B & W International GmbH
Junkendiek 5, 49479 Ibbenbüren, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Pascal Rowohl seit 28.5.2025 | Geschäftsführer |
Dirk Uhlenbrock seit 3.4.2007 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
B&W International GmbHIbbenbürenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die B&W International GmbH ist ein führender Anbieter hochwertiger Verpackungs- und Systemlösungen / Spezialkoffer aus innovativen Werkstoffen. Die B&W International Gruppe beschäftigt rund 265 Mitarbeiter (davon 60 am Standort Ibbenbüren) und entwickelt, produziert und vertreibt mit eigenen Tochtergesellschaften und Vertriebs- und Servicebüros an Standorten in Deutschland, Spanien, Nordamerika, Indien sowie China. Die Produkte werden seit vielen Jahren exklusiv im Fachhandel in Deutschland und den internationalen Märkten erfolgreich vertrieben. Das Geschäft der B&W International GmbH umfasst im Wesentlichen die Entwicklung der Produkte und den Vertrieb vom Standort Ibbenbüren als zentraler und größter Lagerort. Das Produktsortiment umfasst die Bereiche tool.cases & bags, outdoor.cases, bike.cases & bags, energy.cases und battery.cases sowie Spezialkoffer und Spezialtaschen (Objektgeschäfte). 2. Ziele und Strategien Die Schwerpunkte der Geschäftsentwicklung lagen auch im Jahr 2023 darauf, unsere Produkte kontinuierlich zu verbessern. Dazu haben wir unsere Kosten- und Leistungsstruktur nachhaltig optimiert sowie das Leistungsspektrum ausgebaut. Durch unser breites Produktportfolio ergaben sich vielfältige Möglichkeiten, neue Kundengruppen zu erschließen und bestehende Kundenbeziehungen auszubauen. Zudem stand auch weiterhin das Thema der Erschließung neuer Absatzmärkte im Focus. 3. Forschung und EntwicklungWesentliche Basis des B&W-Geschäftsmodells ist die Entwicklung innovativer qualitativ hochwertiger Produkte. Die Kernaufgabe unserer Mitarbeiter ist die Evaluierung neuer Produktkonzepte unter Einsatz neuer Technologien und auf Basis zukunftsfähiger Materialien. Im Geschäftsjahr 2023 ist in der Produktgruppe OUTDOOR eine zusätzliche Koffergröße entwickelt worden. Durch die hohen Anforderungen unserer Kunden aus der Wehrtechnik sind die Inlays in den outdoor.cases angepasst worden. Im Zuge der Produktionsverlagerung nach Europa werden Teilautomatisierungen in der Montage anhand von Robotertechnik erprobt. II. Wirtschaftsbericht 1. Rahmenbedingungen In 2023 entwickelte sich die gesamtwirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland mit einer Jahresrate des Bruttoinlandsproduktes von ca. 0,3 % negativ, nach einem Wachstum im Vorjahr von 1,9 %. Die Energiekrise und geopolitischen Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, auch mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Zudem verschlechterten steigende Zinsen die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge der Inflationsrate nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Umsatzportfolio konnte trotz der Schwäche im Bausektor der umsatzstärkste Geschäftsbereich TOOL das Niveau halten. Daneben profitierte die Gesellschaft sowohl von der deutlich gestiegenen Nachfrage im Geschäftsbereich OUTDOOR als auch von der gestiegenen Nachfrage der Rüstungs- und Verteidigungsindustrie. 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft im Jahr 2023 war bedingt durch die Sicherung der Lieferfähigkeit- und erfolgreiche Marketingmaßnahmenweiterhin als sehr positiv zu bewerten. Auf der Nachfrageseite aus den Kernmärkten der B&W International GmbH im In- und Ausland ist das Niveau weiterhin hoch. Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Umsatzerlöse und das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Das Rohergebnis erhöhte sich um TEUR 1.767 von TEUR 7.186 auf TEUR 8.953, dies einspricht einer Steigerung von 24,6 %. Der Umsatzsteigerung stehen stark gefallene Bezugsnebenkosten von TEUR 892 (Vorjahr: TEUR 2.712) gegenüber. Die drückenden Frachtraten für den Warenbezug aus Fernost sind im Jahresverlauf stark zurückgegangen. 3. Lage a. Ertragslage Die Umsatzerlöse konnten noch einmal deutlich gesteigert werden und lagen damit über den Erwartungen der Geschäftsführung. Der Umsatztreiber war die Produktgruppe OUTDOOR, die neben dem Energy.Case, auch durch die im Vorjahr eingeleitete Marketingoffensive in der Rüstungs- und Verteidigungsindustrie mit ca. 2,1 Mio EUR zum Umsatzwachstum beigetragen hat. In den Bereichen BIKE und TOOL konnte das Vorjahresniveau gehalten werden. Darüber hinaus konnten in allen Produktbereichen Preiserhöhungen durchgeführt worden. Der absatzbedingte Anstieg der Materialaufwendungen konnte aufgrund der gesunkenen Frachtraten weitgehend kompensiert werden, so dass sich das Rohergebnis ebenfalls deutlich verbessert hat. Die Absicherung des Warenbezugs in Fremdwährung durch Devisentermingeschäfte konnte ebenfalls dazu beitragen. Die Erhöhung der Lohn- und Gehaltsaufwendungen resultiert neben den inflationsbedingten Tarifanpassungen auch aus der Anpassung der personellen Kapazitäten für den Aufbau des Bereiches Energy.cases und für die Verstärkung der Vertriebsaktivitäten. Durch die Umsatzsteigerung sind auch die umsatzabhängigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen für Ausgangsfrachten angestiegen. Gleichzeitig hat die Fakturierung einzelner Neukunden in US-Dollar im Berichtsjahr zu einem Anstieg der Aufwendungen aus Währungsumrechnungen geführt. Der Aufbau des Bereiches Energy.cases und die Marketingoffensive führten wiederum auch zu einem Anstieg der Aufwendungen für Werkzeugmieten sowie Werbe- und Reisekosten. Darüber hinaus war die Umstellung der ERP-Software mit höheren IT- und Beratungsaufwendungen verbunden. Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 978 (Vorjahr: TEUR 721) erwirtschaftet. Da die zusätzlichen Aufwendungen für die Vertriebsaktivitäten und Währungskursverluste durch den gestiegenen Rohertrag ausgeglichen wurden, entspricht das Ergebnis den Erwartungen des Vorjahres. Die Geschäftsführung beurteilt den Verlauf des Geschäftsjahres 2023 als voll zufriedenstellend. b. Finanzlage Die Barliquidität des Unternehmens war im Berichtsjahr durch eine nachhaltig solide Zahlungsmittelgenerierung gekennzeichnet, so dass den finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen werden konnte. Die Finanz- und Liquiditätslage wird tagesaktuell überwacht und kann als gut betrachtet werden. Durch den Jahresüberschuss wurde auch wieder ein positiver Cashflow aus der operativen Tätigkeit erwirtschaftet. Dieser wurde neben den laufenden Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung insbesondere zur Rückführung der Bankverbindlichkeiten verwendet. c. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Unternehmens beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 14.632 (Vorjahr: TEUR 14.169). In das Anlagevermögen wurde mit einem Gesamtvolumen von TEUR 487 investiert. Insbesondere sind Investitionen in eine neue ERP-Software, einen neuen Internetauftritt und diverse Büroeinrichtungen vorgenommen worden. Investition in weitere Werkzeuge zur Produktherstellung sind ebenfalls vorgenommen worden. Abschreibungen waren in Höhe von TEUR 404 zu verzeichnen. Hiervon entfielen TEUR 58 auf den Geschäfts- und Firmenwert aus der in 2022 erfolgten Übernahme der Tronos GmbH. Mit der Entspannung bei den Transportkapazitäten konnte der Lagerbestand wieder gesenkt werden. Infolge dessen haben sich die Vorräte um TEUR 933 auf TEUR 4.975 vermindert. Der Vorratsbestand garantiert eine flexible, zeitnahe Belieferung der Kunden. Die Forderungen haben sich sowohl durch das Umsatzwachstums als auch durch kurzfristige Ausleihungen zum Auf- und Ausbau der Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften insgesamt um TEUR 1.090 bzw. 23,0 % erhöht. Die liquiden Mittel belaufen sich auf TEUR 897 (Vorjahr: TEUR 842). Zur Entwicklung verweisen wir auf unsere Erläuterungen zur Finanzlage. Zum Bilanzstichtag wurden Aufwendungen für mehrere Messeveranstaltungen in 2024 abgegrenzt, so dass sich der Rechnungsabgrenzungsposten deutlich erhöht hat. Die Rückstellungen sind um TEUR 127 auf TEUR 729 gestiegen. Diese Entwicklung betrifft insbesondere die Steuerrückstellungen und die Abgrenzung von Personalaufwendungen. Die Lieferantenverbindlichkeiten (einschließlich gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht) haben sich nur leicht von TEUR 2.802 auf TEUR 2.880 erhöht. Die Verschiebung zwischen den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg des "schwimmenden Lagers" zum Stichtag, welches unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen wird. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund des Jahresüberschusses und der nur leicht gestiegenen Bilanzsumme wieder verbessert und beträgt 35,7 % (Vorjahr: 30,0 %). Sie befindet sich damit unverändert auf hohem Niveau. III. Prognosebericht 1. Umsatz- und Ertragsentwicklung Die Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2024 kann bislang, unter den gegebenen Umständen, als zufriedenstellend bezeichnet werden. Bis Ende Juni lag die Gesamtleistung ca. 9% über dem Vorjahresniveau. Die Zulieferer liefern fristgerecht, sodass eine zeitnahe Abwicklung der Aufträge gewährleistet ist. Die Unsicherheiten aufgrund anhaltend schwachen Binnenkonjunktur und der globalen Krisen üben Einfluss auf sämtliche Wirtschaftszweige und somit auch auf die Geschäftstätigkeit der B&W International GmbH aus. Die Geschäftsleitung bewertet die gesamtwirtschaftliche Lage regelmäßig neu, um frühzeitig Maßnahmen zum Schutz von Arbeitnehmern zu ergreifen und die Geschäftstätigkeit weitestgehend aufrecht zu erhalten. Eine Prognose über die weiteren Auswirkungen der nationalen und internationalen Krisen und die Höhe der entstehenden Mindererträge und Mehraufwendungen kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich abgegeben werden. Bisher ist die B&W International GmbH nicht von einer sinkenden Nachfrage betroffen. Allerdings ist aufgrund der anhaltenden Inflation von noch weiter steigenden Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen auszugehen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt machen sich die vorgenannten Krisen insbesondere in einem wiederholten Anstieg der Frachtraten aus Fernost bemerkbar, da die üblichen Schifffahrtsrouten nur eingeschränkt passierbar sind. Vor diesem Hintergrund wird für das Jahr 2024 ein leichtes Umsatzwachstum und ein Ergebnis wie im Vorjahr prognostiziert. 2. Investitionen und Finanzierung Für das Jahr 2024 sind lediglich übliche Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung, Software, Hardware und Werkzeuge geplant. Diese sollen weitgehend aus dem laufenden Cashflow bestritten werden. Die Beteiligung an der Gregor Hofbauer GmbH wurde im 1. Quartal 2024 auf 100% erhöht und die Geschäftsführung umstrukturiert. Es werden verschiedene Koffergrößen aus der outdoor.cases-Linie in Türkheim produziert und montiert, um den Forderungen der Kunden nach MADE IN GERMANY gerecht zu werden. Im Zuge dieser Konzentration sind Beratungsmandate zur Kostenoptimierung extern vergeben worden. Während der Erwerb der Anteile durch die Verrechnung mit entsprechenden Darlehensforderungen liquiditätsneutral erfolgen konnte, sollen auch die weiteren Investitionen in die Tochtergesellschaften aus dem laufenden Cashflow bestritten werden. 3. Chancen und Risiken Die Geschäftsleitung ist sich der Chancen und Risiken auch für die Zukunft bewusst. Eine Weiterentwicklung in allen Unternehmensbereichen ist angestrebt. Die Gesellschaft ist insbesondere allgemeinen Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Entwicklung in der Branche sowie bei den Kunden ausgesetzt. Diese Risiken werden von der Geschäftsleitung laufend beobachtet, um ggf. mit notwendigen Anpassungsmaßnahmen reagieren zu können. Darüber hinaus ergeben sich auch für die Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 mögliche Risiken aus der schwachen Konjunktur in Deutschland und auf den anderen Absatzmärkten sowie aus den internationalen Krisen. Unter Berücksichtigung dieser schwierigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen kann es zu spürbaren Kostensteigerungen und Ergebnisbelastungen kommen. Im Jahr 2024 wird eine PV-Anlage auf den Dächern angemieteten Hallen in Betrieb genommen, um langfristig eine Unabhängigkeit in der Stromversorgung für die betrieblichen Abläufe zu sichern. Signifikante Risiken im Bereich der Forderungen sind auch für 2024 nicht zu erkennen. Der Mix aus starken solventen Großkunden und Bonitätsabfragen vor Auftragsentgegennahme zeigt, dass das Unternehmensrisiko durch Forderungsausfall weiterhin gering ist. Weitere Versicherungsrisiken (Sach-, Haftpflicht etc.) werden regelmäßig überprüft und angepasst. Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung ergeben sich regelmäßig auch aus dem Bezug von Waren aus Fernost. Dies betrifft insbesondere Währungsrisiken. Diese werden weiterhin grundsätzlich durch entsprechende Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte abgesichert. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen an den Devisenmärkten wurde der Umfang der Sicherungsgeschäfte für die Folgejahre deutlich reduziert. Aus der verminderten Wechselkurssicherung können sich - in Abhängigkeit von der Wechselkursentwicklung - sowohl zusätzliche Risiken, aber auch Chancen für die Kosten des Wareneinkaufs in Fernost ergeben. Gleichzeitig besteht auch bei steigenden Einkaufskosten die Möglichkeit, diese mit nur geringer Verzögerung an die Kunden weiterzugeben. Darüber hinaus ist im ersten Halbjahr 2024 durch die militärischen Übergriffe am Roten Meer der Schiffsverkehr um das Kap in Südafrika umgeleitet worden, was zu Frachtratenerhöhungen von 60-70% auf der Beschaffungsseite aus Fernost geführt hat. Wir gehen jedoch davon aus, dass diese Kostensteigerungen durch Optimierungen beim Einkauf und bei den internen Prozessen sowie durch Weiterbelastungen an die Kunden größtenteils kompensiert werden können. Mittelfristig sollen diese Risiken auch durch einen verstärkten Bezug der Waren von den europäischen Produktionsstandorten der B&W-International-Gruppe reduziert werden. Hierfür werden derzeit insbesondere die Standorte der Tochtergesellschaften Hofbauer GmbH in Türkheim und B&W Maletas Industriales S.L. in Barcelona/Spanien aufgebaut. Durch neue Produkte und Neu-/ Weiterentwicklungen im bestehenden Produktportfolio ergeben sich neue Marktchancen. Bestandskunden oder potenzielle Kunden in der rüstungsnahen Industrie sind aus vertrieblicher Sicht weiterhin im Fokus.
Ibbenbüren, den 10. September 2024 Karl-August Beyer, Geschäftsführer Dirk Uhlenbrock, Geschäftsführer Gerhart Seichter, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die B&W International GmbH, Ibbenbüren (Amtsgericht Steinfurt, HRB 5622) weist am Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Im Anhang hat die Gesellschaft teilweise größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten aktiviert. Da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, erfolgt eine Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 S. 3 HGB über einen typisierten Zeitraum von zehn Jahren. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die jeweilige Nutzungsdauer, die sich an den steuerlich anerkannten amtlichen AfA-Tabellen orientieren, abgeschrieben. Übersteigen die Anschaffungskosten 1.000,00 Euro nicht, werden die immateriellen Vermögensgegenstände wie materielle geringwertige Wirtschaftsgüter erfasst und bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Dabei erfolgt die planmäßige Abschreibung im Zugangsjahr zeitanteilig ab dem Zeitpunkt des Zugangs. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die in den steuerlichen anerkannten amtlichen AfA-Tabellen vorgegebenen Nutzungsdauern zugrunde. Finanzanlagen werden zum Nennwert ausgewiesen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Warenbestände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Das in den Kundenforderungen liegende allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung (1%) berücksichtigt. Für Zahlungen, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen, wird ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die Rückstellungen werden durch sachgerechte Schätzungen basierend auf den Erfahrungswerten der Vergangenheit und den Erkenntnissen bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags angesetzt. Künftige Preis- und Kostensteigerungen sowie Zinseffekte haben auf die Ermittlung der Höhe der sonstigen Rückstellungen aufgrund der Kurzfristigkeit der Rückstellungen keinen Einfluss genommen.Sonstige Rückstellungen im Zusammenhang mit Aufwendungen für Personal werden quantitativ entsprechend den bestehenden zeitlichen Ansprüchen der Arbeitnehmer im Rahmen einer Einzelbewertung gebildet. Der Sozialversicherungsanteil wird pauschal ermittelt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden gemäß § 256a HGB mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 besteht eine Bewertungseinheit der Art Mikro-Hedge. Im Rahmen von Materialeinkäufen in CNY wird das Währungsrisiko aufgrund von Fremdwährungsschwankungen (Wertänderungsrisiko) mit Hilfe von CNY-Terminkäufen abgesichert. In die Bewertungseinheit sind zum Bilanzstichtag bestehende Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. CNY 19,2 Mio. sowie schwebende Einkaufsverträge mit einem Volumen von CNY 168,5 Mio. einbezogen. Der beizulegende Zeitwert der CNY-Terminkäufe beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 21,5 Mio. Die Höhe des mit der Bewertungseinheit abgesicherten Risikos beträgt TEUR 15 und ergibt sich aus der unterlassenen Höherbewertung der Verbindlichkeit sowie aus der unterlassenen Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Einfrierungsmethode). Für das abgesicherte Währungsrisiko gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft in vollem Umfang über die Laufzeit der Sicherungsgeschäfte (2024 und 2025) tatsächlich aus, da sie demselben Risiko ausgesetzt sind, auf das identische Faktoren in gleicher Weise einwirken. Dabei wird die Wirksamkeit der Bewertungseinheit prospektiv festgestellt. C. Änderungen der Bewertungsgrundlagen Im aktuellen Jahresabschluss wurden die im Vorjahr unter dem Posten "Beteiligungen" ausgewiesenen Anteile an verbundene Unternehmen in den Bilanzposten "Anteile an verbundenen Unternehmen" umgegliedert. Die zugehörigen Forderungen wurden entsprechend unter "Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" ausgewiesen. Darüber hinaus wurden die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Darstellungsmethoden beibehalten (§ 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB). D. Angaben zu Bilanzposten Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2023 Beteiligungen an den folgenden Unternehmen:
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 2.175 (Vorjahr: TEUR 0) auf Darlehen und TEUR 1.475 (Vorjahr: TEUR 0) auf Lieferungen und Leistungen. Die Darlehen haben in Höhe von TEUR 1.684 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 0) auf Lieferungen und Leistungen und TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.357) auf Darlehen. Die Darlehen haben in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.261) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 424 (Vorjahr: TEUR 424) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Sonstigen Rückstellungen betragen insgesamt TEUR 585 (Vorjahr: TEUR 523). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.
Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte für gelieferte Waren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 0) aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in Höhe von TEUR 1.035 (Vorjahr: TEUR 1.601) aus Lieferungen und Leistungen. E. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 31) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 282). In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 12) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 200) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 43) enthalten. F. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Im Geschäftsjahresdurchschnitt sind folgende Arbeitnehmer beschäftigt worden (§ 267 Abs. 5 HGB):
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Am Abschlussstichtag liegen insbesondere folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen vor: Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 8.578 TEUR von aus einem Mietvertrag mit einer festen Laufzeit bis zum 30.07.2039 bzw. 23.10.2043 sowie 863 TEUR aus einem Mietvertrag über Werkzeuge mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2030. Ferner bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von 433 TEUR. Die Laufzeit der Leasingverträge liegt zwischen 1 und 4 Jahren. Die Leasingverträge wurden zur Erhaltung der finanziellen Flexibilität abgeschlossen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Angaben zu den Organen der Gesellschaft Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr und sind im Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses: - Herr Karl-August Beyer, Kaufmann - Herr Dirk Uhlenbrock, Kaufmann - Herr Gerhart Seichter, Kaufmann
Ibbenbüren, den 10. September 2024 Karl-August Beyer, Geschäftsführer Dirk Uhlenbrock, Geschäftsführer Gerhart Seichter, Geschäftsführer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.11.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die B&W International GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der B&W International GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der B&W International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.). Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus. Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.
Münster, 7. Oktober 2024 Schlotmann
und Partner GmbH
Hendrik Deutsch, Wirtschaftsprüfer |
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