Synthes Tuttlingen GmbH
Selbe AdresseHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jannis Wittenberg seit 24.10.2025 | Geschäftsführer |
Gerald Schatz seit 3.7.2024 | Geschäftsführer |
Sean Jason Page seit 3.7.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Jabil Nypro International B.V. (vormals firmierend unter Nypro International Holdings B.V.) | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbHTuttlingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH, Tuttlingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 27. September 2024 EY
GmbH & Co. KG
Maurer, Wirtschaftsprüfer Engel, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. August 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. September 2022 bis 31. August 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Grundsätze der Rechnungslegung 1. Allgemeine Angaben Die Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH hat ihren Sitz in Tuttlingen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (HR B Reg.Nr. 769171). Die Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. August 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten erfolgte entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Im Einzelnen wurden die nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 Jahre, lineare Methode) vermindert. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten bilanziert und gem. § 253 Abs. 3 S. 3 HGB planmäßig über die Nutzungsdauer von 10 Jahren (lineare Methode) abgeschrieben, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden konnte. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (2 bis 10 Jahre) abgeschrieben. Die den Abschreibungen zugrundeliegenden Nutzungsdauern orientieren sich an der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen. Soweit notwendig wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten (und angemessenen Gewinn) vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sowie Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag eingestellt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Methode) ermittelt. Dabei werden zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt, sowie eine Fluktuation nach Standardwerten unterstellt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Auf- bzw. Abzinsung der Pensionsverpflichtungen basiert auf dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. August 2023 ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die Bewertung der Pensionsrückstellung basiert auf folgenden Rechnungsgrundlagen:
Die Fluktuation wurde gemäß einer branchenspezifischen Fluktuationstabelle zugrunde gelegt. Die Fluktuationsquoten bewegen sich, in Abhängigkeit vom Alter, zwischen 0,00 % und 8,00 %. Die Jubiläumsverpflichtungen werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Methode) berechnet. Die Rückstellung wurde zum 31. August 2023 mit einem Abzinsungssatz von 1,63 % abgezinst. Es wird aus Vereinfachungsgründen vom Wahlrecht einer pauschalen 15-jährigen Restlaufzeit gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen und Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzip bewertet. Bei einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden auch unrealisierte Kursgewinne vereinnahmt. Die aus der Umrechnung zum Abschlussstichtag angefallenen unrealisierten Kursgewinne und - verluste wurden neben den im Geschäftsjahr realisierten Kursgewinnen und -verlusten gesondert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. B. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich im Wesentlichen aus Cash Pool Forderungen in Höhe von T€ 6.522 (Vj. T€ 11.165) gegenüber der Jabil Circuit Netherlands B.V., Venray, Niederlande und betreffen in Höhe von T€ 355 (Vj. T€ 569) den laufenden Liefer- und Leistungsverkehr. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3. Eigenkapital Als gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital gemäß § 272 Abs. 1 S. 1 HGB i. V. m. § 5 GmbHG ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt T€ 25 und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage resultiert aus einer sonstigen Zuzahlung gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. 4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren zu Grunde gelegt. Bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes hätte sich ein Zinssatz von 1,63 % ergeben. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB beträgt T€ 289. Der Unterschiedsbetrag zum 31. August 2023 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB, sofern keine sonstigen freien Rücklagen zur Verfügung stehen. 5. Sonstige Rückstellungen Wesentliche Einzelposten unter den sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen (T€ 1.575, Vj. T€ 0), aufgrund von Bonus (T€ 229, Vj. T€ 718), 13. Monatsgehalt (T€ 601, Vj. T€ 554), Jubiläumszuwendungen (T€ 474, Vj. T€ 472), Urlaub (T€ 228, Vj. T€ 207), Gleitzeit (T€ 383, Vj. T€ 230), sowie Gewährleistung (T€ 30, Vj. T€ 26). 6. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen T€ 0 (Vj. T€ 6.745) auf die Gesellschafterin Nypro Deutschland GmbH resultierend aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Cash Pool Verbindlichkeiten (T€ 1.163; Vj. T€ 108) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 1.524; Vj. T€ 347). Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. 7. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Kerngeschäft, durch die Herstellung und den Verkauf von orthopädischen und chirurgischen Instrumenten (T€ 26.341, Vj. T€ 29.418), und durch konzerninterne Dienstleistungen (T€ 383, Vj. T€ 454) generiert. Die Umsatzerlöse aus dem Kerngeschäft wurden fast ausschließlich im Ausland erzielt. 8. Materialaufwand Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:
9. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind ausschließlich Erträge aus Währungsumrechnung enthalten. Davon entfallen T€ 141 (Vj. T€ 64) auf realisierte Währungsgewinne und T€ 1 (Vj. T€ 1) auf unrealisierte Währungsgewinne. Periodenfremde Erträge liegen im Geschäftsjahr keine vor. 10. Personalaufwand Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) gliedert sich wie folgt:
11. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung enthalten. Davon entfallen T€ 156 (Vj. T€ 136) auf realisierte Währungsverluste. Periodenfremde Aufwendungen liegen im Geschäftsjahr keine vor. 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen die Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 25 (Vj. T€ 76) und Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von T€ 7 (Vj. T€ 5). C. Sonstige Angaben 1. Außerbilanzielle Geschäfte, sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Ab Ende Oktober 2021 wurden von der Gesellschaft Grundstücke und Gebäude im Rahmen eines Leasingvertrags von der SYNTHES Medical Immobilien GmbH angemietet. Durch das Geschäft spart sich die Gesellschaft einerseits die liquiden Mittel für Investitionen in den Erwerb und die Instandhaltung der Grundstücke und Gebäude. Andererseits belasten die vertraglichen Leasingraten (T€ 320 im Geschäftsjahr 2023) die Liquidität sowie die Ertragslage über die Laufzeit des Leasingvertrags (6 Jahre). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 HGB resultierend aus dem Leasingvertrag stellen sich wie folgt dar:
Es bestehen keine Haftungsverhältnisse. Es gibt keine über die gesetzlichen und branchenüblichen Gewährleistungsverpflichtungen hinausgehende Verpflichtungen. 2. Beschäftigte Die Zahl der Mitarbeiter am Ende des Geschäftsjahres ohne Auszubildende beträgt 182 Arbeitnehmer. Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl während des Geschäftsjahres betrug 191 Mitarbeiter, welche sich in folgende Gruppen aufteilt: 91 Arbeiter, 73 Angestellte, 18 leitende Angestellte und 9 Auszubildende. 3. Geschäftsführung Beamer, David Bryan, Chief Financial Officer SVP, Concord, MA/Vereinigte Staaten, bis zum 22. April 2024 Mauch, Thomas Rudolf, Geschäftsführer, Vaihingen an der Enz. bis zum 12. Oktober 2022 Traud, Timothy Wayne, Senior Vice President Corporate Finance Jabil Curcuit Inc., Tampa FL/Vereinigte Staaten. bis zum 22. April 2024 Jaeggle, Ulrich, Geschäftsführer, Spaichingen. ab dem 1. Oktober 2022 Page, Sean Jason, Senior Vice President Corporate Finance Jabil Curcuit Inc., Saint Petersburg, FL/Vereinigte Staaten, ab dem 22. April 2024 Schatz, Gerald, Regional Controller, Berlin, Deutschland, ab dem 22. April 2024 Auf die Angabe der Gesamtbezüge der tätigen Geschäftsführer wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Herr Beamer, Herr Traud, Herr Page und Herr Schatz erhielten im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge von der Gesellschaft. Den Geschäftsführern wurden keine Vorschüsse oder Kredite eingeräumt. Auch Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personengruppe wurden nicht eingegangen. 4. Konzernverhältnisse Die Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH wird in den Konzernabschluss der Jabil Circuit Inc. St. Petersburg, FL 33716, Florida/USA, einbezogen. Die Jabil Circuit Inc. St. Petersburg, Florida/USA, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis an Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. 5. Abschlussprüferhonorar Die berechneten Honorare des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 betragen T€ 80 und betreffen ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 6. GewinnverwendungsvorschlagDas negative Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis 31. August 2023 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages von der Nypro Deutschland GmbH, Knittlingen, ausgeglichen. Eine entsprechende Forderung gegen verbundene Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst. 7. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Tuttlingen, den 15. August 2024 Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH Ulrich Jaeggle, Geschäftsführer Sean Jason Page, Geschäftsführer Gerald Schatz, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. September 2022 bis 31. August 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023I. Grundlagen des Unternehmens Die Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft" oder "Jabil Tuttlingen") wurde in 2019 gegründet und ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Nypro Deutschland GmbH mit Sitz in Knittlingen. Beide Unternehmen gehören zum Jabil-Konzern. Jabil ist ein weltweiter Anbieter von Fertigungslösungen, unter anderem in den Geschäftsfeldern Electronics und Medizintechnik (Jabil Regulated Industry). Jabil ist mit über 100 Firmen und insgesamt mehr als 140.000 Mitarbeitern in über 30 Ländern vertreten. Im Juli 2018 hat der Konzern der JABIL Circuit Inc. mit Sitz in Florida (USA) an Johnson & Johnson (J&J) ein verbindliches Angebot abgegeben, 14 Produktionswerke aus dem J&J-Konzern weltweit zu übernehmen, darunter auch das Werk der Synthes Tuttlingen GmbH. Die Übernahme wurde zum 26. Oktober 2020 umgesetzt. Die beiden Konzerne bilden eine strategische Partnerschaft, in der die Innovationskraft in der Entwicklung von Produkten von J&J mit den Fertigungs- und Lieferkettenlösungen von JABIL miteinander verbunden werden. Die Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH hat Ende Oktober 2020, nach dem Erwerb von betriebsnotwendigem Vermögen und der Übernahme von Mitarbeitern der Synthes Tuttlingen GmbH im Rahmen eines Asset Deals zwischen Jabil und J&J, den operativen Betrieb aufgenommen. Der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung medizinischer Instrumente für die Osteosynthese sowie für die Kiefer- und Wirbelsäulenchirurgie. Am Standort Tuttlingen werden Instrumente für die Bereiche Trauma (Brüche), Spine (Wirbelsäule) und Powertools im Rahmen einer Auftragsfertigung für die J&J Gruppe produziert. Die Hauptabnehmer sind Unternehmen der J&J Gruppe in der Schweiz und in den USA, die die von Jabil Tuttlingen hergestellten Produkte unter dem Markennamen von J&J weiterverkaufen. Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen. II. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft, Markt- und Absatzentwicklung Nach dem am 30.September 2023 veröffentlichten Ergebnis der Herbstumfrage des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) 2023 erwartet die Branche in 2023 weltweit ein Umsatzwachstum von 6,4 % und in Deutschland von 4,8 %. Die Medizintechnik-Branche zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erholt. Die Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH beliefert den Medizintechnikmarkt nicht direkt, sondern erzielt ihre Umsätze ausschließlich mit J&J-Unternehmen im Ausland, die wiederum den deutschen Markt und die internationalen Märkte bedienen. Durch diese Verbindung zum J&J- Konzern wirken sich die Entwicklungen einzelner Märkte nicht unmittelbar auf die Produktionsgesellschaft aus. Aufgrund der Einführung der Medical Device Regulation (MDR) durch die EU und der Kostensteigerungen bei Transport-, Rohstoff- und Energiepreisen erwarten lediglich 20 % der MedTech-Unternehmen Gewinnsteigerungen im Vergleich zum Krisenjahr 2022. Die MDR bedingten Sicherheitsbestände wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar in geringem Maße abgebaut, allerdings stieg das gebundene Kapital in Form von Halbfertigfabrikaten (T€ 1.310) und Rohmaterial (T€ 543) auf Grund des Transfers des Produktportfolios aus Umkirch weiter an. Die Gesellschaft produziert medizinische Produkte (Instrumente) im Werk Tuttlingen. Das Werk hat eine breite Produktpalette mit über 2.500 Artikeln einschließlich Fertigerzeugnisse und Halbfertigerzeugnisse. Halbfertigerzeugnisse werden üblicherweise nur innerhalb des JABIL- Konzerns an andere Werke verkauft. Die Produkte umfassen Instrumentarien aus den Fachgebieten Traumatologie, Wirbelsäuleninstrumentarien sowie Instrumente zur Behandlung von mund-, kiefer- und gesichtschirurgischen Eingriffen. Auf Grund des großen und breitgefächerten Portfolios ist die Fertigung zu einem großen Teil nicht automatisiert. Mechanische Bearbeitungen wie Drehen, Fräsen und Erodieren sind maschinelle Prozesse, welche auch automatisiert sind. Nachfolgende Prozesse sind zu einem hohen Anteil manuell und zeitintensiv. Diese sind schwer zu automatisieren. Saisonale Schwankungen gibt es bei den Instrumenten auf Grund der Budgetausstattung der Krankenhäuser. Hier ist erfahrungsgemäß der Bedarf im 1. Halbjahr höher, da hier noch größere finanzielle Mittel in den Krankenhäusern zur Verfügung stehen. 2. Beschaffung Im vergangenen Geschäftsjahr 2022/2023 hatte das Unternehmen keine Schwierigkeiten in der Materialwirtschaft. Sämtliche Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe waren trotz der Folgen des Ukraine- Krieges auf dem Beschaffungsmarkt in der erforderlichen Qualität jederzeit verfüg- und lieferbar. Nichtsdestotrotz kam es auf Grund des Ukraine-Krieges zu signifikanten Preissteigerungen und Lieferverzögerungen. Da weiterhin Mengenkontrakte für Rohmaterialien und Komponenten mit Lieferanten und Unterlieferanten bestehen, ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 lediglich geringe Preissteigerungen. Weiterhin ist aus diesem Grund auch für das nächste Geschäftsjahr nur von geringen Auswirkungen auf die Beschaffungspreise auszugehen. Bei unvorhergesehenen Beschaffungen (z. B. Ersatzteile für Maschinen) ist es hingegen weiterhin kritischer. Hier kann es zu sehr langen Lieferzeiten kommen, was zu Maschinenausfällen führen kann. Auf Grund der gestiegenen Energiekosten führen Stahl-Lieferanten Energie- bzw. Teuerungszuschläge ein. Aufgrund der Breite der Produktpalette ist es in der Medizintechnik außerordentlich wichtig, Materialien, Komponenten und Produkte kurzfristig liefern zu können. Aus diesem Grunde ist eine Bevorratung von Materialien und Komponenten unerlässlich. Das Unternehmen war nach unserer Einschätzung jederzeit in der Lage, Nachfrageschwankungen schnell und zuverlässig zu bedienen. 3. Zertifizierungen Das Unternehmen Jabil Tuttlingen unterliegt der DIN/ISO 9001 und der gesamte Produktionsprozess für die Herstellung von medizinischen Instrumenten unterliegt einem entsprechend DIN EN ISO 13485:2016 und ISO 45001:2018 geforderten und implementierten Qualitätsmanagementsystem und ist hierzu zertifiziert. Darüber hinaus ist das Umweltmanagement des Unternehmens nach ISO 14001:2015 zertifiziert. Es ist auch bei der FDA (U.S. Food & Drug Administration) für die Zulassung auf dem amerikanischen Markt registriert. 4. Investitionen Die für das Geschäftsjahr 2021/2022 geplante Investitionen in den Ersatz einer Drehmaschine mit einem Investitionsvolumen von ca. T€ 700 wurde im Juli des Geschäftsjahres 2022/2023 fertiggestellt. Die Investition in eine neue Fertigungszelle für Knochenhebel und Meißelklingen mit einem Investitionsvolumen von ca. T€ 700 wurde im September des Geschäftsjahres 2023/2024 finalisiert. Die ursprüngliche Investitionsplanung sah Ausgaben in Höhe von T€ 1.100 vor, auf Grund diverser Umstrukturierungen konnte der Betrag jedoch reduziert werden. Darüber hinaus wurden die geplanten Investitionen im Rahmen des Umkirch-Transfers in Höhe von T€ 390 umgesetzt. Weiterhin sind für das Geschäftsjahr 2023/2024 Investitionen in Höhe von T€ 765 für die Einführung einer neuen Software zur digitalen Transformation von Fertigungsprozessen geplant. Außerdem ist die Anschaffung zweier neuer Ultrakurzpulslaser geplant, die Investition in Höhe von T€ 570 wird voraussichtlich allerdings erst im Geschäftsjahr 2024/2025 stattfinden. 5. Finanzierung Die Finanzierung der Gesellschaft sowie Neuinvestitionen erfolgen aus eigenen Mitteln aus dem laufenden Cash-Flow, über Konzerndarlehen (Einbindung in das Cash-Pooling von Jabil Circuit Netherlands B.V.) sowie über erhaltene Anzahlungen. Um die Finanzlage zu überwachen, werden im Jabil-Konzern die Finanzströme über das zentrale Treasury gesteuert und verwaltet. Geldanlagen finden weitestgehend hausintern statt. Das Eigenkapital zum 31. August 2023 belief sich auf T€ 16.533. 6. Personalentwicklung Die durchschnittliche Anzahl unserer Mitarbeiter im Geschäftsjahr betrug 191 Mitarbeiter einschließlich Auszubildenden. Die Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH bildet selbst aus und hatte im Geschäftsjahr 2023 9 Auszubildende, die den Ausbildungsberuf des Werkzeugmachers, Fachrichtung Instrumententechnik erlernen. Es existieren alle üblichen betrieblichen Sozialleistungen, insbesondere auch eine betriebliche Altersvorsorge (Pensionskasse) und die Möglichkeit zur Direktversicherung. Der Schulungsbedarf der Mitarbeiter wird regelmäßig ermittelt. Resultierend aus diesen Ergebnissen werden entsprechende Schulungen geplant und durchgeführt. Die Personalrekrutierung im Tuttlinger Raum ist weiterhin schwierig. Fachkräfte wie CNC-Fräser und CNC-Dreher sowie Chirurgiemechaniker sind schwierig am freien Markt zu bekommen. Momentan ist die Personalsituation zufriedenstellend und es bestehen keine größeren Engpässe. 7. Umweltpolitik / Zertifizierung Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH ist nach DIN EN 13485:2016 (Erstzertifizierung nach OHSAS 18001) zertifiziert. Im Unternehmen ist ein EHS-System (Environment, Health & Security) auf Grund der Konzernrichtlinien etabliert. Das Unternehmen ist nach ISO 14001:2015 sowie nach ISO 45001:2018 zertifiziert. Das Management ist verantwortlich für die Einhaltung aller Umwelt- und Sicherheitsrichtlinien nach den lokalen Vorgaben. Ziel unseres Unternehmens ist es, vorhandene Ressourcen optimal zu nutzen und gleichzeitig auf den umwelt- und gesundheitsrelevanten Umgang mit Gefahrstoffen zu achten. III. Lage des Unternehmens 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum 31. August 2023 T€ 30.548 (Vj.: T€ 33.043). Der Rückgang entfällt im Wesentlichen auf die Minderung der Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 3.885 (Vj. T€ 4.539) entfielen am 31. August 2023 mit T€ 2.484(Vj. T€ 2.831) bzw. 8,1 % der Bilanzsumme auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Zusammenhang mit der Geschäftsübernahme von J&J und mit T€ 1.401 (Vj. T€ 1.708) bzw. 4,6 % der Bilanzsumme auf entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten, hauptsächlich Software. Die Summe der Sachanlagen beträgt T€ 3.789 (Vj. T€ 3.349) bzw. 12,4 % der Bilanzsumme, im Wesentlichen bestehend aus technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Summe der Vorräte beträgt zum Stichtag 31. August 2023 T€ 11.437 (Vj. T€ 9.559) bzw. 37,4 % der Bilanzsumme. Die Vorräte enthalten vor allem unfertige Erzeugnisse in Höhe von T€ 8.946 (Vj. T€ 7.636) bzw. 29,3 % der Bilanzsumme und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von T€ 2.464 (Vj. T€ 1.921) bzw. 8,1 % der Bilanzsumme. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Übernahme des Umkirch-Produktportfolios. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 11.402 (Vj. T€ 15.559) bzw. 37,3 % der Bilanzsumme entfallen mit T€ 417 (Vj. T€ 373) bzw. 1,4 % der Bilanzsumme auf sonstige Vermögensgegenstände, sowie mit T€ 3.584 (Vj. T€ 3.450) bzw. 11,7 % der Bilanzsumme auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 7.401 (Vj. T€ 11.737) ergeben sich im Wesentlichen aus Cash Pooling. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert hauptsächlich aus der Veränderung der Cash-Pool Forderung. Diese wiederum ist auf die Abführung des Ergebnisses des Geschäftsjahres 2021/2022 an die Muttergesellschaft zurückzuführen. Das Eigenkapital belief sich zum 31. August 2023 auf T€ 16.533 (Vj.: T€ 16.533). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 54,2 (Vj. 50,0 %). Zum 31. August 2023 bestehen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 5.474 (Vj. T€ 4.983) bzw. 17,9 % der Bilanzsumme und sonstige Rückstellungen in Höhe von T€ 3.637 (Vj. T€ 2.519) bzw. 11,9 % der Bilanzsumme. Die sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Urlaubs-, Bonus-, Jubiläumsrückstellungen, sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 4.904 (Vj. T€ 9.008) bzw. 16,1 % der Bilanzsumme entfallen mit T€ 2.687 (Vj. T€ 7.200) bzw. 8,8 % der Bilanzsumme auf solche gegenüber verbundenen Unternehmen, sowie mit T€ 2.057 (Vj. T€ 1.692) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Des Weiteren bestehen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 160 (Vj. T€ 116). 2. Finanzlage Es besteht ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Nypro Deutschland GmbH, Knittlingen. Die Finanzierung der Gesellschaft sowie Neuinvestitionen erfolgen aus eigenen Mitteln aus dem laufenden Cash-Flow sowie über Konzerndarlehen (Cash-Pooling von Jabil Circuit Netherlands BV). Bezüglich der im abgelaufenen Geschäftsjahr vorgenommenen und für das folgende Geschäftsjahr geplanten Investitionen verweisen wir auf die Angaben im Abschnitt "Investitionen". Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Hinsichtlich der Absicherung des Risikos von Wechselkursschwankungen zwischen Euro und US- Dollar mittels derivater Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) verweisen wir auf die Angaben im Anhang zu derivativen Finanzinstrumenten. 3. Ertragslage Für das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde erwartet, dass die Umsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich gesteigert werden können, tatsächlich kam es zu einem Rückgang um 10,5 %. Ein Grund für den Umsatzrückgang waren Erlöse im Vorjahr in Höhe von rund T€ 1.600, die aus vertraglichen Verpflichtungen des Kunden im Rahmen des Übergangs zu Jabil resultierten. Die Gesellschaft erwirtschaftete bis zum Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 Umsatzerlöse von T€ 26.724 (Vj. T€ 29.872). Die Umsatzerlöse wurden im Kerngeschäft bzw. aus der Herstellung und dem Verkauf von orthopädischen und chirurgischen Instrumenten (T€ 26.341, Vj. T€ 29.418) und durch konzerninterne Dienstleistungen (T€ 383, Vj. T€ 454) generiert. Die Umsatzerlöse aus dem Kerngeschäft wurden fast ausschließlich im Ausland erzielt. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen summierten sich im Geschäftsjahr auf T€ 18.069 (Vj. T€ 16.803) und beinhalten im Wesentlichen Personalaufwendungen, Materialaufwendungen und Abschreibungen. Der Anstieg der Herstellungskosten ist im Wesentlichen auf inflationsbedingte allgemeine Kostensteigerungen, sowie gestiegene Personalkosten und die Einmalzahlungen der Inflationsprämie zurückzuführen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz im Geschäftsjahr 2022/2023 betrug T€ 8.655 (Vj. T€ 13.069), die Brutto-Marge (Bruttoergebnis vom Umsatz in Prozent der Umsatzerlöse) 32,4 % (Vj. 43,8 %). Die allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2022/2023 auf T€ 3.799 (Vj. T€ 4.675), die sonstigen betrieblichen Erträge auf T€ 142 (Vj. T€ 65). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen T€ 5.277 (Vj. T€ 4.254), diese setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Wartungen, Reparaturen, Energie und Mieten zusammen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den inflationsbedingten allgemeinen Kostensteigerungen. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 war ein leichter Rückgang des Ergebnis vor Steuern und Zinsen geplant, es ergab sich ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen von T€ -344 (Vj. T€ 4.155) sowie ein Ergebnis vor Gewinnabführung von T€ -149 (im Vj. Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von T€ 4.102). Das geplante Ergebnis vor Steuern und Zinsen wurde somit deutlich verfehlt. Die verschiedenen Gründe für diese Entwicklung wurden oben erläutert. Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2022/2023 insgesamt verhalten. Grund für die verhaltene Geschäftssituation im Geschäftsjahr 2022/2023 ist hauptsächlich auf die Integration des Standorts Umkirch in Tuttlingen zurückzuführen. Umkirch produzierte nahezu ein identisches Produktportfolio als Tuttlingen. Aus diesem Grunde wurden 300 verschiedene Artikel in das Portfolio in Tuttlingen übernommen. IV. Risikomanagementziele und -methoden Die Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH ist im Rahmen Ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Das Unternehmen verfügt über ein etabliertes System, um Risiken frühzeitig zu erkennen, diese im Management zu kommunizieren, potenzielle Auswirkungen zu benennen und geeignete Maßnahmen zur Mitigierung zu implementieren. Je nach Risikoprofil werden auch korrigierende und vorbeugende Maßnahmen eingeleitet und "lessons learned" Erkenntnisse aktiv im Unternehmen eingebracht und umgesetzt. Aus produktionstechnischer Sicht gehören der Abriss von Lieferketten (z. B. Rohmaterial) und der Ausfall von Produktionsanlagen zu den Hauptrisiken. Die Produktionsplanung ist direkt an den Kundenanfragen/Bestellungen orientiert. Die Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH steht in regelmäßigem Austausch mit seinen Zulieferern, um im Bedarfsfall frühzeitig agieren zu können. Sie bezieht nur Zulieferprodukte von Lieferanten, die zuvor einer sog. "supplier evaluation" unterzogen und intern freigegeben wurden. Des Weiteren erfolgt die Auditierung unserer Lieferanten auf einem risikobasierten Ansatz (z. B. erhöhte Auditfrequenz nach einer Reklamation). Die Zulieferprodukte unterliegen der Kontrolle über eine Wareneingangsprüfung. Der Bereich Logistik überwacht die im Lager befindlichen Mengen und löst bei Unterschreitung einer Mindestmenge eine Bestellung aus. Aufgrund des oben beschriebenen Geschäftsfeldes der Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH wird das Unternehmen regelmäßig von zertifizierten Stellen (z. B. TÜV) als auch von seinem Kunden (J&J) auditiert, um sicherzustellen, dass die normativen Anforderungen korrekt umgesetzt sind. Zur Effizienzsteigerung und Optimierung von Prozessen findet der Lean Six Sigma Ansatz im Unternehmen Anwendung. Durch die Zugehörigkeit zum JABIL-Konzern hat Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitssicherheit (Environment, Health and Safety, EHS) einen besonders hohen Stellenwert. Im AIM Programm werden die EHS Managementsysteme und Leitlinien für die Rahmenbedingungen am Standort definiert. Oberstes Gebot hierbei ist die Risikominimierung gegenüber den Mitarbeitern und der Umwelt. Anlagen, Produkte und Emissionen werden überwacht und dokumentiert. Die Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Es werden hierzu regelmäßige Interne- und Konzern-Audits durchgeführt, um die Einhaltung der Vorschriften zu überprüfen. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 1. Chancen Es ergeben sich große Chancen, weitere medizinische Instrumente am Standort Tuttlingen herzustellen. Grund hierfür sind die stark gestiegenen regulatorischen Anforderungen im medizinischen Umfeld, die von vielen kleinen mittelständischen regionalen Lieferanten und Zulieferern nicht mehr in ausreichendem Maße erbracht werden können. Diese Entwicklung erfordert ein Umdenken in der gesamten Branche. Die im Vorjahr geplante Hereinnahme von bisher extern gefertigten Vorprodukten und Halbteilen (Insourcing) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu großen Teilen realisiert werden und wird aus vorgenannten Gründen auch im Jahr 2024 weiter im Fokus stehen. Zudem arbeitet das Unternehmen intensiv mit unserem Kunden J&J zusammen, um neue und bestehende Instrumente von anderen Produktionsstandorten in das Sortiment der Gesellschaft zu übernehmen sowie neue Produkte mit dem Kunden zu entwickeln. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um traumatologische Instrumente. Jabil hat diesen Trend zur Konsolidierung auf Grund der stetig steigenden regulatorischen Anforderungen erkannt und will die positive Geschäftsentwicklung durch Förderung von innovativen und integrierten Produktlösungen sicherstellen. In der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen des JABIL-Konzerns sehen wir große Chancen unsere Produktion zukunftssicher umzugestalten und das Ziel der Skalierung der Produktion zu erreichen, sowie daraus resultierend auch eine Erweiterung des Kundenportfolios durch Gewinnung zusätzlicher Kunden. Die Zugehörigkeit zum JABIL-Konzern ist hierbei nach Ansicht der Geschäftsführung von großem Nutzen, um neue Produkte in das Portfolio aufnehmen zu können. Das Vertrauen unserer Geschäftspartner ist für uns Ansporn und Motivation, durch stetige Weiterentwicklung unserer Fertigungstechniken, zukünftig anspruchsvollen Kundenwünschen gerecht zu werden und sie bei Neuentwicklungen unterstützen zu können. 2. Risiken Aufgrund des Ukraine-Krieges und der weltweiten Engpässe diverser Lieferketten kam es zu Preissteigerungen und Lieferverzögerungen. Diese halten sich nach Ansicht der Geschäftsführung aktuell noch in Grenzen, da für bestimmte Rohmaterialien/Komponenten Mengenkontrakte mit Lieferanten und Unterlieferanten bestehen, allerdings ist die Situation kritischer bei unvorhergesehenen Beschaffungen (z. B. Ersatzteile für Maschinen), da es hier zu sehr langen Lieferzeiten kommen kann, was zu Maschinenausfällen führen kann. Auf Grund der gestiegenen Energiekosten führen Stahl-Lieferanten Energie- bzw. Teuerungszuschläge ein, weiterhin stammen Teile des von Lieferanten und Zwischenhändlern verwendeten bzw. vertriebenen rostfreien Stahls und diverse Vorprodukte aus der Ukraine, woraus ein weiteres Preis- oder Ausfallrisiko resultiert. Sofern diese Kosten nicht zeitnah und im gleichen Umfang an Kunden weitergegeben werden können, birgt dies nach Ansicht der Geschäftsführung das Risiko einer verstärkten Margenerosion. Direkte Auswirkungen oder Risiken aus dem Ukraine-Krieg ergeben sich nicht, da die Gesellschaft keine Geschäftsbeziehungen in diese Länder unterhält. Ein überschaubares Risiko besteht nach unserer Einschätzung auf Grund der Übernahme des operativen Geschäfts von J&J darin, dass bis auf Weiteres eine Abhängigkeit vom alleinigen Kunden J&J besteht. Fast alle Umsatzerlöse resultieren aus dieser Geschäftsbeziehung. Der Produktionsvertrag mit J&J ist auf eine langfristige Kooperation ausgerichtet (Initiale Laufzeit bis 2034 mit Zwei Verlängerungsoptionen um jeweils 5 Jahre). Dabei hat J&J der Gesellschaft bestimmte Abnahmemengen zuzuweisen. Haftungsrisiken sind im Wesentlichen durch entsprechende Versicherungen gem. Produktionsrahmenvertrag abgedeckt. Wesentliche Bestandsgefährdungen für das Unternehmen in der zukünftigen Entwicklung bestehen nach unserer Einschätzung nicht. Wir haben keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden würden. Der Gesundheitsmarkt ist einer der wichtigsten Zukunftsmärkte. Wir gehen deshalb auch für die Zukunft von einem robusten Wachstum aus. V. Prognosebericht und Ausblick Nach Angaben des Bundesverbandes Medizintechnologie in der MedTech-Marktpräsentation vom 17. Oktober 2023 beträgt die jährlich erwartete Umsatzwachstumsrate in der weltweiten Medizintechnikbranche 6,4 %. Auf Grund erheblicher Auftragsrückstände aus dem übernommenen Umkirch-Produktportfolio und der übergangsweisen unvorteilhaften Bepreisung der Artikel geht die Geschäftsleitung stand heute davon aus, dass die Umsatzerlöse leicht rückläufig sein werden. Auf Grund des Umsatzrückgangs erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein negatives Ergebnis vor Steuern und Zinsen das leicht schlechter als das Vorjahresergebnis vor Steuern und Zinsen ist. Die Lage des Unternehmens ist nach Einschätzung der Geschäftsführung stabil. Es sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden bzw. einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben.
Tuttlingen, 15. August 2024 Jabil Tuttlingen Manufacturing GmbH Ulrich Jaeggle, Geschäftsführer Sean Jason Page, Geschäftsführer Gerald Schatz, Geschäftsführer Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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