SFL Holdings GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carel Frederick Gronum seit 5.1.2026 | Geschäftsführer |
Cathleen Powell seit 28.7.2022 | Geschäftsführer |
Ronny Fleck seit 19.9.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Senwes Ltd | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
S&L Connect GmbHSonnewaldeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2023 bis zum 30.04.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024der S&L Connect GmbH, Sonnewalde1. Grundlagen des UnternehmensDie Gesellschaft vertreibt Landmaschinen und Geräte für die Rasen- und Grundstückspflege der Firma John Deere und anderer namhafter Hersteller. Darüber hinaus werden umfangreiche Leistungen in den Bereichen Ersatzteilwesen, Kundendienst und Werkstattservice erbracht. Das Kundenportfolio erstreckt sich von privaten Grundstücksbesitzern über kommunale Abnehmer bis hin zu landwirtschaftlichen Großbetrieben und Agrargenossenschaften. Die Gesellschaft ist Vertriebspartner von John Deere. Der Hersteller verfolgt seit geraumer Zeit die Strategie der weltweiten Konsolidierung seines Händlernetzes. Vor diesem Hintergrund hat die S&L Connect GmbH am 26.07.2023 mit Wirkung vom 01.08.2023 die wesentlichen Vermögensgegenstände und Schulden des Geschäftsbetriebs der Porst Landtechnik GmbH (PLT GmbH) mit Sitz in Jahnatal (Sachsen) erworben. Die Finanzierung des Asset-Deals im Umfang von 7,8 Mio. Euro wurde durch die Inanspruchnahme einer langfristigen Kreditfazilität der UniCredit Bank AG im Umfang von 7,5 Mio. Euro sowie einer Zwischenfinanzierung der Senwes Limited, Klerksdorp (Südafrika), im Umfang von 320 TEUR sichergestellt. Die Grundstücke wurden durch die Senwes Grundstücks GmbH mit Sitz in Sonnewalde für einen Kaufpreis in Höhe von 4.292 TEUR erworben. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenDie Landtechnikindustrie am Produktionsstandort Deutschland ist im Kalenderjahr 2023 erneut gewachsen. Nach Erhebungen des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (kurz: VDMA) stieg das Umsatzvolumen von 12,1 Mrd. Euro im Vorjahr auf 15 Mrd. Euro im Kalenderjahr 2023. Treiber dieser Entwicklung waren neben der Produktion von Schleppern auch Technologien für eine nachhaltige Pflanzenproduktion. Die Branche profitiert erneut von einer weltweiten Nachfrage. In Deutschland produzierte Landmaschinen, Traktoren und Softwaresysteme finden weltweiten Absatz. Als Schlüsselmärkte kristallisierten sich dabei neben Frankreich und Großbritannien die USA heraus. Für das Kalenderjahr 2024 sind die Aussichten allerdings verhalten. Laut VDMA sind rückläufige Auftragseingänge bemerkbar. Ein Grund dafür ist, dass die Bestände auf den Höfen der Händler ausreichend sind. Auch wenn sich die Kostensituation bei landwirtschaftlichen Betriebsmitteln entspannt und sich die Teuerungsrate verringert hat, machen rückläufige Erzeugerpreise und das anhaltend hohe Zinsniveau den Unternehmen der Branche zu schaffen. Im Jahr 2023 wurden europaweit 211.700 Traktoren zugelassen. Nach Angaben der CEMA sind davon 158.100 landwirtschaftliche Schlepper, von denen 26.200 eine Motorisierung von unter 50 PS und 131.900 eine Leistung von über 50 PS hatten. Damit sanken die Zulassungszahlen um 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Mittel der vergangenen fünf Jahre ist das allerdings kein signifikanter Rückgang. Allerdings sank die Zahl der Registrierungen im Zeitraum von Juli bis Dezember 2023 zum Vergleichszeitraum des Vorjahres um fast 10 %; im saisonalen Durchschnitt um 7 %. Dass diese Abwärtsbewegung des Marktes nicht bereits im ersten Halbjahr 2023 einsetzte, liegt an den besonderen Umständen der Jahre 2021 und 2022. In diesen waren die Lieferketten aufgrund der Covid-19-Pandemie sowie des Ukraine-Konfliktes zusammengebrochen. Die hohen Auftragsbestände sind durch die Hersteller bis ins erste Halbjahr 2023 abgebaut worden. Insofern vermitteln die Zulassungszahlen der zweiten Jahreshälfte ein realistisches Bild auf einen Markt mit nur geringer Nachfrage. Gemäß der Einschätzung der CEMA wird mit Blick auf die Statistik der Länder offenbar, dass in Frankreich und Deutschland ein leichter Zuwachs zum Vergleichszeitraum 2022 zu konstatieren ist, wohingegen die Neuanmeldungen in Italien, Spanien, Polen und Österreich rückläufig waren. Ursächlich waren schwierige Wetterverhältnisse sowie der Wegfall staatlicher Subventionen. Ein ebenfalls heterogenes Bild zeichnet die Analyse hinsichtlich der Schlepperzulassungen nach Leistungsklassen. In den höchsten Leistungsklassen, Maschinen über 175 PS, wurden entgegen dem allgemeinen Markttrend im Jahresvergleich 12 % mehr Registrierungen verzeichnet. Entsprechend rückläufige Anmeldungszahlen waren für die Leistungsbereiche zwischen 80 und 175 PS sowie Schlepper mit weniger als 80 PS zu verzeichnen. Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ist im Zeitraum von 2020 bis 2023 um ca. 3 % bzw. 7.800 auf 255.000 Betriebe gesunken. Nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes verstetigt sich damit der Strukturwandel hin zu weniger aber größeren Betrieben. Im Zeitraum zwischen 2010 und 2013 verringerte sich die Anzahl der Betriebe um durchschnittlich 4.700, im sich anschließenden Zeitraum bis 2020 um durchschnittlich 3.200 Betriebe pro Jahr. Die in Deutschland genutzte landwirtschaftliche Fläche blieb im Zeitraum von 2010 (16,7 Mio. Hektar) bis 2023 (16,6 Mio. Hektar) nahezu unverändert. Die pro Betrieb bewirtschaftete Fläche stieg hingegen von 56 Hektar in 2010 auf 65 Hektar in 2023 an. Im Zeitraum zwischen 2020 und 2023 sank die Zahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft um rund 62.000 (7 %) auf insgesamt 876.000. Im Durchschnitt beschäftigte ein landwirtschaftlicher Betrieb 2010 3,7, in 2023 3,4 Arbeitskräfte (vgl.: www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_021_41.html). In der Umfrage der CEMA vom Juni 2024 konnte das aktuelle Geschäftsklima den positiven Trend des Vormonats, in dem sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Geschäftsaussichten zum ersten Mal seit über einem Jahr wieder positiv bewertet worden waren, nicht bestätigen. Offensichtlich hat die Geschäftslage die Talsohle noch nicht durchschritten. Der Index liegt im Juni 2024 bei -56 (auf einer Skala von -100 bis +100) und ist in den letzten 10 Jahren nur im Jahr 2020 während des Schockereignisses des Covid-Ausbruchs unter dieses Niveau gefallen. Die Diskrepanz zwischen den Aussichten für die aktuelle Situation und die künftige Geschäftsentwicklung ist im Sektor Viehzuchtausrüstung am größten. Hier wird ein gutes zukünftiges Geschäft (auch im Indexbereich oberhalb der Nulllinie) erwartet und der aktuelle Index schneidet mit -17 am besten von allen Segmenten ab. Die Traktorenhersteller (Index -74) und die Produzenten von Rasen-, Garten- und Kommunaltechnik (Index -80) erwarten hingegen weiterhin sehr schlechte Geschäfte. Landtechnikhersteller verzeichneten im ersten Halbjahr 2024 herbe Ergebniseinbußen und auch die Aussichten für die kommenden Monate sind nicht zufriedenstellend. Als Gründe für die verhaltene Investitionsbereitschaft werden niedrige Erzeugerpreise, hohe Zinsen und weniger Subventionen ausgemacht. Zudem sind die Lagerbestände an Landmaschinen bei den Händlern noch immer hoch. Seit März 2024 wird das „Rentenbank Agrarbarometer“ vierteljährlich im Auftrag der Landwirtschaftlichen Rentenbank erhoben und knüpft an das frühere „Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar“ an. Es basiert auf der Auswertung einer Befragung von 1.000 Landwirten und 150 Lohnunternehmen in Deutschland. Als Grundlage dient eine repräsentative Stichprobe unter landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieben. Die Methodik und die damit einhergehende Interpretation haben sich im Vergleich zur Erhebung der Daten für das „Konjunkturbarometer Agrar“ verändert. Die Null-Linie stellt dabei eine neutrale Einschätzung dar. Werte im positiven Bereich bedeuten, dass die Anzahl der Optimisten überwiegt, während Werte im negativen Bereich auf eine im Durchschnitt pessimistische Einschätzung hinweisen. Die Einschätzung der Landwirte bezüglich ihrer wirtschaftlichen Situation in den nächsten 2 bis 3 Jahren setzt ihren Abwärtstrend seit Ende 2020 kontinuierlich fort. Aktuell sinkt der Index auf -4,70 Punkte. Fast die Hälfte der Befragten schätzt die Zukunftserwartungen schlecht oder sehr schlecht ein. Erneut ist die Agrarpolitik der Bundesregierung der wesentliche Parameter, für die Abwärtsentwicklung des Index. Trotz der überwiegend negativen perspektivischen Entwicklung planen über die Hälfte der Landwirte und Lohnunternehmen in den kommenden sechs Monaten Investitionen. Der größte Teil der geplanten Investitionen (27 %) soll in Maschinen der Außenwirtschaft fließen, wobei 25 % der Landwirte und 43 % der Lohnunternehmer Neu- oder Gebrauchtmaschinen erwerben oder leasen wollen. Auf Platz zwei der Investitionsrangliste stehen die erneuerbaren Energien und in diesem Segment insbesondere der Zubau von Photovoltaik. Die Beurteilung der betrieblichen Liquidität hat sich nur marginal verändert. Nur etwa 15 % der Landwirte und Lohnunternehmer bemängeln eine schlechte oder sehr schlechte Liquiditätsausstattung. Hingegen konstatiert nahezu die Hälfte aller befragten Unternehmen Arbeitskräftemangel und identifiziert diesen Umstand als problematisch für die aktuelle und zukünftige Entwicklung. Aus der Umfrage der Rentenbank im Sommer 2024 geht hervor, dass 77 % der Befragten in den letzten 12 Monaten investiert hatten. Für das kommende Jahr geben nur noch 63 % der Befragten an, Investitionen zu planen. Die befragten Landwirte geben an, im Durchschnitt 132 TEUR investieren zu wollen, Lohnunternehmer 293 TEUR. Signifikant ist, dass insbesondere im Osten der Republik überdurchschnittliche Investitionen (179 TEUR) geplant sind. Zudem planen Großbetriebe (1.000 Hektar oder mehr Fläche) und Veredelungsbetriebe die höchsten Investitionen. Während Landwirte insbesondere in Stallbauten (35 TEUR) und erneuerbare Energieprojekte (25 TEUR) investieren wollen, beabsichtigen Lohnunternehmer ganz überwiegend die Anschaffung neuer Maschinen für die Außenwirtschaft (244 TEUR). Anfang Juli 2024 wurde durch den Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft das so genannte Agrarpaket der Koalitionsfraktionen SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und FDP verabschiedet (vgl. https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1011698). Inhalt des beschlossenen Paketes sind die Reform des Agrarorganisationen-und-Lieferketten-Gesetzes, die steuerliche Gewinnglättung für die Einkünfte aus der Land- und Forstwirtschaft sowie die Änderungen bei der Konditionalität und den Öko-Regelungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union. 3. GeschäftsverlaufIm Zuge der Übernahme der Bartling Landtechnik GmbH und der Landmaschinenvertrieb Deuben GmbH im Geschäftsjahr 2022/23 hatte sich das Marktverantwortungsgebiet der Gesellschaft hinsichtlich seiner geografischen Ausbreitung bereits deutlich erweitert. Es erstreckte sich über das gesamte südliche Brandenburg von Frankfurt (Oder) im nord-östlichen Zipfel, entlang an der A12 und A10 bis nach Belzig im nord-westlichsten Zipfel und entlang der A9 südlich bis nach Leipzig. Aufgrund der Übernahme der Porst Landtechnik GmbH im Geschäftsjahr 2023/24 sind die Grenzen des Marktverantwortungsgebietes nochmals signifikant, insbesondere in Richtung Süden über das Bundesland Sachsen bis in Vogtland, verschoben worden. Das bereits bestehende Filialnetz wurde damit um vier weitere Standorte in Großenhain, Ostrau (Jahnatal), Rauschwitz und Löbau auf nunmehr zehn erweitert. Mit Abschluss der Transaktion ist die Gesellschaft in der Lage, ihren Kunden Produkte und Serviceleistungen in einem dichten Filialnetz, bestehend aus 4 Filialen in Brandenburg und 6 in Sachsen anzubieten. Komplettiert wird der Verbund durch die Beteiligungen an der ATL - Agrar Technik Lissa GmbH in Wiedemar OT Lissa, der Landmaschinen Vertrieb Bad Schmiedeberg GmbH LVBS in Bad Schmiedeberg sowie zwei B-Händlern, jeweils in Sachsen und Brandenburg. Neben den extern geprägten Bedingungen war das operative Geschäft des Unternehmens im Berichtsjahr von zusätzlichen Herausforderungen bestimmt. Es galt, die neu erworbenen Geschäftseinheiten sowohl organisatorisch als auch prozesstechnisch zu integrieren. Die Anzahl der Standorte wuchs von 6 auf nunmehr 10. Somit unterhält die Gesellschaft Niederlassungen in Sonnewalde, Herzberg, Ragow, Hohenseefeld, Gerichshain, Rochlitz, Großenhain (neu), Ostrau/ Jahnatal (neu), Rauschwitz (neu) und Löbau (neu). Die Anzahl der Beschäftigten (inkl. Geschäftsführung und Auszubildende) stieg von 141 auf 228, wobei 85 Mitarbeiter der PLT GmbH übernommen wurden. Eine weitere Herausforderung bestand während des Geschäftsjahres darin, unterschiedliche ERP-, Abrechnungs- und Dokumentationssysteme für eine Übergangszeit bis zur Einführung einer unternehmensweit standardisierten ERP-Lösung zu harmonisieren. Mit Wirkung vom 30.04.2024 hat Ricarda Schlieper ihr Amt als Geschäftsführerin im Einvernehmen mit den Gesellschaftern niedergelegt. 4. Finanzielle und nicht-finanzielle LeistungsindikatorenDie Gesellschaft hatte Umsatz- und Ergebniserwartungen (vor Steuern) von 87,3 Mio. Euro bzw. 2,4 Mio. Euro für das Berichtsjahr. Die nachfolgende Tabelle stellt die Parameter, differenziert nach den ehemaligen Marktverantwortungsgebieten der Gesellschaften, dar (in TEUR). scroll
Der Rohertrag wurde mit 16,2 Mio. Euro und die Rohertragsmarge mit 18,65 % budgetiert. Die anhaltende Investitionszurückhaltung der Landwirte widerspiegelt sich insbesondere in den hinter den Erwartungen zurückbleibenden Umsatzerlösen für Maschinenverkäufe. Der Rohertrag in Höhe von 17,3 Mio. Euro sowie die Rohertragsmarge in Höhe von 21,9 % lagen über den Erwartungen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Umsatzanteil der Maschinenverkäufe am Gesamtumsatz, die mit vergleichsweiser niedrigerer Marge im Verhältnis zu Erlösen für Ersatzteile oder Werkstattleistungen einhergehen, geringer als geplant ist. Das im Berichtsjahr ausgewiesene Vorsteuerergebnis in Höhe von -2.069 TEUR ist im Wesentlichen aufgrund geringerer Umsatzerlöse sowie Einmaleffekte, wie außerplanmäßigen Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts, hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Geschäftsführung ist mit dem Jahresergebnis nicht zufrieden. Das Portfolio der finanzierenden Geschäftspartner wurde im Geschäftsjahr 2022/23 neu strukturiert. Auf diese Partner wurde auch im Berichtsjahr vertraut. Die Finanzierung des Geschäftsbetriebes wird im Wesentlichen durch den Gesellschafter SFL Holdings GmbH, Sonnewalde, sowie im Rahmen neuer Vereinbarungen mit der UniCredit Bank AG sichergestellt. Die Finanzierung des Einkaufs landwirtschaftlicher Maschinen wird im Rahmen der bestehenden Vereinbarungen mit der John Deere Bank S.A., der Deutschen Leasing Finance GmbH sowie der De Lage Landen International B.V. sichergestellt. 5. Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und ErtragslageAufgrund der im aktuellen Geschäftsjahr durchgeführten Unternehmenstransaktion, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat, sind die Zahlen mit denen des Vorjahres nur bedingt vergleichbar. Um die nachfolgend dargestellten Werte besser einordnen und vergleichen zu können, erfolgt eine differenzierte Darstellung der Werte hinsichtlich ihres Ursprungs. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft belief sich zum 30.04.2024 auf 76.683 TEUR und ist damit um 36.034 TEUR höher als zum 30.04.2023. Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PLT GmbH wurde Anlagevermögen in Höhe von 1.106 TEUR und Umlaufvermögen in Höhe von 7.251 TEUR erworben. Zum Bilanzstichtag entfallen auf die „Neu“-Filialen Anlagevermögen in Höhe von 1.038 TEUR und Umlaufvermögens in Höhe von 19.350 TEUR. Die immateriellen Vermögensgegenstände valutieren in Höhe von 2.925 TEUR, wovon 400 TEUR aus dem Erwerb der EDV-Software der PLT GmbH resultieren. Der Zuwachs der geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände um 444 TEUR auf 646 TEUR ist in der Fortführung des Projektes zur Einführung von MS Dynamics Navision begründet. Die Sachanlagen beliefen sich auf 8.121 TEUR (30.04.2023: 7.007 TEUR). Im Rahmen der Unternehmenstransaktion wurden Sachanlagen in Höhe von 707 TEUR übernommen. Die Finanzanlagen valutieren mit einem Wert in Höhe von 2.227 TEUR unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Vorräte wurden in einem Umfang von 44.954 TEUR (30.04.2023: 19.928 TEUR) bilanziert. Insgesamt wurden im Rahmen des Unternehmenserwerbs Vorratsbestände in Höhe von 7.158 TEUR, davon Maschinen in Höhe von 4.681 TEUR und Ersatzteile in Höhe von 2.312 TEUR, übernommen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Bestände an Maschinen in den sechs „Alt-“Filialen um 6 Mio. Euro auf 21,8 Mio. Euro erhöht. Die Maschinen in den „Neu“-Filialen haben sich nach der Übernahme um 11,4 Mio. Euro erhöht. Ursächlich für den starken Anstieg sind verschiedene Faktoren. Aufgrund der schwierigen Absatzbedingungen können die prognostizierten Stückzahlen derzeit nicht im Markt platziert werden. Bestellungen für Maschinen und Geräte, die bei den Herstellern aufgrund der kurz- und mittelfristigen Absatzplanung getätigt worden waren, müssen aber abgenommen werden. Zudem wirkt auch die Corona-Pandemie, während der Lieferketten stark gestört waren und es erhebliche Verzögerungen bei der Auslieferung von Maschinen an die Händler gab, noch nach. Der Bestell- bzw. Lieferstau wurde auch im Berichtsjahr noch abgebaut und führte zu vergleichsweise vielen Anlieferungen. Die Ersatzteilbestände zeigen für die „Alt“-Filialen keine signifikanten Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. In den „Neu“-Filialen war im Rahmen des Tagesgeschäftes ein Bestandsaufbau im Umfang von ca. 500 TEUR zu verzeichnen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich zum Ende des Geschäftsjahres 2023/24 auf 15.692 TEUR (30.04.2023: 5.659 TEUR). Der wesentliche Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (7.419 TEUR) resultiert aus der Übernahme der PLT GmbH und der damit verbundenen Ausweitung der geschäftlichen Tätigkeiten. Bei Forderungen in Höhe von 1.610 TEUR handelt es sich um Forderungen gegenüber Gesellschaftern. Hierbei handelt es sich um Umsatzsteuerforderungen gegenüber der SFL Holdings GmbH, die im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft entstanden sind. Darüber hinaus bestehen Forderungen aus Ertragssteuern im Umfang von 218 TEUR. Zum 30.04.2024 beläuft sich das langfristig gebundene Vermögen auf 13.272 TEUR (30.04.2023: 12.834 TEUR) und das kurz- und mittelfristig gebundene Vermögen auf 63.411 TEUR (30.04.2023: 27.815 TEUR). Die Rückstellungen haben sich von insgesamt 2.207 TEUR auf 1.943 TEUR verringert. Rückstellungen für Drohverluste valutieren mit 75 TEUR und damit um 562 TEUR niedriger als im Vorjahr. Die im vergangenen Geschäftsjahr gebildete Rückstellung für die Zahlung einer Inflationsausgleichprämie valutiert mit 53 TEUR (30.04.2023: 187 TEUR). Dementgegen steht ein Anstieg von Sonstigen Rückstellungen aus im Wesentlichen der Ausweitung der Geschäftstätigkeit, die aber die genannten Rückgänge nicht vollständig überstiegen haben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um 13.233 TEUR auf 18.289 TEUR. Insbesondere für die (anteilige) Finanzierung des Erwerbs der Vermögensgegenstände der PLT GmbH kam eine Inanspruchnahme einer Kreditfazilität im Umfang von 7,5 Mio. Euro hinzu. Weiterhin führen unter anderem die Finanzierungen des gestiegenen Vorratsbestands zum Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 20.253 TEUR auf 30.015 TEUR erhöht. Im Rahmen der Transaktion wurden keine Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen übernommen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Vorratsbeständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern valutieren in Höhe von 14.056 TEUR (30.04.2023:11.466 TEUR) und setzen sich zusammen aus dem Gesellschafterdarlehen in Höhe von 8.085 TEUR (30.04.2023: 8.359 TEUR), einer Zwischenfinanzierung in Höhe von 4.366 TEUR (30.04.2023: 2.183 TEUR), aus Lieferungen und Leistungen 665 TEUR (30.04.2023: 785) sowie sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 940 TEUR (30.04.2023: 139 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Umfang von 971 TEUR (30.04.2023: 156 TEUR) bestehen im Wesentlichen gegenüber der Senwes Grundstücks GmbH aus einem Mietverhältnis sowie einem neuen Darlehen. Das Eigenkapital beträgt zum Ende des Berichtszeitraums 9.357 TEUR (30.04.2023: 10.905 TEUR), die wirtschaftliche Eigenkapitalquote 28,4 % (30.04.2023: 49,2 %). Zur Ermittlung des wirtschaftlichen Eigenkapitals wird zum Eigenkapital (9.357 TEUR) das Gesellschafterdarlehen (14.056 TEUR) hinzugerechnet. In Abzug gebracht werden die Forderungen gegenüber dem Gesellschafter (1.632 TEUR). Finanzlage Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu bedienen. Die Liquidität wird einerseits durch den Gesellschafter durch Finanzierung in Form von Eigen- und Fremdkapital dargestellt. Das Gesellschafterdarlehen valutiert per 30. April 2024 mit 14.056 TEUR, wobei 1.161 TEUR kurzfristig (bis 12 Monate), 7.349 TEUR mittelfristig (1 - 5 Jahre) und 5.546 TEUR langfristig fällig werden. Die variable Verzinsung orientiert sich am 3-Monats-Euribor. Im April 2023 wurde ein Kreditrahmenvertrag mit der UniCredit Bank AG im Umfang von 7,5 Mio. Euro unterzeichnet. Diese Mittel stehen der Gesellschaft wahlweise als Kontokorrentkredit, Avalkredit oder Eurokredit zur Verfügung. Zum 30. April 2024 wurden 7,5 Mio. Euro der Kreditlinie in Anspruch genommen. Die variable Verzinsung orientiert sich am 3-Monats-Euribor. Hinzu kommen Kreditlinien bei weiteren Finanzierungspartnern in einem Gesamtumfang in Höhe von insgesamt 13.650 TEUR und einer Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag in Höhe von 10.790 TEUR, wobei 4.158 TEUR kurzfristig und 6.631 TEUR mittelfristig fällig werden. Diese variabel verzinslichen Kreditlinien werden insbesondere zur Einkaufs- und Lagerfinanzierung verwendet. Ertragslage Der Umsatz der Gesellschaft belief sich im Geschäftsjahr 2023/24 auf 79.174 TEUR (Vorjahr: 59.336 TEUR). In diesem Zeitraum erwirtschaftete das Unternehmen einen Rohertrag von 17.329 TEUR (Vorjahr: 11.918 TEUR). Die Rohertragsmarge stieg von 20,1 auf 21,9 %. Der Anstieg der Rohertragsmarge ist auf den, um ca. 5 % gefallenen, Umsatzanteil von Neumaschinen am Gesamtumsatz zurückzuführen, die mit einer geringeren Marge verkauft werden als andere Vertriebskomponenten. Zudem haben Ausweisänderungen einen Effekt auf die Ermittlung der Rohertragsmarge. Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2023/24 7.988 TEUR (Vorjahr: 4.694 TEUR). Der Anstieg der Personalkosten resultiert zum einen aus dem Zuwachs an Mitarbeitern, der im Wesentlichen durch die Übernahme von Mitarbeitern von PLT GmbH bedingt ist. In der Summe erhöhte sich die Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr auf 228 Arbeitnehmer (160 in Vollzeit, 28 in Teilzeit, 38 Auszubildende, 2 Geschäftsführer), davon 85 in den im Rahmen der Übernahme von PLT GmbH übernommenen Standorten. Zudem hatte die Gesellschaft im Vorjahr eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 256 TEUR gewährt und in Höhe von 69 TEUR bereits ausgezahlt. In diesem Geschäftsjahr wurde die Prämie im Umfang von 134 TEUR ausgezahlt. Der verbleibende Teil ist auszahlbar bis zum Dezember 2024. Auf die von der PLT GmbH übernommenen Mitarbeiter entfiel ein Personalkostenanteil von 2.713 TEUR. Im Geschäftsjahr wurden keine erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile gewährt. Die Personalaufwandsquote, bezogen auf die Umsatzerlöse, stieg um 2,2 % auf 10,1 %. Die Abschreibungen der Gesellschaft beliefen sich im Berichtszeitraum auf 3.695 TEUR (Vorjahr: 1.564 TEUR). Die wesentlichen Abschreibungen sind nachfolgend dargestellt. scroll
Aufgrund verschlechterter Lageeinschätzung wurde im Geschäftsjahr eine Überprüfung der Bewertung der erworbenen Vermögensgegenstände vorgenommen. Im Ergebnis der Geschäfts- oder Firmenwert vollständig und die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens teilweise außerplanmäßig in Höhe von zusammen 1.125 TEUR abgeschrieben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 6.516 TEUR (Vorjahr: 4.198 TEUR). Die wesentlichen Aufwendungen sind nachfolgend dargestellt. scroll
Der Anstieg der sonst. betriebl. Aufwendungen ist in überwiegendem Maße in der Transaktion mit der PLT GmbH begründet. Aufgrund der Ausweitung der geschäftlichen Aktivitäten sind auch die Kosten für die Unterhaltung des Fuhrparks, Reisekosten oder Werbe- und Marketingkosten sowie die anderen Aufwendungen gestiegen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind in erheblichem Umfang auf 2.016 TEUR (Vorjahr: 529 TEUR) angestiegen. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die Inanspruchnahme der Kreditlinie bei der UniCredit Bank AG in Höhe von 7,5 Mio. Euro. Durch Aufnahme von Gesellschafterdarlehen zur Finanzierung des Kaufs der Vermögensgegenstände der PLT GmbH sind auch die Aufwendungen für die Zinsen für die Gesellschafterfinanzierung auf 1.000 TEUR (Vorjahr: 362 TEUR) angestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 weist das Unternehmen ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 2.069 TEUR (Vorjahr: +1.234 TEUR) sowie einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.549 TEUR (Vorjahr: Jahresüberschuss 869 TEUR) aus. Das Ergebnis ist für die Geschäftsführung nicht zufriedenstellend. 6. Chancen und Risiken der zukünftigen EntwicklungGrundsätzlich ist die Unternehmensführung darauf ausgerichtet, den Unternehmenswert nachhaltig und langfristig zu steigern und die Profitabilität zu erreichen. Dadurch ist es möglich, sich bietende Marktchancen zu nutzen und die darin enthaltenen Erfolgspotenziale bei gleichzeitigem Eingehen angemessener Risiken auszuschöpfen. Das Hauptziel des Risikomanagements besteht darin, diese Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und sie so zu begrenzen, dass der wirtschaftliche Nutzen überwiegt. Im Mittelpunkt des Risikomanagements steht die regelmäßige und zeitnahe Überwachung der Risiken im Zusammenhang mit der Werthaltigkeit von Forderungen und finanziellen Vermögenswerten. Der operative Erfolg des Unternehmens wird insbesondere durch drei wesentliche Risiken beeinflusst:
Das Unternehmen agiert in einem Geschäftsumfeld, das saisonalen Schwankungen unterliegt. Der Verkauf von Traktoren und landwirtschaftlichen Maschinen wird maßgeblich von den vorherrschenden Rahmenbedingungen beeinflusst. Diese Rahmenbedingungen sind neben sich in zunehmendem Maße verändernden Klimabedingungen, auch geopolitische Verwerfungen, die nachhaltigen Einfluss auf die internationale und nationale Politik und somit die Situation der deutschen Landwirte haben. Die kontinuierliche Überwachung des Geschäftsbetriebes wird durch monatliche und vierteljährliche Berichte sichergestellt, die Entwicklungen, Leistungsindikatoren und Trends aufzeigen. Die Berichte werden in monatlichen Management-Meetings diskutiert und strategische sowie operative Entscheidungen abgeleitet. Darüber hinaus werden in den Management-Meetings Informationen über Markt-, Wettbewerbs- oder Technologieentwicklungen analysiert und besprochen. Zudem finden quartalsweise regelmäßige Board-Meetings statt, in den Vertreter des Gesellschafters ebenfalls über aktuelle Entwicklungen informiert werden. Die Ergebnisse der Meetings werden protokolliert. Am Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte nimmt die Gesellschaft aktiv teil. Um dem Risiko des Wissens- und Erfahrungsverlustes durch erhöhte Fluktuation aktiv begegnen zu können, war im vergangenen Geschäftsjahr die Stelle einer HR-Referentin neu geschaffen worden. Diese wurde im aktuellen Geschäftsjahr permanent durch eine Konzernmitarbeiterin der Senwes Limited, Klerksdorp (Südafrika) unterstützt. Zudem wurde eine Vielzahl von HR-Projekten in Zusammenarbeit mit der Personalabteilung des Mutterunternehmens initiiert und durchgeführt. Zur Sicherstellung der gesetzlichen Auflagen aus dem Bundesdatenschutzgesetz ist ein externer Datenschutzbeauftragter bestellt. Ein intern benannter Datenschutzkoordinator fungiert als Ansprechpartner des Datenschutzbeauftragten sowie für die Mitarbeiter. Zudem ist der Koordinator verantwortlich für die Pflege und Aktualisierung des Datenschutzkonzeptes, die Umsetzung praktischer Aufgaben (Belehrungen etc.) sowie für die Beachtung des Datenschutzes im operativen Geschäft. Zudem wird die Interne Revision des Mutterunternehmens Senwes Limited, Klerksdorp (Südafrika) zukünftig in die kontinuierliche Weiterentwicklung des Risikomanagements aktiv mit eingebunden. Hierdurch wird gewährleistet, dass das Risikomanagement der Gesellschaft neben den länderspezifischen auch den konzernweiten Qualitätsstandards gerecht werden kann. Zur Förderung und Unterstützung des Post-Merger-Prozesses wurde im Geschäftsjahr ein Projekt mit den Themenschwerpunkten Leadership, Change-Management und Kommunikation ins Leben gerufen. Dieses über das Geschäftsjahr 2023/24 hinaus angelegte Projekt hat, basierend auf einer umfänglichen Mitarbeiterbefragung, Cluster mit Gestaltungsnotwendigkeiten identifiziert und priorisiert. Teams, bestehend aus Mitarbeitern aller Abteilungen und Filialen, erarbeiten kontinuierlich Strategien und konkrete Lösungen zur Umsetzung der notwendigen Anpassungen. Die Organisationsstruktur des Unternehmens wird durch die Stellenbeschreibungen der Mitarbeiter sowie durch die Geschäftsprozesse definiert. Im Zuge der Transaktion sind Verbesserungen und Erweiterungen der Definition der Geschäftsprozesse erforderlich. Im Zuge der Übernahme der Bartling Landtechnik GmbH und der Landmaschinenvertrieb Deuben GmbH wurden auch die IT-Systeme der Gesellschaften übernommen, sodass die Hard- und Software-Landschaft insgesamt als sehr heterogen zu bezeichnen war. Insbesondere kamen drei unterschiedliche ERP-Systeme und zwei verschiedene Buchhaltungssysteme zum Einsatz. Seit November 2023 ist in allen, im Rahmen dieser Akquisition erworbenen, Filialen das ERP-System MS Business Central sowie, als integraler Bestandteil, ein CRM-System im Einsatz. Mit diesem wesentlichen Schritt wurde das Gros der Systembrüche beseitigt. Das nunmehr genutzte ERP-System ist ein seit vielen Jahren am Markt etabliertes System, das in seiner Prozessabbildung explizit für Unternehmen der Land- und Baumaschinenhändler entwickelt wurde. Das System ist ein Produkt aus dem Hause Microsoft, sodass die Investitionssicherheit und der perspektivische Support gewährleistet sind. Key-user gewährleisten in Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister die permanente Weiterentwicklung des Systems. So wird gewährleistet, dass sich aufgrund verändernder externer oder interner Rahmenbedingungen verändernde Prozesse weiterhin effizient und prozesssicher abgebildet werden können. Der Umgang mit einer heterogenen Systemlandschaft birgt eine Vielzahl von Risiken. Durch das Roll-Out von MS Business Central auf 6 von 10 Filialen sind diese Risiken bereits in ganz erheblichem Umfang minimiert worden. Mit Einführung des ERP-Systems sind auch die internen Prozesse neu strukturiert worden. Ein internes Team hat mit der Prozessaufnahme und -dokumentation begonnen. Dabei wird es von einem professionellen externen Dienstleister unterstützt und beraten. Auch im Zuge der Transaktion im Geschäftsjahr 2023/24 (Übernahme Porst Landtechnik GmbH) wurden die IT-Systeme sowie das Warenwirtschafts- und Buchhaltungsprogramm übernommen. Diese Hard- und Softwarekomponenten waren neben MS Business Central im Geschäftsjahr weiterhin, in den vier erworbenen Filialen, im Einsatz. Das Roll-Out von MS Business Central sowie des CRM-Systems in den verbleibenden 4 Filialen ist für das 2. Halbjahr 2024 terminiert. Mit Integration der verbliebenen 4 Standorte werden Systembrüche und daraus erwachsende Risiken vollständig eliminiert sein. Die Datenverwaltung (MS Business Central, CRM) ist im Rahmen des Cloud-Hostings / Webhostings an einen externen Dienstleister ausgelagert. Dies sichert die notwendige Ausfall- und Datensicherheit. Eine interne IT-Abteilung ist für die IT-Infrastruktur, Datensicherheit sowie die notwendigen backup-Strategien standortübergreifend verantwortlich. Neben den operativen Risiken bestehen auch Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken. Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer gesellschaftsrechtlichen Beziehungen in einem Verbund finanzstarker Unternehmen. Insbesondere die Verbindung mit dem Senwes-Konzern hat einen nicht unerheblichen, aus Sicht der Geschäftsführung positiven, Einfluss auf die Finanzierung. Die variable Verzinsung der Darlehen birgt bei einem Anstieg des Zinsniveaus das Risiko ansteigender Zinsaufwendungen. Die Gesellschaft hat einen Vertrag zum Erwerb entsprechender Instrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossen. Derzeit sind Zinsänderungsrisiken jedoch nicht durch entsprechende Instrumente abgesichert. Das Portfolio der finanzierenden Geschäftspartner wurde im Geschäftsjahr 2022/23 neu strukturiert. Auf diese Partner wurde auch im Berichtsjahr vertraut. Die Finanzierung des Geschäftsbetriebes wird im Wesentlichen durch den Gesellschafter SFL Holdings GmbH, Sonnewalde, sowie im Rahmen neuer Vereinbarungen mit der UniCredit Bank AG sichergestellt. Die Finanzierung des Einkaufs landwirtschaftlicher Maschinen wird im Rahmen der bestehenden Vereinbarungen mit der John Deere Bank S.A., der Deutschen Leasing Finance GmbH sowie der De Lage Landen International B.V. sichergestellt. Mit Niederlegung des Amtes der Geschäftsführerin durch Ricarda Schlieper hat Herr Richard Vaughan kommissarisch die Geschäftsführung für die Bereiche Vertrieb und AfterMarket übernommen. Herr Vaughan hat als gebürtiger Engländer nach seinem Studium zum Landmaschinen-Ingenieur verschiedene Positionen als Produkt- und Marketingspezialist bei John Deere GmbH & Co. KG in England und Deutschland innegehabt, bevor er 2017 die Tätigkeit als Verkaufsleiter der Landmaschinenvertrieb Deuben GmbH übernahm und diese Position auch in der S&L Connect GmbH bekleidet. Für die kaufmännischen Bereiche zeichnet weiterhin Cathleen Powell verantwortlich. Die Geschäftsführung wird unverändert von einem erfahrenen Management-Team unterstützt. Darüberhinausgehende Risiken der zukünftigen Entwicklung sind für uns derzeit nicht erkennbar. 7. PrognoseberichtDie Gesellschaft wird ihren Sitz im Geschäftsjahr 2024/25 nach Schönefeld, Brandenburg verlagern. Diese Entscheidung geht einher mit der perspektivischen Ausrichtung der Gruppe, zu der u.a. auch die SFL Holdings GmbH als Zwischenkonzernmutter sowie die Senwes Grundstücks GmbH als Besitzgesellschaft für die Grundstücke gehören. Dieser Schritt soll Grundlage für die internationale Ausrichtung der Gruppe sein. In diesem Zuge werden die kaufmännischen und administrativen Bereiche der S&L Connect GmbH sukzessive am neuen Sitz der Gesellschaft organisiert werden. Die Filialstruktur mit den kunden- und serviceorientierten Bereichen bleibt unverändert im Marktverantwortungsgebiet der Gesellschaft bestehen. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 ist ein Umsatz von 87,1 Mio. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von -139 TEUR geplant. scroll
Die geplante Steigerung der Umsatzerlöse resultiert aus der Tatsache, dass die Geschäftsaktivitäten der vier von der PLT GmbH erworbenen Standorte erstmals über einen Zeitraum von 12 Monaten Berücksichtigung finden werden. Aus der Steigerung des Umsatzes mit John Deere ist für das Geschäftsjahr 2024/25 auch von einem höheren Bonus auszugehen, der einen stabilisierenden Ergebniseffekt haben wird. Aufgrund des herausfordernden Marktumfeldes wird ein zunehmender Druck auf die Margen in allen Segmenten erwartet, sodass der Rohertrag mit 16,4 Mio. Euro und die Rohertragsmarge mit 18,8 % budgetiert sind. Der sukzessive Abverkauf älterer Lagerbestände wird zu einer Reduktion der Wertberichtigungen im Bereich der Maschinen und Ersatzteile führen. Die Gesellschaft richtet ihre Bemühungen zur Erreichung kurz- und mittelfristiger Ziele an den im Strategischen Businessplan formulierten, ab diesem Geschäftsjahr neuen, Parametern aus. Maßgebliche Themenschwerpunkte sind Kundenorientierung, Mitarbeiterzufriedenheit, Nachhaltigkeit sowie Finanzstabilität und ein kontinuierlicher Optimierungsprozess. Hiervon ausgehend, werden Zielvorgaben für die jeweiligen Sparten abgeleitet. Bis zum Geschäftsjahr 2026/2027 sollen die nachfolgenden Ziele1 erreicht werden: scroll
Der Marktanteil zugelassener Schlepper soll sich bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026/27 von derzeit 25 % auf 32 % gesteigert haben. Hierzu wird kontinuierlich an der Stabilisierung und Verbesserung der Servicequalität im Vertrieb, aber insbesondere auch im Bereich Werkstätten und Präzisions-Landwirtschaft gearbeitet. Diese ist auch ein maßgeblicher Baustein für das Erreichen einer Absorption-Rate von 80 %. Ziel ist, 80 % der Gesamtkosten durch den Ergebnisbeitrag aus den Sparten Ersatzteile, Service und Präzisions-Landwirtschaft sicherzustellen, um resilienter gegen negative Entwicklungen aus dem Absatz von Maschinen und Geräten zu sein. Auf Basis jährlicher Kundenbefragungen wird die Kundenzufriedenheit ermittelt. Diese soll sich im Geschäftsjahr 2026/27 auf einen Wert von 85% verbessern. Zudem strebt die Gesellschaft eine Umsatzrendite (NOROS2) von 5 % an.
1
Engaged Hectar = John Deere Steuerungsgröße (Anzahl der Engaged Ha / Anzahl der Gelegenheiten
Ha) Bilanz zum 30. April 2024Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2024der S&L Connect GmbH, SonnewaldeA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,11 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,285 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 351 %. C. Angaben zu BilanzpostenI. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Die Gesellschaft ist mit 51 % am Kapital der Landmaschinen Vertrieb Bad Schmiedeberg GmbH LVBS mit Sitz in Bad Schmiedeberg beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft belief sich zum 30.04.2024 auf 1.670 TEUR (Vorjahr: 1.571 TEUR). Der Jahresüberschuss für das Jahr 2023/24 beträgt 99 TEUR (Vorjahr: 34 TEUR). Der Jahresabschluss wurde für den Zeitraum vom 01.05.2023 bis 30.04.2024 erstellt. Die Gesellschaft ist mit 61 % am Kapital der ATL - Agrar Technik Lissa GmbH, Wiedemar OT Lissa beteiligt. Zum 30.04.2024 beträgt das Eigenkapital der Gesellschaft 830 TEUR (Vorjahr: 722 TEUR). Der Jahresüberschuss für das Jahr 2023/24 beträgt 108 TEUR (Vorjahr: 82 TEUR). Der Jahresabschluss wurde für den Zeitraum vom 01.05.2023 bis 30.04.2024 erstellt. Die Gesellschaft ist zu 100 % am Kapital der LBK Land-, Bau- und Kommunalmaschinen Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Machern / OT Gerichshain beteiligt. Zum 30.04.2024 beträgt das Eigenkapital der Gesellschaft 789 TEUR (Vorjahr: 658 TEUR). Der Jahresüberschuss für das Jahr 2023/24 beträgt 131 TEUR (Vorjahr. -141 TEUR). Der Jahresabschluss wurde für den Zeitraum vom 01.05.2023 bis 30.04.2024 erstellt. Die Gesellschaft ist mit 20 % am Kapital der AMS Agrar Miet Service GmbH mit Sitz in Wuppertal beteiligt. Zum 31.12.2022 beträgt das Eigenkapital der Gesellschaft 36 TEUR (Vorjahr 47 TEUR); der Jahresfehlbetrag 2022 beläuft sich auf 4 TEUR (Vorjahr Jahresüberschuss 10 TEUR). Zum 30.04.2024 wurde kein Zwischenabschluss aufgestellt. Die Gesellschaft ist zu 1,82 % an HAUS DER LANDTECHNIK GmbH Versorgungsring & Co. KG mit Sitz in Karlsruhe beteiligt. Zum 30.09.2023 betrug das Eigenkapital der Gesellschaft 3.145 TEUR (Vorjahr 3.378 TEUR); der Jahresüberschuss 2022/23 beläuft sich auf 1.239 TEUR (Vorjahr 1.463 TEUR). Der Jahresabschluss wurde für den Zeitraum vom 01.10.2022 bis 30.09.2023 erstellt. Zum 30.04.2024 wurde kein Zwischenabschluss aufgestellt. II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von 117,5 TEUR (30.04.2023: 119,3 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Hierbei handelt es sich um einen Genossenschaftsanteil an einer Einkaufsgenossenschaft, welcher im Rahmen der Unternehmenstransaktion übernommen wurde. Die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7 TEUR (30.04.2023: 1.242 TEUR) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 1.625 TEUR (30.04.2023: 0 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren unverändert vollständig aus Lieferungen und Leistungen. III. Aktive latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern von 694 TEUR, welcher in der Bilanz unter dem Posten "Aktive latente Steuern" ausgewiesen wird. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden des Geschäft- oder Firmenwerts, Waren, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen. Weiterhin bestehen steuerliche Verlustvorträge für die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer, die voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre nutzbar sind. IV. Rückstellungen Unter den sonstigen Rückstellungen werden insbesondere Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 239 TEUR (30.04.2023: 249 TEUR), Personalaufwendungen in Höhe von 626 TEUR (30.04.2023: 423 TEUR), Garantierückstellungen in Höhe von 248 TEUR (30.04.2023: 194 TEUR) sowie Rückstellungen aus Rückkaufverpflichtungen in Höhe von 109 TEUR (30.04.2023: 637 TEUR) ausgewiesen. V. Verbindlichkeiten Zur Besicherung der Rahmenkreditlinie über 7.500 TEUR ist eine Verbands-Buchgrundschuld in Höhe von 7.000 TEUR auf diverse Objekte begeben. Sicherheitengeber ist die Grundstücksgesellschaft Senwes Grundstücks GmbH, Sonnewalde. Zudem sind zur Besicherung der Rahmenkreditlinie Schuldbeitritte der Senwes Grundstücks GmbH sowie der SFL Holdings GmbH, Sonnenwalde, im Nominalwert von jeweils 7.500 TEUR vereinbart. Darüber hinaus existiert eine Darlehensbelassungs-/ Rangrücktrittvereinbarung hinsichtlich des ausgereichten Gesellschafterdarlehens in Höhe von 8.085 TEUR, begeben durch die SFL Holdings GmbH. Zur Besicherung der Händlereinkaufsfinanzierung sind eine Sicherungsübereignung der zu finanzierenden Gegenstände sowie eine Vermieterpfandfreigabe vereinbart. Zum Stichtag beträgt der Saldo der Händlereinkaufsfinanzierung 3.625 TEUR (30.04.2023: 1.270 TEUR). Darüber hinaus besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung der SFL Holdings GmbH sowie der Senwes Grundstücks GmbH. Die Gesellschafterdarlehen sind nicht besichert und nachrangig gemäß § 39 Abs. 1 der Insolvenzordnung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 665 TEUR (30.04.2023: 784 TEUR) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 13.391 TEUR (30.04.2023: 10.682 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 211 TEUR (30.04.2023: 156 TEUR) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 760 TEUR (30.04.2023: 0 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 710 TEUR (30.04.2023: 646 TEUR) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 51 TEUR (30.04.2023: 51 TEUR). Die Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt: scroll
VI. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln (Wechselobligo) im Umfang von 1.046 TEUR (30.04.2023: 802 TEUR). Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die Geschäftsführung derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Bestellobligo beträgt zum Bilanzstichtag 11.002 TEUR (30.04.2023: 30.971 TEUR). Am Bilanzstichtag bestand des Weiteren die Verpflichtung, auf Anforderung eine Einlage von 75 TEUR in die AMS Agrar Miet Service GmbH & atypisch still zu leisten. Darüber hinaus besteht eine Mithaftung hinsichtlich der aufgelaufenen Verluste in der AMS Agrar Miet Service GmbH & atypisch still in Höhe von 9 TEUR (Stand 31.12.2022). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Mietverpflichtungen bestehen in Höhe von 1.798 TEUR, davon in Höhe von 1.760 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen. Daneben bestehen Rückkaufverpflichtungen für an Kunden über Leasinggesellschaften verleaste Landmaschinen, Schlepper und Mähdrescher in Höhe von insgesamt 3.865 TEUR (Vorjahr 4.835 TEUR). D. Angaben zu Posten der Gewinn- und VerlustrechnungDer Gesamtumsatz für das Geschäftsjahr zum 30. April 2024 betrug 79.174 TEUR (Vorjahr: 59.336 TEUR) und verteilt sich auf folgende Abteilungen: scroll
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 630 TEUR (Vorjahr 189 TEUR), im Wesentlichen aus Auflösungen von Rückstellungen, enthalten. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen in Bezug auf den Geschäfts- oder Firmenwert und entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten in Höhe von 1.125 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 872 TEUR (Vorjahr 293 TEUR) für Verluste aus Anlagenabgängen und Erhöhungen von Wertberichtigungen von Forderungen enthalten. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von 151 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) aufgrund des Verlustrücktrags enthalten. E. Sonstige AngabenI. Anzahl der Beschäftigten Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023/24 durchschnittlich 172 Mitarbeiter (Vorjahr: 116 Mitarbeiter), davon handelt es sich bei 64 Mitarbeitern um gewerbliche Mitarbeiter und bei 108 Mitarbeitern um nicht gewerbliche Mitarbeiter. II. Geschäftsführungsorgane Als Geschäftsführer sind bestellt:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Abs. 9 HGB wird auf Grund der Befreiungsvorschrift in § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. III. Angaben zu Mutterunternehmen Der Jahresabschluss der S&L Connect GmbH, Sonnewalde, wird in den Konzernabschluss der SFL Holdings GmbH, Sonnewalde, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der SFL Holdings GmbH, Sonnewalde, wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Weiterhin wird der Jahresabschluss der S&L Connect GmbH, Sonnewalde, über die SFL Holdings GmbH, Sonnewalde, in den Konzernabschluss der Senwes Limited, Klerksdorp (Südafrika), die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Senwes Limited, Klerksdorp (Südafrika), ist am Sitz der Gesellschaft verfügbar. IV. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die für den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasste Honorare betragen insgesamt 108 TEUR. Das Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen beträgt für das Geschäftsjahr 2023/2024 108 TEUR. V. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Die Gesellschaft wird ihren Sitz im Geschäftsjahr 2024/25 nach Schönefeld, Brandenburg verlagern. Diese Entscheidung geht einher mit der perspektivischen Ausrichtung der Gruppe, zu der u.a. auch die SFL Holdings GmbH als Konzernmutter sowie die Senwes Grundstücks GmbH als Besitzgesellschaft für das Grundvermögen gehören. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. VI. Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre für die aktiven latenten Steuern in Höhe von 694 TEUR. VII. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023/2024 auf neue Rechnung vorzutragen.
Sonnewalde, den 23. Januar 2025 Cathleen Powell, Geschäftsführerin Richard Vaughan, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023/24scroll
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BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die S&L Connect GmbH, Sonnewalde Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der S&L Connect GmbH, Sonnewalde, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der S&L Connect GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 23. Januar 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer ppa. Martin Wolf, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 30.04.2024 wurde am 27.03.2025 festgestellt. |
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