Union Investment Service Bank AG
Frankfurt am Main
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Hinweis
Der nachfolgende Lagebericht sollte im Kontext mit
den geprüften Finanzdaten und den Anhangsangaben, die
an anderer Stelle stehen, gelesen werden. Der Lagebericht
enthält auch in die Zukunft gerichtete Aussagen, also
Aussagen, die nicht auf historischen Tatsachen, sondern auf
aktuellen Planungen, Annahmen und Schätzungen beruhen.
Zukunftsaussagen sind immer für den Zeitpunkt
gültig, zu dem sie gemacht werden. Die Union
Investment Service Bank AG übernimmt keine
Verpflichtung, diese beim Auftreten neuer Informationen zu
überarbeiten. Zukunftsaussagen unterliegen immer
Risiken und Unsicherheiten. Diesbezüglich ist deutlich
darauf hinzuweisen, dass eine Reihe von Faktoren die
tatsächlichen Ereignisse dahingehend beeinflussen
können, dass diese von den prognostizierten wesentlich
abweichen. Aus aktueller Sicht wesentliche Faktoren sind im
Abschnitt Prognose-, Chancen- und Risikobericht und in
weiteren Teilen dieses Berichts beschrieben.
Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen
können in Tabellen und bei Verweisen
Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt
ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, usw.)
auftreten.
Lagebericht
2023
A Grundlagen der Gesellschaft
Die Union Investment Service Bank AG ("USB" oder
"Gesellschaft") ist eine Tochtergesellschaft der Union
Asset Management Holding AG ("UMH"). Die Union Investment
Gruppe mit der UMH als Führungsgesellschaft ("Union
Investment") ist wiederum Teil der Genossenschaftlichen
Finanz-Gruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Zielsetzung und
Strategie von Union Investment orientieren sich daher am
Förderauftrag innerhalb der Genossenschaftlichen
Finanz-Gruppe (Prinzip der Subsidiarität). Die lokale
Einheit von Primärbank und ihren Mitgliedern soll
durch spezialisierte Dienstleister auf überregionaler
Ebene unterstützt werden (Bündelung der
Kräfte). Das Leistungsangebot der Union Investment
Gruppe richtet sich an private und institutionelle Kunden.
Die Union Investment Gruppe besteht dabei aus
verschiedenen Einzelgesellschaften:
1
1 Umfasst die im Konsolidierungskreis des
UMH-Konzerns enthaltenen Unternehmen, Stand 31.12.2023.
Die USB bietet das sogenannte UnionDepot als
klassische Verwahrlösung von Fondsanteilen an. Dabei
ist es möglich, nicht nur Fonds von Union Investment,
sondern auch Fonds anderer Anbieter im UnionDepot zu
verwahren. Zur Produktpalette der Gesellschaft zählen
weiterhin depotbasierte Lösungen wie etwa die
Riester-Altersvorsorge. Daneben entwickelt sich das
Depotgeschäft für
Finanzportfolioverwaltungsprodukte zu einer weiteren
wesentlichen Säule des Geschäfts. Über die
Kundendepots der USB können durch verschiedene
Servicebausteine - wie zum Beispiel Online-Zugriff oder
Spar- und Auszahlpläne - Geldanlagen flexibel
verwaltet werden. Die USB bietet für die bei ihr
geführten Investmentdepots neben diesen
Selfservice-Leistungsangeboten einen umfangreichen
Kundenservice für telefonische, digitale und
schriftliche Auskunftsersuchen und Serviceanfragen. Auch im
Geschäftsjahr 2023 war die USB einer der
größten Investmentdepotanbieter in Deutschland.
B Wirtschaftsbericht
I. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und
Branchenentwicklung
Eine zunächst robuster als erwartete und sich im
weiteren Jahresverlauf abschwächende globale
Konjunktur, eine rückläufige Inflation und
Notenbanken, die nach weiteren Leitzinserhöhungen bis
zum Sommer ab Herbst die Hoffnungen auf Zinssenkungen im
kommenden Jahr schürten, prägten das
Kapitalmarktumfeld 2023. Die Bankenkrise im Frühjahr,
Notenbanken im geldpolitischen Straffungsmodus und die
geopolitische Eskalation im Nahen Osten sorgten jeweils nur
kurzzeitig für Verunsicherung. Als Treiber für
Aktien wirkte zusätzlich die Perspektive auf
Produktivitätsgewinne durch
Künstliche-Intelligenz-Anwendungen. Neben steigenden
Kursen an den Anleihemärkten verzeichneten viele
Aktienindizes und auch der Goldpreis kurz vor dem
Jahresende neue Allzeithöchststände.
Die schwache globale Wachstumsdynamik und das
Ausbleiben eines chinesischen Wachstumsimpulses lasteten
hingegen auf chinesischen Aktien und den Preisen von
Energierohstoffen und konjunktursensitiven Metallen.
Branchenentwicklung²
Das Geschäft der USB ist eng verbunden mit der
Entwicklung des Investmentgeschäfts.
Die deutsche Investmentbranche verzeichnete bis
einschließlich September 2023 bei den
Wertpapier-Publikumsfonds insgesamt
Nettomittelzuflüsse in Höhe von 12,6 Mrd. Euro.
Besonders hohe Zuflüsse wiesen Rentenfonds (6,9 Mrd.
Euro) und Aktienfonds (11,5 Mrd. Euro) aus, während
zuvorderst Mischfonds mit -8,5 Mrd. Euro merkliche
Nettomittelrückflüsse verbuchten. Die anderen
Assetklassen im Bereich der Wertpapier-Publikumsfonds
verbuchten per Saldo Nettomittelzuflüsse in Höhe
von 2,7 Mrd. Euro. Die Offenen Immobilienfonds erreichten
einen positiven Nettoabsatz in Höhe von 1,2 Mrd. Euro.
2 BVI-Investmentstatistik 09/2023
II. Geschäftspolitische
Rahmenbedingungen
Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank
(EZB) war in den vergangenen Jahren durch eine
Niedrigzinspolitik geprägt. Die Corona-Pandemie und
der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sorgten
für eine steigende Inflation. Zinsen und Inflation
beeinflussen sich gegenseitig.
Im November 2023 hat die Europäischen
Zentralbank (EZB) ihren Finanzstabilitätsbericht
aktualisiert und vor einem fragilen Finanzsystem im
Euroraum gewarnt. Auch die etwas rückläufige
Inflationsentwicklung gibt
einschätzungsgemäß keinen Grund zur
Entwarnung.
Um der Inflation angemessen zu begegnen, hat die EZB
ihre Leitzinsen im Zeitraum von Juli 2022 bis September
2023 insgesamt zehn Mal erhöht. Der Zinssatz für
die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die
Zinssätze für die
Spitzenrefinanzierungsfazilität und die
Einlagefazilität liegen zum Jahresende bei 4,50
Prozent, 4,75 Prozent bzw. 4,00 Prozent.
Aufgrund der hohen Zinssätze ergeben sich
für Unternehmen und private Haushalte gestiegenen
Finanzierungskosten, was die Inlandsnachfrage reduziert.
Die Indikatoren zum Wirtschaftswachstum deuten darauf hin,
dass Konsumausgaben und Investitionen teilweise
zurückgestellt werden, was sich negativ auf das
Bruttoinlandsprodukt auswirkt.
III. Geschäftsverlauf
1. Fondsgeschäft
Der Geschäftsverlauf bei der USB wird wesentlich
von der Entwicklung des Investmentfondsgeschäfts der
Union Investment Gruppe beeinflusst.
Um eine hohe Transparenz bei der Darstellung der
Assets under Management herzustellen, wird der
Bruttoausweis der Assets under Management sowie eine
nachrichtliche Aufgliederung der Abzugspositionen der
Assets under Management, die an externe Dritte (externes
Outsourcing/Advisory) weitergegeben wurden, dargestellt.
In der Union Investment Gruppe wurden am 30. November
2023 Assets under Management von 443,6 Mrd. Euro (413,1
Mrd. Euro (31. Dezember 2022)), davon 257,4 Mrd. Euro in
837 Publikumsfonds (235,1 Mrd. Euro in 842 Publikumsfonds),
149,2 Mrd. Euro in 505 Spezialfonds (141,7 Mrd. Euro in 509
Spezialfonds), 7,0 Mrd. Euro in 26
Vermögensverwaltungsmandaten (6,1 Mrd. Euro in 33
Mandaten) und 45,5 Mrd. Euro in 240 Advisory- und
Insourcingmandaten (45,6 Mrd. Euro in 249 Mandaten)
abzüglich 15,6 Mrd. Euro in 427 fremdvergebenen
Mandaten (15,4 Mrd. Euro in 437 Mandaten) verwaltet.
2. Investmentdepotgeschäft
Die Union Investment Service Bank AG, die als
Depotführer innerhalb der Union Investment Gruppe
fungiert, hatte zum Jahresende 2023 5,4 Millionen (Vorjahr
5,3 Millionen) Kundendepots mit Bestand. Für diese
Kunden wurden zum 31. Dezember 2023 13,5 Millionen (Vorjahr
13,0 Millionen) Fondsdepots mit Bestand verwaltet. Die
Anzahl der Fondsdepots mit Beständen gruppeneigener
Investmentfonds belief sich dabei auf 12,9 Millionen
(Vorjahr 12,4 Millionen). Die Zahl der verwalteten
Fondsdepots mit Drittfonds von gruppenfremden
Investmentgesellschaften belief sich im Jahr 2023 auf rund
624.000 Depots (Vorjahr 603.000).
Abb. 1: Entwicklung Stamm- und Fondsdepots mit
Bestand Investmentdepotgeschäft Deutschland
IV. Lage der Gesellschaft
1. Ertragslage
Ertragslage
|
2023 |
2022 |
Veränderung |
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
Mio. EUR |
| Zinsüberschuss |
4,1 |
0,0 |
4,1 |
| Laufende
Erträge |
- |
- |
- |
|
Provisionsüberschuss |
142,7 |
130,1 |
12,6 |
| Sonstige betriebliche
Erträge |
3,7 |
24,9 |
-21,1 |
| Personalaufwand |
43,3 |
39,8 |
3,6 |
| Andere
Verwaltungsaufwendungen |
96,2 |
100,8 |
-4,5 |
| Abschreibungen |
2,3 |
2,9 |
-0,6 |
| Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
3,6 |
6,0 |
-2,4 |
| Ergebnis aus Forderungen
und Wertpapieren |
0,0 |
-0,1 |
0,1 |
| Ergebnis der normalen
Geschäftstätigkeit |
5,0 |
5,4 |
-0,4 |
| Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag |
- |
- |
- |
| Jahresergebnis |
5,0 |
5,4 |
-0,4 |
Die Ertragssituation wird wie in den vorangegangenen
Jahren zum einen wesentlich geprägt durch die
Vereinnahmung der Erträge aus der Wertpapierverwahrung
(Depotgebühren) sowie der Erträge aus der
Leistungsverrechnung für
Marktbearbeitungsunterstützungstätigkeiten im
Rahmen der Investmentdepotführung durch die USB
für die konzernzugehörigen
Investmentgesellschaften. Darüber hinaus konnten
wieder Zinsüberschüsse aufgrund der
fortschreitenden Zinswende generiert werden. Jedoch ergeben
sich geringere sonstige betriebliche Erträge im
Vergleich zum Vorjahr, die 2022 aus dem Wegfall der
Rückstellungen zum BGH-Urteil für drohende
Depotgebührenrückzahlungen resultierten.
Der Anstieg im Personalaufwand ist primär auf
die Erhöhung der variablen Vergütungskomponenten
aufgrund der Unternehmenskennzahlen
zurückzuführen. Die anderen
Verwaltungsaufwendungen beinhalten Leistungsverrechnungen
für Leistungen wie z. B. IT-Dienste oder auch
Servicefunktionen, die andere Union
Investment-Gesellschaften für die USB erbringen.
Darüber hinaus entstanden weitere Kosten, vornehmlich
für Portogebühren, externe Dienstleitungen und
externe Raumkosten. Die Kostensenkung des anderen
Verwaltungsaufwands resultiert im Wesentlichen aus den
vorangegangenen, erläuterten Kostenarten. Die
stattgefundenen Abschreibungen resultieren wiederum aus der
Aktivierung von Software. Ferner führten geringere
Aufwände aus der Zuführung zu den
Rückstellungen für die Altersteilzeit zu einem
geringeren sonstigen betrieblichen Aufwand im Vergleich zum
Vorjahr.
Die in den beiden vorangegangenen Absätzen
beschriebenen Entwicklungen führen zu einem positivem
Jahresergebnis.
Vergleich mit dem ursprünglich
prognostizierten Ergebnis
Das ursprünglich prognostizierte Ergebnis
für 2023 wurde erreicht. Der Provisionsertrag liegt
leicht unter Plan. Ertragstreiber sind hier die leicht
unter Plan liegenden, vereinnahmten Erträge aus den
Depotgebühren. Auch die Erträge aus der
Leistungsverrechnung für
Marktbearbeitungsunterstützungstätigkeiten
für die konzernzugehörigen
Investmentgesellschaften liegen unter Plan. Dies ist die
Folge eines geringeren Kostenanstiegs innerhalb des
Verwaltungsaufwands mit gegenläufigen Effekten aus
Kostenanstiegen, insbesondere für Personalaufwendungen
und IT-Dienste, aber auch aus Kostensenkungen für
Beratungsleistungen sowie externe Dienstleistungen. Des
Weiteren liegt das sonstige betriebliche Ergebnis über
Plan. In Summe führt dies zu einem positivem
Jahresergebnis.
2. Liquiditätssteuerung
Ziel der Liquiditätssteuerung ist die
Sicherstellung einer permanenten Zahlungsfähigkeit der
Gesellschaft. Basis der Steuerung sind die laufende
Überwachung und Analyse sämtlicher
Zahlungsströme und Finanzmittelbestände. Darauf
aufbauend wird im Rahmen einer regelmäßigen
Liquiditätsplanung die finanzielle Entwicklung der
nächsten 15 Monate abgeleitet.
Die verfügbaren Finanzmittel sind auf den
Bankkonten der Gesellschaft allokiert.
Für Mitarbeitende der Gesellschaft werden im
Rahmen von Altersvorsorge- und
Mitarbeiterbindungsprogrammen Finanzmittel angelegt
(Mitarbeiteranlagen).
2.1 Finanzlage
Der Gesamtbestand finanzieller Mittel umfasst alle
liquiden Bank- und Wertpapierbestände auf
gesellschaftseigenen Konten und Depots:
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
Veränderung |
|
Buchwerte |
Marktwerte |
Buchwerte |
Marktwerte |
Buchwerte |
Marktwerte |
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
Mio. EUR |
Mio. EUR |
Mio. EUR |
Mio. EUR |
| Bankbestände |
154,3 |
154,3 |
139,3 |
139,3 |
15,0 |
15,0 |
| Wertpapierbestände
gesamt |
8,3 |
8,3 |
6,8 |
6,8 |
1,5 |
1,5 |
| Wertpapierbestände
nach Anlageklassen |
|
|
|
|
|
|
| Mitarbeiteranlagen |
8,3 |
8,3 |
6,8 |
6,8 |
1,5 |
1,5 |
| davon
Deferred-Compensation-Modell |
5,5 |
5,5 |
4,5 |
4,5 |
1,0 |
1,0 |
| davon
Altersteilzeit |
2,7 |
2,7 |
2,3 |
2,3 |
0,5 |
0,5 |
Im Jahresabschluss werden in der Bilanz die
Wertpapiere des Deferred-Compensation-Modells und der
Altersteilzeit mit ihren beizulegenden Zeitwerten nach
§ 246 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit § 253 Abs.
1 Satz 4 HGB mit den korrespondierenden Verpflichtungen
verrechnet und saldiert ausgewiesen.
Die innerhalb eines Jahres fälligen
Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind
vollständig durch Bankguthaben, kurzfristig
fällige Forderungen und kurzfristig liquidierbare
Wertpapiere gedeckt.
Unter Berücksichtigung des Bestandes der
verfügbaren finanziellen Mittel zum Abschlussstichtag
und der zu erwarteten Liquiditätsentwicklung ist die
Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts
bei planmäßigem Geschäftsverlauf jederzeit
in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen aus liquiden
Mitteln bedienen zu können.
3. Vermögenslage
3.1 Übersicht über die
Vermögenslage
Bei der Betrachtung der Bilanzstruktur der USB ist zu
berücksichtigen, dass die Gesellschaft kein
Einlagengeschäft betreibt und sich das eigentliche
Geschäftsvolumen der USB (Depot- und
Finanzkommissionsgeschäft) nur mittelbar in der Bilanz
niederschlägt.
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
Veränderung |
|
Mio. EUR |
% |
Mio. EUR |
% |
Mio. EUR |
| Aktivseite |
|
|
|
|
|
| Forderungen an
Kreditinstitute |
319,6 |
92,5 |
253,1 |
90,9 |
66,5 |
| Forderungen an
Kunden |
10,9 |
3,1 |
11,7 |
4,2 |
-0,8 |
| Immaterielle Anlagewerte
und Sachanlagen |
11,3 |
3,3 |
10,5 |
3,8 |
0,8 |
| Sonstige
Vermögensgegenstände und übrige
Aktiva |
3,8 |
1,1 |
3,1 |
1,1 |
0,7 |
| Bilanzsumme |
345,6 |
100,0 |
278,4 |
100,0 |
67,2 |
| Passivseite |
|
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
131,6 |
38,1 |
99,3 |
35,7 |
32,4 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden |
1,4 |
0,4 |
1,5 |
0,5 |
-0,1 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
43,7 |
12,6 |
25,2 |
9,1 |
18,5 |
| Rückstellungen |
45,7 |
13,2 |
39,3 |
14,1 |
6,4 |
| Eigenkapital |
123,1 |
35,6 |
113,1 |
40,6 |
10,0 |
| Bilanzsumme |
345,6 |
100,0 |
278,4 |
100,0 |
67,2 |
Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten
überwiegend täglich fällige Forderungen aus
Bankbeständen sowie abgegrenzte
Gebührenforderungen an Vermittlerbanken.
Die Forderungen an Kunden enthalten im Wesentlichen
die jährlich abgegrenzten Forderungen aus
Depotgebühren für die VL-Depots sowie Forderungen
aus der Leistungsverrechnung an die
Kapitalverwaltungsgesellschaften der Union Investment
Gruppe.
Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten resultiert aus im Vergleich zum Vorjahr
höheren noch abzuführenden Servicegebühren
an die Vermittlerbanken.
Die Erhöhung der Sonstigen Verbindlichkeiten
entsteht im Wesentlichen durch die um 17,6 Mio. Euro
höheren Verpflichtungen für noch
abzuführende Abgeltungsteuer aus Kapitalerträgen
für den Monat Dezember 2023.
Die Veränderung der Rückstellungen
resultiert im Wesentlichen aus Zuführungen im Bereich
der Personalrückstellungen aufgrund der
Verlängerung der Altersteilzeit um ein Jahr sowie dem
Projekt "FitForFuture".
Die Rückstellungen für Sonderzahlungen
betreffen vertraglich zugesicherte sowie freiwillige
Zahlungen an Mitarbeitende.
Altersteilzeitverpflichtungen werden durch eine
Betriebsvereinbarung sowie den Altersteilzeit-Tarifvertrag
begründet. Die Betriebsvereinbarung zur Altersteilzeit
wurde um ein Jahr verlängert, worauf
hauptsächlich der Anstieg um 2,0 Mio. Euro
zurückzuführen ist. Die Bewertung der
Verpflichtungen erfolgte mit einem Zinssatz von 1,08
Prozent. Zum Bilanzstichtag wurden
Altersteilzeit-Verpflichtungen in Höhe von 15,9 Mio.
Euro und ein zugehöriges Deckungsvermögen in
Höhe von 2,7 Mio. Euro berücksichtigt. Das
Deckungsvermögen wurde mit der Verpflichtung saldiert.
Rückstellungen für Pensionen wurden
für Zusagen gegenüber der Geschäftsleitung
und den Mitarbeitenden gebildet. Weiterhin bestehen im
Rahmen eines Deferred Compensation Programms
Pensionsverpflichtungen aufgrund arbeitnehmerfinanzierter
Entgeltumwandlung. Bei der Bewertung der Verpflichtungen
wurden die "Richttafeln 2018 G" nach Prof. Dr. Klaus
Heubeck berücksichtigt.
Die Rückstellungen für den Long Term
Incentive Plan betreffen die von der Gesellschaft
vertraglich zugesagten Leistungen an ausgewählte
Mitarbeitende.
Zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit der
Union Investment Service Bank AG erfolgte eine Zuzahlung in
die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
in Höhe von 10,0 Mio. Euro durch die Union Asset
Management Holding AG. Die Gesellschaft weist zum
Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 35,6 Prozent auf.
Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz
4 KWG beträgt nach Gewinnabführung 0,0 Prozent.
Zum Stichtag 31.12.2023 ergibt sich für die USB
eine nach den Vorschriften der Verordnung (EU) 2019/2033
(IFR) angemessene Eigenmittelausstattung. Die Eigenmittel
der Gesellschaft nach Art. 9 Verordnung (EU) 2019/2033
(IFR) in Verbindung mit Art. 26 ff. Verordnung (EU) Nr.
575/2013 (CRR) betragen 109,7 Mio. Euro (nach Feststellung
112,1 Mio. Euro), die Eigenmittelanforderungen
gemäß Art. 11 Abs. 1 IFR 74,4 Mio. Euro (nach
Feststellung 74,4 Mio. Euro).
Mit Bescheid vom 24.07.2023 ordnete die BaFin an,
dass die USB Eigenmittelanforderungen einzuhalten hat, die
um einen Fixbetrag in Höhe von 9.154.338,25 Euro
über die Eigenmittelanforderungen nach Art. 11 Abs. 1
IFR hinausgehen. Diese zusätzliche Anforderung wurde
auf Bitte der BaFin bereits erstmalig im Rahmen der
IFR-Meldung für das 3. Quartal 2022
berücksichtigt.
Aus Sicht der Gesellschaft ist die Vermögenslage
geordnet.
3.2 Nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren
Mitarbeitende
Für die Entwicklung und die
Zukunftsfähigkeit der USB sowie ihre Stellung im
Wettbewerb sind die Mitarbeitenden der entscheidende
Erfolgsfaktor. Das Leistungsvermögen und die
Einsatzfähigkeit der Mitarbeitenden werden
entsprechend ihren Aufgaben und Potenzialen im Rahmen einer
innovativen und bedarfsorientierten Personalentwicklung
bestmöglich gefördert.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden für zentrale
Personalentwicklungsmaßnahmen rund 149 TEUR
investiert (im Vorjahr insgesamt: 141 TEUR). Daneben wurden
Weiterbildungen durch den Einsatz interner Fachtrainer
durchgeführt. Insgesamt wurden so 2,5
Weiterbildungstage pro Mitarbeiter und Mitarbeiterin
absolviert. Hinzu kamen rund 28 TEUR für die
Führungskräftebegleitung im Kontext der
Transformation des Investmentdepotgeschäfts.
Variable, an individuellen Leistungszielen bemessene
Gehaltsbestandteile unterstützen zudem den
Leistungswillen und die Zielorientierung der
Mitarbeitenden. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die
USB 451 Mitarbeitende (Vorjahr: 451 Mitarbeitende) mit
einem durchschnittlichen Alter von 44,7 Jahren (Vorjahr:
44,5 Jahre) und einer durchschnittlichen
Betriebszugehörigkeit von 16,4 Jahren (Vorjahr: 16,1
Jahre). Die Mitarbeitendenzahl der Gesellschaft entwickelt
sich qualitativ sowie quantitativ den Unternehmens- und
Marktbedürfnissen entsprechend. Fokussiert werden dem
Geschäftsmodell dienende Qualifikationen und
Kompetenzen im angemessenen und nachhaltigen Umfang.
Markenleistung
Die Werte der klassischen Parameter zur Messung der
Markenleistung haben sich 2023 auf hohem Niveau gehalten.
Die gestützte Bekanntheit der Marke Union Investment
stieg von 56,8 Prozent bevölkerungsweit im Dezember
2022 auf 60,7 Prozent per November 2023. Die gestützte
Werbeerinnerung stieg von 27,8 Prozent im Dezember 2022 auf
31,7 Prozent per November 2023, die Kaufbereitschaft stieg
im selben Zeitraum von 32,6 auf 35,9 Prozent. Letzterer KPI
darf nicht zu direkt bewertet werden, da die Angabe zur
Kaufbereitschaft in einem anonymen Interview hochgradig
unverbindlich ist, die Quote tatsächlicher
Abschlüsse korreliert mit der Kaufbereitschaft nur
gering. Dies gilt vor allem auch, da der Einfluss des
Bankberaters bei der Kaufentscheidung hoch ist, dieser
Einfluss in der Abfragesituation allerdings nicht
abgebildet werden kann.
Im Zug der fortschreitenden Digitalisierung und
Automatisierung auch im Finanzdienstleistungsbereich spielt
die Marke an der Kundenschnittstelle eine wichtigere Rolle.
Bei Union Investment besitzt Markenführung einen hohen
Stellenwert und es werden zahlreiche Maßnahmen zur
Stärkung der Marke verfolgt.
In der Wettbewerbsbetrachtung bleibt das Bild der
letzten Jahre stabil: Union Investment setzt sich in der
Markenstärke deutlich von den meisten Mitbewerbern ab.
Die Marke bildet somit nachhaltig ein klares Asset der
Union Investment Gruppe.
Kundenzufriedenheit
Unter den Kundengruppen, für die die USB
Dienstleistungen erbringt, liegen im Berichtsjahr sowohl
für Vermittlerbanken und Privatanleger neue Werte zur
Gesamtzufriedenheit mit der Geschäftsbeziehung vor als
auch für institutionelle Kunden.
Der im Berichtsjahr 2023 gemessene Durchschnittswert
der Zufriedenheit mit Union Investment liegt bei
Geno-Bankführungskräften und Bankberatern bei
2,1. Für beide Zielgruppen der genossenschaftlichen
Vertriebspartnerbanken sind diese Ergebnisse als stabil
einzuordnen. Bei Privatanlegern beträgt der
Durchschnittswert für die Kundenzufriedenheit 2023 wie
im Vorjahr 2,2 auf der 5er-Skala von
1='außerordentlich zufrieden' bis 5= 'unzufrieden'.
Bei institutionellen Kunden von Union Investment
werden im zweijährigen Rhythmus eigene
Zufriedenheitsbefragungen durchgeführt. Die
Befragungen werden in Jahren mit ungeraden Jahreszahlen
durchgeführt, daher fand im Berichtsjahr eine
Befragungswelle statt. Auf einer Skala von 1 =
'außerordentlich zufrieden' bis 5 = 'unzufrieden'
liegt der Wert für die Gesamtzufriedenheit
institutioneller Anleger mit der Geschäftsbeziehung
aktuell bei 1,72 - nach 1,75 im Jahr 2021 - und bleibt
damit auf dem sehr hohen Niveau.
Für das Geschäftsjahr 2024 kann man davon
ausgehen, dass es wie in den Vorjahren ambitioniert, aber
durchaus möglich ist, die Werte bei den
Vertriebspartnern und Privatanlegern halten zu können.
Bei allen Kundengruppen kann es erfahrungsgemäß
zu Abstrahleffekten in Abhängigkeit von der
Kapitalmarktsituation kommen. Positiv ist zu vermerken,
dass die im Jahresverlauf 2023 mit Zinsanstieg und
Inflation durchaus herausfordernden Rahmenbedingungen
für das Fondsgeschäft noch nicht zu einer
nennenswerten Stimmungsbeeinträchtigung geführt
hat - weder bei Vertriebspartnerbanken und Privatanlegern
noch bei institutionellen Anlegern.
Nachhaltigkeitsmanagement in der Union
Investment Gruppe
Nachhaltigkeit ist fest im Wertegerüst und den
Strukturen der Union Investment Gruppe verankert.
Nachhaltigkeit ist Teil unseres Selbstverständnisses,
welches wir in unserem Leitbild zum Ausdruck bringen. In
unserem unternehmensweiten Nachhaltigkeitskodex sind die
Grundprinzipien und Leitideen, nach denen sich
Nachhaltigkeit in unserem Denken und Handeln widerspiegelt,
verankert.
Die Gesellschaft ist in den Nachhaltigkeitsbericht
der Union Investment Gruppe sowie den
Nachhaltigkeitsbericht der DZ Bank Gruppe einbezogen.
Nachhaltigkeitsstrategie
Union Investment verfolgt eine gruppenweite, vom
Gesamtvorstand der Union Investment verabschiedete
Nachhaltigkeitsstrategie, welche aus fünf strategische
Handlungsfelder besteht: "Positionierung und
Kommunikation", "Leistungen und Kompetenzen",
"Vermarktung", "Produkte" sowie "Betrieb". Die
Nachhaltigkeitsstrategie wird in regelmäßigen
Abständen geprüft und bei Bedarf
weiterentwickelt.
Die Klimastrategie von Union Investment zielt auf
eine Klimaneutralität im Geschäftsbetrieb bis
2045 und bei unseren durch die Produkte finanzierte
Emissionen bis 2050 ab.
Im Berichtsjahr 2023 wurde eine gruppenweite und
umfassende Diversity & Inclusion-Strategie
verabschiedet.
C Chancen-, Risiko- und
Prognosebericht
I. Chancenbericht
Die USB verfolgt durch eine wertorientierte
Unternehmenspolitik eine stete Steigerung des
Unternehmenswertes unter Berücksichtigung von
Rendite-Risiko-Gesichtspunkten. Erreicht werden soll dies
durch dauerhaftes und profitables Wachstum, auch in sehr
herausfordernden Zeiten wie diesen.
Neben dem weiter andauernden Krieg in der Ukraine
kamen im Oktober 2023 kriegerische Handlungen im Nahen
Osten hinzu. Trotz Störung von Lieferketten, hohem
Inflationsniveau und diffusem Konsumentenverhalten stieg
der DAX 40 im Jahresverlauf 2023 - bei hoher
Volatilität - von circa 13.900 Punkten auf über
16.000 Punkte (Stand: 13.12.2023). Die Bemühungen der
EZB, durch das Anheben der Leitzinsen, die hohe Inflation
in Deutschland (Januar: 8,7 Prozent) zu bekämpfen,
stellten sich als erfolgreich heraus: Bis November 2023
sank daraufhin die Inflation in Deutschland auf 3,2
Prozent.
Durch den schrittweisen Leitzinsanstieg (letzte
Erhöhung am 20.09.2023 auf 4,5 Prozent) kehrte "der
Zins" nach Deutschland zurück und machte bislang
unattraktive Assetklassen (Renten und Geldmarkt) zunehmend
interessanter. Dies führte zu einer Verlangsamung der
Zuflüsse im Aktien- und Immobiliensegment. Dennoch
sieht Union Investment auch weiterhin die Möglichkeit,
ihre Position als aktiver Risikomanager weiter zu
etablieren und das nachhaltige Fondsgeschäft
auszubauen. Dies geschieht unter anderem durch das
große Angebot nachhaltig gemanagter Fonds.
Die gute Position von Union Investment bietet ihren
Vertriebspartnern ein hohes Absatzpotenzial. Als
Anlagespezialist für die verschiedenen Assetklassen
ist Union Investment mehr als andere Finanzdienstleister in
der Lage, den Kunden attraktive Anlagelösungen
anzubieten.
Als entlastender Lösungsanbieter trägt
Union Investment des Weiteren zum Erfolg der
Fondsvermögensverwaltung für Privatkunden
(MeinInvest, VermögenPlus) und Firmenkunden
(FiKuInvest) bei, in dem die USB eine digitale
Depotlösung im Union Depot anbietet.
Auch im Jahr 2023 wurden zahlreiche gesetzgeberische
Maßnahmen vorbereitet und umgesetzt, die das
Wertpapiergeschäft stark beeinflussen. Darüber
hinaus sind derzeit weitere gesetzgeberische
Maßnahmen in Vorbereitung. Vor diesem Hintergrund
sieht die USB auch die Chance, individuelle, an den
Kundenwünschen orientierte Depotlösungen zu
entwickeln, die Vermittlerbanken bei der Umsetzung zu
unterstützen sowie die Kundenbindung zu stärken.
Die USB wird ihre führende Stellung im
Investmentdepotgeschäft durch stetige Verbesserungen
der Prozesse, der Leistungen, des Omnikanalmanagements, der
Steuerung und durch die Nutzung von Chancen im
Digitalisierungsumfeld weiter sichern und ausbauen. Durch
die kontinuierliche, vorausschauende und bedarfsgerechte
Weiterentwicklung des Leistungsportfolios fördert sie
den Absatz der Fondsprodukte und -lösungen der Union
Investment Gruppe. Die USB profitiert davon durch Sicherung
und Ausbau der hohen Anzahl an Kundendepots - insbesondere
im Segment Privatkunden.
Die USB als Teil der Union Investment Gruppe hat
darüber hinaus mit dem internen Programm
"FitForFuture" auf die sich verändernden
Rahmenbedingungen reagiert und damit die Basis für
strategische Investitionsfelder der Zukunft geschaffen.
II. Risikobericht
1. Bewährte Systeme zur
Identifizierung und Steuerung von Risiken
Die Union Investment Service Bank AG ist in ihrer
Kernkompetenz, dem Finanzkommissions- und
Investmentdepotgeschäft, in hohem Maße von der
Entwicklung der Kapital- und Immobilienmärkte sowie
dem Anlageverhalten der Fondsanleger abhängig. Die
Gesellschaft trägt als zentraler Lösungsanbieter
für das Investmentdepotgeschäft innerhalb der
Union Investment Gruppe durch ein klar abgegrenztes und
strukturiertes Leistungsangebot dazu bei, sich von
Wettbewerbern zu differenzieren. Sie verfolgt eine
wertorientierte Unternehmenspolitik mit dem langfristigen
Ziel, den Unternehmenswert unter Berücksichtigung von
Rendite und Risiko nachhaltig zu steigern.
Die internen Steuerungssysteme sind dabei u.a. darauf
ausgerichtet, Risiken zu identifizieren,
regelmäßig zu überwachen und aktiv zu
steuern. So sollen Risiken, die zu negativen Abweichungen
vom prognostizierten Geschäftsverlauf führen
können, möglichst frühzeitig erkannt und
Maßnahmen zur Risikoreduzierung eingeleitet werden.
Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass
unternehmerische Chancen unter Beachtung von
Risikotragfähigkeit und Profitabilität genutzt
werden können.
Das Risikomanagementsystem (RMS) der Union Investment
Service Bank AG ist ein fortlaufender Prozess, der die
Gesamtheit aller organisatorischen Maßnahmen und
Regelungen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung
und Steuerung von Risiken umfasst. Das RMS ist
gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen
organisiert. Als Konzerngesellschaft der Union Investment
Gruppe ist die Union Investment Service Bank AG in das
Risikomanagement des Konzerns eingebunden.
Die Verantwortung für die Risikosteuerung der
Gesellschaft obliegt dem Vorstand. Im
Risikoappetitstatement (RAS) triff der Vorstand die
wesentlichen Aussagen zum Risikoappetit. Es beinhaltet
neben der Beschreibung des Geschäftsmodells und der
Risiken insbesondere qualitative Vorgaben für das
Eingehen von Risiken (risikopolitische Leitsätze)
sowie Vorgaben zu deren quantitativen Steuerung. In der
Risikostrategie der Union Investment Service Bank AG sind
die identifizierten wesentlichen Risikoarten abgegrenzt,
die grundlegenden Verfahren zur Risikomessung festgelegt
und konkrete Leitlinien für den Umgang mit dem
jeweiligen Risiko vorgegeben. Die Risikostrategie steht im
Einklang mit der Risikostrategie der Union Investment
Gruppe. Für alle im Rahmen der Risikoinventur
identifizierten wesentlichen Risikoarten und
Risikokonzentrationen wurden Verfahren für die
Risikomessung und Steuerung entwickelt. Der Risikoausschuss
der Union Investment Service Bank AG diskutiert in seinen
Sitzungen die Risikosituation der Gesellschaft und bereitet
Entscheidungen für den Vorstand vor. Der
Risikobeauftragte berichtet gemeinsam mit dem Chief Risk
Officer der Union Investment Gruppe quartalsweise an den
Vorstand, der auf Basis dieser Berichte den Aufsichtsrat
informiert.
Die Details zum RMS inklusive aller Richtlinien und
Fachkonzepte sind im Risikohandbuch der Union Investment
Service Bank AG dokumentiert.
Die Interne Revision überprüft die
Funktionsfähigkeit des RMS im jährlichen
Rhythmus.
Im Folgenden sind die wesentlichen Elemente des RMS
der Union Investment Service Bank AG dargestellt:
Risikotragfähigkeitsanalyse
Zur Sicherung des Fortbestandes der Gesellschaft wird
die Risikotragfähigkeit im Rahmen der
ökonomischen Risiko- und Kapitalsteuerung
regelmäßig überwacht. Die wesentlichen
Risikoarten werden gemäß den Vorgaben der
Risikostrategie und unter Beachtung der zur Verfügung
stehenden Risikodeckungsmasse limitiert und mit
Risikokapital unterlegt. Dabei wird, entsprechend der
Risikoneigung, das maximal zulässige Risiko durch
Verlustobergrenzen so begrenzt, dass die Union Investment
Service Bank AG nicht im Bestand gefährdet wird. Es
werden keine Diversifikationseffekte zwischen den
Risikoarten berücksichtigt. Die Ermittlung des
Risikokapitalbedarfs und die Überwachung der
Verlustobergrenzen erfolgen nach marktüblichen
Standards und Methoden durch eine unabhängige Stelle.
Ergänzend dazu werden regelmäßig
Stresstests durchgeführt. Die angewandten Methoden
unterliegen einer jährlichen
Angemessenheitsprüfung.
Neben den Limiten für die wesentlichen Risiken
aus der Risikoinventur werden Mindestwerte (RAS-Schwellen)
in Form von quantitativen Risikotoleranzen für
aufsichtlich geforderte Kapital- und
Liquiditätsanforderungen abgeleitet und berichtet.
Frühwarnsystem
In dem Frühwarnsystem werden
regelmäßig Risikoindikatoren erhoben und zu zehn
Kategorien aggregiert. Sofern die vordefinierten
Toleranzgrenzen überschritten sind oder das Risiko als
erhöht eingestuft wird, wird ein Frühwarnimpuls
ausgelöst, der eine Ursachenanalyse und
Maßnahmen zur Risikobewältigung bei den für
die Risikosteuerung Verantwortlichen auslöst. Die aus
dem System generierten Steuerungsimpulse gewährleisten
damit frühzeitige Steuerungsmaßnahmen. Das
Risikoindikatorensystem umfasst insbesondere operationelle
Risiken, Geschäftsrisiken sowie Risiken, die sich aus
ausgelagerten Tätigkeiten ergeben können.
Ergänzend hierzu besteht ein Ad-hoc-Meldewesen zur
Früherkennung außerordentlicher
Risikosituationen mit kurzfristigem Handlungsbedarf.
Risikoberichtswesen
Der Vorstand der Union Investment Service Bank AG
wird quartalsweise in schriftlicher Form über die
Entwicklung der Risikolage in dem Berichtszeitraum
informiert. Im Risikobericht wird die Gesamtrisikolage
dargestellt und beurteilt. Es werden kritische
Risikopotenziale aufgezeigt und bei Bedarf
Handlungsempfehlungen zu deren Bewältigung
dargestellt. Auf Basis dieses Berichtes informiert der
Vorstand den Aufsichtsrat. Außerhalb der
regelmäßigen Risikoberichte werden unter
Risikogesichtspunkten kritische Informationen
unverzüglich an den Vorstand und bei Bedarf an den
Aufsichtsrat eskaliert.
2. Darstellung der wesentlichen
Risiken³
Die im Rahmen der jährlichen Risikoinventur
identifizierten und als wesentlich bewerteten Risiken sind
Gegenstand der Risikostrategie der Gesellschaft. Auf Basis
der in der Strategie festgelegten Leitlinien werden diese
Risiken mit Hilfe des Risikomanagementsystems
regelmäßig überwacht und gesteuert.
3 Quelle: eigene Berechnungen entsprechend der
im Risikohandbuch beschriebenen Methoden, Stand 31.12.2023.
Operationelles Risiko
Das operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von
Verlusten durch menschliches Verhalten, technologisches
Versagen, Prozess- oder Projektmanagementschwächen
oder durch externe Ereignisse. Das Rechtsrisiko ist in
dieser Definition eingeschlossen. Dem operationellen Risiko
kommt im Vergleich zu den anderen Risiken große
Bedeutung zu, da der Schwerpunkt der
Geschäftstätigkeit der Union Investment Service
Bank AG im Finanzkommissions- und
Investmentdepotgeschäft und nicht in der
Übernahme von Risiken auf eigene Rechnung liegt.
Die Quantifizierung des Risikokapitalbedarfs erfolgt
rollierend gemäß Standardansatz der Capital
Requirements Regulation (CRR). Zum 31.12.2023 wurde ein
Risikokapitalbedarf in Höhe von 22,0 Mio. Euro
ermittelt. Die Verlustobergrenze belief sich auf 27,0 Mio.
Euro. Im Jahresverlauf lag der Risikokapitalbedarf
jederzeit unterhalb der Verlustobergrenze. Das
ergänzend zu der Berechnung des ökonomischen
Risikokapitalbedarfs eingesetzte Risikoindikatorensystem
setzte bestimmungsgemäß durch verschiedene
Risikoindikatoren Impulse und daraus abgeleitet
Maßnahmen für die Risikosteuerung. Im
Jahresverlauf gab es keine Hinweise auf eine
unternehmenskritische Situation.
In der Internen Verlustdatensammlung erfasst die
Gesellschaft alle Verluste ab einem Betrag von 1.000 Euro
brutto, die beim Eintritt von operationellen Risiken
entstehen. Neben den materiellen Verlusten kann es auch zu
Verzögerungen oder Unterbrechungen im Betriebsablauf
oder in der Folge zu Reputationsrisiken kommen. Die
Sammlung der Verlustereignisse ermöglicht es, die
schlagend gewordenen operationellen Risiken zu analysieren
sowie Trends und Konzentrationen zu erkennen. Somit
können die im Weiteren dargestellten Maßnahmen
zur Minderung oder Vermeidung des Risikoeintrittes
gezielter ausgestaltet werden. Bei Verlusten ab einer
Schadenshöhe von 500.000 Euro brutto wird ein
standardisierter Maßnahmen-Management-Prozess
eingeleitet. Aufgrund von in Einzelfällen sehr
geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten für
größere Schäden treten
regelmäßig Schwankungen der Schadenverläufe
im Zeitablauf auf. Der Schadenverlauf war im
Berichtszeitraum in Bezug auf die Verlustobergrenze zu
jeder Zeit unkritisch.
In dem regelmäßigen Risk Self Assessment
wird durch szenariobasierte Analysen das Risikoprofil aus
operationellen Risiken geschärft. Dabei spielen gerade
Worst-Case-Szenarien eine wesentliche Rolle. Sie geben
steuerungsrelevante Hinweise auf den Umgang mit extremen
Risikoausprägungen.
Zur Minderung oder Vermeidung der Auswirkungen aus
operationellen Risiken hat die Gesellschaft verschiedene
organisatorische Vorkehrungen getroffen:
Für alle wesentlichen
Geschäftsvorgänge existieren Richtlinien und
Prozesse in der Geschäftsprozesslandkarte, in denen
Zuständigkeiten und Abläufe beschrieben sind. Die
Angemessenheit und Aktualität der Richtlinien und
Prozesse unterliegt der regelmäßigen
Prüfung durch die Interne Revision.
Die in der Union Investment Gruppe praktizierte
Bündelung von Aktivitäten und die damit
verbundene Spezialisierung auf einzelne
Wertschöpfungsstufen trägt elementar zur
Reduktion operationeller Risiken bei. Beispielsweise werden
IT-Dienstleistungen und damit verbundene Aufgaben auf einen
spezialisierten IT-Dienstleister in der Gruppe ausgelagert.
Zusätzlich zu der internen Aufgabenbündelung
erfolgt die Auslagerung von Leistungen auf spezialisierte
externe Anbieter, beispielsweise im IT-Betrieb. Dabei
durchlaufen alle geplanten Auslagerungen einen
standardisierten Outsourcingprozess, der auch eine
Risikoanalyse des Auslagerungsvorhabens umfasst. In
Abhängigkeit vom Ergebnis der Analyse werden
ausgelagerte Aktivitäten und Prozesse im
Risikomanagementsystem berücksichtigt. Bestehende
Auslagerungen werden überwacht und darüber
regelmäßig an den Vorstand berichtet. Bei Bedarf
werden erforderliche Maßnahmen eingeleitet.
Ergänzend sind verschiedene organisatorische,
technische und personelle Maßnahmen umgesetzt, die
die Prozessstabilität verbessern und Risiken
reduzieren. Dieses sind beispielsweise die Implementierung
eines Internen Kontrollsystems, die Einrichtung einer
zentralen Stelle zur Prävention strafbarer Handlungen,
die Umsetzung der Funktionstrennung bis auf die Ebene des
Vorstands, die Einrichtung einer angemessenen technischen
Infrastruktur, die Qualifikation der Mitarbeitenden und die
Bereitstellung ausreichender Personalressourcen.
Die Ausgestaltung der Vergütungssysteme
unterliegt in der Union Investment Gruppe dem Bereich
Konzern-Personal und ist in der Vergütungsrichtlinie
verankert. Ziel der Vergütungssysteme ist es, die
Leistungen der Mitarbeitenden angemessen zu honorieren und
wirksame Leistungsanreize zu setzen. Dabei sollen
ausdrücklich keine Ziele vereinbart werden, die zum
Eingehen unverhältnismäßig hoher Risiken
verleiten. Dies trägt zur Minimierung der
operationellen Risiken bei.
Für bestimmte Risiken, die sich zum Teil auch
der Steuerung durch die Gesellschaft entziehen, werden
Versicherungen abgeschlossen.
Zur Verminderung der Auswirkungen von extern
verursachten Risiken mit sehr hohen bis hin zu
existenzbedrohenden Schadenspotenzialen besteht ein
gruppenweites Konzept zur Notfall- und Krisenvorsorge.
Marktpreisrisiko
Das Marktpreisrisiko setzt sich aus dem
Marktpreisrisiko i.e.S. und dem Marktliquiditätsrisiko
zusammen.
Das Marktpreisrisiko i.e.S. bezeichnet das Risiko von
Verlusten aus Finanzinstrumenten bzw. anderen
Vermögenswerten, verursacht durch eine
Veränderung der Marktpreise oder preisbeeinflussenden
Parameter (z. B. Zinsrisiko, Spread- und Migrationsrisiko,
Währungsrisiko, Aktienrisiko, Fondspreisrisiko oder
Asset Management-Risiko). Das Marktliquiditätsrisiko
ist das Risiko eines Verlustes, der aufgrund nachteiliger
Veränderungen der Marktliquidität, zum Beispiel
durch Verschlechterung der Markttiefe oder durch
Marktstörungen, eintreten kann. Das
Marktliquiditätsrisiko hat nur geringe Bedeutung.
Für die Union Investment Service Bank AG sind
nur die Unterarten für Zinsrisiken im Anlagebuch,
Fondspreisrisiken und Marktliquiditätsrisiken
relevant. Diese ergeben sich aus den Mitarbeiteranlagen und
Pensionsverpflichtungen in Sondervermögen der Union
Investment Gruppe. Die Messung erfolgt über das
Fondspreisrisiko.
Das Fondspreisrisiko wird als Value-at-Risk mit einem
Konfidenzniveau von 99,9 Prozent und einer Haltedauer von
einem Jahr quantifiziert. Die Berechnung basiert auf einer
Monte-Carlo-Simulation unter Berücksichtigung von
Krisenszenarien und Risikominderungstechniken. Die
Quantifizierung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs
für das Marktpreisrisiko ergab zum 31.12.2023 einen
Risikokapitalbedarf in Höhe von 3,0 Mio. Euro. Die
Verlustobergrenze belief sich auf 4,0 Mio. Euro. Im
Jahresverlauf lag der Risikokapitalbedarf jederzeit
unterhalb der Verlustobergrenze.
Geschäftsrisiko
Das Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko eines
Verlustes aus Ergebnisschwankungen, die sich bei gegebener
Geschäftsstrategie ergeben können und die nicht
durch andere Risikoarten abgedeckt sind. Insbesondere
umfasst dies das Risiko, dass aufgrund von
Veränderungen wesentlicher Rahmenbedingungen (z.B.
Wirtschafts- und Produktumfeld, Kundenverhalten,
Wettbewerbssituation) den Verlusten rein operativ nicht
begegnet werden kann. Somit würde die Gesellschaft bei
Risikoeintritt einen operativen Verlust ausweisen.
Die Ermittlung des ökonomischen
Risikokapitalbedarfs erfolgt mit einem Earnings-at-Risk
Ansatz als Value-at-Risk im 1-Jahres-Horizont zum
Konfidenzniveau von 99,9 Prozent. Zum 31.12.2023 wurde ein
Risikokapitalbedarf in Höhe von 0 Euro ausgewiesen.
Aufgrund des niedrigen Geschäftsrisikos und der
erwarteten Ergebnisentwicklung betrug die Verlustobergrenze
Geschäftsrisiko für 2023 ebenfalls Null. Das
ergänzend eingesetzte Risikoindikatorensystem setzte
bestimmungsgemäß durch verschiedene
Risikoindikatoren Impulse und daraus abgeleitet
Maßnahmen für die Risikosteuerung. Im
Jahresverlauf gab es keine Hinweise auf eine
unternehmenskritische Situation.
Reputationsrisiko
Das Reputationsrisiko bezeichnet das Risiko von
Verlusten aus Ereignissen, die das Vertrauen in die
Unternehmen der Union Investment Gruppe oder in die
angebotenen Produkte und Dienstleistungen insbesondere bei
Kunden, Distributoren, Anteilseignern, Mitarbeitenden, auf
dem Arbeitsmarkt, in der allgemeinen Öffentlichkeit
und bei der Aufsicht beschädigen.
Aus dem Management der Investmentvermögen heraus
können Reputationsrisiken für die Gesellschaft
entstehen. Der Eintritt von Reputationsrisiken könnte
zum Abfluss von Kundengeldern und damit zu geringeren
künftigen Erträgen führen. Die Auswirkungen
aus Reputationsrisiken werden in der Risikomessung des
Geschäftsrisikos berücksichtigt.
Zusätzlich wird das Reputationsrisiko in der
Union Investment Gruppe über einen
stakeholderbasierten Ansatz erfasst und gesteuert. Für
jeden Stakeholder wird anhand von quantitativen und
qualitativen Indikatoren eine Einwertung des
Reputationsrisiko-Niveaus vorgenommen. Das
Reputationsrisiko-Niveau der Gesellschaft wird aus den
Werten der relevanten Stakeholder berechnet. Quartalsweise
wird im Rahmen des Risikoberichts über die Einwertung
der Reputation für die relevanten Stakeholder sowie
möglicher Reputationsereignisse an den Vorstand
berichtet. Im Jahresverlauf gab es keine kritischen
Reputationsereignisse.
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko unerwarteter
Verluste durch Ausfall von Gegenparteien. Dementsprechend
werden die Risikokategorien Klassisches Kreditrisiko,
Kontrahenten-, Emittenten-, Verwertungs-, Länder-,
Veritätsrisiko und Ausfallrisiko Rückversicherung
mit den jeweiligen Unterkategorien subsumiert.
Aufgrund des Geschäftsmodells betreibt die Union
Investment Service Bank AG nur das Depot- und das
Finanzkommissionsgeschäft. Das Kreditrisiko der
Gesellschaft ergibt sich im Wesentlichen aus Salden auf
Geschäftskonten bei anderen Instituten und dem Ausfall
von Depotgebühren. Die Quantifizierung des Risikos aus
Salden auf Geschäftskonten orientiert sich am
aufsichtsrechtlichen Kreditrisikostandardansatz (KSA). Der
Risikokapitalbedarf aus dem Ausfall von Depotgebühren
wird mit einem einfachen statistischen Modell ermittelt.
Zum 31.12.2023 wurde ein Risikokapitalbedarf in Höhe
von 0,3 Mio. Euro ausgewiesen. Die Verlustobergrenze belief
sich auf 2,0 Mio. Euro. Im Jahresverlauf lag der
Risikokapitalbedarf jederzeit unterhalb der
Verlustobergrenze.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko ist der Verlust, der
dadurch entstehen kann, dass Geldmittel zur Erfüllung
von Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der
Fälligkeit nicht in ausreichendem Maße zur
Verfügung stehen (Liquiditätsrisiko im engeren
Sinne) oder dass Geldmittel bei Bedarf nur zu erhöhten
Konditionen beschafft werden können
(Refinanzierungsrisiko). Bei den Positionen, aus denen
Liquiditätsrisiken entstehen können, handelt es
sich im Wesentlichen um die Zahlungsverpflichtungen der
Gesellschaft. Der Eintritt von Liquiditätsrisiken
könnte zu Verzögerungen bei der Erfüllung
der Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft führen.
Um dies zu vermeiden, unterliegen die
Liquiditätspositionen einem laufenden
Liquiditätsmanagement. Dabei zielt die aktive Planung
und Steuerung der Liquiditätspositionen darauf ab, die
Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit
sicherzustellen. Im Berichtszeitraum war die
Zahlungsfähigkeit zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Nachhaltigkeitsrisiko
Nachhaltigkeitsrisiken werden im Sinne von Umwelt-,
sozialen oder Governance-Risiken nicht als
eigenständige Risikoart betrachtet, sondern als
Treiber bestehender Risikoarten verstanden, deren Eintreten
- tatsächlich oder potenziell - erhebliche negative
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens
haben kann. Dies schließt klimabezogene Risiken in
Form von physischen Risiken und Transitionsrisiken ein,
aber auch Risiken, die sich aus regulatorischen
Anforderungen mit Klima- oder Nachhaltigkeitsbezug ergeben.
Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden
Nachhaltigkeitsrisiken als Treiber der finanziellen und
nicht-finanziellen Risikoarten berücksichtigt und eine
Betroffenheitsanalyse durchgeführt.
So können Nachhaltigkeitsrisikotreiber
beispielsweise die operationellen Risiken beeinflussen,
indem sich finanzielle Verluste aus
nachhaltigkeitsbedingten Rechtsansprüchen oder im Fall
von Klima- und Umweltereignissen auch aus der
Beeinträchtigung der Geschäftskontinuität
aufgrund extremer Wetterereignisse ergeben. Im Zusammenhang
mit Governance-Risiken können unzureichend
funktionsfähige interne Kontroll- und
Risikomanagementsysteme einen Einfluss auf das
Operationelle Risiko haben.
Nachhaltigkeitsrisikotreiber können auch zu
einer Veränderung der Ertragslage und der
Reputationsrisiken führen, indem sich beispielsweise
eine negative Wirkung auf die Reputation durch Produkte
oder Geschäftsbeziehungen ergibt, die hinsichtlich
klima- und umweltschädlicher Einflüsse kontrovers
von den Stakeholdern gesehen werden. Reputationsrisiken
können darüber hinaus auch aufgrund eines aktiven
nicht nachhaltigen Handelns entstehen oder auch, wenn sich
die Union Investment Gruppe in der Wahrnehmung ihrer
Stakeholder zu passiv verhält und nachhaltiges Handeln
unterlässt.
Die Nachhaltigkeitsrisikotreiber werden wie andere
Risikotreiber implizit in der Risikomessung
berücksichtigt. So werden nachhaltigkeitsgetriebene
operationelle Risiken in den Instrumenten
Verlustdatensammlung, szenariobasiertes Risk Self
Assessment und Risikoindikatoren berücksichtigt und
darüber gesteuert und überwacht. Auch im
Geschäftsrisiko und Reputationsrisiko werden
verschiedene Risikoindikatoren erhoben, die
Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen.
Art und Umfang der Prozesse zur Berücksichtigung
von Nachhaltigkeitsrisiken im Risikomanagementsystem werden
vor dem Hintergrund der aktuellen Umfeldbedingungen
kontinuierlich weiterentwickelt bzw. ergänzt.
3. Zusammenfassende Darstellung der
Risikolage im Berichtszeitraum
Die Ergebnisse der Risikoüberwachung wurden in
den regelmäßigen Sitzungen des Risikoausschusses
der Gesellschaft diskutiert und bei Bedarf Maßnahmen
abgeleitet. Mit den quartalsweisen Risikoberichten und bei
Bedarf durch die Ad-hoc-Eskalation kritischer Sachverhalte
wurde der Vorstand über die risikorelevanten
Sachverhalte informiert. Auf Basis dieser Informationen hat
der Vorstand Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen
und den Aufsichtsrat über die Risikolage der
Gesellschaft in Kenntnis gesetzt. Einzelnen
risikobehafteten Entwicklungen konnte durch gezielte
Maßnahmen der Risikosteuerung begegnet werden.
Im gesamten Geschäftsjahr 2023 traten keine
bestandsgefährdenden Risiken für die Union
Investment Service Bank AG auf. Die Analyse der
Risikotragfähigkeit zeigt keine auffälligen
Entwicklungen, die nicht mit den eingeleiteten
Maßnahmen zu bewältigen waren. Die
Risikotragfähigkeit der Union Investment Service Bank
AG war jederzeit sichergestellt. Alle Verlustobergrenzen
wurden während des Berichtszeitraums eingehalten.
Für geschäftliche und steuerliche Risiken wurden
im Jahresabschluss nach vernünftigem
kaufmännischem Ermessen Rückstellungen gebildet.
Die Zahlungsfähigkeit der Union Investment Service
Bank AG war zu keiner Zeit gefährdet.
III. Prognosebericht
Der Prognosezeitraum bezieht sich auf das
Geschäftsjahr 2024.
Die USB setzt sich auch für 2024 ambitionierte
Ziele.
Vor dem Hintergrund herausfordernder
Umfeldbedingungen - spürbarer Volatilität der
Kapitalmärkte und verschärften
Regulierungsbestrebungen - beabsichtigt die USB, konsequent
Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung zu
nutzen. Dieses Ziel wird allerdings begleitet von hohen
Unsicherheiten im makroökonomischen Umfeld, steigender
Staatsverschuldungen der EU-Länder, Energieverteuerung
und nervösen Konsumentenverhaltens.
Die USB als integrierter Anbieter für
Depotlösungen wird auch 2024 mit einer effizienten
Aufstellung, einem professionellen Omnikanalmanagement
sowie einem bedarfsgerechtem Einsatz von Digitalisierung
und Künstlicher Intelligenz ihren Beitrag für die
Union Investment Gruppe leisten. Insbesondere im Segment
der gehobenen Betreuungskunden ist ein weiterer Ausbau
geplant. Auch 2024 sind von der USB eine hohe
Flexibilität, weiterer Digitalisierungsausbau und
Umsetzungsgeschwindigkeit gefordert, um den Anforderungen
der Banken und Anleger sowie des Gesetzgebers gerecht zu
werden.
Die USB erwartet auch 2024 wieder ein positives
Jahresergebnis, welches leicht über Vorjahresniveau
liegen wird. Bei den Provisionserträgen wird
gegenüber dem Vorjahr ebenfalls ein Anstieg erwartet
(+9 Prozent bzw. +13,1 Mio. Euro auf 162,6 Mio. Euro).
Ertragstreiber sind hier die vereinnahmten Erträge aus
der Depotgebühr sowie die Erträge aus der
Leistungsverrechnung für
Marktbearbeitungsunterstützungstätigkeiten
für die konzernzugehörigen
Investmentgesellschaften. Bei den Verwaltungsaufwendungen
rechnet die USB für das Jahr 2024 gegenüber dem
vorigen Geschäftsjahr mit einer Anstieg der Kosten (+9
Prozent bzw. +13,3 Mio. Euro auf 155,2 Mio. Euro) über
nahezu alle Kostenarten. Die Gesamtanzahl der Kundendepots
wird Ende 2024 voraussichtlich geringfügig höher
gegenüber dem Stand zum Vorjahr liegen.
Die USB und die gesamte Union Investment Gruppe
werden auch im folgenden Berichtsjahr als Kompetenzzentrum
für Asset Management der genossenschaftlichen
Finanz-Gruppe ihren langfristig eingeschlagenen
Entwicklungspfad fortsetzen und sich im Markt für
institutionelle Anleger und für Privatanleger
gleichermaßen erfolgreich positionieren.
Hinsichtlich der Entwicklung der nichtfinanziellen
Indikatoren wird auf das Kapitel B. IV. 3.2 verwiesen.
Frankfurt am Main, den 29.
Januar 2024
Union Investment Service Bank AG
| Name |
| Christoph
Pöhlsen |
| Barbara Resch |
| Bettina Tews |
Bilanz zum 31. Dezember 2023
der Union Investment Service Bank
AG
AKTIVSEITE
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
TEUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1 Barreserve |
|
|
|
|
|
| a) Kassenbestand |
|
|
|
7.272,71 |
8 |
| 2 Forderungen an
Kreditinstitute |
|
|
|
|
|
| a) täglich
fällig |
|
|
314.806.349,65 |
|
250.810 |
| davon an verbundene
Unternehmen |
314.785.179,09 |
(i. Vj. 250.799) |
|
|
|
| b) andere
Forderungen |
|
|
4.779.629,57 |
319.585.979,22 |
2.287 |
| 3 Forderungen an
Kunden |
|
|
|
10.860.707,55 |
11.664 |
| davon an verbundene
Unternehmen |
2.959.824,64 |
(i. Vj. 4.994) |
|
|
|
| 4 Immaterielle
Anlagewerte |
|
|
|
|
|
a) entgeltlich erworbene
Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
|
|
3.068.298,00 |
|
5.276 |
| b) geleistete
Anzahlungen |
|
|
8.222.723,21 |
11.291.021,21 |
5.168 |
| 5 Sachanlagen |
|
|
|
54.568,00 |
68 |
| 6 Sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
|
3.756.595,73 |
3.047 |
| davon an verbundene
Unternehmen |
3.601.573,53 |
(i. Vj. 2.876) |
|
|
|
| 7
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
|
36.750,08 |
37 |
| Summe der Aktiva |
|
|
|
345.592.894,50 |
278.363 |
PASSIVSEITE
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
TEUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1 Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
|
|
|
131.643.879,02 |
99.269 |
| a) täglich
fällig |
|
|
|
|
|
| davon gegenüber
verbundenen Unternehmen |
34.559,80 |
(i. Vj. 36) |
|
|
|
| 2 Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden |
|
|
|
|
|
| a) andere
Verbindlichkeiten |
|
|
|
1.394.934,82 |
1.468 |
| aa) täglich
fällig |
1.394.934,82 |
(i. Vj. 1.468) |
|
|
|
| 3 Sonstige
Verbindlichkeiten |
|
|
|
43.713.408,47 |
25.229 |
| davon gegenüber
verbundenen Unternehmen |
14.553.991,84 |
(i. Vj. 13.779) |
|
|
|
| 4
Rückstellungen |
|
|
|
|
|
| a) Rückstellungen
für Pensionen |
|
|
|
|
|
| und ähnliche
Verpflichtungen |
|
|
5.369.145,73 |
|
5.715 |
| b) andere
Rückstellungen |
|
|
40.356.526,46 |
45.725.672,19 |
33.566 |
| 5 Eigenkapital |
|
|
|
|
|
| a) gezeichnetes
Kapital |
|
|
14.650.000,00 |
|
14.650 |
| b)
Kapitalrücklage |
|
|
|
|
|
| Kapitalrücklage
nach §272 (2) Nr. 4 HGB |
|
|
107.000.000,00 |
|
97.000 |
| c)
Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
| ca) gesetzliche
Rücklage |
|
|
1.465.000,00 |
123.115.000,00 |
1.465 |
| Summe der Passiva |
|
|
|
345.592.894,50 |
278.363 |
Gewinn-
und Verlustrechnung der Union Investment Service Bank
AG
für die Zeit vom 01. Januar bis
31. Dezember 2023
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
TEUR |
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
1 Zinserträge aus
Kredit- und
Geldmarktgeschäften |
|
|
|
4.088.187,21 |
|
311 |
| 2 Zinsaufwendungen |
|
|
|
29.202,38 |
4.058.984,83 |
307 |
| 3
Provisionserträge |
|
|
|
149.568.381,68 |
|
136.885 |
| 4
Provisionsaufwendungen |
|
|
|
6.861.532,80 |
142.706.848,88 |
6.760 |
| 5 Sonstige betriebliche
Erträge |
|
|
|
|
3.739.297,70 |
24.881 |
6 Allgemeine
Verwaltungsaufwendungen |
|
|
|
|
|
|
| a) Personalaufwand |
|
|
|
|
|
|
| aa) Löhne und
Gehälter |
|
|
36.863.642,16 |
|
|
31.192 |
ab) Soziale Abgaben und
Aufwendungen für
Altersversorgung und für
Unterstützung |
|
|
6.455.314,76 |
43.318.956,92 |
|
8.571 |
| darunter: für
Altersversorgung |
1.213.816,07 |
(i. Vj. 3.440) |
|
|
|
|
b) andere
Verwaltungsaufwendungen |
|
|
|
96.243.508,58 |
139.562.465,50 |
100.790 |
7 Abschreibungen und
Wertberichtigungen
auf immaterielle Anlagewerte
und Sachanlagen |
|
|
|
|
2.339.606,41 |
2.920 |
8 Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
|
|
|
|
3.616.831,17 |
6.047 |
9 Abschreibungen und
Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte
Wertpapiere sowie
Zuführungen zu Rückstellungen
im Kreditgeschäft |
|
|
|
|
0,00 |
58 |
10 Erträge aus
Zuschreibungen
zu Forderungen und bestimmten
Wertpapieren sowie aus der
Auflösung von Rückstellungen
im Kreditgeschäft |
|
|
|
|
4.065,65 |
|
11 Ergebnis der normalen
Geschäftstätigkeit |
|
|
|
|
4.990.293,98 |
5.432 |
12 Auf Grund einer
Gewinngemeinschaft, eines
Gewinnabführungs- oder eines
Teilgewinnabführungsvertrags
abgeführte Gewinne |
|
|
|
|
4.990.293,98 |
5.432 |
| 13
Jahresüberschuss |
|
|
|
|
0,00 |
0 |
Anhang
Allgemeine Angaben
Grundlagen zur Aufstellung des
Abschlusses
Der Jahresabschluss ist unter Anwendung der
Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), der Verordnung
über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und
Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie des
Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Die Union Investment Service Bank AG, mit Sitz in
Frankfurt am Main, wird im Registergericht des Amtsgerichts
Frankfurt am Main unter der Registernummer HRB 54979
geführt.
Der Einzelabschluss der Gesellschaft wird in den
Konzernabschluss der Union Asset Management Holding AG,
Frankfurt am Main, einbezogen, die den Konzernabschluss
für den kleinsten Kreis einzubeziehender Unternehmen
aufstellt. Die Union Asset Management Holding AG wird unter
der Nummer HRB 47289 im Handelsregister des Amtsgerichts
Frankfurt am Main geführt. Der Konzernabschluss der
Union Asset Management Holding AG wird in den
Konzernabschluss der DZ BANK AG Deutsche
Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, einbezogen.
Diese stellt den Konzernabschluss für den
größten Kreis einzubeziehender Unternehmen auf
und wird unter der Nummer HRB 45651 im Handelsregister des
Amtsgerichts Frankfurt am Main geführt. Der
Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger
veröffentlicht und ist bei der DZ BANK AG
erhältlich.
Die Union Investment Service Bank AG ist Teil der DZ
BANK Gruppe. In bestimmten Rechtsordnungen, in denen die DZ
BANK Gruppe tätig ist, wurden Gesetze zur globalen
Mindestbesteuerung (BEPS 2.0 Pillar 2) erlassen oder
inhaltlich umgesetzt. In Deutschland erfolgt die Umsetzung
im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU)
2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen
Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen, das
am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt
veröffentlich wurde. Das Gesetz tritt für das am
1. Januar 2024 beginnende Geschäftsjahr des Konzerns
in Kraft. Der Konzern fällt in den Geltungsbereich der
erlassenen oder materiell-rechtlich umgesetzten
Rechtsvorschriften und hat eine Bewertung der potenziellen
Betroffenheit des Konzerns von der globalen
Mindestbesteuerung vorgenommen.
Die Union Investment Service Bank AG ist Teil der
Mindeststeuergruppe gemäß § 3 Abs. 1 MinStG
mit der DZ BANK AG als oberste Muttergesellschaft und
Gruppenträger. Der Gruppenträger schuldet die
Mindeststeuer nach dem MinStG und hat den
Mindeststeuer-Bericht sowie die entsprechende
Steuererklärung im Inland abzugeben. Die DZ BANK
Gruppe erwartet aus Konzernsicht ein lediglich
unwesentliches Ertragsteuerrisiko aus der globalen
Mindestbesteuerung.
Alle Beträge sind gemäß § 244
HGB in Euro angegeben.
Posten der Bilanz oder der Gewinn- und
Verlustrechnung, die keinen Betrag ausweisen, werden nicht
aufgeführt, es sei denn, dass im vorhergehenden
Geschäftsjahr unter diesen Posten ein Betrag
ausgewiesen wurde. Sofern nicht abweichend gekennzeichnet,
sind alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) dargestellt.
Beträge unter 500,00 Euro werden als 0 TEUR angegeben;
sofern ein Posten 0,00 Euro beträgt, wird dieser mit
einem Strich gekennzeichnet. Es wird kaufmännisch
gerundet. Hierdurch können sich bei der Bildung von
Summen und bei der Berechnung von Prozentangaben
geringfügige Abweichungen ergeben.
Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag oder
dem Barwert angesetzt.
Immaterielle Anlagewerte und
Sachanlagen
Die Bilanzierung der immateriellen Anlagewerte und
Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- beziehungsweise
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
lineare Abschreibungen entsprechend der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und soweit
erforderlich um außerplanmäßige
Abschreibungen. Selbständig nutzbare, bewegliche
Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit
Anschaffungskosten von 50,01 Euro bis 800,00 Euro werden im
Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten
bis zu 50,00 Euro sind unmittelbar im Aufwand gebucht.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem
Erfüllungsbetrag passiviert.
Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen sind teilweise über die
VGU e.V. - Versorgungskasse genossenschaftlich orientierter
Unternehmen - und über die R+V Pensionsfonds
Aktiengesellschaft ausfinanziert. Die Bewertung der
Pensionsverpflichtungen erfolgt nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren. Den Berechnungen liegen
aktuelle Sterbe-, Invaliditäts- und
Fluktuationswahrscheinlichkeiten, erwartete Gehalts-,
Anwartschafts- und Rentensteigerungen sowie der
Diskontierungszinssatz zu Grunde, der sich unter
Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelung des § 253
Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit der
Verpflichtungen von 15 Jahren ergibt. Die tatsächlich
verwendeten Parameter sind unter den Erläuterungen zu
den Rückstellungen angegeben. Diese Annahmen
stützen sich auf in der Vergangenheit beobachtete
Entwicklungen und berücksichtigen Erwartungen zur
künftigen Entwicklung des Arbeitsmarkts. Basis
für die Schätzung der durchschnittlichen
Lebenserwartung bilden anerkannte biometrische
Rechnungsgrundlagen (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus
Heubeck).
Die anderen Rückstellungen werden nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in
Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags für
ungewisse Verbindlichkeiten oder für drohende Verluste
aus schwebenden Geschäften gebildet.
Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem
Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Geschäftsjahre abgezinst, der von der Deutschen
Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Erträge
aus der Abzinsung beziehungsweise Aufwendungen aus der
Aufzinsung von Rückstellungen, Erfolge aus der
Änderung der Abzinsungssätze sowie der
Schätzung der Restlaufzeiten werden unter den
Sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise den
Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Bei der
Ermittlung der Aufwendungen und Erträge aus
Aufzinsungs- und Zinsänderungseffekten wird davon
ausgegangen, dass eine Änderung des Abzinsungssatzes
erst zum Ende der Periode eintritt, so dass der
Nominalbetrag der Verpflichtung mit dem Zinssatz zu Beginn
der Periode aufgezinst wird. Entsprechendes gilt für
eine Veränderung des Verpflichtungsumfangs. In Bezug
auf den Verbrauch von Rückstellungen wird die Annahme
getroffen, dass dieser ebenfalls erst zum Ende der
jeweiligen Periode erfolgt.
Fremdwährungsposten
Die Währungsumrechnung erfolgt auf Basis des
§ 340h in Verbindung mit § 256a HGB. Auf fremde
Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten
werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag
umgerechnet. Die Bewertungseffekte aus diesen
Geschäften werden in den Sonstigen betrieblichen
Erträgen beziehungsweise Sonstigen betrieblichen
Aufwendungen ausgewiesen. Handelsgeschäfte werden
nicht getätigt. Erträge und Aufwendungen in
Fremdwährung werden grundsätzlich mit dem
Stichtagskurs zum Zeitpunkt ihrer ergebniswirksamen
Erfassung umgerechnet.
Latente Steuern
Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft der Union
Investment Service Bank AG zum Organträger Union Asset
Management Holding AG werden die latenten Steuern auf die
inländischen temporären Differenzen der Union
Investment Service Bank AG auf Ebene des Organträgers
ausgewiesen, sodass die Anhangangaben zu den latenten
Steuern der Gesellschaft ebenfalls dort erfolgen.
Erläuterungen zur Bilanz
Aktivseite
Forderungen an Kreditinstitute
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Geschäftskonto DZ
Bank |
154.269 |
139.419 |
| Abwicklungskonto
Anteilsscheingeschäft DZ Bank |
160.516 |
111.379 |
| Leistungspauschale Union
Depot Komfort |
2.532 |
476 |
| Auslagerungsgebühr
MeinInvest/VermögenPlus |
1.416 |
1.235 |
| Sonstige |
853 |
587 |
| Gesamt |
319.586 |
253.096 |
Die anderen Forderungen gegenüber
Kreditinstituten haben eine Laufzeit bis zu 3 Monaten.
Forderungen an Kunden
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Depotgebühren
(Vermögenswirksame Leistungen) |
5.006 |
4.742 |
| Leistungsverrechnung
UIG |
2.958 |
4.994 |
| Depotgebühren |
1.390 |
1.435 |
| Rückforderungen an
Kunden |
239 |
266 |
| Sonstige |
1.267 |
227 |
| Gesamt |
10.861 |
11.664 |
Die über ein Jahr valutierenden Forderungen aus
den Depotgebühren (vermögenswirksame Leistungen)
sind entsprechend ihrer jeweiligen Restlaufzeit mit dem
Barwert angesetzt.
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| bis 3 Monate |
7.171 |
7.406 |
| mehr als 3 Monate bis 1
Jahr |
2 |
12 |
| mehr als 1 Jahr bis 5
Jahre |
2.982 |
3.533 |
| mehr als 5 Jahre |
706 |
713 |
| Gesamt |
10.861 |
11.664 |
Entwicklung des
Anlagevermögens
|
Immaterielle
Anlagewerte |
Sachanlagen |
Gesamt |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Historische
Anschaffungskosten zum 01.01.2023 |
49.545 |
151 |
49.696 |
| Zugänge im
Geschäftsjahr |
3.174 |
0 |
3.174 |
| Abgänge im
Geschäftsjahr |
3 |
2 |
5 |
| Umbuchungen im
Geschäftsjahr |
0 |
0 |
0 |
| Anschaffungskosten zum
31.12.2023 |
52.716 |
148 |
52.864 |
| Kumulierte
Abschreibungen zum 01.01.2023 |
39.101 |
83 |
39.184 |
| Abschreibungen des
Geschäftsjahres |
2.327 |
13 |
2.340 |
| Zuschreibungen des
Geschäftsjahres |
0 |
0 |
0 |
| Änderungen aus
Zugängen |
0 |
0 |
0 |
| Änderungen aus
Abgängen |
3 |
2 |
5 |
| Umbuchungen im
Geschäftsjahr |
0 |
0 |
0 |
| Kumulierte
Abschreibungen zum 31.12.2023 |
41.425 |
94 |
41.519 |
| Buchwert zum
31.12.2023 |
11.291 |
55 |
11.346 |
In dem bilanzierten Buchwert der immateriellen
Anlagewerte sind Anzahlungen für selbst geschaffene
immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe
von 3.392 TEuro enthalten. Der ausgewiesene Bilanzwert der
Sachanlagen entspricht vollständig dem Wert der
Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Sonstige
Vermögensgegenstände
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Umsatzsteuerumlage |
3.602 |
2.876 |
| Werbekooperation
Deutsche Post |
137 |
133 |
| Sonstige |
18 |
38 |
| Gesamt |
3.757 |
3.047 |
Passivseite
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
bestehen weitestgehend aus den Provisionsverbindlichkeiten
gegenüber den Vermittlerbanken, die aus dem
Anteilsscheingeschäft sowie aus der
Wertpapierverwahrung in Höhe von 131.644 TEuro
resultieren. In dieser Position sind Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 35
TEuro enthalten.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden
In diesem Posten sind im Wesentlichen die
Provisionsverbindlichkeiten aus Anteilscheinabsatz in
Höhe von 1.248 TEuro gegenüber verbundenen
Unternehmen ausgewiesen.
Sonstige Verbindlichkeiten
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Abgeltungs-, Kirchen-
und Umsatzsteuer - Finanzamt Frankfurt |
28.640 |
10.999 |
| Umsatzsteuer Dezember -
Union Asset Management Holding AG |
7.756 |
7.201 |
| Ergebnisabführung -
Union Asset Management Holding AG |
4.990 |
5.432 |
| Leistungspauschale
UnionDepot Komfort - Union Investment Privatfonds
GmbH |
775 |
106 |
| Leistungsverrechnungen -
Union IT-Services GmbH |
538 |
916 |
| Leistungspauschale
UnionDepot Komfort - Attrax Financial Services
S.A. |
489 |
120 |
| Lohn- und Kirchensteuer
Dezember - Finanzamt Frankfurt |
437 |
379 |
| Sonstige |
88 |
78 |
| Gesamt |
43.713 |
25.229 |
Rückstellungen
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Personalbereich |
30.440 |
25.001 |
| Nicht abgerechnete
Leistungen |
6.314 |
5.824 |
| Depotgebühren |
4.072 |
3.770 |
|
Aufbewahrungspflichten |
3.170 |
3.705 |
| Restrukturierung
(Sachaufwand) |
908 |
- |
| Sonstige |
821 |
982 |
| Gesamt |
45.726 |
39.281 |
Die Rückstellungen im Personalbereich stellen
sich wie folgt dar:
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Altersteilzeit |
13.131 |
11.101 |
| Sonderzahlungen |
6.846 |
5.685 |
| Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
5.369 |
5.715 |
| Restrukturierung
(Personalaufwand) |
2.370 |
- |
| Jubiläum |
1.140 |
1.122 |
|
Urlaubsrückstände und Gleitzeit |
895 |
927 |
| Long Term Incentive Plan
(LTIP) |
418 |
450 |
| Sonstige |
270 |
- |
| Gesamt |
30.440 |
25.001 |
Aufgrund der teilweisen Ausfinanzierung dieser
Verpflichtungen über externe Versorgungsträger
bestehen von Seiten der Gesellschaft keine direkten
Zahlungsverpflichtungen gegenüber früheren
Organmitgliedern.
|
Altersversorgungsverpflichtungen |
Altersteilzeitverpflichtungen |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Erfüllungsbetrag
der Verpflichtung |
18.275 |
16.800 |
15.872 |
13.389 |
| Beizulegender Zeitwert
der verrechneten, teilweise verpfändeten
Vermögensgegenstände |
12.906 |
11.085 |
2.741 |
2.288 |
| Nettoausweis der
Verpflichtungen |
5.369 |
5.715 |
13.131 |
11.101 |
| Der Bewertung zugrunde
gelegte Diskontierungszinssatz gemäß
Vereinfachungsregelung § 253 Abs. 2 Satz 2
HGB |
1,83% |
1,79% |
1,08% |
0,60% |
| Gehaltstrend |
0 - 2,50% |
0 - 2,50% |
2,50% |
2,50% |
| Rententrend |
0 - 2,30% |
0 - 2,50% |
- |
- |
| Anschaffungskosten der
verrechneten, teilweise verpfändeten
Vermögensgegenstände |
3.563 |
3.165 |
2.812 |
2.434 |
| Verrechnete
Aufwendungen |
981 |
918 |
306 |
134 |
| Verrechnete
Erträge |
756 |
618 |
143 |
122 |
Im Berichtsjahr erfolgt analog des Vorjahres ein
Bruttoausweis der Altersversorgungsverpflichtungen. In
Anlehnung an den IDW RH FAB 1.021 werden die
Verpflichtungen nun einheitlich auf der Aktiv- und der
Passivseite bewertet. Hierbei werden die Leistungen, die
von der VGU zu erwarten sind, von den Gesamtleistungen in
Abzug gebracht (Leistungssaldierung). Der Barwert der
verbleibenden Restansprüche wird dann mit den weiteren
Vermögenswerten saldiert, um hieraus den notwendigen
handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag der
Verpflichtungen zu ermitteln.
Investmentfondsanteile, die ausschließlich der
Erfüllung von Schulden aus
Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren
langfristigen Verpflichtungen (hier
Altersteilzeitverpflichtungen) dienen, sind
gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den
entsprechenden Verpflichtungen verrechnet worden.
Gleichermaßen wurde mit den Aufwendungen und
Erträgen aus der Bewertung dieser - teilweise
verpfändeten - Investmentfondsanteile und aus der
Abzinsung der Rückstellungen (in Höhe von 1.285
TEuro) verfahren. Die Bewertung der Investmentfondsanteile
erfolgt zum jeweils aktuellen Rücknahmepreis am
Bilanzstichtag.
Auf Grund der Bewertung der
Altersversorgungsverpflichtungen mit dem anzuwendenden
10-Jahresdurchschnittszinssatz ergibt sich im Vergleich mit
dem 7-Jahresdurch-schnittszinsatz der Vorjahre ein
Unterschiedsbetrag in Höhe von 117 TEuro, der
gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer
Ausschüttungssperre unterliegt.
Infolge der bestehenden ertragsteuerlichen
Organschaft der Gesellschaft zur Organträgerin Union
Asset Management Holding AG und die sich hieraus ergebenden
Erfordernisse der Abführung des Gesamtgewinns in
Übereinstimmung mit denen in § 268 Abs. 8 HGB
geregelten Ausschüttungssperren, kommt die
Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 HGB nicht
zur Anwendung (§ 301 AktG).
Entwicklung des Eigenkapitals
|
Gezeichnetes
Kapital |
Kapitalrücklage |
Gewinnrücklage |
Bilanzgewinn |
Gesamt |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Stand zum
01.01.2023 |
14.650 |
97.000 |
1.465 |
- |
113.115 |
| Zuführung |
- |
10.000 |
- |
- |
10.000 |
| Jahresüberschuss
2023 |
- |
- |
- |
4.990 |
4.990 |
| Gewinnausschüttung
für 2023 |
- |
- |
- |
-4.990 |
-4.990 |
| Stand zum
31.12.2023 |
14.650 |
107.000 |
1.465 |
- |
123.115 |
Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft ist in die Sicherungseinrichtung des
Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und
Raiffeisenbanken e.V. (BVR) einbezogen. Diese Einrichtung
besteht aus einem Garantiefonds und einem Garantieverbund.
Entsprechend ihrer statuarischen Verpflichtung hat die
Union Investment Service Bank AG für etwaige
Bedarfsfälle gegenüber dem BVR zugunsten des
Garantieverbundes eine Garantieerklärung in Höhe
von 1.046 TEuro abgegeben.
Sonstige finanzielle
Verpflichtungen
An sonstigen finanziellen Verpflichtungen
gemäß § 285 Nr.3a HGB bestehen
Verpflichtungen aus KFZ-Leasingverträgen in Höhe
von 243 TEuro.
Fremdwährung
Zum Stichtag bestehen keine auf Fremdwährung
lautenden Vermögensgegenstände und Schulden.
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Provisionserträge
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Leistungsverrechnung
Marktbearbeitungsunterstützung |
105.104 |
92.369 |
| Wertpapierverwahrung -
Depotgebühren |
42.732 |
42.783 |
| Auslagerungsgebühr
VermögenPlus/ MeinInvest |
1.188 |
1.041 |
| Leistungsverrechnung
VisV Depot |
308 |
344 |
| Sonstige |
237 |
348 |
| Gesamt |
149.568 |
136.885 |
Provisionsaufwendungen
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Wertpapierverwahrung -
Lagerstellengebühr |
4.397 |
3.962 |
| Abwicklung
Zahlungsverkehr |
1.728 |
1.725 |
| Wertpapierverwahrung -
Ordergebühr |
616 |
772 |
| Sonstige |
120 |
301 |
| Gesamt |
6.862 |
6.760 |
Sonstige betriebliche Erträge
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Auflösung und
Neubewertung von Rückstellungen |
1.120 |
22.437 |
| Umlage Umsatzsteuer
Vorjahre |
900 |
900 |
| Bankenindividuelle
Steuerung (BIS) |
783 |
484 |
| Gruppeninterne
Leistungs- und Sachkostenverrechnung |
246 |
323 |
| Differenzausgleich
Depotgeschäft |
223 |
- |
| Aufzinsung von
Rückstellungen |
97 |
- |
| Devisenkursgewinne |
0 |
1 |
| Sonstige |
369 |
737 |
| Gesamt |
3.739 |
24.881 |
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
|
Personalaufwendungen |
43.319 |
39.763 |
| Gehälter |
36.864 |
31.192 |
| Aufwendungen für
Altersversorgung und soziale Abgaben |
6.455 |
8.571 |
| Andere
Verwaltungsaufwendungen |
96.244 |
100.790 |
| Leistungsverrechnung
Union Investment Gruppe |
56.488 |
55.754 |
| Bürobetrieb |
27.447 |
32.841 |
| davon Sonstige Fremde
Dienste |
12.554 |
12.741 |
| davon Porto- und
Telekommunikationskosten |
7.519 |
12.607 |
| davon Prüfung und
Beratung |
4.928 |
5.199 |
|
Grundstücksaufwendungen/Raumkosten |
6.643 |
6.378 |
| IT-Kosten |
4.596 |
4.722 |
| übrige sonstige
Aufwendungen |
1.070 |
1.095 |
| Gesamt |
139.562 |
140.553 |
Die Aufwendungen für die gruppeninterne
Leistungsverrechnung resultieren aus der Auslagerung
einzelner Teilbereiche der Gesellschaft auf die
Schwestergesellschaften und an die Muttergesellschaft der
Union Investment Gruppe. Die rechtliche Grundlage bildet
der Konzernrahmenvertrag. Die Aufwendungen beinhalten im
Wesentlichen:
| Tätigkeit |
Gesellschaft |
2023 |
2022 |
|
|
TEUR |
TEUR |
| IT-Dienstleistungen |
Union IT-Services
GmbH |
40.341 |
41.306 |
| Unterstützung
Depotgeschäft |
Attrax Financial
Services S.A. |
8.019 |
6.817 |
| Stabsleistungen |
Union Asset Management
Holding AG |
5.235 |
5.578 |
| Miete Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
Union Asset Management
Holding AG / Union Investment Real Estate GmbH |
1.038 |
1.006 |
| LV Business Service |
Union
Service-Gesellschaft mbH |
1.030 |
1.048 |
| Digitale
Vertriebswege |
Visual Vest GmbH |
825 |
- |
| Gesamt |
|
56.488 |
55.754 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
|
Altersteilzeitverpflichtungen |
3.066 |
5.103 |
| Saldierte Aufwendungen
aus Altersversorgungsverpflichtungen |
225 |
250 |
| Saldierte Aufwendungen
aus Altersteilzeitverpflichtungen |
163 |
12 |
| Kulanzleistungen
Depotgeschäft |
67 |
83 |
| Fehlerbereinigung,
Differenzausgleich Depotgeschäft |
63 |
539 |
| Devisenkursverluste |
1 |
10 |
| Aufzinsung langfristiger
Rückstellungen |
- |
5 |
| Sonstige |
31 |
47 |
| Gesamt |
3.617 |
6.047 |
Sonstige Angaben
Anzahl der durchschnittlich
beschäftigten Mitarbeiter
|
Weiblich |
Männlich |
Gesamt |
|
Vollzeitbeschäftigte |
128,0 |
163,8 |
291,8 |
|
Teilzeitbeschäftigte |
133,5 |
25,8 |
159,3 |
| Gesamt |
261,5 |
189,5 |
451,0 |
Angaben zum
Abschlussprüferhonorar
Auf die Angabe des von dem Abschlussprüfer
berechneten Gesamthonorars wird gemäß § 285
Nr.17 HGB verzichtet.
Bezüge des Aufsichtsrates und der
Geschäftsführung
Die Mitglieder des Aufsichtsrates bezogen im
Berichtsjahr keine Vergütung. Die Bezüge des
Vorstandes betragen im Berichtszeitraum 1.503 TEuro.
Aufsichtsrat
| Name |
Bezeichnung |
Beruf |
| Sonja Albers |
Vorsitzende |
Mitglied des Vorstands,
Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am
Main |
| Dr. Frank Engels |
Stv. Vorsitzender |
Mitglied des Vorstands,
Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am
Main |
| Dr. Daniel
Günnewig |
Mitglied |
Bereichsleiter
Konzernstrategie,
-steuerung und Nachhaltigkeit, Union Asset
Management Holding AG, Frankfurt am Main |
Vorstand
| Name |
Beruf |
| Christoph
Pöhlsen |
Mitglied des
Vorstands |
| Barbara Resch |
Mitglied des
Vorstands |
| Bettina Tews |
Mitglied des
Vorstands |
Mandate des Vorstands
| Name |
Mandatsbezeichnung |
| Barbara Resch |
Mitglied des
Aufsichtsrats der VisualVest GmbH (bis 30.06.2023)
stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats
der Attrax Financial Services S.A. |
| Christoph
Pöhlsen |
Mitglied des
Aufsichtsrats der VisualVest GmbH (seit 1. Juli
2023) |
Anteilseigner
Das Grundkapital der Gesellschaft zum Bilanzstichtag
beträgt 14.650 TEuro. Alleinige Gesellschafterin ist
mit 14.650.000 Stückaktien die Union Asset Management
Holding AG, Weißfrauenstraße 7, 60311 Frankfurt
am Main.
Gewinnverwendungsvorschlag
Gemäß § 1 des bestehenden
Gewinnabführungsvertrags vom 10. Juli 2002 in der
Fassung vom 15. Juni 2020 zwischen der Union Asset
Management Holding AG und der Union Investment Service Bank
AG wird der erzielte Gewinn in Höhe von 4.990 TEuro an
die Muttergesellschaft abgeführt.
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich
nach dem Geschäftsjahresabschluss nicht ereignet.
Datum / Unterschriften
Frankfurt am Main, den 29.
Januar 2024
Union Investment Service Bank AG
| Name |
| Christoph
Pöhlsen |
| Barbara Resch |
| Bettina Tews |
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Union Investment Service Bank
AG, Frankfurt am Main
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Union Investment
Service Bank AG, Frankfurt am Main, - bestehend aus der
Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der Union Investment Service Bank
AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter und des Aufsichtsrats für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen
wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Gesellschaft.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 30.
Januar 2024
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Andre Hütig |
ppa. Claudia Ullmer |
|
Wirtschaftsprüfer |
Wirtschaftsprüferin |
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat ließ sich während des
Geschäftsjahres 2023 in Erfüllung seiner
gesetzlichen und satzungsgemäßen Aufgaben unter
anderem in zwei ordentlichen Sitzungen und durch
Quartalsberichte vom Vorstand über die allgemeine
Geschäftsentwicklung, wichtige Einzelvorgänge und
die personelle Entwicklung berichten. Ereignisse und
Maßnahmen von besonderer Bedeutung wurden vor allem
im Rahmen der turnusmäßigen Sitzungen behandelt.
Soweit notwendig, wurden Einzelfälle gesondert
beraten.
Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den
Lagebericht aufgestellt und dem Abschlussprüfer zur
Prüfung vorgelegt. Durch die Hauptversammlung am 9.
Februar 2023 war die PricewaterhouseCoopers GmbH,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, 60327 Frankfurt am Main, zum
Abschlussprüfer gewählt und anschließend
vom Aufsichtsrat mit der Prüfung beauftragt worden.
Diese Gesellschaft hat den Jahresabschluss und den
Lagebericht geprüft und jeweils einen
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Vom Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts durch den Abschlussprüfer hat der
Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den
Lagebericht und den Vorschlag für die
Ergebnisverwendung geprüft und in Anwesenheit des
Abschlussprüfers über diese Vorlagen verhandelt.
Es ergaben sich keine Einwendungen.
Mit dem Beschluss vom heutigen Tage hat der
Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss
gebilligt, er gilt damit als festgestellt. Der
Jahresabschluss weist ein Ergebnis vor Gewinnabführung
von 5,0 Mio. Euro aus. Gemäß
Gewinnabführungsvertrag vom 31. Mai 2002 in der
Fassung vom 15. Juni 2020 zwischen der Union Investment
Service Bank AG und der Union Asset Management Holding AG
(UMH) wird das Jahresergebnis an die UMH abgeführt.
Zur Überwachung der Qualität der
Abschlussprüfung im Jahr 2023 hat der Aufsichtsrat die
PricewaterhouseCoopers GmbH um einen Qualitätsbericht
gebeten, in dem die von der Prüfungsgesellschaft
getroffenen Prozesse und Maßnahmen zur
Qualitätssicherung, u.a. zur Auftragsannahme und
-fortführung sowie zur unabhängigen
auftragsbegleitenden Qualitätssicherung,
erläutert werden. Außerdem beurteilte der
Aufsichtsrat selbst die Qualität der
Abschlussprüfung anhand der von ihm zuvor
beschlossenen Indikatoren.
Frankfurt am Main, 8.
Februar 2024
Der Aufsichtsrat
Beschlussfassung über die
Feststellung des Jahresabschlusses 2023 und die Verwendung
des Ergebnisses
Die Hauptversammlung der Union Investment Service
Bank AG hat am 08. Februar 2024 den Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr 2023 festgestellt.
Der Jahresüberschuss in Höhe von
4.990.293,98 EUR wurde auf Grundlage eines
Gewinnabführungsvertrags an die Union Asset Management
Holding AG abgeführt.
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