlandsprodukts. Für das Jahr 2025 wird derzeit mit einem Wachstum von 1,0% gerechnet. 4

Branchenausblick

Das ifo Geschäftsklima aus März 2024 hat sich merklich verbessert und ist auf 87,8 Punkte gestiegen. 5 Der Handelsverband Deutschland (HDE) geht aktuell von einer Umsatzsteigerung für den Einzelhandel um 3,5% für das Jahr 2024 aus. 6

4 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/73769/umfrage/prognosen-zur-entwicklung-des-deutschenbip/#:~: text=Laut%20der%20Prognose%20der%20Bundesregierung,sich%20Deutschland%20in%20einer%20Stagnation.
5 https://www.ifo.de/fakten/2024-03-22/ifo-geschaeftsklimaindex-gestiegen-maerz-2024
6 https://einzelhandel.de/presse/aktuellemeldungen/14387-hde-umsatzprognose-fuer-2024-umsaetze-imeinzelhandel-steigen-um-3-5-prozent

Künftige Geschäftsentwicklung Chanel GmbH

Die Chanel GmbH erwartet, dass sich der Management Operating Profit im Jahr 2024 um voraussichtlich ca. 17% gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr reduzieren wird. Des Weiteren wird der Umsatz sowie die Umsatzrendite für das Jahr 2024 leicht unter dem Geschäftsjahr 2023 liegen. Jedoch wird ein leichter Anstieg der Rohgewinnmarge für das Jahr 2024 erwartet.

Für das Geschäftsjahr 2025 wird derzeit mit einer gleichbleibenden Umsatzrendite sowie Rohgewinnmarge gegenüber 2024 geplant. Dabei wird erwartet, dass sich der Management Operating Profit 2025 leicht gegenüber 2024 steigern wird.

Die Prognosen beruhen auf unseren, nach bestem Wissen abgegebenen Einschätzungen und spiegeln die aktuellen Entwicklungen und Planungen wider, wobei noch einmal darauf hinzuweisen ist, dass weiterhin Unsicherheiten vorhanden sind. Grundsätzlich sind die Risiken und Chancen der Geschäftsentwicklung von der generellen Marktentwicklung der einzelnen Segmente und dem Erfolg der Neuheiten im Hinblick auf Kollektions- und Produktlancierungen abhängig.

2. Risikobericht

Aufgrund der höheren Inflation und gestiegenen Zinsen besteht ein größeres Risiko auf ein schwaches Konsumverhalten der Endverbraucher. Dieses Risiko wird im Segment Parfüm und Kosmetik höher eingeschätzt als im Segment Mode.

Dazu kommen die derzeit laufenden Insolvenzen von Galeria Karstadt Kaufhof und der KaDeWe-Gruppe. Diese haben bereits im Jahr 2024 eine Auswirkung auf das Geschäft der Chanel GmbH. Allerdings wird mittelfristig mit einer Erholung und Einigung gerechnet.

Außerdem bestehen leichte Risiken, dass noch weitere Großkunden in die Insolvenz gehen könnten.

Darüber hinaus kommt es aufgrund der stark gestiegenen Inflation zu deutlichen Preiserhöhungen bei den Investitionen zur Erhaltung und Renovierung unserer Einzelhandelsgeschäfte, die nur teilweise durch Preissteigerungen kompensiert werden können. Dies betrifft Materialien wie auch Dienstleistungen gleichermaßen.

Die Währungsrisiken sind wegen der überwiegenden Rechnungsstellung in EUR von untergeordneter Bedeutung und werden als gering eingestuft.

Ertrags-, Umsatz- und Kostenrisiken werden innerhalb eines umfangreichen internen und externen Budget- und Rolling Forecast-Prozesses einschließlich Reporting erfasst und beurteilt. Dabei erfolgt eine detaillierte Betrachtung von sämtlichen Risiken auf Basis eines einjährigen Prognosezeitraums. Sämtliche Risiken werden so durch das Management erfasst und gesteuert.

Es bestehen aus Sicht der Geschäftsführung derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken. Die sehr starke Position der Marke CHANEL im Hinblick auf Image und Qualität der Produkte sollte auch weiterhin den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens nachhaltig unterstützen.

3. Chancenbericht

Im Geschäftsbereich Düfte und Kosmetik werden wir unsere Strategie der selektiven Distribution im stationären Handel konsequent fortsetzen und somit sicherstellen, dass die Verkaufspunkte den qualitativen Kriterien der Marke im Hinblick auf Erscheinungsbild und Image entsprechen. Dafür werden wir weiterhin stark in die Darstellung unserer Marke an den Verkaufspunkten und im eigenen Einzelhandel investieren.

Die Marketinginvestitionen werden kontinuierlich auf Effizienz überprüft und zielgerichtet auch weiterhin auf überaus wettbewerbsfähigem Niveau bleiben, um die Position und das Image der Marke weiter zu stärken und kontinuierlich auszubauen.

Insgesamt setzt die Marke CHANEL weiterhin auf einzigartige Kreativität, dem besonderen Einkaufserlebnis und Innovationen in allen Segmenten. Die hohe Qualität der Produkte und der Services in den eigenen Boutiquen werden auch weiterhin wichtige Unterscheidungsmerkmale von CHANEL bleiben und dazu beitragen, unsere Position unter den führenden Marken im Luxusbereich weiter auszubauen.

 

Hamburg, 31. März 2024

Chanel GmbH

Alexander Keller, Geschäftsführer

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