Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 370912
Eingetragen
22.10.1987
Branche
Herstellung von Futtermitteln für NutztiereHerstellung von Futtermitteln für sonstige TiereEinzelhandel mit zoologischem Bedarf und lebenden Tieren
Gegenstand
Die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Produkten der Heimtiernahrung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Bernhard Ernst Stoll
seit 10.8.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
74.00%
Rubin GmbH & Co. KG
26.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
151.700 €
74.05%
Rubin GmbH & Co. KG
Germany
53.300 €
26.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Heimtiernahrung GmbH

Kehl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestandteile Jahresabschluss

1. Bilanz

2. Gewinn- und Verlustrechnung

3. Anhang

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

2023 2022
Euro Euro TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 40.802,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.802,00 0
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 31
40.802,00 31
II. Sachanlagen 278.560,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 195.657,00 191
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 82.903,00 110
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 42
278.560,00 343
III. Finanzanlagen 50,00 0
1. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 50,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 4.392.135,56
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.251.593,11 2.942
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.100.359,15 938
3. Geleistete Anzahlungen 40.183,30 142
4.392.135,56 4.022
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.359.977,95
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.818.963,82 2.461
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 155.350,47 168
3. Sonstige Vermögensgegenstände 385.663,66 381
3.359.977,95 3.010
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 666.422,49 592
C. RECHNUNGABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 0
8.737.948,00 7.998

PASSIVA

2023 2022
Euro Euro TEUR
A. EIGENKAPITAL 1.145.363,08
I. Gezeichnetes Kapital 205.000,00 205
II. Gewinnrücklagen
1. andere Gewinnrücklagen 699.091,43 616
III. Jahresüberschuss 241.271,65 183
1.145.363,08 1.004
B. RÜCKSTELLUNGEN 631.927,00
1. Sonstige Rückstellungen 589.027,00 910
2. Steuerrückstellungen 42.900,00 0
631.927,00 910
C. VERBINDLICHKEITEN 6.960.657,92
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 699.336,49 560
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.257.109,27 5.513
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.212,16 12
- davon aus Steuern: 2.445,45 Euro (2)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 1.019,87 Euro (1)
6.960.657,92 6.084
8.737.948,00 7.998

Gewinn- und Verlustrechnung 1.1.2023 - 31.12.2023

2023 2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 27.653.883,52 25.722
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 162.573,14 132
3. Sonstige betriebliche Erträge 119.063,86 175
27.935.520,52 26.029
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren -19.909.507,25 -19.590
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.542.731,23 -3.557
-24.452.238,48 -23.146
Rohergebnis 3.483.282,04 2.883
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -408.660,92 -375
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen -87.952,06 -78
für Altersversorgung und Unterstützung -496.612,98 -453
- davon für Altersversorgung 1.898,05 EUR (2)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -143.116,69 -171
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.173.185,71 -1.833
Betriebsergebnis 670.366,66 427
8. Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben 1,50 0
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22,80 0
- davon aus verbundenen Unternehmen 13,73 EUR (0)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -316.271,41 -163
- davon aus Aufzinsung 0 EUR (0)
- davon an verbundene Unternehmen 316.270,76 EUR (162)
-316.247,11 -163
Ergebnis vor Steuern 354.119,55 264
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -112.378,90 -80
12. Ergebnis nach Steuern 241.740,65 184
13. Sonstige Steuern -469,00 0
14. Jahresüberschuss 241.271,65 183

Anhang

A. Allgemeine Angaben zur Firma und zum Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Sitz der Heimtiernahrung GmbH ist Kehl. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 370912 im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg eingetragen.

Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften und den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Vorjahreszahlen sind vergleichbar.

Auf der Aktivseite der Bilanz wurde unter 'A. Anlagevermögen II. Sachanlagen' der Posten '1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken' gestrichen und die nachfolgenden Posten neu nummeriert.

Auf der Passivseite der Bilanz wurde unter 'C. Verbindlichkeiten' der Posten '2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen' gestrichen und die nachfolgenden Posten neu nummeriert.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Maßgebend für die Erstellung dieses Jahresabschlusses waren die folgenden, im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

1.

Entgeltlich erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter wurden zu den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zwischen 3 und 5 Jahren pro rata-temporis abgeschrieben.

2.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von 3 bis 15 Jahren.

 

Die Sachanlagen wurden im Anschaffungsjahr pro rata-temporis abgeschrieben.

 

Die technischen Anlagen sowie die Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich Betriebsvorrichtungen wurden, soweit steuerlich zulässig, seit 2005 degressiv abgeschrieben mit Ausnahme 2008.

 

Dabei wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode überzugehen, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt.

 

Ab dem Anschaffungsjahr 2010 erfolgt die Abschreibung grundsätzlich linear.

 

Seit dem Anschaffungsjahr 2018 erfolgt die Abschreibung der GWG bis zu einem Anschaffungswert in Höhe von 800 EUR sofort.

3.

Die Finanzanlagen werden zum Nennwert bewertet.

4.

Vermögensgegenstände bei den Vorräten wurden mit dem gewogenen Durchschnittswert bewertet.

 

Die fertigen Erzeugnisse wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet.

 

Bei der Bewertung von Verpackungsmaterial wurden Gängigkeitsabschläge vorgenommen.

 

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Einstandspreisen.

5.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt.

 

Die den Forderungen anhaftenden Bonitätsrisiken sind durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen ausreichend abgedeckt.

6.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände sowie Bankguthaben werden zum Nennwert bilanziert.

7.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet.

8.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

9.

Steuerlatenzen ergaben sich im Bereich des Anlagevermögens. Dabei errechnet sich ein Aktivüberhang.

 

Auf die Aktivierung dieses Aktivüberhanges wird verzichtet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Aktiva

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

2. Finanzanlagen

Die Genossenschaftsanteile betreffen das Geschäftsguthaben bei der Volksbank Bühl eG.

3. Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Warenlieferungen an den Gesellschafter.

II. Passiva

1. Rücklagen

Die Gewinnrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr TEUR Vorjahr TEUR
Anfangsbestand 616 543
Zuführung 83 73
Endbestand 699 616

2. Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten:

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
Umsatzrückvergütungen 417.600,00 716.150,00
Gewährleistung 20.000,00 18.000,00
Personalbezogene Aufwendungen 82.684,00 69.222,00
Entsorgungsabgaben 4.000,00 17.000,00

3. Verbindlichkeiten

(in EUR; Vorjahreszahlen in Klammern)

Restlaufzeit
unter 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
(238,60) (0,00) (0,00) (238,60)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 699.336,49 0,00 0,00 699.336,49
(559.529,49) (0,00) (0,00) (559.529,49)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.257.109,27 0,00 0,00 6.257.109,27
(5.512.590,91) (0,00) (0,00) (5.512.590,91)
Sonstige Verbindlichkeiten 4.212,16 0,00 0,00 4.212,16
(11.711,79) (0,00) (0,00) (11.711,79)
6.960.657,92 0,00 0,00 6.960.657,92

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 505 TEUR Kredite und haben somit eine Mitzugehörigkeit zu den Sonstigen Verbindlichkeiten. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 5.752 TEUR haben eine Mitzugehörigkeit zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in der Bilanz nicht ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen aus Warentermingeschäften in Höhe von 634 TEUR. Die Laufzeit der Kontrakte liegt zwischen einem und sechs Monaten. Rückstellungen für drohende Verluste hieraus waren für 3 TEUR erforderlich.

Daneben bestehen diverse Mietverträge mit unterschiedlichen Eigentümern, Laufzeiten und Kündigungsfristen. Im Geschäftsjahr 2023 sind daraus jährliche Aufwendungen in einem Gesamtumfang von TEUR 307 entstanden. Die entsprechenden Verträge sollen langfristig fortgeführt werden, so dass voraussichtlich zukünftig diese jährlichen Aufwendungen anfallen.

Bei einer Berücksichtigung lediglich der am Bilanzstichtag fest vereinbarten Verträge ergeben sich die folgenden Verpflichtungen bis zum frühestmöglichen Kündigungszeitpunkt:

Innerhalb von 1 Jahr: 307,0 TEUR

Die Mietverträge ermöglichen der Gesellschaft die Verteilung der Liquiditätsabflüsse über den jeweiligen Vertragszeitraum. Im Vergleich zu einer Investition trägt dies zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Vermieter. Risiken im Vergleich zu einer Investition bestehen in einer möglichen Erhöhung der vereinbarten Mietraten nach Ende der vereinbarten Laufzeiten.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die GuV wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

2. Die Umsatzerlöse sind nach Tätigkeiten und Regionen wie folgt aufgeteilt:

nach Tätigkeiten Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
Katzenfutter 5.136 4.838
Hundefutter 19.240 16.190
Vogelfutter 3.881 5.031
Sonstiges 1.305 1.424
29.562 27.483
Boni, Skonti, Erlösschmälerungen -1.908 -1.761
27.654 25.722
nach Regionen Geschäftsjahr TEUR Vorjahr TEUR
Inland 17.100 16.511
Ausland EG 4.886 4.000
Ausland Drittland 5.668 5.210
27.654 25.722

3. Es sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 93 TEUR angefallen.

E. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Arbeitnehmeranzahl

Angestellte Vollzeit 5,0
Angestellte Teilzeit / Aushilfen 5,6
Gewerbliche Teilzeit 2,8

2. Als Geschäftsführer waren bestellt:

Herr Bernhard Stoll, Dipl. Agrar-Ing.(FH), Kehl - Geschäftsführer Fachbereiche Produktion, Materialwirtschaft, Personal, Finanzen und Rechnungswesen
3.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB aus Datenschutzgründen verzichtet.

4.

Die ZG Raiffeisen eG, Karlsruhe, erstellt seit 2008 einen Konzernabschluss für den grössten Kreis von Unternehmen, die der ZG-Gruppe angehören.

 

In diesen Konzernabschluss ist ebenfalls die ZG-Raiffeisen Warengenossenschaft eG, Karlsruhe, mit ihren Beteiligungsunternehmen aufgenommen. Teilkonzernabschlüsse werden nicht erstellt.

 

Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.

5.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

F. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 241.271,65 EUR wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung an die Gesellschafter 150.000,00 EUR
Zuführung zu den Gewinnrücklagen 91.271,65 EUR
Insgesamt 241.271,65 EUR

 

Kehl, den 28. Februar 2024

Heimtiernahrung GmbH

Bernhard Stoll

Anlagespiegel der Heimtiernahrung GmbH Kehl zum 31.12.2023 - Handelsrecht -

Anschaffungs- und Herstellungskosten in Euro
zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge Umbuchungen Abgänge am Endes des Geschäftsjahres
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 106.207,55 11.590,00 31.360,00 0,00 149.157,55
2. Geschäfts- und Firmenwert 100.000,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 31.360,00 0,00 -31.360,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 237.567,55 11.590,00 0,00 0,00 249.157,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.500,00 0,00 0,00 0,00 30.500,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.237.643,20 74.497,39 42.499,72 0,00 6.354.640,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 373.941,24 16.347,58 0,00 59.242,61 331.046,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 42.499,72 0,00 -42.499,72 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 6.684.584,16 90.844,97 0,00 59.242,61 6.716.186,52
III. Finanzanlagen
1. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 50,00 0,00 0,00 0,00 50,00
Summe Finanzanlagen 50,00 0,00 0,00 0,00 50,00
Summe Anlagevermögen 6.922.201,71 102.434,97 0,00 59.242,61 6.965.394,07
Abschreibungen in Euro
zu Beginn des Geschäftsjahres Abschreibungen Geschäftsjahr Änderung der gesamten Abschreibung im Zshg. mit Abgängen am Endes des Geschäftsjahres
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 106.207,55 2.148,00 0,00 108.355,55
2. Geschäfts- und Firmenwert 100.000,00 0,00 0,00 100.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 206.207,55 2.148,00 0,00 208.355,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.500,00 0,00 0,00 30.500,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.047.138,20 111.845,11 0,00 6.158.983,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 263.970,24 29.123,58 44.950,61 248.143,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 6.341.608,44 140.968,69 44.950,61 6.437.626,52
III. Finanzanlagen
1. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 6.547.815,99 143.116,69 44.950,61 6.645.982,07
Buchwerte in Euro
Buchwert Geschäftsjahr Buchwert Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.802,00 0,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 31.360,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 40.802,00 31.360,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 195.657,00 190.505,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 82.903,00 109.971,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 42.499,72
Summe Sachanlagen 278.560,00 342.975,72
III. Finanzanlagen
1. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 50,00 50,00
Summe Finanzanlagen 50,00 50,00
Summe Anlagevermögen 319.412,00 374.385,72

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Heimtiernahrung GmbH, Kehl

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Heimtiernahrung GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heimtiernahrung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 5. März 2024

Audit GmbH Karlsruhe Stuttgart
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Eimers, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Heimtiernahrung GmbH, Kehl

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Heimtiernahrung GmbH produziert als Private Label-Spezialist für extrudiertes Heimtierfutter seit über 30 Jahren Hausmarken. Zu den Kunden zählen der Fachhandel, Genossenschaften, Handelsunternehmen, Baumärkte, Gartencenter, Discounter und der Online-Handel. Neben Trocken- und Nassfutter für Hunde und Katzen werden auch Alleinfutter und Snacks für Nager, Vögel und Teichfische in allen Preissegmenten produziert und vertrieben.

In den Produktionsanlagen in Kehl am Rhein entstehen Produkte und Sortimente ganz nach den Wünschen unserer Kunden. Hierfür verarbeiten wir viele Rohstoffe von regionalen Anbietern, die alle gentechnikfrei angebaut sind. Wir fügen sie schonend zusammen und überprüfen in eigenen und externen Labors ständig die Qualität. Wir sind seit 2007 ein nach dem Internationalen Lebensmittel Standard (IFS) zertifizierter Produktionsbetrieb.

2. Steuerungssystem

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren des Unternehmens sind Produktions- und Absatzmengen, die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis.

3. Forschung und Entwicklung

Forschung wurde branchenbedingt nicht betrieben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen *

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %. Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % in 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch.

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November.

Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Beide Notenbanken erreichten damit 2023 die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4,5 %. Sowohl die Fed wie auch die EZB kündigten an, das Zinsniveau beibehalten zu wollen und so lange aufrecht zu erhalten, bis die Inflation mittelfristig wieder das 2%-Ziel erreicht.

* Quellen: Deutscher Raiffeisen Verband - Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023 vom 06.02.2024 und Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken - Schreiben vom 24.01.2024 Übersicht über die Entwicklung der Wirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland sowie an den Finanzmärkten im Jahr 2023

Branchenbezogene Rahmenbedingungen im Heimtiermarkt ** Die deutsche Heimtierbranche hält das hohe Umsatzniveau der Vorjahre und entwickelt sich trotz der allgemein angespannten Wirtschaftslage weiterhin positiv. Mit einem Gesamtumsatz von 5,126 Milliarden Euro verzeichnete der stationäre Fach- und Lebensmitteleinzelhandel im Jahr 2022 ein Umsatzplus von 7,1 Prozent. Dies berichtet der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) in seinem Jahresbericht 2022 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor).

Der Gesamtumsatz der deutschen Heimtierbranche liegt somit bei knapp 6,5 Milliarden Euro. Dabei übertraf der Umsatz mit "Heimtier-Fertignahrung" das Vorjahresergebnis mit nunmehr 4,035 Milliarden Euro um 9,5 Prozent. Das Segment "Bedarfsartikel und Zubehör" hingegen ging mit einem Umsatz von 1,091 Milliarden Euro im Jahr 2022 um 0,9 Prozent leicht zurück. Hinzu kamen 1,203 Milliarden Euro über den Online-Markt sowie 158 Millionen Euro für Wildvogelfutter.

Der Markt für Hundefutter wuchs auch im Jahr 2022 weiter und erzielte in den klassischen Vertriebswegen mit 1,807 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 7,8 Prozent.

Mit einem Gesamtumsatz von 2,011 Milliarden Euro im stationären Handel und somit einem Plus von 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr blieb der Markt für Katzenfutter auch im Jahr 2022 das größte Futtersegment. Dabei hat der Bereich "Feuchtfutter" mit einer Zuwachsrate von 13,6 Prozent (1,329 Milliarden Euro) erstmals seit Jahren das Segment "Snacks" (einschließlich Katzenmilch) mit einem Plus von 11,8 Prozent (326 Millionen Euro) als stärkster Wachstumstreiber überholt. Der Bereich Trockenfutter verzeichnete ebenfalls deutliche Zuwächse (356 Millionen Euro, plus 9,4 Prozent).

Auch der Umsatz Zierfischfutter konnte um 5,2 Prozent gesteigert werden, während der Umsatz von Ziervogelfutter stabil blieb. Das Wildvogelfutter bekam einen leichten Dämpfer (158 Millionen Euro, minus 2,5 Prozent). Kleintierfutter blieb hinter Katzen- und Hundefutter drittstärkstes Segment bei den Futtermitteln, musste mit einem Umsatz von 91 Millionen Euro im Jahr 2022 aber ein Minus von 7,1 Prozent hinnehmen.

Der Lebensmitteleinzelhandel (einschließlich Drogeriemärkten und Discountern) behauptet sich nach wie vor als Hauptabsatzweg für Heimtier-Fertignahrung: Hier wurden 2022 mit einem Umsatzanteil von 62 Prozent 2,502 Milliarden Euro umgesetzt.

Der Fachhandel bleibt mit einem Umsatz von 862 Millionen Euro (79 Prozent) für Bedarfsartikel und Zubehör der wichtigste Absatzweg.

Die Bedeutung des Internets für den Kauf von Heimtierprodukten hat auch im Jahr 2022 nochmals spürbar zugenommen. Das geschätzte Umsatzvolumen betrug circa 1,203 Milliarden Euro - eine Steigerung von 14 Prozent. Differenzierte, tierartenspezifische Daten zum Online-Markt sind derzeit noch nicht verfügbar.

Im Jahr 2022 wurden in 46 Prozent und somit in fast der Hälfte aller Haushalte in Deutschland Heimtiere gehalten. Insgesamt lebten die Menschen hierzulande mit 34,4 Millionen Hunden, Katzen, Kleinsäugern und Ziervögeln zusammen. Hinzu kamen zahlreiche Zierfische und Terrarientiere.

** Quelle: Pressemeldung Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. - Der Deutsche Heimtiermarkt 2022

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023

Die Gesellschaft befasst sich unverändert im Wesentlichen mit dem Vertrieb von Heimtiernahrung trocken und nass, Wintervogelfutter sowie von Heimtierbedarfsartikeln wie Katzenstreu, Trockenartikel und Backwaren.

Hierbei wird das Trockenfutter im Hunde-/Katzen-/Vogel- und Nagerfutterbereich in Dienstleistung von unserer Schwestergesellschaft Raiffeisen-Kraftfutterwerk GmbH am gleichen Standort produziert. Zugekaufte Handelsware, wie zum Beispiel Katzenstreu, ergänzen das Sortiment.

Die Kundenstruktur umfasst dabei große Warengenossenschaften, Baumarkt-Ketten, Fachhandelsgeschäfte, Lebensmitteleinzelhandel und Online-Händler.

Die insgesamt gehandelte Tonnage belief sich in 2023 auf 23.057 Tonnen gegenüber 22.943 Tonnen im Vorjahr, was einer Steigerung um 0,5 Prozent entspricht (Vorjahr Steigerung 4,1 Prozent).

Der Umsatz der abverkauften Ware vor Rückvergütungen / Skonti und sonstigen Erlösschmälerungen belief sich auf 29.562 TEUR gegenüber 27.483 TEUR im Vorjahr, was einer Steigerung um 7,6 Prozent entspricht.

3. Lage der Gesellschaft

a) Darstellung der Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum vorhergehenden Stichtag um TEUR 740 auf TEUR 8.738 erhöht.

Der bilanzielle Wert des Anlagevermögens hat sich im Vergleich zum Vorjahr bedingt durch planmäßige Abschreibungen um TEUR 55 verringert.

Das Umlaufvermögen hat sich im Berichtsjahr um TEUR 795 stichtagsbedingt erhöht. Wesentliche Faktoren sind dabei die Erhöhung bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 358 sowie bei den Vorräten um TEUR 371 und die liquiden Mittel um TEUR 74.

Das Eigenkapital der Gesellschaft vor Ergebnisverwendung beträgt TEUR 1.145 (2022: TEUR 1.004).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 745 aufgrund des erhöhten Finanzierungsbedarfs und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 140 gestiegen.

b) Darstellung der Ertragslage

Die Ertragslage hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zur im Vorjahr getätigten Prognose um TEUR 4.360 gesteigert werden und liegen dabei mit TEUR 1.932 über dem Vorjahreswert. Das Jahresergebnis liegt um TEUR 85 über der im Vorjahr getroffenen Prognose von TEUR 156.

Die wesentlichen betriebswirtschaftlichen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:

(in €) 2023 2022 2021
Umsatz 27.653.883,52 25.721.947,05 21.466.427,81
Rohergebnis 3.483.282,04 2.882.986,73 2.624.544,36
Personalaufwand -496.612,98 - 452.724,23 - 399.330,24
Betriebsergebnis 670.366,66 426.865,45 254.017,18
Finanzergebnis -316.247,11 -162.928,93 - 147.226,53
Jahresergebnis 241.271,65 183.205,76 72.421,97

Die Materialaufwandquote verringerte sich im Wesentlichen aufgrund von Rohstoffpreissenkungen in 2023 im Verhältnis zum Umsatz um 1,6 %-Punkte, das Rohergebnis erhöhte sich um TEUR 600 bzw. um 20,8 % gegenüber dem Vorjahr. Entgegen der Entwicklung der Rohstoffpreise stiegen die Herstellungskosten, welche unter den bezogenen Leistungen ausgewiesen sind.

Der Personalaufwand hat sich aufgrund der gestiegenen Mitarbeiteranzahl erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich in 2023 um TEUR 340; hauptursächlich hierfür waren die Erhöhung bei den Instandhaltungskosten um TEUR 329. Das Betriebsergebnis erhöhte sich insgesamt um TEUR 244 oder 57,1 % auf TEUR 670.

Das Finanzergebnis mit TEUR -316 verschlechterte sich um TEUR 153 gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Erhöhung der durchschnittlichen Inanspruchnahme von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und des gestiegenen Zinsniveaus.

Insgesamt hat sich das Jahresergebnis um TEUR 58 bzw. 31,7 % auf TEUR 241 erhöht.

c) Darstellung der Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um TEUR 74 auf TEUR 666.

Die Finanzierungsstrukturen sind weiterhin geordnet. Das Anlagevermögen ist vollständig fristenkongruent durch langfristiges Kapital finanziert.

Die Liquiditätskennziffern haben sich in den vergangenen acht Jahren kontinuierlich verbessert.

Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist aufgrund der bestehenden Finanzierungsvereinbarungen jederzeit sichergestellt.

Cashflow

Der Jahres-Cashflow der Gesellschaft (Summe aus Periodenergebnis, Abschreibungen und Veränderung der Rückstellungen) beträgt 106 TEUR (Vorjahr 407 TEUR). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf Veränderungen bei den Rückstellungen zurückzuführen.

Finanzierung

Die Finanzierung des Unternehmens ist aufgrund der Refinanzierungsmöglichkeiten innerhalb der ZG Raiffeisen - Gruppe sichergestellt.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 102. Diese wurden durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert.

Für das Jahr 2024 sind Erhaltungs-, Modernisierungsinvestitionen in der Größenordnung von ca. 120 TEUR geplant.

d) Zusammengefasste Beurteilung der Lage der Gesellschaft

Wir beurteilen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vor dem Hintergrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen als zufriedenstellend.

III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

Heimtiernahrung:

Wir sehen für 2024 unsere Hauptaufgabe darin, die Geschäftsaktivitäten weiter zu stabilisieren und auszubauen. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist die Sicherstellung der Rohwarenversorgung. Im Rahmen dessen wird es eine der wichtigsten Aufgaben sein, die weiter ansteigenden Herstellkosten bei unseren Kunden im Markt durchzusetzen.

Das Hauptaugenmerk wird in 2024 darin liegen, die bestehenden Kunden zu auskömmlichen Preisen termingerecht mit ihren Produkten zu beliefern sowie weitere neue Kunden zu gewinnen.

Verschiedene Projekte im Sortiments- und Vertriebsbereich sind angelaufen und entwickeln sich nach heutigem Stand überaus vielversprechend. Die Voraussetzungen für die Verarbeitung von Frischfleisch in Premiumprodukten sind geschaffen.

Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage:

Die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird über eine monatlich erstellte kurzfristige Erfolgsrechnung kontrolliert und mit der prognostizierten Planungsrechnung verglichen. Nach Prüfung durch die Geschäftsführer wird die kurzfristige Erfolgsrechnung an die Gesellschafter zur Kenntnisnahme weitergeleitet.

Die Vermögens- und Finanzlage wird in 2024 zufriedenstellend sein. Gemäß unserer Unternehmensplanung rechnen wir bei Umsätzen von ca. 24,5 Mio. EUR mit einem Ergebnis vor Steuern von ca. TEUR 218 und einem Jahresüberschuss von ca. TEUR 156.

2. Risikobericht

Risikomanagementsystem

Wir haben organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit wesentliche Risiken, welche die künftige Entwicklung des Unternehmens beeinflussen könnten, frühzeitig erkannt werden können.

Das Risikomanagement der Heimtiernahrung GmbH ist in das Risikomanagementsystem der ZG Raiffeisen - Gruppe integriert. Zusammen mit dem Qualitätsmanagement wird eine auf Vermeidung ausgerichtete Risikopolitik vermittelt.

Erkennbare Risiken sind unmittelbar nach Feststellung in das EDV-System einzustellen. Risiken im Vertrieb, aus dem Markt und dem Finanzbereich stellen Schwerpunkte dar. Maßnahmen zur Reduzierung möglicher Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis werden umgesetzt und permanent überwacht.

Risiken

Grundsätzliche Risiken liegen in dem allgemeinen Wettbewerb im Heimtiermarkt sowie der Nachfrageentwicklung unserer Kunden.

Zur Vermeidung von Preisänderungsrisiken sowie zur Sicherstellung der Rohstoffversorgung haben wir entsprechende Warenterminkontrakte abgeschlossen. Somit verfügen wir auf der Einkaufsseite über eine sichere Kalkulationsbasis.

Weitere wesentliche Preisrisiken im Absatzgeschäft bestehen aufgrund der Marktsituation nicht.

Den potenziellen Ertrags-, Zahlungsstrom- und Liquiditätsrisiken des laufenden Geschäfts wird durch ein Planungssystem sowie monatliche Zwischenabschlüsse begegnet.

Ausfallrisiken wird durch eine entsprechend vorsichtige Bewertung der Forderungen im Jahresabschluss, ein Debitorenmanagement mit aktiver Forderungsüberwachung sowie innerbetrieblich festgesetzte Kreditlinien Rechnung getragen.

Die Ukraine-Krise könnte, sollten die Kriegshandlungen weiter anhalten und eventuell noch verschärfen, negative Auswirkungen bei der Beschaffung sowie Preissteigerungen bei den Rohstoffen zur Folge haben.

Durch intensive Betrachtung der Risiken aus der Rohwarenbeschaffung, des Forderungsausfalles sowie der Beobachtung und Anpassung sämtlicher Prozesse können wir feststellen, dass zum Zeitpunkt der Berichtserstellung keine Risiken bestehen, welche den Bestand des Unternehmens gefährden könnten.

3. Chancenbericht

Wir entwickeln und testen kontinuierlich neue Produkte für den spezialisierten Fach- und Internethandel.

Als Nischenproduzent sind wir in der Lage, Kleinchargen für die individuellen Wünsche der Kunden zu fertigen.

Wir werden versuchen, bei bestehenden Kunden die Sortimente zu verbreitern und auch weiter in den Snackbereich vorzudringen.

Weitere Chancen werden im Ausbau des Exportgeschäfts sowie der Stärkung der Eigenmarken des Handels gesehen.

In den kommenden Jahren sollen zusätzliche Aktivitäten im Bereich Handel und Produktion von Snackartikeln aufgebaut werden. Dies ermöglicht uns den Eintritt in weitere Produktsegmente im Heimtiermarkt.

Insgesamt werden somit Chancen auf eine insgesamt weiterhin positive Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2024 gesehen.

4. Gesamtwürdigung der Risiken und Chancen

Insgesamt werden die Risiken und Chancen im Hinblick auf die Zielerreichung der Prognosen der Gesellschaft als ausgewogen angesehen.

 

Kehl, den 28. Februar 2024

Bernhard Stoll, Geschäftsführer

Feststellung des Jahresabschlusses 2023 und Beschluss der Ergebnisverwendung der Heimtiernahrung GmbH, Kehl

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Heimtiernahrung GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung am 20.03.2024 festgestellt.

Die dabei beschlossene Ergebnisverwendung entspricht dem Vorschlag zur Ergebnisverwendung im Anhang.

 

Kehl, den 03.04.2024

Bernhard Stoll, Geschäftsführer

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