Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 18531
Eingetragen
29.1.2001
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Handwerkzeugen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Werkzeugen, Kunststoffteilen und Prüfvorrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Dr. Ebert
seit 15.12.2022
Geschäftsführer
Jürgen Erkert
seit 7.11.2022
Geschäftsführer
Kai Reisner
seit 9.9.2020
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wesko GmbH

Stollberg/Erzgeb.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

I. Grundlagen des Unternehmens

I. 1. Gegenstand des Unternehmens

Die WESKO GmbH ist ein Komplettanbieter für innovative Präzisionslösungen vom Engineering über Werkzeuge und Prototypen bis hin zu Spritzguss-Serienfertigung und Sonderlösungen in den Geschäftsbereichen des Werkzeug- und Formenbaus, der Kunststoffverarbeitung sowie der Prüftechnik. Wir arbeiten nach höchsten Qualitätsmaßstäben und sind zertifiziert nach DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 14001, IATF 16949 und DIN EN ISO 50001.

I. 2. Forschung und Entwicklung

Basis für die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens ist die langjährige Erfahrung in Entwicklung und Herstellung von Präzisionsspritzgussformen, Prüftechnik für elektrische Komponenten und Sondersteckverbindern. Als Entwicklungspartner begleiten wir unsere Kunden in allen Etappen der Produktentwicklung, vom Prototypenbau über die Fertigungsplanung bis zur Serie. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist hierbei unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter insbesondere in Entwicklung und Konstruktion. Jedes unserer Produkte wird individuell und kundenspezifisch entwickelt und produziert. Neben dem operativen Tagesgeschäft pflegen wir seit vielen Jahren aktiv und sehr intensiv die Zusammenarbeit mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Im besonderen Fokus sind an dieser Stelle Themenschwerpunkte wie Mikrospritzguss, die 2-K-Technologie und Spritzgusswerkzeuge für die Wasserstofftechnologie, funktionale Textilien, der Einsatz additiver Fertigungsverfahren oder neuartige Werkstoffe zu nennen.

II. Geschäftsbericht

II. 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,12 Billionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr weist dieser Wert eine nominale Steigerung aus. Der Anstieg ist allerdings auf gestiegene Preise zurückzuführen. Der anhaltende Ukrainekrieg und die hohen Energiekosten dämpfen die wirtschaftliche Entwicklung in allen Branchen.

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 Prozent gesunken.

Die Zulassungszahlen der Neufahrzeuge in Deutschland sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 7,3 Prozent angestiegen. Der Anteil von alternativen Antriebskonzepten (Hybrid-Modelle und reine Elektroautos) liegt in der Statistik bei 37,9 Prozent. Der Wegfall der steuerlichen Fördermöglichkeiten Ende 2023 führte zu einem starken Kaufzuwachs im letzten Monat des Jahres. Die Anzahl von neu zugelassenen Elektro-Fahrzeugen ist für unser Geschäftsfeld Prüftechnik ein guter Richtungsindikator zur Einschätzung der Entwicklung in den kommenden Jahren.

Die unklare Situation durch lokale Kriegsherde in der Ukraine und Israel sowie die diffuse Situation im Energiemarkt erschweren die Planbarkeit aus Unternehmersicht. Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein.

Die Marktsituation ist in den letzten Jahren durch Konzentration des Einkaufs unserer Kunden gekennzeichnet. Wir begegnen dieser Entwicklung durch innovative Produkte, ein hohes Maß an Qualität und Verlässlichkeit. Des Weiteren ergänzen wir unsere Produktionsbereiche in den Geschäftsfeldern verstärkt durch vor- und nachgelagerte Prozessschritte. Erfolgreich und inzwischen in allen Geschäftsfeldern lückenlos etabliert sind die intensiven Kundendialoge. Sowohl im Vorfeld als auch die Betreuung im After Sales Market mit Wartungs- und Servicetätigkeiten werden sehr positiv angenommen. Die Weiterentwicklung der WESKO GmbH vom Präzisionslieferanten zum Systempartner zeigt die ersten messbaren Erfolge.

II. 2. Geschäftsverlauf

Auch im dritten Jahr in Folge konnte die WESKO GmbH ein Umsatzwachstum generieren. Im Jahr 2023 ist es gelungen, den bisher höchsten Umsatzwert seit Bestehen der Firma zu verzeichnen.

Einen großen Anteil am Ergebnis haben die beiden Geschäftsfelder Prüftechnik und Werkzeugbau was letztendlich zu einer Steigerung der Umsatzerlöse zum Vorjahr geführt hat.

Verhalten und sicherlich geprägt von dem allgemeinen reservierten Kundenverhalten war die Entwicklung im Geschäftsfeld Serienfertigung von Spritzgussteilen, welches im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang zu verzeichnen hatte.

Der Exportanteil betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr ca. 29 Prozent. Bezüglich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verweisen wir auf die nachfolgenden Ausführungen.

II. 3. Lage

a) Ertragslage

Die Umsätze haben sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 4,0 Prozent erhöht und das Jahresergebnis konnte um 12,6 Prozent gesteigert werden.

Damit konnten die im Lagebericht 2022 dargestellten Erwartungen zum Umsatz und Jahresüberschuss 2023 (leichte Steigerung der Ergebnisse von 2022) aufgrund der überwiegend guten Auftragslage erfüllt werden, da in den Bereichen Prüftechnik und Werkzeugbau deutliche Umsatzzuwächse zu verzeichnen waren.

Hinsichtlich der Umsatzentwicklung ergibt sich innerhalb der WESKO GmbH kein einheitliches Bild in den einzelnen Geschäftsbereichen. Während in der Prüftechnik und im Werkzeugbau bessere Umsatzwerte (im Vergleich zum Vorjahr) erreicht werden konnten, war im Geschäftsbereich Kunststofffertigung eine gewisse Beauftragungszurückhaltung besonders im letzten Kalenderquartal 2023 seitens der Kunden zu spüren.

Die Rohstoffpreise, insbesondere die Kunststoffgranulate, zeigen schwache Tendenzen zu niedrigeren Einkaufswerten.

Kritisch ist zudem die Entwicklung der Energiepreise zu sehen, die insbesondere den energieintensiven Geschäftsbereich Kunststoffverarbeitung belasten. Das eingeführte Energie- und Umweltmanagementsystem hat sich bewährt, konnte aber die Ertragssituation nur unwesentlich verbessern.

Die Personalaufwendungen sind vor allem aufgrund von Lohn- und Gehaltssteigerungen (bei durchschnittlich geringeren Mitarbeiterzahlen) gestiegen. Die Fachkräftegewinnung in bestimmten Berufsgruppen gehört auch weiterhin zu den schwierigsten Herausforderungen im Unternehmen. Dem wird durch eigene Ausbildung und Qualifizierung sowie die Gewinnung von Mitarbeitern durch die Wahrnehmung der WESKO GmbH als attraktiver Arbeitgeber begegnet.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der WESKO GmbH ist als sehr stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist unter Nutzung von Skonti zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Liquidität ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet gewesen mit einem deutlichen Anstieg zum Jahresende 2023. Bestehende Kontokorrentlinien mussten nie beansprucht werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen ca. 19,4 Prozent (Vj. 19,5 Prozent) der Bilanzsumme aus. Diese resultieren aus der Fremdfinanzierung von Investitionen, insbesondere im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung des neuen Unternehmensstandortes sowie aus der Finanzierung von technischen Anlagen und Maschinen.

Im Geschäftsjahr 2023 waren nach investitionsstarken Vorjahren nur Investitionen in Höhe von TEuro 110,1 zu verzeichnen. Künftig ist die qualitativ hochwertige Erweiterung der Produktionskapazitäten und die Digitalisierung unserer Wertschöpfungsprozesse als wesentliche Voraussetzung für weiteres Wachstum vorgesehen.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote hat sich im Geschäftsjahr 2023 auf 68,3 Prozent (Vj. 64,9 Prozent) verbessert. Langfristige Anlagen sind durch das Eigenkapital sowie durch Fremdkapital gedeckt. Im Bereich des Working Capital übersteigen kurzfristige Forderungen und Bankbestände die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Bezogen auf die WESKO GmbH insgesamt kann die wirtschaftliche Lage als gut bis sehr gut eingeschätzt werden.

II. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zentrale Leistungsindikatoren sind der Umsatz sowie der Jahresüberschuss.

Weiterhin sind für betriebs- und konzerninterne Zwecke das Profit-Center-Ergebnis vor Steuern sowie verschiedene Aufwandskennzahlen bezogen auf die Gesamtleistung für jeden Geschäftsbereich sowie für das Unternehmen insgesamt relevant.

Zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen weichen Fertigungsverfahren und Technologien, Anlagen-, Material- und Personalintensität sowie Markt- und Wettbewerbsumfeld sowohl hinsichtlich der Beschaffungs- als auch der Absatzmärkte zum Teil stark voneinander ab, sodass sich auch die jeweiligen Kennzahlen für jeden Geschäftsbereich unterscheiden.

III. Prognosebericht

Nach Einschätzung der Bundesregierung wird für 2024 ein volkswirtschaftliches Wachstum von weniger als ein Prozent erwartet.

Unsere Planungen für die WESKO GmbH gehen derzeit davon aus, dass wir im Jahr 2024 die Ergebnisse des Jahres 2023 hinsichtlich Umsatz und Jahresüberschuss wiederholen können.

Kritische Faktoren zur Erreichung der gesetzten Ergebnisziele sind zum einen die Beherrschung der Material- und Energieaufwendungen, die unklaren politischen Rahmenbedingungen für die Industrie und zum anderen ein kontinuierlicher und ausreichender Auftragseingang, insbesondere im Geschäftsbereich Werkzeugbau und Prüftechnik. Beide Geschäftsfelder sind sehr wertschöpfungsintensive Projektgeschäfte im Unternehmen. Unsicherheiten bestehen in der Entwicklung der Energiepreisthematik, die wesentlich das Seriengeschäft im Spritzgussbereich belasten. Besonders der Wegfall der Steuerprämie für Elektrofahrzeuge führte zu einem deutlichen Kaufrückgang und könnte die Umsatzerwartungen im Geschäftsfeld Prüftechnik nachhaltig beeinflussen.

Zum Stichtag steht ein Auftragsbestand von ca. 2,3 Mio. Euro (Vj. 4,2 Mio. Euro) zu Buche. Vorbehaltlich der vorgenannten Unwägbarkeiten sind aktuell keine Indikatoren ersichtlich, die die obigen Zielsetzungen unwahrscheinlich erscheinen lassen.

IV. Chancen- und Risikobericht

IV. 1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

Sollten sich die Unwägbarkeiten bezüglich umweltpolitischer Vorgaben verstärken und sollte sich dadurch die Konjunktur, insbesondere im Hinblick auf die Automobilindustrie abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Zudem birgt die politische Situation Risiken, wodurch Rückkopplungen auf die wirtschaftliche Entwicklung nicht ausgeschlossen werden können. Beispielhaft seien Unsicherheiten bezüglich der Verbrennungsmotorentechnik, internationale Handelsstreitigkeiten, Ukraine-Krieg, die Versorgungssicherheit und Preisentwicklung an den Energiemärkten, etwaige Restriktionen bezüglich der Verwendung verschiedener Kunststoffe oder die weitergehende Energie- und CO 2 -Bepreisung genannt.

Die Gewinnung von Fachkräften/Arbeitskräften in bestimmten Berufsgruppen gestaltet sich in verschiedenen Branchen sehr schwierig. Nicht nur in Deutschland sinkt die Auslastung von Produktionskapazitäten, sondern zeichnet sich als globales Thema ab.

b) Ertragsorientierte Risiken

Insbesondere im Seriengeschäft und Automobilzulieferergeschäft ist der Wettbewerbs- und Preisdruck vergleichsweise hoch. Hieraus resultieren Umsatzrisiken in nahezu allen Geschäftsfeldern. Gleiches gilt für Kunden, die im vorstehenden Segment operieren, deren Risiken auf uns als Zulieferer durchschlagen. Im Investitionsgütergeschäft ist das Vertrauen der Kunden in eine robuste wirtschaftliche und verlässliche politische Entwicklung wesentliche Voraussetzung für Investitionsentscheidungen. Unklarheiten und diffuse Prognosen bezüglich der Stabilität im Energiepreissektor in Deutschland machen eine Produktpreisbildung auf längere Sicht unmöglich. Preisverschiebungen noch oben können gar nicht oder nur teilweise an unsere Kunden weitergegeben werden. Die Mindestlohnthematik konnte weitestgehend abgefedert werden.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind finanzwirtschaftliche Risiken derzeit nicht erkennbar. Währungs- oder Zinsrisiken bestehen nicht.

IV. 2. Chancenbericht

Die verschiedenen vorgenannten Risiken werden durch eine Reihe geeigneter Maßnahmen des Managements adressiert. Insbesondere im Hinblick auf das Markt- und Wettbewerbsumfeld wird eine konsequente strategische Ausrichtung auf Innovation, Präzision und Qualität sowie Reaktionsschnelligkeit und eine hohe Wertschöpfungstiefe verfolgt. Ebenfalls sichert die Fokussierung auf zukunftsträchtige Märkte, Branchen und Technologien wie z. B. Medizintechnik, Brennstoffzellentechnologie oder Mikrospritzguss inkl. Technologieführerschaft sowie die enge Zusammenarbeit mit namhaften Forschungseinrichtungen neben den traditionellen Geschäftsfeldern die Zukunftsfähigkeit der WESKO GmbH.

Darüber hinaus wird permanent an Effizienzverbesserungen bezüglich des Materialeinsatzes gearbeitet. Die vermehrte Installation von automatisierten oder teilmechanisierten Systemlösungen in der Produktion erhöhen die Ausbringung und entlasten die Personalengpässe besonders im Schichtbetrieb. Mit der vollzogenen Einführung eines Energie- und Umweltmanagementsystems werden die genannten energie- und umweltbezogenen Risiken adressiert.

Daneben wurden mit der Inbetriebnahme des neuen Standortes Stollberg im Jahr 2014 sowie dessen im Geschäftsjahr 2020 fertiggestellte Erweiterung nicht nur verbesserte energetische Rahmenbedingungen sowie die räumlichen und technischen Voraussetzungen für künftiges Wachstum geschaffen. Vielmehr entstand ein Werksgebäude mit moderner und hochwertiger technischer Ausstattung sowie attraktiven Arbeitsbedingungen, welches die Reputation der WESKO GmbH und die Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber für Fachkräfte und Auszubildende fördert.

IV. 3. Gesamtaussage

Unternehmerisches Handeln ist stets risikobehaftet, sodass den unternehmerischen Chancen stets entsprechende Risiken gegenüberstehen. Diese Risiken werden durch geeignete Maßnahmen des Managements adressiert, sodass die Chancen überwiegen. Es sind keine Anzeichen erkennbar, die die geplante positive Geschäftsentwicklung unwahrscheinlich erscheinen lassen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind nicht ersichtlich.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme und waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen und in der Regel unter Nutzung von Skonti beglichen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus Eigenmitteln sowie von nachrangiger Bedeutung mittels Lieferantenkrediten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Stollberg, 28. Februar 2024

gez. Dr. Andreas Ebert, Geschäftsführer

gez. Jürgen Erkert, Geschäftsführer

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 8.302.220,66 9.206.627,66
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 35.674,00 84.880,00
II. Sachanlagen 8.265.546,66 9.120.747,66
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.376.715,66 6.625.688,66
2. technische Anlagen und Maschinen 1.557.585,00 2.154.652,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 331.246,00 340.407,00
III. Finanzanlagen 1.000,00 1.000,00
B. Umlaufvermögen 8.484.688,29 7.158.738,55
I. Vorräte 4.609.982,42 5.061.054,60
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 528.048,17 824.031,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.626.773,54 1.125.690,62
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 230.981,39 148.166,43
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.395.792,15 977.524,19
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.247.932,33 971.993,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.269,04 24.693,28
D. Aktive latente Steuern 22.857,05 16.406,20
Aktiva 16.836.035,04 16.406.465,69

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.504.772,34 10.651.007,42
I. ausgegebenes Kapital 90.000,00 90.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
2. eigene Anteile -10.000,00 -10.000,00
II. Kapitalrücklage 508.702,30 508.702,30
III. Gewinnrücklagen 1.010.000,00 1.010.000,00
IV. Gewinnvortrag 8.842.305,12 8.106.610,07
V. Jahresüberschuss 1.053.764,92 935.695,05
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 700.406,00 737.037,00
C. Rückstellungen 723.127,86 688.473,43
D. Verbindlichkeiten 3.907.728,84 4.329.947,84
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.273.200,45 3.205.865,23
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 356.734,92 308.855,23
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.916.465,53 2.897.010,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 166.667,00 1.221,40
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 166.667,00 1.221,40
3. sonstige Verbindlichkeiten 467.861,39 1.122.861,21
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 467.861,39 1.122.861,21
Passiva 16.836.035,04 16.406.465,69

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.622.196,22 10.315.614,89
2. Personalaufwand 5.656.143,18 5.444.406,41
a) Löhne und Gehälter 4.536.031,72 4.510.642,32
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.120.111,46 933.764,09
davon für Altersversorgung 9.911,02 13.642,83
3. Abschreibungen 1.014.543,76 1.117.656,63
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.014.543,76 1.117.656,63
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.388.700,70 2.372.252,42
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 10,06
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.666,96 262,22
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 53.358,36 43.532,25
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 447.168,96 391.342,60
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 6.450,85
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 4.202,38
9. Ergebnis nach Steuern 1.064.958,28 946.686,80
10. sonstige Steuern 11.193,36 10.991,75
11. Jahresüberschuss 1.053.764,92 935.695,05

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die WESKO GmbH mit Sitz in Stollberg ist beim Amtsgericht Chemnitz unter HRB 18531 im Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss der Wesko GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den entsprechenden größenabhängigen Erleichterungen Gebrauch gemacht.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Wert bis zu EUR 250,00 wurden im Jahr des Zugangs als Aufwand verbucht.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Zeitwerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen wurden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung etwaiger Ausfallrisiken wurde eine Einzelwertberichtigung in Höhe von EUR 2.000,00 auf den Forderungsbestand vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von EUR 7.000,00 Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Abzinsungszinssätzen der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im nachstehenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 525.118,44 553,78 0,00 0,00 525.672,22
Immaterielle Vermögensgegenstände 525.118,44 553,78 0,00 0,00 525.672,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.177.131,45 10.328,20 0,00 0,00 8.187.459,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.170.525,88 31.683,71 0,00 11.918,20 9.190.291,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.204.878,77 67.573,07 0,00 34.547,14 1.237.904,70
18.552.536,10 109.584,98 0,00 46.465,34 18.615.655,74
Sachanlagen
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
Finanzanlagen 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
Summe Anlagevermögen 19.078.654,54 110.138,76 0,00 46.465,34 19.142.327,96
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 440.238,44 49.759,78 0,00 489.998,22
Immaterielle Vermögensgegenstände 440.238,44 49.759,78 0,00 489.998,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.551.442,79 259.301,20 0,00 1.810.743,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.015.873,88 628.749,71 11.917,20 7.632.706,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 864.471,77 76.733,07 34.546,14 906.658,70
Sachanlagen 9.431.788,44 964.783,98 46.463,34 10.350.109,08
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 9.872.026,88 1.014.543,76 46.463,34 10.840.107,30
Buchwert
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.674,00 84.880,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 35.674,00 84.880,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.376.715,66 6.625.688,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.557.585,00 2.154.652,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 331.246,00 340.407,00
Sachanlagen 8.265.546,66 9.120.747,66
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.000,00 1.000,00
Finanzanlagen 1.000,00 1.000,00
Summe Anlagevermögen 8.302.220,66 9.206.627,66

Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gegen verbundene Unternehmen sowie sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist kein Disagio enthalten (Vorjahr: EUR 0,00).

Eigenkapital

Das Stammkapital von 100.000,00 EUR ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes sind eigene Anteile in Höhe des Nennbetrages als Korrekturposten zum Eigenkapital ausgewiesen (§ 272 Abs. 1 a HGB). Der den Nennbetrag übersteigende Teil der Anschaffungskosten wurde von den frei verfügbaren Rücklagen abgezogen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen, Urlaubsverpflichtungen und Überstunden, Gratifikationen, Jubiläumsverpflichtungen, Aufbewahrungspflichten, Verpflichtungen aus Lieferkontrakten und Rückstellungen für Jahresabschlusskosten.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 22.857,05 (Vorjahr: EUR 16.406,20). Dieser entfällt ausschließlich auf aktive latente Steuern.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen in Höhe von EUR 1.689.525,85, es handelt sich hierbei ausschließlich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Grundschulden und Sicherungsübereignung besichert sind, beträgt EUR 3.273.200,45 (davon EUR 3.273.200,45 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten).

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus der im Jahr 2023 beschlossenen Ausschüttung aus dem Jahresüberschuss 2022 in Höhe von EUR 200.000,00 (gezahlt in 2024). Davon sind EUR 166.667,00 unter den "Verbindlichkeíten gegenüber verbundenen Unternehmen" ausgewiesen und EUR 33.333,00 unter den "sonstigen Verbindlichkeiten".

Haftungsverhältnisse / Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Zeitpunkt des Bilanzstichtages aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 943,8.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren jahresdurchschnittlich 110 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 41 Angestellte und 69 gewerbliche Mitarbeiter.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren zum Geschäftsführer bestellt:

Jürgen Erkert, Geschäftsführer

Dr. Andreas Ebert, Geschäftsführer

Soweit dieser Anhang darüber hinaus keine Angaben über sonstige, nach §§ 264 ff. oder 284 ff. HGB angabepflichtige Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.

Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Von den Vorschriften der Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB und nachträglichen Aufstellungserleichterungen wurde Gebrauch gemacht.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, aus dem Jahresergebnis des Geschäftsjahres einen Betrag in Höhe von EUR 200.000,00 auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Stollberg, 28. Februar 2024

gez. Dr. Andreas Ebert, Geschäftsführer

gez. Jürgen Erkert, Geschäftsführer

Die Gesellschafterversammlung der Wesko GmbH hat am 6. September 2024 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn 2023 einen Teil auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Wesko GmbH, Stollberg

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Wesko GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Wesko GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteile ich die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Chemnitz, 29. Februar 2024

gez. Waltraud Mende, Vereidigte Buchprüferin

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