Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 7359
Eingetragen
1.3.2006
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Der Handel mit Produkten für den Laborbedarf.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Gregor Ostrowicz
seit 20.11.2024
Geschäftsführer
Silvia Orlitsch
seit 31.5.2022
Geschäftsführer
Christian Isensee
seit 27.4.2021
Prokura
Heiko Rascher
seit 18.5.2020
Prokura
Kamila Heger
seit 29.8.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
VWR International B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Gebr. Faust Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Germany
760.000 DM
76.00%
Germany
240.000 DM
24.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VWR International GmbH

Darmstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Der Vertrieb von Laborbedarf, Chemikalien und die Erbringung von Dienstleistungen auf dem deutschen Markt sind die Kernaktivitäten der VWR International GmbH, Darmstadt.

Neben Darmstadt, dem rechtlichen Hauptsitz und Sitz der Geschäftsführung, bestehen im Rahmen einer regionalen Vertriebsstruktur weitere Vertriebszentren in Hannover, Dresden, Bruchsal, Wertheim und Ismaning als rechtlich unselbständige Betriebsstätten. Das Distributionszentrum in Bruchsal ist zentrale logistische Basis für das Deutschlandgeschäft wie auch für die Versorgung anderer Konzerngesellschaften in Europa.

Das Unternehmen wurde im Jahr 1888 in München gegründet und Ende 1991 von der Merck-Gruppe, Darmstadt, übernommen. Mit einer Reihe von Unternehmenskäufen, Fusionen und Geschäftsübernahmen konnte die VWR International GmbH in den folgenden Jahren ihre Position im Marktsegment Labordistribution ausbauen.

Die VWR-Gruppe ist ein Teilkonzern der Konzernobergesellschaft Avantor, Inc., Radnor, Pennsylvania/USA. Seit Dezember 2009 ist die VWR International Management Services GmbH & Co. KG in Darmstadt mit 99,5 % der Anteile Mehrheitsgesellschafter der VWR International GmbH; die restlichen 0,5 % des Stammkapitals werden von der Konzerngesellschaft VWR International B.V. in Amsterdam, Niederlande, gehalten.

Die VWR International GmbH, Darmstadt, und ihre Gesellschafterin, die VWR International Management Services GmbH & Co. KG, Darmstadt, agieren als "Limited Risk Distributor" (LRD) bzw. "Limited Risk Service Provider" innerhalb der Avantor-Gruppe. Seit dem 1. Januar 2022 fungiert die VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, als regionaler strategischer Berater für die europäischen Avantor-Gesellschaften. Hierdurch soll die Struktur der Entscheidungsprozesse des Avantor-Konzerns mit den aktuellen Aktivitäten und Unternehmensinitiativen in Einklang gebracht werden, um Funktionen in der gesamten Unternehmensgruppe zu zentralisieren und in einigen Fällen zu globalisieren. Dem Geschäftsmodell liegen die folgenden Verträge zugrunde:

Warehousing Support Services Agreement zwischen der VWR International GmbH, Darmstadt, und der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, welches die Vergütung für Lagerdienstleistungen an verbundene Unternehmen regelt und der VWR International GmbH, Darmstadt, eine Vergütung der angefallenen Aufwendungen (ohne Materialaufwendungen) zzgl. eines Kostenaufschlages zusichert. Im Geschäftsjahr 2023 lag der Kostenaufschlag bei 5 %.

Management Services Agreement zwischen der VWR International GmbH, Darmstadt, und der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, welches die Vergütung für Management Leistungen regelt und der VWR International GmbH, Darmstadt, eine Vergütung der angefallenen Aufwendungen zzgl. eines Kostenaufschlages zusichert. Im Geschäftsjahr 2023 lag der Kostenaufschlag bei 7 %.

Operating Agreement zwischen der VWR International GmbH, Darmstadt, und der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, welches die Vergütung für Management Leistungen der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, sowie die Erbringung von Lager- und Logistikdienstleistungen regelt und der VWR International GmbH, Darmstadt, eine prozentuale Zielmarge der Umsatzerlöse mit konzernfremden Kunden zusichert. Im Geschäftsjahr 2023 lag die Zielmarge bei 6,5 %.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Geschäftsverlauf

Die bedeutenden Wirtschaftsräume für die VWR International GmbH sind Deutschland und der Euro-Raum. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) sank im Vergleich zum Vorjahr um ca. 2,1 %. 1 Im Gegensatz dazu zeigt sich im Euro-Raum ein Aufschwung, wobei das europäische Bruttoinlandsprodukt (EU-27) im Vergleich zum Vorjahr um ca. 0,71 % zulegte. 2 Die Erholung im europäischen Wirtschaftsraum wurde allerƒdings durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine maßgeblich gebremst.

Laut dem Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) verzeichnete die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland im Jahr 2023 einen Umsatzrückgang von 12,2 % auf insgesamt 229,3 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Produktion ging um 7,9 % zurück. Besonders stark war der Rückgang im Inlandsgeschäft, wo die Umsätze um 16 % auf 86 Mrd. Euro sanken. 3

1 https://www.destatis.de/EN/Press/2024/02/PE24_067_813.html
2 https://www.statista.com/statistics/267898/gross-domestic-product-gdp-growth-in-eu-and-euro-area/
3 https://www.vci.de/presse/pressemitteilungen/stuermische-zeiten-fuer-die-branche.jsp

2.2 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen wird primär über die Höhe der Umsatzerlöse als finanziellen Leistungsindikator gesteuert. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (Headcount) ist der nichtfinanzielle Leistungsindikator, der zur direkten Steuerung der Geschäftstätigkeit herangezogen wird. Darüber hinaus ist das Unternehmen in seinen Tätigkeiten darauf bedacht, die Bereiche Arbeitssicherheit, Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, Aus- und Weiterbildung zu fördern sowie seinen Marktanteil zu erhöhen, diese werden jedoch nicht zur direkten Steuerung der Geschäftstätigkeit eingesetzt.

2.3 Ertragslage

Der Gesamtumsatz verringerte sich von TEuro 610.786 im Jahr 2022 im Geschäftsjahr 2023 auf TEuro 586.290 im Jahr 2023. Das Betriebsergebnis, Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und vor sonstigen Steuern, erhöhte sich von TEuro 30.098 im Jahr 2022 auf TEuro 37.198 im Jahr 2023. Folgende Effekte haben maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen:

Im Markt ist eine stark rückläufige Nachfrage nach Chemikalien und Verbrauchsmaterialien zu beobachten. Dementsprechend ist das Unternehmen im Chemiegeschäft mit einem deutlichen Rückgang von TEuro 8.203 (-5,64 %) konfrontiert. Darüber hinaus sanken die Umsatzerlöse im Segment "Labortechnik und Sonstiges" mit TEuro 449.169 (Vorjahr: TEuro 465.462) deutlich unter das Vorjahresniveau. Die Verkaufszahlen sind deutlich zurückgegangen, was in erster Linie auf die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine zurückzuführen ist, die sich auf die Marktstabilität und die Nachfrage ausgewirkt haben. Der Gesamtumsatzrückgang beläuft sich auf TEuro 24.496. Der Rückgang ist in erster Linie bei Verkäufen in europäischen Ländern, vornehmlich in Deutschland, zu beobachten und steht im Einklang mit der allgemeinen Konjunkturabschwächung, die sich im Rückgang des Bruttoinlandsproduktes widerspiegelt.

Die Umsatzerlöse im Ausland gingen um TEuro 8.725 (-4,61 %) zurück und auch die Umsatzerlöse im Inland sanken um TEuro 15.771 (-3,74 %), was in erster Linie auf die oben erwähnten anhaltenden geopolitischen Spannungen zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge bewegen sich mit TEuro 5.724 leicht unter dem Niveau des Vorjahres. In diesem Zusammenhang wirkten sich vornehmlich rückläufige Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen aus.

Der absolute Rohertrag (Marge) - als Saldo aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und Materialaufwand - ist gegenüber dem Vorjahr von TEuro 149.820 auf TEuro 148.413 leicht zurückgegangen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine geringere Nachfrage in margenstarken Produktsegmenten sowie auf veränderte Kostenstrukturen im Einkauf und einer allgemeinen wirtschaftlichen Abschwächung zurückzuführen.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl sank im Jahr 2023 leicht unter das Vorjahresniveau auf 604 Mitarbeiter (2022: 609 Mitarbeiter). Die Personalaufwendungen sind dennoch um TEuro 3.216 (6,40 %) auf TEuro 53.312 gestiegen. Diese Bewegung ist hauptsächlich auf den Anstieg der Pensionskosten (TEuro 2.450 aufgrund der Änderung des Rententrends von 6,12 % auf 6,75 %) und unterjährig durchgeführten Gehaltsanpassungen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEuro 68.789 sanken um TEuro 6.990 gegenüber dem Vorjahr. Dies ist hauptsächlich auf rückläufige Aufwendungen für strategische Beratungsleistungen der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, in Höhe von TEuro 25.271 (Vorjahr: TEuro 32.505) zurückzuführen.

Aufgrund der allgemeinen Erhöhung des Zinsniveaus gegenüber dem Vorjahr bewegt sich der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen um TEuro 4.002 über dem Niveau des Vorjahres.

2.4 Finanzlage

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEuro 54 lagen zum 31. Dezember 2023 knapp über dem Niveau des Vorjahres (TEuro 38). Darüber hinaus hat die VWR International GmbH zum 31. Dezember 2023 kurzfristige Finanzdarlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEuro 5.009 (Vorjahr: TEuro 8.041) ausgegeben.

Das Unternehmen finanzierte sich - wie in den Vorjahren - aus dem konzerneigenen Cash-Pool-Management. Der Cash Pool wird von der VWR International Europe Sarl, Luxemburg, Luxemburg, geführt. Daraus ergeben sich entsprechende, unter den anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, hat die VWR International GmbH über den "Cash Pool" der Avantor-Gruppe jederzeit unmittelbaren Zugriff auf zusätzliche finanzielle Mittel. Aus der Sicht des Unternehmens ist damit das vorrangige Ziel des Finanzmanagements, die jederzeitige Aufrechterhaltung der Liquidität, gewährleistet. Die Cash-Pool-Forderungen betragen zum 31. Dezember 2023 TEuro 162.475 (Vorj. TEuro 132.719). Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag - wie in den Vorjahren - keine Bankverbindlichkeiten.

Zahlungsmittelabflüsse ergaben sich für Investitionen in technische Anlagen und Maschinen sowie in die Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEuro -1.069). Wir haben im Geschäftsjahr 2024 keine materiellen Zahlungsmittelabflüsse für Investitionen und planen solche auch nicht für das Geschäftsjahr 2025.

Zahlungsmittelzuflüsse ergaben sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Aufgrund einer deutlichen Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen diese aber deutlich unterhalb des Niveaus des Vorjahres.

2.5 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,70 % auf TEuro 310.051 erhöht. Bei den einzelnen Bilanzpositionen haben sich folgende wesentliche Änderungen ergeben:

Das Sachanlagevermögen umfasst im Wesentlichen Betriebseinrichtungen im Vertriebszentrum in Bruchsal. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEuro 1.069 getätigt. Die Abschreibungen betrugen TEuro -1.159, sodass sich das Sachanlagevermögen insgesamt um TEuro 90 verringerte.

Die Vorräte verringerten sich um 4,31 % auf TEuro 42.033, was im Wesentlichen auf eine europaweite Konsolidierung der Vorräte (nach Lieferanten) zurückzuführen ist.

Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEuro 8.471 (8,82 %) ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie gegen Gesellschafter um TEuro 8.123 zurückzuführen. Der Rückgang ergibt sich aus einer zum Vorjahresstichtag bilanzierten Forderung aus der Rückabwicklung unterjähriger Vorausverrechnungen. Die Forderungen gegen Dritte reduzierten sich um TEuro 348, was auf ein rückläufiges Umsatzvolumen mit Drittkunden zurückzuführen ist.

Die anderen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sind im Geschäftsjahr 2023 um TEuro 27.083 auf TEuro 173.918 gestiegen. Dies war hauptsächlich auf die Zunahme der kurzfristigen Cash-PoolForderungen zurückzuführen.

Das Eigenkapital beträgt im Berichtsjahr unverändert TEuro 96.560 (Vorj. TEuro 96.560). Es haben sich keine Änderungen ergeben, da die Gesellschafter keine Ausschüttungen aus dem vororganschaftlichen Gewinnvortrag beschlossen haben und der für das laufende Geschäftsjahr vertraglich abzuführende Gewinn unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert wird. Bei einer gegenüber dem Vorjahr um 5,70 % gestiegenen Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote auf 31,14 %.

Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich um TEuro 3.781, im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung des Rententrends von 6,12 % auf 6,75 %.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen auf erhöhte Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Rückstellungen für Kundenrabatte und Rückstellungen für Bonuszahlungen an Mitarbeiter zurückzuführen und stiegen um TEuro 2.815 (32,40 %) auf TEuro 11.503.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um TEuro 26.480 (23,56 %). Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEuro 17.938 sowie auf den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Drittanbietern um TEuro 10.288 zurückzuführen. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beruht bei einem rückläufigen Einkaufsvolumen vor allem auf der frühzeitigeren Begleichung von Verpflichtungen.

Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten beruht vor allem auf der Erfassung der Ergebnisabführungsverpflichtung für das Geschäftsjahr 2023. Die Ergebnisabführungsverpflichtung für das Geschäftsjahr 2022 wurde erst nach dem 31. Dezember 2023 beglichen.

2.6 Auswertung der Leistungsindikatoren

Nachfolgend wird über die beiden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für das Unternehmen berichtet. Sie werden zur internen Steuerung der VWR International GmbH herangezogen. Zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens werden die im Vorjahr berichteten Prognosen für das Geschäftsjahr 2023 mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung 2023 verglichen.

Umsatzerlöse: Rückgang um 4,01 %

Der Umsatz im Pharma-Biotechnologie-Markt lag mit TEuro 586.290 um 4,01 % unter dem Vorjahreswert. Mit dieser Entwicklung hat das Unternehmen seine Erwartungen (Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich) deutlich verfehlt. Die Verkaufszahlen für das laufende Geschäftsjahr sind deutlich zurückgegangen, was in erster Linie auf die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine zurückzuführen ist, die sich auf die Marktstabilität und die Nachfrage ausgewirkt haben. Der Gesamtumsatzrückgang beläuft sich auf TEuro 24.496. Der Rückgang ist in erster Linie bei Verkäufen in europäische Länder, darunter Deutschland, zu beobachten und steht im Einklang mit der allgemeinen Konjunkturabschwächung, die sich im Rückgang des BIP in der EU und der Eurozone widerspiegelt. Positive Wachstumstendenzen, welche wir in unseren Planungen vorgesehen hatten, haben sich leider nicht ergeben.

Zahl der Mitarbeiter: Unverändert

Zum 31. Dezember 2023 waren 600 Mitarbeiter beschäftigt (31. Dezember 2022: 616). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl lag im Geschäftsjahr 2023 bei 604 nach 609 im Vorjahr. Wir waren von einer vergleichbaren Mitarbeiterzahl im Vergleich zu 2022 ausgegangen. Insofern liegt die Entwicklung im Rahmen unserer Erwartungen.

2.7 Gesamtaussage zur Lage

Der von Russland im Februar 2022 begonnene Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Welt schockiert. Die daraus resultierenden Entscheidungen und Maßnahmen führten zu einer teilweisen Umkehr der zaghaften wirtschaftlichen und sozialen Erholung nach 3 Kalenderjahren, die durch die Covid-19-Pandemie gekennzeichnet waren.

Aufgrund der Kriegssituation und der in Kraft getretenen Sanktionen zeigen sich auch im Geschäftsjahr 2023 negative Auswirkungen in den Lieferketten sowie in den Energiepreisen.

Vor diesem Hintergrund verringerten sich die Umsatzerlöse der VWR International GmbH, Darmstadt, im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 und lagen auch unter den Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023. Die Geschäftsführung ist vor diesem Hintergrund mit der Entwicklung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 nicht zufrieden.

3. Erklärung zur Unternehmensführung

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Zielgrößen für den Frauenanteil für den Aufsichtsrat, die Geschäftsführung sowie die ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung von jeweils 33 Prozent festgelegt, die bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026 erreicht werden müssen.

Ende 2023 betrug der Frauenanteil im Aufsichtsrat 0 Prozent, in der Geschäftsführung 33 Prozent, in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung 33 Prozent und in der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung 47 Prozent.

Langfristig wird die allgemeine Erhöhung des Frauenanteils auf allen Führungsebenen und Gesellschaftsorganen angestrebt. Zur Erreichung des Ziels der Erhöhung des Frauenanteils hat die Gesellschaft ein Maßnahmenkonzept zur Steigerung des Frauenanteils und der Diversität in Führungspositionen etabliert. Die Gesellschaft ist zuversichtlich, den Frauenanteil in allen Führungsebenen und Gesellschaftsorganen bei entsprechender Ausweitung der Geschäftsaktivitäten und bei einer entsprechenden Entwicklung der Kandidatenlage in der Zukunft ebenfalls erhöhen zu können.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikomanagementsystem

Die VWR International GmbH, Darmstadt, agiert als "Limited Risk Distributor" (LRD) bzw. "Limited Risk Service Provider" innerhalb der Avantor-Gruppe. Seit dem 1. Januar 2022 fungiert die VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, als regionaler strategischer Berater für die europäischen Avantor-Gesellschaften. Hierdurch soll die Struktur der Entscheidungsprozesse des Avantor-Konzerns mit den aktuellen Aktivitäten und Unternehmensinitiativen in Einklang gebracht werden, um Funktionen in der gesamten Unternehmensgruppe zu zentralisieren und in einigen Fällen zu globalisieren. Vor diesem Hintergrund ist die VWR International GmbH, Darmstadt, in ein konzernweit geführtes Risikomanagementsystem eingebunden.

Sämtliche Gesellschaften des Avantor-Konzerns sind in ein Reportingsystem eingegliedert, welches die Früherkennung von möglichen Fehlentwicklungen unterstützt.

Zur Überwachung und Steuerung von Risiken des operativen Geschäfts nutzt der Avantor-Konzern ein Kontrollsystem mit Berichtswesen und unternehmenseinheitlichen Strategie- und Planungsprozessen.

Zur Überwachung konjunktureller Entwicklungen und Risiken steht ein internes Berichtswesen zur Verfügung. Abweichungen von Budgets werden monatlich aufgezeigt und untersucht.

4.2 Risikobericht

Die VWR International GmbH, Darmstadt, und ihre Gesellschafterin, die VWR International Management Services GmbH & Co. KG, Darmstadt, agieren als "Limited Risk Distributor" (LRD) bzw. "Limited Risk Service Provider" innerhalb der Avantor-Gruppe. Seit dem 1. Januar 2022 fungiert die VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, als regionaler strategischer Berater für die europäischen Avantor-Gesellschaften. Vor diesem Hintergrund sind ausschließlich Risiken als hoch einzustufen, welche einen direkten Einfluss auf die Höhe der Umsatzerlöse und über die vertragliche Situation damit den Jahresüberschuss der Gesellschaft haben könnten. Darüber hinausgehende Risiken haben aufgrund des risikoreduzierten Geschäftsmodells keine wesentlichen Auswirkungen und werden damit als niedrig eingestuft.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Unsicherheit über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, die weiterhin hohen Energiekosten sowie die Entwicklung in der Ukraine, die Spannungen im Nahen Osten inklusive des Krieges im Gaza-Streifen können weiter dazu führen, dass unsere Kunden unsere Produkte weniger nachfragen bzw. ihr Nachfrageverhalten ändern. Auch das allgemeine Liquiditätsrisiko ist aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen seit dem Ende des Kalenderjahres 2022 unverändert gestiegen.

Änderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten eine Auswirkung auf die Stabilität unserer Absatzmärkte haben. Vor allem die veränderte wirtschaftspolitische Ausrichtung der US-Regierung könnte einen Einfluss auf unsere Absatzmarktaktivitäten haben, da damit zu rechnen ist, dass eine veränderte Zollpolitik der USA Gegenreaktionen anderer Nationen, wie zum Beispiel China, oder Staatenverbunden, wie zum Beispiel der Europäischen Union, nach sich ziehen. Dies könnte dazu führen, dass Absatzmarktpreise steigen könnten und sich damit Auswirkungen für unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben könnten.

Der Avantor-Konzern, und damit auch unsere Gesellschaft, wirkt diesen Risiken u.a. mit der Reduzierung von Ausgaben sowie einer Zentralisierung der strategischen Marktbetrachtung entgegen. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko gegenwärtig als hoch ein. Je nach Verlauf kann es daher es zu einem mehr oder minder starken Rückgang des Umsatzes sowie zu einer Verfehlung unserer Planziele für die Umsatzerlöse kommen.

Absatzmarktrisiken

Allgemein unterliegen die Märkte einem starken Wettbewerb, dem wir mit markt- und bedarfsgerechten Produkten und Dienstleistungen begegnen müssen. Das zurückhaltende Abnahmeverhalten von Kunden und die Konkurrenzsituation hat dazu geführt, dass wir uns generell mit einem zunehmenden Preisdruck auseinandersetzen müssen. Wir schätzen das Risiko des Preisdrucks als hoch ein. Der Avantor Konzern, und damit auch unsere Gesellschaft, wirkt diesem Risiko durch die zentrale Festlegung von Preisrichtlinien, der Definition eines Portfolioangebotes sowie einer Marktausrichtung entgegen, um Marktschwankungen und Wettbewerbsdruck zu mindern. Darüber hinaus könnten Absatzmarktrisiken in der Verfehlung in der Erfüllung von Kundenvereinbarungen oder in der Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften in Deutschland liegen. Aufgrund der bestehenden Logistik- und Compliance-Strukturen des Avantor-Konzerns in Europa ordnen wir dieses Risiko allerdings als gering ein.

Cyberrisiken

Unser Geschäft ist in hohem Maße von Datenverarbeitungssystemen sowie anderen Kommunikations- und Informationssystemen abhängig, einschließlich unserer Tools zur Unternehmensressourcenplanung. Wir verarbeiten täglich eine große Anzahl von Transaktionen und sind auf die ordnungsgemäße Funktion unserer Computersysteme angewiesen. Wenn eines dieser Systeme ausfällt, sei es durch einen Brand oder Naturkatastrophen, Strom- oder Telekommunikationsausfälle, Cyber-Kriminalität, oder Kriegshandlungen könnten wir finanzielle Verluste, Geschäftsunterbrechungen, Haftung gegenüber unseren Kunden, behördliche Eingriffe oder eine Schädigung unseres Rufs erleiden. Wenn unsere Systeme nicht in der Lage sind, ein wachsendes Transaktionsvolumen zu bewältigen, könnte unsere Wachstumsfähigkeit eingeschränkt sein. Obwohl wir über Backup-Systeme, -Verfahren und -Fähigkeiten verfügen sowie Firewalls usw. unterhalten, könnten diese auch ausfallen oder unzureichend sein. Soweit wir über Kundendaten in unseren Datenbanken verfügen oder über angeschlossene Geräte auf Kundensysteme zugreifen, könnte jede unbefugte Offenlegung oder Zugriff auf solche Informationen, Datenbanken oder Systeme nachteilige Auswirkungen für uns oder unsere Kunden haben, einschließlich Ansprüche aus Datenschutzgesetzen und -vorschriften. Wenn eines dieser Risiken eintritt, könnten unser Ruf und unsere Fähigkeit, unsere Geschäfte zu führen, erheblich beeinträchtigt werden. Dementsprechend stufen wir dieses Risiko als hoch ein.

Der Avantor-Konzern hat für zentral gehostete IT-Systeme Sicherheitskonzepte aufgesetzt, die zum Beispiel eine Beschreibung von Richtlinien und Prozessen auf mehreren Ebenen beinhaltet. Die Richtlinien beinhalten dabei Grundsätze, Rollen und Verantwortlichkeiten sowie den organisatorischen Rahmen für die Informationstechnologie und die Informationssicherheit. Im Zuge der jährlichen Beurteilungen des Managements über die Effektivität der internen Kontrollen erfolgt eine Bewertung des Cyberrisikos sowie eine Überprüfung der Einhaltung von Richtlinien und Prozessen. Die Überwachung von Cyber-Vorfällen und Maßnahmen zu deren Verhinderung erfolgt zentral auf Ebene der Avantor Inc. Konzernweit werden spezifische Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Sicherheitskonzeptes entwickelt; hierbei verfolgt Avantor das Ziel, die Wahrscheinlichkeit für einen Sicherheitsvorfall und einen daraus resultierenden Schaden zu minimieren und die Entdeckungswahrscheinlichkeit im Falle eines Sicherheitsvorfalles zu maximieren.

Beschäftigungsrisiken

Unser zukünftiger Erfolg hängt vor allem von unserer Geschäftsleitung und anderen wichtigen Mitarbeitern sowie von unserer Fähigkeit ab, Top-Talente im gesamten Unternehmen anzuziehen und zu halten. Daneben hängt der zukünftige Erfolg auch davon ab, qualifiziertes Personal auf allen Ebenen der Organisation weiterzuentwickeln. Sollten wir nicht in der Lage sein, unsere leitenden Angestellten und andere Schlüsselpersonen zu halten, oder sollte versäumt werden, angemessene Nachfolgepläne bereitzustellen, könnte dies jeweils negative Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung haben. Wir ordnen dieses Risiko gegenwärtig als gering ein, beobachten die Arbeitsmärkte allerdings aufmerksam. Wir begegnen diesem Risiko durch angemessene Vergütungsmodelle, durch Mitarbeiteraktienoptionsprogramme auf Konzernebene sowie nicht monetäre Maßnahmen der Mitarbeitergewinnung und -haltung.

Logistik, Beschaffungs- und Vorratsrisiken

Die VWR International GmbH, Darmstadt, und ihre Gesellschafterin, die VWR International Management Services GmbH & Co. KG, Darmstadt, agieren als "Limited Risk Distributor" (LRD) bzw. "Limited Risk Service Provider" innerhalb der Avantor-Gruppe. Seit dem 1. Januar 2022 fungiert die VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, als regionaler strategischer Berater für die europäischen Avantor-Gesellschaften. Zur Darstellung der konzerninternen vertraglichen Grundlagen sowie der damit in Verbindung stehenden Vergütungen verweisen auf unsere Ausführung unter Punkt 1 "Grundlagen der Gesellschaft". In diesem Zusammenhang werden die Risiken aus den Bereichen Logistik, Beschaffung und Lagerhaltung von der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, getragen. Dies umfasst zum Beispiel Risiken aus der fehlenden Werthaltigkeit des Vorratsvermögens, Supply Chain Risiken, Risiken aus dem Margenmanagement, der Preisgestaltung sowie dem Beziehungsmanagement zu Lieferanten sowie auch Gewährleistungsrisiken. Dementsprechend stufen wir diese Risiken für die VWR International GmbH Darmstadt als gering ein.

Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten

Die zunehmende Betonung der Umwelt-, Sozial- und Governance-Verantwortung durch unsere Stakeholder und deren steigende Erwartungshaltung kann für uns neue Risiken bedeuten. Die Aktionäre der Avantor Inc., unsere Kunden und Mitarbeiter erwarten eine proaktivere Reaktion auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten ("ESG"). In Reaktion auf diese höheren Erwartungen könnten uns höhere Aufwendungen entstehen und wir könnten neuen Risiken ausgesetzt sein. Mit der Ankündigung von Umweltzielen in Bezug auf Treibhausgasemissionen hat der Avantor-Konzern sein Engagement für einen positiven Einfluss auf unseren gemeinsamen Planeten unterstrichen und beteiligt sich daher an entsprechenden Initiativen. Als eine Tochtergesellschaft der Avantor Inc. sind wir ebenfalls diesen Umweltzielen verpflichtet. Wenn wir diese Ziele nicht erreichen können oder unsere ESG-Standards nicht den von bestimmten Interessengruppen oder Standardsettern festgelegten Standards entsprechen würden, könnte dies Reputationsschäden nach sich ziehen.

Solche Reputationsschäden könnten erhebliche negative Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung haben. Im Zuge eines konzernweiten Programmes bestehen Maßnahmen zur Identifizierung, Bewertung und Adressierung von Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten. Wir sind bestrebt diese konzernweiten Maßnahmen weiterhin zu unterstützen und bewerten die Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten daher gegenwärtig als gering.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die systematische Analyse der Kreditwürdigkeit der Kunden wird regelmäßig durchgeführt. Identifizierte Zahlungsausfallrisiken werden gegebenenfalls mittels Vorauszahlung gesichert.

Fremdwährungsrisiken wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Zurückzuführen ist dies darauf, dass die wesentlichen Geschäftstransaktionen nicht in Fremdwährung ausgeführt werden.

Der Avantor-Konzern setzt konzernweit Mechanismen zur Risikoabwägung in den Bereichen Kredit, Markt, Länder und Investitionen ein. In diesem Zusammenhang werden mögliche Risiken in Bezug auf Marktpreisänderungs- und Liquiditätsrisiken sowie die Entwicklung zukünftiger Zahlungsströme analysiert und im Bedarfsfall erforderliche Maßnahmen ergriffen.

Unter Finanzierungsaspekten ist der Einfluss von Zinsänderungen zu vernachlässigen, da keine wesentlichen verzinslichen Verbindlichkeiten außerhalb des Avantor-Konzerns bestehen. Über den konzerninternen "Cash Pool" haben wir zudem Zugriff auf zinsgünstige Finanzierungsressourcen zur Abdeckung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs.

Derivative Finanzinstrumente werden durch unsere Gesellschaft nicht eingesetzt.

Aufgrund der vertraglichen Situation mit der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, werden etwaige Auswirkungen finanzwirtschaftlicher Risiken von dieser Gesellschaft getragen. Insgesamt sehen wir die finanzwirtschaftlichen Risiken der VWR International GmbH, Darmstadt, daher als gering an.

4.3 Chancenbericht

Für die zukünftige Entwicklung des Geschäfts werden folgende Faktoren als relevant betrachtet:

Eine Erweiterung des Angebotsspektrums, insbesondere durch

die Erweiterung der Biopharma-Produktpalette von Avantor,

die Zunahme des E-Business sowie Auf- und Ausbau der erforderlichen OnlinePlattformen und

die Erweiterung des umfangreichen Sortiments an Produkten der Marke VWR sowie generell der Einführung vieler neuen Produkte in unser Sortiment.

Die Umsetzung der vertraglichen Vereinbarungen mit der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, eröffnet für die VWR International GmbH, Darmstadt, folgende wirtschaftliche Perspektiven:

Der Zugang zu zentralisiertem, innovativem Supply-Chain-Management- und E-CommerceTools erhöht die Effizienz und die Skalierbarkeit der Leistungen.

Die strategische Preisaufsicht unterstützt die Wettbewerbsfähigkeit am Markt und die Verbesserung der Bruttomarge trotz des Inflationsdrucks.

Das Unternehmen sieht sich gut gerüstet, um den Bedürfnissen des Marktes gerecht zu werden.

Zusammenfassung der Risikolage

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller oben genannten Risiken. Diese Risiken stellen, jeweils isoliert als auch konsolidiert betrachtet, aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung des Unternehmens dar.

4.4 Prognosebericht

Die VWR International GmbH, Darmstadt, und ihre Gesellschafterin, die VWR International Management Services GmbH & Co. KG, Darmstadt, agierten auch im Geschäftsjahr 2024 sowie in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2025 als "Limited Risk Distributor" (LRD) bzw. "Limited Risk Service Provider" innerhalb der Avantor-Gruppe. Es ist nicht geplant im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2025 oder im Geschäftsjahr 2026 hieran Änderungen vorzunehmen.

Im Geschäftsjahr 2024 hat sich die gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland gegenüber 2023 ebenfalls nicht verbessern können. Vor diesem Hintergrund erzielte die VWR International GmbH, Darmstadt, Umsatzerlöse die 2 % unterhalb des Vorjahres lagen. Diese Entwicklung entsprach unseren Planungen. Aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen mit der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, lag das Jahresergebnis vor Zinsen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl sank auf 587, was ebenfalls unseren Planungen entsprach.

Da auch für das Geschäftsjahr 2025 keine kurzfristige Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland zu erwarten ist, rechnen wir mit Umsatzerlösen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2024 und einer leicht rückläufigen Mitarbeiterzahl gegenüber dem Geschäftsjahr 2024. Aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen mit der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, erwarten wir das Jahresergebnis vor Zinsen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. Für die über das Geschäftsjahr 2025 hinausgehenden Geschäftsjahre streben wir eine Erhöhung der Umsatzerlöse an.

 

Darmstadt, den 7. Mai 2025

Silvia Orlitsch

Gregor Ostrowicz

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023
TEuro
31.12.2022
TEuro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 26 39
Sachanlagen 5.915 6.004
5.941 6.043
Umlaufvermögen
Vorräte 42.033 43.924
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 87.555 96.026
Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 173.918 146.835
303.506 286.785
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten 54 38
303.560 286.823
Rechnungsabgrenzungsposten 550 458
310.051 293.324

PASSIVA

31.12.2023
TEuro
31.12.2022
TEuro
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 23.010 23.010
Kapitalrücklage 15.162 15.162
Bilanzgewinn 58.388 58.388
96.560 96.560
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 44.515 40.734
Sonstige Rückstellungen 11.503 8.688
56.018 49.422
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 85.911 112.391
Andere Verbindlichkeiten 71.530 34.887
157.441 147.278
Rechnungsabgrenzungsposten 32 64
310.051 293.324

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
TEuro
2022
TEuro
Umsatzerlöse 586.290 610.786
Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 357 801
Sonstige betriebliche Erträge 5.724 6.280
Materialaufwand -438.234 -461.767
Personalaufwand -53.312 -50.096
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -1.172 -2.465
Sonstige betriebliche Aufwendungen -68.789 -75.779
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen TEuro 7.132 (Vj. TEuro 3.116) 7.132 3.116
Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon aus verbundenen Unternehmen TEuro 49 (Vj. TEuro 35) -792 -778
Ergebnis nach Steuern 37.204 30.098
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -37.204 -30.098
Jahresüberschuss 0 0
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 58.388 58.388
Bilanzgewinn 58.388 58.388

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft VWR International GmbH (nachfolgend auch "VWR" oder die "Gesellschaft") ist gemäß den Größenkriterien des § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wird nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften und den Vorschriften des GmbHG aufgestellt und in Tausend EUR (TEuro) dargestellt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Darmstadt und ist mit der Firmierung VWR International GmbH unter der Registernummer HRB 7359 im Handelsregister eingetragen. Registergericht ist das Amtsgericht Darmstadt.

Zur besseren Darstellung der Klarheit werden gemäß § 265 Abs. 7 HGB abweichend zu § 266 und § 275 HGB einige Positionen der Bilanz wie auch der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst dargestellt und entsprechend im Anhang aufgegliedert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt.

Bei entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen beträgt die Nutzungsdauer drei bis sieben Jahre. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Für erworbene Geschäfts- bzw. Firmenwerte und aus der Verschmelzung von Gesellschaften entstandene Firmenwerte wird auf Basis der eingetretenen und weiterhin erwarteten Nachhaltigkeit der erworbenen Geschäfte eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Die Abschreibung wird nach der linearen Methode berechnet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um den Geschäfts- oder Firmenwert mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihm am Abschlussstichtag beizulegen ist. Hohe Markteintrittsbarrieren und die verhältnismäßig geringe Anzahl von Anbieter führen zu einem weniger volatilen Markt und begründen damit die angesetzte Nutzungsdauer.

Das bewegliche Anlagevermögen wird nach der linearen Methode abgeschrieben. Für technische Anlagen wird dabei eine Nutzungsdauer von 5-20 Jahren, für Betriebs- und Geschäftsausstattung eine Nutzungsdauer von 3-15 Jahren angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert unter EUR 250 werden direkt aufwandswirksam erfasst.

Die noch nicht abgerechneten Kundenprojekte sind unter den Vorräten bilanziert und mit ihren Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten und Fertigungseinzelkosten sowie variable Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Zinsen für Fremdkapital werden nicht aktiviert. Die Bewertung der Handelswaren und geleisteten Anzahlungen auf Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten inkl. Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti und Boni. Erforderliche Abwertungen zur Berücksichtigung des Niederstwertprinzips wurden vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bilanziert. Ausfallrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen abgedeckt. Die Einbuchung der Forderungen in Fremdwährungen erfolgt zum Devisenkassamittelkurs zum Tag der Einbuchung. Forderungen in Fremdwährungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen - wie im Vorjahr - nicht vor.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde zum Stichtag 31. Dezember 2023 pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre) verwendet. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 bei Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes von 1,75 % als Durchschnitt der vergangenen 7 Jahre gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung beträgt TEuro 481.

Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,20 % berücksichtigt. Rentensteigerungen werden je nach Pensionszusage mit 6,75 % alle drei Jahre berücksichtigt. Dabei wird von einer durchschnittlichen Fluktuation von 3 % p.a. ausgegangen. Der aus der Umstellung aufgrund der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ermittelte Anpassungseffekt zum 1. Januar 2010 wurde zu einem Fünfzehntel entsprechend der Erleichterungsvorschrift des Art. 67 Abs. 1 EGHGB bilanziert. Er wird jedes Jahr zu einem Fünfzehntel im Aufwand erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung eines Gehaltstrends von 2,20 % sowie einer Fluktuation von 2,60 % mit einem Zinssatz von 1,75 % bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank abgezinst. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Einbuchung der Verbindlichkeiten in Fremdwährungen erfolgt zum Devisenkassamittelkurs zum Tag der Einbuchung. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen - wie im Vorjahr - nicht vor.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Mit der Gesellschafterin VWR International Management Services GmbH & Co. KG, Darmstadt, besteht mit Wirkung ab dem 1. Januar 2010 ein Ergebnisabführungsvertrag. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags ist VWR eine Organgesellschaft im Sinne des § 14 Absatz 1 Satz 1 i. V. m. § 17 Absatz 1 Satz 1 KStG. In der Folge ist das steuerliche Einkommen nicht der Organgesellschaft, sondern dem Organträger zuzurechnen. Künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen sind daher im Jahresabschluss des Organträgers, nicht aber bei der Organgesellschaft zu berücksichtigen. Daher erfolgt kein Ansatz latenter Steuern.

Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn bei Lieferungen der Gefahrenübergang erfolgt ist. Im Projektgeschäft mit Werkvertragscharakter werden Umsätze gebucht, wenn der Vertrag erfüllt ist oder abgrenzbare Teilleistungen vom Kunden abgenommen worden sind.

Effekte aus der Veränderung des Diskontierungszinssatzes oder Zinseffekte aus einer geänderten Schätzung, werden im Personalaufwand ausgewiesen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

3.2. Vorräte

31.12.2023
TEuro
31.12.2022
TEuro
Unfertige Leistungen 2.829 2.472
Handelswaren 39.188 41.157
Geleistete Anzahlungen 16 295
42.033 43.924

3.3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2023
TEuro
31.12.2022
TEuro
Forderungen gegen Gesellschafter 14.764 14.335
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 23.232 31.785
Forderungen gegen fremde Dritte 49.559 49.906
87.555 96.026

Die Forderungen gegen Gesellschafter und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen fremde Dritte haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3.4. Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
TEuro
31.12.2022
TEuro
Andere Forderungen gegen verbundene Unternehmen 169.713 141.417
Sonstige Vermögensgegenstände 4.205 5.418
173.918 146.835

Die anderen Forderungen bestehen gegen verbundene Unternehmen und resultieren überwiegend aus Cash-Pooling (TEuro 162.475; Vorj. TEuro 132.719), kurzfristigen Darlehen in Höhe von TEuro 5.009 (Vorj. TEuro 8.041) sowie weiteren Forderungen, insbesondere für aufgelaufene Zinsen in Höhe von TEuro 2.229 (Vorj. TEuro 657).

Die anderen Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3.5. Aktive Rechnungsabgrenzung

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf TEuro 550 (Vorj. TEuro 458).

3.6. Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEuro 96.560 und gliedert sich in Gezeichnetes Kapital von TEuro 23.010, Kapitalrücklage von TEuro 15.162 sowie Bilanzgewinn von TEuro 58.388. Die Aufstellung der Bilanz erfolgt unter vollständiger Verwendung des Jahresergebnisses. Aus der Differenz der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben bzw. zehn Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 481. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

3.7. Pensionsrückstellungen

Aus der Umbewertung der Rückstellungen für Pensionen gemäß den Anforderungen des BilMoG ergab sich ein Unterschiedsbetrag, der zu einem Fünfzehntel im laufenden Jahr als sonstiger betrieblicher Aufwand in Höhe von TEuro 439 (Vorj. TEuro 439) erfasst wurde. Die nicht in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen betragen zum Bilanzstichtag TEuro 439 (Vorj. TEuro 878).

3.8. Sonstige Rückstellungen

Der Posten enthält im Wesentlichen Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von TEuro 1.165 (Vorj. TEuro 14) sowie Personalrückstellungen in Höhe von TEuro 5.022 (Vorj. TEuro 4.282) hauptsächlich für Boni und Gratifikationen an Mitarbeiter sowie Jubiläumsverpflichtungen und übrige Rückstellungen in Höhe von TEuro 5.317 (Vorj. TEuro 4.392) hauptsächlich für Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen, Rabatten/Preisnachlässen und Gewährleistungsverpflichtungen, deren Änderung im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen resultiert.

3.9. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2023
TEuro
31.12.2022
TEuro
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 455 4.298
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 33.581 47.677
Verbindlichkeiten gegenüber fremden Dritten 51.875 62.163
85.911 114.138

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unbesichert und haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3.10 Andere Verbindlichkeiten

31.12.2023
TEuro
31.12.2022
TEuro
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 790 659
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter aus Gewinnabführung 67.302 30.098
Sonstige Verbindlichkeiten 3.438 2.383
71.530 33.140

Sämtliche andere Verbindlichkeiten sind unbesichert. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEuro 2.101 (Vorj. TEuro 793) enthalten.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter aus Gewinnabführung und die sonstigen Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

Die Gliederung der Umsatzerlöse nach Produktkategorien und Destinationen gliedern sich wie folgt:

nach Produktkategorien:

2023
TEuro
2022
TEuro
Chemikalien 137.121 145.324
Labortechnik und Sonstiges 449.169 465.462
586.290 610.786

Nach Destination:

2023
TEuro
2022
TEuro
Deutschland 405.745 421.516
Ausland 180.545 189.270
586.290 610.786

Ausland, davon:

2023
TEuro
2022
TEuro
Europäische Union 147.233 157.384
Übriges Europa 28.439 26.544
Südamerika 2.412 2.815
Mittelamerika 687 786
Naher Osten 911 771
Nordamerika 325 517
Asien 538 447
Afrika - 6
180.545 189.270

4.2. Sonstige betriebliche Erträge

2023
TEuro
2022
TEuro
Erträge aus der Währungsumrechnung 4.650 4.387
Übrige Erträge 1.074 1.893
5.724 6.280

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEuro 76 (Vorj. TEuro 249) ausgewiesen.

4.3. Materialaufwand

2023
TEuro
2022
TEuro
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 435.251 458.313
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.983 3.455
438.234 461.767

4.4. Personalaufwand und Mitarbeiter

2023
TEuro
2022
TEuro
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 41.491 40.924
Soziale Abgaben 7.497 7.298
Aufwendungen für Altersversorgung 4.324 1.874
53.312 50.096
Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter: 2023 2022
Angestellte 499 505
gewerbliche Arbeitnehmer 105 104
604 609
31.12.2023 31.12.2022
Anzahl der am Jahresende beschäftigten Mitarbeiter nach Standorten:
Bruchsal 227 224
Darmstadt 204 220
Ismaning 72 68
Hannover 48 55
Dresden 48 47
Ulm 1 2
600 616

4.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
TEuro
2022
TEuro
Dienstleistungen von verb. Unternehmen 25.271 32.505
andere Fremdleistungen und Bezüge 19.256 18.433
Fremdleistungen für Vertrieb/Werbung 16.131 16.308
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 4.321 4.678
Gebühren, Beiträge, Versicherungen, Beratung 1.537 1.270
Fremdleistungen für Wartung/Instandhaltung 1.161 1.026
Restrukturierung und Übrige Posten 673 1.119
Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB 439 439
68.789 75.779

Die Weiterbelastungen von verbundenen Unternehmen ergeben sich aus den Verrechnungen der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, für die Tätigkeit als strategischer Berater.

4.6. Finanzergebnis

2023
TEuro
davon verb. Untern.
TEuro
2022
TEuro
davon verb. Untern.
TEuro
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.132 7.132 3.116 3.116
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -49 -49 -35 -35
Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen -743 0 -742 0
-6.340 7.083 -2.339 3.081

5. Sonstige Angaben

5.1. Mindestbesteuerung / Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGB

Basierend auf den von der OECD im Dezember 2021 veröffentlichten "Pillar Two Model Rules" hat die Europäische Union im Dezember 2022 eine Richtlinie zur Sicherstellung eines globalen Mindeststeuerniveaus für multinationale Unternehmensgruppen verabschiedet. Gesetze zur globalen Mindeststeuer wurden in mehreren Ländern, in denen der Avantor-Konzern tätig ist, erlassen, darunter auch in Deutschland. Der Avantor-Konzern bzw. die Avantor Inc. fällt ab dem Geschäftsjahr 2024 in den Anwendungsbereich dieser Regeln.

Wir erfassen keine latenten Steueransprüche und -schulden im Zusammenhang mit Ertragsteuern aus den "Pillar Two"-Regeln. Zum 31. Dezember 2023 ist zudem kein laufender Steueraufwand aufgrund der "Pillar Two"-Regeln angefallen, da diese erstmals im folgenden Geschäftsjahr anwendbar sind. Die Gesellschaft sowie der Avantor-Konzern bewerten laufend die Auswirkungen der "Pillar Two"-Regeln auf ihre jeweilige Steuerposition. Basierend auf einer vorläufigen Bewertung der Anwendbarkeit von zeitlich befristeten "Safe Harbour"-Regeln auf Grundlage tatsächlicher Finanzinformationen sowie nominaler Steuersätze in den Ländern, in denen der Avantor-Konzern tätig ist, sehen wir es als vernünftige Schätzung an, dass aufgrund der aktuellen Struktur des Konzerns, der Verteilung seiner Tätigkeiten und des derzeitigen Verrechnungspreissystems keine Ergänzungssteuern auf Ebene unserer Gesellschaft anfallen werden.

5.2. Ausschüttungssperre

Der zur Abzinsung der Pensionsrückstellungen verwendete Rechnungszins basiert auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vorangegangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Der Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen, der sich nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergeben würde, übersteigt den in der Bilanz angesetzten Betrag um TEuro 481. Dieser Betrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

5.3. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Zum 31. Dezember 2023 bestehen außerbilanzielle Geschäfte in Form von operativen Leasingverhältnissen, diese stellen sich nach Fristigkeiten wie folgt dar:

Zweck Fällig Geschäftsjahr 2024
in TEuro
Fällig in den Geschäftsjahren 2025 bis 2027
in TEuro
Fällig ab Geschäftsjahr 2028
in TEuro
Leasing von Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung Nutzung 1.022 1.855 186
Mietverhältnisse für Gebäude und Grundstücke Nutzung 891 2.570 0

Die Leasingvereinbarungen dienen der Sicherung der Liquidität sowie der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele. Nachteile aus den Leasingvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Leasingraten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufes des Leasing-Gutes übersteigen. Zudem hat der Leasingnehmer die laufenden Kosten wie Versicherungen, Reparaturen und Instandhaltungen zu übernehmen.

5.4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insgesamt in Höhe von TEuro 3.582 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEuro 0) und resultieren aus Mietverträgen und umfassen einen Zeitraum bis zum Jahr 2028, davon entfallen TEuro 964 auf das Kalenderjahr 2024 (Vorj. TEuro 963).

5.5. Geschäftsführung

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren:

Helmut Ermair (Director Financial Planning & Analysis) bis 6. Dezember 2024

Silvia Orlitsch (Vice President Sales Germany)

Robert Schoels (Senior Vice President Sales Europe der Avantor Gruppe) seit 19. April 2022; bis 1. August 2024

Gregor Ostrowicz (Senior Director Financial Planning & Analysis Europe der Avantor Gruppe) seit 29. Juli 2024

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

An die ehemaligen Geschäftsführer wurden im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von TEuro 56 gezahlt. Die bilanzierte Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern beträgt TEuro 790.

5.6. Aufsichtsrat

Der gemäß § 77 Betriebsverfassungsgesetz 1952 gebildete Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Frederic Vanderhaegen (Vorsitzender, Executive Vice President Europe der Avantor Gruppe) bis 1. August 2024

Philip Scholz (Vice President Finance & Controlling der Avantor-Gruppe) bis 11. März 2025

Robert Schoels (Vorsitzender, Senior Vice President Sales Europe der Avantor Gruppe) seit 1. August 2024

Sascha Rosche (Arbeitnehmervertreter und stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrates) seit 26. September 2023

Jörn Elbracht (Vice President, Regional General Councel, Europe) seit 11. März 2025

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat.

5.7. Konzernverhältnisse

Die VWR International GmbH, Darmstadt, ist ein Tochterunternehmen der VWR International Management Services GmbH & Co. KG mit Sitz in Darmstadt und der VWR International BV mit Sitz in Amsterdam/Niederlande sowie ein mittelbares Tochterunternehmen der Avantor Inc. mit Geschäftssitz in Radnor/USA, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird und die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss kann bei der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) unter der Registernummer 00138912 eingesehen werden.

5.8. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEuro 249 (Vorj. TEuro 223).

5.9. Nachtragsbericht

Die Avantor-Gruppe führt im Rahmen einer mehrjährigen Kostentransformationsinitiative ein Restrukturierungsprogramm 2024 durch. Die Initiative zielt darauf ab, die Kostenbasis der Gruppe zu verringern und ihre Präsenz und Organisationsstruktur zu optimieren, wobei der Schwerpunkt auf einer deutlichen Kostenverbesserung und Produktivität liegt. Der Anteil des geplanten Gesamtvolumens der Restrukturierungsmaßnahme, die die Gesellschaft betrifft, liegt im oberen einstelligen Millionenbetrag. Die Kosten sind Bestandteil der Verrechnungen an den strategischen Berater VWR international GmbH, Dietikon, Schweiz.

5.10. Ergebnisabführungsvertrag

Mit der Gesellschafterin VWR International Management Services GmbH & Co. KG, Darmstadt, besteht mit Wirkung ab 1. Januar 2010 ein Ergebnisabführungsvertrag.

5.11. Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den ausgewiesenen Bilanzgewinn von TEuro 58.388 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Darmstadt, den 7. Mai 2025

Silvia Orlitsch

Gregor Ostrowicz

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Entwicklung der kumulierten Anschaffungswerte Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
BEZEICHNUNG Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Stand 01.01.2023
Euro
Abschr. d. lfd. Jahres
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.709.055,84 0,00 1.709.055,84 1.670.353,79 12.542,05 1.682.895,84
Geschäfts- oder Firmenwert 19.732.061,70 0,00 19.732.061,70 19.732.061,70 0,00 19.732.061,70
21.441.117,54 0,00 21.441.117,54 21.402.415,49 12.542,05 21.414.957,54
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 4.774.848,29 7.704,38 4.782.552,67 651.173,98 467.493,77 1.118.667,75
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.414.131,56 1.061.149,70 10.475.281,26 7.535.515,85 691.235,70 8.226.751,55
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.114,02 0,00 2.114,02 0,00 0,00 0,00
14.191.093,87 1.068.854,08 15.259.947,95 8.186.689,83 1.158.729,47 9.345.419,30
Summe Anlagevermögen 35.632.211,41 1.068.854,08 36.701.065,49 29.589.105,32 1.171.271,52 30.760.376,84
Restbuchwerte
BEZEICHNUNG Stand 31.12.2023
Euro
Stand 31.12.2022
Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.160,00 38.702,05
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
26.160,00 38.702,05
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 3.663.884,92 4.123.674,31
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.248.529,71 1.878.615,71
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.114,02 2.114,02
5.914.528,65 6.004.404,04
Summe Anlagevermögen 5.940.688,65 6.043.106,09

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die VWR International GmbH, Darmstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VWR International GmbH, Darmstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VWR International GmbH, Darmstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt 3. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt 3. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 7. Mai 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Booms, Wirtschaftsprüfer

Johannes Müller, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

21 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.