IAB Ionenaustauscher GmbH Bitterfeld
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maik Kaltenbach seit 10.12.2025 | Prokura |
Andreas Litzka seit 7.10.2025 | Prokura |
Daria Todte seit 15.1.2025 | Prokura |
Alexander Karge seit 7.11.2024 | Prokura |
Anja Sommerlatte seit 15.7.2024 | Prokura |
Andrea Heym seit 5.7.2023 | Geschäftsführer |
Ronny Grützmann seit 20.1.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bayer Bitterfeld GmbHBitterfeld-WolfenJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftsmodell Die Bayer Bitterfeld GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bayer AG in Leverkusen. Mit der alleinigen Gesellschafterin, Bayer AG, besteht seit dem 7. Februar 1992 ein Ergebnisabführungsvertrag. Im weltweiten Produktionsnetzwerk von Bayer gehört die Gesellschaft zur Division Consumer Health und innerhalb dieser zur Organisationseinheit Product Supply. Die Gesellschaft ist Lohnfertiger für die Bayer Consumer Care AG, die den Weltmarkt sowohl mit rezeptfreien als auch verschreibungspflichtigen Arzneimitteln versorgt. Rohstoffe wie auch Packmittel werden von der Partnergesellschaft beigestellt. Die Fertigprodukte sind Eigentum der Bayer Consumer Care AG. Zu den wichtigsten Produkten aus dem rezeptfreien Produktionsportfolio zählen ASPIRIN TM , ALEVET, ALKA-SELTZER TM , TALCID TM , CLARITIN TM und neu ab dem Jahr 2023 RENNIET. Die Produktion von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln umfasst die Produkte XARELTO TM und ASPIRIN CARDIO TM. Die Fertigungsleistungen werden auf Vollkostenbasis mit einer vertraglich fixierten Marge entsprechend der Konzernrechnungslegung nach Internationalen Rechnungslegungs-Standards (IFRS) abgerechnet. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein weiterer Vertrag mit der Bayer Consumer Care AG abgeschlossen, der die Erbringung von Serviceleistungen im Bereich Forschung und Entwicklung, insbesondere den Transfer von Neuprodukten in den Produktionsprozess des Supply Centers, beinhaltet. Neben der Produktion in den Segmenten Consumer Health und Pharmaceuticals werden Serviceleistungen der Infrastruktur für die lokal ansässigen Industrieparkpartner erbracht. Diese bestehen im Wesentlichen in der Bereitstellung von infrastrukturellen Einrichtungen wie Rohrleitungssystemen zur Ver- und Entsorgung, Straßennetzen, Parkplätzen, Werkschutzeinrichtungen, Kantine, Werkstatt, Lager sowie der Versorgung mit Druck- und Steuerluft. Die Bayer Bitterfeld GmbH ist Eigentümerin eines Versorgungsnetzes für Strom und Erdgas und damit nach § 3 Nr.18 EnWG ein Energieversorgungsunternehmen. Als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bayer AG, die in der Bayer-Gruppe energiewirtschaftliche Erzeugungs- bzw. Vertriebsfunktionen ausführt, ist die Gesellschaft nach § 3 Nr. 38 EnWG als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen einzustufen. II. Steuerungssystem 1. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Bayer Bitterfeld GmbH nutzt für die Steuerung des Unternehmens finanzielle Kennzahlen wie Betriebskosten und Investitionen in das Anlagevermögen. Der Umsatz ergibt sich aufgrund des Lohnfertigermodells auf der Basis des Cost-plus-Verfahrens. Im Berichtsjahr beliefen sich die Betriebskosten 1 auf 104,6 Mio. € (Vorjahr: 104,9 Mio. €). Einerseits führte die Entwicklung der Inflation zu höheren Kosten in der Anlagenbewirtschaftung, in den Abschreibungen und in den Dienstleistungskosten. Andererseits wirkten Effekte aus den Personalaufwendungen wie niedrigere Pensionsverpflichtungen und geringere Bonuszahlungen der Kostenentwicklung entgegen. Das operative Ergebnis des infrastrukturellen Dienstleistungsgeschäfts lag bei 2,5 Mio. €. Im Berichtsjahr wurden in immaterielle Vermögensgegenstände 0,2 Mio. € und in Sachanlagen 28,0 Mio. € investiert. 2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Unter den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden Produktionsmengen, Marktversorgung, Qualitäts- und Personalziele verstanden. Das Geschäftsjahr war geprägt durch einen Rückgang der Bedarfe, insbesondere bei ASPIRIN CARDIO TM und XARELTO TM. Damit blieb die Mengenentwicklung des Marktes hinter den Erwartungen. Wachsende Mengen vor allen Dingen bei den Erkältungsprodukten konnten diese Entwicklung nicht vollständig ausgleichen. Im Verlaufe des Jahres 2023 stabilisierten sich die wirtschaftliche Lage und die Liefersituation weitgehend. Es gab einzelne Verzögerungen bei der Auslieferung von Produkten. Die Produktionsziele konnten aufgrund des Zusammenwirkens der Materialbeschaffungs- und Bevorratungsaktivitäten nahezu vollständig erreicht werden. Das Produktportfolio und die verschiedenen Produktionsprozesse werden kontinuierlich weiterentwickelt. Im Jahr 2023 gab es verschiedene Audits und Inspektionen, die alle erfolgreich bestanden wurden, wie die beiden Inspektionen des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt und die Inspektion der eurasischen Wirtschaftsunion zur Einhaltung der GMP-Anforderungen vertreten durch die russische Föderation. Das Audit zur Rezertifizierung des Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001 durch den TÜV SÜD wurde ebenso erfolgreich absolviert. Die Zertifikate der beiden Überwachungsaudits für das Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem nach DIN EN ISO 45001 und für das Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 sind weiterhin gültig. Betriebsprüfungen zu Sozialversicherungsbeiträgen und zur Unfallversicherung bis einschließlich 2022 sowie eine Lohnsteueraußenprüfung bis einschließlich 2018 konnten ohne Nachforderungen abgeschlossen werden. Die Gesellschaft arbeitet kontinuierlich an einem hohen Sicherheitsniveau für die einzelnen Arbeitsplätze und an der Vermeidung von Arbeitsunfällen. Dazu tragen eine Sicherheitsorganisation, regelmäßige Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungen der Mitarbeiter, spezifische Betriebsanweisungen und die Erfassung sogenannter unsicherer Zustände bei. Der jährlich stattfindende Safety-Day wurde rund um das Thema Sicherheit mit vielen Aktionen durchgeführt. Die Ausbildung in verschiedenen Ausbildungsberufen erfolgt auf hohem Niveau. In 2023 zählte ein Pharmakant des Supply Centers zu den besten Auszubildenden im Kammerbezirk der IHK-Halle-Dessau. Alle ausgelernten Auszubildenden haben ihre Abschlussprüfungen bestanden. Die Übernahmequote der Auszubildenden lag bei 66 %. Darüber hinaus beteiligte sich die Gesellschaft zum 26. Mal am Bundeswettbewerb "Jugend forscht". Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Bayer Bitterfeld GmbH 519 Mitarbeiter (Vorjahr: 490). Darin enthalten waren 30 (Vorjahr: 56) befristete Mitarbeiter. Die Gesellschaft hatte am Bilanzstichtag 21 Auszubildende (Vorjahr: 16), die nicht in der Gesamtsumme enthalten sind. Durchschnittlich beschäftigte die Bayer Bitterfeld GmbH 519 Mitarbeiter, das sind 31 Mitarbeiter mehr im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit beträgt 13,5 Jahre. 2 Zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bietet die Gesellschaft vielfältige Instrumente an. Die Mitarbeiter der Bayer Bitterfeld GmbH nutzen die verschiedenen Programme des Gesundheitsmanagements, den Safety-Day, flexible Arbeitszeit- und Arbeitsortmodelle und eine Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten. Darüber hinaus nahmen die Mitarbeiter Angebote aus dem Lepha-Fonds für die Kinderbetreuung und für die Pflege naher Angehöriger in Anspruch. B. Wirtschaftsbericht I. Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Lage der Bayer Bitterfeld GmbH wird wesentlich bestimmt durch die enge wirtschaftliche Verbindung zu ihrer Muttergesellschaft Bayer AG sowie zu den Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte Consumer Health einen währungs- und portfoliobereinigten (wpb.) Umsatzanstieg um 6,3 % auf 6.027 Mio. € insbesondere durch eine starke Entwicklung in den Kategorien Dermatologie sowie Schmerz und Cardio. Der Umsatz von Pharmaceuticals betrug 18.081 Mio. €. Nach Bereinigung um Währungs- und Produktportfolioeffekte lag der Umsatz auf Vorjahresniveau (wpb. - 0,4 %). Signifikanten Zuwächsen bei den neuen Produkten Nubeqa TM und Kerendia TM sowie weiteren Umsatzerhöhungen bei Eylea TM und dem Radiologiegeschäft standen Rückgänge vor allem Umsatzrückgänge mit dem oralen Gerinnungshemmer XareltoTM aufgrund des generischen Wettbewerbs- und Preisdrucks gegenüber.
2 Inhaltlich nicht geprüfte Angabe
II. Geschäftsverlauf Im Supply Center Bitterfeld wurden im Geschäftsjahr 134,3 Mio. Packungen Tabletten produziert. Damit lagen die Mengen um 1,6 % knapp unter Vorjahresniveau. Einen positiven Einfluss auf die Mengenentwicklung hatten eine erhöhte Nachfrage nach Erkältungsprodukten und CLARITIN TM , der Transfer von RENNIE TM -Produkten, die Aufhebung der Depriorisierung von ALKA-SELTZER TM sowie eine verbesserte Performance bei ALEVET. Dagegen stehen größere Bedarfsrückgänge beim Pharmaportfolio ASPIRIN CARDIO TM und XARELTO TM aufgrund der nachfragebedingten geringeren Allokation auf den Standort Bitterfeld. Auch die Produktionsmengen von RENNIE TM -Produkten lag unter den Erwartungen bedingt durch begrenzte Kapazitäten auf den Verpackungslinien. Zusammengefasst war die Mengenentwicklung in einem zunehmend schwierigeren Umfeld stagnierend. Im Vergleich zu den budgetierten Mengen lag die Produktion um 12 % unter den Erwartungen, im Wesentlichen bedingt durch die rückläufigen Mengen von ASPIRIN CARDIO TM und XARELTO TM. Die operativen Fertigungskosten des Supply Centers betrugen 82,8 Mio. € (Vorjahr: 78,6 Mio. €) 3. Der allgemeine Kostenanstieg begrenzt sich im Wesentlichen auf die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen, während in den anderen Posten auch Entlastungseffekte zu verzeichnen sind. Die Personalkosten sind rückläufig, weil sich hier die geringeren Altersversorgungsaufwendungen sowie die geringeren variablen Vergütungsbestandteile bei den Löhnen und Gehältern auswirken. Erhöhte Abschreibungen sind die Folge der Investitionsentwicklung der letzten Jahre bedingt durch die Aktivierungen der GMP-Maßnahmen und der Erweiterung der Produktionskapazitäten für ASPIRIN CARDIO TM. Einen Sondereffekt in den Dienstleistungskosten verursachte der Innovationslauf im Manufacturing Execution System (MES). Im Energiebereich konnten deutlich günstigere Stromkosten den Preisanstieg für den Dampf mehr als kompensieren. Dieser ist abhängig von der Gaspreisentwicklung aufgrund des bestehenden Ukrainekonfliktes. Das operative Ergebnis im Geschäftsjahr lag aufgrund der geringeren Personalaufwendungen über dem prognostizierten Ergebnis. Die Investitionen in das Upgrade für die GMP-gerechte Anpassung der Reinraumklassen konnten fortgeführt werden. Ebenso planmäßig erfolgte die Erweiterung der Produktionskapazitäten für ASPIRIN CARDIO TM als wichtige Voraussetzung für zusätzliche Tablettenmengen und Märkte. Darüber hinaus konnten wesentliche Investitionsmaßnahmen für die Produktion von RENNIETM begonnen und umgesetzt werden. Strategisch werden dadurch die einzelnen Herstellungsschritte effizienter und die Produktkosten reduziert. Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Anlageninvestitionen in Höhe von 16,5 Mio. €; diese werden aus dem operativen Cashflow sowie bestehenden Cash-Pool-Anlagen finanziert. Die Umsatzerlöse des Infrastrukturgeschäftes der Bayer Bitterfeld GmbH liegen mit 2,4 % leicht über dem Vorjahr. Das resultiert hauptsächlich aus einem gleichbleibend stabilen Dienstleistungsgeschäft für die Industrieparkpartner. Die Kosten der Infrastruktur lagen leicht unter den Kosten des Vorjahres. Im Wesentlichen war die Kostenentwicklung beeinflusst durch die Preisnormalisierung im Energiesektor, die die allgemeinen Preiserhöhungen kompensieren konnte. Die Gesellschaft unterliegt als Eigentümerin eines Versorgungsnetzes für Strom und Erdgas den Berichtspflichten nach § 6b EnWG. Entsprechend diesen Berichtspflichten hat die Gesellschaft jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitäts- und Erdgassparte geführt. Die Ergebnisse dieser Tätigkeitsbereiche wurden im Wesentlichen durch die Erlöse aus der Verpachtung und die zuzuordnenden Kosten des Strom- und Erdgasnetzes geprägt. Die anteiligen Betriebsergebnisse aus dem Stromnetz betrugen 31 T€ (Vorjahr: 23 T€) und aus dem Gasnetz 4 T€ (Vorjahr: 6 T€). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 betrug die Bilanzsumme aus dem Stromnetz 509 T€ (Vorjahr: 395 T€) und aus dem Erdgasnetz 148 T€ (Vorjahr: 185 T€). Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen der Bilanz betrug beim Stromnetz 95 % und beim Gasnetz 97 %. Auf der Passivseite sind etwaige Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen bewertet die Gesellschaft den Geschäftsverlauf als solide und gut. III. Lage der Gesellschaft 1. Darstellung der Vermögenslage Das Anlagevermögen der Gesellschaft betrug zum Ende des Geschäftsjahres 128,8 Mio. € (Vorjahr: 113,5 Mio. €). Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen und dem Sachanlagevermögen betrugen im Berichtsjahr insgesamt 28,2 Mio. €. Wesentliche Investitionsprojekte in 2023 waren der Aufbau einer Anlage zur Direktverpressung sowie einer Verpackungslinie für die RENNIE TM Produktion, die Fortführung der Erweiterung eines Sozialgebäudes sowie weitere Maßnahmen zum GMP-Upgrade. Die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Erweiterung eines Produktionsgebäudes konnten im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich abgeschlossen werden. Den Zugängen im Anlagevermögen standen insgesamt Abschreibungen von 12,8 Mio. € gegenüber. Das Umlaufvermögen von 176,1 Mio. € (Vorjahr: 176,0 Mio. €) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Vorräten (6,0 Mio. €), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (17,3 Mio. €), Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Finanzanlagen bei der Bayer AG (150,0 Mio. €) sowie sonstigen Vermögensgegenständen (0,9 Mio. €). Die Sonderposten in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) beinhalten staatliche Investitionszulagen / -zuschüsse und werden entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände ratierlich aufgelöst. Die Erträge aus der Auflösung kompensieren den Ergebniseffekt aus den Abschreibungen. Die Rückstellungen in Höhe von 30,5 Mio. € (Vorjahr: 36,2 Mio. €) bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Pensionen (22,8 Mio. €). Die sonstigen Rückstellungen (7,7 Mio. €) beinhalten hauptsächlich Verpflichtungen aus dem Lepha- und Demografiefonds (2,2 Mio. €), kurzfristige variable Einmalzahlungen/-komponenten (2,2 Mio. €) sowie Arbeitnehmerjubiläen (1,3 Mio. €). Die Veränderungen der Rückstellungen zum Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus dem Rückgang der Pensionsverpflichtungen (2023: 34,6 Mio. € / 2022: 35,8 Mio. €) und dem Anstieg des Planvermögens, welches mit den Rückstellungen verrechnet wurde (2023: -11,8 Mio. € / 2022: -10,0 Mio. €), sowie dem Rückgang der Rückstellungen für Bonuszahlungen (2022: 4,7 Mio. €) um 2,5 Mio. €. Die Verbindlichkeiten von 38,5 Mio. € (Vorjahr: 16,7 Mio. €) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (19,0 Mio. €), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (17,4 Mio. €), welche die Ergebnisabführung von 14,5 Mio. € beinhalten, sowie sonstige Verbindlichkeiten (2,1 Mio. €). 2. Ertragslage und Geschäftsergebnis Der Umsatz erhöhte sich auf 109,3 Mio. € (Vorjahr: 102,7 Mio. €). Von den Umsatzerlösen entfielen 99,2 Mio. € (Vorjahr: 92,8 Mio. €) auf die Lohnfertigung für die Bayer Consumer Care AG. Die Umsatzentwicklung in diesem Bereich wird wesentlich von der Kostenentwicklung beeinflusst, bedingt durch das Abrechnungsmodell des Cost-plus-Verfahrens. Die Umsätze für Servicedienstleistungen mit den Industrieparkpartnern lagen mit 10,2 Mio. € um 0,3 Mio. € über denen des Vorjahres. Das operative Ergebnis der Gesellschaft lag mit einem Gewinn von 7,8 Mio. € im Berichtsjahr 2023 um 8,9 Mio. € oberhalb des Vorjahres. Ursachen hierfür waren im Wesentlichen die geringeren Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung aufgrund der Rententrendanpassung. Weitere Ursachen waren ein Rückgang der Aufwendungen im Zusammenhang mit den lokalen und den globalen Bonusprogrammen. Das Finanzergebnis lag mit 6,7 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von -2,5 Mio. €. Die Entwicklung ergab sich aus den stark gestiegenen Zinserträgen aus der Finanzanlage (2023: 5,6 Mio. € / 2022: 1,2 Mio. €) und den Effekten aus der Auf- und Abzinsung der Pensions- und längerfristigen Personalverpflichtungen, die durch den Anstieg des Diskontierungszinssatzes und den Wertzuwachs beim Planvermögen begünstigt wurden. Das Ergebnis vor Ergebnisübernahme in Höhe von 14,5 Mio. € (Vorjahr: -3,7 Mio. €) wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags in voller Höhe an die Bayer AG abgeführt. 3. Finanzlage Das Eigenkapital der Bayer Bitterfeld GmbH betrug zum Jahresende 235,3 Mio. €. Bei einer Bilanzsumme von 306,0 Mio. € entspricht das einer Eigenkapitalquote von 77 %. Die Liquidität des Unternehmens ist durch die Integration in das Konzern-Cash-Pooling der Bayer AG sichergestellt. Ein etwaiger Finanzmittelbedarf wird über die Cash-Pool-Beziehung innerhalb des Bayer-Konzerns gedeckt, so dass keine Einlagen- und Kreditbeziehungen bei Banken unterhalten werden. Zum Ende des Geschäftsjahres bestand eine kurzfristige Darlehensforderung gegen die Bayer AG in Höhe von 150,0 Mio. € (Vorjahr: 150,0 Mio. €). C. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht I. Darstellung der Chancen und Risiken Das globale Makroumfeld wurde von geopolitischen Spannungen und einer durchschnittlichen Inflation von 5,9 % geprägt, was zu Unsicherheiten und hoher Volatilität auf dem globalen Markt geführt hat. Darüber hinaus steht der Bayer-Konzern mit einem Aktienkurs auf sehr niedrigem Niveau vor großen Herausforderungen. Mit Blick auf die Division Pharma ist ein Exklusivitätsverlust bei Xarelto TM zu sehen, der in der Mengenentwicklung spürbar ist. Die Bayer Bitterfeld GmbH ist in das allgemeine Risikomanagementsystem des Bayer-Konzerns eingebunden. Die Steuerung der Risiken erfolgt zentral über den Bereich Consumer Health. Als Lohnfertiger und Produktionsgesellschaft ist die Bayer Bitterfeld GmbH einer Vielzahl von internen und externen Entwicklungen und Ereignissen ausgesetzt. Das können unter anderem regulatorische Rahmenbedingungen, Pandemien sowie Lieferunterbrechungen bei Energien, Haupteinsatzstoffen und Packmitteln sein. In den vergangenen Jahren lag in der COVID-19-Pandemie ein wesentliches Risiko mit Auswirkungen in ganz unterschiedlichen Bereichen. 2023 kann die Gesellschaft resümieren, dass diese Risiken überwunden sind. Weitere Risiken bestehen fort wie die Auswirkungen der Ukraine-Krise und damit verbundene Unsicherheiten bei der Versorgung und Preisentwicklung im Energiesektor. Bedingt durch die anhaltende Inflation belasten steigende Preise die Betriebskosten. Drohenden Lieferengpässen und längeren Lieferzeiten bei bestimmten Einsatzstoffen und Packmitteln wurde mit der Bindung von Alternativlieferanten, einer gezielten Bevorratung und der Erhöhung von Sicherheitsbeständen begegnet. Mit der Teilnahme am Cash-Pooling-System der Bayer AG werden von der Bayer Bitterfeld GmbH Forderungen bei positiver Ergebnisgenerierung bzw. Verbindlichkeiten bei negativer Ergebnisgenerierung gegenüber der Bayer AG aufgebaut. Damit unterliegt die Gesellschaft sowohl Chancen als auch Risiken aus Zinsanpassungen. Die Bayer-Konzern-Liquidität wird von der Enabling Function Group Finance Treasury zentral gesteuert. Hieraus ergibt sich für die Finanzlage der Bayer Bitterfeld GmbH eine Abhängigkeit zum Bayer-Konzern. Insofern wird auf die Angaben im Chancen- und Risikobericht des zusammengefassten Lageberichts des Bayer-Konzern und der Bayer AG verwiesen. Die Gesellschaft steuert die Risiken durch ein integriertes Gesundheits-, Umwelt-, Energie- und Sicherheitsmanagement. Darüber hinaus erfolgen Maßnahmen im Rahmen von Responsible Care und der Qualitätssicherung, um Produkt- und Umweltschutzrisiken möglichst gering zu halten. Bayerinterne Regelungen und Richtlinien unterstützen die Organisation und die Mitarbeiter bei der Abdeckung von Finanz-, Sicherheits-, Rechts- und Compliance-Risiken. Sämtliche bekannten Risiken werden in einer jährlichen Risikobetrachtung beschrieben, mögliche Einflüsse analysiert und bewertet. Des Weiteren begegnet Bayer den verschiedenen Herausforderungen mit der weltweiten Einführung eines neuen Organisationsmodells Dynamic Shared Ownership (DSO), das die Verschlankung von Strukturen und den Abbau von Hierarchien zum Ziel hat. Auf dieser Basis sollen Entscheidungsprozesse beschleunigt, Bürokratie abgebaut sowie die Leistungsfähigkeit der Organisation und deren Anpassungsfähigkeit nachhaltig verbessert werden. Chancen für die Zukunft ergeben sich aus dem Ausbau der Marktposition der Bayer Consumer Health Division für verschreibungsfreie Medikamente, insbesondere aus der weiteren Kapazitätserweiterung für ASPIRIN COMPLEX TM , dem Rollout von CLARITIN TM auf weitere Länder und Produkt-Launches bei ALEVE TM. Die Erweiterung des Produktionsstandortes, die Investition in neue Technologien und damit die Schaffung zusätzlicher Produktionskapazitäten bieten weiterhin gute Chancen für die Verbesserung der Performance, der Erweiterung des Produktportfolios für neue Produkte und Produkteinführungen in zusätzliche Länder. Die bestehenden Risiken gefährden nicht den Fortbestand der Gesellschaft, haben aber Einfluss auf die Kostenentwicklung und damit auf die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse der Bayer Bitterfeld GmbH wesentlich von den hier gemachten Einschätzungen und den hier dargestellten Vorhaben abweichen. Zum Zeitpunkt der Lageberichtserstellung sind keine wesentlichen Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erkennbar. II. Prognose für das Geschäftsjahr 2024 Der Fokus für 2024 liegt bei der Implementierung des neuen Organisationsmodells DSO. Durch eine agilere Organisation wird eine klare Ausrichtung auf die Wertschöpfung und eine Steigerung der operativen Performance angestrebt. Der Erfolg der kommenden Jahre wird wesentlich beeinflusst von der erfolgreichen Umsetzung von DSO und der Strategie des Standortes. Die Schwerpunkte liegen in der Erhöhung der Effizienz, der Flexibilität und dem Ausbau der Digitalisierung. Damit bleibt die Bayer Bitterfeld GmbH auch in Zukunft ein zuverlässiger, kostenbewusster und strategisch wichtiger Produktionsstandort für die Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals. Die Mengenprognose für das Jahr 2024 beträgt 138 Millionen Packungen, damit wird ein leichter Anstieg der Mengen erwartet. Für die Bayer Pharmaceuticals Division werden stabile Mengen für ASPIRIN CARDIO TM prognostiziert, die XARELTO TM -Mengen werden aufgrund einer verringerten Allokation nach Bitterfeld weiterhin leicht rückläufig eingeschätzt. Zugleich sind entsprechende Kostensteigerungen aufgrund der Tarif- und Personalentwicklung und der Inflation in den Betriebskosten budgetiert. Die Personalzahlen sind an das Produktionsportfolio angepasst und zum Jahresende mit 507 Mitarbeitern prognostiziert. Darüber hinaus werden höhere Kosten aufgrund der allgemeinen Preisentwicklung, der Ukraine-Krise und der Umsetzung von Klimaschutzzielen erwartet und bilden die Herausforderungen für 2024. Der Entwicklung steigender Betriebskosten begegnet die Gesellschaft mit verschiedenen Einsparprojekten und der weiteren Umsetzung des Strategiekonzeptes. Die Gesellschaft erwartet für das Jahr 2024 ein positives operatives Ergebnis im einstelligen Millionenbereich. Im Geschäftsjahr 2024 sind Investitionsausgaben von insgesamt 25 Mio. € geplant. Die über mehrere Jahre fortgeführten Investitionen in das GMP-Upgrade werden in der ersten Jahreshälfte 2024 weitestgehend abgeschlossen sein. Die Fortsetzung der Investitionen für die Produktion von RENNIET für den europäischen Markt und damit die Implementierung neuer Technologien und zusätzlicher Produktionskapazitäten sind wesentliche Bestandteile des Investitionsbudgets 2024. Zusätzlich ist die Erweiterung der Granulationskapazität vorgesehen. Die Entwicklung des Infrastrukturgeschäftes wird als stabil und auf gleichbleibendem Niveau eingeschätzt. D. Erklärung zur Unternehmensführung Nach § 52 Abs. 2 GmbHG ist die Gesellschaft zur Festlegung von Zielquoten und Zielerreichungspflichten für den Anteil von Frauen in Führungspositionen verpflichtet. Zum Jahresende beträgt der Frauenanteil für die Besetzung des Aufsichtsrats eine Person (33 1/3 %) und entspricht damit der Zielgröße von 33 %. Die Frauenquote in der Geschäftsführung beträgt seit dem Geschäftsführerwechsel im Juli 2023 100 %, da die Position der Geschäftsführung mit einer Frau besetzt wurde. Die Zielgröße für die Frauenquote in der Geschäftsführung beträgt 100 %. Der Anteil der Frauen im Management der Bayer Bitterfeld GmbH beträgt in der 1. Führungsebene 30 % und in der 2. Führungsebene 33 %. Demnach wurden die Zielgrößen in der 1. Führungsebene mit 20 % und in der 2. Führungsebene mit 30 % erreicht. Mit der Einführung von DSO wird ein Organisationsmodell eingeführt, das mit flachen Hierarchien und schlanken Strukturen einhergeht. Inwiefern davon der Frauenanteil in den Führungsebenen verändert wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar. Die bisherigen Zielgrößen bleiben bestehen. Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung beruhen.
Bitterfeld-Wolfen, 07.06.2024 Bayer Bitterfeld GmbH Dr. Andrea Heym, Geschäftsführerin Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang zum Geschäftsjahr 2023Grundlagen Der Jahresabschluss der Bayer Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen, (eingetragen beim Amtsgericht Stendal, HRB 10914) ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Die Bayer Bitterfeld GmbH ist Eigentümerin eines Versorgungsnetzes für Strom und Erdgas und damit nach § 3 Nr. 18 EnWG ein Energieversorgungsunternehmen. Als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bayer AG, die in der Bayer-Gruppe energiewirtschaftliche Erzeugungs- bzw. Vertriebsfunktionen ausführt, ist die Gesellschaft nach § 3 Nr. 38 EnWG als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen einzustufen. Die Bayer Bitterfeld GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bayer AG, Leverkusen. Der Jahresabschluss der Bayer Bitterfeld GmbH ist in den Konzernabschluss der Bayer AG, 51368 Leverkusen, einbezogen. Der Konzernabschluss der Bayer AG wird beim Betreiber des Unternehmensregisters eingereicht und unter der Registernummer HRB 48248 elektronisch bekannt gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden: Nutzungsdauer
Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800 Euro (bis 2017: 410 Euro) nicht übersteigen. Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag bilanziert. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen sowohl bei den immateriellen Vermögensgegenständen als auch bei den Sachanlagen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Entfällt der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungskosten. Unter den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe grundsätzlich mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten angesetzt (gleitender Durchschnittspreis). Niedrigere beizulegende Werte werden durch Abschreibungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Einzelwertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Fallen die Gründe für eine Einzelwertberichtigung in späteren Jahren weg, werden Zuschreibungen vorgenommen. Der Kassenbestand ist mit dem Nennwert bilanziert. Im Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben ausgewiesen, die für zukünftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt werden. Zur Erfüllung von verschiedenen Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel unter dem Dach einer belgischen Anlagegesellschaft in der Rechtsform einer SICAV (Société d'investissement à capital variable) über zwischengeschaltete Investmentvehikel indirekt in grundsätzlich liquide internationale festverzinsliche Anleihen, Aktien, Immobilien sowie alternative Investments investiert. Sie werden vom Bayer Pension Trust e.V. (BPT), Leverkusen, treuhänderisch für die Bayer Bitterfeld GmbH verwaltet und sind im Insolvenzfall des Arbeitgebers dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser wird aus Börsenkursen und Marktzinsen abgeleitet. Das vom BPT gehaltene Treuhandvermögen wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Wertpapiere die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden in entsprechender Weise die Erträge aus dem BPT-Treuhandvermögen mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen und aus Änderungen des Rechnungszinses verrechnet. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennwert angesetzt. Die Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen werden in Höhe der noch nicht ertragswirksam gewordenen Zuwendungen gebildet. Die Sonderpostenauflösung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden die Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen separat ausgewiesen. Latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden bei der Bayer AG, Leverkusen, als Organträger berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer r Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,50 % (Vorjahr: 2,75 %) bei den Entgelten und von 2,10 % (Vorjahr: 2,70 %) bei den Renten aus. Das Schätzverfahren für zukünftig erwartete Rentensteigerungen wurde im Vergleich zu den Vorjahren verfeinert, um die bereits bis zur nächsten Rentenerhöhung aufgelaufene Inflation direkt in die Bewertung der hiervon betroffenen Einzelverpflichtungen einzubeziehen. Es berücksichtigt dabei sowohl die aufgelaufene Inflation als auch langfristige Inflationsprognosen, demographische Spezifika und die Anpassungsmechanismen bei Bayer. Durch die Verfeinerung vermindern sich die Pensionsverpflichtungen um 519 T€. Die erwartete Rentenentwicklung in Deutschland hätte auf Basis des bisherigen Schätzansatzes, der die langfristige Erwartung und die aufgelaufene Inflation in einem einheitlichen Rententrend zusammengefasst hat, 2,40 % (Vorjahr 2,70 %) betragen. Hiervon abweichend gilt für ab dem 01.01.2000 erfolgte Versorgungszusagen eine jährliche Rentenerhöhung von 1,00 %; diese ist den Mitarbeitern fest zugesagt. Der zum 31.12.2023 zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Wertänderungen des Verpflichtungsumfangs infolge der Anpassung des Rechnungszinssatzes an die Marktentwicklung werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Fehlbeträge in Zusammenhang mit mittelbaren Pensionsverpflichtungen aus der Subsidiärhaftung für Altersversorgungszusagen der Bayer-Pensionskasse VVaG und der Rheinische Pensionskasse VVaG werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß Artikel 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht passiviert. Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Aufgrund ihres Abfindungscharakters werden die Rückstellungen für Frühruhestand und ATZ-Aufstockung zum Zeitpunkt ihrer Entstehung sofort und in voller Höhe bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für längerfristige Personalrückstellungen wie solche für Mitarbeiterjubiläen findet dabei ein Zinssatz von 1,76% (Vorjahr: 1,44%) für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren Anwendung. Kurzfristigere Personalrückstellungen, beispielsweise für Verpflichtungen aus Frühruhestands- oder Altersteilzeitvereinbarungen, werden mit einem Zinssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Diese betrug im Jahr 2023 drei Jahre, der Rechnungszins 1,07% (Vorjahr: 0,58 %). Es handelt sich jeweils um die von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2023 veröffentlichten Zinssätze. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden mit dem Devisenkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Währungsdifferenzen werden gesondert unter "Sonstige betriebliche Aufwendungen" und "Sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Kurs am Buchungstag oder mit dem niedrigeren (Forderungen) bzw. höheren (Verbindlichkeiten) Stichtagskurs angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz 1) Anlagevermögen Im Anlagespiegel ist die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens dargestellt. 2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um ein Darlehen (150 Mio. EUR, Laufzeit bis 28.03.2024 mit Zinssatz 4,33 %) bei der Bayer AG. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen für Erstattungen der Stromsteuer für die Jahre 2022/2023 in Höhe von 370 T€ sowie Erstattungsansprüche i.Z.m. einem Kantinensachschaden in Höhe von 153 T€ enthalten. 3) Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten betrifft Rechnungsabgrenzungen gegenüber Dritten in Höhe von 34 T€ (Vorjahr: 14 T€). 4) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten, aus durch Entgeltumwandlung entstandenen Pensionsverpflichtungen (Deferred Compensation und Matching Contribution) sowie aus Pensionsverpflichtungen für die obere Führungsebene sind durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, im Rahmen mehrerer Contractual Trust Agreements treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Aus der Verrechnung ergibt sich insgesamt ein aktivischer Unterschiedsbetrag von 1.046 T€, der auf Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten entfällt. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Der in der vorstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert wurde, soweit es sich um Fondsanteile handelt, aus den Börsenkursen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet. 5) Eigenkapital ANGABEN ZU AUSSCHÜTTUNGS- BZW. ABFÜHRUNGSGESPERRTEN BETRÄGEN IM SINNE DES § 268 Abs. 8 HGB Zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen und Guthaben aus Arbeitszeitkonten sind im Rahmen von Contractual Trust Agreements Mittel zweckgebunden und insolvenzgeschützt in den Bayer Pension Trust e.V ., Leverkusen, eingebracht worden. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 15.257 T€ und liegt damit um 2.291 T€ über den Anschaffungskosten von 12.966 T€. Bei dem zur Sicherung der Pensionsrückstellungen bestimmten Planvermögen liegt der Zeitwert um 2.291 T€ über den Anschaffungskosten. Dieser Mehrbetrag unterliegt der Abführungssperre. Ihm stehen frei verfügbare Kapitalrücklagen gegenüber. 6) Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen Die Sonderposten enthalten öffentliche Zuschüsse und Zulagen sowie Baukostenzuwendungen von Industrieparkpartnern und werden ratierlich aufgelöst. In 2023 betrug die Auflösung 322 T€ (Vorjahr: 335 T€). Die Erträge aus der Auflösung kompensieren den Ergebniseffekt aus den Abschreibungen. 7) Rückstellungen für Pensionen Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Zur weiteren Erläuterung wird auf die Ausführung unter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen. Das Sicherungsvermögen ist zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Rückstellungen für Pensionen
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Pensionsverpflichtungen aus mittelbaren Zusagen im Sinne von Artikel 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf 22.451 T€. Die Gesellschaft übernimmt die Subsidiärhaftung. 8) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen aus Verpflichtungen aus dem Personalbereich (7.618 T€) und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten (70 T€). Von den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind 2.531 T€ langfristig und 5.087 T€ kurzfristig. Im Wesentlichen handelt es sich bei den Verpflichtungen aus dem Personalbereich um Rückstellungen für kurzfristige variable Einmalzahlungen/-komponenten (2.194 T€), Jubiläumsverpflichtungen (1.302 T€) und sonstige Verpflichtungen i.Z.m. dem Fonds für lebensphasengerechte Arbeitszeitgestaltung (LePha) und Demografiefonds (2.166 T€). 9) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Bayer AG im Rahmen der Gewinnabführung (14.474 T€) sowie als Tagesgeldverbindlichkeit (2.973 T€). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 10) Umsatzerlöse Die Umsätze in den strategischen Geschäftseinheiten gliedern sich wie folgt: Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern
Die Umsatzerlöse sind in folgenden regionalen Märkten erzielt worden: Umsatzerlöse je Region
Umsatzerlöse Verpachtung
11) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige betriebliche Erträge
Erträge aus der Auflösung von nicht beanspruchten Rückstellungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Nichtinanspruchnahme von Personalrückstellungen. Die übrigen betrieblichen Erträge beinhalten u.a. periodenfremde Erträge i.H.v. 26 T€. 12) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Einzelnen folgende Positionen: Sonstige betriebliche Aufwendungen
Der Anstieg der Dienstleistungskosten steht i.Z.m. dem im Jahr 2023 begonnenen Innovationslauf im Manufacturing Execution System (MSE) für mehr Effizienz und Transparenz in der Produktion. Die Position "Übrige" beinhaltet u.a. Aufwendungen für Abfindungen, Abfallentsorgung, Versicherungen und Schadensfälle, Umweltschutz und Qualitätssicherung, Leasing und Mieten, sowie Forschungskosten. 13) Zinsergebnis Das Zinsergebnis beinhaltet Erträge im Zusammenhang mit dem Darlehen an die Bayer AG in Höhe von 5.506 T€. Des Weiteren beinhaltet es Erträge aus der Wertänderung beim Planvermögen des Bayer Pension Trust und im geringen Umfang auch Effekte aus der Änderung des Rechnungszins. Hierbei handelt es sich um den Nettoaufwand nach Verrechnung mit der Vermögensänderung der Vermögensanlage des Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, und dem Effekt aus der Änderung des Rechnungszinssatzes. Zinsergebnis
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge / davon Erträge aus Abzinsungen
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen / davon Aufwendungen aus Aufzinsungen
Sonstige Erläuterungen 14) Mitarbeiter
15) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe 16.814 T€ (Vorjahr 21.620 T€). Sonstige finanzielle Verpflichtungen
16) Honorare des Abschlussprüfers Die Angaben zu den Prüfungshonoraren sind im Bayer-Konzernabschluss enthalten. Insoweit wird die Befreiung von der Angabepflicht gemäß § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch genommen. 17) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Nahestehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Bayer Bitterfeld GmbH Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Bayer Bitterfeld GmbH unterliegen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit der Bayer AG, Leverkusen, sowie deren Tochterunternehmen abgeschlossen, ferner mit Versorgungsplänen. Es handelt sich vor allem um Waren-, Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte. Sie werden regelmäßig zu auf dem jeweiligen Markt üblichen Konditionen abgeschlossen. 18) Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres In 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. 19) Angaben gemäß § 6b Abs. 2 EnWG Ungewöhnliche Geschäfte im Bereich der Energieversorgungstätigkeit, die nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Bayer Bitterfeld GmbH sind und nach § 6b Abs. 2 EnWG angabepflichtig sind, lagen nicht vor. 20) Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Seit dem 01.07.2023 ist Dr. Andrea Heym, Apothekerin, alleinige Geschäftsführerin der Bayer Bitterfeld GmbH. Sie folgte dem zum 30.06.2023 ausgeschiedenen Geschäftsführer Dr. Frank Wilgmann, Chemiker. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich anhand dieser Angabe die Bezüge des einzelnen Geschäftsführers feststellen lassen. Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung betrugen 34 T€ (Vorjahr: 34 T€). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung waren im Jahresabschluss der Bayer Bitterfeld GmbH mit 184 T€ (Vorjahr: 173 T€) passiviert. Aufsichtsrat Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind Kirsten Nieuwenhuis, Vorsitzende, Leiterin der Product Supply Consumer Health EMEA Region (bis 31.07.2023) Dr. Benjamin Neunstoecklin, Vorsitzender, Leiter EMEA PS Projekt (ab 01.08.2023) Nicole Kurka, Vorsitzende des Betriebsrats der Bayer Bitterfeld GmbH (bis 30.09.2023) Steffi Seydewitz, Mitglied des Betriebsrats (ab 01.10.2023) Oliver Rittgen, Chief Financial Officer Crop Science Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für die Wahrnehmung der Funktionen keine Vergütungen.
Bitterfeld-Wolfen, den 07.06.2024 Bayer Bitterfeld GmbH Die Geschäftsführung Dr. Andrea Heym, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023
Tätigkeitsabschlüsse für das Geschäftsjahr 2023 Allgemeine Erläuterungen Die Bayer Bitterfeld GmbH, die mit dem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen Bayer AG verbunden ist und damit selbst als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen gilt, hat ab dem Geschäftsjahr 2012 die Tätigkeitsabschlüsse (§ 6b Absatz 3 EnWG) mit dem geprüften Jahresabschluss beim Unternehmensregister zur Veröffentlichung einzureichen und über die Tätigkeiten gemäß § 6b Absatz 3 EnWG zu berichten (§ 6b Absatz 7 EnWG). Die Bayer Bitterfeld GmbH hat Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeitsbereiche Verpachtung von Strom- und Gasnetzen gemäß § 6b Absatz 3 EnWG erstellt. Angaben über die Zuordnungsregeln gemäß § 6b Absatz 3 Satz 7 EnWG Im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die den Tätigkeitsabschlüssen zugrunde gelegt wurden, wird auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der Bayer Bitterfeld GmbH verwiesen. Vermögensgegenstände und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge werden weit überwiegend durch direkte Zuordnung von Kostenstellen des Strom- und Gasnetzes auf die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung allokiert. Sekundärumlagen, die sich aus gemeinsam genutztem Anlagevermögen ergeben, sowie die zugehörigen Gegenstände des Anlagevermögens werden aus Gründen der Wesentlichkeit nicht direkt zugeordnet, sondern als Kosten der Nutzungsüberlassung durch den Gesamtbetrieb interpretiert und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die nach Zuordnung aller Aktiva und Passiva verbliebene Residualgröße wurde als Forderung aus der Finanzierung gegenüber dem Restunternehmen oder als Verbindlichkeit aus der Finanzierung gegenüber dem Restunternehmen erfasst. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023Tätigkeitsbericht Erdgasnetz
Bilanz zum 31.12.2023Tätigkeitsbericht ErdgasnetzAKTIVA
PASSIVA
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Tätigkeitsbericht Erdgasnetz Abschreibungen Hierbei handelt es sich um Abschreibungen für den Erdgasnetzanschluss eines Industrieparkpartner. Erläuterungen zur Bilanz Sachanlagen Sachanlagen Gasnetz
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023Tätigkeitsbericht Stromnetz
Bilanz zum 31.12.2023Tätigkeitsbericht StromnetzAKTIVA
PASSIVA
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Tätigkeitsbericht Stromnetz Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge stehen im Zusammenhang mit der Auflösung von Sonderposten für Investitionszuschüsse/-zulagen, die den Ergebniseffekt aus Abschreibungen mindern. Sonstige betrieblichen Aufwendungen Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für den Brandschutz und Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Infrastruktur. Erläuterungen zur Bilanz Sachanlagen Sachanlagen Stromnetz
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Hierbei handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die für Verpachtungen im Leistungszeitraum Dezember berechnet wurden. Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen Der Sonderposten enthält nicht aktivisch gekürzte Investitionszuschüsse. Sie werden analog zu den Abschreibungen aufgelöst. In 2023 betrug die Auflösung 18 T€ (Vorjahr: 20 T€). Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um die Ergebnisabführung (Gewinn) an die Bayer AG. Erklärungen der gesetzlichen Vertreter Die Tätigkeitsberichte sind nach den Vorschriften des § 6b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.
Bitterfeld-Wolfen, den 07.06.2024 Bayer Bitterfeld GmbH Dr. Andrea Heym, Geschäftsführerin BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bayer Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bayer Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bayer Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt D. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die Geschäftsführung bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen ist die Geschäftsführung für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Gasverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die Geschäftsführung ist auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet hat, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der Geschäftsführung für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
München, den 10. Juni 2024 Deloitte
GmbH
Georg von Behr, Wirtschaftsprüfer Matthias Wehser, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsratsder Bayer Bitterfeld GmbHDie Geschäftsleitung hat dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 regelmäßig ausführlich in schriftlicher sowie in mündlicher Form über die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung des Unternehmens berichtet. Der Jahresabschluss der Bayer Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen, ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Der Abschlussprüfer, die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss der Bayer Bitterfeld GmbH geprüft. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und dem Jahresabschluss den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Den Jahresabschluss haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwände. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der von der Geschäftsführung aufgestellte und vom Abschlussprüfer geprüfte und bestätigte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird vom Aufsichtsrat gebilligt.
Bitterfeld-Wolfen, 19. Juni 2024 Für den Aufsichtsrat Dr. Benjamin Neunstoecklin, Vorsitzender |
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