DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH
Selbe AdresseBetrieb von Flughäfen und Landeplätzen für Luftfahrzeuge
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lutz Steffen seit 1.6.2015 | Geschäftsführer |
Ernst Peleikis seit 1.6.2015 | Prokura |
Franz Ahollinger seit 1.6.2015 | Prokura |
Klaus Nietzold seit 1.6.2015 | Prokura |
Hans-Jörg Dr. Eyrich seit 1.6.2015 | Geschäftsführer |
Jörg Dr. Braun seit 1.6.2015 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HDM Luftrettung gemeinnützige GmbHFilderstadt (vormals: Nürnberg)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetz-lichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt. BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz. Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH. Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-. Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 19. März 2015 Ernst
& Young GmbH
Sieder, Wirtschaftsprüfer Kugler, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2014
Anhang für 2014Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde gemäß den §§ 242ff. und §§ 264ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Erläuterungen zur Bilanz Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Verbrauchsmaterial für die Hubschrauberflotte) werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Bestände, die in Fremdwährung bezogen wurden, sind mit dem durchschnittlichen Fremdwährungskurs bewertet. Auf Neu- und Gebraucheteile für die Hubschrauberflotte sowie das allgemeine Verbrauchmaterial wurden Abschläge zum Ausgleich von Währungsdifferenzen. Nachlässen etc. auf die Anschaffungskosten vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die Risiken im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.106 (Vj. TEUR 1.000) die Alleingesellschafterin. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 59 eine Laufzeit von über einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen Mietvorauszahlungen für die Luftrettungsstationen München und Regensburg. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Die ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Arbeitszeitwertkonten dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Arbeitszeitkonten mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Arbeitszeitwertkonten dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB).
Bei den Rücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe bewertet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus dem Personal- und Sozialbereich sowie Abschluss-, Prüfungs- und Prozesskosten. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden per Stichtag nicht (Vj. TEUR 381). Die restlichen in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse im Bereich der Luftrettung werden als umsatzsteuerbefreite Umsätze und die zugehörigen Aufwendungen ohne Vorsteuerabzug gebucht. Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Erstattungen von Rechtskosten (TEUR 10), aus der Herabsetzung des Einzelwertberichtigungen (TEUR 5) sowie aus periodenfremden Erträgen (TEUR 8). Die son›,dgen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus den Hubschrauberkosten (TEUR 5.628) zusammen. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 23. Sonstige Angaben Zum Stichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Charterverträge sind kurzfristig kündbar. Die Mietverträge haben Laufzeiten bis zu 25 Jahren. Konzernverhältnisse Sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis von Unternehmen stellt die DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG, Filderstadt, einen Konzernabschluss auf, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Als verbundene Unternehmen werden alle direkten und indirekten Mehrheitsbeteiligungen dieser Konzernmuttergesellschaft betrachtet. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 45 (Vj. 46). Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich gemäß Handelsregistereintragung zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Die Befreiung gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung hat in Ausübung ihrer Ermächtigung durch die Gesellschafterversammlung den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 415.874,26 durch eine entsprechende Entnahme aus Rücklagen ausgeglichen.
Nürnberg, 19. März 2015 Dr. Hans Jörg Eyrich, Geschäftsführer Steffen Lutz, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2014
Der vorliegende Jahresabschluss wurde am 31.03.2015 festgestellt. Lagebericht für 20141. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und Geschäftsergebnisses Im Gesamtjahr 2014 ist die deutsche Wirtschaft um 1,5 96 gewachsen. Gemessen am Wachstum des Vorjahres mit nur 0,4 % ist somit ein relativ kräftiges Wachstum zu verzeichnen. Nach einer Stagnationsphase zu Beginn 2014 ist der Konjunkturtrend wieder aufwärts gerichtet. Die wesentlichen Wachstumsbeiträge kamen dabei durch den Anstieg der privaten Konsumausgaben und von den Investitionen in Bauten sowie vom Außenhandel. Das deutsche Auslandsgeschäft entwickelte sich positiv, vor dem Hintergrund des nach wie vor schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeldes aber weniger dynamisch. Die kurzfristigen Exporterwartungen der deutschen Unternehmen haben sich im vierten Quartal des Geschäftsjahres insgesamt aufgehellt. Die Euroabwertung trägt dabei spürbar zu einer Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft bei. Die Binnenwirtschaft blieb wie auch in den Vorjahren gestützt durch eine positive Entwicklung des privaten Konsums und des Arbeitsmarkts weiterhin intakt. Der Rückgang der Mineralölpreise wirkte sich stark auf die Verbraucherpreise aus und stärkte somit die real verfügbaren Einkommen. Die Zurückhaltung bei den Investitionen hat sich zwar noch nicht gelegt, insgesamt setzt die deutsche Wirtschaft aber ihre Erholung fort. Da für 2015 keine Fortsetzung der moderaten Wachstumsdynamik des letzten Quartals 2014 erwartet wird, fällt die Wachstumsprognose für das Jahr 2015 mit 1,0 % entsprechend verhalten aus. Das Wachstumstempo der Weltwirtschaft hat sich im Laufe des Jahres 2014 abgeschwächt. Ursächlich für diese Entwicklung waren die erheblichen Risiken der Weltkonjunktur bedingt durch die zahlreichen strukturellen Probleme. Dieser Trend wurde zusätzlich durch die stockende Erholung der Eurozone sowie durch die nach wie vor hohen geopolitischen Risiken verstärkt. Der Arbeitsmarkt setzte den positiven Trend des Vorjahres fort und trug als wichtigste binnenwirtschaftliche Auftriebskraft zu einer zuverlässigen Entwicklung der privaten Konsumnachfragen bei. Die aufwärts gerichtete Entwicklung des Arbeitsmarktes führte im letzten Quartal 2014 zum stärksten Reallohnanstieg seit drei Jahren. Unterstützt durch die niedrige Energiepreise konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Einkommensplus von 1,8 % verzeichnet werden. Im Gesundheitswesen wurden keine wesentlichen Reformen verabschiedet. Die gesetzlichen Krankenkassen haben aufgrund sehr guter Ergebnisse des Vorjahres rund 750 Mio. EUR an ihre Versicherten zurückgeführt und verfügen weiterhin über sehr solide Finanzreserven in Höhe von rund 16 Mrd. EUR. Somit ist die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenkassen unverändert stabil. Dem Trend steigender Verwaltungs- und Arzneimittelkosten mussten sich die gesetzlichen Krankenkassen auch im Geschäftsjahr 2014 stellen. Trotz dieser positiven Rahmenbedingungen schließt die HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH das Geschäftsjahr 2014 mit einem Verlust von TEUR 416 ab. Dies ist vor allem auf drei wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2013 zurück zu führen. Die HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH musste im Verlauf des Geschäftsjahres 2014 Einsatzeinbußen von über knapp 100 abrechenbaren Flugstunden hinnehmen. Der Umsatz im Bereich Flugbetrieb Hubschrauber konnte dennoch insbesondere durch höhere Flugminutenpreise auf Vorjahresniveau gehalten werden (ein leichtes Plus von TEUR 260). Durch den hohen Fixkostenanteil konnte jedoch keine vollumfängliche Deckung erzielt werden. Die durch Hubschrauber durchgeführten Luftrettungseinsätze der 5 Stationen der HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH sind von 5.523 Einsätzen in 2013 auf 5.418 Einsätze in 2014 zurückgegangen. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch den starken Rückgang der Drittkunden-aufträge in der Werft (ca. TEUR 405). Bedingt durch die Betriebszulassungen im Bereich der Werft bleibt der Leistungsfokus auf die Wartung der Hubschrauber des Typs Bell 412 gerichtet. Bei schwankender Nachfrage können Kapazitäten nicht durch andere Drittkundenaufträge ausgelastet werden. Im Zuge des Konsolidierungskurses der Gesellschafterin wurden bereits 2014 Maßnahmen für die Zusammenlegung der einzelnen Fachbereiche in die Wege geleitet. Für diese Restrukturierungsmaßnahmen wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 200 gebildet. Die Durchführung des vollständigen Flottenwechsels von Bell 412 auf EC 145 C2 bzw. EC 145 T2 ist bis spätestens Mitte 2016 geplant. Die Auslieferung des weltweit ersten Hubschraubers des Typs EC 145 T2 erfolgte am 31. Juli 2014 in Donauwörth. Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Firma Bucher Leichtbau, dem ADAC und der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG wurde speziell für diesen neuen Typ die medizinisch Ausstattung entwickelt. Nach Ausrüstung und Einbau des medizinischen Equipments sowie erforderlichen Schulungen des technischen und fliegerischen Personals erfolgte am 11. Februar 2015 an der Station München die Indienststellung des weltweit ersten Hubschraubers EC 145 T2 mit dem amtlichen Kennzeichen D-HDSF. Im Laufe 2015 ist die Indienststellung von drei weiteren Hubschraubern geplant. Die Vermarktung der nicht mehr benötigten Hubschrauber des Typs Bell 412 wurde bereits Ende 2014 aufgenommen. Im Geschäftsjahr hat die HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH gemeinsam mit der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG in Form einer Bietergemeinschaft an der Ausschreibung des von der HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH bereits betriebenen ITH-Standortes Nürnberg teilgenommen und den Zuschlag für die nächsten 5 Jahre mit einer Verlängerungsoption für weitere 5 Jahre erhalten. Der bereits von der HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH betriebene Standort Regensburg wurde im Februar 2015 nach Ablauf der erteilten Betriebsgenehmigung ausgeschrieben. Die Gesellschaft wird an dieser Ausschreibung ebenfalls in Form einer Bietergemeinschaft mit der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG teilnehmen. Im Geschäftsjahr wurde die Gesellschaft erstmalig nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Die Bereiche Medizin, Safely Management und Qualitätsmanagement wurden neu strukturiert und personell neu besetzt. Die Prozesse der Bereiche Medizin, Flugbetrieb und Verwaltung wurden darüber hinaus an die Prozesse der Gesellschafterin angepasst. Die Bereiche Verwaltung, Flugbetrieb und Technik sollen im Laufe des Jahres 2015 mit den entsprechenden Bereichen der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG zusammengelegt werden. Seit dem 1. Januar 2015 erfolgte darüber hinaus innerhalb der Unternehmensgruppe der DRF Luftrettung die Umstellung von unterschiedlichen Erfassungs- und Abrechnungssystemen auf ein unternehmensweit einheitliches System HEMSDER. Bei der HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH löst HEMSDER somit Primabase ab. Bei der HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH wurde im Geschäftsjahr 2014 ein neuer Mitarbeiter eingestellt, zwei Mitarbeiter sind ausgeschieden. Zum Jahresende waren 45 (Vj. 46) Mitarbeiter im Festangestelltenverhältnis. 2. Analyse der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Trotzt der Einsatzeinbußen von knapp 100 abrechenbaren Flugstunden konnte der Umsatz durch die verbesserten Flugminutenpreise mit TEUR 21.103 auf dem Vorjahresniveau (TEUR 21.191) gehalten werden. Insgesamt verschlechterte sich die um neutrale Posten bereinigte Gesamtleistung leicht von 21,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 21,1 Mio. EUR in 2014 (TEUR 80). Das bereinigte Rohergebnis liegt um TEUR 527 höher als im Vorjahr (4,9 %). Das Betriebsergebnis 1 (vor Steuern, Beteiligungs- und Finanzergebnis und neutralem Ergebnis) veränderte sich um TEUR 743 von TEUR -835 in 2013 auf TEUR -92 in 2014, im Wesentlichen bedingt durch niedrigere Aufwendungen für die laufenden Reparaturen und Instandhaltungen (ca. TEUR 888) und einem gegenläufigen Effekt bei Aufwendungen für Nutzungsüberlassung der Luftfahrzeuge (ca. TEUR -340). Das Betriebsergebnis I ist im Berichtsjahr um einen neutralen Minderbetrag in Höhe von TEUR 350 (Vj. Mehrbetrag von TEUR 167) bereinigt. Das Jahresergebnis verbesserte sich von TEUR -650 im Vorjahr auf TEUR -416 in 2014 im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der DRF e.V. (Deutsche Rettungsflugwacht Förderverein e.V.) leitete 2014 keine Mittel aus Spenden und Förderbeiträgen zur satzungsgemäßen Unterstützung der operativ tätigen HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH an diese weiter (Vj. TEUR 200). Das im Vorjahr für 2014 prognostizierte moderate Umsatzwachstum sowie ein moderat positives Jahresergebnis konnten insgesamt aufgrund des im Wesentlichen witterungsbedingt verminderten Flugaufkommens nicht erreicht werden. Finanzlage Die CashFlow Übersicht stellt sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt dar:
Die Neuinvestitionen in das Sach- und Finanzanlagevermögen wurden sehr zurückhaltend getätigt. Im Finanzierungsbereich wurden ausschließlich Kredite getilgt. Die Gesellschaft ist aufgrund des Finanzmittelbestandes und der freien Kreditlinien nach wie vor in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen. Vermögenslage Die Vermögenslage entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:
Durch das zurückhaltende Investitionsverhalten und die hohen Abschreibungen aus den Investitionen der Vorjahre verringerte sich das Anlagevermögen sowohl absolut als auch prozentual. Trotz des negativen Jahresergebnisses hat sich die Eigenkapitalquote aufgrund der geringen Bilanzsumme auf 83 % erhöht. 3. Risikobericht Die Überprüfung der Gesamtrisikolage für die HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH im Geschäftsjahr 2014 hat ergeben, dass keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft bestehen. Die durch die Umstrukturierung in 2008 entstandene Unternehmensstruktur bewirkt, dass durch höhere Transparenz und zusätzliche externe Kontrollinstanzen die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die rechtlichen Risiken und die geschäftsbezogenen Risiken besser bewertet, kontrolliert und bewältigt werden können. Für die allgemeinen Risiken aus dem operativen Geschäftsbetrieb besteht ein angemessener und regelmäßig aktualisierter Versicherungsschutz. Ferner wurde das in 2011 eingeführte Risikomanagement, welches die Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) erfüllt, in 2014 im Rahmen der Entwicklung und Einführung eines neuen Managementsystems weiterentwickelt. Damit wird eine systematische Auseinandersetzung mit potenziellen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, durchgeführt. Ziel ist ein Handlungsschema darzustellen, welches das Unternehmen in die Lage versetzt, die notwendigen Schritte und Maßnahmen bezüglich der formalen gesetzlichen Anforderungen durchzuführen. Regelmäßige Berichte stellen organisatorische Maßnahmen und Regelungen dar, die zur Risikoerkennung, -quantifizierung, -kommunikation, -steuerung und -kontrolle zu beachten sind. Zusätzlich gewährleisten diese Berichte eine ordnungsgemäße Prüfung und erfüllt somit die Prüfbarkeitsfunktion, die sowohl extern durch den Abschlussprüfer, als auch intern durch den Aufsichtsrat vorgenommen werden kann. Das Risikomanagement ist somit ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung und ist in sämtliche Geschäftsprozesse integriert. Die finanziellen und bilanziellen Risiken werden durch regelmäßige Zeitvergleiche von Aufwendungen. Erträgen und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen sowie die monatlichen Erfolgskontrollen bewertet und ermöglichen es, frühzeitig negative Entwicklungen zu erkennen und - wo angebracht und notwendig - korrigierend einzugreifen. Durch die permanente Liquiditätsüberwachung und rollierende Liquiditätsplanung sind wir in der Lage, risikobehaftete Entscheidungen richtig einschätzen zu können, Auswirkungen darzustellen und somit unvorhergesehenen Kapitalbedarf weitestgehend zu vermeiden. Das integrierte Berichtssystem steilt zusammen mit dem Managementsystem sicher, dass sämtliche risikorelevanten Daten und Sachverhalte den Entscheidungsträgern zeitnah bekannt sind und dient damit nicht nur der Anzeige des Zielerreichungsgrades, sondern darüber hinaus als Frühindikator für Veränderungen im Hinblick auf Umsatz, Kosten, Qualität und Wettbewerb am Markt. Durch das kontinuierliche und effiziente Risikomanagement bleibt die Gesamt-risikosituation begrenzt und überschaubar. Auch zukünftig sehen wir keine bestandsgefährdenden Entwicklungen für das Unternehmen. Die Unterstützung durch Fördermittel und Spenden seitens der DRF e.V. ist kurz-, mittel- und langfristig weiterhin geboten. 4. Nachtragsbericht Wesentliche Ereignisse, die das im Abschluss vermittelte Bild der Gesellschaft beeinflussen oder Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben könnten, sind nicht eingetreten. 5. Chancen- und Prognosebericht Die Entwicklung der Luftrettung in Deutschland und insbesondere technische, luftfahrtrechtliche und medizinische Anforderungen an die Betreiber, haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dazu kommen noch Vorgaben für Ausbildung, Sicherheit und Qualitätsmanagement, die in der täglichen Umsetzung mittlerweile erhebliche Ressourcen in Anspruch nehmen. Die Zuverlässigkeit dieser Leistungen kann jedoch nur in gesellschaftspolitischem Konsens erhalten bleiben, deswegen bildet die Bereitschaft zur finanziellen Deckung aller notwendigen Aufwendungen die Grundlage für die Zusammenarbeit mit Kostenträgern und öffentlichen Auftraggebern. Einhergehend mit einer Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Geschäftsmodell der Luftrettungsbetreiber, investiert die HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH weiterhin verstärkt in die Aufklärung und Darstellung ihrer Strukturen und Leistungen. Im ersten Monat des Jahres 2015 bleiben die abrechenbaren Stunden im Vergleich zum Vorjahr konstant. Bei der erwarteten Steigerung der Flugminutenpreise infolge der Neuausschreibungen und/oder Verhandlungen rechnen wir mit einer Umsatzsteigerung von ca. 5 % bis 7 % und mit einem ausgeglichenen Ergebnis.
Nürnberg, 19. März 2015 Dr. Hans Jörg Eyrich, Geschäftsführer Steffen Lutz, Geschäftsführer |
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