Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 361519
Vorher
vps Video Print Systeme GmbHvps ID Systeme GmbH
Eingetragen
21.4.1992
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, Erstellung und der Vertrieb von Identifikationssystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Xavier Soucasse
seit 18.3.2025
Geschäftsführer
Olivier Dussutour
seit 2.10.2023
Prokura
Anja Bößert
seit 27.4.2021
Prokura
Volker Kunz
seit 27.10.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Business Solutions ABSWE
73.98%
Technology Nexus Secured ABSWE
26.02%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Business Solutions AB
Sweden
76.200 €
73.98%
Technology Nexus Secured AB
Sweden
26.800 €
26.02%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nexus Technology GmbH

Karlsruhe (vormals: Ettlingen)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Inhaltsangabe

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Das Geschäftsmodell der Nexus Technology GmbH

1.2. Steuerungsgrößen

1.3. Gesellschaftsrechtliche Entwicklung

1.4. Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

2.2. Ertragslage

2.3. Kostensituation

2.4. Personalentwicklung

2.5. Vermögens- und Finanzlage

2.6. Auftragslage

2.7. Investitionen

2.8. Liquiditätsanalyse

2.9. Gesamtaussage

3. Chancen- und Risikobericht

3.1. Risikobericht

3.2. Chancenbericht

4. Prognosebericht

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Das Geschäftsmodell der Nexus Technology GmbH

Die Nexus Technology GmbH mit Sitz in Ettlingen, Deutschland, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Technology Nexus Secured Business Solutions AB mit Sitz in Hägersten / Stockholm, Schweden. Die INGroupe (Imprimerie Nationale S.A., Paris, Frankreich) übernahm 2020 die Nexus Holding AB von Nexus Partners AB und wurde somit 100%ige Eigentümerin der Nexus Holding AB und deren Tochtergesellschaften. Die INGroupe ist ein Partner der französischen Regierung und bietet Identitätslösungen und sichere digitale Dienste, einschließlich interoperabler Dokumente und Systeme, an.

Das Geschäftsfeld der Nexus Technology GmbH ist die Entwicklung von Software- und Hardware-Lösungen im Bereich der digitalen und physikalischen IT-Sicherheit. Nexus- Lösungen sind modular aufgebaut und können unabhängig von vorhandenen Plattformen oder Herstellern eingesetzt werden. Dadurch kann Nexus seinen Kunden und Partnern einen sehr großen Entscheidungsfreiraum bieten.

Die Nexus Technology gehört wie ihre Muttergesellschaft der Strategischen Business Unit (SBU) "Digital Services" an. Innerhalb dieser SBU ist die Nexus-Gruppe in die Business Lines Workforce und IoT (Internet of things) unterteilt. Grundsätzlich unterscheidet die Nexus Gruppe die Bereitstellung von Identifizierungsmöglichkeiten für Mitarbeiter (Business Line Workforce) und Identitäten für "Geräte / Maschinen" - Business Line IoT.

BL (Business Line) Workforce

Hierbei handelt es sich um das ursprüngliche Nexus Stammgeschäft, die Bereitstellung von vertrauenswürdigen Identitäten für Mitarbeiter. Diese sind ein wichtiger Bestandteil der Digitalisierungsstrategien von Unternehmen. Vertrauenswürdige Identitäten, welche für den physischen und digitalen Zugang verwendet werden, können für die Zugangskontrolle zu Einrichtungen, die passwortlose Authentifizierung für digitale Ressourcen, digitale Signaturen von Dokumenten und mehr genutzt werden.

Identitäten können z.B. in Form von Unternehmensausweisen oder virtuellen Smartcards auf Mobiles und Laptops ausgegeben werden. Die Mitarbeiter Identitäten werden in einem zentralen System verwaltet, welches in bestehende Systeme, z.B. Zeiterfassungs-Systeme, Unternehmensverzeichnisse und Zugangskontrollsysteme integriert werden können. Dies ermöglicht u.a. eine reibungslose Integration von neuen Mitarbeitern und Auftragnehmern.

BL IoT

Seit 2021 hat Nexus eine explizite Business Line IoT implementiert, die sich auf IoT use cases im Bereich Produktion IIoT/OT - operational Technology (Hardware und Software in einer Produktionsanlage, welche den Produktionsprozess steuern.) /4G und 5G Network operations / Automotive (V2X, V2G, Over-The-Air Update) / Smart Meter spezialisiert und im Bereich corporate IT den Zertifikats-Lifecycle der Workplace (Server, Desktop, Router etc.) Geräte administriert. Die Absicherung digitaler Identitäten hat in diesen Bereichen einen globalen Fokus erlangt. Zielsetzung ist es, echte end-to-end Security zu ermöglichen und Cyberangriffe auf IoT-Anwendungen zu verhindern. Dazu wird eine Public-Key-Infrastruktur (PKI) verwendet, um zertifikatsbasierte Identitäten auszustellen. Beispielsweise im Bereich "charging of electric vehicles" erfordern die aktuellen Standards und Normen (z.B. ISO 15118) eine sichere Kommunikation zwischen involvierten Geräten (z.B. Auto, Infrastruktur).

Nexus Technology GmbH bietet seine Produkte sowohl als on premise als auch Cloud-Lösung an und vertreibt seine Produkte an Endkunden sowie über seine Vertriebsmitarbeiter sowie sein globales Partnernetzwerk. Bedeutende Großkonzerne der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) aus der Industrie, Bankenwesen und Versicherungen, innovative Mittelständler, wie auch öffentliche Institutionen wie Flughäfen, Universitäten und Behörden gehören zum Kundenstamm der Nexus Technology GmbH. Der Ausbau des Kundenstammes erfolgt auf globaler Ebene. Das globale Partnernetzwerk der Nexus wird durch die Nexus Academy zertifiziert, trainiert und weiterentwickelt. Die Nexus Partner übernehmen unterschiedliche Funktionen und Services. Der "Certified Integrations Partner" verantwortet den vollständigen Lebenszyklus beim Endkunden, von der Beratung, Lizensierung, Support und Maintenance Service, bis hin zur Integration der Nexus-Produkte. Unsere OEM-Partner integrieren die Nexus-Lösungen in ihre eigenen Produkte bzw. Lösungen und positionieren diese dann als Teil einer neuen Gesamtlösung für ihre Endkunden. Des Weiteren bestehen eine Reihe von technologischen Partnerschaften, welche gewährleisten, dass Produkte unterschiedlichster Hersteller kombiniert einsetzbar sind. Über technische Schnittstellen werden Partnerprodukte mit Nexus-Produkten kompatibel gemacht, um beim Endkunden eine exzellente Integration sicherzustellen. Über diese technologischen Partnerschaften entstehen unter anderem neue innovative Produkte und Lösungen. Der Kern des Erfolgs in der Zusammenarbeit mit unseren globalen Partnern basiert auf Vertrauen und Zuverlässigkeit. Für alle Sales Regionen setzt die Nexus seit 2023 dedizierte Partner Manager ein, welche die erfolgreiche Entwicklung und die Betreuung der externen Partner verantworten.

Die Entwicklung der verschiedenen Lösungen erfolgt an den Unternehmensstandorten in Deutschland (Ettlingen, Berlin, Düsseldorf) sowie in Stockholm, Schweden, und in Pune, Indien. Zusätzlich bieten wir unseren Kunden Gesamtlösungen an, bestehend aus Software mit spezialisierter Hardware wie Drucker, Ausweis-Karten, Verbrauchsmaterialien sowie die entsprechende Herstellung und Codierung von Ausweisen. Weiterhin werden in Deutschland ebenfalls Software-Lösungen aus dem schwedischen Nexus-Konzern über die Nexus GmbH vertrieben, ebenso wie Software-Lösungen aus Deutschland über die schwedische Muttergesellschaft verkauft werden.

1.2. Steuerungsgrößen

Nexus Technology GmbH verwendet als finanzielle Steuerungsgrößen neben dem Umsatz, die Kennzahlen EBIT und EBITDA nach IFRS.

Im EBIT sind die Abschreibungen und die aktivierten Aufwände für die Entwicklungskosten, welche für den IFRS-Abschluss erfasst werden, abgebildet. Als nicht-finanzielle Steuerungsgröße wird insbesondere die Mitarbeiterentwicklung herangezogen. Diese Steuerungsgrößen werden im gesamten Nexus Konzern verwendet.

HGB IFRS
Umsatz 13.562 TEUR 13.562 TEUR
EBIT -2.264 TEUR -2.177 TEUR
EBITDA -2.201 TEUR -974 TEUR

Die Veränderungen resultieren im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen aus aktivierten Eigenleistungen nach IFRS (1.227 TEUR), damit zusammenhängende Abschreibungen (1.139 TEUR) sowie einem Steuerertrag aus latenten Steuern (34 TEUR).

1.3. Gesellschaftsrechtliche Entwicklung

Im Jahr 2023 waren sowohl Herr David Concordel, Executive Vice President Digital Services Strategic Business Unit, als auch Herr Volker Kunz (CRO Nexus Group) weiterhin Geschäftsführer der Nexus Technology GmbH. Prokuristen sind Frau Anja Bößert (Head of Finance Germany, Nexus Technology GmbH) und Herr Olivier Dussutour (Nexus Group CEO and Workforce ID Business Line Director).

1.4. Forschung und Entwicklung

Die Softwareentwicklung und Forschung im Bereich des Identitäten-Managements sind die zentralen Erfolgsbausteine unseres Geschäftes. Für die Entwicklung und Verbesserung der modular aufgebauten Nexus-Produkte werden moderne Entwicklungsprozesse- und Werkzeuge genutzt, welche sich fortwährend an den neuesten Techniken orientieren.

Auch 2023 war der Fokus zweigeteilt, auf hochangepasste "on premise"-Lösungen in Großprojekten und auf cloudbasierte Angebote, wie 'GO Workforce' das auf Smart ID-Komponenten beruht und weniger angepasst ist, als die on premise-Lösungen. Das GO Workforce Angebot wurde um eine eIDAS-zertifizierte Variante erweitert, die die Ausstellung von Zertifikaten für Qualifizierte Elektronische Signaturen (QeS) unterstützt.

Trotz moderner Cloudtechnologien wie Docker, Terraform und Ansible bestehen insbesondere für den Identity Manager (IDM) noch einige technische Herausforderungen, was die "Cloud"-Verfügbarkeit angeht. Hierzu zählen sowohl funktionale (use cases, features) als auch nicht funktionale (Skalierbarkeit, Elastizität, Monitoring) Anforderungen, welche im Gegensatz zum Einsatz "on premise" in einer cloud native Umgebung erhöhten Ansprüchen genügen müssen.

Gründe dafür sind komplexe individuelle Konfigurationen, die es erlauben, die Software in hohem Maße an jegliche noch so spezielle Gegebenheit anpassen zu können. Dies erzeugt wiederum in einem standardisierten Cloud Operations Modus erhöhten Wartungs- und Pflegeaufwand. Hinzu kommen eine nicht ausreichende Multi-Mandantenfähigkeit und eine für SaaS noch nicht optimale Updatefähigkeit. Nexus prüft diesbezüglich die Möglichkeit eines alternativen Identity Management Systems mit dem klaren Fokus auf Cloud und SaaS.

Neben präferierten Standardlösungen ist es weiterhin möglich, spezielle Kundenanforderungen, in die Basissoftware zu übernehmen. Diese Flexibilität ist auch ein wichtiger Aspekt für unsere Kunden. Grundsätzlich ist der Ansatz jedoch, diese sehr spezifischen Anpassungen gering zu halten, bzw. nach Prüfung durch die Entwicklung, in einem größeren Umfang direkt in die Lösung zu integrieren und somit als Standard zur Verfügung zu stellen.

Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr 1.203 TEUR, im Vorjahr betrugen diese 1.197 TEUR. Im Geschäftsjahr waren 27 Mitarbeiter im Bereich Entwicklung beschäftigt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Der Markt für IT-Sicherheit/Cybersecurity befindet sich unverändert im starken Wachstum aufgrund der zunehmenden Digitalisierung im privaten wie öffentlichen Bereich. Sie ist notwendig, um unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig zu halten und den Bürgern mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und die Abläufe einfacher und effizienter zu machen. Die Digitalisierung und die zunehmende Vernetzung (z. B. IoT IIoT, OT) und Software as a Service (SaaS)-Angebote vergrößern unweigerlich die Angriffsflächen und werden von Hackern genutzt. Ransomware stellt hier nach wie vor die Hauptbedrohung dar. Zunehmend werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Kommunalverwaltungen und kommunale Betriebe überproportional häufig angegriffen.

Gemäß dem Bericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zur Lage der IT Sicherheit für das Berichtsjahr 2022/2023 in Deutschland, steigen die Hackerangriffe exponentiell auch unter Nutzung von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz (KI).

Neue EU-Regularien wie NIS2 oder der Cyberresilience ACT (CRA) sind Reaktionen auf diese Tendenz und fordern klare Maßnahmen zur Cybersecurity und Cyberresilienz von Unternehmen und Behörden, die weit über den Bereich kritische Infrastruktur hinausgehen und auch für Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern gelten.

KI und Quantum Computing sind aus sicherheitstechnischer Betrachtung für die IT eine weitere neue Herausforderung.

Der Cybersecurity-Branche eröffnen sich damit zunehmend neue Geschäftsfelder, die im Fokus stehen und auch neue Ansätze auf der Produkt- und Serviceseite erfordern. Das Angebot an Cybersecurity Lösungen muss einfacher und standardisierter gestaltet werden, um auch Unternehmen im Mittelstand und Kommunalverwaltungen Lösungen anbieten zu können, die sie einfach implementieren können. Neben der Sicherheit für die eigene IT-Landschaft geraten insbesondere auch die von den Unternehmen angebotenen und zunehmend vernetzten Produkte in den Fokus. IoT/OT und Zero Trust erfordern in hohem Maße sichere Identitäten für alle vernetzten Geräte oder auch Produktionseinheiten.

Nexus adressiert mit den Business Lines Workforce und IoT diese Märkte. Traditionell stark im Bereich Großunternehmen (DAX) und Bundes- und Landesbehörden stellt sich nun die Herausforderung das Portfolio insbesondere über Services für die Marktsegmente Mittelstand und Kommunalverwaltungen weiterzuentwickeln. Das erfordert Vereinfachung über mehr standardisierte Lösungen und eine breitere Wertschöpfung. Hierzu gehen wir auch zunehmend Technologiepartnerschaften ein, um den Zielgruppen eine einfache Integration in ihre IT-Landschaft zu ermöglichen.

Neue Standards sind weitere Wachstumstreiber wie zum Beispiel Matter, getrieben von der Connectivity Standards Alliance (CSA), schaffen neue Marktpotentiale im großen Markt der Smart-Home Devices. Der Matter Standard ermöglicht sichere und verlässliche Interoperabilität zwischen Smart-Home Geräten, Applikationen und Cloud Services. Die Nexus Matter attestierte PKI kommt hierbei zum Zuge. Ende 2023 konnten wir den ersten Kunden gewinnen und werden diesen Markt in 2024 verstärkt adressieren.

2.2. Ertragslage

Im Vergleich zu den Vorjahren erwirtschaftete die Nexus Technology im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 einen Verlust von 1.621 TEUR. Der Rohertrag, inclusive sonstiger betrieblicher Erträge ist in diesem Jahr von 10.416 TEUR auf 9.009 TEUR gesunken.

Die Ursachen für diesen Rückgang und den Jahresverlust sind zum einen auf einen Rückgang im Umsatz als auch einen gleichzeitigen Anstieg der Kosten zurückzuführen.

Der Umsatz reduzierte sich im Jahr 2023 um 1,6 Mio EUR von 15,1 Mio EUR auf 16,6MioEUR. Der Bereich Vertrieb musste sich in den Jahren 2022 und 2023 sehr starken internen Veränderungen und Herausforderungen stellen. Zum einen gestaltet sich die allgemeine Integration der Nexus-Gruppe in die Strukturen und Prozesse anspruchsvoll, zum anderen wurde auch das Vertriebsteam im Herbst des Vorjahres durch einen neuen Head of Sales ergänzt, welcher den Nexus-Vertrieb im Bereich DACH und ESE wieder neu strukturieren, aufbauen und formen sollte. Jedoch konnte dies im Geschäftsjahr auf Grund von Personal- und Krankheitsausfällen nicht in dem vorgesehenen Maße umgesetzt werden.

Ab 2024 haben wir einen neuen Vertriebsleiter für die DACH-Region und einen anspruchsvollen Einstellungsplan, um sicherzustellen, dass wir unser Vertriebsteam entsprechend verstärken können, um die Ziele für 2024 zu erreichen.

Außerdem sollte ein neuer Service (go Workforce) in DACH gelauncht werden, mit welchem man in Schweden im Kommunenbereich erfolgreich ist. Jedoch gestaltete sich die Umsetzung auf dem deutschen Markt auf Grund von anderen Marktanforderungen schwierig.

Was eines der Kernprodukte der Nexus, den Identity Manager angeht, so müssen wir weiterhin an einer Reduzierung der Komplexität über standardisierte use cases arbeiten, um auch den Mittelstand besser zu adressieren.

Ein wichtiges Geschäftsfeld der Nexus Technology ist der Vertrieb von Lizenzen unserer Nexus-Softwareprodukte. Das Lizenzgeschäft beinhaltet zum einen den Verkauf von dauerhaft erwerblichen Lizenzen (perpetual licenses) als auch den Verkauf von Mietlizenzen, welche nicht durch einen einmaligen Erwerb gekennzeichnet sind, sondern eine Leistung für einen definierten Zeitraum darstellen. Darüber hinaus stellt die Nexus Technology ihren Kunden noch Services zur Verfügung, sogenannte Managed Services, einen cloudbasierten Service, welcher die digitalen Identitäten von Geräten absichert. Es handelt sich um Standardservices, bei welchen Nexus die Einrichtung, Konfiguration und das Design sowie den Betrieb dieser Services für die Kunden übernimmt und als monatlichen Service abrechnet. Im Geschäftsjahr 2023 wurde im Zuge von konzerneinheitlichen ERP-System und Reporting, sowie einheitlichen Produktstrukturen die gemeinsame Darstellung von Mietlizenzen und Managed Services zu sogenannten Subscriptions übernommen.

Der Umsatz für Subscriptions (vormals Mietlizenzen und Managed Services) lag im aktuellen Geschäftsjahr mit 2.877 TEUR um 16% (396 TEUR) über dem Vorjahr mit 2.481 TEUR. Diese Steigerung ist jedoch um einen anteiligen Umsatz zweier Kunden, welcher im Vorjahr als Support- und Maintenance-Umsatz ausgewiesen wurde und ab 2023 als subscription verbucht wird, zu reduzieren. Dies hat einen Effekt von 270 TEUR. Das Geschäft mit Lizenzen und cloudbasierten Services als monatlich abgerechneter Service löst seit mehreren Jahren das klassische Lizenzgeschäft ab. Der Umsatz mit on premise-Lizenzen war in diesem Jahr nochmals rückläufig und lag im aktuellen Geschäftsjahr mit 736 TEUR um 50% unter dem Niveau des Vorjahres mit 1.478 TEUR.

Auch zum 31.12.2023 wurden keine neuen unfertigen Leistungen erstellt.

Das Projektgeschäft war im laufenden Geschäftsjahr ebenfalls etwas rückläufig. Mit einem Umsatzanteil von 2.400 TEUR blieb dieses um 75 TEUR hinter dem Vorjahr mit 2.475 TEUR zurück. Dies liegt insbesondere an der generellen Unsicherheit der Unternehmen Investitionen in nicht direkt gewinnbringende Bereiche zu tätigen. Alle langfristigen Projekte wurden vollständig abgerechnet und somit wurden auch keine Abgrenzungen für unfertige Leistungen im Geschäftsjahr gebildet. Die Pre-Sales-Phase wurde durch angepasste Entscheidungsmeilensteine, sogenannte Gate Meetings erweitert, um den Focus sowohl auf die Machbarkeit mit Standardprodukten als auch die Profitabilität des Gesamtprojektes zu setzen. Dies hat unter Umständen auch zur Folge, dass als nicht rentabel klassifizierte Projekte nicht zur Umsetzung gelangen. Die erfolgreich absolvierte ISO 90001-Zertifizierung war hierbei hilfreich, um Verbesserungspotentiale in Vor-Projektphasen zu identifizieren und anzuwenden. Die regelmäßige stattfindenden Forecast-Meetings mit der PMO-Abteilung sowie dem Vertrieb zum aktuell anstehenden Projektgeschäft wurden beibehalten. Des Weiteren fanden im Geschäftsjahr eine Reihe von Updateprojekten statt, mit dem Ziel die Anzahl an Alt-System bzw. EOL-Versionen zu verringern und somit die Systeme der Kunden zu aktualisieren und für ggf. weiteren Ausbau vorzubereiten. Durch Reorganisationen und den Zusammenschluss von verschiedenen Abteilungen konnten Synergien geschaffen und Overhead reduziert werden. Dies wurde unter anderem durch den Zusammenschluss von Projektmanagement im Bereich Hardware und Software erzielt. Durch die o.g. erwähnte Verbesserung im Projektmanagement und somit auch der Ressourcenplanung konnte der Einsatz von externen Dienstleistern im Bereich Professional Services im Geschäftsjahr reduziert werden. Das Ziel ist hierbei jedoch nicht, diesen gänzlich weiter zu reduzieren, da man ggf. bei kurzfristig anstehenden Ressourcenengpässen auf bewährte Partner zurückgreifen möchte.

Der Bereich Support und Maintenance war im Geschäftsjahr etwas rückgängig, von 6.590TEUR um 6,1% auf 6.188 TEUR. Dieser Rückgang ist zum einen auf eine Verschiebung des Umsatzes von 2 Kunden, welche im Vorjahr als Support und Maintenance ausgewiesen wurden und im aktuellen Geschäftsjahr als Subsriptions dargestellt werden, zurückführbar. Diese Verschiebung von Support+Maintenance Umsatz zu Subscription macht einen Anteil von 270 TEUR aus. Des Weiteren hat ein großer Kunde der Luftfahrtindustrie die Wartung für die Nexus Produkte ab 2023 gekündigt.

Das Hardwaregeschäft war im Vergleich zu dem Vorjahr ebenfalls rückläufig. Grundsätzlich unterliegt das Handelsgeschäft mit Ausweisdruckern, Kodiermodule und Farbbänder, welche für die Ausweisproduktion verwendet werden, einem starken Wettbewerbsdruck. Die klassische Ausweisproduktion beim Kunden wird aus Kostengründen verstärkt durch ausgelagerte Services abgedeckt. Der Umsatz mit Hardware bzw. Fremdprodukten sank im Geschäftsjahr von 1.496 TEUR auf 906 TEUR, was u.a. durch den Rückgang im Ausweisgeschäft geprägt ist. Hierbei ist jedoch zu erwähnen, dass im Vorjahr ein Einmaleffekt auftrat. Dies war die Realisierung zweier größerer Aufträge für welche Ausweiskarten für unsere Endkunden durch unsere Muttergesellschaft in Schweden produziert, codiert und personalisiert und an die Nexus Technology GmbH weiterberechnet wurden. Bereinigt um diesen Effekt lag das Geschäft im Jahr 2023 etwas über dem Vor-Vorjahr. Im Bereich Druckerhardware und Zubehör war das Geschäft ebenfalls rückläufig. Die Nexus Technology ist an dieser Stelle nur Drittanbieter dieser Produkte und ist hier, auch durch den gestiegenen Kostendruck der Konkurrenz bzw. Direktanbietern unterlegen.

Das Geschäft mit HSM (High Security Management) stellt seit ein paar Jahren, neben dem regulären Hardwaregeschäft mit Druckern, Karten und Zubehör einen weiteren Baustein im Portfolio der Nexus Technology GmbH dar. Hierbei handelt es sich ebenfalls um Fremdprodukte. HSM sind ein wichtiger Bestandteil von Public Key Infrastrukturen, die Nexus als Softwarelösungen auf dem Markt anbietet. Somit stellt das HSM-Geschäft grundsätzlich eine sinnvolle und natürliche Ergänzung des Nexus Kerngeschäftes dar.

Wie auch das reguläre Hardwaregeschäft, war auch das Geschäft mit HSM in diesem Jahr rückläufig. Der Umsatz verringerte sich von 386 TEUR im Vorjahr auf 111 TEUR. Der Bedarf an HSM-Geräten war in im aktuellen Geschäftsjahr gedeckt, weitere Neukunden im konnten in diesem Geschäftsfeld aktuell im DACH-Raum nicht gewonnen werden. Des Weiteren wurde bereits im vorangegangenen Jahr begonnen, die Bedarfe an HSM's in Drittländern durch die Muttergesellschaft in Schweden abzuwickeln.

Die sonstigen betrieblichen Erträge, welche im überwiegenden die innerbetrieblichen Verrechnungen von Personalaufwendungen, also Mitarbeitern, welche in der Nexus Technology GmbH angestellt sind und Leistungen für den Gesamtkonzern erbringen, darstellen, liegen im Geschäftsjahr mit 872 TEUR auf Vorjahresniveau von 861 TEUR.

2.3. Kostensituation

Die Gesamtkosten (ohne Materialkosten) stiegen im Geschäftsjahr von 9,9 Mio. EUR in 2022 um 1.4 Mio. EUR auf 11,3 Mio. EUR.

Der Materialaufwand sank im Geschäftsjahr 2023 um 2%, von 5.563 TEUR auf 5.424 TEUR. Bestandteil des Materialaufwand sind zum einen die bezogenen Waren (RHB). Diese sanken im Geschäftsjahr 2023 um 344 TEUR von 812 TEUR auf 468 TEUR und zum anderen die bezogenen Leistungen.

Dieser Rückgang der RHB ist insbesondere auf den allgemeinen Umsatzrückgang im Bereich Hardware zu erklären. Sowohl das Geschäft mit Ausweiskarten als auch mit Druckern und Zubehör war im Geschäftsjahr rückläufig. Da die Nexus Technology GmbH für Hardware nur Drittanbieter ist, wurden somit auch weniger Hardware von unseren Lieferanten in 2023 eingekauft.

Nexus liefert neben regulärem Hardwaregeschäft mit Druckern, Karten und Zubehör auch HSM-Geräte und deren Betrieb und Support an unsere Kunden.

Da es im Umsatzbereich der HSM-Geräte in diesem Jahr einen Rücklauf gab, waren auch die Kosten für die HSM in diesem Jahr rückläufig und verringerten sich. Da es sich um ein HW-Modul handelt, sind die Bezugskosten für diese HSM als RHB klassifiziert. Die Kosten für die Wartung dieser Geräte sind jedoch als bezogene Leistungen verbucht. Die Einkaufskosten für diese Geräte um 25 TEUR zurückgegangen. Die laufenden Kosten für die Wartungen der HSM sind um 71 TEUR gesunken.

Die Aufwände für die bezogenen Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 4% (205TEUR) von 4.751 TEUR auf 4.956 TEUR gestiegen. Den anteilig größten Bestanteil der bezogenen Leistungen stellen die Royalties, d.h. die konzernintern zu entrichtenden Entgelte für in Deutschland verkaufte Produkte der schwedischen Muttergesellschaft dar. Dies können Lizenzen oder Support und Maintenance sein. Die Kosten für die Royalties beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 3.795 TEUR. Im Vorjahr betrugen diese 2.982 TEUR. Dies entspricht einer Steigerung von 813 TEUR. Desweitern sind hier die Kosten für externe Dienstleister zu nennen, welche im Rahmen von Kunden-Projekten zum Einsatz kommen. Diese Kosten sind im aktuellen Jahr um 608 TEUR niedriger als im Vorjahr.

Diese Verringerung liegt zum einen an einer Umbuchung über 273 TEUR derjenigen Kosten, welche für die externe Unterstützung der Produktentwicklung entfallen und in 2023 in den sonstigen Kosten abgebildet waren. Zum anderen ist die verbleibende Kostenreduktion von 334 TEUR bei den bezogenen Leistungen auf Senkung der Kosten für externe Projektentwickler und Projektmitarbeiter im Kundenumfeld zurückzuführen.

Im Bereich der Personalkosten fand im Geschäftsjahr 2023 die größte Steigerung statt. Die gesamten Personalkosten erhöhten sich im aktuellen Geschäftsjahr um 11% von 7.841 TEUR auf 8.717 TEUR. Die aus 2023 und ebenfalls aus den letzten Monaten des Vorjahres resultierende Fluktuation und das damit verbundene höhere Gehaltsniveau kamen in 2023 zum Tragen. Neben dem Effekt der beschriebenen fluktuationsbedingten Gehaltsniveausteigerung fand im Frühjahr des Geschäftsjahres ebenfalls eine reguläre Gehaltserhöhung für alle Mitarbeiter statt.

Der Bereich Partner Management wurde Mitte des Jahres dauerhaft um einen Mitarbeiter erweitert.

Die bestehende Bonusvereinbarung wurde im Geschäftsjahr 2023 weiteren Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Das Bonusmodell im Geschäftsjahr 2023 enthält persönliche Ziele, sogenannte Smart Goals, ist aber auch an die Ziele der SBU sowie die Ziele der INGroupe gebunden. Für diese Boni sind Rückstellungen gebildet worden. Ebenso für noch für weitere Personalkosten, welche ebenfalls im Folgejahr zur Auszahlung kommen.

Die Reisekosten sind im Geschäftsjahr von 312 TEUR um 38 TEUR auf 274 TEUR gesunken. Ursächlich dafür sind die geringeren Kosten für Messen und sonstige Veranstaltungen, welche im Bereich Reise und Werbekosten abgebildet werden. Die Nexus Technology hat im laufenden Geschäftsjahr in kleinem Umfang an Messen teilgenommen. Abzüglich dieses Effektes sind die Reisekosten im aktuellen Geschäftsjahr leicht angestiegen um 25 TEUR von 210 TEUR auf 235 TEUR. Da die ersten Monate im Jahr 2022 noch leicht von Corona geprägt waren, fand die Reisetätigkeit in 2023 wieder zu ihrem regulären Umfang zurück.

Die Kosten für die Dienstwagen stiegen im laufenden Geschäftsjahr noch einmal um 6% auf 92 TEUR, was hauptsächlich auf Reparaturkosten aus Unfallschäden sowie gestiegene Garagenmieten zurückzuführen ist.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind im Geschäftsjahr mit 63 TEUR um 4 TEUR im Vergleich zu 59 TEUR im vorigen Jahr gestiegen. Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind um 20 TEUR gesunken. Diese Differenz bezieht sich insbesondere auf den Umstand, dass wir im vorangegangenen Geschäftsjahr die Forderungen unseres Partners in Moskau auf Grund des Ukrainekrieges, vollständig wertberichtigt haben.

Die Miet- bzw. Raumkosten stiegen im Geschäftsjahr von 384 TEUR auf 429 TEUR. Sowohl in unserer Zentrale in Ettlingen sowie auch in unserer Niederlassung in Düsseldorf wurden die Mieten für das Jahr 2023 angehoben.

Bei den sonstigen Kosten kam es gegenüber dem Vorjahr zu einer Steigerung um 487 TEUR, von 1.129 TEUR im Jahr 2022 auf 1.616 TEUR im laufenden Geschäftsjahr. Hierfür maßgeblich ist die beschriebene Umbuchung der Kosten für externe Entwickler in Höhe von 273 TEUR in die sonstigen Kosten, welche im Vorjahr unter den bezogenen Leistungen ausgewiesen waren. Die verbleibende Steigerung von 210 TEUR entfallen auf die mit 98 TEUR höhere Konzernumlage (Management Fee) sowie Gebühren für einen Dienstleistungspartner, welcher die Nexus Technology bei der Beantragung der Forschungszulage unterstützt hat. Des Weiteren sind die allgemeinen Administrationskosten, wie Buchführungs- und Prüfungskosten, wie auch Kosten für interne Lizenzen, z.B. für ein neues Reisekostentool, als auch im Bereich der Personalvermittlung gestiegen.

Das nach IFRS betrachtete EBIT betrug im Geschäftsjahr -2.177 TEUR und ist somit um 2.931TEUR im Vergleich zum Vorjahr, mit 754 TEUR gesunken. Die Gründe dafür liegen in den beschriebenen verringerten Umsatzerlösen bei gleichzeitig gestiegenen Gesamtkosten. Das EBITDA (IFRS) betrug im Geschäftsjahr -974 TEUR, was einer Verringerung um 2.791 TEUR entspricht (im Vorjahr 1.817 TEUR).

2.4. Personalentwicklung

Zum 31.12.2023 waren 97 Mitarbeiter bei der Nexus Technology GmbH angestellt. Dies entspricht nur einer geringen Steigerung zum Stichtag von 1 Headcount im Vergleich zum Vorjahr.

In unserer Zentrale in Ettlingen, Deutschland, waren zum Jahresende 2023 50 Mitarbeiter beschäftigt. Darüber hinaus waren in der Düsseldorfer Niederlassung 16 Mitarbeiter und in Berlin 19 Mitarbeiter beschäftigt. Weitere 13 Mitarbeiter haben ihren Arbeitsplatz dauerhaft im Homeoffice.

Die im Geschäftsjahr 2022 etablierte Hybridlösung zwischen Homeoffice und Präsenzarbeit im Büro wurde auch in 2023 in allen Bereichen, in denen dies möglich war, fortgesetzt.

2.5. Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen stellt bei der Nexus Technology GmbH mit 78 TEUR den kleineren Teil der Aktivposten dar. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 2.080 TEUR und insbesondere die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Verrechnungskonten mit der Muttergesellschaft, Nexus Secured Business Solutions AB) mit 4.746 TEUR stellen den wesentlichen Teil der Aktivposten dar.

Auch im Geschäftsjahr 2022 fungierte die BNP Paribas als Hausbank für die Nexus Technology GmbH. Zum 31.12.2023 weist das Kontokorrentkonto der BNPP einen Bestand von 1.048 TEUR aus. Eine Kreditlinie mit der BNPP Bank besteht nach wie vor nicht.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten i. H. v. 98 TEUR bestehen überwiegend aus den Abgrenzungen für die Support- und Wartungsaufwendungen für das Geschäft mit HSM- Servern, sowie für Wartungskosten für intern genutzte Software. Des Weiteren sind noch in kleinerem Umfang abgegrenzte Kosten für Messen und Veranstaltungen sowie Versicherungen enthalten.

Die Passivseite ist geprägt durch sonstige Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Des Weiteren gab es einen Anstieg von 468 TEUR im Bereich der Rückstellungen, welche im Wesentlichen durch die Personalrückstellungen zu erklären sind.

Der größte Posten der Passivseite sind mit TEUR 4.283 die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Dabei handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber unserer Muttergesellschaft in Schweden, resultierend aus internen Verrechnungen für Royalties und allgemeiner Management-Umlage.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beziffern sich auf TEUR 2.475, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen im Geschäftsjahr 202 TEUR.

Die passiven Rechnungsabgrenzungen, welche die Abgrenzungen der Wartungs- und Serviceverträge darstellen, sind in diesem Jahr mit 2.300 TEUR etwas über Vorjahresniveau.

Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit erfolgt kurzfristig über Lieferantenkredite mit einer durchschnittlichen Laufzeit von ca. 33 Tagen sowie das Kontokorrentkonto.

Das Geschäftsjahr 2023 verlief für die Nexus Technology GmbH mit einem Verlust von 1,6 Mio. EUR. Durch diesen Verlust sank das buchmäßige Eigenkapital von 3.627 TEUR auf 2.006 TEUR.

2.6. Auftragslage

Zum Jahresende bestehen im Jahr 2023 bereits vereinnahmte Entgelte aus Wartungs- und Managed Service-Verträgen in Höhe von 2.299 TEUR, welche nach dem Bilanzstichtag 2023 ertragswirksam werden und unter den Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite ausgewiesen sind. Zum 31.12.2023 betrug der Auftragsbestand für das nächste Geschäftsjahr für Professional Services 904 TEUR sowie Bestellungen über Lizenzen in Höhe 140 TEUR. Seitens der wiederkehrenden Leistungen wie Support und Maintenance, Mietlizenzen und Managed Services kann die Nexus Technologie von einer Verlängerungsquote von 98% bei seinen Bestandskunden ausgehen. Hinzu kommen wiederkehrende Services aus Neukundengeschäften des neuen Geschäftsjahres.

2.7. Investitionen

Das wichtigste Kapital der Nexus Technology GmbH sind ihre Mitarbeiter und deren Know-How, Motivation und Engagement. Diesem Umstand wurde auch im Jahr 2023 durch eine unternehmensweite Gehaltserhöhung sowie die Einführung von sogenannten Nexus-Tagen Rechnung getragen. Hierbei handelt es sich um 2 zusätzliche freie bezahlte Tage, welche Nexus jedem Arbeitnehmer zur Verfügung stellt. Des Weiteren wurden die bezahlten Kinderkrankenpflege-Tage von vier auf fünf Tage pro Jahr erhöht.

Für das Jahr 2023 haben wir für jedes Teammitglied eine spezielle Pauschale für Schulungen eingeführt in Höhe von 1.000 EUR pro Mitarbeiter. Wir werden diese Art von Budget auch im Jahr 2024 beibehalten.

Da wir in den Vorjahren eine sehr starke Abwanderungsrate hatten, haben wir uns im aktuellen Geschäftsjahr stark auf die Rekrutierung von Mitarbeitern konzentriert, vor allem in den Bereichen Technik, Programmmanagement und verschiedenen technischen Funktionen. Zusätzlich haben wir unser Partnermanagement in Deutschland erweitert.

Eine weitere große Investition, welche im laufenden Geschäftsjahr beschlossen und finalisiert wurde, ist der in 2024 bestehende Umzug unserer Firmenzentrale aus Ettlingen in die Nähe des Hauptbahnhofes in Karlsruhe.

Die neue Firmenzentrale steht im Einklang mit der Vision der Arbeitsweise der INGroupe und die Nexus Technology möchte damit auch ein modernes, agiles und ansprechendes Umfeld schaffen. Die zentralere Lage und somit verbundene bessere Erreichbarkeit des neuen Firmensitzes wird auch die Entwicklung hin zu einem nachhaltigeren und integrativeres Unternehmen fördern.

Im Jahr 2024 werden wir uns auch weiterhin auf Neueinstellungen konzentrieren. Besonders dieser neue Standort ist eine Grundlage dafür, für neue Talente attraktiver zu werden.

Mit seiner Lage am Bahnhof Karlsruhe wird zusätzlich auch die Zusammenarbeit mit unseren internationalen Kollegen erleichtert.

Das konzernweite Reportingsystem auf Basis eines Business Intelligence wurde im Geschäftsjahr 2023 noch weiter mit Unterstützung eines Consultants ausgebaut. Dieses Reportingsystem beinhaltet tagesaktuelle Reports in den Bereichen Sales und Finance. Diese werden u.a. benötigt, um die Berichtsanforderungen im Rahmen des IN Groupe Reportings zu erfüllen, welches in stark zunehmendem Maße für alle Bereiche der Nexus Gruppe verpflichtend werden. Das gemeinsame ERP-System wird dabei als einheitliche Datenbasis verwendet.

Die Investitionen ins Anlagevermögen wurden ebenfalls wieder in regulärem Umfang im Bereich der IT-Arbeitsmaterialien, wie Laptops, Monitore etc. vorgenommen.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Softwareentwicklung ist einer der wichtigsten Treiber im Software-Geschäft. Der Entwicklungsaufwand für die Aktivierung eigener Softwareprodukte gemäß IFRS beträgt im Jahr 2023 ca. 26.382 Stunden. Die Entwicklungskosten der Nexus Technology GmbH für selbsterstellte Software betragen 1.226 TEUR.

2.8. Liquiditätsanalyse

Zur Überwachung und operativen Steuerung der Liquidität, inklusive der wöchentlich stattfindenden Zahlungen, wird wöchentlich eine Liquiditätsplanung auf Basis der aktuellen Buchhaltungsdaten erstellt. Diese wird an die Muttergesellschaft in Schweden übermittelt und in einen gemeinsamen Konzerncashflow übertragen. Zusätzlich dazu findet 14-tägig bzw. teilweise im Wochenrythmus ein globales Cash Steuerungsmeeting mit Kollegen der Muttergesellschaft sowie Finance Kollegen der IN Groupe statt.

2.9. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem negativen Ergebnis von -1.621 TEUR abgeschlossen und blieb somit um 1.962 TEUR hinter dem positiven Jahresergebnis des Vorjahres mit 341 TEUR.

Das Umsatzziel des Jahres von 19.2 Mio. EUR (bestehend aus externem und internem Umsatz) wurde bei einem Jahresumsatz von 13.5 Mio. EUR deutlich unterschritten. Das erzielte EBITDA von -974 TEUR lag erheblich unter dem geplanten EBITDA von 5.064 TEUR. Das geplante EBIT von 3.814 TEUR wurde bei einem erreichten EBIT von -2.177 TEUR ebenfalls stark unterschritten.

Das Geschäftsjahr 2023 war für die Nexus Technology GmbH in mehrere Hinsichten sehr herausfordernd. Zum einen arbeitet die Nexus Technology GmbH im Gesamtverbund mit der IN Groupe um ihre Positionierung und Entwicklung im Markt, zum anderen sind interne Integrationsaufgaben, was Strukturen und Prozesse zur Eingliederung in die IN Groupe angeht, anspruchsvoller und zeitaufwendiger als prognostiziert. Die Vereinheitlichung von Systemen und das Überführen von Daten in das IN Groupe Reporting sei hier als ein Beispiel zu nennen.

Wir sehen zwar einen Wachstumstrend im Bereich IT-Sicherheit und Cyber Security nach wie vor gegeben, jedoch ist die Entwicklung des Marktes und die wirtschaftliche Lage auch bei unseren Kunden in den letzten Jahren merklich angespannter geworden.

Lediglich im Bereich Subscriptions konnte in diesem Jahr ein eher geringeres Umsatzwachstum verzeichnet werden, alle anderen Geschäftsbereiche wie "on premise"- Lizenzen, Professional Services und Support und Maintenance-Umsatz waren rückläufig.

Das im Geschäftsjahr 2023 gegründete Business Development-Team, welches zum Ziel hat insbesondere mittel- und langfristiges Neugeschäft zu generieren, neue Technologien zu identifizieren, neue Geschäftsfelder, Kunden und Partner über langfristige Netzwerkarbeit zu erschließen, hat im aktuellen Geschäftsjahr an einigen vielversprechenden Projekten gearbeitet.

Da das Team im Jahr 2023 seine Tätigkeit aufgenommen hat, war aus dem Business Development Team noch nicht mit realisierbaren Umsätzen im aktuellen Geschäftsjahr zu rechnen. Die Entwicklung von neuen Partnerschaften ist zeitintensiv und benötigt erhebliche Vorlaufzeit. Nach erfolgreicher Vorqualifizierung des potenziellen Kunden oder Partners wird dieser dann an unser Partnermanagement bzw. Vertrieb übergeben, um die konkreten vertrieblichen Themen zu finalisieren.

Die operativen Kosten sind im Geschäftsjahr um 1.391 TEUR gestiegen, wobei die Personalkosten sowie die sonstigen Kosten den größten Anstieg aufweisen. Der Anstieg der Personalkosten ist neben regulären Erhöhungen und Rückstellungen für Boni und Restrukturierungen durch ein gestiegenes Gehaltsniveau durch Neueinstellungen auf Grund von Fluktuation der letzten Jahre zu erklären.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1. Risikobericht

Organisation

Das Jahr 2023 hat sich unter anderem aus organisatorischen Gründen als schwierig für die Nexus Technology GmbH dargestellt. Das DACH Sales-Team war in weiten Teilen des Jahres führungstechnisch auf sich gestellt, was sich für die geplanten Sales Aktionen spürbar negativ auswirkte. Im Februar dieses Jahres konnte ein neuer Vertriebsleiter rekrutiert werden. Es ist für das neue Geschäftsjahr bedeutsam, das sich das Vertriebsteam in 2024 neu aufstellen und sich auf die Bearbeitung der Märkte und Kunden konzentrieren kann. Das Risiko wird als mittel eingestuft.

Rekrutierung neuer Mitarbeitenden

Nach wie vor bleibt der Personalmarkt für IT-Security Fachkräfte überhitzt. Der für 2023 zusätzliche geplante Personalaufbau konnte nicht qualitativ und quantitativ komplett realisiert werden. Die Bereiche Sales und insbesondere Presales bleiben somit eine besondere Herausforderung, um die Wachstumspläne zu realisieren. Die Neurekrutierung von Vertriebs- und technischen Vertriebsmitarbeiten gestaltet ich nach wie vor sehr anspruchsvoll, da in dem Cybersecuritty Markt technische Experten rar sind und sich dieser Effekt negativ auf das Gehaltsniveau des Arbeitgebers auswirkt. Zusätzlich stellen länger unbesetzte Stellen eine Belastung für die verbleibenden Mitarbeiter dar. Dieses Risiko wird als mittel eigenstuft.

Nicht marktreife Produkte / Entwicklungsdruck

Ein weiterer Effekt war die "sales readiness" der GO Workforce und GO PKI Lösungen in 2023. Der Service, der insbesondere für den deutschen Mittelstand adressiert war, stellt sich als noch nicht marktreif für diese Zielgruppe dar. Es fehlen einige Funktionalitäten, die es in 2023 nicht möglich machten, den Service erfolgreich zu platzieren und in dem wichtigen Markt zu skalieren. Alternantiv wurde die klassische "on premise" Lösung angeboten, die aber insbesondere durch die notwendigen, hohen Professional Service Aufwände preislich für KMU ́s nicht wettbewerbsfähig ist. Die Anpassung der Services und der Produkte an spezifische regionale Anforderungen verläuft leider noch nicht zügig genug. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass das Produkt Management der Business Line Workforce erst vor einem Jahr etabliert wurde und sich noch im Aufbau befindet. Dieses Risiko ist als mittel einzustufen.

Halbleiterknappheit

Des Weiteren hat sich die weltweite Verknappung von Halbleitern auch bei Nexus für RFID und SmartCards insbesondere auch in 2023 nicht verbessert. Insbesondere für das physische Zutrittsgeschäft (Physical Access), wie z.B. beim Einsatz von RFID-Karten, kommt es zu Lieferverzögerungen und Lieferengpässen und in dem Kontext zu Preiserhöhungen. Dieses Risiko wird als mittel eingestuft.

3.2. Chancenbericht

Der Cybersecurity Markt befindet sich weiter im Wachstum. Die zunehmende Digitalisierung und der Bedarf immer mehr Geräte zu vernetzen (von hochwertigen bis hin zu sogenannten restraint devices), wächst weiterhin.

KI stellt die nächste große Herausforderung für Behörden und Unternehmen dar und ist sicherheitstechnisch relevant. Insbesondere die Herkunft und Authentizität von Informationen sicherzustellen wird eine entscheidende Herausforderung sein, die wiederum sichere Identitäten benötigt. Zum Thema IT ist die enge technologische Zusammenarbeit mit der IN Groupe für Nexus sehr wertvoll und wird mittel- bis langfristig neue Marktchancen generieren.

Neue EU-Regularien wie NIS2 und der Cyberresilience ACT (CRA) sind für das Geschäft der Nexus förderlich. Sie erzeugen neben der simplen Notwendigkeit IT-Sicherheit ernst zu nehmen, auch einen gesetzlichen Druck, dem sich die Unternehmen stellen müssen. NIS2 wird in Q3 2024 gesetzlich auch in Deutschland fest verankert sein und muss entsprechend befolgt werden.

Aufgrund der zuvor genannten extrem stark wachsenden Vernetzung von Geräten ist auch der Bedarf an Security hoch, um diese Geräte sicher für unterschiedlichste Anwendungen einzusetzen. Entsprechende Regularien der EU, wie der Cyberresilience Act (ACT) greifen dieses Thema und die möglichen Sicherheitsrisiken auf und fordern zum Beispiel, dass alle Softwarekomponenten der Geräte über 5 Jahre regelmäßig gepatcht werden und Updates durchgeführt werden müssen. Hierzu braucht jedes Gerät eine sichere Identität, um sich zu identifizieren, eine sichere Authentisierung und damit eine sichere Kommunikation zwischen Gerät und backend ermöglichen zu können. Das entspricht dem vielfältig adressierten "Zero Trust"-Konzept. Vielen Unternehmen, insbesondere im Mittelstand sind diese Sicherheitsrisiken für Ihre Produkte und die kommenden gesetzlichen Herausforderungen nur zum Teil bewusst. Darüber hinaus sind sie im Vergleich zu Großunternehmen mit großen IT-Abteilungen entsprechend limitiert mit ihren IT-Kapazitäten und Kompetenzen insbesondere im Bereich IoT / IIoT und OT Security.

Das Produkt Management im Bereich IOT arbeitet sehr "use case" orientiert, um die " readiness" der Lösungen und Services für die neuen Zielmärkte zeitnah sicherzustellen. Wir identifizieren vermehrt Verkaufschancen und auch das Marketing wurde in 2023 deutlich use case orientierter, mit positiven, pipeline relevanten Rückmeldungen aufgestellt (Social Media / Webinare / Events).

Im Bereich Vertrieb konnte Februar 2024 ein neuer Sales Director DACH rekrutiert werden.

Seit Februar 2023 wurde auch der Bereich "Business Development" etabliert, um die Märkte strategischer zu adressieren, neue Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Netzwerke im Bereich von relevanten Verbänden (Teletrust / Bitkom / VSDI.) und bei Behörden und privaten Unternehmen auszudehnen und auch technologische Partnerschaften voranzutreiben, um das Portfolio und die Wertschöpfung für existierende Kunden und potentielle Neukunden voranzutreiben.

Diese Aktivitäten haben sich schon positiv ausgewirkt, nach innen und außen, und werden mittel- und langfristig einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Pipeline und einem marktgerechten Angebot leisten.

Zum Beispiel gestaltet sich die sehr enge Technologie-Partnerschaft mit einem Anbieter im Bereich Visitor-Management sehr vielversprechend. Die Lösung ist in beide Richtungen komplementär und ergänzt die Wertschöpfungskette. Es gibt mehrere Verkaufschancen und es tun sich erste Ausschreibungen auf, die gemeinsam bearbeitet werden. Die Lösung ist ein Service und entspricht somit auch der mittelfristigen strategischen Ausrichtung der Nexus.

Die fortgeschrittene Integration der Nexus in die Strategische Business Unit (SBU) Digital Services der INGroupe ist weiterhin hilfreich, da auf unterstützende Funktionsbereiche, wie Sales Operations und auch ein dediziertes Bid Management, zurückgegriffen werden kann, um insbesondere im Vertrieb den Fokus stärker auf Neukundengewinnung und das Up-Selling bei existierenden Großkunden richten zu können. Neu ist seit 2023 auch eine Position Inside Sales, die sich komplette auf das Erneuern von Support- und Wartungs- Verträgen konzentriert, um die Sales Kapazitäten mehr auf das Neugeschäft bei existierenden Key-Accounts und bei komplett neuen Kunden zu vergrößern. In Summe werden die Chancen als hoch eingeschätzt.

4. Prognosebericht

Nexus ist weiterhin in dem schnell wachsenden Cybersecurity-Markt tätig, der durch die Digitalisierung in allen vertikalen Märkten weiter vorangetrieben wird. Insbesondere bei Unternehmen und bei öffentlichen Organisationen im Bereich kritische Infrastruktur (KRITIS) ist der Bedarf nach sicheren Identitäten fortschreitend groß.

Mit NIS2 und dem CRA erweitert sich der Kreis der Unternehmen, die gesetzlich zur Umsetzung von Cybersecurity Maßnahmen im Unternehmen und bei Behörden verpflichtet werden, deutlich. Nun sind auch KMU ́s verpflichtet entsprechende Sicherheitsmaßnahmen bei Ihrer IT und auch bei ihren Produkten umzusetzen. Damit erhöht sich das Marktpotential sehr stark. Es erfordert aber auch besser auf die Anforderungen dieser Unternehmen abgestimmte vereinfachte und mehr standardisierte Lösungen und Services anzubieten, die sich einfacher und schneller implementieren lassen und somit auch skaliert werden können.

Neben der Weiterentwicklung des eigenen Portfolios sind Technologiepartnerschaften für dieses Marktsegment entscheidend, um die Kunden mit umfangreicheren Lösungen zu bedienen, da sie nicht die Kapazität haben sich mit zu vielen Lösungen für kleinteilige Sicherheitsaspekte auseinanderzusetzen.

Die steigenden politischen Krisen (Ukraine Krieg und auch der Krieg in GAZA sowie Spannungen in anderen Regionen in ME und SEA) machen die Notwendigkeit und hohe Relevanz von Cybersecurity deutlich, da Kriege nicht mehr nur konventionell, sondern sehr stark auch im Cyberraum geführt werden. Die Positionierung als European Player der INGroupe ist damit im europäischen geopolitischen Kontext wichtig und hilfreich.

Die Standardisierung des Produktportfolios ist weiter vorangetrieben worden, aber hat noch nicht das Level erreicht, was wir 2023 erreichen wollten. Die Standardisierung der Lösungen, insbesondere im Bereich Cloud Services (Nexus GO) gestalten sich herausfordernder als ursprünglich angenommen. Es sind aber gezielte Maßnahmen ergriffen worden, um zukünftig proaktiver zu agieren und neue Märkte (SME) vorausschauender und damit schneller zu adressieren. Die Partnerstrategie wird vertriebstechnisch weiterentwickelt und insbesondere auch auf technologischer Ebene ausgedehnt, um den Kunden auf ihre Bedürfnisse besser zugeschnittene und vereinfachte an Lösungen und Services anzubieten. Die in Q1 2024 erfolgte Neubesetzung der Sales Director Position wird positive Impulse und ein abgestimmtes und zielgerichtetes Vorgehen in der DACH-Region unterstützen, um die gesteckten Ziele in dem wichtigen Markt zu realisieren.

Für 2024 strebt die Nexus Technology GmbH in einen Umsatz von 16,3 Mio. EUR an. Darüber hinaus wurden als EBITDA 3,1 Mio. EUR (IFRS) und ein EBIT von 1,9 Mio. EUR budgetiert. Auch im folgenden Geschäftsjahr 2024 wird mit steigenden Personalkosten bedingt durch personelle Verstärkung in o.g. Bereichen sowie Personalfluktuation und damit verbundenen Kostenniveau gerechnet.

 

Ettlingen, den 18. März 2024

Volker Kunz

David André Concordel

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 37,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.657,00 77.657,00 91.006,00 91.008,00
77.659,00 91.045,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 137.990,60 207.799,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.846.241,10 5.386.799,78
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.825.149,08 7.078.086,86
3. Sonstige Vermögensgegenstände 392.472,52 11.063.862,70 620.640,41 13.085.527,05
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.047.879,04 480.947,89
12.249.732,34 13.774.274,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 97.523,33 192.439,80
12.424.914,67 14.057.759,40

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 103.000,00 103.000,00
II. Kapitalrücklage 3.279.615,70 3.279.615,70
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 156.038,35 156.038,35
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 88.613,24 -252.145,49
V. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -1.621.379,54 340.758,73
2.005.887,75 3.627.267,29
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.155.071,00 686.870,90
1.155.071,00 686.870,90
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.900,37 8.260,73
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 201.610,70 645.255,70
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.282.736,52 3.248.676,42
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.475.493,28 3.867.744,19
- davon aus Steuern EUR 373.793,62 (i. Vj. EUR 614.422,77) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 16.417,32 (i. Vj. EUR 14.703,14) -
6.964.740,87 7.769.937,04
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.299.215,05 1.973.684,17
12.424.914,67 14.057.759,40

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 13.562.461,49 15.110.431,48
2. Sonstige betriebliche Erträge 870.624,04 868.461,22
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 467.738,70 811.810,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.956.439,34 5.424.178,04 4.751.098,52 5.562.909,47
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.432.596,75 6.648.415,70
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.284.749,57 8.717.346,32 1.192.706,02 7.841.121,72
- davon für Altersversorgung EUR 66.396,80 (i. Vj. EUR 68.013,03) -
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 63.623,06 59.224,80
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 63.623,06 20.296,21 79.521,01
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.550.301,80 2.018.483,43
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58.647,29 58.528,35
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 58.586,74 (i. Vj. EUR 58.498,35) -
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 53.976,61 60.815,11
- davon an verbundene Unternehmen EUR 19.564,19 (i. Vj. EUR 19.636,63) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -696.985,47 133.174,58
11. Ergebnis nach Steuern -1.620.707,54 341.395,73
12. Sonstige Steuern 672,00 637,00
13. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -1.621.379,54 340.758,73

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Nexus Technology GmbH hat ihren Sitz in Ettlingen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister Mannheim unter HRB 361519 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Nexus Technology GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs in der jeweils gültigen Fassung aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde überwiegend der Vermerk in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände wurde überwiegend auf der Basis der steuerlichen Abschreibungstabellen geschätzt und mit drei bis fünf Jahren angesetzt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert bis zu EUR 800,00 wurden im Geschäftsjahr voll abgeschrieben.

Die unfertigen Leistungen sind mit den entstandenen Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert, wobei neben den Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Weiterhin enthalten diese angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Die fertigen Erzeugnisse sowie die Waren sind mit ihren Herstellungs- (Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten) bzw. Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Bewertungsabschläge für Waren erfolgen gemäß der Nexus-Policy. Die Höhe der Bewertungsabschläge erfolgt abhängig von der letzten Artikelbewegung im Lager und ist wie folgt festgelegt:

zwischen 6 Monaten und einem Jahr Abschlag 20%
über 1 Jahr und unter 2 Jahren Abschlag 40%
über 2 und unter 3 Jahren Abschlag 60%
mehr als 3 Jahre Abschlag 100%

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Für erkennbare Risiken wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 0,75% pauschal wertberichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Ein auf USD lautendes Konto ist mit dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag grundsätzlich wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

C. Angaben zur Bilanz

I. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem Anlagenspiegel hervor (Anlage zum Anhang). Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres sowie die kumulierten Abschreibungen.

II. Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 452.025,62 (Vorjahr: EUR 446.445,06). Die darüber hinaus bestehenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Körperschaftsteuerrückforderung, bilanziert in den sonstigen Vermögensgegenständen, beläuft sich auf EUR 159.959,00 (Vorjahr: EUR 247.986,49), die Gewerbesteuerforderung EUR 141.630,00 (Vorjahr: EUR 219.999,00).

III. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen gliedern sich wie folgt:

andere Gewinnrücklagen: EUR 156.038,35

IV. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 869; Vorjahr TEUR 522). Der verbleibende Teil betrifft hauptsächlich Rückstellungen für Aufbewahrung, Gewährleistungen sowie Rechtsanwalts-, Abschluss- und Prüfungskosten.

V. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem und gleichzeitig fünf Jahren beträgt EUR 588.190,25 (Vorjahr: EUR 624.760,51). Es handelt sich dabei um ein Darlehen der Unterstützungskasse, das in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten ist. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind teilweise durch die Forderungsabtretung der Kundenforderungen A-Z (Globalzessionsvertrag vom 21.09.2016) gesichert.

Für die übrigen Verbindlichkeiten bestehen keine Sicherheiten außer den üblichen Eigentumsvorbehalten.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Erträge aus Währungsumrechnung

Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 2.697,94 (Vorjahr: EUR 24.105,22) werden unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen. Diese sind in voller Höhe realisiert.

II. Periodenfremde Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 2.465,55 (Vorjahr: EUR 0,00).

III. Aufwendungen aus Währungsumrechnung

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 21.171,12 (Vorjahr: EUR 162,77) werden unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Diese sind in voller Höhe realisiert.

IV. Periodenfremde Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 2.647,83 (Vorjahr: EUR 8.230,03), die im Wesentlichen Nebenkostenabrechnungen für Vorjahre betreffen.

E. Sonstige Angaben

I. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB bestehen nicht.

II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen:

TEUR
Miete Büroräume 1.862
Leasing Fahrzeuge 14
Leasing Büromöbel / -geräte 1
Gesamtbetrag 1.877

Die Miet- und Leasinggeschäfte dienen der Liquiditätssicherung und der Verbesserung der Bilanzstruktur. Weitere Risiken oder Vorteile ergeben sich daraus nicht.

III. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 96 Arbeitnehmer (Vorjahr: 92 Arbeitnehmer) beschäftigt. Davon sind 2 als leitende Angestellte und 94 als Angestellte beschäftigt.

IV. Mitglieder der Unternehmensorgane

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer waren in 2023 Herr David André Concordel (CFO/ Executive Vice President Nexus Gruppe) und Herr Diplom-Kaufmann Volker Kunz, CRO/ VP Sales Nexus Group.

Aufgrund der Regelung des § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer.

V. Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf EUR 6.825.149,08 (Vorjahr: EUR 7.078.086,86). Hierbei handelt es sich zum einen um Verrechnungskonten mit der Technology Nexus Secured Business Solutions AB (Schweden, Gesellschafterin) in Höhe von EUR 4.745.526,51 (Vorjahr: EUR 4.686.939,77), zum anderen um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.079.622,57 (Vorjahr: EUR 2.391.147,09).

Die Verrechnungskonten (Forderung) mit der Nexus Holding AB, Stockholm, Schweden sind mit einem Zinssatz von 0,73% verzinst. Die Verrechnungskonten (Verbindlichkeit) mit der Technology Nexus Secured Business Solution AB, Stockholm, Schweden, sind mit einem Zinssatz von 1,25 % zu verzinsen. Sicherungsvereinbarungen bestehen nicht. Die Verrechnungskonten können ohne Einhaltung einer Frist von beiden Vertragsparteien gekündigt werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf EUR 4.282.736,52 (Vorjahr: EUR 3.248.676,42). Hierbei handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber der IN Groupe (Imprimerie Nationale S.A.) in Höhe von EUR 2.699.589,63 (Vorjahr: EUR 2.680.025,44) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.583.146,89 (Vorjahr: EUR 568.650,98).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.583.146,89 (Vorjahr: EUR 568.650,98) setzen sich wie folgt zusammen:

2023
EUR
2022
EUR
Technology Nexus Secured Business Solutions AB (Schweden, Gesellschafterin) 1.583.146,89 568.650,98
Nexus ID Solutions AB (Schweden) 0,00 0,00

VI. Verbundene Unternehmen

Die Nexus Technology GmbH ist zu 100% Tochterunternehmen des schwedischen Konzerns Technology Nexus Secured Business Solutions AB mit Sitz in Hägersten (Schweden). Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Nexus Holding AB (Schweden, Stockholm) einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt im schwedischen Unternehmensregister Bolagsverket (http://bolagsverket.se/en).

Die INGroupe (Paris, Frankreich) stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen der Gruppe auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

VII. Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.621.379,54 wird mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 88.613,24 verrechnet.

VIII. Angaben nach Artikel 28 Abs. 2 HGB

Der Fehlbetrag des Kassenvermögens aus den nicht in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Sinne von Artikel 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf 623.526,49 EUR.

 

Ettlingen, den 18. März 2024

Nexus Technology GmbH

Volker Kunz, Geschäftsführer

David André Concordel, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 110.170,28 0,00 105.652,17 4.518,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.627,89 0,00 3.627,89 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 669.727,55 50.540,06 470.052,97 250.214,64
673.355,44 50.540,06 473.680,86 250.214,64
783.525,72 50.540,06 579.333,03 254.732,75
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäfts-Jahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 110.133,28 0,00 105.617,17 4.516,11 2,00 37,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.625,89 0,00 3.625,89 0,00 0,00 2,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 578.721,55 63.623,06 469.786,97 172.557,64 77.657,00 91.006,00
582.347,44 63.623,06 473.412,86 172.557,64 77.657,00 91.008,00
692.480,72 63.623,06 579.030,03 177.073,75 77.659,00 91.045,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Nexus Technology GmbH, Ettlingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nexus Technology GmbH, Ettlingen‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nexus Technology GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 18. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schwebler, Wirtschaftsprüfer

Nagel, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Nexus Technology GmbH wurde am 18. März 2024 festgestellt.

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31 nahegelegene Organisationen

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