Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 7320
Eingetragen
3.7.1996
Branche
Herstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen, nicht für den HaushaltIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungHerstellung von Wärmepumpen
Gegenstand
Die Planung, Projektierung, Fertigung, Vertrieb, Montage und Wartung von kommerziellen Lebensmittelkühlanlagen und Teilen davon.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Mauersberger
seit 29.9.2025
Prokura
Reinhard Kern
seit 13.12.2024
Prokura
Jochen Weisgerber
seit 20.6.2023
Prokura
Marcel Krause
seit 10.8.2021
Prokura
Vicky Werner
seit 10.3.2021
Prokura
Bernd Haller
seit 11.3.2020
Geschäftsführer
Klaus Corban
seit 11.8.2010
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Epta Central North Europe B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Epta Central North Europe B.V.
Netherlands
3.700.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Epta Deutschland GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

INHALTSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

A. PRÜFUNGSAUFTRAG UND ERKLÄRUNG DER UNABHÄNGIGKEIT

I. Prüfungsauftrag

II. Erklärung der Unabhängigkeit

B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

C. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

II. Feststellungen zur Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

2. Jahresabschluss

3. Lagebericht

D. GEGENSTAND DER PRÜFUNG

E. ART UND UMFANG DER AUFTRAGSDURCHFÜHRUNG

F. ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

I. Rechnungslegungsnormen

II. Wesentliche Bewertungsgrundlagen

G. SCHLUSSBEMERKUNG UND UNTERZEICHNUNG DES PRÜFUNGSBERICHTS

ANLAGEN

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Rechtliche, wirtschaftliche und steuerliche Verhältnisse

Rechtliche Verhältnisse

Wirtschaftliche Verhältnisse

Steuerliche Verhältnisse

Besondere Auftragsbedingungen der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund der kaufmännischen Rundung Differenzen auftreten.

Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und anderer Gesetze, die im Prüfungsbericht genannt werden, beziehen sich, soweit nicht anders gekennzeichnet, auf die für das geprüfte Geschäftsjahr geltende Fassung.

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Kurzbezeichnung vollständige Bezeichnung
AAB Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
BAB Besondere Auftragsbedingungen der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Epta GmbH Epta Deutschland GmbH, Mannheim
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
HGB Handelsgesetzbuch
HR Handelsregister
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf
ISA International Standards on Auditing
ISA [DE] Vom IDW ins Deutsche übersetzte Fassung eines vom IAASB der IFAC verabschiedeten ISA, bei dem die zu beachtenden nationalen Besonderheiten entweder als sogenannte "D.-Textziffer" oder in eckigen Klammern gesetzt sind
PS Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V.

A. PRÜFUNGSAUFTRAG UND ERKLÄRUNG DER UNABHÄNGIGKEIT

I. PRÜFUNGSAUFTRAG

Die Gesellschafterversammlung der

Epta Deutschland GmbH, Mannheim

(im Folgenden auch "Epta", "Epta GmbH" oder "Gesellschaft" genannt)

hat uns am 20. Oktober 2023 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 gewählt. Daraufhin beauftragte uns der Aufsichtsrat der Gesellschaft mit der Prüfung

des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung sowie

des Lageberichts

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 nach den §§ 317 ff. HGB.

Die Prüfung erfolgte zur Erfüllung der gesetzlichen Prüfungspflicht nach § 316 Abs. 1 Satz 1 HGB.

Dieser Bericht ist ausschließlich an die Epta Deutschland GmbH gerichtet.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften.

Die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit unterliegen - auch im Verhältnis zu Dritten - den Besonderen Auftragsbedingungen der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (BAB) sowie den Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (AAB), die diesem Bericht als Anlage IV beigefügt sind.

II. ERKLÄRUNG DER UNABHÄNGIGKEIT

Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Wir haben zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der Epta Deutschland GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 in den diesem Bericht als Anlage I (Jahresabschluss) und Anlage II (Lagebericht) beigefügten Fassungen den am 24. Mai 2024 in Frankfurt am Main unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Epta Deutschland GmbH, Mannheim

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Epta Deutschland GmbH, Mannheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Epta Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

C. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN

I. STELLUNGNAHME ZUR LAGEBEURTEILUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Aus dem von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellten Lagebericht heben wir folgende Angaben hervor, die unseres Erachtens für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft sowie der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken von besonderer Bedeutung sind:

Epta Deutschland GmbH ist ein verbundenes Unternehmen des weltweit agierenden Epta- Konzerns mit Sitz in Mailand, Italien. Infolge des Joint Venture mit der Viessmann-Gruppe haben sich die Beteiligungsverhältnisse an der Gesellschaft wie folgt verändert: Seit dem Q4 2023 ist die Central North Europe B.V. alleiniger Gesellschafter der Epta Deutschland GmbH. In Deutschland tritt Epta als Kühlanlagenbauer auf und verfügt über ein umfassendes Angebot an Dienstleistungen und Produkten, angefangen von der Konzeptberatung und Entwicklung über den Vertrieb bis hin zur Installation und After-Sales Service.

Die Einflüsse multipler Krisen, wie u. a. Energiekrise, Umweltkrise, Inflation, gestörte Lieferketten waren weiterhin am Markt zu spüren. Kostensteigerungen haben sich im Laufe des Geschäftsjahres noch nicht voll entfaltet und können bislang aufgrund zum Teil langfristiger Verträge nicht in hinreichender Weise an Kunden weitergegeben werden.

Dennoch konnte Epta einen Jahresüberschuss nach Steuern von TEUR 10.419 bzw. 6,5 % des Nettoumsatzes erzielen. Der Jahresüberschuss nach Steuern lag somit 19,8 % bzw. TEUR 1.724 über dem Wert des Vorjahrs. Aufgrund der Krisen blieben sowohl die Umsatzerlöse als auch der Jahresüberschuss nach Steuern unter dem Planwert.

Das operative Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 7,7 % des Nettoumsatzes konnte im Jahr 2023 leicht verbessert werden und belief sich auf 8,6 % des Nettoumsatzes. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) stieg um 1,3 % auf 20,4 %. Die Materialaufwandsquote (im Verhältnis zur Gesamtleistung) sank um -3,0 % gegenüber dem Vorjahr und betrug 2023 58,6 %. Die Veränderung des Finanzergebnisses um TEUR 528 von TEUR 143 auf TEUR 670 ist ausschließlich auf die Veränderung der Zinssituation im Rahmen der Abzinsung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen.

Zum Ende des Geschäftsjahres lagen die langfristigen Vermögensgegenstände der Epta GmbH mit TEUR 1.194 um TEUR 214 über dem Vorjahresstand. Die Vorratsbestände sanken von TEUR 19.158 zum Ende des Geschäftsjahres 2022 auf TEUR 13.559 zum Bilanzstichtag 2023. Der Stand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sank um TEUR 9.825 von TEUR 33.274 im Vorjahr auf TEUR 23.448. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken zum Bilanzstichtag von TEUR 48.577 um TEUR 23.279 auf TEUR 25.298. Das Guthaben aus dem Cash Pool der Epta Gruppe belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 24.625 (2022: TEUR 48.058) und ist unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sanken von TEUR 20.600 um TEUR 4.204 auf TEUR 16.396. Diese beinhalten sonstige Verbindlichkeiten, hauptsächlich bestehend aus abzuführender Umsatzsteuer, jedoch auch aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die sich von TEUR 7.000 um TEUR 3.512 auf TEUR 3.488 verringerten. Die Rückstellungen sanken von TEUR 19.425 um TEUR 1.553 auf TEUR 17.872. Hierin ist der Wegfall der Steuerrückstellung enthalten, da sich eine Steuerforderung ergeben hat. Weiterhin veränderten sich die Rückstellungen für Pensionen und Personal um insgesamt TEUR 360. Die Rückstellungen für ausstehende Kosten von bereits berechneten Aufträgen und sonstige Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 450 verringert.

Für das Jahr 2024 bereitet sich Epta auf einen Wiederaufschwung im Retail Markt mit erhöhtem Investitionsvolumen der Kunden vor. Dieser Marktanstieg wird möglicherweise zu Kapazitätsengpässen im Fachpersonal und Baugewerbe führen.

Auch weiterhin wird die Optimierung und Standardisierung technischer Konzepte für Integralsysteme auf Basis von CO 2 als Kältemittel die Herausforderung der kommenden Jahre darstellen. Aufgrund der im Konzern üblichen wöchentlichen bzw. monatlichen Meldungen von Umsatz-, Forderungs-, Liquiditäts- und Ergebniszahlen ist eine ausreichende Risikofrüherkennung gegeben. Das Ausfallrisiko hat sich 2023, im Vergleich zum Vorjahr nicht weiter erhöht. Das Risiko im Segment Systemgastronomie hat sich nach dem Abklingen der Corona-Pandemie wieder auf ein Normalmaß reduziert.

Epta Deutschland GmbH als Full-Service Provider - von Projektierung, Lieferung und Errichtung bis zum Service mit Remote Monitoring Solutions - ist für die Bedarfsentwicklung umweltschonender, energiesparender und kostensenkender Kältesysteme gut aufgestellt. Alle Produkte sind durch Eurovent zertifiziert. Chancen ergeben sich sowohl im Modernisierungsgeschäft und Retrofit als auch im Neuanlagenbau. Durch die erfolgreiche Eröffnung eines eigenen Epta Trainingscenters wird die Gesellschaft aktiv dem Fachkräftemangel in der Kältetechnik entgegenwirken und erwartet die Verstärkung und Effizienzsteigerung ihrer technischen Mitarbeiter.

Epta geht mittelfristig von einer anhaltenden positiven Geschäftsentwicklung aus. Durch das Joint Venture mit Viessmann kann den Kunden eine noch bessere regionale Abdeckung angeboten werden. Die langjährigen Erfahrungen in der gewerblichen Kältetechnik werden es dem Joint Venture ermöglichen, ein führender One-Stop-Shop-Anbieter für energieeffiziente und nachhaltige gewerbliche Kältetechnik-Lösungen für den Einzelhandel sowie die Lebensmittel- und Getränkeindustrie zu werden.

Epta erwartet für 2024 den Umsatz moderat zu steigern. Epta richtet seine Anstrengungen im Jahr 2024 darauf aus, das Jahresergebnis nach Steuern des Vorjahres entsprechend dem Umsatzwachstum zu übertreffen.

Darüber hinaus erwartet die Gesellschaft ab Mitte des Jahres einen Aufschwung des Investitionsverhaltens ihrer Kunden. Dies würde einen Anstieg im Orderportfolio zum Jahresende nach sich ziehen und die Ausgangsposition für 2024 durch einen guten Auftragsbestand stärken.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen stellt der Lagebericht die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

II. FESTSTELLUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

1. BUCHFÜHRUNG UND WEITERE GEPRÜFTE UNTERLAGEN

Die Buchführung entspricht nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und - sofern einschlägig - den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Die den weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen sind in der Buchführung, im Jahresabschluss und im Lagebericht in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß abgebildet.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist nach unserer Feststellung grundsätzlich geeignet, die Sicherheit der verarbeiteten rechnungslegungsrelevanten Daten zu gewährleisten.

2. JAHRESABSCHLUSS

Der von uns geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist diesem Bericht als Anlage I beigefügt. Er entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und - sofern einschlägig - den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden ordnungsgemäß aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Die Eröffnungsbilanzwerte wurden ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen.

Die für Kapitalgesellschaften geltenden Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften sind in allen wesentlichen Belangen beachtet worden. Der Anhang enthält die vorgeschriebenen Angaben zu den einzelnen Posten von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung und gibt die sonstigen Pflichtangaben richtig und vollständig wieder.

Der Anhang enthält unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB nicht die geforderte Angabe der Gesamtbezüge der gesetzlichen Vertreter. Die Inanspruchnahme der Schutzklausel ist zu Recht erfolgt.

Eine Darstellung der für den Jahresabschluss wesentlichen Bewertungsgrundlagen, die zum Verständnis der Gesamtaussage erforderlich sind, findet sich in Abschnitt F.II.

Unsere Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

3. LAGEBERICHT

Der von uns geprüfte Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist diesem Bericht als Anlage II beigefügt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

D. GEGENSTAND DER PRÜFUNG

Gegenstand unserer Abschlussprüfung waren die Buchführung und der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufzustellende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Dieser besteht aus

der Bilanz,

der Gewinn- und Verlustrechnung sowie

dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich die Prüfung nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

Die Verantwortung für Jahresabschluss und Lagebericht haben wir im Bestätigungsvermerk (Abschnitt B.) beschrieben.

E. ART UND UMFANG DER AUFTRAGSDURCHFÜHRUNG

Wir haben die Grundzüge unseres prüferischen Vorgehens im Bestätigungsvermerk dargestellt (Abschnitt B.). Darüber hinaus geben wir hierzu nachfolgend weitere Erläuterungen:

Risiko- und systemorientierter Prüfungsansatz

Grundlage unseres risiko- und systemorientierten Prüfungsansatzes ist die Erarbeitung einer Prüfungsstrategie. Die hierzu notwendige Risikobeurteilung basiert auf der Einschätzung der Lage, der Geschäftsrisiken und des Umfeldes sowie des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems der Gesellschaft. Darüber hinaus berücksichtigen wir bei dieser Einschätzung unser Verständnis vom Prozess der Aufstellung des Jahresabschlusses und von den Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Auf der Grundlage unserer Risikobeurteilung haben wir die relevanten Prüffelder sowie Prüfungsschwerpunkte auf Abschluss- bzw. Aussageebene bestimmt und das Prüfprogramm entwickelt. In unserem Prüfprogramm wurden Art und Umfang der jeweiligen Prüfungshandlungen festgelegt.

Die Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen umfassten Aufbau- und Kontrolltests, aussagebezogene analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungen (sonstige aussagebezogene Prüfungshandlungen) für die ausgewählten Prüffelder. Dabei wurden Wesentlichkeitsaspekte berücksichtigt.

Beschreibung des Prüfungsprozesses

Unseren Prüfungsprozess haben wir in Phasen unterteilt, die mit der Auftragsannahme/-fortführung beginnen und sich bis zur Berichterstattung erstrecken. Die nachfolgende Abbildung stellt unseren Prüfungsprozess zusammengefasst grafisch dar.

1 2 3 4
Definition des Prüfungsgegenstands und Auftragsannahme Risikobeurteilung und Entwicklung der Prüfungsstrategie Erlangung von Prüfungsnachweisen Abschluss der Prüfung und Berichterstattung
- Entscheidung über Auftragsannahme/-fortführung einschließlich Beurteilung - Gewinnung eines Verständnisses von Unternehmen und Geschäftsverlauf - Durchführung der Prüfungshandlungen zur Adressierung der Risiken - Bildung eines Gesamturteils auf Basis der Prüfungsergebnisse
der Unabhängigkeit - Beurteilung der Ange- - Würdigung der - Berichterstattung
- Abstimmung von Art und Umfang des Auftrags einschließlich der Festlegung messenheit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems Relevanz und Verlässlichkeit der Prüfungsnachweise über Ergebnisse der Abschlussprüfung
von zusätzlichen Prüfungsschwerpunkten - Ableitung der Risiken wesentlicher falscher
- Disposition notwendiger Darstellungen
fachlicher Ressourcen unter Berücksichtigung der Berufsgrundsätze - Entwicklung und Festlegung der risikoorientierten Prüfungsstrategie und des Prüfungsprogramms

Die dargestellten Phasen berücksichtigen die vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung.

Als Schwerpunkte unserer Prüfung haben wir festgelegt:

Prüfung des Prozesses der Jahresabschlussaufstellung

Vollständigkeit, Existenz und Genauigkeit der Umsatzerlöse, einschließlich der Periodenabgrenzung

Bestand und Bewertung der Vorräte

Genauigkeit und Bewertung der Steuerrückstellungen

Vollständigkeit und Bewertung der sonstigen Rückstellungen, einschließlich der Rückstellungen für Gewährleistungen und der Personalrückstellungen

Bewertung der Pensionsrückstellungen

Transaktionen mit nahstehenden Unternehmen und Personen

Alle Prüfungshandlungen erfolgten jeweils anhand bewusst oder repräsentativ ausgewählter Elemente. Die Bestimmung der jeweiligen Auswahl erfolgte abhängig von unseren Erkenntnissen über das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem sowie von Art und Umfang der Geschäftsvorfälle.

An der Inventur der Vorräte haben wir beobachtend teilgenommen, um uns von der ordnungsgemäßen Aufnahme zu überzeugen.

Bei der Durchführung von Einzelfallprüfungen haben wir Bestätigungen bzw. Mitteilungen und Auskünfte Dritter eingeholt von:

Kunden

Lieferanten

sowie von für die Gesellschaft tätigen

Kreditinstituten

Rechtsanwälten

Steuerberatern

Bei der Prüfung der versicherungsmathematischen Berechnung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen haben wir die Ergebnisse eines versicherungsmathematischen Gutachtens eines von der Geschäftsführung beauftragten Sachverständigen genutzt.

Den Lagebericht haben wir daraufhin geprüft, ob er insgesamt den gesetzlichen Vorschriften entspricht sowie mit dem Jahresabschluss und mit den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht und ob er insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. Dabei haben wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durchgeführt. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise haben wir hierbei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nachvollzogen und die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen beurteilt.

Wir haben die Prüfung im November 2023 (Vorprüfung) und in den Monaten bis Mai 2024 bis zum 24. Mai 2024 durchgeführt.

Zum Abschluss der Prüfung haben wir von den gesetzlichen Vertretern eine schriftliche Erklärung eingeholt, in der diese mit Datum vom 24. Mai 2024 die Vollständigkeit der uns erteilten Aufklärungen und Nachweise sowie von Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht bestätigt haben. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft erteilten alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise.

F. ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

I. RECHNUNGSLEGUNGSNORMEN

Der Jahresabschluss war nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften aufzustellen.

II. WESENTLICHE BEWERTUNGSGRUNDLAGEN

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfordert aufgrund der gesetzlichen Wahlrechte eine Vielzahl von Bilanzierungs- und Bewertungsentscheidungen seitens der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Im Folgenden gehen wir gemäß § 321 Abs. 2 Satz 4 HGB auf die wesentlichen Bewertungsgrundlagen einschließlich der Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten ein.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Anhang (Anlage I) gemäß § 284 HGB beschrieben.

Im Einzelnen heben wir nachfolgend wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie ausgeübte Bilanzierungswahlrechte hervor:

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck gebildet. Der Bewertung der Pensionsrückstellung liegt unter Beachtung von IDW RS HFA 30 ein Diskontierungssatz von 1,82 % p. a. (Stand Dezember 2023) zugrunde (im Vorjahr: 1,78 % p.a.).

Die Gesellschaft hat bei der Bewertung der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2023 § 253 Abs. 6 Satz 1 und 3 HGB n.F. angewendet und statt des durchschnittlichen Marktzinssatzes über sieben Jahre (1,74 %) den durchschnittlichen Marktzinssatz über zehn Jahre (1,82 %) für die Abzinsung zugrunde gelegt. Bei Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes über sieben Jahre wäre die Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2023 um TEUR 87 höher ausgefallen.

Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 HGB wahr und aktiviert in der Handelsbilanz latente Steuern. Die im Geschäftsjahr ausgewiesenen aktiven latenten Steueransprüche in Höhe von TEUR 1.742 (Vorjahr TEUR 1.969) resultieren insbesondere aus Unterschieden zwischen steuer- und handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, den sonstigen Rückstellungen sowie aus unterschiedlichen Bewertungen im Bereich der Vorräte. Latente Steuerverbindlichkeiten lagen unverändert zum Vorjahr nicht vor.

G. SCHLUSSBEMERKUNG UND UNTERZEICHNUNG DES PRÜFUNGSBERICHTS

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der Epta Deutschland GmbH, Mannheim, haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, (IDW PS 450 n.F. (10.2021)) erstattet.

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B. dieses Prüfungsberichts wiedergegeben.

 

Frankfurt am Main, 24. Mai 2024

BDO
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sinning, Wirtschaftsprüfer

Dr. Rosien, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31.12.2023

31.12.2023 31.12.2022
EURO EURO
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software und Lizenzen 352.385,12 382.727,79
352.385,12 382.727,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 467.956,58 498.826,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsaustattung 372.470,56 97.369,69
4. Geleistete Anzahlungen 924,60 924,60
841.351,74 597.120,59
1.193.736,86 979.848,38
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe 1.967.258,63 2.343.358,17
2. Unfertige Erzeugnisse 7.025.774,88 10.515.683,77
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.566.081,94 6.298.760,81
13.559.115,45 19.157.802,75
II. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.448.413,04 33.273.746,34
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.297.693,17 48.577.186,79
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.124.038,27 712.775,55
52.870.144,48 82.563.708,68
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.499,92 8.237,22
66.434.759,85 101.729.748,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 121.840,20 150.370,02
D. Aktive latente Steuern 1.742.000,00 1.969.000,00
69.492.336,91 104.828.967,05
31.12.2023 31.12.2022
EURO EURO
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.700.000,00 3.700.000,00
II. Bilanzgewinn 31.524.014,47 61.104.671,91
35.224.014,47 64.804.671,91
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.370.040,00 8.729.930,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 985.028,56
3. Sonstige Rückstellungen 9.502.229,68 9.709.712,94
17.872.269,68 19.424.671,50
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 805.086,38 3.994.832,25
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.519.271,29 4.391.882,02
- davon mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr: € 6.519.271,29 (Vj. 4.391.882,02)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.487.616,12 6.999.747,20
- davon mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr: € 3.487.616,12 (Vj. 6.999.747,20)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.584.078,97 5.213.162,17
- davon mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr: € 5.584.078,97 (Vj. 5.213.162,17)
- davon aus Steuern: € 2.959.600,25 (Vj. 3.307.205,98)
16.396.052,76 20.599.623,64
69.492.336,91 104.828.967,05

Gewinn- und Verlustrechnung 1.1 bis 31.12.2023

2023 2022
EURO EURO
1. Umsatzerlöse 163.534.000,21 166.712.371,40
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -5.284.122,78 -3.719.007,54
3. Gesamtleistung 158.249.877,43 162.993.363,86
4. Sonstige betrieblichen Erträge 721.713,00 1.138.286,63
- davon aus der Währungsumrechnung: € 8.084,23 (Vj. € 5.880,45)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -76.036.607,76 -82.559.206,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -16.626.770,99 -17.702.089,10
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -27.240.701,65 -25.598.542,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -5.078.612,54 -5.518.484,65
- davon für Altersversorgung: € -85.810,31 (Vj. € 526.035,71)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -136.255,05 -143.081,09
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -19.924.509,80 -20.140.950,90
- davon aus Währungsumrechnungen: € 14.287,18 (Vj. € 19.313,55)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 773.890,04 398.961,39
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 773.890,04 (Vj. € 398.961,39)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -103.653,00 -256.385,00
- davon aus der Abzinsung: € -103.653,00 (Vj. € -256.385,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.090.001,11 -3.829.000,00
- davon Aufwand (Vj. Ertrag) aus latenten Steuern: (€ 227.000,00, Vj. € 139.000,00)
12. Ergebnis nach Steuern 10.508.368,57 8.782.872,87
13. Sonstige Steuern -89.026,01 -87.482,39
14. Jahresüberschuss 10.419.342,56 8.695.390,48
15. Gewinnvortrag 61.104.671,91 52.409.281,43
16. Ausschüttung -40.000.000,00 0,00
17. Bilanzgewinn 31.524.014,47 61.104.671,91

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Allgemeiner Teil

Die Epta Deutschland GmbH, Mannheim ist unter HRB Nr. 7320 im Handelsregister von Mannheim eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Gliederung

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt, wobei eine Nutzungsdauer von 3-12 Jahren zugrunde gelegt wird. Es wird kein Gebrauch gemacht vom Wahlrecht selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten erfasst. Nutzungsbedingter Werteverzehr wird durch planmäßige lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer erfasst, wobei eine Nutzungsdauer für Grundstücke und Bauten von 20 Jahren und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 5-10 Jahren zugrunde gelegt wird. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 800 werden sofort als Aufwand erfasst.

Die Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe, Fertigerzeugnisse und Waren sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten auf Basis gewichteter Durchschnittswerte aktiviert. Am Abschlussstichtag vorliegende niedrigere Wiederbeschaffungspreise wurden zur Bewertung herangezogen.

Unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellkosten bewertet, die Einzelkosten für Material und Lohn umfassen angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen.

Das allgemeine Lagerrisiko, insbesondere mangelnde Gängigkeit und konstruktive Überalterung sowie eine marktorientierte Erlöserwartung, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für drohende Forderungsausfälle werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt. Es bestehen keine Positionen deren Restlaufzeit ein Jahr übersteigt.

Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit dieser Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag darstellen. Er ist zu Nennwerten bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach dem Project Unit Credit-Verfahren unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt und pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser betrug zum Bilanzstichtag 1,82% (Vorjahr 1,78%).

Dabei wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75%, eine Fluktuationsrate von 2,00% und Rentensteigerungen von jährlich 2,25% unterstellt.

Der oben angewendete Rechnungszinsfuß von 1,82% entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Bis 2015 war der Rechnungszinsfuß über einen Zeitraum von sieben Jahren zu berechnen. Der siebenjährige Rechnungszinsfuß liegt bei 1,74%. Die Zinsänderung führte zu einem Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 87 (Vorjahr T€ 407).

Entsprechend den Regelungen des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ist dieser Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 87 grundsätzlich ausschüttungsgesperrt, sofern nicht ausreichend freie Rücklagen bzw. sofern nicht - wie bei der Gesellschaft - ein Gewinnvortrag vorhanden ist.

Steuer- und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die darin enthaltenen Garantierückstellungen, die auf Erfahrungswerten basiert und durch pauschalen Garantiesatz ermittelt wurde, wird mit 1,03% abgezinst, die restlichen Rückstellungen sind kurzfristig mit einer Laufzeit weniger als ein Jahr.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Latente Steuern

Steuerliche Auswirkung aus unterschiedlichen bilanziellen Ansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz werden als latente Steuern bilanziert. Netto Be- bzw. Entlastung wird als passive bzw. aktive latente Steuer ausgewiesen. Unterschiede zwischen Steuer- und Handelsbilanz können insbesondere aus der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsrückstellungen, dem Ansatz der sonstigen Rückstellungen und der Bewertung des Vorratsvermögens entstehen. Die latenten Steuern werden mit einem Steuersatz von 30,52% bewertet und in Höhe von T€ 1.742 (Vorjahr T€ 1.969) aktiviert.

Fremdwährungsbewertung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs bei der Erstbuchung erfasst. Zum Bilanzstichtag werden liquide Mittel, kurzfristige Forderungen und kurzfristige Verbindlichkeiten soweit vorhanden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Langfristige Forderungen oder Verbindlichkeiten bestehen nicht.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen im Anlagenspiegel dargestellt.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus dem Cash Pooling in Höhe von T€ 24.625 (Vorjahr T€ 48.058) sowie Forderungen aus Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 673 (Vorjahr T€ 520) enthalten.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen incl. Cash Pooling in Höhe von T€ 25.298 (Vorjahr T€ 48.577) gegen die Epta S.p.A., Mailand.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Versicherungen in Höhe von T€ 734 (Vorjahr T€ 385) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Diese entstehen nach vollzogener Leistung eines Schadensersatzes von Epta an Kunden in Höhe des Betrages, der über dem vertraglich vereinbarten Selbstbehalt liegt. In den sonstigen Vermögensgegenständen enthalten sind außerdem T€ 3.068 aus Steuerforderungen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungs-Posten beinhalten Vorauszahlungen für Energieaufwendungen (Strom, Gas, Wasser, Abwasser) an Energieunternehmen in Höhe von T€ 80 (Vorjahr T€ 62). Außerdem enthalten sind Zahlungen von Versicherungsprämien für den Zeitraum 2024 in Höhe von T€ 41.

Die sonstigen Rückstellungen betragen T€ 9.502 (Vorjahr T€ 9.710), darin enthalten sind hauptsächlich Rückstellungen für noch ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Leistungen für bereits abgerechnete Aufträge in Höhe von T€ 4.038 (Vorjahr T€ 3.589), Gewährleistungen T€ 1.060 (Vorjahr T€ 1.140), nachlaufende Gemeinkosten (u. a. KfZ- sowie Gebäudekosten) T€ 802 (Vorjahr T€ 739), Überstunden T€ 349 (Vorjahr T€ 343), Sonderzahlungen T€ 1.807 (Vorjahr T€ 2.182) und Urlaub T€ 370 (Vorjahr T€ 324).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unverändert innerhalb eines Jahres fällig. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten für Lohnsteuer in Höhe von T€ 330 (Vorjahr T€ 442) sowie Umsatzsteuer in Höhe von T€ 2.629 (Vorjahr T€ 2.865) ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 3.488 (Vorjahr T€ 7.000) sind aus Lieferungen und Leistungen entstanden. Sie enthalten Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.611 (Vorjahr T€ 6.346) gegenüber der Epta S.p.A., Mailand.

Gezeichnetes Kapital und Angaben zum Mutterunternehmen

Das gezeichnete Kapital ist zu Nennwerten bewertet und wird zu 100 % von der Epta Central North Europe B.V., Amsterdam, Niederlande, gehalten.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Epta S.p.A., Via Mecenate 86, Mailand, Italien, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und für den größten Konsolidierungskreis erstellt. Der Konzernabschluss der Epta S.p.A., Mailand, wird bei der italienischen Aufsichtsbehörde unter der Registernummer (REA) 1730229 hinterlegt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Regionen

2023 2022
Inland T€ 163.347 168.910
Ausland T€ 3.033 1.440
T€ 166.380 170.350
Erlösschmälerungen T€ -2.846 -3.638
Netto T€ 163.534 166.712

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen

Neuanlagen T€ 110.393 122.587
Service T€ 55.987 47.763
T€ 166.380 170.350
Erlösschmälerungen T€ -2.846 -3.638
Netto T€ 163.534 166.712

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind hauptsächlich periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 549 (Vorjahr T€ 920) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Höhe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beträgt T€ 19.925 (Vorjahr T€ 20.141). Diese setzten sich hauptsächlich aus Miet-, und Leasingaufwendungen in Höhe von T€ 3.670 (Vorjahr T€ 3.366), Transportkosten in Höhe von T€ 6.742 (Vorjahr T€ 7.707), Aufwendungen für Konzernumlagen in Höhe von T€ 3.495 (Vorjahr T€ 3.160), Reisekosten in Höhe von T€ 1.653 (Vorjahr T€ 1.535), sonstige Personalaufwendungen von T€ 714 (Vorjahr T€ 845) und Telefon- und Portokosten in Höhe von T€ 417 (Vorjahr T€ 416) zusammen.

Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung

Die Höhe der Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung beträgt im Berichtsjahr T€ 104 (Vorjahr T€ 256).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern incl. der latenten Steuern in Höhe von T€ 4.090 (Vorjahr T€ 3.829) sind vollständig der operativen Geschäftstätigkeit zuzuordnen.

Die Belastung aus Steuern des laufenden Geschäftsjahres beträgt T€ 3.863 (Vorjahr T€ 3.690). Aus der Berücksichtigung aktiver latenten Steuern ergab sich ein Aufwand von T€ 227 (Vorjahr T€ 139) im Geschäftsjahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büro- und Lagerflächen sowie aus Operating-Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge in Höhe von T€ 6.592 (Vorjahr T€ 5.782). Die Werteermittlung beinhaltet den maximalen Zeitraum bis einschließlich des Jahres 2028. Diese Verpflichtungen werden sich in den Folgejahren anhand der verbleibenden vertraglichen Laufzeiten verändern. Die Operating-Leasing-Verträge wurden aus wirtschaftlichen Gründen abgeschlossen. Vorteile liegen in den ungebundenen finanziellen Mitteln sowie der Nutzung des Vertragsgegenstands. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Risiken aus den abgeschlossenen Geschäften.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat im März 2016 für eine Privatplatzierung von Anleihen der obersten Muttergesellschaft in Italien eine Garantieerklärung unterzeichnet. Danach haftet die Gesellschaft für Zins- und Ratenzahlungen der Muttergesellschaft. Diese Verpflichtung ist jedoch in der Höhe begrenzt, die den Fortbestand der Gesellschaft niemals gefährden würde. Der Umfang der Anleihe wurde im Geschäftsjahr 2019 von T€ 20.000 auf T€ 26.789 (T$ 30.000) erhöht. Auf Grund der wirtschaftlichen Situation der Muttergesellschaft ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen.

Ausschüttungssperre

Die aktivierten latenten Steuern in Höhe von T€ 1.742 sind grundsätzlich ausschüttungsgesperrt, ebenso der Unterschiedsbetrag aus Rechnungszins für Pensionsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB für Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 87.

Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 187 178
Angestellte 272 280
Gesamt 459 458
zuzüglich Auszubildende 35 29
Total - incl. Auszubildende 494 487

Honorar des Abschlussprüfers

Dieses beträgt für das Jahr 2023 rund T€ 45 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Organe der Gesellschaft, Bezüge der Organmitglieder

Am Bilanzstichtag war Alleingeschäftsführer:

Bernd Haller, Hohen Neudorf

Regional Commercial Director Central Europe

Die Bezüge des Geschäftsführers werden mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Aufsichtsrat

Gemäß Gesellschaftsvertrag hat die Gesellschaft einen Aufsichtsrat vorgesehen, welcher sich seit dem Gesellschafterbeschluss vom 23.12.2019 wie folgt zusammensetzt:

Herr Marco Nocivelli

General Manager Epta S.p.A., Milano/Italien (Vorsitzender)

Herr Christian Le Gousse

Chief Commercial Officer Epta S.p.A., Milano/Italien

Herr Massimo Albertario

Chief Financial Officer Epta S.p.A., Milano/Italien

Eine Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder durch die Gesellschaft wurde nicht geleistet.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag:

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres wurden bisher nicht bekannt.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Jahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mannheim, 24. Mai 2024

Der Geschäftsführer

Bernd Haller

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Wert 1.1.2023 Zugang Abgang Wert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software und Lizenzen 865.710,34 12.887,50 0,00 878.597,84
865.710,34 12.887,50 0,00 878.597,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.353.689,15 0,00 0,00 1.353.689,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.638,25 0,00 0,00 4.638,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 979.409,73 337.256,03 0,00 1.316.665,76
4. Geleistete Anzahlungen 924,60 0,00 0,00 924,60
2.338.661,73 337.256,03 0,00 2.675.917,76
3.204.372,07 350.143,53 0,00 3.554.515,60
Abschreibungen
Wert 1.1.2023 Zugang Abgang Wert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software und Lizenzen 482.982,55 43.230,17 0,00 526.212,72
482.982,55 43.230,17 0,00 526.212,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 854.862,85 30.869,72 0,00 885.732,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.638,25 0,00 0,00 4.638,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 882.040,04 62.155,16 0,00 944.195,20
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.741.541,14 93.024,88 0,00 1.834.566,02
2.224.523,69 136.255,05 0,00 2.360.778,74
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software und Lizenzen 352.385,12 382.727,79
352.385,12 382.727,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 467.956,58 498.826,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 372.470,56 97.369,69
4. Geleistete Anzahlungen 924,60 924,60
841.351,74 597.120,59
1.193.736,86 979.848,38

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

Die Epta Deutschland GmbH ist ein verbundenes Unternehmen des weltweit agierenden Epta Konzerns mit Sitz in Mailand. Durch das Joint-Venture mit Viessmann haben sich die Beteiligungsverhältnisse verändert, seit dem letzten Quartal 2023 ist die Central North Europe B.V. alleiniger Gesellschafter der Epta Deutschland GmbH. In Deutschland sind wir als Kälteanlagenbauer positioniert und verwenden innerhalb unseres Leistungsspektrums Produkte, wie Kühlmöbel und Kühlzellen, die wir im Rahmen von Intercompany Lieferverträgen von unseren Schwestergesellschaften im europäischen Ausland beziehen.

Dabei verfügen wir als einer der führenden Hersteller der umweltfreundlichen CO 2 -Technologie über ein umfassendes Angebot an Dienstleistungen und Produkten, angefangen von der Konzeptberatung und Entwicklung über den Vertrieb der Produkte bis hin zur Installation und dem After-Sales Service. Entsprechend den Anforderungen des Marktes und den Leitlinien der Europäischen Union sind wir stets bestrebt, unsere Vorreiterposition in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zu erhalten und auszubauen.

Als Partner bedienen wir nahezu alle namhaften Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels und der Systemgastronomie. Ebenso zum Kundenkreis gehören Mineralölgesellschaften, Logistikunternehmen, Unternehmen der Lebensmittelproduktion und -distribution sowie mittelständische Betriebe des Kältefachhandwerks.

Im Rahmen unseres After-Sales Service ist unser qualifiziertes Servicecenter in unserem Stammhaus in Mannheim rund um die Uhr an jedem Tag im Jahr erreichbar. Deutschlandweit stehen geschulte Servicetechniker für jede Art von Serviceeinsätzen zur Verfügung.

Unser Standort Brühl mit unserem Zentrallager wird als unselbständige Zweigniederlassung weitergeführt.

Die Wirtschaftlichkeit wird regelmäßig mit den konzernweiten Kennzahlen wie z.B. zu Sales und Order Portfolio, Variable Contribution, EBIT ermittelt und gesteuert. Für die praktische Steuerung im Tagesgeschäfts sind die Kennzahlen Sales, Auftragsbestand und Auftragseingang sowie das Jahresergebnis nach Steuern am wichtigsten. Neben den üblichen finanziellen Leistungsindikatoren werden darüber hinaus auch regelmäßig nicht finanziellen Leistungsindikatoren erhoben, dazu zählen z.B. Analysen zur Kundenzufriedenheit speziell im After-Sales Service.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Lage

Das deutsche Wirtschaftswachstum fiel im Jahr 2023 zum Jahresende leicht im Vergleich zum Vorquartal um -0,3% ab. Nachdem der Wachstumskurs im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal stagnierte, lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - auf dem gleichen Niveau des Vorquartals. Im ersten Quartal konnte ein leichter Aufwärtstrend um 0,1 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - verzeichnet werden, dann stagnierte das BIP im zweiten Quartal jedoch. In den ersten drei Quartalen stagnierte das BIP noch weitestgehend, begleitet von anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für das gesamte Jahr 2023 haben die neuesten Berechnungen den Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt -0,1 %) bestätigt. Der Lebensmitteleinzelhandel musste jedoch zum Vorjahr ein preisbereinigtes Umsatzminus von 3,3% (Jan bis Dez) hinnehmen.

a. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Ausgangsituation zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 zeigte einen um T€ 2.623 niedrigeren Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahr. Trotz unserer sehr guten Marktposition haben auch wir die Auswirkungen des Rückgangs des Marktvolumens im Auftragseingang gespürt und sind unter dem Vorjahresniveau geblieben. Dies resultierte in einem um T€ 10.467 geringeren Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr zum Jahresende.

Durch die im Jahr 2022 bereits spürbar verhaltene Nachfrage des Marktes, war unsere Ausganssituation unter dem Vorjahr geblieben. Diese Lücke konnte auch im laufenden Jahr nicht umsatzwirksam geschlossen werden. Hier ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 9,9% (T€ -12.194) gesunken.

Im Bereich After Sales Service konnten wir unsere Marktposition erneut ausbauen und unseren Umsatz um T€ 8.224 steigern.

Das Gesamtvolumen unserer Geschäfte nahm gegenüber dem Vorjahr um ca. 2,3% ab.

2023 2022 Veränderung
T€ % T€ % T€
Neuanlagen 110.393 67,5 122.587 73,5 -12.194
Service 55.987 34,2 47.763 28,7 8.224
Zwischensumme 166.380 101,7 170.350 102,2 -3.970
Erlösschmälerungen -2.846 -1,7 -3.638 -2,2 792
Umsatzerlöse 163.534 100 166.712 100 -3.178

Die weiterhin angespannte weltwirtschaftliche Situation wirkte sich auf die Ertragslage im Jahr 2023 aus. Die Einflüsse multipler Krisen wie u.a. Energiekrise, Umweltkrise, Inflation, gestörte Lieferketten sind weiterhin am Markt zu spüren. Kostensteigerungen hatten sich bisher nicht voll entfaltet und mußten weiterhin hingenommen werden. Auf Grund zum Teil langfristiger Preisbindungen ist es uns nicht gelungen, diese in hinreichender Weise an unsere Kunden weiterzugegeben. Dennoch konnten wir einen Jahresüberschuss nach Steuern von T€ 10.419 bzw. 6,5% des Nettoumsatzes erzielen. Der Jahresüberschuss nach Steuern lag somit 19,8% bzw. T€ 1.724 über dem Wert des Vorjahrs. Aufgrund dieser Umstände blieben sowohl unsere Umsatzerwartung als auch der Jahresüberschuss nach Steuern unter dem Planwert.

Die Zahl unserer Mitarbeiter stieg gegenüber dem Vorjahr von 495 um 2,42% auf 507. Unser seit Jahren andauerndes Umsatzwachstum erfordert trotz kontinuierlicher Effizienzverbesserung einen moderaten Anstieg des Personalbestands, um auch weiterhin für unsere Kunden mit einer qualifizierten und motivierten Belegschaft einen zufriedenstellenden Service bieten zu können.

b. Darstellung der Lage

Die langfristig gebundenen Vermögensgegenstände liegen mit T€ 1.194 um T€ 214 über dem Vorjahresstand. Berücksichtigt wurden dabei Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 43 sowie auf Sachanlagen in Höhe von T€ 93. Die Investitionen betrugen T€ 350.

Die Vorratsbestände sanken von T€ 19.158 in 2022 auf T€ 13.559 zum Bilanzstichtag 2023, größtenteils durch die Verringerung der unfertigen Erzeugnisse um T€ 3.490. Dieser Umstand hängt, mit dem zum Stichtag erreichten Fertigstellungsgrad der Projekte zusammen.

Der Stand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sank um T€ 9.825 von T€ 33.274 im Vorjahr auf T€ 23.448.

Seit dem Jahr 2010 ist die Gesellschaft in den Cash-Pool der Epta Gruppe eingebunden. Das Guthaben aus den Cash Pool der Epta Gruppe belief sich zum Bilanzstichtag auf T€ 24.625 (2022: T€ 48.058) und wurde unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Wie auch in den Vorjahren waren die liquiden Mittel im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ausreichend, daher mussten die bestehenden Kreditlinien der Gesellschaft in Höhe von T€ 7.614 nicht in Anspruch genommen werden. Einschließlich des Guthabens im Cash Pool verfügt die Gesellschaft zum Stichtag 31. Dezember 2023 über eine Liquidität in Form von Bankguthaben in Höhe von T€ 24.626 (2022: T€ 48.061). Das operative Geschäft konnte durchgängig aus den laufenden Einnahmen finanziert werden. Die Verbindlichkeiten werden nach Fälligkeit regelmäßig und vereinbarungsgemäß beglichen. Dies war aufgrund der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft während des Geschäftsjahres jederzeit gegeben.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken zum Bilanzstichtag von T€ 48.577 um T€ 23.279 auf T€ 25.298. Dies ist im Wesentlichen auf das gesunkene Guthaben im Cash Pool auf T€ 24.625 zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 713) um T€ 3.411 auf T€ 4.124 erhöht.

Im vergangenen Geschäftsjahr wurden Investitionen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von T€ 350 getätigt. Die planmäßigen Abschreibungen des gesamten Anlagevermögens betrugen im Berichtsjahr T€ 136.

Es waren und sind keine außergewöhnlichen Finanzierungsmaßnahmen nötig und geplant.

Die Verbindlichkeiten sanken von T€ 20.600 um T€ 4.204 auf T€ 16.396. Diese beinhalten sonstige Verbindlichkeiten, hauptsächlich bestehend aus abzuführender Umsatzsteuer, welche sich von T€ 5.213 um T€ 371 auf T€ 5.584 erhöhten, jedoch auch aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen gegen verbundene Unternehmen, die sich von T€ 7.000 um T€ 3.512 auf T€ 3.488 verringerten. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Projektfortschritt der im Auftragsbestand befindlichen Aufträge zurückzuführen.

Die Rückstellungen sanken von T€ 19.425 um T€ 1.553 auf T€ 17.872. Hierin ist der Wegfall der Steuerrückstellung enthalten, da sich eine Steuerforderung ergeben hat. Diese Veränderung ist auf die Anpassung der Steuervorauszahlungen und die veränderte Ergebnissituation zurückzuführen. Weiterhin veränderten sich die Rückstellungen für Pensionen und Personal um insgesamt T€ 360, hauptsächlich aufgrund der veränderten Zinssituation. Die Rückstellungen für ausstehende Kosten von bereits berechneten Aufträgen und sonstige Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 450 verringert.

Das operative Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 7,7% des Nettoumsatzes konnte im Jahr 2023 leicht verbessert werden und belief sich auf 8,6%. Trotz des niedrigeren Auftragsbestandes zum Jahresbeginn ist es uns gelungen diese Lücke zumindest teilweise zu schließen. Trotzdem sind wir leicht in der Gesamtleistung unter dem Vorjahr geblieben T€ 158.250 (Vorjahr T€ 162.960).

Die Personalaufwandsquote stieg um 1,3% auf 20,4% (Vorjahresniveau 19,1%). Die Materialaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung von 58,6 % (Vorjahr 61,5%) sank um 2,9 %. Dies ist zurückzuführen auf Kostensteigerungen und geänderte Mixverhältnisse der beauftragten Lieferungen und Leistungen.

Die Veränderung des Finanzergebnisses um T€ 527 von T€ 143 auf T€ 670 ist ausschließlich auf die Veränderung der Zinssituation im Rahmen der Abzinsung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen.

HINWEISE AUF WESENTLICHE RISIKEN UND CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Die Auswirkungen des russischen Überfalls auf die Ukraine beeinflussten unser Geschäftsjahr 2023 noch immer. Die damit verbundenen Kostensteigerungen, nicht nur im Bereich Energie, veränderten die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen. Auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie konnten wir uns hingegen gut einstellen und die Präventivmaßnahmen in der Praxis umsetzen. Darüber hinaus war das Jahr 2023 gekennzeichnet von weiteren multiplen Krisen wie u.a. Energiekrise, Umweltkrise, Inflation, gestörte Lieferketten.

Unsere Kunden aus dem Lebensmitteleinzelhandel begegneten diesen Krisen mit Anpassung ihrer Strategien und ihres Einkaufsverhaltens. Die Schwerpunkte Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit, verbunden mit Serviceleistungen wie Monitoring von Anlagen, haben unverändert größte Bedeutung. Die Neuausrichtung der Kundenkonzepte und die damit zusammenhängende Zurückhaltung bei den Investitionen, führte zu dem verhaltenen Auftragseingang 2023. Für das Jahr 2024 bereiten wir uns auf einen Wiederaufschwung im Retail Markt mit erhöhtem Investitionsvolumen unserer Kunden vor. Dieser Marktanstieg wird möglicherweise zu Kapazitätsengpässen im Fachpersonal und Baugewerbe führen, welche auch indirekte Auswirkungen auf unser Gewerk haben kann. Außerdem versuchten die Kunden, die Weitergabe unserer Kostensteigerungen massiv zu verhindern.

Weiterhin führten Kostensteigerungen, Ressourcen- und Personalknappheit auf den Baustellen vermehrt zu Terminverschiebungen auf der Kundenseite. Dies bedeutete Mehraufwand und Ineffizienz für unser Baustellenmanagement. Insgesamt konnten wir jedoch alle Projekte bedienen und realisieren.

Unsere Aktivitäten rund um die Unterstützung der Ladengestaltung mit Epta Concept werden von unseren Kunden gerne angenommen. Unverändert starke Nachfrage zu technischen Konzepten für Integralsysteme auf Basis von CO 2 als Kältemittel bestätigt uns als kompetenten Partner neben dem Gewerk Kälte auch Heizung oder Klimatisierung. Die Herausforderung der kommenden Jahre wird auch weiterhin die Optimierung und Standardisierung dieser Technologie sein.

Der After Sales Service befindet sich auch weiterhin auf Wachstumskurs. Unsere Kunden erwarten weiterhin einen störungsfreien und energieeffizienten Betrieb der Anlagen. Die Kundenzufriedenheit ließ sich durch den deutlichen Umsatzanstieg des Jahres 2023 ableiten. Unsere gute Service Performance und Wahrnehmung als zuverlässigen Partner für unsere Kunden, wird uns regelmäßig bestätigt.

Auch in diesem Jahr haben wir daran gearbeitet, uns weiter zu verbessern und unsere Strukturen, sowohl in den Regionen vor Ort als auch in den zentralen Support-Funktionen auszubauen. Hier setzen wir auch in Zukunft auf Investitionen in qualifiziertes Personal, verstärkte Ausbildung und das Mitarbeitertraining. Die stetigen IT- Investitionen der Gruppe in verschiedene IT Projekte zur Fortführung unserer Digitalisierung sind für unsere strategische Ausrichtung Voraussetzung.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Kältemittelsituation bieten wir weiterhin Recyclinglösungen für gebrauchte synthetische Kältemittel an, um unseren Kunden die Betriebssicherheit der Kälteanlagen zu gewährleisten und beim Umstieg auf natürliche Kältemittel zu unterstützen.

a. Risiken:

Die Risikopolitik der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Risiken zu erkennen und zu vermeiden bzw. Maßnahmen zu deren Minderung zu ergreifen mit dem Ziel, den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern und die mittelfristigen finanziellen Zielgrößen zu erreichen. Die Kategorisierung der Risiken erfolgt hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in "sehr wahrscheinlich", "indifferent" bzw. "unwahrscheinlich" sowie bzgl. der Auswirkung auf die geschäftliche Entwicklung und die Gefährdung der Fortführung der Gesellschaft in "wesentliches" bzw. "unwesentliches" Risiko.

Aufgrund der im Konzern üblichen wöchentlichen bzw. monatlichen Meldungen von Umsatz-, Forderungs-, Liquiditäts- und Ergebniszahlen ist eine ausreichende Risikofrüherkennung gegeben. Darüber hinaus begegnen wir möglichen Risiken mit der gebotenen Sorgfalt. Unser Ausfallrisiko hat sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr nicht weiter erhöht. Das Risiko im Segment Systemgastronomie hat sich nach dem Abklingen der Corona-Pandemie wieder auf ein Normalmaß reduziert.

Ausfallrisiken unserer Forderungen minimieren wir durch durchgängige Bonitätsprüfungen beziehungsweise frühzeitige Teilabrechnungen. Im Liefer- und Leistungsgeschäft werden Außenstände und Ausfallrisiken fortlaufend überwacht und gegebenenfalls auch durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Daher schätzen wir das verbleibende Risiko weiterhin als niedrig ein.

Speziell die Abwicklung unserer Neuanlagenprojekte ist häufig durch technische Komplexität, gesetzliche Richtlinien und Vorschriften sowie längere Projektlaufzeiten gekennzeichnet, dadurch sind Kosten- und/oder Terminüberschreitungen denkbar.

Unser Projektierungssystem ist ISO 9001:2015 zertifiziert. Zur Überwachung haben wir zusätzliche operative Kennzahlen eingeführt, um frühzeitig Risiken besser erkennen zu können. In diesem Zusammenhang beurteilen wir auch detailliert mögliche Gewährleistungsrisiken, die wir nach sorgfältiger kaufmännischer Beurteilung bilanzieren. Deshalb stufen wir das verbleibende Risiko als niedrig ein. Durch auf Konzernebene vorgenommene Erweiterung unserer Zertifizierung auf Elemente der Corporate Social Responsibility (CSR) sowie durch die Audits im Rahmen des Mindestlohngesetzes, die wir seit dem Jahr 2015 durchführen, dokumentieren wir den Stellenwert unserer Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und der Nachhaltigkeit unseres Umfelds, das wir ihnen bieten. Wiederkehrende Energieaudits durch einen externen Dienstleister dokumentieren ebenso unseren Anspruch, nachhaltig zu arbeiten und zu wirtschaften.

Als wesentlichen Erfolgsfaktor betrachten wir auch für die kommenden Jahre engagierte und qualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte. Das Risiko, nicht genügend Leistungsträger für offene Stellen zu finden oder kompetente Stelleninhaber zu verlieren, bleibt unverändert hoch. Altersbedingte Personalabgänge erhöhen sich. Wir positionieren uns als attraktiver Arbeitgeber, fördern eine langfristige Bindung der Mitarbeiter an den Konzern und investieren in das Employer Branding. Wir bieten gute Karriereperspektiven innerhalb unserer internationalen Organisation und entwickeln unsere Mitarbeiter kontinuierlich weiter. Die Flexibilisierung von Arbeitszeiten sowie die Möglichkeit des mobilen Arbeitens bleiben weiterhin bestehen. Dazu wurde eine Betriebsvereinbarung geschlossen. Weiterhin bilden wir eigene Fachkräfte aus, speziell im Bereich unserer Servicemonteure und Ingenieure für Kältesystemtechnik. Selbstverständlich führen wir das mittlerweile gut etablierte betriebliche Gesundheitsmanagement auch weiterhin fort.

Im Mai 2024 feierten wir die Eröffnung unseres Epta Trainingszentrums, in dem wir künftig unsere Mitarbeiter, Auszubildenden und Geschäftspartner in Theorie und Praxis an Kälteanlagen effizienter aus- und weiterbilden können.

Das operative Ergebnis der Gesellschaft wird auch 2024 vom Investitionsvolumen unserer Kunden im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) wesentlich beeinflusst. Wir erwarten weiterhin eine Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen auf Vorjahresniveau im Neuanlagengeschäft. Die Nachfrage nach Servicedienstleistungen ist ungebremst hoch. Die anhaltenden Preissteigerungen der Lieferanten haben negativen Einfluss auf das Unternehmensergebnis, da diese nur zum Teil und/oder mit erheblicher Zeitverzögerung an die großen LEH- Kunden weitergegeben werden können.

IT-Risiken aus möglichen Datenverlusten oder Systemausfällen werden durch geeignete Maßnahmen zur allgemeinen Datensicherheit durch den Einsatz aktueller Informations-Technologien und -Systeme auf ein geringes Niveau minimiert. Hier bedienen wir uns der professionellen und internationalen Infrastruktur unseres Konzerns. Lokal überwachen wir durch unseren externen Datenschutzbeauftragten die sich aus der DSGVO ergebenden Verpflichtungen.

Die Epta Deutschland GmbH ist in den Epta-Konzern eingebunden und bewertet die Gesamtrisikolage aktuell als moderat. Risiken, die den Bestand und die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gefährden, bestehen nicht. Denkbar, aber im Ergebnis gering, sind potenzielle Risiken aufgrund der bestehenden Intercompany- Lieferabhängigkeit.

Die deutlich gestiegenen Energiekosten zwingen unsere Kunden fortlaufend an Modernisierungs- und Expansionsstrategien zu arbeiten, ebenso gesetzliche Vorschriften, wie z.B. die F-Gas Verordnung. Limitierte Planungs- und Umsetzungskapazitäten unserer Kunden könnten Auswirkungen auf das Umsatzvolumen 2024 haben.

Unsere gestiegenen Beschaffungskosten können wir zum Teil nur zeitverzögert oder nicht vollständig an unsere Kunden weitergeben. Der dadurch entstehende negative Einfluss auf die Marge kann durch Effizienzverbesserungen nur bedingt kompensiert werden.

Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24.02.2022 stellt ein einschneidendes Ereignis dar, das auch in der globalen Wirtschaft deutliche Spuren hinterlassen hat und dessen zukünftige Auswirkungen nicht gänzlich absehbar sind. Wesentliche Risiken treffen die Realwirtschaft z.B. aus ihren Lieferketten (insb. hinsichtlich des Energiebedarfs), auf ihren Absatzmärkten, hinsichtlich der Kreditversorgung durch Banken oder aus Cyberangriffen. Auch wenn keine direkten Geschäftsbeziehungen in den Ländern der beteiligten Parteien bestehen und daher kein unmittelbares Risiko für unser Unternehmen besteht, sind weitere wirtschaftliche Folgen momentan nicht verlässlich abschätzbar.

b. Chancen:

Der Bedarf an umweltschonenden, energiesparenden und kostensenkenden Kältesystemen ist aufgrund der internationalen Krisen erneut gestiegen. Unsere Kunden forcieren ihre Anstrengungen, ihren Bestand an Kälteanlagen zu modernisieren. Das Energie-Labelling in der Kältebranche macht die Effizienz der Produkte transparent. Die Epta Deutschland GmbH als Full-Service Provider - von Projektierung, Lieferung und Errichtung bis zum Service mit Remote Monitoring Solutions - ist für diese Bedarfsentwicklung gut aufgestellt. Alle Produkte sind durch Eurovent zertifiziert. Chancen ergeben sich sowohl im Modernisierungsgeschäft und Retrofit als auch im Neuanlagenbau.

Weitere Möglichkeiten für unser Geschäft ergeben sich aus der Entwicklung sogenannter "Integraltechnologien", d.h. technische Lösungen zur Versorgung weiterer Gewerke der Gebäudetechnik, wie Klimatisierung oder Heizung. Für den Kunden bedeuten diese Technologien einen Mehrwert, da durch die Energieintegration zusätzliche Synergien gehoben werden können. Weitere Chancen erwachsen aus der Anwendung der von der Epta-Gruppe entwickelten und vom Umweltministerium prämierten FTE-Technologie (Full-Transcritical-Efficiency), die auf positive Resonanz bei unserer Kundschaft stößt und für die Nachfrage besteht. Standardisierung und Modularisierung unserer technischen Lösungen werden zur Verbesserung unserer Wettbewerbssituation führen und uns Chancen bieten, weitere Marktanteile zu gewinnen. Die Digitalisierung unserer Produkte und Dienstleistungen führen zu integrierten Konzepten.

Wir investieren weiter in unsere Kompetenz in Sachen Ladenbau und Store-Design. Nicht zuletzt durch das Wachstum der gesamten Epta-Gruppe zu einem weltweit agierenden Konzern profitieren unsere Kunden, die zunehmend international agieren.

Durch die erfolgreiche Eröffnung unseres eigenen Epta Trainingscenters werden wir aktiv dem Fachkräftemangel in der Kältetechnik entgegenwirken und erwarten die Verstärkung und Effizienzsteigerung unserer technischen Mitarbeiter.

Durch die Neuerungen in unserer Produktpalette, speziell durch die zukunftsweisenden Entwicklungen, die wir auf der Euroshop im Februar 2023 präsentiert haben, sehen wir uns gut auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet. Die Resonanz der Messebesucher war durchweg positiv. Durch unsere Teilnahme sehen wir unsere Marktposition erneut gestärkt und erwarten neben dem positiven Effekt auf unsere Marktanteile auch eine Stärkung des Employer Brandings. Ebenso sehen wir unsere Investition als ein deutliches Statement für unsere Lieferanten und Partner.

c. Prognose:

Durch die bereits beschriebenen Einflussfaktoren gehen wir mittelfristig von einer anhaltenden positiven Geschäftsentwicklung aus. Die Kunden des LEH werden auch weiterhin in ihre Kälteanlagen investieren. Dabei kommen energiesparenden, umweltfreundlichen sowie integralen Systemen eine noch größere Bedeutung zu. Darüber hinaus wird ein umfassender und zuverlässiger Service, kombiniert mit digitalen Lösungen, von unseren Kunden erwartet. Durch das Joint-Venture können wir unseren Kunden eine noch bessere regionale Abdeckung anbieten. Unsere langjährige Erfahrung in der gewerblichen Kältetechnik, sowie das Renommee und die Marktposition werden es dem Joint Venture ermöglichen, ein führender One-Stop-Shop-Anbieter für energieeffiziente und nachhaltige gewerbliche Kältetechnik-Lösungen für den Einzelhandel sowie die Lebensmittel- und Getränkeindustrie zu werden. Dieser Zusammenschluss bietet außerdem eine komplementäre geografische Präsenz. Wir können durch unser breites und umfassendes Angebot an gewerblicher Kältetechnik- Lösungen und Dienstleistungen, basierend auf nachhaltigen Innovationen, die ökologische Transformation beschleunigen. Außerdem glauben wir, dass es unsere Führungsposition ermöglicht, bei der Lieferung, Produktion, Installation und Wartung von Kühlsystemen weiter zu wachsen.

Mit unserem breiten Sortiment an energieeffizienten Produkten und dem weiteren Personalaufbau sowie Training unserer Mitarbeiter sind wir auf diese Anforderungen gut vorbereitet. Nach einem erfolgreichen Jahr 2023 erwarten wir 2024 den Umsatz moderat zu steigern. Unsere Anstrengungen im Jahr 2024 sind darauf ausgerichtet, das Jahresergebnis nach Steuern des Vorjahres entsprechend des Umsatzwachstums zu übertreffen. Darüber hinaus erwarten wir ab Mitte des Jahres einen Aufschwung des Investitionsverhaltens unserer Kunden. Dadurch könnte sich wieder ein Auftragseingang auf Niveau des Jahres 2021 ergeben, welcher einen Anstieg im Order Portfolio zum Jahresende nach sich zieht. Dies würde unsere Ausgangsposition für 2025 durch einen guten Auftragsbestand stärken.

Nachhaltige Innovation ist die Grundlage aller Aktivitäten der Epta-Gruppe - sowohl auf Produktions- als auch auf strategischer Ebene. Dabei werden die komplexesten Herausforderungen der Gegenwart, wie z.B. Digitalisierung, Energiewende, die wachsende Bedeutung von Dienstleistungen, die kontinuierliche Entwicklung der Kaufgewohnheiten der Verbraucher und die immer strengeren Vorschriften zur Verringerung der Umweltbelastung, bewusst betrachtet, um stets die optimale Lösung für alle Interessengruppen im Einklang mit den ESG-Prinzipien zu schaffen.

 

Mannheim, 24. Mai 2024

Der Geschäftsführer

Bernd Haller

Rechtliche, wirtschaftliche und steuerliche Verhältnisse

Rechtliche Verhältnisse

Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 12. Juni 1996 mit letzter Änderung vom 16. November 2004.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter der Nr. HRB 7320 eingetragen. Der letzte uns vorliegende Auszug datiert vom 2. Mai 2024.

Der Sitz der Gesellschaft ist in Mannheim.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, Projektierung, Fertigung, Vertrieb, Montage und Wartung von kommerziellen Lebensmittelkühlanlagen und Teilen davon.

Das Stammkapital beträgt EUR 3.700.000,00. Die Gesellschaft wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2023 von ihrer alleinigen Gesellschafterin, der Epta S.p.A., Mailand/Italien, im Rahmen eines Joint Ventures mit der Viessmann-Gruppe in die Central North Europe B.V., Niederlande, eingebracht. Seitdem ist die Central North Europe B.V. die alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft. Die Epta S.p.A. hält die Mehrheit der Geschäftsanteile an der Central North Europe B.V.

Gemäß § 52 GmbHG in Verbindung mit § 7 des Gesellschaftsvertrages hat die Gesellschaft einen Aufsichtsrat. Zur Zusammensetzung des Aufsichtsrates verweisen wir auf die Ausführungen der Gesellschaft im Anhang (Anlage I).

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Bernd Haller, Geschäftsführer, Hohen Neuendorf (seit 1. März 2020)

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen war im Geschäftsjahr erteilt:

Herr Klaus Corban, Mannheim

Frau Vicky Werner, Worms

Herr Marcel Krause, Mainz

Herr Jochen Weißgerber, Altrip (seit 1. Juni 2023)

Die Gesellschafterversammlung stellte den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021, der unseren eingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 21. April 2022 trägt, an demselben Datum, dem 21. April 2022, fest. Der Geschäftsführung wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 4. Mai 2022 Entlastung erteilt.

Am 22. Mai 2023 beschloss die Gesellschafterversammlung, aus dem kumulierten Bilanzgewinn zum Ende des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 52.409.281,43 einen Betrag von EUR 40.000.000,00 an die Gesellschafterin Epta S.p.A. auszuschütten.

Die Gesellschafterversammlung stellte den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022, der unseren eingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 7. Juni 2023 trägt, am 12. Februar 2024 fest. Der Geschäftsführung wurde mit Gesellschafterbeschluss von demselben Tage Entlastung erteilt.

Zuvor war die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, von der Gesellschafterversammlung am 20. Oktober 2023 zum Abschlussprüfer des Geschäftsjahres 2023 gewählt worden.

Wirtschaftliche Verhältnisse

Seit dem 20. Juli 2010 wird die Epta Deutschland GmbH, Mannheim, in das zentrale Cash-Pooling der Epta-Gruppe einbezogen, das durch die Epta S.p.A., Mailand/Italien, verwaltet wird. Aufgrund dieses Vertrages ist Epta Deutschland GmbH verpflichtet, unmittelbar vor Buchungsschluss eines jeden Arbeitstages die Soll- und Habenumsätze eines von der Gesellschaft bei der PNB Paribas, Frankfurt am Main, geführten Bankkontos zulasten bzw. zugunsten eines Verrechnungskontos auf ein von der Epta S.p.A. bei der PNB Paribas geführtes Konto zu übertragen.

Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der Epta S.p.A., Mailand/Italien, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen.

Steuerliche Verhältnisse

Die Gesellschaft wird beim Finanzamt Mannheim unter der Steuer-Nr. 37003/42758 geführt. Die letzte steuerliche Außenprüfung umfasste die Bereiche Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer und fand für die Geschäftsjahre 2014 bis 2016 statt. Sie wurde 2018 abgeschlossen.

Die Gesellschaft unterliegt der Körperschaft- und der Gewerbesteuer. Die Steuererklärungen 2022 sind eingereicht. Die Veranlagung zur Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer ist bis einschließlich 2022 erfolgt.

Steuerliche Verlustvorträge bestehen bei der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 nicht.

Für die Jahre 2020 bis einschließlich 2022 wurde eine erneute steuerliche Außenprüfung mit Beginn im März 2024 angekündigt. Die Außenprüfung ist noch nicht abgeschlossen.

Eine Lohnsteueraußenprüfung hat für den Zeitraum 2013 bis einschließlich 2016 stattgefunden. Der Haftungs- und Nachforderungsbescheid sowie der Bescheid über die Aufhebung des Vorbehalts der Nachprüfung hierzu ist am 14. Dezember 2017 ergangen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
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