Ölmühle Kehl GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benjamin Constantin Blum seit 9.7.2025 | Geschäftsführer |
Bernhard Ernst Stoll seit 10.8.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 74.00% | |
Rubin GmbH & Co. KG | 26.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Heimtiernahrung GmbHKehlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestandteile Jahresabschluss 1. Bilanz 2. Gewinn- und Verlustrechnung 3. Anhang Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung 1.1.2023 - 31.12.2023
AnhangA. Allgemeine Angaben zur Firma und zum Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Sitz der Heimtiernahrung GmbH ist Kehl. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 370912 im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg eingetragen. Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften und den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Vorjahreszahlen sind vergleichbar. Auf der Aktivseite der Bilanz wurde unter 'A. Anlagevermögen II. Sachanlagen' der Posten '1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken' gestrichen und die nachfolgenden Posten neu nummeriert. Auf der Passivseite der Bilanz wurde unter 'C. Verbindlichkeiten' der Posten '2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen' gestrichen und die nachfolgenden Posten neu nummeriert. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Maßgebend für die Erstellung dieses Jahresabschlusses waren die folgenden, im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:
C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Aktiva 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. 2. Finanzanlagen Die Genossenschaftsanteile betreffen das Geschäftsguthaben bei der Volksbank Bühl eG. 3. Forderungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Warenlieferungen an den Gesellschafter. II. Passiva 1. Rücklagen Die Gewinnrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
2. Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten:
3. Verbindlichkeiten (in EUR; Vorjahreszahlen in Klammern)
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 505 TEUR Kredite und haben somit eine Mitzugehörigkeit zu den Sonstigen Verbindlichkeiten. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 5.752 TEUR haben eine Mitzugehörigkeit zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen in der Bilanz nicht ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen aus Warentermingeschäften in Höhe von 634 TEUR. Die Laufzeit der Kontrakte liegt zwischen einem und sechs Monaten. Rückstellungen für drohende Verluste hieraus waren für 3 TEUR erforderlich. Daneben bestehen diverse Mietverträge mit unterschiedlichen Eigentümern, Laufzeiten und Kündigungsfristen. Im Geschäftsjahr 2023 sind daraus jährliche Aufwendungen in einem Gesamtumfang von TEUR 307 entstanden. Die entsprechenden Verträge sollen langfristig fortgeführt werden, so dass voraussichtlich zukünftig diese jährlichen Aufwendungen anfallen. Bei einer Berücksichtigung lediglich der am Bilanzstichtag fest vereinbarten Verträge ergeben sich die folgenden Verpflichtungen bis zum frühestmöglichen Kündigungszeitpunkt:
Die Mietverträge ermöglichen der Gesellschaft die Verteilung der Liquiditätsabflüsse über den jeweiligen Vertragszeitraum. Im Vergleich zu einer Investition trägt dies zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Vermieter. Risiken im Vergleich zu einer Investition bestehen in einer möglichen Erhöhung der vereinbarten Mietraten nach Ende der vereinbarten Laufzeiten. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Die GuV wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. 2. Die Umsatzerlöse sind nach Tätigkeiten und Regionen wie folgt aufgeteilt:
3. Es sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 93 TEUR angefallen. E. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Arbeitnehmeranzahl
2. Als Geschäftsführer waren bestellt:
F. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 241.271,65 EUR wie folgt zu verwenden:
Kehl, den 28. Februar 2024 Heimtiernahrung GmbH Bernhard Stoll Anlagespiegel der Heimtiernahrung GmbH Kehl zum 31.12.2023 - Handelsrecht -
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Heimtiernahrung GmbH, Kehl Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Heimtiernahrung GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heimtiernahrung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 5. März 2024 Audit
GmbH Karlsruhe Stuttgart
Thomas Eimers, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Heimtiernahrung GmbH, KehlI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Heimtiernahrung GmbH produziert als Private Label-Spezialist für extrudiertes Heimtierfutter seit über 30 Jahren Hausmarken. Zu den Kunden zählen der Fachhandel, Genossenschaften, Handelsunternehmen, Baumärkte, Gartencenter, Discounter und der Online-Handel. Neben Trocken- und Nassfutter für Hunde und Katzen werden auch Alleinfutter und Snacks für Nager, Vögel und Teichfische in allen Preissegmenten produziert und vertrieben. In den Produktionsanlagen in Kehl am Rhein entstehen Produkte und Sortimente ganz nach den Wünschen unserer Kunden. Hierfür verarbeiten wir viele Rohstoffe von regionalen Anbietern, die alle gentechnikfrei angebaut sind. Wir fügen sie schonend zusammen und überprüfen in eigenen und externen Labors ständig die Qualität. Wir sind seit 2007 ein nach dem Internationalen Lebensmittel Standard (IFS) zertifizierter Produktionsbetrieb. 2. Steuerungssystem Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren des Unternehmens sind Produktions- und Absatzmengen, die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis. 3. Forschung und Entwicklung Forschung wurde branchenbedingt nicht betrieben. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen * Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %. Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % in 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Beide Notenbanken erreichten damit 2023 die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4,5 %. Sowohl die Fed wie auch die EZB kündigten an, das Zinsniveau beibehalten zu wollen und so lange aufrecht zu erhalten, bis die Inflation mittelfristig wieder das 2%-Ziel erreicht. Branchenbezogene Rahmenbedingungen im Heimtiermarkt ** Die deutsche Heimtierbranche hält das hohe Umsatzniveau der Vorjahre und entwickelt sich trotz der allgemein angespannten Wirtschaftslage weiterhin positiv. Mit einem Gesamtumsatz von 5,126 Milliarden Euro verzeichnete der stationäre Fach- und Lebensmitteleinzelhandel im Jahr 2022 ein Umsatzplus von 7,1 Prozent. Dies berichtet der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) in seinem Jahresbericht 2022 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor). Der Gesamtumsatz der deutschen Heimtierbranche liegt somit bei knapp 6,5 Milliarden Euro. Dabei übertraf der Umsatz mit "Heimtier-Fertignahrung" das Vorjahresergebnis mit nunmehr 4,035 Milliarden Euro um 9,5 Prozent. Das Segment "Bedarfsartikel und Zubehör" hingegen ging mit einem Umsatz von 1,091 Milliarden Euro im Jahr 2022 um 0,9 Prozent leicht zurück. Hinzu kamen 1,203 Milliarden Euro über den Online-Markt sowie 158 Millionen Euro für Wildvogelfutter. Der Markt für Hundefutter wuchs auch im Jahr 2022 weiter und erzielte in den klassischen Vertriebswegen mit 1,807 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 7,8 Prozent. Mit einem Gesamtumsatz von 2,011 Milliarden Euro im stationären Handel und somit einem Plus von 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr blieb der Markt für Katzenfutter auch im Jahr 2022 das größte Futtersegment. Dabei hat der Bereich "Feuchtfutter" mit einer Zuwachsrate von 13,6 Prozent (1,329 Milliarden Euro) erstmals seit Jahren das Segment "Snacks" (einschließlich Katzenmilch) mit einem Plus von 11,8 Prozent (326 Millionen Euro) als stärkster Wachstumstreiber überholt. Der Bereich Trockenfutter verzeichnete ebenfalls deutliche Zuwächse (356 Millionen Euro, plus 9,4 Prozent). Auch der Umsatz Zierfischfutter konnte um 5,2 Prozent gesteigert werden, während der Umsatz von Ziervogelfutter stabil blieb. Das Wildvogelfutter bekam einen leichten Dämpfer (158 Millionen Euro, minus 2,5 Prozent). Kleintierfutter blieb hinter Katzen- und Hundefutter drittstärkstes Segment bei den Futtermitteln, musste mit einem Umsatz von 91 Millionen Euro im Jahr 2022 aber ein Minus von 7,1 Prozent hinnehmen. Der Lebensmitteleinzelhandel (einschließlich Drogeriemärkten und Discountern) behauptet sich nach wie vor als Hauptabsatzweg für Heimtier-Fertignahrung: Hier wurden 2022 mit einem Umsatzanteil von 62 Prozent 2,502 Milliarden Euro umgesetzt. Der Fachhandel bleibt mit einem Umsatz von 862 Millionen Euro (79 Prozent) für Bedarfsartikel und Zubehör der wichtigste Absatzweg. Die Bedeutung des Internets für den Kauf von Heimtierprodukten hat auch im Jahr 2022 nochmals spürbar zugenommen. Das geschätzte Umsatzvolumen betrug circa 1,203 Milliarden Euro - eine Steigerung von 14 Prozent. Differenzierte, tierartenspezifische Daten zum Online-Markt sind derzeit noch nicht verfügbar. Im Jahr 2022 wurden in 46 Prozent und somit in fast der Hälfte aller Haushalte in Deutschland Heimtiere gehalten. Insgesamt lebten die Menschen hierzulande mit 34,4 Millionen Hunden, Katzen, Kleinsäugern und Ziervögeln zusammen. Hinzu kamen zahlreiche Zierfische und Terrarientiere. 2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 Die Gesellschaft befasst sich unverändert im Wesentlichen mit dem Vertrieb von Heimtiernahrung trocken und nass, Wintervogelfutter sowie von Heimtierbedarfsartikeln wie Katzenstreu, Trockenartikel und Backwaren. Hierbei wird das Trockenfutter im Hunde-/Katzen-/Vogel- und Nagerfutterbereich in Dienstleistung von unserer Schwestergesellschaft Raiffeisen-Kraftfutterwerk GmbH am gleichen Standort produziert. Zugekaufte Handelsware, wie zum Beispiel Katzenstreu, ergänzen das Sortiment. Die Kundenstruktur umfasst dabei große Warengenossenschaften, Baumarkt-Ketten, Fachhandelsgeschäfte, Lebensmitteleinzelhandel und Online-Händler. Die insgesamt gehandelte Tonnage belief sich in 2023 auf 23.057 Tonnen gegenüber 22.943 Tonnen im Vorjahr, was einer Steigerung um 0,5 Prozent entspricht (Vorjahr Steigerung 4,1 Prozent). Der Umsatz der abverkauften Ware vor Rückvergütungen / Skonti und sonstigen Erlösschmälerungen belief sich auf 29.562 TEUR gegenüber 27.483 TEUR im Vorjahr, was einer Steigerung um 7,6 Prozent entspricht. 3. Lage der Gesellschaft a) Darstellung der Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum vorhergehenden Stichtag um TEUR 740 auf TEUR 8.738 erhöht. Der bilanzielle Wert des Anlagevermögens hat sich im Vergleich zum Vorjahr bedingt durch planmäßige Abschreibungen um TEUR 55 verringert. Das Umlaufvermögen hat sich im Berichtsjahr um TEUR 795 stichtagsbedingt erhöht. Wesentliche Faktoren sind dabei die Erhöhung bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 358 sowie bei den Vorräten um TEUR 371 und die liquiden Mittel um TEUR 74. Das Eigenkapital der Gesellschaft vor Ergebnisverwendung beträgt TEUR 1.145 (2022: TEUR 1.004). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 745 aufgrund des erhöhten Finanzierungsbedarfs und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 140 gestiegen. b) Darstellung der Ertragslage Die Ertragslage hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zur im Vorjahr getätigten Prognose um TEUR 4.360 gesteigert werden und liegen dabei mit TEUR 1.932 über dem Vorjahreswert. Das Jahresergebnis liegt um TEUR 85 über der im Vorjahr getroffenen Prognose von TEUR 156. Die wesentlichen betriebswirtschaftlichen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:
Die Materialaufwandquote verringerte sich im Wesentlichen aufgrund von Rohstoffpreissenkungen in 2023 im Verhältnis zum Umsatz um 1,6 %-Punkte, das Rohergebnis erhöhte sich um TEUR 600 bzw. um 20,8 % gegenüber dem Vorjahr. Entgegen der Entwicklung der Rohstoffpreise stiegen die Herstellungskosten, welche unter den bezogenen Leistungen ausgewiesen sind. Der Personalaufwand hat sich aufgrund der gestiegenen Mitarbeiteranzahl erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich in 2023 um TEUR 340; hauptursächlich hierfür waren die Erhöhung bei den Instandhaltungskosten um TEUR 329. Das Betriebsergebnis erhöhte sich insgesamt um TEUR 244 oder 57,1 % auf TEUR 670. Das Finanzergebnis mit TEUR -316 verschlechterte sich um TEUR 153 gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Erhöhung der durchschnittlichen Inanspruchnahme von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und des gestiegenen Zinsniveaus. Insgesamt hat sich das Jahresergebnis um TEUR 58 bzw. 31,7 % auf TEUR 241 erhöht. c) Darstellung der Finanzlage Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um TEUR 74 auf TEUR 666. Die Finanzierungsstrukturen sind weiterhin geordnet. Das Anlagevermögen ist vollständig fristenkongruent durch langfristiges Kapital finanziert. Die Liquiditätskennziffern haben sich in den vergangenen acht Jahren kontinuierlich verbessert. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist aufgrund der bestehenden Finanzierungsvereinbarungen jederzeit sichergestellt. Cashflow Der Jahres-Cashflow der Gesellschaft (Summe aus Periodenergebnis, Abschreibungen und Veränderung der Rückstellungen) beträgt 106 TEUR (Vorjahr 407 TEUR). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf Veränderungen bei den Rückstellungen zurückzuführen. Finanzierung Die Finanzierung des Unternehmens ist aufgrund der Refinanzierungsmöglichkeiten innerhalb der ZG Raiffeisen - Gruppe sichergestellt. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 102. Diese wurden durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert. Für das Jahr 2024 sind Erhaltungs-, Modernisierungsinvestitionen in der Größenordnung von ca. 120 TEUR geplant. d) Zusammengefasste Beurteilung der Lage der Gesellschaft Wir beurteilen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vor dem Hintergrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen als zufriedenstellend. III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht Heimtiernahrung: Wir sehen für 2024 unsere Hauptaufgabe darin, die Geschäftsaktivitäten weiter zu stabilisieren und auszubauen. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist die Sicherstellung der Rohwarenversorgung. Im Rahmen dessen wird es eine der wichtigsten Aufgaben sein, die weiter ansteigenden Herstellkosten bei unseren Kunden im Markt durchzusetzen. Das Hauptaugenmerk wird in 2024 darin liegen, die bestehenden Kunden zu auskömmlichen Preisen termingerecht mit ihren Produkten zu beliefern sowie weitere neue Kunden zu gewinnen. Verschiedene Projekte im Sortiments- und Vertriebsbereich sind angelaufen und entwickeln sich nach heutigem Stand überaus vielversprechend. Die Voraussetzungen für die Verarbeitung von Frischfleisch in Premiumprodukten sind geschaffen. Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage: Die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird über eine monatlich erstellte kurzfristige Erfolgsrechnung kontrolliert und mit der prognostizierten Planungsrechnung verglichen. Nach Prüfung durch die Geschäftsführer wird die kurzfristige Erfolgsrechnung an die Gesellschafter zur Kenntnisnahme weitergeleitet. Die Vermögens- und Finanzlage wird in 2024 zufriedenstellend sein. Gemäß unserer Unternehmensplanung rechnen wir bei Umsätzen von ca. 24,5 Mio. EUR mit einem Ergebnis vor Steuern von ca. TEUR 218 und einem Jahresüberschuss von ca. TEUR 156. 2. Risikobericht Risikomanagementsystem Wir haben organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit wesentliche Risiken, welche die künftige Entwicklung des Unternehmens beeinflussen könnten, frühzeitig erkannt werden können. Das Risikomanagement der Heimtiernahrung GmbH ist in das Risikomanagementsystem der ZG Raiffeisen - Gruppe integriert. Zusammen mit dem Qualitätsmanagement wird eine auf Vermeidung ausgerichtete Risikopolitik vermittelt. Erkennbare Risiken sind unmittelbar nach Feststellung in das EDV-System einzustellen. Risiken im Vertrieb, aus dem Markt und dem Finanzbereich stellen Schwerpunkte dar. Maßnahmen zur Reduzierung möglicher Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis werden umgesetzt und permanent überwacht. Risiken Grundsätzliche Risiken liegen in dem allgemeinen Wettbewerb im Heimtiermarkt sowie der Nachfrageentwicklung unserer Kunden. Zur Vermeidung von Preisänderungsrisiken sowie zur Sicherstellung der Rohstoffversorgung haben wir entsprechende Warenterminkontrakte abgeschlossen. Somit verfügen wir auf der Einkaufsseite über eine sichere Kalkulationsbasis. Weitere wesentliche Preisrisiken im Absatzgeschäft bestehen aufgrund der Marktsituation nicht. Den potenziellen Ertrags-, Zahlungsstrom- und Liquiditätsrisiken des laufenden Geschäfts wird durch ein Planungssystem sowie monatliche Zwischenabschlüsse begegnet. Ausfallrisiken wird durch eine entsprechend vorsichtige Bewertung der Forderungen im Jahresabschluss, ein Debitorenmanagement mit aktiver Forderungsüberwachung sowie innerbetrieblich festgesetzte Kreditlinien Rechnung getragen. Die Ukraine-Krise könnte, sollten die Kriegshandlungen weiter anhalten und eventuell noch verschärfen, negative Auswirkungen bei der Beschaffung sowie Preissteigerungen bei den Rohstoffen zur Folge haben. Durch intensive Betrachtung der Risiken aus der Rohwarenbeschaffung, des Forderungsausfalles sowie der Beobachtung und Anpassung sämtlicher Prozesse können wir feststellen, dass zum Zeitpunkt der Berichtserstellung keine Risiken bestehen, welche den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. 3. Chancenbericht Wir entwickeln und testen kontinuierlich neue Produkte für den spezialisierten Fach- und Internethandel. Als Nischenproduzent sind wir in der Lage, Kleinchargen für die individuellen Wünsche der Kunden zu fertigen. Wir werden versuchen, bei bestehenden Kunden die Sortimente zu verbreitern und auch weiter in den Snackbereich vorzudringen. Weitere Chancen werden im Ausbau des Exportgeschäfts sowie der Stärkung der Eigenmarken des Handels gesehen. In den kommenden Jahren sollen zusätzliche Aktivitäten im Bereich Handel und Produktion von Snackartikeln aufgebaut werden. Dies ermöglicht uns den Eintritt in weitere Produktsegmente im Heimtiermarkt. Insgesamt werden somit Chancen auf eine insgesamt weiterhin positive Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2024 gesehen. 4. Gesamtwürdigung der Risiken und Chancen Insgesamt werden die Risiken und Chancen im Hinblick auf die Zielerreichung der Prognosen der Gesellschaft als ausgewogen angesehen.
Kehl, den 28. Februar 2024 Bernhard Stoll, Geschäftsführer Feststellung des Jahresabschlusses 2023 und Beschluss der Ergebnisverwendung der Heimtiernahrung GmbH, KehlDer Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Heimtiernahrung GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung am 20.03.2024 festgestellt. Die dabei beschlossene Ergebnisverwendung entspricht dem Vorschlag zur Ergebnisverwendung im Anhang.
Kehl, den 03.04.2024 Bernhard Stoll, Geschäftsführer |
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