Gessler International GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Angela Gessler seit 21.12.2011 | Prokura |
Marcus Dipl.-Ing. Gessler seit 10.1.2003 | Geschäftsführer |
Christina Gessler seit 10.1.2003 | Prokura |
Helmut Nikolaus Geßler seit 10.1.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gessler GmbHRodgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023der Gessler GmbH, RodgauI. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter der Firma Gessler GmbH mit Sitz in Rodgau im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main unter der Nummer HRB 20857 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Von den Möglichkeiten der größenabhängigen Erleichterung für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 327 HGB wurde Gebrauch gemacht. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Finanzanlagen Die unter den Finanzanlagen dargestellten sonstigen Ausleihungen sind mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Ist der beizulegende Wert der Vorräte am Abschlussstichtag niedriger als die Anschaffungskosten, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind grundsätzlich mit den angefallenen Anschaffungskosten bewertet. Der Posten umfasst den Bestand an Handelswaren zum Abschlussstichtag der für den Weiterverkauf bestimmt ist. Bei der Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren wurden die Grundsätze der verlustfreien Bewertung beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1,0 % gebildet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Passiva Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle am 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Flüssige Mittel Der Posten enthält neben dem Kassenbestand die Guthaben bei Kreditinstituten. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 150 und ist in voller Höhe einbezahlt. Verbindlichkeiten Alle am 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten, die Warenlieferungen betreffen, bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten Gebäudemieten sowie Verpflichtungen aus Leasing- und Wartungsverträgen.
V. Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2023 bestanden an Kunden ausgereichte Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften in Höhe von insgesamt TEUR 383 (i.V. TEUR 89). Die Bürgschaftsverpflichtungen resultieren aus übernommenen Bürgschaften für Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften. Das Risiko für die Inanspruchnahme der Gesellschaft aus der Bürgschaft schätzen wir aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit als sehr gering ein. VI. Sonstige Angaben Zum Geschäftsführer waren im Berichtsjahr 2023 bestellt: Herr Marcus Gessler, Dipl.-Ingenieur, Rödermark Herr Helmut Gessler, Elektrotechniker, Nieder-Roden Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer hat im Geschäftsjahr bei 108 (i.V. 107) gelegen. Im Geschäftsjahr 2023 waren insgesamt 76 Angestellte und 32 gewerbliche Mitarbeiter bei der Gesellschaft angestellt. VII. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Nach dem Abschlussstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Rodgau, 11. November 2024 Gessler GmbH Helmut Gessler, Geschäftsführer Marcus Gessler, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Gessler GmbH, Rodgau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gessler GmbH, Rodgau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gessler GmbH, Rodgau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss ohne Inanspruchnahme von Erleichterungen für die Offenlegung.
Stuttgart, den 11. November 2024 Dr.
Breuer + Partner GmbH
Tobias Wittemann, Wirtschaftsprüfer Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Allgemeines Die Gessler GmbH mit Stammsitz in Rodgau ist ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen, welches 1975 gegründet wurde und inzwischen zu den führenden Herstellern von Produkten und Lösungen im Bereich der Notbeleuchtung zählt. Die Gessler GmbH fertigt ein umfassendes Spektrum an Produkten, welche bei einem Stromausfall für die notwendige Sicherheit sorgen, um gefährdete Bereiche eines Gebäudes gefahrlos verlassen zu können. Unsere Produkte kommen überall dort zum Einsatz, wo sich ortsunkundige Personen aufhalten können. Hierzu zählen Einkaufszentren, Kinos, Schulen, Messehallen etc. 1. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin gekennzeichnet durch die hohe Inflation, die gestiegenen Zinsen, den Russland-Ukraine-Krieg sowie den Konflikt im Nahen Osten. Nachdem das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vorjahr noch deutlich um 1,9 % gestiegen war, rutschte Deutschland in eine Rezession und das BIP sank um - 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Auch in den 27 Ländern der europäischen Union ergab sich in 2023 ein geringeres Wachstum in Höhe von 0,6 %, nachdem im Vorjahr 2022 die europäische Wirtschaft im Durchschnitt noch mit 3,5 % gewachsen war. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. 2. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage der Gesellschaft 2.1 Umsatz- und Rohergebnisentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 lagen die Umsatzerlöse erneut über dem Vorjahresniveau. Die Höhe der Umsatzerlöse waren durch Preissteigerungen sowie die Abwicklung mehrerer Großprojekte besonders positiv beeinflusst worden. Das Rohergebnis der Gesellschaft entwickelte sich weiterhin positiv und konnte um 10,7 % auf insgesamt TEUR 21.610 gesteigert werden. Das erzielte Wachstum im Bereich des Rohergebnisses liegt damit etwas über unseren Prognosen. 2.2 Geschäftsergebnis und Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft ist weiterhin sehr zufriedenstellend. Das Jahresergebnis 2023 liegt mit TEUR 6.799 (i.V. TEUR 5.887) deutlich über dem Wert von 2022. Ursächlich hierfür war insbesondere der Anstieg der Umsatzerlöse sowie des Rohergebnisses. 2.3 Vermögenslage Bei einer um TEUR 1.295 erhöhten Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote rechnerisch von 79,1 % auf 82,8 %. Die Höhe des Eigenkapitals beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 17.283 (i.V. TEUR 15.484). Die höhere Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Vorräte, der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der flüssigen Mittel zurückzuführen. Die Beschaffungs- und Vorratsstrategie war im abgelaufenen Jahr wiederum darauf ausgerichtet, die zur Montage erforderlichen Vorprodukte mit möglichst geringen Lagermengen zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen. Durch die weitere Aufstockung unserer Lagerbestände war im Berichtsjahr eine konstante Materialverfügbarkeit für unsere Kunden stets gewährleistet. 2.4 Finanz- und Liquiditätslage Die Liquiditätssituation des Berichtsjahres war ausgezeichnet und die uneingeschränkte Zahlungsfähigkeit stets sichergestellt. Die Investitionen konnten in voller Höhe aus eigenen Finanzmitteln bestritten werden. Zum Abschlussstichtag verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von TEUR 7.260 (i.V. TEUR 6.740). 2.5 Investitionen Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie Finanzanlagen in Höhe von TEUR 799 (Vj. TEUR 559) betrafen im Wesentlichen Ersatz- und Erneuerungsinvestitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung. 2.6 Personal- und Sozialbereich Die Belegschaft des Unternehmens lag im Jahresdurchschnitt mit 108 (i.V. 107) Mitarbeitern geringfügig über dem Vorjahresniveau. Der Personalaufwand liegt mit TEUR 8.831 (i.V. TEUR 8.299) um 6,4 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg resultiert neben der höheren Mitarbeiterzahl im Wesentlichen aus den planmäßigen Lohn- und Gehaltssteigerungen zu Jahresbeginn sowie aus einmaligen Sonderzahlungen. 2.7 Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertragsquote (Rohertrag im Verhältnis zur Gesamtleistung), Umsatzrendite und den Cash-Flow heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zur Gesamtleistung, den Cash-Flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen. Entsprechend der Vorjahresprognose konnten wir unsere Leistungsindikatoren Rohertragsquote, Umsatzrendite und Cashflow im Geschäftsjahr 2023 leicht steigern. 3. Umweltschutz Die Gessler GmbH betreibt seit jeher in allen Bereichen aktiven Umweltschutz. Im Rahmen des jährlichen Management - Audits wurden Umweltziele für das Jahr 2023 festgelegt, welche den Fokus auf Vermeidung und Trennung von Müll und die bessere Nutzung der eingesetzten Energien setzt. Auch im Jahr 2023 haben wir in den Ausbau unserer Photovoltaikanlagen investiert. Weitere Investitionen in erneuerbare Energien sind geplant. 4. Forschung und Entwicklung Die Gessler GmbH entwickelt sowohl eigenständig als auch in enger Kooperation mit zum Teil langjährigen Lieferanten fortlaufend neue und innovative Produkte. Dabei verfügt die Gesellschaft auch über die notwendigen eigenen Ressourcen, um durch Forschung und Entwicklung das Produktportfolio stetig zu erneuern und zu erweitern. Die Ausgaben und Aufwendungen in diesem Bereich bewegten sich auch im Geschäftsjahr 2023 auf konstant hohem Niveau. Die Qualitätskontrolle erfolgt in einem mehrstufigen Prozess und hat vielfach auch günstige Auswirkungen auf die Gestaltung der Produktionsprozesse unserer Lieferanten. 5. Ausblick, Chancen und Risiken Das Unternehmen hat für das Erkennen wesentlicher Risiken ein Kontroll- und Risikomanagement als Bestandteil seiner Unternehmensplanung implementiert. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt. Mögliche Risiken resultieren im Wesentlichen aus konjunkturellen Einflüssen in der für das Unternehmen relevanten deutschen Baubranche. Dieses Risiko wird durch eine stetig wachsende Abgabe der Produkte ins Ausland minimiert. Die Gessler GmbH bezieht Komponenten sowohl aus dem innereuropäischen Markt als auch in geringem Maße aus Fernost. Es bestehen keine wesentlichen Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten, die erhebliche Auswirkung auf die Umsatzentwicklung haben könnten. Bei Ausfall eines Lieferanten stehen Ersatzbezugsquellen zur Verfügung. Insofern sind Warenbezugsrisiken derzeit als eher gering einzuschätzen. Absatzrisiken können durch Abwanderung von Kunden bedingt durch Preiskampf, Verfehlungen bei der Produktentwicklung oder ein ungünstiges Preis- und Leistungsverhältnis entstehen. Die Geschäftsführung führt kontinuierliche Markt-, Produkt- und Kundenanalysen durch. Auf diese Weise erkennt das Unternehmen Veränderungen im Branchenumfeld frühzeitig und kann die Geschäftspolitik im Allgemeinen und das Warensortiment im Besonderen proaktiv und schnell auf die veränderten Anforderungen ausrichten. Oberste Priorität hat dabei ein konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnittenes Produktsortiment, dass sich stets durch hohe Qualität bei zugleich günstigem Preis auszeichnet und dessen Absatz mit gezielten Werbemaßnahmen gefördert wird. Dem Risiko, wertvolle Mitarbeiter zu verlieren, begegnen wir mit individuellen Personalentwicklungsmaßnahmen und einem angenehmen Arbeitsumfeld. Wir geben positive Impulse durch einen motivierenden Führungsstil, zeitgemäße und individuell ansprechende Arbeitsplätze sowie durch eine offene Kommunikation. Die Folge ist eine Mitarbeiterstruktur, die sich durch langjährige und treue Mitarbeiter auszeichnet und aus der derzeit keine personellen Risiken zu erkennen sind. Unumgängliche Ersatzinvestitionen im öffentlichen sowie Ersatz- und Neuinvestitionen im privaten Sektor sprechen dafür, dass in näherer Zukunft unabhängig von politischen Entwicklungen weiterhin von einer soliden Baunachfrage ausgegangen werden kann. Negative Effekte könnten sich aus einer allgemeinen Eintrübung der Konjunktur ergeben, welche ihren Ursprung in der strukturellen Umstellung der Automobilindustrie sowie deren Zulieferer haben könnte. Zudem ist zu befürchten, dass sich die deutlich gestiegenen Zinsen zukünftig negativ auf die Rentabilität und Realisierbarkeit von geplanten Bauvorhaben auswirken werden. Mögliche Risiken resultieren derzeit im Wesentlichen durch den Russland-Ukraine-Konflikt und den bestehenden, umfassenden Sanktionen gegen Russland. Die weitere Entwicklung dieses Krieges sowie die Folgen für die Weltordnung und die Weltwirtschaft sind zum Zeitpunkt der Berichterstellung noch in keiner Weise absehbar. Klar dürfte nur sein, dass Energiepreise und Inflation weiter steigen und so schnell auch nicht wieder sinken werden. Zusätzliche Unsicherheit für die weltweite Konjunktur und insbesondere für die weltweiten Energiepreise resultieren aus dem eskalierenden Konflikt im Nahen Osten zwischen Israel und der Hamas. Direkte Auswirkungen aus diesen Konflikten sind nicht zu erwarten, da wir weder Personal, Forderungen, sonstige Aktiva oder irgendwelche anderen relevanten Tätigkeiten oder Verbindungen in Länder der Konfliktparteien haben. Lieferschwierigkeiten sowie deutliche Preissteigerungen bei Vorprodukten und Rohstoffen machen derzeit nicht nur der international orientierten deutschen Industrie zu schaffen - sie treffen Betriebe sämtlicher Branchen und Größenklassen. Auch wir spüren die Engpässe durch deutlich längere Lieferzeiten bei einigen unserer Vormaterialien. Sollte sich diese Entwicklung verstärken, wäre davon unsere Lieferfähigkeit betroffen und ein weiteres Unternehmenswachstum gebremst. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Kenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen abgedeckt. In der Gesamtbewertung der Marktsituation sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, die zukünftig eine Bestandsgefährdung des Unternehmens darstellen. Chancen für weiteres Unternehmenswachstum sehen wir im konsequenten Ausbau unseres Vertriebs- und Distributionsnetzwerkes sowohl im Inland als auch im Ausland sowie in der kontinuierlichen Verbesserung und Erweiterung unseres Produktportfolios. 6. Sonstige Angaben, insbesondere über die voraussichtliche Entwicklung Die positive Geschäftsentwicklung ist begründet durch die strategische Ausrichtung, die Erschließung neuer Geschäftszweige sowie den stetigen Ausbau der nationalen und internationalen Vertriebsstruktur. Um den stetig wachsenden Bedarf an unseren Produkten bewältigen zu können, haben wir auch im Jahr 2023 die Materialvorhaltung erhöht und unsere Produktionsprozesse optimiert. Der kontinuierliche Ausbau unserer Vertriebs- und Service-Leistung ist für uns ein zentraler Schritt zur Stärkung unserer Marktposition. Durch gezielte technische Neuerungen und strategische Partnerschaften werden wir diese Position in den kommenden Jahren weiter festigen und ausbauen. Dabei investieren wir verstärkt in unsere Konstruktions- und Entwicklungsabteilung, um die Innovationskraft unseres Unternehmens nachhaltig zu steigern. Für das Geschäftsjahr 2024 prognostizieren wir aufgrund der uns bereits vorliegenden Quartalszahlen ein weiter steigendes Umsatzniveau und eine positive Ergebnisentwicklung.
Rodgau, 11. November 2024 Gessler GmbH Helmut Gessler, Geschäftsführer Dipl.-Ing. Marcus Gessler, Geschäftsführer |
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