SWARCO VESTGLAS GmbH
Rumplerstraße 12, 45659 Recklinghausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benjamin Bittner seit 28.1.2019 | Geschäftsführer |
Thomas Rosenthal seit 8.2.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
SWARLO AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SWARCO VESTGLAS GmbHRecklinghausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023A. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die SWARCO VESTGLAS GmbH ist Hersteller und Anbieter von Straßenmarkierungsstoffen wie z.B. Glasperlen, Thermoplastik, Perlen für die Kunststoffindustrie sowie Strahlperlen und anderen Strahlmitteln. Als Unternehmen im Konzernverbund der international agierenden SWARCO-Gruppe, verfügen wir sowohl über das Know-how der Materialherstellung als auch das notwendige Wissen über dessen Verarbeitung. Besonderes Augenmerk wird hierbei auch auf die Nachhaltigkeit gelegt. Die breite Produktpalette wird kontinuierlich überprüft und an die Marktanforderungen angepasst. Unsere Gesellschaft gehört im Konzern der SWARCO AG zum Leistungsbereich Road Marking Systems (RMS). Die RMS Division umfasst die Produktion und den Vertrieb von Reflexglasperlen, Glasperlen für industrielle Einsatzzwecke, alle Arten von Fahrbahnmarkierungsmaterialien sowie die entsprechenden Dienstleistungen im Bereich Straßenabsicherung und Baustellenabsicherung. Hier ist eine steigende Nachfrage nach High-Performance-Glasperlen spürbar, indem Behörden auch in unserem Kernmarkt Deutschland Anstrengungen unternehmen, um dem automatisierten Fahren den Weg zu ebnen. Automatisiertes Fahren erfordert mehr und bessere Fahrbahnmarkierungen mit bester Sichtbarkeit und hohem Kontrastreichtum. Durch die Bestrebungen, selbstlenkende, vernetzte Fahrzeuge auf die Straßen zu bringen, kommt qualitativ hochwertigen und gut instand gehaltenen Fahrbahnmarkierungen als Orientierung für die Sensoriken moderner Fahrzeuge immer größere Bedeutung zu. Diese Entwicklung ist sehr deutlich anhand steigender Qualitätsanforderungen zu verfolgen und spiegelt damit den Trend in Richtung höhere Qualität und Vereinheitlichung der Straßenmarkierung wider, für die unsere Erzeugnisse die Grundlage bilden. Unsere Produkte werden in hohen Ausbringungsmengen produziert und den Kunden direkt ab Werk verkauft. Somit leisten unsere Produkte einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Das Kerngeschäft Fahrbahnmarkierung ist, bedingt durch die klimatischen Gegebenheiten, ein Saisongeschäft, wobei die Hauptumsätze im zweiten und dritten Quartal getätigt werden. Der Ausbau des Geschäfts mit Industrieperlen, welches saisonungebunden ist, verschafft der Gesellschaft jedoch eine gute Möglichkeit, diese Schwankungen unterjährig so klein wie möglich zu halten. 2. Forschung und Entwicklung Für die Sicherung und Erweiterung unserer Marktposition ist eine stetige Modernisierung der Produktpalette unabdingbar. Innovative und marktgerechte Produkte sind ein wichtiges Instrument, um sich in einem umkämpften Markt positiv und nachhaltig vom Wettbewerb abzuheben. Insbesondere im Bereich der Verkehrssicherheit werden die Anforderungen an die Produkte stetig höher. Ebenso ist eine stetige Weiterentwicklung und Modernisierung des Produktionsequipments unablässig, um die Position am Markt zu halten oder weiter auszubauen. Für diese beiden Bereiche wurde im Jahr 2001 eine Intercompany-Kooperation aller Glasperlenproduzenten der Firmengruppe SWARCO zum Zwecke der Forschung und Entwicklung geschlossen. Die aus diesem Pool gewonnenen Erkenntnisse stehen weiterhin allen Pool-Partnern zur Verfügung und alle hervorgebrachten Innovationen können von allen Partnern uneingeschränkt verwendet werden. Ein großer Bereich dieser Forschungs- und Entwicklungseinheit ist die Sicherstellung und Neuentwicklung von sogenannten Hoch Index (HI) Produkten (verschiedene Glaszusammensetzungen), welche für die Straßenmarkierung entwickelt und seit Jahren erfolgreich, insbesondere als sogenannte Solid-Plus-Perle, eingesetzt werden. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung hat für uns höchste Priorität. Die hierbei erzielten Entwicklungsergebnisse ermöglichen eine breit gefächerte Verwendung speziell dieser Produkte. Dabei stellt der Verkauf von Solid Plus Gemischen (normale Ni-Perlen mit 10-50% Solid Plus Perlen) für unser Unternehmen auch den Umsatz von Ni- Perlen sicher. B. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf und Lage Der Umsatz lag im Berichtsjahr 5 % unter dem des Vorjahres. Dabei konnten die signifikant gesteigerten Umsätze der Thermoplastiken die durch den internationalen Wettbewerb verursachten Umsatzrückgänge bei den Reflex- & Industrieperlen, bedingt durch eine energiepolitisch stark veränderte Ausgangsposition, nicht kompensieren. Dagegen konnten im Bereich der vorgefertigten Thermoplastiken (Preformed) die Umsätze im Berichtsjahr nochmals deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der weitgehend planmäßige Betrieb der technischen Anlagen ermöglichte eine größtenteils konstante Produktion. Durch fortlaufende Optimierungen einzelner Anlagen und Produktionsbereiche konnten die Kapazitäten insgesamt weiter erhöht werden. Der Vergleich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres mit der des Vorjahres zeigt folgende Entwicklung: a) Ertragslage
Das Betriebsergebnis fiel im Berichtsjahr auf nunmehr 198T €. Ausschlaggebend hierfür war die Entwicklung beim Bruttoergebnis vom Umsatz, welches sich um 2.402 T€ oder 31,1 % verringerte. Belastet wurde das Ergebnis wie im Vorjahr von gestiegenen Beschaffungskosten für Rohstoffe insbesondere Glas, höheren Energiekosten sowie allgemeinen Kostensteigerungen aufgrund der vorherrschenden Inflation. Vor allem die Energiekosten stiegen massiv an und lagen 71 % über dem Vorjahr. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten dagegen lagen 566 T€ unter denen des Vorjahres. Die gesunkenen Aufwendungen für Frachten und Provisionen sind ausschließlich den geringeren Umsätzen geschuldet. Der Rückgang bei den Aufwendungen für die Konzernumlagen und Lizenzgebühren resultiert aus einer Jahresgutschrift des Konzerns. Geringere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie gesunkene Wertberichtigungen führten zu einer Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr von 70 T€ bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen. Im Beteiligungsergebnis sind die Erträge aus einem Gewinnabführungsvertrag enthalten. Dabei liegt nach dem vollständigen Erwerb der Anteile die Beteiligungsquote an unserem Tochterunternehmen weiterhin bei 100 %. Die Erhöhung des Beteiligungsergebnisses von 2.667 T€ gegenüber dem Vorjahr ist auf eine gestiegene Gewinnabführung unserer Tochter im Berichtsjahr zurückzuführen. Das Beteiligungsergebnis ist eng verknüpft mit dem Zinsergebnis, da die Anschaffungskosten der Beteiligung durch ein entsprechendes Darlehen finanziert worden sind. Auf Grund des unveränderten Zinssatzes lag das Zinsergebnis nur marginal unter dem des Vorjahres. Das hier ausgewiesene Steuerergebnis beinhaltet neben den Steuern vom Einkommen und Ertrag auch die gewinnunabhängigen sonstigen Steuern. b) Finanzlage Die Eigenkapitalquote konnte abermals gesteigert werden und liegt nun bei 43,8 %. Durch die Teilnahme am Cash-Pool der SWARCO AG werden nach wie vor keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr im Rahmen von Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in das Anlagevermögen investiert. Die Investitionen betrafen neben den technischen Anlagen und Betriebsvorrichtungen auch Investitionen in die Infrastruktur des Standortes. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt wegen der Reduktion bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gestiegenen Ertragssteuerzahlungen unter dem des Vorjahres. c) Vermögenslage
Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen ist gegenüber dem Vorjahr wegen der gesunkenen Bilanzsumme gestiegen und beträgt nun 69,3 %. Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr gesunken, was vor allem auf einen geringeren Bestand an Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen zurückzuführen ist. Die hier ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen auch die in der Bilanz gesondert ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. 2. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren haben wir Leistungskennzahlen festgelegt, anhand derer der Fortschritt oder der Erfüllungsgrad hinsichtlich wichtiger Zielsetzungen oder kritischer Erfolgsfaktoren innerhalb unserer Gesellschaft gemessen und/oder ermittelt werden kann. Hierbei liegt unser Fokus auf der Entwicklung des Umsatzes und des Betriebsergebnisses. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse (Net sales), Rohertrag (Gross Profit), Forschungs- und Entwicklungskosten, Vertriebs- und Verwaltungskosten (SG&A Costs), Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), Jahresüberschuss (Net income) sowie Ergebnis vor Zinsen und Steuern vor Lizenzgebühren (EBIT adj. before LF) heran. Diese werden kontinuierlich auf Unternehmens- und Konzernebene erstellt und analysiert. 3. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir unverändert als gut ein. Unsere Umsatzentwicklung war im abgelaufenen Jahr trotz der Auswirkungen der Konflikte in der Ukraine und Nahost und den damit verbundenen negativen Begleiterscheinungen erfreulich und übertraf in Teilbereichen unsere Erwartungen. Jedoch verhinderten extrem gestiegene Energiekosten, eine allgemein hohe Inflation sowie ein starker Preisdruck durch internationale Wettbewerber im Perlenbereich ein besseres Ergebnis. In den Bereichen Thermoplastik und vorgefertigten Thermoplastiken (Preformed) konnte der seit einiger Zeit ersichtliche positive Trend weiterhin bestätigt und verfestigt werden. Wir erwarten, dass die im Berichtsjahr angestoßenen und umgesetzten Maßnahmen uns im Folgejahr dabei unterstützen, die Umsatz- und Ergebnissituation weiterhin kontinuierlich zu verbessern. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und die Rückstellungen sind durch die Teilnahme am Cash-Pool der SWARCO AG gedeckt. C. Prognosebericht Bedingt durch Kapazitätsanpassungen erwarten wir für das Jahr 2024 einen leichten Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr. Wir beabsichtigen den weiter steigenden Energiekosten durch energieeffizienzsteigernde Maßnahmen an den Öfen entgegenzuwirken. Weiterhin erwarten wir größtenteils stabile Preise bei einer leicht steigenden Ausbringungsmenge und somit eine Verbesserung des Betriebsergebnisses zum Vorjahr. Unsere zukünftig geplanten sowie die bereits umgesetzten Optimierungsmaßnahmen an den bestehenden Prozessen und Produktionsanlagen werden bei entsprechender Auslastung nach unseren Prognosen zu einer weiteren Effizienzsteigerung führen. Die in den einzelnen Teilmärkten bereits erzielten Umsatzsteigerungen sollen sowohl im Inland als auch im Ausland stabil gehalten bzw. ausgebaut werden. Wie bereits im Jahr 2023 erwarten wir auch 2024 bei den Mengenverfügbarkeiten der Rohstoffe im Bereich Thermoplastik keine signifikanten Einschränkungen. Jedoch besteht wegen der angespannten Lage an den Beschaffungsmärkten aufgrund der unsicheren geopolitischen Lage weiterhin das Risiko von Preiserhöhungen bei den Rohstoffen, welchem wir über eine vorausschauende Planung versuchen entgegenzuwirken. Zudem sind weitere Energiekostensteigerungen durch die gestiegenen Beschaffungskosten für Erdgas, erhöhte staatliche Abgaben auf Energie sowie steigenden Strompreisen zu erwarten. Wie jedes Jahr wird auch die Witterung in den Sommermonaten eine gewichtige Rolle spielen, da z. B. eine längere Regenperiode in den wichtigen Verkaufsmonaten Mai bis September direkten negativen Einfluss auf die Absatzmenge haben kann. Auch in Zukunft ist deshalb ein besonderer Schwerpunkt auf Entwicklung und Service zu legen, um in dem herrschenden Verdrängungswettbewerb die Marktstellung zu behaupten und möglichst auszubauen. Die Nachfrage im Industriesektor ist hingegen weniger starken saisonalen Schwankungen ausgesetzt. Daher ist es nach wie vor unser erklärtes Ziel, die Bestrebungen zum Ausbau dieses Marktsegmentes, weiter zu intensivieren. Die Personalkosten werden sich aufgrund allgemeiner Gehaltssteigerungen und zusätzlich einzustellenden Mitarbeitern erhöhen. Wir erwarten insgesamt eine stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage trotz möglicher negativer Einflüsse und unabsehbarer Folgen durch die militärischen Konflikte in der Ukraine und Nahost. D. Chancen- und Risikobericht Die Produktion von Straßenmarkierungsstoffen und thermoplastischen Fahrbahnmarkierungen sowie von speziellen Produkten für die allgemeine Verkehrssicherheit unterliegen besonderen Qualitätsanforderungen. Die Einführung von neuen Richtlinien für die Markierung von Straßen in Deutschland führen zu höheren Anforderungen an Markierungen und Prüfungen. Daher unterziehen wir unsere bewährten Produkte regelmäßigen internen und externen Prüfungen und sind bestrebt diese stetig weiterzuentwickeln, wobei sich der Prüfungsumfang durch gestiegene Kundenanforderungen und gesetzliche Auflagen deutlich erhöht. Grundlage hierfür ist neben der Qualifikation ein erhöhtes Qualitäts- und Verantwortungsbewusstsein unserer Mitarbeiter. Zudem sehen wir gegenwärtig einen immer stärker steigenden Trend im Hinblick auf umweltrelevante Fragestellungen bezüglich unserer Produkte, Lieferketten und Herstellungsverfahren. Die kontinuierliche Verbesserung und Modernisierung unserer technischen Anlagen und Prozesse wird auch im Jahr 2024 konsequent fortgeführt, womit deutliche Steigerungen der Effektivität und Effizienz erwartet werden. Nicht vorhersehbare Vorschriften für Auftragsvergaben und Einhaltung spezieller Verfahrenstechniken könnten einen erheblichen Investitionsbedarf bedeuten. Dadurch könnte es sein, dass unsere geplante Steigerung des Betriebsergebnisses nicht eingehalten werden kann. Die kontinuierlich steigende Knappheit an qualifiziertem Fachpersonal ist bereits heute deutlich spürbar und wird zukünftige Entwicklungen weiter maßgeblich beeinflussen. Umfangreiche Bonitätsbeurteilungen im Neukundengeschäft sowie laufendes Reporting unserer Stammkunden führen zu einem erheblich reduzierten Risiko von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken. Durch die weltweite Tätigkeit des SWARCO-Konzerns ist dieser diversen Risiken ausgesetzt, die in kleinerem Umfang auch für unser Unternehmen relevant sind, insbesondere dem Kreditrisiko, dem Liquiditätsrisiko, dem Währungs- und dem Zinsänderungsrisiko. Zur Begrenzung dieser Risiken kommt auch für unsere Gesellschaft ein zentrales Risikomanagementsystem zum Einsatz, das im gesamten Konzern Anwendung findet. Neben der Identifizierung, Analyse und Bewertung der Finanzrisiken erfolgen auch die Entscheidungen über den Einsatz von Finanzinstrumenten zum Umgang mit diesen Risiken grundsätzlich durch die Konzernleitung. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir gegenwärtig keine Risiken, die unsere Geschäftstätigkeit oder den Fortbestand, selbst im Hinblick auf mögliche negative Einflüsse durch globale Krisen, gefährden.
Recklinghausen, den 04. März 2024 Die Geschäftsführung BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023SWARCO VESTGLAS GmbHRecklinghausen
I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Bilanz entspricht den Gliederungsvorschriften des § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze nach der linearen Methode vermindert. Zugänge des Geschäftsjahres werden grundsätzlich zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 1.000 € werden in einem Sammelposten erfasst und über die Dauer von fünf Jahren abgeschrieben. Insofern wird vom Grundsatz der Einzelbewertung abgewichen. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten zum Abschlussstichtag angesetzt. Beim Ansatz der Herstellungskosten sind anteilige Verwaltungs- und Sozialkosten nicht einbezogen worden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Die Dotierung erfolgt mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte jeweils mit einem monatlichen Durchschnittskurs. Zum Abschlussstichtag vorhandene Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. IV. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der historischen Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gehören in Höhe von 5.947 T€ (Vorjahr 4.969 T€) auch zu der Position "Sonstige Vermögensgegenstände". Die übrigen Forderungen von 309 T€ (Vorjahr 687 T€) gegen verbundene Unternehmen sind aus Lieferungen und Leistungen entstanden. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 1.689 T€) enthalten. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Das Stammkapital ist noch nicht auf Euro umgestellt. Es beträgt unverändert 1.050 TDM. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gehören Beträge in Höhe von 22.971 T€ (Vorjahr 24.971 T€) auch zu der Position "Sonstige Verbindlichkeiten" und 243 T€ (Vorjahr 588 T€) auch zu der Position "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen". Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben Beträge von 0 T€ (Vorjahr 24.971 T€) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und Beträge von 22.971 T€ (Vorjahr 0 T€) von mehr als fünf Jahren. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht gesichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von 23.075 T€ (Vorjahr 25.297 T€) enthalten. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens sind Angaben zum Personalaufwand gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB zu machen, der sich wie folgt gliedert:
VI. Sonstige Pflichtangaben Die Zahl der im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
Zum Geschäftsführer war im Jahr 2023 bestellt: Herr Benjamin Bittner, Standortleiter, Marl Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen. Gemäß § 285 Nr. 14 HGB werden zum Mutterunternehmen des Konsolidierungskreises folgende Angaben gemacht:
Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, vom Jahresüberschuss und Gewinnvortrag einen Betrag von 3.190 T€ auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Recklinghausen, den 01. März 2024 Die Geschäftsführung Benjamin Bittner Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023
An die SWARCO VESTGLAS GmbH, Recklinghausen. Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss, bestehend aus verkürzter Bilanz, verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung und verkürztem Anhang, und der Lagebericht entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht habe ich folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SWARCO VESTGLAS GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der SWARCO VESTGLAS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der SWARCO VESTGLAS GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) und von wp.net festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtlichen Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) und von wp.net festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Mönchengladbach, den 19. März 2024 Peter Koch, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss der SWARCO VESTGLAS GmbH, Recklinghausen, wurde in der vorgelegten Form in der Gesellschafterversammlung vom 10. Juli 2024 festgestellt. Es wurde beschlossen, den Gewinnvortrag und Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. |
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