Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 3741
Eingetragen
6.12.1978
Branche
Einzelhandel in eigenem Namen mit Motorenkraftstoffen, Freie TankstellenGroßhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit Mineralöl aller Art sowie mit Kraftfahrzeugzubehör, der Betrieb von Tankstellen, die Durchführung von Serviceleistungen für die Haustechnik, der Werknah- und Werkfernverkehr, der Güternahverkehr, sowie die Vornahme sämtlicher Geschäfte, die mit dem vorerwähnten Gegenstand des Unternehmens sonstwie zusammenhängen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Reiner
seit 13.2.2023
Geschäftsführer
Martin Vöstner
seit 16.3.2021
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Stefan Rödl
Neumarkt i.d.Opf.
311.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rödl GmbH

Neumarkt i.d.OPf.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

RÖDL GmbH Energie-Groß- und Einzelhandel Neumarkt

A. Grundlagen der Gesellschaft

Unser mittelständisches Familienunternehmen hat sich seit der Gründung im Jahre 1945 mit Energie beschäftigt. In den ersten Jahrzehnten standen die klassischen Mineralölprodukte wie Heizöl, Kraft- und Schmierstoffe im Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Im Laufe der Zeit haben sich die Anforderungen unserer Kunden geändert: Umweltfreundlichkeit, sparsamer Umgang mit Rohstoffen, steigende Energiekosten und steigender Energiebedarf.

Als moderner Energielieferant befassen wir uns daher heute mit den vielfältigen Ausprägungen von Energie: Heizenergien und Heiztechnik, Kraftstoffenergien und Schmierstofftechnik, Energieberatung und Wärmelieferungen für unsere Kunden in Haushalt und Gewerbe, in Industrie und Landwirtschaft.

Forschung und Entwicklung

In diesem Bereich ist unsere Gesellschaft nicht tätig.

B. Wirtschaftsbericht

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs 2023 unter Angabe des Jahresergebnisses sowie Analyse und Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das gesamte Geschäftsjahr 2023 war - wie erwartet - im Bereich der Diesel- und Ottokraftstoffe gekennzeichnet durch im Vergleich zum Vorjahr deutlich günstigere Preise bei fast gleichbleibenden Verkaufsmengen. Die Absatzmengen für Heizöl sind entgegen unserer Prognose aufgrund einer allgemein schlechten Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Dies führte aufgrund der deutlich geringeren Produktpreise zu einer erwartungsgemäßen Reduzierung der Umsätze um 16,5 % auf 469,4 Mio. €. Gleichzeitig verringerte sich auch unser Wareneinsatz um 16,8 % auf 447,8 Mio. €. Bei gleichzeitiger Erhöhung der Kostenstruktur konnten wir das Geschäftsjahr mit einem Jahresergebnis in Höhe von + 1,7 Mio. € abschließen.

Die Absatzmenge in 2023 ist trotz unserer verstärkten Absatzbemühungen sowie der allgemeinen Konjunkturlage bei unseren Kunden nahezu unverändert geblieben.

Unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr aufgrund der gesunkenen Umsatzerlöse um 15,9 % verringert. Auch unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 9,2 % gesunken. Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr jederzeit so, dass eingegangene Verpflichtungen pünktlich unter Inanspruchnahme von Skonto erfüllt werden konnten.

Um unsere Wettbewerbsfähigkeit am Markt weiter auszubauen haben wir im Berichtsjahr weiter in unser Anlagevermögen und Ausbildung unserer Mitarbeiter sowie in die Erhöhung unseres Mitarbeiterbestandes investiert. Alle Anlagen sind auf dem neuesten sicherheits- und umwelttechnischen Stand. Daher konnte das Jahr erfolgreich ohne Umweltkontaminationen abgeschlossen werden.

Unsere Kapitalstruktur zum Ende des Geschäftsjahres zeigt einen Anteil des Eigenkapitals von 30,9 % des Gesamtkapitals.

2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Allgemeine geopolitische Lage und deren Auswirkungen auf den internationalen Energiemarkt

Das Jahr 2023 war wie das Vorjahr besonders geprägt von dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zudem fingen weitere Konflikte und Kriege in Europa und im Nahen Osten an: Aserbaidschan nahm Berg-Karabach ein, am 7. Oktober verübte die Hamas einen Terrorangriff auf Israel, Ende des Jahres stieg Jemen in den Konflikt ein, worauf eine militärische Antwort seitens USA und Großbritannien folgte.

Auf der politischen Ebene fanden folgende Ereignisse statt: In der Türkei wurde der Amtsinhaber Erdoğan für eine weitere Amtszeit als Präsident gewählt. In Russland fand ein Aufstand der Militärgruppe Wagner statt, der mit dem Stopp vor Moskau endet.

Der Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in Europa und USA nahmen spürbar zu: In Deutschland erzielte die AfD bei Landtagswahlen deutliche Zugewinne, in den Niederlanden gelang der rechtspopulistischen Partei für die Freiheit (PVV) ein Überraschungssieg, in Italien stellt der rechts-konservative Block mit den Fratelli d'Italia, der Lega und der Forza Italia die Ministerpräsidentin, in Ungarn gibt es eine breite Unterstützung für Orban, in Polen wurde die PiS mit 35% stärkste Kraft im Land und in der Schweiz war die rechtspopulistische SVP mit über 28% klare Wahlgewinnerin.

Der Energiemarkt bleibt im Jahr 2023 eins der wichtigsten Themen:

- In Deutschland wurden zwei neue LNG-Importterminals eröffnet, die das über die Ostsee angelieferte LNG in das Netz einspeisen und damit der Energieversorgungssicherheit dienen sollen. Beim größten Gasimporteur des Landes, der Uniper SE, beteiligte sich der Staat mit 99%. Die Energiepreisbremsen für Strom und Gas wurden Ende 2023 gekündigt.

- Der Bestand der mit Elektroantrieb zugelassenen Pkws in Deutschland stieg weiterhin und hat einen Anteil von über 2% erreicht.

- Die EU-Kommission erstellte einen grünen Industrieplan, dessen Ziel ist es, das Wachstum von Clean-Tech-Unternehmen zu beschleunigen. Auf dem North Sea Summit im April 2023 in Ostende (Belgien) mit neun teilnehmenden Ländern wurde der Offshore-Windenergie-Ausbau von derzeit 30 GW auf 120 GW im Jahr 2030 beschlossen.

- In Deutschland gingen die letzten drei Kernkraftwerke vom Netz. Frankreich beschloss gleichzeitig den Neubau von sechs neuen AKWs bis 2035. Auf der Klimakonferenz im Dezember 2023 (COP28), riefen die VAE, USA, Frankreich, Großbritannien, Japan und Kanada zur Verdreifachung der Kernenergienutzung bis 2050 auf, um Klimaneutralität zu erreichen.

Das prägende Ereignis der Vorjahre - die Covid-19-Pandemie - war im Jahr 2023 offiziell weltweit zu Ende.

All dies wirkte sich wie folgt auf den internationalen Energiemarkt aus:

Über das Jahr gesehen sank der Ölpreis. Zum Jahresbeginn 2023 mit knapp 85 Dollar gestartet, erreichte das Barrel Rohöl zu Beginn der Auseinandersetzungen im Nahen Osten die Nähe der 100 Dollar Marke - dann setzte die Trendwende ein. Zum Jahresende wurde das Barrel zu ca. 78 Dollar gehandelt. Im Jahresdurchschnitt lag das Barrel bei ca. 80 Dollar.

Das Jahr 2023 war von starken Preisschwankungen geprägt. Die Gründe dafür waren vielfältig - u.a. Produktionskürzungen, globale Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation und die oben erwähnten geopolitischen Risiken sorgten für einen unruhigen Markt.

Die beiden für den Ölhandel wichtigen Benchmarks Brent-Rohöl-Futures und US West Texas Intermediate (WTI) Rohöl-Futures schlossen zum Jahresende mit dem niedrigsten Stand seit 2020.

Die Produktionskürzungen der OPEC+ waren in diesem Jahr nicht ausreichend genug, um die Preise zu stabilisieren. Im Vergleich zu ihren Höchstständen sind die Benchmarks um fast 20% gefallen.

Auch der Dollar steuert nach zwei Gewinnjahren in diesem Jahr auf einen Rückgang von ca. 2% zu.

Der Mineralölmarkt Deutschland

Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2023 auf ein historisches Tief gefallen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) rechnet mit einem Rückgang um 7,9 % auf 368,2 Mio. t SKE. Damit liegt der Verbrauch an Primärenergien in Deutschland um mehr als ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990, teilte die AGEB mit. Den größten Einfluss auf den Rückgang des Energieverbrauchs hatte die zurückgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland. Vor allem die energieintensiven Industriezweige verzeichneten Produktionsrückgänge, was spürbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch hatte. Von der im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr leicht wärmeren Witterung ging nur ein schwacher verbrauchssenkender Effekt aus. Witterungsbereinigt hätte sich der Energieverbrauch um rund 7,4 % vermindert. Der einzige verbrauchssteigernde Effekt ging 2023 von der demographischen Entwicklung aus. Durch den Zuzug von 1,35 Mio. Personen wuchs die Gesamtbevölkerung auf rund 85,5 Mio. Menschen.

Der Verbrauch von Mineralöl fiel 2023 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 5,5 % auf 3.879 Petajoule (PJ). Während der Verbrauch von Ottokraftstoff um 2,3 % zunahm, verringerte sich der Verbrauch von Dieselkraftstoff um rund 4 %. Auch der Absatz von leichtem Heizöl verringerte sich ebenfalls leicht um 2,3 %.

Der Erdgasverbrauch sank 2023 um 4,3 Prozent auf 2.641 Petajoule. Der Nachfragerückgang betraf sowohl die Industrie wie auch private Haushalte und den Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD). Zur Stromerzeugung wurde gegenüber dem Vorjahr etwas mehr Erdgas (+ 1 Prozent) eingesetzt. Die Erzeugung von Fernwärme aus Erdgas verminderte sich um 2 Prozent. Die Witterung hatte nur einen eher geringen Einfluss auf die Verbrauchsentwicklung. Vielmehr ging der Verbrauchsrückgang vorrangig auf Einsparungen bei den Verbrauchern zurück.

Die energiebedingten CO 2 -Emissionen nahmen 2023 infolge des gesunkenen Gesamtverbrauchs insbesondere bei den fossilen Energieträgern um rund 10 % ab. Dies entspricht einer Reduktion in der Größenordnung von 66 Mio. t.

Raffineriemargen

So herausragend wie das Ausnahmejahr 2022 hatte sich das Verarbeitungsjahr 2023 für die Raffineriebetreiber in Deutschland nicht entwickelt. Das war aber auch nicht zu erwarten. Dennoch war 2023 das zweitbeste Erlösjahr für die Ölverarbeitungsindustrie. Berechnungen des Energie Informationsdienstes zufolge lag die durchschnittliche indikative Bruttomarge für einen deutschen Muster-Hydrocracker bei 139 EUR/to nach 181 EUR/to für 2022.

Es fällt aber auf, dass sich das Marktumfeld der Raffineure zu ihren Ungunsten geändert hat. Die Bruttoraffineriemarge, die noch im Juli bei 174 EUR/to lag, was gleichzeitig der höchste Wert des Jahres war, hatte sich bis Dezember kontinuierlich auf 70 EUR/to abgesenkt. Die Ölverarbeiter schafften es zum Jahresende hin nicht mehr, die gesunkenen Einsatzkosten in höhere Erlöse umzumünzen. Die Kostenvorteile durch niedrigere Aufwendungen für die Einsatzstoffe wurden von den Raffinerien demnach mehr als vollständig weitergegeben. Nach den beendeten Stillständen und Wartungsarbeiten an verschiedenen Standorten (Gelsenkirchen, Vohburg, Heide, Hamburg) kam es zu Jahresende zu einer verbesserten Produktverfügbarkeit, was sich auf die Abgabepreise niederschlug.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Starken Einfluss auf unsere zukünftigen Umsätze haben die internationalen Rohölmärkte, die Dollar-Euro-Währungsrelation und der Witterungsverlauf in Deutschland. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Ukraine-Kriegs und der unsicheren Wirtschaftsaussichten sind die Produktpreise derzeit im Vergleich zum Vorjahr weiter gefallen. Trotz der gefallenen Preise werden die Absatzmengen für Heizöl in 2024 wahrscheinlich sinken, da die Verbräuche aufgrund des sehr milden Winters niedrig waren und die Tankbestände nach wie vor hoch sind. Aufgrund unserer verstärkten Vertriebsaktivitäten könnten die Absatzmengen von Diesel- und Ottokraftstoffen trotz schwacher Konjunkturaussichten trotzdem steigen.

Trotz der gesunkenen Preise wird unser Wareneinsatz und gleichzeitig unser Umsatz aufgrund steigender Mengen etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Da wir gleichzeitig unsere Kostenstruktur im Rahmen des Geschäftsvolumens flexibel anpassen, werden wir das Geschäftsjahr 2024 wieder mit einem positiven Ergebnis abschließen können.

Das erste Quartal 2024 lässt eine gute wirtschaftliche Entwicklung des Gesamtjahres 2024 prognostizieren. Aber aufgrund der sehr schwierigen konjunkturellen Situation, der sehr volatilen Börsenpreise sowie einer nicht vorhersehbarenNachfrageentwicklung für unsere Produkte ist eine Gesamtvorschau für 2024 außerordentlich schwierig. Um vor negativen Entwicklungen gewappnet zu sein erstellen wir täglich eine Liquiditätsübersicht sowie einen Zahlungsplan für die jeweils fälligen Verbindlichkeiten. Zudem haben wir unser Mahnwesen sowie die Verfolgung der offenen Posten deutlich verstärkt.

Auf Grund der Abhängigkeit von den internationalen Rohstoffmärkten und Rohstoffpreisen unterliegtunser Geschäft starken Preisänderungen. Um dieses Risiko zu begrenzen decken wir täglich unsere Verkaufsmengen nach, so dass wir keinerlei Spekulationsrisiken eingehen.

Das Risiko der Absatzschwankungen gleichen wir aus durch den Einsatz von externen Spediteuren und unserer flexiblen Kostenstruktur.

Im Moment liegen dennoch keine ersichtlichen Risiken für eine negative Entwicklung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Unternehmens vor.

 

Neumarkt, im Mai 2024

RÖDL GmbH

Geschäftsführung

Stefan Rödl, Geschäftsführer

Thomas Reiner, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 13.125.781,44 11.975.964,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.468.583,00 1.386.997,00
II. Sachanlagen 8.771.000,74 7.702.769,85
III. Finanzanlagen 2.886.197,70 2.886.197,70
B. Umlaufvermögen 43.619.317,86 49.229.919,83
I. Vorräte 5.622.263,09 5.432.328,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 21.875.338,44 25.749.170,41
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.121.716,33 18.048.420,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.257,76
D. Aktive latente Steuern 17.584,00 182.849,00
Summe Aktiva 56.762.683,30 61.452.991,14

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 17.511.100,73 17.936.077,18
I. gezeichnetes Kapital 311.000,00 311.000,00
II. Bilanzgewinn 17.200.100,73 17.625.077,18
B. Rückstellungen 4.822.947,41 6.009.107,20
C. Verbindlichkeiten 34.349.973,81 37.427.939,61
D. Rechnungsabgrenzungsposten 78.661,35 79.867,15
Summe Passiva 56.762.683,30 61.452.991,14

Angaben unter der Bilanz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Rödl GmbH,

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Rödl GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Rödl GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaftengeltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IdW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IdW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerung auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Berg, den 31. Mai 2024

Claudia Kirchner, Wirtschaftsprüfer

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 469.547.256,60 562.594.967,13
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -88.284,64 132.641,06
3. sonstige betriebliche Erträge 481.862,19 488.918,71
4. Materialaufwand 447.804.919,90 538.531.015,34
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 441.159.842,71 534.910.271,44
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.645.077,19 3.620.743,90
5. Personalaufwand 11.531.494,79 9.773.737,36
a) Löhne und Gehälter 9.323.465,09 8.056.149,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.208.029,70 1.717.588,18
6. Abschreibungen 2.440.741,86 1.993.770,19
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.440.741,86 1.993.770,19
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.429.393,28 6.445.877,80
8. Erträge aus Beteiligungen 212.607,23 284.274,23
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 268.675,11 23.599,88
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.501,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 543.840,62 1.775.826,35
12. Ergebnis nach Steuern 1.665.225,04 5.004.173,97
13. sonstige Steuern 12.103,88 31.987,78
Jahresüberschuss 1.653.121,16 4.972.186,19

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 15.546.979,57 12.652.890,99
2. Bilanzgewinn 17.200.100,73 17.625.077,18

Anhang

RÖDL GmbH Energie-Groß- und Einzelhandel Neumarkt

I. Allgemeines

1. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Neumarkt i.d.OPf. Zuständiges Registergericht ist das Amtsgericht Nürnberg. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 3741 in das Handelsregister eingetragen.

2. Der Jahresabschluss der RÖDL GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

3. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

4. Die Rödl GmbH ist als große Gesellschaft nach § 267 HGB einzuordnen.

5. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Bestimmungen des HGB gem. §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände entsprechend linear und degressiv vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung, berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz. Der der Berechnung zugrunde gelegte Steuersatz beträgt 26,85 %.

Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungenwurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend den handelsrechtlichen Regelungen nach dem folgenden Verfahren durchgeführt: "Richttafeln von 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Ermittlung erfolgte gemäß § 253 HGB nach folgender Berechnungsmethode: "projected unit credit method". Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln von 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Rechnungszins (10-Jahresdurchschnitt) beruht auf der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz und beträgt 1,82 %. Der berücksichtigte Gehaltstrend beträgt 2,5 %, der Rententrend 1 %.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeitenwurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil dieses Anhangs ist. Dort sind auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

3. Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrags. Die Bilanz wurde unter Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

EUR
Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2022 17.625.077,18
Ausschüttung -2.078.097,61
Jahresüberschuss 2023 1.653.121,16
Bilanzgewinn zum 31.Dezember 2023 17.200.100,73

4. Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. i HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 65.044,00.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre EUR
Unterschiedsbetrag gem.§ 253 Abs.6 HGB 47.460,00
Aktivierung latenter Steuern 17.584,00
Gesamtbetrag 65.044,00

5. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

EUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 2.640.372,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 18.097,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 18.097,00
Personalaufwand aus Pensionsverpflichtung 299.380,00
Personalertrag aus Rückdeckungsversicherung 965,00
Personalaufwand (saldiert) 298.415,00
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung -6.501,00
Zinsaufwand aus Rückdeckungsversicherung 0,00
Zinsaufwand (saldiert) -6.501,00

6. Rückstellungen für Pensionen

Der sich per 31.12.2023 ergebende Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem 10-Jahresdurchschnittszinsstz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt EUR 47.460,00 und ist ausschüttungsgesperrt.

7. Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden gebildet für Wareneinkäufe, die noch nicht in Rechnung gestellt wurden sowie für Urlaubs- und Überstundenansprüche und für Tantiemezahlungen.

8. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Bilanzjahr RLZ bis 1 Jahr RLZ > 5 Jahre Davon gesichert (x)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33.074.089,38 33.074.089,38 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.275.884,43 1.275.884,43 0,00 0,00
Vorjahr RLZ bis 1 Jahr RLZ > 5 Jahre Davon gesichert (x)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 36.440.420,56 36.440.420,56 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 987.519,05 987.519,05 0,00 0,00

(x) davon gesichert durch Pfandrechte und ähnliche Rechte

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte gesichert.

9. Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus unbefristeten Mietverträgen belaufen sich derzeit auf 1.109 TEUR/Jahr. Zudem sind mengenabhängige Vergütungen an die jeweiligen Vermieter bzw. Verpächter zu entrichten.

10. Latente Steuern

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Aktive latente Steuern 478.272,00 432.495,00 45.777,00
Passive latente Steuern 460.688,00 249.646,00 -211.042,00

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichenWertansätzen der Rückstellungen für Pensionen sowie fürUrlaubs- und Überstundenansprüchein der Handels- und Steuerbilanz, wohin gegen unterschiedliche Wertansätze des Anlagevermögens in der Handels- und Steuerbilanz zu passiven latenten Steuern führen. Der der Berechnung zugrunde gelegte Steuersatz beträgt 26,85 %.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

11. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden im Inland (TEUR 469.167, Vorjahr: TEUR 562.085) und in der EU (TEUR 380 Vorjahr: TEUR 380) erzielt und verteilen sich auf die einzelnen Sparten wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Energiehandel 277.301 357.495
Tankstellen 182.039 197.904
Technik 9.781 7.099
sonstige 426 97
469.547 562.595

12. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 103).

13. Aufwand für Altersversorgung

Der Aufwand für Altersversorgung setzt sich aus der Zinskomponente (EUR -6.501,00), die unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen wird, und dem Dienstzeitaufwand (EUR 299.380,00), der unter dem Personalaufwand ausgewiesen wird, zusammen.

V. Sonstige Angaben

14. Geschäftsführer

Im Berichtszeitraum waren Geschäftsführer:

Herr Stefan Rödl, Dipl.-Kfm.

Herr Thomas Reiner, Dipl.-Kfm.

Herr Stefan Rödl ist einzelvertretungsberechtigt und ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Herr Thomas Reiner ist einzelvertretungsberechtigt. Von den Beschränkungen des § 181 BGB ist er nicht befreit.

Vom Schutzrecht nach § 286 HGB bezüglich der Vergütungen der Geschäftsführungsorgane wird Gebrauch gemacht.

15. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres

Arbeitnehmer gewerblich 146
Arbeitnehmer kaufmännisch 92
gesamt 238

16. Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 7,5 und beinhaltet ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

 

Neumarkt, im Mai 2024

RÖDL GmbH

Geschäftsführung

Stefan Rödl, Geschäftsführer

Thomas Reiner, Geschäftsführer

Anlagenspiegel (brutto)

Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode
Anlagevermögen 13.125.781,44 28.074.978,95 25.031.351,02
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.468.583,00 3.445.398,84 2.985.209,88
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.468.582,00 3.441.213,92 2.981.024,96
Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 4.184,92 4.184,92
Sachanlagen 8.771.000,74 21.743.382,41 19.159.943,44
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 134.127,14 134.127,14 134.127,14
technische Anlagen und Maschinen 4.594.169,00 11.376.083,97 11.009.384,58
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.480.852,00 9.671.318,70 7.911.269,76
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 561.852,60 561.852,60 105.161,96
Finanzanlagen 2.886.197,70 2.886.197,70 2.886.197,70
Beteiligungen 2.886.197,70 2.886.197,70 2.886.197,70
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode
Zugänge
davon aktivierte Zinsen für Fremdkapital Abgänge Umbuchungen
Anlagevermögen 3.629.100,75 0,00 585.472,82 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 460.188,96 0,00 0,00 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 460.188,96 0,00 0,00 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 3.168.911,79 0,00 585.472,82 0,00
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 366.699,39 0,00 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.319.721,76 0,00 559.672,82 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 482.490,64 0,00 25.800,00 0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Kumulierte Abschreibungen
Kumulierte Abschreibungen zum Anfang der Periode Abschreibungen, Sonderabschreibungen und sonstige Abzüge der Periode
Anlagevermögen 14.949.197,51 13.055.386,47 2.440.741,86
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.976.815,84 1.598.212,88 378.602,96
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.972.631,92 1.594.028,96 378.602,96
Geschäfts- oder Firmenwert 4.183,92 4.183,92 0,00
Sachanlagen 12.972.381,67 11.457.173,59 2.062.138,90
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 6.781.914,97 5.615.810,83 1.166.104,14
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.190.466,70 5.841.362,76 896.034,76
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Kumulierte Abschreibungen
Erfolgsneutrale Zugänge Erfolgsneutrale Abgänge Umbuchungen
Anlagevermögen 546.930,82 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
Sachanlagen 546.930,82 0,00
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 546.930,82 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode Buchwert zum Ende der Vorperiode
Zuschreibungen
Anlagevermögen 0,00 11.975.964,55
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.386.997,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.386.996,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1,00
Sachanlagen 0,00 7.702.769,85
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 134.127,14
technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.393.573,75
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.069.907,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 105.161,96
Finanzanlagen 0,00 2.886.197,70
Beteiligungen 0,00 2.886.197,70

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