Weckerle Cosmetics GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Körperpflegemitteln und Duftstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Weckerle seit 26.6.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 82.15% | |
| 2.76% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Premium Cosmetics GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022Geschäftstätigkeit und Organisationsstruktur Die Premium Cosmetics GmbH ist Teil des Weckerle Konzerns mit der Weckerle Holding GmbH, Weilheim, als oberstem Mutterunternehmen. Im Jahr 2020 hat die Gesellschaft das Eigenmarkengeschäft PreCos im Rahmen eines Asset Deals von der Weckerle Cosmetics GmbH erworben. Als Geschäftspartner von nationalen und internationalen Discountern und Drogeriemärkten vertreiben wir im Eigenmarkenbereich dekorative Kosmetik, Hautpflege und Zahnpflege. Die Produktpalette umfasst eine große Anzahl an kosmetischen Produkten wie Mascara, Eyeliner, Lidschatten, Grundierung, Concealer, Rouge, Lipgloss, Lippenstifte und Nagellack und Hautpflegeprodukte wie Tag- und Nacht-Feuchtigkeitscremes, Masken, Handcremes, Nagelöle oder Körperlotionen in verschiedenen Texturen und Verpackungsmaterialien sowie Produkte der Zahnpflege. Die angebotenen Produkte werden nahezu ausschließlich von der Schwestergesellschaft Weckerle Cosmetics GmbH produziert. Aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen im Konzern wurden in den Jahren 2022 und 2023 fast alle Mitarbeiter entlassen und der externe Lagerdienstleister gekündigt. Die Kostenstruktur der Gesellschaft ist für die Zukunft sehr schlank geplant und die Gesellschaft als Vertriebsgesellschaft tätig sein. Strategie und Nachhaltigkeit Strategie Im Vordergrund der Geschäftsstrategie steht die Steigerung des Umsatzes durch eine aktivere Vermarktung der Produkte. Des Weiteren hat die Positionierung des Unternehmens als zuverlässiger Lieferant von Eigenmarken unserer Geschäftspartner eine zunehmende Bedeutung. Hierbei soll das bestehende Kunden- und Produktportfolio erweitert und diversifiziert werden. Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Prinzip für unser Unternehmen. Für uns bedeutet Nachhaltigkeit verantwortungsvolles Handeln, um wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Fortschritt zu erzielen. Wir haben den Anspruch unseren ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Wir legen größten Wert auf vertrauensvolle und langfristige Kundenbeziehungen sowie auf die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter, die die wesentlichen Säulen unseres Unternehmenserfolgs darstellen. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung. Wirtschaftsbericht (Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage) Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die nachfolgenden Daten basieren auf der von Statista veröffentlichten Statistik zu "Beauty & Personal Care- Weltweit". 1 Der globale Branchenumsatz im Segment Dekorative Kosmetik betrug im Jahr 2022 etwa EUR 83,2 Mrd. und wird vermutlich weiterhin steigen. Laut Prognose soll im Jahr 2026 ein Marktvolumen von EUR 101,5 M rd. erreicht werden; dies entspricht einem jährlichen Umsatzwachstum von 7,0 % (CAGR 2022-2026). Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl wurden in diesem Markt im Jahr 2022 etwa EUR 11 pro Kopf umgesetzt. In Deutschland betrug der Branchenumsatz für Dekorative Kosmetik im Jahr 2022 EUR 2,35 M rd. nach EUR 2,10 M rd. im Jahr 2021. Dabei beträgt das jährliche Umsatzwachstum mit 5,7 % (CAGR 2022-2026) deutlich weniger als weltweit (7,0 %). Die Anforderungen an die Produktqualität im Hinblick auf Inhaltsstoffe und Verpackungsmaterialien wachsen unverändert zum Vorjahr weiter. Die Forderung nach Reduktion von Kunststoffen in Formulierungen, in Form von Mikroplastik und bei Verpackungen, bleibt bestehen und wird auch in den kommenden Jahren in den Vordergrund rücken. Die nachfolgende Information basiert auf einer von Statista veröffentlichten Statistik, zum Umsatz mit Naturkosmetik in Deutschland in den Jahren 2007 bis 2022. 2 Verbraucher konsumieren bewusster Kosmetika. Der Umsatz mit Naturkosmetik in Deutschland hat sich im vergangenen Jahrzehnt etwa verdoppelt. Die Umsatzmilliarde wurde bereits im Jahr 2014 geknackt. Damit setzt sich der Trend zu nachhaltigem Konsum im Handel mit Kosmetika fort. Zahn- und Mundpflegeartikel gehören zu den fünf wichtigsten Warengruppen im Konsumgütersegment der Körperpflegeartikel in Deutschland. Der Umsatz mit Produkten aus diesem Bereich betrug in Deutschland im Jahr 2022 rund EUR 1,7 Mrd., während das weltweite Marktvolumen rund EUR 40,21 Mrd. betrug. Ertragslage Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse von EUR 21,4 Mio. (Vorjahr: EUR 30,4 Mio.) erwirtschaften. Dort, wo es nicht gelungen ist, die gestiegenen Kosten auf die Verkaufspreise aufzuschlagen, hat sich die Gesellschaft von margenschwachen Aufträgen getrennt. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich leicht auf EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.). Die Materialaufwandsquote ist damit gemessen an den Umsatzerlösen auf 86,5 % (Vorjahr: 90,2 %) gesunken. Somit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2022 eine Rohertragsquote (ohne sonstige betriebliche Erträge) von 13,5 % (Vorjahr: 9,8 %). Ursächlich für die Steigerung der Rohertragsquote ist die Auswirkung der durch die Erhöhung der Beschaffungspreise veranlassten Erhöhungen der Verkaufspreise, die sich erst zeitversetzt bemerkbar machen.
1 Quelle:
https://de.statista.com/outlook/cmo/beauty-personal-care/dekorative-kosmetik/weltweit
Der Personalaufwand beträgt EUR 0,439 Mio. und reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr (EUR 1,106 Mio.). Grund hierfür sind strukturelle Optimierungen im Konzern, wobei es zu Entlassungen und Übernahmen durch die Weckerle Cosmetics GmbH kam. Im Jahresdurchschnitt wurden noch 5 Mitarbeiter beschäftigt. Zum Jahresende verblieb ein Minijobber im Unternehmen. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind im Berichtsjahr mit EUR 0,422 Mio. (Vorjahr: EUR 0,442 Mio.) nahezu konstant geblieben. Die Beteiligungen an den Tochtergesellschaften in Russland und der Ukraine wurden mit EUR 0,009 Mio. außerplanmäßig abgeschrieben. Die sonstigen betriebliche Aufwendungen betragen EUR 2,7 Mio. (Vorjahr: EUR 2,8 Mio.) und betreffen hauptsächlich Kosten der Warenabgabe, die Konzernumlage für Service, Software und IT sowie die Gebühren für die Markant Handels- und Industriewaren-Vermittlungs AG. Das negative Finanzergebnis von EUR -0,3 Mio. (Vorjahr: EUR - 0,3 Mio.) enthält hauptsächlich Zinsen an verbundene Unternehmen für gewährte Darlehen sowie Zinsaufwendungen für kurzfristige Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen. Durch die Beendigung des Ergebnisabführungsvertrags mit der Weckerle Cosmetics GmbH mit Wirksamkeit zum Ablauf des 31.12.2021 erzielte die Gesellschaft in 2022 keine Erträge aus Verlustübernahme (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.). Das Ergebnis beläuft sich auf EUR -0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.). Finanzlage Kapitalstruktur Die sonstigen Rückstellungen sind mit EUR 0,230 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau (EUR 0,226 Mio.) und beinhalten Rückstellungen für Abschluss und Prüfung sowie ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit EUR 0,124 Mio. im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 0,211 Mio. gesunken, dies resultiert aus dem Rückgang des Geschäftes sowie dem Lieferrückstand des Hauptlieferanten Weckerle Cosmetics. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit EUR 2,494 Mio. (Vorjahr: EUR 5,688 Mio.) Lieferungen und Leistungen und mit EUR 4,060 Mio. (Vorjahr: EUR 4,060 Mio.) Darlehen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich durch geringere Einkäufe aufgrund geringerer Umsatzerlöse und durch höheren Abverkauf von Waren aus dem Lager. Darüber hinaus hat die Gesellschaft die Forderung aus der Verlustübernahme 2021 in Höhe von EUR 1,356 Mio. gegen die Weckerle Cosmetics GmbH mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgerechnet. Investition Es erfolgten keine wesentlichen Investitionen im Geschäftsjahr. Liquidität Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist am Jahresende 2022 sehr angespannt. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 einen vereinfacht ermittelten operativen Cashflow (= Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) von EUR -0,257 Mio. (Vorjahr: EUR 0,424 Mio.) und verfügt zum 31. Dezember 2022 über liquide Mittel von EUR 0,142 Mio. (Vorjahr: EUR 0,048 Mio.). Darüber hinaus bestehen noch nicht vom Factor ausbezahlte Forderungen von EUR 2,065 Mio. (Vorjahr: EUR 3,350 Mio.) sowie Sperrbeträge von EUR 0,229 Mio. (Vorjahr: EUR 0,373 Mio.). Der Gesellschaft stehen keine Kontokorrentlinien zur Verfügung. Aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen im Konzern wurden in den Jahren 2022 und 2023 fast alle Mitarbeiter entlassen und der externe Lagerdienstleister gekündigt. Die Kostenstruktur der Gesellschaft ist für die Zukunft sehr schlank geplant, die Gesellschaft wird als Vertriebsgesellschaft insbesondere das Kundensegment Eigenmarken von nationalen und internationalen Discountern und Drogeriemärkten bedienen, zur Erbringung der Leistung aber ganz überwiegend auf Ressourcen der Weckerle Gruppe zurückgreifen. Die langen Zahlungsziele einiger umsatzstarker Kunden können weiterhin über eine Factoringgesellschaft vorfinanziert werden. Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich von EUR 3,560 Mio. im Vorjahr durch die planmäßige Abschreibung des Firmenwertes verringert auf EUR 3,128 Mio. Darüber hinaus wurden die Geschäftsanteile an den Tochtergesellschaften in Russland und der Ukraine wertberichtigt. Investitionen wurden nicht getätigt. Der Wert des Vorratsvermögen reduzierte sich im Vergleich auf ein normales Niveau deutlich auf EUR 2,086 Mio. (Vorjahr: EUR 3,375 Mio.). Der Bestand im Vorjahr hatte sich aufgrund von Zugängen im Rahmen des Asset-Deals deutlich erhöht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken deutlich auf EUR 0,968 Mio. (Vorjahr: EUR 3,328 Mio.). Ursächlich für den Rückgang ist die Verrechnung aus der Verlustübernahme des Jahres 2021 (EUR 1,356 Mio.) sowie die umsatzbedingte Reduzierung der Kundenforderungen. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2022 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von EUR -0,654 Mio. (Vorjahr: positives Eigenkapital von EUR 0,035 Mio.) auf, da es im Vorjahr noch einen Ergebnisabführungsvertrag gab. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Geschäftsführung betrachtet das Geschäftsjahr 2022 als ein durchwachsenes Geschäftsjahr. Durch die Trennung von margenschwachen Aufträgen ist der Umsatz zwar um rund 30% gegenüber dem Vorjahr gesunken, jedoch konnte das Ergebnis vor Steuern, wenn auch immer noch negativ, deutlich verbessert werden. Finanzielle Leistungsindikatoren Die zentralen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen das Unternehmen gesteuert wird, sind das Ergebnis vor Steuern und der Umsatz.
Der Grund für die Verbesserung im Ergebnis vor Steuern und (im Vorjahr vor Erträgen aus Verlustübernahme) im Vergleich zum Vorjahr liegt zum einen an der Trennung von margenschwachen Aufträgen und zum anderen im Abbau von Personal. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Es gibt keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, nach denen die Gesellschaft gesteuert wird. Dennoch kommt den Mitarbeiterbelangen in diesem Zusammenhang hohe Bedeutung zu. Mitarbeiterbelange Die Premium Cosmetics GmbH beschäftigte zum Bilanzstichtag 1 Mitarbeiterin. Die Mitarbeiterin ist in der Qualitätssicherung beschäftigt. Die weiteren betrieblichen Funktionen werden im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrags durch die Weckerle Cosmetics GmbH erbracht. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2023 wird mit einem Umsatz von EUR 17,283 Mio. und mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR -0,260 M io. gemäß vorläufigem Jahresabschluss gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2024 wird gemäß Planung mit einem Umsatz von EUR 12,2 Mio. und einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR -0,489 Mio. gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2025 wird gemäß Planung mit einem Umsatz von EUR 8,435 Mio. und einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 0,04 Mio. gerechnet. Auf Grundlage der aktuellen Finanzplanung vom Februar 2025, die diese Prämissen berücksichtigt, wird die Liquidität bis mindestens Ende M ärz 2026 als gesichert angesehen. Sollte es allerdings nicht gelingen den geplanten Umsatz verbunden mit der geplanten Marge zu realisieren, könnte dies zu erheblichen negativen Auswirkungen insbesondere auf die Finanzlage der Premium Cosmetics GmbH führen. Je nach Ausmaß einer solchen negativen Entwicklung könnte möglicherweise die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Premium Cosmetics GmbH gefährdet sein, sofern ihr nicht aus dem Konzernkreis entsprechende Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Risikobericht Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit Risiken und Chancen verbunden, die aus den Geschäftsaktivitäten selbst oder aus der Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen resultieren. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen und Risikofelder beschrieben, die das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können. Darüber hinaus können weitere Risiken auftreten, die heute entweder noch nicht bekannt oder die als weniger signifikant einzustufen sind. Die Premium Cosmetics GmbH hat aus diesem Grunde die Risiken des Geschäftsbetriebes beobachtet und entsprechende Maßnahmen ergriffen. Zu den operativen Risiken im Bereich Kosmetik gehören unter anderem die Aufrechterhaltung einer effizienten Supply Chain. Unter Supply Chain versteht die Gesellschaft den kompletten Warenfluss eingehend vom Lieferanten und ausgehend zum Kunden. Das Ausfallrisiko wird bei Premium Cosmetics GmbH durch die Überwachung von Bonität und Zahlungsverhalten der Kunden reduziert. Zusätzlich sind zum Jahresende 2022 Forderungen in Höhe von EUR 2,286 Mio. (Vorjahr: EUR 3,806 Mio.) an eine Factoringgesellschaft veräußert. Alle damit einhergehenden Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoringgesellschaft über. Durch die drastischen Maßnahmen zur Reduzierung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Corona-Virus kam es zu Störungen des Wirtschaftsablaufs. Massive Störungen in der Lieferkette hatten wir jedoch im Jahr 2022 nicht zu verzeichnen. Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges im Jahr 2022 hatten das Potential, Störungen in den Lieferketten zu verursachen, und haben bereits die Energiekosten massiv ansteigen lassen sowie die Verfügbarkeit einzelner Rohstoffe unseres Hauptlieferanten Weckerle Cosmetics GmbH beeinträchtigt. Die Beschaffungspreise für Energie konnte die Weckerle Cosmetics durch langfristige Verträge mit den Versorgern bis Ende 2024 auf dem Niveau vor dem Ausbruch des Russland-Ukraine- Konfliktes sichern. Wenngleich die Weckerle Cosmetics GmbH der Energiekostensteigerung entgegenwirken konnten, trifft sie die Energiekostensteigerungen bei einigen Rohstoff Lieferanten, die ihre Preise erhöht haben. Diese Preiserhöhungen tritt die Weckerle Cosmetics GmbH als einziger Zulieferer durch Produktentwicklungen, die den Ersatz von günstigeren Rohstoffen ermöglichen, entgegen. Die Sanktionen im Rahmen dieses Krieges wie auch der Krieg selbst stellen zudem sowohl ein gewisses Umsatz- als auch ein Forderungsausfallrisiko dar. Umsätze haben wir bislang lediglich in Russland getätigt, allerdings nur in geringem Umfang; bemerkenswerte Forderungsausfälle sind daraus nicht zu erwarten. Im Wesentlichen dasselbe gilt i.Z.m. der Tochtergesellschaft in der Ukraine aufgrund deren bislang geringen Geschäftsvolumens. Von den Energiepreissteigerungen und Rohstoffpreiserhöhungen sind ebenfalls unsere Wettbewerber betroffen, die ähnlich wie wir versuchen, dies an die Kunden weiterzugeben. Wir erwarten durch Produktentwicklung und Effizienzsteigerungen im Zusammenhang mit der Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen der Premium Cosmetics GmbH und der Weckerle Cosmetics GmbH einen Preisvorteil gegenüber unseren Wettbewerbern. Wir arbeiten intensiv an der Diversifikation unseres Kundenportfolios, insbesondere an der Akquise von Neukunden. Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2022 mit EUR 654.239,58 bilanziell überschuldet. Gleichzeitig bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 4,06 Mio. aus einem Darlehensvertrag, für die vereinbart wurde, dass eine Rückzahlung nicht vor dem 31. Dezember 2027 vorgesehen ist. Die Geschäftsführung geht, auch aufgrund des geänderten Geschäftsmodells, von einer positiven Fortführungsprognose aus und hat eine Liquiditätsplanung bis Ende M ärz 2026 erstellt, nach der die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens bis Ende M ärz 2026 gesichert ist. Sollte es allerdings nicht gelingen den geplanten Umsatz verbunden mit der geplanten Marge zu realisieren, könnte dies zu erheblichen negativen Auswirkungen insbesondere auf die Finanzlage der Premium Cosmetics GmbH führen. Je nach Ausmaß einer solchen negativen Entwicklung könnte möglicherweise die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Premium Cosmetics GmbH gefährdet sein, sofern ihr nicht aus dem Konzernkreis entsprechende Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Diese Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Risikomanagement Die Unternehmensstrategie ist auf Stabilisierung des Unternehmens ausgelegt. Dabei ist man ständig bestrebt, auftretende Risiken frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Chancenbericht Der kontinuierliche Verbesserungsprozess muss weiterhin fortgesetzt werden und zugleich ist es auch weiterhin dringend notwendig, in Marketing und Vertrieb zu investieren, um neue Kunden zu gewinnen und das Produktportfolio zu erweitern. Der Vertrieb soll neue und alte Wege einschlagen. Das international vorhandene Potenzial gilt es zu heben, ohne zugleich den nationalen und europäischen Raum zu vernachlässigen. Der Vertrieb soll offensiver aufgestellt werden und proaktiv entwickelte Trendprodukte aktiver vertreiben. Auch hierbei gilt es, die Anforderungen an die Produkte in den oft so unterschiedlichen Märkten genau zu kennen und in Bezug auf die Preisbildung flexibel zu reagieren. Zusätzliche, neue Dokumentationspflichten und Zertifizierungsansprüche müssen dem Kunden klar kommuniziert werden und der entsprechende Mehraufwand muss sich dann im Preis wiederfinden. Die dem Verkäufer und Hersteller immer mehr übertragene Verantwortung soll hierbei positiv angenommen werden, ohne jedoch wirtschaftlich einen Nachteil dadurch erfahren zu müssen. Das Verständnis der Kunden für diese Themen wächst und der Stellenwert "Made in Germany" gewinnt weiter an Bedeutung. Die bereits deutlich engere Kooperation der Premium Cosmetics GmbH mit der Weckerle Cosmetics GmbH wird weiter vorangetrieben, um Synergien und Kosteneffizienz durch einheitliche Prozessabläufe, eine zentrale Lagerlogistik bei der Weckerle Cosmetics sowie ein gemeinsames Auftreten auf Kundenseite zu erreichen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Umsatzerlöse von EUR 21,436 Mio. realisiert, die deutlich unter dem Vorjahr (EUR 30,371 Mio.) aber ungefähr der Planung (EUR 21,448 Mio.) entsprechen. Ursächlich für den Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist die Strategieänderung hinsichtlich starker Margen anstatt Umsatzwachstum. Für das Geschäftsjahr 2023 wird gemäß vorläufigem Jahresabschluss mit einer Umsatzreduktion auf EUR 17,283 Mio. gerechnet. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich gemäß vorläufigem Jahresabschluss auf EUR 0,260 Mio. Für das Geschäftsjahr 2024 wird gemäß Planung mit einem Umsatz von EUR 12,2 Mio. und einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR -0,489 Mio. gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2025 wird gemäß Planung mit einem Umsatz von EUR 8,435 Mio. und einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 0,04 Mio. gerechnet. Bei der Ergebnisentwicklung spielt die Reduzierung der Kosten durch das Drop Shipping eine wesentliche Rolle. Die Gesellschaft übernimmt hierbei lediglich den Vertrieb und lässt den Versand, die Fakturierung und die Lagerbewirtschaftung durch die Weckerle Cosmetics GmbH erledigen.
Stuttgart, 3. März 2025 gez. Thomas Weckerle, Geschäftsführer Bilanz zum 31.12.2022Premium Cosmetics GmbH, StuttgartAKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022Premium Cosmetics GmbH, Stuttgart
Anhang für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des GmbH Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2022 mit EUR 654.239,58 bilanziell überschuldet. Gleichzeitig bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 4,06 Mio. aus einem Darlehensvertrag, für die vereinbart wurde, dass eine Rückzahlung nicht vor dem 31. Dezember 2027 vorgesehen ist. Die Geschäftsführung geht, auch aufgrund des geänderten Geschäftsmodells, von einer positiven Fortführungsprognose aus und hat eine Liquiditätsplanung bis Ende 2025 erstellt, nach der die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens bis Ende März 2026 gesichert ist. Sollte es allerdings nicht gelingen den geplanten Umsatz verbunden mit der geplanten Marge zu realisieren, könnte dies zu erheblichen negativen Auswirkungen insbesondere auf die Finanzlage der Premium Cosmetics GmbH führen. Je nach Ausmaß einer solchen negativen Entwicklung könnte möglicherweise die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Premium Cosmetics GmbH gefährdet sein, sofern ihr nicht aus dem Konzernkreis entsprechende Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Diese Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Herstellungskosten angesetzt und nach der linearen Abschreibungsmethode über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird nach der linearen Abschreibungsmethode über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden über eine Nutzungsdauer von 3 bis 33 Jahren linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden ebenfalls mit dem Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten wurden entsprechend § 250 HGB gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden zu dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden nur eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. II. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. C. Angaben zur Bilanz I. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird nicht im Anlagenspiegel ausgewiesen. Im Geschäftsjahr gab es keine Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter. II. Angaben zu den Finanzanlagen
Bei den Finanzanlagen wurde aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung eine außerplanmäßige Abschreibung i. H. v. EUR 9.207,03 vorgenommen. III. Angaben zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 934.520,55 (Vorjahr: EUR 3.293.845,76). Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 33.000,00 (Vorjahr: EUR 34.001,05). IV. Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschafter In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 42.157,83) enthalten. V. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:
VI. Angaben zu Verbindlichkeiten
VII. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern In den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind EUR 4.060.000,00 (Vorjahr: EUR 4.060.000,00) aus Darlehen und EUR 2.344.436,22 (Vorjahr: EUR 5.744.412,01) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten. VIII. Angabe zu den Verbindlichkeiten aus verbundenen Unternehmen In den Verbindlichkeiten aus verbundenen Unternehmen sind EUR 4.060.000,00 (Vorjahr: EUR 4.060.000,00) aus Darlehen und EUR 2.551.682,16 (Vorjahr: EUR 5.744.412,01) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten. IX. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 28.211,00 (Vorjahr: EUR 65.224,00) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen. D. Sonstige Angaben I. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
II. Angaben zum Konsolidierungskreis Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Weckerle Holding GmbH, Weilheim, (kleinster und größter Kreis von Unternehmen) zum 31. Dezember 2022 einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. III. Geschäftsführung Während des Jahres wurden die Geschäfte geführt von: Herrn Thomas Weckerle (von 10.01 bis 31.03.2022 und ab 19.06.2023) Herrn Wolfram Braun (von 31.03.2022 bis 19.06.2023) Entsprechend § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die Angaben zu den Geschäftsführerbezügen. IV. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. V. Nachtragsbericht Die Gesellschaft ist von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges insbesondere in Bezug auf die Preise der bezogenen Waren betroffen. Geschäftsbeziehungen zu ukrainischen Kunden und Lieferanten bestehen nicht bzw. nur im geringen Umfang. Hinsichtlich weiterer Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht" des Lageberichts. Unterschrift der Geschäftsführung
Stuttgart, 3.3.2025 gez. Thomas Weckerle Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Premium Cosmetics GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Premium Cosmetics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Premium Cosmetics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Anhang unter "B. I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" und im Lagebericht im Risikobericht. Dort ist ausgeführt, dass bei der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 eine bilanzielle Überschuldung in Höhe von EUR 654.239,58 besteht. Gleichzeitig bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 4,06 Mio. aus einem Darlehensvertrag, für die vereinbart wurde, dass eine Rückzahlung nicht vor dem 31. Dezember 2027 vorgesehen ist. Die Geschäftsführung geht, auch aufgrund des geänderten Geschäftsmodells, von einer positiven Fortführungsprognose aus und hat eine Liquiditätsplanung bis Ende März 2026 erstellt, nach der die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens bis Ende März 2026 gesichert ist. Sollte es der Gesellschaft nicht gelingen, den geplanten Umsatz verbunden mit der geplanten Marge zu realisieren, könnte dies zu erheblichen negativen Auswirkungen insbesondere auf die Finanzlage der Premium Cosmetics GmbH führen. Je nach Ausmaß einer solchen negativen Entwicklung könnte möglicherweise die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Premium Cosmetics GmbH gefährdet sein, sofern ihr nicht aus dem Konzernkreis entsprechende Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Wie im Anhang unter "B. I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" und im Lagebericht im Risikobericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 3. März 2025 PKF
Industrie- und Verkehrstreuhand GmbH
gez. Kempa, Wirtschaftsprüfer gez. Sichting, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses 2022 erfolgte am 06. März 2025 |
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