Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 10914
Eingetragen
26.11.1991
Branche
Herstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von Schädlingsbekämpfungs-, Pflanzenschutz- und Desinfektionsmitteln
Gegenstand
Die Erzeugung und sonstige industrielle Betätigung oder Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet von pharmazeutischen Produkten für die Humanmedizin sowie die Erbringung von Dienstleistungen als Betreiber eines Industrieparks.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maik Kaltenbach
seit 10.12.2025
Prokura
Andreas Litzka
seit 7.10.2025
Prokura
Daria Todte
seit 15.1.2025
Prokura
Alexander Karge
seit 7.11.2024
Prokura
Anja Sommerlatte
seit 15.7.2024
Prokura
Andrea Heym
seit 5.7.2023
Geschäftsführer
Ronny Grützmann
seit 20.1.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bayer Aktiengesellschaft
Germany
58.800.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bayer Bitterfeld GmbH

Bitterfeld-Wolfen

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell

Die Bayer Bitterfeld GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bayer AG in Leverkusen. Mit der alleinigen Gesellschafterin, Bayer AG, besteht seit dem 7. Februar 1992 ein Ergebnisabführungsvertrag. Im weltweiten Produktionsnetzwerk von Bayer gehört die Gesellschaft zur Division Consumer Health und innerhalb dieser zur Organisationseinheit Product Supply.

Die Gesellschaft ist Lohnfertiger für die Bayer Consumer Care AG, die den Weltmarkt sowohl mit rezeptfreien als auch verschreibungspflichtigen Arzneimitteln versorgt. Rohstoffe wie auch Packmittel werden von der Partnergesellschaft beigestellt. Die Fertigprodukte sind Eigentum der Bayer Consumer Care AG. Zu den wichtigsten Produkten aus dem rezeptfreien Produktionsportfolio zählen ASPIRIN TM , ALEVET, ALKA-SELTZER TM , TALCID TM , CLARITIN TM und neu ab dem Jahr 2023 RENNIET. Die Produktion von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln umfasst die Produkte XARELTO TM und ASPIRIN CARDIO TM.

Die Fertigungsleistungen werden auf Vollkostenbasis mit einer vertraglich fixierten Marge entsprechend der Konzernrechnungslegung nach Internationalen Rechnungslegungs-Standards (IFRS) abgerechnet.

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein weiterer Vertrag mit der Bayer Consumer Care AG abgeschlossen, der die Erbringung von Serviceleistungen im Bereich Forschung und Entwicklung, insbesondere den Transfer von Neuprodukten in den Produktionsprozess des Supply Centers, beinhaltet.

Neben der Produktion in den Segmenten Consumer Health und Pharmaceuticals werden Serviceleistungen der Infrastruktur für die lokal ansässigen Industrieparkpartner erbracht. Diese bestehen im Wesentlichen in der Bereitstellung von infrastrukturellen Einrichtungen wie Rohrleitungssystemen zur Ver- und Entsorgung, Straßennetzen, Parkplätzen, Werkschutzeinrichtungen, Kantine, Werkstatt, Lager sowie der Versorgung mit Druck- und Steuerluft.

Die Bayer Bitterfeld GmbH ist Eigentümerin eines Versorgungsnetzes für Strom und Erdgas und damit nach § 3 Nr.18 EnWG ein Energieversorgungsunternehmen. Als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bayer AG, die in der Bayer-Gruppe energiewirtschaftliche Erzeugungs- bzw. Vertriebsfunktionen ausführt, ist die Gesellschaft nach § 3 Nr. 38 EnWG als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen einzustufen.

II. Steuerungssystem

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Bayer Bitterfeld GmbH nutzt für die Steuerung des Unternehmens finanzielle Kennzahlen wie Betriebskosten und Investitionen in das Anlagevermögen. Der Umsatz ergibt sich aufgrund des Lohnfertigermodells auf der Basis des Cost-plus-Verfahrens. Im Berichtsjahr beliefen sich die Betriebskosten 1 auf 104,6 Mio. € (Vorjahr: 104,9 Mio. €). Einerseits führte die Entwicklung der Inflation zu höheren Kosten in der Anlagenbewirtschaftung, in den Abschreibungen und in den Dienstleistungskosten. Andererseits wirkten Effekte aus den Personalaufwendungen wie niedrigere Pensionsverpflichtungen und geringere Bonuszahlungen der Kostenentwicklung entgegen.

Das operative Ergebnis des infrastrukturellen Dienstleistungsgeschäfts lag bei 2,5 Mio. €.

Im Berichtsjahr wurden in immaterielle Vermögensgegenstände 0,2 Mio. € und in Sachanlagen 28,0 Mio. € investiert.

2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Unter den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden Produktionsmengen, Marktversorgung, Qualitäts- und Personalziele verstanden. Das Geschäftsjahr war geprägt durch einen Rückgang der Bedarfe, insbesondere bei ASPIRIN CARDIO TM und XARELTO TM. Damit blieb die Mengenentwicklung des Marktes hinter den Erwartungen. Wachsende Mengen vor allen Dingen bei den Erkältungsprodukten konnten diese Entwicklung nicht vollständig ausgleichen. Im Verlaufe des Jahres 2023 stabilisierten sich die wirtschaftliche Lage und die Liefersituation weitgehend. Es gab einzelne Verzögerungen bei der Auslieferung von Produkten. Die Produktionsziele konnten aufgrund des Zusammenwirkens der Materialbeschaffungs- und Bevorratungsaktivitäten nahezu vollständig erreicht werden. Das Produktportfolio und die verschiedenen Produktionsprozesse werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Im Jahr 2023 gab es verschiedene Audits und Inspektionen, die alle erfolgreich bestanden wurden, wie die beiden Inspektionen des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt und die Inspektion der eurasischen Wirtschaftsunion zur Einhaltung der GMP-Anforderungen vertreten durch die russische Föderation. Das Audit zur Rezertifizierung des Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001 durch den TÜV SÜD wurde ebenso erfolgreich absolviert. Die Zertifikate der beiden Überwachungsaudits für das Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem nach DIN EN ISO 45001 und für das Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 sind weiterhin gültig. Betriebsprüfungen zu Sozialversicherungsbeiträgen und zur Unfallversicherung bis einschließlich 2022 sowie eine Lohnsteueraußenprüfung bis einschließlich 2018 konnten ohne Nachforderungen abgeschlossen werden.

1 Betriebskosten nach dem Gesamtkostenverfahren umfassen Material- und Personalaufwand sowie Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen.

Die Gesellschaft arbeitet kontinuierlich an einem hohen Sicherheitsniveau für die einzelnen Arbeitsplätze und an der Vermeidung von Arbeitsunfällen. Dazu tragen eine Sicherheitsorganisation, regelmäßige Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungen der Mitarbeiter, spezifische Betriebsanweisungen und die Erfassung sogenannter unsicherer Zustände bei. Der jährlich stattfindende Safety-Day wurde rund um das Thema Sicherheit mit vielen Aktionen durchgeführt.

Die Ausbildung in verschiedenen Ausbildungsberufen erfolgt auf hohem Niveau. In 2023 zählte ein Pharmakant des Supply Centers zu den besten Auszubildenden im Kammerbezirk der IHK-Halle-Dessau. Alle ausgelernten Auszubildenden haben ihre Abschlussprüfungen bestanden. Die Übernahmequote der Auszubildenden lag bei 66 %. Darüber hinaus beteiligte sich die Gesellschaft zum 26. Mal am Bundeswettbewerb "Jugend forscht".

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Bayer Bitterfeld GmbH 519 Mitarbeiter (Vorjahr: 490). Darin enthalten waren 30 (Vorjahr: 56) befristete Mitarbeiter. Die Gesellschaft hatte am Bilanzstichtag 21 Auszubildende (Vorjahr: 16), die nicht in der Gesamtsumme enthalten sind. Durchschnittlich beschäftigte die Bayer Bitterfeld GmbH 519 Mitarbeiter, das sind 31 Mitarbeiter mehr im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt.

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit beträgt 13,5 Jahre. 2

Zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bietet die Gesellschaft vielfältige Instrumente an. Die Mitarbeiter der Bayer Bitterfeld GmbH nutzen die verschiedenen Programme des Gesundheitsmanagements, den Safety-Day, flexible Arbeitszeit- und Arbeitsortmodelle und eine Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten. Darüber hinaus nahmen die Mitarbeiter Angebote aus dem Lepha-Fonds für die Kinderbetreuung und für die Pflege naher Angehöriger in Anspruch.

B. Wirtschaftsbericht

I. Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Lage der Bayer Bitterfeld GmbH wird wesentlich bestimmt durch die enge wirtschaftliche Verbindung zu ihrer Muttergesellschaft Bayer AG sowie zu den Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals.

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte Consumer Health einen währungs- und portfoliobereinigten (wpb.) Umsatzanstieg um 6,3 % auf 6.027 Mio. € insbesondere durch eine starke Entwicklung in den Kategorien Dermatologie sowie Schmerz und Cardio.

Der Umsatz von Pharmaceuticals betrug 18.081 Mio. €. Nach Bereinigung um Währungs- und Produktportfolioeffekte lag der Umsatz auf Vorjahresniveau (wpb. - 0,4 %). Signifikanten Zuwächsen bei den neuen Produkten Nubeqa TM und Kerendia TM sowie weiteren Umsatzerhöhungen bei Eylea TM und dem Radiologiegeschäft standen Rückgänge vor allem Umsatzrückgänge mit dem oralen Gerinnungshemmer XareltoTM aufgrund des generischen Wettbewerbs- und Preisdrucks gegenüber.

2 Inhaltlich nicht geprüfte Angabe

II. Geschäftsverlauf

Im Supply Center Bitterfeld wurden im Geschäftsjahr 134,3 Mio. Packungen Tabletten produziert. Damit lagen die Mengen um 1,6 % knapp unter Vorjahresniveau. Einen positiven Einfluss auf die Mengenentwicklung hatten eine erhöhte Nachfrage nach Erkältungsprodukten und CLARITIN TM , der Transfer von RENNIE TM -Produkten, die Aufhebung der Depriorisierung von ALKA-SELTZER TM sowie eine verbesserte Performance bei ALEVET. Dagegen stehen größere Bedarfsrückgänge beim Pharmaportfolio ASPIRIN CARDIO TM und XARELTO TM aufgrund der nachfragebedingten geringeren Allokation auf den Standort Bitterfeld. Auch die Produktionsmengen von RENNIE TM -Produkten lag unter den Erwartungen bedingt durch begrenzte Kapazitäten auf den Verpackungslinien. Zusammengefasst war die Mengenentwicklung in einem zunehmend schwierigeren Umfeld stagnierend.

Im Vergleich zu den budgetierten Mengen lag die Produktion um 12 % unter den Erwartungen, im Wesentlichen bedingt durch die rückläufigen Mengen von ASPIRIN CARDIO TM und XARELTO TM.

Die operativen Fertigungskosten des Supply Centers betrugen 82,8 Mio. € (Vorjahr: 78,6 Mio. €) 3.

Der allgemeine Kostenanstieg begrenzt sich im Wesentlichen auf die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen, während in den anderen Posten auch Entlastungseffekte zu verzeichnen sind. Die Personalkosten sind rückläufig, weil sich hier die geringeren Altersversorgungsaufwendungen sowie die geringeren variablen Vergütungsbestandteile bei den Löhnen und Gehältern auswirken. Erhöhte Abschreibungen sind die Folge der Investitionsentwicklung der letzten Jahre bedingt durch die Aktivierungen der GMP-Maßnahmen und der Erweiterung der Produktionskapazitäten für ASPIRIN CARDIO TM. Einen Sondereffekt in den Dienstleistungskosten verursachte der Innovationslauf im Manufacturing Execution System (MES). Im Energiebereich konnten deutlich günstigere Stromkosten den Preisanstieg für den Dampf mehr als kompensieren. Dieser ist abhängig von der Gaspreisentwicklung aufgrund des bestehenden Ukrainekonfliktes.

Das operative Ergebnis im Geschäftsjahr lag aufgrund der geringeren Personalaufwendungen über dem prognostizierten Ergebnis.

Die Investitionen in das Upgrade für die GMP-gerechte Anpassung der Reinraumklassen konnten fortgeführt werden. Ebenso planmäßig erfolgte die Erweiterung der Produktionskapazitäten für ASPIRIN CARDIO TM als wichtige Voraussetzung für zusätzliche Tablettenmengen und Märkte. Darüber hinaus konnten wesentliche Investitionsmaßnahmen für die Produktion von RENNIETM begonnen und umgesetzt werden. Strategisch werden dadurch die einzelnen Herstellungsschritte effizienter und die Produktkosten reduziert. Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Anlageninvestitionen in Höhe von 16,5 Mio. €; diese werden aus dem operativen Cashflow sowie bestehenden Cash-Pool-Anlagen finanziert.

3 Operative Fertigungskosten sind definiert als Herstellungskosten nach IFRS, welche nicht das Industrieparkgeschäft beinhalten.

Die Umsatzerlöse des Infrastrukturgeschäftes der Bayer Bitterfeld GmbH liegen mit 2,4 % leicht über dem Vorjahr. Das resultiert hauptsächlich aus einem gleichbleibend stabilen Dienstleistungsgeschäft für die Industrieparkpartner. Die Kosten der Infrastruktur lagen leicht unter den Kosten des Vorjahres. Im Wesentlichen war die Kostenentwicklung beeinflusst durch die Preisnormalisierung im Energiesektor, die die allgemeinen Preiserhöhungen kompensieren konnte.

Die Gesellschaft unterliegt als Eigentümerin eines Versorgungsnetzes für Strom und Erdgas den Berichtspflichten nach § 6b EnWG. Entsprechend diesen Berichtspflichten hat die Gesellschaft jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitäts- und Erdgassparte geführt. Die Ergebnisse dieser Tätigkeitsbereiche wurden im Wesentlichen durch die Erlöse aus der Verpachtung und die zuzuordnenden Kosten des Strom- und Erdgasnetzes geprägt.

Die anteiligen Betriebsergebnisse aus dem Stromnetz betrugen 31 T€ (Vorjahr: 23 T€) und aus dem Gasnetz 4 T€ (Vorjahr: 6 T€). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 betrug die Bilanzsumme aus dem Stromnetz 509 T€ (Vorjahr: 395 T€) und aus dem Erdgasnetz 148 T€ (Vorjahr: 185 T€). Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen der Bilanz betrug beim Stromnetz 95 % und beim Gasnetz 97 %. Auf der Passivseite sind etwaige Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Unter den gegebenen Rahmenbedingungen bewertet die Gesellschaft den Geschäftsverlauf als solide und gut.

III. Lage der Gesellschaft

1. Darstellung der Vermögenslage

Das Anlagevermögen der Gesellschaft betrug zum Ende des Geschäftsjahres 128,8 Mio. € (Vorjahr: 113,5 Mio. €).

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen und dem Sachanlagevermögen betrugen im Berichtsjahr insgesamt 28,2 Mio. €. Wesentliche Investitionsprojekte in 2023 waren der Aufbau einer Anlage zur Direktverpressung sowie einer Verpackungslinie für die RENNIE TM Produktion, die Fortführung der Erweiterung eines Sozialgebäudes sowie weitere Maßnahmen zum GMP-Upgrade. Die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Erweiterung eines Produktionsgebäudes konnten im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich abgeschlossen werden.

Den Zugängen im Anlagevermögen standen insgesamt Abschreibungen von 12,8 Mio. € gegenüber.

Das Umlaufvermögen von 176,1 Mio. € (Vorjahr: 176,0 Mio. €) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Vorräten (6,0 Mio. €), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (17,3 Mio. €), Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Finanzanlagen bei der Bayer AG (150,0 Mio. €) sowie sonstigen Vermögensgegenständen (0,9 Mio. €).

Die Sonderposten in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) beinhalten staatliche Investitionszulagen / -zuschüsse und werden entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände ratierlich aufgelöst. Die Erträge aus der Auflösung kompensieren den Ergebniseffekt aus den Abschreibungen.

Die Rückstellungen in Höhe von 30,5 Mio. € (Vorjahr: 36,2 Mio. €) bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Pensionen (22,8 Mio. €). Die sonstigen Rückstellungen (7,7 Mio. €) beinhalten hauptsächlich Verpflichtungen aus dem Lepha- und Demografiefonds (2,2 Mio. €), kurzfristige variable Einmalzahlungen/-komponenten (2,2 Mio. €) sowie Arbeitnehmerjubiläen (1,3 Mio. €). Die Veränderungen der Rückstellungen zum Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus dem Rückgang der Pensionsverpflichtungen (2023: 34,6 Mio. € / 2022: 35,8 Mio. €) und dem Anstieg des Planvermögens, welches mit den Rückstellungen verrechnet wurde (2023: -11,8 Mio. € / 2022: -10,0 Mio. €), sowie dem Rückgang der Rückstellungen für Bonuszahlungen (2022: 4,7 Mio. €) um 2,5 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten von 38,5 Mio. € (Vorjahr: 16,7 Mio. €) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (19,0 Mio. €), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (17,4 Mio. €), welche die Ergebnisabführung von 14,5 Mio. € beinhalten, sowie sonstige Verbindlichkeiten (2,1 Mio. €).

2. Ertragslage und Geschäftsergebnis

Der Umsatz erhöhte sich auf 109,3 Mio. € (Vorjahr: 102,7 Mio. €). Von den Umsatzerlösen entfielen 99,2 Mio. € (Vorjahr: 92,8 Mio. €) auf die Lohnfertigung für die Bayer Consumer Care AG. Die Umsatzentwicklung in diesem Bereich wird wesentlich von der Kostenentwicklung beeinflusst, bedingt durch das Abrechnungsmodell des Cost-plus-Verfahrens.

Die Umsätze für Servicedienstleistungen mit den Industrieparkpartnern lagen mit 10,2 Mio. € um 0,3 Mio. € über denen des Vorjahres.

Das operative Ergebnis der Gesellschaft lag mit einem Gewinn von 7,8 Mio. € im Berichtsjahr 2023 um 8,9 Mio. € oberhalb des Vorjahres. Ursachen hierfür waren im Wesentlichen die geringeren Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung aufgrund der Rententrendanpassung. Weitere Ursachen waren ein Rückgang der Aufwendungen im Zusammenhang mit den lokalen und den globalen Bonusprogrammen.

Das Finanzergebnis lag mit 6,7 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres von -2,5 Mio. €. Die Entwicklung ergab sich aus den stark gestiegenen Zinserträgen aus der Finanzanlage (2023: 5,6 Mio. € / 2022: 1,2 Mio. €) und den Effekten aus der Auf- und Abzinsung der Pensions- und längerfristigen Personalverpflichtungen, die durch den Anstieg des Diskontierungszinssatzes und den Wertzuwachs beim Planvermögen begünstigt wurden.

Das Ergebnis vor Ergebnisübernahme in Höhe von 14,5 Mio. € (Vorjahr: -3,7 Mio. €) wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags in voller Höhe an die Bayer AG abgeführt.

3. Finanzlage

Das Eigenkapital der Bayer Bitterfeld GmbH betrug zum Jahresende 235,3 Mio. €. Bei einer Bilanzsumme von 306,0 Mio. € entspricht das einer Eigenkapitalquote von 77 %.

Die Liquidität des Unternehmens ist durch die Integration in das Konzern-Cash-Pooling der Bayer AG sichergestellt. Ein etwaiger Finanzmittelbedarf wird über die Cash-Pool-Beziehung innerhalb des Bayer-Konzerns gedeckt, so dass keine Einlagen- und Kreditbeziehungen bei Banken unterhalten werden. Zum Ende des Geschäftsjahres bestand eine kurzfristige Darlehensforderung gegen die Bayer AG in Höhe von 150,0 Mio. € (Vorjahr: 150,0 Mio. €).

C. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

I. Darstellung der Chancen und Risiken

Das globale Makroumfeld wurde von geopolitischen Spannungen und einer durchschnittlichen Inflation von 5,9 % geprägt, was zu Unsicherheiten und hoher Volatilität auf dem globalen Markt geführt hat. Darüber hinaus steht der Bayer-Konzern mit einem Aktienkurs auf sehr niedrigem Niveau vor großen Herausforderungen. Mit Blick auf die Division Pharma ist ein Exklusivitätsverlust bei Xarelto TM zu sehen, der in der Mengenentwicklung spürbar ist. Die Bayer Bitterfeld GmbH ist in das allgemeine Risikomanagementsystem des Bayer-Konzerns eingebunden. Die Steuerung der Risiken erfolgt zentral über den Bereich Consumer Health. Als Lohnfertiger und Produktionsgesellschaft ist die Bayer Bitterfeld GmbH einer Vielzahl von internen und externen Entwicklungen und Ereignissen ausgesetzt. Das können unter anderem regulatorische Rahmenbedingungen, Pandemien sowie Lieferunterbrechungen bei Energien, Haupteinsatzstoffen und Packmitteln sein.

In den vergangenen Jahren lag in der COVID-19-Pandemie ein wesentliches Risiko mit Auswirkungen in ganz unterschiedlichen Bereichen. 2023 kann die Gesellschaft resümieren, dass diese Risiken überwunden sind.

Weitere Risiken bestehen fort wie die Auswirkungen der Ukraine-Krise und damit verbundene Unsicherheiten bei der Versorgung und Preisentwicklung im Energiesektor. Bedingt durch die anhaltende Inflation belasten steigende Preise die Betriebskosten.

Drohenden Lieferengpässen und längeren Lieferzeiten bei bestimmten Einsatzstoffen und Packmitteln wurde mit der Bindung von Alternativlieferanten, einer gezielten Bevorratung und der Erhöhung von Sicherheitsbeständen begegnet.

Mit der Teilnahme am Cash-Pooling-System der Bayer AG werden von der Bayer Bitterfeld GmbH Forderungen bei positiver Ergebnisgenerierung bzw. Verbindlichkeiten bei negativer Ergebnisgenerierung gegenüber der Bayer AG aufgebaut. Damit unterliegt die Gesellschaft sowohl Chancen als auch Risiken aus Zinsanpassungen. Die Bayer-Konzern-Liquidität wird von der Enabling Function Group Finance Treasury zentral gesteuert. Hieraus ergibt sich für die Finanzlage der Bayer Bitterfeld GmbH eine Abhängigkeit zum Bayer-Konzern. Insofern wird auf die Angaben im Chancen- und Risikobericht des zusammengefassten Lageberichts des Bayer-Konzern und der Bayer AG verwiesen.

Die Gesellschaft steuert die Risiken durch ein integriertes Gesundheits-, Umwelt-, Energie- und Sicherheitsmanagement. Darüber hinaus erfolgen Maßnahmen im Rahmen von Responsible Care und der Qualitätssicherung, um Produkt- und Umweltschutzrisiken möglichst gering zu halten. Bayerinterne Regelungen und Richtlinien unterstützen die Organisation und die Mitarbeiter bei der Abdeckung von Finanz-, Sicherheits-, Rechts- und Compliance-Risiken. Sämtliche bekannten Risiken werden in einer jährlichen Risikobetrachtung beschrieben, mögliche Einflüsse analysiert und bewertet.

Des Weiteren begegnet Bayer den verschiedenen Herausforderungen mit der weltweiten Einführung eines neuen Organisationsmodells Dynamic Shared Ownership (DSO), das die Verschlankung von Strukturen und den Abbau von Hierarchien zum Ziel hat. Auf dieser Basis sollen Entscheidungsprozesse beschleunigt, Bürokratie abgebaut sowie die Leistungsfähigkeit der Organisation und deren Anpassungsfähigkeit nachhaltig verbessert werden.

Chancen für die Zukunft ergeben sich aus dem Ausbau der Marktposition der Bayer Consumer Health Division für verschreibungsfreie Medikamente, insbesondere aus der weiteren Kapazitätserweiterung für ASPIRIN COMPLEX TM , dem Rollout von CLARITIN TM auf weitere Länder und Produkt-Launches bei ALEVE TM. Die Erweiterung des Produktionsstandortes, die Investition in neue Technologien und damit die Schaffung zusätzlicher Produktionskapazitäten bieten weiterhin gute Chancen für die Verbesserung der Performance, der Erweiterung des Produktportfolios für neue Produkte und Produkteinführungen in zusätzliche Länder.

Die bestehenden Risiken gefährden nicht den Fortbestand der Gesellschaft, haben aber Einfluss auf die Kostenentwicklung und damit auf die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse der Bayer Bitterfeld GmbH wesentlich von den hier gemachten Einschätzungen und den hier dargestellten Vorhaben abweichen.

Zum Zeitpunkt der Lageberichtserstellung sind keine wesentlichen Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erkennbar.

II. Prognose für das Geschäftsjahr 2024

Der Fokus für 2024 liegt bei der Implementierung des neuen Organisationsmodells DSO. Durch eine agilere Organisation wird eine klare Ausrichtung auf die Wertschöpfung und eine Steigerung der operativen Performance angestrebt. Der Erfolg der kommenden Jahre wird wesentlich beeinflusst von der erfolgreichen Umsetzung von DSO und der Strategie des Standortes. Die Schwerpunkte liegen in der Erhöhung der Effizienz, der Flexibilität und dem Ausbau der Digitalisierung. Damit bleibt die Bayer Bitterfeld GmbH auch in Zukunft ein zuverlässiger, kostenbewusster und strategisch wichtiger Produktionsstandort für die Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals.

Die Mengenprognose für das Jahr 2024 beträgt 138 Millionen Packungen, damit wird ein leichter Anstieg der Mengen erwartet.

Für die Bayer Pharmaceuticals Division werden stabile Mengen für ASPIRIN CARDIO TM prognostiziert, die XARELTO TM -Mengen werden aufgrund einer verringerten Allokation nach Bitterfeld weiterhin leicht rückläufig eingeschätzt. Zugleich sind entsprechende Kostensteigerungen aufgrund der Tarif- und Personalentwicklung und der Inflation in den Betriebskosten budgetiert. Die Personalzahlen sind an das Produktionsportfolio angepasst und zum Jahresende mit 507 Mitarbeitern prognostiziert. Darüber hinaus werden höhere Kosten aufgrund der allgemeinen Preisentwicklung, der Ukraine-Krise und der Umsetzung von Klimaschutzzielen erwartet und bilden die Herausforderungen für 2024. Der Entwicklung steigender Betriebskosten begegnet die Gesellschaft mit verschiedenen Einsparprojekten und der weiteren Umsetzung des Strategiekonzeptes.

Die Gesellschaft erwartet für das Jahr 2024 ein positives operatives Ergebnis im einstelligen Millionenbereich.

Im Geschäftsjahr 2024 sind Investitionsausgaben von insgesamt 25 Mio. € geplant. Die über mehrere Jahre fortgeführten Investitionen in das GMP-Upgrade werden in der ersten Jahreshälfte 2024 weitestgehend abgeschlossen sein. Die Fortsetzung der Investitionen für die Produktion von RENNIET für den europäischen Markt und damit die Implementierung neuer Technologien und zusätzlicher Produktionskapazitäten sind wesentliche Bestandteile des Investitionsbudgets 2024. Zusätzlich ist die Erweiterung der Granulationskapazität vorgesehen.

Die Entwicklung des Infrastrukturgeschäftes wird als stabil und auf gleichbleibendem Niveau eingeschätzt.

D. Erklärung zur Unternehmensführung

Nach § 52 Abs. 2 GmbHG ist die Gesellschaft zur Festlegung von Zielquoten und Zielerreichungspflichten für den Anteil von Frauen in Führungspositionen verpflichtet.

Zum Jahresende beträgt der Frauenanteil für die Besetzung des Aufsichtsrats eine Person (33 1/3 %) und entspricht damit der Zielgröße von 33 %.

Die Frauenquote in der Geschäftsführung beträgt seit dem Geschäftsführerwechsel im Juli 2023 100 %, da die Position der Geschäftsführung mit einer Frau besetzt wurde. Die Zielgröße für die Frauenquote in der Geschäftsführung beträgt 100 %.

Der Anteil der Frauen im Management der Bayer Bitterfeld GmbH beträgt in der 1. Führungsebene 30 % und in der 2. Führungsebene 33 %. Demnach wurden die Zielgrößen in der 1. Führungsebene mit 20 % und in der 2. Führungsebene mit 30 % erreicht.

Mit der Einführung von DSO wird ein Organisationsmodell eingeführt, das mit flachen Hierarchien und schlanken Strukturen einhergeht. Inwiefern davon der Frauenanteil in den Führungsebenen verändert wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar. Die bisherigen Zielgrößen bleiben bestehen.

Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung beruhen.

 

Bitterfeld-Wolfen, 07.06.2024

Bayer Bitterfeld GmbH

Dr. Andrea Heym, Geschäftsführerin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 735.857 607.471
Geleistete Anzahlungen 206.162 26.460
942.019 633.931
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.897.382 29.397.004
Technische Anlagen und Maschinen 58.174.395 60.920.909
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.558.068 4.625.222
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.910.508 33.208.225
112.540.353 128.151.360
113.482.372 128.785.291
Umlaufvermögen
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.959.528 6.000.195
4.959.528 6.000.195
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.863.910 17.254.589
davon gegen verbundene Unternehmen 12.889.505 14.884.103
davon gegen Gesellschafter 490 490
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 155.413.052 151.925.656
davon gegen Gesellschafter 155.413.052 151.896.245
Sonstige Vermögensgegenstände 762.608 888.575
171.039.570 170.068.820
Kassenbestand 0 209
175.999.098 176.069.224
Rechnungsabgrenzungsposten 14.109 33.754
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 644.653 1.046.407
290.140.232 305.934.676

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2023
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 58.800.000 58.800.000
Kapitalrücklage 176.523.522 176.523.522
235.323.522 235.323.522
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 1.618.606 1.350.215
Sonderposten für Investitionszulagen zum Anlagevermögen 328.212 274.320
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen 25.776.242 22.776.378
Sonstige Rückstellungen 10.389.134 7.688.366
36.165.376 30.464.744
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.632.849 18.991.377
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.572.425 4.738.660
davon gegenüber Gesellschafter 1.237.033 67.355
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 9.632.849 18.991.377
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.006.253 17.447.016
davon gegenüber Gesellschafter 5.006.253 17.447.016
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.006.253 17.447.016
Sonstige Verbindlichkeiten 2.065.414 2.083.482
davon aus Steuern 918.881 916.707
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 445.517 526.609
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.065.414 2.083.482
16.704.516 38.521.875
290.140.232 305.934.676
Unterschiedsbetrag zwischen den bilanzierten Pensionsverpflichtungen auf Basis eines zehnjährigen bzw. siebenjährigen Durchschnittszinssatzes 2.630.506 544.389

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2022 2023
Umsatzerlöse 102.706.597 109.332.677
Andere aktivierte Eigenleistungen 344.900 507.695
Sonstige betriebliche Erträge 648.694 2.583.231
davon aus Währungsumrechnung 57 7.220
Materialaufwand -19.601.817 -18.910.691
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -12.127.213 -8.781.878
Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.474.604 -10.128.813
Personalaufwand -49.851.882 -43.167.969
Löhne und Gehälter -37.134.464 -35.658.088
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -12.717.418 -7.509.881
davon für Altersversorgung -6.907.906 -1.297.356
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -12.033.396 -12.800.082
davon aus außerplanmäßigen Abschreibungen -132.238 -124.070
Sonstige betriebliche Aufwendungen -23.367.440 -29.763.440
davon aus Währungsumrechnung -341 -7.117
Operatives Ergebnis -1.154.344 7.781.421
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.190.485 6.816.281
davon aus verbundenen Unternehmen 1.190.485 5.572.424
davon Erträge aus Abzinsungen 0 1.243.857
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.701.022 -63.645
davon an verbundene Unternehmen -7.753 -60.977
davon Aufwendungen aus Aufzinsungen -3.692.359 -2.645
Zinsergebnis -2.510.537 6.752.636
Finanzergebnis -2.510.537 6.752.636
Sonstige Steuern -58.881 -59.879
Ergebnis vor Ergebnisübernahme -3.723.762 14.474.178
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne / Erträge aus Verlustübernahme 3.723.762 -14.474.178
Jahresüberschuss 0 0

Anhang zum Geschäftsjahr 2023

Grundlagen

Der Jahresabschluss der Bayer Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen, (eingetragen beim Amtsgericht Stendal, HRB 10914) ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.

Die Bayer Bitterfeld GmbH ist Eigentümerin eines Versorgungsnetzes für Strom und Erdgas und damit nach § 3 Nr. 18 EnWG ein Energieversorgungsunternehmen. Als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bayer AG, die in der Bayer-Gruppe energiewirtschaftliche Erzeugungs- bzw. Vertriebsfunktionen ausführt, ist die Gesellschaft nach § 3 Nr. 38 EnWG als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen einzustufen.

Die Bayer Bitterfeld GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bayer AG, Leverkusen. Der Jahresabschluss der Bayer Bitterfeld GmbH ist in den Konzernabschluss der Bayer AG, 51368 Leverkusen, einbezogen.

Der Konzernabschluss der Bayer AG wird beim Betreiber des Unternehmensregisters eingereicht und unter der Registernummer HRB 48248 elektronisch bekannt gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:

Nutzungsdauer

Immaterielle Vermögensgegenstände 1 - 20 Jahre
Gebäude 5 - 33 Jahre
Infrastrukturanlagen 5 - 25 Jahre
Betriebsvorrichtungen 10 - 25 Jahre
Maschinen und Apparate 3 - 21 Jahre
Labor- und Forschungseinrichtungen 5 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 - 12 Jahre
Informationstechnik 2 - 15 Jahre
Transportmittel 5 - 8 Jahre

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800 Euro (bis 2017: 410 Euro) nicht übersteigen.

Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag bilanziert.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen sowohl bei den immateriellen Vermögensgegenständen als auch bei den Sachanlagen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Entfällt der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungskosten.

Unter den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe grundsätzlich mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten angesetzt (gleitender Durchschnittspreis). Niedrigere beizulegende Werte werden durch Abschreibungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Einzelwertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Fallen die Gründe für eine Einzelwertberichtigung in späteren Jahren weg, werden Zuschreibungen vorgenommen.

Der Kassenbestand ist mit dem Nennwert bilanziert.

Im Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben ausgewiesen, die für zukünftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt werden.

Zur Erfüllung von verschiedenen Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel unter dem Dach einer belgischen Anlagegesellschaft in der Rechtsform einer SICAV (Société d'investissement à capital variable) über zwischengeschaltete Investmentvehikel indirekt in grundsätzlich liquide internationale festverzinsliche Anleihen, Aktien, Immobilien sowie alternative Investments investiert. Sie werden vom Bayer Pension Trust e.V. (BPT), Leverkusen, treuhänderisch für die Bayer Bitterfeld GmbH verwaltet und sind im Insolvenzfall des Arbeitgebers dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser wird aus Börsenkursen und Marktzinsen abgeleitet. Das vom BPT gehaltene Treuhandvermögen wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Wertpapiere die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden in entsprechender Weise die Erträge aus dem BPT-Treuhandvermögen mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen und aus Änderungen des Rechnungszinses verrechnet.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennwert angesetzt.

Die Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen werden in Höhe der noch nicht ertragswirksam gewordenen Zuwendungen gebildet. Die Sonderpostenauflösung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden die Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen separat ausgewiesen.

Latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden bei der Bayer AG, Leverkusen, als Organträger berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer r Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,50 % (Vorjahr: 2,75 %) bei den Entgelten und von 2,10 % (Vorjahr: 2,70 %) bei den Renten aus. Das Schätzverfahren für zukünftig erwartete Rentensteigerungen wurde im Vergleich zu den Vorjahren verfeinert, um die bereits bis zur nächsten Rentenerhöhung aufgelaufene Inflation direkt in die Bewertung der hiervon betroffenen Einzelverpflichtungen einzubeziehen. Es berücksichtigt dabei sowohl die aufgelaufene Inflation als auch langfristige Inflationsprognosen, demographische Spezifika und die Anpassungsmechanismen bei Bayer. Durch die Verfeinerung vermindern sich die Pensionsverpflichtungen um 519 T€. Die erwartete Rentenentwicklung in Deutschland hätte auf Basis des bisherigen Schätzansatzes, der die langfristige Erwartung und die aufgelaufene Inflation in einem einheitlichen Rententrend zusammengefasst hat, 2,40 % (Vorjahr 2,70 %) betragen. Hiervon abweichend gilt für ab dem 01.01.2000 erfolgte Versorgungszusagen eine jährliche Rentenerhöhung von 1,00 %; diese ist den Mitarbeitern fest zugesagt. Der zum 31.12.2023 zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Wertänderungen des Verpflichtungsumfangs infolge der Anpassung des Rechnungszinssatzes an die Marktentwicklung werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Fehlbeträge in Zusammenhang mit mittelbaren Pensionsverpflichtungen aus der Subsidiärhaftung für Altersversorgungszusagen der Bayer-Pensionskasse VVaG und der Rheinische Pensionskasse VVaG werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß Artikel 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht passiviert.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Aufgrund ihres Abfindungscharakters werden die Rückstellungen für Frühruhestand und ATZ-Aufstockung zum Zeitpunkt ihrer Entstehung sofort und in voller Höhe bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für längerfristige Personalrückstellungen wie solche für Mitarbeiterjubiläen findet dabei ein Zinssatz von 1,76% (Vorjahr: 1,44%) für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren Anwendung. Kurzfristigere Personalrückstellungen, beispielsweise für Verpflichtungen aus Frühruhestands- oder Altersteilzeitvereinbarungen, werden mit einem Zinssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Diese betrug im Jahr 2023 drei Jahre, der Rechnungszins 1,07% (Vorjahr: 0,58 %). Es handelt sich jeweils um die von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2023 veröffentlichten Zinssätze.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden mit dem Devisenkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Währungsdifferenzen werden gesondert unter "Sonstige betriebliche Aufwendungen" und "Sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Kurs am Buchungstag oder mit dem niedrigeren (Forderungen) bzw. höheren (Verbindlichkeiten) Stichtagskurs angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

1) Anlagevermögen

Im Anlagespiegel ist die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens dargestellt.

2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um ein Darlehen (150 Mio. EUR, Laufzeit bis 28.03.2024 mit Zinssatz 4,33 %) bei der Bayer AG. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen für Erstattungen der Stromsteuer für die Jahre 2022/2023 in Höhe von 370 T€ sowie Erstattungsansprüche i.Z.m. einem Kantinensachschaden in Höhe von 153 T€ enthalten.

3) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten betrifft Rechnungsabgrenzungen gegenüber Dritten in Höhe von 34 T€ (Vorjahr: 14 T€).

4) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten, aus durch Entgeltumwandlung entstandenen Pensionsverpflichtungen (Deferred Compensation und Matching Contribution) sowie aus Pensionsverpflichtungen für die obere Führungsebene sind durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, im Rahmen mehrerer Contractual Trust Agreements treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Aus der Verrechnung ergibt sich insgesamt ein aktivischer Unterschiedsbetrag von 1.046 T€, der auf Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten entfällt.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

31.12.2022 31.12.2023
TEUR TEUR
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten 1.607 2.419
Beizulegender Zeitwert des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 2.251 3.465
Überschuss des Vermögens über die Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten (Aktiver Unterschiedsbetrag) 644 1.046
Anschaffungskosten des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 2.278 3.181
Unterschiedsbetrag zwischen beizulegendem Zeitwert und Anschaffungskosten des beim BPT angelegten Sicherungsvermögens -27 284

Der in der vorstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert wurde, soweit es sich um Fondsanteile handelt, aus den Börsenkursen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet.

5) Eigenkapital

ANGABEN ZU AUSSCHÜTTUNGS- BZW. ABFÜHRUNGSGESPERRTEN BETRÄGEN IM SINNE DES § 268 Abs. 8 HGB

Zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen und Guthaben aus Arbeitszeitkonten sind im Rahmen von Contractual Trust Agreements Mittel zweckgebunden und insolvenzgeschützt in den Bayer Pension Trust e.V ., Leverkusen, eingebracht worden. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 15.257 T€ und liegt damit um 2.291 T€ über den Anschaffungskosten von 12.966 T€. Bei dem zur Sicherung der Pensionsrückstellungen bestimmten Planvermögen liegt der Zeitwert um 2.291 T€ über den Anschaffungskosten. Dieser Mehrbetrag unterliegt der Abführungssperre. Ihm stehen frei verfügbare Kapitalrücklagen gegenüber.

6) Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen

Die Sonderposten enthalten öffentliche Zuschüsse und Zulagen sowie Baukostenzuwendungen von Industrieparkpartnern und werden ratierlich aufgelöst. In 2023 betrug die Auflösung 322 T€ (Vorjahr: 335 T€). Die Erträge aus der Auflösung kompensieren den Ergebniseffekt aus den Abschreibungen.

7) Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab.

Zur weiteren Erläuterung wird auf die Ausführung unter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen. Das Sicherungsvermögen ist zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Rückstellungen für Pensionen

31.12.2022 31.12.2023
TEUR TEUR
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Pensionszusagen 35.751 34.568
Beizulegender Zeitwert des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 9.975 11.792
Nettowert der Verpflichtungen aus Pensionszusagen 25.776 22.776
Anschaffungskosten des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 9.226 9.785
Unterschiedsbetrag zwischen beizulegendem Zeitwert und Anschaffungskosten des beim BPT angelegten Sicherungsvermögens 749 2.007

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Pensionsverpflichtungen aus mittelbaren Zusagen im Sinne von Artikel 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf 22.451 T€. Die Gesellschaft übernimmt die Subsidiärhaftung.

8) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen aus Verpflichtungen aus dem Personalbereich (7.618 T€) und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten (70 T€). Von den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind 2.531 T€ langfristig und 5.087 T€ kurzfristig.

Im Wesentlichen handelt es sich bei den Verpflichtungen aus dem Personalbereich um Rückstellungen für kurzfristige variable Einmalzahlungen/-komponenten (2.194 T€), Jubiläumsverpflichtungen (1.302 T€) und sonstige Verpflichtungen i.Z.m. dem Fonds für lebensphasengerechte Arbeitszeitgestaltung (LePha) und Demografiefonds (2.166 T€).

9) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Bayer AG im Rahmen der Gewinnabführung (14.474 T€) sowie als Tagesgeldverbindlichkeit (2.973 T€).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

10) Umsatzerlöse

Die Umsätze in den strategischen Geschäftseinheiten gliedern sich wie folgt:

Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern

2022 2023
TEUR TEUR
Lohnfertigung 92.782 99.173
Serviceleistungen Infrastruktur und Verkauf von Handelswaren 9.925 10.160
Summe Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern 102.707 109.333

Die Umsatzerlöse sind in folgenden regionalen Märkten erzielt worden:

Umsatzerlöse je Region

2022 2023
TEUR TEUR
Deutschland 9.925 10.160
Übriges Europa 92.782 99.173
Summe Umsatzerlöse je Region 102.707 109.333

Umsatzerlöse Verpachtung

2022 2023
TEUR TEUR
Verpachtung Stromnetz 106 124
Verpachtung Gasnetz 25 24
Summe Umsatzerlöse Verpachtung 131 148

11) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige betriebliche Erträge

2022 2023
TEUR TEUR
Erträge aus Fremdwährungsumrechnung 0 7
Erträge aus der Auflösung nicht benötigter Rückstellungen 265 1.788
Erträge aus der Anpassung von Wertberichtigungen auf Forderungen 0 175
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 0 171
Erträge aus der Auflösung der Sonderposten 335 322
Übrige 49 120
Summe Sonstige betriebliche Erträge 649 2.583

Erträge aus der Auflösung von nicht beanspruchten Rückstellungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Nichtinanspruchnahme von Personalrückstellungen. Die übrigen betrieblichen Erträge beinhalten u.a. periodenfremde Erträge i.H.v. 26 T€.

12) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Einzelnen folgende Positionen:

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2022 2023
TEUR TEUR
Logistikkosten 2.825 3.044
Informationskosten 908 878
Fremde Personalkosten 334 874
Dienstleistungskosten 6.577 9.909
Instandhaltungskosten sowie Aufwendungen aus noch nicht abrechenbaren Dienstleistungen 9.699 12.570
Übrige 3.024 2.488
Summe Sonstige betriebliche Aufwendungen 23.367 29.763

Der Anstieg der Dienstleistungskosten steht i.Z.m. dem im Jahr 2023 begonnenen Innovationslauf im Manufacturing Execution System (MSE) für mehr Effizienz und Transparenz in der Produktion. Die Position "Übrige" beinhaltet u.a. Aufwendungen für Abfindungen, Abfallentsorgung, Versicherungen und Schadensfälle, Umweltschutz und Qualitätssicherung, Leasing und Mieten, sowie Forschungskosten.

13) Zinsergebnis

Das Zinsergebnis beinhaltet Erträge im Zusammenhang mit dem Darlehen an die Bayer AG in Höhe von 5.506 T€. Des Weiteren beinhaltet es Erträge aus der Wertänderung beim Planvermögen des Bayer Pension Trust und im geringen Umfang auch Effekte aus der Änderung des Rechnungszins. Hierbei handelt es sich um den Nettoaufwand nach Verrechnung mit der Vermögensänderung der Vermögensanlage des Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, und dem Effekt aus der Änderung des Rechnungszinssatzes.

Zinsergebnis

2022 2023
TEUR TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.190 6.816
davon aus verbundenen Unternehmen 1.190 5.572
davon Erträge aus Abzinsungen 0 1.244
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.701 -64
davon an verbundene Unternehmen -8 -61
davon Aufwendungen aus Aufzinsungen -3.693 -3
Summe Zinsergebnis -2.511 6.752

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge / davon Erträge aus Abzinsungen

2022 2023
TEUR TEUR
Erträge aus der Abzinsung von Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen und aus Änderungen des Rechnungszinses (brutto) 0 -333
Vermögensänderung Bayer Pension Trust 0 1.577
Erträge aus der Abzinsung der Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen (netto) 0 1.244

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen / davon Aufwendungen aus Aufzinsungen

2022 2023
TEUR TEUR
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen und aus Änderungen des Rechnungszinses (brutto) -1.209 -3
Vermögensänderung Bayer Pension Trust -2.484 0
Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen (netto) -3.693 -3

Sonstige Erläuterungen

14) Mitarbeiter

2022 2023
Leitende Angestellte und leitende Mitarbeiter 71 79
Tarifmitarbeiter 417 440
Summe Mitarbeiter 488 519

15) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe 16.814 T€ (Vorjahr 21.620 T€).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2022 31.12.2023
TEUR TEUR
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen 381 361
Bestellobligo für Anlagevermögen 21.239 16.453
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 562 1.456
Summe Sonstige finanzielle Verpflichtungen 21.620 16.814

16) Honorare des Abschlussprüfers

Die Angaben zu den Prüfungshonoraren sind im Bayer-Konzernabschluss enthalten. Insoweit wird die Befreiung von der Angabepflicht gemäß § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch genommen.

17) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Bayer Bitterfeld GmbH Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Bayer Bitterfeld GmbH unterliegen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit der Bayer AG, Leverkusen, sowie deren Tochterunternehmen abgeschlossen, ferner mit Versorgungsplänen. Es handelt sich vor allem um Waren-, Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte. Sie werden regelmäßig zu auf dem jeweiligen Markt üblichen Konditionen abgeschlossen.

18) Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres

In 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

19) Angaben gemäß § 6b Abs. 2 EnWG

Ungewöhnliche Geschäfte im Bereich der Energieversorgungstätigkeit, die nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Bayer Bitterfeld GmbH sind und nach § 6b Abs. 2 EnWG angabepflichtig sind, lagen nicht vor.

20) Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Seit dem 01.07.2023 ist Dr. Andrea Heym, Apothekerin, alleinige Geschäftsführerin der Bayer Bitterfeld GmbH. Sie folgte dem zum 30.06.2023 ausgeschiedenen Geschäftsführer Dr. Frank Wilgmann, Chemiker.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich anhand dieser Angabe die Bezüge des einzelnen Geschäftsführers feststellen lassen.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung betrugen 34 T€ (Vorjahr: 34 T€). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung waren im Jahresabschluss der Bayer Bitterfeld GmbH mit 184 T€ (Vorjahr: 173 T€) passiviert.

Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind

Kirsten Nieuwenhuis, Vorsitzende, Leiterin der Product Supply Consumer Health EMEA Region (bis 31.07.2023)

Dr. Benjamin Neunstoecklin, Vorsitzender, Leiter EMEA PS Projekt (ab 01.08.2023)

Nicole Kurka, Vorsitzende des Betriebsrats der Bayer Bitterfeld GmbH (bis 30.09.2023)

Steffi Seydewitz, Mitglied des Betriebsrats (ab 01.10.2023)

Oliver Rittgen, Chief Financial Officer Crop Science

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für die Wahrnehmung der Funktionen keine Vergütungen.

 

Bitterfeld-Wolfen, den 07.06.2024

Bayer Bitterfeld GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Andrea Heym, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023

Bruttowerte
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen/ Umgliederungen Abgänge Stand 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.261.613 219.013 87.142 -16.183 15.551.585
Geleistete Anzahlungen 206.162 31.510 -87.142 -124.070 26.460
15.467.775 250.523 0 140.253 15.578.045
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 92.319.000 1.845.658 7.081.798 -140.602 101.105.854
Technische Anlagen und Maschinen 249.632.723 7.694.631 4.997.409 -3.206.638 259.118.125
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.877.728 660.072 392.848 -1.150.191 18.780.457
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.910.508 17.773.741 -12.472.055 -3.969 33.208.225
388.739.959 27.974.102 0 -4.501.400 412.212.661
404.207.734 28.224.625 0 -4.641.653 427.790.706
Kumulierte Abschreibungen Nettowerte Nettowerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -14.944.114 607.471 735.857
Geleistete Anzahlungen 0 26.460 206.162
-14.944.114 633.931 942.019
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -71.708.850 29.397.004 21.897.382
Technische Anlagen und Maschinen -198.197.216 60.920.909 58.174.395
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -14.155.235 4.625.222 4.558.068
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 33.208.225 27.910.508
-284.061.301 128.151.360 112.540.353
-299.005.415 128.785.291 113.482.372
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge außerplanmäßige Zugänge Zuschreibungen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -14.525.756 -434.541 0 0
Geleistete Anzahlungen 0 0 -124.070 0
-14.525.756 -434.541 -124.070 0
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -70.421.618 -1.408.548 0 0
Technische Anlagen und Maschinen -191.458.328 -9.880.240 0 0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -14.319.660 -952.683 0 0
Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 0 0 0 0
-276.199.606 -12.241.471 0 0
-290.725.362 -12.676.012 -124.070 0
Kumulierte Abschreibungen
Umbuchungen/ Umgliederungen Abgänge Stand 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 16.183 -14.944.114
Geleistete Anzahlungen 0 124.070 0
0 140.253 -14.944.114
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 121.316 -71.708.850
Technische Anlagen und Maschinen 0 3.141.352 -198.197.216
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 1.117.108 -14.155.235
Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 0 0 0
0 4.379.776 -284.061.301
0 4.520.029 -299.005.415

Tätigkeitsabschlüsse für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Erläuterungen

Die Bayer Bitterfeld GmbH, die mit dem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen Bayer AG verbunden ist und damit selbst als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen gilt, hat ab dem Geschäftsjahr 2012 die Tätigkeitsabschlüsse (§ 6b Absatz 3 EnWG) mit dem geprüften Jahresabschluss beim Unternehmensregister zur Veröffentlichung einzureichen und über die Tätigkeiten gemäß § 6b Absatz 3 EnWG zu berichten (§ 6b Absatz 7 EnWG).

Die Bayer Bitterfeld GmbH hat Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeitsbereiche Verpachtung von Strom- und Gasnetzen gemäß § 6b Absatz 3 EnWG erstellt.

Angaben über die Zuordnungsregeln gemäß § 6b Absatz 3 Satz 7 EnWG

Im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die den Tätigkeitsabschlüssen zugrunde gelegt wurden, wird auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der Bayer Bitterfeld GmbH verwiesen.

Vermögensgegenstände und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge werden weit überwiegend durch direkte Zuordnung von Kostenstellen des Strom- und Gasnetzes auf die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung allokiert. Sekundärumlagen, die sich aus gemeinsam genutztem Anlagevermögen ergeben, sowie die zugehörigen Gegenstände des Anlagevermögens werden aus Gründen der Wesentlichkeit nicht direkt zugeordnet, sondern als Kosten der Nutzungsüberlassung durch den Gesamtbetrieb interpretiert und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die nach Zuordnung aller Aktiva und Passiva verbliebene Residualgröße wurde als Forderung aus der Finanzierung gegenüber dem Restunternehmen oder als Verbindlichkeit aus der Finanzierung gegenüber dem Restunternehmen erfasst.

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Tätigkeitsbericht Erdgasnetz

2022 2023
Umsatzerlöse 24.850 24.350
Materialaufwand -23 -34
Personalaufwand -9.258 -9.633
Abschreibungen -3.102 -10.384
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.168 -531
Operatives Ergebnis 6.299 3.768
Ergebnis vor Ergebnisübernahme 6.299 3.768
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -6.299 -3.768
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 0 0

Bilanz zum 31.12.2023

Tätigkeitsbericht Erdgasnetz

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2023
Anlagevermögen 183.023 142.775
Sachanlagen 183.023 142.775
Umlaufvermögen 2.464 4.829
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.464 4.829
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.464 4.829
185.487 147.604

PASSIVA

Verbindlichkeiten 185.487 147.604
Verbindlichkeiten aus der Finanzierung gegenüber dem Restunternehmen 179.078 143.836
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 110 0
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 110 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.299 3.768
davon gegenüber Gesellschaftern 6.299 3.768
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.299 3.768
185.487 147.604

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Tätigkeitsbericht Erdgasnetz

Abschreibungen

Hierbei handelt es sich um Abschreibungen für den Erdgasnetzanschluss eines Industrieparkpartner.

Erläuterungen zur Bilanz

Sachanlagen

Sachanlagen Gasnetz

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe Sachanlagen
Bruttowerte 31.12.2022 0 473.169 0 0 473.169
Umbuchungen 0 -186.125 0 186.125 0
Zugänge / Abgänge(-) 0 156.261 0 -186.125 -29.864
Bruttowerte 31.12.2023 0 443.305 0 0 443.305
Abschreibungen 31.12.2022 0 290.146 0 0 290.146
Abschreibungen 2023 0 10.384 0 0 10.384
Abschreibungen 31.12.2023 0 300.530 0 0 300.530
Nettowerte 31.12.2023 0 142.775 0 0 142.775
Nettowerte 31.12.2022 0 183.023 0 0 183.023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Tätigkeitsbericht Stromnetz

2022 2023
Umsatzerlöse 106.620 124.420
Sonstige betriebliche Erträge 20.487 18.126
Materialaufwand -699 -162
Personalaufwand -12.877 -12.027
Abschreibungen -59.820 -65.031
Sonstige betriebliche Aufwendungen -30.819 -33.840
Operatives Ergebnis 22.892 31.486
Sonstige Steuern -377 -377
Ergebnis vor Ergebnisübernahme 22.515 31.109
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -22.515 -31.109
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 0 0

Bilanz zum 31.12.2023

Tätigkeitsbericht Stromnetz

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2023
Anlagevermögen 384.897 484.198
Sachanlagen 384.897 484.198
Umlaufvermögen 10.573 24.677
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.573 24.677
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.573 24.677
395.470 508.875

PASSIVA

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 62.729 44.603
Verbindlichkeiten 332.741 464.272
Verbindlichkeiten aus der Finanzierung gegenüber dem Restunternehmen 306.646 433.163
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.580 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.515 31.109
davon gegenüber Gesellschaftern 22.515 31.109
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 22.515 31.109
395.470 508.875

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Tätigkeitsbericht Stromnetz

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge stehen im Zusammenhang mit der Auflösung von Sonderposten für Investitionszuschüsse/-zulagen, die den Ergebniseffekt aus Abschreibungen mindern.

Sonstige betrieblichen Aufwendungen

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für den Brandschutz und Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Infrastruktur.

Erläuterungen zur Bilanz

Sachanlagen

Sachanlagen

Stromnetz

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe Sachanlagen
Bruttowerte 31.12.2022 777.094 8.666.825 53.720 0 9.497.639
Zugänge 0 55.475 0 0 55.475
Umbuchungen 0 108.857 0 0 108.857
Bruttowerte 31.12.2023 777.094 8.831.157 53.720 0 9.661.971
Abschreibungen 31.12.2022 777.094 8.281.928 53.720 0 9.112.742
Abschreibungen 2023 0 65.031 0 0 65.031
Abschreibungen 31.12.2023 777.094 8.346.959 53.720 0 9.177.773
Nettowerte 31.12.2023 0 484.198 0 0 484.198
Nettowerte 31.12.2022 0 384.897 0 0 384.897

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Hierbei handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die für Verpachtungen im Leistungszeitraum Dezember berechnet wurden.

Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen

Der Sonderposten enthält nicht aktivisch gekürzte Investitionszuschüsse. Sie werden analog zu den Abschreibungen aufgelöst. In 2023 betrug die Auflösung 18 T€ (Vorjahr: 20 T€).

Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um die Ergebnisabführung (Gewinn) an die Bayer AG.

Erklärungen der gesetzlichen Vertreter

Die Tätigkeitsberichte sind nach den Vorschriften des § 6b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

 

Bitterfeld-Wolfen, den 07.06.2024

Bayer Bitterfeld GmbH

Dr. Andrea Heym, Geschäftsführerin

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bayer Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bayer Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bayer Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt D. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die Geschäftsführung bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

den Bericht des Aufsichtsrats, welcher uns voraussichtlich erst nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt wird,

die in Abschnitt D. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote),

die anderen als ",ungeprüft" gekennzeichneten Bestandteile des Lageberichts,

aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen ist die Geschäftsführung für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Gasverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die Geschäftsführung ist auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet hat, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der Geschäftsführung für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die Geschäftsführung ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten hat und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

München, den 10. Juni 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Georg von Behr, Wirtschaftsprüfer

Matthias Wehser, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

der Bayer Bitterfeld GmbH

Die Geschäftsleitung hat dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 regelmäßig ausführlich in schriftlicher sowie in mündlicher Form über die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung des Unternehmens berichtet.

Der Jahresabschluss der Bayer Bitterfeld GmbH, Bitterfeld-Wolfen, ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.

Der Abschlussprüfer, die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss der Bayer Bitterfeld GmbH geprüft. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und dem Jahresabschluss den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Den Jahresabschluss haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwände. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Der von der Geschäftsführung aufgestellte und vom Abschlussprüfer geprüfte und bestätigte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird vom Aufsichtsrat gebilligt.

 

Bitterfeld-Wolfen, 19. Juni 2024

Für den Aufsichtsrat

Dr. Benjamin Neunstoecklin, Vorsitzender

Nachrichten & Medien

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2 nahegelegene Organisationen

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