LSI Logistic Service Implementation GmbH
Waller See 101, 38110 Braunschweig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jonas Gnauck seit 28.11.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NEW YORKER SEBraunschweigKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der NEW YORKER SE für das Geschäftsjahr 2022 mit dem Sitz in Braunschweig, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter HRB 201970, ist entsprechend den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Die NEW YORKER SE ist zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß §§ 290 ff. HGB verpflichtet. Sie erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen, der beim das Unternehmensregister führenden Stelle zur Einstellung in das Unternehmensregister elektronisch übermittelt und bekannt gemacht wird. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren vorgenommen. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht einheitlich dem Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. In der gesondert dargestellten Konzernkapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme entsprechend der Verlautbarung des Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRS 21) in die Bereiche Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist im Konzerneigenkapitalspiegel gemäß der Verlautbarung des Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRS 22) gesondert dargestellt. 2. Konsolidierungskreis Der Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen 64 inländischen und 60 ausländischen Unternehmen setzt sich wie folgt zusammen:
Die vorstehend genannten Unternehmen haben unbeschränkt haftende Gesellschafter, die in den Konzernabschluss einbezogen werden, § 313 Abs. 2 Nr. 6 HGB. Die nachfolgenden Unternehmen sind gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden:
Die Gesellschaften haben mit Ausnahme der AFBS-LIONS Verwaltungsgesellschaft mbH ihre Geschäftstätigkeit per 31. Dezember 2022 noch nicht aufgenommen bzw. sind derzeit nicht aktiv. Im Geschäftsjahr 2022 ist die folgende Gesellschaft neu in den Konsolidierungskreis aufgenommen worden:
Im Geschäftsjahr 2022 ist keine Gesellschaft aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. 3. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt. Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen einbezogenen Unternehmen wurden entsprechend § 303 HGB im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Insgesamt belaufen sich die eliminierten Schulden auf TEUR 1.728.719 (Vorjahr TEUR 1.626.027). Die Erträge und Aufwendungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden entsprechend § 305 HGB im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung verrechnet. Die eliminierten Erträge und Aufwendungen beliefen sich auf TEUR 2.170.807 (Vorjahr TEUR 1.531.817). Die Zwischengewinne, beruhend auf den Lieferungen und Leistungen der NY Fashion Logistics an die in- und ausländischen Unternehmen des Konzerns, wurden entsprechend § 304 HGB in Höhe von TEUR 25.667 (Vorjahr TEUR 18.186) eliminiert. Auf den Unterschied zwischen dem Ergebnis des Konzerns und der Summe der Einzelergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden aufgrund von Maßnahmen der Konsolidierung latente Steuern gebildet (Steuerabgrenzung nach § 306 HGB), wobei individuelle, für die einzelnen Unternehmen geltende Steuersätze zur Anwendung kommen. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich einheitlich nach den bei der NEW YORKER SE geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt und bewertet. Die Bewertung entspricht den gesetzlichen Bestimmungen und wurde nach gegenüber dem Vorjahr unveränderten Grundsätzen vorgenommen. Die angewandten Konsolidierungsmethoden wurden stetig angewendet. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden wurden im Wesentlichen stetig ausgeübt. Das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB wird dahingehend ausgeübt, dass aktive latente Steuern im Konzernabschluss angesetzt werden. Anlagevermögen Die von Dritten entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer (5 Jahre bei Software, 5-10 Jahre bei Geschäfts- und Firmenwert). Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung sind vollständig abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um plan- und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bzw. der steuerlichen AfA-Tabellen vorgenommen (33-50 Jahre bei Gebäuden, 5 Jahre bei Ladeneinrichtung und Betriebs- und Geschäftsausstattung) Die angeschafften geringwertigen Vermögensgegenstände werden handelsrechtlich nach der steuerrechtlichen Regelung des § 6 Abs. 2 EStG abgeschrieben. Im Jahr der Anschaffung werden abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, in voller Höhe als Aufwendungen erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand EUR 800 nicht übersteigen. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, ggf. zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt. Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Börsenkurs waren nicht erforderlich. Sonstige Ausleihungen werden zum Nominalwert abzüglich planmäßiger Tilgungen und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Umlaufvermögen Die Waren werden unter Zugrundelegung des Niederstwertprinzips des § 253 Abs. 4 HGB mit den Anschaffungskosten bewertet, wobei der niedrigere beizulegende Wert unter Berücksichtigung eines über alle Konzerngesellschaften ermittelten und gewichteten Abschlags von 17,8% (Vorjahr 25,0%) auf Handelswaren ermittelt wird. Die rollende Ware wird mit einem Abschlag von 12,0% wertberichtigt. Die Handelswaren werden über eine pauschalisierte Einzelwertberichtigung auf die Anschaffungskosten abgewertet, um Alter, Gängigkeit und Beschaffenheit des jeweiligen Artikels angemessen zu berücksichtigen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich Wertberichtigungen bilanziert. Liquide Mittel werden zu Nennwerten am Bilanzstichtag bilanziert. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Steuer- und sonstige Rückstellungen tragen den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Teilwertverfahren. Der dabei zu Grunde gelegte Zinssatz in Höhe von 1,78 % entspricht dem von der Bundesbank für eine 15-jährige Restlaufzeit zum 30. November 2022 veröffentlichten Zinssatz. Lohn- und Gehaltssteigerungen blieben bei der Berechnung unberücksichtigt, da die Rentenzahlung bereits begonnen hat bzw. es sich um eine Zusage über einen Festbetrag handelt. Hinsichtlich der Sterbetafeln wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbau- und Renovierungsverpflichtungen aus Mietverhältnissen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, ratierlich gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die (jeweilige) Restmietdauer und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungssystematik des Vorjahres wurde hierbei beibehalten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Die erhaltenen Anzahlungen werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, gebildet. Währungsumrechnung Die laufend entstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet und am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Verluste wurden ermittelt und zum Bilanzstichtag gemäß dem Niederstwertprinzip erfolgswirksam erfasst. Gemäß DRS 25.80 werden Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Latente Steuern Aktive und passive Steuerabgrenzungen werden nach §§ 274, 306 HGB gebildet. Innerhalb der Gesellschaften des Konzerns werden aktive latente Steuern aktiviert, soweit diese werthaltig sind und mit hinreichender Wahrscheinlichkeit künftige steuerpflichtige Einkünfte erwartet werden. Gegebenenfalls werden aktive latente Steuern mit passiven latenten Steuern saldiert. Steuerliche Verlustvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern nur berücksichtigt, soweit die Realisierung der Steuerentlastung aus dem Verlustvortrag innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet werden kann. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem jeweiligen individuellen Steuersatz der Konzerngesellschaften. Die Steuersätze variieren zwischen 9 % und 35 %. Das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB wird in Anspruch genommen. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzern-Anlagevermögens zu Bruttowerten ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagespiegel dargestellt, der als Anlage zu diesem Anhang beigefügt ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen im Wesentlichen Forderungen gegen Finanzämter in Höhe von TEUR 36.565 (Vorjahr TEUR 25.332), sonstige Vermögensgegenstände ggü. Franchisenehmern in Höhe von TEUR 9.519 (Vorjahr TEUR 6.399), debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 8.074 (Vorjahr TEUR 8.032), Materialbestand in Höhe von TEUR 3.617 (Vorjahr TEUR 2.894) sowie Forderungen aus gezahlten Kautionen und Mietsicherheiten in Höhe von TEUR 2.305 (Vorjahr TEUR 2.653) aus. Die Restlaufzeiten sämtlicher Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt auf:
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Im Rechnungsabgrenzungsposten werden wie im Vorjahr unter anderem Centerumlagen und Mietvorauszahlungen (TEUR 3.834, Vorjahr TEUR 3.122) ausgewiesen. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 34.801 haben sich deutlich erhöht (Vorjahr TEUR 18.429) und resultieren im Wesentlichen aus der konzerneinheitlichen Bewertung der Vorräte, der Sachanlagen, der Rückstellungen sowie aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen. Der Berechnung wurden die jeweiligen individuellen Steuersätze der Konzerngesellschaften, die über aktive latente Steuern verfügen, zugrunde gelegt. Die Steuersätze dieser Gesellschaften variieren zwischen 9 % und 33 %. Eigenkapital Das zum Bilanzstichtag im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt EUR 20.000.000. Das Grundkapital der NEW YORKER SE teilt sich in insgesamt 20.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien auf, deren rechnerischer Wert EUR 1,00 je Aktie beträgt. Aktionär, der nach dem Aktiengesetz meldepflichtig ist -also mit einem Anteil am Grundkapital von mehr als 50 %- war die FGK Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Wien, Zweigniederlassung Braunschweig (100 %). Mitteilungen nach § 20 Abs. 1 und 4 AktG wurden von dem Aktionär abgegeben. Kapitalrücklagen Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 HGB beinhaltet ausschließlich die Kapitalrücklage der NEW YORKER SE zum 31. Dezember 2022. Gewinnrücklagen
Angaben zum Konzernbilanzgewinn
Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag für Altersvorsorgebeträge gemäß § 253 Abs 6 Saz 1 HG8 müde sich wie folgt auswirken:
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen nachlaufende Rechnungen (TEUR 108.873), Personal (TEUR 60.077), Prozessrisiken (TEUR 39.419), Mieten (TEUR 37.362), Rückbauverpflichtungen (TEUR 19.769) sowie Rechts- und Beratungskosten (TEUR 11.586). Verbindlichkeiten Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen entfallen vollständig auf Kunden-Gutscheine und werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für die Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich im Einzelnen wie folgt, wobei die Vorjahreswerte in Klammern ausgewiesen werden:
Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen im Geschäftsjahr 2022 nicht. Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 3.431 (Vorjahr TEUR 985). Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden in erster Linie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 66.134 (Vorjahr TEUR 51.129), Zollverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 39.320 (Vorjahr TEUR 23.519) sowie Personalverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11.268 (Vorjahr TEUR 5.716) ausgewiesen. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Ausweis des passiven Rechnungsabgrenzungspostens in Höhe von TEUR 39.968 (Vorjahr TEUR 41.598) betrifft im Wesentlichen Baukostenzuschüsse. 6. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden wie im Vorjahr entsprechend der Definition des § 277 Abs. 1 HGB erfasst. Die Umsatzerlöse betreffen die Filialumsätze aus Eigen- und Franchisegeschäft sowie sonstige Franchiseerlöse und setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen u.a. Erträge aus Kursdifferenzen TEUR 27.106 (Vorjahr TEUR 43.033), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 8.522 (Vorjahr TEUR 9.652), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen TEUR 1.161 (Vorjahr TEUR 227) sowie Erträge aus Versicherungserstattungen TEUR 699 (Vorjahr TEUR 1.005). Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insgesamt TEUR 13.588 (Vorjahr TEUR 27.103) periodenfremd. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten u.a. Mieten und sonstige Raumkosten TEUR 386.485 (Vorjahr TEUR 329.082), Aufwendungen aus Kursdifferenzen TEUR 36.166 (Vorjahr TEUR 43.298), Aufwendungen für Fremdpersonal TEUR 18.571 (Vorjahr TEUR 11.263), Nebenkosten des Geldverkehrs TEUR 15.354 (Vorjahr TEUR 13.286), Aufwendungen für Werbung TEUR 11.522 (Vorjahr TEUR 9.676), Aufwendungen für Warenabgabe und Verpackung TEUR 9.381 (Vorjahr TEUR 7.001), Betriebsbedarf TEUR 8.966 (Vorjahr TEUR 6.312) sowie Instandhaltung TEUR 8.271 (Vorjahr TEUR 7.730). Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt TEUR 11.313 (Vorjahr TEUR 7.572) periodenfremd. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1.879 (Vorjahr TEUR 1.625) enthalten. Zinsaufwand Im Zinsaufwand sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr TEUR 186) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich aus inländischer Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Ertragsteuern der in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen Unternehmen zusammen. Gemäß §§ 274 und 306 HGB wird ein Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 18.233 (Vorjahr TEUR 1.221) ausgewiesen. 7. Sonstige Angaben Vorstand Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Konzern-Geschäftsführung durch zwei Vorstände:
Gesamtbezüge des Vorstands Bezüglich der Angaben gem. § 314 Abs. 1 Nr. 6 a HGB wird in entsprechender Anwendung die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Aufsichtsrat Die NEW YORKER SE hat gemäß § 95 AktG (i. V. m. § 8 der Satzung) einen Aufsichtsrat, der satzungsgemäß aus drei Mitgliedern besteht. Sofern nicht anders angegeben üben die Aufsichtsratsmitglieder neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit keine weitere hauptberufliche Tätigkeit aus. Mitglieder sind:
Bezüglich der Angaben gem. § 314 Abs. 1 Nr. 6 a HGB wird in entsprechender Anwendung die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren nach Köpfen 22.711 (Vorjahr 20.085) und nach Kapazitäten 13.375 (Vorjahr 12.121) Vollzeitkräfte beschäftigt, davon im Inland 4.127 (Vorjahr 3.607) und im Ausland 9.248 (Vorjahr 8.514). Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung (DRS 21) Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Scheck- und Kassenbestand (TEUR 17.498; Vorjahr TEUR 8.870), Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 634.442; Vorjahr TEUR 955.568) und Geldtransit in Höhe von TEUR 10.356 (Vorjahr TEUR 8.098) abzüglich der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten (TEUR 2; Vorjahr TEUR 1) zusammen. Die Darstellung der Kapitalflussrechnung erfolgt auf Basis der indirekten Methode. Zinszahlungen und Ertragsteuerzahlungen Im Geschäftsjahr 2022 sind liquiditätswirksame Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.136 (Vorjahr TEUR 1.749), liquiditätswirksame Zinserträge in Höhe von TEUR 1.665 (Vorjahr TEUR 657) und liquiditätswirksame Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 115.421 (Vorjahr TEUR 64.796) angefallen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen setzen sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:
Dabei entfallen TEUR 923.841 auf Miet- und TEUR 3.889 auf Leasingverpflichtungen. Zum Bilanzstichtag liegen finanzielle Verpflichtungen aus Bestellungen in Höhe von TEUR 679.737 vor, von denen TEUR 230.405 durch Akkreditive abgesichert sind. Im Rahmen der im Wesentlichen gesamtschuldnerischen Haftung für gemeinsame Kreditlinien der verschiedenen Unternehmen des NEW YORKER-Konzerns bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 305.008 (Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen für Akkreditive und für Avale) sowie Haftungsverpflichtungen aus Avalen außerhalb der Kreditlinien in Höhe von TEUR 994. Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers Auf den Abschlussprüfer i. S. v. § 318 HGB entfallen TEUR 622 (Abschlussprüfungsleistungen) bzw. TEUR 30 (andere Bestätigungsleistungen). Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus USD-Ordern werden fall- und marktabhängig Devisengeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 bestehen keine Sicherungsgeschäfte in Form von Devisengeschäften. Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 bestehen schwebende Geschäfte aus USD-Ordern in Höhe von rd. 554 Mio. USD, die im Zeitraum Januar bis November 2023 zur Zahlung fällig werden (Grundgeschäft). Sofern Sicherungsgeschäfte zum Stichtag bestehen, werden die kontrahierten Grundgeschäfte mit den ihnen zuordenbaren Sicherungsgeschäften zu einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB zusammengefasst, da Zahlungsstromänderungsrisiken im Beschaffungsgeschäft aus der Veränderung des USD zum EUR durch gegenläufige Zahlungsströme im Sicherungsgeschäft kompensiert werden. Die Beurteilung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt in diesem Fall über die critical terms match-Methode. Offenlegung Die NEW YORKER SE, die einen Konzernabschluss aufstellt, wird ihren Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für folgende von der Offenlegung ihrer (Einzel-) Jahresabschlüsse befreiten Tochterunternehmen (§§ 264, 264b HGB) bei der das Unternehmensregister führenden Stelle zur Einstellung in das Unternehmensregister elektronisch übermitteln:
Nachtragsbericht Wir verweisen an dieser Stelle auf die Ausführungen im Konzernlagebericht (Abschnitt 2 Wirtschaftsbericht und Abschnitt 3.1. Prognosebericht). Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, die eine deutlich andere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NEW YORKER SE erfordert hätten.
Braunschweig, den 31. März 2023 NEW YORKER SE Der Vorstand Friedrich Knapp Dr. Florian Kall Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Konzerns Der nicht börsennotierte NEW YORKER-Konzern (NY) ist mit mehr als 1.200 Filialen in 47 Ländermärkten eines der größten international operierenden europäischen Fashion-Retail-Unternehmen. Seit der Eröffnung der ersten Filiale im norddeutschen Flensburg 1971 hat sich NY mit Shops in Europa, Asien, Nordafrika und Nordamerika mit rund 23.800 Voll- und Teilzeitkräften zu einem bedeutenden Player des vertikal integrierten Textileinzelhandels entwickelt. Schwerpunkt des Geschäftsmodells von NY ist das Handelsgeschäft in angemieteten und selbstbetriebenen Filialen. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, die Handelsmarge (definiert als (Umsatzerlöse - Materialeinsatz) / Umsatzerlöse), das Ergebnis vor Steuern (definiert als Ergebnis nach Steuern + Steuern vom Einkommen und Ertrag) sowie die Vorsteuerrendite (definiert als Ergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse). Wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator ist die Anzahl der Filialen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen GESAMTWIRTSCHAFTLICHES WACHSTUM (BIP) SCHWÄCHER, ABER WEITER POSITIV Die gesamtwirtschaftliche Lage war auch im Geschäftsjahr 2022 durch zahlreiche Krisen und hohe Unsicherheit gekennzeichnet. Der Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine hat erhebliche direkte und indirekte Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Geschäftstätigkeit von NY. Die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie schwächten sich in vielen Ländern in 2022 zwar ab, einzelne Länder (z.B. China) hatten jedoch weiterhin teilweise starke Einschränkungen. Auch Folgeeffekte der Corona-Pandemie wirkten sich weiterhin negativ auf das Wirtschaftsumfeld z.B. durch gestörte Lieferketten (u. a. durch zeitweise Sperrungen von Häfen in China) und sehr stark steigende Seefrachtpreise aus. Insgesamt war das Jahr 2022 durch ein Multi-Krisen-Umfeld mit weitreichenden politischen und wirtschaftlichen Veränderungen (inkl. steigende Energie- und Kraftstoffpreise, weitreichende Sanktionen, hohe Inflation, steigende Zinsen, Verteuerung von Importen in der Euro-Zone durch starken US-Dollar etc.) sehr herausfordernd. Nach einer vorläufigen Schätzung wird das reale BIP weltweit zwar schwächer, aber dennoch voraussichtlich um +2,8% in 2022 wachsen 1 (Vorjahr +5,1%). Auch beim realen BIP wird für die gesamte EU mit +3,3% (Vorjahr: +5,0%) sowie für den Euroraum mit +3,2% (Vorjahr: +5,0%) mit einem leichten Wachstum in 2022 gerechnet 2. In Deutschland entwickelt sich das Wirtschaftswachstum für 2022 mit +1,8% leicht positiv 3 , unterhalb des Vorjahreswertes (+2,6%). Auch in weiteren, für NY wichtigen Absatzmärkten wie Polen (+4,0%; Vorjahr: +4,9%), Frankreich (+2,6%; Vorjahr: +6,5%) und Tschechien (+2,5%; Vorjahr: +3,0%) wird mit einem leicht positiven Wirtschaftswachstum in 2022 unterhalb des Niveaus des Vorjahres gerechnet. In Österreich wird ein leicht erhöhtes Wachstum von +4,6% (Vorjahr: +4,4%) erwartet 4. Für die Russische Föderation wird ein Rückgang des Wirtschaftswachstums um -4,5% (Vorjahr: +4,7%) in 2022 prognostiziert 5 , für die Ukraine um -35,0% (Vorjahr: +3,4%) 6.
1 Konjunkturprognose IFO-Institut vom 14.
Dezember 2022
2 Herbstprognose der EU-Kommission vom 11.
November 2022
3 Konjunkturprognose IFO-Institut vom 14.
Dezember 2022
4 Monatsberichte des Bundesfinanzministeriums
vom Dezember 2022
5 Rat der Europäischen Union: Prognose
Weltbank vom 19. Dezember 2022
6 Prognose Statista.de von Oktober 2022
Für das Jahr 2023 wird ein deutlich geringeres Wachstum in der Eurozone und auch in der gesamten EU von jeweils +0,3% prognostiziert 7. Das weltweite Wirtschaftswachstum wird auf +1,7% geschätzt 8. Valide Wirtschaftsprognosen für 2023 gestalten sich durch den nicht prognostizierbaren Verlauf der zahlreichen Krisenherde (u.a. kriegerischer Konflikt, gestörte Lieferketten, Energiekrise, sehr hohe Inflation, stark steigende Zinsen, verändertes politisches Umfeld) und der vielfältigen Auswirkungen insgesamt sehr schwierig und sehr unsicher. Auch eine noch weitere Zuspitzung der gesamten Lage wäre möglich.
7 Herbstprognose der EU-Kommission vom 11.
November 2022
8 Reuters.de: Prognose Weltbank vom 11. Januar
2023
IN DEUTSCHLAND 2022 ERHOLUNG DES STATIONÄREN MODEHANDELS In Deutschland wies der gesamte Einzelhandel im Jahr 2022 mit einem Umsatzplus von +8,2% wie auch im Vorjahr (+3,1%) erneut eine positive Entwicklung auf. Real war jedoch ein Rückgang um -0,3% (Vorjahr: +0,9%) festzustellen 9. Da im Gegensatz zum Vorjahr keine Filialschließungen aufgrund Corona zu verzeichnen waren, entwickelten sich die Umsätze im stationären Modehandel mit Textilien, Bekleidung und Schuhen deutlich positiv, so dass der Umsatz im Zeitraum von Januar bis Oktober 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um +35,1% gestiegen ist 10. Allein zur Mitte des Jahres gab es einen leichten Aufwärtstrend (+2,3% gestiegene Umsätze im Zeitraum August bis Oktober 2022 im Vergleich zum Vorjahr 11 ). Die Umsätze im Online-Modehandel sanken bis November 2022 im Vergleich zur Vorjahresperiode um -8,1% 12 (Wachstum 2021 u.a. aufgrund der damaligen Filialschließungen im stationären Handel noch bei rd. +17%).
9 Statistisches Bundesamt vom 6. Januar 2023
10 Textil+Mode, Konjunkturbericht 12/2022
11 Textil+Mode, Konjunkturbericht 12/2022
12 Entwicklung Modehandel auf Statista.de von
Januar 2023
BRANCHENENTWICKLUNG IM EUROPÄISCHEN AUSLAND Im gesamteuropäischen Markt sind die Umsätze mit Textilien, Bekleidung und Schuhen im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um -5,1% zurückgegangen 13 (Vorjahr: +7,5%). Dabei nimmt der Online-Modehandel anteilig weiter zu. Während der stationäre Modehandel 2022 Umsatzeinbußen von -3,6% hinnehmen musste (Vorjahr: -8,3%), sind die Umsätze im europäischen Online-Modehandel im gleichen Jahr um +8,3% gestiegen (Vorjahr: +27,1%). 14 Die Entwicklungen in den einzelnen europäischen Ländermärkten sind durchaus unterschiedlich: Während in Österreich von einem weiteren Wachstum der Modeumsätze im stationären Handel von rd. +25% in 2022 ausgegangen wird 15 , wird in Polen ein leichter Rückgang von-0,7% prognostiziert 16.
13 Prognose auf Statista.de von Oktober 2022
14 Auswertung Vertriebskanäle Europa auf
Statista.de
15 Textilwirtschaft vom 28. September 2022
16 Prognose bis 2025 auf Statista.de
2.2 Darstellung des Geschäftsverlaufs und Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage UMSATZENTWICKLUNG DEUTLICH BESSER ALS IM VORJAHR Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wächst der NY-Konzern im Geschäftsjahr 2022 um +32% auf rd. 2,7 Mrd. EUR Umsatz (netto). Behördlich angeordnete Schließungen hatten das Vorjahr in einigen Monaten und unterschiedlichen Ländern erheblich beeinflusst. Im aktuellen Geschäftsjahr mussten wegen der Corona-Pandemie so gut wie keine Filialen mehr geschlossen werden. Aufgrund des Krieges in der Ukraine mussten dort mindestens vorübergehend, teilweise aber auch noch andauernd Filialen geschlossen werden. FILIALPRÄSENZ IN 2022 WEITER AUSGEBAUT Der NY-Konzern betreibt zum Ende des Geschäftsjahres 2022 mehr als 1.200 Filialen in 47 Ländermärkten. Trotz des vorstehend genannten schwierigen Umfelds konnte das Filialnetz um netto +35 Filialen ausgebaut werden. Entsprechend ist die betriebene Verkaufsfläche gestiegen. Auch im Geschäftsjahr 2022 wurden wie in den Vorjahren einzelne Filialen gezielt geschlossen. Die Internationalisierungsquote (Verkaufsflächen im Ausland im Verhältnis zu der gesamten Verkaufsfläche) liegt bei rd. 78%. ROHERGEBNIS DEUTLICH VERBESSERT, WEITERHIN SEHR GUTE HANDELSMARGE Durch aktives Warenmanagement konnte trotz der schwierigen Marktverhältnisse (inkl. starkem USD, gestörten Lieferketten, veränderter Kaufkraft) eine gute, jedoch unter dem Niveau des Vorjahres liegende Handelsmarge erzielt werden (56,5%; Vorjahr: 61,6%). HÖHERE SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN UND PERSONALAUFWENDUNGEN Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Summe im Vergleich zum Vorjahr um +23% gestiegen (596 Mio. EUR; Vorjahr: 485 Mio. EUR). Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen gestiegene Raumkosten. Die Abschreibungen bewegen sich leicht über Vorjahresniveau (43 Mio. EUR; Vorjahr: 40 Mio. EUR). Die Personalaufwendungen haben sich erhöht (+93 Mio. EUR). Im Vorjahr sind Sondereffekte aufgrund der Corona-Pandemie enthalten. VORSTEUERRENDITE MIT 17,9% AUCH 2022 AUF SEHR HOHEM NIVEAU Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete NY trotz der schwierigen Markt- und Geschäftsbedingungen ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern von 480 Mio. EUR (Vorjahr: 506 Mio. EUR). Die Vorsteuerrendite liegt mit 17,9% (Vorjahr: 24,9%) weiterhin auf sehr hohem Niveau. Der Jahresüberschuss sinkt von 339 Mio. EUR im Vorjahr auf 319 Mio. EUR in 2022. KONTINUIERLICHES INVESTITIONSVOLUMEN Mit 279 Mio. EUR liegt das Sachanlagevermögen um rund +6% über Vorjahr (262 Mio. EUR). Das Investitionsvolumen liegt mit rund 59 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (57 Mio. EUR). VORRÄTE DEUTLICH ÜBER VORJAHRESNIVEAU Die Vorräte sind zum Stichtag mit 522 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Die Steigerung ist auf diverse Faktoren zurückzuführen, u.a. Absatz- und Umsatzsteigerung, längere Lieferzeiten, Vorsorge zur Schaffung einer hohen Lieferfähigkeit trotz Multi-Krisen-Umfeld. SEHR KOMFORTABLE EIGENKAPITALQUOTE VON RUND 53% NY weist zum 31.12.2022 ein Eigenkapital von 842 Mio. EUR (Vorjahr: 1.103 Mio. EUR) und eine sehr gute Eigenkapitalquote von 52,5% (Vorjahr 66,5%) aus. ANSTIEG DER RÜCKSTELLUNGEN Die Rückstellungen sind von 363 Mio. EUR auf 525 Mio. EUR gestiegen. Ursächlich für den Anstieg ist neben den höheren Steuerrückstellungen insbesondere die gestiegene Vorsorge für nachlaufende Rechnungen sowie die Erhöhung der Rückstellung für Prozessrisiken. NETTO-CASH-FLOW UNTER VORJAHRESNIVEAU Insbesondere aufgrund der gestiegenen Vorratsbestände hat sich der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um -126 Mio. EUR zwar auf +342 Mio. EUR verringert, hat aber weiterhin ein sehr gutes Niveau. Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit ist mit -57 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (Vorjahr: -56 Mio. EUR). Der Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit von -595 Mio. EUR (Vorjahr -2 Mio. EUR) ist im Wesentlichen durch eine Ausschüttung geprägt. Der Netto-Cash-flow liegt in 2022 bei -310 Mio. EUR (Vorjahr +410 Mio. EUR). UNVERÄNDERT SEHR GUTE LIQUIDITÄTSLAGE NY verfügt zum Stichtag 31.12.2022 über liquide Mittel in Höhe von 662 Mio. EUR. Bankverbindlichkeiten bestehen per 31.12.2022 nicht. Es existieren zugesagte, aber zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 530 Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2022 hatte NY unter Berücksichtigung von Einflüssen aus der Corona-Pandemie ein moderates Umsatzwachstum geplant. Das Ergebnis vor Steuern und die Vorsteuerrendite wurden deutlich unter dem Vorjahr prognostiziert. Diese Planung konnte erneut weit übertroffen werden, was eine sehr bemerkenswerte Leistung von NY darstellt. Zugleich konnte die Handelsmarge auf hohem Niveau gehalten werden. Die Anzahl der Filialen liegt leicht über Vorjahresniveau. Zusammenfassend ist die Geschäftsentwicklung von NY trotz des extrem herausfordernden und einschränkenden wirtschaftlichen Umfelds als sehr positiv zu bewerten. Wir konnten uns sehr gut im Marktumfeld behaupten, unsere Positionierung weiter stärken und den Konzernumsatz sehr deutlich steigern. Negativen Einflüssen bei Beschaffungs- und sonstigen Kosten sind wir sehr gut begegnet. Insgesamt wurde ein sehr gutes operatives und ein überzeugendes Ergebnis vor Steuern erzielt. Die Liquiditäts- und Kapitalsituation ist weiterhin auf einem ausgezeichneten Niveau. NY zeigt erneut die Befähigung des Unternehmens und all seiner Mitarbeiter, die operative Geschäftstätigkeit sehr gut zu gestalten und liquiditätsstark in einem sehr herausfordernden Markt zu agieren. Nach Einschätzung des Vorstands bestätigt NY mit der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2022 seine besondere Art, Stellung und Erfolgskraft. 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 3.1. Prognosebericht Der Vorstand geht davon aus, dass auch das Jahr 2023 weiterhin durch ein Multi-Krisen-Umfeld mit hoher Unsicherheit und großer Unruhe geprägt sein wird. Eine Prognose der Entwicklung in 2023 ist insofern sehr schwierig. Aber gestärkt durch die gute Marktposition und die Erfahrungen aus den letzten Geschäftsjahren ist die Unternehmensleitung davon überzeugt, NY trotz der sehr schwierigen Rahmenbedingungen weiter erfolgreich zu entwickeln. Die Anzahl der Filialen soll auch im schwierigen Marktumfeld in 2023 wieder leicht ausgebaut werden. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen strebt NY für 2023 ein weiteres leichtes Umsatzwachstum an. Dabei wird die Handelsmarge voraussichtlich leicht rückläufig sein. Es ist davon auszugehen, dass die Kosten insbesondere inflationsbedingt überproportional steigen werden. Insgesamt rechnet NY mit einem stabilen Ergebnis vor Steuern und einer leicht sinkenden Vorsteuerrendite. Angesichts der sehr volatilen Wirtschaftslage ist die Planung von hoher Unsicherheit geprägt, Anpassungen der ausgegebenen Ziele können im Jahresverlauf notwendig werden. 3.2. Risiko- und Chancenbericht Die Geschäftsentwicklung von NY wird sowohl durch verschiedene Faktoren aus dem Unternehmensumfeld sowie aus dem Unternehmen selbst beeinflusst. Hierbei hat sich der Vorstand von NY das Ziel gesetzt, einerseits die negativen Effekte von Risiken so gering und handhabbar wie möglich zu halten und andererseits Chancen zu erkennen und zu ergreifen. NY hat interne Prozesse und Strukturen implementiert, die nach Ansicht des Vorstands dazu geeignet sind, Risiken zu überwachen und zu steuern sowie Chancen aufzudecken und effektiv zu nutzen. Die zunehmenden globalen Spannungen und Krisen, darunter insbesondere der Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine, sowie deren weitreichenden Folgen auf die globale Wirtschaftsordnung- und Entwicklung (inkl. Inflation) prägen das wirtschaftliche Umfeld und stellen die größte Herausforderung für NY dar. Insgesamt lässt sich das Multi-Krisen-Umfeld in der weiteren Entwicklung kaum prognostizieren und führt zu einer hohen Unsicherheit der Entwicklungen in 2023. Die wesentlichen Bereiche, aus denen Risiken und Chancen für die Geschäftsentwicklung von NY entstehen, sind im Folgenden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dargestellt. MULTI-KRISEN-UMFELD MIT WELTWEITEN AUSWIRKUNGEN Im Geschäftsjahr 2022 hat der Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine zu massiven Verwerfungen geführt. Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten, ein sehr deutlicher Anstieg der Energie- und Kraftstoffkosten und zahlreiche gegenseitige Sanktionen waren unter anderem die Folge. Hohe Preissteigerungen haben in zahlreichen Bereichen die gesamtwirtschaftliche Entwicklung beeinflusst. Ebenso waren Einschränkungen und deutliche Kostensteigerungen bei den globalen Lieferketten zu verzeichnen, teilweise auch als Nachwirkungen der Corona-Pandemie. Auch die zunehmenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China und der damit einhergehende Wettstreit verschiedener politischer Systeme und Wirtschaftsordnungen können deutliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung haben. Trotz der erzielten Fortschritte in der Bekämpfung der Corona-Pandemie und der aktuell weitestgehenden Normalisierung des öffentlichen Lebens könnte der Verlauf der Pandemie wieder zu Einschränkungen führen. Auch 2023 werden diese vielfältigen Konflikte und Krisenherde samt ihren Auswirkungen als wesentliches Risiko für die Geschäftsentwicklung von NY gesehen. NY wird die Entwicklungen weiterhin beobachten und auf die daraus resultierenden Risiken flexibel und soweit möglich aktiv reagiert. HANDELSBESCHRÄNKUNGEN/ -BEDINGUNGEN/ -REGULARIEN Handelsbeschränkungen und die Regulierung z.B. durch Zölle, Textilquoten, Embargos oder sonstige Auflagen haben signifikanten Einfluss auf Einkaufsbedingungen, Warenbeschaffungs- und Transportkosten. PRODUKTIONSLÄNDER/ LIEFERBEZIEHUNGEN Die Geschäftsentwicklung von NY, insbesondere die Rohgewinnmarge, kann durch Entwicklungen in den wesentlichen Beschaffungsländern und bei den Lieferanten beeinflusst werden. Neben den Chancen zur Nutzung von Mengen- und Preisvorteilen bestehen auch typische Risiken wie z.B. steigende Rohwarenpreise, steigende Lohnkosten, beeinträchtigte Lieferqualität, Kapazitätsschwankungen der Produzenten und steigende Transportkosten. Dazu können Blockaden oder temporäre Engpässe bei Frachtkapazitäten und längere Transportwege Einfluss auf die Warenverfügbarkeit nehmen. Aus Sicht der Unternehmensleitung verfügt NY über eine anpassungsfähige Lieferantenstruktur sowie umfangreiche Erfahrungen in verschiedenen Beschaffungsmärkten. WÄHRUNGSSCHWANKUNGEN Aufgrund der internationalen Ausrichtung der geschäftlichen Aktivitäten von NY in Verbindung mit der Beschaffung und dem Vertrieb von Waren in unterschiedlichen Währungen unterliegt NY Währungsrisiken aufgrund von Wechselkursschwankungen. Währungsentwicklungen haben unter anderem Einfluss auf Umsatz und Rohgewinn. NY unterliegt sowohl Schwankungen in einzelnen Fremdwährungsländern auf der Absatzseite als auch beim stark USD-basierten Wareneinkauf. Ein steigender USD-Kurs kann sich nachteilig für NY auswirken. Wechselkurse sind zum Teil erheblichen Schwankungen ausgesetzt, die durch lokale politische Spannungen weiter verstärkt werden können. Daraus ergeben sich Chancen und Risiken bei der jeweiligen Umrechnung in die Konzernwährung EUR. Zum Bilanzstichtag sind keine USD über Devisengeschäfte abgesichert. Die Abteilung Treasury überwacht laufend die Entwicklung der für NY relevanten Währungen. Die Risiken werden bewertet und die Vor- und Nachteile des Einsatzes von Finanzinstrumenten abgewogen. Damit nimmt NY eine aus Sicht der Unternehmensführung effektive Steuerung der Währungsrisiken vor. BRANCHENTYPISCHE UND GESCHÄFTSSPEZIFISCHE RISIKEN Faktoren wie Kaufkraft und Konsumneigung der Kunden werden maßgeblich durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den bearbeiteten Ländermärkten bestimmt und beeinflussen die Geschäftsentwicklung von NY. Eine sich eintrübende Konjunktur sowie eine deutlich erhöhte Inflation wirken sich hierbei auf das Kaufverhalten der Kunden aus. Gleichzeitig ergeben sich aber auch Chancen aus der Preispositionierung von NY. Zudem kann die Präsenz von NY in einer Vielzahl von Ländermärkten zumindest teilweise helfen, negative durch positive Entwicklungen in unterschiedlichen Ländern auf Konzernebene auszugleichen. Die Geschäftstätigkeit mit modischen Artikeln ist stets mit Risiken behaftet. Trends können in ihrer Art, Dauer und Intensität nur begrenzt vorhergesagt werden. Auch die Entwicklung des saisonalen Geschäfts ist nicht sicher planbar. Aus einem guten Timing ergeben sich jedoch immer wieder auch Chancen für eine gute Saisonentwicklung. Das Wettbewerbsumfeld von NY ist durch eine dynamische Handelslandschaft geprägt. Das Auftreten neuer Wettbewerber, preisaggressives Wettbewerbsverhalten, steigender Onlineanteil und geringere Fashion-Orientierung der Zielgruppe von NY können zu einer negativen Beeinflussung der Nachfrage und der Positionierung von NY am Markt führen. Aus veränderten Branchenstrukturen (z.B. die weitere Entwicklung der Innenstädte), einer sich verändernden Fashion-Orientierung inklusive Preissensitivität sowie dem Rückzug von Wettbewerbern (aufgrund der Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre, i. W. durch Corona) können sich aufgrund der guten Positionierung von NY auch positive Impulse und längerfristige Wachstumschancen ergeben. NY beobachtet laufend die internationalen Modemärkte und reagiert flexibel, um Veränderungen in den Bedürfnissen der Zielgruppe identifizieren und teilweise auch antizipieren zu können. Um seine Expansion fortzusetzen, ist NY auch weiterhin auf die Verfügbarkeit von geeigneten Handelsflächen angewiesen. Wirtschaftlich rückläufige Entwicklungen in einzelnen Ländermärkten, Verzögerungen bei entsprechenden Großprojekten oder mangelnde Finanzierung von Einkaufscentern und Projektentwicklern können sich negativ auf die weitere Expansionsentwicklung von NY auswirken. Die Kundenfrequenz einzelner Standorte ändert sich immer wieder. Auch das Mietniveau wird durch die geschilderten Rahmenbedingungen beeinflusst. Aufgrund der breit gestreuten Expansionsstruktur und der Stellung von NY als attraktiver Mieter im Markt wird immer wieder flexibel auf diese Entwicklungen reagiert. Zudem ergeben sich auch immer wieder Chancen zur Anmietung von attraktiven Flächen, insbesondere für starke und solvente Marktteilnehmer. ANSPRÜCHE DRITTER/ RECHTSSTREITIGKEITEN/ FISKALPOLITIK Als Folge seiner weitumspannenden Geschäftstätigkeit sieht sich NY mit einer Vielzahl externer Stakeholder mit unterschiedlichen Erwartungshaltungen konfrontiert. Neben Lieferanten können dies auch Gewerkschaften sowie regulatorische Behörden sein, die durch Aufstellung neuer (z.B. Lieferkettengesetze) oder die Erweiterung bestehender Anforderungen für zusätzlichen zeitlichen oder finanziellen Aufwand zulasten von NY sorgen können. Weitere Risiken können aus dem ungewissen Ausgang laufender Rechtsstreitigkeiten und Prozesse resultieren. Auch durch Veränderungen von Mehrwertsteuersätzen können die Margen von NY beeinflusst werden. Auch Zinsänderungen der Zentralbanken können sich wirtschaftlich auswirken. Aus externen Prüfungen wie beispielsweise Betriebsprüfungen oder sich verändernden Steuergesetzen können Risiken entstehen, die zusätzliche Aufwendungen zur Folge haben. Da die Staatshaushalte vieler Länder aufgrund der anhaltenden Krisen deutlich angespannt sind, muss mit weiteren Ansprüchen an Unternehmen und Kunden gerechnet werden. PERSONAL UND LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE PROZESSE Gut ausgebildete und engagierte Mitarbeiter spielen eine Schlüsselrolle für den Geschäftserfolg von NY. Branchenübergreifend stellt die Rekrutierung neuer Beschäftigter Unternehmen vor Herausforderungen. NY stellt sich aktiv dem Fachkräftemangel. Der Vorstand, die Personalabteilung sowie alle Leitungsebenen von NY sind bestrebt, Mitarbeiter bestmöglich zu betreuen, sie in ihrer Entwicklung zu fördern und zu unterstützen und somit für alle Beschäftigten eine motivierende und leistungssteigernde Unternehmensatmosphäre zu schaffen. Neben einer funktionierenden Supply-Chain und gutem und motiviertem Personal ist auch eine störungsfreie und leistungsfähige IT, die mögliche Angriffe auf die IT-Infrastruktur des Unternehmens antizipieren und abwehren und somit die Sicherheit von Daten und Prozessen gewährleisten kann, von entscheidender Bedeutung für NY. Durch die unternehmerisch geprägte Firmenkultur von NY, den dynamischen, modischen und jungen Team-Spirit sowie professionelle Fachabteilungen ist NY aus Sicht der Unternehmensleitung hierbei in allen Bereichen gut aufgestellt. FINANZIERUNG Hinsichtlich der Finanzierung ergeben sich potentielle Risiken von NY insbesondere aus der Zinsentwicklung und der Deckung des Finanzierungsbedarfs. Auch Restriktionen auf Kapitaltransaktionen können negative Auswirkungen haben. Aufgrund der sehr guten Finanzkraft, der zumeist bereits langfristig bestehenden Bankverbindungen und der im Wesentlichen langfristigen Verträge mit den Banken sowie der starken Eigentümerstruktur geht NY davon aus, auch für die Zukunft den Finanzierungsbedarf sicher zu decken. NY gelang es in den vergangenen Jahren stets, den Covenant aus bestehenden Finanzierungsvereinbarungen sehr deutlich zu übertreffen. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen rechnet das Unternehmen auch zukünftig mit der Erfüllung des Covenants aus Kreditverträgen. Auf etwaige Risiken kann NY aufgrund der sehr guten Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung zudem sehr gut reagieren. ZUSAMMENFASSUNG DER CHANCEN- UND RISIKOLAGE NY bewegt sich in einem umkämpften und wettbewerbsintensiven internationalen Markt. Dieser wird auch in 2023 durch das Multi-Krisen-Umfeld beeinflusst. Verlässliche Prognosen sind nicht möglich. Auch aus der Entwicklung der letzten Jahre geht NY gestärkt hervor, um die Entwicklung auch in 2023 erfolgreich zu gestalten.
Braunschweig, den 31. März 2023 Friedrich Knapp Dr. Florian Kall BERICHT DES AUFSICHTSRATSDer Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2022 über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche informiert. Bei der Leitung des Unternehmens hat der Aufsichtsrat den Vorstand laufend überwacht. Der Aufsichtsrat hat alle durch gesetzliche Bestimmungen und die Satzung der NEW YORKER SE vorgegebenen Aufgaben umfassend wahrgenommen. Alle wesentlichen strategischen und operativen Maßnahmen hat der Vorstand dem Aufsichtsrat präsentiert und deren Umsetzung mit diesem abgestimmt. Sämtliche dem Aufsichtsrat überlassenen Unterlagen wurden ausnahmslos geprüft. Die Auskunftspersonen der Gesellschaft, insbesondere die Mitglieder des Vorstands, wurden zu wesentlichen Sachverhalten befragt. Der Aufsichtsrat ließ sich darüber hinaus über alle wichtigen Ereignisse informieren, die für die Beurteilung der Lage, Strategieumsetzung und Zielerreichung, der Entwicklung und der Leitung der NEW YORKER SE von wesentlicher Bedeutung waren. Mit dem Vorstand wurde die Strategie beraten und der Stand der Geschäftsentwicklung erörtert. Der Aufsichtsrat wurde über alle wichtigen Vorstandsbeschlüsse zeitnah informiert. Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2022 Im Rahmen der Überwachung des Vorstands fanden im Geschäftsjahr 2022 regelmäßige Beratungen statt. Im Mittelpunkt der Beratungen standen Maßnahmen im Zuge der Beeinträchtigungen durch die Corona Pandemie, die Reorganisation und Fortführung der Restrukturierung des NEW YORKER SE Konzerns, sowie die strategische Ausrichtung des Konzerns. Der Aufsichtsrat hat sich auch regelmäßig und umfassend über die finanzielle Situation des Unternehmens und das Risikomanagement informieren lassen und mit dem Vorstand über die künftige Unternehmensstrategie beraten. Tätigkeit von Ausschüssen Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet. Sonstiges Mitglieder des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum waren:
Billigung der Jahresabschlüsse Der Abschlussprüfer KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Klingelhöferstraße 18, 10785 Berlin (Zweigniederlassung Hannover, Prinzenstraße 23, 30159 Hannover), hat den Jahresabschluss per 31.12.2022 der NEW YORKER SE und den aufgestellten Konzernabschluss per 31.12.2022 sowie den Lagebericht des Konzerns nach HGB einschließlich der zugrundeliegenden Buchführung für das Geschäftsjahr 2022 geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte über die durchgeführte Prüfung des Jahresabschlusses, des aufgestellten Konzernabschlusses lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung am 16.06.2023 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich behandelt. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zur Kenntnis genommen und geprüft. Der Aufsichtsrat erhebt abschließend keine Einwendungen und hat in der Bilanzsitzung, den Jahresabschluss der NEW YORKER SE und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss der NEW YORKER SE für das Geschäftsjahr 2022 ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und erhebt keine Einwendungen. Abhängigkeitsbericht Den vom Vorstand aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz, hat der Aufsichtsrat geprüft. Er erhebt nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstandes. Dank für engagierte Leistungen Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand der NEW YORKER SE, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften für ihr großes Engagement im Geschäftsjahr 2022.
Braunschweig, 16.06.2023 Der Aufsichtsrat Michael Carsten Kellerbach, Vorsitzender des Aufsichtsrats Joachim Winkler, Aufsichtsrat Klaus-Jürgen Trosin, Aufsichtsrat Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NEW YORKER SE, Braunschweig Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der NEW YORKER SE, Braunschweig, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der NEW YORKER SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 15. Juni 2023 KPMG
AG
Thiele, Wirtschaftsprüfer Müllensiefen, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen