RHB/PRVNT GYM GmbH
Selbe AdresseVorsorge- und Rehabilitationskliniken
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Koch seit 12.6.2025 | Prokura |
Rob Snijders seit 23.5.2025 | Geschäftsführer |
Matthias Müske seit 20.4.2017 | Prokura |
Uwe Duppel seit 27.4.2016 | Prokura |
Winfried Zuber seit 27.4.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Arcadis Beteiligungsgesellschaft mbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WSP Infrastructure Engineering GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023 (1. Januar 2023 - 31. Dezember 2023)A. Darstellung der Gesellschaft und rechtliche StrukturGegenstand der WSP Infrastructure Engineering GmbH (WSP GmbH) ist die Planung, Überwachung, Prüfung und Abnahme von Anlagen der technischen Ausrüstung von Eisenbahnanlagen und Anlagen des öffentlichen Nahverkehrs. Darüber hinaus kann die Gesellschaft Forschung und Entwicklung für planungs-, prüfungs- und instandhaltungsunterstützende Werkzeuge betreiben. Zusätzlich kann die Gesellschaft auch im In- und Ausland Beratungs- und Planungsleistungen im Bereich des Verkehrswesens erbringen. Die WSP Infrastructure Engineering GmbH (WSP GmbH) unterhält Zweigniederlassungen an den folgenden inländischen Standorten: Berlin, Braunschweig, Dresden, Hannover, Leipzig und Frankfurt am Main. B. Wirtschaftsbericht1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche Die deutsche Wirtschaft hat sich seit Jahresbeginn 2024 besser entwickelt als zunächst erwartet. Kräftig gestiegene Bauinvestitionen, wenngleich aufgrund des milden Winterwetters eher ein Strohfeuer, und starke Warenexporte waren die unterstützenden Faktoren. Für die deutsche Wirtschaft erwartet das DIW Berlin für dieses Jahr 2024 statt einer Stagnation nun ein Wachstum von 0,3 Prozent und für das kommende Jahr 2025 von 1,3 Prozent. Die Weltwirtschaft wird im Prognosezeitraum ebenfalls an Schwung gewinnen. Der Euroraum überwindet seine Schwächephase endgültig, der Welthandel belebt sich. Die Zinswenden in den großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften werden wohl ab dem zweiten Halbjahr 2024 einen positiven Effekt auf den Wohnungsbau und die Unternehmensinvestitionen haben. Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich aus dem Konjunkturtief. Nach einem schwachen vergangenen Jahr 2023 ist sie positiv in das Jahr 2024 gestartet. Im ersten Quartal dieses Jahres stieg die Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent und damit deutlicher, als es sich zuvor abgezeichnet hatte. Das Wachstum im ersten Quartal war nicht zuletzt auf eine überraschend kräftige Ausweitung der Bauinvestitionen aufgrund des milden Winterwetters zurückzuführen. Zudem sind die Warenexporte unerwartet stark gestiegen, was einen positiven Außenbeitrag zur Wirtschaftsleistung nach sich zog. Der private Verbrauch ging derweil weiter zurück, obwohl die Inflationsraten gesunken und die verfügbaren Einkommen gestiegen sind. Die privaten und öffentlichen Investitionen stützten die Wirtschaftsleistung ebenfalls. Ausschlaggebend hierfür war das milde Wetter, das die Produktion im Baugewerbe begünstigte und einen deutlichen Anstieg der Bauinvestitionen, insbesondere im Wohnungsbau, nach sich zog. Im zweiten Quartal dürfte die deutsche Wirtschaft erneut um 0,2 Prozent zulegen. Vor allem der private Verbrauch wird sich wohl nachhaltig verbessern. Die Haushalte gewinnen dank der kontinuierlich steigenden Reallöhne langsam an Kaufkraft. Nach den Einmalzahlungen, die in vielen Branchen im vergangenen Jahr gezahlt wurden, werden nun vielerorts die vereinbarten Tarifsteigerungen wirksam, die den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern dauerhaft mehr Geld auf dem Lohnzettel bescheren. Dies dürfte die Einkommenssicherheit stärken. Von den Investitionen dürften nach dem starken Jahresbeginn im laufenden Quartal dagegen keine Wachstumsimpulse ausgehen. Bei den Bauinvestitionen ist eine negative Gegenbewegung zum kräftigen Anstieg im ersten Quartal zu erwarten. Das liegt vor allem an einem Rückgang im Wohnungsbau, wo die Lage weiterhin enorm angespannt ist. Auch die Ausrüstungsinvestitionen werden angesichts der zunächst noch zaghaften konjunkturellen Entwicklung wohl erneut etwas zurückgehen. Im weiteren Prognoseverlauf wird die Erholung der deutschen Wirtschaft voraussichtlich deutlich an Fahrt gewinnen. Lediglich die Bauinvestitionen werden angesichts der anhaltenden Schwäche im Wohnungsbau auch in der zweiten Jahreshälfte 2024 noch leicht zurückgehen und erst im kommenden Jahr, getragen vor allem von Investitionen in Schienen- und Energienetze, zum Wirtschaftswachstum beitragen. Alles in allem dürfte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr wohl leicht um 0,3 Prozent steigen. Im kommenden Jahr wird der Zuwachs dann voraussichtlich 1,3 Prozent betragen. Das potenzielle Bruttoinlandsprodukt entwickelt sich bis Ende 2028 wohl nur schwach, vor allem durch die negative Entwicklung des Arbeitsvolumens. Nach dem deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise um 5,9 Prozent im vergangenen Jahr 2023 wird die Inflation im Jahresdurchschnitt 2024 wohl bei 2,3 Prozent liegen und im Jahr 2025 bei 2,0 Prozent erwartet. Ein weiteres inländisches Risiko für die deutsche Konjunktur ist die unklare Ausgestaltung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, vor allem die bevorstehende Aufstellung des Haushalts für das Jahr 2025. Sollte sich eine Einigung stark verzögern, könnte dies die privaten Haushalte und Unternehmen verunsichern und so zu Konsum- und Investitionszurückhaltung führen. Mit einem Plus von saisonbereinigt 38 000 Erwerbstätigen im ersten Quartal ist der Arbeitsmarkt robust in dieses Jahr gestartet. Der Großteil des Anstiegs entfiel dabei auf die sozialversicherungs-pflichtige Beschäftigung, während die Zahl der Selbstständigen weiter zurückging. Insgesamt ist für das laufende Jahr mit einem Anstieg der Beschäftigung um knapp 140 000 auf insgesamt 46,1 Millionen Personen zu rechnen. Im Jahr 2025 dürfte sich die Dynamik des Beschäftigungsaufbaus trotz der unterstellten konjunkturellen Belebung abschwächen, da das Erwerbspersonenpotenzial, das alterungsbedingt kaum noch steigt, zunehmend ausgeschöpft wird. Daher wird im kommenden Jahr mit einem geringeren Anstieg der Erwerbstätigenzahl um 81 000 gerechnet. Die unterstellte Entwicklung der durchschnittlichen Nominallöhne und Konsumentenpreise impliziert, dass die seit Beginn der Energiekrise kumulierten Reallohnverluste der abhängig Beschäftigten zum Jahresbeginn 2025 ausgeglichen sein dürften. Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland ist nach den hohen Werten im Jahr 2023 zum Jahresbeginn spürbar zurückgegangen. Seit Anfang dieses Jahres liegt sie beständig unterhalb der Drei-Prozent-Marke und nähert sich im Trend, trotz eines zwischenzeitlichen Anstiegs im Mai auf 2,4 Prozent, dem Stabilitätsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent. Alles in allem wird die Verbraucherpreisinflation im Jahresverlauf wohl weiter leicht zurückgehen und ab dem vierten Quartal bis zum Ende des Prognosezeitraums wieder bei zwei Prozent liegen. Im Jahresdurchschnitt dürften die Verbraucherpreise 2024 um 2,3 Prozent und im Jahr 2025 um 2,0 Prozent steigen. Die Bauinvestitionen zeigen nach einem Zwischenhoch weiter eine schwache Dynamik. Das milde Wetter in den ersten drei Monaten des Jahres 2024 hat für einen starken Zuwachs der Bauinvestitionen um 2,7 Prozent gesorgt. Insbesondere der Wohnungsbau wurde mit einem Plus von 3,5 Prozent kräftig ausgeweitet. Dabei zehrten die Bauunternehmen wohl vor allem vom Auftragsbestand. Die Nichtwohnungsbauinvestitionen nahmen um 1,5 Prozent zu. Vor allem im öffentlichen Bereich wurde mit einem Zuwachs von 7 Prozent viel gebaut, was insbesondere am Straßenbau gelegen haben dürfte. Die Tiefbauproduktion stieg im Quartalsdurchschnitt kräftig. Im Nichtwohnungsbau ist für den Prognoseverlauf eine robustere Entwicklung angelegt. Dafür ist vor allem der Wirtschaftsbau und besonders der Tiefbau, jenseits des Straßenbaus, verantwortlich, der in den vergangenen Monaten kräftige Auftragseingänge verzeichnete und auf einen historisch hohen Auftragsbestand verweisen kann. Die Kapazitätsauslastung im Tiefbau liegt aktuell jenseits der 75-Prozent-Marke und somit weit oberhalb der des Hochbaus. Ausschlaggebend sind dabei insbesondere Investitionen in das Schienennetz der Deutschen Bahn und der Ausbau der Energienetze im Rahmen der Energiewende. Dank des starken ersten Quartals dürften die Bauinvestitionen im Jahr 2024 insgesamt nur leicht um 0,2 Prozent sinken. Der Rückgang ist dabei von den Wohnungsbauinvestitionen geprägt, während der Nichtwohnungsbau moderat expandieren dürfte. Im kommenden Jahr ist dann mit einer leichten Ausweitung der Bauinvestitionen um 0,6 Prozent zu rechnen, wobei wohl erneut der Nichtwohnungsbau die treibende Kraft sein wird. (Quelle: DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V., Berlin, DIW Wochenbericht Nr. 24 / 2024, 14.06.2024). Auch im Jahr 2023 zeigte die Investitionsförderung des Bundes Wirkung hinsichtlich der Bauinvestitionen der öffentlichen Hand. Maßgeblich war auch hier die Nachfrage des Staates durch Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur, auch basierend auf der für den Zeitraum von Januar 2020 bis Jahresende 2029 zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn AG (DB AG) geschlossenen dritten Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV III), die ein Investitionsvolumen für den Ausbau und die Modernisierung des Schienennetzes der DB AG von rund 86 Mrd. EUR vorsieht. Darüber hinaus wirken aus den Vorjahren noch laufende Konjunkturprogramme wie das "Schnellläufer-Programm" der DB AG, durch das mit einem Volumen von 500 Mio. EUR zusätzliche Mittel für die Digitalisierung von Stellwerken bereitgestellt wurden, und damit auch die Nachfrage nach entsprechenden Ingenieurdienstleistungen fördern. Die wesentliche Weichenstellung für die Investitionen des Bundes ist durch den Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP 2030) gegeben. Der BVWP 2030 stellt das wichtigste Instrument der Verkehrsinfrastrukturplanung des Bundes dar. Er umfasst in dem Zeitraum bis zum Jahr 2030 Gesamtinvestitionen in Deutschland für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes von rund 270 Mrd. EUR, davon 141 Mrd. EUR für den Erhalt der Bestandsnetze und 98 Mrd. EUR für Aus- und Neubauprojekte. Auf den Bereich der Bundesfernstraßen entfallen 50 Prozent der Gesamtinvestitionen, auf den Bereich der bundeseigenen Schienenverkehrsinfrastruktur (DB AG) 41 Prozent sowie auf den Bereich der Bundeswasserstraßen 9 Prozent. Die Bahnindustrie in Deutschland hat im Jahr 2023 mit annähernd 14,4 Mrd. EUR wiederum einen deutlichen Umsatzzuwachs von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht. Während das Geschäft im Ausland um 31 Prozent anzieht, gehrt der Umsatz im Inland um 7 Prozent zurück. Diese Schwankung ist maßgeblich auf die Schienenfahrzeugsparte zurückzuführen, die abhängig von Großbestellungen und damit naturgemäß volatil ist. Die in den letzten Jahren eher stagnierenden oder sogar rückläufigen Umsätze im Infrastrukturbereich haben in 2023 mit einer Steigerung um annähernd 17 Prozent im Inland und 20 Prozent im Ausland ein deutliches Wachstum erreicht. Der Auftragseingang 2023 ist insgesamt um annährend 57 Prozent auf 21,52 Mrd. EUR gewachsen. Der größte Teil dieses Auftragsvolumens kommt mit 12,8 Mrd. EUR, einem Zuwachs um 56 Prozent, aus dem Inland. Dabei ist auch der Infrastrukturbereich mit 40 Prozent ein wesentlicher Wachstumsträger und erreichte im Inland ein Auftragsvolumen 3,6 Mrd. EUR, was einer Steigerung von 29 Prozent entspricht. (Quelle: VDB Verband der Bahnindustrie in Deutschland e.V., Jahrespressekonferenz am 20.03.2024) Wie in den Vorjahren war auch im Jahr 2023 das Investitions- und Vergabeverhalten der Deutschen Bahn AG (DB AG) für die Auftragslage dominierend. Die bereits im Januar 2020 in Kraft getretene dritte Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV III) ist gegenüber ihrer Vorgängerin (LufV II) mit einer doppelt so langen Laufzeit von 10 Jahren bis Ende 2029 und einem um 54% erhöhten Volumen auf insgesamt 86 Mrd. EUR ausgelegt. Damit werden auch für die laufende Dekade die notwendigen Investitionen in den weiteren Ausbau und die Modernisierung des Bestandsnetzes der DB AG ermöglicht. Die Mittel fließen weiterhin in die Modernisierung und Digitalisierung von Stellwerken, die Erneuerung und Elektrifizierung von Bahnstrecken, die Sanierung von Tunneln, insbesondere auch in die Erneuerung und den Neubau von rund 2.000 Brückenbauwerken sowie die Modernisierung von Bahnhöfen. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs Der Auftragseingang in Höhe von 22,9 Mio. EUR konnte im Jahr 2023 das Niveau des Vorjahres (17,3 Mio. EUR) weit übertreffen und lag auch signifikant über dem Budgetziel von 19,6 Mio. EUR Die auch im Jahr 2023 fortgesetzten Investitionen der DB AG in die Netzinfrastruktur trugen zu einem gesteigerten Umsatzvolumen Niveau von 20,1 Mio. EUR (Vorjahr 16,7 Mio. EUR) bei. Der relative Materialaufwand/Aufwendungen für bezogene Leistungen im Verhältnis zur Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr um 1,2 %-Punkte auf 16,4 % im Jahr 2023 gestiegen, was durch übliche Unterschiede in den zu leistenden Projektinhalten erklärt werden kann. Die Personalaufwandsquote in 2023 ist mit 61,8 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 (64,5 %) mit einer Veränderung von 2,7%-Punkten leicht gefallen und liegt innerhalb der normalen Schwankungen im Geschäftsverlauf. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zur Leistung liegen mit 15,0% leicht unterhalb des Vorjahresniveaus (16,0%) und somit im Bereich der üblichen Schwankungen. Im Jahr 2023 konnte das EBITDA (bevor Group Fees) mit T€ 2.681 sowohl das Budget (T€ 2.005) als auch das Vorjahr (T€ 2.222) signifikant übertreffen. C. Lage der Gesellschaft1. Wesentliche zur internen Steuerung verwendete Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die Steuerung der Gesellschaft sind der Auftragseingang, der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen Steuer, Abschreibungen und globalen Konzernumlagen (EBITDA before Group Fees = Earnings before Group Fees / Interest/Taxes / Depreciation & Amorization). Die finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:
2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage
Die Erhöhung des Anlagevermögens auf T€ 664 im zum 31.12.2023 (VJ T€ 310) resultierte im Wesentlichen aus der Aktivierung von Microsoft Softwarelizenzen in Höhe von T€ 275 sowie Kauf von zusätzlichen Möbeln für ein neues Büro in Höhe von T€ 59. Das Volumen der Forderungen ggü. Dritten (T€ 4.387, VJ T€ 2.811) erhöhte sich, während die unfertigen Leistungen (T€ 3.965, VJ T€ 4.344) gesenkt werden konnten. Gleichzeitig verringerte sich der Kassenbestand zum 31.12.2023 auf T€ 1.419 (VJ T€ 2.547). Das Fremdkapital zum 31.12.2023 sank leicht durch eine Verminderung der Verbindlichkeiten (T€ 1.966, VJ T€ 2.281). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 2023 47,9% (VJ 42,3%). Finanzlage Die Gesellschaft ist neben dem Eigenkapital u.a. durch Anzahlungen von Kunden, die einen Teil der unfertigen Leistungen decken, finanziert. Im Geschäftsjahr bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum zum 31. Dezember 2023 auf -470 T€ und wurde wesentlich durch das Jahresergebnis (+1048 T€), die Verminderung der Vorräte -378 T€) und der sonstigen Rückstellungen (+230 T€) sowie einer Erhöhung der Forderungen ggü. Dritten (T€ 1.575 ) beeinflusst. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war mit -658 T€ im Wesentlichen aufgrund der getätigten Investitionen in immaterielles Anlagevermögen (-422 T€) und Sachanlagevermögen (-236 T€) negativ. Im Geschäftsjahr haben sich die liquiden Mittel zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 um 1.128 T€ auf 1.419 T€ vermindert. Ertragslage Das EBITDA before Group Fees (EBITDA) nach IFRS im Berichtszeitraum belief sich auf T€ 2.681 und war gegenüber den Budgetzielen (T€ 2.005) und dem Vorjahr (T€ 2.222) stark verbessert. Wesentlich war hier der gestiegene Umsatz (Mio. € 20,1 in 2023, Mio. € 16,7 in 2022). 3. Auftragseingang- und Umsatzentwicklung Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde ein Auftragseingang in Höhe von T€ 22.910 verbucht, und konnte sowohl das Budget (T€ 19.646) als auch das Vorjahr (T€ 17.341) weit übertreffen. Der Umsatz lag mit T€ 20.071 im Berichtszeitraum weit über dem Vergleichswert des Vorjahres (T€ 16.716). Der Hauptanteil in Höhe von 99% des Umsatzes wurde wie in den Vorjahren mit Kunden aus dem Inland erzielt (Vorperiode: 99%). Der Anteil an Umsätzen mit verbundenen Unternehmen verbleibt bei einem Anteil von unter 1 %. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 beträgt T€ 19.618 und hat sich damit im Vergleich zum vorausgehenden Stichtag zum 31. Dezember 2022 (T€ 17.117) noch einmal erhöht. 4. Investitionen Im Kalenderjahr 2023 lagen die getätigten Investitionen mit T€ 658 über dem Volumen des Kalenderjahres 2022 (T€ 312). Wesentlich waren hier Microsoft Software Lizenzen in Höhe von T€ 275. 5. Forschung und Entwicklung Im Berichtsjahr sind wie im Vorjahr keine Aufwendungen im Zusammenhang mit Forschung oder Entwicklung angefallen. 6. Personal Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 waren 157 (Vorjahr: 152) Personen bei der WSP Infrastructure Engineering GmbH beschäftigt. Bei anteiligem Ansatz der Teilzeitbeschäftigten ergibt dies 142 (Vorjahr: 141) Vollzeitbeschäftigte. 7. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Ausgehend von den budgetierten Zielen für das GJ 2023 (Auftragseingang T€ 19.646, Umsatz T€ 19.797 und EBITDA before Group Fees T€ 2.005 ist das wirtschaftliche Ergebnis mit den erreichten Zahlen 2023 sehr zufriedenstellend. Alle Ziele konnten übertroffen werden. D. Risiken-, Chancen und PrognoseberichtDie WSP Infrastructure Engineering GmbH ist im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Gesellschaft verfolgt systematisch die Entwicklung aller relevanten Risiken und ist ebenfalls in das konzernweite Risikomanagement der WSP Group eingebunden. Die Geschäftsführung setzt Steuerungs- und Kontrollsysteme ein, um drohende Risiken laufend zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten. Gleichzeitigt werden sich bietende Chancen erschlossen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Im Einzelnen stellen sich die Risiken und Chancen wie folgt für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 dar: 1. Risiken Risikomanagementsystem Das eingeführte Risikomanagementsystem wurde auch 2023 analog zu den Vorjahren weitergeführt. Ziel dieses Systems ist, Risiken und Chancen bei Angeboten und Projekten aufzuzeigen. Die Einschätzung der Risiken erfolgt hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Risikos sowie der voraussichtlichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und wird dementsprechend als "gering" bis "hoch" kategorisiert. Projektrisiko Projekte bergen aufgrund ihrer Komplexität auch größere Abwicklungsrisiken. Die Vorgehensweise der Überprüfung von Angeboten und Projekten erfolgt in mehreren Schritten. Alle Angebote und laufende Projekte werden unter Zugrundelegung verschiedener Szenarien im Hinblick auf die Beurteilung der Kunden (Geschäftsgebaren, Bonität), der Vertragsgrundlage (Terminstellungen, kommerzielle Bedingungen), der Verfügbarkeit von Ressourcen sowie der technischen Komplexität vom jeweiligen Angebots- bzw. Projektleitenden gemeinsam mit dem Bearbeitenden des Projektcontrollings geprüft. Darauf basierend werden geeignete operative Maßnahmen zur Risikominimierung durch die verantwortliche Bereichsleitung in Abstimmung mit der Geschäftsleitung festgelegt. Für die Einhaltung und Umsetzung dieser Maßnahmen ist die Regionalbereichs- bzw. Niederlassungsleitung verantwortlich, entsprechende Freigabe- und Review-Verfahren sind eingeführt. Der Fortschritt wird durch die Geschäftsleitung verfolgt. In vierteljährlich stattfindenden Quartalsreviews mit den als Profit-Center organisierten Bereichen werden alle wesentlichen Projekte im Einzelnen betrachtet und, falls erforderlich, Korrekturmaßnahmen zur Risikoeingrenzung vereinbart und nachgehalten. Darüber hinaus werden kritische Projekte auch innerhalb der regional zuständigen WSP-Struktur (CE-Central Europe) berichtet und erörtert. Entsprechend unserer Risikoklassifizierung und unter Berücksichtigung der risikominimierenden Maßnahmen schätzen wir das Risiko als ein "mittleres" Risiko ein. Liquiditätsrisiko Die Projekte werden zu einem wesentlichen Teil über Anzahlungen der Kunden (vor-) finanziert. Die liquiden Mittel werden bei namhaften inländischen Kreditinstituten verwaltet. Diese unterliegen einer laufenden Kontrolle seitens des Managements und daher wird das Risiko eher als "gering" eingestuft. Forderungsausfallrisiko Forderungen unterliegen einer laufenden Kontrolle seitens des Managements. Durch diese Kontrollen und die enge Kundenbeziehung wird das Forderungsausfallrisiko eher als "gering" eingestuft. Absatzrisiko Wenngleich die Budgets der DB AG für Investitionen und Instandhaltung in ihrem Gesamtvolumen auch weiterhin langfristig über Finanzierungsverträge mit den Ressortministerien des Bundes definiert sind (LuFV), verbleiben wesentliche Unsicherheiten in der Priorisierung der Investitionsvorhaben der DB AG mit entsprechenden Auswirkungen auf die Gewerke spezifischen Planungsleistungen der einzelnen Bauvorhaben. Darüber hinaus sind Umfang und Ausgestaltung der am Markt zu vergebenden Planungsleistungen durch den Anspruch an die Eigenfertigungstiefe der DB AG (Kontrahierungsgebot DB Engineering & Consulting GmbH) beeinflusst. Aufgrund der signifikanten Anhebung der Investitionsmittel der LuFV III auf insgesamt ca. 86 Mrd. EUR über den Finanzierungszeitraum von 2020 bis 2029, welches einer Anhebung um ca. 54% gegenüber der vorausgehenden LuFV II (2015-2019) entspricht, ist die zu erwartende Auftragslage als nachhaltig stabil einzuschätzen und damit das Absatz- und Auftragseingangsrisiko als "gering" einzustufen. 2. Chancen Das Geschäftsmodell der WSP GmbH stützt sich weiterhin auf drei wesentliche Säulen:
Das in den vergangenen Jahren annähernd ausschließlich durch Inlandsprojekte geprägte Geschäft war auch im Jahre 2023 durch das Investitions- und Vergabeverhalten der Deutschen Bahn AG (DB AG) dominiert. Planungsgeschäft Inlandsmarkt Auch 2023 war eine weitere Konsolidierung von Ingenieurplanungsunternehmen im Bahnsektor zu verzeichnen. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich fortsetzen. Ebenso wie bereits im Vorjahr wurden im Jahr 2023 wiederum Planungsleistungen mit Generalplanungscharakter vergeben. Bereits seit 2007 hat die DB AG zur Sicherstellung der Planungsstandards und -qualität Präqualifikationsverfahren als Zulassungsvoraussetzung für den Wettbewerb eingeführt. Mit Wirkung zum Januar 2014 hat die DB AG ihre bis dahin geführten Präqualifizierungsverfahren in modifizierter Form und unter zentraler Leitung fortgeführt. Die in den Bereichen Leit- und Sicherungstechnik (LST), Oberleitungsanlagen (OLA), Elektrotechnische Anlagen (EEA), Verkehrsanlagen (VA), Konstruktiver Ingenieurbau/Brücken (KIB), Telekommunikationsanalgen (TK), fachtechnische Prüf- und Abnahmeleistungen, etc. regelmäßig zu erneuernden Präqualifizierungen bei der DB AG wurden im Jahr 2022 wiederum erfolgreich erlangt bzw. verlängert oder hatten über das Jahresende hinaus Bestand. Softwareentwicklung und -wartung Für die bei der DB AG und im inländischen Planungsmarkt langjährig und verbreitet im Einsatz befindliche Signalplanungssoftware "ProSig" wird von einem Umsatz in bisheriger Größenordnung ausgegangen, da die planenden Unternehmen weitgehend mit Lizenzen (Wartungsvereinbarungen) ausgestattet sind. Ein besonderes Augenmerk im Hinblick auf die zukünftige Produktentwicklung ist auf die Einführung standardisierter Schnittstellen zu den Herstellern elektronischer digitaler Stellwerke (ESTW/DSTW) sowie zu Infrastrukturdaten-Managementsystemen der DB AG zu legen. Die WSP GmbH ist in entsprechenden Arbeitsgruppen der DB AG aktiv vertreten. Der im Jahr 2019 mit der DB AG zuletzt aktualisierte und verlängerte Rahmenvertrag zur Weiterentwicklung und Lizensierung der Planungssoftware "ProSig" steht in der zweiten Jahreshälfte 2024 zur Erneuerung an. Der Rahmenvertrag "ProSig" bildet die Grundlage zur Pflege und Weiterentwicklung der Planungssoftware entsprechend dem technischen Fortschritt und den Anforderungen an die regelkonforme Planung signaltechnischer Anlagen der DB AG. Eine Auftragserteilung zur Aktualisierung und Verlängerung des Rahmenvertrages für eine weitere Laufzeitperiode von voraussichtlich vier Jahren wird im zweiten Halbjahr 2024 erwartet. Internationalisierung Die WSP GmbH ist seit Oktober 2021 innerhalb des Globalen Geschäftsbereiches UK / EMEA, der geographisch die Länder Großbritannien & Irland, Europa (außer Skandinavien) sowie den Nahen und Mittleren Osten und Afrika umfasst, der Unterregion Central Europe Nord, gebildet aus den Ländern Deutschland, den Niederlanden und Polen, zugeordnet. Diese Regionalzuordnung wird durch eine zukünftig intensivierte Zusammenarbeit mit Schwestergesellschaften weitere Chancen sowohl im Inlands- wie auch in internationalen Projekten unter der Führung der jeweiligen Landesgesellschaft von WSP eröffnen. 3. Prognosebericht 3.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft lässt die Rezession hinter sich. Ausweislich der Frühindikatoren wird das Bruttoinlandsprodukt nach dem Anstieg im ersten Quartal 2024 weiter aufwärtsgerichtet bleiben. Im Verlauf des Jahres werden die steigenden real verfügbaren Einkommen und das anziehende Auslandsgeschäft die wirtschaftliche Aktivität stimulieren. Zudem wird die Wirkung der strafferen Geldpolitik auf die Expansionskräfte allmählich nachlassen. Der Expansionsspielraum wird zusehends durch strukturelle Hemmnisse, darunter nicht zuletzt den demografischen Wandel, begrenzt. Alles in allem dürfte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr 2024 um 0,2 Prozent (DIW 0,3 Prozent) und im Jahr 2025 um 1,1 Prozent (DIW 1,3 Prozent) steigen. Die Inflation hat sich zwar merklich abgeflacht und wird voraussichtlich im laufenden Jahr 2,2 Prozent (DIW 2,3 Prozent) und im kommenden Jahr 1,9 Prozent (DIW 2,0 Prozent) betragen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin recht robust. Die Beschäftigung wird angesichts des demografischen Wandels allerdings nur noch leicht steigen. Die Arbeitslosenquote wird erst im Jahr 2025 wieder etwas auf dann 5,6 Prozent sinken. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe sind noch 18 Prozent unter dem Niveau vor der Zinserhöhung im Schlussquartal 2021, haben nun aber wohl einen Tiefpunkt erreicht. Während die Auftragseingänge im Tiefbau bereits im ersten Quartal dieses Jahres stiegen, deutet sich eine Wende im zinsreagibleren Hochbau erst an. Die Investitionen im Wirtschaftsbau dürften im gesamten Prognosezeitraum steigen. Ursächlich hierfür sind auch die zuletzt steigenden Tiefbauinvestitionen, unter die auch die ausgeprägten Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen für das Schienennetz der Deutschen Bahn (DB) fallen. Insgesamt dürften die Bauinvestitionen im Jahr 2024 um 0,4 Prozent sinken. Für das Jahr 2025 erwarten das IfW Kiel wieder einen Anstieg der Bauinvestitionen um 0,4 Prozent. Der Aufwärtsdruck auf die Baupreise dürfte im Prognoseverlauf abnehmen. (Quelle: IfW Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Kieler Konjunkturbericht Nr. 115, Q2/2024, 12.06.2024) Die Bauwirtschaft in Deutschland steckt noch in der Krise; die Probleme reißen nicht ab. Was im Jahr 2021 mit Material- und Lieferengpässen begann, setzte sich in den Jahren 2022/23 mit der Energiekrise und dem Kaufkraftverlust der Haushalte durch die Verbraucherpreisinflation fort. Hinzu kamen rapide steigende Zinsen, die die Finanzierung von Bauprojekten besonders für private Haushalte, aber auch für Unternehmen erheblich erschwerten. Vor allem im Wohnungsneubau brachen die Auftragseingänge und Baugenehmigungen im vergangenen Jahr regelrecht ein. Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung der Baupreise nahm das Bauvolumen in nominaler Rechnung zwar über die Jahre noch zu, preisbereinigt sind aber in fast allen Bausparten bereits seit 2021 Rückgänge zu verzeichnen. Im laufenden Jahr 2024 dürfte das Bauvolumen nun auch nominal schrumpfen. Dabei wird wohl vor allem das Hochbauvolumen in Mitleidenschaft gezogen werden und teilweise deutlich zurückgehen. Im kommenden Jahr dürfte sich die Entwicklung verbessern, mit kräftigen Zuwächsen ist aber auch dann nicht zu rechnen. Nur der Tiefbau kann in diesem Jahr zulegen: Die Aktivität im Tiefbau hat das Bauvolumen bereits im vergangenen Jahr stabilisiert. Während die Bauproduktion im Hochbau rückläufig war, folgte sie im Tiefbau weiterhin einem Aufwärtstrend. Auch die Kapazitätsauslastung ging im Tiefbau verglichen zum Hochbau weniger deutlich zurück. Im aktuellen und kommenden Jahr dürfte der Tiefbau weiter ausgeweitet werden, denn der Bedarf an Infrastrukturausbau bleibt hoch. Vor allem von Seiten gewerblicher Investoren sind dabei kräftige Impulse zu erwarten. Schon jetzt deuten die Neuaufträge auf deutliche Zuwächse hin. Im Wirtschaftstiefbau lagen die Auftragseingänge bis zum Herbst 2023 nominal fast 30 Prozent über dem Vorjahresniveau. Hier dürften Großaufträge der Deutschen Bahn (DB) ausschlaggebend sein, die massiv in den Erhalt, den Ausbau und die Modernisierung bzw. Digitalisierung des Schienennetzes investiert. Dies wird sich in diesem und im nächsten Jahr wohl fortsetzen. So dürfte der Tiefbau nach einem Plus im Jahr 2023 von nominal 9,5 Prozent (real: 2,6 Prozent) im laufenden Jahr um 1,8 (real: 3,6) Prozent zulegen. Auch im kommenden Jahr dürfte das Tiefbauvolumen noch mal um 2,3 (real: 3,3 Prozent) ausgeweitet werden. Die Baukonjunktur ist dabei allerdings gespalten. Den teils drastischen Rückgängen im Wohnungsneubau stehen recht ordentliche Zuwächse im Tiefbau entgegen. Der Tiefbau kann die Rückgänge im Hochbauvolumen allerdings nicht kompensieren. Das reale Bauvolumen wird 2024 wohl das dritte Jahr in Folge schrumpfen. Nach Rückgängen von 2,2 Prozent im Jahr 2022 und etwas über einem Prozent im Jahr 2023 dürfte das Bauvolumen in diesem Jahr preisbereinigt um 1,5 Prozent sinken. Allerdings wird für 2025 wieder mit einem realen Zuwachs des Bauvolumens gerechnet. In der Summe dürfte das reale Bauvolumen des Bauhauptgewerbes 2023 und 2024 nur wenig zurückgehen. Im Jahr 2025 wird wieder mit einem deutlichen Zuwachs von fast zwei Prozent gerechnet. Das Ausbaugewerbe wird die Rückgänge im Wohnungsbau weiter massiv spüren. In diesem Jahr dürfte das reale Bauvolumen bei der Bauinstallation und dem sonstigen Ausbau nochmal 2,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Auch bei den sonstigen Bauleistungen wie den Architekturbüros wirkt sich insbesondere der schwache Wohnungsneubau negativ aus. Das reale Bauvolumen wird im Ausbaugewerbe 2024 wohl sogar das vierte Jahr in Folge schrumpfen. Wie in den anderen Bausparten dürfte sich im kommenden Jahr aber das Konjunkturbild aufhellen. (Quelle: DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V., Berlin, DIW Wochenbericht Nr. 1+2 / 2024, 10.01.2024) Der vom Bundeskabinett im August 2016 beschlossene Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP 2030) ist weiterhin die führende Planungsgrundlage für den vordringlichen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur auf Straßen, im Schienennetz der DB AG sowie den Bundeswasserstrassen in Deutschland. Er definiert 1.000 unterschiedliche Verkehrsinfrastrukturprojekte und umfasst ein Investitionsvolumen von 270 Mrd. EUR für den Zeitraum bis 2030. Darin enthalten sind ca. 110 Mrd. EUR, entsprechend 41 Prozent des Gesamtvolumens des BVWP 2030, für den Bereich der Schienenverkehrsinfrastruktur. Die Investitionsförderung des Bundes wird auch weiterhin zu einem hohen Niveau der Bauinvestitionen der öffentlichen Hand führen. Maßgeblich wird auch hier die Nachfrage des Staates durch Investitionen in die Schienenverkehrsinfrastruktur sein, basierend auf der für den Zeitraum von Januar 2020 bis Jahresende 2029 zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn AG (DB AG) geschlossenen dritten Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV III), die ein Investitionsvolumen für den Ausbau und die Modernisierung des Schienennetzes der DB AG in diesem Zeitraum von rund 86 Mrd. EUR vorsieht. Der im Dezember 2021 geschlossenen Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung (20. Wahl-periode) folgend, wurde im zweiten Quartal 2022 die "Beschleunigungskommission Schiene" (BKS) zur Stärkung dieses klimafreundlichen Verkehrsträgers eingesetzt. Diese wurde durch den Beauftragten der Bundesregierung für den Schienenverkehr, den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV), Michael Theurer, geleitet. Der Bahnsektor steht vor enormen Herausforderungen. Das insgesamt ca. 34 tausend Kilometer umfassende Schienennetz der DB AG ist gleichzeitig stark nachgefragt, bereits an seiner Belastungsgrenze angekommen und durch einen hohen Grad an Modernisierungserfordernissen geprägt. Im Dezember 2022 hat die BKS ihren Abschlussbericht vorgelegt, in dem neben den Aspekten zur Finanzierungsarchitektur und der Realisierung des Netzausbaus auch konkrete Vorschläge für eine beschleunigte Ausrüstung und Modernisierung des Bestandsnetztes der DB AG, unterbreitet werden, u.a.:
(Quelle BKS - Abschlussbericht, veröffentlicht am 13.12.2022). Verschiedene der vorgeschlagenen Vorhaben befinden sich bereits in der Auftragsvergabe, in deren Projekt-konkreten Vorbereitung bzw. der mittelfristigen Planung. Einen aktualisierten Stand zur Realisierung der seitens der BKS vorgeschlagenen Maßnahmen spiegeln die regelmäßigen Fortschrittsberichte der BKS, Nr. 1 vom Juni 2023, Nr. 2 vom April 2024, wider. Weitere Informationen sind auf der DB-Plattform zum Investitions- und Innovationsprogramm "DSD / Digitale Schiene Deutschland" - Die Zukunft der Eisenbahn (Quelle: https://digitale-schiene-deutschland.de ) verfügbar. Die Programme zur Sanierung der Hochleistungskorridore (HLK) hat begonnen. Im Infrastrukturbereich, der auf dem Inlandsmarkt ein zuverlässiger Indikator dafür ist, wie weit die Sanierungs- und Modernisierungspläne der Bundesregierung und der DB auf der Schiene vorankommen, sind Fortschritte zu verzeichnen: Es stehen bereits im laufenden Jahr 2024 und zukünftig Projekte an, die es in der Größe und dem Umfang im modernen Schienenverkehr noch nicht gegeben hat. (Quelle: VDB Verband der Bahnindustrie in Deutschland e.V., Jahrespressekonferenz am 20.03.2024) So sind die entsprechenden Projekte zur Generalsanierung des HLK-Netzes zwischenzeitlich definiert. Die Wettbewerbsposition der WSP GmbH am nationalen Markt hat sich aufgrund der bestehenden und erfolgreich erneuerten Präqualifizierungen und der darauf basierenden in öffentlichen Vergabeverfahren der DB AG gewonnenen Rahmenverträge und Projekten trotz der intensiven Wettbewerbssituation als stabil erwiesen. Umsatz- und Wachstumsrisiken bestehen für den Inlandsmarkt vor allem im Eigenleistungsanteil der DB AG durch deren Planungstochter DB Engineering & Consulting GmbH. Daneben wird die Ausbildung und Verfügbarkeit von Ingenieurtechnischen Fachkräften, im Inland ebenso wie innerhalb der Konzernstruktur der WSP-Unternehmensgruppe, ein wesentliches Element zur Nutzung von Wachstumschancen im Markt sein. In Anbetracht der zu erwartenden zunehmenden Konsolidierung der Planungsunternehmen wird sich die aus Know-How, Ressourcen und Kooperationsmöglichkeiten innerhalb der WSP-Gruppe resultierende Leistungsfähigkeit als ein wesentlicher Faktor darstellen. 3.2. Prognostizierter Geschäftsverlauf der Gesellschaft Für die folgenden Geschäftsjahre wird auch weiterhin mit einem hohen Auftragseingang gerechnet. Nach einem extrem hohen Auftragseingang in 2023 in Höhe von rd. 22,9 Mio. EUR wird für 2024 mit einem Wert von rd. von rund 20,8 Mio. EUR gerechnet. Aufgrund des vorliegenden hohen Auftragsbestandes sowie einer unverändert guten Auftragseingangserwartung wird für das Jahr 2024 ein weiteres Umsatzwachstum auf 21,4 Mio. EUR erwartet. Für das EBITDA before Group fees wird prognostiziert, dass nach einem Ergebnis in Höhe von T€ 2.681 in 2023 sich die Zielgröße in 2024 mit T€ 2.666 auf hohem Niveau stabil zeigt. Der Ausblick basiert auf den in Abschnitt D beschriebenen Risiken und Chancen der Geschäftsentwicklung. Zukunftsbezogene Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Prognosen sind aber aufgrund der Zukunftsorientierung mit Unsicherheiten behaftet. Auch im weiteren Verlauf des Jahres zeichnen sich keine wesentlichen Auswirkungen des Ukraine Kriegs bzw. der stark gestiegenen Inflation in unserem Markt ab. Die Politik hat wiederholt die Finanzierung von Investitionen in die Bahninfrastruktur bestätigt und es werden weiter zahlreiche Projekte ausgeschrieben und vergeben. Bei laufenden Projekten haben sich bislang weder Verzögerungen ergeben, noch wurden von Kundenseite Veränderungen in den Projektabläufen bzw. Verschiebungen angekündigt. 3.3. Gesamtaussage über die voraussichtliche Entwicklung Durch unsere umfangreiche Erfahrung sowie die zahlreichen Präqualifizierungen und Rahmenverträge mit der Deutschen Bahn sind wir auf dem Markt gut positioniert. In den vergangenen Geschäftsjahren wurden Maßnahmen eingeleitet, die sich positiv auf die zukünftige Kostenstruktur auswirken. Die Nutzung der globalen Infrastruktur der WSP Gruppe und das breite Knowhow im Konzernverbund sowie die derzeit vorhandene Auftragslage bieten uns auch in einem schwierigen Marktumfeld und den Herausforderungen der kommenden Jahre gute Chancen weiterhin erfolgreich am Markt zu agieren. Die WSP GmbH erwartet für das Jahre 2024 insgesamt eine positive Entwicklung der Betriebsleistung und eine dementsprechende Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Frankfurt am Main, den 9. August 2024 WSP Infrastructure Engineering GmbH, Frankfurt am Main Winfried Zuber Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023I. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeVorbemerkung Die WSP Infrastructure Engineering GmbH ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Sie hat Ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HR B Reg.Nr. 105165). Der Jahresabschluss der WSP Infrastructure Engineering GmbH, Frankfurt am Main (WSP GmbH), wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des HGB und GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB enthaltenen Gesamtkostenverfahren gegliedert. Leerposten wurden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben. 1. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlage-vermögens werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Die Nutzungsdauern betragen für immaterielle Vermögenswerte 3 bis 5 Jahre und für Sachanlagen 3 bis 13 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Jahr der Anschaffung jeweils voll abgeschrieben. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Umlaufvermögen 2.1 Vorräte Zur Bewertung der unfertigen Leistungen werden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch notwendige Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Zur Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfes laufender Projekte werden im Regelfall die voraus-sichtlichen Herstellungskosten des Projekts anhand eines Vergleichs der aktivierten Herstellungskosten mit dem Projektleistungsstand berechnet. Eine Wertberichtigung in Höhe des Differenz-betrags erfolgt, wenn die ermittelten Herstellungskosten über dem noch nicht schlussgerechneten Auftragsbestand liegen. 2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden einzelwertberichtigt, soweit es sich um zweifelhafte Forderungen handelt. Ferner wurde zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% gebildet. 2.3 Liquide Mittel Die liquiden Mittel sind mit dem Nominalbetrag bilanziert. 2.4 Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Die Bewertung erfolgt zum Nennbetrag. Rechnungsstellung vor dem Abschlussstichtag, welche Erträge beinhaltet, die dem Folgejahr zuzuordnen sind, werden unter dem Rechnungsabgrenzungsposten passiv abgegrenzt. Die Bewertung erfolgt zum Nennbetrag. 3. Rückstellungen Die Rückstellungen werden in dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet und decken alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten ab. Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen oder vergleichbare langfristige fällige Verpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Sonstige langfristige Rückstellungen werden, entsprechend ihrer Restlaufzeit, mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. 4. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nennwert angesetzt. 5. Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen Fremdwährungsgeschäfte werden mit dem Entstehungskurs zum Anschaffungszeitpunkt eingebucht. Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in fremder Währung, die eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr aufweisen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet. Forderungen in fremder Währung und einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Kurs zum Anschaffungszeitpunkt oder dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag, Verbindlichkeiten in fremder Währung und einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Kurs zum Anschaffungszeitpunkt bzw. dem höheren Kurs am Abschlussstichtag bewertet. II. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Anlagevermögen Bezüglich der Aufgliederung der Anlageposten und ihrer Entwicklung verweisen wir auf die Entwicklung des Anlagevermögens, diese ist als Anlage zum Anhang beigefügt. 2. Umlaufvermögen Die Vorräte enthalten unfertige Leistungen in Höhe von T€ 3.965 (Vorjahr: T€ 4.344). Die leichte Reduzierung liegt trotz des gestiegenen Umsatzerlösen innerhalb der normalen Schwankungen im Projektgeschäft. Die Laufzeit der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie folgt verteilt.
Die Forderungen aus Lieferung und Leistung gegenüber Dritten betragen T€ 4.387 (Vorjahr: T€ 2.811) und lagen i.W auch wegen der gesunkenen Vorräte unter dem Vorjahresniveau. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich auf T€ 2.329 (Vorjahr: T€ 2.206). Wesentlich waren hier die Zinszahlungen (105 T€) aus dem Darlehen an eine Konzernschwester in Höhe von 2.200 T€. 3. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 51. Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt unverändert T€ 1.141. Die WSP GmbH weist zum Ende des Geschäftsjahres ein Eigenkapital in Höhe von T€ 6.335 (Vorjahr: T€ 5.287) aus. 4. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 352 (Vorjahr: T€ 340) wurden nach versicherungs-mathematischen Grundsätzen gemäß der projizierten Einmalbeitragsmethode berechnet. Die Pensionsrückstellung wurde auf Basis des Gutachtens von Towers Watson vom 29.05.2024 gebildet. Der Berechnung wurde aus Vereinfachungsgründen eine Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Der Zinsaufwand aus den Pensionsverpflichtungen beträgt T€ 4 (Vorjahr: T€ 10). Darüber hinaus wird der reguläre Anpassungsbetrag zu Pensionsrückstellungen im Personalaufwand ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 6 unterliegt einer Ausschüttungs-sperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. 5. Sonstige Rückstellungen Bei den sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 4.293 (Vorjahr: T€ 4.063) handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Aufträge bzw. Projektrisiken sowie Personalrückstellungen. Die Rückstellungen für Aufträge und Projektrisiken (T€ 3.145; Vorjahr: T€ 3.004) setzten sich aus den Drohverlustrückstellungen, Rückstellung für fehlende Herstellkosten sowie Rückstellungen für Projektrisiken zusammen und betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Herstellungskosten (T€ 2.893; Vorjahr: T€ 2.559) sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (T€ 58; Vorjahr: T€ 84). In den Personalrückstellungen (T€ 947; Vorjahr: T€ 778) enthalten sind Rückstellungen für Tantiemen (T€ 316; Vorjahr: T€ 151), Rückstellungen für Resturlaub - und Gleitzeit (T€ 402; Vorjahr: T€ 399) sowie für Jubiläumsaufwendungen (T€ 232; Vorjahr: T€ 229). Für Ertragssteuern wurden Rückstellungen in Höhe von 264 T€ (VJ 529 T€) gebildet. 6. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen mit T€ 5 unterhalb des Niveaus des Vorjahres (T€ 155) und betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 533; Vorjahr: T€ 507) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 558 (Vorjahr: T€ 503). 7. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
8. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind aperiodische Erträge in Höhe von T€ 210 (Vorjahr T€ 432) enthalten. Diese bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellung. Es liegen im Geschäftsjahr keine Beträge von außerordentlicher Größenordnung vor. 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 3.006 (Vorjahr: T€ 2.751) sind leicht gestiegen. Wesentliche Bestandteile sind neben den IT-Kosten in Höhe von T€ 753 (Vorjahr: T€ 609) sowie Miet- und Leasingaufwendungen (T€ 827; Vorjahr: T€ 798) auch Management Fees der WSP Inc. aus Kanada (T€ 176; Vorjahr: T€ 155) und Management Fees der WSP für Central Europe (T€ 139; Vorjahr T€ 117). 10. Zinsen und ähnliche Erträge/Aufwendungen Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen T€ 16 (Vorjahr: T€ 12) auf verbundene Unternehmen. Zinsaufwand aus Abzinsung der Rückstellungen beträgt T€ 4 (Vorjahr: T€ 9). 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Aufwand für Ertragssteuern beläuft sich im Berichtsjahr auf insgesamt T€ 335 (Vorjahr: T€ 175) und verteilt sich mit T€ 166 (Vorjahr: T€ 85) auf Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag und T€ 169 (Vorjahr: T€ 89) auf die Gewerbesteuer. III. Sonstige Angaben1. Haftungsverhältnisse Aus Bürgschaften existieren Eventualverbindlichkeiten in Höhe von T€ 88 (Vorjahr: T€ 88). Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der Nichtinanspruchnahme in der Vergangenheit als gering angesehen. 2. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen (Werte in T€)
Unsere Gesellschaft hat Leasingvereinbarungen für PKWs und für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Mietvereinbarungen für Geschäftsräume abgeschlossen. Dies trägt zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Vertragspartner. 3. Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 154 (Vorjahr: 144), hiervon waren zum Jahresende 123 (VJ 121) Arbeitnehmer in Vollzeit und 35 (VJ 31) Arbeitnehmer in Teilzeit beschäftigt. 4. Beirat Im Berichtszeitraum bestand der Beirat aus folgenden Mitgliedern: Eric van den Broek Managing Director WSP Continental Europe (ab 04 - 2022) Sibille Vinzenz, Finance & HR Director WSP Central Europe, München (bis 30. Mai 2023) Marco Dalle Grave, Finance Director WSP Central Europe, Turin, Italien (ab 30. Mai 2023) Für die Beiratstätigkeit erhalten die Mitglieder keine Bezüge. 5. Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehört im Berichtsjahr an:
Geschäftsführer Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung unterbleiben mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. 7. Name und Sitz des Mutterunternehmens/Konzernabschluss Das Stammkapital der WSP IE GmbH, Frankfurt am Main, wird zu 100 % von WSP Europe AB, Arenavägan 7, SE-121 88, Stockholm, Schweden gehalten. Damit ist die Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen zur WSP Europe AB, Schweden, und ihren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen (kleinster Konsolidierungskreis). Die WSP Europe AB, wiederum ist verbundenes Unternehmen zu der Konzernobergesellschaft WSP Global Inc., Montreal, Kanada, und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen (größter Konsolidierungskreis). Die Gesellschaft ist damit ein verbundenes Unternehmen zur Konzernobergesellschaft WSP Global Inc., Montreal / Kanada, im Sinne von § 271 HGB und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage www.wspgroup.com veröffentlicht. 8. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 5.134.440,10, der sich aus dem Jahresüberschuss von EUR 1.047.652,31 und dem Gewinnvortrag von EUR 4.086.787,79 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurt am Main, den 09. August 2024 WSP Infrastructure Engineering GmbH, Frankfurt Winfried Zuber Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WSP Infrastructure Engineering GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurtei le Wir haben den Jahresabschluss der WSP Infrastructure Engineering GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WSP Infrastructure Engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. G rundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 6. September 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christian König, Wirtschaftsprüfer ppa. Franziska Wörler Wirtschaftsprüferin
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