Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Sun Chemical Color Solutions GmbH
Clevischer Ring 180, 51063 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Guido Reimondo Felix-van Dyck seit 4.12.2025 | Geschäftsführer |
Jörg Lücke seit 10.4.2025 | Prokura |
Marcel Bertram seit 11.7.2024 | Prokura |
Kai Sörensen seit 11.7.2024 | Geschäftsführer |
Dirk Marschke seit 25.11.2022 | Prokura |
Martijn Jan Charles Marie Schoonenberg seit 27.10.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Sun Chemical Group Coöperatief U.A. | 89.50% |
Sun Chemical Holding B.V. | 10.50% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sun Chemical Color Solutions GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Sun Chemical Color Solutions GmbH, Köln 1. Grundlagen des Unternehmens Gegenstand der Sun Chemical Color Solutions GmbH (im Folgenden kurz: CS GmbH) ist die Entwicklung, Herstellung, Verarbeitung und der Vertrieb von Erzeugnissen der chemischen Industrie, insbesondere für die Einfärbung und Ausrüstung von Kunststoffen (sogenannte "Masterbatches"). Masterbatches sind Kunststoffadditive in Form von Granulaten mit Gehalten an Farbmitteln und/oder Additiven, die höher sind als in der Endanwendung. Sie werden dem natürlichen Kunststoff (Rohpolymer) zum Einfärben oder zur Veränderung der Eigenschaften beigemischt. Masterbatches erhöhen dabei im Vergleich zu pulverförmigen Zusatzstoffen die technische Prozesssicherheit und sind gut zu verarbeiten. Der Hauptfokus der CS GmbH liegt auf drei Gruppen von Masterbatches: (A) chromatische Masterbatches (farbig), die zum Einfärben von Kunststofferzeugnissen dienen, (B) achromatische Masterbatches (farblos) in schwarz, weiß und den dazwischen liegenden Grauabstufungen und (C) reine Additiv-Masterbatches, die für bestimmte Eigenschaften der Endprodukte sorgen, wie zum Beispiel UV-Stabilisierung. Die Erzeugnisse der CS GmbH finden vorwiegend Einsatz im Bereich des Segments Construction, vor allem in den Subsegmenten Artificial Turf (Kunstrasen) und Profiles (Profile). Der überwiegende Teil der Produkte wird auf europäischen Märkten abgesetzt. Die Gesellschaft betreibt ihre Produktionsanlagen in gemieteten Gebäuden in Köln Mühlheim. Die Anteile der Sun Chemical Color Solutions GmbH werden zu 89,5 % von der Sun Chemical Group Coöperatief U.A., Weesp, Niederlande, gehalten. Die Minderheitenanteile von 10,5 % werden von der Sun Chemical Holding B.V., Weesp, Niederlande, gehalten. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach Aussagen des International Monetary Fund (IMF) am 16.04.2024 war die gesamtwirtschaftliche Lage in 2023 von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und der Inflation geprägt. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) - Wachstum für das Jahr 2023 betrug laut IMF 3,2 %. Das reale BIP in der Europäischen Union (EU-27) stieg im Jahr 2023 um rund 0,4 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Destatis 16.05.2024), in der Eurozone betrug das Wirtschaftswachstum ebenfalls rund 0,4 %. In 2023 lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland preis-bereinigt 0,2 % unter dem Vorjahreswert (Statista vom 24.5.2024). Nach dem Statistischen Bundesamt lag die Inflationsrate in 2023 in Deutschland bei 5,9 % (Vorjahr 7,9 %) (Quelle: Destatis und Eurostat). Für Deutschland wird in 2024 gemäß International Monetary Fund vom 22.10.2024 ein BIP in der Größenordnung von 2023 erwartet, während für 2025 ein BIP-Wachstum von 0,8 % prognostiziert wird. Gemäß Pressemitteilung des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) vom 15.03.2024 war 2023 für die Branche ein schlechtes Jahr. Die chemisch-pharmazeutische Industrie habe das Jahr 2023 mit einem ernüchternden Schlussquartal abgeschlossen. Besonders die fehlenden Aufträge als Folge der schwachen Industrie-konjunktur in Europa und der intensive Wettbewerb führten zu Umsatzrückgängen im In- und Ausland. Weitere Produktionsdrosselungen waren die Folge. Insgesamt ging die Chemie- und Pharmaproduktion um 7,9 % zurück. Rechne man das Pharmageschäft heraus, liege der Rückgang bei 10,4 %. Den Unternehmen fehlten zunehmend die Aufträge, sodass die Kapazitäten der Branche mit durchschnittlich rund 77,2 % nicht ausgelastet waren. Die Umsatzerlöse in Deutschlands chemischpharmazeutischer Industrie lagen in 2023 mit 229,3 Milliarden Euro rund 12,2 % niedriger als in 2022. Nach Einschätzung des VCI vom 10.09.2024 dürfte sich die Auftragslage in der Chemie im Jahresverlauf 2024 verbessern. Angesichts dieser Entwicklung bleibe der VCI bei seiner Prognose von 3,5 % Produktionsplus und 1,5 % Umsatzplus für das Gesamtjahr 2024. Wesentlicher Wachstumstreiber bleibe das Auslandsgeschäft. 3. Ertragslage Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2023 mit 51,2 Millionen Euro um 14,5 % unter dem Vorjahreswert von 59,9 Millionen Euro, was im Wesentlichen auf geringere Absatzmengen zurückzuführen ist. Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von 29,2 Millionen Euro (Vorjahr 34,2 Millionen Euro) mit chromatischen Masterbatches, in Höhe von 17,9 Millionen Euro (Vorjahr 20,4 Millionen Euro) mit achromatischen Masterbatches und in Höhe von 4,1 Millionen Euro (Vorjahr 5,3 Millionen Euro) mit Additiv-Masterbatches erzielt. Die Umsatzerlöse entfielen mit 40,5 Millionen Euro (Vorjahr 46,1 Millionen Euro) auf Europa, davon 16,2 Millionen Euro in Deutschland (Vorjahr 21,4 Millionen Euro). Der Nahe Osten ist mit 7,9 Millionen Euro (Vorjahr 9,4 Millionen Euro) der größte Überseemarkt. Die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss/-fehlbetrag sind bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren, über die das Unternehmen gesteuert wird. Der Materialaufwand betrug 32,8 Millionen Euro (Vorjahr 46,6 Millionen Euro), das entspricht damit 64,1% (Vorjahr 77,9 %) der Umsatzerlöse. Davon entfielen 26,6 Millionen Euro (Vorjahr 39,3 Millionen Euro) auf Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und 6,2 Millionen Euro (Vorjahr 7,4 Millionen Euro) auf Aufwendungen für bezogene Leistungen. Die bezogenen Leistungen betreffen insbesondere Reparaturen und Wartung, Strom, Wasser, Gas, sowie Abfallbeseitigung, von denen Strom und Gas im Vergleich zum Vorjahr etwas günstiger beschafft werden konnten. Es wurde ein Rohgewinn (Umsatzerlöse abzüglich Bestandsveränderung und Materialaufwand) von 15,7 Millionen Euro (Vorjahr 19,6 Millionen Euro) erzielt. Die Rohgewinnmarge beträgt 30,6 % (Vorjahr 32,7 %). Der Personalaufwand lag mit 12,2 Millionen Euro um 12,7 % oder 1,8 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (14,0 Millionen Euro), das entspricht damit 23,9 % (Vorjahr 23,4 %) der Umsatzerlöse. Hierbei wirkt sich die um 0,8 Millionen Euro geringere Zuführung zur Pensionsrückstellung aus. Der Personalaufwand entfiel mit 9,5 Millionen Euro (Vorjahr 10,4 Millionen Euro) auf Löhne und Gehälter und mit 2,7 Millionen Euro (Vorjahr 3,6 Millionen Euro) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug 144 Personen und reduzierte sich damit minimal gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt von 147. Der Personalaufwand je Mitarbeiter belief sich damit im Berichtsjahr auf 85 TEUR (Vorjahr 95 TEUR). Der Umsatz je Mitarbeiter lag mit 356 TEUR deutlich unter dem Vorjahreswert von 407 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 4,9 Millionen Euro (Vorjahr 5,7 Millionen Euro). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden als größte Posten Mietbzw. Leasingkosten von 1,3 Millionen Euro (Vorjahr 0,9 Millionen Euro), Frachtkosten von 0,8 Millionen Euro (Vorjahr 1,4 Millionen Euro) sowie Kosten für Fremdpersonal und andere Leistungen von 0,3 Millionen Euro (Vorjahr 0,8 Millionen Euro) ausgewiesen. Insgesamt ist ein Jahresfehlbetrag von 3,0 Millionen Euro (Vorjahr 0,9 Millionen Euro) entstanden. Die negative Umsatzrentabilität beträgt 5,8 % (Vorjahr 1,5 %). Der Jahresfehlbetrag hat aufgrund von Fixkostenremanenz um 234,9 % zugenommen, während die Umsatzerlöse um 14,5 % abgenommen haben. Im Vorjahreslagebericht wurden für 2023 Umsatzerlöse von 63,0 Millionen Euro und ein Jahresfehlbetrag von 1,5 Millionen Euro prognostiziert. Die Erwartung wurde aufgrund des schwachen Welthandels verfehlt. 4. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt 38,1 Millionen Euro (Vorjahr 46,2 Millionen Euro), davon entfallen 3,5 Millionen Euro (Vorjahr 5,5 Millionen Euro) auf den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag. Die Überschuldungsquote (nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Relation zur Bilanzsumme) beträgt 9,1 % (Vorjahr 11,9 %). Das Anlagevermögen beläuft sich auf 8,7 Millionen Euro (Vorjahr 9,8 Millionen Euro) und das Umlaufvermögen beträgt 25,9 Millionen Euro (Vorjahr 30,8 Millionen Euro). Das Working Capital (kurzfristiges Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten) hat sich von -1,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,9 Millionen Euro verbessert. Die Sachanlagen betragen 8,7 Millionen Euro (Vorjahr 9,8 Millionen Euro) und betreffen überwiegend technische Anlagen und Maschinen und Anlagen im Bau. Die Wertberichtigungsquote Sachanlagen (kumulierte Abschreibungen auf Sachanlagen geteilt durch Anschaffungskosten) beträgt 57,5% (Vorjahr 51,5 %). Die Vorräte reduzierten sich von 20,3 Millionen Euro um 3,9 Millionen Euro (19,2 %) auf 16,4 Millionen Euro, weil durch gezielte Maßnahmen im Produktionsbereich eine Verringerung des Vorratsbestands erreicht wurde. Sie entfallen mit 3,9 Millionen Euro (Vorjahr 5,1 Millionen Euro) auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und mit 12,5 Millionen Euro (Vorjahr 15,2 Millionen Euro) auf fertige Erzeugnisse. Die Vorräte haben sich 2,8-fach (Vorjahr 3,5-fach) umgeschlagen (Umsatzerlöse geteilt durch durchschnittlichen Vorratsbestand). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um 0,9 Million Euro (9,1 %) von 10,4 Millionen Euro auf 9,5 Millionen Euro. Hiervon entfallen 6,2 Millionen Euro (Vorjahr 6,5 Millionen Euro) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Reichweite der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Forderungsbestand x 360 geteilt durch Umsatzerlöse) beträgt 43 Tage (Vorjahr 39 Tage). Die sonstigen Vermögensgegenstände von 3,3 Millionen Euro (Vorjahr 3,9 Millionen Euro) enthalten Kostenerstattungsansprüche in Höhe von 2,4 Millionen Euro (Vorjahr 2,3 Millionen Euro) gegen den Grundstückseigentümer in Zusammenhang mit dem Bau eines Produktionsgebäudes am Standort Köln. Auf der Passivseite liegen die Rückstellungen mit 14,1 Millionen Euro geringfügig über dem Vorjahreswert von 13,8 Millionen Euro. Hiervon entfallen 12,4 Millionen Euro (Vorjahr 11,5 Millionen Euro) auf Pensionsrückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen von 1,7 Millionen Euro (Vorjahr 2,3 Millionen Euro) enthalten ausstehende Rechnungen von 0,9 Millionen Euro (Vorjahr 0,7 Millionen Euro). Die Verbindlichkeiten verringerten sich von 32,4 Millionen Euro um 8,3 Millionen Euro (25,7 %) auf 24,0 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 1,9 Millionen Euro (Vorjahr 2,7 Millionen Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Cash-Pool-Verbindlichkeiten von 20,7 Millionen Euro (Vorjahr 26,3 Millionen Euro) und darüber hinaus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 1,2 Millionen Euro (Vorjahr 3,1 Millionen Euro). 5. Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 ist ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 0,9 Millionen Euro erzielt worden (Vorjahr negativ 4,7 Millionen Euro). Während die Vorratsbestände im Vorjahr um 6,8 Millionen Euro angestiegen waren, sind die Bestände in 2023 um 3,9 Millionen Euro reduziert worden. Dies ist auf Maßnahmen zur Verringerung des Vorratsbestands zurückzuführen. Durch die Abnahme der Mittelbindung in den Vorräten hat sich der Cashflow in 2023 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist mit 0,3 Millionen Euro negativ (Vorjahr 1,2 Millionen Euro) und betrifft Zahlungsabflüsse für Investitionen in Sachanlagen. Die Investitionen in Sachanlagen im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 0,3 Millionen Euro entfielen auf die Verbesserungen von bestehenden Produktionsanlagen, Ersatz von IT-Equipment und Büro- und Geschäftsausstattung. Die Investitionen unterschreiten die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen (1,4 Millionen Euro; Vorjahr 1,1 Millionen Euro). Die Investitionsquote des Sachanlagevermögens (= Investitionen/Abschreibungen) betrug 22,6 % (Vorjahr 113,8 %). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit 0,6 Millionen Euro negativ (Vorjahr 5,9 Millionen Euro) und betrifft mit 5,0 Millionen Euro eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage gemäß 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB durch die Mehrheitsgesellschafterin Sun Chemical Group Coöperatief U.A. Während in 2023 Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von 5,6 Millionen Euro getilgt wurden, waren im Vorjahr Cash- Pool-Kredite in Höhe von 6,0 Millionen Euro aufgenommen worden. Die CS GmbH verfügt über keine Kreditlinien bei Banken. Die Sicherstellung der Liquidität erfolgt über die Teilnahme am Cash-Pool mit verbundenen Unternehmen des internationalen DIC-Konzerns. Gegenüber der Cash-Pool-Führerin Sun Chemical B.V., Weesp, Niederlande, bestehen zum Bilanzstichtag Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von 20,7 Millionen Euro (Vorjahr 26,3 Millionen Euro). Da die Gesellschaft zum Ausgleich der Zahlungsmittelverluste durch die laufende Geschäftstätigkeit auf fortlaufende Zuführung von liquiden Mitteln angewiesen ist, hat die Sun Chemical B.V. Weesp, Niederlande, als Cash-Pool-Führerin mit Wirkung zum 5. Dezember 2024 eine harte Patronatserklärung abgegeben. Darin verpflichtet sich die Sun Chemical B.V., die Sun Chemical Color Solutions GmbH über einen 18-monatigen Zeitraum (bis zum 4. Juni 2026) auf erstes Anfordern mit notwendigen, finanziellen Mitteln bis zu 35 Millionen Euro auszustatten. Hieraus geleistete finanzielle Mittel werden als Darlehen mit einer 5-jährigen Laufzeit gewährt, auf die in Höhe von insgesamt bis zu 10 Millionen Euro der Rangrücktritt im Sinne des § 39 Abs. 2 InsO hinter alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen anderer Gläubiger der Sun Chemical Color Solutions GmbH im Sinne des § 39 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 InsO erklärt wurde. Die Patronatserklärung vom 16. Dezember 2022 und Wirkung zum 15. Februar 2023 wurde aufgehoben. Nach derzeitigem Stand gehen wir davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit damit gesichert ist, sofern die Umsatz- und Ergebnisziele für 2024 und 2025 erreicht werden. Sollten hierüber keine liquiden Mittel verfügbar sein, weil die Cash-Pool-Führerin nicht in der Lage ist, die von ihr gewährten Liquiditätszusagen von bis zu 35 Millionen Euro (Patronatserklärung) einzuhalten oder darüberhinausgehende, zusätzlich benötigte liquide Mittel bereitzustellen, wäre der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet, da die Sun Chemical Color Solutions GmbH über keine anderen Kreditlinien verfügt. 6. Mitarbeiter und Gesellschaft Die CS GmbH möchte Talente für ihr Unternehmen gewinnen, sie halten und dabei unterstützen, sich weiterzuentwickeln. Die Basis dafür ist eine offene Führungskultur, die auf gegenseitigem Vertrauen, Respekt und Leistungsbereitschaft beruht. Die Vergütungen der Mitarbeiter richten sich in Abhängigkeit von der geforderten Qualifikation für den jeweiligen Arbeitsplatz nach den Tarifverträgen der Chemischen Industrie und nach übertariflichen Einstufungen. Mit variablen Entgeltbestandteilen beteiligt die CS GmbH ihre Beschäftigten am Unternehmenserfolg und belohnt persönliche Leistungen. Die Höhe des variablen Anteils wird im Wesentlichen durch den wirtschaftlichen Erfolg der Sun Chemical Gruppe und der individuellen Leistung des Mitarbeiters bestimmt. 7. Chancen und Risikobericht Unter Risiko versteht die CS GmbH jedes Ereignis, welches das Erreichen der kurzfristigen operativen oder der langfristigen strategischen Ziele negativ beeinflussen kann. Als Chancen werden mögliche Erfolge, die über die definierten Ziele hinausgehen, verstanden. Entwicklung der Nachfrage Wesentliche Chancen und Risiken für unser Ergebnis ergeben sich aus der Nachfrage unserer Kunden in wichtigen Abnehmerindustrien wie der Baubranche, Automobilbranche und insbesondere der Kunststoffverarbeitenden Industrie. Diese ist eng verbunden mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Häufig haben unsere Kunden Standorte in anderen Regionen, die wir beliefern, und damit ist auch unser wirtschaftlicher Erfolg zu einem Teil mit der Entwicklung in anderen Regionen verbunden. Wirtschaftspolitische Eingriffe können die Nachfrage ebenfalls kurzfristig beeinflussen. Risiken und Chancen resultieren beispielsweise aus der Zollpolitik von Regierungen in wichtigen Absatzmärkten. Diese können bei größeren Kunden kurzfristig auch zu regionalen Produktionsverlagerungen und Nachfrageveränderungen führen. Die Auswirkungen der vielen Krisenherde zeigen sich insbesondere in dem gesunkenen Verbrauchervertrauen in die Zukunft und damit einhergehend in einer niedrigeren Nachfrage. Inflation und gestiegene Zinsen erhöhen den Druck auf die Kosten und Margen. Wir steuern diesen Entwicklungen mit verschiedenen Maßnahmen entgegen. Projekte zu Effizienz Steigerung, Identifikation von Einsparpotentialen, striktes Preis-/Margenmanagement und identifizieren von neuen Verkaufspotentialen. Wettbewerb Unsere Produkte und Lösungen entwickeln wir fortlaufend weiter, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Wir beobachten den Markt sowie den Wettbewerb und versuchen gezielt, Opportunitäten zu nutzen sowie aufkommenden Risiken mit geeigneten Maßnahmen entgegenzuwirken. Wesentliche Bestandteile unserer Wettbewerbsfähigkeit sind unser permanentes Kostenmanagement und unsere kontinuierliche Prozessoptimierung. Einkauf und Lieferkette Der DIC-Konzern betreibt eine vertikale Beschaffungssicherungsstrategie. Daraus resultiert, dass ein Teil der in den Produktionsbetrieben der CS GmbH eingesetzten Rohstoffe von Unternehmen des DIC-Konzerns geliefert werden. Der wesentlich größere Teil wird extern zugekauft und über den zentralen Einkauf verhandelt. Der zentrale Einkauf koordiniert alle wesentlichen Produktionsmittel, um durch Langzeitverträge Beschaffungsengpässe und Preiserhöhungen zu vermeiden. Single Sourcing Situationen werden so weit wie möglich vermieden. Die Versorgung mit Rohstoffen, die vor dem Übergang in die DIC innerhalb der BASF SE bezogen wurden, ist durch kurz- und langfristige Lieferverträge sichergestellt. Änderungen in diesen Verträgen können Auswirkungen auf die kurzfristige wirtschaftliche Lage haben. Maßnahmen zur Kompensation dieser Effekte werden bei Bedarf getroffen. Dienstleistungen für z.B. Versicherungen, Transporte, Geschäftsreisen, etc. werden ebenfalls weltweit ausgeschrieben, um günstige Mengenrabatte auszunutzen und andererseits branchen- oder länderspezifische Risiken zu vermeiden. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage am Anfang von 2023 reduzierten sich die Preise wesentlicher Rohstoffe. Die Versorgungslage ist bei einzelnen Rohstoffen und Zwischenprodukten angespannt, so dass nicht alle eingegangenen Aufträge abgearbeitet werden können, dies hat auch Auswirkungen. auf den Preis. Eine schnelle, spürbare Erholung lässt weiter auf sich warten. Produktion und Investitionen Ungeplante Anlagenabstellungen versuchen wir durch die Einhaltung hoher technischer Standards und eine kontinuierliche Verbesserung unserer Anlagen zu vermeiden. Das Risiko eines mehrwöchigen Produktionsausfalls ist durch ständige Wartung und Instandhaltung der Anlagen sowie Bevorratung wichtiger Ersatzteile als niedrig einzuschätzen. Im Falle einer Produktionsunterbrechung infolge eines Unfallereignisses bestehen abhängig vom Umfang der Auswirkungen unsere globalen, regionalen oder lokalen Notfallkonzepte und Krisenmanagement-Strukturen. Geeignete Maßnahmen werden umgehend unter Einbeziehung lokaler Notfalleinheiten in die Wege geleitet, um sofortige Schadensbegrenzung zu erreichen und mögliche Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Anlagen zu minimieren. Kurzfristige Risiken für Investitionen können zum Beispiel aus technischen Störungen sowie Kosten- und Terminüberschreitungen resultieren. Diesen begegnen wir durch ein erfahrenes Projektmanagement und -controlling. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Als Teil des Cash-Pools des DIC-Konzerns hat die CS GmbH Zugang zu liquiden Mitteln. Die DIC-konzernweiten Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken werden zentral von der internationalen Konzernobergesellschaft gesteuert und abgesichert. Die CS GmbH ist in die zentrale DIC-Liquiditätsplanung einbezogen. Insofern besteht in dieser Beziehung eine Abhängigkeit von anderen verbundenen Unternehmen des DIC-Konzerns. Die DIC Corporation wird von JCR (Japanese Credit Rating Agency) auf A geratet (Einstufung vom 12. Juli 2024), dies ist vergleichbar mit einer Moodys Bewertung von A2. Aus diesem Grund wird das Bonitätsrisiko aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen von der Geschäftsführung als gering eingestuft. Intern besteht für alle Konzernfirmen ein Cash Management System, in dem monatlich automatisch alle internen Forderungen und Verbindlichkeiten verrechnet werden. Fremdkundenspezifisch wird das Bonitätsrisiko durch ein striktes Kredit- und Forderungsmanagement in Verbindung mit dem Außendienst begrenzt, so dass die aus einer Veränderung der Geschäftssituation der Kunden ergebenden Risiken frühzeitig erkannt werden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen existieren nur in untergeordnetem Umfang. Rekrutierung und langfristige Bindung qualifizierter Mitarbeiter Bei der Rekrutierung und langfristigen Bindung qualifizierter Mitarbeiter sieht sich CS GmbH auch als lokale Gesellschaft gefordert. Einer steigenden Zahl von Renteneintritten bei CS GmbH steht eine rückläufige Anzahl an Schulabsolventen in der Region gegenüber. Damit erhöht sich das Risiko, dass offene Stellen, insbesondere im Produktionsbereich, nicht oder nur verzögert mit geeigneten Bewerbern besetzt werden können. Diesem Risiko wird mit Maßnahmen zur Einbeziehung von Vielfalt, Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung sowie zur stärkeren Positionierung unserer Arbeitgebermarke begegnet. Umwelt und Sicherheit In regelmäßigen Abständen werden zum einen alle Umwelteinflüsse auf Einhaltung der gesetzlichen und teilweise noch schärferen internen Vorschriften kontrolliert, sowie zum anderen alle die Gesundheit der Mitarbeiter betreffenden Risiken überprüft. Bei der Kontrolle der Umwelteinflüsse wird vor allem auf die Einhaltung der Abluftemissionsdaten und auf die Explosionsgefährdung (so genannte ATEX-Prüfungen) geachtet. Die CS GmbH fördert die Gesundheit ihrer Mitarbeiter umfassend. Neben den obligatorischen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen werden standortweite Gesundheitsaktionen und individuelle gesundheitliche Beratung angeboten. Bei der Überprüfung der Gesundheitsgefährdung gibt es neben der Auswertung von Unfallberichten im Wesentlichen Analysen der Gründe von Beinahe-Unfällen. Außerdem wird das Unfallbewusstsein der Mitarbeiter durch regelmäßige Schulungen und durch großflächige Bekanntmachung der unfallfreien Tage und Abteilungen geschärft. Sollten dennoch Ereignisse auftreten, besteht ein bewährtes Vorgehen für den sofortigen Umgang mit Ereignissen, der Ereignismeldung, der Ursachenanalyse und Kommunikation der nächsten Schritte, Ergebnisse und Erfahrungen, welche zur Vermeidung von Ereignissen beitragen. Gesamtbewertung Wesentliche Chancen und Risiken für unser Ergebnis ergeben sich aus der Produktionsentwicklung in wichtigen Abnehmerindustrien wie die Baubranche, Automobilbranche und insbesondere der Kunststoffverarbeitenden Industrie. Risiken resultieren im Wesentlichen aus fortdauernden Rohstoffpreisschwankungen und Energiekostensteigerungen, die maßgeblich von der Entwicklung geo- und handelspolitischer Konflikte, insbesondere in der Ukraine, China oder USA, beeinflusst werden. Zum Ausgleich der Zahlungsmittelverluste durch die laufende Geschäftstätigkeit benötigt die CS GmbH Zugriff auf liquide Mittel im Rahmen des Cash-Pools unter Führung der Sun Chemical B.V., Weesp, Niederlande. Sollten hierüber keine liquiden Mittel verfügbar sein, weil die Cash-Pool-Führerin nicht in der Lage ist, die von ihr gewährten Liquiditätszusagen von bis zu 35 Millionen Euro einzuhalten oder darüberhinausgehende, zusätzlich benötigte liquide Mittel bereitzustellen, wäre der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet, da die Sun Chemical Color Solutions GmbH über keine anderen Kreditlinien verfügt. Letztlich verbleiben jedoch bei allen unternehmerischen Aktivitäten Restrisiken, die auch durch ein umfassendes Risikomanagement nicht ausgeschlossen werden können. 8. Prognosebericht Mit Wirkung zum 01. Juli 2024 hat Kai Sörensen die Geschäftsführung von Thomas Sattler übernommen und verantwortet fortan alle Ressorts. Wir betrachten die Situation der Gesellschaft sehr aufmerksam und bewerten die Lage ständig neu. Es werden alle Möglichkeiten in Erwägung gezogen, um Kosteneinsparungspotenziale aufzudecken und Chancen zur Produktionsentwicklung und auch organisatorische Optimierungen umzusetzen. Ausgehend vom bisherigen Geschäftsverlauf erwarten wir für 2024 Umsatzerlöse in der Größenordnung von ca. 42,0 Millionen Euro und eine Erhöhung des Jahresfehlbetrages auf ca. 6,8 Millionen Euro. Für das Jahr 2025 erwarten wir ein Umsatzwachstum von ca. 20 %, so dass wir rund 51,0 Millionen Euro und eine entsprechende Minderung des Jahresfehlbetrags auf ca. 3,5 Millionen Euro geplant haben.
Köln, den 12. Dezember 2024 Die Geschäftsführung Kai Sörensen Martijn Schoonenberg BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Sun Chemical Color Solutions GmbH, Köln 1. Allgemeine Erläuterungen Die Sun Chemical Color Solutions GmbH ist eine beim Amtsgericht Köln unter der Registernummer HRB 61811 eingetragene GmbH mit Sitz Clevischer Ring 180, 51063 Köln. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Sun Chemical Color Solutions GmbH ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Die Anteile der Sun Chemical Color Solutions GmbH werden zu 89,5% von der Sun Chemical Group Coöperatief U.A., Weesp, Niederlande, gehalten. Die Minderheitenanteile von 10,5% werden von der Sun Chemical Holding B.V., Weesp, Niederlande, gehalten. Da die Gesellschaft zum Ausgleich der Zahlungsmittelverluste durch die laufende Geschäftstätigkeit auf fortlaufende Zuführung von liquiden Mitteln angewiesen ist, hat die Sun Chemical B.V. Weesp, Niederlande, als Cash-Pool-Führerin mit Wirkung zum 5. Dezember 2024 eine harte Patronatserklärung abgegeben. Darin verpflichtet sich die Sun Chemical B.V., die Sun Chemical Color Solutions GmbH über einen 18-monatigen Zeitraum (bis zum 4. Juni 2026) auf erstes Anfordern mit notwendigen, finanziellen Mitteln bis zu 35 Millionen Euro auszustatten. Hieraus geleistete finanzielle Mittel werden als Darlehen mit einer 5-jährigen Laufzeit gewährt, auf die in Höhe von insgesamt bis zu 10 Millionen Euro der Rangrücktritt im Sinne des § 39 Abs. 2 InsO hinter alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen anderer Gläubiger der Sun Chemical Color Solutions GmbH im Sinne des § 39 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 InsO erklärt wurde. Die Patronatserklärung vom 16. Dezember 2022 und Wirkung zum 15. Februar 2023 wurde aufgehoben. Nach derzeitigem Stand gehen wir davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit damit gesichert ist, sofern die Umsatz- und Ergebnisziele für 2024 und 2025 erreicht werden. Sollten hierüber keine liquiden Mittel verfügbar sein, weil die Cash-Pool-Führerin nicht in der Lage ist, die von ihr gewährten Liquiditätszusagen von bis zu 35 Millionen Euro (Patronatserklärung) einzuhalten oder darüberhinausgehende, zusätzlich benötigte liquide Mittel bereitzustellen, wäre der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet, da die Sun Chemical Color Solutions GmbH über keine anderen Kreditlinien verfügt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die im Berichtszeitraum zugegangenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zeitanteilig nach der linearen Methode abgeschrieben worden. Die betriebsindividuelle, wirtschaftliche Nutzungsdauer beträgt für Softwarelizenzen drei Jahre, für Lizenzen, Patente, Know-how und sonstige Rechte fünf bis zehn Jahre. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsindividuelle Nutzungsdauer bewertet. Zugänge, deren Anschaffungskosten EUR 250, aber nicht EUR 800, übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Gegenstände, deren Anschaffungskosten EUR 250 nicht übersteigen, werden direkt im Aufwand erfasst. Die Abschreibung erfolgt linear. Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen, betriebsindividuellen, wirtschaftlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagegruppen. Die durchschnittliche Abschreibungsdauer beträgt für Einbauten in fremden Gebäuden zehn Jahre, technische Anlagen und Maschinen fünf Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung fünf Jahre. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren, beizulegenden Wert vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder zu den niedrigeren voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlösen abzüglich bis zum Verkauf noch anfallender Kosten angesetzt. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Rohstoffe sowie der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden überwiegend nach der Lifo-Verbrauchsfolgemethode, bei Hilfs- und Betriebsstoffen überwiegend nach der Durchschnittskostenmethode ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung des jeweiligen Produktionsbereichs bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen. Ebenso wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, in den Herstellungskosten erfasst. Finanzierungskosten sowie Kosten für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersversorgung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen und Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos angesetzt. Forderungen, die auf fremde Währungen lauten, werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Forderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden am Bilanzstichtag einheitlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Umrechnung am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs nur dann, wenn sich hieraus niedrigere Forderungen ergeben. Latente Steuern werden für Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren und sich daraus Steuerbelastungen oder -entlastungen ergeben. Verlustvorträge werden berücksichtigt, insoweit eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird der kombinierte Ertragsteuersatz von 30,0%. zu Grunde gelegt. Dieser enthält neben der Körperschaftsteuer von 15,0% und dem darauf zu entrichtenden Solidaritätszuschlag von 5,5% den durchschnittlichen Gewerbesteuersatz in Höhe von 14,1%. Nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ergibt sich ein latenter Steueranspruch, der im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei Pensionsrückstellungen resultiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer insgesamt bestehenden Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Der Erfüllungsbetrag von Pensionsverpflichtungen wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Pensionsverpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren, also 1,82% (Vorjahr: 1,78%) p.a. abgezinst. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sowie Aufwendungen und Erträge aus Zinssatzänderungen werden jeweils gesondert unter den Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sowie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren beträgt 1,74% (Vorjahr: 1,44%). Der Berechnung liegt die Annahme eines Rententrends von 2,00% (Vorjahr: 2,00%) p.a. und eines Gehaltstrends von unverändert zum Vorjahr 2,50% zugrunde. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2018G). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank, abgezinst. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der sonstigen Rückstellungen sowie Aufwendungen und Erträge aus Zinssatzänderungen werden jeweils gesondert unter den Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sowie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die Rückstellung für zukünftige Jubiläumszahlungen wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Hierbei wurden der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,74% (Vorjahr: 1,44%) angewendet und erwartete Entgeltsteigerungen von unverändert zum Vorjahr 2,5% berücksichtigt. Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Guthaben auf Zeitwertkonten dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Im Rahmen der Vermögens- und Schuldenverrechnung werden sich nach Saldierung der Verpflichtungen aus Guthaben von Zeitwertkonten mit dem Deckungsvermögen ergebende Verpflichtungsüberhänge unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Bei einem Überhang der Vermögensgegenstände erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Bei Zeitwertkonten werden Erträge und Aufwendungen aus den Vermögensgegenständen mit den Erträgen und Aufwendungen der entsprechenden Verpflichtung saldiert. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten, die auf fremde Währungen lauten, werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden am Bilanzstichtag einheitlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Umrechnung am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs nur dann, wenn sich hieraus höhere Verbindlichkeiten ergeben. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der Anschaffungskosten und Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Kostenerstattungsansprüche in Höhe von TEUR 2.358 (Vorjahr: TEUR 2.298) gegen den Grundstückseigentümer in Zusammenhang mit dem Bau eines Produktionsgebäudes am Standort Köln. Die Mehrheitsgesellschafterin Sun Chemical Group Coöperatief U.A. hat in 2023 eine Zuzahlung von TEUR 5.000 in die Kapitalrücklage gemäß 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB geleistet. Bei Anwendung des 7-Jahres Durchschnittszinssatzes hätte sich zum 31.12.2023 eine um TEUR 169 höhere Pensionsrückstellung ergeben. Der Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 2. i.V.m. Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Die sonstigen Rückstellungen enthalten als wesentliche Posten ausstehende Rechnungen von TEUR 898 (Vorjahr: TEUR 689) und Personalrückstellungen von TEUR 429 (Vorjahr: TEUR 970). Den Verpflichtungen aus Guthaben auf Zeitwertkonten von TEUR 1.516 steht ein Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 1.497 gegenüber, so dass sich ein Verpflichtungsüberhang in Höhe von TEUR 18 ergibt. Alle Verbindlichkeiten haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Cash-Pool-Verbindlichkeiten von TEUR 20.706 (Vorjahr: TEUR 26.324) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.189 (Vorjahr: TEUR 3.108). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 120). Es liegen keine Haftungsverhältnisse vor. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beläuft sich auf TEUR 1.215 und betrifft mit TEUR 1.085 den Pachtvertrag für das Pachtobjekt in 51063 Köln-Mühlheim, Clevischer Ring 180 und darüber hinaus Leasingverträge für Fahrzeuge. Davon sind TEUR 598 innerhalb von 1 Jahr und TEUR 617 innerhalb von 2 bis 5 Jahren fällig. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse teilen sich nach den Absatzmärkten wie folgt auf, Europa TEUR 40.502 (Vorjahr: TEUR 46.120), davon Deutschland TEUR 16.248 Vorjahr: TEUR 21.428), Naher Osten TEUR 7.903 (Vorjahr: 9.398), Asien, Pazifischer Raum TEUR 992 (Vorjahr: TEUR 2.648), Nordamerika TEUR 1.026 (Vorjahr: 1.293) und sonstige Regionen TEUR 695 (Vorjahr: TEUR 412). Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von TEUR 29.180 (Vorjahr: TEUR 34.215) mit chromatischen Masterbatches, in Höhe von TEUR 17.902 (Vorjahr: TEUR 20.372) mit achromatischen Masterbatches und in Höhe von TEUR 4.128 (Vorjahr: TEUR 5.284) mit Additiv-Masterbatches erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten (periodenfremde) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 588; Vorjahr: TEUR 294) und Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 12; Vorjahr: TEUR 25). Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung i.H.v. TEUR 938 (Vorjahr: TEUR 1.750) enthalten. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden als größte Posten Miet- bzw. Leasingkosten in Höhe von TEUR 1.270 (Vorjahr: TEUR 897), Frachtkosten in Höhe von TEUR 838 (Vorjahr: TEUR 1.425), sowie Kosten für Fremdpersonal und andere Leistungen in Höhe von TEUR 306 (Vorjahr: TEUR 761) ausgewiesen. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 22). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 363) die Aufzinsung der Rückstellung für Pensionen und der sonstigen Rückstellungen. Die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 842 (Vorjahr: TEUR 84). Die Erträge aus dem Deckungsvermögen für Verpflichtungen aus Guthaben auf Zeitwertkonten in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 18) wurden mit den entsprechenden Aufwendungen in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 18) saldiert. 5. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer beträgt 144 (Vorjahr: 147) Personen. Davon entfallen 127 (Vorjahr: 130) auf tarifliche Mitarbeiter, 17 (Vorjahr: 17) auf außertarifliche Mitarbeiter. Mitglieder der Geschäftsführung sind: Thomas Sattler, alle Ressorts, bis 30. Juni 2024 Kai Sörensen, alle Ressorts, seit 1. Juli 2024 Martijn Schoonenberg, keine Ressortverantwortung, Assistant General Counsel & Company Secretary Sun Chemical Group Coöperatief U.A., Weesp, Niederlande und Sun Chemical Holding B.V., Weesp, Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 60 und entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen. Angaben zum Konzernabschluss Die Sun Chemical Color Solutions GmbH wird in den Konzernabschluss der DIC Corporation, Tokio, Japan, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss der DIC Corporation wird unter der Nummer 4631 bei dem Ministry of Finance Local Finance Bureaus, Tokio, Japan, offengelegt und ist auf der Internetseite www.dic.co.jp als Download erhältlich. Die DIC Corporation, Tokio, Japan, ist an der Börse im Nikkei 225 Index mit ISIN 349340000 gelistet. Angaben zur Mindestbesteuerung Die DIC Corporation erzielt Konzernumsatzerlöse oberhalb des Schwellenwerts von 750,0 Millionen Euro und unterliegt damit den OECD-Modellregelungen des Pillar Two zur Mindestbesteuerung. Die Pillar Two-Gesetzgebung ist in Deutschland am 1. Januar 2024 in Kraft getreten. Aufgrund der am deutschen Unternehmenssitz geltenden Steuersätze geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Steuerbelastung mindestens 15,0% beträgt und die tatbestandsauslösende Steuerbelastung von weniger als 15,0% (sog. "Effective Tax Rate") somit nicht vorliegt. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Bilanzstichtag Mit Wirkung zum 1. Juli 2024 hat Kai Sörensen die Geschäftsführung von Thomas Sattler übernommen und verantwortet fortan alle Ressorts. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben, haben sich nicht ereignet.
Köln, den 12. Dezember 2024 Die Geschäftsführung Kai Sörensen Martijn Schoonenberg Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sun Chemical Color Solutions GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sun Chemical Color Solutions GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sun Chemical Color Solutions GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe in (1) "Allgemeine Erläuterungen" im Anhang sowie den Abschnitt 5 "Finanzlage" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft zum Ausgleich der Zahlungsmittelverluste durch die laufende Geschäftstätigkeit auf fortlaufende Zuführung von liquiden Mitteln angewiesen ist. Sollte die Sun Chemical B.V. Weesp, Niederlande, als Cash-Pool-Führerin nicht in der Lage sein, die von ihr gewährten Liquiditätszusagen von bis zu Mio. EUR 35,0 einzuhalten oder darüber hinausgehende, zusätzlich benötigte liquide Mittel bereitzustellen, wäre der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet, da die Sun Chemical Color Solutions GmbH über keine anderen Kreditlinien verfügt. Wie in der Angabe im Anhang und im Abschnitt im Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 12. Dezember 2024 Deloitte
GmbH
Thomas Ludwig, Wirtschaftsprüfer Rainer Wiesner, Wirtschaftsprüfer |
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