Getränke-Roth-GmbH
Schwaiger Straße, 85399 Hallbergmoos, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Krätschmer seit 7.9.2006 | Geschäftsführer |
Josef Fischer seit 7.9.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Getränke-Roth-GmbHHallbergmoosJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Getränke Roth GmbH, HallbergmoosJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Firma Getränke Roth GmbH vertreibt als Getränkefachgroßhandel im Zentrum Bayerns verschiedenste Getränkewaren. Wir beliefern ca. 400 Kunden aus dem Bereich freie, sowie gebundene Getränkefachmärkte. Die Firma wurde ca.1925 als Kolonialwarengeschäft in Eichenried gegründet und 1960 als Heim und Lieferdienst erweitert. Mit der Übernahme 2006 wurde das Kerngeschäft schwerpunktmäßig als Getränkefachgroßhandel definiert. Das kontinuierliche Wachstum, stetiger Kundenzuwachs und die zunehmende Sortimentsvielfalt machten eine Erweiterung des Betriebsgeländes notwendig und es erfolgte der Neubau in Hallbergmoos und Umzug im Januar 2023. 1.2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt keinerlei Produktentwicklung. 1.3. Ziele und Strategie Der Großhandelszweig, unsere Kernaufgabe, wird im Jahr 2024 erfolgreich fortgesetzt. Trotz der großen Herausforderungen, die die Pandemie für das Jahr 2022 mit sich brachte, haben wir im Jahr 2023 weiterhin das Thema Mehrweg forciert und konnten somit der Nachfrage nach ökologisch vorteilhaften Glasgebinden gerecht werden. Die Pandemie hat bei unseren Kunden das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Achtung der Natur noch weiter geschärft. Die Kunden erwarten Stabilität und Kontinuität beim Sortiment, bei den Preisen und beim Service, auch unter dem Aspekt des Ukraine-Krieges und der Inflation. 2. Wirtschaftsbericht a. allgemeine Wirtschaftslage Das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Schlussquartal des Jahres 2023 um 0,3 % nachdem es zuvor seit dem Frühjahr 2022 mehr oder weniger stagnierte. Das Geschäftsjahr 2023 nahm damit aus Sicht der deutschen Wirtschaft kein gutes Ende. Insbesondere die hohen Inflationsraten und deutlich gestiegenen Zinsen bremsten die binnenwirtschaftliche Konsumbereitschaft spürbar. Auch die außenwirtschaftliche Nachfrage zeigte sich merklich geschwächt. Zudem dämpfte ein im Vergleich zu den Jahren vor 2022 sehr hoher Krankenstand die wirtschaftliche Aktivität spürbar. Gleichzeitig steht Deutschland vor grundlegenden strukturellen Herausforderungen wie der geopolitischen Zeitenwende, der Dekarbonisierung, demografischen Wandel und der hohen Bürokratiebelastung, deren wirtschaftspolitische Bedeutung in den vergangenen Jahren jeweils stark zugenommen haben. Dies gilt nicht zuletzt vor dem Hintergrund eines im Durchschnitt der vergangenen Jahre bereits geringen Produktivitätswachstums. Zwar haben sich einige der belastenden Faktoren, wie die hohen Verbraucherpreissteigerungen, inzwischen abgeschwächt. Die gestiegenen Zinsen oder geopolitischen Krisen bestehen aber fort, sodass sich nach Meinung der Analysten auch im 1. Quartal 2024 noch keine Erholung der wirtschaftlichen Aktivität in Deutschland einsetzt. Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 Prozent gegenüber 2022 gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus, als im Jahr zuvor - in 2022 lag sie noch auf einem historischen Höchststand von plus 6,9 Prozent. Eine Inflationsrate von knapp 6 Prozent im Jahresdurchschnitt in 2023 ist weiterhin ein hohes Niveau, allerdings zeichnet sich seit September eine deutliche Entspannung ab. So lag im Dezember 2023 die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat- bei einem Plus von 3,7 Prozent. b. Getränkebranchenbericht des Getränkefachgroßhandels Der Getränkefachgroßhandel konnte im Januar 2023 mit einem Umsatzplus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr noch an die insgesamt positive Entwicklung des Vorjahres anknüpfen, wendete sich das Blatt ab Februar grundlegend. Mit Ausnahme des Monats Juni verlor der Getränkefachgroßhandel erheblich an Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Im April und August sogar zweistellig. Insgesamt bescherte das Jahr der Branche ein Umsatzminus von 4,15 Prozent, womit sich das gute Vorjahresergebnis mehr als halbierte. Wird zudem bedacht, dass im gleichen Zeitraum der Verbraucherpreisindex bei Getränken im Durchschnitt um mindestens 8 Prozentpunkte je Getränkekategorie gestiegen ist (vgl. oben), so was das Jahr 2023 wirtschaftlich für den Getränkefachgroßhandel wahrlich kein gutes Jahr. Welchem wirtschaftlichen Druck die Branche ausgesetzt ist, macht auch eine aus vielerlei Hinsicht bemerkenswerte Mitteilung aus dem Jahr 2023 deutlich: Seit Jahrzehnten gehört die Belieferung des Lebensmitteleinzelhandels mit Bieren, Erfrischungsgetränken und Mineralwassern zu den klassischen vier Geschäftsfeldern des Getränkefachgroßhandels in Deutschland. Dass in diesem Segment große Mengen mit geringen Margen bewegt werden, ist nicht neu. Neu ist allerdings, dass nach der seit längerem bekannten Strategie des LEH-Riesen EDEKA, die Belieferung der eigenen Märkte mittelfristig komplett selbst zu übernehmen, nun auch Rewe mit 50 Prozent beim Getränkelogistiker Trinks eingestiegen ist, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Trinks ist mit 16 Niederlassungen und einen Jahresumsatz von 1,3 Mrd. Euro gemeinsam mit der deutschen Getränkelogistik (DGL), die sich in einer ähnlichen Größenordnung bewegt, der einzige Getränkelogistiker mit bundesweiter Bedeutung. Die Branche, die ein wichtiges Bindeglied zwischen Getränkeherstellern und Händlern bildet, wird ansonsten von regionalen Mittelständlern wie Getränke Roth geprägt, die nicht selten auch neben dem Streckengeschäft im Bereich Gastronomie tätig sind und somit diversifiziert aufgestellt haben. 3. Marktstellung und Wettbewerbssituation Die Firma Getränke Roth GmbH ist mit ca. 400 Getränkefachmärkten und einem Umsatzvolumen von etwas mehr als 26,5 Mio. € eines der größten Getränkegroßhandelsunternehmen im Großraum München. Den Vorteil gegenüber unseren Wettbewerbern sehen wir darin, dass unser Unternehmen Inhabergeführt ist. Unser Warenangebot wird durch die starke Fokussierung auf gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit, Regionalität und Frische geprägt und erfährt somit bei unseren Kunden und deren Geschmack sowie Bedarf einen positiven Aufwärtstrend. Das Warenangebot umfasst alle führenden Getränkehersteller in Deutschland. Fachbezogen ausgebildete Mitarbeiter, die als kompetente Ansprechpartner unserer Kundschaft begegnen können, zeichnen unser Unternehmen aus. 4. Geschäftsverlauf 4.1. Umsatzentwicklung: Die Firma Getränke Roth GmbH ist ein Unternehmen, das im Bereich Groß- und Einzelhandel mit Bier, AFG, Wein und Sekt tätig ist und konnte auch das Wirtschaftsjahr 2023 mit Erfolg abschließen. Die Personalsituation ist nach wie vor entspannt. Reserven sehen wir 2023 im gezielten Ausbau der Vollzeitbeschäftigung im Bereich Großhandel. Hier gibt es Möglichkeiten der Umsatzsteigerung, allerdings ist das eine Frage der erfolgreichen Mitarbeiter-Motivation. Die von der Regierung bereits angekündigte Mindestlohnerhöhung könnte diese Bestrebungen negieren. Unsere Sortimentsvielfalt (Großhandel mit Strecke) national und regional lässt viel Spielraum, um auf mögliche Engpässe, Corona bzw. aktuell durch den Ukrainekrieg zu reagieren und Alternativen anzubieten. Dazu trägt auch die firmeneigene Warenbeschaffung bei. Zu Beginn des Jahres 2023 wurden die Personalschulungen wieder in Präsenz durchgeführt. Der hohe Krankenstand ist ein weiterer Risikofaktor. Die Preiserhöhungen der Lieferanten werden zeitnah an die Verbraucher weitergegeben. In den Jahresgesprächen abgestimmte Aktionen lassen auch Niedrigpreise im wechselnden Angebot zu. Das Thema Datenschutz hat einen großen Stellenwert im Unternehmen. Der Datenschutzbeauftragte arbeitet kontinuierlich und gewährleistet einen störungsfreien Ablauf der Prozesse. 4.2. Sonstige nicht finanzielle Erfolgsfaktoren Im dynamischen Geschäftsbereich Getränkegroßhandel mit Vertrieb wachsen ständig die Anforderungen - inhaltlicher und technologischer Art - an die Abwicklung des Geschäftes. Zur Kundenbindung und zur Neukundengewinnung sind nicht nur die angebotenen Preise entscheidend, sondern auch sonstige Kundenwünsche in Bezug auf Lieferung und Bereitstellung von Getränken und Waren sowie Rückgabe und Abholung von Leergut zu entsprechenden Zeiten. Eine sehr hohe Flexibilität und kurze Reaktionszeiten bei der Umsetzung der Anforderungen sind unabdingbar, um erfolgreich am Markt tätig zu sein. Dies führt zu einem entsprechenden Anspruch an die eingesetzte Logistik im Bereich Beschaffung, Lagerung und Lieferung. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor dafür ist die langjährige Erfahrung unserer Firma auf diesem Gebiet. Eine eindeutige Zuweisung einzelner Verantwortungsbereiche sowie der Einsatz von entsprechenden Kontrollverfahren stellen unsere präzise Rechnungslegung sicher. 5. Lage des Unternehmens Die Lage des Unternehmens kann trotz aller Herausforderungen, die die Pandemie mit sich brachte, sowie die Erhöhung der Energiekosten gegenüber dem Vorjahr für das Wirtschaftsjahr 2023 als zufriedenstellend angesehen werden. Die neuen Herausforderungen, die sich pandemiebedingt einstellten, stärkten unsere Marktposition und ermöglichten es uns, widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen Störungen zu werden. Eine eindeutige Zuweisung einzelner Verantwortungsbereiche sowie der Einsatz von entsprechenden Kontrollverfahren stellen unsere präzise Rechnungslegung sicher. Die Lage des Unternehmens kann trotz aller Herausforderungen, wie Energiekrise, Inflation, Fachkräftemangel, Preissteigerungen, Lohnerhöhungen und Krieg, für das Wirtschaftsjahr 2023 als zufriedenstellend angesehen werden. 5.1. Erfolgslage Zur Erfolgslage darf auf nachfolgende Kennzahlen hingewiesen werden. Wie hieraus ersichtlich konnte das Vorjahresergebnis mit einem Jahresüberschuss von 59 T Euro wieder fast erreicht werden. Trotz Steigerung der Personalkosten sowie der betrieblichen Aufwendungen im Vertriebsbereich konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 34 T Euro erwirtschaftet werden. Auch die im Zusammenhang mit Corona angefallenen Mehraufwendungen führten im Wirtschaftsjahr 2023 im Ergebnis zu einer Steigerung der Personalkosten. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 107 T Euro ist durch die Steigerung der Vertriebskosten entstanden. 5.2. Finanzlage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist stets darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Es ergibt sich ein Eigenkapitalanteil von 9,1% (Vj 9,5%). Bemerkt werden darf, dass das Jahresergebnis 2023 unter Abzug der personenbezogenen Steuern -wie in den Vorjahren- aufgrund unserer Konsolidierungspolitik im Unternehmen belassen wird. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 76,39% (Vj. 75,70%) der Bilanzsumme aus. Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken. Wir verfügen über höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 9,05% (Vj. 8,21%) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Unsere Investitionstätigkeiten sind abgeschlossen. Für die Zukunft sind lediglich Ersatzinvestitionen geplant. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital und die langfristigen Bankkredite gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. 5.3. Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil. 6. Chancen und Risikobericht Unser Risikosystem ist darauf ausgelegt, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen durch geeignete Sicherungsmaßnahmen zu begegnen. Wir analysieren die möglichen Risikoausmaße und planen danach einzelne Maßnahmen und setzen diese entsprechend um, damit das Erreichen des Unternehmenszieles gewährleistet werden kann. Die direkte Risikoverantwortung bzw. -beobachtung ist an operativ tätige Mitarbeiter übertragen worden. Regelmäßig (durch die Außendienstmitarbeiter wöchentliche Berichterstattung, durch das Controlling monatliche Auswertung an die Geschäftsleitung, usw.) werden wesentliche Veränderungen und Entwicklungen protokolliert, so dass die Geschäftsleitung über drohende Risiken umgehend informiert wird. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement obliegt der Geschäftsleitung und leitenden Mitarbeitern. Tätigkeit und Aufgabe ist die Identifizierung und Bewertung vonEinzelrisiken (Risiko-Inventur). Es ist unser Ziel, die im Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit entstehenden potenziellen Risiken mit einem genügend großen zeitlichen Vorlauf zu identifizieren und zu überwachen, damit diese durch geeignete Steuerungsmaßnahmen begrenzt werden können. Gleichzeitig verfolgen wir das Ziel, sich bietende Chancen konsequent zu nutzen, um eine angemessene Förderung unserer Abnehmer und Kundschaft zu gewährleisten. Wesentliche Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Unternehmensplanung, die interne Kommunikation sowie die Risikoberichterstattung. Bestandteile unserer Unternehmensplanung sind die Investitionsplanung, die Planung der Kosten und Erlöse sowie der Liquiditätsentwicklung jeweils über einen Planungszeitraum von einem Jahr bis drei Jahren. Investitionen, Kosten und Erlöse werden teilweise zentral wie auch dezentral für GFM geplant und im Gesamtkostenverfahren abgestimmt. Weiterhin erfolgt eine laufende Überwachung der Entwicklung der Kosten und Erlöse durch das Controlling. Fehlentwicklungen sowie sich abzeichnende Risiken werden der Geschäftsleitung gemeldet. Außenstände der Gesellschaft werden mithilfe eines Limit Systems gesteuert und überwacht. Für die Limit-Genehmigung bestehen Regeln, die an die Limit-Höhe anknüpfen. Wesentliche Limit-Überschreitungen werden an die Geschäftsleitung gemeldet, sodass ein frühzeitiges Eingreifen möglich ist. Zur Verbesserung der dezentralen Steuerung der GFM und der Verbesserung der Liquiditätsplanung wurde der Wareneinkauf der GFM - bezogen auf den Warenbestand - budgetiert. Die Budgets wurden auf Basis des Lagerumsatzes und der Lagerumschlagshäufigkeit der GFM entwickelt. Risikobericht a. Branchenrisiken Allgemeine Risiken für unseren Markt sind nicht erkennbar, jedoch kann die Situation auf dem Arbeitsmarkt, verbunden mit einem geringeren Einkommen durch die Energiekosten-Steigerung / Inflation ein gewisses Risiko darstellen. b. Marktrisiken Die Konzentration der Anbieter auf dem Beschaffungsmarkt schreitet fort. Die umfassende Sortimentsbreite sowohl von Getränkekonzernen bis zur Familienbrauerei lassen Spielraum und geben Sicherheit. Auf der Seite des Absatzmarktes sind auf Kundeninsolvenzen und die damit in Zusammenhang stehende Forderungsausfälle zu achten, die jedoch als überschaubar eingeschätzt werden. Da wir unsere Geschäftstätigkeit u.a. auf unsere eigenen Getränkefachmarktbetriebe ausrichten und ausüben, ergeben sich im Hinblick auf die Entwicklung der Kosten und Erlöse Diversifikationseffekte, die zu einer Ergebnisstabilisierung beitragen. c. Ausfallrisiken Seit vielen Jahren arbeiten wir im gesamten Bereich des Debitorenmanagements mit einer Software, die uns in die Lage versetzt, unsere Kundenforderungen und eventuelle Risiken systemgestützt effektiv zu steuern und zu überwachen. d. Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken Die in Anspruch genommenen Kredite und Darlehen sind langfristig fest verzinslich, woraus sich naturgemäß Zinsänderungsrisiken aus einer möglichen Erhöhung des Zinsniveaus nach der Laufzeit ergeben. Devisentermingeschäfte werden von unserer Gesellschaft nicht getätigt. e. Unternehmensrisiken bzw. Strategische Risiken Der Entwicklung der Fixkosten ist weiterhin besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Einzelne GFM erreichen trotz struktureller Anpassungen im Jahr 2023 noch nicht das angestrebte Ergebnisniveau. Soweit Maßnahmen zur Erhöhung der Rentabilität durchgeführt werden, kann dies zu einer vorübergehenden Belastung des Ergebnisses führen. Zusammenfassung Die Risikogesamtlage des Unternehmens betrachten wir insoweit als ausgewogen, als nach unserer Einschätzung die bestehenden Risiken im Wesentlichen geschäftstypisch sind. Besonders bestandsgefährdende Risiken bestehen grundsätzlich nicht. Die Risiken insgesamt gehen nicht über die Risikotragfähigkeit des Unternehmens hinaus. Jedoch sind die Ausfälle bezüglich der weiteren Entwicklung im Energiebereich im Detail nicht abzusehen. Eine allumfassende Risikoanalyse zum aktuellen Stand ist daher nicht möglich. 7. Prognosebericht Der Ausbau der Marktposition durch die Gewinnung neuer Kunden konnte u. a. durch die Verbesserung der Digitalisierung der Geschäftsprozesse erreicht werden. Insbesondere im Bereich des Handels sind effiziente Arbeitsvorgänge Voraussetzung, um erfolgreich am Markt agieren und Neukunden gewinnen zu können. Besondere Chancen liegen in der weiteren Digitalisierung interner Prozesse. Hierzu sind in allen Abteilungen Einzelprojekte in der Umsetzungsphase, die unserer Gesellschaft deutlich effizientere Prozesse ermöglichen. Das Geschäftsjahr 2024 steht damit insgesamt unter ähnlichen Vorzeichen wie das Jahr 2023. Daher erwarten wir ein steigendes Umsatz- und Ergebnisniveau wie im Geschäftsjahr 2023. Der Blick in die etwas fernere Zukunft, gerade auch der über das Jahr 2024 hinaus, gibt uns allerdings Anlass für Optimismus. Die gesellige Lebensfreude und das Feiern in Gemeinschaft kehren Schritt für Schritt in das Leben der Menschen zurück - vielleicht sogar stärker als je zuvor. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen und Zuverlässigkeit begegnen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Hallbergmoos, den 13.11.2024 Gezeichnet Christian Krätschmer Josef Fischer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Roth Getränke GmbH, HallbergmoosA. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
B. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB einzustufen. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Regelungen der §§ 242 ff. Handelsgesetzbuch und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen wurden bei der Aufstellung des Jahresabschlusses in Anspruch genommen. C. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde kein Gebrauch gemacht. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei der Folgebewertung wurden die Anschaffungskosten des abnutzbaren Sachanlagevermögens vermindert um planmäßige lineare oder degressive Abschreibungen gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bewegliche, abnutzbare und selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800,00 ohne Umsatzsteuer (GWG) werden aktiviert und im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelsware und Vorräte erfolgte zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich dabei zusammen aus den Materialkosten, Fertigungskosten, sowie dem angemessenen Teil der Materialgemeinkosten und der Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Die Forderungen wurden zum Nominalwert angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen wurden sämtliche erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in Höhe des zugrundeliegenden Zahlungsbetrags bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die voraussichtlichen Kostensteigerungen bis zum jeweiligen Erfüllungstag berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit von Rückstellungen am Bilanzstichtag mehr als ein Jahr betrug, erfolgte eine Abzinsung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrages wurden die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten restlaufzeitkongruenten Zinssätze verwendet. Die Steuerrückstellungen betreffen die Steuern für das laufende Geschäftsjahr und das Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Das Wahlrecht zur Aktivierung gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB der aktiven latenten Steuern wird in Anspruch genommen. Es wurden gemäß § 247 Abs. 1 Satz 1 HGB passive latente Steuern in Höhe von 62.633,14 Euro gebildet. Aktive latente Steuern wurden in Höhe von 1.548,80 Euro auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz und in Höhe von 75.143,26 Euro auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. D. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung der geringwertigen Wirtschaftsgüter wird als Abschreibung ausgewiesen. Sie ist somit in der Geschäftsjahresabschreibung enthalten. Angaben zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Forderungen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr lagen, ebenso wie im Vorjahr, nicht vor. Forderungen gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG) Es bestanden sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern. Kapital Das gezeichnete Kapital von 25.564,59 EUR wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist voll einbezahlt.
Rückstellungen Die Zusammensetzung der Sonstigen Rückstellungen ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:
Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten sind keine Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 6.077.499,64 EUR durch Grundschulden gesichert (VJ: 6.163.106,27 EUR). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden wie im Vorjahr keine. Latente Steuern Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von ca. 27 % zugrunde. Dieser setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz einschließlich Solidaritätszuschlag von 15,83 % und einem Gewerbesteuersatz von 11,20 %, der sich voraussichtlich zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer basiert auf dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 320 %. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) Es bestehen folgende nicht zu passivierende sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
E. Sonstige Angaben Geschäftsführung Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt: Herr Josef Fischer, Kaufmann Herr Christian Krätschmer, Kaufmann Gesamtbezüge Die Angabe zu den Gesamtbezügen wird nach § 284 Abs. 4 HGB unterlassen Anzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahrs durchschnittlich 79 Arbeitnehmer. Im Vorjahr waren es 63. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen nicht. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.
Hallbergmoos, den 13.11.2024 sonstige Berichtsbestandteile
gez. Christian Krätschmer gez. Josef Fischer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 13.11.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDipl.-Bw. Jürgen Seeber Wirtschaftsprüfer • Steuerberater Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht habe ich den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Getränke Roth GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Getränke Roth GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Getränke Roth GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 III 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlange ich ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Unterschleißheim, den 19.03.2025 Dipl.-Bw. Jürgen Seeber, Wirtschaftsprüfer |
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