FleetCompany GmbH
Keltenring 13, 82041 Oberhaching, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Gregor Levko seit 24.2.2025 | Prokura |
Sebastian Reschke seit 21.3.2022 | Prokura |
Steffen Schick seit 4.2.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Faubourg Holding 2 SAS | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FleetCompany GmbHOberhachingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FleetCompany GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FleetCompany GmbH, Oberhaching - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FleetCompany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt "Prognosebericht" des Lageberichts, welche Ausführungen zur Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung der Gesellschaft beschreiben. Die gesetzlichen Vertreter führen hier aus, dass zur Beurteilung der weiteren Fortführung des Unternehmens die vorhandene mittelfristige Planung im Rahmen eines Management Forecast im Zuge der Jahresabschlusserstellung aktualisiert wurde. Die Gesellschaft wird dabei mindestens bis zum Ende des Jahres 2026 durchgehend negative Jahresfehlbeträge erzielen. Durch die im Geschäftsjahr 2023 durchgeführten liquiditätswirksamen Kapitalerhöhungen ist eine Abdeckung der Liquiditätsanforderungen bis ca. J uni/J uli 2025 aus heutiger Sicht gerade sichergestellt, dies aber auch nur, wenn zwischenzeitlich keine liquiditätswirksamen Kapitalrückzahlungen vorgenommen werden. Des Weiteren führt die Planung bedingt durch die Jahresfehlbeträge dazu, dass bis ca. Ende 2025 / Anfang 2026 die regulatorischen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung nicht mehr erfüllt werden und weiterhin im ersten Halbjahr 2026 das bilanzielle Eigenkapital vollständig aufgezehrt ist. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den J ahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der J ahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des J ahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des J ahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der J ahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem J ahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum J ahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses J ahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 7. J uni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Koch, Wirtschaftsprüfer Hölscher, Wirtschaftsprüfer Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023der FleetCompany GmbHAktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023(1) Allgemeine Angaben Die FleetCompany GmbH mit Sitz in Oberhaching ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 199835). Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde unter Berücksichtigung der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld Institute (RechZahlV) und nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (§ 340 Abs. 5 HGB i.V.m. § 1 Abs. 3 ZAG). Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Going Concern Prämisse. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Formblättern der RechZahlV. In den nachfolgenden Anhangangaben wird zwischen verbundenen und nahestehenden Unternehmen unterschieden. Verbundene Unternehmen sind solche, über die die FleetCompany GmbH direkt oder indirekt die Kontrolle ausübt. Diese sind im Einzelnen die unter (3) "Anteile an verbundenen Unternehmen" aufgeführten Unternehmen. Nahestehende Unternehmen sind solche, mit denen direkt oder indirekt ein Beteiligungsverhältnis besteht, die FleetCompany GmbH aber keine Kontrolle ausübt. Dies betrifft im Wesentlichen die TÜV SÜD Aktiengesellschaft und ihre Tochterunternehmen und die Volkswagen Financial Services Aktiengesellschaft und ihre Tochterunternehmen. (2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB und ergänzend nach denjenigen der §§ 340 ff. HGB bewertet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr kam entsprechend § 256a HGB das Realisations- und das Imparitätsprinzip sowie das Anschaffungskostenprinzip nicht zur Anwendung. Die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die Bemessung der Wertberichtigungen erfolgt stufenweise unter Einbeziehung der Überfälligkeit auf Kundenebene. Darüber hinaus werden für latente Ausfallrisiken Wertberichtigungen prozentual vom Forderungsvolumen gebildet. Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen bzw. niedrigeren beizulegenden Zeitwerten nach dem gemilderten Niederstwertprinzip angesetzt. Immaterielle Anlagewerte werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und linear pro rata temporis in längstens acht Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes, welche zum Aktivierungszeitpunkt basierend auf internen Schätzungen über den Nutzungsverlauf abgeleitet wurde, beträgt zehn Jahre. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bewegliche und unbewegliche, der Abnutzung unterliegende Anlagegüter werden in längstens 25 Jahren linear pro rata temporis abgeschrieben. Für Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250 bis EUR 1.000 wurde ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Die geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten unter EUR 250 werden sofort als Aufwand gebucht. Auf Gegenstände des Anlagevermögens werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sollten die Gründe für die Wertminderung nicht mehr bestehen, erfolgt - mit Ausnahme bei Geschäfts- oder Firmenwerten - eine Wertaufholung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Höhe der geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Höhe der erhaltenen Einzahlungen gebildet, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Steuerlatenzen entfallen auf die Bilanzposten Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Rückstellungen. Eine Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. (3) Erläuterungen zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 14.314 (Vorjahr TEUR 10.483) sind täglich bzw. kurzfristig fällig. Täglich fällige Forderungen bestehen in Höhe von TEUR 9.314 (Vorjahr TEUR 10.483). Forderungen in Höhe von TEUR 5.000 (Vorjahr TEUR 0) sind nicht täglich fällig und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Monat. Es bestehen keine Treuhandkonten. Die Forderungen in fremder Währung betragen TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 112). Forderungen an Kunden Alle Forderungen an Kunden haben Restlaufzeiten bis zu drei Monaten. Den Forderungen an Kunden aus Zahlungsdiensten in Höhe von TEUR 19.205 (Vorjahr TEUR 25.782) stehen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie sonstige Verbindlichkeiten (jeweils aus Zahlungsdiensten) gegenüber (siehe Erläuterungen zu den jeweiligen Positionen), eine Kreditierung der Forderungen aus Zahlungsdiensten erfolgt insofern nicht. Fremdwährungsforderungen bestehen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 187 (Vorjahr TEUR 224). Anteile an verbundenen Unternehmen Die FleetCompany GmbH ist zum 31. Dezember 2023 an folgenden Gesellschaften beteiligt:
1) unmittelbare Beteiligung
Die Angaben zu den Gesellschaften betreffen deren vorläufige Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2023. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens und der immateriellen Anlagewerte ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Sämtliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind selbstgenutzt. Im Berichtsjahr wurde der Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen einer außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.164 vollständig abgeschrieben. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber der Volkswagen Financial Services in Höhe von TEUR 6.008, der Fleet Logistics International N.V. aus einer Kapitalherabsetzung in Höhe von TEUR 1.100 (Vorjahr TEUR 0), der Abgrenzung von Provisionserträgen aus Netzwerkmanagement in Höhe von TEUR 580 (Vorjahr TEUR 240) sowie Forderungen aus debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 505 (Vorjahr TEUR 231). Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich wie folgt zusammen:
Bei den permanenten Liquiditätsvorschüssen handelt es sich um Anzahlungen unserer Anschlusskunden zur laufenden Abwicklung von Zahlungsvorgängen. Diesen stehen Forderungen aus Zahlungsabwicklung in Höhe von TEUR 19.205 (Vorjahr TEUR 25.782) gegenüber. Die Liquiditätsvorschüsse bestehen üblicherweise über die gesamte Vertragslaufzeit des Anschlusskunden und werden mit Vertragsende zur Verrechnung mit der Kundenforderung bzw. zur Auszahlung eines etwaigen Überschussbetrags fällig. Die Restlaufzeiten der permanente Liquiditätsvorschüsse (TEUR 15.491) teilen sich wie folgt auf:
Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen und haben, sofern nichts anderes vermerkt ist, Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr:
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten auf Fremdwährung in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr TEUR 147). Rückstellungen Die Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:
Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe einbezahlt. Im Geschäftsjahr erfolgten Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 16.500. Unwiderrufliche Kreditzusagen Unwiderrufliche Kreditzusagen bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr keine. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr keine. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Leasing- und Mietverträgen betragen TEUR 1.308 (Vorjahr TEUR 1.735). Auf das Geschäftsjahr 2023 entfallen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 457 (Vorjahr TEUR 482). (4) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinserträge Die Zinserträge (TEUR 321) beinhalten im Wesentlichen Zinsgutschriften aus der Anlage liquider Mittel (TEUR 266) und Verzugszinsen für überfällige Forderungen von Kunden (TEUR 54). In Höhe von TEUR 160 sind die Zinserträge aus Geschäften mit Nahestehenden entstanden. Die Zinserträge sind vollständig in Deutschland entstanden. Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen (TEUR 41) beinhalten Zinszahlungen zu den unter Sonstige Verbindlichkeiten erläuterten Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Nahestehenden in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr TEUR 70). Laufende Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen Die Erträge (TEUR 123) resultieren aus einer Dividendenausschüttung der Fleet Logistics International N.V., Vilvoorde/Belgien. Provisionserträge Die Provisionserträge (TEUR 30.904) resultieren im Wesentlichen aus den Dienstleistungsentgelten unserer Kunden und gliedern sich in folgende geographische Märkte:
Die Provisionserträge aus Zahlungsdiensten entfallen in voller Höhe auf die Region Deutschland. Provisionsaufwendungen Die Provisionsaufwendungen (TEUR 20.543) enthalten Entgelte für fremdbezogene Leistungen, die in direktem Zusammenhang mit der Erbringung der Dienstleistungen an unsere Kunden stehen. Dies betrifft im Wesentlichen die im Rahmen der bestehenden Cost-Plus-Vereinbarungen mit Nahestehenden gezahlten Entgelte für die lokale Kundenbetreuung in den einzelnen Ländern (im Geschäftsjahr TEUR 17.379; Vorjahr: TEUR 15.924). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 730) setzen sich wie folgt zusammen:
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellung resultierten im Wesentlichen aus der Auflösung der Rückstellung für ausstehende Rechnungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in Deutschland entstanden. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (TEUR 19.145) enthalten neben den Personalkosten im Wesentlichen die Raumkosten, Aufwendungen für Repräsentation sowie die Kosten der IT-Infrastruktur. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 552) setzen sich wie folgt zusammen:
(5) Sonstige Angaben Forderungen an und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
Angaben zu ausgeführten Zahlungsvorgängen Im Berichtsjahr wurden 41.169 Zahlungsvorgänge (Vorjahr 45.070) mit einem Gesamtvolumen von TEUR 217.426 (Vorjahr TEUR 209.205) ausgeführt. Mitarbeiter Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 172 (Vorjahr: 156) Angestellte bzw. durchschnittlich 155 Vollzeitäquivalenten (Vorjahr: 140), hiervon jeweils 2 Geschäftsführer. Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzte sich im Berichtsjahr sowie dem Zeitraum bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses wie folgt zusammen: Steffen Schick, Edingen-Neckarhausen Geschäftsführer der FleetCompany GmbH - verantwortlich für das Front Office Dr. Corinna Asmus-Stenzig, Braunschweig; Geschäftsführerin carmobility GmbH; Geschäftsführerin der FleetCompany GmbH (bis 28. Februar 2023) - verantwortlich für Accounting / Controlling / Auslagerung RW; Legal, Contract-Magmt. / Compliance / Geldwäsche und ZAG-Auslagerungsmanagement, IT-Operations, Risikomanagement/ Risikocontrolling / BCM / ISB, Global Structure & Organization / Datenschutz / Beschwerdemanagement / Auslagerung IR (Back Office) Hans-Peter Seitz, Tuntenhausen (ab 1. März 2023 bis 30. November 2023) Geschäftsführer der FleetCompany GmbH; verantwortlich für das Back Office Dr. Heiner Arnoldi, Bad Soden (ab 1. Dezember 2023) Geschäftsführer der FleetCompany GmbH; verantwortlich für das Back Office Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar (netto, ohne Auslagen) des Abschlussprüfers beträgt TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 301) für Abschlussprüfungsleistungen sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) für andere Bestätigungsleistungen. Angabe nach § 285 Nr. 30a HGB Das im Dezember 2023 in Kraft gesetzte Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU 2022/2523) des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen bedeutet, dass latente Steuern (in Anwendung des § 274 Absatz 3 HGB) im Zusammenhang mit Ertragsteuern, die sich aus anwendbaren oder angekündigten Steuervorschriften zur Umsetzung der Modellregeln der Säule 2 ergeben, in der FleetCompany weder erfasst noch ausgewiesen werden. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. Konzernabschluss Die FleetCompany hat als Muttergesellschaft einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht gem. § 290 Abs. 1 HGB aufzustellen. Die Gesellschaft wird nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung in den jeweiligen Konzernabschluss der Gesellschafter einbezogen.
Oberhaching, 28. Mai 2024 Geschäftsführung Steffen Schick Dr. Heiner Arnoldi Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäftsmodell und Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell Die FleetCompany GmbH, Oberhaching (FleetCompany) erbringt Dienstleistungen im Zusammenhang mit Fuhrpark-Management und -Beratung. Die Schwerpunktthemen konzentrieren sich hierbei auf die Bereiche Fuhrparkverwaltung, technische Servicedienstleistungen und Schadenmanagement. Die Gesellschaft bietet ihre Dienstleistungen in 22 Ländern an. Dabei erfolgt die Betreuung von Kunden im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz (D.A.CH) durch die Mitarbeiter der Gesellschaft. Für Kunden in den Märkten in Belgien, Frankreich und Finnland erfolgt die Betreuung durch die Mitarbeiter der mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungen in den jeweiligen Ländern. Darüber hinaus nutzt die FleetCompany die Fleet Logistics-Abteilungen innerhalb der TÜV SÜD Außenorganisation, um weitere neun Märkte zu betreuen. Um weitere 7 Märkte, welche im Wesentlichen in Europa liegen, abzudecken, gibt es Kooperationen mit externen Partnern. Sowohl mit den Beteiligungen als auch den Einheiten aus der TÜV SÜD Außenorganisation bestehen Dienstleistungsverträge (SLA) und entsprechende Cost-Plus-Vereinbarungen. Rechtliche Grundlagen Die FleetCompany hat Büros an den Standorten Oberhaching (Hauptsitz) sowie Mainz. Gesellschafterinnen sind die Volkswagen Financial Services AG (VWFS), Braunschweig, und die TÜV SÜD Auto Service GmbH (TS AS), Stuttgart. Mit Datum vom 21. Mai 2021 hat die Gesellschaft die Lizenz erhalten, das Finanztransfergeschäft gem. § 1 Abs. 2 Nr. 6 ZAG zu betreiben und sie ist als Zahlungsinstitut tätig. Leistungsindikatoren Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft sieht die Geschäftsführung das Provisionsergebnis sowie das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit an. Wesentliche Treiber des Provisionsergebnisses sind dabei die betreuten Fahrzeuge und die im CarMo 1 Portfolio verwalteten Objekte (Provisionserträge) sowie die Aufwendungen aus den Cost-Plus-Vereinbarungen und für externe Dienstleister (Provisionsaufwendungen). Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit wird darüber hinaus insbesondere durch die Verwaltungsaufwendungen beeinflusst. Der wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikator ist die Vehicle-to-Staff-Ratio (VSR, d.h. das Verhältnis der Anzahl der Flottenfahrzeuge zu der Anzahl der Vollzeitäquivalente (FTE) inkl. FTEs der Tochtergesellschaften sowie der TÜV SÜD Außenorganisation). 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung: Gem. dem Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2 ist die deutsche Wirtschaft in 2023 um 0,3% geschrumpft. Als wesentliche Ursache wird dabei der russische Angriffskrieg genannt, der mittelbar, neben allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheiten, zu höheren Energiepreisen und in Folge zu einem Anstieg der Inflation sowie einem deutlichen Zinsanstieg geführt hat. Neben den geopolitischen Gründen nennt die Bundesregierung als weitere Ursachen Bürokratie sowie Fach- und Arbeitskräftemangel. Die Verbraucherpreise sind dabei in 2023 um 5,9 % (Vorjahr: 6,9 %) angestiegen. Die Arbeitslosenquote betrug in 2023 5,7 % (Vorjahr: 5,3 %). Fahrzeugmarkt in Europa: Im Jahr 2023 schloss der EU-Pkw-Markt nach Aussage des Branchenverbands ACEA mit einem soliden Wachstum von 13,9 % im Vergleich zu 2022 ab und erreichte ein Gesamtjahresvolumen von 10,5 Millionen Einheiten. Alle EU-Märkte wuchsen im vergangenen Jahr mit Ausnahme von Ungarn (-3,4 %). Zweistellige Zuwächse wurden in den meisten Märkten verzeichnet, darunter drei der größten: Italien (+18,9 %), Spanien (+16,7 %) und Frankreich (+16,1 %). Im Gegensatz dazu verzeichnete Deutschland einen moderateren Anstieg von 7,3 % gegenüber dem Vorjahr, der auf die schwächere Entwicklung im Dezember zurückzuführen ist. Batterieelektrische Autos haben sich im Jahr 2023 als drittbeliebteste Wahl für Käufer etabliert. Im Dezember stieg der Marktanteil auf 18,5 %, was zu einem Anteil von 14,6 % für das Gesamtjahr beitrug und damit den Diesel übertraf, der mit 13,6 % stabil blieb. Benzinautos behielten mit 35,3 % ihren Vorsprung, während Hybrid-Elektroautos mit einem Marktanteil von 25,8 % den zweiten Platz belegten.
2 Jahreswirtschaftsbericht 2024 der
Bundesregierung
Deutschland hat seine Führungsrolle bei der Elektrifizierung seines Fuhrparks allerdings eingebüßt. Mittlerweile haben alle anderen großen Fahrzeugmärkte aufgeschlossen und UK zeigt mittlerweile das mit Abstand größte Wachstum.
Fahrzeugmarkt in Deutschland: In Deutschland wuchs der PKW-Markt in 2023 um 7% auf rund 2.845 Mio. Pkw-Zulassungen. Damit wurde der Vorzieheffekt aufgrund der Kürzungen der Förderungen für elektrifizierte Fahrzeuge Ende 2022 wieder wett gemacht.
Die Erholung wurde dabei allein von den gewerblichen Kanälen getragen, während die privaten Neuzulassungen um weitere 2 % zurückgegangen sind.
Bei Autovermietern (+14 %), dem Fahrzeugbau (+13 %) und dem Fahrzeughandel (+11 %) war das Wachstum eine Annäherung an deren Marktvolumen vor Corona und Halbleitermangel. Der "Relevante Flottenmarkt" erreichte hingegen mit 976.696 Neuzulassungen einen neuen Rekord, der den bisherigen Höchststand von rund 938.000 Einheiten aus 2019 noch einmal deutlich übertroffen hat. Zum ersten M al überhaupt wurden außerdem in einem Kalenderjahr mehr Firmenwagen als Privatfahrzeuge zugelassen. Ein wichtiger Grund dafür war der hohe Auftragsbestand. Hinzu kommt aber auch, dass Firmenwagen auch in konjunkturell schwierigen Phasen wie dem letzten Jahr regelmäßig erneuert werden müssen. Privatkunden können durch die meist deutlich geringeren Laufleistungen einen Ersatzkauf auch mal etwas länger verschieben.
Der Anteil der batterieelektrischen Pkw (BEV) vergrößerte sich trotz Förderrückgangs und Sondereffekten von 17,8 auf 18,4 Prozent. Dabei kauften Privatkundinnen und -Kunden jedoch sowohl absolut (-14.343) als auch anteilsmäßig (MA 2022: 25,0 %, MA 2023: 23,9 %) weniger Elektroautos. Dienstwagenfahrende und Fuhrparkverantwortliche entschieden sich hingegen deutlich öfter für ein BEV als noch 2022. Der Marktanteil kletterte von 16,6 auf 18,7 Prozent. Allerdings wurden die meisten Fahrzeuge noch unter der bis August gültigen Förderung zugelassen.
Während die M arkterholung auch Benzinern und Dieseln zugutekam, sind Plug-In-Hybride 2023 eingebrochen. Insgesamt sanken die PHEV-Zulassungen um 51 Prozent, im Privatmarkt wurde sogar weniger als ein Drittel des Volumens aus 2022 erreicht. Die zunehmende Elektrifizierung erhöht den operativen Aufwand für die FleetCompany weiterhin deutlich, da sie den Bestell- und Auslieferprozess erheblich komplexer macht; dies zuletzt u.a., weil mehr Anbieter (bspw. für Wallboxen) integriert werden müssen, die zum Teil noch nicht ausgereifte Prozesse haben, insbesondere im Bereich Ladeinfrastrukturbestellung und -implementierung. In 2023 gelang es FleetCompany zunehmend, sich als Anbieter gesamtheitlicher kundenorientierter Lösungen zu positionieren und entsprechende Zusatzumsätze zu generieren. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 2.2.1 Geschäftsverlauf Allgemein Das betreute Portfolio der FleetCompany teilt sich in das originäre Portfolio (Betreuung der Fahrzeuge im Rahmen des Produkts "FleetCare") sowie das sog. CarM o-Portfolio, welches sich aus heterogenen Kundenverträgen zusammensetzt, auf. Ursprünglich umfasste das CarM o- Portfolio rd. 45 Tsd. Kundenverträge (n.b. die Wertschöpfungstiefe dieser Verträge ist deutlich niedriger als beim FleetCompany Bestandsgeschäft, viele der Verträge sind zudem Fahrer- und nicht Fahrzeugbezogen wie bspw. bei der elektronischen Führerscheinprüfung). Das FleetCompany Portfolio belief sich zum Jahresende 2023 auf ca. 110,5 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr ca. 105,2 Tsd. Fahrzeuge). Der Anstieg der betreuten Fahrzeuge in 2023 resultiert aus Neukunden sowie Bestandsveränderungen. Der größte Markt im Portfolio ist die Region Deutschland / Österreich / Schweiz (D.A.CH) mit ca. 33.000 Fahrzeugen und einem Wachstum in 2023 von ca. 2 Tsd. Fahrzeugen. Das CarM o-Portfolio, welches ausschließlich deutsche Kunden umfasst, hat sich in 2023 stabil entwickelt. Operativ stellte das Geschäftsjahr 2023 ein Jahr der Stabilisierung dar, was insbesondere durch den weiteren Aufbau personeller Ressourcen sowie gezielte Trainingsmaßnahmen erreicht wurde. Die hieraus resultierenden Aufwendungen spiegeln sich in den gestiegenen Personal- sowie Provisionsaufwendungen aufgrund von Cost-Plus wider. Die Ertragslage der Gesellschaft ist weiterhin angespannt. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren: Die Analyse der Entwicklung des Provisionsergebnisses und des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr erfolgt unter Abschnitt 2.2.2 "Ertragslage". Die VSR lag im Geschäftsjahr bei durchschnittlich 277,1 Fahrzeugen pro Vollzeitäquivalent (FTE) und unterhalb des Wertes des Vorjahres (285,5 Fahrzeuge pro FTE). Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der im Geschäftsjahr erfolgte Personalaufbau. Das mittelfristige Ziel von 400 Fahrzeugen pro FTE wurde weiterhin deutlich verfehlt. 2.2.2 Ertragslage In 2023 konnte die Gesellschaft ein positives Zinsergebnis in Höhe von 0,3 Mio. € erzielen (Vorjahr -0,1 Mio. €), welches im Wesentlichen auf die Kapitalerhöhungen zurückzuführen ist. Die daraus resultierenden Mittel konnten kurzfristig angelegt werden bzw. aufgrund der Umwandlung der Gesellschafterdarlehens in Eigenkapital entfielen weitere Zinsaufwendungen. In 2023 wurde eine Kapitalherabsetzung für die Fleet Logistics International N.V., Vilvoorde/Belgien in Höhe von 1,1 Mio. € beschlossen. Hiervon entfielen 0,1 Mio. € auf thesaurierte Gewinne der Vorjahre und werden als laufende Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Das Provisionsergebnis beträgt 10,4 Mio. € und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 1,0 M io. € verringert. Die Veränderung basiert aus einem Anstieg der Provisionsaufwendungen um 1,3 Mio. € sowie einem Anstieg der Provisionserträge. Der Anstieg der Provisionsaufwendungen resultiert in Höhe von 1,5 Mio. € aus den gestiegenen Kosten aus Cost-Plus, was insbesondere auf Inflationseffekte zurückzuführen ist. Der Anstieg der Provisionserträge (0,3 Mio. €) resultiert aus der gestiegenen Anzahl betreuter Fahrzeuge sowie Preisanpassungen aufgrund der gestiegenen Inflation. Die Provisionserträge resultieren dabei insbesondere aus der Region Deutschland / Österreich / Schweiz (13,4 Mio. €; Vorjahr 13,8 Mio. €). Der Rückgang resultiert dabei insbesondere aus dem Carmo-Portfolio und konnte durch den Anstieg des Portfolios sowie der Preisanpassungen nicht vollständig kompensiert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge 0,7 Mio. € beinhalten im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (19,1 Mio. €) stiegen um 1,2 Mio. €. Der Anstieg resultiert dabei fast ausschließlich aus Personalaufwendungen (+1,4 Mio. €) aufgrund der in 2023 gestiegenen Mitarbeiterzahl. Die Anderen Verwaltungsaufwendungen sind im Berichtszeitraum um 0,2 Mio. € gesunken. Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen (5,1 M io. €) beinhalten die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert (4,5 M io. €) sowie selbsterstellte Software (0,4 Mio. €). Bei den Abschreibungen des Geschäfts- und Firmenwertes sind 3,2 Mio. € außerordentliche Abschreibungen enthalten. Das Ergebnis aus Risikovorsorge, bestehend aus den Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie aus der Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft und Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft, hat sich um 1,3 Mio. € verbessert. Hintergrund waren lange überfällige Forderungen in 2022. In 2023 konnte die Altersstruktur durch ein optimiertes Mahnwesen deutlich verbessert werden und so entsprechende Zahlungseingänge realisiert werden. Darüber hinaus hat die Gesellschaft Zahlungseingänge in Höhe von 0,2 Mio. € für bereits in Vorjahren abgeschriebene Forderungen erhalten. Die Anteile an verbundene Unternehmen wurden außerplanmäßig um 0,1 Mio. € abgeschrieben. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit bzw. ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -13,0 Mio. € (Vorjahr ca. -6,6 Mio. €) erzielt. Die Abweichung zum geplanten Ergebnis ergibt sich insbesondere aus der außerplanmäßigen Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes in Höhe von 3,2 Mio. € sowie dem Entfall des Sonderertrags des vergangenen Jahres. 2.2.3 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. € gestiegen und beträgt nun 52,8 Mio. €. Die wesentlichen Veränderungen entfallen dabei auf Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, immateriellen Anlagewerte sowie die Veränderung des Eigenkapitals. Die Forderungen an Kreditinstitute belaufen sich auf 14,3 Mio. € (Vorjahr € 10,5 Mio. €), was insbesondere auf die in 2023 durchgeführten Kapitalerhöhungen und den daraus erhaltenen Mitteln zurückzuführen ist. Die Forderungen an Kunden betragen 25,7 Mio. € und sind um 6,2 Mio. € gesunken. Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen ist aufgrund der bereits erwähnten Kapitalherabsetzung sowie außerplanmäßigen Abschreibung um 1,1 Mio. € gesunken. Die immateriellen Anlagewerte sind im Vorjahresvergleich um 4,9 Mio. € entsprechend den planmäßigen Abschreibungen (1,7 Mio.€) und in Höhe von 3,2 Mio. € aufgrund außerplanmäßiger Abschreibungen des Geschäfts oder Firmenwertes gesunken. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände basiert auf der kurzfristigen Geldanlage liquider Mittel sowie den Forderungen aus der Kapitalherabsetzung gegenüber der Fleet Logistics International N.V., Vilvoorde/Belgien. Die Verbindlichkeiten ggü. Kunden beinhalten erhaltene Anzahlungen i.H.v. ca. 15,5 Mio. €. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. € angestiegen. Die Kundengelder sind durch ein globales Bankaval i.H.v. 19,5 Mio. € jederzeit im Berichtsjahr besichert (ZAG § 17). Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 9,8 Mio. €. Diese Position ist um 4,6 Mio. € gesunken. Der Rückgang resultiert insbesondere aus der Umwandlung von Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital i.H.v. 2,6 Mio. € im Berichtsjahr. Die Rückstellungen haben sich gegenüber Vorjahr um 0,1 Mio. € erhöht und betragen nun 5,6 Mio. €. Die Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (2,7 Mio. €; Vorjahr 3,0 Mio. €). Das Eigenkapital stieg ggü. Vorjahr um 3,5 Mio. € auf 21,5 Mio. €. Dem Verlust im Geschäftsjahr standen Kapitalerhöhungen in 2023 i.H.v. 16,5 Mio. € gegenüber. Dieser Betrag setzt sich aus Barkapitalerhöhungen i.H.v. 13,8 Mio. € und aus der Umwandlung von Gesellschafterdarlehen i.H.v. 2,7 Mio. € zusammen. Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 40,6 % (Vorjahr 34,3 %). Das zum 31. Dezember 2023 gemeldete harte Kernkapital belief sich auf 19,9 Mio. €. Damit war die Mindestkapitalanforderung nach § 4 ZIEV (Berechnung nach Methode B) sichergestellt. Das Stammkapital beträgt unverändert 45.548 €. Die Anteile der Gesellschafter entfallen zum 31. Dezember 2023 unverändert 73,65% auf die VWFS und in Höhe von 26,35% auf die TS AS. Die Gesellschaft verfügte zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von 20,3 Mio. €., welche sich aus kurzfristigen Bankguthaben sowie einer weiteren kurzfristigen Geldanlage zusammensetzen. Darüber hinaus bestand eine freie Kreditlinie in Höhe von 2,0 Mio. €. Das Geschäftsmodell der FleetCompany sowie die Vereinbarungen mit den Kunden sehen vor, dass Kunden grundsätzlich Vorauszahlungen, für deren von der FleetCompany zu zahlenden Rechnungen leisten. Die Vorauszahlungen betrugen zum 31. Dezember 2023 15,5 Mio. €. Die erhaltenen Anzahlungen werden der Gesellschaft von den Kunden über die Dauer des jeweiligen Vertragsverhältnisses zur Finanzierung der verauslagten Fuhrparkkosten überlassen. Diese werden regelmäßig geprüft und an das aktuelle Rechnungsvolumen angepasst. Insgesamt ist die Gesellschaft ihren finanziellen Verpflichtungen in 2023 nachgekommen. 2.2.4. Investitionen In 2023 wurden Investitionen in Höhe von ca. T€ 103 in die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Software vorgenommen. 2.3. Unsere Mitarbeiter Im Unternehmen waren im Jahr 2023 durchschnittlich 172 (Vorjahr: 156) fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt. Der Personalaufbau ist im Wesentlichen im Bereich Customer Services erfolgt. 2. 4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens Die Vermögens- und Finanzlage hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert, was unter anderem auf das optimierte Forderungsmanagement sowie auf die durchgeführten Kapitalerhöhungen zurückzuführen ist. Die Ertragslage der Gesellschaft war in 2023 weiterhin nicht zufriedenstellend. Der strategische Fokus liegt weiterhin auf starkem Wachstum durch die Gewinnung profitabler Kunden bei gleichzeitiger Erhöhung der Effizienz durch stärkere Automatisierung und zugleich der konsequenten Durchsetzung von Standardprozessen. Hinsichtlich eines möglichen, anstehenden Gesellschafterwechsels in 2024 verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt "Prognosebericht". 3. Risikobericht a.) Allgemein Die Gesellschaft orientiert sich im Berichtsjahr an den Vorgaben der M aRisk 3 , welche durch die Bafin veröffentlicht werden. Um Risiken frühzeitig zu identifizieren, erfassen, analysieren, bewerten und zu kommunizieren hat die Gesellschaft entsprechende Vorkehrungen getroffen. Neben bestehenden operativen Kontrollen wurde ein eigenes Risikomanagementsystem aufgebaut. Darüber hinaus besteht eine Interne Revision, welche an einen Dienstleister ausgelagert ist, als prozessunabhängige Instanz. Basierend auf einer risikoorientierten Prüfungsplanung erfolgen regelmäßige Prüfungen. Im Rahmen dieses Risikomanagementsystems werden mögliche Risiken identifiziert, quantifiziert und klassifiziert. Die Identifizierung basiert auf einer jährlichen Risikoinventur sowie des quartalsweise durchgeführten Risikoassessments. Die Risikoeinschätzung basiert auf internen Expertenschätzungen. Die Gesellschaft unterscheidet dabei zwischen wesentlichen und nicht wesentlichen Risiken. Die Risikoberichterstattung erfolgt quartalsweise an die Geschäftsführung. Innerhalb der Risikoberichterstattung erfolgt die quantifizierende Einschätzung durch Experten im Rahmen von Risikoworkshops, die dann wiederum in Ampelfarben und einer Risikobewertung dargestellt werden. b.) Risiken Wesentliche Risiken: Im Rahmen der Risikoinventur für das Jahr 2023 wurde das Adressausfallrisiko, das Liquiditätsrisiko, das Reputationsrisiko, das operationelle Risiko sowie das Geschäftsmodellrisiko als wesentlich identifiziert. Adressausfallrisiko Unter dem Adressenausfallrisiko versteht die Gesellschaft potentielle bonitätsbedingte Zahlungsausfälle. Adressenausfallrisiken bestehen hinsichtlich der bestehenden Forderungen. Bzgl. der Forderungen gegenüber Zahlungsdienstkunden bestehen entsprechende Liquiditätsvorauszahlungen, welche das jeweilige Ausfallrisiko mindern. Darüber hinaus nutzt die Gesellschaft eine Forderungsausfallversicherungen und hat einen kontinuierlichen M ahnungsprozess implementiert. Liquiditätsrisiko Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, fällige Zahlungsverpflichtungen nicht vollständig oder zeitgerecht zu erfüllen oder - im Falle einer Liquiditätskrise - Finanzmittel nur zu erhöhten Marktsätzen zu beschaffen oder Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen veräußern zu können. Mit Liquiditätsrisiko wird daher das Risiko bezeichnet, benötigte Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Kosten beschaffen zu können. Das Liquiditätsrisiko ist aufgrund des Refinanzierungsrisikos als wesentlich eingestuft. Grundsätzlich basiert die Refinanzierung auf von Kunden zu leistenden Liquiditätsvorschüssen (Bestand zum 31. Dezember 2023: 15,5 Mio. €) sowie Eigenkapital (24,6 Mio. €). Die Zahlung von Liquiditätsvorschüssen ist vertraglich mit den Zahlungsdienstkunden vereinbart und durch ein Bankaval abgesichert. Regelmäßig wird die Angemessenheit der Liquiditätsvorschüsse überprüft und ggf. Anpassungen vorgenommen. Die Liquiditätsüberwachung und Steuerung erfolgen täglich. Sowie im Rahmen einer mittelfristigen Planung. Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie in Höhe von 2,0 Mio. €. Reputationsrisiko Die FleetCompany definiert das Reputationsrisiko als die Gefahr, dass ein Ereignis oder mehrere aufeinanderfolgende Ereignisse einen Reputationsschaden (öffentliche [bei Kunden und Lieferanten] M einung) verursachen. Dies kann potentiell zu einer Einschränkung der aktuellen und zukünftigen Geschäftsmöglichkeiten- /aktivitäten (Erfolgspotenziale) führen. Das Reputationsrisiko umfasst negative Abweichungen der Reputation vom erwarteten Niveau. Operationelle Risiko Das operationelle Risiko ist definiert als die Gefahr von Verlusten, die eintreten in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren (Prozessrisiken), Mitarbeitern (Personalrisiken), Systemen (Technologierisiken) sowie externen Ereignissen (externe Risiken). Wesentliche Treiber des operationellen Risikos sind dabei die IT (z.B. im Zusammenhang mit der Migration von Verträgen und dem Umzug in ein neues Rechenzentrum) und personelle Ausstattung (z. B. Krankheits- und Fluktuationsrate). In der Folge kann es dadurch zu indirekten finanziellen Einbußen (Kundenstamm, Umsatz, etc.) kommen oder direkte finanzielle Verluste (durch Schlecht- / Minderleistung, Haftungskosten, Prozesskosten, usw.) nach sich ziehen. Geschäftsmodellrisiko Das Geschäftsmodellrisiko ist das Risiko, dass die Ertragsgefahr aus der Nichtrealisierbarkeit und/ oder Nichtnachhaltigkeit des Geschäftsmodells beschreibt und auf einer zuvor getroffenen falschen strategischen Entscheidung beruht. In der rückwirkenden Gesamtbetrachtung ist die Geschäftsentwicklung nicht wie erwartet eingetreten und weicht somit von den Planwerten - teils erheblich - ab. Zurückzuführen sind diese Varianzen unter anderem durch nicht erwartete Kündigungen von Kundenverträgen, die zukünftig in ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten höher zu gewichten sind. Ausblick Hinsichtlich des im III. Quartal 2023 erschienen Konsultationspapiers "Entwurf des Rundschreibens zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement von ZAG-Instituten - ZAG- MaRisk" wurde eine entsprechende GAP-Analyse durchgeführt und notwendige Anpassungsmaßnahmen identifiziert. Die Gesellschaft geht davon aus, ihr Risikomanagement um eine Risikotragfähigkeitsrechnung zu erweitern ist. Da die Inklusion möglicher ESG-Risiken zunehmend an Bedeutung gewinnt, muss ein besonderer Fokus auf die noch stärkere Abbildung dieser Risiken gelegt werden. c.) Chancen Hinsichtlich der Darstellung des möglichen Gesellschafterwechsels und sich hieraus ergebenden Potentialen verweisen wir auf die Darstellung in Abschnitt "Prognosebericht" Nach Einschätzung der Geschäftsführung bestätigt der Markt die Positionierung von FleetCompany als Aggregator unterschiedlichster Mobilitätsdienstleistungen. So lassen mittlerweile mehrere Kunden nicht nur die klassischen Flottenfahrzeuge von FleetCompany betreuen, sondern auch die Mitarbeiter, die alternative Leistungen von Cash Allowance über Mobility Budget bis hin zu Salary Sacrifice Schemes in Anspruch nehmen. Dabei schätzen die Kunden, dass sie die entsprechenden Partner weitestgehend frei wählen können und das operative Partnermanagement von FleetCompany abgebildet wird. Aufgrund der Entwicklung des relevanten Flottenmarktes (siehe Prognosebericht; volumenstarkes Flottenjahr; verstärkte Elektrifizierung der Flotte) und dem damit verbundenen Servicebedarf unserer Kunden, erwartet die Geschäftsführung auch für 2024 einen hohen Unterstützungsbedarf. Die Weiterentwicklung unseres Backbone-Systems hat durch den Verkaufsprozess in 2023 (siehe Prognosebericht) verspätet angefangen. Die Business Requirements sind weitestgehend finalisiert und der Markt der Anbieter von Künstlicher Intelligenz-basierten Lösungen wurde sondiert. Die Interaktion mit den Anbietern half, das Konzept weiter zu verfeinern. Die ersten beiden umzusetzenden M odule sind ein KI-basiertes Ticketingsystem und ein Kundenportal. Die Erwartung ist, dass diese beiden Initiativen noch in 2024 einen spürbaren Effekt auf die Effizienz im Kundendienst haben werden; wobei dem anfangs auch höhere Aufwendungen in der Implementierungsphase gegenüberstehen. Ebenfalls in 2024 sollen weitere wesentliche Prozesse als Workflows im System abgebildet werden, um insbesondere die Effizienz weiter zu erhöhen. 4. Prognosebericht Gesamtwirtschaft Der Jahresbericht 2024 der Bundesregierung beinhaltet die folgenden Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 4 : Übersicht 6: Eckwerte der Jahresprojektion 2024
Insbesondere die schwache wirtschaftliche Entwicklung (gemessen am Wachstum des BIP) auch im Vergleich zu anderen europäischen Staaten sowie die weiterhin geringe Arbeitslosenquote sind hierbei bemerkenswert. Die Bundesregierung geht von einer Stabilisierung der wirtschaftliche Lage aus, eine deutliche Erholung wiederum bleibt allerdings aus 5. Branche Gem. den Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) beträgt die Anzahl der Neuzulassungen im Februar 2024 in Deutschland 217.388 Fahrzeuge 6. Die Anzahl der gewerblichen Neuzulassungen ist um 6,1 % bestiegen und ihr Anteil beträgt 67,5%. Die Nachfrage nach E- Autos ist dabei rückläufig (-15% im Vergleich zum Vormonat). Insbesondere hohe Lagerbestände und hohe Rabatte ausländischer Hersteller verschärfen derzeit den Wettbewerb bei den E-Autos 7.
4 Jahreswirtschaftsbericht 2024 der
Bundesregierung
Der relevante Flottenmarkt ist im Januar 2024 um 19% gewachsen 8. Wesentlicher Treiber dieses Wachstums sind die noch hohen Auftragsbestände, welche sich insbesondere in 2022 aufgebaut haben. Die Branche geht allerdings davon aus, dass die Auftragsbestände in absehbarer Zeit abgearbeitet sind und damit die weitere Entwicklung immer mehr von der Neubestellungsrate abhängen wird 9. Das Flottensegment wuchs in den ersten beiden M onaten in 2024 stärker als alle anderen Segmente. Bei der Privatnachfrage ist so bald keine Besserung in Sicht. Das wird so allmählich bei den gewährten Nachlässen spürbar. Die ersten Wochen in 2024 sind geprägt von täglichen M eldungen zu neuen Rabattaktionen. Bei Elektroautos haben die Hersteller nach Ende der staatlichen Förderung einen regelrechten Preiskrieg gestartet. Einzelne M odelle sind inzwischen günstiger zu bekommen als noch inklusive Umweltbonus im Jahr 2023. Insgesamt erwartet Dataforce auch für das Gesamtjahr ein leicht rückläufiges Preisniveau, das den Anstieg der letzten Jahre zumindest etwas abmildert. Volumenmäßig sieht Dataforce zwar den Flottenmarkt gegenüber dem Rekordjahr 2023 im Rückwärtsgang. Allerdings haben noch längst nicht alle Flotten ihre Altfahrzeuge durchgetauscht, die wegen der Lieferengpässe 2021-2022 länger gelaufen sind. Das Jahr 2024 wird daher ein sehr volumenstarkes Flottenjahr werden. Auch ohne Umweltbonus stehen bei vielen Fuhrparkverantwortlichen weiterhin Elektroautos auf der Agenda. Und Elektrifizierung bedeutet erfahrungsgemäß viel Unterstützungsbedarf. FleetCompany Die Prognose für die FleetCompany wird im Wesentlichen beeinflusst durch den im Dezember 2023 bekanntgegebenen möglichen Gesellschafterwechsel, der in 2024 vollzogen werden soll (sog. Closing). Die Bedingungen des Kaufvertrags sind der Geschäftsführung nicht bekannt. Im Hinblick auf den neuen Gesellschafter erwartet die Geschäftsführung entsprechende Synergien. Die Planung der Gesellschaft berücksichtigt aufgrund des ausstehenden Closings keine Synergieeffekte bzw. Auswirkungen aus dem Gesellschafterwechsel. Das Provisionsergebnis wird sich gem. der Planung in 2024 leicht verbessern. Basierend auf der Planung stehen steigenden Erträgen aus einem wachsenden Kundenportfolio, aber auch steigende Kosten durch IT-Investitionen (bspw. Einführung FleetNew), höheren Personalkosten (insbesondere durch den Einsatz von Interim-Managern), Einführung einer Treuhandkontolösung (statt der Absicherung der Kundengelder durch Bankgarantie) und sich abzeichnenden regulatorischen Verschärfungen (und damit verbundenem externen Beratungsbedarf noch in 2024) gegenüber. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit wird gem. der Planung auf Vorjahresniveau liegen. Zur Beurteilung der weiteren Fortführung des Unternehmens wurde die vorhandene mittelfristige Planung im Rahmen eines Management Forecast im Zuge der Jahresabschlusserstellung aktualisiert. Die Gesellschaft wird dabei mindestens bis zum Ende des Jahres 2026 durchgehend negative Jahresfehlbeträge erzielen. Durch die im Geschäftsjahr 2023 durchgeführten liquiditätswirksamen Kapitalerhöhungen ist eine Abdeckung der Liquiditätsanforderungen bis ca. Juni/Juli 2025 aus heutiger Sicht gerade sichergestellt, dies aber auch nur, wenn zwischenzeitlich keine liquiditätswirksamen Kapitalrückzahlungen vorgenommen werden. Zur Deckung der Liquiditätslücke im weiteren Planungszeitraum muss die Gesellschaft entsprechende Maßnahmen ergreifen und dafür in jedem Fall auch die Unterstützung durch die aktuellen Gesellschafter und/oder den möglichen neuen Gesellschafter in Anspruch nehmen. Des Weiteren führt die Planung bedingt durch die Jahresfehlbeträge dazu, dass bis ca. Ende 2025 / Anfang 2026 die regulatorischen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung nicht mehr erfüllt werden und weiterhin im ersten Halbjahr 2026 das bilanzielle Eigenkapital vollständig aufgezehrt ist. Wie oben bereits dargestellt sind in der aktuell vorgenommenen Planung Synergieeffekte und weitere Potentiale mit/durch den neuen Gesellschafter nicht berücksichtigt.
8 Relevanter Flottenmarkt mit Rekordwachstum |
Fuhrpark
Die Vehicle-Staff-Ratio wird sich im Laufe des Jahres 2024 wieder verbessern. Die Geschäftsführung erwartet aufgrund des wachsenden Portfolio Ende 2024 einen VSR in einer Bandbreite von 285,0 bis 290,0. Mittelfristig wird eine VSR >400 angestrebt. Zur Darstellung der geplanten und bereits eingeleiteten Maßnahmen in Bezug auf unser Backbone- Systems verweisen wir auf die Darstellung in Abschnitt 3. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die mittelfristige Entwicklung der Gesellschaft maßgeblich durch die Effekte aus dem Gesellschafterwechsel geprägt werden. Die Gesellschafter werden regelmäßig in den Gesellschafterversammlungen über die Geschäftsentwicklung informiert und begleiten den Konsolidierungskurs der Gesellschaft in enger Abstimmung mit der Geschäftsleitung.
Oberhaching, 28.05.2024 Geschäftsführung Steffen Schick Dr. Heiner Arnoldi |
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