Stammdaten

Register
Amtsgericht Friedberg HRB 8518
Eingetragen
8.3.2017
Branche
Herstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen MetallenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Terrassenüberdachungen, Carports, Markisen, Zäunen, Vordächern, Gerätehäusern und sonstigen Außenbauelementen sowie alle direkt oder indirekt damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Schweng
seit 16.8.2021
Prokura
Maxim Schweng
seit 8.3.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Schweng Holding GmbH
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schweng GmbH

Butzbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Schweng GmbH betreibt den Vertrieb von Terrassenüberdachungen, Carports, Markisen und sonstigen Außenbauelementen. Daneben errichten die Monteure der Schweng GmbH die vertriebenen Produkte schlüsselfertig.

Zu den Kunden gehören Gewerbebetreibende und Privathaushalte innerhalb Deutschlands.

Im Geschäftsjahr wurde neben dem Ausbau des Kerngeschäfts, dem Vertrieb und die Montage von Carports und Außenbauelemente, die Beratung zu Überdachungslösungen weiter vorangetrieben.

Organisatorische Struktur

Die Gesellschaft führt insgesamt 9 Niederlassungen an den Standorten Butzbach, Braunschweig, Calw, Kassel, Berlin, Olching bei München, Hannover, Wiesloch und Koblenz. Die Niederlassung in Butzbach stellt dabei den Hauptsitz dar.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Allgemeine Konjunktur

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020 (auch kalenderbereinigt). "Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen", sagte Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2021" in Wiesbaden. "Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat", so Thiel weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse. So nahm die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister, zu denen Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater sowie Ingenieurbüros zählen, um 5,4 % zu. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0 % etwas verhaltener aus. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht um 0,4 % zurück.1

Branchenkonjunktur

Die Umsätze im Baugewerbe in Höhe von 143,5 Mrd. € stiegen insgesamt um 0,5 % im Vergleich zu 20202. Der niedrige Umsatzanstieg bei weiterhin hoher Nachfrage resultiert aus Problemen bei der Materialbeschaffung und deutliche Preiserhöhungen beim Einkauf. So wurde hauptsächlich der Wohnungsbau vorangetrieben, wodurch Markisen und Carportüberdachungen zunehmend nachgefragt wurden.

Nach Angaben des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e. V. trug das Baugewerbe 5,9 % zur gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung bei. Der Anteil des Bruttoinlandsproduktes, der für Bauinvestitionen verwendet wurde, war mit 11,6 % nahezu doppelt so hoch. Der Anteil des Baugewerbes an der gesamten Beschäftigung lag bei 5,8 %.3 Die großen Betriebe mit 200 und mehr Beschäftigten machten zwar nur 0,4 % der Betriebe aus, beschäftigten aber 13 % der Erwerbstätigen und erwirtschafteten 19 % des Umsatzes.4

Die Höhe der Umsätze sagt aber noch nichts über die Produktivität der Bauunternehmen aus: Der Umsatz je Beschäftigten lag im deutschlandweiten Durchschnitt 2021 bei 159.000 € und damit zwar etwas niedriger als 2020, aber um 53 % über dem Niveau von 2005. Allerdings war die Produktivitätsentwicklung regional sehr unterschiedlich: Die Baubetriebe in Hamburg nehmen - seit 1991 unangefochten - den Spitzenplatz ein und lagen 2021 mit 250.000 € je Beschäftigten um 92 % über dem Rangletzten Thüringen.5

Von 1995 bis 2021 stiegen die Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes nur um 55 %, das Ausbaugewerbe konnte dagegen eine Preissteigerung von 74 % am Markt durchsetzen. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise legten um 45 % zu.6

Insbesondere in Zeiten ansteigender Preise für Baustoffe werden Carportlösungen aufgrund der individuellen und leichteren Bauweise und Zugänglichkeit sowie der günstigen Anschaffung durch die Endkunden vermehrt nachgefragt.7

2. Geschäftsverlauf und Lage

Das Berichtsjahr 2021 stand wie auch im Vorjahr vor allem für den Ausbau der Geschäftsfelder, welche inbesondere in der schlüsselfertigen Montage von Carports und Überdachungslösungen bestehen, und der weiteren Kundenakquise sowie dem Aufbau der eigenen Kommissionierung.

Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich um 56 % gesteigert werden, was vor allem an der Eröffnung zusätzlicher Standorte (u.a. in Hannover und Koblenz) und dem Ausbau der Vertriebsstruktur und der damit einhergehenden weiteren Aufstockung des Personals zur Bedienung bestehender Kundenmärkte lag.

Zur Vermeidung der Abhängigkeit von Lieferanten sowie zur Erhöhung der zeitgerechten Lieferung unter gewohnt hoher Qualität wurde unverändert in das technisches Know-How im eigenen Betrieb investiert. In 2021 wurde die Entwicklung fremdbezogener Rohwaren zu eigenen Profilsystemen weiter vorangetrieben (Schneiden, Vorbohrungen, Kommissionierung), um diese als vorbereitete Bausätze für die Montage beim Kunden zusammen zu setzen.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Gesamtleistung 1 42.005 27.041 14.964 55%
Betriebsergebnis 3.912 2.854 1.058 37%
Zinsergebnis -6 -3 -3 100%
Steuerergebnis -1.203 -860 -343 40%
Jahresergebnis 2.702 1.992 730 37%

1 Die Gesamtleistung wird dabei als Summe aus Umsatzerlösen und sonstigen betrielbichen Erlösen i.S.d. § 275 HGB berechnet.

Die Schweng GmbH erwirtschaftete eine um 55 % höhere Gesamtleistung als im Vorjahr, welche sich aus der Eröffnung weiterer Standorte, der Anwerbung von zusätzlichem Vertriebspersonal sowie der zunehmenden Marktdurchdringung bestehender Märkte ergibt. Das Umsatzwachstum übertrifft wie im Vorjahr den Wachstumstrend der Branche von 1 %.8

Im Vergleich zum Umsatzwachstum erhöhte sich der Materialaufwand gegenüber dem Vorjahr um lediglich 44 %. Für den Ausbau des Vertriebs wurde zusätzliches Personal eingestellt, wodurch sich die Personalkosten um 68 % erhöhten. Wie im Vorjahr wurden die Investitionen überwiegend aus dem laufenden operativen Cashflow getätigt.

Insgesamt ist das Jahresergebnis deutlich zum Vorjahr gestiegen. Im Vergleich zu der Prognose des Vorjahres konnten die somit gesetzten Ziele, einen deutlichen Anstieg der Umsätze und des Jahresergebnis zu erwirtschafteten, erfüllt werden.

b) Finanzlage

Die Finanzlage wird unverändert als gut eingeschätzt. Der Verschuldungsgrad (als Quotient aus Fremdkapital und Eigenkapital) lag bei 0,85. Damit konnte die Gesellschaft jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und beanspruchte lediglich für die Finanzierung des Fuhrparks langfristige Darlehen von Kreditinstituten.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

c) Vermögenslage

Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Aktiva        
Anlagevermögen 2.705 1.591 1.114 70%
Vorratsvermögen 5.043 1.600 3.443 215%
kurzfristige Vermögenswerte 1.937 1.540 397 26%
liquide Mittel 659 1.004 -345 -34%
Passiva        
Eigenkapital 5.675 3.473 2.202 63%
kurzfristige Verbindlichkeiten 3.197 2.059 1.138 55%
langfristige Verbindlichkeiten 1.631 386 1.245 323%
Bilanzsumme 10.503 5.761 4.742 82%

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.114 gestiegen und war insbesondere auf Investitionen in Sachanlagen in Höhe von T€ 2.043 zurückzuführen, denen Abschreibungen in Höhe von T€ 676 und Anlagenabgänge in Höhe von T€ 254 gegenüberstanden.

Das Vorratsvermögen in Form von Lagerbeständen inkl. geleister Anzahlungen wurden aufgrund einer günstigen Einkaufspreissituation, der höheren Nachfrage, weiterer Vertriebsstandorte mit Lageranschluss und notwendiger schnellerer Reaktionszeit um T€ 3.443 auf T€ 5.043 aufgebaut.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des aktiven Mahnwesens um T€ 157 auf T€ 1.035 nur leicht gestiegen. Die Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr sehr niedrig gehalten werden. Die unternehmensinterne durchschnittliche Debitorenlaufzeit von 6,46 Tagen liegt im Vergleich zum nationalen Durchschnitt von 40,68 Tagen deutlich im positiven Bereich.9 Der Barmittelbestand ist im Zuge der erhöhten Investitionen um T€ 345 auf T€ 659 gefallen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter sind um T€ 55 auf T€ 642 infolge der Inanspruchnahme der Kontokreditlinie angestiegen.

Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf T€ 5.675. Die Eigenkapitalquote liegt bei 54,0 % und somit über den Größenordnungen vergleichbarer Unternehmen der Branche von 23,2% aus 2021.10

Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Geschäftsjahr von T€ 386 auf T€ 1.322 erhöht. Grund hierfür ist insbesondere die Aufnahme zusätzlicher Darlehen für den Ausbau der Geschäftstätigkeit. Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden, wie bereits im Vorjahr, nicht vollständig beansprucht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Anzahlungen und sonstigen Verbindlichkeiten haben sich im Berichtsjahr unterporportional zur gestiegenen Geschäftstätigkeit um T€ 761 auf T€ 1.507 erhöht.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung den Umsatz und das Jahresergebnis heran.

Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der vorgenannten Strategie deutlich gestiegen. Aufgrund größerer Materialaufwendungen konnten Skaleneffekte genutzt werden, die zu einem stärkeren Zuwachs des Jahresergebnises führten.

4. Gesamtaussage

Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr eine positive Entwicklung genommen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

IV. Prognosebericht

Die Schweng GmbH gilt als junges und auf Wachstum ausgerichtetes Unternehmen mit Expertise im Bereich der Außenbauelemente. Durch gezieltes Marketing, Erschließung von zusätzlichen Standorten und der gezielten Rekrutierung von Personal erwarten wir im Jahr 2022 eine zunehmende Marktdurchdringung auf dem deutschen Markt zu erzielen und flächendeckend unsere Leistungen anzubieten. Hierfür ist geplant, weitere Niederlassungen in Nürnberg und in Düsseldorf zu eröffnen.

Durch gezielte Schulungen des Personals im Umgang mit moderner Technologie konnten die zusätzlichen Aufträge erfüllt werden. Zusätzlich konnte die Auftragsabwicklung durch den Einsatz von IT-Lösungen optimiert und effizienter gestaltet werden.

Aufgrund des Konflikts auf dem ukrainischen Staatsgebiet rechnen wir mit weiter erhöhten Preissteigerungen, insbesondere bei der Energie-. Rohstoff- und Betriebsmittelbeschaffung sowie zusätzlichen Beschaffungsaufschlägen für Transport und Treibstoff. Aussagen zur zeitlichen Erstreckung der Krise und den negativen finanziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft sind gegenwärtig kaum möglich. Inwiefern wir von den indirekten Auswirkungen des Angriffskrieges betroffen sind, lässt sich derzeit nicht abschätzen. In unserer Planung für das Geschäftsjahr 2022 gehen wir von unveränderten rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen aus und erwarten keine besonderen (negativen) finanziellen Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell und die Erreichung unserer Ziele für 2022. Durch den ressourcenschonenden Einsatz von finanziellen Mittel schätzen wir unser Unternehmen als krisenfest ein. Mögliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung sind angemessen berücksichtigt. Auch aufgrund der anhaltenden Nachfrage im Wohnungsbau sind wir positiv für die Zukunft gestimmt.

Für das Jahr 2022 erwarten wir erneut einen deutlichen Anstieg der Umsätze und des Jahresergebnisses.

V. Chancen- und Risikobericht

Risiken aus operativer Tätigkeit

Das konjunkturelle Risiko auf Grund der Ukrainekrise, Rohstoffverknappung, Lieferengpässe und damit einhergehender Inflation stellen wesentliche Geschäftsrisiken dar, insbesondere hinsichtlich steigender Forderungsausfälle. Denn sowohl Unternehmer als auch Finanzierer von Eigenheimen könnten aufgrund von Einschränkungen der Kaufkraft die Mittel für die Zahlung der offenen Rechnungen fehlen.

Zudem sind Vertriebsgespräche wieder, wenn auch in Teilen nur unter Auflagen, möglich. Es kann jedoch bei einer Verschlechterung der Inzidenzwerte im Rahmen der Corona Pandemie erneut zu Schließungen oder gar Arbeitsverboten kommen.

Zahlreiche Risikofaktoren können bei ungünstigem Verlauf unsere Gesellschaft in einem erheblichen, nicht zuverlässig prognostizierbaren Ausmaß beeinträchtigen. Dazu zählen unter anderem die von fortdauernd großer Unsicherheit geprägte Situation sowie gestiegene konjunkturelle Risiken - gerade auch vor dem Hintergrund der noch nicht absehbaren wirtschaftlichen Auswirkungen der durch das Corona-Virus hervorgerufenen weltweiten Pandemie.

Da sich die Schweng GmbH weitestgehend aus dem Cashflow aus operativer Tätigkeit finanziert, können auch bei einer rückläufigen Nachfrage notwendige Investitionen weiterhin getätigt werden.

Die Gesellschaft will darüber hinaus das zukünftige geplante Wachstum weiterhin über Eigenmittel finanzieren. Für kleinere Finanzierungen besteht grundsätzlich ein Zinsrisiko durch einen möglichen Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus. Dieses Risiko wird aber aktuell als gering eingeschätzt.

Die Bauteile für die Überdachungen werden von namhaften europäischen Herstellern geliefert; ein Lieferantenrisiko ist derzeit nicht erkennbar.

Des Weiteren sehen wir durch den Ukraine-Konflikt ein latentes Risiko für den Import von Rohstoffen und Materialien. Aufgrund eines aktuellen Anstiegs beim Stahlpreis ist es nicht ausgeschlossen, dass Einkaufspreise für Materialien ansteigen werden und Rohmargen sinken könnten. Die Schweng GmbH versucht daher den Einsatz von alternativen Baustoffen aus Aluminium oder Holz voranzutreiben.

Die Geschäftsführung schätzt insgesamt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren.

Chancen sehen wir in zunehmenden Konjunkturprogrammen, welche den Ausbau von Wohnungen fördern. Das Baukindergeld war bereits eine effektive Maßnahme die Nachfrage in unserem Geschäftsbereich zu erhöhen. Ähnliches versprechen wir uns von zusätzlichen geschaffenen steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten für Wohnungsneubau.

Einschätzung:

Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung, mit Ausnahme der im Text erwähnten Veränderungen, gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung jedoch mit dem Aufbau von zusätzlichen Standorten und einer eigenen Produktion gut. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.

 

Butzbach, den 27.09.2022

Maxim Schweng

1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 20, 2022; https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html

2 Vgl. https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2021

3 Vgl. https://www.bauindustrie.de/fileadmin/bauindustrie.de/Media/Veroeffentlichungen/Bauwirtschaft-im-Zahlenbild-2022-A5_01.pdf, S. 1

4 Vgl. https://www.bauindustrie.de/fileadmin/bauindustrie.de/Media/Veroeffentlichungen/Bauwirtschaft-im-Zahlenbild-2022-A5_01.pdf, S. 16

5 Vgl. https://www.bauindustrie.de/fileadmin/bauindustrie.de/Media/Veroeffentlichungen/Bauwirtschaft-im-Zahlenbild-2022-A5_01.pdf, S. 5

6 Vgl. https://www.bauindustrie.de/fileadmin/bauindustrie.de/Media/Veroeffentlichungen/Bauwirtschaft-im-Zahlenbild-2022-A5_01.pdf, S. 14

7 Vgl. https://www.heimwerker-news.de/carport-vs-garage/

8 Vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/03/PD22_096_44.html

9 Vgl. https://www.creditreform.de/essen/aktuelles-wissen/pressemeldungen-fachbeitraege/news-details/show/creditreform-zahlungsindikator-deutschland-winter-2021-2022

10 Vgl. https://www.bauindustrie.de/fileadmin/bauindustrie.de/Media/Veroeffentlichungen/Bauwirtschaft-im-Zahlenbild-2022-A5_01.pdf, S. 15

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 2.704.880,00 1.591.149,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.856,00 10.206,00
II. Sachanlagen 2.700.024,00 1.580.943,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 140.790,00 149.718,00
2. technische Anlagen und Maschinen 167.592,00 86.564,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.391.642,00 1.344.661,00
B. Umlaufvermögen 7.639.075,93 4.143.618,39
I. Vorräte 5.042.863,01 1.599.783,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.937.192,11 1.539.509,83
1. Forderungen gegen Gesellschafter 641.944,81 587.043,77
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.295.247,30 952.466,06
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 659.020,81 1.004.325,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 158.763,23 25.926,83
Aktiva 10.502.719,16 5.760.694,22

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 5.675.328,29 3.472.500,14
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 192.506,88 192.506,88
III. Bilanzgewinn 5.456.821,41 3.253.993,26
davon Gewinnvortrag 3.253.993,26 1.689.343,95
B. Rückstellungen 1.998.494,84 1.157.094,62
C. Verbindlichkeiten 2.828.896,03 1.131.099,46
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.322.341,85 385.960,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 666.175,92  
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 656.165,93 385.960,50
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.506.554,18 745.138,96
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.436.331,60 685.146,38
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 70.222,58 59.992,58
Passiva 10.502.719,16 5.760.694,22

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 22.022.543,06 13.162.458,78
2. Personalaufwand 11.147.433,64 6.636.208,31
a) Löhne und Gehälter 9.003.204,23 5.430.839,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.144.229,41 1.205.368,85
davon für Altersversorgung 5.847,13 5.010,69
3. Abschreibungen 676.207,05 344.821,12
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 675.557,60 344.821,12
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 649,45  
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.287.133,23 3.327.367,05
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.849,67 1,43
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.087,39 8.408,09
davon Erträge aus Abzinsung 930,55  
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.279,57 11.290,15
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 8.508,59  
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.173.106,81 859.952,22
8. Ergebnis nach Steuern 2.732.470,15 1.991.228,02
9. sonstige Steuern 29.642,00 19.109,00
10. Jahresüberschuss 2.702.828,15 1.972.119,02
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.253.993,26 1.689.343,95
12. Ausschüttung 500.000,00 407.469,71
13. Bilanzgewinn 5.456.821,41 3.253.993,26

Anhang zum 31.12.2021

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Schweng GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Butzbach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Friedberg
Register-Nr.: HRB 8518

Angaben zur Größenklasse gemäß § 267 HGB

Die Schweng GmbH ist zum Abschlussstichtag als mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB einzustufen.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beachtung der §§ 238 - 256a HGB und der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 - 288 HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen und der niedrigere beizulegende Wert zum Abschlussstichtag angesetzt.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten nach der FIFO-Methode. Dabei werden gleichartige Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens zu einer Gruppe zusammengefasst und mit dem gewogenen Durchschnittswert angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Beachtung künftiger Preis- und Kostensteigerungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr bestehen unverändert nicht.

Eigenkapital

Der Bilanzgewinn zum 31.12.2021 weist einen Gewinnvortrag in Höhe von 3.253.993,26 EUR (Vj. 1.689.343,95 EUR) aus.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche (416.700,00 EUR, Vj. 162.688,54 EUR), Rückstellungen für Personal- und Urlaubsansprüche (261.607,08 EUR, Vj. 157.122,36 EUR), Abschlusserstellungs-/ -prüfungsarbeiten (32.000,00 EUR, Vj. 49.000,00) sowie sonstige Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (217.231,19 EUR, Vj. 94.058,05 EUR). Es sind Erträge aus der Abzinsung in Höhe von 930,55 EUR (Vj. 0,00 EUR) sowie Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von 8.508,59 EUR (Vj. 0,00 EUR) entstanden

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel Gesamt bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.322.341,85 456.852,26 865.489,59
(Vorjahr) (385.960,50) (178.058,63) (207.901,87)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 25.410,93 25.410,93 0,00
(Vorjahr) (12.625,62) (12.625,62) (0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.176.933,38 1.176.933,38 0,00
(Vorjahr) (334.171,34) (334.171,34) (0,00)
4. sonstige Verbindlichkeiten 304.209,87 304.209,87 0,00
(Vorjahr) (398.342,00) (398.342,00) (0,00)
Summe 2.828.896,03 1.963.406,44 865.489,59
(Vorjahr) (1.131.099,46) (923.197,59) (207.901,87)

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch übereignete Fahrzeuge sowie Privatbürgschaften des Gesellschafters besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch Eigentumsvorbehalte abgesichert.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2022
EUR
2023
EUR
2024
EUR
2025
EUR
2026
EUR
Summe
EUR
I. Leasingverträge Kfz 99.589,84 49.061,67 27.889,44 14.549,84 0,00 191.090,79
II. Mietverträge Grundstücke und Gebäude 1.289.536,79 982.391,15 512.636,52 222.223,16 72.000,00 3.078.787,62
Gesamt 1.389.126,63 1.031.452,82 540.525,96 236.773,00 72.000,00 3.269.878,41

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahr 2021 wurden durchschnittlich 290 Mitarbeiter ohne Geschäftsführer beschäftigt. Davon waren 190 im Montagebereich und 100 in der Verwaltung beschäftigt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Maxim Schweng ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vergütungen der Geschäftsführer

Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Es besteht unverändert eine unbefristete Kontokreditlinie, die mit 5,5 % verzinst wird. Zum Stichtag beträgt die Forderung gegenüber dem Geschäftsführer 641.944,81 EUR (Vj. 587.043,77 EUR).

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Auf die möglichen Auswirkungen der Gesellschaft aus dem Ukraine-Konflikt wird im Lagebericht eingegangen.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den nach der Vorabausschüttung in Höhe von 500.000,00 EUR verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 5.456.821,41 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Butzbach, 27.09.2022

Maxim Schweng

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.10.2022 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schweng GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schweng GmbH, Butzbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schweng GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Wiesbaden, 30. September 2022

WBS Schwed Labudda PartGmbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Labudda, Wirtschaftsprüfer

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