Erbringung von Logistikdienstleistungen
tmax Germany GmbH
Ölhafenstraße 28, 68169 Mannheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Todor Ivanov Stoychev seit 21.3.2025 | Geschäftsführer |
Dennis Oskar Reinhold Baumann seit 21.3.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Schön seit 13.12.2021 | Prokura |
Elisabeth Stern seit 23.3.2020 | Prokura |
Thorsten Thom seit 29.1.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Polyusus Lux VIII S.à r.l. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Thermamax Hochtemperaturdämmungen GmbHMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Bilanz der Thermamax Hochtemperaturdämmungen GmbH zum 31. Dezember 2016AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2016
AnhangJahresabschluss zum 31. Dezember 2016A. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft firmiert unter Thermamax Hochtemperaturdämmungen GmbH mit Sitz in Mannheim und ist im Registergericht zu Mannheim unter HRB 2043 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der BDD Beteiligungs GmbH, Mannheim, einbezogen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung aufgestellt. Hierbei wurden die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften beachtet. Zur besseren Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses werden ggf. einzelne Angaben der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang dargestellt. Bei Abweichungen von den handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften werden die Angaben ergänzend im Anhang dargestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die erstmalige Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) erfolgte zum 1. Januar 2016. Die Durchbrechung der Darstellungs- und Methodenstetigkeit aufgrund der erstmaligen Anwendung der BilRUG hat in der Gewinn-und Verlustrechnung insbesondere zu Ausweisänderungen zwischen den sonstigen betrieblichen Erträgen und den Umsatzerlösen i.H.v. 668,7 T-Euro sowie zwischen den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und dem Materialaufwand i.H.v. 600,7 T-Euro geführt. Ebenso wird nunmehr die KFZ Steuer unter sonstigen Steuern (zuvor unter sonstige betriebliche Aufwendungen ) ausgewiesen. Im Jahresabschluss sind die Vorjahresbeträge infolge der erstmaligen Anwendung des BilRUG nicht angepasst worden. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist daher eingeschränkt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden einheitlich über 3 bis 5 Jahre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Patente werden über 20 Jahre abgeschrieben bzw. entsprechend der Restnutzungsdauer bei erworbenen Patenten. Bei dem beweglichen Anlagevermögen wird die Abschreibung monatsgenau ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich € 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Vorräte RHB-Stoffe sind mit ihren Anschaffungskosten gemindert um Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Soweit die Wertansätze den niedrigeren beizulegenden Wert übersteigen, werden Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Unfertige Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten ausgehend von im ERP System hinterlegten Werten bewertet. Fertige Erzeugnisse wurden entsprechend den Vorjahren retrograd bewertet. Ausgehend von den erzielbaren Verkaufspreisen wird ein pauschaler Abschlag für Gewinnaufschlag, Vertriebskosten etc. vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde neben Einzelwertberichtigungen dem allgemeinen Ausfall- und auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Forderungen in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zum Zeitpunkt ihres Entstehens umgerechnet. Gem. §256 a HGB erfolgt die Bewertung zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. C. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in Abschnitt E. dargestellt. Hieraus ergeben sich die Abschreibungen des Geschäftsjahres (268 Abs. 2 HGB). Sonstige Vermögensgegenstände 7 TEUR (i.Vj.8 TEUR) der sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Mitarbeiterdarlehen und Kautionen) Eigenkapital Beim Eigenkapital handelt es sich um das gezeichnete Kapital in Höhe von DM 100.000,00 (Euro 51.129,19), eine Gewinnrücklage von Euro 51.129,19 und einen Gewinnvortrag aus dem Jahr 2005 und früher von Euro 4.193.257,70. Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2006 wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Obergesellschaft geschlossen. Pensionsrückstellungen Die Berechnung der Pensionsrückstellungen gemäß versicherungsmathematischem Gutachten der AKTURIAT Kaiser vom 25. November 2016 zum 31.12.2016 weist einen planmäßigen Verbrauch der Pensionsrückstellung für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 75.439 Euro aus und basiert auf folgenden Parametern:
Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um
Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ist unter F. erläutert D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Abschreibungen Die Abschreibungen enthalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Im laufenden Geschäftsjahr wird die KFZ-Steuer erstmalig mit 8,6 TEuro unter dem Posten Sonstige Steuern ausgewiesen, im Vorjahr mit 8,1 TEuro unter sonstige betriebliche Aufwendungen. Die Erträge aus Rohstoffswaps wurden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Im Vorjahr wurden die Aufwendungen aus dem Rohstoffergebnis unter Zinsaufwendungen gezeigt. Personalaufwand und Mitarbeiter Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung:
Seit dem Geschäftsjahr 2010 werden unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsverpflichtungen ausgewiesen. Diese betrugen im Geschäftsjahr TEuro 22,4 (i.Vj. TEuro 32,6). E. Anlagespiegel
F. Aufgliederung der Verbindlichkeiten
G. Sonstige Pflichtangaben
Gesamtbezüge der früheren Geschäftsführer: Im Wirtschaftsjahr 2016 wurden an die früheren Geschäftsführer Pensionen in Höhe von 75.439 Euro bezahlt. Die Schutzklausel von § 286 Abs. 4 HGB wird im Zusammenhang mit den Gesamtbezügen der aktiven Geschäftsführer in Anspruch genommen. Haftungsverhältnisse bestehen im Rahmen der üblichen Gewährleistungsverpflichtungen für Produkte. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB bestehen zum 31. Dezember 2016 im Wesentlichen aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von 6,1 Mio.Euro. Die Geschäftsführung übte aus Herr Hartmut Auer, Dipl. Betriebswirt Herr Dr. Jochen Weyrauch, Dipl. Wirtschaftsingenieur 27. Oktober 2015 bis 8. März 2016 Herr Ralf Großhauser, Dipl. Ingenieur Maschinenbau ab 7. März 2016 Unterzeichnung des Jahresabschlusses 2016
Mannheim, 27. März 2017 Ralf Großhauser (Geschäftsführer) Hartmut Auer (Geschäftsführer) Lagebericht 2016I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftstätigkeit der Thermamax Hochtemperatudämmungen GmbH Geschäftsmodell und Kernkompetenz Die Thermamax Hochtemperaturdämmungen GmbH (nachfolgend "Thermamax") hat sich in den letzten Jahren zu einem weltweit aufgestellten Entwicklungspartner und Systemlieferanten entwickelt. Dabei liegt die Kernkompetenz in der Entwicklung, Produktion und Vertrieb von thermischen und akustischen Dämmsystemen für Groß- und Industriemotoren, Nutzfahrzeuge, Automotive sowie deren Abgasnachbehandlungssystemen. Durch die Spezialisierung im Hochtemperaturbereich auf Anwendungen am Motor, Turbolader und Abgasstrang sowie umfassender Lösungskompetenz zählt die Thermamax zu den weltweit führenden Anbietern im Bereich der Dämm- und Abschirmsysteme. Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren Als international tätiges Unternehmen in der Zuliefererindustrie ist die Nachfrage nach unseren Produkten bestimmt von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung unserer Zielmärkte. Die wiederum abhängig sind von vielen Faktoren, wie zum Beispiel Öl- und Gaspreis, Frachtraten Konsumentenverhalten, Zinsniveau, Finanzierungsmöglichkeiten bei Investitionsgütern und regulatorischen Vorschriften in unterschiedlichen Ländern. Zu den rechtlichen Einflussfaktoren zählen steigende Anforderungen an die zu erfüllenden Abgasnormen oder die Sicherheit für Mensch und Maschine. Diese erhöhen den Druck auf die OEMs bzw. Motoren- und Systemhersteller sichere und energieeffiziente Lösungen zu entwickeln. Die gesetzlichen Regelungen und steigenden Anforderungen in den unterschiedlichsten Branchen geben der Thermamax zusätzlichen Rückenwind, da der Einsatz von Hochtemperaturdämmungen zur Reduzierung von Emissionen und Erhöhung der Sicherheit und Qualität von Maschinen und Abgassystemen positiv beitragen kann. 2. Forschung und Entwicklung Kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit gehört zu den Kernaufgaben der Thermamax, um dem Bedarf unserer Kunden zu entsprechen. Der anhaltende Globalisierungstrend, steigender Welthandel sowie immer strengere Emissionsvorschriften bestimmen dabei die Rahmenbedingungen in unseren Abnehmermärkten. Die Thermamax verfolgt hierbei das Ziel, durch innovative Produkte und Lösungen seine Kunden in der Erreichung und Einhaltung der weiterhin steigenden Anforderungen an Sicherheit/Brandschutz sowie Reduzierung von Emissionen zu unterstützen. Hierin liegt auch der Schwerpunkte unserer F & E-Tätigkeit: die Produktentwicklung von maßgeschneiderten Dämmsystemen, die Verbesserung der thermischen und akustischen Wirksamkeit, den Einsatz unterschiedlicher Materialkompositionen zur optimalen Produktauslegung sowie die Weiterentwicklung der Fertigungstechnologie zur wirtschaftlichen und prozesssicheren Herstellung dieser Produkte. Die hohe Dynamik in einigen Zielmärkten, insbesondere Automobil- und Nutzfahrzeugbranche (On- und Off-Highway) sowie deren Anforderungen in steigende Stückzahlen, Produktentwicklungszyklen, Produktauslegung und -qualität, Nachhaltigkeit und Preis erfordern neben hohen F & E-Aktivitäten auch eine zielgerichtete Ausrichtung und Investitionen in Fertigungs- und Werkzeugtechnologien sowie deren zunehmenden Automatisierungsgrad. Mit den in 2016 getätigten Investitionen in Mitarbeiter und Fertigungsanlagen bereitet sich die Thermamax auf die geplanten Volumensteigerungen sowie den Kunden- und Marktanforderungen vor. Ein wichtiger Faktor der erfolgreichen F & E-Aktivitäten spiegelt sich in der Entwicklung des dafür erforderlichen Personals und deren Qualifizierung wider. So stieg u.a. der Personalaufwand im Bereich F & E/CAD in 2016 um weitere 16% von € 1,9 Mio. auf € 2,2 Mio.. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt der F & E-Aktivität darauf, das Produktspektrum für neue Märkte und Anwendungen auszuweiten und dabei die Kernkompetenz in der thermischen, akustischen und strömungsdynamischen Funktionalität sowie Material und Leichtbau weiter zu erhöhen. Auch in Zukunft wird die zielgerichtete Ausweitung der Innovationskultur und der Technologietransfer innerhalb der Thermamax sowie den Schwesterunternehmen eine wesentliche Voraussetzung für den Vertriebserfolg und für die Stärkung der Wettbewerbsposition sein. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Weltwirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft wuchs auch 2016 nur verhalten. In vielen Ländern wurde das gesamtwirtschaftliche Wachstum dabei abermals vom Konsum getragen. Der Welthandel und die Investitionstätigkeit waren hingegen weiter schwach. Der Strukturwandel in China, regionale Kriege und Konflikte, Terroranschläge, strukturelle Probleme in einzelnen EU-Mitgliedsstaaten, überschuldete Unternehmen in den Schwellenländern, aber auch das Votum für den EU-Austritt im Vereinigten Königreich sowie der Wahlkampf in den USA, das alles belastete die Wachstumsperspektiven und die Investitionsbereitschaft der wirtschaftlichen Akteure. 2016 dürfte das tatsächliche globale Wachstum preisbereinigt 3,1 Prozent betragen haben, nach 3,2 Prozent 2015. In den Industrieländern kam es zu einer deutlichen Wachstumsverlangsamung von 2,1 Prozent 2015 auf 1,6 Prozent 2016. In den Schwellen- und Entwicklungsländern dagegen hat die wirtschaftliche Entwicklung mit 4,1 Prozent das Wachstumstempo des Vorjahres voraussichtlich beibehalten. Quelle: BIP-Zahlen: IMF World Economic Outlook Update January 2017 Weitere, detailliertere Informationen: VDMA Konjunktur International, November 2016 Wichtige Kundenmärkte Im Euro-Raum erholte sich die Wirtschaft im Laufe des Jahres 2016 moderat. Charakteristisch war abermals die große Heterogenität zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten. Das Bruttoinlandsprodukt stieg insgesamt voraussichtlich um real 1,7 Prozent. Die Wirtschaft profitierte insbesondere von der Erhöhung der privaten Konsumausgaben, da die EZB ihre lockere Geldpolitik fortsetzte und die Arbeitslosigkeit weiter sank. Zudem gab es leichte Erholungstendenzen bei den Ausrüstungsinvestitionen. Die Zuwachsraten befanden sich aber auf niedrigem Niveau. Die Exportwirtschaft hatte weiterhin leichten Rückenwind durch einen vergleichsweise schwachen Euro-Wechselkurs. Die US-Wirtschaft entwickelte sich 2016 ziemlich schwach. Die Zuwachsrate lag im Jahr der Präsidentschaftswahl mit 1,6 Prozent einen ganzen Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert. Vor allem die schwache Investitionstätigkeit der Unternehmen wirkte dämpfend, nicht allein im Öl- und Gassektor, sondern in weiten Teilen der Industrie. Zum Jahresende hellte sich die gesamtwirtschaftliche Situation etwas auf. Die Wirtschaft in der VR China zeigte 2016 weniger Dynamik, blieb aber auf dem selbstverordneten Wachstumskurs von 6,7 Prozent. Nach einem enttäuschenden Jahresbeginn wurde das sinkende Wachstum der Bruttoanlageinvestitionen mit staatlichen Investitionen ausgeglichen. Auch 2016 herrschte in den von Rohstoffexporten abhängigen Ländern Brasilien und Russland die Rezession. Quelle: BIP-Zahlen: IMF World Economic Outlook Update January 2017 Weitere, detailliertere Informationen: VDMA Konjunktur International, November 2016 2. Geschäftsverlauf Die Thermamax konnte in 2016 trotz eines schwierigen Umfelds in den Kernmärkten ein Wachstum generieren und den Umsatz, unter Berücksichtigung von BilRUG-Umgliederungen, um 5,4% steigern. Einen wesentlichen Beitrag leistet hier auch das Wachstum mit ausländischen Kunden und der US-Schwester Thermamax, Inc.. Jedoch unterliegen die einzelnen Märkte verschiedenen regionalen und konjunkturellen Einflüssen, weshalb der Geschäftsverlauf in den jeweiligen Absatzmärkten meist unabhängig voneinander ist. Dies wirkte sich auch in 2016 auf die jeweiligen Marktsegmente unterschiedlich aus.
Bereich Groß- und Mittelmotoren Im Bereich der Anwendungen für große und mittelgroße Motoren war die Nachfrage im Berichtsjahr von folgenden Rahmenbedingungen geprägt:
Die schwierigen Marktbedingungen führten bei einigen unserer Kunden zu erheblichen Veränderungen in der Auftragslage und Umsatz, was sich auch in unserer Umsatzentwicklung im II. Halbjahr 2016 widerspiegelte. Aufgrund des reduzierten Marktvolumens spiegelt sich auch ein spürbar verschärfter Wettbewerbsdruck bei Kunden und Lieferanten wider, was sich negativ auf die Preise bzw. Margen auswirkt. Positiv entwickelt sich jedoch die Einbindung in Neuprojekte. Die Anstrengungen der Motorenhersteller zur Erreichung der weiterhin verschärften Emissionsvorschriften - gerade auch in der Schifffahrt - laufen ungebrochen weiter. Dies wirkt sich zwar derzeit noch nicht auf die Gesamtnachfrage im Markt aus, jedoch führt dies bei der zu erwartenden Markterholung zu zusätzlichen Wachstumspotentialen aufgrund steigender Anwendungen von Hochtemperaturdämmungen. Bereich On/Off-Highway Die Nachfrage nach Tmax-Anwendungen im Nutzfahrzeug blieb in 2016 stabil. Dies ist u.a. auf die positive Marktentwicklung im europäischen NFZ-Markt zurückzuführen. Die Nachfrage wurde dabei weiterhin durch niedrige Zinsen, einen geringen Ölpreis und einen für den Außenhandel günstigen Euro-Wechselkurs positiv beeinflusst. Eine weiterhin steigende Nachfrage nach Hochtemperaturdämmungen spiegelte sich in den Anwendungen für Automotive wider. Dabei nehmen neben der thermischen Funktionalität auch die akustischen Lösungen einen höheren Stellenwert ein. Das vielschichtige Temperaturmanagement in modernen Kraftfahrzeugen sorgt für verschiedenste Anwendungen in Motor, Turbolader und Abgasstrang. Entsprechend wurden und werden die Kapazitäten für die Großserienfertigung weiter ausgebaut, wobei auch hier der Preisdruck aufgrund der Anzahl der Wettbewerber zunimmt. Generell bietet das Großseriengeschäft ein Preisgefüge mit geringeren Margen, jedoch zukünftig aufgrund der hohen Volumina mit einer Steigerung der Ertragslage zu rechnen ist. Aufgrund des schwierigen Marktumfelds in einigen Kernsegmenten und die Veränderung des Produktmixes verringert sich der Rohertrag ggü. dem VJ um 2,6% von € 31,5 Mio. auf € 30,7 Mio. und lag somit unter den Erwartungen. Die konsequente Wachstumsausrichtung sorgte auch in 2016 zu einer Ausweitung der Fixkosten. Hier lag der Fokus insbesondere auf der SAP-Einführung und auf Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung, Qualitätssicherung, Automatisierung sowie Logistik. Mit dem geplanten Volumen in 2017 und 2018 werden geplante Effizienzverbesserungen positive Effekte bringen. Der Personalaufwand erhöhte sich in 2016 um 14,1% von € 11,6 Mio. auf € 13,2 Mio. und war im Wesentlichen durch Neueinstellungen (strategisch und kapazitiv) und allgemeine Lohn- und Gehaltssteigerung gekennzeichnet. Des Weiteren arbeitet die Thermamax an einigen Neuprojekten für Großserien. Bis hin zum Serienanlauf kommt es dabei zu hohen Anlaufkosten, die sich insbesondere in Investitionen in Produktionsanlagen, Personal, Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Projektarbeit widerspiegeln. Auch der zunehmende Anteil an volumenstarken Serien und der steigende Kostendruck führen zu einer Veränderung in der Personalaufwandsquote. Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Personalleasing / Fremdarbeiter) stieg von durchschnittlich 219 im VJ auf 237. Die Aufwendungen für bezogenen Leistungen blieben auf Vorjahresniveau in Höhe von € 4,7 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 7,4% von € 12,6 Mio. auf € 11,7 Mio. Das Ergebnis nach Steuern reduzierte sich von € 6,2 Mio. auf € 5,1 Mio. Wesentliche Einflussfaktoren waren hierbei die Erhöhung der Material- und Personalkosten. Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag erhöht sich ggü. dem VJ um 5,0% von € 22,3 Mio. auf € 23,4 Mio. und spiegelt somit die geplanten Wachstumsziele wider. 3. Lage des Unternehmens a) Umsatz- und Ertragsentwicklung Trotz eines schwierigen Marktumfelds konnte die Thermamax den Umsatz gegenüber dem Vorjahr zwar weiter ausbauen, jedoch verringert sich aufgrund der angestiegenen Materialkosten der Rohertrag auf € 30,67 Mio. (VJ € 31,5 Mio.). Die Thermamax konnte das Ergebnis von 2015 nicht erreichen. Einen wesentlichen Einfluss haben dabei die Veränderungen der Absatzmärkte und insbesondere auch die Zunahme des automotiven Geschäfts. Gerade der Anstieg des Umsatzes aus Großserien ist beeinflusst durch einen höheren Wettbewerbs- und Preisdrucks, hohe Kosten bei Serienanläufen und Maßnahmen zur Qualitätssicherung, was zu einer Veränderung der Kostenstrukturen und Ertragsmargen führt. Des Weiteren führten die in 2016 durchgeführten Personalmaßnahmen in die strategische Ausrichtung, die Erweiterung von Kapazitäten sowie strukturellen Veränderungen zu wesentlichen Kostensteigerungen, die sich jedoch in der Umsatzentwicklung noch nicht widerspiegeln. Infolge der Personalmaßnahmen sowie der Lohn- und Gehaltssteigerungen für tariflich beschäftigte Mitarbeiter sowie der um 8,2% gestiegenen Mitarbeiteranzahl lag der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2016 bei von € 13,2 Mio. und stieg gegenüber dem Vorjahr somit um 14,1 %. Das Ergebnis vor Gewinnabführung verringerte sich von € 6,2 Mio. auf € 5,1 Mio. b) Vermögens- und Finanzlage Die Vermögenslage der Thermamax stellte sich zum 31. Dezember 2016 weiterhin sehr solide da. Die Bilanzsumme erhöhte sich ggü. dem VJ von € 19,0 Mio. € auf € 24,1 Mio. Die Erhöhung der Aktivseite resultiert hierbei aus folgenden Veränderungen: Erhöhung des Anlagevermögens von € 5,6 Mio. auf € 5,9 Mio. aufgrund der getätigten Investitionen in Höhe von € 1,6 Mio. Dabei handelt es sich insbesondere um Erweiterungsinvestitionen in Maschinen und Anlagen. Die Vorräte steigen von € 3,0 Mio. auf € 4,1 Mio. Hierbei erhöhten sich insbesondere die unfertigen Erzeugnisse, da es aufgrund der zunehmenden Großserienaufträge und kurzfristiger Belieferungszeiten bei Automotivekunden zu einer steigenden Vorfertigung von Halbfertigprodukten kommt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhen sich von € 6,6 Mio. auf € 9,6 Mio. Ursache hierfür sind insbesondere die gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden und verbundenen Unternehmen. Das gestiegene Umsatzvolumen mit Automotivekunden sowie deren Zahlungsziele, die erheblich über dem historischen Bestandgeschäft liegen, führen zu einer erhöhten Kapitalbindung im Umlaufvermögen. Auch die Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen, insbesondere der Thermamax, Inc. steigen aufgrund des zunehmenden Volumens und der Ausweitung von Zahlungszielen zur Überbrückung langer Transportwege und erforderlicher Bevorratung vor Ort. Die liquiden Mittel erhöhen sich von € 2,8 Mio. auf € 4,0 Mio. Die Zahlungsfähigkeit war unterjährig dabei jederzeit gesichert. Auf der Passivseite stellen sich in 2016 folgende Veränderungen dar: Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der BDD Beteiligungs GmbH bleibt das Eigenkapital konstant auf € 4,3 Mio. Aufgrund der Erhöhung der Bilanzsumme verringert sich jedoch die Eigenkapitalquote der Thermamax auf 17,8% (VJ 22,6%). Die Rückstellungen erhöhen sich von € 1,9 Mio. auf € 2,1 Mio.. Dies ist insbesondere auf eine Erhöhung der Rückstellungen für Personalkosten zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhen sich von € 1,0 Mio. auf € 1,8 Mio. Die Zunahme basiert auf der Geschäftsausweitung und der aufgrund der SAP-Einführung benötigten Bearbeitungszeit von Eingangsrechnungen im Dezember 2016. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, die BDD Beteiligungs GmbH, steigen aufgrund des Gewinnabführungsvertrages stichtagsbezogen von € 11,3 Mio. auf € 15,6 Mio. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Das Rohergebnis der Thermamax entwickelte sich wie folgt:
Aufgrund des gestiegenen Bedarfs an Material und Fremdleistungen sowie der einhergehenden Erhöhung der Aufwandsquote gegenüber dem Umsatz konnte der Rohertrag des Vorjahres nicht erreicht werden. Die Personalaufwandsquote (im % zum Rohergebnis) erhöhte sich von 36,7% im VJ auf 43,0%. Die Aufwandsquote für sonstige betriebliche Aufwendungen verringerte sich von 40,1% auf 38,1%. In der Gesamtbetrachtung des wirtschaftlichen Umfelds und der Kostenentwicklung wurden die geplanten Leistungsindikatoren sowie die des Vorjahres nicht erreicht. Die finanzielle Lage der Thermamax stellt sich jedoch weiterhin als sehr solide dar. III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. IV. Prognosebericht 1. Konjunkturelle Aussichten Weltwirtschaft Für 2017 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein moderates weltwirtschaftliches Wachstum von real 3,4 Prozent. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer in Summe wird - trotz abermals leichter Wachstumsverlangsamung in China auf 6,5 Prozent (nach 6,7 Prozent 2016) - eine beschleunigte Dynamik von 4,5 Prozent vorhergesagt. Durch die Preiserholung bei Rohstoffen ist eine Überwindung der Rezession in Russland und Brasilien realistisch. In den Industrieländern dürfte sich das Wachstum mit 1,9 Prozent leicht beschleunigt fortsetzen. Möglich werden soll dies durch eine Belebung in den USA (+2,3 Prozent) und Kanada (+1,9 Prozent) sowie nahezu gleichbleibendes Wachstum in der Eurozone (+1,6 Prozent). Es bleibt trotz dieser tendenziell positiven Nachrichten bei einem hohen Maß an Unsicherheit. Im Januar 2017 räumte der Internationale Währungsfonds ein, dass die Bandbreite an Aufwärts- und Abwärtsrisiken ungewöhnlich ist. Vor allem die weitere Entwicklung in den USA und im Vereinigten Königreich kann nur schwer eingeschätzt werden. Quelle: BIP-Zahlen: IMF World Economic Outlook Update January 2017 Weitere, detailliertere Informationen: VDMA Konjunktur International, November 2016 Deutsche Konjunktur Die deutsche Wirtschaft rechnet 2017 mit einer leichten Zuwachsrate. Der Sachverständigenrat prognostiziert ein preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 1,3 Prozent. In großen Teilen wird der Anstieg vom starken privaten Konsum sowie vom Wohnungsbau getragen. Die Bruttoanlageinvestitionen zeigen weiterhin nur ein moderates Wachstum. Nach einem Plus von 2,5 Prozent 2016, wird 2017 mit einem Anstieg von nur 2,0 Prozent gerechnet. Quelle: Sachverständigenrat Jahresgutachten 2016/2017, Statistisches Bundesamt Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Der VDMA rechnet 2017 mit einem realen Plus in der deutschen Maschinenproduktion in Höhe von einem Prozent. Das Plus geht im Wesentlichen darauf zurück, dass die Rückgänge bei den Exporten in viele Entwicklungs- und Schwellenländer nachlassen und auf einigen dieser Märkten auch wieder mit Plusraten zu rechnen ist. Dafür sprechen auch die Erholung der Rohöl- und Gaspreise. Ansonsten dürften die Bestellungen aus dem heimischen Markt sowie die aus den Partnerländern der Europäischen Union wieder zulegen. In Deutschland ist die Kapazitätsauslastung im verarbeitenden Gewerbe weiter gestiegen. Daher könnten auch mehr Kapazitätserweiterungsinvestitionen getätigt werden als im vergangenen Jahr. Wegen der vielen Unsicherheiten weltweit wird sich der Anstieg bei den Investitionen aber in Grenzen halten. In der EU geht der Reformprozess weiter. Das könnte sich positiv auf die Maschinennachfrage auswirken. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland sowie eventuell in Italien sich nicht als Konjunkturbremse auswirken. Quelle: VDMA Maschinenbau Konjunktur aktuell Automobil und Nutzfahrzeugbranche Neben den konjunkturellen Einflüssen wird laut VDA der globale Absatz in 2017 voraussichtlich um 2% auf rund 84 Mio. Fahrzeuge expandieren. Der Wandel in Automobilbranche hat weiterhin an Dynamik gewonnen und die Anstrengungen zur Erfüllung der Abgasnormen bleiben ungebremst bestehen. Mittelfristig wird die Anzahl der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren noch weiter zunehmen. Bei den großen Nutzfahrzeugmärkten in Westeuropa und den USA fehlt es derzeit an Auftriebskraft. So rechnet der VDA zwar mit weiteren leichten Zuwachsraten in Deutschland bzw. einer Stabilisierung der Auftragslage in den USA, jedoch können Auswirkungen aus dem zunehmenden Protektionismus - gerade in den USA - derzeit nicht eingeschätzt werden. Basierend auf den beschriebenen Prognosen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und zur Entwicklung der für Thermamax relevanten Märkte erwarten wir aus heutiger Sicht folgendes - siehe auch Grafik Branchenentwicklung Thermamax: Aufgrund der konjunkturellen Rahmenbedingungen werden in 2017 nur geringe gesamtwirtschaftliche Wachstumseffekte in den Kernmärkten "Nutzfahrzeuge und Automotive" und "Maschinen und Anlagenbau" prognostiziert. Jedoch ist aufgrund der steigenden Produktanwendungen sowie Serienanläufen eine insgesamt positive Geschäftsentwicklung in 2017 zu erwarten. In den einzelnen Marktsegmenten wird sich dies jedoch unterschiedliche bei den Absatzzahlen aus. Das geplante Umsatzvolumen in automotiven Anwendungen wird dabei auch in 2017 spürbar zunehmen und die erwartenden Umsatzrückgänge in den Bereichen Nutzfahrzeuge und Agra kompensieren. Der geplante Rückgang bei landwirtschaftlichen Anwendungen ist auch durch die Verlagerung von Wertschöpfung / Produktion in die USA zur Thermamax, Inc. begründet. Wesentliche Wachstumspotentiale liegen weiterhin in der Intensivierung der internationalen Geschäftsausrichtung. Die Einführung und voranschreitende Regulierung der nationalen und internationalen Abgasrichtlinien werden weiterhin die Dynamik in der Nachfrage nach Tmax-Produktanwendungen unterstützen. Dies macht sich auch bereits in den Anwendungen für Marine bzw. Großmotoren bemerkbar. Trotz eines weiterhin auf einem niedrigen Niveau stagnierenden Marktes in Europa, sind wesentliche Umsatzuwächse in 2017 durch Serienanläufe in den USA geplant. Des Weitern zeichnet sich ab, dass mit einer nachhaltige Erholung bzw. zunehmender Nachfrage im europäischen Markt für Großmotorenanwendungen ab 2018 zu rechnen ist. Ergänzend hierzu sollen die Aktivitäten in Neukundengewinnung zum Wachstum der Thermamax beitragen. In unserer Planung gehen wir von einer Umsatzsteigerung in 2017 von insgesamt ca. 5% aus. Das operative Ergebnis sollte stabil bleiben, wenngleich der anhaltend hohe Wettbewerbsdruck und die Veränderung im Produktmix, aufgrund der zunehmenden Großserienfertigung für automotive Anwendungen sowie der Verlagerung von Wertschöpfung in die USA, die operativen Renditemargen belasten. Auch werden die begonnenen Projekte für die langfristig ausgelegte Wachstumsstrategie in 2017 zusätzliche Kosten verursachen und beginnend ab 2018 einen positiven Ergebnisbeitrag leisten. Neben der Weiterentwicklung der Wachstumsstrategie zielen eingeleitete und geplante Maßnahmen zur Optimierung von Prozessen darauf ab, die Effizienz in administrativen Bereichen, Vertrieb, Qualität, Produktions- und Produktkosten zu verbessern und die Profitabilität nachhaltig zu sichern. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Unternehmerisches Handeln ist ständig Risiken ausgesetzt. Thermamax definiert über einen ständigen Verbesserungsprozess Risiken und Gefahren, die als Ereignisse, Entscheidungen und Handlungen womöglich das Unternehmen beeinflussen können, definierte Ziele zu erreichen oder das Unternehmen in der Umsetzung der Strategie nachhaltig hindern können. Um jedoch Wachstumschancen in bestehenden und neuen Märkten zu nutzen, setzt Thermamax bewusst "Leitplanken" um Risiken, die zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des Unternehmenswerts eingegangen werden müssen, frühzeitig zu erkennen und einzugrenzen. Die Wesentlichen Chancen und Risiken, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, klassifiziert die Thermamax in die Risikofelder Markt/Branche, Produkte & Prozesse, Mitarbeiter und Finanzen. Branchenspezifische Risiken Thermamax sieht mittel- bis langfristig in allen Produkt- und Anwendungsbereichen sowie Kernmärkten ein profitables Wachstum. Die grundlegenden weltwirtschaftlichen Wachstumstrends in den Transport-, Maschinen-, Automobil- und Energiemärkten werden sich voraussichtlich fortsetzen. Neben der auf hohem Niveau liegenden globalen Transportleistung kommen ein wachsender Energiebedarf und die erforderliche Innovationsleistung aufgrund der an Fahrt aufnehmenden internationalen Klimapolitik als Wachstumstreiber hinzu. Die Thermamax arbeitet im Rahmen seiner strategischen und internationalen Ausrichtung kontinuierlich daran, diese Marktchancen weltweit zu nutzen und durch neue Anwendungsfelder zu ergänzen. Risiken für eine Fortsetzung des weltweiten Wachstums in den Abnehmermärkten ergeben sich aus unserer Sicht vor allem aus möglichen Veränderungen auf den Finanzmärkten, protektionistischen Tendenzen sowie strukturellen Veränderungen in einzelnen Industrie- und Schwellenländern, die eine nachhaltige positive Entwicklung belasten können. Aber auch Schwankungen innerhalb des Investitionsklimas und der staatlichen Investitionsförderung, von der die Investitionsgüterindustrie stark abhängig ist, können zu signifikanten Nachfrageveränderungen in den relevanten Märkten der Thermamax führen. Thermamax wirkt den erheblichen konjunkturellen Absatzrisiken u.a. durch flexible Produktionskonzepte und Kostenflexibilität durch Leiharbeit, Arbeitszeitkonten sowie potentiellen Strukturanpassungen entgegen. Letztere können ggf. mit Einmalaufwendungen verbunden sein. Zudem bestehen Risiken, die sich aus veränderten Wettbewerbsbedingungen in den Absatzmärkten nachteilig auf das geplante Wachstum auswirken können. Darüber hinaus stehen viele Kunden und somit auch die Thermamax in den unterschiedlichen Märkten unter zunehmenden Preis- und Wettbewerbsdruck, was zu einer Verschlechterung der erzielbaren Ergebnismarge führen kann. Risiken aus Produkten & Prozessen Die Thermamax hat aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit und den damit verbundenen Kunden den Anspruch, technologisch und wirtschaftlich führende Produkte in ausgezeichneter Qualität zu entwickeln und termingetreu zu liefern. Ein Verzicht auf diesen Anspruch würde ein nicht zu verantwortendes Risiko für die Marktposition der Thermamax darstellen. Mit der Markteinführung von Produkten bzw. dem Serienanlauf sind zugleich Konzept-, Kalkulations- und Kostenrisiken verbunden. Diese begegnet die Thermamax mit einer sorgfältigen Projekt- und Produktplanung. Auch hier soll zukünftig die Transparenz und Steuerung durch das eingeführte SAP-Warenwirtschaftssystem verbessert werden. Für bereits auf dem Markt eingeführte Produkte bestehen Risiken hinsichtlich der von den Kunden erwarteten Produktqualität und Liefertreue. Eine Nichterfüllung dieser Anforderungen kann sowohl zu Gewährleistungs- und Ausfallkosten (Bandstillstand) als auch zu Verlusten von Marktanteilen oder niedrigeren Produktmargen führen. Die Identifizierung und Eingrenzung dieser Risiken beginnt für die Thermamax bereits in der Produktentstehung (Realisierbarkeitsprüfung) sowie durch ein stringentes Projektmanagement beginnend mit der Kundenanfrage bis hin zur Serieneinführung. Nach Serienanlauf sorgen festgelegte Qualitätssicherungsmaßnahmen innerhalb der Produktionsprozesse dafür, dass Herstellungsfehler vermieden bzw. rechtzeitig erkannt und abgestellt werden. Die Thermamax sieht die ständige Optimierung der Geschäftsprozesse in Entwicklung, Konstruktion, Einkauf, Produktion, Vertrieb und Verwaltung als eine laufende Aufgabe an, um die Effizienz dieser Prozesse zu erhöhen und auch den Kostenrisiken entgegenzuwirken. So werden auch Zulieferer präventiv und fortlaufend überwacht, um Risiken aufgrund von Lieferverzögerungen oder Lieferantenausfällen frühzeitig zu erkennen und Risiken aus möglichen Auswirkungen zu verringern. Die Risiken aus langfristiger Fertigung und Belieferung bei Großseriengeschäfte können sich insbesondere aus Fehlern in der Auftrags- und Produktkalkulation, veränderten wirtschaftlichen und technischen Bedingungen bis bzw. nach Serienanlauf, Schwächen in der Projektsteuerung oder unzureichende Leistungen der Unterlieferanten ergeben. Vor allem Versäumnisse oder Fehler zu Beginn eines Projekts lassen sich in der Regel nur schwer aufholen oder korrigieren und sind oft mit signifikanten Mehraufwand verbunden. Wir versuchen, diese Risiken durch stetiges Optimieren der Projektcontrolling-Prozesse und Lessons-Learned-Prozesse zu minimieren bzw. nachhaltig abzustellen. Mitarbeiter Die fachliche Qualifizierung von Mitarbeitern ist ein wichtiges Anliegen der Thermamax. Alleinstellungsmerkmale oder die Abgrenzung zum Wettbewerb lassen sich nur mit hochwertigen Produkten und kundenorientierten Leistungen herstellen. Chancen für die Thermamax liegen weltweit in der fachlichen Qualifizierung aller Mitarbeiter - vom Auszubildenden bis hin zum Management. Dies ist die Basis für eine nachhaltige und vertrauensvolle Kundenbeziehung mit wiederkehrenden Geschäftserfolg in allen Märkten. Mögliche Risiken aus fehlender Qualifizierung und Ausbildung begegnet die Thermamax mit umfangreichen Einarbeitungs- und Qualifizierungsplänen sowie Durchführung interner Audits. Risiken aus den Bereichen Korruption, Kartellrecht Verletzung von Gesetzen und Vorschriften wirkt die Thermamax mit Maßnahmen im Rahmen des Compliance-Managment-Systems entgegen. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Thermamax ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit und zunehmend internationalen Ausrichtung einhergehenden Marktpreis-, Ertrags- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Unter Marktpreisrisiken fallen Währungs-, Zinsänderungs- und Rohstoffpreisrisiken. Der wesentliche Umsatz der Thermamax wird in Euro abgewickelt. Auch der Umsatz mit der Thermamax, Inc. wird zwar in Euro abgerechnet, dennoch entsteht dabei ein Preis- bzw. Währungsrisiko, dass zumindest in der Gruppe verbleibt. Durch die Verlagerung der Wertschöpfung in regionale Märkte (USA) wird den Risiken weiterhin entgegengewirkt. Zudem werden für die Herstellung der Produkte Rohstoffe (Nickel/Edelstahl) benötigt, die unter Umständen erheblichen Markt- und Preisschwankungen ausgesetzt sind. Aus den Preisentwicklungen auf den Rohstoffmärkten können sich Rohstoffpreisrisiken ergeben. Diesen Risiken wird durch Preisgleitklauseln mit Kunden und durch gezielte Rohstoffpreissicherungen im Bankenmarkt (Nickelsicherung) begegnet. Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die Thermamax ihren finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maße nachkommen kann. Um die Liquidität sicherzustellen, werden die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend geplant und überwacht. Des Weiteren verfolgt die Thermamax einen sehr konservativen Finanzierungsansatz. Investitionen und die Finanzierung des Umlaufvermögens erfolgt im Wesentlichen durch Eigenmittel. Die Liquiditäts-, Ertrags- und Eigenkapitalsituation ist sehr stabil und Liquiditätsrisiken sind derzeit nicht erkennbar. Ergänzend kann, falls dies erforderlich wird, auf zusätzliche Finanzierungsinstrumente zurückgegriffen werden. 2. Chancenbericht Thermamax sieht für deren Produktanwendungen in den Kernmärkten Transport (Automotive/Nutzfahrzeuge) und Energie weiterhin gute Chancen für ein mittel- bis langfristig profitables Wachstum. Insbesondere bieten aber auch die zunehmend strenger werdenden Emissionsvorschriften und Maßnahmen zum Brandschutz erhebliches Entwicklungs- und Umsatzsteigerungspotenzial. Durch den Trend zu immer effizienteren Motoren sowie Verbesserung der Abgasnachbehandlung nehmen die Anforderungen an Dämm- und Abschirmsysteme weiter zu. Diese Perspektive mit dem vorhandenen Produktportfolio, der Entwicklungskompetenz und den langjährigen Erfahrungen nutzen zu können, wird als sehr wahrscheinlich betrachtet. Entsprechend laufen die Bestrebungen die Kompetenz um neue Materialkonzepte, in der Materialbearbeitung, im Werkzeugbau und Fertigung sowie in der Bauteilkonstruktion weiter auszubauen. Die bestehende Zertifikate nach der ISO TS 16949, der DIN EN ISO 9001:2000 und Modul D der Richtlinie 96/98/EG über Schiffsausrüstung sowie DIN EN ISO 14001:2004 werden jährlich überprüft. Erweitert wurden diese durch ISO 50001 Energie-Managementsystem und die Zertifizierung zum Arbeitsschutz mit System. Die davon betroffenen Produkte und Prozesse unterliegen einer kontinuierlichen Überprüfung und Verbesserung. Somit kann die Thermamax die Einhaltung der kundenseitigen Anforderungen sicherstellen und notwendige Qualitätsstandards nachhaltig ausbauen. 3. Gesamtaussage der Geschäftsleitung Die Thermamax ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit und zunehmender internationaler Ausrichtung Marktpreis-, Liquiditäts- und Kreditrisiken ausgesetzt. Das Risikomanagement sowie die Regelungen von Organisation, Prozessen, Planung und Berichterstattung obliegen dabei der Geschäftsleitung. Grundsätzlich verfolgt die Thermamax eine konservative Risikopolitik. Aufgrund des geplanten Wachstums wird die Thermamax auch für 2017 Investitionen in Personal, Produkt-und Fertigungstechnologien tätigen und notwendige Kapazitäten zur Sicherstellung der Kundenbelieferung aufbauen. Die Sicherung der Produktqualität und Liefertermintreue nehmen hierbei eine zentrale Rolle ein. Des Weiteren sind Investitionen in die Fertigungsautomatisierung und in die Erweiterung der Flächen für Produktion und Abwicklung der Logistik geplant. Auf Basis der derzeitigen Auftragslage sowie den positiven Rahmenbedingungen für unsere Produkte gehen wir davon aus, dass sich auch in 2017 die Finanz- und Ertragslage weiterhin stabil darstellen werden. Wesentliche Erfolgsfaktoren werden hierbei wiederum die internationale Ausrichtung sowie die eigene technologische Weiterentwicklung in unseren Kernsegmenten durch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sowie innovativen Produkten sein. Thermamax verfügt über einen langjährigen und solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind hierbei die Ausnahme. Bei Neukunden erfolgt eine Bonitätsanfrage und für die Bestandskunden eine kontinuierliche Kontrolle der Einhaltung von Zahlungszielen und Forderungsumfängen mittels einer Kreditlimitprüfung. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungszielen gezahlt und, sofern möglich, Skontofristen ausgenutzt. Ethische Verhaltensgrundsätze sowie Compliance Anforderungen sind für die Thermamax in den Compliance-Richtlinien niedergelegt. Diese werden kontinuierlich auf Aktualität überprüft und bei Bedarf Anpassungen sowie Änderungen durchgeführt. Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Die Thermamax ist gut positioniert und es bieten sich gute Wachstumschancen um bei einem vorsichtigen Risikoprofil auch in den kommenden Jahren stärker zu wachsen als die weltweiten Zielmärkte.
Mannheim, 28. März 2017 Ralf Großhauser, Geschäftsführer Hartmut Auer, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersFür den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat den vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der Thermamax Hochtemperaturdämmungen GmbH mit einer Bilanzsumme von € 24.120.663,51 und einem Jahresüberschuss von € 0,00 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Thermamax Hochtemperaturdämmungen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Waiblingen, den 28.4.2017 ADSCENDA
GmbH
Dischinger (Wirtschaftsprüfer) Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. |
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