Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 10543
Eingetragen
20.11.2002
Branche
Architekturbüros für Orts-, Regional- und LandesplanungArchitekturbüros für HochbauArchitekturbüros für Garten- und Landschaftsgestaltung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind Architekten und Ingenieursdienstleistungen auf Grundlage der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) und nach freier Vereinbarung sowie Tätigkeiten auf verwandten Gebieten wie die Projektentwicklung, das Kosten- und Terminmanagement, die Qualitätskontrolle, das Design sowie aller Leistungen, die zur Entwicklung, zur Vermarktung, zum Betrieb von Gebäuden, Außenanlagen und betriebstechnischen Anlagen gehören, einschließlich der Generalplanung sowie der Vertrieb solcher Leistungen. Gegenstand des Unternehmens sind weiterhin Ingenieurs- und Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Fabrik- und Prozessplanung, Pharmaplanung, Laborplanung, Masterplanentwicklung sowie der Vertrieb solcher Leistungen. Gegenstand des Unternehmens ist weiterhin die Durchführung von Beratungsleistungen im Bereich der Entwicklung moderner Arbeitslandschaften und zur Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Unternehmensentwicklung, Unternehmensstrategie und Change-Management sowie der Vertrieb solcher Leistungen. Gegenstand des Unternehmens ist ferner der Erwerb von Gesellschaften, die Beteiligung an Gesellschaften sowie alle dazu erforderlichen Maßnahmen einschließlich der Übernahme von Holdingfunktionen für Beteiligungsgesellschaften sowie die Gründung von Tochtergesellschaften. Gegenstand des Unternehmens ist schließlich der Vertrieb von Schulungen, Seminaren und Weiterbildungen zu Themen wie: Führung, Digitalisierung, Unternehmensentwicklung, Unternehmenskultur, Workshopmoderation und Persönlichkeitsentwicklung sowie der Vertrieb solcher Leistungen. Die Gesellschaft kann weiterhin Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Jochen Schumacher
seit 22.1.2026
Prokura
Maike Kranz
seit 22.1.2026
Prokura
Alexander Patt
seit 22.1.2026
Prokura
Prokura
Tobias Ell
seit 5.1.2018
Vorstandsmitglied
Tobias Bloemeke
seit 2.6.2017
Prokura
Prokura
Alexander Kochs
seit 16.5.2011
Prokura
Dirk Beyer
seit 16.5.2011
Prokura
Prokura
Norbert Schönbrod
seit 27.2.2007
Prokura
Jochen Renner
seit 20.11.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Carpus + Partner AGEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Carpus + Partner AG
Germany
25.200 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Carpus + Partner AG

Aachen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Unser Unternehmen

Generalplaner, Berater, Experten, Projektmanager und Realisierer unter einem Dach - das ist das Erfolgskonzept von Carpus+Partner. Unser Team setzt sich zusammen aus Architekten, technischen Planern, kreativen Designern und Konzeptionisten, Experten für Prozess- und Laboranlagen, für Nachhaltigkeit, neue Arbeitswelten und Smart Building sowie Change Manager und Organisationsberatern. Gemeinsam beraten, planen und entwickeln wir Gebäude, die Wissen vermehren. Gebäude, die unsere Kunden in Ihrem Kerngeschäft erfolgreicher machen.

Was uns antreibt, ist das Bild einer hoffnungsvollen Zukunft mit all ihren Möglichkeiten. Das Herz unseres Unternehmens und unserer Firmengruppe sind unsere fast 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Individualität und Vielfalt unseres Teams mit unterschiedlichsten Berufsausbildungen, einzigartigen Kenntnissen und Erfahrungen sind die Basis außergewöhnlicher Ergebnisse. Wir begleiten Forschungs- und Entwicklungsbauten, sowie Produktions- und Bürogebäude von der ersten Idee bis zur Fertigstellung. Wir sind Partner der Life-Sciences- und Hightech-Industrie. Zu unseren Kunden zählen mittelständische und global operierende Pharma- und Biotech-Unternehmen, Unternehmen der forschenden Industrie sowie Hochschul- und Forschungsinstitute. In all unseren Projekten fließt unsere langjährige Erfahrung aus den Marktanforderungen der Pharma und Life-Science-, der Biotech-, der Automotive- und vielen weiteren Branchen ein.

Horizonte öffnen

Die wichtigste Ressource des 21. Jahrhunderts ist Wissen - der einzige Rohstoff, der sich bei Gebrauch vermehrt. Menschen entwickeln sich in unseren Gebäuden zu exzellenten Wissensproduzenten. Durch einen höchst kommunikativen Entwicklungsprozess entstehen "durchlässige" Räume, in denen Menschen begeistert zusammen arbeiten. Gemeinsam öffnen wir Horizonte und geben Impulse für neues Denken und neue Ideen. Unser Team arbeitet in der Entwicklung dieser zukunftsorientieren Gebäude mit den Mitarbeiter:innen, den Führungskräften und dem Top-Management unserer Kunden gemeinsam an einer noch besseren Lösung.

Mehrwert für unsere Kunden

Führende Unternehmen wissen genau, aus welchem Grund sie existieren - um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Ihr Erfolg basiert auf einem klaren Sinnverständnis. Gemeinsam mit unseren Kunden erwecken wir diesen Sinn zum Leben über ihre Strategie, ihre Organisation und ihre Kultur.

Wir machen den Unternehmenssinn und die Kultur sichtbar an den Orten, an denen die Mitarbeiter zusammen kommen um zu arbeiten. Diese Orte sollen unsere Kunden erfolgreicher machen. Sie vernetzen Menschen und fördern Offenheit, Kommunikation und Austausch. Sie bieten Möglichkeiten für ein Zusammenspiel, das Mehrwert und Erfolg der Unternehmen garantiert.

Innovation und Wachstum

Die Carpus+Partner AG konnte sich in den letzten Jahren von einem national zu einem international tätigem Beratungs- und Planungsunternehmen entwickeln. Als Berater, Experte und generalistischer Planer für die frühen Phasen komplexer internationaler Bauprojekte begleiten wir weltweit Projekte der Life-Science- und Hightech-Industrie von der ersten Idee bis zur Wertschöpfung der Immobilie.

Das Leistungsportfolio unserer Gesellschaft gliedert sich in die Geschäftsbereiche:

BUSINESS ®EVOLUTION

Gemeinsam mit unseren Kunden machen wir mit der Business ®Evolution Chancen sichtbar. Unsere Berater aus den Bereichen Next Business, Change Management und Creative Design entwickeln noch vor dem eigentlichen Projekt Ideen und Impulse für Arbeitslandschaften und Masterpläne, die die Kernprozesse unserer Kunden nachhaltig verbessern - Räume, die neue Ideen fördern, vernetzen und Wissen vermehren.

TECHNOLOGY+PROCESS

In besonderen Teilbereichen innovativer Bauprojekte ist exzellentes Expertenwissen gefragt. Es braucht tiefgehendes Know-how, wenn es um Laborberatung und -planung, Reinraumplanung, Pharma+Biotech, Clean Media, Automatisierung, Operational Excellence, Werks- und Produktionsentwicklung und BIM geht.

COOPERATIVE DESIGN

Unsere Generalplaner aus den Fachbereichen Architektur, Technische Gebäudeausrüstung und Energie+Bauphysik bündeln im Cooperative Design ihre Kompetenz in projektspezifischen, BIM-erfahrenen Planungsteams. Jedes dieser Teams wird durch einen unserer Projektmanager bis zur Ausführungsreife und darüber hinaus geführt.

REALIZATION

Im Rahmen der Objektüberwachung verstehen sich unsere Teams aus Spezialisten aller beteiligten Disziplinen als Sachverwalter des Bauherrn. Wir übernehmen die Überwachung und Überprüfung der ganzheitlich zu erbringenden Leistungen bis hin zur Übergabe. Neben der klassischen Objektüberwachung bieten wir in der Realization Construction Management Kompetenzen, IBM - Inbetriebnahme-Management und Value Engineering.

Die Carpus+Partner AG ist mit 229 fest angestellten Mitarbeiter:innen (2022: 210, 2021: 200, 2020: 201, 2019: 202) im Jahresmittel an sechs Standorten in Aachen, Frankfurt a. M., Köln, München, Berlin und Hamburg vertreten.

Die internationalen Projekte werden bei Bedarf durch lokale Partnerunternehmen in den jeweiligen Ländern unterstützt.

Die C+P Gruppe als Plattform

"Gemeinsam eine hoffnungsvolle Zukunft zu entwickeln" - Mit diesem Leitbild strebt die Carpus+Partner AG an, die bestehende Gruppe als Plattform, Ökosystem und Netzwerk eigenständiger Unternehmen aus verschiedenen Branchen rund um Arbeitswelten, Gebäude und Städte weiter zu entwickeln. Übergeordnetes Ziel ist es, Synergien zu schaffen, die Zukunftsfähigkeit der beteiligten Unternehmen zu stärken, kollektiven Erfolg zu fördern und resiliente Geschäftsmodelle für eine herausfordernde und dynamische Welt anzubieten.

Die Struktur unserer Unternehmensallianz basiert auf dem Grundgedanken der Behauptung gegenüber internationalen großen Unternehmen, des gemeinsamen Erfolgs und der Vernetzung. Die bisherigen direkten Beteiligungen der Carpus+Partner AG an anderen Unternehmen werden dabei in die beyond Beteiligungsgesellschaft überführt. Das erlaubt eine einheitliche Strategie und erleichtert das Kapitalmanagement sowie die Potentialentfaltung der einzelnen Gesellschaften.

Die Entscheidung, welche Firmen Teil des Netzwerkes und Ökosystems von "Beyond -Hopeful Future Ventures" werden, basiert auf einem sorgfältig kuratierten Auswahlprozess, der darauf abzielt, ein kohärentes, innovatives und zukunftsorientiertes Netzwerk zu schaffen. Dieser Prozess berücksichtigt mehrere Schlüsselkriterien, um sicherzustellen, dass neue Mitglieder nicht nur zum wirtschaftlichen Erfolg des Netzwerks beitragen, sondern auch dessen kulturelle Werte und die gemeinsame Vision einer hoffnungsvollen Zukunft teilen.

Die beyond GmbH hat 2024 die Lab.Circle GmbH gegründet. Bedingt durch die Erkenntnisse der Pandemie entsteht in Deutschland ein verstärkter Fokus auf Labore auch als Assetklasse für Projektentwickler. Diese Zielgruppe adressiert Die Lab.Circle GmbH. Der Zweck der Gesellschaft ist das Vermitteln von Forschungs- und Laborimmobilien (Absatzmittler) an Bedarfsempfänger (Kunden). Sie greift dabei auf eine mehr als 40-jährige Erfahrung in der Beratung, Planung und Entwicklung von Laborgebäuden zurück.

Darüber hinaus wurde analog mit Wirkung ab 2024 die Uniko GmbH gegründet. Die uniko wandelt die interne Akademie in eine Plattform, auf der Mitarbeiter:innen der Unternehmen im Verbund und Kunden:innen sich begegnen und Arbeitsrealitäten neu gestalten - proaktiv, kreativ, innovativ und nachhaltig.

Die formitas AG erbringt für die Carpus+Partner AG IT-Dienstleistungen und entwickelt sich zum Marktführer in der Digitalisierung der Baubranche in den Bereichen Building Information Modelling, Virtual Reality und Augmented Reality. Im Jahr 2023 konnte die formitas AG einen Jahresüberschuss von rund 244.961 € erzielen, im Vergleich zu 183.000 € im Vorjahr.

Die Bauteam GmbH ist seit Dezember 2019 Teil des Carpus+Partner Verbundes. Im Jahr 2023 konnte die Bauteam GmbH einen Jahresüberschuss von rund 167.261 € erzielen, im Vergleich zu 270.957 € im Vorjahr (2021: 199.000 €).

Die Carpus+Partner AG weist 2023 ein solides und stabiles deutlich zweistelliges Wachstum in einem außergewöhnlich herausfordernden Umfeld aus. Dieses Wachstum findet zum einen über ein Umsatzwachstum in der Kerngesellschaft u.a. auch durch die Entwicklung neuer Standorte (organisch) und zum anderen durch die Akquirierung weiterer Unternehmen für den Verbund (anorganisch) statt. Für dieses anorganische Wachstum schafft beyond eine Plattform, die nachhaltig den Erfolg der Gruppe garantieren wird.

Innovation und Wachstum

Im Zentrum all dieser Veränderungen stehen dabei die Bedürfnisse unserer Kunden auf der ganzen Welt - ihnen können wir in der neuen Aufstellung noch gezielter maßgeschneiderte Lösungen anbieten - und die Bedürfnisse unserer Mitarbeiter:innen - denn wir sind angewiesen auf die besten Talente am Markt. Wir stellen uns auch kulturell dem Wandel, indem wir unsere Unternehmenskultur an die neuen Herausforderungen anpassen. Die zunehmende Dynamik und die Herausforderungen am Markt erfordern ein hohes Innovationstempo sowie agiles, markt- und kundenorientiertes Handeln.

Gemeinsam mit den Mitarbeiter:innen haben wir eine neue Führungskultur entwickelt. Wir stärken den Unternehmergeist, werden agiler und schaffen mehr Raum für Innovationen. Wir fördern gezielt neue Methoden in der Entwicklung und interdisziplinäre Zusammenarbeitsmodelle. 2023 haben wir darüber hinaus den Fokus auf die Führungskräfte unserer mittleren Ebene gelegt und für diese das Schulungsprogramm Führung 2025+ initiiert.

Wir unterstützen erfolgversprechende Innovationen von Mitarbeiter:innen und externen Partnern und bringen sie zur Umsetzung in der C+P Gruppe. Zusätzliche Geschäftsideen entwickeln wir mit Innovationsplattformen und Quarterly Strategic Review Meetings. Den digitalen Wandel in unserem Verbund treiben wir übergreifend voran, machen Technologien erlebbar und fördern die vernetzte Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeiter:innen. Die Entwicklung von Innovationen zum Nutzen der Kunden ist ein Hauptanliegen der Carpus+Partner AG.

2023 haben wir unser Unternehmen und unsere Prozesse darüber hinaus immer weiter digitalisiert und unsere Medien- und Videokonferenztechnik an allen Standorten fortwährend aktualisiert. Unseren holistischen Data-Lake, den wir seit 2021 mit allen relevanten Informationen und Daten befüllen, nutzen wir erfolgreich in der automatisierten Erstellung von Reportings und Analyse und zum Einsatz von KI. Der Fokus auf die Möglichkeiten und Chancen, die die künstliche Intelligenz bietet ist einer unserer strategischen Innovationsschwerpunkte.

Die Carpus+Partner AG bewahrt den Kern und schafft zugleich den einzelnen Business Units am Markt mehr unternehmerische Freiheiten. Sie lässt diese noch markt- und kundenorientierter werden und ermöglicht Kooperation und Kommunikation einfacher und schneller. Wir streben danach, nachhaltige Werte zu schaffen - für unsere Kunden:innen, unsere Mitarbeiter:innen und für die Gesellschaft, deren Teil wir sind. Wir gestalten die Zukunft, indem wir unsere weltweit gefragten Dienstleistungen, Innovationen und Technologien sowohl in der Life-Science-Industrie als auch in der Biotechnologie, der IT Branche, der Pharma Branche und der Automotive Branche erfolgreich weiterentwickeln.

Unsere agile und flexible Organisation - die Carpus Circle Communication - entwickeln wir permanent weiter mit dem Fokus für den wirtschaftlichen Erfolg der Zukunft. Denn um auf die hohe Dynamik des Umfeldes, der Märkte, der neuen Wettbewerber und Technologien reagieren zu können, brauchen wir eine Organisation, die schnelles Handeln ermöglicht. Die Reorganisation unseres Unternehmens und der Wechsel in der Führungsmannschaft von den Gründern in die neue Generation ist die konsequente Fortführung unserer Strategie: Die Carpus+Partner AG formiert sich technologisch, kulturell und strukturell bestmöglich für die Zukunft.

GESCHÄFTSJAHR 2023 IM ÜBERBLICK

Seit mehr als 40 Jahren behauptet sich die Carpus+Partner AG am Markt. In einer zunehmend unbeständigen Welt mit vielen Unwägbarkeiten liegt der Erfolg des Unternehmens in seiner Fähigkeit, zur permanenten Veränderung und zum Wandel.

Das Geschäftsjahr 2023 befindet sich mitten in einem der wahrscheinlich komplexesten Jahrzehnte dieser Generation. Mit dem Krieg in der Ukraine, dem Klimawandel und der ausklingenden Pandemie sowie dem Krieg im Gaza Streifen erleben wir eine noch nie dagewesene Gleichzeitigkeit mehrerer transformativer Krisen, die unsere Gesellschaft und die Wirtschaft fordern.

Diese beispiellosen globalen Herausforderungen und anspruchsvolle Zeit konnte die Carpus+Partner AG erfolgreich meistern, indem sich das Unternehmen schneller und stärker verändert hat als je zuvor. Die Carpus+Partner AG hat eine strategische komprimierte Transformation durchlaufen, die das Unternehmen sicher durch diese Krisen geführt hat. In diesem außergewöhnlich herausfordernden Umfeld ist es der Carpus+Partner AG gelungen, ihre Wachstumsdynamik mit einem deutlich zweistelligen Zuwachs aufrecht zu erhalten.

Die Carpus+Partner AG hat im Geschäftsjahr 2023 ein sehr gutes abstraktes bereinigtes Finanzergebnis erzielen können. In der Realität wurde dieses Ergebnis von vier wesentlichen Faktoren beeinflusst. Ohne die Faktoren 1. - 4. beläuft sich unser abstraktes bereinigtes EBIT (EBIT-(3.)) 2023 auf 2,07 Mio. EUR (2022: 3,47 Mio. EUR, 2021: 1,99 Mio. EUR)

1. Einflüsse des Kriegesin der Ukraine und den Nahostkonflikt

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat auf die Geschäftsentwicklung der Carpus+Partner AG folgende wesentliche Einflüsse gehabt:

Rohstoffknappheit: Der Krieg in der Ukraine hat zu einer Knappheit an bestimmten Rohstoffen wie Stahl und Kupfer geführt, die in der Bauindustrie benötigt werden. Dies hat zu steigenden Preisen für diese Materialien geführt und die Kosten für Bauprojekte in Deutschland erhöht. Die steigenden Kosten führten zu Unterbrechungen oder Beendigungen wesentlicher Projekte.

Unsicherheit und Verzögerungen: Die globale politische Instabilität und die Unsicherheit bezüglich der langfristigen Auswirkungen der Konflikte haben dazu geführt, dass viele Kunden der Carpus+Partner AG vorsichtiger und zurückhaltender geworden sind, was ihre Investitions- und Expansionspläne betrifft.

2. Einflüsse der Inflation

Die steigende Inflation hat verschiedene Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Carpus+Partner AG gehabt.

2.1 Höhere Kosten: Die steigende Inflation führte zu deutlich höheren Lohnforderungen der Mitarbeiter:innen neben den allgemein ansteigenden Kosten für Materialien und anderen Ressourcen. Die Entwicklung der Löhne wurde erst mit dem Jahreswechsel 23/24 vollzogen und kann dazu führen, dass die Carpus+Partner AG höhere Kosten für ihre Projekte hat und ihre Gewinnmargen verringert werden. Die höheren Kosten können auch dazu führen, dass die Preise für die von der Firma angebotenen Dienstleistungen steigen, was möglicherweise dazu führt, dass Kunden sich für günstigere Alternativen entscheiden. Die Fähigkeit, Preiserhöhungen an Kunden weiterzugeben, hängt stark von der Marktdynamik und der Wettbewerbsintensität ab. In einem hart umkämpften Markt könnte die Carpus+Partner AG auch in 2024 Schwierigkeiten haben, die gestiegenen Kosten vollständig zu kompensieren, ohne ihre Wettbewerbsfähigkeit zu beeinträchtigen.

2.2 Unsicherheit im Markt: Die hohe Inflation hat auch Unsicherheit im Markt geschaffen, da sich die Preise schnell ändern und vorsichtigere Investitionsentscheidungen die Nachfrage nach Dienstleistungen schwankend gestaltet haben.

2.3 Finanzierungsschwierigkeiten: Die hohe Inflation hat dazu geführt, dass Kredite und andere Finanzierungsmöglichkeiten teurer wurden.

3. Einflüsse der Risikoaktivaprojekte auf das Jahresergebnis 2023

Mit der Übergabe des Unternehmens in die nächste Generation (2016) und dem Wechsel in der operativen Unternehmensführung 2018 wurden auch diverse Risikoaktivaprojekte in der Bilanz übernommen.

Auf der Grundlage dieser anwaltlichen Bewertungen, in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat und aus der gegebenen kaufmännischen Vorsicht wurden im Jahresabschluss 2023 insgesamt die Abwertung und Berichtigung der genannten Risikoaktivaprojekte in Höhe von -0,41 Mio. EUR (2022: -2,48 Mio. EUR, 2021: -2.60 Mio. EUR) berücksichtigt. Das Ziel, bis 2024 die wesentlichen (juristischen) Einigungen in den o.g. Projekten herbeizuführen, konnte erreicht werden. Ziel ist es, bis 2025 alle (juristischen) Einigungen in den o.g. Projekten herbeizuführen.

Die Einflüsse der Restrisikoaktivaprojekte auf das Jahresergebnis 2024 sind somit als beherrschbar einzustufen.

4. Einflüsse der Corona Pandemie auf das Jahresergebnis 2023

Die Einflüsse der weltweiten Corona Pandemie sind von geringer Relevanz, nehmen 2023 weiterhin ab und zeichneten sich in Umsatzdefiziten in der ersten Jahreshälfte auf Grund von (zeitweiligen) Projektstopps in mehreren Großprojekten und diversen Personalausfällen auch in den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2023 ausklingend ab.

Unter Berücksichtigung der herausfordernden Situation und deren weltweiten Einflüsse und vor dem Hintergrund der notwendigen umfangreichen Einzelwertberichtigungen auf Grund der juristischen Entwicklungen und Einschätzungen der Risikoaktiva (2) ergibt sich ein EBIT für 2023 in Höhe von 1,662 Mio. EUR (2022: 1,439 Mio. EUR, 2021: 0,623 Mio. EUR) bei Umsatzerlösen von 38,69 Mio. EUR (Vorjahr 30,96 Mio. EUR).

In einem mehr als außergewöhnlich herausfordernden globalen Umfeld ist es uns gelungen, die Wachstumsdynamik mit einem deutlich zweistelligen Zuwachs aufrechtzuerhalten, ein solides wirtschaftliches Ergebnis zu erzielen und unser Unternehmen erheblich und nachhaltig weiter zu stabilisieren.

Wir haben einmal mehr bewiesen, wie robust unser Unternehmen ist - mit unserer klaren Strategie, großartigen Dienstleistungen und innovativen Technologien. Aber vor allem mit unserem großartigen Team.

Der folgende Bericht erläutert detailliert das Geschäftsjahr 2023. Die vorgelegten Zahlen basieren auf geprüften Jahresabschlüssen. Die Berichtsstruktur entspricht den im Rahmen der Übernahme des Unternehmens neu geschaffenen Geschäftsfeldern, -organisationen und -strukturen.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr 2022 um 0,3 % gesunken. Im Jahr 2022 hingegen war das preisbereinigte BIP um 1,8 % höher als im Vorjahr.

Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 lässt sich anhand der verfügbaren Daten als leicht rückläufig bewerten, da das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Die negative Wachstumsrate signalisiert eine Kontraktion der Wirtschaftstätigkeit, die auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden kann, darunter globale wirtschaftliche Unsicherheiten, Inflationsdruck, Energiepreisschwankungen oder strukturelle Herausforderungen in der deutschen Wirtschaft.

Ein leichter Rückgang des BIP deutet darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 mit Herausforderungen konfrontiert war und die Märkte derzeit sehr zurückhaltend und vorsichtig agieren.

• Globale wirtschaftliche Unsicherheiten:

• Inflationsdruck

• Energiepreise und -versorgung:

• Monetäre und fiskalpolitische Maßnahmen

• Strukturelle Veränderungen und Herausforderungen

• Rückgang der Außenhandelsleistung

• Auswirkungen von Pandemien oder anderen Krisen

Ertragslage

Die Pharma-, Life-Science- und Biotechnologiebranche sind die wesentlichen strategischen Absatzmärkte der Carpus+Partner AG. Sie spielen eine bedeutende Rolle in Deutschland.

Wirtschaftliche Bedeutung: Die pharmazeutische Industrie ist einer der größten und wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Viele namhafte Pharmaunternehmen haben ihren Hauptsitz oder bedeutende Produktionsstätten in Deutschland. Die Branche generiert hohe Umsätze und trägt zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei.

Innovation und Forschung: Deutschland ist international bekannt für seine Stärke in der biomedizinischen Forschung und Entwicklung. Viele renommierte Forschungsinstitute und Universitäten widmen sich der Erforschung neuer Medikamente, Diagnoseverfahren und medizinischer Technologien. Die Zusammenarbeit zwischen der akademischen Welt, der Industrie und staatlichen Institutionen fördert die Innovation und den Fortschritt in diesen Bereichen.

Export: Deutschland ist ein bedeutender Exporteur von pharmazeutischen Produkten, medizinischen Geräten und biotechnologischen Produkten. Die Qualität der deutschen Produkte und die Innovationskraft der Unternehmen haben dazu beigetragen, dass deutsche Unternehmen auf dem internationalen Markt erfolgreich sind.

Die Bedeutung der Pharma-, Life-Science- und Biotechnologiebranche in Deutschland wird voraussichtlich weiterhin wachsen, da der Bedarf an innovativen medizinischen Lösungen und die Entwicklung neuer Technologien zunehmen. Die deutsche Regierung unterstützt diese Branchen durch gezielte Förderprogramme, um die Forschung und Entwicklung zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen zu fördern. Dies hat zur Folge, dass die Investitionen in der Pharma-, Life-Science und Biotechbranche kontinuierlich steigen und dabei fast unabhängig von den vorab genannten Konjunktureinbrüchen sind. In der Chemischen Industrie zeigt sich dagegen eine flachere Wachstumsdynamik bei einer gleichzeitig stärkeren Abhängigkeit von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen. Die Wohnungsbaubranche und die Verwaltungs-/ Bürobaubranche erleben derzeit starke Einbrüche. Das konstant hohe Zinsniveau führt zu bedeutend höheren Kosten für die Finanzierung von Wohnungsbauprojekten, beeinträchtigt die Rentabilität der Projekts und erhöht die finanzielle Belastung für Entwickler oder Investoren. Die Erfahrungen aus der Pandemie und die Möglichkeit, Arbeitsplätze im Home-Office abzubilden, führen zu sinkenden Bedarfen im Bereich der Büroimmobilien.

Die Auftragslage der Carpus+Partner AG war und ist auf Grund ihrer strategischen Ausrichtung auf Forschungs- und Entwicklungsgebäude in den genannten Wachstumsmärkten Pharma, Life-Science und Biotechnologie stabil und wachsend.

Diese Entwicklung der Ertragslage spiegelt sich im Wachstum der Gesamtleistung wider. Die Gesamtleistung der Carpus+Partner AG in 2023 beträgt 38.2 Mio. (2022: 33,7 Mio. EUR, 2021: 27,6 Mio.) und ist auf Grund der hohen Marktanfrage um +13,1% gestiegen im Vergleich zum Vorjahreswert, trotz erhöhter fremdvergebender Eigenleistungen und gesteigerten Materialaufwand.

Unter Einbezug der sonstigen betrieblichen Erträge und des Materialaufwands ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Rohergebnis von 26,7 (2022:. 26,0 Mio. EUR, 2021: 22,8 Mio. EUR) und entsprechend ein Anstieg um 0,7 Mio. EUR bzw. +2,6 %.

Im Wesentlichen aufgrund der konstanten Entwicklung der eigenen Kapazitäten stiegen die Personalaufwendungen in 2023 gegenüber dem Vorjahr um +1,4 Mio. EUR auf 17,2 Mio. EUR (2022 15,8 Mio. EUR, 2021 14,3 Mio. EUR). Der geplante Personalzuwachs von ca. 10% wurde mit 229 Mitarbeitenden fast realisiert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gesunken und lagen 2023 bei 7,7 Mio. EUR (2022: 8,6 Mio. EUR, 2021: 7,7 Mio. EUR). Dieser Effekt resultiert vollumfänglich aus den unter Punkt 2 genannten, im Vorjahr erfolgten, Einzelwertberichtigungen auf die Forderungen der Risikoaktivaprojekte. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen entsprechen den Aufwendungen aus den Vorjahren.

Das Finanzergebnis stieg in 2023 auf +0,12 Mio. EUR aufgrund der höheren Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen trotz der konstant vorsichtigen Ausschüttungspolitik der CP Bauteam GmbH und ist damit höher als im Vorjahr (2022: -0,14 2021: -0,3 Mio EUR). Auf Grund der niedrigeren Zinsbelastung bedingt durch die Rückführung der Kredite ist das Finanzergebnis wie geplant in 2023 erstmalig positiv.

Nach der Ertragssteuer verbleibt somit ein Jahresüberschuss von 1,22 Mio. EUR (2022: 897 k EUR, 2021: 163 k EUR, 2020: 387 k EUR). Das entspricht einer Überschusssteigerung von +36 %.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen des Unternehmens konnte mit 1,40 Mio. EUR (2022: 1,33 Mio EUR 2021: 1,20 Mio EUR) erneut um ca. +4,2% gesteigert werden. Immaterielle Investitionen wurden als notwendige Ersatzinvestitionen getätigt, um strategisches (anorganisches) Wachstum möglich zu machen.

Das Finanzanlagevermögen hat sich im Rahmen der Gründung der beyond als Beteiligungsgesellschaft zum Aufbau der C+P Gruppe als Plattform strategisch geändert. So schafft die Carpus+Partner AG eine Grundlage für zukünftiges Wachstum.

Bei den in der Bilanz ausgewiesenen unfertigen Erzeugnissen, unfertigen Leistungen handelt es sich um in Arbeit befindliche Projekte, welche zu Herstellungskosten bewertet werden. Der Gesamtbestand hat sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 stichtagsbezogen um 0,5 Mio EUR auf 54,69 Mio. EUR (2022: 55,19 Mio EUR, 2021: 52,39 Mio EUR) reduziert.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen umfassen die bis zum 31.12.2023 zugeflossenen Kundenanzahlungen in Summe von 54,69 Mio. EUR (2022: 55,19 Mio. EUR, 2021: 52,10 Mio. EUR).

Die Passivseite weist 2023 einen Überhang i.H.v. 4,54 Mio. EUR aus (2022: 3,59 Mio. EUR)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sinken im Vorjahresvergleich von 11,3 Mio. EUR auf 9,2 Mio. EUR. und konnten insbesondere um alte und langwährende Forderungen reduziert werden. Dieser Trend ist als sehr positiv zu bewerten.

Dem Schätzrisiko der Durchsetzbarkeit streitbefangener Forderungen wurde durch Wertberichtigungen von 1,1 Mio. EUR (2022: 1,2 Mio. EUR) Rechnung getragen.

Die Carpus+Partner AG konnte ihren Kurs zur Stabilisierung der Gesellschaft konsequent weiterverfolgen und weist mit einer Bilanzsumme von 17,5 Mio EUR einen Kassenbestand von 5,8 Mio EUR aus.

Wir erreichen damit erstmalig eine handelsrechtliche Eigenkapitalquote von 21,2% (2022: 19,4 %, 2021: 19,1 %).

Die Pensions-, Steuer und sonstigen Rückstellungen betragen insgesamt 2,31 Mio. EUR (2022: 1,9 Mio. EUR; 2021: 2,4 Mio EUR).

Die Unterstützungskasse ist eine strategische belastbare Position zur Mitarbeiterbindung und umfangreich bilanziell berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Gründern bzw. ihren Erben in Höhe konnten von 1,6 Mio. EUR von 1,2 Mio EUR bereits 2022 reduziert werden. 2024 erfolgte nach dem Bilanzstichtag eine weitere Reduktion auf 0,9 Mio EUR.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenläufig zu den Rückstellungen mit 2,7 Mio. EUR leicht gegenüber dem Vorjahr (2022: 2,9 Mio. EUR, 2021: 2,4 Mio. EUR) reduziert.

Finanz- und Liquiditätslage

In 2023 bleibt die Finanzlage und Liquiditätslage trotz der schwierigen Wirtschaftslage gestärkt. Auf Basis dieser bestehenden Finanzsituation ist die Carpus+Partner AG in der Lage, sämtlichen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Darüber hinaus verfügtsie über exzidierende Kreditlinien in Höhe von insgesamt 2,0 Mio. EUR.

Der Kassenbestand erhöhte sich mit 5,81 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr deutlich (2022: 3,19 Mio. EUR, 2021: 0,66 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten konnten 2023 vollständig getilgt werden (2022: 1.00 Mio EUR, 2021: 2,50 Mio. EUR).

Pensionszusagen aus der Unterstützungskasse sind über 2 Solarunternehmen sowie dem Anlagendepot gesichert.

2023 wurde Finanz- und Liquiditäsberichtswesen der Carpus+Partner AG im Speziellen im Monitoring des Free-Cash-Flow weiter ausgebaut und optimiert.

In Bezug auf Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird auf den Anhang verwiesen.

Die Carpus+Partner AG konnte sich 2023 noch weiter stabilisieren und hat sich strategisch auf die neuen Marktherausforderungen ausgerichtet und das Unternehmen und die Gruppe für eine hoffnungsvolle Zukunft aufgestellt.

Zusammenfassung

Die Carpus+Partner AG konnte das Geschäftsjahr 2023 nutzen, um das Unternehmen erheblich und nachhaltig weiter zu stabilisieren.

• Wir verzeichnen einen hervorragenden Anstieg von 25% in unseren Umsatzerlösen während ein gestiegener Personalaufwand von 9% deutlich unser Wachstum zeigt.

• Die absolute Anzahl der bearbeiteten Projekte ist von 90 (2022) auf 81 (2023) gesunken. Das Volumen der Projekte ist dagegen signifikant gestiegen - der Trend geht deutlich zu Großprojekten.

• Wir konnten unseren Kurs zur Stabilisierung der Gesellschaft konsequent weiterverfolgen und weisen mit einer Bilanzsumme von 17,5 Mio EUR einen Kassenbestand von 5,81 Mio EUR aus. Wir erreichen damit erstmalig eine Eigenkapitalquote von ca. 21,2%.

• Unser Anlagevermögen (Finanzanlagen) ist auf Grund der strategischen Entscheidung, (anorganisches) Wachstum möglich zu machen, um ca. 4% gestiegen.

• Unsere Nettoforderungen aus den Risikoaktivaprojekten belaufen sich inzwischen nur noch auf eine Restsumme von unter 5 Mio EUR inkl. einer im Rahmen des Jahresabschlusses vollzogenen Wertberichtigung und Abschreibungen von 0,46 Mio EUR.

• Unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten wir insbesondere um alte und langwährende Forderungen reduzieren. Dieser Trend ist als sehr positiv zu bewerten.

• Die Verbindlichkeiten gegenüber den Banken konnten 2023 vollständig abgebaut und ein solides und verlässliches Liquiditätsmanagement aufgebaut werden.

• Unsere Unterstützungskasse als belastbare Position zur Mitarbeiterbindung ist mit 1,9 Mio zur Absicherung der Mitarbeiter umfangreich bilanziell berücksichtigt. Die Absicherung der Gründer ist zusätzlich in Höhe von 750 k EUR berücksichtigt.

Prognose

Die Bau- und Planungsindustrie befindet sich mitten in der größten Transformation ihrer Geschichte; und auch die Welt als Ganzes verändert sich mit einer erhöhten Dynamik. Nachhaltigkeit und insbesondere Umwelt- und Klimaschutz zählen zu den drängendsten Themen unserer Zeit. Digitalisierung und Umstellungen im globalen Handel verändern unser Geschäft und unser Unternehmen.

2023 konnte die Vorjahresprognose vollumfänglich erfüllt werden. Die Pharma-, Life-Science- und Biotechmärkte wachsen exponentiell und die Carpus+Partner AG erwartet auch 2024 sein sehr umsatz- und ergebnisstarkes Geschäftsjahr.

Während das Unternehmen ein organisches Mitarbeiterwachstum für das Geschäftsjahr 2024 von ca. +10% plant, ist zeitgleich ein anorganisches Wachstum über die Akquisition weiterer potentieller Unternehmen für den Verbund geplant.

In Bezug auf die Gesamtleistung, den Jahresumsatz, und das Jahresergebnis erwartet der Vorstand 2024 eine Steigerung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 vorbehaltlich der Entwicklung der genannten Krisen.

Die Carpus+Partner AG konnte 2023 ihre Planziele um +1,74 Mio. EUR Gesamtleistung übertreffen.

Die Gesamtleistung der Carpus+Partner AG soll 2024 von 36,4 Mio. EUR auf 40,6 Mio. EUR (2022: 33,75 Mio. EUR) gesteigert werden mit entsprechendem Einfluss auf den Jahresüberschuss.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns werden regelmäßig durch den Partnerkreis, in einer durch Führungskräfte in Schlüsselpositionen erweiterten Unternehmensleitungsrunde, den Aufsichtsrat und das interne Controlling analysiert. Die Partnerrunde ist dabei Teil des Risikomanagementsystems. Darüber hinaus erfolgen quartalsweise Review und Preview Meetings zu der Entwicklung und Verfolgung der Strategie unter Beteiligung aller Schwesterfirmen.

Durch das Vertragsmanagement und Controlling werden die Chancen und Risiken der einzelnen Projekte identifiziert, analysiert und im Schulterschluss mit dem Projektmanagement aktiv gesteuert. In der Partnerrunde werden regelmäßig Chancen und Risiken aus den unterschiedlichen Ebenen zusammengetragen und übergeordnet analysiert. Die wirtschaftliche Darstellung der Projekte erfolgt softwarebasiert; das Projektmanagement und Controlling ziehen diese Datengrundlage zur Bewertung der Projekte heran. Die Aufgabenverwaltung und Kapazitätsplanung wird bei wachsenden Projekten komplexer und anspruchsvoller. Carpus+Partner entwickelt die Tools hierfür permanent weiter, um jedem Mitarbeiter in seiner Rolle maximale Transparenz zu gewähren. Ergebnisveränderungen aufgrund von Plananpassungen werden so unmittelbar ersichtlich.

Nachfolgend werden die im Rahmen des Risikomanagements identifizierten und analysierten Chance und Risiken nach der Reihenfolge ihrer Bedeutung in absteigender Rangfolge aufgeführt:

Chancen

• Marktpositionierung und Expertisen: Die Carpus+Partner AG hat sich durch ihre einzigartige Kombination aus Generalplanung, Beratung, Expertise, Projektmanagement und Realisierung erfolgreich am Markt positioniert. Die tiefe Branchenkenntnis in Life-Sciences, Hightech-Industrie, Pharma, Biotech und darüber hinaus bildet eine solide Grundlage für weiteres Wachstum. Die Nachfrage nach spezialisierten Gebäuden, die Wissen vermehren und die Kerngeschäfte der Kunden unterstützen, dürfte weiter steigen, insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie nachhaltige und intelligente Gebäudelösungen.

• Innovationsführerschaft und Diversifikation: Die Fähigkeit zur Innovation, gekoppelt mit der Vielfalt und Expertise des Teams, ermöglicht es Carpus+Partner, neue Geschäftsfelder zu erschließen und bestehende Angebote zu erweitern. Die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit, neuen Arbeitswelten und Smart Building Technologien bietet Chancen für innovative Projekte und Partnerschaften.

• Globale und lokale Markttrends: Die globale Ausrichtung in Verbindung mit der Expertise in spezifischen lokalen Anforderungen versetzt Carpus+Partner in die Lage, von der Dynamik verschiedener Märkte zu profitieren. Der zunehmende Fokus auf Forschung und Entwicklung in der Life-Science- und Hightech-Industrie weltweit eröffnet zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten.

• Nachhaltigkeit: Die Klimakrise und die zunehmende Sensibilisierung für den Umweltschutz bieten Chancen für Unternehmen, die auf nachhaltiges Bauen und Design spezialisiert sind. Die Carpus und Partner AG wird davon profitieren, indem sie sich auf nachhaltige Gebäude konzentriert, die energieeffizient sind und erneuerbare Energien nutzen. Die höheren Gebäudekosten führen ebenfalls zu einem die Chance, ihren Kunden in jedem der Projekte zu zeigen, wie die Zukunft von nachhaltigen und digitalisierten Gebäuden gestalten werden kann. Unsere Aufgabe ist klar: Zukunftsorientierte Gebäude, die Wissen vermehren, klimaneutral zu machen und zu digitalisieren.

• Digitalisierung: Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) bietet für Unternehmen wie Carpus+Partner AG, die Planungs- und Beratungsleistungen im Bereich von Forschungs- und Entwicklungsgebäuden anbieten, eine Vielzahl von Potenzialen und Chancen für die Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle: Effizienzsteigerung bei der Planung, Personalisierte Lösungen, Predictive Maintenance, Optimierung von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit u.a.. Insgesamt bietet der Einsatz von KI eine Vielzahl von Möglichkeiten für Carpus+Partner AG, ihre Geschäftsmodelle zu verbessern, indem sie effizientere, maßgeschneiderte und nachhaltigere Lösungen für ihre Kunden entwickeln und gleichzeitig ihre Betriebsabläufe optimieren.

• Wandel der Märkte: Die Einbrüche des Wohnungsbaumarktes und des Verwaltungsbaumarktes führen zu einer hohen Anzahl vergleichbarer Planungsunternehmen, die auf Grund der falschen strategischen Ausrichtung starke Umsatzeinbußen zu verzeichnen haben. Dies bietet die Chance der Verfügbarkeit von potentiellen Mitarbeiter:innen und/ oder Übernahmen.

• Forschung und Entwicklung: Die Pandemie hat auch die Notwendigkeit von Forschung und Entwicklung im Bereich der Gesundheitsversorgung und Biotechnologie verdeutlicht. Die Carpus und Partner AG ist auf die Entwicklung von Gebäuden spezialisiert, die diesen Sektoren dienen und kann somit von der gestiegenen Nachfrage nach solchen Gebäuden profitieren. Während die Wohnungsbaubranche stark von diesen Risiken beeinflusst wird, sind die Absatzmärkte der Carpus+Partner AG (Pharma, Life-Science, Biotech) nur geringfügig betroffen. Auch diese sind von den Lieferengpässen und den massiven Preisanstiegen beeinflusst. Die Projekte werden aber nicht unterbrochen. Die Pandemie hat zu einem globalen Boom in den Absatzmärkten der Carpus+Partner AG geführt. Die Nachfrage am - auch internationalen - Markt ist groß. Daraus entsteht die Chance für ein organisches und ein anorganisches Wachstum.

Risiken

• Globale Unsicherheiten und wirtschaftliche Schwankungen: Die anhaltenden globalen Herausforderungen, einschließlich geopolitischer Spannungen, des Klimawandels und der Folgen von Pandemien, führen zu Marktunsicherheiten. Diese Unsicherheiten können Investitionsentscheidungen in den Kernbranchen von Carpus+Partner beeinträchtigen und sich auf die Projektvergabe auswirken. Dies betrifft insbesondere die laufenden Großprojekte.

• Wettbewerbsintensität: Trotz der starken Marktposition könnte die Carpus+Partner AG mit zunehmendem Wettbewerb konfrontiert sein, insbesondere mit dem Aufkommen neuer Technologien und Anbieter. Dies führt zu Druck auf die Margen und betont die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Innovation und Differenzierung.

• Abhängigkeit von Schlüsselindustrien: Die starke Fokussierung auf die Life-Sciences- und Hightech-Industrie birgt das Risiko einer übermäßigen Abhängigkeit. Sollten diese Sektoren von wirtschaftlichen Abschwüngen oder disruptiven Veränderungen betroffen sein, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von Carpus+Partner haben.

• Liquidität: Eine zunehmende Anzahl von Unternehmen in Deutschland erstrebt Zahlungsziele jenseits von 90+ Tagen. Dies erfordert zunehmend auch ein Umdenken in der Projektfinanzierung, um einer zunehmenden Belastung des Working Capitals unserer Gesellschaft zu begegnen.

• Preissteigerungen: Die Kombination aus Klimakrise und den geopolitischen Krisen kann weiterhin zu einem Hochpreisniveau bei Materialien und Ressourcen führen, die für die Entwicklung von Gebäuden benötigt werden. Wenn die Preise steigen, könnte dies zu höheren Kosten für die Carpus + Partner AG führen, was ihre Gewinnmargen beeinträchtigen könnte. Zinsrisiken der Kunden haben darüber hinaus weiteren wesentlichen Einfluss auf Preissteigerungen.

Die Carpus+Partner AG erbringt ihre Leistungen gegenüber einer Vielzahl namhafter Unternehmen. Naturgemäß variieren die jeweiligen Projektvolumina beträchtlich, wodurch sich je nach Projektumfang erhöhte Risiken im Finanzierungsbereich ergeben können. Diesem Umstand trägt die Gesellschaft durch ihr aktives Projekt- und Anzahlungsmanagement Rechnung. Im Bereich des Forderungsmanagements werden auch die Ausfallrisiken regelmäßig analysiert und Maßnahmen abgeleitet.

• Cybersecurity und IT Sicherheit: Die IT Sicherheit sowie der regelkonforme Umgang mit den Compliance- und Datenschutzvorgaben wird einer monatlichen regelmäßige Risikobewertungen in Reportings an den Vorstand und die Partnerrunde unterzogen.

• Streitbehaftete Projekte: Im Falle von streitbefangenen Projekten besteht ein bedeutsames Risiko in Bezug auf die Begleichung unserer jeweiligen Schlussrechnungsforderung. Im Falle von juristischen Auseinandersetzungen können sich hierbei erhebliche Zahlungsverzögerungen ergeben, die unsere Finanzlage deutlich belasten können. Wir begegnen diesem Risiko durch ein enges Monitoring, frühzeitige Gesprächsführungen sowie zeitnahe juristische Einbindung und ein besseres Vertragswesen, das wir in den letzten Jahren aufgebaut haben.

Es ist wichtig zu beachten, dass es sich bei den genannten Faktoren um mögliche Chancen und Risiken handelt und dass die Auswirkungen auf die Carpus und Partner AG von vielen Faktoren abhängen. Um sich auf die sich verändernden Bedingungen einzustellen, ist es wichtig, dass das Unternehmen die wirtschaftlichen Trends genau beobachtet und gegebenenfalls Anpassungen vornimmt.

Leistungsindikatoren

Die Leistungsindikatoren der Carpus+Partner AG hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. den spezifischen Projekten, ihren Kunden und internen Geschäftsbetrieb:

1. Umsatzwachstum

Ein Anstieg des Gesamtumsatzes für das Jahr 2024 ist ein Indikator für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Ein höherer Umsatz wird angestrebt durch die Gewinnung neuer Kunden und den Ausbau der bestehenden Kundenbeziehungen sowie den kontinuierlichen Aufbau der Kapazitäten und des Teams.

2. Kundenbindung

Eine hohe Kundenzufriedenheit und Kundenbindung ist essentiell für die Carpus+Partner AG. Ein starkes Engagement und eine langfristige Zusammenarbeit mit Kunden weisen darauf hin, dass die Carpus+Partner AG in der Lage ist, hochwertige Dienstleistungen zu erbringen und Kundenbedürfnisse zu erfüllen.

3. Projektperformance:

Die erfolgreiche Durchführung von Projekten ist einer wichtiger Leistungsindikator. Die Erfüllung von Projektzielen innerhalb des geplanten Budgets und Zeitrahmens zeigt, dass die Carpus+Partner AG in der Lage ist, komplexe Projekte effektiv zu managen und zu realisieren. Die Projektperformance wird aus diesem Grund regelmäßig in den Projektwerkstätten und durch das Projektcontrolling verfolgt.

4. Mitarbeiter:innenzufriedenheit und -begeisterung

Die Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeiter:innen ist ist die Grundlage für den Erfolg der Carpus+Partner AG. Ziel ist es, ein zukunftsorientierte, sinnstiftendes, attraktives und herausforderndes Arbeitsumfeld zu schaffen und Talente zu halten.

5. Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein zukunftsgestaltender und wesentlicher Aspekt für die Carpus+Partner AG. Unser Fokus auf nachhaltige Bauweise und Design weist klar darauf hin, dass das Unternehmen in der Lage ist, ökologische Verantwortung zu übernehmen und sich den Herausforderungen der Klimakrise zu stellen. Zu den wesentlichen Indikatoren zählen:

• Energieeffizienz: Ein Kernelement in der Nachhaltigkeit ist die Energieeffizienz von Gebäuden, die von der Carpus+Partner AG entwickelt werden. Dies kann durch die Integration von erneuerbaren Energien und energieeffizienten Technologien, wie beispielsweise Wärmerückgewinnung, erreicht werden.

• Nachhaltige Materialien: Die Verwendung von nachhaltigen Materialien ist ebenfalls ein bedeutsames Puzzlestück in der gesamtheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie. Die Carpus+Partner AG wird u.a. die Verwendung von Materialien, die umweltfreundlich hergestellt werden, oder Materialien, die recycelbarsind, priorisieren.

• Umweltfreundliche Logistik: Die Reduzierung der Umweltbelastung durch die Logistik, die bei der Entwicklung von Gebäuden anfällt, ist ein weiterer Baustein in der Nachhaltigkeitsagenda. Hierzu gehört beispielsweise die Reduzierung von Transportwegen, der Einsatz von umweltfreundlichen Transportmitteln oder eine effiziente Logistikplanung.

• Nachhaltiges Geschäftsmodell: Schließlich ist ein nachhaltiges Geschäftsmodell auf der Grundlage der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) Kriterien bzw. der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) eine notwendige strategische Basis für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Carpus+Partner AG.

6. Digitalisierung

Digitalisierung und vor allem die Nutzung der Potentiale, die durch den Einsatz von K.I. entstehen sind wesentlicher Bestandteil der strategischen Agenda der Carpus+Partner AG. Darunter zählen:

• Implementierung von K.I.: Ziel der Carpus+Partner AG ist es, die Potential und Chancen, die sich durch den Einsatz künstlicher Intelligenz bieten umfangreich in allen Geschäftsfeldern zu heben.

• Nutzung von Daten: Die Fähigkeit, Daten zu sammeln, zu analysieren und zu nutzen, schafft eine essentielle Grundlage. Die Carpus+Partner AG strebt an, noch mehr Daten zu Kundenpräferenzen, Projektperformance oder Mitarbeiterzufriedenheit zu sammeln und zu analysieren, um ihre Geschäftsentscheidungen zu verbessern.

• Digitalisierung von Dienstleistungen: Die Carpus+Partner AG wird auch weitere digitale Dienstleistungen anbieten, die die Interaktion mit Kunden und Partnern erleichtern und verbessern. (Smart Building)

• Digitalisierung des Geschäftsmodells: Schließlich ist die Digitalisierung des Geschäftsmodells ein Indikator für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

Strategische Ziele 2024

Erfolgreiche Projekte und Beratungsmandate, klare Wettbewerbsvorteile in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung (Künstliche Intelligenz) sowie zukunftsfähige Geschäftsprozesse - aufbauend auf einer starken Unternehmenskultur, in der enge Zusammenarbeit und Gestaltungsspielräume für die Mitarbeitenden im Mittelpunkt stehen, sichern uns unsere Zukunft.

Dazu hat die Carpus+Partner AG konkrete strategische Maßnahmen, Projekte und Initiativen formuliert, die Bestehendes optimieren (1. Optimizer), Prozesse und Geschäftsmodelle verändern (2. Transformer) oder im Zweifel sogar vollständig auf den Kopf stellen (3. ReInventer).

Das Unternehmen gestaltet diese strategischen Maßnahmen, Projekte und Initiativenund seine Zukunft auf der Grundlage unseres langfristigen strategischen Rahmens, der auf seinem Unternehmenszweck und seinen Werten basiert:

Resilienz

Wir befinden uns mitten in einem der wahrscheinlich turbulentesten Jahrzehnte unserer Generation. Unser Ziel ist es, die Resilienz und die Vielfalt unseres Unternehmens und unseres Verbundes noch weiter und breiter auszubauen, um widerstandsfähiger und stärker aus diesen anspruchsvollen Zeiten herauszugehen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz zählen zu den drängendsten Themen unserer Zeit. Diesen Herausforderungen stellen wir uns. Wir wollen mit unserem eigenen Handeln Maßstäbe für eine hoffnungsvolle Zukunft setzen.

Digitalisierung

Digitalisierung ist ein entscheidender Baustein unserer Agenda für ganzheitliches Wachstum und somit für die Zukunft der Carpus+Partner AG. Die Grundlage für unsere ReInvention bildet ein starker digitaler Kern, der dabei hilft, sinnorientiertes Wachstum voranzutreiben und unsere Projekte zu optimieren.

Mensch und Führung (Kultur)

Unsere Talentstrategie und Mitarbeitenden stehen im Zentrum der ReInvention. Wir betrachten die persönliche Weiterentwicklung eines jeden einzelnen Mitarbeitenden und im speziellen unserer Führungskäfte als eine unserer Kernkompetenzen und bauen diese weiter raus.

Struktur und Organisation

Unsere strategische ReInvention macht nicht vor Bereichsgrenzen halt und bricht Silos auf. Wir bauen unsere Organisation noch schneller und agiler aus. Unsere Veränderung und deren Begleitung (Change-Management) ist ein fortlaufender Prozess. Sie ist nicht in sich geschlossen, sondern eine Kernkompetenz, die wir fortwährend anwenden und immer weiter ausbauen.

In einer Zeit des kontinuierlichen Wandels und herausfordernder Märkte müssen wir alsUnternehmen schnell analysieren, denken, entscheiden und überlegt handeln.

 

Aachen, 10.05.2024

gez. Tobias Ell, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.389.593,55 1.333.039,39
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 82.359,61 52.504,61
II. Sachanlagen 225.966,36 286.604,36
1. technische Anlagen und Maschinen 43.170,59 57.367,59
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 182.795,77 229.236,77
III. Finanzanlagen 1.081.267,58 993.930,42
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 580.759,43
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.000,00
3. Beteiligungen 32.542,85 551.444,93
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 130.000,00 130.000,00
5. Sonstige Finanzanlagen 332.965,30 312.485,49
B. Umlaufvermögen 15.789.632,57 15.944.776,26
I. Vorräte 0,00 0,00
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 54.688.960,93 55.190.522,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.976.941,90 12.750.287,20
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 51.214,75
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 248.272,67 494.831,13
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 14.976,75 13.392,01
3. sonstige Vermögensgegenstände 9.677.454,48 12.255.456,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.812.690,67 3.194.489,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 364.984,97 240.998,06
Summe Aktiva 17.544.211,09 17.518.813,71

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.712.759,90 3.394.543,09
I. ausgegebenes Kapital 281.750,00 281.767,00
1. Gezeichnetes Kapital 281.767,00 281.767,00
2. eigene Anteile -17,00 0,00
II. Kapitalrücklage 225.926,79 225.926,79
III. Gewinnrücklagen 1.935.458,35 1.936.036,35
IV. Bilanzgewinn 1.269.624,76 950.812,95
davon Gewinnvortrag 49.158,55 253.531,77
B. Rückstellungen 2.312.087,94 1.860.773,03
C. Verbindlichkeiten 11.519.363,25 12.259.831,59
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.005.222,37
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 1.005.222,37
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.259.056,10 1.258.891,87
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.259.056,10 1.258.891,87
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 149.179,79
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 149.179,79
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 352.834,04 274.678,14
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 352.834,04 274.678,14
5. sonstige Verbindlichkeiten 9.758.293,32 9.721.039,21
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.723.054,46 7.733.061,59
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.035.238,86 1.987.977,62
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 3.666,00
Summe Passiva 17.544.211,09 17.518.813,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 26.683.144,91 25.999.047,03
2. Personalaufwand 17.228.808,92 15.803.886,66
a) Löhne und Gehälter 14.237.045,24 13.107.799,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.991.763,68 2.696.087,54
davon für Altersversorgung 384.969,26 353.954,99
3. Abschreibungen 102.885,97 136.708,38
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 102.885,97 136.708,38
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.681.121,67 8.608.338,88
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 985,76 1.451,54
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 5.803,00
5. Erträge aus Beteiligungen 221.204,16 163.635,69
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 9.497,18 8.530,16
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 138.004,22 38.212,64
8. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) 11.184,18 12.265,28
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 236.332,94 344.910,70
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 17.809,00 18.350,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 563.201,58 395.326,70
11. Ergebnis nach Steuern 1.228.315,21 907.988,92
12. sonstige Steuern 7.849,00 10.707,74
13. Jahresüberschuss 1.220.466,21 897.281,18
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 49.158,55 253.531,77
15. Einstellungen in Gewinnrücklagen 200.000,00
a) in andere Gewinnrücklagen 200.000,00
16. Bilanzgewinn 1.269.624,76 950.812,95

Anhang zum 31. Dezember 2023

Carpus+Partner AG, Aachen

1. Allgemeine Angaben

Die Carpus+Partner AG wird beim Handelsregister Aachen unter der Nummer HRB 10543 geführt. Sitz der Gesellschaft ist Forckenbeckstraße 61 in 52074 Aachen.

Der Jahresabschluss der Carpus+Partner AG, Aachen, wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Darstellung der Bilanz erfolgte entsprechend den in § 266 Abs. 2 und 3 HGB geregelten Gliederungsvorschriften.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Um eine klare Darstellung zu gewährleisten, wurde in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung weitgehend auf Zusatzvermerke verzichtet und stattdessen der gesonderte Ausweis im Anhang gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden die handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften beachtet.

Für das Geschäftsjahr 2023 wurden keine Abweichungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres durchgeführt.

Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HBG wurden bei der Erstellung des Anhangs teilweise in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft geht von der Fortführung des Unternehmens aus.

2. Bilanz

2.1. Aktivseite

Das Anlagevermögen wurde zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Das abnutzbare Anlagevermögen wurde um planmäßige, lineare Abschreibungen gemindert. Dabei wurden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

• entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2 - 5 Jahre
• technische Anlagen und Maschinen 2 - 20 Jahre
• andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 50 Jahre.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von 150,00 € bis 1.000,00 € wurde in den Jahren 2015 - 2018 jeweils ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird linear mit 20 % jährlich abgeschrieben. In 2018 wurde die neue Wertgrenze von 250,00 € bis 1.000,00 € für den Sammelposten angewendet. Seit 2019 wird die Sofortabschreibung für jedes einzelne Wirtschaftsgut mit einem Anschaffungswert von 250,01 € bis 800,00 € ausgeübt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 250,00 € werden sofort aufwandswirksam erfasst. Von dem Grundsatz der Einzelbewertung wird insoweit abgewichen.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden bei Vorliegen voraussichtlich dauernder Wertminderungen vorgenommen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgten bis zu den Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestanden.

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Einzelnen ist in dem nachfolgenden Anlagengitter dargestellt:

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2023
EURO
Zugänge
EURO
Zuschreibungen
EURO
Abgänge
EURO
Umbuchungen
EURO
31.12.2023
EURO
I. Immat. Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 604.000,06 € 59.106,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 663.106,06 €
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 306.991,08 € 1.368,07 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 308.359,15 €
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 748.852,63 € 11.628,90 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 760.481,53 €
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
1.055.843,71 € 12.996,97 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 1.068.840,68 €
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 € 60.808,10 € 0,00 € 0,00 € 519.951,33 € 580.759,43 €
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 € 5.000,00 € 0,00 € 0,00 € 5.000,00€ 5.000,00 €
3. Beteiligungen 551.444,93 € 1.049,25 € 0,00 € 0,00 € - 519.951,33 € 32.542,85 €
4. Ausleihungen 130.000,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 130.000,00 €
5. Wertpapiere des Amöagevermögens 312.485,49 € 20.479,81 € € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 332.965,30 €
993.930,42 € 87.337,16 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 1.081.267,58 €
2.653.774,19 € 159.440,13 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 2.813.214,32 €
Abschreibungen Buchwert
01.01.2023
EURO
Zuführungen
EURO
Auflösungen
EURO
31.12.2023
EURO
31.12.2023
EURO
31.12.2022
EURO
I. Immat. Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 551.495,45 € 29.251,00 € 0,00 € 580.746,45 € 82.359,61 € 52.504,61 €
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 249.623,49 € 15.565,07 € 0,00 € 265.188,56 € 43.170,59 € 57.367,59 €
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 519.615,86 € 58.069,90 € 0,00 € 577.685,76 € 182.795,77 € 229.236,77 €
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
769.239,35 € 73.634,97 € 0,00 € 842.874,32 € 225.966,36 € 286.604,36 €
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 580.759,43 € 0,00 €
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 5.000,00 € 0,00 €
3. Beteiligungen 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 32.542,85 € 551.444,93 €
4. Ausleihungen 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 130.000,00 € 130.000,00 €
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 332.965,30 € 312.485,49 €
0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 1.081.267,58 € 993.930,42 €
1.320.734,80 € 102.885,97 € 0,00 € 1.423.620,77 € 1.389.593,55 € 1.333.039,39 €

An folgenden Gesellschaften ist die Carpus+Partner AG, Aachen, mit mindestens 20 % beteiligt:

Gesellschaft Höhe des Anteils
in %
Eigenkapital 31.12.2023
Ergebnis im Geschäftsjahr
formitas AG, Aachen 50,00 * 858.770,73 244.961,47
Carpus+GAL GbR, Aachen 50,00 295.980,88 52.079,84
Fotovoltaik Königswinter GbR, Aachen 90,00 64.923,62 -12.426,87
CP Bauteam GmbH, Aachen 50,10 518.966,41 167.261,24
beyond hopeful future ventures GmbH i.Gr., Aachen 100,00 50.000,00

* Auf einen Ausweis der Mehrheitsanteile wird aufgrund der Darstellungsstetigkeit verzichtet.

Aufgrund des in 2023 erfolgten Erwerbes von 0,10 % der Aktien an der CP Bauteam GmbH, Aachen, sind im folgenden bestehende Ansprüche unter den Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen, die bis 2022 noch als Beteiligungsansprüche ausgewiesen wurden.

Die Beteiligung an der selfcon GbR wurde zum 31.12.2022 gekündigt.

Die Vorräte beinhalten unfertige Leistungen, die zu Herstellungskosten bewertet sind. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Zinsen für Fremdkapital werden einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Sofern die Marktwerte am Bilanzstichtag niedriger waren, kamen diese zum Ansatz.

Das Wahlrecht des § 268 Abs. 5 S. 2 HGB wurde insoweit ausgeübt, als die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen offen auf der Aktivseite von den unfertigen Erzeugnissen, unfertigen Leistungen abgesetzt wurden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen angemessen berücksichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, enthalten mit 25.600,11 € (2022: 0,00 €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit 25.614,64 € (2022: 0,00 €) verauslagte Kosten.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten mit 14.976,75 € (2022: 284.585,56 €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit 233.295,92€ (2022: 210.245,57 €) sonstige Forderungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind die Schlussforderung zur Überbrückungshilfe III in Höhe 299.629,56 € für den Carpus Verbund, wovon 156.614,41 € auf die Carpus+Partner AG entfallen, enthalten. Weiterhin sind Kautionen in Höhe von 950,00 € (2022: 3.250,00 €) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sowie Forderungen gegen Gesellschafter aus laufender Verrechnung in Höhe von 400,29 € (2022: 60,96 €) enthalten.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2.2 Passivseite

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennbetrag passiviert. Das Grundkapital der Carpus+Partner AG, eingeteilt in 281.767 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 € je Aktie, beträgt 281.767,00 €. Soweit eigene Anteile für Zwecke der Mitarbeiterbeteiligung gehalten werden, werden diese offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

In 2023 wurden 17 eigene Anteile mit einem Nennwert von je 1,00 € von Mitarbeitenden zurück erworben, damit ausweisend insgesamt 17 (2022: 0) eigene Anteile zum Wert von 17,00 € (2022: 0,00 €). Der Über-Pari-Betrag wurde in den anderen Gewinnrücklagen erfasst.

Die gemäß § 150 AktG vorgeschriebene gesetzliche Rücklage war in Vorjahren in vollem Umfang gebildet worden. Die Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag 225.926,79 € (2022: 225.926,79 €) und übersteigt folglich den zehnten Teil des Grundkapitals.

Im Zusammenhang mit der Aktientransaktion wurden die Gewinnrücklagen um 578,00 € gemindert, sodass diese insgesamt 1.935.458,35 € (2022: 1.936.036,35 €) betragen.

Aus dem Bilanzgewinn 2022 in Höhe von 950.812,95 € wurde mit Beschluss vom 28. Juni 2023 von der Hauptversammlung beschlossen, dass eine Ausschüttung in Höhe von 901.654,40 € an die Aktionäre vorzunehmen ist.

In den Bilanzgewinn 2023 in Höhe von 1.269.629,76 € ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 49.158,55 € einbezogen. Die Überleitung auf den Bilanzgewinn ist in Ergänzung der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt worden.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit ihrem versicherungsmathematischen Barwert auf Grundlage des modifizierten Teilwertverfahrens bewertet. Unter Zugrundelegung der Sterbetafeln "Richttafel 2018 G von Klaus Heubeck" wurden ein Rechnungszins von 1,82 % (10-jähriger Durchschnittszinssatz) sowie ein Rententrend von 2,00 % angesetzt.

Aus der geänderten Bewertungsvorschrift des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) resultiert eine erhöhte Zuführung zu der Pensionsrückstellung, die zu einem Fünfzehntel des Erhöhungsbetrages im Berichtsjahr angesammelt wurde. Noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Rückstellungsbeträge für laufende Pensionen aus der Bewertungsänderung im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung des BilMoG bestehen in Höhe von 5.803,00 € (2022: 11.606,00 €).

Bestehende Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen sind, soweit sie Deckungsvermögen zu den Pensionsrückstellungen darstellen, mit diesen verrechnet worden. Die Aktivwerte stehen mit ihren entsprechenden fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von 243.299,94 € (2022: 229.892,60 €) zu Buche; diese wurden mit dem nach versicherungsmathematischen Gutachten zu berücksichtigenden Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.009.342,00 € (2022: 1.001.116,00 €) verrechnet.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 10.111,00 € (2022: 46.560,00 €). Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich einen Verlustvortrags mindestens 10.111,00 € betragen.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Alle übrigen Komponenten der Pensionsaufwendungen werden im Personalaufwand erfasst.

Die Steuer- und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (522.514,30 €; 2022: 272.791,91 €), für den Personalbereich einschließlich Urlaubs-, Überstunden- und Bonusansprüchen (493.432,92 €; 2022: 458.663,48 €), für Beiträge für Selbstbeteiligungseinhalte im Eintritt des Versicherungsfalls (180.000,00 €; 2022: 180.000,00 €), für Anwaltskosten (10.000,00 €; 2022: 10.000,00 €), für Abschluss und Prüfung (49.300,00 €; 2022: 35.000,00 €) sowie für die Aufbewahrung und Archivierung von Geschäftsunterlagen (18.351,12 €; 2022: 18.351,12 €).

Die Verbindlichkeiten stehen mit ihren Erfüllungsbeträgen zu Buche.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthielten mit 149.179,79 € (2022: 0,00 €) ausschließlich solche aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten mit 352.834,04 € (2022: 274.678,14 €) ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten:

Bilanzposition Gesamt
bis zu 1 Jahr
mehr als 1 Jahr
davon mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.544.834,49 4.544.834,49 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.691.096,23 2.691.096,23 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 149.179,79 149.179,79 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 352.834,04 352.834,04 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 3.781.418,70 604.775,24 3.176.643,46 1.917.587,36
davon aus Steuern: 486.042,97 486.042,97 0,00 0,00
(2022: 1.217.536,57)
davon im Rahmen der soz. Sicherheit: 2.035.238,86 117.651,50 1.917.587,36 1.917.587,36
(2022: 1.989.637,11)
davon gegenüber Gesellschaftern: 1.259.056,10 0,00 1.259.056,10 0,00
(2022: 1.258.891,87)
Gesamt 11.519.363,25 8.342.719,79 3.176.643,46 1.917.587,36

In der Carpus+Partner AG besteht ein Avalrahmen für Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften in der Höhe von 1.200 T€ (2022: 1.800 T€).

Zur Besicherung der Verbindlichkeiten bestand in den Vorjahren gegenüber der Sparkasse Aachen neben persönlichen Bürgschaften eine Globalabtretung von Forderungen. Diese wurde im Geschäftsjahr aufgekündigt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Wie im Vorjahr bestehen ausschließlich aktivische Steuerlatenzen, so dass ein Ansatz latenter Steuern in der Bilanz unterbleibt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Rückstellungen für Pensionen.

3. Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 138,41 € (2022: 278,38 €) und folgende Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. außergewöhnlicher Bedeutung enthalten:

- Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von 513.800,36 € (2022: 1.357.368,10 €)

- Versicherungsentschädigungen in Höhe von 435.907,00 € (2022: 361.500,00 €).

- Erlöse aus Förderprojekten in Höhe von 119.885,10 € (2022: 0,00 €)

- Erlöse Umweltprämie in Höhe von 57.000,00 € (2022: 20.100,00 €)

- periodenfremde Erträge in Höhe von 36.671,92 € (2022: 0,00 €).

Geschäftsbedingt führen abschließende Schlussrechnungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu negativen Umsatzerlösen in 2023 mit -1.386.574,77 € (2022: -964.876,19 €), zu denen die hierzu gebildeten Einzelwertberichtigungen als Auflösung und damit Ertrag dem Verrechnungsgebot des § 242 Abs. 2 HGB folgend ausgewiesen werden.

Aus den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung entfallen solche für Altersversorgung in Höhe von 384.969,26 € (2022: 353.954,99 €, darin enthalten Aufwendungen aus der Valutierung der Pensionsrückstellung von 8.996,00 €; 2022: 25.055,00 €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen mit 985,76 € (2022: 1.451,54 €) Aufwendungen aus Währungsumrechnung und mit 0,00 € (2022: 5.803,00 €) Aufwendungen aus der Anwendung des Art. 67 Abs. 1 EGHGB.

Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2023 periodenfremde Aufwendungen i.H.v. 471.844,18 € (2022: 307.141,60 €).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen mit 17.809,00 € (2022: 18.350,00 €).

4. Sonstige Angaben

Die bestehende Kreditlinie in Höhe von 2.000 T€ (2022: 3.000 T€) wurde in 2023 teilweise in Anspruch genommen.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber der Sparkasse Aachen beläuft sich zum 31.12.2023 auf 0,00 T€ (2022: 1.000 T€).

Daneben bestehen keine weiteren relevanten Haftungsverhältnisse.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen berichtspflichtige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen in Höhe von ca. 4.180 T€ (2022: 5.763 T€). Dabei handelt es sich um Miet-, Pacht- und Leasingverträge (im Wesentlichen Firmen-PKW, Büroräume, Geschäftsausstattung). Von dem Gesamtbetrag haben 1.682 T€ (davon gegenüber Beteiligungen 19 T€) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, 2.422 T€ (davon gegenüber Beteiligungen 45 T€) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und 75 T€ (davon gegenüber Beteiligungen 17 T€) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge tragen zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investitionsrisiko beim Miet-/Leasinggeber.

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der Carpus+GAL GbR, Aachen, sowie der Fotovoltaik Königswinter GbR, Aachen. Ereignisse, die zu einer persönlichen Haftung führen könnten, sind bis zum heutigen Tage nicht bekannt geworden.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug neben dem Vorstand (1) 229. Im Vorjahr waren dies neben dem Vorstand (1) 210 Angestellte. In der Arbeitnehmerzahl 2023 sind neun leitende Angestellte (Prokuristen) enthalten (2022: 9).

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 306.936,21 € (2022: 291.433,08 €) einschließlich gezahlter Versicherungsprämien; die des Aufsichtsrats 35.200,00 € (2022: 32.800,00 €).

Die Aktiengesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 vertreten durch den Vorstand, Herrn M. Re. Tobias Ell, Diplom-Ingenieur, Architekt, Aachen.

Zum Aufsichtsrat gehörten im abgelaufenen Geschäftsjahr:

Herr Dipl.-Ing. Claude Elsen, MBA, Luxemburg (Vorsitzender)

Prof. Dr. Frank T. Piller, Diplom-Kaufmann, Aachen (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Dipl.-Volkswirt Dieter Rehfeld, Aachen

Prof. em. Dr.-Ing. Dr. h.c.mult. Walter Eversheim, Berater, Stolberg (Ehrenmitglied).

5. Angaben zur Verwendung des Bilanzergebnisses

Das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 schließt ab mit einem Jahresüberschuss von 1.220.446,21 €

Der Betrag wird mit dem aus dem Vorjahr bestehenden Gewinnvortrag von 49.158,55 €

zusammengefasst. 1.269.624,76 €

sodass ein Bilanzgewinn entsteht von 1.269.624,76 €,

der für Ausschüttungen an die Aktionäre verfügbar ist.

6. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

 

Aachen, den 10.05 2024

gez. Tobias Ell, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

BERICHT ZUM GESCHÄFTSJAHR 2023 DER CARPUS+PARTNER AG FÜR DIE HAUPTVERSAMMLUNG AM 28. JUNI 2024

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat im Berichtszeitraum gemäß § 90 AktG regelmäßig mündlich und schriftlich berichtet

― über die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, insbesondere die Finanz-, Investitions- und Personalplanung; auf Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen unter Angabe von Gründen wurde eingegangen,

― über die Rentabilität der Gesellschaft, insbesondere die Rentabilität des Eigenkapitals,

― über den Gang der Geschäfte, insbesondere den Umsatz und die Lage der Gesellschaft,

― über Geschäfte, die für die Rentabilität oder Liquidität der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung sein können.

Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands entgegengenommen und die Entwicklung des Unternehmens gemeinsam erörtert.

Gegenstand der Beratung waren in der Berichtszeit insbesondere die jeweils aktuellen Zahlen der Gesellschaft, die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung sowie Maßnahmen zu deren Umsetzung.

Gemäß § 110 Abs. 3 AktG ist der Aufsichtsrat zu ordentlichen Sitzungen zusammengetreten, und zwar am 13.06.2024 (56. Sitzung).

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde von der Gesellschaft erstellt und zur Prüfung der FIDAIX SCHULER & KOLLEGEN GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Aachen, vorgelegt. Mit Datum vom 10. Mai 2024 wurde der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers uneingeschränkt erteilt. Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sowie der Bericht des Abschlussprüfers wurden vom Vorstand dem Aufsichtsrat zur Prüfung gem. § 170 AktG vorgelegt.

In der Aufsichtsratssitzung vom 13.06.2024 wurden die Berichte des Vorstands zum Geschäftsjahr 2023 und der Bericht des Abschlussprüfers prüfend eingehend erörtert und analysiert.

Ausführlich wurde unter anderem über folgende Themen und Projekte diskutiert:

― die Geschäftsentwicklung 2023, die Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2024 sowie die Prognose der Geschäftsentwicklung 2024

― die wirtschaftliche Lage, die aktuelle Auftragslage und Auslastung, die Projektentwicklung und Akquisitionen

― Verwendung des Bilanzgewinns

― Strategie der Carpus + Partner AG

Der Aufsichtsrat hat den geprüften Jahresabschluss und Lagebericht des Geschäftsjahres 2023 zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung haben wir keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss wurde in der vorliegenden Form gebilligt und damit festgestellt und genehmigt.

Zugleich hat der Vorstand dem Aufsichtsrat den Vorschlag vorgelegt, den er der Hauptversammlung für die Verwendung des Bilanzgewinns machen will. Dieser Vorschlag lautet wie folgt:

1. Ausschüttung an die Aktionäre für 2023 in 2024 1.155.175,00 €
2. Gewinnvortrag 2023 114.449,76 €

Der Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzergebnisses wurde ohne Gegenstimme angenommen und zur Beschlussvorlage in der Hauptversammlung vorgetragen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihren tatkräftigen Einsatz, ihre Flexibilität und die geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Aachen, 13. Juni 2024

CARPUS+PARTNER AG

Claude Elsen, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Carpus + Partner AG, Aachen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Carpus + Partner AG, Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Carpus + Partner AG, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts: Schätzunsicherheiten im Umlaufvermögen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten in der Größenordnung von 5 Mio. € solche, die bereits seit mehr als einem Jahr fällig sind und abgerechnete streitbehaftete Projekte betreffen, von der Gesellschaft als "Risikoaktivaprojekte" bezeichnet. Wie in Anhang und im Lagebericht dargestellt, wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Höhe der tatsächlich zu realisierenden Beträge aus den teilweise in Klage befindlichen Verfahren ist aufgrund sich entwickelnder Rechtsfortbildung nicht abschließend einzuschätzen; die Bewertung der betreffenden Aktivposten ist mit Unsicherheiten behaftet. Die Schätzung der durchgeführten Wertberichtigungen spiegelt die Erkenntnisse zum Abschlussstichtag bzw. zum Aufstellungszeitpunkt wider. In Abhängigkeit des Fortgangs der geführten Verfahren sind entsprechende Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft auch in Zukunft möglich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsratsfür den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Aachen, 10. Mai 2024

FIDAIX SCHULER & KOLLEGEN GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kffr. Brigitte Schuler, Wirtschaftsprüferin

gez. Dipl.-Kffr. (FH) Iris Heinen, Wirtschaftsprüfer

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