Sparkasse Karlsruhe
Karlsruhe
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
2023
1 Grundlagen der
Geschäftstätigkeit der Sparkasse
Die Sparkasse Karlsruhe, gegründet im Jahr 1812,
ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen
Rechts mit Sitz in Karlsruhe. Die 15 Träger der
Sparkasse sind die Städte Karlsruhe und Philippsburg,
die Großen Kreisstädte Ettlingen, Rheinstetten
und Stutensee sowie die Gemeinden Dettenheim,
Eggenstein-Leopoldshafen, Graben-Neudorf, Karlsbad,
Linkenheim-Hochstetten, Malsch, Marxzell, Pfinztal,
Waldbronn und Weingarten. Organe der Sparkasse sind der
Verwaltungsrat, der Kreditausschuss und der Vorstand.
Die Sparkasse ist Mitglied im Sparkassenverband
Baden-Württemberg und über dessen
Sparkassen-Teilfonds dem Sicherungssystem der
Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Die Bundesanstalt
für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das
institutsbezogene Sicherungssystem der
Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach
dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) amtlich anerkannt.
Das Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall
sicher, dass den Kunden der Sparkassen der gesetzliche
Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem
EinSiG erfüllt werden kann ("gesetzliche
Einlagensicherung"). Darüber hinaus ist es das Ziel
des Sicherungssystems, einen Entschädigungsfall zu
vermeiden und die Sparkassen selbst zu schützen,
insbesondere deren Liquidität und Solvenz zu
gewährleisten ("diskretionäre
Institutssicherung").
Als selbstständiges regionales
Wirtschaftsunternehmen bietet die Sparkasse Karlsruhe
zusammen mit ihren Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe
Privatkunden, Unternehmen und Kommunen
Finanzdienstleistungen und -produkte an. Wir betreiben
grundsätzlich alle banküblichen Geschäfte,
soweit das Sparkassengesetz Baden-Württemberg, die
Sparkassengeschäftsverordnung oder die Satzung keine
Einschränkungen vorsehen. Der im Sparkassengesetz
verankerte öffentliche Auftrag verpflichtet die
Sparkasse, mit ihrer Geschäftstätigkeit in ihrem
Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die
angemessene und ausreichende Versorgung aller
Bevölkerungskreise, der Wirtschaft - insbesondere des
Mittelstands - und der öffentlichen Hand mit
Bankdienstleistungen sicherzustellen.
Unser Geschäftsgebiet mit rund 555.000
Einwohnern liegt im Herzen der Technologie-Region
Karlsruhe. Zum 31. Dezember 2023 unterhielten wir eine
Hauptstelle, 2 Regionaldirektionen, 33 personenbesetzte
Filialen und 44 SB-Stellen in unserem Geschäftsgebiet.
Gemessen an der Bilanzsumme ist die Sparkasse die
fünftgrößte Sparkasse in
Baden-Württemberg und gehört zu den 25
größten Sparkassen in Deutschland.
Die Gesamtzahl der Beschäftigten hat sich bis
zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr um 1,2 %
auf 1.278 verringert, von denen 717
vollzeitbeschäftigt, 464 teilzeitbeschäftigt
sowie 97 in Ausbildung sind. Die
Mitarbeiterkapazitäten der aktiven Beschäftigten
sind im Vergleich zum Vorjahr von 1.029,6 auf 1.039,9 um
1,0 % angestiegen.
2 Wirtschaftsbericht
Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf
und zur Lage 2023 sowie bedeutsamste
Leistungsindikatoren
Den Geschäftsverlauf und die Lage der Sparkasse
im Geschäftsjahr 2023 bewerten wir unter
Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen sowie
branchenspezifischen Entwicklung als zufriedenstellend.
Die geopolitischen Spannungen verschärften sich
2023, allen voran durch die Kriege in der Ukraine und im
Nahen Osten. Zudem lösten die hohe Inflation und der
rasante Zinsanstieg große wirtschaftliche
Unsicherheiten aus.
Trotz dieses anspruchsvollen Umfelds können wir
auf ein solides Ergebnis blicken. Unser Kundengeschäft
entwickelte sich insgesamt positiv. In hohem Maße hat
die Einlagenentwicklung der Privatkunden zu der guten
geschäftlichen Entwicklung beigetragen. Die
Kundenforderungen stellen sich im Vorjahresvergleich nahezu
unverändert dar.
Die schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen und
die volatilen Kapitalmärkte konnten wir weitestgehend
auffangen und in den meisten Geschäftsfeldern unsere
Ziele erreichen oder sogar übertreffen. Insbesondere
die Zinsentwicklung und die dadurch angespannte Lage am
Immobilienmarkt erforderten nennenswerte
Bewertungsaufwendungen im Kreditbereich.
Die Finanz- und Vermögenslage kann unter
Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung weiterhin als solide beurteilt werden.
Die Ertragslage bewerten wir mit Blick auf die
konjunkturelle Situation und die dem Ergebnis zugrunde
liegenden Einmaleffekte ebenfalls als noch
zufriedenstellend. Der Zinsüberschuss ist im
Verhältnis zur DBS (= Summe monatlicher Bilanzsummen
dividiert durch 12) gestiegen, maßgeblich beeinflusst
durch das gestiegene Zinsniveau. Darüber hinaus war
die Ertragslage - ebenfalls im Verhältnis zur DBS
betrachtet - in 2023 gekennzeichnet durch einen
rückläufigen Provisionsüberschuss sowie
einen gestiegenen Verwaltungsaufwand. Auch die
Risikovorsorge im Kreditgeschäft erhöhte sich
deutlich.
Bedeutsamste finanzielle
Leistungsindikatoren
Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren
dienen in Übereinstimmung mit der sparkasseninternen
Berichterstattung folgende Steuerungsgrößen:
| ― |
Wachstum Forderungen an Kunden
1
|
| ― |
Wachstum Mittelaufkommen von
Kunden
2
|
| ― |
Betriebsergebnis vor Bewertung
in % der DBS
3
|
Die Entwicklung der Leistungsindikatoren "Forderungen
an Kunden" und "Mittelaufkommen von Kunden" kann der
nachfolgend dargestellten Tabelle zum Geschäftsverlauf
entnommen werden.
Das Betriebsergebnis vor Bewertung (BEvBew.) ist
unsere oberste strategische Steuerungsgröße. Die
Kennzahl soll langfristig größer 0,90 % der DBS
sein.
Aufgrund der veränderten Zinssituation
entfällt das bisher mittelfristig notwendige
Mindestziel des BEvBew. von 0,70 % der DBS. Wir kehren zu
unserer ausschließlich langfristigen
Zielgröße des BEvBew. von 0,90 % der DBS
zurück.
1 Bilanzposition Aktiva 4 (Forderungen an
Kunden)
2 Bilanzpositionen Passiva 2 + 9
(Verbindlichkeiten gegenüber Kunden + Nachrangige
Verbindlichkeiten)
3 Betriebsergebnis vor Bewertung
gemäß der Abgrenzung des Betriebsvergleichs
(bereinigt um neutrale und aperiodische Positionen) in %
der Durchschnittsbilanzsumme gemäß
Betriebsvergleich
Mit einem Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,08 %
der DBS wurde unser Ziel für das Geschäftsjahr
2023 erreicht. (Darstellung des Betriebsergebnisses vor
Bewertung siehe Ziffer 2.3.3 Ertragslage.)
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick
über den Geschäftsverlauf der Sparkasse
Karlsruhe:
|
Bestand |
in % des
Geschäftsvolumens |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
2023 |
2022 |
| Bilanz |
Mio. € |
Mio. € |
% |
% |
| Geschäftsvolumen
1 |
11.841,2 |
11.615,6 |
|
|
| Bilanzsumme |
11.578,9 |
11.332,0 |
97,8 |
97,6 |
| Aktivgeschäft |
|
|
|
|
| Kundenkreditvolumen |
9.152,1 |
9.184,7 |
77,3 |
79,1 |
| darunter: Forderungen an
Kunden
2 |
8.859,8 |
8.866,9 |
74,8 |
76,3 |
|
Treuhandvermögen |
29,9 |
34,3 |
0,3 |
0,3 |
|
Eventualverbindlichkeiten |
262,3 |
283,6 |
2,2 |
2,4 |
| Forderungen an
Kreditinstitute |
776,8 |
772,2 |
6,6 |
6,6 |
|
Wertpapiervermögen |
1.366,5 |
1.243,7 |
11,5 |
10,7 |
| Anlagevermögen |
233,8 |
235,4 |
2,0 |
2,0 |
| Sonstige
Vermögenswerte |
312,1 |
179,5 |
2,6 |
1,5 |
| Passivgeschäft |
|
- |
|
|
| Mittelaufkommen von
Kunden
3 |
8.573,7 |
8.262,5 |
72,4 |
71,1 |
| darunter:
Spareinlagen |
1.433,9 |
1.988,2 |
12,1 |
17,1 |
| Eigenemissionen |
107,1 |
75,6 |
0,9 |
0,7 |
| Sichteinlagen |
4.858,7 |
5.819,7 |
41,0 |
50,1 |
| Termineinlagen |
2.060,6 |
276,6 |
17,4 |
2,4 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
1.790,3 |
1.914,7 |
15,1 |
16,5 |
| Sonstige Passivposten
(einschl. Eventualverbindlichkeiten und
Rückstellungen) |
1.030,2 |
1.003,2 |
8,7 |
8,6 |
| Bilanzielles
Eigenkapital |
447,0 |
435,4 |
3,8 |
3,7 |
| darunter:
Sicherheitsrücklage |
435,4 |
424,1 |
3,7 |
3,7 |
|
Veränderungen |
|
2023 |
2023 |
2022 |
| Bilanz |
Mio. € |
% |
% |
| Geschäftsvolumen
1 |
225,6 |
1,9 |
8,9 |
| Bilanzsumme |
246,9 |
2,2 |
8,8 |
| Aktivgeschäft |
|
|
|
| Kundenkreditvolumen |
-32,6 |
-0,4 |
13,5 |
| darunter: Forderungen an
Kunden
2 |
-7,1 |
-0,1 |
13,6 |
|
Treuhandvermögen |
-4,4 |
-12,8 |
1,5 |
|
Eventualverbindlichkeiten |
-21,3 |
-7,5 |
11,5 |
| Forderungen an
Kreditinstitute |
4,6 |
0,6 |
821,5 |
|
Wertpapiervermögen |
122,8 |
9,9 |
-4,6 |
| Anlagevermögen |
-1,6 |
-0,7 |
11,0 |
| Sonstige
Vermögenswerte |
132,6 |
73,9 |
-81,7 |
| Passivgeschäft |
|
|
|
| Mittelaufkommen von
Kunden
3 |
311,2 |
3,8 |
4,8 |
| darunter:
Spareinlagen |
-554,3 |
-27,9 |
-4,3 |
| Eigenemissionen |
31,5 |
41,7 |
15,2 |
| Sichteinlagen |
-961,0 |
-16,5 |
2,9 |
| Termineinlagen |
1.784,0 |
645,0 |
414,1 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
-124,4 |
-6,5 |
34,1 |
| Sonstige Passivposten
(einschl. Eventualverbindlichkeiten und
Rückstellungen) |
27,0 |
2,7 |
7,7 |
| Bilanzielles
Eigenkapital |
11,6 |
2,7 |
2,7 |
| darunter:
Sicherheitsrücklage |
11,3 |
2,7 |
2,5 |
1) Bilanzsumme zzgl. Eventualverbindlichkeiten
2) Bilanzposition Aktiva 4 (Forderungen an
Kunden)
3) Bilanzpositionen Passiva 2 + 9
(Verbindlichkeiten gegenüber Kunden + Nachrangige
Verbindlichkeiten)
2.1 Gesamtwirtschaftliche und
branchenbezogene Rahmenbedingungen
Volkswirtschaftliches Umfeld
Das Jahr 2023 war weltweit nach 2022 erneut von hoher
Inflation geprägt. Im zweiten Kriegsjahr nach dem
russischen Angriff auf die Ukraine waren die
Preissteigerungsraten zwar in den meisten Ländern
nicht mehr ganz so hoch wie zu ihren Spitzenständen im
Herbst 2022. Doch die Kaufkraft der Einkommen war weiterhin
stark belastet. Das schwächte den Konsum. Zudem
bremsten die in fast allen Währungsräumen
fortgesetzten Zinssteigerungen die Nachfrage - ebenfalls
beim Verbrauch, aber vor allem bei den Investitionen.
Der Internationale Währungsfonds beziffert das
Wachstum der Weltwirtschaft 2023 auf insgesamt 3,0 %. Der
Euroraum, der sich 2022 noch gut erholt hatte, verlor 2023
dagegen stärker an Wachstumsdynamik. Er erreichte
gemäß der Schätzung des IWF nur noch 0,7 %
realen Zuwachs.
In Deutschland ist die Stagnation dagegen schon
länger offenkundig. Die deutsche Jahreswachstumsrate
profitierte 2023 anders als der Euroraum insgesamt auch
nicht von einem Überhang aus dem Vorjahr. Im
Gegenteil: Das Schlussquartal 2022 lieferte in Deutschland
bereits eine sehr schlechte Ausgangsbasis. Damals waren die
Energiepreise auf ihren Höchstständen und es
herrschte Angst vor einem Gasmangel im Winter 2022/2023.
Als sich Anfang 2023 zeigte, dass die Mangellage
nicht schlagend werden würde und dass Deutschland
aufgrund von getroffenen Maßnahmen zur Einsparung und
zu neuen Bezugsquellen, aber auch aufgrund einer warmen
Witterung recht gut durch den Winter kommen würde,
verflog diese Angst. Es keimte Anfang 2023 wieder
Zuversicht, dass der lang ersehnte Post-Corona- Aufschwung
nun kraftvoll einsetzten würde. Diese Hoffnung
erfüllte sich allerdings nicht. Denn die bis weit in
das Jahr 2023 hinein auf hohem Niveau bleibende Inflation
kostete Kaufkraft.
Die Nominaleinkommensentwicklung zog zwar nach, aber
erst zeitlich verzögert. In Deutschland war im
Jahresdurchschnitt die Entwicklung der verfügbaren
Einkommen mit 5,9 % nominalem Zuwachs genauso hoch wie der
Anstieg der Verbraucherpreise. Aber das zeitliche Profil
der Kompensation, die Verteilung der Einkommens- und
Preisanstiege über die Einkommensklassen und über
die Güterkategorien und nicht zuletzt die
psychologische Präsenz des Themas Inflation
dämpften doch die Kauflust und die
Konsummöglichkeiten. Mit -0,8 % schrumpfte der private
Verbrauch 2023 stärker als das BIP. Die Sparquote
stieg leicht um zwei Promillepunkte auf 11,3 %.
Die Investitionen wurden stark von dem Zinsanstieg
geprägt. Die geldpolitische Bremsung war in fast allen
großen Währungen in diesem Ausmaß und in
dieser Geschwindigkeit ohne Beispiel. Im Euroraum wurden
die Leitzinsen aus dem noch bis Mitte 2022 herrschenden
Negativzins heraus in nur gut einem Jahr bis zum Herbst
2023 um 450 Basispunkte erhöht.
Die Kapitalmarktzinsentwicklung folgte dieser Vorgabe
weitgehend. Gegen Ende des Jahres 2023 bildeten sich am
Kapitalmarkt die Renditen für lange
Zinsbindungsfristen allerdings wieder zurück, als die
Inflationsraten sanken und damit die Erwartung aufkam, dass
erste Leitzinssenkungen nicht mehr allzu ferne sind.
Über weite Teile des Jahres 2023 lagen die
Kapitalmarktrenditen zunächst über dem
Startniveau des Jahres. Insbesondere in den Sommermonaten
bewegten sich die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen
über der Marke von 2,5 %, in der Spitze fast bei 3 %.
Die Bautätigkeit in Deutschland wurde durch das
einstweilen erhöhte Zinsniveau stark gebremst.
Zunächst wurde noch der recht gute Auftragsbestand bei
begonnenen Projekten abgearbeitet. Doch das Angehen neuer
Projekte kam praktisch nahezu zum Erliegen, was dann 2023
zunehmend auch in der laufenden Bau-Wertschöpfung
sichtbar wurde. Die Bauinvestitionen sanken im dritten Jahr
in Folge, 2023 noch einmal preisbereinigt um 2,1 %. Am
stärksten war der Rückgang im Wohnungsbau.
Die Ausrüstungsinvestitionen hielten sich
dagegen recht gut. Sie wurden zwar ebenfalls vom Zins
gebremst. Aber der Strukturwandel macht eine Erneuerung des
Kapitalstocks erforderlich, so dass sich mit den treibenden
Themen Klimawandel und Digitalisierung eine
Sonderkonjunktur entfaltet hat.
Insgesamt ergab sich nach der ersten
Schnellschätzung des Statistischen Bundesamtes vom 15.
Januar 2024 im abgelaufenen Jahr eine reale
Veränderungsrate des deutschen BIP in Höhe von
-0,3 %.
Am Arbeitsmarkt fühlt sich die Lage weiterhin
nicht an wie eine Rezession. Trotz recht hoher
Nettozuwanderung und stagnierender Produktion hat sich die
Arbeitslosenquote in der Abgrenzung der Bundesagentur
für Arbeit 2023 nur moderat um vier Promillepunkte auf
5,7 % erhöht.
Deutsche Kreditwirtschaft
Die BaFin und die Deutsche Bundesbank haben seit 2016
im Rahmen des aufsichtsrechtlichen Überprüfungs-
und Bewertungsprozesses (Supervisory Review and Evaluation
Process - SREP) die Grundzüge für die Festsetzung
von zusätzlichen Eigenmittelanforderungen der
Kreditinstitute bekannt gegeben. Der SREP-Kapitalzuschlag
dient der Unterlegung des Zinsänderungsrisikos sowie
weiterer wesentlicher Risiken, die nach Auffassung der
Aufsicht nicht oder nicht ausreichend über die
Säule I-Anforderungen abgedeckt sind. Daneben werden
weitere Eigenmittelanforderungen zur Unterlegung von
Risiken in Stresssituationen festgelegt. Die BaFin hat mit
Bescheid vom 15. Januar 2024 bei der Sparkasse die
individuellen Eigenmittelanforderungen zum
SREP-Kapitalzuschlag nach § 6c Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
i.V. § 6b KWG von bisher 2 % auf 0,5 % reduziert.
Aufsichtsrechtliche Änderungen ergaben sich
durch die Aktualisierung der Mindestanforderungen an das
Risikomanagement (7. MaRisk-Novelle) durch die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(BaFin) im Juni 2023. Mit dieser Novelle wurden die
Anforderungen an die Kreditvergabe und Überwachung
sowie Regelungen zur Handhabung des
Immobiliengeschäfts und der Nachhaltigkeitsrisiken
angepasst bzw. ergänzt. Soweit die Änderungen der
MaRisk klarstellenden Charakter hatten, trat die neue
Fassung mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. Für
neue Anforderungen galt eine Übergangsfrist bis zum 1.
Januar 2024. Dies bezieht sich insbesondere auf die
Regelungen zu den Immobiliengeschäften.
Insgesamt müssen sich die Kreditinstitute auf
eine Fortsetzung der Regulierungspolitik der letzten Jahre
sowie mittelfristig auf weiter erhöhte
Eigenmittelanforderungen einstellen. So wurde
beispielsweise am 15. Februar 2024 bereits die 8.
MaRisk-Novelle von der BaFin zur Konsultation gestellt.
Aufgrund ihrer zentralen gesamtwirtschaftlichen
Verantwortung und Funktion spielen die Kreditinstitute bei
den gesetzlichen Maßnahmen zum Thema "Nachhaltigkeit"
eine bedeutsame Rolle. Ab dem Geschäftsjahr 2024
bestehen erweiterte Berichtspflichten auf Basis
detaillierter gesetzlicher Vorgaben.
Entwicklungen in der
Sparkassenorganisation
Internationale Rating-Agenturen stellen der
Sparkassen-Finanzgruppe regelmäßig sehr gute
Zeugnisse aus:
Die Analysten der kanadischen DBRS bestätigten
das Rating der Sparkassen-Finanzgruppe zuletzt im März
2023 mit einer Note "A (high)", die eine gute
Kreditqualität zum Ausdruck bringt. Dieses sogenannte
Floor-Rating zeigt an, dass die Bonität aller
Mitglieder der Sicherungseinrichtungen der
Sparkassen-Finanzgruppe mit mindestens A (high) bewertet
wird; kein Mitglied schneidet schlechter ab.
Die Ratingagentur Fitch hat zuletzt im April 2023 ihr
Rating von "A+" für die Sparkassen bestätigt.
Auch Moody's Investors Service bestätigte die
Einstufung unseres Verbunds im April 2023 mit dem Rating
"Aa2". Das sogenannte "Corporate Family Rating" für
die Sparkassen-Finanzgruppe bewertet die Gruppe als Ganzes.
Es stellt keine Einheitsnote dar, bestätigt aber die
hohe Solidität und Kreditwürdigkeit der
Sparkassen-Finanzgruppe insgesamt.
Regionaler Wirtschaftsraum
Die regionale Wirtschaft stagniert. Zeigten die
Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer
Karlsruhe (IHK) im Frühsommer noch langsam wachsende
Zuversicht, kehrte im Herbst 2023 der Pessimismus
zurück. Die Geschäftslage wurde von den
Unternehmen insgesamt weniger positiv bewertet als noch
vier Monate zuvor. Die Auftragslage hat sich spürbar
verschlechtert, die Umsatzentwicklung ist oftmals ins Minus
gerutscht. Hinzu kommen massive Kostensteigerungen nicht
zuletzt durch die im internationalen Vergleich sehr hohen
Energiepreise, die hohe Inflation und das gestiegene
Zinsniveau. Auch das Regelungsdickicht in Deutschland mit
langwierigen Genehmigungsprozessen, immer neuen Auflagen
und Verordnungen und die widersprüchlichen
Maßnahmen der Bundespolitik, die keine klare Linie
erkennen lassen, führen zu großer
Unzufriedenheit in den Betrieben. Dementsprechend stellen
sich die Unternehmen auf eine längere Durststrecke
ein. Dies zeigt auch die Stimmungslage zu Jahresbeginn
2024, die sich gegenüber dem vergangenen Herbst nur
wenig verbessert hat. Der in fast allen Branchen bestehende
Fachkräftemangel ist eines der drängendsten
Probleme der regionalen Wirtschaft.
Die schwierige wirtschaftliche Lage hat sich in den
letzten zwölf Monaten auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt.
Zum Jahresende ist die Arbeitslosigkeit in der Region
Karlsruhe-Rastatt leicht angestiegen, die Arbeitslosenquote
liegt bei 4,1 % und somit 0,4 Prozentpunkte über dem
Vorjahresniveau. Im Bereich der Geschäftsstelle
Karlsruhe - die neben der Stadt einige Umlandgemeinden
umfasst - liegt die Quote bei 4,3 % (2022: 3,8 %).
In einem Vergleich der Zeitschrift "Wirtschaftswoche"
in der die 71 kreisfreien Städten mit mehr als 100.000
Einwohnern betrachtet werden, konnte die Stadt Karlsruhe im
Jahr 2023 den 16. Platz aus dem Vorjahr behaupten.
Berücksichtigt wurden 71 verschiedene Indikatoren aus
den Bereichen Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur,
Lebensqualität, Immobilienmarkt sowie Nachhaltigkeit.
Wettbewerbssituation im
Geschäftsgebiet
Die Rahmenbedingungen auf dem nach wie vor durch eine
sehr hohe Konkurrenzdichte geprägten Markt der
Finanzdienstleistungsinstitute in der Karlsruher Region
waren im letzten Jahr erneut durch starken
Konditionenwettbewerb geprägt. In unserem direkten
Geschäftsgebiet operieren 25 Kreditinstitute (Vorjahr:
28) mit stationären Vertriebseinheiten sowie
zusätzlich zahlreiche banknahe Mitbewerber.
2.2 Geschäftsverlauf
2.2.1 Bilanzsumme und
Geschäftsvolumen
Die Bilanzsumme der Sparkasse zum Jahresende 2023
erreichte 11.578,9 Mio. EUR (2022: 11.332,0 Mio. EUR). Sie
nahm gegenüber dem Vorjahr um 246,9 Mio. EUR (+2,2 %)
zu. Das Geschäftsvolumen weitete sich von 11.615,6
Mio. EUR im Jahr 2022 um 225,6 Mio. EUR bzw. 1,9 % auf
11.841,2 Mio. EUR aus.
2.2.2 Aktivgeschäft (inklusive
Eventualverbindlichkeiten)
Kundenkreditvolumen
Konjunkturbedingt und als Folge der Zinsentwicklung
im Jahr 2023 war eine deutliche Reduzierung der
Kreditnachfrage zu beobachten. Der Bestand an Krediten und
Darlehen sank infolge dessen um 32,6 Mio. EUR, das sind 0,4
%, auf 9.152,1 Mio. EUR. Unsere Erwartungen hinsichtlich
eines allenfalls sehr moderaten Wachstums der Forderungen
an Kunden wurden damit nicht erfüllt. Damit lag der
Wert unterhalb des Durchschnittswerts der
baden-württembergischen Sparkassen.
Insbesondere die Baufinanzierungen waren
rückläufig. Der Bestand von Krediten an
Privatpersonen verringerte sich um 1,0 %. Die Neuzusagen
für Wohnungsbaukredite reduzierten sich auf 377,5 Mio.
EUR (2022: 826,8 Mio. EUR). Bei den gewerblichen
Kreditkunden lagen die Neuzusagen mit 743,4 Mio. EUR
ebenfalls deutlich unter dem Wert des Vorjahres (1.344,5
Mio. EUR).
Die Sparkasse Karlsruhe vermittelte im Jahr 2023
zinsgünstige Darlehen aus öffentlichen
Förderprogrammen in Höhe von 90,7 Mio. EUR (2022:
53,5 Mio. EUR) an Existenzgründer und Unternehmen
sowie in Höhe von 42,9 Mio. EUR (2022: 41,0 Mio. EUR)
an Privatpersonen.
In 2023 hat die Sparkasse Karlsruhe erneut 40
Gründer (2022: 40 Existenzgründer) auf dem Weg in
die Selbstständigkeit begleitet. Das
Finanzierungsvolumen betrug hierbei 7,4 Mio. EUR (2022: 6,0
Mio. EUR). 41 % (2022: 48 %) aller
Existenzgründungsanfragen wurden durch die Sparkasse
begleitet und dabei 172 Arbeitsplätze (2022: 132)
geschaffen.
Forderungen an Kreditinstitute
Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich
um 4,6 Mio. EUR auf 776,8 Mio. EUR. Der Bestand der
Forderungen an Kreditinstitute ist vor allem auf die Anlage
freier liquider Mittel bei der EZB
zurückzuführen.
Wertpapiervermögen
(Eigenanlagen)
Zum Bilanzstichtag erhöhte sich der Bestand an
Wertpapieranlagen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt
122,8 Mio. EUR auf 1.366,5 Mio. EUR. Bei den Beständen
unserer Eigenanlagen fanden im Jahr 2023 wesentliche
Veränderungen im Bereich der hochliquiden Anleihen und
der Pfandbriefe statt. Einfluss auf unsere
Anlageentscheidungen im Rentenbereich hatten im
Wesentlichen die Auswirkungen des gestiegenen
Renditeniveaus. In diesem Zusammenhang haben wir Anlagen
mit niedrigen Kupons durch Anlagen mit höheren Kupons
ersetzt. Bei der Entscheidungsfindung zur Investition wurde
weiterhin Wert auf hochliquide Papiere sowie auf eine
angemessene Risiko-Ertrags-Betrachtung unter Einhaltung der
Vorschriften bezüglich der Liquiditätskennzahl
LCR (liquidity coverage ratio) gelegt. Die
überschüssige Liquidität wurde bei der
Bundesbank angelegt.
Das Wertpapiervermögen dient vor allem der
Liquiditätsreserve sowie dem Anlagevermögen und
setzt sich insbesondere aus verzinslichen Wertpapieren
erstklassiger Adressen zusammen, die teilweise über
Fondsanteile gehalten werden. Im Handelsbestand halten wir
Fondsanteile, die zum Wiederverkauf an Kunden bestimmt
sind.
Beteiligungen
Im Geschäftsjahr 2023 verringerte sich das
Volumen der Beteiligungen und Anteile an verbundenen
Unternehmen um 1,1 Mio. EUR auf 92,3 Mio. EUR.
2.2.3 Passivgeschäft
Mittelaufkommen von Kunden
Das Mittelaufkommen von Kunden (einschließlich
verbriefter Verbindlichkeiten) beläuft sich zum
Jahresende 2023 auf 8.573,7 Mio. EUR und liegt um 3,8 %
(311,2 Mio. EUR) über dem Vorjahreswert. Die
Bestandsentwicklung lag damit leicht über unseren
Erwartungen einer moderaten Zunahme und über dem
Durchschnittswert der baden-württembergischen
Sparkassen.
Die Einlagen der Privatkunden entwickelten sich
positiv. Sie legten um 142,7 Mio. EUR oder 2,3 % auf
6.459,6 Mio. EUR zu. Die Einlagen von Unternehmen
erhöhten sich ebenfalls deutlich um 114,3 Mio. EUR auf
1.443,8 Mio. EUR.
Im Zuge des steigenden Zinsniveaus kam es zu
erheblichen Umschichtungen von Sicht- und Spareinlagen zu
höher verzinslichen Anlageprodukten. Während die
täglich fälligen Bankguthaben um 16,5 % und die
klassischen Spareinlagen um 27,9 % zurück gingen,
stiegen die Termineinlagen um über 600,0 %.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
verringerten sich um 124,4 Mio. EUR auf 1.790,3 Mio. EUR.
Im Jahr 2023 wurden fällige Langfristtender der EZB
(TLTRO III) zurückbezahlt und teilweise vorzeitig
getilgt. In der zweiten Jahreshälfte wurden
fällige Refinanzierungen, insbesondere im
Termingeldbereich, nicht mehr ersetzt.
2.2.4 Dienstleistungen
Das Dienstleistungsgeschäft der Sparkasse
entwickelte sich zufriedenstellend.
Das Wertpapiergeschäft 2023 war insbesondere
geprägt durch verändertes Kundenverhalten
aufgrund des erhöhten Zinsniveaus sowie den nach wie
vor bestehenden geopolitischen Unsicherheiten und
Konjunktursorgen. Die Wertpapierumsätze (Käufe
und Verkäufe sind in der Folge insgesamt um 15,1 %
gestiegen (2022: -20,5 %). Die Wertpapierersparnisbildung
betrug 133,0 Mio. EUR (2022: 291,9 Mio. EUR).
Der bereits im Jahr 2022 erkennbare Umbruch am
Immobilienmarkt hat sich im Jahr 2023 bestätigt. Die
bundesweiten Preise für Wohnimmobilien sind allein im
3. Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 10 %
gefallen. Der Verkauf von Bestandsimmobilien konnte sich im
Vergleich zum Vorjahr behaupten. Allerdings ist das
Geschäft mit Neubauimmobilien nahezu zum Erliegen
gekommen. Grund dafür sind neben dem höheren
Zinsniveau die weiterhin hohen Preise für
Neubauimmobilien. Die Stückzahl der vermittelten
Objekte verringerte sich auf insgesamt 202 Stück
(Vorjahr: 235 Stück). Der Objektumsatz war mit
insgesamt 79,7 Mio. EUR ebenfalls rückläufig
(Vorjahr: 84,5 Mio. EUR).
Das Neugeschäft mit der Landesbausparkasse
(LBS-Süd) war leicht rückläufig. Das Volumen
der neu abgeschlossenen Bausparverträge betrug 230,1
Mio. EUR (Vorjahr: 248,1 Mio. EUR). Im Vergleich aller
baden-württembergischen Sparkassen konnten wir damit
jedoch den zweiten Rang erreichen.
Im Neugeschäft mit der Deutsche Leasing wurden
im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 281
Leasing-Neuverträge (2022: 276 Verträge) mit
einem Gesamtvolumen in Höhe von 51,8 Mio. EUR (2022:
73,7 Mio. EUR) geschlossen.
Die S-VersicherungsAgentur vermittelte im Jahr 2023
ein Lebensversicherungsvolumen von 34,7 Mio. EUR (Vorjahr
39,5 Mio. EUR). Im Kompositgeschäft (Sach/
Haftpflicht/ Unfall/ Rechtsschutz) wurden
Neuabschlüsse mit einem Jahresnettobeitrag von 1,2
Mio. EUR (Vorjahr 1,4 Mio. EUR) vermittelt. Bei den neu
vermittelten Krankenversicherungen belaufen sich die
Monatsbeiträge auf insgesamt 47,9 TEUR (Vorjahr 23,2
TEUR).
Das Volumen der in Zusammenarbeit mit der
S-Kreditpartner GmbH, dem Spezialisten für Auto- und
Privatkredite der S-Finanzgruppe, vermittelten Kredite im
Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf 27,6 Mio. EUR
(Vorjahr: 35,7 Mio. EUR).
2.2.5 Derivate
Die derivativen Finanzinstrumente dienten
überwiegend der Steuerung des
Zinsänderungsrisikos der eigenen Positionen.
Hinsichtlich der zum Jahresende bestehenden Geschäfte
wird auf die Darstellung im Anhang verwiesen.
2.2.6 Wesentliche Baumaßnahmen
und technische Veränderungen
Im Januar 2023 begann die Innensanierung der
Parkgarage in Ettlingen. Rechtzeitig zum Start des
Weihnachtsmarktes konnte eine Teilfläche eröffnet
werden. Die Gesamtfertigstellung wird bis Anfang Mai 2024
erwartet.
Ende 2023 wurde der Kaufvertrag für das, in
einem großen Wohn- und Geschäftshaus liegende,
neue Beratungszentrum in Rheinstetten Neue Mitte
geschlossen. Der Rohbau des Gebäudes ist in vollem
Gang. Das Beratungszentrum wird voraussichtlich im
Spätjahr 2025 an die Sparkasse übergeben.
Die Arbeiten an einem Objekt in Graben-Neudorf mit 36
Wohnungen, 3 Arztpraxen und zweigeschossiger Tiefgarage
haben im Sommer 2023 planmäßig begonnen. Die
Fertigstellung ist für Sommer 2025 geplant.
2.3 Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage
2.3.1 Vermögenslage
Die Vermögenslage unserer Sparkasse ist zum
Bilanzstichtag durch überdurchschnittliche Anteile
beim Mittelaufkommen von Kunden und in besonderem
Maße beim Kundenkreditvolumen gekennzeichnet. Diese
Konzentration auf das Kundengeschäft ist unser
primäres geschäftspolitisches und strategisches
Ziel. Demgegenüber liegen unsere eigenen Wertpapier-
und Vermögensanlagen unter dem Durchschnitt der
baden-württembergischen Sparkassen. Die Forderungen an
Kreditinstitute sowie die Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten sind unterdurchschnittlich
ausgeprägt.
Den bestehenden bilanziellen Risiken wurde durch
Wertberichtigungen und Rückstellungen in ausreichendem
Maße Rechnung getragen. Außerdem haben wir
gemäß § 340f HGB zur Sicherung gegen die
besonderen Risiken des Geschäftszweigs der
Kreditinstitute zusätzlich Vorsorge getroffen. Stille
Lasten bestehen in Form von vermiedenen Abschreibungen auf
festverzinsliche Wertpapiere. Einzelheiten sind dem Anhang
zum Jahresabschluss zu entnehmen.
Die Vermögenslage des Jahres 2023 wurde durch
den ausgewiesenen Bilanzgewinn und die vorgesehene
Zuführung zur Sicherheitsrücklage in Höhe
von 11,6 Mio. EUR beeinflusst. Ferner haben wir zum Fonds
für allgemeine Bankrisiken Zuführungen in
Höhe von weiteren 50,0 Mio. EUR getätigt. Nach
Feststellung der Bilanz wird sich das Eigenkapital auf
447,0 Mio. EUR und der für allgemeine Bankrisiken
gebildete Fonds nach § 340g HGB auf 612,4 Mio. EUR
erhöhen, dies entspricht in der Summe einer Steigerung
von 6,2 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 CRR
(Verhältnis der angerechneten Eigenmittel bezogen auf
die anrechnungspflichtigen Positionen) übertrifft am
31. Dezember 2023 mit 15,17 % (im Vorjahr: 14,80 %) die
aufsichtlichen Mindestanforderungen von 8,0 %
gemäß CRR zuzüglich SREP-Zuschlag sowie den
kombinierten Kapitalpufferanforderungen. Zum 1. Februar
2022 erhöhte sich der antizyklische Kapitalpuffer von
null auf 0,75 % der risikogewichteten Positionswerte. Zudem
wurde ein Systemrisikopuffer von 2,00 % für den
Wohnimmobiliensektor eingeführt. Beide
Kapitalpufferanforderungen sind seit dem 1. Februar 2023 zu
erfüllen. Die anrechnungspflichtigen Positionen zum
31. Dezember 2023 betragen 7.702,1 Mio. EUR und die
aufsichtlich anerkannten Eigenmittel 1.168,3 Mio. EUR.
Auch die harte Kernkapitalquote und die
Kernkapitalquote übersteigen die aufsichtlich
vorgeschriebenen Werte. Die Kernkapitalquote beläuft
sich zum 31. Dezember 2023 auf 12,88 % der
anrechnungspflichtigen Positionen nach CRR.
Die Verschuldungsquote (Verhältnis des
Kernkapitals zur Summe der bilanziellen und
außerbilanziellen Positionen) beträgt am 31.
Dezember 2023 8,26 % und liegt damit über der
aufsichtlichen Mindestanforderung von 3,0 %.
Auf Grundlage unserer normativen
Risikotragfähigkeit bis zum Jahr 2026 ist auch
weiterhin eine Erfüllung der aufsichtlichen
Anforderungen an die Eigenmittelausstattung als Basis
für die Umsetzung unserer Geschäftsstrategie zu
erwarten.
2.3.2 Finanzlage
Im Berichtszeitraum hatte die Sparkasse einen
uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt.
Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im
Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und
ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben.
Das Liquiditätsmanagement der Sparkasse liegt in
der Verantwortung der Abteilung Treasury.
Die Steuerung der täglichen Zahlungszu- und
-abflüsse, die Planung der erwarteten
Zahlungsströme und die Steuerung des Zugangs zur
Deutschen Bundesbank ist Aufgabe des operativen
Liquiditätsmanagements. Ergänzend verantwortet
die Abteilung den Zugang zu den Refinanzierungsquellen am
Geld- und Kapitalmarkt sowie das Management des
Liquiditätsportfolios. Zur Überwachung unserer
Zahlungsbereitschaft bedienen wir uns einer kurz- und
mittelfristigen Liquiditätsvorschau.
Die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage
Ratio - LCR) lag mit 112,86 % bis 197,53 % oberhalb des
Mindestwerts von 100,0 %. Die LCR-Quote lag zum 31.
Dezember 2023 bei 189,74 %. Die strukturelle
Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio - NSFR) lag
in einer Bandbreite von 119,02 % bis 127,90 %; damit wurde
die aufsichtliche Mindestquote von 100,0 % eingehalten.
Bei der Deutschen Bundesbank und der Landesbank
Baden-Württemberg (LBBW) bestehen Kredit- bzw.
Dispositionslinien. Das zur Erfüllung der
Mindestreservevorschriften notwendige Guthaben wurde in der
erforderlichen Höhe bei der Deutschen Bundesbank
unterhalten. Des Weiteren wurde die überschüssige
Liquidität bei der Bundesbank angelegt.
Die Sparkasse nahm 2023 am elektronischen Verfahren
"MACCs (Mobilisation and Administration of Credit Claims)"
der Deutschen Bundesbank zur Nutzung von Kreditforderungen
als notenbankfähige Sicherheiten teil.
Die Zahlungsbereitschaft ist nach unserer
Liquiditätsvorschau auch für die absehbare
Zukunft gesichert. Deshalb beurteilen wir die
Liquiditätslage der Sparkasse als gut.
2.3.3 Ertragslage
Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick
über die Ertragslage auf Basis der Gewinn- und
Verlustrechnung der Sparkasse:
|
Ergebnis |
Veränderungen |
|
01.01. -31.12.2023 |
01.01. -31.12.2022 |
2023 |
2023 |
2022 |
| GuV |
Mio. € |
Mio. € |
Mio. € |
% |
% |
| Zinsüberschuss
(inkl. GuV-Positionen 3, 4 und 17) |
210,7 |
179,8 |
30,9 |
17,2 |
12,2 |
|
Provisionsüberschuss |
45,9 |
45,5 |
0,4 |
0,9 |
2,5 |
| Verwaltungsaufwand |
131,2 |
120,9 |
10,3 |
8,5 |
5,1 |
| Nettoergebnis aus
Finanzgeschäften |
0,0 |
0,1 |
-0,1 |
-,- |
-,- |
| Sonstige ordentliche
Erträge und Aufwendungen |
-3,1 |
18,4 |
-21,5 |
-116,8 |
-278,6 |
| Ergebnis vor
Bewertung |
122,3 |
122,9 |
-0,6 |
-0,5 |
55,0 |
| Bewertungsergebnis |
-134,6 |
-51,5 |
-83,1 |
161,4 |
281,5 |
| Ergebnis nach
Bewertung |
-12,3 |
71,4 |
-83,7 |
-117,2 |
8,5 |
| Zuführung Fonds
für allgemeine Bankrisiken |
-50,0 |
-27,5 |
-22,5 |
81,8 |
323,1 |
| Außerordentliches
Ergebnis |
0,0 |
0,0 |
-,- |
-,- |
-,- |
| Steuern |
73,9 |
-32,6 |
106,5 |
-326,7 |
-33,2 |
| Jahresüberschuss
und Bilanzgewinn |
11,6 |
11,3 |
0,3 |
2,7 |
7,6 |
Der Zinsüberschuss ist die bedeutendste
Ertragsquelle unseres Geschäfts. Im Geschäftsjahr
erhöhte er sich gegenüber dem Vorjahr um 30,9
Mio. EUR auf 210,7 Mio. EUR. Die positive Entwicklung im
Jahr 2023 ist maßgeblich auf eine Verbesserung des
Zinsertrages aus dem Eigen- und Kundengeschäften
zurückzuführen. Im Verhältnis zur
Bilanzsumme ist der Zinsüberschuss deutlich gestiegen.
Die Zinsspanne lag 2023 bei 1,76 % der DBS (2022: 1,57 %).
Der Provisionsüberschuss erhöhte sich in
absoluten Zahlen leicht um 0,4 Mio. EUR auf 45,9 Mio. EUR.
Der Verwaltungsaufwand nahm insbesondere aufgrund
gestiegener Pflichtbeiträge sowie tariflicher
Steigerungen und der vereinbarten steuer- und abgabenfreien
Inflationsausgleichsprämien 2023 um 10,3 Mio. EUR zu.
Das Betriebsergebnis vor Bewertung verringerte sich
um 0,6 Mio. EUR auf 122,3 Mio. EUR.
Die aktuelle konjunkturelle Situation führte zu
einer deutlichen Erhöhung der Risikovorsorge im
Kreditgeschäft. Die Zuführungen überstiegen
die Auflösungen bei weitem. Das Bewertungsergebnis
Wertpapiere stellte sich aufgrund der Realisierung von
Kursverlusten sowie Abschreibungen auf den Marktwert
ebenfalls leicht negativ dar. Sonstige
Bewertungsmaßnahmen waren von untergeordneter
Bedeutung. Nach Vornahme aller notwendigen
Bewertungsmaßnahmen liegt das Ergebnis nach Bewertung
in der Gewinn- und Verlustrechnung um 83,7 Mio. EUR unter
dem Wert des Vorjahres und damit im negativen Bereich.
Der Sonderposten nach § 340g HGB wurde deutlich
um 50,0 Mio. EUR aufgestockt.
Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich
aufgrund der erstmaligen Aktivierung latenter Steuern ein
Steuerertrag in Höhe von 73,9 Mio. EUR.
Der Jahresüberschuss in Höhe von 11,6 Mio.
EUR lag 2,7 % über dem Vorjahr.
Der gemäß § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG
offen zu legende Quotient aus Jahresüberschuss und
Bilanzsumme beträgt unverändert 0,1 %.
Zur weiteren Analyse der Ertragslage unseres Hauses
setzen wir für interne Zwecke den sogenannten
"Betriebsvergleich" der Sparkassenorganisation ein, in dem
eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses
unserer Sparkasse in Relation zur DBS erfolgt.
Die Ertragskennziffern in % der DBS (nach
Betriebsvergleich) stellen sich wie folgt dar:
|
Sparkasse
in % der DBS |
Gruppendurchschnitt
in % der DBS |
|
2023 |
2022 |
2023
2 |
2022 |
| Ordentliche
Erträge, darunter: |
2,28 |
2,11 |
2,37 |
2,00 |
| -
Zinsüberschuss |
1,76 |
1,57 |
1,79 |
1,44 |
| -
Provisionsüberschuss |
0,46 |
0,49 |
0,54 |
0,53 |
| - sonstige ordentliche
Erträge |
0,06 |
0,06 |
0,04 |
0,04 |
| Verwaltungsaufwand |
1,20 |
1,14 |
1,24 |
1,18 |
| Nettoaufwand des
Handelsbestands |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,01 |
| Betriebsergebnis vor
Bewertung
1 |
1,08 |
0,97 |
1,14 |
0,83 |
| Betriebsergebnis nach
Bewertung |
-0,08 |
0,52 |
0,88 |
0,40 |
1) Betriebsergebnis vor Bewertung
gemäß der Abgrenzung des Betriebsvergleichs
(bereinigt um neutrale und aperiodische Positionen) in %
der Durchschnittsbilanzsumme gemäß
Betriebsvergleich
2) vorläufige Zahlen Mai 2024
Unser wichtigster finanzieller Leistungsindikator,
das nach dem Betriebsvergleich errechnete Betriebsergebnis
vor Bewertung, liegt mit 1,08 % über dem Vorjahreswert
(0,97 %) und unter dem Gruppendurchschnitt der
baden-württembergischen Sparkassen ähnlicher
Größenordnung (1,14 %). Die im
Vorjahreslagebericht prognostizierte Entwicklung auf
konstantem Niveau konnte übertroffen werden, da sich
der Zinsüberschuss aufgrund des gestiegenen
Zinsniveaus deutlich verbesserte.
Nach Berücksichtigung aller
Bewertungsmaßnahmen erreichen wir mit -0,08 % ein
leicht negatives Betriebsergebnis nach Bewertung, das unter
dem Gruppendurchschnitt liegt. Unter den gegebenen
wirtschaftlichen Bedingungen und mit Blick auf die
beschriebenen Einmaleffekte bewerten wir die Ertragslage
als noch zufriedenstellend.
3 Nachtragsbericht
Die Nachtragsberichterstattung erfolgt
gemäß § 285 Nr. 33 HGB im Anhang.
4 Risikobericht
4.1 Risikomanagementsystem
Der Vorstand hat eine Geschäftsstrategie und
eine hierzu konsistente Risikostrategie festgelegt. In der
Geschäftsstrategie sind die strategischen Ziele
unseres Hauses für die wesentlichen
Geschäftstätigkeiten sowie die Maßnahmen
zur Erreichung dieser Ziele dargelegt. Die Risikostrategie
beinhaltet die Ziele der Steuerung der wesentlichen Risiken
sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele.
Zur Sicherstellung der langfristigen Fortführung
der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen
Substanz und Ertragskraft setzt die Sparkasse ein
Risikotragfähigkeitskonzept mit einer
regelmäßigen Berechnung der
Risikotragfähigkeit (ökonomische Perspektive) und
einer Kapitalplanung (normative Perspektive) ein. Die
Risikotragfähigkeit wird ergänzt um Stresstests
und ist prozessual mit den Strategien, der Risikoinventur
und der Risikoberichterstattung verknüpft. Erstmals
zum 31. März 2023 wurden damit fristgerecht die
Anforderungen der am 24. Mai 2018 veröffentlichten
aufsichtlichen Leitlinien an bankinterne
Risikotragfähigkeitskonzepte umgesetzt.
Die mindestens jährlich durchzuführende
Risikoinventur umfasst die systematische Identifizierung
der Risiken sowie die Einschätzung der Wesentlichkeit.
Zudem werden quantitative und qualitative Analysen zur
Bestimmung von Risiko- und Ertragskonzentrationen
vorgenommen.
Auf Grundlage der zuletzt durchgeführten
Risikoinventur wurden folgende Risiken in der
ökonomischen und der normativen Perspektive als
wesentlich eingestuft:
| ― |
Adressenrisiko in Kundenkredit-
und Eigengeschäften,
|
| ― |
Beteiligungsrisiko,
|
| ― |
Marktpreisrisiko
(Zinsänderungsrisiko, Spreadrisiko, Aktien-,
Immobilien- und Währungsrisiko so wie das
sonstige Marktpreisrisiko, das Positionen umfasst,
die sich nicht unter den anderen Kategorien
subsumieren lassen),
|
| ― |
Liquiditätsrisiko
(Zahlungsunfähigkeits- und
Refinanzierungskostenrisiko) und
|
| ― |
operationelles Risiko.
|
Für die frühzeitige Identifizierung von
wesentlichen Risiken sowie von
risikoartenübergreifenden Effekten wurden Indikatoren
abgeleitet, die auf quantitativen oder qualitativen
Merkmalen basieren.
Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in
der ökonomischen Perspektive ist die
Gewährleistung des Gläubigerschutzes. Die
Sparkasse ermittelte zum 31. Dezember 2023 ein
ökonomisches Risikodeckungspotenzial von 1.416 Mio.
EUR. Das daraus abgeleitete Gesamtlimit von 1.100 Mio. EUR
wurde auf die wesentlichen Risiken verteilt und so
bemessen, dass eine angemessene Steuerung der Risiken
ermöglicht wird. Die wesentlichen Risiken werden
vierteljährlich ermittelt und den Limiten
gegenübergestellt. Die bereitgestellten Limite
reichten im Berichtszeitraum aus, um die wesentlichen
Risiken abzudecken.
Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos
wurden für alle wesentlichen Risiken das
Konfidenzniveau auf 99,9 % und der
Risikobetrachtungshorizont auf ein Jahr rollierend
festgelegt. Zwischen den wesentlichen Risikoarten werden
keine risikomindernden Diversifikationseffekte
berücksichtigt. Lediglich innerhalb des
Marktpreisrisikos zwischen den Risikofaktoren Zinsen,
Spreads, Aktien und Währungen kommen risikomindernde
Diversifikationseffekte zum Ansatz.
Das auf der Grundlage des Gesamtlimits eingerichtete
Limitsystem in der ökonomischen Perspektive stellt
sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
| Risikoart |
Risikokategorie |
Limit |
Limitauslastung |
|
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
% |
| Adressenrisiko |
Kundengeschäft |
190,0 |
149,12 |
78,49 |
|
Eigengeschäft |
55,0 |
31,01 |
56,38 |
| Marktpreisrisiko |
Zinsänderungsrisiko |
375,0 |
262,30 |
69,95 |
|
Spreadrisiko |
110,0 |
77,76 |
70,69 |
|
Aktienrisiko (inkl.
Fonds ohne Durchschau) |
10,00 |
7,21 |
72,09 |
|
Immobilienrisiko (inkl.
Fonds ohne Durchschau) |
52,0 |
35,80 |
68,85 |
|
Währungsrisiko |
1,0 |
0,56 |
56,46 |
| Beteiligungsrisiko |
|
114,0 |
80,95 |
71,01 |
|
Liquiditätsrisiko |
Refinanzierungskostenrisiko |
111,0 |
82,04 |
73,91 |
| Operationelles
Risiko |
|
82,0 |
59,08 |
72,05 |
|
Risikotragfähigkeitslimit/Gesamtrisiko |
1.100 |
785,83 |
71,44 |
Die zuständigen Bereiche des Hauses steuern die
Risiken im Rahmen der bestehenden organisatorischen
Regelungen und der Limitvorgaben des Vorstands.
Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in
der normativen Perspektive ist die Fortführung der
Sparkasse. Hierzu besteht ein zukunftsgerichteter
Kapitalplanungsprozess bis zum Jahr 2026. Um einen
Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können,
wurden Annahmen über die künftige
Ergebnisentwicklung für das Planszenario sowie
für ein adverses Szenario getroffen.
In der normativen Perspektive sind alle
regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die
darauf basierenden internen Anforderungen zu
berücksichtigen. Relevante Steuerungsgrößen
sind die Kernkapitalanforderung, die
Gesamtkapitalanforderung (SREP-Gesamtkapitalanforderung,
die kombinierte Pufferanforderung) und die
Eigenmittelempfehlung sowie die Strukturanforderungen
hinsichtlich des Kapitals, die
Höchstverschuldungsgrenze und die
Großkreditgrenze.
Für den betrachteten Zeitraum von drei Jahren
können die aufsichtlichen Anforderungen im
Planszenario vollständig erfüllt werden. Gleiches
gilt im Falle der Betrachtung adverser Entwicklungen, in
dem jedoch nur die harten Mindestkapitalanforderungen
zwingend einzuhalten sind.
Die Sparkasse setzt zur Steuerung der
Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente
(Swapgeschäfte) ein. Sie wurden in die verlustfreie
Bewertung des Bankbuches einbezogen.
Die der Risikotragfähigkeit zu Grunde liegenden
Annahmen sowie die Angemessenheit der Methoden und
Verfahren werden jährlich überprüft und bei
Bedarf angepasst (Validierung).
Stresstests werden ergänzend zur
Risikotragfähigkeit für alle wesentlichen Risiken
regelmäßig durchgeführt. Ziel ist die
Abbildung außergewöhnlicher aber plausibel
möglicher Ereignisse über Szenario- und
Sensitivitätsanalysen. Auch die Stresstests zeigen
derzeit keinen zusätzlichen Handlungsbedarf bei der
Risikoabsicherung auf.
Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und
Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwachungssystemen
(Interne Kontrollverfahren) dienen neben der Einrichtung
von Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und
Arbeitsprozessen auch die Tätigkeit der
Risikocontrolling-Funktion, der Compliance-Funktion und der
Internen Revision.
Die Risikocontrolling-Funktion, die
aufbauorganisatorisch von Bereichen, die Geschäfte
initiieren oder abschließen, getrennt ist, hat die
Aufgabe, die wesentlichen Risiken zu identifizieren, zu
beurteilen, zu überwachen und darüber zu
berichten. Der Risikocontrolling-Funktion obliegt die
Methodenauswahl, die Überprüfung und Validierung
der Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren
und die Errichtung und Weiterentwicklung der
Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. Zusätzlich
verantwortet die Risikocontrolling-Funktion die Umsetzung
der aufsichtsrechtlichen und gesetzlichen Anforderungen in
diesem Bereich, die Erstellung der
Risikotragfähigkeitsberechnung und die laufende
Überwachung der Einhaltung von Risikolimiten. Sie
unterstützt den Vorstand in allen risikopolitischen
Fragen und ist an der Erstellung und Umsetzung der
Risikostrategie maßgeblich beteiligt.
Die Risikocontrolling-Funktion wird im Wesentlichen
durch die Mitarbeitenden des Risikomanagements
wahrgenommen. Darüber hinaus sind weitere Bereiche in
Teilaufgaben eingebunden. Die Leiterin der
Risikocontrolling-Funktion ist in ihrer Funktion dem
Überwachungsvorstand direkt unterstellt und wird in
ihrer Aufgabenwahrnehmung von den Mitarbeitenden des
Risikomanagements unterstützt.
Auch die regelmäßige Berichterstattung an
den Vorstand und die zuständigen
Geschäftsbereiche über das Gesamtbankrisiko und
die einzelnen Risikoarten ist Aufgabe der
Risikocontrolling-Funktion. Die Berichte enthalten neben
quantitativen Informationen auch eine qualitative
Beurteilung zu wesentlichen Positionen und Risiken. Auf
besondere Risiken für die Geschäftsentwicklung
und dafür geplante Maßnahmen wird gesondert
eingegangen.
Im Rahmen seiner Sitzungen wird der Verwaltungsrat
durch den Vorstand regelmäßig über die
Risikosituation unseres Hauses auf Grundlage des
vierteljährlichen Gesamthausrisikoberichts informiert;
ein Risikoausschuss wurde nicht gebildet.
Neben der turnusmäßigen Berichterstattung
ist auch geregelt, in welchen Fällen eine
Ad-hoc-Berichterstattung zu erfolgen hat.
Die Compliance-Funktion wirkt auf die Implementierung
wirksamer Verfahren zur Einhaltung der für die
Sparkasse wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben
und entsprechender Kontrollen hin. Ferner hat sie den
Vorstand hinsichtlich der Einhaltung dieser rechtlichen
Regelungen und Vorgaben zu unterstützen und zu
beraten.
Die Interne Revision prüft und beurteilt
risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit
und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und
des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die
Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich aller
Aktivitäten und Prozesse. Sie ist dem Vorstand
unmittelbar unterstellt und ihm gegenüber
berichtspflichtig.
Verfahren zur Aufnahme von
Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten oder auf
neuen Märkten (Neu-Produkt-Prozess) sind festgelegt.
Zur Einschätzung der Wesentlichkeit geplanter
Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation
sowie den IT-Systemen bestehen Definitionen und Regelungen.
4.2 Strukturelle Darstellung der
wesentlichen Risiken
Nachfolgend wird auf die Risiken eingegangen, die
nicht schon bilanziell, durch Bewertungsmaßnahmen
oder den Ansatz von Rückstellungen dargestellt wurden.
Die Berechnungen basieren auf dem Risikobericht der
Sparkasse zum Stichtag 31.12.2023 sowie der im Nachgang
bekannt gewordenen wesentlichen Änderungen.
4.2.1 Adressenrisiko
Unter dem Adressenrisiko wird ein Verlust in einer
bilanziellen oder außerbilanziellen Position
verstanden, der durch eine Bonitätsverschlechterung
einschließlich Ausfall eines Schuldners bedingt ist.
Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie das
Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt.
Das Ausfallrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes,
welcher aus einem drohenden bzw. vorliegenden
Zahlungsausfall eines Schuldners entsteht.
Das Migrationsrisiko bezeichnet die Gefahr eines
Verlustes, der sich dadurch ergibt, dass sich die
Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners
verändert hat.
Das Länderrisiko umfasst neben dem
bonitätsinduzierten Länderrisiko auch das
politische Risiko, z. B. aus einem Transferstopp. Das
Länderrisiko im Sinne eines Ausfalls oder einer
Bonitätsveränderung eines Schuldners ist Teil des
Adressenrisikos im Kunden- und Eigengeschäft. Der
Schuldner kann ein ausländischer öffentlicher
Haushalt oder ein sonstiger Schuldner sein, der seinen Sitz
im Ausland und somit in einem anderen Rechtsraum hat.
Die Messung des Adressenrisikos erfolgt in der
ökonomischen Perspektive über eine
Monte-Carlo-Simulation mithilfe der Anwendung Credit
Portfolio View (CPV). Dabei wird die Wertentwicklung der
einzelnen Geschäfte in einem jeweils spezifischen
ökonomischen Umfeld simuliert. Zur Bewertung werden
neben den Portfoliodaten der Sparkasse Risikoparameter (z.
B. Ausfallzeitreihen, Korrelationen, Migrations- und
Shiftmatrizen, Verwertungs, Neubewertungs- und
Einbringungsquoten) verwendet, die aus historischen Daten
aller Sparkassen ermittelt wurden. Die Ergebnisse der
simulierten Wertentwicklungen werden zu einer
Wertänderungsverteilung zusammengeführt, woraus
die Risikokennzahlen wie z. B. der Value-at-Risk abgeleitet
werden. Die Risikomessung von Kunden- und
Eigengeschäft erfolgt jeweils isoliert.
4.2.1.1 Adressenausfallrisiko im
Kundengeschäft
Das Adressenrisiko im Kundengeschäft umfasst
einerseits die Gefahr eines Verlustes durch einen drohenden
bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines originären
Kredites sowie von Eventualverbindlichkeiten wie
beispielsweise Avalen (Ausfallrisiko). Andererseits umfasst
es auch die Gefahr, dass Sicherheiten teilweise oder ganz
an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der Kredite
nicht ausreichen oder überhaupt nicht beitragen
können (Sicherheitenverwertungs- und
einbringungsrisiko).
Teil des Adressenrisikos im Kundengeschäft ist
auch die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die
Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des Kreditnehmers
ändert und damit ein möglicherweise höherer
Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve
berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko).
Die Steuerung des Adressenrisikos im
Kundengeschäft erfolgt entsprechend den strategischen
Festlegungen unter besonderer Berücksichtigung der
Portfoliostrukturen (Größenklassen,
Sicherheiten, Bonitäten etc.) sowie des Risikos der
Engagements.
Der Risikomanagementprozess umfasst u.a. folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Die Funktionstrennung zwischen
Markt (1. Votum) und Marktfolge (2. Votum) bis in die
Geschäftsverteilung des Vorstands.
|
| ― |
Regelmäßige
Bonitätsbeurteilung und Beurteilung der
Kapitaldiensttragfähigkeit auf Basis aktueller
Unterlagen.
|
| ― |
Einsatz standardisierter
Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und
Scoringverfahren), die auch Berücksichtigung in
der Konditionengestaltung und kompetenzgerechten
Genehmigung finden.
|
| ― |
Kreditvergabe nach Maßgabe
eines differenzierten Kompetenzsystems.
|
| ― |
Interne,
bonitätsabhängige Richtwerte für
Kreditobergrenzen dienen zur Vermeidung von
Risikokonzentrationen im Kundenkreditportfolio.
|
| ― |
Darüber hinaus bestehen
weitere Richtwerte (Risikotoleranzen), um
Risikokonzentrationen auf Teilportfolioebene
(Kreditarten, Branchen etc.) aktiv begegnen zu
können.
|
| ― |
Regelmäßige
Überprüfung von Sicherheiten.
|
| ― |
Einsatz eines
Risikofrüherkennungsverfahrens, das
gewährleistet, dass bei Auftreten von
signifikanten Bonitätsverschlechterungen
frühzeitig risikobegrenzende Maßnahmen
eingeleitet werden können.
|
| ― |
Festgelegte Verfahren zur
Überleitung von Kreditengagements in die
Intensiv- oder Sanierungsbetreuung.
|
| ― |
Berechnung des
Adressenausfallrisikos für die
Risikotragfähigkeit in der ökonomischen
Perspektive mit dem Kreditrisikomodell "Credit
Portfolio View".
|
| ― |
Anrechnung der ermittelten
Risiken auf die bestehenden Risikolimite.
|
| ― |
Kreditportfolioüberwachung
auf Gesamthausebene mittels regelmäßigem
Reporting.
|
Zum 31. Dezember 2023 wurden rund 67,2 % (Vorjahr:
66,3 %) der zum Jahresende ausgelegten Kreditmittel gem.
§ 19 Abs. 1 KWG an Unternehmen und wirtschaftlich
selbstständige Privatpersonen vergeben, 32,6 %
(Vorjahr: 33,0 %) an wirtschaftlich unselbstständige
und sonstige Privatpersonen. Die Verteilung unseres
Kundenkreditportfolios spiegelt die Struktur im
Geschäftsgebiet unter Berücksichtigung der
konjunkturellen Entwicklung einzelner Branchen wider. Den
Schwerpunkt der Ausleihungen an Unternehmen und
wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen stellt
die Branche Grundstücks- und Wohnungswesen mit einem
Anteil von 33,9 % dar (Vorjahr: 34,5 %). Das
Kundenkreditportfolio dieser Branche verteilt sich dabei
überwiegend auf Ratingklassen mit geringen
Ausfallwahrscheinlichkeiten.
Die nächst größere Branche ist die
Dienstleistungsbranche, deren Anteil 21,2 % (Vorjahr: 20,5
%) beträgt.
Die gewerblichen Kreditnehmer werden
regelmäßig auf etwaige strukturelle
Konzentrationen analysiert; bei Bedarf werden
Maßnahmenvorschläge abgeleitet. Auf Sicht des
Gesamtportfolios ist eine Diversifikation durch die
Verteilung auf Ebene der Wirtschaftszweige gegeben.
Die Forderungen zeigen eine sparkassentypische
Verteilung auf die geographischen Hauptgebiete. Dabei
befinden sich etwa 81,9 % (Vorjahr: 83,1 %) unserer
Kundenforderungen (auf Basis Engagement, ohne
Schuldscheindarlehen und ohne Verbundunternehmen) im bzw.
im angrenzenden Geschäftsgebiet. Hierfür ist der
Wohnsitz bzw. die Niederlassung des Schuldners oder des
finanzierten bzw. zur Sicherheit hinterlegten Objekts
maßgeblich.
Insgesamt entfallen 24,4 % (Vorjahr: 23,9 %) des
Kundenkreditvolumens auf Engagements ab einem Volumen
größer 25.000 TEUR. Im Bereich ab 1.000 TEUR bis
25.000 TEUR befinden sich 37,8 % (Vorjahr: 37,8 %) des
Kundenkreditvolumens. 37,8 % (Vorjahr: 38,4 %) am gesamten
Kundenkreditvolumen entfallen auf Engagements bis zu 1.000
TEUR. Die Steuerung der Verteilung unseres Kreditportfolios
auf Größenklassen erfolgt über
Strukturvorgaben. Alle internen Zielwerte werden
eingehalten.
Nahezu 64,0 % (Vorjahr: 64,6 %) unseres gesamten
Kundenkreditvolumens nach Limiten befindet sich im
Investmentgrade-Bereich (gemäß S&P-Rating)
bzw. DSGV-Ratingklassen 1-5; davon wiederum mehr als die
Hälfte 52,1 %, (Vorjahr: 51,9 %) in der besten
DSGV-Ratingklasse 1. Im Bereich der Ratingklassen mit
erhöhter Ausfallwahrscheinlichkeit (DSGV-Ratingklasse
11-16) bzw. vergleichbar ab "B+" bis "C" (gemäß
S&P-Rating) sind rund 3,7 % (Vorjahr: rd. 4,2 %)
unserer Kunden eingestuft. Hierbei resultiert ein
wesentlicher Anteil aus Kunden, die mit dem
Risikoklassifizierungsverfahren
Immobiliengeschäftsrating geratet werden und den
Branchen Grundstücks- und Wohnungswesen, Baugewerbe
und Dienstleistungen angehören.
Das Ländertransferrisiko ist für die
Sparkasse von untergeordneter Bedeutung. Das an
Kreditnehmer mit Sitz im Ausland ausgelegte Kreditvolumen
betrug am 31. Dezember 2023 144,3 Mio. EUR (Vorjahr: 154,4
Mio. EUR).
Risikokonzentrationen bestehen im Kreditportfolio u.
a. bei den Immobilien, bei den Landesbanken, bei den
Branchen (größte Branche: Grundstücks- und
Wohnungswesen, zweitgrößte Branche:
Dienstleistungen; Anteil dieser beiden Branchen an
Ausleihungen an Unternehmen und wirtschaftlich
selbstständige Privatpersonen zusammen 55,2 %
(Vorjahr: 54,9 %)) sowie bei den Großkreditnehmern
(Art. 392 CRR). Im Bereich der Immobilien besteht die
größte Konzentration aus der
grundpfandrechtlichen Absicherung der Darlehen. Bei den
Landesbanken ist die Landesbank Baden-Württemberg der
größte Konzentrationstreiber. Insgesamt sind
diese Interkonzentrationen unserem Geschäftsmodell
geschuldet und bekannt. Diese werden akzeptiert.
Die Kreditengagements werden regelmäßig
dahingehend überprüft, ob Risikovorsorgebedarf
besteht. Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle
Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender
Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der
Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es
voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle
fälligen Zins- und Tilgungszahlungen gemäß
den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu
vereinnahmen. Bei der Bemessung der
Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen
Realisationswerte der gestellten Sicherheiten
berücksichtigt.
Für latente Risiken im Forderungsbestand wurden
Pauschalwertberichtigungen gebildet.
Der Vorstand wird vierteljährlich über die
Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios, die
Einhaltung der Limite und die Entwicklung der notwendigen
Vorsorgemaßnahmen schriftlich unterrichtet. Eine
Ad-hoc-Berichterstattung ergänzt bei Bedarf das
standardisierte Verfahren.
Durch die angespannte Lage am Immobilienmarkt kommt
es zu einem deutlichen Konsolidierungsbedarf. Diese Lage
wirkte sich auch auf die Risikovorsorge für den
Kreditbestand der Sparkasse Karlsruhe aus.
Die Entwicklung der Risikovorsorge im Jahr 2023
führte zu einem deutlichen Anstieg der
Einzelwertberichtigungen von 69,1 Mio. EUR auf 173,2 Mio.
EUR. Die Rückstellungen erhöhten sich von 6,2
Mio. EUR auf 17,0 Mio. EUR.
Die Pauschalwertberichtigungen (PWB) erhöhten
sich von 26,0 Mio. EUR auf 37,4 Mio. EUR.
Das Verfahren für die Bildung der
Pauschalwertberichtigungen ist im Anhang zum
Jahresabschluss erläutert.
4.2.1.2 Adressenrisiko im
Eigengeschäft
Das Adressenrisiko im Eigengeschäft umfasst die
Gefahr eines Verlustes, welcher aus einem drohenden bzw.
vorliegenden Zahlungsausfall eines Emittenten oder eines
Kontrahenten (Ausfallrisiko) resultieren kann.
Ebenso besteht die Gefahr, dass sich im Zeitablauf
die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners
ändert und damit ein möglicherweise höherer
Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve
berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko).
Das Kontrahentenrisiko unterteilt sich in ein
Wiedereindeckungs-, ein Vorleistungs- und ein
Erfüllungsrisiko.
Zudem gibt es im Eigengeschäft das Risiko, dass
die tatsächlichen Restwerte der Emissionen bei Ausfall
von den prognostizierten Werten abweichen.
Ferner beinhalten Aktien eine
Adressenrisikokomponente. Diese besteht in der Gefahr einer
negativen Wertveränderung aufgrund von
Bonitätsverschlechterung oder Ausfalls des
Aktienemittenten.
Die Steuerung des Adressenrisikos des
Eigengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten
Strategie unter besonderer Berücksichtigung der
Größenklassenstruktur, der Bonitäten und
Anlageklassen sowie des Risikos der Engagements.
Der Risikomanagementprozess umfasst u.a. folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Festlegung von Limiten je
Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite).
|
| ― |
Regelmäßige
Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner anhand
von externen Ratingeinstufungen sowie eigenen
Analysen.
|
| ― |
Berechnung des Adressenrisikos
für die Risikotragfähigkeit in der
ökonomischen Perspektive mit dem
Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View".
|
| ― |
Anrechnung der ermittelten
Risiken auf die bestehenden Risikolimite.
|
| ― |
Portfolioüberwachung auf
Gesamthausebene mittels regelmäßigem
Reporting.
|
Die Eigengeschäfte umfassen zum Bilanzstichtag
auf Basis des Marktwertes ein Volumen von 2.122,22 Mio.
EUR. Unser Portfolio ist zu 92,46 % in Zinspapieren (inkl.
EZB-Einlagen) investiert.
Unser Anleihenportfolio weist nachfolgende
Ratingverteilung auf:
| Externes Rating Moody's/
Standard & Poors |
Aaa bis Baal/ AAA bis
BBB+ |
Baa2 bis Baa3/ BBB bis
BBB- |
Ba1 bis Ba2/ BB+ bis
BB |
Ba3 bis C/ BB-bis
C |
Ausfall |
ungeratet |
| Ratingklassen |
1-3 |
4-6 |
7-9 |
10-15 |
16-18 |
|
| 31.12.2022 |
93,3 % |
3,5 % |
0,1 % |
0,0 % |
0,0 % |
3,1 % |
| 31.12.2023 |
95,4 % |
2,8 % |
0,0 % |
0,0 % |
0,0 % |
1,8 % |
Die Positionen ohne Rating betreffen fünf
Anleihen von Bundesländern und eine
Unternehmensanleihe. Diese sind von der Agentur Fitch
beurteilt, deren Rating aus technischen Gründen nicht
berücksichtigt werden kann. Im Bereich der
Handelsgeschäfte kam es nicht zu Ausfällen aus
Adressenrisiken.
Der bei Emittenten mit Sitz im Ausland investierte
Marktwert der Wertpapiere betrug am 31. Dezember 2023
602,24 Mio. EUR. Für ausländische Emittenten wird
das individuelle Risiko des Emittenten bzw. der Emission
berücksichtigt. In diesem ist dem Risiko des
Herkunftslandes ausreichend Rechnung getragen. Zudem wird
das politische Risiko gemeinsam mit dem
Kundenkreditgeschäft einer
Wesentlichkeitsüberprüfung unterzogen. Dieses ist
vor dem Hintergrund seiner geringen Größe als
unwesentlich einzustufen.
Bei den Eigenanlagen verzeichnen wir u.a. eine
Konzentration gegenüber Landesbanken. Die
Konzentrationen resultieren aus unserer
geschäftspolitischen Ausrichtung. Zu
berücksichtigen sind dabei auch das institutsbezogene
Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe sowie die
Beteiligungen, von denen ein hoher Anteil auf
Gesellschaften der Sparkassen-Finanzgruppe entfallen.
4.2.1.3 Beteiligungsrisiko
Das Beteiligungsrisiko umfasst die Gefahr eines
Verlustes durch eine negative Wertänderung einer
Beteiligung.
Je nach Beteiligungsart unterscheidet man nach dem
Risiko aus strategischen Beteiligungen,
Funktionsbeteiligungen und Kapitalbeteiligungen. Bei den
Beteiligungen der Sparkasse handelt es sich vorwiegend um
strategische Beteiligungen, insbesondere an Unternehmen der
Sparkassen-Finanzgruppe (= 66,45 %). Unter
Renditegesichtspunkten bzw. zur Diversifizierung unserer
Assetklassen werden operative Beteiligungen gehalten.
Darüber hinaus beteiligen wir uns an regionalen
Gesellschaften zum Zwecke der lokalen Wirtschafts- und
Standortförderung.
Die Steuerung der Beteiligungsrisiken erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Rückgriff auf das
Beteiligungscontrolling des Sparkassenverbandes
Baden-Württemberg für die
Verbundbeteiligungen.
|
| ― |
In der normativen Perspektive
wird die Auswirkung auf aufsichtliche Quoten durch
Beteiligungen berücksichtigt.
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis einer
Szenarioanalyse.
|
| ― |
Ermittlung des
Beteiligungsrisikos anhand kritisch gewürdigter
Expertenschätzungen.
|
| ― |
Anrechnung der ermittelten
Risiken auf die bestehenden Risikolimite.
|
| ― |
Regelmäßige
qualitative Beurteilung der Unternehmensentwicklung,
der strategischen Ausrichtung sowie der Marktstellung
des jeweiligen Beteiligungsunternehmens.
|
Insgesamt betrachtet konzentriert sich das
Beteiligungsrisiko der Sparkasse derzeit auf die
großen Verbundbeteiligungen LBBW und
SVB-Sparkassen-Versicherung Beteiligungs-GmbH. Diese werden
als systemimmanent akzeptiert. Weitere Informationen zu den
Verbundbeteiligungen sind dem Anhang zum Jahresabschluss zu
entnehmen.
4.2.2 Marktpreisrisiko
Das Marktpreisrisiko wird definiert als Verlust in
einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position,
welcher sich aus der Veränderung von Risikofaktoren
ergibt.
Die Steuerung der Marktpreisrisiken erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer
Berücksichtigung der festgelegten Limite und der
vereinbarten Anlagerichtlinien für Spezialfonds. Der
Anlageausschuss hat die Aufgabe, den Vorstand bei der
Umsetzung der Strategie zu unterstützen.
4.2.2.1 Zinsänderungsrisiko
Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als die
Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung der risikolosen Zinskurve ergibt. In einer
periodischen Sicht bzw. in der normativen Perspektive
können sich Veränderungen im Zinsüberschuss,
im Bewertungsergebnis Wertpapiere sowie aus einer Bildung
bzw. Veränderung einer Drohverlustrückstellung im
Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs
gemäß IDW RS BFA 3 n. F. ergeben. Schwankungen
im Zinskonditionsbeitrag sind in die Betrachtung des
Zinsänderungsrisikos in der normativen Perspektive
integriert.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Steuerung und
normative Perspektive: Berechnungen auf Basis
verschiedener Zinsszenarien mittels der IT-Anwendung
"Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus", Betrachtung des
laufenden Geschäftsjahres und der drei
Folgejahre bei der Bestimmung der Auswirkungen auf
das handelsrechtliche Ergebnis.
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der
S-Rating und Risikosysteme GmbH entwickelten
IT-Anwendung "MPR" und einem Konfidenzniveau von
99,9%. Die Parameter der Normalverteilung werden aus
historischen Daten geschätzt. Unter
Berücksichtigung ihrer Portfoliostruktur wurde
der Delta-Gamma-Ansatz ausgewählt.
|
| ― |
Steuerung des wertorientierten
Zinsänderungsrisikos auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes. Der VaR wird mit einer
Haltedauer von 90 Tagen mit einem Konfidenzniveau von
95,0 % berechnet. Zur Beurteilung des
Zinsänderungsrisikos orientiert sich die
Sparkasse an einer definierten Benchmark (angelehnt
an die Struktur des gleitenden
10-Jahresdurchschnitts). Abweichungen zeigen ggf.
einen Bedarf an Steuerungsmaßnahmen auf und
dienen als zusätzliche Information für zu
tätigende Neuanlagen, Verkäufe bzw.
Absicherungen.
|
| ― |
Ermittlung des
Zinsrisikokoeffizienten gemäß § 25a
Abs. 2 KWG auf Basis des BaFin-Rundschreibens 6/2019
vom 6. August 2019 und des
Frühwarnindikators.
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds im Wesentlichen nach dem
Durchschauprinzip.
|
| ― |
Portfolioanalysen auf
Gesamthausebene mittels regelmäßigem
Reporting.
|
Im Rahmen der Gesamtbanksteuerung wurden zur
Absicherung von Zinsänderungsrisiken neben
bilanzwirksamen Instrumenten auch derivative
Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps eingesetzt (vgl.
Angaben im Anhang zum Jahresabschluss).
Die Auswirkungen eines Zinsschocks um + bzw. - 200
Basispunkte auf den Barwert der zinstragenden
Geschäfte des Anlagebuchs ergab zum 31. Dezember 2023
die folgenden Werte:
|
Zinsänderungsrisiken |
| Währung |
Barwertveränderung |
|
+ 200 Basispunkte |
- 200 Basispunkte |
| TEUR |
-152.541,32 |
186.464,61 |
| in % der
Eigenmittel |
-13,06 |
15,96 |
Hinsichtlich der Zinsbindung liegt der Schwerpunkt
aktivseitig auf den festverzinslichen Produkten,
passivseitig auf den variabel verzinslichen Produkten.
Aufgrund unseres breit aufgestellten
Geschäftsmodells sind wir sowohl auf
Einzelproduktebene wie auch auf Kundengruppenebene
hinreichend diversifiziert.
Die Zinsänderungsrisiken in Fremdwährung
sind in unserem Haus aktuell nicht wesentlich.
Der auch im Jahr 2023 anhaltende starke Zinsanstieg
führte z.T. zu deutlich gesunkenen Bar- und
Marktwerten zinstragender Geschäfte, die in die
Bewertung des Zinsbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F.
eingehen. Weitere Zinsanstiege können zu einem
Verpflichtungsüberschuss und damit zur Bildung einer
Drohverlustrückstellung in künftigen
Jahresabschlüssen führen.
4.2.2.2 Spreadrisiko
Das Spreadrisiko wird definiert als die Gefahr eines
Verlusts in einer bilanziellen oder außerbilanziellen
Position, welcher sich aus der Veränderung von Spreads
bei gleichbleibendem Rating ergibt. Dabei wird unter einem
Spread die Differenz zu einer risikolosen Zinskurve
verstanden. Der Spread ist unabhängig von der zu
Grunde liegenden Zinskurve zu sehen, d. h. ein Spread in
einer anderen Währung wird analog einem Spread in Euro
behandelt.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Steuerung und
normative Perspektive: Berechnungen auf Basis
verschiedener Spreadszenarien mittels der
IT-Anwendung "Integrierte Zinsbuchsteuerung
Plus".
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"MPR". Die Parameter der Normalverteilung werden aus
historischen Daten geschätzt. Unter
Berücksichtigung ihrer Portfoliostruktur wurde
der Delta-Gamma-Ansatz ausgewählt.
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip bzw. der
Risiken aus Fonds ohne Durchschau anhand einer
hochskalierten 1-Tages-Standardabweichung.
|
| ― |
Anrechnung der ermittelten
Risiken auf die bestehenden Risikolimite.
|
| ― |
Portfolioanalysen auf
Gesamthausebene mittels regelmäßigem
Reporting.
|
4.2.2.3 Aktienrisiko
Das Aktienrisiko wird definiert als die Gefahr eines
Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Aktienkursen ergibt. Neben dem
Marktpreisrisiko beinhalten Aktien auch eine
Adressenrisikokomponente.
In der normativen Perspektive umfasst das
Aktienrisiko darüber hinaus das Risiko, dass
Dividendenerträge nicht in der erwarteten Höhe
erzielt werden können.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Steuerung und
normative Perspektive: Berechnungen auf Basis
verschiedener Szenarien mittels der IT-Anwendung
"SimCorp Dimension bzw. msg-Portal".
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"MPR" Die Parameter der Normalverteilung werden aus
historischen Daten geschätzt. Unter
Berücksichtigung ihrer Portfoliostruktur wurde
im Varianz-Kovarianz-Ansatz die Delta-Gamma-Variante
ausgewählt.
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip oder
über Kennzahl der Fondsgesellschaft.
|
| ― |
Anrechnung der ermittelten
Risiken auf die bestehenden Risikolimite.
|
| ― |
Portfolioanalysen auf
Gesamthausebene mittels regelmäßigem
Reporting.
|
Unser Haus war im Geschäftsjahr 2023 nicht
direkt in Aktien investiert.
4.2.2.4 Immobilienrisiko
Das Immobilienrisiko wird definiert als die Gefahr
eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Marktwerten aus Immobilien ergibt.
Immobilieninvestitionen umfassen sowohl Direktinvestitionen
(Renditeobjekte, eigengenutzte Immobilien) als auch
indirekte Investitionen (Immobilienfonds, Beteiligungen in
Immobiliengesellschaften).
In der normativen Perspektive umfasst das
Immobilienrisiko darüber hinaus das Mietertragsrisiko
aus eigenen, fremdgenutzten Immobilien.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Ermittlung und
normative Perspektive: Berechnungen auf Basis
verschiedener Szenarien mittels der IT-Anwendung
"caballito (MPR - Immobilienpreisrisiko)".
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"caballito (MPR - Immobilienpreisrisiko)".
|
| ― |
Anrechnung der ermittelten
Risiken auf die bestehenden Risikolimite.
|
| ― |
Portfolioanalysen auf
Gesamthausebene mittels regelmäßigem
Reporting.
|
Immobilen im Eigenbestand/ Immobilienfonds werden in
einem überschaubaren Umfang gehalten. Besondere
Risiken sind aus den Anlagen derzeit nicht erkennbar. Das
Immobilienrisiko wird daher als vertretbar eingestuft.
4.2.2.5 Währungsrisiko
Das Währungsrisiko wird definiert als die Gefahr
eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Währungskursen ergibt.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Steuerung und
normative Perspektive: Berechnungen auf Basis
verschiedener Szenarien mittels der IT-Anwendung
"MPR".
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"MPR" Die Parameter der Normalverteilung werden aus
historischen Daten geschätzt. Unter
Berücksichtigung ihrer Portfoliostruktur wurde
der Delta-Gamma-Ansatz ausgewählt.
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds im Wesentlichen nach dem
Durchschauprinzip.
|
| ― |
Anrechnung der ermittelten
Risiken auf die bestehenden Risikolimite.
|
| ― |
Portfolioanalysen auf
Gesamthausebene mittels regelmäßigem
Reporting.
|
Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte mit
den Kunden werden ausschließlich als
Botengeschäft abgeschlossen. Darüber hinaus kann
die Sparkasse Devisengeschäfte im Rahmen ihres
Eigenhandelsgeschäfts tätigen; dies geschieht in
erster Linie im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements bzw.
zur Zinsbuchsteuerung, zur Refinanzierung unserer
Aktivseite (Begrenzung des Zinsänderungsrisikos), aber
auch zur Ertragsoptimierung. Hierfür können auch
offene Positionen eingegangen werden. Währungsrisiken
begegnen wir durch eine sorgfältige Analyse und
begrenzen diese durch eine entsprechende Limitierung der
Volumina.
An Kunden vergebene Fremdwährungsdarlehen werden
- ebenso wie von den Kunden hereingenommene Sichteinlagen
in Fremdwährung - im Vermittlungsgeschäft
abgeschlossen. Die Währungsrisiken sind hinsichtlich
ihrer GuV-Wirkung von untergeordneter Bedeutung.
Bemerkenswerte Konzentrationen sind nicht erkennbar.
4.2.3 Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem
Zahlungsunfähigkeits- und dem
Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das
Liquiditätsrisiko umfasst in beiden Bestandteilen auch
das Marktliquiditätsrisiko. Dies ist das Risiko, dass
aufgrund von Marktstörungen oder unzulänglicher
Markttiefe Finanztitel an den Finanzmärkten nicht zu
einem bestimmten Zeitpunkt und/oder nicht zu fairen Preisen
gehandelt werden können.
Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr
dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder
nicht fristgerecht nachzukommen.
Das Refinanzierungskostenrisiko ist definiert als die
Gefahr, dass die Refinanzierungskosten über der in der
Planung angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf der
Schwankung des institutseigenen Spreads sowie auf der
unerwarteten Veränderung der Refinanzierungsstruktur
beruhen.
Das Refinanzierungskostenrisiko in der
ökonomischen Perspektive ergibt sich aus der negativen
Veränderung des Liquiditätsbeitrages aufgrund von
marktbedingten Spreadschwankungen.
In der normativen Perspektive wird die GuV-Auswirkung
des Refinanzierungskostenrisikos in Form höherer
Zinsaufwendungen abgebildet.
Die Steuerung der Liquiditätsrisiken erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Regelmäßige
Ermittlung und Überwachung der
Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage
Ratio, LCR).
|
| ― |
Regelmäßige
Ermittlung und Überwachung der strukturellen
Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio,
NSFR).
|
| ― |
Regelmäßige
Ermittlung der Survival Period und Festlegung einer
Risikotoleranz.
|
| ― |
Diversifikation der
Vermögens- und Kapitalstruktur.
|
| ― |
Regelmäßige
Erstellung von Liquiditätsübersichten auf
Basis einer hausinternen Liquiditätsplanung, in
der die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten
Mittelabflüssen gegenübergestellt
werden.
|
| ― |
Tägliche Disposition der
laufenden Konten.
|
| ― |
Liquiditätsverbund mit
Verbundpartnern der Sparkassen-Finanzgruppe.
|
| ― |
Definition eines sich
abzeichnenden Liquiditätsengpasses sowie eines
Notfallplans.
|
| ― |
Erstellung einer
Refinanzierungsplanung.
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der
S-Rating und Risikosysteme GmbH entwickelten
IT-Anwendung "RKR". Der Risikowert beschreibt die
Veränderung des Liquiditätsbarwerts bei
veränderten Refinanzierungskosten, die aus
veränderten Marktliquiditätsspreads
resultieren. Die voraussichtliche
Liquiditätsspreadbindungsdauer der variabel
verzinslichen Geschäfte wird über
Liquiditätsmischungsverhältnisse
abgebildet.
|
| ― |
Anrechnung der ermittelten
Risiken auf die bestehenden Risikolimite.
|
Die Sparkasse hat einen Refinanzierungsplan
aufgestellt, der die Liquiditätsstrategie und den
Risikoappetit des Vorstands angemessen widerspiegelt. Der
Planungshorizont umfasst den Zeitraum von mindestens
fünf vollen Kalenderjahren und dem aktuellen Restjahr.
Grundlage des Refinanzierungsplans sind die geplanten
Entwicklungen im Rahmen der mittelfristigen
Unternehmensplanung, die festgelegten Ziele aus der
Geschäftsstrategie, in der ggfs. Veränderung in
der eigenen Geschäftstätigkeit, der strategischen
Ziele und des wirtschaftlichen Umfelds zu
berücksichtigen sind. Darüber hinaus wird auch
ein Szenario unter Berücksichtigung adverser
Entwicklungen durchgeführt.
In die Analysen des Risikomanagements werden auch die
Auswirkungen unplanmäßiger Entwicklungen wie z.
B. Abzug von Kundeneinlagen, Kursverluste in der
Liquiditätsreserve etc. einbezogen.
Die Survival Period der Sparkasse beträgt zum
Bilanzstichtag 5 Monate.
Hauptrefinanzierungspartner sind aufgrund des
Geschäftsmodells der Sparkassen die Kundeneinlagen (in
erster Linie täglich fällige Kundeneinlagen,
Termineinlagen und variable Spareinlagen). Aufgrund der
hinreichenden Verteilung der Kundeneinlagen über die
Kundenzahl sehen wir hier keine Risikokonzentration.
Bei der institutionellen Refinanzierung liegen
Konzentrationen auf wenige große Institute vor.
Diesen wird mit einer Überwachung der
Refinanzierungskonditionen und der Höhe der
Konzentration begegnet.
Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im
Geschäftsjahr jederzeit gegeben.
4.2.4 Operationelles Risiko
Das operationelle Risiko bedeutet die Gefahr eines
Verlustes durch Schäden, die in Folge der
Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren,
Mitarbeitenden, der internen Infrastruktur oder in Folge
externer Einflüsse eintreten können.
Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Regelmäßige,
mindestens jährliche Schätzung des
operationellen Risikos auf Basis der
szenariobezogenen Schätzung von risikorelevanten
Verlustpotenzialen aus der IT-Anwendung
"OpRisk-Szenarien".
|
| ― |
Systematische Sammlung und
Analyse eingetretener Schadensfälle in einer
Schadensfalldatenbank.
|
| ― |
Periodische Steuerung und
normative Perspektive: Abbildung auf Basis
verschiedener Szenarien.
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis der
IT-Anwendung "OpRisk-Schätzverfahren" der SR.
Die Sparkasse schätzt zunächst den Median
ihrer eigenen Schadensfallhistorie. Dieser Median
wird mit dem Median des OpRisk-Pools adjustiert und
anschließend zur Ermittlung des Risikos mittels
sog. q-Faktoren auf das gewünschte
Konfidenzniveau skaliert. Die q-Faktoren werden aus
Schadensfällen aller Sparkassen abgeleitet.
|
| ― |
Anrechnung der ermittelten
Risiken auf die bestehenden Risikolimite.
|
| ― |
Erstellung von
Notfallplänen, insbesondere im Bereich der
IT.
|
Aufgrund der nahezu ausschließlichen Nutzung
von IT-Anwendungen der Sparkassen-Finanzgruppe bzw. der
S-Rating und Risikosysteme GmbH bestehen hohe
Abhängigkeiten im Falle eines Ausfalls der IT.
Wegen ihrer Bedeutung stellen für uns die
wesentlichen Auslagerungen Konzentrationsrisiken dar. Diese
sind zum großen Teil strukturbedingt.
4.3 Zusammenfassende
Risikobeurteilung
Unser Haus verfügt über ein dem Umfang der
Geschäftstätigkeit entsprechendes System zur
Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen
Risiken gemäß § 25a KWG. Mit den
eingerichteten Risikosteuerungs- und -controllingprozessen
können die wesentlichen Risiken frühzeitig
identifiziert und gesteuert sowie relevante Informationen
den zuständigen Entscheidungsträgern rechtzeitig
zur Verfügung gestellt werden.
In 2023 bewegten sich die Risiken innerhalb des vom
Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Das
Risikotragfähigkeitslimit (ökonomische
Perspektive) war am Bilanzstichtag mit 71,44 % ausgelastet.
Die Mindestanforderungen an die Einhaltung
aufsichtlicher Kenngrößen der normativen
Perspektive der Risikotragfähigkeit wurden sowohl im
Planszenario als auch unter der Berücksichtigung
adverser Entwicklungen erfüllt. Demnach war und ist
die Risikotragfähigkeit derzeit gegeben.
Auch die Analyse der Stresstests zeigt keinen
zusätzlichen Handlungsbedarf auf.
Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der
konjunkturellen Entwicklungen haben wir im Einklang mit
unserem internen Reporting bei der Darstellung der Risiken
berücksichtigt.
Den Risikokonzentrationen wird in den
Risikomanagementprozessen ausreichend Rechnung getragen.
Sie weisen die für Sparkassen typische Verteilung von
Regionalinstituten aus und bewegen sich im entsprechenden
Rahmen.
Die Sparkasse nimmt am Risikomonitoring des
Sparkassenverbandes Baden-Württemberg teil. Die
Erhebung erfolgt dreimal jährlich. Dabei werden die
wichtigsten Risikomesszahlen auf Verbandsebene ausgewertet
und die Entwicklungen beobachtet. Jede Sparkasse wird
insgesamt bewertet und einer von vier Monitoringstufen
zugeordnet. Die Sparkasse ist der zweitbesten
Bewertungsstufe zugeordnet.
Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage weiterhin
als tragbar.
Allerdings ist für die deutschen Kreditinstitute
die Risikolage angesichts des Wirtschaftsabschwungs
weiterhin angespannt. Darüber hinaus ist die Nachfrage
am Wohnimmobilienmarkt noch sehr niedrig. Den Auswirkungen
daraus konnte sich auch das Kreditportfolio der Sparkasse
Karlsruhe nicht entziehen.
Baukostensteigerungen, deutlich gestiegene Bauzinsen
sowie der damit in Zusammenhang stehende
Nachfragerückgang führten in 2023 zu einem
deutlichen Konsolidierungsbedarf. Es bestanden aber zu
keinem Zeitpunkt bestandsgefährdende Risiken.
Auch weiterhin befinden wir uns in einem sehr
dynamischen und volatilen Umfeld. Die aktuelle
konjunkturelle und geopolitische Lage beinhaltet weiterhin
zahlreiche hohe Risiken, die es sorgfältig zu
überwachen gilt, um rechtzeitig entsprechende
Maßnahmen ergreifen zu können.
Risiken für die künftige Entwicklung
bestehen allerdings nicht nur im Hinblick auf die weitere
Entwicklung der aktuellen Krisen. Neben der künftigen
Zins- und Inflationsentwicklung im Euroraum sorgen auch die
Gefahren aus geopolitischen Risiken für weitere
Unwägbarkeiten. Die Gefahr von Cyberattacken steigt.
Zusätzlich bedarf es weiterer erheblicher
Anstrengungen in Bezug auf Klimaneutralität und
Weiterentwicklung der Digitalisierung.
Dennoch gehen wir durch die in 2023 getroffenen
Vorsorgemaßnahmen im Bereich der Kreditrisiken davon
aus, dass sich die künftige Risikolage im tragbaren
Bereich bewegt. Aktuell sind für die Zukunft keine
bestandsgefährdenden oder
entwicklungsbeeinträchtigenden Risiken mit einem
wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage ersichtlich.
Bezüglich der zum Jahresende bestehenden
Vermögenssituation verweisen wir auf die Abschnitte
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Lageberichts.
5 Chancen- und Prognosebericht
5.1 Chancenbericht
Die Sparkasse nimmt Trends und Entwicklungen im
Marktumfeld sukzessive auf, um sie zu analysieren und, bei
einer positiven Einschätzung, erkannte Potenziale zu
heben. Unser Chancenmanagementsystem ist in dem
jährlich stattfindenden Planungs- und Strategiekreis
integriert. Verantwortlich für die Planung sind die
Führungskräfte der für die
Geschäftspolitik relevanten Bereiche. Die Empfehlungen
des Planungs- und Strategiekreises sollen den Vorstand bei
der Entscheidungsfindung hinsichtlich Strategie und Planung
unterstützen. Die Strategieempfehlung wird
jährlich fortgeschrieben.
Chancen auf eine Stabilisierung unserer Ertragskraft
sehen wir insbesondere in folgenden Bereichen:
| ― |
Die relativ hohe Kaufkraft in
unserer Region bietet die Möglichkeit, unsere
gute Marktdurchdringung zu behaupten.
|
| ― |
Mit einer konsequenten Anwendung
des ganzheitlichen Beratungsansatzes wollen wir
unsere Kundschaft durch Qualitätsberatung
stärker an uns binden.
|
| ― |
Aufgrund der veränderten
Zinssituation wird das Einlagengeschäft deutlich
belebt. Mit unserer aktuellen Produktpalette wird der
Spargedanke weiter gefördert.
|
| ― |
Weitere Chancen erwarten wir aus
der Digitalisierung. Diese soll die Prozesse
zunehmend standardisieren und zur
Effizienzverbesserung beitragen.
|
Unsere ganzheitliche Beratung mit dem
Sparkassen-Finanzkonzept sowie anlass- und
zielgruppenorientierte Vertriebsmaßnahmen sind gute
Voraussetzungen, um die Marktposition im Wertpapier-,
Bauspar-, Versicherungs- und Immobiliengeschäft sowie
im Kredit- und Einlagengeschäft zu erhalten.
Aufgrund der anhaltenden Stärkung unserer
Eigenmittelbasis in den vergangenen Jahren sehen wir uns
für die zunehmenden Kapitalanforderungen gut
gerüstet. Auf Basis unserer Kapitalplanung bis zum
Jahr 2026 ist auch eine ausreichende Kapitalbasis für
unsere Geschäftsziele vorhanden.
5.2 Prognosebericht
Die Prognosen stellen unsere Einschätzungen der
wahrscheinlichsten künftigen Entwicklung auf Basis der
uns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur
Verfügung stehenden Informationen dar. Da Prognosen
mit Unsicherheit behaftet sind bzw. sich durch die
Veränderungen der zugrundeliegenden Annahmen als
unzutreffend erweisen können, ist es möglich,
dass die tatsächlichen künftigen Ergebnisse
gegebenenfalls deutlich von den zum Zeitpunkt der
Erstellung des Lageberichts getroffenen Erwartungen
über die voraussichtlichen Entwicklungen abweichen. Zu
diesen gehören insbesondere die Konjunktur-,
Inflations- und Zinsentwicklung, die Entwicklung der
Immobilienmärkte, aber auch geopolitische Krisen.
Der Prognosezeitraum umfasst das auf den
Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr. Als Risiken im
Sinne des Prognoseberichts werden künftige
Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer
für die Sparkasse negativen Prognose- bzw.
Zielabweichung führen können. Als Chancen im
Sinne des Prognoseberichts werden künftige
Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer
für die Sparkasse positiven Prognose- bzw.
Zielabweichung führen können.
5.2.1 Rahmenbedingungen für
2024
Die meisten Prognosen der Volkswirte für das
Gesamtjahr 2024 gehen vom Einsetzen einer konjunkturellen
Erholung im Jahresverlauf 2024 aus. Sollte sich der
Preisauftrieb weiter abschwächen und die Entwicklung
der Einkommen die nominale Dynamik des Vorjahres nachholen,
wäre die Kaufkraft entsprechend gestärkt und
neues Wachstum möglich. Derartige positive Prognosen
stehen unter dem Vorbehalt, dass es nicht zu weiteren
Verschärfungen bei den zahlreichen geopolitischen
Konflikten kommt.
Als mittleres Szenario halten die Chefvolkswirte der
Sparkassen-Finanzgruppe 2024 ein Wachstum in Deutschland in
Höhe von 0,3 % für möglich. Das ist weniger
als das zugleich für den Euroraum prognostizierte
Wachstum (0,8 %). Die Rate für Deutschland würde
damit lediglich die Schrumpfung des Vorjahres kompensieren.
2024 wäre damit unter dem Strich das fünfte
konjunkturell schwache Jahr in Folge.
Eine weitere Unsicherheit geht von der
Lohnentwicklung aus. Hier stehen einige wichtige
Tarifabschlüsse aus. Nur wenn Übertreibungen
vermieden werden, dürfte sich die Inflationslage
weiter entspannen. Die stark gebremste
Geldmengenentwicklung und die weitgehend angehaltene
Kreditvergabe zeigen an, dass das geldpolitische
Bremsmanöver eine deutliche Wirkung entfaltet hat und
die Transmission funktioniert.
Auch wenn das Inflationsziel noch nicht erreicht ist,
könnten die bereits erzielten Teilerfolge den
Notenbanken bald eine Neujustierung ihrer Instrumente
erlauben. Das gilt für den US-Dollar und die Federal
Reserve ebenso wie für die Europäische
Zentralbank im Euroraum. Die derzeit noch herrschenden
nominalen Leitzinsen, die 2023 erforderlich waren, werden
in einer Realzinsperspektive bei sich weiter
zurückbildenden Inflationsraten immer restriktiver und
könnten dann entsprechend angepasst werden. Eine
knappe Mehrheit der Chefvolkswirte geht davon aus, dass bei
der EZB erste Leitzinsschritte noch nicht im ersten
Halbjahr erfolgen könnten. Im Mittel gehen die
Einschätzungen von Reduzierungen um 50 Basispunkte bis
zum Jahresende 2024 aus.
5.2.2 Voraussichtliche Entwicklung der
Sparkasse Karlsruhe in 2024
Aufgrund der hohen Unsicherheiten im wirtschaftlichen
Umfeld ist eine seriöse Prognose für das Jahr
2024 nur sehr eingeschränkt möglich. Insbesondere
bei einer weiteren konjunkturellen Abschwächung
könnten sich weitere Belastungen für die
künftige Ergebnis- und Kapitalentwicklung ergeben.
Unsere Planung für das Jahr 2024 basiert auf der
Annahme einer Stabilisierung des Zinsniveaus. Der
Wettbewerb in der Kreditwirtschaft wird intensiv bleiben,
was sich negativ auf das Betriebsergebnis vor Bewertung
auswirken wird.
Vor dem Hintergrund der dargestellten
Rahmenbedingungen erwarten wir für das
Geschäftsjahr 2024 folgende Entwicklung unserer
bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren:
Die Forderungen an Kunden dürften auf Basis der
prognostizierten Jahresendbestände weitestgehend
stabil bleiben, allenfalls sehr moderat wachsen. Beim
Mittelaufkommen von Kunden erwarten wir auf Grundlage der
prognostizierten Jahresendbestände ebenfalls eine eher
moderate Zunahme.
Für das Betriebsergebnis vor Bewertung in % der
DBS (gemäß der Abgrenzung des Betriebsvergleichs
bereinigt um neutrale und aperiodische Positionen) gehen
wir von einem leicht steigenden Zinsüberschuss, einem
nahezu unveränderten Provisionsergebnis sowie einem
leicht zunehmenden Verwaltungsaufwand aus und erwarten im
Ergebnis einen geringfügigen Anstieg gegenüber
dem Vorjahr.
Gesamtaussage
Unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr
2024 beurteilen wir unter Berücksichtigung der von uns
erwarteten Entwicklung der Rahmenbedingungen und unserer
bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dennoch als
zufriedenstellend. Aufgrund unserer vorausschauenden
Finanzplanung gehen wir daher davon aus, dass auch im
Prognosezeitraum die Risikotragfähigkeit und die
Einhaltung aller bankaufsichtsrechtlichen Kennziffern
durchgängig gewährleistet sind.
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023
| der |
Sparkasse Karlsruhe |
| Sitz |
Karlsruhe |
| eingetragen beim
Amtsgericht |
Mannheim |
| Handelsregister-Nr. |
HRA104513 |
Jahresbilanz zum
31. Dezember 2023
Aktivseite
|
|
|
|
|
31.12.2022 |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Barreserve |
|
|
|
|
|
a)
Kassenbestand |
|
45.198.147,84 |
|
43.728 |
|
b) Guthaben
bei der Deutschen Bundesbank |
|
83.878.839,33 |
|
79.104 |
|
|
|
|
129.076.987,17 |
122.832 |
| 2. |
Schuldtitel
öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur
Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank
zugelassen sind |
|
|
|
|
|
a)
Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen
sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher
Stellen |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
Wechsel |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
0,00 |
0 |
| 3. |
Forderungen
an Kreditinstitute |
|
|
|
|
|
a)
täglich fällig |
|
774.102.938,73 |
|
733.791 |
|
b) andere
Forderungen |
|
2.670.509,08 |
|
38.401 |
|
|
|
|
776.773.447,81 |
772.192 |
| 4. |
Forderungen
an Kunden |
|
|
8.859.846.984,65 |
8.866.867 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
durch
Grundpfandrechte gesichert
3.883.960.963,91 EUR |
|
|
|
(4.149.681) |
|
Kommunalkredite
354.690.790,35 EUR |
|
|
|
(405.043) |
| 5. |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere |
|
|
|
|
|
a)
Geldmarktpapiere |
|
|
|
|
|
aa) von
öffentlichen Emittenten |
0,00 |
|
|
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
beleihbar
bei der Deutschen Bundesbank
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
ab) von
anderen Emittenten |
0,00 |
|
|
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
beleihbar
bei der Deutschen Bundesbank
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
0,00 |
|
0 |
|
b) Anleihen
und Schuldverschreibungen |
|
|
|
|
|
ba) von
öffentlichen Emittenten |
534.615.736,19 |
|
|
342.221 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
beleihbar
bei der Deutschen Bundesbank
534.615.736,19 EUR |
|
|
|
(342.221) |
|
bb) von
anderen Emittenten |
462.093.627,36 |
|
|
449.761 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
beleihbar
bei der Deutschen Bundesbank
378.143.727,87 EUR |
|
|
|
(375.655) |
|
|
|
996.709.363,55 |
|
791.982 |
|
c) eigene
Schuldverschreibungen |
|
0,00 |
|
0 |
|
Nennbetrag
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
|
996.709.363,55 |
791.982 |
| 6. |
Aktien und
andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
|
|
359.055.143,81 |
440.788 |
| 6a. |
Handelsbestand |
|
|
10.715.934,81 |
10.900 |
| 7. |
Beteiligungen |
|
|
86.235.714,95 |
87.407 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
an
Kreditinstituten
23.491.056,74 EUR |
|
|
|
(23.491) |
|
an
Finanzdienstleistungsinstituten
9.792.870,61 EUR |
|
|
|
(9.793) |
|
an
Wertpapierinstituten
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
| 8. |
Anteile an
verbundenen Unternehmen |
|
|
6.019.700,00 |
6.020 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
an
Kreditinstituten
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
an
Finanzdienstleistungsinstituten
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
an
Wertpapierinstituten
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
| 9. |
Treuhandvermögen |
|
|
29.949.552,64 |
34.283 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
Treuhandkredite
29.949.552,64 EUR |
|
|
|
(34.283) |
| 10. |
Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand
einschließlich Schuldverschreibungen aus deren
Umtausch |
|
|
0,00 |
0 |
| 11. |
Immaterielle
Anlagewerte |
|
|
|
|
|
a) Selbst
geschaffene gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
|
14.210,00 |
|
19 |
|
c)
Geschäfts- oder Firmenwert |
|
0,00 |
|
0 |
|
d)
geleistete Anzahlungen |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
14.210,00 |
19 |
| 12. |
Sachanlagen |
|
|
134.419.935,14 |
134.860 |
| 13. |
Sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
67.902.042,59 |
60.226 |
| 14. |
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
30.871.718,04 |
3.590 |
| 15. |
Aktive
latente Steuern |
|
|
91.304.941,00 |
0 |
| Summe der
Aktiva |
|
|
11.578.895.676,16 |
11.331.966 |
Passivseite
|
|
|
|
|
31.12.2022 |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
|
|
|
|
|
a)
täglich fällig |
|
15.941.892,71 |
|
24.907 |
|
b) mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
|
1.774.327.753,10 |
|
1.889.791 |
|
|
|
|
1.790.269.645,81 |
1.914.698 |
| 2. |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden |
|
|
|
|
|
a)
Spareinlagen |
|
|
|
|
|
aa) mit
vereinbarter Kündigungsfrist von drei
Monaten |
965.540.209,69 |
|
|
1.281.895 |
|
ab) mit
vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei
Monaten |
468.337.041,61 |
|
|
706.326 |
|
|
|
1.433.877.251,30 |
|
1.988.221 |
|
b) andere
Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
ba)
täglich fällig |
4.858.687.581,90 |
|
|
5.819.726 |
|
bb) mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
2.168.063.510,42 |
|
|
352.483 |
|
|
|
7.026.751.092,32 |
|
6.172.209 |
|
|
|
|
8.460.628.343,62 |
8.160.430 |
| 3. |
Verbriefte
Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
a) begebene
Schuldverschreibungen |
|
0,00 |
|
0 |
|
b) andere
verbriefte Verbindlichkeiten |
|
0,00 |
|
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
Geldmarktpapiere
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
|
0,00 |
0 |
| 3a. |
Handelsbestand |
|
|
0,00 |
0 |
| 4. |
Treuhandverbindlichkeiten |
|
|
29.949.552,64 |
34.283 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
Treuhandkredite
29.949.552,64 EUR |
|
|
|
(34.283) |
| 5. |
Sonstige
Verbindlichkeiten |
|
|
13.636.876,41 |
7.331 |
| 6. |
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
2.279.168,59 |
2.893 |
| 7. |
Rückstellungen |
|
|
|
|
|
a)
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
|
51.489.205,00 |
|
48.349 |
|
b)
Steuerrückstellungen |
|
5.222.717,19 |
|
20.044 |
|
c) andere
Rückstellungen |
|
52.899.756,51 |
|
44.087 |
|
|
|
|
109.611.678,70 |
112.480 |
| 8. |
(weggefallen) |
|
|
|
|
| 9. |
Nachrangige
Verbindlichkeiten |
|
|
113.113.891,92 |
102.050 |
| 10. |
Genussrechtskapital |
|
|
0,00 |
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
vor Ablauf
von zwei Jahren fällig
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
| 11. |
Fonds
für allgemeine Bankrisiken |
|
|
612.410.300,00 |
562.407 |
|
Sonderposten
nach § 340e Abs. 4 HGB
10.300,00 EUR |
|
|
|
(7) |
| 12. |
Eigenkapital |
|
|
|
|
|
a)
gezeichnetes Kapital |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
Kapitalrücklage |
|
0,00 |
|
0 |
|
c)
Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
ca)
Sicherheitsrücklage |
435.392.951,56 |
|
|
424.081 |
|
|
|
435.392.951,56 |
|
424.081 |
|
d)
Bilanzgewinn |
|
11.603.266,91 |
|
11.312 |
|
|
|
|
446.996.218,47 |
435.393 |
| Summe der
Passiva |
|
|
11.578.895.676,16 |
11.331.966 |
| 1. |
Eventualverbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
a)
Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen
abgerechneten Wechseln |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen |
|
212.156.084,35 |
|
231.229 |
|
c) Haftung
aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde
Verbindlichkeiten |
|
50.123.226,20 |
|
52.370 |
|
|
|
|
262.279.310,55 |
283.600 |
| 2. |
Andere
Verpflichtungen |
|
|
|
|
|
a)
Rücknahmeverpflichtungen aus unechten
Pensionsgeschäften |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen |
|
0,00 |
|
0 |
|
c)
Unwiderrufliche Kreditzusagen |
|
657.917.263,86 |
|
1.003.153 |
|
|
|
|
657.917.263,86 |
1.003.153 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
|
|
|
|
1.1.-31.12.2022 |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Zinserträge aus |
|
|
|
|
|
a) Kredit-
und Geldmarktgeschäften |
284.248.658,34 |
|
|
171.407 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
abgesetzte
negative Zinsen
25,18 EUR |
|
|
|
(455) |
|
aus der
Abzinsung von Rückstellungen
96.483,57 EUR |
|
|
|
(16) |
|
b)
festverzinslichen Wertpapieren und
Schuldbuchforderungen |
8.922.690,60 |
|
|
6.111 |
|
|
|
293.171.348,94 |
|
177.518 |
| 2. |
Zinsaufwendungen |
|
101.726.505,74 |
|
19.091 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
abgesetzte
positive Zinsen
108.216,70 EUR |
|
|
|
(5.638) |
|
aus der
Aufzinsung von Rückstellungen
667.890,17 EUR |
|
|
|
(1.425) |
|
|
|
|
191.444.843,20 |
158.426 |
| 3. |
Laufende
Erträge aus |
|
|
|
|
|
a) Aktien
und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren |
|
8.965.718,43 |
|
12.207 |
|
b)
Beteiligungen |
|
7.539.554,56 |
|
5.474 |
|
c) Anteilen
an verbundenen Unternehmen |
|
2.747.375,65 |
|
3.668 |
|
|
|
|
19.252.648,64 |
21.348 |
| 4. |
Erträge
aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsverträgen |
|
|
2.461,78 |
2 |
| 5. |
Provisionserträge |
|
51.380.061,49 |
|
53.308 |
| 6. |
Provisionsaufwendungen |
|
5.529.656,46 |
|
7.776 |
|
|
|
|
45.850.405,03 |
45.533 |
| 7. |
Nettoertrag
des Handelsbestands |
|
|
26.699,68 |
66 |
|
darunter:
Zuführungen zum Fonds für allgemeine
Bankrisiken
3.000,00 EUR |
|
|
|
(7) |
| 8. |
Sonstige
betriebliche Erträge |
|
|
23.818.448,69 |
30.906 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
aus der
Fremdwährungsumrechnung
662.128,60 EUR |
|
|
|
(698) |
| 9. |
(weggefallen) |
|
|
|
|
|
|
|
|
280.395.507,02 |
256.281 |
| 10. |
Allgemeine
Verwaltungsaufwendungen |
|
|
|
|
|
a)
Personalaufwand |
|
|
|
|
|
aa)
Löhne und Gehälter |
61.621.277,89 |
|
|
57.601 |
|
ab) Soziale
Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung |
22.168.885,28 |
|
|
20.268 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
für
Altersversorgung
10.304.774,98 EUR |
|
|
|
(9.175) |
|
|
|
83.790.163,17 |
|
77.869 |
|
b) andere
Verwaltungsaufwendungen |
|
47.429.562,33 |
|
43.017 |
|
|
|
|
131.219.725,50 |
120.886 |
| 11. |
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen |
|
|
8.791.107,84 |
6.581 |
| 12. |
Sonstige
betriebliche Aufwendungen |
|
|
18.148.151,53 |
5.935 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
aus der
Fremdwährungsumrechnung
1.459,71 EUR |
|
|
|
(1) |
| 13. |
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen
und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu
Rückstellungen im Kreditgeschäft |
|
125.693.601,11 |
|
51.483 |
| 14. |
Erträge
aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten
Wertpapieren sowie aus der Auflösung von
Rückstellungen im Kreditgeschäft |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
125.693.601,11 |
51.483 |
| 15. |
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und
wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere |
|
8.803.280,25 |
|
26 |
| 16. |
Erträge
aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
8.803.280,25 |
26 |
| 17. |
Aufwendungen
aus Verlustübernahme |
|
|
0,00 |
0 |
| 18. |
Zuführungen zum Fonds für allgemeine
Bankrisiken |
|
|
50.000.000,00 |
27.500 |
| 19. |
Verlust aus
der normalen Geschäftstätigkeit (i. Vj.
Gewinn) |
|
|
62.260.359,21 |
43.870 |
| 20. |
Außerordentliche Erträge |
|
0,00 |
|
0 |
| 21. |
Außerordentliche Aufwendungen |
|
0,00 |
|
0 |
| 22. |
Außerordentliches Ergebnis |
|
|
0,00 |
0 |
| 23. |
Erstattete
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (i. Vj.
Aufwand) |
|
74.215.851,08 |
|
32.206 |
|
darunter:
Veränderung der Steuerabgrenzung nach § 274
HGB
91.304.941,00 EUR |
|
|
|
(0) |
| 24. |
Sonstige
Steuern, soweit nicht unter Posten 12
ausgewiesen |
|
352.224,96 |
|
352 |
|
|
|
|
73.863.626,12 |
32.557 |
| 25. |
Jahresüberschuss |
|
|
11.603.266,91 |
11.312 |
| 26. |
Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr |
|
|
0,00 |
0 |
|
|
|
|
11.603.266,91 |
11.312 |
| 27. |
Entnahmen
aus Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
a) aus der
Sicherheitsrücklage |
|
0,00 |
|
0 |
|
b) aus
anderen Rücklagen |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
0,00 |
0 |
|
|
|
|
11.603.266,91 |
11.312 |
| 28. |
Einstellungen in Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
a) in die
Sicherheitsrücklage |
|
0,00 |
|
0 |
|
b) in andere
Rücklagen |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
0,00 |
0 |
| 29. |
Bilanzgewinn |
|
|
11.603.266,91 |
11.312 |
Anhang
A. Allgemeine Angaben
Die Sparkasse Karlsruhe hat ihren Jahresabschluss
nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der
Verordnung über die Rechnungslegung der
Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute
(RechKredV) aufgestellt.
Eine Konsolidierung der Tochterunternehmen der
Sparkasse wäre für die Verpflichtung, ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung, da die
Vermögenswerte aller Tochterunternehmen in Relation
zur Bilanzsumme der Sparkasse und die Jahresergebnisse im
Verhältnis zu den GV-Posten der Sparkasse unwesentlich
sind. Die Sparkasse hat daher in Anwendung von § 296
Abs. 2 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses
verzichtet.
B. Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Forderungen an Kunden und Kreditinstitute (einschl.
Schuldscheine) sind zum Nennwert bilanziert. Bei der
Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden auf
deren Laufzeit bzw. Festzinsbindungsdauer verteilt.
Für die im Rahmen unserer Kreditprozesse
insbesondere zur Forderungsbewertung identifizierten akuten
Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.
Die Höhe der Einzelwertberichtigung entspricht i. d.
R. dem Blankokreditanteil des ausfallgefährdeten
Kreditengagements. Sicherheiten werden dabei mit ihrem
erwarteten Realisationswert berücksichtigt. Das
latente Kreditrisiko ist durch Pauschalwertberichtigungen
abgeschirmt. Die Berechnung erfolgt auf Basis der
Grundsätze des IDW RS BFA 7. Hierbei wurde das
Bewertungsvereinfachungsverfahren angewandt und der
erwartete Verlust über einen Betrachtungszeitraum von
zwölf Monaten ohne eine Anrechnung von
Bonitätsprämien angesetzt. Die Berechnung des
erwarteten Verlusts erfolgt mit der Anwendung, die in der
internen Steuerung eingesetzt wird. Basis dieser Berechnung
waren insbesondere die mit unseren Ratingverfahren auf
Grundlage der Vergangenheit ermittelten
Ausfallwahrscheinlichkeiten der Kreditnehmer für einen
12-Monatszeitraum und die im Rahmen der Kreditprozesse
bewerteten Sicherheiten. Kreditnehmer, die im Rahmen der
internen Risikosteuerung im Hinblick auf einen Ausfall als
risikolos betrachtet werden, wurden auch für die
handelsbilanzielle Betrachtung ausgeschlossen. Die
Voraussetzungen für die Anwendung des vereinfachten
Bewertungsverfahrens sind nach dem Ergebnis unserer
Analysen gegeben. Die im Rahmen der Berechnung der
Pauschalwertberichtigung verwendeten Modelle und Parameter
spiegeln nach unserer Einschätzung die Risikosituation
zum Abschlussstichtag ausreichend wider. Für die
besonderen Risiken des Geschäftszweiges der
Kreditinstitute wurde zusätzlich Vorsorge getroffen.
Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden zu
den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Kurswerten oder den
niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert (strenges
Niederstwertprinzip); die Wertpapiere des
Anlagevermögens werden im Rahmen des gemilderten
Niederstwertprinzips zu den über den Zeitwerten
liegenden (ggfs. fortgeführten) Anschaffungskosten
angesetzt. Die Buchwerte dieser Wertpapiere lagen teilweise
nicht über deren Zeitwerte.
Im Rahmen der Abwicklung bei einem offenen
Immobilieninvestmentvermögen wurde der beizulegende
Wert anhand des rechnerischen Rücknahmepreises unter
Berücksichtigung eines Szenarioabschlags für die
Ungewissheit des Rückzahlungsbetrags entsprechend den
Informationen der Fondsgesellschaft bestimmt.
Für die Ermittlung des Bewertungskurses haben
wir die Wertpapiere daraufhin untersucht, ob zum
Bilanzstichtag ein aktiver Markt vorliegt. Für die
Abgrenzung, ob ein aktiver Markt vorliegt, haben wir die
Kriterien zugrunde gelegt, die in der MiFiID II (Markets in
Financial Instruments Directive - Richtlinie 2014/65/EU des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai
2014) für die Abgrenzung eines liquiden von einem
illiquiden Markt festgelegt wurden. In den Fällen, in
denen wir insoweit nicht von einem aktiven Markt ausgehen
konnten, haben wir die Bewertung anhand von gerechneten
Kursen des kursversorgenden Systems vorgenommen, denen
unter Verwendung laufzeit- und risikoadäquater
Zinssätze ein Discounted Cashflow-Modell zugrunde
liegt.
Bei Wertpapierleihgeschäften gehen wir nicht von
einem Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der
Wertpapiere aus. Insoweit bleiben verliehene Wertpapiere
(Buchwert 93,6 Mio. EUR) in den ursprünglichen
Bilanzposten.
Bei einzelnen Fonds wurde der Net-Asset-Value
zugrunde gelegt (Buchwert 40,0 Mio. EUR).
Die Wertpapiere des Handelsbestands wurden
gemäß § 340e Abs. 3 HGB mit dem
beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags
bewertet. Der Risikoabschlag wurde entsprechend der
internen Risikosteuerung auf Einzelgeschäftsebene
ermittelt und vollständig bei der Aktivposition 6a
berücksichtigt. Die Berechnung erfolgte in Form eines
Value at Risk (VaR) auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99
%, einer Haltedauer bis zum Ultimo des Folgejahres und
eines Beobachtungszeitraums ab dem 01.01.2002. Zum
Bilanzstichtag betrug der so ermittelte Risikoabschlag
insgesamt 10 TEUR.
In Übereinstimmung mit der internen
Risikosteuerung haben wir die laufenden Erträge aus
Finanzinstrumenten des Handelsbestands im GV-Posten 3
ausgewiesen.
Die Beteiligungen - einschließlich der unter
Bilanzposten Aktiva 6 ausgewiesenen Anteile an
geschlossenen Investmentvermögen - und Anteile an
verbundenen Unternehmen wurden nach dem strengen
Niederstwertprinzip bewertet.
Die immateriellen Anlagewerte und das
Sachanlagevermögen werden mit Anschaffungs- oder
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen
Nutzungsdauer bilanziert. Außerplanmäßige
Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder
Wertminderung vorgenommen. Aus Vereinfachungsgründen
werden bei den Sachanlagen in Anlehnung an die steuerlichen
Regelungen Vermögensgegenstände von geringem Wert
(bis 250 Euro) sofort als Sachaufwand erfasst und
geringwertige Vermögensgegenstände (bis 1.000
Euro) in einen Sammelposten eingestellt und linear
über einen Zeitraum von fünf Jahren
abgeschrieben.
Die in den sonstigen Vermögensgegenständen
enthaltenen Forderungen und Vermögenswerte wurden mit
dem Niederstwert bewertet.
In Ausübung des Ansatzwahlrechts des § 274
Abs. 1 HGB wurde erstmals eine Aktivierung der latenten
Steuern zur Verbesserung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage in Höhe von 91.305 TEUR vorgenommen. Auf
die weiteren Ausführungen zu den latenten Steuern in
den Abschnitten D. und E. wird verwiesen.
Die Verbindlichkeiten werden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Unterschied zwischen
Erfüllungs- und Ausgabebetrag wird unter den
Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen.
Die Rückstellungen wurden in Höhe des
Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und
ungewissen Verpflichtungen.
Die Pensionsrückstellungen wurden unter
Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit
dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der
Richttafeln Heubeck 2018 G ermittelt. Für die
Abzinsung wurde der sich aus den vergangenen zehn Jahren
ergebende durchschnittliche Marktzinssatz von 1,83 % bei
einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren
verwendet. Die Erfolge aus der Änderung des
Abzinsungssatzes seit dem letzten Abschlussstichtag werden
im Zinsergebnis ausgewiesen. Bei der Berechnung wurden
jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und
ein Rententrend von jährlich 2,5 %
berücksichtigt. Einen Fluktuationsabschlag haben wir
weiterhin nicht angesetzt. Aus der Berechnung der
Rückstellungen mit dem durchschnittlichen
Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre und
der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt sich ein
Unterschiedsbetrag von 472 TEUR. Bezüglich der
Ausschüttungssperre verweisen wir auf die
Gesamtdarstellung im Abschnitt D. Erläuterungen zur
Gewinn- und Verlustrechnung.
Sparkassen haben ihren Arbeitnehmern Leistungen der
betrieblichen Altersversorgung nach Maßgabe des
"Tarifvertrags über die zusätzliche
Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen
Dienstes - Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K)" zugesagt. Um
den anspruchsberechtigten Mitarbeitern die Leistungen der
betrieblichen Altersversorgung gemäß ATV-K zu
verschaffen, ist die Sparkasse Mitglied in der
Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbands
Baden-Württemberg (ZVK). Die ZVK finanziert die
Versorgungsverpflichtungen im Umlage- und
Kapitaldeckungsverfahren (Hybridfinanzierung). Hierbei
werden im Rahmen eines Abschnittdeckungsverfahrens ein
Umlagesatz und ein Zusatzbeitrag bezogen auf die
zusatzversorgungspflichtigen Entgelte der versicherten
Beschäftigten ermittelt. Aus den Zusatzbeiträgen
wird gemäß § 64 ZVK-Satzung innerhalb des
Vermögens der ZVK ein separater Kapitalstock
aufgebaut. Die ZVK erhebt zusätzlich zur Deckung der
im ehemaligen Gesamtversorgungssystem entstandenen
Versorgungsansprüche ein Sanierungsgeld. Der
Rechtsanspruch der versorgungsberechtigten Mitarbeiter zur
Erfüllung des Leistungsanspruchs gemäß
ATV-K richtet sich gegen die ZVK, während die
Verpflichtung der Sparkasse ausschließlich darin
besteht, der ZVK im Rahmen des mit ihr begründeten
Mitgliedschaftsverhältnisses die erforderlichen,
satzungsmäßig geforderten Finanzierungsmittel
zur Verfügung zu stellen. Nach der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) in seinem
Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 30 n. F. vertretenen
Rechtsauffassung begründet die Durchführung der
betrieblichen Altersversorgung bei einem externen
Versorgungsträger wie der ZVK handelsrechtlich eine
mittelbare Versorgungsverpflichtung. Die ZVK hat im Auftrag
der Sparkasse den nach Rechtsauffassung des IDW (vgl. IDW
RS HFA 30 n. F.) zu ermittelnden Barwert der auf die
Sparkasse im umlagefinanzierten Abrechnungsverband
entfallenden Leistungsverpflichtung zum 31. Dezember 2023
ermittelt. Unabhängig davon, dass es sich bei dem
Kassenvermögen um Kollektivvermögen aller
Mitglieder des umlagefinanzierten Abrechnungsverbandes
handelt, ist es gemäß IDW RS HFA 30 n. F.
für Zwecke der Angaben im Anhang nach Art. 28 Abs. 2
EGHGB anteilig in Abzug zu bringen. Auf dieser Basis
beläuft sich der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB
anzugebene Betrag auf 138,4 Mio. EUR. Der Barwert der auf
die Sparkasse entfallenden Leistungsverpflichtung wurde in
Anlehnung an die versicherungsmathematischen
Grundsätze und Methoden
(Anwartschaftsbarwertverfahren), die auch für
unmittelbare Pensionsverpflichtungen angewendet wurden,
unter Berücksichtigung einer gemäß Satzung
der ZVK unterstellten jährlichen Rentensteigung von 1%
und unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln RT 2005 G (in
einer an den Bestand der ZVK angepassten Modifikation)
ermittelt.
Als Diskontierungszinssatz wurde gemäß
§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB i. V. m. der
Rückstellungsabzinsungsverordnung der auf Basis der
vergangenen zehn Jahre ermittelte durchschnittliche
Marktzinssatz von 1,82 % verwendet, der sich bei einer
pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Da es sich nicht um ein endgehaltbezogenes
Versorgungssystem handelt, sind erwartete
Gehaltssteigerungen nicht zu berücksichtigen. Die
Daten zum Versichertenbestand der Versorgungseinrichtung
per 31. Dezember 2023 liegen derzeit noch nicht vor, sodass
auf den Versichertenbestand per 31. Dezember 2022
abgestellt wurde. Der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB
anzugebene Betrag bezieht sich auf die Einstandspflicht der
Sparkasse gemäß § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG,
bei der die Sparkasse für die Erfüllung der
zugesagten Leistung einzustehen hat
(Subsidiärhaftung), sofern die ZVK die vereinbarten
Leistungen nicht erbringt. Hierfür liegen
gemäß der Einschätzung des Verantwortlichen
Aktuars im Aktuar-Gutachten 2023 für die Sparkasse
keine Anhaltspunkte vor. Vielmehr bestätigt der
Verantwortliche Aktuar der ZVK in diesem Gutachten die
Angemessenheit der rechnungsmäßigen Annahmen zur
Ermittlung des Finanzierungssatzes und bestätigt auf
Basis des versicherungsmathematischen
Äquivalenzprinzips die dauernde Erfüllbarkeit der
Leistungsverpflichtungen der ZVK.
Bezüglich der als wesentlich einzuordnenden, bei
den sonstigen Rückstellungen (Passivposten 7c)
ausgewiesenen Rückstellung, ergeben sich folgende
ergänzende Hinweise:
Bei der Ermittlung der im Zusammenhang mit der
Rückstellungsbewertung entstehenden Aufwendungen und
Erträge wird davon ausgegangen, dass die Änderung
des Abzinsungssatzes zum Beginn der Periode eingetreten
ist. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes
oder der Restlaufzeit werden einheitlich im Finanzergebnis
ausgewiesen.
Die Rückstellungen für offene Kreditlinien
werden nicht abgezinst, da wir von einer Inanspruchnahme
während des nächsten Jahres ausgehen. Das akute
Ausfallrisiko haben wir vorsichtig geschätzt.
Nach IDW RS BFA 3 n. F. sind die zinsbezogenen
Instrumente des Bankbuchs (Zinsbuch) einer verlustfreien
Bewertung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden die
zinsbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden
sowie derivative Finanzinstrumente (insbesondere
Zins-Swaps) des Bankbuchs einem Saldierungsbereich
zugeordnet. Für diesen ist unter Berücksichtigung
von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs
erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und
Verwaltungskosten) zu prüfen, ob aus den noch zu
erwartenden Zahlungsströmen bis zur vollständigen
Abwicklung des Bestands ein Verlust droht. Die Sparkasse
wendet die barwertige Berechnungsmethode an. Der Barwert
ergibt sich aus den zum Abschlussstichtag abgezinsten
Zahlungsströmen des Bankbuchs. Betrags- und
Laufzeitinkongruenzen sind mittels fiktiver Geschäfte
zu schließen. Auf der Passivseite ist dabei der
angenommene individuelle Refinanzierungsaufschlag der
Sparkasse zu berücksichtigen. Die künftigen
für die vollständige Abwicklung des Bankbuchs
benötigten Verwaltungskosten wurden aus statistischen
Daten abgeleitet. Der ermittelte Verwaltungskostensatz
wurde auch für den Einbezug sogenannter Overheadkosten
berücksichtigt. Weiterhin wurden Gebühren und
Provisionserträge, die direkt aus den Zinsprodukten
resultieren, im Rahmen der verlustfreien Ermittlung des
Bankbuchs berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag ergibt
sich kein Verpflichtungsüberschuss.
Zinsswapgeschäfte, deren Zinsbindungsdauer über
den Steuerungszeitraum des Bankbuchs hinausgehen, haben wir
aufgeteilt und den nicht in das Bankbuch einbezogenen Teil
einzeln bewertet.
Die strukturierten Produkte (Forwarddarlehen, eine
nachrangige Anleihe mit Kündigungsrecht des
Emittenten) wurden unter Berücksichtigung des IDW RS
HFA 22 einheitlich (ohne Abspaltung der Nebenrechte)
bilanziert und gegebenenfalls bewertet.
Die zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken
abgeschlossenen Zinsswapgeschäfte (mit Ausnahme der
Zinsswapgeschäfte, deren Zinsbindungsdauer über
den Steuerungszeitraum des Bankbuchs hinausgehen) wurden in
die verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte
des Bankbuchs (Zinsbuchs) einbezogen und waren somit nicht
gesondert zu bewerten.
Das Währungsrisiko wird über eine
Währungsgesamtposition je Währung als Einheit
gesteuert. In diese werden die einzelnen
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie
Kassageschäfte eingestellt. Eine besondere Deckung
gemäß § 340h HGB wird in Höhe der sich
hierbei betragsmäßig ausgleichenden Positionen
je Währung angenommen.
Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden
Bilanzposten und der am Bilanzstichtag nicht abgewickelten
Kassageschäfte erfolgte mit dem Kassamittelkurs. Die
Sortenbestände wurden zum Mittelkurs aus
Schalterankaufs- und -verkaufskursen der Landesbank
Hessen-Thüringen bewertet.
Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung
berücksichtigt. Die Erträge aus der Umrechnung
besonders gedeckter Geschäfte wurden erfolgswirksam
vereinnahmt.
Der Ausweis der Aufwendungen und Erträge aus
besonders gedeckten Positionen erfolgte saldiert im
sonstigen betrieblichen Ergebnis.
C. Erläuterungen zur
Jahresbilanz
Aktivseite
3. FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Forderungen an
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
42.139 |
87.800 |
| darunter: Forderungen an
die eigene Girozentrale |
41.901 |
|
Die Unterposition b) - andere Forderungen - (ohne
anteilige Zinsen) setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt
zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
- |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
2.671 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
- |
| mehr als fünf
Jahre |
- |
4. FORDERUNGEN AN KUNDEN
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Forderungen an
verbundene Unternehmen |
3.282 |
4.120 |
| Forderungen an
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
20.448 |
13.130 |
| nachrangige
Forderungen |
5.718 |
6.028 |
| darunter: |
3.282 |
4.120 |
| an verbundene
Unternehmen |
|
|
| an Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
2.437 |
1.908 |
| Im Rahmen des
sogenannten Pfandbriefpoolings wurden
grundpfandrechtlich besicherte Kundenforderungen in
Höhe von |
237.825 |
|
| sowie in der
Vergütungsvariante |
50.123 |
|
| an die Landesbank
Baden-Württemberg übertragen. Die
Landesbank kann diese Forderungen zur Begebung von
Hypotheken-Pfandbriefen nutzen. Aufgrund der
vertraglichen
Rückübertragungsmöglichkeiten
verbleibt das wirtschaftliche Eigentum an den
Forderungen bei der Sparkasse, die dem entsprechend
die Forderungen weiterhin unter Aktiva-Posten 4 und
mit nebenstehendem Betrag in dem dazugehörigen
Unterausweis "durch Grundpfandrechte besichert"
ausweist. |
287.948 |
|
| Forderungen, denen keine
entsprechenden Refinanzierungen gegenüberstehen,
sind mit ihrem nebenstehenden Buchwert in den Angaben
zur "Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten
für fremde Verbindlichkeiten" enthalten. |
50.123 |
|
Diese Position (ohne anteilige Zinsen) setzt sich
nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
184.017 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
767.107 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
2.020.251 |
| mehr als fünf
Jahre |
5.530.663 |
| mit unbestimmter
Laufzeit |
355.021 |
5. SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE
FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12. 2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Forderungen an
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
20.106 |
10.014 |
| Beträge, die in dem
auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr fällig
werden (ohne anteilige Zinsen) |
116.330 |
|
|
TEUR |
| Von den in dieser
Position enthaltenen Wertpapieren sind
börsennotiert |
937.887 |
| Nicht mit dem
Niederstwert bewertet sind Wertpapiere mit Buchwerten
von zusammen |
364.239 |
| Der Zeitwert dieser so
bewerteten Wertpapiere beläuft sich auf Es
handelt sich um Wertpapiere mit Endfälligkeiten
ab 2024. Wir gehen von einer nur vorübergehenden
Wertminderung aus, da der Zeitwert bei diesen
Wertpapieren unter deren Einlösungsbetrag bzw.
fortgeführten Anschaffungskosten liegt. |
330.283 |
In Unterposition b) - Anleihen und
Schuldverschreibungen - sind enthalten:
|
31.12. 2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Nachrangige
Forderungen |
4.069 |
4.199 |
6. AKTIEN UND ANDERE NICHT
FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE
Anteile an Investmentvermögen
An den folgenden Investmentvermögen halten wir
mehr als 10 % der Anteile:
| Anlageziele
Bezeichnung des Investmentvermögens |
|
Marktwert |
Buchwert |
Ausschüttungen im
Geschäftsjahr |
|
|
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Deka Fidelitas Fund
Master 2
1 |
DE000DK0EDF7 |
Gemischter Fonds |
0 |
0 |
620 |
| Deka Fidelitas Fund
Master 3 |
DE000DK0EDG5 |
Rentenfonds |
65.726 |
50.000 |
960 |
| Deka Fidelitas Fund
Master 4 |
DE000DK0EDH3 |
Rentenfonds |
69.393 |
50.000 |
670 |
| Deka Fidelitas Fund
Master 5 |
DE000DK0EDJ9 |
Rentenfonds |
67.791 |
59.990 |
576 |
| Deka Fidelitas Fund
Master 6 |
DE000DK0EDK7 |
Rentenfonds |
62.314 |
50.000 |
516 |
| Deka Fidelitas Fund
Master 7
1 |
DE0009771527 |
Rentenfonds |
0 |
0 |
122 |
| HSBC Euro Credit
Non-Fin. Bond
1 |
DE000A0Q7S32 |
Rentenfonds |
0 |
0 |
168 |
| Deka-Instit.
RentSpez.Co.Bd.9/2023
1 |
DE000DK0EFS5 |
Rentenfonds |
0 |
0 |
160 |
| Deka-Instit.
RentSpez.Co.Bd 9/2025 |
DE000DK0LM33 |
Rentenfonds |
10.011 |
10.000 |
150 |
| Real I.S. SCF I |
DE000A2ADW19 |
Immobilienfonds |
20.437 |
20.437 |
0 |
1 Im Berichtsjahr veräußert
Die Deka Fidelitas Fund Master 2 und 7 sowie der HBSC
Euro Credit Non-Finance Bond und der Deka Rent Spezial Co.
Bd. 9/2023 wurden im Berichtsjahr veräußert. Bei
dem Real I.S. SCF I- Fonds sieht die vertragliche Grundlage
eine Rückgabe der Anteile unter Einhaltung einer
Rückgabefrist von zwölf Monaten vor. Die weiteren
dargestellten Investmentvermögen unterlagen keiner
Beschränkung in der Möglichkeit der
täglichen Rückgabe.
6a. HANDELSBESTAND
Der Handelsbestand besteht ausschließlich aus
anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren.
9. TREUHANDVERMÖGEN
Das ausgewiesene Treuhandvermögen stellt in
voller Höhe Forderungen an Kunden (Aktivposten 4) dar.
12. SACHANLAGEN
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
| im Rahmen der eigenen
Tätigkeit genutzte Grundstücke und
Gebäude |
49.567 |
| Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
6.723 |
13. SONSTIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| nachrangige
Vermögensgegenstände |
7.120 |
7.120 |
| Kapitalanlagen bei der
SV Sparkassenversicherung Lebensversicherung AG |
40.000 |
|
|
Steuererstattungsansprüche |
17.473 |
|
14. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12. 2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
Unterschiedsbetrag
zwischen Erfüllungs- und niedrigerem
Ausgabebetrag von
Verbindlichkeiten oder Anleihen |
30.635 |
3.326 |
Mehrere Positionen betreffende
Angaben
|
TEUR |
| Von den
Vermögensgegenständen lauten auf
Fremdwährung |
27.932 |
ANLAGENSPIEGEL
|
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben
TEUR) |
|
Entwicklung der Anschaffungs-/
Herstellungskosten |
Entwicklung der
kumulierten Abschreibungen |
|
Stand am 1.1. des
Geschäftsjahres |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
Stand am 31.12. des
Geschäftsjahres |
Stand am 1.1. des
Geschäftsjahres |
| Immaterielle
Anlagewerte |
3.646 |
9 |
71 |
- |
3.584 |
3.627 |
| Sachanlagen |
268.218 |
8.349 |
1.837 |
- |
274.730 |
133.359 |
|
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben
TEUR) |
|
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen |
|
Abschreibungen im
Geschäftsjahr |
Zuschreibungen im
Geschäftsjahr |
Änderungen der gesamten Abschreibungen im
Zusammenhang mit |
Stand am 31.12. des
Geschäftsjahres |
|
|
|
Zugängen |
Abgängen |
Umbuchungen |
|
| Immaterielle
Anlagewerte |
14 |
- |
- |
71 |
- |
3.569 |
| Sachanlagen |
8.777 |
32 |
- |
1.793 |
- |
140.311 |
|
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben
TEUR) |
|
Buchwerte |
|
Stand am 31.12. des
Geschäftsjahres |
Stand am 31.12. des
Vorjahres |
| Immaterielle
Anlagewerte |
14 |
19 |
| Sachanlagen |
134.420 |
134.860 |
Finanzanlagen
- ohne anteilige Zinsen -
|
Buchwert
31.12.2022 |
Veränderungssaldo
(§ 34 Abs. 3 RechKredV) |
Buchwert
31.12.2023 |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Schuldverschreibungen
und andere festverzinsliche Wertpapiere |
456.445 |
+ 160.114 |
616.559 |
| Beteiligungen |
87.407 |
- 1.171 |
86.236 |
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
6.020 |
0 |
6.020 |
| Sonstige
Vermögensgegenstände |
7.002 |
0 |
7.002 |
Passivseite
1. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER
KREDITINSTITUTEN
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
1.050.106 |
917.701 |
| darunter: gegenüber
der eigenen Girozentrale |
1.050.084 |
|
|
TEUR |
Der Gesamtbetrag der als
Sicherheit übertragenen
Vermögensgegenstände für in dieser
Position enthaltene Verbindlichkeiten
beläuft sich auf insgesamt |
1.041.976 |
Die Unterposition b) - mit vereinbarter Laufzeit oder
Kündigungsfrist - setzt sich (ohne anteilige Zinsen)
nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
115.427 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
147.269 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
582.871 |
| mehr als fünf
Jahre |
918.398 |
2. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER
KUNDEN
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
2.216 |
3.010 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
531 |
473 |
Die Unterposition ab) - Spareinlagen mit vereinbarter
Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten -setzt sich
(ohne anteilige Zinsen) nach Restlaufzeiten wie folgt
zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
9.786 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
457.459 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
1.079 |
| mehr als fünf
Jahre |
0 |
Die Unterposition bb) - andere Verbindlichkeiten mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist -setzt sich
(ohne anteilige Zinsen) nach Restlaufzeiten wie folgt
zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
609.325 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
1.186.748 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
273.650 |
| mehr als fünf
Jahre |
78.000 |
4. TREUHANDVERBINDLICHKEITEN
Bei den Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(Passivposten 1).
6. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12. 2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
Unterschiedsbetrag
zwischen Nennbetrag und niedrigerem
Auszahlungsbetrag von Forderungen |
1.524 |
2.129 |
9. NACHRANGIGE VERBINDLICHKEITEN
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
30.771 |
30.854 |
|
TEUR |
| Für die in dieser
Position ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind
Aufwendungen in folgender Höhe angefallen |
3.616 |
Die Bedingungen der im Passivposten "Nachrangige
Verbindlichkeiten" enthaltenen Mittelaufnahmen entsprechen
dem Artikel 63 der Capital Requirements Regulation (CRR).
Die Umwandlung in Kapital oder eine andere Schuldform ist
in keinem Fall vereinbart oder vorgesehen.
Die einzelnen Mittelaufnahmen, die jeweils 10 % des
Gesamtbetrags übersteigen, sind wie folgt ausgestattet
(ohne anteilige Zinsen):
| Betrag TEUR |
Zinssatz % |
fällig am |
Vorzeitige
Rückzahlungsverpflichtung |
| 20.000 |
4,222 |
19.05.2034 |
nein |
Die nachrangigen Verbindlichkeiten von insgesamt
91.076 TEUR (ohne anteilige Zinsen), die im Einzelfall 10 %
des Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten nicht
übersteigen, haben eine Durchschnittsverzinsung von
3,32 % und eine Ursprungslaufzeit von 10 und 12 Jahren.
Mehrere Positionen betreffende
Angaben
|
TEUR |
| Von den Schulden lauten
auf Fremdwährung |
28.648 |
Passivseite unter dem Strich
1. Eventualverbindlichkeiten
Im Posten "Eventualverbindlichkeiten" sind im
Unterposten b) "Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen" drei Einzelposten von
wesentlicher Bedeutung in Bezug auf die
Gesamttätigkeit der Sparkasse enthalten; die
Einzelbeträge liegen zwischen 14,9 Mio. EUR und 22,5
Mio. EUR.
Die übernommenen Verpflichtungen aus
Bürgschaften und Gewährleistungsavalen waren
nicht zu passivieren, da wir aufgrund der Bonität der
Kreditnehmer davon ausgehen, dass die zugrunde liegenden
Verpflichtungen erfüllt werden, und wir daher nicht in
Anspruch genommen werden.
2. ANDERE VERPFLICHTUNGEN
Im Posten "Andere Verpflichtungen" sind im
Unterposten c) "Unwiderrufliche Kreditzusagen" vier
Einzelposten von wesentlicher Bedeutung in Bezug auf die
Gesamttätigkeit der Sparkasse enthalten; die
Einzelbeträge liegen zwischen 15,0 Mio. EUR und 67,1
Mio. EUR. Bei den genannten unwiderruflichen Kreditzusagen
handelt es sich mit 67,1 Mio. EUR um Kontokorrentkredite
und mit 65,5 Mio. EUR um Darlehen.
Wir gehen derzeit grundsätzlich davon aus, dass
die unwiderruflichen Kreditzusagen künftig von den
Kreditnehmern in Anspruch genommen werden.
D. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
5. PROVISIONSERTRÄGE
Wir haben Provisionserträge aus gegenüber
Dritten erbrachten Dienstleistungen für die
Vermittlung und Verwaltung von Versicherungen,
Bausparverträgen, Finanzportfolioverwaltungen,
Investmentfonds und Krediten erhalten.
8. SONSTIGE BETRIEBLICHE
ERTRÄGE
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
|
Grundstückserträge |
5.538 |
| Periodenfremde
Erträge: |
|
| Ausgleichszahlung
für Schaden aus Wertpapiergeschäften |
8.673 |
| Erstattungszinsen
gemäß § 233a AO |
4.833 |
11. ABSCHREIBUNGEN UND
WERTBERICHTIGUNGEN AUF IMMATERIELLE ANLAGEWERTE UND
SACHANLAGEN
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
| Periodenfremde
Aufwendungen: |
|
|
Außerplanmäßige Abschreibungen auf
nicht betrieblich genutzte Grundstücke und
Gebäude |
2.059 |
12. SONSTIGE BETRIEBLICHE
AUFWENDUNGEN
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
| Sanierungsaufwand
für ein nicht sparkassenbetrieblich genutztes
Grundstück |
7.015 |
| Periodenfremde
Aufwendungen: |
|
| Nachzahlungszinsen
gemäß § 233a AO |
5.401 |
23. ERSTATTETE STEUERN VOM EINKOMMEN
UND VOM ERTRAG (i. VJ. AUFWAND)
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
| Steuererstattungen
für vorangegangene
Veranlagungszeiträume |
8.942 |
| Steuernachzahlungen
für vorangegangene
Veranlagungszeiträume |
11.901 |
29. BILANZGEWINN
Der Verwaltungsrat wird den Jahresabschluss zum 31.
Dezember 2023 in seiner für den 25. September 2024
vorgesehenen Sitzung feststellen. Der Vorschlag für
die Verwendung des Ergebnisses sieht vor, den Bilanzgewinn
vollständig der Sicherheitsrücklage
zuzuführen.
Ausschüttungssperren
Im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB sind nachfolgende
Sachverhalte bei der Ermittlung der
Ausschüttungssperre zu berücksichtigen.
| Sachverhalte |
TEUR |
| Aktive latente
Steuern |
91.305 |
| Unterschiedsbetrag aus
Pensionsrückstellungen gemäß §
253 Abs. 6 HGB |
472 |
| Summe |
91.777 |
| abzüglich in
Vorjahren für Ausschüttungssperren der
Sicherheitsrücklage zugeführte
Beträge |
4.783 |
| im aktuellen
Jahresabschluss nach HGB ausschüttungsgesperrter
Betrag |
86.994 |
E. Sonstige Angaben
Anteile an verbundenen Unternehmen und
Beteiligungen
| Name, Sitz |
Höhe des
Kapitalanteils |
Eigenkapital |
Jahresüberschuss
(-fehlbetrag) |
|
% |
|
TEUR |
| Landesbank
Baden-Württemberg, Stuttgart, Karlsruhe,
Mannheim, Mainz |
0,24 |
15.442 Mio. EUR
(31.12.2022
1) |
+ 1.510 Mio. EUR
(2022
1) |
| Sparkassenverband
Baden-Württemberg, Stuttgart |
3,13 |
-
2 |
-
2 |
|
SVB-Sparkassen-Versicherung Beteiligungs-GmbH Nr. 1,
Stuttgart |
16,38 |
171.726 TEUR
(30.09.2023) |
+ 5.832 TEUR
(2022/2023) |
|
SVB-Sparkassen-Versicherung Beteiligungs-GmbH Nr. 8,
Stuttgart |
10,64 |
42.000 TEUR
(30.11.2022) |
+ 1.225 TEUR
(2021/2022) |
1 Konzernabschluss gemäß IFRS
2 Keine Angabe gemäß § 286 Abs.
3 Satz 2 HGB
Der übrige Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11
HGB ist für die Beurteilung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.
Wir sind unbeschränkt haftende Gesellschafterin
der DKE-GbR, Berlin.
Der Sparkassenverband Baden-Württemberg hat sich
zusammen mit den weiteren Trägern quotal entsprechend
seinem Stammkapitalanteil an der Bereitstellung von
zusätzlichem Eigenkapital für die Landesbank
Baden-Württemberg beteiligt. Als Mitglied des
Sparkassenverbands Baden-Württemberg sind wir
verpflichtet, über Umlagen den nicht anderweitig
gedeckten Verbandsaufwand entsprechend dem
maßgeblichen Umlageschlüssel abzudecken.
Darüber hinaus sind wir Mitglied des Sicherungssystems
der Deutschen Sparkassenorganisation, wobei das System der
freiwilligen Institutssicherung beibehalten wurde.
Zusätzlich erfüllt das Sicherungssystem auch die
Anforderungen des Einlagensicherungsgesetzes. Aus diesen
Verpflichtungen ist über die laufenden jährlichen
Beitragsverpflichtungen hinaus derzeit ein akutes Risiko
einer wesentlichen Inanspruchnahme nicht erkennbar.
Zum Erwerb der Landesbank Berlin Holding AG (LBBH)
durch die S-Finanzgruppe haben wir uns über den
Deutschen Sparkassen- und Giroverband ö.K. (DSGV) an
der Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe mbH & Co. KG
(Erwerbsgesellschaft) als Kommanditistin unterbeteiligt. In
diesem Zusammenhang besteht ein Aufwendungsersatzanspruch
des DSGV gegenüber den Unterbeteiligten für den
Fall, dass die über die Erwerbsgesellschaft
auszuschüttenden Dividenden der LBBH die laufenden
Aufwendungen (im Wesentlichen aus der Fremdfinanzierung)
nicht abdecken. Aktuell ist aus dieser Verpflichtung kein
akutes Risiko einer Inanspruchnahme erkennbar.
Derivative Finanzinstrumente
Die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten
Termingeschäfte gliedern sich wie folgt:
|
Nominalbeträge in TEUR |
|
nach
Restlaufzeiten |
|
|
bis 1 Jahr |
1-5 Jahre |
> 5 Jahre |
Insgesamt |
| Zinsbezogene
Geschäfte |
|
|
|
|
| OTC-Produkte |
|
|
|
|
| Zinsswaps |
- |
695.000 |
1.240.000 |
1.935.000 |
Bei den Kontrahenten im Derivategeschäft per 31.
Dezember 2023 handelt es sich ausschließlich um
deutsche Kreditinstitute.
Für die nicht zum beizulegenden Zeitwert
bilanzierten Derivate ergeben sich folgende
zusätzliche Angaben nach § 285 Nr. 19 HGB:
|
Nominalwerte in
TEUR |
Zeitwerte
in
TEUR
1 |
Options-Prämie in
TEUR |
Rückstellung
(P7)in TEUR |
|
|
+ |
- |
|
|
| Zinsbezogene
Geschäfte |
|
|
|
|
|
| OTC-Produkte |
|
|
|
|
|
| Zinsswaps
2 |
1.935.000 |
16.329 |
40.030 |
|
426 |
1 Ohne anteilige Zinsen
2 Diese in die Zinsbuchsteuerung einbezogenen
Derivate wurden - mit Ausnahme der Zinsswapgeschäfte,
deren Zinsbindungsdauer über den Steuerungszeitraum
des Bankbuchs hinausgehen - bei der verlustfreien Bewertung
der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs)
berücksichtigt (vgl. Abschnitt "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden") und waren insoweit nicht gesondert zu
bewerten.
Bei OTC-gehandelten derivativen Finanzinstrumenten
werden theoretisch ermittelte Werte als Zeitwerte angesetzt
(Mark to Model Bewertung).
Bei der Mark to Model Bewertung wird bezüglich
der derivativen Finanzinstrumente wie folgt verfahren:
Zinsswaps werden in die Basisbestandteile
Kuponanleihe und Floater zerlegt und unter Zugrundelegung
entsprechender Zinsstrukturkurven getrennt bewertet. Der
Barwert des Swaps ergibt sich dabei aus der Differenz der
Barwerte der beiden Basisprodukte.
Latente Steuern
Aufgrund abweichender Ansatz- und
Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz
bestehen zum Bilanzstichtag Steuerlatenzen. Dabei wird der
Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen in
Höhe von 2.432 TEUR durch absehbare Steuerentlastungen
in Höhe von 93.737 TEUR überdeckt. Die Sparkasse
hat von ihrem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch
gemacht und eine Aktivierung des Überschusses der
Steuerentlastungen über die Steuerbelastungen in
Höhe von 91.305 TEUR vorgenommen (vgl. Aktiva 15). Die
wesentlichen künftigen Steuerbelastungen resultieren
aus bilanziellen Ansatzunterschieden bei nicht
festverzinslichen Wertpapieren. Die zum Ausgleich der
künftigen Steuerbelastungen benötigten absehbaren
künftigen Steuerentlastungen ergeben sich insbesondere
aus unterschiedlichen bilanziellen Ansatzunterschieden bei
den Forderungen an Kunden und bei den Rückstellungen.
Der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz
von 30,813 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer zzgl.
Solidaritätszuschlag) zugrunde gelegt. Aus
Beteiligungen an Personengesellschaften resultierende,
lediglich der Körperschaftsteuer und dem
Solidaritätszuschlag unterliegende Differenzen wurden
bei den Berechnungen mit einem Steuersatz von 15,825 %
berücksichtigt. Der Gesamtbetrag wurde zu Gunsten von
GV-Posten 23 vereinnahmt.
Abschlussprüferhonorare
Für das Geschäftsjahr wurden von unserem
Abschlussprüfer für folgende Leistungen Honorare
berechnet:
|
TEUR |
| für die
Abschlussprüfung |
355 |
| für andere
Bestätigungen |
7 |
| für die
Steuerberatung |
7 |
Nachtragsberichterstattung
In ihrer Sitzung vom 11. Juni 2024 erteilte die
Trägerversammlung und der Vorsitzende des
Verwaltungsrats dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse
Karlsruhe den Auftrag, eine detaillierte Vorstudie bzw. ein
Diskussionspapier zu einer möglichen Fusion mit der
Sparkasse Kraichgau zu erstellen. Die Ergebnisse der
Vorstudie werden voraussichtlich Ende Juli 2024 in den
zuständigen Gremien der beiden Sparkassen
(Trägerversammlung und Verwaltungsrat) erörtert
bzw. zur Beschlussfassung vorgelegt.
Mitarbeiter/innen
Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
|
Anzahl |
| Vollzeitkräfte |
677 |
| Teilzeit- und
Ultimokräfte |
435 |
| Auszubildende |
83 |
| Insgesamt |
1.195 |
Bezüge / Kreditgewährungen an
Vorstand und Verwaltungsrat
Den Mitgliedern des Vorstandes wurden für ihre
Tätigkeit im Berichtsjahr Gesamtbezüge in
Höhe von 2.197 TEUR gewährt.
Für die früheren Mitglieder des Vorstandes
bzw. deren Hinterbliebene wurden Versorgungsbezüge in
Höhe von 2.075 TEUR bezahlt. Für diese
Personengruppe bestehen Pensionsrückstellungen in
Höhe von 28.791 TEUR.
Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhielten für
ihre Tätigkeit im Berichtsjahr Gesamtbezüge in
Höhe von 170 TEUR.
Den Mitgliedern des Vorstandes wurden Kredite
(einschließlich Haftungsverhältnisse) in
Höhe von 2.120 TEUR gewährt.
An die Mitglieder des Verwaltungsrates wurden Kredite
(einschließlich Haftungsverhältnisse) in
Höhe von 4.960 TEUR ausgereicht.
Mandate
Eines unserer Vorstandsmitglieder ist Mitglied im
Aufsichtsrat der Deutsche Kreditbank AG, Berlin und bei der
Deutsche Leasing AG & Co. KG, Bad Homburg vor der
Höhe. Ein weiteres Vorstandsmitglied ist Mitglied im
Aufsichtsrat der DAL Deutsche Anlagen-Leasing GmbH &
Co. KG, Mainz.
Organe
Verwaltungsrat
| Vorsitzender |
Dr. Frank Mentrup,
Oberbürgermeister Karlsruhe |
| Stellvertreter |
Johannes Arnold,
Oberbürgermeister Ettlingen |
|
Sebastian Schrempp,
Oberbürgermeister Rheinstetten |
| Mitglieder |
Christina
Bardusch-Haupt, Dipl.-Kaufmann, Gesellschafterin
Bardusch GmbH & Co KG |
|
Doris Baitinger,
Pensionärin, ab 20.07.2023 |
|
Petra Becker,
Oberbürgermeisterin Stutensee |
|
Christian Eheim,
Bürgermeister Graben-Neudorf |
|
Thorsten Ehlgötz,
Geschäftsführer, Maschinenbaumeister |
|
Jorinda Fahringer,
Kreisgeschäftsführerin |
|
Philipp Faltermeier,
Mitarbeiter der Sparkasse, ab 01.05.2023 |
|
Monika
Glück-Kiefer, Mitarbeiterin der Sparkasse |
|
Tom Hoyem,
Pensionär |
|
Sabine
Just-Höpfinger, Dipl.-Informatikerin |
|
Klaus Kasperlik,
Mitarbeiter der Sparkasse |
|
Jörg Lesser,
Privatier |
|
Alexander Litterst,
Mitarbeiter der Sparkasse |
|
Petra Rastetter,
Mitarbeiterin der Sparkasse, bis 30.04.2023 |
|
Rainer Schuhmacher,
Mitarbeiter der Sparkasse |
|
Arthur Sharp,
Mitarbeiter der Sparkasse |
|
Susanne Trauth,
Angestellte im öffentlichen Dienst, bis
19.07.2023 |
Vorstand
| Vorsitzender |
Michael Huber,
Sparkassendirektor |
| Mitglieder |
Thomas Schroff,
Sparkassendirektor |
|
Lutz Boden,
Sparkassendirektor |
|
Marc Sesemann,
Sparkassendirektor |
Karlsruhe, den 12. Juni
2024
SPARKASSE KARLSRUHE
Der Vorstand
| Michael Huber |
Thomas Schroff |
Lutz Boden |
Marc Sesemann |
Anlage zum Jahresabschluss
gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31.
Dezember 2023 ("Länderspezifische
Berichterstattung")
Die Sparkasse Karlsruhe hat keine Niederlassungen im
Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich
ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit
als regional tätige Sparkasse in der Bundesrepublik
Deutschland. Die Tätigkeit der Sparkasse Karlsruhe
besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere
rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden
entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu
gewähren.
Die Sparkasse Karlsruhe definiert den Umsatz aus der
Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung
nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende
Erträge aus Aktien etc., Erträge aus
Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge,
Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des
Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der
Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31.
Dezember 2023 280.396 TEUR.
Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in
Vollzeitäquivalenten beträgt im
Jahresdurchschnitt 1.033.
Der Verlust vor Steuern beträgt 62.260 TEUR.
Die erstatteten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
betragen 74.216 TEUR. Die Steuern betreffen sowohl laufende
Steuern wie auch latente Steuern.
Die Sparkasse Karlsruhe hat im Geschäftsjahr
keine öffentlichen Beihilfen erhalten.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Sparkasse Karlsruhe,
Karlsruhe
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES
JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Sparkasse Karlsruhe
(im Folgenden: Sparkasse) bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.
Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden,
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der Sparkasse für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kreditinstitute geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse
zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023
bis zum 31. Dezember 2023 und
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vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
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Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1
Handelsgesetzbuch (im Folgenden: HGB) erklären wir,
dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr.
537/2014; im Folgenden: EU-APrVO) unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von der Sparkasse
unabhängig in Übereinstimmung mit den
europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus
erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchstabe
f) EU-APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 HGB, dass alle von
uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der
Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen
Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO
erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns
erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile
zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige
Prüfungssachverhalte in der Prüfung des
Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind
solche Sachverhalte, die nach unserem
pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in
unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit
unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und
bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu
berücksichtigt; wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht
besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
Bewertung von Forderungen an
Kunden
a) Sachverhalt und Problemstellung
Das Kundenkreditgeschäft ist ein
maßgebliches Geschäftsfeld der Sparkasse. Bei
der Bewertung einzelner Kundenforderungen ist das
Adressenausfallrisiko des Kreditnehmers, d. h. insbesondere
die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer seinen
vertraglichen Leistungsverpflichtungen nicht mehr
nachkommen kann, sowie die Bewertung der ggf. vorliegenden
Sicherheiten, maßgeblich. Die Bewertung dieser
Forderungen beruht somit in einem hohen Maße auf den
Einschätzungen und Annahmen des Vorstands der
Sparkasse zu den genannten Sachverhalten. Die
Unsicherheiten bei diesen Ermessensentscheidungen sind
aktuell insbesondere durch die aktuellen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen geprägt. Von besonderer Bedeutung
ist hierbei die Einschätzung, inwieweit die hieraus
resultierenden Belastungen die Kapitaldienstfähigkeit
der betroffenen Kreditnehmer dauerhaft negativ
beeinflussen. Diese Thematik hat daher wesentliche
Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf die
Ertragslage der Sparkasse. Für die Zwecke der
Rechnungslegung sind insofern die Kreditprozesse zur
Bewertung der Forderungen von besonderer Bedeutung. Die
Bewertung von Forderungen an Kunden bedarf insoweit einer
besonderen Befassung durch den Abschlussprüfer.
b) Prüferisches Vorgehen und
Erkenntnisse
Bereits im Rahmen unserer vorgezogenen Prüfung
der organisatorischen Pflichten haben wir die
Ordnungsmäßigkeit der Kreditprozesse, u. a. die
Früherkennungsverfahren für Kreditrisiken und den
Forderungsbewertungsprozess, betrachtet. Die relevanten
Kreditprozesse sowie die Ausgestaltung und Wirksamkeit des
internen Kontrollsystems bei der Bewertung der
Kundenforderungen beurteilen wir regelmäßig auf
Grundlage von Aufbau- und Funktionsprüfungen.
Bei einer risikoorientierten - unter besonderer
Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen - vorgenommenen bewussten Auswahl von
Kreditengagements haben wir aussagebezogene
Prüfungshandlungen in Form von
Einzelfallprüfungen vorgenommen und auf der Grundlage
von Kreditunterlagen zu den wirtschaftlichen
Verhältnissen die von der Sparkasse vorgenommene
Beurteilung des kreditnehmerbezogenen
Adressenausfallrisikos sowie die Bewertung der
Kreditsicherheiten bei ausfallgefährdeten Forderungen
nachvollzogen.
c) Verweis auf weitergehende
Informationen
Weitere Informationen und Erläuterungen sind in
den Anhangangaben zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden (Abschnitt B) sowie zu den
Beständen zum Bilanzposten Aktiva 4 (Abschnitt C)
enthalten. Darüber hinaus verweisen wir auf die
Darstellungen und Erläuterungen im Lagebericht
(Abschnitte 2.2.2, 2.3.1 und 4.2.1.1).
Sonstige Informationen
Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen
verantwortlich.
Die uns vor dem Datum des Bestätigungsvermerks
vorgelegte sonstige Information umfasst den
gemäß § 340a Abs. 1a HGB i. V. m. §
289b Abs. 3 Satz 1 Nr. 2a HGB zusammen mit dem Lagebericht
nach § 325 HGB zu veröffentlichenden
nichtfinanziellen Bericht für das Geschäftsjahr
2023.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen
Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein
Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von
Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir
die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und
dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum
Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der
Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
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anderweitig wesentlich falsch
dargestellt erscheinen.
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Falls wir auf Grundlage der von uns
durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine
wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen
Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über
diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem
Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter (Vorstand) und des Aufsichtsorgans
(Verwaltungsrat) für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Der Vorstand ist verantwortlich für die
Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner
ist der Vorstand verantwortlich für die internen
Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der
Sparkasse zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich
für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt
ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt
sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für
die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen,
und um ausreichende geeignete Nachweise für die
Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
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gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
abzugeben.
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beurteilen wir die
Angemessenheit der vom Vorstand angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und
damit zusammenhängenden Angaben.
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ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des vom Vorstand
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Sparkasse ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
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beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Sparkasse vermittelt.
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beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Sparkasse.
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führen wir
Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand
dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei
insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom
Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach
und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten
Angaben abweichen.
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Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter
anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der
Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine
Erklärung ab, dass wir die relevanten
Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und
erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen
Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen
werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit
auswirken, und, sofern einschlägig, die zur
Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen
vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen
Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem
Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen
Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses
für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten
waren und daher die besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese
Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn,
Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die
öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE
RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß
Art. 10 EU-APrVO
Wir sind nach § 30 Abs. 2 Satz 2
Sparkassengesetz für Baden-Württemberg i. V. m.
§ 340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher
Abschlussprüfer der Sparkasse.
Wir erklären, dass die in diesem
Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile
mit dem Prüfungsbericht nach Art. 11 EU-APrVO in
Einklang stehen.
Von uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis
der Prüfung beeinflussen können, haben folgende
Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im
Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur
Abschlussprüfung für die Sparkasse erbracht:
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Prüfung im Zusammenhang mit
dem "MACCs-Verfahren" (Kreditforderungen -
Einreichung und Verwaltung) gemäß
Abschnitt V Nr. 11 (1) der Allgemeinen
Geschäftsbedingungen der Deutschen
Bundesbank
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Prüfung im Zusammenhang mit
der Kostenumlage der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht für den
Aufsichtsbereich Wertpapierhandel gemäß
§ 16j Abs. 2 Satz 2 des Gesetzes über die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz - FinDAG)
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VERANTWORTLICHER
WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche
Wirtschaftsprüfer ist Herr Peter Wöhrle.
Stuttgart, den 15. Juli
2024
Sparkassenverband Baden-Württemberg
Prüfungsstelle
Wöhrle Wirtschaftsprüfer
Feststellung und Gewinnverwendung
Der Verwaltungsrat hat am 25.09.2024 den
Jahresabschluss festgestellt (§ 30 SpG). Gleichzeitig
hat der Verwaltungsrat beschlossen, den Bilanzgewinn in
voller Höhe der Sicherheitsrücklage
zuzuführen.
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