KWK Komponentenwerk Kalletal GmbH

Echternhagen 6, 32689 Kalletal, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lemgo HRB 8480
Eingetragen
9.2.2015
Branche
Herstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Komponenten für den Industriebedarf sowie sämtliche damit in Zusammenhang stehende Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Dr. Schopp
seit 30.6.2025
Geschäftsführer
Thorsten Malzer
seit 30.6.2025
Geschäftsführer
Bernd Heibrock
seit 12.4.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Martin Kannegiesser Familienstiftung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Herbert Kannegiesser GmbH
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Herbert Kannegiesser GmbH

Vlotho

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

A. Grundlagen des Konzerns

Die Herbert Kannegiesser GmbH mit Hauptsitz in Vlotho ist der globale Partner für die Zukunft der Wäscherei-Industrie.

Unser Leitbild lässt sich zusammenfassen in die drei Kernpunkte:

Purpose

Nachhaltige textile Dienstleistungen werden durch unsere Technologie erst möglich.

Unsere Technologien reduzieren den Einsatz von Frischwasser und fossilen Brennstoffen / Energien bestmöglich.

Unsere Technologien schonen Textilien und ermöglichen eine langfristige Nutzung. Damit schaffen wir die Basis für eine textile Kreislaufwirtschaft.

So tragen wir dazu bei, dass Menschen sauber, gesund und sicher leben können.

Die Prozesssicherheit unserer Technologien garantiert Sauberkeit und Hygiene auf höchstem Niveau.

Die Sicherheit und Gesundheit (Ergonomie) steht bei der Entwicklung unserer Anlagen im Fokus.

Unsere Lösungen fördern das Wachstum unserer Kunden und schaffen attraktive, zukunftsorientierte Arbeitsplätze bei Kannegiesser.

Mission

Wir sind DER globale Partner für die Zukunft der Wäscherei-Industrie.

Als globaler Anbieter können wir so Trends, Ideen und Impulse aus anderen Regionen der Welt in unsere Innovationen mit einfließen lassen.

Wir unterstützen unsere Kunden mit Perfektion in Technologie und in unserem Service-Angebot.

Investitionen in unsere Technologie schaffen unmittelbaren Nutzen für jeden einzelnen Wäscherei-Betrieb.

Als Innovator und Systemanbieter optimieren wir die Kombination aus neuen Technologien, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der Kundenprozesse.

Als Systemanbieter begleiten wir unsere Kunden in jedem Schritt - von der Planung bis zur Inbetriebnahme seiner neuen Anlage.

Kunden können unseren Zusagen mit Blick auf die Leistungsfähigkeit unserer Produkte und Service-Angebote vertrauen.

Als Familienkonzern stehen wir für eine vertrauensvolle und langfristige Partnerschaft mit unseren Kunden.

Als Partner für unsere Kunden stehen wir für Verbindlichkeit und Verlässlichkeit. Gleiches erwarten wir von unseren Kunden und Lieferanten.

Vision

Wir sind ein Familienkonzern und verstehen uns dabei als verlässlicher Partner unserer Mitarbeiter.

Als Familienkonzern steht der Mensch für uns stets an erster Stelle. Diese enge Bindung ist Schlüssel zu unserem Erfolg.

Gemeinsam als Team sind wir weltweit aktiv und erfolgreich. Gleichzeitig bleiben wir der lokale, bodenständige und nahbare Partner unserer Mitarbeiter.

Respekt und Wertschätzung sowie eine offene und vertrauensvolle Kommunikation zeichnen unsere Zusammenarbeit aus.

Als ein weltweiter Marktführer bieten wir die modernsten, spannendsten Arbeitsplätze unserer Industrie - #onefamilyoneteam.

Wachstum in allen Märkten ist die Voraussetzung, um die Position des Marktführers zu behaupten.

Digitalisierung ist Teil unseres Mindsets und damit auch Basis für die moderne Gestaltung unserer Arbeitsplätze und Zusammenarbeit.

Wir unterstützen unsere Mitarbeiter dabei, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. So motivieren wir unsere Mitarbeiter aktiv den Erfolg von Kannegiesser mitzugestalten.

Kannegiesser

Technologie. Nachhaltigkeit. Wirtschaftlichkeit.

Das Mutterunternehmen hat weitere Betriebsstätten an den Standorten Marbach und Sarstedt und darüber hinaus weitere juristisch selbstständige Produktionsstandorte in Bad Schlema, Hoya, Augsburg, Kalletal und Banbury/Großbritannien sowie Minneapolis/USA.

Entwicklung, Konstruktion und Vertrieb sind in drei Produktsparten organisiert, um für jeden Bereich hohe Kompetenz zu gewährleisten, und zwar:

Nassbereich (Waschen/Entwässern/Trocknen)

Flachwäschebearbeitung

Formteilebearbeitung

Die Spartenorganisation wird durch eine einheitliche Vertriebsorganisation begleitet, damit jeder Kunde einen verantwortlichen Ansprechpartner hat und dieser sich ganzheitlich mit seinen Kunden in allen Belangen identifiziert.

Alle Zentralfunktionen sind im Stammwerk in Vlotho konzentriert.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach dem Corona-Einbruch in der ersten Jahreshälfte 2020 erholte sich laut Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die Weltwirtschaft im Jahr 2021 weiter. Die Entwicklung innerhalb des Jahres 2021 war jedoch zweigeteilt. In der ersten Jahreshälfte gab es einen überraschend schnellen Erholungsprozess, wobei in zahlreichen Ländern die Wachstumsraten durch Basiseffekte überzeichnet wurden. In der zweiten Hälfte des Jahres gestaltete sich die wirtschaftliche Entwicklung zunehmend zäher. Pandemiebedingte Rückschläge sowie angebotsseitige Engpässe führten zu Verzögerungen im Aufholprozess. Die Covid-Pandemie beeinflusste die wirtschaftliche Aktivität noch spürbar, jedoch verliefen die Infektionswellen uneinheitlicher und auch die ergriffenen Maßnahmepakete unterschieden sich. Einige Länder tolerierten hohe Infektionszahlen ohne Eindämmungsmaßnahmen, China hingegen verfolgte eine strikte Null-Covid-Politik.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) beziffert den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2021 auf preisbereinigt 6,1 % nach dem tiefen Einbruch um 3,1 % im Jahr zuvor. Nach mehreren Jahren mit niedrigen Inflationsraten ging dieser Wachstumsprozess einher mit ungewöhnlich hohen Preissteigerungen. Jenseits von Basiseffekten kam es im zweiten Halbjahr zu hohen Anstiegen, da die Preise für fossile Rohstoffe die Energiekosten und anhaltend hartnäckige Lieferengpässe die Transportkosten sowie die Preise verschiedener Verbrauchs- und Industriegüter trieben. In den entwickelten Volkswirtschaften verlief deshalb der Erholungsprozess weniger reibungslos als erwartet. Die verschärften Belastungen für die globalen Produktionsnetze betrafen diese besonders und hier vor allem das verarbeitende Gewerbe. In mehreren Ländern konnten dadurch die zunächst prognostizierten Wachstumszahlen nicht erreicht werden.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern war der Erholungsprozess sehr differenziert. Chinas Wirtschaft wuchs im Gesamtjahr 2021 um 8,1 %, mit einer deutlich nachlassenden Dynamik zum Jahresende. Im vierten Quartal 2021 stieg das BIP nur um 4 %, dem geringsten Quartalswachstum seit anderthalb Jahren. Die Turbulenzen auf dem chinesischen Wohnimmobilienmarkt, Versorgungsengpässe im Energiesektor und die Null-Covid-Toleranz bremsten die Konjunktur. Letztgenanntes störte überdies den globalen Warenfluss erheblich.

Die angebotsseitigen Störungen haben in der EU mehrere Schlüsselindustrien, darunter die Automobil- sowie die Maschinenbauindustrie, betroffen, und in Ländern mit einer gewichtigen industriellen Basis das Wachstumstempo gedrückt. Insgesamt ergab sich für die Euro-Zone nach Angaben des IWF für 2021 ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 5,2 % (im Vorjahr: -6,4 %). Die großen Mitgliedstaaten Italien und Frankreich erholten sich mit einem Anstieg von 6,2 % bzw. 6,7 % deutlich vom pandemiebedingten Einbruch. Sie mussten allerdings im Vorjahr hohe Einbrüche verkraften, weshalb der Basiseffekt bei den Zuwachsraten eine Rolle spielt. In Spanien, das 2020 den stärksten BIP-Einbruch aller EU-Länder verkraften musste, fiel die Trendwende mit 4,9 % weniger schwungvoll aus, da der Tourismus-Sektor noch deutlich vom Vor-Pandemie-Niveau entfernt ist. In der Gruppe der mittel- und osteuropäischen Mitgliedsländer war die Wirtschaftsentwicklung in Polen, Rumänien, Ungarn und Kroatien besonders dynamisch. Mit einem Plus von 2,7 % ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich langsamer gewachsen als die der meisten anderen Staaten der Eurozone. Zu beachten ist dabei, dass in Deutschland das BIP im Jahr 2020 mit -4,6 % weniger stark zurückgegangen war als in den anderen großen EU-Ländern.

Schon in der zweiten Jahreshälfte 2020 reaktivierten die Industrieunternehmen zügig ihre Investitionspläne. Unterstützt durch eine stark expansive Geldpolitik trugen die Konsumentennachfrage sowie staatliche Investitionen zum Aufschwung der Investitionsgüternachfrage bei. An den wichtigen Produktionsstandorten des Maschinenbaus erholte sich die Industrie dadurch zunächst schneller als in früheren Krisen von den pandemiebedingten Tiefpunkten.

Die preisbereinigte Produktion im Maschinenbau in Deutschland hat ihr Vorjahresniveau nach Angaben des VDMA im Jahr 2021 um 6,4 % übertroffen. Das Produktionswachstum hätte deutlich größer ausfallen können, wenn Engpässe den Maschinen- und Anlagenbau nicht so stark ausgebremst hätten. Denn der Auftragseingang entwickelte sich mit einem preisbereinigten Plus von 32 Prozent für das Gesamtjahr sehr vielversprechend. Doch die rasant anziehende Nachfrage stieß recht schnell auf hartnäckige Engpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen. Besonders ausgeprägt zeigten diese sich bei Elektronikkomponenten und Metallerzeugnissen. Logistikengpässe erschwerten zusätzlich die Versorgungslage, etwa durch fehlende Europaletten und Container. Hinzu kamen vorübergehende Schließungen von Häfen wie etwa in China sowie Arbeitskräftemangel durch die Covid-19-Omikron-Variante. Die Produktionsstörungen bewirkten in Verbindung mit dem stabilen Auftragseingang einen zunehmenden Anstieg der Auftragsbestände. Der Arbeitsmarkt zeigte sich während der Krise robust. Die Kurzarbeit wirkte stabilisierend und konnte viele Arbeitsplätze retten.

2. Geschäftsverlauf

Nachdem wir bereits im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie erhebliche Umsatzeinbußen verzeichnen mussten, startete auch das neue Jahr 2021 mit einer anhaltenden Investitionszurückhaltung unserer Kunden. Bedingt durch die Lockdowns und den damit verbundenen Ungewissheiten, waren einige unserer Kunden gezwungen, ihren Betrieb gänzlich ruhen zu lassen, sodass auch Neuinvestitionen während dieser Zeit nur in geringem Umfang getätigt wurden.

Aufgrund des enormen Umsatzrückgangs im Vergleich zu den Umsätzen des Jahres 2019, war das Mutterunternehmen berechtigt, im Jahr 2021 die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen - Überbrückungshilfe III und III Plus - im Inland zu beantragen. Darüber hinaus konnten auch von ausländischen Konzerngesellschaften Unterstützungsmaßnahmen im Ausland beantragt werden.

Ferner ist zu erwähnen, dass aufgrund der geringen Beschäftigung und der zusätzlichen Problematik der knappen Materialverfügbarkeit auch im Jahr 2021 das Modell der Kurzarbeit, in den einzelnen inländischen Konzernbereichen in jeweils unterschiedlicher Ausprägung, genutzt wurde.

Die geringe Materialverfügbarkeit und die damit einhergegangenen Preissteigerungen führten zu einem Aufbau der Vorratsbestände auf ein bisher nie dagewesenes Niveau. Dies ist zum einen Folge eines bewussten Bestandsaufbaus bei kritischen Bauteilen und Rohstoffen, zum anderen Folge des Anstiegs unfertiger und fertiger Maschinen infolge fehlender Materialverfügbarkeiten.

Die Preise auf der Beschaffungsseite stiegen teilweise um mehr als 30 %. Diese Entwicklung mussten wir zum Anlass nehmen, einen Teil der Preissteigerungen an unsere Kunden weiterzugeben, sodass wir im Dezember 2021 eine Preiserhöhung im zweistelligen Bereich vorgenommen haben. Allerdings konnten die Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite hierdurch nur zu einem deutlich geringeren Teil abgefangen werden.

Mit der kontinuierlichen Aufhebung einiger Corona-Maßnahmen, konnten wir im Verlauf des zweiten Halbjahres wieder eine wachsende Investitionsbereitschaft feststellen, sodass unser Auftragseingang in den letzten drei Monaten des Jahres 2021 über unserem Plan lag. Ebenso war in der Akquise neuer Aufträge seit Herbst 2021 ein spürbarer Positivtrend zu erkennen. So konnten wir beispielsweise unsere Gespräche des in der Firmengeschichte größten Projektes für eine aus drei Wäschereien bestehende Krankenhauswäscherei in Hongkong mit einem Projektvolumen von 38 Mio. EUR fortführen, welches schließlich im Sommer 2022 final unterzeichnet wurde.

Insgesamt ist der Geschäftsverlauf 2021 das zweite Jahr in Folge aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, trotz der verschiedenen eingeleiteten Maßnahmen, als unbefriedigend zu beurteilen und bleibt deutlich hinter den Erwartungen.

Aufschluss über wesentliche finanzielle Entwicklungen im Konzern geben die sogenannten finanziellen Leistungsindikatoren. Wie in der Vergangenheit gehören die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Ertragsteuern, die Materialaufwandsquote, der Netto-Finanzmittelbestand und die Eigenkapitalquote zu den wesentlichen Kennzahlen, die wir zur Steuerung des Konzerns verwenden. Die Entwicklung dieser finanziellen Leistungsindikatoren stellen wir im nachfolgenden Kapitel 3. (Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage) dar.

Nach dem im Jahr 2020 durchgeführten Generationenwechsel, hat die neue Geschäftsführung im Verlauf des Jahres 2021 die bereits im Vorjahr begonnene, strategische Ausrichtung und Umsetzung der Konzernziele fortgeführt, sodass die Unternehmensgruppe auch weiterhin auf eine gesunde und konstante Basis zurückgreifen kann.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Ertragslage

Trotz eines Umsatzeinbruchs um 51.555 TEUR (-17,8 %) auf 237.912 TEUR konnte das Ergebnis vor Ertragsteuern im Berichtsjahr von 591 TEUR auf 8.202 TEUR gesteigert werden. Während sich die Auslandsumsätze um 13,3 % verringerten, mussten wir bei den Inlandsumsätzen sogar Einbußen in Höhe von 29,7 % verkraften.

Die Materialaufwandsquote (definiert als Quotient aus Materialaufwand zur Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen) hat sich im Geschäftsjahr 2021 von 36,9 % auf 35,7 % verbessert.

Der Rohertrag reduzierte sich trotz der verbesserten Materialaufwandsquote durch den hohen Umsatzrückgang auf 161.512 TEUR (Vorjahr: 179.748 TEUR).

Einen deutlichen Anstieg verzeichneten wir hingegen bei den sonstigen betrieblichen Erträgen. Sie erhöhten sich von 5.618 TEUR auf 17.168 TEUR und waren somit ebenfalls für den positiven Ergebniseffekt verantwortlich. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Erträge aus staatlichen Unterstützungsmaßnahmen an in- und ausländische Konzerngesellschaften im Zuge der Covid-19-Pandemie, auf Versicherungsentschädigungen und auf höhere Erträge aus der Währungsumrechnung zurückzuführen.

Die Personalaufwendungen liegen mit 101.318 TEUR unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 104.762 TEUR). Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der Mitarbeiterbestand von durchschnittlich 1.682 Mitarbeiter auf 1.595 Mitarbeiter verringert hat. Der durchschnittliche Personalaufwand je Mitarbeiter ist hingegen leicht angestiegen. Ein Grund hierfür sind unter anderem die rückläufigen Effekte aus der Kurzarbeit sowie der Abschluss von Altersteilzeitvereinbarungen.

Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten wir im Berichtsjahr Einsparungen in Höhe von 7.588 TEUR erzielen. Im Vergleich zum Vorjahr konnten insbesondere geringere Aufwendungen in den Bereichen Versuchs- und Entwicklungskosten, Leiharbeit, Provisionen und Instandhaltungen verzeichnet werden.

3.2 Finanzlage

Der Netto-Finanzmittelbestand am Ende des Berichtsjahres, zusammengesetzt aus flüssigen Mitteln und kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten, hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 69.314 TEUR auf 88.832 TEUR erhöht.

Im Berichtsjahr konnten wir einen Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 31.250 TEUR (Vorjahr: 29.694 TEUR) erzielen. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Zunahme des Bestands an erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sowie die Zunahme von Passivposten, insbesondere der Steuerrückstellungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 9.112 TEUR (Vorjahr: 4.642 TEUR). Er betrifft neben Investitionen in Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung, Kostenoptimierung und Modernisierung am Hauptsitz in Vlotho, im Wesentlichen Wertpapierinvestitionen ins Finanzanlagevermögen.

Des Weiteren verzeichnete der Konzern einen Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 3.826 TEUR (Vorjahr: 2.232 TEUR), der insbesondere auf die planmäßige Tilgung von Finanzkrediten und auf die dazugehörigen Zinszahlungen zurückzuführen ist.

Die Finanzlage ist, wie in den Vorjahren, als sehr stabil zu bezeichnen.

Der Konzern betreibt ein effizientes Finanzmanagement. Es ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist unter Ausnutzung von Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Währungsschwankungen werden durch ein ausgefeiltes Währungsmanagement abgesichert und Zinserträge durch Einsatz ertragreicher Produkte erwirtschaftet.

3.3. Vermögenslage

Aufgrund einer um 11.635 TEUR (+4,3 %) auf 284.196 TEUR höheren Bilanzsumme, verringerte sich die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr leicht von 69,7 % auf 68,9 %. Die höhere Bilanzsumme ist auf der Aktivseite insbesondere auf den im Vergleich zum Vorjahr höheren Bestand an liquiden Mitteln zurückzuführen.

Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen fiel das Investitionsvolumen in 2021 geringer aus, als die planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres. Durch die Wertpapierinvestition in langfristige Kapitalanlagen erhöhten sich die Buchwerte des Anlagevermögens insgesamt von 55.534 TEUR auf 57.196 TEUR.

Der Vorratsbestand, ohne geleistete und erhaltene Anzahlungen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 22.758 TEUR auf 83.309 TEUR erhöht. Dies ist zum einen Folge eines allgemeinen Preisanstiegs sowie eines bewussten Bestandsaufbaus bei kritischen Bauteilen und Rohstoffen und zum anderen Folge des Anstiegs unfertiger und fertiger Maschinen infolge fehlender Materialverfügbarkeiten. Aufgrund unseres effizienten Finanzmanagements ist der Bestand an erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um 36.856 TEUR auf 45.632 TEUR angestiegen.

Der Bestand aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist leicht rückläufig, was primär auf die Umsatzeinbußen zurückzuführen ist.

Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich um 1.292 TEUR auf 18.198 TEUR. Der Anstieg resultiert insbesondere aus dem zum Stichtag niedrigen Zinsniveau und der weiteren Verringerung gegenüber dem Vorjahresstichtag.

Durch das im Vergleich zum Vorjahr gestiegene zu versteuernde Einkommen, erhöhten sich bei vergleichbaren Steuervorauszahlungen die Steuerrückstellungen um 3.014 TEUR auf 5.470 TEUR.

Der um 3.008 TEUR höhere Bestand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist ebenfalls Folge aus der bewussten Bevorratung mit kritischen Bauteilen zum Jahresende.

C. Chancen- und Risikobericht

Im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements erfassen und bewerten wir frühzeitig Chancen und Risiken unserer unternehmerischen Tätigkeit. So können wir optimal reagieren und notwendige Maßnahmen einleiten.

Der Kannegiesser-Konzern ist in seinem weltweiten Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Die Konzernleitung wird regelmäßig über die aktuelle Chancen- und Risikolage informiert.

Gesamtwirtschaftliche Chancen eröffnen sich für uns sowohl durch die umfassende Bearbeitung der etablierten Marktregionen als auch von Wachstumsmärkten mit erheblichen zukünftigen Potenzialen. So können wir zum Beispiel schnell und individuell wesentliche Chancen im Vertrieb und Service identifizieren und entsprechend handeln. Staatliche Konjunkturprogramme, die den Klimawandel bekämpfen sollen, können Investoren dazu bewegen, alte, klimaschädliche Maschinen gegen neue, moderne und energieeinsparende Maschinen auszutauschen.

Konzernstrategische Chancen bieten sich für uns durch eine dauerhafte Innovations- und Technologieführerschaft sowie die marktführende Qualität der Produkte. Um diese Chancen zu nutzen sind wir konsequent in der Weiterentwicklung aktiv. Hieraus ergibt sich die Chance, unsere Position auf zahlreichen Märkten weiter auszubauen.

Die Forderung der Wäschereien nach Steigerung der Leistung und Erhöhung der Pro-Kopf-Leistung setzt sich fort. Dies wird durch eine konsequente Weiterentwicklung zu höherer Verfügbarkeit, optimalem Wäschefluss und größtmöglicher Einsatzflexibilität in der weiteren Entwicklung berücksichtigt.

Der Schwerpunkt im Waschbereich liegt in der Verbindung von maximaler Produktivität, ausgezeichneten Wasch- und Spülergebnissen und geringstem Ressourceneinsatz. Ziel ist die konsequente Synchronisation von Waren- und Informationsfluss. Sie bewirkt eine Verstetigung des Arbeitsablaufes mit dem Ergebnis einer enormen Produktivitätssteigerung. Software, Datenbank und Datennetz sind auf die Steuerung und die Technik unserer Maschinen abgestimmt.

Diese wiederum haben für sich gesehen folgende gemeinsame Merkmale:

Minimierung von Nebenzeiten

Servo-Antriebstechnik - für mehr Präzision, Geschwindigkeit und Sicherheit

Ergonomische Gestaltung - gemeinsam mit wissenschaftlichen Instituten erarbeitet

Weiter erhöhte Verfügbarkeit - die Kombination von Intelligenz mit robuster Technik

In den wichtigsten Märkten hat die von uns in den Vordergrund gestellte Steigerung von Produktivität in den Wäschereibetrieben Vorrang, jedoch ist in einigen Ländern mit noch relativ niedrigen Personalkosten der Investitionsaufwand teilweise noch wichtiger. Hier haben wir für unsere wichtigsten Produktlinien Konzepte erarbeitet, um mit zwei Produktlinien zu arbeiten - eine für geforderte Höchstproduktivitäten und eine für verlässliche Funktionsweise bei niedrigerem Investitionsaufwand.

Aus heutiger Sicht werden wir bei unserer bisherigen Linie bleiben, nämlich permanent in Vorsprung und Zukunftssicherung zu investieren.

Leistungswirtschaftliche Chancen: Der Umstrukturierungsprozess im Fertigungsbereich hält an, bei gleichzeitiger Erweiterung der Produktionsflächen und Modernisierung der Fertigungsanlagen bei zunehmendem Einsatz von Robotertechnik.

Mit weiterer Produktivitätssteigerung setzen wir bewusst auf den Standort Deutschland, machen uns weiter unabhängig von der Zulieferung bestimmter Komponenten und sichern so die Lieferfähigkeit und Flexibilität bei gleichzeitiger Steigerung der Qualität zum Nutzen unserer Kunden. Neben der Reduzierung der Herstellkosten ist immer auch das Ziel, die Präzision und Qualität unserer Produkte sicherzustellen und zu verbessern, um hohe Kundenzufriedenheit zu gewährleisten. Ständige Wertanalysen zur Optimierung der Fertigungskosten sind heute Standard.

Die Identifikation von definierten und sonstigen Chancen erfolgt in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung. Darauf basierend werden entsprechende Strategien abgeleitet.

Ziel unseres Risikomanagementsystems ist die frühzeitige Identifizierung, Analyse, Bewertung, Kommunikation und Steuerung von unternehmensspezifischen Risiken. Dazu wurde ein unternehmensspezifisches System eingerichtet, welches im Wesentlichen Unternehmensaktivitäten erfasst, um ein systematisches und permanentes Vorgehen hinsichtlich der Risikomanagementziele sicherzustellen.

Gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben sich für den Konzern aus der globalen konjunkturellen Entwicklung und der hohen Unsicherheit der Märkte. Faktoren wie z. B. die Corona-Pandemie, der Ukraine-Konflikt sowie gestiegene Rohstoff- und Energiepreise haben einen entscheidenden Einfluss auf die Weltkonjunktur, die wir genau beobachten und in internen Besprechungskreisen diskutieren.

Ein weltweit spürbarer konjunktureller Rückgang würde zu einer deutlichen Reduzierung des Auftragseingangs und der erzielbaren Margen führen.

Darüber hinaus können Wechselkursänderungen aus politischen oder ökonomischen Krisen Auswirkungen auf unsere zukünftige Wettbewerbsposition haben (ökonomisches Währungsrisiko). Insbesondere eine mögliche Abwertung von ausländischen Währungen könnte zu einer Verteuerung unserer Produkte in den betreffenden Ländern führen und so unsere Wettbewerbsposition beeinträchtigen. Daher werden Projektgeschäfte in Fremdwährungen in Einzelfällen unter Abwägung aller Vor- und Nachteile durch den Einsatz von Finanzderivaten (im Wesentlichen Devisentermingeschäfte) abgesichert. Der Einsatz dieser Finanzderivate dient ausschließlich der Absicherung von schwebenden oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Liefer- und Leistungsgeschäften und unterliegt strengen internen Kontrollen.

Finanzwirtschaftlichen Risiken ist der Konzern u. a. in Form von Kreditrisiken ausgesetzt. Ein Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Dieser tritt ein, wenn ein Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeiten nachzukommen. Grundsätzlich trägt der Konzern Forderungsausfallrisiken, durch die es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall von Forderungen kommen kann. Ein Forderungsmanagement mit weltweit gültigen Richtlinien sowie eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgen für eine permanente Überwachung und Begrenzung der Risiken und minimieren auf diese Weise die Forderungsverluste. Darüber hinaus werden Großprojekte über eine Kreditversicherung abgesichert. Des Weiteren werden Anzahlungsvereinbarungen zu Produktionsbeginn und, insbesondere bei Geschäften mit Auslandsbezug, Akkreditivvereinbarungen (Letter of Credit) getroffen.

Branchenspezifische Risiken bestehen in Form eines intensiven Wettbewerbs mit bestehenden und neuen Wettbewerbern und einem erhöhten Preisdruck in den Märkten. Diesen Risiken begegnen wir mit technologischem Vorsprung und Fokussierung auf unsere Kunden und Märkte.

Konzernstrategische Risiken liegen hauptsächlich in der Fehleinschätzung der künftigen Marktentwicklung und in möglichen technologischen Fehlentwicklungen. Wir begegnen diesen Risiken durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten sowie einer umfassenden Messepräsenz.

Weiterhin bemühen wir uns darum, dass unser gesamtes Team rasch und feinfühlig auf veränderte Anforderungen unserer Kunden weltweit reagiert sowie auch auf einige neue Wettbewerber. Bei dem heutigen Kostendruck bei unseren Kunden kommt es entscheidend darauf an, eine weitere Steigerung der technischen und wirtschaftlichen Effizienz und die Absenkung von Betriebskosten zu erreichen. Das Ziel ist, bestehende Betriebe auf den neuesten technischen Stand zu bringen und damit Kostenpotenziale zu heben sowie daneben auch das Thema der Systemintegration mit dem Ziel, den gesamten Wäschereiprozess von der Wäscheanlieferung bis zur Expedition als einen Regelkreis zu gestalten. Große Bedeutung kommt dabei auch dem Thema "Ressourcen-Management", also effiziente Nutzung von Wasser und Energie zu.

Weiterhin haben wir kontinuierlich in die Weiterentwicklung unserer Produkte investiert sowie in den Ausbau der Märkte. Bei aller Aufmerksamkeit fühlen wir uns gut positioniert, was speziell für das Systemgeschäft gilt.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken sind wir insbesondere aufgrund von Preiserhöhungen bei Materialien ausgesetzt. Weitere Risiken bestehen in möglichen Lieferantenausfällen und Qualitätsproblemen.

Personalrisiken entstehen aufgrund unseres kontinuierlichen Bedarfs an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. So können bei nicht ausreichender Gewinnung und Bindung dieser Mitarbeiter Risiken entstehen und die Entwicklung des Konzerns nachhaltig beeinträchtigen. Wir begrenzen diese Risiken durch intensive Programme zur Ausbildung, Personalakquise, Steigerung der Qualifikation der bestehenden Mitarbeiter sowie leistungsgerechte Vergütungen.

Die sogenannten Hochschultage, an denen wir den Kannegiesser-Konzern jungen Hochschulabsolventen vorstellen und konkrete Workshops abhalten, sind zu einer ständigen Einrichtung geworden.

Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung ist in der Vergangenheit eine individuelle Möglichkeit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf geschaffen worden, indem für die Beschäftigten ein Wertguthabenkonto (Lebensarbeitszeitkonto) bei einem externen Versicherungsnehmer eingeführt wurde. Die Beschäftigten können Überstunden, Urlaub aber auch Entgeltanteile einbringen und später für längerfristige sozialversicherungsrechtlich geschützte Freistellungen z. B. für Pflegezeit, Elternzeit, Weiterbildung, Vorruhestand nutzen.

Wir stufen die Risiken als beherrschbar ein und sehen den Fortbestand des Konzerns als nicht gefährdet an. Gegenüber dem Vorjahr sind die Risiken, insbesondere durch die den Ukraine-Konflikt und die gestiegenen Rohstoffpreise, erkennbar gestiegen.

D. Prognosebericht

1. Entwicklung der Weltwirtschaft und der deutschen Wirtschaft

Nach jüngsten Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat sich das Wachstum der Weltwirtschaft nach 6,1 % in 2021 auf 3,2 % in 2022 verlangsamt. Für 2023 blickt der IWF optimistischer auf das globale Wachstum. So rechnet er nunmehr für das Jahr 2023 mit einer Steigerung des globalen Bruttoinlandsprodukts um 2,9 % statt bisher 2,7 %. Die Weltwirtschaft wird die Folgen des Kriegs in der Ukraine und die weiterhin hohe Inflation demnach etwas besser verkraften als zunächst befürchtet. Ein weiterer Grund ist unter anderem Chinas Abkehr von der strengen Null-Covid-Politik. Allerdings liegt das globale Wachstum im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahrzehnten nach wie vor unter dem "historischen Durchschnitt".

Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) in einem krisenbehafteten und schwierigen Winterhalbjahr. Die hohen Energiepreise belasten die Kaufkraft der privaten Haushalte und dämpfen den privaten Konsum. Das weltwirtschaftliche Umfeld ist schwach und liefert kaum positive Impulse für die Konjunktur. Seit dem Herbst 2022 haben sich die konjunkturellen Aussichten jedoch aufgehellt. Die Großhandelspreise für Gas und Strom sind in den vergangenen Monaten deutlich gesunken - auch wenn sie sich nach wie vor auf hohem Niveau befinden. Zudem werden die Belastungen der privaten Haushalte und Unternehmen durch die hohen Energiekosten durch sogenannte Preisbremsen abgefedert. Insgesamt wird die Inflation in 2023 mit 5,4 % deutlich niedriger erwartet, als das IfW in seiner 2022er Herbst-Prognose noch geplant hatte (8,7 %). Zwar werden die real verfügbaren Einkommen und in der Folge auch der private Konsum in 2023 wohl zurückgehen, allerdings wird das Minus deutlich geringer ausfallen als sich noch vor einigen Monaten abgezeichnet hatte. Im Ergebnis rechnet das IfW für 2023 nun mit einem leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,3 % (Herbst 2022: -0,7 %). Im Jahr 2024 dürfte das Bruttoinlandsprodukt mit 1,3 % wieder etwas stärker zulegen (Herbst 2022: 1,7 %). Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz der wirtschaftlichen Abkühlung robust, auch weil die Unternehmen nach wie vor händeringend nach Fachkräften suchen.

2. Entwicklung der deutschen Maschinenbaubranche

Der Verband VDMA hält (Stand Dezember 2022) an seinen Prognosen fest und rechnet für 2022 mit einem Plus in der realen Produktion in Höhe von 1 %. Das sind sechs Prozentpunkte weniger als noch im Dezember 2021 prognostiziert (+7 %).

Für das Jahr 2023 erwartet der Verband ein unverändert schwieriges Umfeld: Das Wachstum in China bleibt voraussichtlich schwach, der Krieg in der Ukraine bringt weiterhin hohe Energiepreise mit sich und nahezu weltweit antworten die Zentralbanken auf hohe Inflationsraten mit steigenden Zinsen. Das wird die Weltwirtschaft und damit auch die Investitionsgüterindustrien auf absehbare Zeit belasten. Zudem ist die Produktion weiterhin durch Schwierigkeiten in den Lieferketten und durch Materialengpässe spürbar beeinträchtigt, wenngleich mit rückläufiger Tendenz im Vergleich zum Sommer 2022.

Ein weiteres Risiko sieht der Verband im Fachkräftemangel. Die Branche ist der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland. Viele Unternehmen wollen ihren Personalbestand ausbauen, haben allerdings unverändert große Schwierigkeiten diese Stellen zu besetzen.

Insbesondere das Ziel einer klimaneutralen Wirtschaft ist nach Verbandsangaben für den mittelständischen Maschinen- und Anlagenbau und seine innovativen Technologien eine große Chance. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Unternehmen auf eine verlässliche und bezahlbare Material- und Energieversorgung bauen können. Aus diesem Grund begrüßt der Verband die von der Bundesregierung geplanten Preisbremsen für Strom, Gas und Fernwärme.

Zuversicht zieht die Maschinenbauindustrie in der Erhaltung und dem Ausbau von Exportförderinstrumenten. Vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Veränderung der Chinastrategie und der Neubewertung der Verhältnisse zu China durch die amtierende Bundesregierung sieht der VDMA dahingehend Handlungsbedarf, dass die EU weitere Freihandelsabkommen mit Partnerländern in Asien abschließen und das Mercosur-Abkommen umsetzen muss.

3. Unternehmensinterne Entwicklung

Allgemein ist die Branche weltweit auf der Suche nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit, vor allem durch Erhöhung der Produktivität, die unmittelbar in die Absenkung der Stückkosten einfließt. Gleichzeitig muss man zunehmend mit einer immer größer werdenden Vielfalt an Artikeln rechnen und dies, aufgrund zunehmender Konkurrenz, bei stabiler und guter Qualität.

Deshalb ist unser Entwicklungsschwerpunkt auch zukünftig die Verknüpfung von Maschinentechnik mit Logistik und Verfahrenstechnik. Wie in anderen Bereichen auch, so wächst auch bei den textilen Dienstleistungen der Zwang zu ganzheitlichen Lösungen und dies bedeutet besonders die Verknüpfung von Waren- und Informationsfluss. Diese Synchronisation ist nicht nur eine Aufgabe für entsprechende Anzeigen, sondern verlangt effektive Steuerungsprozesse. Nur ein verstetigter Warenfluss ohne dauernde Unterbrechungen kann Produktivität auf einem guten Niveau halten. Ein solcher Warenfluss lässt sich durch halb- oder vollautomatische Möglichkeiten sicherstellen. Dabei spielen neuartige Sortierstände mit über eine Datenbank koordinierten Warenabrufen eine besondere Rolle.

Nach einem erneut verhaltenen, von den Auswirkungen der Corona-Pandemie bestimmten Geschäftsjahr 2021 mit einem erneuten Umsatzrückgang in Höhe von 51.555 TEUR, erzielten wir zum 31.12.2021 ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 8.202 TEUR.

Das Jahr 2022 war für uns im ersten Halbjahr weiterhin geprägt von enormen Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite, gefolgt von einer sehr geringen Materialverfügbarkeit und langen Lieferzeiten wichtiger Bauteile. Diese Marktsituation entspannte sich in der zweiten Jahreshälfte spürbar. Der unterjährig hohe Lagerbestand an unfertigen Maschinen und Maschinenkomponenten konnte zum Ende des Geschäftsjahres 2022 deutlich abgebaut und begonnene Projekte abgeschlossen werden.

Leider haben diese positiven Entwicklungen verspätet eingesetzt und somit müssen wir unsere ursprüngliche Umsatzprognose 2022 leicht nach unten revidieren, wenn auch nicht ganz so stark wie wir noch im Sommer 2022 befürchtet hatten.

Trotz der ungewissen Entwicklung der politischen Lage ist unser Blick nach vorn nach wie vor positiv. Die über die letzten zwei Jahre in vorher nie dagewesenen Punkten eingesetzte Flexibilität der gesamten Kannegiesser-Gruppe hat bestätigt, dass einiges, was im ersten Moment als unmöglich erschien, schließlich doch aufgrund eines guten Zusammenspiels der Kannegiesser Mannschaft durchsetzbar und umsetzbar war. Auch langjährige, gute Verbindungen zu unseren Geschäftspartnern trugen hierzu bei.

Um auch zukünftig unsere Produkte am Markt zu etablieren, fand im Sommer 2022 erstmals nach den Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie die erste Messe statt - die Clean Show in Atlanta/USA. Die Messe hat gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch mit unseren Kunden ist, und wir sind zuversichtlich, dass damit ein weiterer wichtiger Schritt zurück in ein gewohntes Geschäftsleben erfolgen konnte. Im Herbst 2022 folgte eine weitere Messe, die Detergo in Mailand, welche für den Absatz unserer Produkte auf dem europäischen Markt ebenfalls von großer Bedeutung ist.

Das Jahr 2022 werden wir im Vergleich zum Berichtsjahr mit einem deutlichen Umsatzzuwachs und nach gegenwärtiger Prognose mit einem leicht steigenden Jahresergebnis abschließen. Das Geschäftsjahr 2023 hat gerade erst begonnen. Der weitere Verlauf hängt wesentlich davon ab, wie sich die politische Lage (Ukraine-Konflikt, diplomatische Beziehungen zu China) auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden, auf Materialverfügbarkeiten und Energiepreise auswirken.

 

Vlotho, den 10. Februar 2023

Martin Kannegießer, Geschäftsführer

Engelbert Heinz, Geschäftsführer

Tina Kannegiesser, Geschäftsführerin

Otto Burger, Geschäftsführer

Thomas Doppmeier, Geschäftsführer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.990.198,56 5.227
2. geleistete Anzahlungen 0,00 184
2.990.198,56 5.411
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.444.043,28 33.629
2. technische Anlagen und Maschinen 2.137.996,46 1.985
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.740.412,18 9.896
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.812.049,62 4.549
48.134.501,54 50.059
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 6.071.212,05 64
57.195.912,15 55.534
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Vorräte 83.308.838,32 60.551
2. geleistete Anzahlungen 2.307.642,47 375
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -45.631.703,22 -8.776
39.984.777,57 52.150
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 82.462.572,02 84.209
2. Forderungen gegen Gesellschafter 570,01 0
3. sonstige Vermögensgegenstände 7.909.095,72 7.136
90.372.237,75 91.345
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 88.984.381,01 70.541
219.341.396,33 214.036
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.688.247,07 1.401
D. Aktive latente Steuern 1.970.000,00 1.590
284.195.555,55 272.561

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 20.000
II. Gewinnrücklagen 98.100.444,47 95.828
III. Ausgleichsposten aus der Kapitalkonsolidierung -96.322,26 -96
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -660.062,37 -1.723
V. Konzernbilanzgewinn 79.048.846,45 76.722
VI. Nicht beherrschende Anteile -744.715,05 -672
195.648.191,24 190.059
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.197.672,88 16.906
2. Steuerrückstellungen 5.470.243,30 2.456
3. sonstige Rückstellungen 22.825.645,31 20.256
46.493.561,49 39.618
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.263.962,07 20.798
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.809.478,94 8.801
3. sonstige Verbindlichkeiten 12.824.958,20 12.574
- davon aus Steuern: 6.924.381,38 EUR (Vorjahr: 7.408 TEUR)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 784.660,00 EUR (Vorjahr: 670 TEUR)
40.898.399,21 42.173
D. Rechnungsabgrenzungsposten 871.187,63 482
E. Passive latente Steuern 284.215,98 229
284.195.555,55 272.561

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 237.912.152,22 289.467
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 13.135.774,05 -4.911
3. andere aktivierte Eigenleistungen 53.668,10 86
4. sonstige betriebliche Erträge 17.168.349,14 5.618
5. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -89.589.777,01 -104.895
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -83.120.862,55 -86.915
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -18.197.626,63 -17.847
- davon für Altersversorgung: 1.678.313,38 EUR (Vorjahr: 1.259 TEUR)
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -7.536.252,89 -10.913
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -61.058.568,08 -68.646
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 350.908,65 648
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen -1.895,97 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -687.009,00 -740
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.684.704,37 -1.963
13. Ergebnis nach Steuern 4.744.155,66 -1.011
14. sonstige Steuern -227.620,60 -361
15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 4.516.535,06 -1.372
16. auf nicht beherrschende Anteile entfallender Verlust 82.730,75 33
17. Jahresüberschuss/-fehlbetrag (ohne Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile) 4.599.265,81 -1.339
18. Einstellung in die Gewinnrücklagen -2.272.109,29 -2.008
19. Gewinnausschüttung 0,00 -500
20. Gewinnvortrag 76.721.689,93 80.569
21. Konzernbilanzgewinn 79.048.846,45 76.722

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Konzernabschlusses

1. Allgemeine Angaben

Name des Mutterunternehmens: Herbert Kannegiesser GmbH
Sitz der Gesellschaft: 32602 Vlotho
Registergericht: Amtsgericht Bad Oeynhausen
Handelsregisternummer: HRB 3362

Die Herbert Kannegiesser GmbH hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften einen Einzelabschluss und als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 übt befreiende Wirkung gemäß § 264 Abs. 3 HGB für die folgenden einbezogenen inländischen Kapitalgesellschaften aus:

Pharmagg Systemtechnik GmbH, Hoya

Kannegiesser Augsburg GmbH, Augsburg

Kannegiesser Aue GmbH, Bad Schlema

KWK Komponentenwerk Kalletal GmbH, Kalletal

Der Konzernabschluss wurde auf den 31. Dezember 2021 aufgestellt. Dies ist der Stichtag der Jahresabschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Unternehmen.

2. Angaben zum Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogen. Eine Zusammenstellung der in den Konzernabschluss der Herbert Kannegiesser GmbH einbezogenen Gesellschaften und des gesamten Beteiligungsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB ergibt sich aus der folgenden Übersicht:

Gesellschaft Kurzform Sitz Beteiligung in %
Unmittelbare Beteiligungen: Pharmagg Systemtechnik GmbH Pharmagg Hoya 100,00
Kannegiesser Augsburg GmbH Ka-Augsburg Augsburg 100,00
Kannegiesser Aue GmbH Ka-Aue Bad Schlema 100,00
Komponentenwerk Kalletal GmbH KWK Kalletal 100,00
Kannegiesser ETECH Inc. Ka-USA Grand Prairie/USA 100,00
Kannegiesser Italia S.R.L. Ka-Italia Mailand/Italien 100,00
Kannegiesser France S.A.S. Ka-France Nanterre/Frankreich 100,00
Kannegiesser Kundenservice Schweiz GmbH Ka-Schweiz Wohlen/Schweiz 100,00
Herbert Kannegiesser Gesellschaft m.b.H. Ka-Österreich Wien/Österreich 100,00
Kannegiesser UK Ltd. Ka-UK Banbury/Großbritannien 100,00
Kannegiesser Australia Pty. Ltd. Ka-Australia Sydney/Australien 100,00
Kannegiesser Espana S.L.U. Ka-Espana Barcelona/Spanien 100,00
Kannegiesser South-East Asia Ltd. Ka-SEA Bangkok/Thailand 49,99
Kannegiesser Benelux B.V. Ka-Benelux Andelst/Niederlande 100,00
Herbert Kannegiesser Laundry Equipment (Shanghai) Co., Ltd. Ka-China Shanghai/China 100,00
Mittelbare Beteiligungen (über Ka-USA):
Kannegiesser Canada Inc. Ka-Canada Montreal/Kanada 100,00
E-Tech, Inc. E-Tech Minneapolis/USA 100,00

3. Konsolidierungsgrundsätze

a) Allgemeine Grundsätze

In den Jahresabschlüssen der in die Konsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen wurden Vermögensgegenstände und Schulden einheitlich nach Maßgabe der für das Mutterunternehmen geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften bewertet.

b) Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse einbezogener Tochterunternehmen erfolgt für die Posten der Bilanz, mit Ausnahme des Eigenkapitals, mit den Mittelkursen zum Abschlussstichtag. Das gezeichnete Kapital, die Rücklagen und Ergebnisvorträge in fremder Währung wurden mit dem historischen Kurs im Zeitpunkt ihres Zugangs umgerechnet. Der Mittelkurs ergibt sich als Mittel aus Geld- und Briefkurs. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Die Differenz zwischen dem Jahresergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz wurde erfolgsneutral in den Rücklagen verrechnet.

c) Kapitalkonsolidierung und sonstige Konsolidierungsmaßnahmen

Die Kapitalkonsolidierung der bis zum 1. Januar 2002 erworbenen Tochtergesellschaften erfolgt in Anwendung des Artikels 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB nach der Buchwertmethode (im Sinne des § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F.). Als Zeitpunkt der Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Beteiligung entfallenden Eigenkapital dieser Unternehmen ist der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss gewählt worden. Mit Ausnahme der Ka-Österreich zum 1. Januar 2002 war dieser Zeitpunkt der 1. März 2001.

Die Kapitalkonsolidierung der folgenden Gesellschaften erfolgt nach der Neubewertungsmethode im Sinne von § 301 HGB:

Gesellschaft Erstkonsolidierungszeitpunkt
Kannegiesser UK Ltd. 01.05.2005
Kannegiesser Australia Pty. Ltd. 31.12.2006
Kannegiesser Espana S.L.U. 01.09.2007
Kannegiesser South-East Asia Ltd. 08.03.2011
Kannegiesser Canada Inc. 25.04.2012
Kannegiesser Benelux B.V. 14.06.2013
Komponentenwerk Kalletal GmbH 28.01.2015
Herbert Kannegiesser Laundry Equipment (Shanghai) Co., Ltd. 14.04.2015
E-Tech, Inc. 05.04.2017

Aus der Verrechnung von Beteiligungsbuchwerten und anteiligem Eigenkapital zu den jeweiligen Erstkonsolidierungsstichtagen haben sich aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt 20.171 TEUR ergeben, die als Geschäfts- oder Firmenwerte behandelt wurden und bereits in Vorjahren planmäßig und außerplanmäßig vollständig abgeschrieben wurden (vgl. Angaben zu Abschnitt II. Ziffer 1).

Daneben besteht aus Vorjahren ein weiterer aktiver Unterschiedsbetrag von 96.322,26 EUR als Saldo aus thesaurierten Gewinnen und aufgelaufenen Verlusten im Zeitraum zwischen Anteilserwerb bzw. Gründung und Stichtag der Erstkonsolidierung der jeweiligen Gesellschaft. Dieser in Summe aktive Unterschiedsbetrag ist offen mit dem Eigenkapital verrechnet worden (vgl. Angaben zu Abschnitt II. Ziffer 4).

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Ausleihungen und Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die Buchwerte der aus konzerninternen Lieferungen stammenden Vermögensgegenstände sind gemäß § 304 Abs. 1 HGB um Zwischengewinne bereinigt worden.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge sind ebenso mit den Zinsaufwendungen verrechnet worden.

Latente Steuern werden gemäß § 306 HGB in Zusammenhang mit Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Hierunter fallen auch latente Steuern auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz infolge von Erstkonsolidierungen (ohne Geschäfts- oder Firmenwert).

II. Erläuterungen sowie ergänzende Angaben zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagengitter.

Angesetzt werden ausschließlich entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens inklusive der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften. Diese werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger zeitanteiliger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung.

Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode, angesetzt. Die der Berechnung der Abschreibung zugrunde gelegte Nutzungsdauer wird jeweils unter Berücksichtigung betrieblicher Erfahrungen, des technischen Fortschritts und der wirtschaftlichen Veralterung ermittelt. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu 250,00 EUR werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand verbucht. Vermögensgegenstände mit Netto-Anschaffungskosten zwischen 250,00 EUR und 1.000,00 EUR, die von inländischen Konzerngesellschaften ab dem 1. Januar 2018 angeschafft wurden (bis 31. Dezember 2017 zwischen 150,00 EUR und 1.000,00 EUR), werden in einen Sammelposten eingestellt und in Anlehnung an die steuerliche Vorschrift des § 6 Abs. 2a EStG im Rahmen eines sogenannten Poolingverfahrens linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt worden. Soweit die Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen weggefallen sind, erfolgen entsprechende Zuschreibungen.

2. Umlaufvermögen

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt mit Anschaffungskosten oder den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) bzw. den voraussichtlichen niedrigeren Verkaufspreisen (Handelswaren) unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips Die Bewertung der unfertigen sowie fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten unter Einbezug von angemessenen Teilen der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten (inklusive des Werteverzehrs des Anlagevermögens). Dabei werden die Grundsätze der verlustfreien Bewertung und das Niederstwertprinzip beachtet. Hinsichtlich der vorgenommenen Zwischengewinneliminierung beim Vorratsvermögen wird auf die Angaben zu Abschnitt I. Ziffer 3 c) verwiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet; drohende Ausfälle werden wertberichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben bis auf einen Betrag von 6.375 TEUR (Vorjahr: 13.079 TEUR) sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben, mit Ausnahme eines Teilbetrages in Höhe von 484 TEUR (Vorjahr: 530 TEUR), ebenfalls eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Latente Steuern

Für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den handelsbilanziellen Wertansätzen (in der Handelsbilanz II) von Vermögensgegenständen und Schulden bzw. Rückstellungen werden für die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften künftige Steuerentlastungen (aktive latente Steuern) und künftige Steuerbelastungen (passive latente Steuern) berechnet. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt jeweils auf Basis der Steuersätze, die nach gegenwärtiger Rechtslage zum Realisationszeitpunkt für die jeweilige Gesellschaft gelten bzw. erwartet werden. Ergibt sich in der Gesamtbetrachtung der künftigen Steuerent- bzw. -belastungen ein Überhang aktiver latenter Steuern für die Gesellschaft, so werden diese in Ausübung des Wahlrechts nach §§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB und 298 Abs. 1 HGB nicht bilanziert.

Darüber hinaus werden latente Steuern nach § 306 HGB für künftige Steuerentlastungen und künftige Steuerbelastungen aufgrund temporärer Differenzen zwischen den steuerlichen und den handelsbilanziellen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Der Bewertung der latenten Steuern in Zusammenhang mit der Zwischenergebniseliminierung wird der maßgebliche Steuersatz desjenigen Unternehmens zugrunde gelegt, das die Lieferung oder Leistung empfangen hat.

Der Bilanzausweis aktiver latenter Steuern in Höhe von 1.970 TEUR (Vorjahr: 1.590 TEUR) betrifft ausschließlich aktive latente Steuern, die aus Konsolidierungsmaßnahmen resultieren (§ 306 HGB).

Bei einzelnen in- und ausländischen Gesellschaften des Konzerns ergeben sich insgesamt erwartete künftige Steuerentlastungen (aktive latente Steuern), die insbesondere aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden bei Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen resultieren. Diese aktiven latenten Steuern werden in Ausübung des geltenden Bilanzierungswahlrechts nicht aktiviert.

Erwartete künftige Steuerbelastungen einzelner Konzerngesellschaften in Höhe von insgesamt 284 TEUR (Vorjahr: 229 TEUR) werden in der Konzernbilanz als passive latente Steuern gesondert ausgewiesen.

4. Eigenkapital

Die Gewinnrücklagen haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

EUR
Gewinnrücklagen 01.01.2021 95.828.335,18
Zuführung aus dem Jahresüberschuss des Mutterunternehmens 2.445.000,00
Entnahme aus dem Gewinnvortrag Ka-France -172.890,71
Gewinnrücklagen 31.12.2021 98.100.444,47

Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 22. Dezember 2003 sind 50 v. H. des Jahresüberschusses des Mutterunternehmens (abgerundet auf volle Tausend EUR) für das Geschäftsjahr 2021 (= 2.445.000,00 EUR) in die Gewinnrücklage eingestellt worden.

Der Konzernbilanzgewinn hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

EUR
Konzernbilanzgewinn 01.01.2021 76.721.689,93
Konzernjahresüberschuss 2021 (ohne Fremdanteile) 4.599.265,81
Zuführung zur Gewinnrücklage Muttergesellschaft -2.445.000,00
Entnahme aus Gewinnrücklage Ka-France 172.890,71
Konzernbilanzgewinn 31.12.2021 79.048.846,45

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung ist folgender (in Summe) aktiver Ausgleichsposten mit dem Eigenkapital verrechnet worden:

EUR
Ka-Aue -174.630,38
Ka-USA 419.073,72
Ka-Italia -127.192,25
Ka-France 87.041,91
Ka-Australia -107.970,74
96.322,26

Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von -744.715,05 EUR entfällt auf die sich im Fremdbesitz befindlichen Anteile an der Ka-SEA (50,01 v. H.).

Die Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2021 der Ka-USA (inklusive Tochtergesellschaften), der Ka-Schweiz, der Ka-UK, der Ka-Australia, der Ka-SEA und der Ka-China wurden in der jeweiligen Landeswährung aufgestellt. Durch die Umrechnung in die Konzernwährung EURO zum Stichtagskurs haben sich hinsichtlich der Eigenkapitalanteile gegenüber den historischen Kursen negative Wechselkursdifferenzen in Höhe von -660.062,37 EUR (Vorjahr: -1.723 TEUR) ergeben. Diese werden in der Bilanz als Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

5. Rückstellungen

In den Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Wesentlichkeit mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Aufwendungen und Erträge aus der Aufzinsung bzw. der Abzinsung von Rückstellungen werden unter den "Zinsen und ähnlichen Aufwendungen" bzw. den "sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen" ausgewiesen.

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von fünfzehn Jahren berechnet. Vermögensgegenstände, die als Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen dienen, werden mit diesen Pensionsrückstellungen verrechnet. Der aus der Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach den Regelungen des BilMoG entstandene Unterschiedsbetrag zum 1. Januar 2010 wurde im Geschäftsjahr 2010 in Ausübung des Wahlrechts der Übergangsvorschrift des Artikels 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB vollständig aufwandswirksam erfasst und als außerordentlicher Aufwand ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen sind für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter bzw. deren Hinterbliebene gebildet. Die Pensionsrückstellungen entfallen nahezu vollständig auf die inländischen Konzerngesellschaften. Diese Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der PUC-Methode ("Projected-Unit-Credit-Method") berechnet. Hierbei werden neben den Annahmen zur Lebenserwartung auf der Grundlage der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" folgende Prämissen gesetzt:

Rechnungszins 1,87 % p. a.
Rentendynamik 1,00 % - 1,75 % p. a.

Die Rentendynamik ergibt sich aus Erwartungen hinsichtlich künftiger Rentensteigerungen.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 1.831 TEUR. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Beträge für erwartete Garantieleistungen, Haftungsverhältnisse, Überstundenabgeltung, ausstehende Eingangsrechnungen, ausstehende Gutschriften sowie Urlaubsverpflichtungen.

In den sonstigen Rückstellungen ist eine Rückstellung für Langzeitarbeitskonten enthalten. Zu dieser Verpflichtung bestehen Rückdeckungsversicherungen, die als Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu qualifizieren sind und mit der zugrunde liegenden Verpflichtung saldiert werden müssen. Dabei erfolgt die Verrechnung der Verpflichtung mit dem Zeitwert der Vermögensgegenstände.

Der Nettowert der Rückstellung für Langzeitkonten ergibt sich wie folgt:

31.12.2021
TEUR
Erfüllungsbetrag der rückgedeckten Langzeitarbeitskontenverpflichtung 3.624
abzüglich Zeitwert des Deckungsvermögens -3.624
0

Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Aktivwert (einschließlich enthaltener um Kosten saldierter Erträge) der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihren Nennbeträgen oder den höheren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Fremdwährungspositionen werden bei Zugang grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs angesetzt; gegebenenfalls sind Forderungen mit dem niedrigeren Wert und Verbindlichkeiten mit dem höheren Wert, wie er sich aus dem Kurs des Abschlussstichtages ergibt, bilanziert. Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wird im Rahmen der Folgebewertung stets der Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag angesetzt.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

bis zu einem Jahr mehr als 1 Jahr und weniger als 5 Jahre
31.12.2021 31.12.2020 31.12.2021 31.12.2020
EUR TEUR EUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.298.228,07 5.093 9.738.058,00 10.793
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.809.478,94 8.801 0,00 0
sonstige Verbindlichkeiten 12.824.958,20 12.574 0,00 0
28.932.665,21 26.468 9.738.058,00 10.793
mehr als 5 Jahre gesamt
31.12.2021 31.12.2020 31.12.2021 31.12.2020
EUR TEUR EUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.227.676,00 4.912 16.263.962,07 20.798
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0 11.809.478,94 8.801
sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0 12.824.958,20 12.574
2.227.676,00 4.912 40.898.399,21 42.173

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 16.112 TEUR (Vorjahr: 19.571 TEUR) besichert (Grundschulden sowie Sicherungsübereignungen von Vermögensgegenständen).

7. Bilanzvermerke und nicht aus der Bilanz ersichtliche finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB betreffen ausschließlich die Muttergesellschaft und setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 3.474 1.293

Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen derzeit nicht vor (§ 314 Abs. 1 Nr. 19 HGB).

Die Gesamthöhe der sonstigen zukünftigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB für die nächsten Jahre, die nicht in der Bilanz erscheinen und nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, setzen sich wie folgt zusammen:

2022 2023 2024 ff.
TEUR TEUR TEUR
Miet- und Pachtaufwendungen 2.397 1.647 6.013
Leasingaufwendungen 2.122 1.495 1.347

III. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

2021 2020
TEUR % TEUR %
Inland 55.278 23,23 78.603 27,15
Ausland 182.634 76,77 210.864 -72,85
237.912 100,00 289.467 100,00

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung betragen 3.597 TEUR (Vorjahr: 1.655 TEUR). Erträge aus öffentlichen Unterstützungsmaßnahmen zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie an die in- und ausländischen Konzerngesellschaften sind mit 7.268 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) enthalten. Periodenfremde Erträge sind in Höhe von 4.393 TEUR (Vorjahr: 3.879 TEUR) angefallen. Diese betreffen insbesondere Erträge aus der Minderung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie von Rückstellungen, für Erträge aus abgeschriebenen Forderungen und Erträge aus Versicherungsschäden.

3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

Der Vorjahresausweis enthält außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 2.663 TEUR auf Geschäfts- oder Firmenwerte.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung betragen 1.111 TEUR (Vorjahr: 5.076 TEUR).

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Es sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt 320 TEUR (Vorjahr: 420 TEUR) erfasst.

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/Latente Steuern

Der ausgewiesene Steueraufwand weicht von dem erwarteten Steueraufwand auf der Grundlage des Ergebnisses vor Steuern und dem Steuersatz der Muttergesellschaft ab. Ursächlich hierfür sind zum einen die vom Sitz und von der Rechtsform der einzelnen Tochtergesellschaften abhängigen Steuersätze, die der Besteuerung dieser Gesellschaften zugrunde zu legen sind. Diese Unternehmenssteuersätze variieren innerhalb des Konzerns zwischen 19 % und 30 %. Darüber hinaus sind zum anderen insbesondere auch steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen, steuerfreie Erträge, gewerbesteuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen und der Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge einiger Auslandsgesellschaften bei der Steuerberechnung zu berücksichtigen.

Der unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesene latente Steuerertrag beträgt 374 TEUR (Vorjahr: Steuerertrag 140 TEUR).

IV. Sonstige Angaben

1. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung des Mutterunternehmens, die ihr für die Wahrnehmung der Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen gewährt wurden, haben für das Geschäftsjahr 2021 insgesamt 1.171 TEUR (Vorjahr: 900 TEUR) betragen.

2. Die Anzahl der Mitarbeiter hat im Jahresdurchschnitt betragen:

gewerbliche Arbeitnehmer 682
Angestellte 913
1.595

3. Das als Aufwand berücksichtigte Honorar des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 (inklusive Auslagen) für die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse aller inländischen Tochtergesellschaften beträgt insgesamt 219 TEUR.

4. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 bestehen folgende schwebende Devisentermingeschäfte mit unterschiedlichen Fälligkeitsterminen von längstens bis zum 31. Oktober 2023 im Zusammenhang mit noch nicht bilanzwirksamen Außenhandelsgeschäften:

Währung Kontraktrahmen (Terminverkäufe)
US-Dollar 43.250 TUSD
Britische-Pfund 8.500 TGBP

Aufgrund der "mark-to-market"-Bewertung ergeben sich zum Stichtag positive Zeitwerte in Höhe von insgesamt 56 TEUR und negative Zeitwerte in Höhe von insgesamt 604 TEUR. Die negativen Zeitwerte wurden als Rückstellung zum 31. Dezember 2021 berücksichtigt.

4. Die Covid-19-Pandemie hat für unseren Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 zu massiven Umsatzrückgängen gegenüber den Vorjahren und den ursprünglichen Konzernplanungen geführt. Die Ergebnisprognosen für das Geschäftsjahr 2022 sind vom Anfang 2022 ausgebrochenen Ukraine-Krieg und dessen Folgen sowie dem Fortgang der Covid-19-Pandemie negativ beeinflusst.

Durch unsere gute Liquiditäts- und Kapitalausstattung, die Einleitung von Kostensenkungsmaßnahmen und die Beantragung weiterer staatlicher Unterstützungsprogramme konnten wir diese Phase auch im Geschäftsjahr 2022 gut überbrücken. Wir verweisen auf die Ausführungen im Konzernlagebericht (Abschnitt D. Prognosebericht).

 

Vlotho, den 10. Februar 2023

Martin Kannegießer, Geschäftsführer

Engelbert Heinz, Geschäftsführer

Tina Kannegiesser, Geschäftsführerin

Otto Burger, Geschäftsführer

Thomas Doppmeier, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Währungsschwankungen Zugänge
EUR EUR EUR
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.697.817,00 231.482,24 75.819,92
1.2 Geschäfts- oder Firmenwert 19.486.960,04 683.570,58 0,00
1.3 Anzahlungen 184.716,41 0,00 0,00
Summe 1.1 bis 1.3 41.369.493,45 915.052,82 75.819,92
2. Sachanlagen
2.1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 61.803.264,10 160.278,33 40.499,11
2.2 technische Anlagen und Maschinen 15.151.983,44 91.686,34 579.155,06
2.3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.297.156,59 310.000,90 2.381.658,27
2.4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.548.660,11 0,00 374.117,38
Summe 2.1 bis 2.4 125.801.064,24 561.965,57 3.375.429,82
3. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 68.864,00 0,00 6.009.405,58
Summe 1. bis 3. 167.239.421,69 1.477.018,39 9.460.655,32
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 79.338,32 0,00 22.084.457,48
1.2 Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 20.170.530,62
1.3 Anzahlungen -184.716,41 0,00 0,00
Summe 1.1 bis 1.3 -105.378,09 0,00 42.254.988,10
2. Sachanlagen
2.1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 381.936,29 0,00 62.385.977,83
2.2 technische Anlagen und Maschinen 88.263,28 -63.656,50 15.847.431,62
2.3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.218.183,32 -347.798,35 48.859.200,73
2.4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -2.583.004,80 -527.723,07 1.812.049,62
Summe 2.1 bis 2.4 105.378,09 -939.177,92 128.904.659,80
3. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 6.078.269,58
Summe 1. bis 3. 0,00 -939.177,92 177.237.917,48
kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Währungsschwankungen Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR EUR EUR
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.471.090,23 143.548,93 2.624.483,65
1.2 Geschäfts- oder Firmenwert 19.486.960,04 683.570,58 0,00
1.3 Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
Summe 1.1 bis 1.3 35.958.050,27 827.119,51 2.624.483,65
2. Sachanlagen
2.1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.174.336,11 121.173,41 1.646.425,03
2.2 technische Anlagen und Maschinen 13.166.731,08 49.954,75 550.004,39
2.3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.400.811,84 197.459,69 2.715.339,82
2.4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe 2.1 bis 2.4 75.741.879,03 368.587,85 4.911.769,24
3. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.161,56 0,00 1.895,97
Summe 1. bis 3. 111.705.090,86 1.195.707,36 7.538.148,86
kumulierte Abschreibungen
Umbuchungen Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -144.863,89 0,00 19.094.258,92
1.2 Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 20.170.530,62
1.3 Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
Summe 1.1 bis 1.3 -144.863,89 0,00 39.264.789,54
2. Sachanlagen
2.1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 29.941.934,55
2.2 technische Anlagen und Maschinen 0,00 -57.255,06 13.709.435,16
2.3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 144.863,89 -339.686,69 37.118.788,55
2.4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe 2.1 bis 2.4 144.863,89 -396.941,75 80.770.158,26
3. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 7.057,53
Summe 1. bis 3. 0,00 -396.941,75 120.042.005,33
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.990.198,56 5.226.726,77
1.2 Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
1.3 Anzahlungen 0,00 184.716,41
Summe 1.1 bis 1.3 2.990.198,56 5.411.443,18
2. Sachanlagen
2.1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.444.043,28 33.628.927,99
2.2 technische Anlagen und Maschinen 2.137.996,46 1.985.252,36
2.3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.740.412,18 9.896.344,75
2.4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.812.049,62 4.548.660,11
Summe 2.1 bis 2.4 48.134.501,54 50.059.185,21
3. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 6.071.212,05 63.702,44
Summe 1. bis 3. 57.195.912,15 55.534.330,83

Konzernkapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Die Finanzlage des Konzerns wird durch eine Kapitalflussrechnung nach dem deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 21 (DRS 21) des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e. V. (DRSC) dargestellt.

Der Finanzmittelfonds enthält folgende Posten:

2021 2020
TEUR TEUR
Flüssige Mittel 88.984 70.541
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (nur Kontokorrentkonten) -152 -1.227
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 88.832 69.314

Die Kapitalflussrechnung wird nach der indirekten Methode in drei Teilbereiche gegliedert:

Mittelzufluss/-abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit

Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit

Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit

2021 2020
TEUR TEUR
1.) Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 4.517 -1.372
2.) Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 7.538 10.913
3.) Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen (vor Aufzinsung; ohne Steuerrückstellungen) 3.541 -3.520
4.) Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitionstätigkeit oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 6.383 32.014
5.) Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitionstätigkeit oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.736 -6.013
6.) Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 535 18
7.) Zinsaufwand (nach Verrechnung Zinsertrag) 336 92
8.) Ertragsteueraufwand 3.685 1.963
9.) Ertragsteuerzahlungen 979 -4.401
10.) Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 31.250 29.694
11.) Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 6 71
12.) Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -76 -286
13.) Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.376 -5.070
14.) Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -6.009 0
15.) erhaltene Zinsen 343 643
16.) Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -9.112 -4.642
17.) Ausschüttung an Gesellschafter 0 -500
18.) Einzahlungen aus der Erhöhung von Finanzkrediten 792 3.220
19.) Auszahlung aus der Tilgung von Finanzkrediten -4.251 -4.633
20.) gezahlte Zinsen -367 -319
21.) Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -3.826 -2.232
22.) zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (Summe 10., 16. und 21.) 18.312 22.820
23.) wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands 1.206 -955
24.) Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 69.314 47.449
25.) Finanzmittelbestand am Ende der Periode 88.832 69.314

Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31. Dezember 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklagen andere Gewinnrücklagen Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2019 20.000.000,00 154.313,81 93.666.335,42 93.820.649,23
Konzernjahresfehlbetrag 2020 0,00 0,00 2.007.685,95 2.007.685,95
Gewinnausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2020 20.000.000,00 154.313,81 95.674.021,37 95.828.335,18
Konzernjahresüberschuss 2021 0,00 0,00 2.272.109,29 2.272.109,29
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2021 20.000.000,00 154.313,81 97.946.130,66 98.100.444,47
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Ausgleichsposten aus der Kapitalkonsolidierung Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2019 -96.322,26 -612.530,64 80.569.233,08 193.681.029,41
Konzernjahresfehlbetrag 2020 0,00 0,00 -3.347.543,15 -1.339.857,20
Gewinnausschüttung 0,00 0,00 -500.000,00 -500.000,00
Währungsumrechnung 0,00 -1.110.701,52 0,00 -1.110.701,52
Stand 31.12.2020 -96.322,26 -1.723.232,16 76.721.689,93 190.730.470,69
Konzernjahresüberschuss 2021 0,00 0,00 2.327.156,52 4.599.265,81
Währungsumrechnung 0,00 1.063.169,79 0,00 1.063.169,79
Stand 31.12.2021 -96.322,26 -660.062,37 79.048.846,45 196.392.906,29
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste
Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2019 48.088,98 -38.359,17 -616.285,60 -606.555,79
Konzernjahresfehlbetrag 2020 0,00 0,00 -32.594,68 -32.594,68
Gewinnausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 -32.402,47 0,00 -32.402,47
Stand 31.12.2020 48.088,98 -70.761,64 -648.880,28 -671.552,94
Konzernjahresüberschuss 2021 0,00 0,00 -82.730,75 -82.730,75
Währungsumrechnung 0,00 9.568,64 0,00 9.568,64
Stand 31.12.2021 48.088,98 -61.193,00 -731.611,03 -744.715,05
Konzerneigenkapital
Summe
EUR
Stand 31.12.2019 193.074.473,62
Konzernjahresfehlbetrag 2020 -1.372.451,88
Gewinnausschüttung -500.000,00
Währungsumrechnung -1.143.103,99
Stand 31.12.2020 190.058.917,75
Konzernjahresüberschuss 2021 4.516.535,06
Währungsumrechnung 1.072.738,43
Stand 31.12.2021 195.648.191,24

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Herbert Kannegiesser GmbH, Vlotho

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Herbert Kannegiesser GmbH, Vlotho, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Herbert Kannegiesser GmbH, Vlotho, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Herford, den 13. Februar 2023

PKF Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lutzke, Wirtschaftsprüfer

Horstmeier, Wirtschaftsprüfer

Die Gesellschafterversammlung der Herbert Kannegiesser GmbH hat in der Gesellschafterversammlung am 28. Februar 2023 den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 gebilligt.

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