MAREDO Restaurants Holding GmbHLiquidiert
40210 Düsseldorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Volker Vanselow seit 20.3.2019 | Prokura |
Natascha Freya Ute Stephan seit 20.3.2019 | Prokura |
Klaus-Georg Farrenkopf seit 6.7.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Perusa Partners Fund 2, L.P. | 88.05% |
PP Founder 2a, L.P. | 2.86% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAREDO Restaurants Holding GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2015 bis zum 29.02.2016Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 01. März 2015 bis zum 29. Februar 2016MAREDO Restaurants Holding GmbH, DüsseldorfGliederung:
1. Gesellschaftsrechtlicher HintergrundDie MAREDO Restaurants Holding GmbH, Düsseldorf, ist eine 100%-tige Tochtergesellschaft der MAREDO Verwaltungs GmbH, Düsseldorf. Mit notarieller Beurkundung vom 30. August 2012 und mit Wirkung zum 29. Februar/1. März 2012 hat die MAREDO Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung nach § 2 Nr. 1 UmwG auf die MAREDO Verwaltungs GmbH, Düsseldorf im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme übertragen. Die MAREDO Restaurants Holding GmbH, Düsseldorf, ist Komplementär der MAREDO Gaststätten-GmbH & Co Betriebs KG, Düsseldorf. Mit Vertrag vom 24. Februar 2012 und Wirkung zum 1. März 2012 hat die Berichtsgesellschaft eine Teilkommanditbeteiligung in Höhe von EUR 100,00 an der MAREDO Gaststätten-GmbH & Co Betriebs KG, Düsseldorf, an die MAREDO Gaststätten-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf, übertragen. Zugleich wandelte die MAREDO Gaststätten-Gesellschaft mit beschränkter Haftung ihre Stellung als Komplementär der MAREDO Gaststätten-GmbH & Co Betriebs KG in die des Kommanditisten um und die Berichtsgesellschaft wird Komplementär der MAREDO Gaststätten-GmbH & Co Betriebs KG. Darüber hinaus wurde ein Treuhandvertrag abgeschlossen, wonach der von dem neuen Kommanditisten gehaltene Kommanditanteil lediglich treuhänderisch für den neuen Komplementär gehalten wird, um diesen wirtschaftlich der Berichtsgesellschaft zurechnen zu können. Die entsprechende Eintragung im Handelsregister erfolgte am 7. März 2012. Zum 1. März 2015 wurden alle Restaurants der MAREDO Restaurants Holding GmbH im Wege der Ausgliederung nach den Bestimmungen des Umwandlungsgesetzes auf die MAREDO Gaststätten-GmbH & Co KG übertragen. Des Weiteren ist die Berichtsgesellschaft einziger Gesellschafter der MAREDO Restaurants GmbH, Wien/Österreich, sowie der MAREDO Gaststätten Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf. Die MAREDO Gaststätten Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist Kommanditist der MAREDO Gaststätten-GmbH & Co Betriebs KG und hält einen Anteil von EUR 100,00. Ein durch die Gesellschafter der MAREDO Verwaltungs GmbH bestimmter Beirat auf Ebene der MAREDO Restaurants Holding GmbH berät und überwacht die Geschäftsführung wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2015/2016 abberufen. 2. Geschäft und RahmenbedingungenAllgemeine Wirtschaftsdaten 1 Die deutsche Wirtschaft war im Jahr 2015 in stabiler Verfassung; das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Jahr 2016 sehen die deutschen Konjunkturforscher das Bruttoinlandsprodukt ebenfalls bei 1,6 %. Getragen wird der Aufschwung vom privaten Konsum, der vom anhaltenden Beschäftigungsaufbau und den Kaufkraftgewinnen infolge der gesunkenen Energiepreise profitiert. Unterstützend wirkt auch die expansive Finanzpolitik. Im Jahresdurchschnitt beläuft sich die Inflationsrate auf 0,3 % (Vj. 0,9 %). Die Inflation wird auch in 2016 voraussichtlich moderat bleiben. So rechnen viele Experten mit einem Anstieg von nur 0,5 % gegenüber dem Vorjahr. 2016 wird die Arbeitslosenquote voraussichtlich von 6,4 Prozent Punkten in 2015 auf 6,2 Prozent Punkte sinken. Entwicklung des Gastronomiemarkts Die positive Wirtschaftsentwicklung in 2015 bei niedrigen Arbeitslosenzahlen führte zu einem guten Verbraucherklima. Jedoch setzen diverse Faktoren die Gastronomie hinsichtlich Umsatz- und Gästezahlen wiederum unter Druck. Staatliche Reglementierungen, wie die Einführung des nationalen Mindestlohnes ab dem 1. Januar 2015 und die Pflicht zur Allergen-Kennzeichnung (LMVI) brachten empfindliche Zusatzkosten bzw. deutlichen bürokratischen Mehraufwand mit sich. Der Gastronomie-Sektor musste diese exogenen Einflüsse vielfach mit Preiserhöhungen kompensieren. Das ungebrochene Wachstum von eCommerce beeinträchtigt zudem die Entwicklung des stationären Einzelhandels und damit auch die der im Umfeld befindlichen gastronomischen Angebote. Die gleichzeitig (vor allem online) wachsenden Lieferservices erhöhen den Druck auf die klassische Gastronomie zusätzlich. Des Weiteren setzt sich der Trend zur Umschichtung der Verbraucherausgaben hin zu langlebigen und höherwertigen Anschaffungen (z.B. Immobilien) fort. Zusammenfassend verzeichnete die Gastronomie steigende Durchschnitts-Bons, jedoch auf bestehender Fläche fast durchweg ein Frequenzminus. Das Statistische Bundesamt notiert im Kalenderjahr 2015 gegenüber dem Kalenderjahr 2014 eine reale Umsatzsteigerung in der Gastronomie um 1,3 % (Vj. 1,1 %).
1 Statistisches Bundesamt, Wiesbaden/ Ifo
Institut für Wirtschaftsforschung
Gastgewerbeumsatz Veränderung gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum in % 1
1 Berechnet aus den Ursprungswerten (ohne
Kalender- und Saisonbereinigung).
Entwicklung in der Systemgastronomie Unter Systemgastronomie, zu der MAREDO zählt, ist laut dem Deutschen Hotel und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) folgendes zu verstehen: "Systemgastronomie betreibt, wer entgeltlich Getränke und/oder Speisen abgibt, die an Ort und Stelle verzehrt werden können, und über ein standardisiertes und multipliziertes Konzept verfügt, welches zentral gesteuert wird." In der individuellen Kneipe hingegen wird Erscheinungsbild und Erfolg allein vom Wirt geprägt. In der Systemgastronomie dagegen bestimmt ein komplexes System das Profil. Sortiment, Preise, Verkaufslösung, Erscheinungsbild, Marketing und Marktauftritt sind klar festgelegt. Selbst die Anforderungen an den Standort sind ebenso definiert wie die mögliche Klientel. Weiterführung und Optimierung erfolgserprobter Ideen einerseits, Rationalisierung von Arbeitsabläufen andererseits - das ist Systemgastronomie. Tägliches Tun wird fest verankert in Regeln und Geschäftsgrundsätzen. Dies wiederum bedeutet Kontinuität und Verlässlichkeit. Professionelle Strukturen und ein strategischer Systemansatz gehören zu den Erfolgsfaktoren. Die Statistiken von food-service bestätigen den Erfolg der Systemgastronomie in Deutschland: Nach einem Umsatzwachstum in 2014 von 2,2 % erhöht sich das Wachstum auf 4,9 % im Jahr 2015. Im Top 100 Ranking der Systemgastronomen nimmt die MAREDO-Gruppe dabei im Jahr 2015 den 29. Platz ein (Vj. 27. Platz). Am deutlichsten fiel das Wachstum in 2015 im Fullservice Segment aus: Die dem Segment zugeordneten 15 Unternehmen (analog zu Vj.) realisierten insgesamt einen Umsatzzuwachs von +11,1 % (nach +8,5 % im Vj.): Das Wachstum ist mit 7,2% mehr Units als in Vj. wiederum stark getrieben durch Expansion (nach +9,9% im Vj.). Ein Vergleich innerhalb dieses Segmentes ist allerdings nur bedingt möglich, da bei anderen Unternehmen teilweise auch systemfremde Umsätze eingerechnet werden. Im Segment der Fullservice-Gastronomie belegt die MAREDO-Gruppe weiterhin den Rang Nr. 3 2 mit einer Umsatzentwicklung auf Kalenderjahrbasis 2015 in Höhe von -6,2 % (Vj. -3,1 %), wobei im Vorjahresvergleich die Zahl der von MAREDO betriebenen Restaurants in 2015 um 6 Restaurants niedriger war. Weiterhin die Nummer 1 im deutschen Steakhaussegment bleibt MAREDO. Entwicklung der MAREDO-Gruppe In ihren Restaurants verzeichnete die MAREDO-Gruppe im Geschäftsjahr 15/16 ein Umsatzrückgang von 5,9 Mio. € oder -6,3%. Dieser Rückgang ist maßgeblich durch die Schließung von 4 Restaurants getrieben. Im Laufe von über 40 Jahren hat sich MAREDO nachhaltig zu einem der führenden Unternehmen der deutschen Gastronomie entwickelt. Mit einem Marktanteil von schätzungsweise 30 Prozent im Steakhaus-Segment ist und bleibt MAREDO in diesem Bereich die Nummer 1. Dies war und ist nur möglich, weil MAREDO von Beginn an auf beste Qualität, erstklassige Rohstoffe und Zutaten, frische Zubereitung und die unkomplizierte Erfüllung individueller Gästewünsche gesetzt hat. Permanente Schulungen der Mitarbeiter und der beständige Blick auf Markttrends werden auch zukünftig wieder dafür sorgen, dass dies so bleibt. MAREDO ist mit einem gestützten Bekanntheitsgrad von mehr als 80 Prozent eine starke Marke. Heute in 31 Städten vertreten, werden jährlich rund fünf Millionen Gäste umsorgt. Die Produkte und Prozesse stehen bei MAREDO an oberster Stelle, denn die Gäste erwarten immer höchste Qualität. So wird das Fleisch nach strengsten unternehmenseigenen Kriterien ausgewählt und von Qualitätsmanagern überprüft. Das Unternehmen arbeitet ausschließlich mit ausgewählten Partnern zusammen, die sich dem hohen MAREDO Qualitätsanspruch verpflichtet haben. Jedes unserer Restaurants hat eine Patenschaft der Kindernothilfe übernommen. Dies und eine Vielzahl von kleineren Projekten zeugen von unserem Verständnis von sozialem Engagement. 3. ErtragslageVorbemerkung Die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft ist signifikant durch die Ausgliederung des Teilbetriebs "Restaurants" der Gesellschaft geprägt. Aufgrund der Ausgliederung des Teilbetriebs konnten die ihm Vorjahr prognostizierten Wert betreffend Umsatz und Ergebnis nicht realisiert werden. Die Gesellschaft hat mit Datum vom 16. Oktober 2015 mit der MAREDO KG einen Ausgliederungs- und Übernahmevertrag geschlossen. Gemäß Vertrag überträgt die MAREDO Holding (übertragender Rechtsträger) nach § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG aus ihrem Vermögen gegen Gewährung von Anteilen an der MAREDO KG (übernehmenden Rechtsträger) bzw. gegen die Aufstockung der bestehenden Kommanditbeteiligung als Gesamtheit die in dem Vertrag näher bezeichneten Vermögensgegenstände und Vertragsverhältnisse mit allen Rechten und Pflichten (Ausgliederung zur Aufnahme). Die Übernahme des ausgegliederten Vermögens erfolgt im Innenverhältnis mit Wirkung zum 1. März 2015, 0:00 Uhr. Die Eintragung des Vertrags im Handelsregister erfolgte am 22. Oktober 2015. Als Gegenleistung für die Vermögensübertragung gemäß § 1 des Vertrages wird das feste Kapitalkonto der MAREDO Holding bei der MAREDO KG von EUR 5.112.817,81 um EUR 7.181,19 auf EUR 5.120.000,00 zum Zeitpunkt der Eintragung der Ausgliederung in das Handelsregister am Sitz des übertragenden Rechtsträgers rückwirkend auf den Ausgliederungsstichtag erhöht. Der Betrag der Erhöhung der Einlage auf dem festen Kapitalkonto ist ab dem 1. März 2015 gewinnanteilsberechtigt. Umsatz Aufgrund der Ausgliederung des Teilbetriebs der Restaurants weist die Gesellschaft zum 29. Februar 2016 keine Umsatzerlöse aus (Vj. 18,51 Mio. €). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um rund 1,5 Mio. € auf 8,15 Mio. € gestiegen. Im Berichtsjahr setzen sich die sonstigen betrieblichen Erträge insbesondere aus der Weiterbelastung von Verwaltungskosten an die übrigen Gesellschaften der MAREDO Gruppe in Höhe von 5,75 Mio. € (Vj. 4,77 Mio. €) sowie Marketingkosten in Höhe von 1,70 Mio. € (Vj. 1,29 Mio. €) zusammen. Ergebnis der Gesellschaft Die Gesellschaft hat für das Wirtschaftsjahr vom 1. März 2015 bis zum 29. Februar 2016 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von -1,02 Mio. € ausgewiesen. Im Vorjahr betrug dieses -3,23 Mio. €. Wesentlicher Grund für diese Ergebnisverbesserung ist der Wegfall von Einmalkosten im Rahmen des im Wirtschaftsjahr 2014/2015 stattgefundenen Geschäftsführerwechsels. Die Reduzierung des Materialaufwandes auf 0,00 € sowie der starke Rückgang der Personalkosten auf 4,06 Mio. € (Vj. 11,42 Mio. €), der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 4,5 Mio. € (Vj. 9,7 Mio. €) und der Abschreibungen auf 0,23 Mio. € (Vj. 1,39 Mio. €) liegt in der Ausgliederung der operativen Restaurants in die Maredo-Gaststätten GmbH & Co Betriebs KG begründet. Das negative Zinsergebnis beträgt 0,36 Mio. € und ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht gesunken (Vj. 0,39 Mio. €). Dieser Umstand ist, trotz der im Berichtsjahr vorgenommenen Erhöhung der Bankverbindlichkeiten, durch verbesserte Zinskonditionen gekennzeichnet. Die Zinserträge resultieren insbesondere aus der Verzinsung der gewährten Darlehen an verbundene Unternehmen und Gesellschafter bzw. der Kontokorrentkonten. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr die Bankverbindlichkeiten durch Plantilgungen reduziert. Ferner wird das Zinsergebnis der Berichtsgesellschaft durch eine im Oktober 2015 abgeschlossenen Zinssatzswap-Vereinbarung beeinflusst. Unter Berücksichtigung von Kostensteuern (sonstige Steuern) in Höhe von 0,07 Mio. €, einem kleinen Ertrag der Ertragsteuern von 0,01 Mio. € und einem Ausgleich des Verlustes aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages von 1,09 Mio. € mit der MAREDO Verwaltungs GmbH, Düsseldorf, (Vj. Ausgleich eines Verlustes von 3,31 Mio. €) ergibt sich ein Jahresüberschuss von 0,00 Mio. €. 4. FinanzlageLiquiditätskennzahlen
Cash Flow in T€
5. VermögenslageInvestition und Finanzierung Die Gesellschaft investierte im Zeitraum März 2015 bis Februar 2016 insgesamt 541,1 T€.
Die Investitionen an Sachanlagen wurden im Wesentlichen für EDV-Projekte vorgenommen. Zum Geschäftsjahresende weist die Gesellschaft einen positiven Finanzmittelbestand von 0,04 Mio. € aus. Auch im Vorjahr war dieser mit 0,33 Mio. € positiv. Die Finanzschulden der Unternehmung belaufen sich auf 16,40 Mio. € 3, die im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (13,31 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (0,28 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (2,82 Mio. €) bestehen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen 12,30 Mio. € auf langfristige Darlehen. Bilanzstruktur Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Bilanzsumme der Gesellschaft auf 53,06 Mio. €. Das Anlagevermögen in Höhe von 40,24 Mio. € weist in Höhe von 39,49 Mio. € Anteile an verbundenen Unternehmen aus; dies sind die weiteren operativen Gesellschaften der MAREDO-Gruppe, d.h. die MAREDO Gaststätten-GmbH & Co Betriebs KG, Düsseldorf sowie die der MAREDO Restaurants GmbH, Wien. Der Rückgang des Sachanlagevermögens um 1,33 Mio. € ist im Wesentlichen auf die Ausgliederung aller Restaurants in die MAREDO Gaststätten-GmbH & Co Betriebs KG, Düsseldorf, zurückzuführen. Die Forderungen gegen Gesellschafter von 11,84 Mio. € per 29. Februar 2016 betreffen insbesondere Darlehen gegenüber der Verwaltungs GmbH. Das Eigenkapital von 34,53 Mio. € setzt sich aus 2,00 Mio. € Stammkapital, einer Kapitalrücklage von 7,20 Mio. € sowie dem Bilanzgewinn von 25,33 Mio. € zusammen. Hierbei ist zu berücksichtigten, dass seit dem 1. März 2011 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft, der MAREDO Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, besteht, der mit der Verschmelzung der MAREDO Beteiligungs GmbH auf die MAREDO Verwaltungs GmbH per 1. März 2012 im Wege der Gesamtrechtsnachfolge nun mit der MAREDO Verwaltungs GmbH Gültigkeit hat. Passiviert sind insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (13,31 Mio. €), welche Bankdarlehen in Höhe von 12,90 Mio. €, die aus der Refinanzierung der Gruppe in 2015 resultieren, beinhalten. Mit Vertrag vom 22. Juli 2015 hat die MAREDO-Gruppe mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, einen neuen Kreditvertrag abgeschlossen. Im Rahmen dieses Kreditvertrags wurden Tilgungs- und Endfälligkeitsdarlehen von insgesamt 13,20 Mio. € sowie ein revolvierendes Darlehen in Höhe von 6,00 Mio. € gewährt. Diese Refinanzierung dient der finanziellen Absicherung der mit der angestrebten Neuausrichtung verbundenen Investitionen. Die der MAREDO Gruppe zur Verfügung stehenden Kreditfazilitäten in Höhe von 13,20 Mio. € belaufen sich nach Tilgung von 0,3 Mio. € im Laufe des letzten Geschäftsjahres zum Bilanzstichtag nunmehr auf 12,90 Mio. €. Ein gewährter Betriebsmittelkredit für die gesamte MAREDO-Gruppe in Höhe von 6,00 Mio. € ist lediglich durch Avale für Mietbürgschaften in Höhe von 2,17 Mio. € zum 29. Februar 2016 in Anspruch genommen und somit nicht vollständig ausgeschöpft. Ferner bestehen 2,82 Mio. € Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die im Wesentlichen ein Darlehen gegenüber der MAREDO Restaurants-GmbH, Wien, betreffen. Darüber hinaus sind sonstige Rückstellungen in Höhe von 1,45 Mio. € sowie ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten von 0,2 Mio. € passiviert. Die Reduzierung der sonstigen Rückstellungen um 2,02 Mio. € ist insbesondere durch die Ausgliederung aller operativen Restaurants in die MAREDO Gaststätten-GmbH & Co Betriebs KG, Düsseldorf begründet. Die Eigenkapitalquote beträgt somit 65,1 %.
Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2015/16 waren im Durchschnitt 68 Mitarbeiter in der Gesellschaft beschäftigt. 6. NachtragsberichtEreignisse mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich nach Ende des Geschäftsjahres nicht ergeben. 7. Bericht über Chancen und RisikenRisiken Die in der Zentrale eingerichteten Controlling- und Steuerungsfunktionen eines dezentral geführten Standortnetzes reduzieren Risiken, indem sie helfen, Schwachstellen in den Betrieben rechtzeitig zu erkennen und somit entsprechende Abwehrmaßnahmen zeitnah zu initiieren. Potenzielle Risiken, welche auf Branchen- oder Marktveränderungen sowie verändertem Kundenverhalten basieren, werden umfänglich kontrolliert und können somit reduziert werden. Auf Grundlage der im Rahmen der jährlichen Budgetplanung verabschiedeten Ziele für den Konzern erfolgt eine laufende Risikoidentifikation. Die Überwachung der verschiedenen Risikofelder erfolgt dabei in den jeweiligen operativen Einheiten und der Hauptverwaltung in Düsseldorf. Gleichzeitig ist durch eine sehr enge Verzahnung mit den operativ vor Ort tätigten Betriebsleiterinnen und Betriebsleitern gewährleistet, dass sich abzeichnende Risiken rechtzeitig erkannt werden und eine zeitnahe Kommunikation an die Entscheidungsträger gegeben ist. Die mit der Identifizierung von Risiken einhergehenden Analysen finden ihren entsprechenden Niederschlag in laufenden unterjährigen Anpassungen. Ein Hauptrisiko besteht in der Sensibilität des Konsumentenmarktes, insbesondere in wirtschaftlichen Krisenzeiten. Auf medienwirksame Berichterstattungen zu bestimmten Vorgängen (z.B. BSE, MKS, Vogelgrippe, Schweinegrippe, Betriebsinterna o.ä.) kann eine Hysterie entstehen, die zur Konsumzurückhaltung und somit zu einem Umsatzproblem führen würde. Hierzu zählen auch länderspezifische oder länderübergreifende Krisen. Darüber hinaus resultieren vor allem Risiken für den Umsatz in wirtschaftlichen Rezessionsphasen. Ein wirklich materielles Umsatzproblem könnte dann auch zu einem Liquiditätsproblem und somit ein Problem für die Darlehensverpflichtung gegenüber den Banken werden. Hinzu kommen Chancen und Risiken aus langfristigen Trends. Sicherlich wirken sich der zunehmende Einkauf der Konsumenten im Internet sowie die demographischen Veränderungen negativ aus. Gegen sämtliche denkbaren Risiken sind Maßnahmen getroffen, soweit ein Schutz im Vorfeld möglich ist. Zu nennen sind zum einen Versicherungsverträge, wie insbesondere eine Allgefahren Sach- und Betriebsunterbrechungs- und eine Vertrauensschadensversicherung sowie Haftpflichtversicherungen. Zum anderen ist zu erwähnen der operative Bereich der Beschaffungsmärkte und der garantierten Qualitätsstandards. Insbesondere erfordert die sorgfältige Bearbeitung des Rindfleischmarktes eine weltweite Betrachtung, um auf schwer kalkulierbare Probleme auf den traditionellen Fleischeinkaufsmärkten Argentinien, Brasilien und Uruguay vorbereitet zu sein. Als ganz wesentlicher Aspekt kommt hinzu die kaum berechenbare Entwicklung der Fleischpreise, die sogar kurzfristig stark schwankend verlaufen kann und somit einen erheblichen Ergebniseinfluss haben kann. Aufgrund der Darlehen mit variablen Zinssätzen ergibt sich ein gewisses Zinsrisiko. Hinzu kommen Risiken aus dem Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar, da der internationale Rindfleischhandel in US-Dollar erfolgt. Chancen Aufbau einer Markenstrategie Seit seiner Einführung vor über 40 Jahren hat die Marke MAREDO eine hohe Bekanntheit aufgebaut, weist eine respektable Historie auf und wird von großen Teilen der Bevölkerung spontan mit hochwertigen Steaks verbunden. In 2015 wurde mit Unterstützung einer strategisch ausgerichteten Kommunikationsagentur eine stringente, zeitgemäße und relevante Markenkommunikation erarbeitet. Das nachhaltige Ausschöpfen dieses Potentials geht mit Umbauten zahlreicher Restaurants über einen längeren Zeitraum sowie intensivem Mitarbeiterschulungen einher. Das neue Flagship-Restaurant am Gendarmenmarkt in Berlin Im Herzen Berlins wird im März 2016 ein komplett überarbeitetes Restaurant-Konzept verwirklicht, das die neue Steakhouse-Generation darstellt. Das Design dieses Restaurants verbindet unverwechselbar die neue Markenstrategie mit attraktivem, zeitlos modernem Ladenbau, das Maßstäbe setzt und damit nachhaltig moderne Steak-Liebhaber ansprechen will. Digitale Transformation der Kommunikation Seit November 2015 erleben die Internetnutzer eine vollkommen überarbeitete digitale Kommunikation. Neben einer vollständigen neuen gestalteten Website MAREDO.DE wurden verschiedene Maßnahmen zur Traffic-Steigerung eingeleitet. Weil Online-Kanäle ungebrochen steigenden Einfluss auf die Entscheidungsfindung zu Gunsten gastronomischer Alternativen haben, wird in diesem Bereich des Marketing-Mix der beschrittene Weg mit zahlreichen abgestimmten Maßnahmen im kommenden Geschäftsjahr fortgesetzt. Sortimentspolitik im LEH (Lebensmitteleinzelhandel) Kurzfristige Potentiale zur Performance-Steigerung resultieren aus der Weiterentwicklung des Fleischgroßhandels in der MAREDO Gruppe (Joint Venture der MAREDO Verwaltungs GmbH mit einem sehr erfahrenen und erfolgreichen Partner im Bereich Import von hochwertigem Rindfleisch aus Südamerika und dessen Vermarktung). Darüber hinaus wird der Sortiments- und Distributionsausbau für Dressings und Salate im Lebensmitteleinzelhandel unter der Marke MAREDO vorangetrieben durch die MAREDO Frische GmbH (einem Joint Venture mit der Bigfood Produktions GmbH). Hier liegt im neuen Geschäftsjahr der Schwerpunkt auf dem Verpackungs-Relaunch im Einklang mit der neuen Corporate Identity. Ziel ist die verbesserte authentische Darstellung der vorhandenen Wertigkeit des Sortiments. 8. PrognoseberichtAufgrund der Holding Struktur der Gesellschaft wird im nachfolgenden auf das operative Geschäft des MAREDO Konzerns eingegangen. In den nächsten drei Jahren hat sich die MAREDO-Gruppe ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum zum Ziel gesetzt. Dieses soll getrieben werden durch die Umbauten zahlreicher Restaurants im Zusammenhang mit der beschriebenen Neuausrichtung von MAREDO. Insgesamt geht der MAREDO Konzern in den nächsten Jahren von einem ausgeglichenen Jahresergebnis aus. Generell positive Zukunftsperspektiven für das tägliche Restaurantgeschäft ergeben sich alleine aus dem Trend weg von der traditionellen Gaststätte hin zu Betrieben der Systemgastronomie, der in Ländern wie England oder den Vereinigten Staaten schon weit ausgeprägter ist. Hinzu kommt das zunehmende Bewusstsein, sich gesund ernähren zu wollen, wo MAREDO deutlich punkten kann. Chancen ergeben sich möglicherweise aus dem Andauern der aktuellen konjunkturellen Erholung über einen längeren Zeitraum.
Düsseldorf, 20. Juni 2016 Die Geschäftsführung Dr. Joachim Gripp Bilanz zum 29. Februar 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2015 bis 29. Februar 2016
Entwicklung des Anlagevermögens zum 29. Februar 2016
Düsseldorf, 20. Juni 2016 Geschäftsführung Dr. Joachim Gripp Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. März 2015 bis 29. Februar 2016Allgemeine HinweiseDer vorliegende Abschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Aufgrund der Ausgliederung des Teilbetriebes "Restaurant" ergibt sich eine eingeschränkte Vergleichbarkeit der Werte des Jahresabschlusses per 29. Februar 2016 mit denjenigen des Vorjahres. Es gelten gemäß § 267 Abs. 4 Satz 1 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke einzelner Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang gemacht. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände - Abstandszahlungen, EDV-Software, Lizenzen und Firmenwert - werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare sowie, falls erforderlich, außerplanmäßige Abschreibung, bewertet. Der aktivierte derivative Firmenwert wurde über einen Zeitraum von 15 Jahren wegen der Schätzung in Bezug auf die Dauerhaftigkeit der übernommenen Kunden- bzw. Gästebeziehungen abgeschrieben. Es wird eine voraussichtliche Nutzungsdauer - im Falle der Abstandszahlungen der Laufzeit der Mietverträge entsprechend - zu Grunde gelegt. Die Sachanlagen sind zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und, falls erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode, und zwar für:
Für bewegliche Anlagegüter erfolgt die Abschreibung mit der linearen Methode. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Für Kleininventar in den Restaurants wurden Festwerte gemäß § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Bei den Finanzanlagen sind die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. mit den ihnen am Stichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Die Vorräte wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bewertet. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen wurde in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten waren die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen, liquide Mittel und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zum Nominalbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch die Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Teilwertverfahren (Anwartschaftsdeckungsverfahren) unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,27 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,0 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,75 % berücksichtigt. Eine Fluktuation wurde nicht berücksichtigt, da die Verpflichtung nur einen passiven Mitarbeiter umfasst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel in dieser Anlage dargestellt. Finanzanlagen Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:
1) Die Angaben beziehen sich auf den
Jahresabschluss zum 29. Februar 2016.
Bis zum 29. Februar 2012 hielt die Gesellschaft als Kommanditistin 100 % der Einlagen der in 1994 erworbenen MAREDO Gaststätten-GmbH & Co Betriebs KG, Düsseldorf. Komplementär ohne Einlage war bis zum 29. Februar 2012 die MAREDO Gaststätten Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf. Mit Vertrag vom 24. Februar 2012 und mit Wirkung zum 1. März 2012 wurde die Stellung der Kommanditisten in die des Komplementärs umgewandelt. Die Berichtsgesellschaft ist seitdem Komplementär bei der MAREDO Gaststätten-GmbH & Co Betriebs KG. Ihre bisherige, nach Veräußerung verbleibende Kommanditbeteiligung in Höhe von EUR 5.112.818,81 entspricht seitdem einer direkten Beteiligung am Vermögen der MAREDO Gaststätten-GmbH & Co KG. Die MAREDO Gaststätten Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf wurde Kommanditist mit einer Einlage von EUR 100,00 bei der MAREDO Gaststätten-GmbH & Co Betriebs KG. Die Gesellschaft hat in Bezug auf die MAREDO Gaststätten GmbH von der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB Gebrauch gemacht und die Angaben zum Anteilsbesitz unterlassen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind alle innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen Gesellschafter von insgesamt EUR 11,8 Mio. betreffen die MAREDO Verwaltungs GmbH, Düsseldorf. Sie beinhalten Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 6.800 aus einem am 18. September 2011 geschlossenen Darlehensvertrag zwischen der MAREDO Verwaltungs GmbH und der MAREDO Restaurants Holding GmbH, Düsseldorf, sowie Kontokorrentdarlehen in Höhe von TEUR 3.950. Zusätzlich besteht eine Forderung in Höhe von TEUR 1.086 aus dem mit der MAREDO Verwaltungs GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 54 beinhalten Kontokorrent-Forderungen in Höhe von TEUR 29 und in Höhe von TEUR 25 Darlehensforderungen. Eigenkapital Das Eigenkapital zu Beginn des Wirtschaftsjahres betrug EUR 34,53 Mio., wobei EUR 25,33 Mio. auf den Bilanzgewinn entfielen. Da seit dem 1. März 2011 ein Ergebnisabführungsvertrag vorliegt, zunächst mit der MAREDO Beteiligungs GmbH, der nach deren Verschmelzung auf die Berichtsgesellschaft seit dem 1. März 2012 mit der MAREDO Verwaltungs GmbH besteht, sind diese Werte auch zum Bilanzstichtag gültig. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem Durchschnittszinssatz der letzten zehn Jahre ergibt sich gegenüber einer Bewertung mit dem Durchschnitts-zinssatz der letzten sieben Jahre ein nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag für die MAREDO Restaurants Holding GmbH von TEUR 10. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern sowie ausstehenden Rechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.821 resultieren aus Darlehensverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 13.308 resultieren in Höhe von TEUR 6.000 aus einem im Juli 2015 aufgenommenen Tilgungsdarlehen bei der Commerzbank AG, Düsseldorf, welches eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2021 hat und mit TEUR 5.400 zum Bilanzstichtag valutiert. Von den Verbindlichkeiten aus dem Tilgungsdarlehen haben TEUR 600 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Des Weiteren bestehen zwei ebenfalls im Juli 2016 bei der Commerzbank AG, Düsseldorf, aufgenommene Endfälligkeitsdarlehen über TEUR 3.500 bzw. TEUR 4.000, welche eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2012 respektive 28. Februar 2023 haben. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 12.900 mittels erstrangiger, notarieller Verpfändung aller derzeitigen und zukünftigen Geschäftsanteile an den Tochtergesellschaften der MAREDO Verwaltungs GmbH, Globalzession aller bestehenden und zukünftigen Forderungen, Ansprüche und Rechte (einschließlich aus Lieferung und Leistung, Gesellschafterdarlehen, Versicherungen und Beherrschungs- und/oder Gewinnabführungsverträgen) der Gesellschaft sowie ihrer Tochtergesellschaften, Sicherungsübereignung des beweglichen Anlage- und Umlaufvermögens der Gesellschaft sowie ihrer Tochtergesellschaften, Verpfändung der Bankkonten der Gesellschaft sowie ihrer Tochtergesellschaften sowie Verpfändung von gewerblichen Schutzrechten der Gesellschaft sowie ihrer Tochtergesellschaften besichert. Bei der MAREDO Handels GmbH und MAREDO Frische GmbH sind diese Sicherheiten auf 50 % begrenzt. Von den genannten Gewährleistungen ist die MAREDO Restaurants GmbH, Wien/Österreich, (mit Ausnahme möglicher in Deutschland liegender Vermögenswerte) grundsätzlich ausgenommen. Die übrigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt: Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Latente Steuern Aufgrund des mit der MAREDO Verwaltungs GmbH (Organträgerin) geschlossenen Organschaftsvertrages mit Gewinnabführung und Verlustübernahme werden die latenten Steuern auf Ebene der Organträgerin ausgewiesen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken. Haftungsverhältnisse Mit Vertrag vom 22. Juli 2015 hat die MAREDO Verwaltung (Kreditnehmer), die MAREDO Holding (Kreditnehmer) und die MAREDO KG (Kreditnehmer) mit der Commerzbank AG (Kreditgeber) sowie und der MAREDO Gaststätten Gesellschaft mbH (Bürge) einen Kreditvertrag abgeschlossen. Gemäß Kreditvertrag gewährt der Kreditgeber die folgenden Kredite:
Die MAREDO Verwaltung, die MAREDO Holding, die MAREDO KG und die MAREDO GmbH garantieren sich als Garantiegeber unwiderruflich und unbedingt im Wege eines selbständigen Zahlungsversprechens gegenüber dem Kreditgeber die Zahlung sämtlicher aus oder im Zusammenhang mit den Finanzierungsdokumenten von einem Kreditnehmer geschuldeten Beträge. Die Garantiegeber haften aus der Garantie und Ausfallhaftung gegenüber dem Kreditgeber als Gesamtschuldner. Ferner wurden nachfolgende Sicherungsvereinbarungen zwischen den oben genannten Parteien getroffen:
Es wird bei der MAREDO Gruppe nach derzeitigem Kenntnisstand für die Zukunft eine ausgeglichene Geschäftsentwicklung und keine wesentliche Verschlechterung des Eigenkapitals aus laufendem Geschäftsbetrieb erwartet. Eine zukünftige Inanspruchnahme der Bürgschaft ist aufgrund dieses Sachverhaltes unwahrscheinlich. Derivate Finanzierungsinstrumente Zur Begrenzung des Risikos von Zinssatzänderungen, die sich aus Finanzierungsvorgängen ergeben, setzt die Gesellschaft Zinsswaps ein. Bewertungsmethoden auf Basis marktüblicher Bewertungsmodelle (Mark-to-market) wurden zugrunde gelegt. Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:
Die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im jeweiligen Sicherungszeitraum voraussichtlich aus, weil das Grundgeschäft unverzüglich nach Entstehung in Höhe von 67,66 % des Nominalwertes des Darlehens in derselben Währung und Laufzeit durch einen Zinsswap abgesichert wird. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird das Sicherungsgeschäft mit dem Grundgeschäft nach der "Critical-Terms-Match-Methode" verglichen. Zum Bilanzstichtag haben die Zinsswaps einen negativen Marktwert von EUR 661.563,04. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungSonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 408 aus der Auflösung von Rückstellungen sowie TEUR 1 aus der Ausbuchung von nicht mehr bestehenden Verbindlichkeiten. Abschreibungen Die Abschreibungen enthalten in diesem Jahr keine außerplanmäßige Abschreibungen. Im Vorjahr enthielten die Abschreibungen außerplanmäßige Abschreibungen betreffend TEUR 68 eine Abwertung des Festwertbestand der zum 28. Februar 2015 betriebenen 11 Restaurants und zu TEUR 603 die außerplanmäßige Abschreibung des Anlagevermögens von zwei Restaurants. Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 4 betrifft mit TEUR 2 eine Erstattung der Körperschaftsteuer für das Jahr 2011 und mit TEUR 2 eine Erstattung der Gewerbesteuer für das Jahr 2011. Sonstige AngabenBeirat Mit Gesellschafterbeschluss vom 10. Juni 2008 wurde ein Beirat errichtet. Mitglieder des Beirats sind:
Die Bezüge des Beirates beliefen sich auf TEUR 43. Mit Gesellschafterbeschluss vom 16. Dezember 2015 wurde der Beirat der Gesellschaft aufgelöst. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr Herr Dr. Joachim Gripp, Hamburg. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Die MAREDO Restaurants Holding GmbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der MAREDO Verwaltungs GmbH, Düsseldorf. Die MAREDO Verwaltungs GmbH stellt als oberste Konzerngesellschaft einen Konzernabschluss auf, in den der Jahresabschluss der MAREDO Restaurants Holding GmbH einbezogen wird. Abschlussprüferhonorar Die Angaben sind im Konzernabschluss der MAREDO Verwaltungs GmbH, Düsseldorf, enthalten. BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MAREDO Restaurants Holding GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2015 bis 29. Februar 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 20. Juni 2016 Ernst
& Young GmbH
Glückselig, Wirtschaftsprüferin Schiefer, Wirtschaftsprüfer |
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