Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 9014
Vorher
Stollsteimer GmbH Großküchenbetrieb und Metzgerei
Eingetragen
6.6.1980
Branche
Einzelhandel mit Fleisch und FleischwarenGroßhandel mit Fleisch und FleischwarenHerstellung von Würzmitteln und Soßen
Gegenstand
Herstellung und Verkauf von warmen und kalten Speisen im Rahmen eines Großküchenbetriebes. Ferner Betrieb einer eigenen Metzgerei.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Knud Johannsen
seit 23.6.2025
Geschäftsführer
Tobias Kunze
seit 27.6.2024
Prokura
Robert Dokl
seit 27.6.2024
Prokura
Prokura
Karl jun. Stollsteimer
seit 21.11.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Karl Stollsteimer
Stuttgart
51.200 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stollsteimer GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Unternehmensstruktur Geschäftsmodell

Die Stollsteimer GmbH hat Ihren Sitz in Stuttgart und hat Ihre Ursprünge bereits im Jahr 1937. Das Unternehmen hat eine familiengeführte Unternehmensstruktur und befindet sich seit ihrer Gründung in Familienbesitz.

Die Geschäftstätigkeit der Stollsteimer GmbH umfasst die inländische Kindergarten- und Schulverpflegung, Betriebscatering, Eventcatering, Seniorenverpflegung und den Betrieb von Betriebsrestaurants. Unser Betrieb ist vor allem auf die Fertigung von kompletten Menüs spezialisiert. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Stollsteimer GmbH liegt im Bereich Kindergarten- und Schulverpflegung und dem Betrieb von Betriebsrestaurants.

Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen entwickelt fortlaufend Maßnahmen, um den kundenspezifischen Anforderungen am Markt speziell im Kindergarten- und Schulbereich gerecht zu werden.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2023 sah sich die deutsche Wirtschaft mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Lieferkettenprobleme und anhaltende geopolitische Spannungen beeinträchtigten die Industrieproduktion sowie vor- und nachgelagerte Produktionsstufen. Die anhaltende politische Unsicherheit und der damit zusätzliche verbundene Rückgang des privaten Konsums dämpft die konjunkturelle Entwicklung, so dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken ist.

Branchenentwicklung

In der Gesamtgastronomie sank der reale Umsatz im Jahr 2023 um 0,9 % gegenüber dem Jahr 2022, damit lag er 12,9 % niedriger als im Jahr 2019, vor Beginn der Corona-Pandemie. Nominal waren die Umsätze 2023 um 7,2 % höher als 2022 und 9,0 % höher als 2019. Die Umsätze der Branche Restaurants, Gaststätten und Imbissbuden verzeichneten 2023 einen realen Rückgang von 1,1 % zum Vorjahr und lagen damit 10,3 % niedriger als vor der Pandemie.

Lediglich die Caterer und sonstigen Verpflegungsdienstleister konnten 2023 einen realen Umsatzzuwachs von 1,8 % gegenüber 2022 erwirtschaften. Trotzdem waren die Umsätze der Branche noch 11,3 % niedriger als 2019 (Quelle: DESTATIS PM Nr. 064 vom 20.02.2024).

Mit Wegfall der Corona-Auflagen im Mai 2022 ist die Nachfrage zwar kontinuierlich gewachsen, doch die Herausforderungen für die Branche bleiben weiterhin groß: steigende Energie- und Lebensmittelpreise bei gleichzeitig wachsender Preissensibilität der Gäste.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Wir können, wie erwartet auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken.

Unsere Erwartungen aus dem Vorjahr wurden nochmals übertroffen. Wie bereits prognostiziert, konnten die Umsatzerlöse weiterhin erhöht werden. Die Energiekosten konnten aufgrund von neu verhandelten Verträgen deutlich gesenkt werden.

Auch konnten weiterhin durch Optimierungsmaßnahmen, sowohl in der Großküche als auch in den Betriebsrestaurants, der Ertrag positiv beeinflusst werden.

Durch gezielte Fokussierung auf die Kundenanforderungen speziell im Kindergarten- und Schulbereich haben wir eine gute Ausgangsposition geschaffen, welche eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Fertigungsstufen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Produkte bildet. Im Einkauf der Rohware halten wir uns soweit möglich an bekannte Erzeuger aus der Region. In diesem Zusammenhang sind wir der erste ausgezeichnete Betrieb des Landes und der DEHOGA zum Thema "Schmeck den Süden in der GV". Diese Zusammenarbeit wird unser Profil der Regionalität weiter schärfen. Weiter konnte ein neues Betriebsrestaurant eröffnet werden.

Der Personalbestand hat sich aufgrund unserer Recruiting-Maßnahmen leicht erhöht. Insgesamt wurden 212 Personen beschäftigt (Vorjahr 209). Der Personalbestand gliedert sich wie folgt:

- Mitarbeiter mit Leitungsfunktionen: 35
- Mitarbeiter Küche/Catering: 158
- Mitarbeiter Verwaltung: 19

Trotz enormer Bemühungen konnte der geplante Personalbestand weiterhin nicht erreicht werden. Weiterhin ist die Umorientierung des Personals auf andere Branchen zu verzeichnen. Auch der Fachkräftemangel ist unverändert spürbar.

Im Jahr 2023 konnten weiterhin Versorgungsaufträge für Flüchtlingsheime bedient werden. Die Folgen der Coronazahlen sind weiterhin in den niedrigeren Essensteilnehmerzahlen in den Betriebsrestaurants messbar. Die Firmenkunden sind jedoch überwiegend bemüht die Mitarbeiter wieder an die Standorte zurückzubekommen.

C. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren fokussieren sich im Wesentlichen auf die Kennzahlen Umsatz, Rohertrag, Eigenkapitalquote und Cashflow.

Die Umsatzerlöse und der Rohertrag haben sich entgegen den Erwartungen des Vorjahres deutlich positiv entwickelt. So dass die aufgestellten Prognosen übertroffen werden konnten. Dies führte gleichzeitig zu einer Verbesserung des Cashflows.

Aufgrund der überwiegend thesaurierten Jahresüberschüsse konnte aufgrund anteilig verminderter Verbindlichkeiten zudem die Eigenkapitalquote erhöht werden.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Stollsteimer GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 deutlich positiv entwickelt. Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor stabil.

Ertragslage

Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr auf T€ 26.885 (Vorjahr T€ 22.406) und hat sich um T€ 4.479 (20 %) erhöht. Die Erhöhung der Umsätze liegt zum einen an Preiserhöhungen im Großküchenbereich, der dazugewonnenen Aufträge im Flüchtlingsbereich sowie neu abgeschlossenen Verträge im Bericht der Betriebskantinen.

Das Rohergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rund T€ 3.255 (31,4 %) von T€ 10.369 auf T€ 13.623. Der Rohertrag lag im Verhältnis zur Gesamtleistung mit rd. 64,74 % leicht über dem Vorjahresniveau (64,43 %).

Die Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr von T€ 7.844 um T€ 1.426 auf T€ 9.270 gestiegen. Dies resultiert überwiegend aus der leichten Erhöhung der Mitarbeiteranzahl und gestiegenen Lohn- und Gehaltskosten je Mitarbeiter.

Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag hat sich um EUR 1.261 T€ auf T€ 3.315 verbessert (Vorjahr: T€ 2.054).

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist als stabil zu bezeichnen.

Der operative Cash-Flow betrug im Geschäftsjahr T€ 2.457 (Vorjahr T€ 1.606) und hat sich somit um T€ 850 (52,9 %) erhöht.

Die Stollsteimer GmbH zeichnet sich durch eine komfortable Liquiditätssituation aus. Für größere Projekte wie der Umbau des Verwaltungsgebäudes und weitere Anschaffungen von Betriebsmitteln wurde das Bankdarlehen bereits im Jahr 2022 um T€ 160 erhöht. Die Tilgung des Darlehens erfolgt seitdem kontinuierlich.

Die Zahlungsverpflichtungen können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt T€ 11.904 und hat sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 10.415 um T€ 1.489 erhöht.

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 543 vermindert. Die Verminderung resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung von langfristigen Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 514.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 67,25 % (Vorjahr 63,3 %) aus. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich insbesondere aufgrund der Zuführung des Jahresüberschusses zum Eigenkapital bei gleichzeitig unterproportional ansteigendem Fremdkapital.

Der Anstieg der Rückstellungen resultiert insbesondere aus der Erhöhung der Steuerrückstellungen von T€ 677 auf 1.113 T€. Diese beinhalten die Nachzahlungen für Steuern des aktuellen Jahres und aus Vorjahren.

D. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Tatsachen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder dessen Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Die weitere Entwicklung der Geschäftsjahre 2024 und 2025 wird maßgeblich von den Auswirkungen des Ukraine-Krieges, den steigenden Kosten, dem Fachkräftemangel und von der Entwicklung der politischen Situation in Deutschland abhängen.

Für das Jahr 2024 konnten weitere zusätzliche Aufträge im Bereich Kinder- und Schulverpflegung sowie im Business-Catering akquiriert werden. Die aktuell angespannte Situation am Arbeitsmarkt im Großraum Stuttgart macht es weiterhin schwierig, geeignetes Personal zu finden und einstellen zu können. Dies trifft zum einen auf gastronomische Fachkräfte wie auch Verwaltungspersonal zu.

Durch die Gewinnung weiterer Betriebsrestaurants mit fixem Deckungsbeitrag und der Trennung nicht rentabler Objekte kann von einer Stabilisierung der Ertragssituation im Bereich Business-Catering ausgegangen werden.

Aufgrund der kundenseitig durchgeführten Preiserhöhungen der Gesellschaft wurde zeitnah auf gestiegene Warenkosten reagiert. Die Gesellschaft wird auch zukünftig in der Lage sein, den Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Der anhaltende Ukraine-Krieg sorgt weiterhin für eine herausfordernde Situation am Markt. Die daraus resultierenden Folgen wirken sich ferner negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stollsteimer GmbH in Gestalt von zukünftig steigenden Energiepreisen und erneut gestiegenen Einkaufspreisen aus.

Für das Gesamtjahr 2024 erwarteten wir nach unserer Planung leicht steigende Umsatzerlöse und dementsprechend, aufgrund leicht sinkender Materialaufwendungen, ein geringfügig steigendes Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr.

Für das Jahr 2025 erwarten wir gegenüber dem Jahr 2024 leicht sinkende Umsatzerlöse und bei gleichbleibenden Materialkosten dementsprechend ein leicht sinkendes Rohergebnis.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend, es sind keine Engpässe zu erwarten, so dass mit einem leicht steigenden Cashflow für das Jahr 2024 und 2025 zu rechnen ist.

Aufgrund der überwiegend einbehaltenen Jahresergebnisse wird künftig mit einer gleichbleibenden Eigenkapitalquote gerechnet.

E. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Eine zentrale Aufgabe der Unternehmensleitung ist die strukturierte Überwachung und das Management von Risiken, sowie das Erkennen von Chancen. Das Risikomanagement ist eng mit der Unternehmensplanung und der Umsetzung von Unternehmensstrategien verbunden. Eine erfolgreiche Risikopolitik basiert auf unterschiedlichen aufeinander abgestimmten Bausteinen.

Mittels verschiedener Kontrollsysteme erkennt das Risiko-Management-System frühzeitig sich ergebende Risiken der Stollsteimer GmbH und ermöglicht es der Geschäftsleitung rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einleiten und sogar Chancen daraus ableiten zu können. Die Einschätzung der gesamten Risikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller Einzelrisiken.

Risiken:

Das unsichere gesamtwirtschaftliche Umfeld mit seinen bestehenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten stellt ein entsprechendes Risiko dar. So ist der Erfolg des Unternehmens von der Beherrschung der aktuellen Krise, dem Angriffskrieg durch Russland auf die Ukraine und den damit verbundenen Auswirkungen abhängig.

Die Kosten für Gas werden sich ab dem Jahr 2024 verdoppeln. Weiterhin sind im Jahr 2024 für ca. 5.000 Essen Ausschreibungen in den Kommunen festgelegt. Hierbei handelt es sich um ca. 45% unseres Umsatzes in der Großküche.

Die inflationsbedingten Preiserhöhungen im Bereich Waren und Energie werden nicht in vollem Umfang auf die Kunden umgelegt werden können.

Im Bereich Personal kann der Mangel an Fachkräften zu Schwierigkeiten bei Neubesetzungen und bei den Neueröffnungen führen.

Im Bereich der Großküche ist die Gesellschaft auch nahezu an der Kapazitätsgrenze angelangt.

Die Stollsteimer GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals.

Risiken, die für sich alleine oder gesamthaft den Fortbestand des Unternehmens gefährden, sowie nennenswerte, über das normale unternehmerische Risiko hinausgehende Risiken sind nicht erkennbar.

Den dargestellten Risiken stehen bei der Stollsteimer GmbH auch viele Chancen für nachhaltiges und profitables Wachstum gegenüber.

Chancen:

Das Unternehmen nimmt wieder an Ausschreibungen für die Mensen-Belieferung regionaler Schulen und Kitas teil. Weiterhin sind wir in laufenden Gesprächen, teilweise auch schon in Vertragsentwürfen mit potenziellen Neukunden im Bereich Betriebsgastronomie.

Aufgrund der Rückführung von Arbeitnehmern in die Präsenz am Arbeitsplatz werden die Betriebsrestaurants deutlich spürbar aufgewertet. Viele Kunden, insbesondere Neukunden, legen Wert auf Qualität und Service. Hier kann sich die Gesellschaft deutlich im Markt positionieren.

Im Bereich der Betriebsrestaurants ist mit einem weiteren Wachstum zu rechnen. Zum einen wollen die Unternehmen ihre Mitarbeiter wieder von den Homeofficeplätzen in die Standorte bringen. Hierbei ist erkennbar, dass die Betriebsrestaurants auch wieder einen höheren Stellenwert inne haben. Weiter ist zu verzeichnen, dass die Qualität und Regionalität an Wichtigkeit gewinnen. Das sind Merkmale mit der sich die Gesellschaft im Vergleich mit Mitbewerbern deutlich abheben kann.

Aufgrund des breit gefächerten Portfolios der Dienstleistungen können zeitweise schwächere Teilbereiche des Unternehmens durch andere Dienstleistungen ausgeglichen werden.

 

Stuttgart, den 20. Juni 2025

gez. Karl Stollsteimer, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2023

Stollsteimer GmbH, Stuttgart

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.653,00 22.574,00
29.653,00 22.574,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 993.711,51 1.081.880,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 390.149,00 424.147,00
Andere Anlagen, Betriebs- und 3. Geschäftsausstattung 1.036.907,68 993.116,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 43.114,79 0,00
2.463.882,98 2.499.143,24
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 537.775,00 1.052.100,00
2. Genossenschaftsanteile 1.000,00 1.000,00
538.775,00 1.053.100,00
Anlagevermögen 3.032.310,98 3.574.817,24
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 407.517,93 337.268,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.689.438,38 3.364.152,25
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.761.324,77 3.129.852,90
Umlaufvermögen 8.858.281,08 6.831.273,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.056,71 8.992,60
Bilanzsumme 11.903.648,77 10.415.083,44

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.200,00 51.200,00
II. Bilanzgewinn 7.954.304,42 6.546.479,01
Eigenkapital 8.005.504,42 6.597.679,01
B. Rückstellungen 1.707.776,78 1.267.483,03
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.080.000,00 1.240.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 137.550,47 140.599,45
3. übrige Verbindlichkeiten 972.817,10 1.169.321,95
Verbindlichkeiten 2.190.367,57 2.549.921,40
Bilanzsumme 11.903.648,77 10.415.083,44

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Stollsteimer GmbH, Stuttgart

2023 2022
1. Rohergebnis 17.406.503,05 14.436.463,65
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 7.577.997,21 -6.431.959,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 1.691.918,87 -1.412.061,81
- davon für Altersversorgung: € 12.046,84 (Vorjahr: € 10.089,73 ) - 9.269.916,08 - 7.844.021,05
6. Abschreibungen - 467.840,54 - 467.840,54 - 415.723,31 - 415.723,31
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 4.332.178,15 -4.097.537,16
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.050,00 1.050,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 1.050,00 (Vorjahr: € 1.050,00 )
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 243,35 10,01
10. Zinsen und ähnliche - 23.010,00 -26.067,08
Steuern vom Einkommen und vom 11. Ertrag - 1.001.210,22 -643.549,95
12. Ergebnis nach Ertragsteuern 2.313.641,41 1.410.625,11
13. Sonstige Steuern - 5.816,00 -4.708,50
14. Jahresüberschuss 2.307.825,41 1.405.916,61
15. Gewinnvortrag 6.546.479,01 5.260.562,40
16. Vorabausschüttungen - 900.000,00 -120.000,00
17. Bilanzgewinn 7.954.304,42 6.546.479,01

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die Stollsteimer GmbH hat ihren Sitz in Stuttgart und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (Reg. Nr. HRB 9014).

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angaben und Erleichterungen der §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung/Erläuterungen zur Bilanz und GuV

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Nach der Abgangsfiktion wird ihr Abgang nach fünf Jahren unterstellt.

Die Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, der Sachanlagen sowie der Finanzanlagen wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert.

Die langfristigen Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber dem Besitzunternehmen Karl-Philipp Stollsteimer.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen besteht ein Betrag in Höhe von € 14.782,46 (Vorjahr € 33.099,71) mit einer Restlaufzeit von über 1 Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital von € 51.200,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von € 6.546.479,01 enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

31.12.2023 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit über 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.080.000,00 160.000,00 920.000,00
Vorjahr 1.240.000,00 160.000,00 1.080.000,00
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 162.926,58 162.926,58 0,00
Vorjahr 204.828,76 204.828,76 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 681.882,30 681.882,30 0,00
Vorjahr 829.858,09 829.858,09 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 137.550,47 137.550,47 0,00
Vorjahr 140.599,45 140.599,45 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 170.056,97 170.056,97 0,00
Vorjahr 134.635,10 134.635,10 0,00
Summe 2.232.416,32 1.312.416,32 920.000,00
Vorjahr 2.549.921,40 1.469.921,40 1.080.000,00

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von € 280.000,00 (Vorjahr € 440.000,00).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind bis zu einer Gesamtsumme von € 1.600.000,00 durch eine selbstschuldnerische Bürgschaft des Gesellschafters gesichert.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus umsatzsteuerlicher Organschaft ausgewiesen.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen befinden sich Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von € 137.550,47 (Vorjahr: € 140.599,45).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen (Leasing- und Mietverträge) betragen € 3.459.375,96 (bemessen in der Zeit vom 01.01.2024 bis 31.12.2034).

Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Am Bilanzstichtag waren im Unternehmen durchschnittlich 219 Arbeitnehmer, davon 49 Angestellte und 170 Arbeiter, beschäftigt. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahres waren Mitglieder der Geschäftsführung der Gesellschaft:

Herr Karl Stollsteimer, Geschäftsführer, Stuttgart

Herr Karl-Philipp Stollsteimer, Geschäftsführer, Stuttgart

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt in Einstimmung mit den Gesellschaftern folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss in Höhe von € 2.307.825,41 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Bezüglich der Berichterstattung zum Krieg in der Ukraine verweisen wie auf die Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "Chancen- und Risikobericht".

Am 06. April 2024 ist der Gesellschafter-Geschäftsführer Herr Karl-Philipp Stollsteimer verstorben. Negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft sind aktuell nicht ersichtlich.

 

Stuttgart, den 20. Juni 2025

gez. Karl Stollsteimer, Geschäftsführer

Anlagenspiegel vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten/ Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.293,42 19.327,22 0,00 0,00 73.620,64
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 54.293,42 19.327,22 0,00 0,00 73.620,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.282.173,43 0,00 0,00 0,00 1.282.171,43
2. technische Anlagen und Maschinen 1.309.515,87 23.122,08 5.366,75 0,00 1.327.271,20
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.948.281,21 355.127,19 51.020,47 0,00 3.252.387,93
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 43.114,79 0,00 0,00 43.114,79
Summe Sachanlagen 5.539.968,51 421.364,06 56.387,22 0,00 5.904.945,35
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.052.100,00 1.050,00 515.375,00 0,00 537.775,00
2. Genossenschaftsanteile 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
Summe Finanzanlagen 1.053.100,00 1.050,00 515.375,00 0,00 538.775,00
Gesamtsumme Anlagevermögen 6.647.361,93 441.741,28 571.762,22 0,00 6.517.340,99
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.719,42 12.248,22 0,00 0,00 43.967,64
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 31.719,42 12.248,22 0,00 0,00 43.967,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 200.291,23 88.168,69 0,00 0,00 288.459,92
2. technische Anlagen und Maschinen 885.368,87 56.092,08 4.338,75 0,00 937.122,20
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.955.165,17 311.311,55 51.016,47 0,00 2.215.480,25
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.040.825,27 455.592,32 55.355,22 0,00 3.441.062,37
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme Anlagevermögen 3.072.544,69 467.840,54 55.355,22 0,00 3.485.030,01
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.653,00 22.574,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 29.653,00 22.574,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 993.711,51 1.081.880,20
2. technische Anlagen und Maschinen 390.149,00 424.147,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.036.907,68 993.116,04
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 43.114,79 0,00
Summe Sachanlagen 2.463.882,98 2.499.143,24
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 537.775,00 1.052.100,00
2. Genossenschaftsanteile 1.000,00 1.000,00
Summe Finanzanlagen 538.775,00 1.053.100,00
Gesamtsumme Anlagevermögen 3.032.310,98 3.574.817,24

Feststellung

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 07. Juli 2025.

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, GuV und Anhang) handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stollsteimer GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stollsteimer GmbH, Stuttgart - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stollsteimer GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresababschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 20. Juni 2025

PKF WULF & PARTNER Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Julian Wenninger, Wirtschaftsprüfer

gez. Tobias Oppel, Wirtschaftsprüfer

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