Nextlane Germany Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gregor Ostrowicz seit 20.11.2024 | Geschäftsführer |
Silvia Orlitsch seit 31.5.2022 | Geschäftsführer |
Christian Isensee seit 27.4.2021 | Prokura |
Heiko Rascher seit 18.5.2020 | Prokura |
Kamila Heger seit 29.8.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
VWR International B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
KMF Administration GmbHAufgelöst | 100.00% |
KMF - Laborchemie-Handels GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VWR International GmbHDarmstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Grundlagen der GesellschaftDer Vertrieb von Laborbedarf, Chemikalien und die Erbringung von Dienstleistungen auf dem deutschen Markt sind die Kernaktivitäten der VWR International GmbH, Darmstadt. Neben Darmstadt, dem rechtlichen Hauptsitz und Sitz der Geschäftsführung, bestehen im Rahmen einer regionalen Vertriebsstruktur weitere Vertriebszentren in Hannover, Dresden, Bruchsal, Wertheim und Ismaning als rechtlich unselbständige Betriebsstätten. Das Distributionszentrum in Bruchsal ist zentrale logistische Basis für das Deutschlandgeschäft wie auch für die Versorgung anderer Konzerngesellschaften in Europa. Das Unternehmen wurde im Jahr 1888 in München gegründet und Ende 1991 von der Merck-Gruppe, Darmstadt, übernommen. Mit einer Reihe von Unternehmenskäufen, Fusionen und Geschäftsübernahmen konnte die VWR International GmbH in den folgenden Jahren ihre Position im Marktsegment Labordistribution ausbauen. Die VWR-Gruppe ist ein Teilkonzern der Konzernobergesellschaft Avantor, Inc., Radnor, Pennsylvania/USA. Seit Dezember 2009 ist die VWR International Management Services GmbH & Co. KG in Darmstadt mit 99,5 % der Anteile Mehrheitsgesellschafter der VWR International GmbH; die restlichen 0,5 % des Stammkapitals werden von der Konzerngesellschaft VWR International B.V. in Amsterdam, Niederlande, gehalten. Die VWR International GmbH, Darmstadt, und ihre Gesellschafterin, die VWR International Management Services GmbH & Co. KG, Darmstadt, agieren als "Limited Risk Distributor" (LRD) bzw. "Limited Risk Service Provider" innerhalb der Avantor-Gruppe. Seit dem 1. Januar 2022 fungiert die VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, als regionaler strategischer Berater für die europäischen Avantor-Gesellschaften. Hierdurch soll die Struktur der Entscheidungsprozesse des Avantor-Konzerns mit den aktuellen Aktivitäten und Unternehmensinitiativen in Einklang gebracht werden, um Funktionen in der gesamten Unternehmensgruppe zu zentralisieren und in einigen Fällen zu globalisieren. Dem Geschäftsmodell liegen die folgenden Verträge zugrunde:
2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und GeschäftsverlaufDie bedeutenden Wirtschaftsräume für die VWR International GmbH sind Deutschland und der Euro-Raum. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) sank im Vergleich zum Vorjahr um ca. 2,1 %. 1 Im Gegensatz dazu zeigt sich im Euro-Raum ein Aufschwung, wobei das europäische Bruttoinlandsprodukt (EU-27) im Vergleich zum Vorjahr um ca. 0,71 % zulegte. 2 Die Erholung im europäischen Wirtschaftsraum wurde allerƒdings durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine maßgeblich gebremst. Laut dem Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) verzeichnete die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland im Jahr 2023 einen Umsatzrückgang von 12,2 % auf insgesamt 229,3 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Produktion ging um 7,9 % zurück. Besonders stark war der Rückgang im Inlandsgeschäft, wo die Umsätze um 16 % auf 86 Mrd. Euro sanken. 3
1
https://www.destatis.de/EN/Press/2024/02/PE24_067_813.html
2.2 Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDas Unternehmen wird primär über die Höhe der Umsatzerlöse als finanziellen Leistungsindikator gesteuert. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (Headcount) ist der nichtfinanzielle Leistungsindikator, der zur direkten Steuerung der Geschäftstätigkeit herangezogen wird. Darüber hinaus ist das Unternehmen in seinen Tätigkeiten darauf bedacht, die Bereiche Arbeitssicherheit, Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, Aus- und Weiterbildung zu fördern sowie seinen Marktanteil zu erhöhen, diese werden jedoch nicht zur direkten Steuerung der Geschäftstätigkeit eingesetzt. 2.3 ErtragslageDer Gesamtumsatz verringerte sich von TEuro 610.786 im Jahr 2022 im Geschäftsjahr 2023 auf TEuro 586.290 im Jahr 2023. Das Betriebsergebnis, Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und vor sonstigen Steuern, erhöhte sich von TEuro 30.098 im Jahr 2022 auf TEuro 37.198 im Jahr 2023. Folgende Effekte haben maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen:
2.4 FinanzlageDie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEuro 54 lagen zum 31. Dezember 2023 knapp über dem Niveau des Vorjahres (TEuro 38). Darüber hinaus hat die VWR International GmbH zum 31. Dezember 2023 kurzfristige Finanzdarlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEuro 5.009 (Vorjahr: TEuro 8.041) ausgegeben. Das Unternehmen finanzierte sich - wie in den Vorjahren - aus dem konzerneigenen Cash-Pool-Management. Der Cash Pool wird von der VWR International Europe Sarl, Luxemburg, Luxemburg, geführt. Daraus ergeben sich entsprechende, unter den anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, hat die VWR International GmbH über den "Cash Pool" der Avantor-Gruppe jederzeit unmittelbaren Zugriff auf zusätzliche finanzielle Mittel. Aus der Sicht des Unternehmens ist damit das vorrangige Ziel des Finanzmanagements, die jederzeitige Aufrechterhaltung der Liquidität, gewährleistet. Die Cash-Pool-Forderungen betragen zum 31. Dezember 2023 TEuro 162.475 (Vorj. TEuro 132.719). Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag - wie in den Vorjahren - keine Bankverbindlichkeiten. Zahlungsmittelabflüsse ergaben sich für Investitionen in technische Anlagen und Maschinen sowie in die Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEuro -1.069). Wir haben im Geschäftsjahr 2024 keine materiellen Zahlungsmittelabflüsse für Investitionen und planen solche auch nicht für das Geschäftsjahr 2025. Zahlungsmittelzuflüsse ergaben sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Aufgrund einer deutlichen Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen diese aber deutlich unterhalb des Niveaus des Vorjahres. 2.5 VermögenslageDie Bilanzsumme hat sich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,70 % auf TEuro 310.051 erhöht. Bei den einzelnen Bilanzpositionen haben sich folgende wesentliche Änderungen ergeben:
2.6 Auswertung der LeistungsindikatorenNachfolgend wird über die beiden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für das Unternehmen berichtet. Sie werden zur internen Steuerung der VWR International GmbH herangezogen. Zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens werden die im Vorjahr berichteten Prognosen für das Geschäftsjahr 2023 mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung 2023 verglichen. Umsatzerlöse: Rückgang um 4,01 %Der Umsatz im Pharma-Biotechnologie-Markt lag mit TEuro 586.290 um 4,01 % unter dem Vorjahreswert. Mit dieser Entwicklung hat das Unternehmen seine Erwartungen (Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich) deutlich verfehlt. Die Verkaufszahlen für das laufende Geschäftsjahr sind deutlich zurückgegangen, was in erster Linie auf die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine zurückzuführen ist, die sich auf die Marktstabilität und die Nachfrage ausgewirkt haben. Der Gesamtumsatzrückgang beläuft sich auf TEuro 24.496. Der Rückgang ist in erster Linie bei Verkäufen in europäische Länder, darunter Deutschland, zu beobachten und steht im Einklang mit der allgemeinen Konjunkturabschwächung, die sich im Rückgang des BIP in der EU und der Eurozone widerspiegelt. Positive Wachstumstendenzen, welche wir in unseren Planungen vorgesehen hatten, haben sich leider nicht ergeben. Zahl der Mitarbeiter: UnverändertZum 31. Dezember 2023 waren 600 Mitarbeiter beschäftigt (31. Dezember 2022: 616). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl lag im Geschäftsjahr 2023 bei 604 nach 609 im Vorjahr. Wir waren von einer vergleichbaren Mitarbeiterzahl im Vergleich zu 2022 ausgegangen. Insofern liegt die Entwicklung im Rahmen unserer Erwartungen. 2.7 Gesamtaussage zur LageDer von Russland im Februar 2022 begonnene Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Welt schockiert. Die daraus resultierenden Entscheidungen und Maßnahmen führten zu einer teilweisen Umkehr der zaghaften wirtschaftlichen und sozialen Erholung nach 3 Kalenderjahren, die durch die Covid-19-Pandemie gekennzeichnet waren. Aufgrund der Kriegssituation und der in Kraft getretenen Sanktionen zeigen sich auch im Geschäftsjahr 2023 negative Auswirkungen in den Lieferketten sowie in den Energiepreisen. Vor diesem Hintergrund verringerten sich die Umsatzerlöse der VWR International GmbH, Darmstadt, im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 und lagen auch unter den Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023. Die Geschäftsführung ist vor diesem Hintergrund mit der Entwicklung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 nicht zufrieden. 3. Erklärung zur UnternehmensführungIm Geschäftsjahr 2022 wurden Zielgrößen für den Frauenanteil für den Aufsichtsrat, die Geschäftsführung sowie die ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung von jeweils 33 Prozent festgelegt, die bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026 erreicht werden müssen. Ende 2023 betrug der Frauenanteil im Aufsichtsrat 0 Prozent, in der Geschäftsführung 33 Prozent, in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung 33 Prozent und in der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung 47 Prozent. Langfristig wird die allgemeine Erhöhung des Frauenanteils auf allen Führungsebenen und Gesellschaftsorganen angestrebt. Zur Erreichung des Ziels der Erhöhung des Frauenanteils hat die Gesellschaft ein Maßnahmenkonzept zur Steigerung des Frauenanteils und der Diversität in Führungspositionen etabliert. Die Gesellschaft ist zuversichtlich, den Frauenanteil in allen Führungsebenen und Gesellschaftsorganen bei entsprechender Ausweitung der Geschäftsaktivitäten und bei einer entsprechenden Entwicklung der Kandidatenlage in der Zukunft ebenfalls erhöhen zu können. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht4.1 RisikomanagementsystemDie VWR International GmbH, Darmstadt, agiert als "Limited Risk Distributor" (LRD) bzw. "Limited Risk Service Provider" innerhalb der Avantor-Gruppe. Seit dem 1. Januar 2022 fungiert die VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, als regionaler strategischer Berater für die europäischen Avantor-Gesellschaften. Hierdurch soll die Struktur der Entscheidungsprozesse des Avantor-Konzerns mit den aktuellen Aktivitäten und Unternehmensinitiativen in Einklang gebracht werden, um Funktionen in der gesamten Unternehmensgruppe zu zentralisieren und in einigen Fällen zu globalisieren. Vor diesem Hintergrund ist die VWR International GmbH, Darmstadt, in ein konzernweit geführtes Risikomanagementsystem eingebunden. Sämtliche Gesellschaften des Avantor-Konzerns sind in ein Reportingsystem eingegliedert, welches die Früherkennung von möglichen Fehlentwicklungen unterstützt. Zur Überwachung und Steuerung von Risiken des operativen Geschäfts nutzt der Avantor-Konzern ein Kontrollsystem mit Berichtswesen und unternehmenseinheitlichen Strategie- und Planungsprozessen. Zur Überwachung konjunktureller Entwicklungen und Risiken steht ein internes Berichtswesen zur Verfügung. Abweichungen von Budgets werden monatlich aufgezeigt und untersucht. 4.2 RisikoberichtDie VWR International GmbH, Darmstadt, und ihre Gesellschafterin, die VWR International Management Services GmbH & Co. KG, Darmstadt, agieren als "Limited Risk Distributor" (LRD) bzw. "Limited Risk Service Provider" innerhalb der Avantor-Gruppe. Seit dem 1. Januar 2022 fungiert die VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, als regionaler strategischer Berater für die europäischen Avantor-Gesellschaften. Vor diesem Hintergrund sind ausschließlich Risiken als hoch einzustufen, welche einen direkten Einfluss auf die Höhe der Umsatzerlöse und über die vertragliche Situation damit den Jahresüberschuss der Gesellschaft haben könnten. Darüber hinausgehende Risiken haben aufgrund des risikoreduzierten Geschäftsmodells keine wesentlichen Auswirkungen und werden damit als niedrig eingestuft. Gesamtwirtschaftliche RisikenDie Unsicherheit über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, die weiterhin hohen Energiekosten sowie die Entwicklung in der Ukraine, die Spannungen im Nahen Osten inklusive des Krieges im Gaza-Streifen können weiter dazu führen, dass unsere Kunden unsere Produkte weniger nachfragen bzw. ihr Nachfrageverhalten ändern. Auch das allgemeine Liquiditätsrisiko ist aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen seit dem Ende des Kalenderjahres 2022 unverändert gestiegen. Änderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten eine Auswirkung auf die Stabilität unserer Absatzmärkte haben. Vor allem die veränderte wirtschaftspolitische Ausrichtung der US-Regierung könnte einen Einfluss auf unsere Absatzmarktaktivitäten haben, da damit zu rechnen ist, dass eine veränderte Zollpolitik der USA Gegenreaktionen anderer Nationen, wie zum Beispiel China, oder Staatenverbunden, wie zum Beispiel der Europäischen Union, nach sich ziehen. Dies könnte dazu führen, dass Absatzmarktpreise steigen könnten und sich damit Auswirkungen für unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben könnten. Der Avantor-Konzern, und damit auch unsere Gesellschaft, wirkt diesen Risiken u.a. mit der Reduzierung von Ausgaben sowie einer Zentralisierung der strategischen Marktbetrachtung entgegen. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko gegenwärtig als hoch ein. Je nach Verlauf kann es daher es zu einem mehr oder minder starken Rückgang des Umsatzes sowie zu einer Verfehlung unserer Planziele für die Umsatzerlöse kommen. AbsatzmarktrisikenAllgemein unterliegen die Märkte einem starken Wettbewerb, dem wir mit markt- und bedarfsgerechten Produkten und Dienstleistungen begegnen müssen. Das zurückhaltende Abnahmeverhalten von Kunden und die Konkurrenzsituation hat dazu geführt, dass wir uns generell mit einem zunehmenden Preisdruck auseinandersetzen müssen. Wir schätzen das Risiko des Preisdrucks als hoch ein. Der Avantor Konzern, und damit auch unsere Gesellschaft, wirkt diesem Risiko durch die zentrale Festlegung von Preisrichtlinien, der Definition eines Portfolioangebotes sowie einer Marktausrichtung entgegen, um Marktschwankungen und Wettbewerbsdruck zu mindern. Darüber hinaus könnten Absatzmarktrisiken in der Verfehlung in der Erfüllung von Kundenvereinbarungen oder in der Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften in Deutschland liegen. Aufgrund der bestehenden Logistik- und Compliance-Strukturen des Avantor-Konzerns in Europa ordnen wir dieses Risiko allerdings als gering ein. CyberrisikenUnser Geschäft ist in hohem Maße von Datenverarbeitungssystemen sowie anderen Kommunikations- und Informationssystemen abhängig, einschließlich unserer Tools zur Unternehmensressourcenplanung. Wir verarbeiten täglich eine große Anzahl von Transaktionen und sind auf die ordnungsgemäße Funktion unserer Computersysteme angewiesen. Wenn eines dieser Systeme ausfällt, sei es durch einen Brand oder Naturkatastrophen, Strom- oder Telekommunikationsausfälle, Cyber-Kriminalität, oder Kriegshandlungen könnten wir finanzielle Verluste, Geschäftsunterbrechungen, Haftung gegenüber unseren Kunden, behördliche Eingriffe oder eine Schädigung unseres Rufs erleiden. Wenn unsere Systeme nicht in der Lage sind, ein wachsendes Transaktionsvolumen zu bewältigen, könnte unsere Wachstumsfähigkeit eingeschränkt sein. Obwohl wir über Backup-Systeme, -Verfahren und -Fähigkeiten verfügen sowie Firewalls usw. unterhalten, könnten diese auch ausfallen oder unzureichend sein. Soweit wir über Kundendaten in unseren Datenbanken verfügen oder über angeschlossene Geräte auf Kundensysteme zugreifen, könnte jede unbefugte Offenlegung oder Zugriff auf solche Informationen, Datenbanken oder Systeme nachteilige Auswirkungen für uns oder unsere Kunden haben, einschließlich Ansprüche aus Datenschutzgesetzen und -vorschriften. Wenn eines dieser Risiken eintritt, könnten unser Ruf und unsere Fähigkeit, unsere Geschäfte zu führen, erheblich beeinträchtigt werden. Dementsprechend stufen wir dieses Risiko als hoch ein. Der Avantor-Konzern hat für zentral gehostete IT-Systeme Sicherheitskonzepte aufgesetzt, die zum Beispiel eine Beschreibung von Richtlinien und Prozessen auf mehreren Ebenen beinhaltet. Die Richtlinien beinhalten dabei Grundsätze, Rollen und Verantwortlichkeiten sowie den organisatorischen Rahmen für die Informationstechnologie und die Informationssicherheit. Im Zuge der jährlichen Beurteilungen des Managements über die Effektivität der internen Kontrollen erfolgt eine Bewertung des Cyberrisikos sowie eine Überprüfung der Einhaltung von Richtlinien und Prozessen. Die Überwachung von Cyber-Vorfällen und Maßnahmen zu deren Verhinderung erfolgt zentral auf Ebene der Avantor Inc. Konzernweit werden spezifische Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Sicherheitskonzeptes entwickelt; hierbei verfolgt Avantor das Ziel, die Wahrscheinlichkeit für einen Sicherheitsvorfall und einen daraus resultierenden Schaden zu minimieren und die Entdeckungswahrscheinlichkeit im Falle eines Sicherheitsvorfalles zu maximieren. BeschäftigungsrisikenUnser zukünftiger Erfolg hängt vor allem von unserer Geschäftsleitung und anderen wichtigen Mitarbeitern sowie von unserer Fähigkeit ab, Top-Talente im gesamten Unternehmen anzuziehen und zu halten. Daneben hängt der zukünftige Erfolg auch davon ab, qualifiziertes Personal auf allen Ebenen der Organisation weiterzuentwickeln. Sollten wir nicht in der Lage sein, unsere leitenden Angestellten und andere Schlüsselpersonen zu halten, oder sollte versäumt werden, angemessene Nachfolgepläne bereitzustellen, könnte dies jeweils negative Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung haben. Wir ordnen dieses Risiko gegenwärtig als gering ein, beobachten die Arbeitsmärkte allerdings aufmerksam. Wir begegnen diesem Risiko durch angemessene Vergütungsmodelle, durch Mitarbeiteraktienoptionsprogramme auf Konzernebene sowie nicht monetäre Maßnahmen der Mitarbeitergewinnung und -haltung. Logistik, Beschaffungs- und VorratsrisikenDie VWR International GmbH, Darmstadt, und ihre Gesellschafterin, die VWR International Management Services GmbH & Co. KG, Darmstadt, agieren als "Limited Risk Distributor" (LRD) bzw. "Limited Risk Service Provider" innerhalb der Avantor-Gruppe. Seit dem 1. Januar 2022 fungiert die VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, als regionaler strategischer Berater für die europäischen Avantor-Gesellschaften. Zur Darstellung der konzerninternen vertraglichen Grundlagen sowie der damit in Verbindung stehenden Vergütungen verweisen auf unsere Ausführung unter Punkt 1 "Grundlagen der Gesellschaft". In diesem Zusammenhang werden die Risiken aus den Bereichen Logistik, Beschaffung und Lagerhaltung von der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, getragen. Dies umfasst zum Beispiel Risiken aus der fehlenden Werthaltigkeit des Vorratsvermögens, Supply Chain Risiken, Risiken aus dem Margenmanagement, der Preisgestaltung sowie dem Beziehungsmanagement zu Lieferanten sowie auch Gewährleistungsrisiken. Dementsprechend stufen wir diese Risiken für die VWR International GmbH Darmstadt als gering ein. Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-AngelegenheitenDie zunehmende Betonung der Umwelt-, Sozial- und Governance-Verantwortung durch unsere Stakeholder und deren steigende Erwartungshaltung kann für uns neue Risiken bedeuten. Die Aktionäre der Avantor Inc., unsere Kunden und Mitarbeiter erwarten eine proaktivere Reaktion auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten ("ESG"). In Reaktion auf diese höheren Erwartungen könnten uns höhere Aufwendungen entstehen und wir könnten neuen Risiken ausgesetzt sein. Mit der Ankündigung von Umweltzielen in Bezug auf Treibhausgasemissionen hat der Avantor-Konzern sein Engagement für einen positiven Einfluss auf unseren gemeinsamen Planeten unterstrichen und beteiligt sich daher an entsprechenden Initiativen. Als eine Tochtergesellschaft der Avantor Inc. sind wir ebenfalls diesen Umweltzielen verpflichtet. Wenn wir diese Ziele nicht erreichen können oder unsere ESG-Standards nicht den von bestimmten Interessengruppen oder Standardsettern festgelegten Standards entsprechen würden, könnte dies Reputationsschäden nach sich ziehen. Solche Reputationsschäden könnten erhebliche negative Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung haben. Im Zuge eines konzernweiten Programmes bestehen Maßnahmen zur Identifizierung, Bewertung und Adressierung von Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten. Wir sind bestrebt diese konzernweiten Maßnahmen weiterhin zu unterstützen und bewerten die Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten daher gegenwärtig als gering. Finanzwirtschaftliche RisikenDie systematische Analyse der Kreditwürdigkeit der Kunden wird regelmäßig durchgeführt. Identifizierte Zahlungsausfallrisiken werden gegebenenfalls mittels Vorauszahlung gesichert. Fremdwährungsrisiken wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Zurückzuführen ist dies darauf, dass die wesentlichen Geschäftstransaktionen nicht in Fremdwährung ausgeführt werden. Der Avantor-Konzern setzt konzernweit Mechanismen zur Risikoabwägung in den Bereichen Kredit, Markt, Länder und Investitionen ein. In diesem Zusammenhang werden mögliche Risiken in Bezug auf Marktpreisänderungs- und Liquiditätsrisiken sowie die Entwicklung zukünftiger Zahlungsströme analysiert und im Bedarfsfall erforderliche Maßnahmen ergriffen. Unter Finanzierungsaspekten ist der Einfluss von Zinsänderungen zu vernachlässigen, da keine wesentlichen verzinslichen Verbindlichkeiten außerhalb des Avantor-Konzerns bestehen. Über den konzerninternen "Cash Pool" haben wir zudem Zugriff auf zinsgünstige Finanzierungsressourcen zur Abdeckung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs. Derivative Finanzinstrumente werden durch unsere Gesellschaft nicht eingesetzt. Aufgrund der vertraglichen Situation mit der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, werden etwaige Auswirkungen finanzwirtschaftlicher Risiken von dieser Gesellschaft getragen. Insgesamt sehen wir die finanzwirtschaftlichen Risiken der VWR International GmbH, Darmstadt, daher als gering an. 4.3 ChancenberichtFür die zukünftige Entwicklung des Geschäfts werden folgende Faktoren als relevant betrachtet:
Die Umsetzung der vertraglichen Vereinbarungen mit der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, eröffnet für die VWR International GmbH, Darmstadt, folgende wirtschaftliche Perspektiven:
Das Unternehmen sieht sich gut gerüstet, um den Bedürfnissen des Marktes gerecht zu werden. Zusammenfassung der RisikolageDie Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller oben genannten Risiken. Diese Risiken stellen, jeweils isoliert als auch konsolidiert betrachtet, aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung des Unternehmens dar. 4.4 PrognoseberichtDie VWR International GmbH, Darmstadt, und ihre Gesellschafterin, die VWR International Management Services GmbH & Co. KG, Darmstadt, agierten auch im Geschäftsjahr 2024 sowie in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2025 als "Limited Risk Distributor" (LRD) bzw. "Limited Risk Service Provider" innerhalb der Avantor-Gruppe. Es ist nicht geplant im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2025 oder im Geschäftsjahr 2026 hieran Änderungen vorzunehmen. Im Geschäftsjahr 2024 hat sich die gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland gegenüber 2023 ebenfalls nicht verbessern können. Vor diesem Hintergrund erzielte die VWR International GmbH, Darmstadt, Umsatzerlöse die 2 % unterhalb des Vorjahres lagen. Diese Entwicklung entsprach unseren Planungen. Aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen mit der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, lag das Jahresergebnis vor Zinsen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl sank auf 587, was ebenfalls unseren Planungen entsprach. Da auch für das Geschäftsjahr 2025 keine kurzfristige Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland zu erwarten ist, rechnen wir mit Umsatzerlösen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2024 und einer leicht rückläufigen Mitarbeiterzahl gegenüber dem Geschäftsjahr 2024. Aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen mit der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, erwarten wir das Jahresergebnis vor Zinsen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. Für die über das Geschäftsjahr 2025 hinausgehenden Geschäftsjahre streben wir eine Erhöhung der Umsatzerlöse an.
Darmstadt, den 7. Mai 2025 Silvia Orlitsch Gregor Ostrowicz Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft VWR International GmbH (nachfolgend auch "VWR" oder die "Gesellschaft") ist gemäß den Größenkriterien des § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wird nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften und den Vorschriften des GmbHG aufgestellt und in Tausend EUR (TEuro) dargestellt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Darmstadt und ist mit der Firmierung VWR International GmbH unter der Registernummer HRB 7359 im Handelsregister eingetragen. Registergericht ist das Amtsgericht Darmstadt. Zur besseren Darstellung der Klarheit werden gemäß § 265 Abs. 7 HGB abweichend zu § 266 und § 275 HGB einige Positionen der Bilanz wie auch der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst dargestellt und entsprechend im Anhang aufgegliedert. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Bei entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen beträgt die Nutzungsdauer drei bis sieben Jahre. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Für erworbene Geschäfts- bzw. Firmenwerte und aus der Verschmelzung von Gesellschaften entstandene Firmenwerte wird auf Basis der eingetretenen und weiterhin erwarteten Nachhaltigkeit der erworbenen Geschäfte eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Die Abschreibung wird nach der linearen Methode berechnet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um den Geschäfts- oder Firmenwert mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihm am Abschlussstichtag beizulegen ist. Hohe Markteintrittsbarrieren und die verhältnismäßig geringe Anzahl von Anbieter führen zu einem weniger volatilen Markt und begründen damit die angesetzte Nutzungsdauer. Das bewegliche Anlagevermögen wird nach der linearen Methode abgeschrieben. Für technische Anlagen wird dabei eine Nutzungsdauer von 5-20 Jahren, für Betriebs- und Geschäftsausstattung eine Nutzungsdauer von 3-15 Jahren angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert unter EUR 250 werden direkt aufwandswirksam erfasst. Die noch nicht abgerechneten Kundenprojekte sind unter den Vorräten bilanziert und mit ihren Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten und Fertigungseinzelkosten sowie variable Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Zinsen für Fremdkapital werden nicht aktiviert. Die Bewertung der Handelswaren und geleisteten Anzahlungen auf Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten inkl. Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti und Boni. Erforderliche Abwertungen zur Berücksichtigung des Niederstwertprinzips wurden vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bilanziert. Ausfallrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen abgedeckt. Die Einbuchung der Forderungen in Fremdwährungen erfolgt zum Devisenkassamittelkurs zum Tag der Einbuchung. Forderungen in Fremdwährungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen - wie im Vorjahr - nicht vor. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde zum Stichtag 31. Dezember 2023 pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre) verwendet. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 bei Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes von 1,75 % als Durchschnitt der vergangenen 7 Jahre gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung beträgt TEuro 481. Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,20 % berücksichtigt. Rentensteigerungen werden je nach Pensionszusage mit 6,75 % alle drei Jahre berücksichtigt. Dabei wird von einer durchschnittlichen Fluktuation von 3 % p.a. ausgegangen. Der aus der Umstellung aufgrund der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ermittelte Anpassungseffekt zum 1. Januar 2010 wurde zu einem Fünfzehntel entsprechend der Erleichterungsvorschrift des Art. 67 Abs. 1 EGHGB bilanziert. Er wird jedes Jahr zu einem Fünfzehntel im Aufwand erfasst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung eines Gehaltstrends von 2,20 % sowie einer Fluktuation von 2,60 % mit einem Zinssatz von 1,75 % bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank abgezinst. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Einbuchung der Verbindlichkeiten in Fremdwährungen erfolgt zum Devisenkassamittelkurs zum Tag der Einbuchung. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen - wie im Vorjahr - nicht vor. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Mit der Gesellschafterin VWR International Management Services GmbH & Co. KG, Darmstadt, besteht mit Wirkung ab dem 1. Januar 2010 ein Ergebnisabführungsvertrag. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags ist VWR eine Organgesellschaft im Sinne des § 14 Absatz 1 Satz 1 i. V. m. § 17 Absatz 1 Satz 1 KStG. In der Folge ist das steuerliche Einkommen nicht der Organgesellschaft, sondern dem Organträger zuzurechnen. Künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen sind daher im Jahresabschluss des Organträgers, nicht aber bei der Organgesellschaft zu berücksichtigen. Daher erfolgt kein Ansatz latenter Steuern. Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn bei Lieferungen der Gefahrenübergang erfolgt ist. Im Projektgeschäft mit Werkvertragscharakter werden Umsätze gebucht, wenn der Vertrag erfüllt ist oder abgrenzbare Teilleistungen vom Kunden abgenommen worden sind. Effekte aus der Veränderung des Diskontierungszinssatzes oder Zinseffekte aus einer geänderten Schätzung, werden im Personalaufwand ausgewiesen. 3. Erläuterungen zur Bilanz3.1. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 3.2. Vorräte
3.3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen gegen Gesellschafter und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen fremde Dritte haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3.4. Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die anderen Forderungen bestehen gegen verbundene Unternehmen und resultieren überwiegend aus Cash-Pooling (TEuro 162.475; Vorj. TEuro 132.719), kurzfristigen Darlehen in Höhe von TEuro 5.009 (Vorj. TEuro 8.041) sowie weiteren Forderungen, insbesondere für aufgelaufene Zinsen in Höhe von TEuro 2.229 (Vorj. TEuro 657). Die anderen Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3.5. Aktive RechnungsabgrenzungAls aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf TEuro 550 (Vorj. TEuro 458). 3.6. EigenkapitalDas Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEuro 96.560 und gliedert sich in Gezeichnetes Kapital von TEuro 23.010, Kapitalrücklage von TEuro 15.162 sowie Bilanzgewinn von TEuro 58.388. Die Aufstellung der Bilanz erfolgt unter vollständiger Verwendung des Jahresergebnisses. Aus der Differenz der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben bzw. zehn Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 481. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. 3.7. PensionsrückstellungenAus der Umbewertung der Rückstellungen für Pensionen gemäß den Anforderungen des BilMoG ergab sich ein Unterschiedsbetrag, der zu einem Fünfzehntel im laufenden Jahr als sonstiger betrieblicher Aufwand in Höhe von TEuro 439 (Vorj. TEuro 439) erfasst wurde. Die nicht in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen betragen zum Bilanzstichtag TEuro 439 (Vorj. TEuro 878). 3.8. Sonstige RückstellungenDer Posten enthält im Wesentlichen Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von TEuro 1.165 (Vorj. TEuro 14) sowie Personalrückstellungen in Höhe von TEuro 5.022 (Vorj. TEuro 4.282) hauptsächlich für Boni und Gratifikationen an Mitarbeiter sowie Jubiläumsverpflichtungen und übrige Rückstellungen in Höhe von TEuro 5.317 (Vorj. TEuro 4.392) hauptsächlich für Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen, Rabatten/Preisnachlässen und Gewährleistungsverpflichtungen, deren Änderung im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen resultiert. 3.9. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unbesichert und haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3.10 Andere Verbindlichkeiten
Sämtliche andere Verbindlichkeiten sind unbesichert. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEuro 2.101 (Vorj. TEuro 793) enthalten. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter aus Gewinnabführung und die sonstigen Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1. UmsatzerlöseDie Gliederung der Umsatzerlöse nach Produktkategorien und Destinationen gliedern sich wie folgt: nach Produktkategorien:
Nach Destination:
Ausland, davon:
4.2. Sonstige betriebliche Erträge
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEuro 76 (Vorj. TEuro 249) ausgewiesen. 4.3. Materialaufwand
4.4. Personalaufwand und Mitarbeiter
4.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Weiterbelastungen von verbundenen Unternehmen ergeben sich aus den Verrechnungen der VWR International GmbH, Dietikon, Schweiz, für die Tätigkeit als strategischer Berater. 4.6. Finanzergebnis
5. Sonstige Angaben5.1. Mindestbesteuerung / Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGBBasierend auf den von der OECD im Dezember 2021 veröffentlichten "Pillar Two Model Rules" hat die Europäische Union im Dezember 2022 eine Richtlinie zur Sicherstellung eines globalen Mindeststeuerniveaus für multinationale Unternehmensgruppen verabschiedet. Gesetze zur globalen Mindeststeuer wurden in mehreren Ländern, in denen der Avantor-Konzern tätig ist, erlassen, darunter auch in Deutschland. Der Avantor-Konzern bzw. die Avantor Inc. fällt ab dem Geschäftsjahr 2024 in den Anwendungsbereich dieser Regeln. Wir erfassen keine latenten Steueransprüche und -schulden im Zusammenhang mit Ertragsteuern aus den "Pillar Two"-Regeln. Zum 31. Dezember 2023 ist zudem kein laufender Steueraufwand aufgrund der "Pillar Two"-Regeln angefallen, da diese erstmals im folgenden Geschäftsjahr anwendbar sind. Die Gesellschaft sowie der Avantor-Konzern bewerten laufend die Auswirkungen der "Pillar Two"-Regeln auf ihre jeweilige Steuerposition. Basierend auf einer vorläufigen Bewertung der Anwendbarkeit von zeitlich befristeten "Safe Harbour"-Regeln auf Grundlage tatsächlicher Finanzinformationen sowie nominaler Steuersätze in den Ländern, in denen der Avantor-Konzern tätig ist, sehen wir es als vernünftige Schätzung an, dass aufgrund der aktuellen Struktur des Konzerns, der Verteilung seiner Tätigkeiten und des derzeitigen Verrechnungspreissystems keine Ergänzungssteuern auf Ebene unserer Gesellschaft anfallen werden. 5.2. AusschüttungssperreDer zur Abzinsung der Pensionsrückstellungen verwendete Rechnungszins basiert auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vorangegangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Der Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen, der sich nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergeben würde, übersteigt den in der Bilanz angesetzten Betrag um TEuro 481. Dieser Betrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. 5.3. Nicht in der Bilanz enthaltene GeschäfteZum 31. Dezember 2023 bestehen außerbilanzielle Geschäfte in Form von operativen Leasingverhältnissen, diese stellen sich nach Fristigkeiten wie folgt dar:
Die Leasingvereinbarungen dienen der Sicherung der Liquidität sowie der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele. Nachteile aus den Leasingvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Leasingraten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufes des Leasing-Gutes übersteigen. Zudem hat der Leasingnehmer die laufenden Kosten wie Versicherungen, Reparaturen und Instandhaltungen zu übernehmen. 5.4. Sonstige finanzielle VerpflichtungenSonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insgesamt in Höhe von TEuro 3.582 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEuro 0) und resultieren aus Mietverträgen und umfassen einen Zeitraum bis zum Jahr 2028, davon entfallen TEuro 964 auf das Kalenderjahr 2024 (Vorj. TEuro 963). 5.5. GeschäftsführungEinzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. An die ehemaligen Geschäftsführer wurden im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von TEuro 56 gezahlt. Die bilanzierte Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern beträgt TEuro 790. 5.6. AufsichtsratDer gemäß § 77 Betriebsverfassungsgesetz 1952 gebildete Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat. 5.7. KonzernverhältnisseDie VWR International GmbH, Darmstadt, ist ein Tochterunternehmen der VWR International Management Services GmbH & Co. KG mit Sitz in Darmstadt und der VWR International BV mit Sitz in Amsterdam/Niederlande sowie ein mittelbares Tochterunternehmen der Avantor Inc. mit Geschäftssitz in Radnor/USA, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird und die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss kann bei der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) unter der Registernummer 00138912 eingesehen werden. 5.8. AbschlussprüferhonorarDas vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEuro 249 (Vorj. TEuro 223). 5.9. NachtragsberichtDie Avantor-Gruppe führt im Rahmen einer mehrjährigen Kostentransformationsinitiative ein Restrukturierungsprogramm 2024 durch. Die Initiative zielt darauf ab, die Kostenbasis der Gruppe zu verringern und ihre Präsenz und Organisationsstruktur zu optimieren, wobei der Schwerpunkt auf einer deutlichen Kostenverbesserung und Produktivität liegt. Der Anteil des geplanten Gesamtvolumens der Restrukturierungsmaßnahme, die die Gesellschaft betrifft, liegt im oberen einstelligen Millionenbetrag. Die Kosten sind Bestandteil der Verrechnungen an den strategischen Berater VWR international GmbH, Dietikon, Schweiz. 5.10. ErgebnisabführungsvertragMit der Gesellschafterin VWR International Management Services GmbH & Co. KG, Darmstadt, besteht mit Wirkung ab 1. Januar 2010 ein Ergebnisabführungsvertrag. 5.11. ErgebnisverwendungDer Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den ausgewiesenen Bilanzgewinn von TEuro 58.388 auf neue Rechnung vorzutragen.
Darmstadt, den 7. Mai 2025 Silvia Orlitsch Gregor Ostrowicz Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VWR International GmbH, Darmstadt PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der VWR International GmbH, Darmstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VWR International GmbH, Darmstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt 3. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt 3. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 7. Mai 2025 Deloitte
GmbH
Christian Booms, Wirtschaftsprüfer Johannes Müller, Wirtschaftsprüfer |
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