Stammdaten

Register
Amtsgericht Göttingen HRB 112345
Eingetragen
28.9.1994
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung und Schulung an EDV-Systemen, der Hardwarevertrieb, der Softwarevertrieb sowie Entwicklung von Hard- und Software bzw. Bau von Personalcomputern. Weiterhin darf die Gesellschaft Immobilien an- und verkaufen. Die Firma darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, vertreten oder sich an solchen Unternehmen beteiligen. Die Firma darf auch Geschäfte vornehmen, die der Erreichung und Förderung des Unternehmenszweckes dienlich sein können. Dies gilt insbesondere für den Erwerb, die Vertretung oder Beteiligung artfremder oder an artfremden Unternehmen. Die Firma darf Zweigniederlassungen errichten oder betreiben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Janisch
seit 24.1.2019
Prokura
Michael Will
seit 24.1.2019
Prokura
Michael Busse
seit 24.1.2019
Prokura
Roberto Heuser
seit 2.1.2017
Geschäftsführer
Axel Köppen
seit 11.4.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
90.00%
5.00%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Rolf Bilstein
Hann. Münden
90.00%
A*** K*****
5.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DOS Software-Systeme GmbH

Hann.Münden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.396,50 21.229,00
II. Sachanlagen 293.240,00 304768
306.636,50 325.997,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.544,29 1.283,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.231.403,81 2.394.702,71
(davon gegen Gesellschafter 5.590,41EUR; i.V. 5.590,41 EUR)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.261.360,58 2.329.630,80
5.494.308,68 4.725.616,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 41.381,18 38.996,77
5.842.326,36 5.090.610,72

PASSIVSEITE

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnrücklagen 2.723,00 2.723,00
III. Gewinnvortrag 2.039.767,61 1.598.456,86
IV. Jahresüberschuss 1.123.161,92 871.310,03
3.191.217,12 2.498.054,48
B. Rückstellungen 1.108.099,19 1.251.025,34
C. Verbindlichkeiten 1.541.531,05 1.335.051,90
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.479,00 6.479,00
5.842.326,36 5.090.610,72

In der ordentlichen Gesellschafterversammlung am 24. Januar 2025 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 14.296.873,03 12.321.911,88
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.086.774,22 8.039.284,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.738.905,72 1.528.849,95
davon für Altersversorgung 0,00 (i. V. 0,00) EUR
10.825.679,94 9.568.134,47
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 122.087,38 87.511,82
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.742.208,87 1.414.874,94
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 507,27 140,99
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.601,00 8.336,75
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 467.101,72 363.385,40
8. Ergebnis nach Steuern 1.132.701,39 879.809,49
9. sonstige Steuern 9.539,47 8.499,46
10. Jahresüberschuss 1.123.161,92 871.310,03

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft mit Sitz in Hann. M ünden ist im Handelsregister des Amtsgerichts Göttingen unter der Nummer HRB 112345 eingetragen.

Der Jahresabschluss der DOS Software-Systeme GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften und der sie ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung fast ausschließlich im Anhang aufgeführt.

Die angewandten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze haben gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen erfahren. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend der bisherigen Handhabung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erläuterungen zur Bilanz

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert bis 800 EUR im Sinne des § 6 Abs. 2 Einkommensteuergesetz wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und in Abgang gebracht.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagengitter ersichtlich:

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-, Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.424,70 29.424,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 89.757,37 89.757,37
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 689.419,62 112.173,88 256.583,70 545.009,80
779.176,99 112.173,88 256.583,70 634.767,17
Gesamt 808.601,69 112.173,88 256.583,70 664.191,87
Abschreibungen (kumuliert)
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.195,70 7.832,50 16.028,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 57.741,87 3.437,50 61.179,37
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 416.667,12 110.817,38 247.136,70 280.347,80
474.408,99 114.254,88 247.136,70 341.527,17
Gesamt 482.604,69 122.087,38 247.136,70 357.555,37
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.229,00 13.396,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.015,50 28.578,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 272.752,50 264.662,00
304.768,00 293.240,00
Gesamt 325.997,00 306.636,50

Die unter Vorräten ausgewiesenen fertigen Erzeugnisse und Waren werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für das im Forderungsbestand ruhende latente Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % angesetzt.

Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen Gesellschafter mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR), die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 8.976,49 EUR (Vorjahr: 2.638,16 EUR).

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert bewertet.

Das Stammkapital ist voll eingezahlt und zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,82 %; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen M arktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Daneben wurde ein Rententrend von 1,5 % bei der Bewertung zugrunde gelegt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt 2.990,00 EUR.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrags.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind

abgesehen von den üblichen Eigentumsvorbehalten - ungesichert.

Die Verbindlichkeiten haben, wie auch zum vorjährigen Bilanzstichtag, jeweils eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss in Höhe von 1.123.161,92 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 0,00 EUR (Vorjahr 25.170,00 EUR) sowie Gewinne aus Anlagenabgang in Höhe von 20.089,19 EUR (Vorjahr 31.158,37 EUR).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 7.601,00 EUR (Vorjahr 8.293,00 EUR) enthalten.

5. Sonstige Pflichtangaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere für Mieten und Mietnebenkosten in Höhe von 349 TEUR sowie für Kfz-Leasing in Höhe von 205 TEUR p. a.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

- Axel Köppen, Dipl.- Ing. - Geschäftsführer -,
- Roberto Heuser - Geschäftsführer -.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren durchschnittlich gemäß § 267 Abs. 5 HGB während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Anzahl
Angestellte 141
Werkstudenten 8
geringfügig entlohnte Beschäftigte 6

 

Hann. M ünden, den 13. Januar 2025

DOS Software-Systeme GmbH

gez.

Axel Köppen

Roberto Heuser

Geschäftsführung

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Grundlagen des Unternehmens

Wirtschaftsbericht

Überblick

Ertragslage

Finanz- und Vermögenslage

Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Chancen der künftigen Entwicklung

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Prognosebericht

Grundlagen des Unternehmens

Seit ihrer Gründung im Jahr 1987, bietet die DOS Software-Systeme GmbH kreative und lösungsorientierte IT-Dienstleistungen für Kunden aus den Branchen Automotive, Gesundheitswesen, Finanzen, Energieversorgung und Bauwesen an.

Von der Konzeption, Entwicklung und Implementierung der Geschäftsprozesse über die Governance und dem Management auf Zeit, der Programmierung der spezifischen Anforderungen bis hin zum Service und Betrieb, arbeiten wir an den stetigen Verbesserungen der Wettbewerbsfähigkeit unserer Auftraggeber.

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Inlandsumsätze der IT-Dienstleister um ca. 9,4 % gewachsen 1. Durch langfristige Vertragsabschlüsse mit gestaffeltem Wachstum bei unseren Bestandskunden konnten wir ein Umsatzwachstum von ca. 9,7 % verzeichnen.

In Zukunft wird durch die zunehmende Digitalisierung sowie die IT - Modernisierung von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft diese Branche weiterhin stärker als der restliche Markt wachsen. 2

Im Mittelpunkt des Marktinteresses standen neben den Digitalisierungsmaßnahmen in der IT-Branche, schlanke Geschäftsprozesse, Cloud-Transformationen, IT-Modernisierungsprojekte, IT-Security-Themen und die Kl im Fokus.

Zudem zeigt sich der Trend im IT-Markt, dass zukünftig hohe Wachstumsraten in den Bereichen Cyber-Security, KI, Data & Analytics, DEvOps, Cloud-native und der weiteren Digitalisierung zu erwarten sind. 3 Hierdurch ist der Markt für IT-Lösungen unter stetig wachsendem sowie stärkerem Preis- und Konkurrenzdruck stark umkämpft. Dennoch wird dieser Markt als ein großer Wachstumstreiber für die deutsche Wirtschaft gesehen.

Das Geschäftsjahr 2023 war zum einen vom weiteren Digitalisierungsdrang der Unternehmen, zum anderen von Near- und Offshoring-Anforderungen geprägt. Darüber hinaus konnte die Gesellschaft auch weiterhin von den Bedarfen der Bestandskunden im Rahmen der Softwareentwicklungen profitieren.

1 Lünendonk-Studie 2023: Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland (luenendonk.de)
2 Lünendonk-Studie 2023: Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland (luenendonk.de)
3 Lünendonk-Studie 2023: Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland (luenendonk.de)

Im Geschäftsjahr 2023 konnte in Bezug auf die Umsatzentwicklung eine Steigerung von 9,7 % erreicht werden. Das EBIT konnte deutlich um 28,5 % auf 1.597 TEUR (Vorjahr: 1.243 TEUR) gesteigert werden. Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023 sehr positiv verlaufen.

Wirtschaftsbericht

Überblick

Die Branchen der IT- und Automobilindustrie präsentieren sich weiterhin als wachstumsorientierte und stabile Wirtschaftszweige. In den verschiedenen Leistungsfeldern steigt die Inanspruchnahme der Leistungen kontinuierlich, und die Beschäftigung wird stark ausgebaut. Mit unterschiedlicher Dynamik schreiten Konzentrationsprozesse in den einzelnen Branchen voran.

Vor dem Hintergrund der auch künftig stark steigenden Bedarfe zeichnen sich die Herausforderungen hinsichtlich Fachkräftemangel immer deutlicher ab.

Hieraus resultieren Anpassungsbedarfe und mittel- bis langfristig ein Veränderungsdruck auf die Versorgungsstrukturen. Der Leistungs- und Kostendruck auf die KMUs steigt tendenziell weiter an. Hinzu kommen andauernde Herausforderungen wie die Sicherung des erforderlichen Personals sowie Aspekte wie die Digitalisierung.

Eine Ausweitung der Leistungserbringung und die Sicherung der Markt- und Zukunftsfähigkeit durch eine Anpassung von Angeboten, Einrichtungen und Unternehmensstrukturen setzen eine ausreichende Investitionsfähigkeit voraus.

Ertragslage

Das EBIT (Jahresüberschuss + Steuern vom Einkommen und Ertrag + Zinsen) belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 1.597 (Prognose: TEUR 1.600) gegenüber TEUR 1.243 im Vorjahr. Das Geschäftsjahr war geprägt von Änderungen in der Infrastruktur sowie Investitionen in neue Geschäftsfelder. Das prognostizierte EBIT konnte trotz der Kostensteigerungen in allen betrieblichen Bereichen nahezu erreicht werden.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich um TEUR 1.660 (Prognose: TEUR +1.500) auf TEUR 18.760 (Vorjahr: TEUR 17.100), diese positive Entwicklung kann im Wesentlichen auf eine verbesserte Auftragslage zurückgeführt werden.

Trotz des Anstiegs der Umsatzerlöse sind die Aufwendungen für bezogene Leistungen aufgrund der Umstrukturierung der Nachunternehmerleistungen und des verstärkten Einsatzes von eigenen Personalressourcen um 276 TEUR gesunken.

Durch den notwendigen Aufbau des Personalstamms hat sich der Personalaufwand auf TEUR 10.826 (Vorjahr: TEUR 9.568) erhöht. Ebenfalls gestiegen sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf TEUR 1.742 (Vorjahr: TEUR 1.415).

Im Ergebnis nach Steuern sind Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 467 (Vorjahr: TEUR 363) ergebnismindernd berücksichtigt, was im Wesentlichen auf laufende Steuern aus dem Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen ist.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 1.123 (Vorjahr: TEUR 871).

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich auf TEUR 5.842 (Vorjahr: TEUR 5.091) und stellt sich wie folgt dar:

Das Anlagevermögen veränderte sich auf 307 TEUR (Vorjahr: TEUR 326) und ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbedingt bei TEUR 2.147 (Vorjahr: TEUR 2.304), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bei TEUR 772 (Vorjahr TEUR 710).

Die liquiden Mittel steigerten sich auf TEUR 3.261 (Vorjahr: TEUR 2.330). Die Liquidität des Unternehmens war zu jedem Zeitpunkt gesichert.

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich insbesondere aufgrund des erzielten Jahresüberschusses auf TEUR 3.191 (Vorjahr TEUR 2.498) erhöht. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 49,1% auf 54,6%.

Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Geschäftsmodell und die daraus erzielten Überschüsse langfristigen Charakter besitzen, da sie aus langfristig laufenden Projektgeschäften erwirtschaftet werden. Die Finanzlage ist auch weiterhin, wie in den Vorjahren, positiv, was insbesondere aus der stabilen Ertragslage der Gesellschaft resultiert.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse in der DOS Software-Systeme GmbH.

Als Grundlagen der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Managementstruktur und detaillierte Berichts- und Informationssysteme anzusehen.

Ziel ist es, die im Rahmen der Geschäftstätigkeit entstehenden potenziellen Risiken rechtzeitig zu identifizieren, anhand vorgegebener Kriterien zu bewerten, ihre qualitativen und quantitativen Folgen abzuschätzen und geeignete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen einzuleiten.

Kerngeschäft ist die Entwicklung von Software, die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Softwareentwicklung, des Projektmanagements und der Unternehmensberatung.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Die Aussagekraft bzw. Effizienz der Berichte werden zeitnah durch die Finanzabteilung mit gezielten Steuerungs- und Kontrollmechanismen hinterlegt, weiterentwickelt und mit dem Management besprochen.

Chancen der künftigen Entwicklung

Chancen der künftigen Entwicklung sehen wir in unseren Tätigkeitsbereichen KI, Digitale Transformation, IT-Consulting sowie Cyber Security vor allem im Ausbau bestehender Kundenbeziehungen als auch in der Akquise von Neukunden. Der Bereich Softwareentwicklung war bisher durch die Abhängigkeit von wenigen Großkunden geprägt, mit welchen das Umsatzvolumen von Jahr zu Jahr gesteigert werden konnte. Hier sehen wir weiterhin vor allem in der weiteren Diversifizierung unserer Kundenbasis eine Chance, dieses Abhängigkeitsverhältnis zu verringern.

Vor allem der zunehmende Kostendruck in der gesamten deutschen Wirtschaft wird dazu führen, dass die IT-Unternehmen die Near- und Offshorequoten erhöhen müssen. Dieser Trend ist in allen Branchen deutlich erkennbar und wird die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen erhöhen, wodurch sich für die DOS Software-Systeme GmbH in neuen Arbeitsmärkten etablieren muss.

Unsere Bestands- aber auch Neukunden haben eine deutlich höhere Nachfrage in den o. g. Feldern, im Wesentlichen darin begründet, dass die zunehmende Komplexität in den IT-Bereichen eine deutlich höhere Fachexpertise benötigt. Somit führt die Auslagerung von bestimmten Bereichen in diesem Rahmen zu Dienstleistern mit entsprechendem Know-how, letztlich zu einer erhöhten Effizienz bei unseren Kunden, aber entsprechend auch zu einer erhöhten Nachfrage auf dem IT-Dienstleistungsmarkt.

Durch geeignete Maßnahmen stellte DOS in Vergangenheit sicher, dass das Unternehmen unter einer niedrigen Fluktuation gelitten hat. Die stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Aus- und Weiterbildung sowie die Umsetzung flexibler Arbeitsmodelle haben dafür gesorgt, dass das Unternehmen über eine ausreichende Anzahl an Mitarbeitern mit geeigneter Ausbildung, Fachkenntnis und angemessenen behördlichen Sicherheitsermächtigungen verfügt. Außerdem sind wir in der Lage, weiteres Wachstum durch den digitalen Wandel sicherzustellen.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Gesamtwirtschaftliches Risiko

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen die Geschäfts- und Auftragslage unserer Kunden, die sich wiederum auf unsere Ertragslage auswirken.

Wir können aufgrund der schleppenden Entwicklung der E-Mobilität bei unseren Hauptkunden aus der Automotive-Branche nicht voraussagen, welche Auswirkungen das aktuelle wirtschaftliche Umfeld auf unsere künftigen Umsatzerlöse haben wird. Bei einem Konjunkturabschwung könnten Kunden bzw. potenzielle Kunden bestehende Verträge kündigen, kürzen oder deren Erfüllung hinauszögern bzw. den Abschluss neuer Vereinbarungen hinausschieben. Im Allgemeinen führen Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten außerdem weniger IT-Projekte durch, was die Einführung neuer Technologien einschränkt und zu weniger Aufträgen führt. Aufgrund der geringeren Aufträge während eines Abschwungs nimmt der Wettbewerb für gewöhnlich zu und die Preise für Dienstleistungen können fallen, da Wettbewerber, insbesondere Unternehmen mit umfangreichen finanziellen Ressourcen, die Preise senken, um ihren Marktanteil innerhalb der Branche zu halten oder zu erhöhen.

Dies kann wiederum zu Preisanpassungen aufgrund der in unseren Verträgen vorgesehenen Benchmarking-Pflicht führen. Diese Faktoren könnten sich negativ auf unsere Umsatzerlöse und Rentabilität auswirken.

Diesen Risiken wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt. Auf Grund der Unternehmensgröße setzt sich das Team aus Spezialisten zusammen und bespricht notwendige Maßnahmen, um entsprechend der Anforderungen flexibel zu reagieren.

Allen Mitarbeitern der DOS Software-Systeme GmbH wird weiterhin ermöglicht, von zu Hause zu arbeiten, um sich selbst und andere vor etwaigen Risiken zu schützen. Die operative Funktionsfähigkeit wird damit gewährleistet, um Kunden weiterhin in den laufenden Projekten zu unterstützen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind erhöhte Risiken bei unseren Hauptkunden im Automotive-Bereich erkennbar, die zu einer dauerhaften oder wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens führen oder den Fortbestand der Gesellschaft einschränken könnten.

Auf der anderen Seite ist zu erwarten, dass sich in anderen Branchen auch weitere Chancen durch den erhöhten Digitalisierungsdruck ergeben.

Branchenrisiko

Ein erhöhter Wettbewerb unter IT-Dienstleistern führt oft zu entsprechendem Preisdruck. Es kann nicht gewährleistet werden, dass es uns gelingt, Dienste zu wettbewerbsfähigen Preisen sowie auf einem Service- und Qualitätsniveau anzubieten, mit dem wir unseren Marktanteil halten oder steigern können.

Die IT-Dienstleistungsbranche verkraftet das gesamtwirtschaftliche Risiko mit den entsprechenden Themen wie Digitalisierung, IT-Security etc. besser und ist auch weiterhin zuversichtlich. Für die Unternehmen der IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik verbesserte sich das Geschäftsklima sehr stark in 2023.

Recruitingrisiko

Die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern in der IT-Branche ist weiterhin hoch, und genügend Mitarbeiter mit den gewünschten Kenntnissen und Fähigkeiten einzustellen und zu binden, kann sehr schwierig sein. Deshalb ist es wichtig, dass unser Unternehmen für hochqualifizierte Mitarbeiter attraktiv bleibt, um sie weiterhin ans Unternehmen zu binden und ihnen eine entsprechende Entwicklung aufzeigen zu können. Hierzu wurde aus den Reihen der HR ein entsprechendes Programm zur Qualifizierung engagierter Mitarbeiter aufgelegt, damit das Unternehmen über eine ausreichende Anzahl an Mitarbeitern mit geeigneter Ausbildung, Fachkenntnis und angemessenen behördlichen Sicherheitsermächtigungen verfügt, um den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden. Außerdem ging die DOS neue Wege der Zusammenarbeit im Nearshore-Umfeld (Süd- und Osteuropa). Durch diese Partnerschaften konnten zusätzliche Fachkräftemängel ausgeglichen werden. In der Zukunft wird man auch dort neue Wege gehen müssen und evtl. Partnerschaften im Offshorebereich schließen müssen.

Haftungsrisiken

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit schließen wir Vereinbarungen mit Gegenparteien über die Erbringung von Beratungs- und Outsourcing-Leistungen, über Geschäftsveräußerungen, Leasingvereinbarungen und finanzielle Verpflichtungen ab, die Haftungsfreistellungen und Garantien für die Gegenparteien vorsehen. Diese Haftungsverpflichtungen und Garantien könnten es erforderlich machen, dass wir Gegenparteien für aus verschiedenen Gründen entstandene Kosten und Verluste entschädigen müssen.

Zu diesen Gründen zählen u. a. die Nichteinhaltung von Zusicherungen und Gewährleistungen, die Verletzung der Rechte geistigen Eigentums sowie Ansprüche, die sich aus der Erbringung von Dienstleistungen oder aufgrund von Rechtsstreitigkeiten auf Seiten der Gegenparteien ergeben könnten.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft verfügte innerhalb des abgelaufenen Geschäftsjahres zu jedem Zeitpunkt über ausreichend finanzielle Mittel.

Preisänderungsrisiken

Damit unser Unternehmen langfristig entsprechende Margen erzielen kann, ist die Preisgestaltung für unsere Dienstleistungen abhängig von der genauen Schätzung von Kosten und zeitlichen Abläufen der Fertigstellung von Projekten oder dem Abschluss langfristiger Verträge. Diese Schätzungen erfolgen nach unserer bestmöglichen Beurteilung der Effizienz unserer Methodologien und Fachkräfte.

Bestandsgefährdende Risiken

Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Risiken ab.

Prognosebericht

Konjunkturausblick

Wir erwarten, dass das überdurchschnittliche Wachstum abhängig von unseren Hauptkunden in der Automobilwirtschaft mittelfristig zurückgeht. Es zeichnen sich für das neue Geschäftsjahr Umsatzrückgänge bei unseren Kunden ab, die zu Investitionszurückhaltung führen werden.

Geschäftsstrategie

Im Mittelpunkt unserer Geschäftsstrategie steht die Stabilisierung des Volumens bei unseren bestehenden Kunden im Hinblick auf unser Portfolio. Hinzu kommt weiterhin die Gewinnung neuer Kunden.

Dies haben wir bisher wie geplant durch den Ausbau des Bestandsgeschäftes umgesetzt. Im Geschäftsjahr 2024 haben bereits mit potenziellen Neukunden Gespräche geführt und werden hierzu weitere Investitionen tätigen.

Weiterhin konzentrieren wir uns auf Projekte, die sich auf Kosteneinsparungen konzentrieren sowie Investitionen tätigen, die sich mit den Themen KI, IT-Security und Digitalisierung befassen. Einen Schwerpunkt wird dabei das KI-Thema sein. Die Investition in die KI-Themen der Vorjahre sollen durch gezielte Marketingmaßnahmen erfolgreich in den Markt gebracht werden.

Unter der Annahme nahezu gleichbleibender wirtschaftlicher Rahmenbedingungen wird weiterhin mit einer positiven Geschäftsentwicklung der DOS Software-Systeme GmbH gerechnet.

Konkretisierend gehen wir im Hinblick auf die finanziellen Leistungsindikatoren von leicht rückläufigen Umsatzerlösen auf 18,5 Mio. EUR und einem ebenfalls leicht geringeren EBIT von 1,5 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2024 aus. Betreffend die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren rechnen wir mit einer hohen Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit.

 

Hann. Münden, den 13. Januar 2025

DOS Software-Systeme GmbH

gez.

Dipl.-Ing. Axel Köppen

Roberto Heuser

Geschäftsführung

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DOS Software-Systeme GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DOS Software-Systeme GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DOS Software-Systeme GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den J ahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. M anipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des J ahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes M aß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Braunschweig, den 17. Januar 2025

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