Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 24615
Vorher
LK Einhundertneunundneunzigste Vermögensverwaltungs GmbHSBS Stage International GmbH
Eingetragen
30.5.2006
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Erwerb und Verwaltung von Anteilen an anderen Gesellschaften, buchhalterische und sonstige kaufmännische Dienstleistungen für verbundene Unternehmen, Facility Services (technische, infrastrukturelle, kaufmännische und koordinierende Leistungen) für Gewerbeimmobilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hans-Ulrich Thiel
seit 25.9.2015
Geschäftsführer
Andreas Jacob
seit 25.9.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
28.00%
25.86%
A****** J****
24.60%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hans-Ulrich Thiel
Dresden
280.000 €
28.00%
Maika Thiel
Dresden
258.600 €
25.86%
A****** J****
246.000 €
24.60%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SBS Holding GmbH

Dresden

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2019 bis zum 30.09.2020

Konzernbilanz

Aktiva

30.09.2020 30.09.2019
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.434.184,61 839.370,64
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 89.193,63 154.417,07
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 10.462,42
1.523.378,24 1.004.250,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.328.260,19 8.341.317,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.813.684,04 4.106.430,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.218.415,82 1.314.385,12
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 32.519,80
13.360.360,05 13.794.652,99
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 103.248,83 103.248,83
14.986.987,12 14.902.151,95
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 527.773,72 744.122,04
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 12.327.839,36 12.874.621,20
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 29.882,86 29.882,86
4. Geleistete Anzahlungen 2.265.491,89 1.450.517,73
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -15.150.987,83 -15.099.143,83
0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.473.419,85 4.610.443,98
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 36.287,88 20.699,67
3. Sonstige Vermögensgegenstände 433.072,47 1.362.365,45
5.942.780,20 5.993.509,10
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 10.687.791,69 9.924.311,51
16.630.571,89 15.917.820,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 127.499,27 219.378,65
31.745.058,28 31.039.351,21

Passiva

30.09.2020 30.09.2019
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Kapitalrücklage 6.930.706,21 6.930.706,21
III. Genussrechtskapital 872.997,91 1.311.418,55
IV. Konzernbilanzgewinn 2.107.033,52 1.559.839,32
10.910.737,64 10.801.964,08
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.481.110,82 1.624.957,89
C. Einlagen stiller Gesellschafter 349.703,80 301.543,75
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 364.150,00 319.981,00
2. Steuerrückstellungen 553.974,29 679.754,49
3. Sonstige Rückstellungen 3.695.475,44 4.199.734,99
4.613.599,73 5.199.470,48
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.822.867,32 5.598.902,33
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.677.740,14 1.755.264,26
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.039.325,40 1.351.768,58
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 831.067,51 1.239.257,44
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.489.274,87 2.969.518,35
- davon aus Steuern: EUR 957.062,15 (Vj.: EUR 546.440,01)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 16.599,61 (Vj.: EUR 5.844,69)
13.860.275,24 12.914.710,96
F. Rechnungsabgrenzungsposten 1.461,30 2.090,05
G. Passive latente Steuern 528.169,75 194.614,00
31.745.058,28 31.039.351,21

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2019/20 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 25.956.650,87 31.184.748,11
2. Minderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -546.976,12 1.378.815,31
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 142.599,82 260.158,21
4. Sonstige betriebliche Erträge 571.707,49 587.661,66
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.698.675,10 9.422.034,47
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.465.570,49 9.213.849,87
14.164.245,59 18.635.884,34
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.128.252,51 6.727.475,04
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.274.894,17 1.327.411,55
- davon für Altersversorgung EUR 86.259,79 (Vorjahr: EUR 97.835,98)
c) Zuschüsse 0,00 -18.081,00
7.403.146,68 8.036.805,59
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.135.077,53 1.632.415,77
b) Auflösung Sonderposten -143.847,07 -214.041,45
991.230,46 1.418.374,32
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.893.415,62 3.588.505,23
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.121,22 14.493,72
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 371.426,15 405.305,54
- davon aus Aufzinsung EUR 8.031,00 (Vorjahr: EUR 9.329,00)
11. Vergütung für Genussrechtskapital 63.780,84 63.780,84
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 526.374,99 632.494,13
- davon latente Steuern EUR 333.556,36 (Vorjahr: EUR 72.629,40)
13. Ergebnis nach Steuern -283.517,05 644.727,02
14. Sonstige Steuern 83.126,93 124.384,04
15. Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss -366.643,98 520.342,98
16. Konzernbilanzgewinn aus dem Vorjahr 1.559.839,32 1.039.496,34
17. Entnahmen aus Genussrechtskapital 913.838,18 0,00
18. Konzernbilanzgewinn 2.107.033,52 1.559.839,32

Konzernanhang

A. Allgemeines

Die SBS Holding GmbH hat ihren Sitz in Dresden. Sie ist im Handelsregister am Amtsgericht Dresden unter HRB 24615 eingetragen.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte freiwillig.

Der Konzernabschluss zum 30. September 2020 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Stichtag des Konzernabschlusses ist der 30. September 2020, der zugleich auch Abschlussstichtag aller einbezogenen Tochterunternehmen ist.

B. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden grundsätzlich alle Unternehmen einbezogen, bei denen der SBS Holding GmbH als Mutterunternehmen die Mehrheit der Stimmrechte zusteht.

Die nachfolgende Übersicht gibt die auf der Grundlage der §§300 und 313 Abs. 2 HGB im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wieder.

Sitz Anteil am Kapital % Zeitpunkt Erstkonsolidierung
SBS Bühnentechnik GmbH * Dresden 100 30.09.2015
SBS Dresden GmbH & Co. KG * Dresden 100 30.09.2015
SBS Metalltechnik GmbH * Dresden 100 30.09.2015
SBS Dienstleistungs GmbH * Dresden 100 22.09.2015
SBS Verwaltungs GmbH * Dresden 100 30.09.2015

* Der vorliegende Konzernabschluss gilt für diese Gesellschaften als befreiend i. S. v. § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB. Hierbei wird bei den Einzelgesellschaften von der Befreiungsvorschrift hinsichtlich der Offenlegung des Jahresabschlusses, bei der SBS Bühnentechnik GmbH und der SBS Metalltechnik GmbH zusätzlich von den Befreiungsvorschriften hinsichtlich Erstellung des Lageberichtes und Prüfung des Jahresabschlusses Gebrauch gemacht.

Die SBS Verwaltungs GmbH ist persönlich haftende Gesellschafterin der SBS Dresden GmbH & Co. KG.

Folgende Unternehmen wurden gem. § 296 Abs. 2 HGB zum 30. September 2020 nicht in den Konzernabschluss einbezogen:

SBS Stage Services HK Ltd., Hongkong

SBS Stage Equipment Trading Ltd., Shanghai

Bei der SBS Stage Services HK Ltd. (Hongkong) und der SBS Stage Equipment Trading Ltd. (Shanghai) handelt es sich um Repräsentanzen im Wesentlichen ohne eigene Geschäftstätigkeit.

C. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 und 2 HGB nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Das Eigenkapital der Tochterunternehmen wurde mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht (Neubewertungsmethode). Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Grundstücke und Gebäude erfolgte durch Anwendung des Ertragswertverfahrens. Gemäß § 301 Abs. 3 HGB wurde ein nach Verrechnung verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag in der Konzernbilanz als "Geschäfts- und Firmenwert" und ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag als "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" ausgewiesen.

Im Ergebnis der erfolgten Erstkonsolidierung der Tochterunternehmen SBS Bühnentechnik GmbH, SBS Dresden GmbH & Co. KG, SBS Dienstleistungs GmbH und SBS Verwaltungs GmbH ergab sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird. Im Geschäftsjahr erfolgte eine planmäßige Abschreibung von TEUR 10. Nunmehr ist der Geschäfts- und Firmenwert vollständig abgeschrieben.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gemäß der gesetzlichen Grundlage des § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen und der entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung gemäß § 305 HGB erfolgt durch Verrechnung der Umsatzerlöse und der betrieblichen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Zinserträge werden ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Wesentliche zu eliminierende Zwischengewinne gemäß § 304 Abs. 1 HGB ergaben sich nicht.

Soweit Sachverhalte vorlagen, die in keinem sinnvollen Verhältnis zu dem damit erreichbaren verbesserten Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns stehen, wurden diese vernachlässigt.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften sind in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Muttergesellschaft geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Das gesetzliche Gliederungsschema für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde um die Positionen 6c) Zuschüsse, 7b) Auflösung Sonderposten und 11. Vergütung für Genussrechtskapital erweitert.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt.

Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung der Fortführung der Konzernunternehmen.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden gemäß § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Verwaltungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Abschreibungen erfolgten linear pro rata temporis über eine Nutzungsdauer von 2 bis 5 Jahren. Soweit erforderlich werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, sind zu Anschaffungskosten bewertet, die um planmäßige Abschreibungen linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren pro rata temporis vermindert wurden.

Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt linear über die Nutzungsdauer von 5 Jahren.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Verwaltungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Dabei werden die Nutzungsdauern unter Berücksichtigung der amtlichen AfA-Tabellen festgelegt. Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden linear pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, falls ihnen ein niedrigerer Wert beizumessen ist, mit diesem angesetzt.

Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Durchschnittspreisen angesetzt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden sowohl die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten als auch die notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Sofern erforderlich, wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert (retrograde Bewertung ausgehend vom Verkaufspreis) vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen wurden zum Nennbetrag ggf. abzüglich Wertberichtigungen bewertet.

Erhaltene Anzahlungen wurden offen von den Vorräten abgesetzt, sofern dadurch der Gesamtbestand der Vorräte nicht negativ wird.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Forderungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a Satz 1 HGB bewertet. Erkennbaren Einzelrisiken im Forderungsbestand wird durch Einzelwertberichtigung und dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Erhaltene Investitionszuschüsse wurden als Sonderposten für Zuschüsse passiviert und werden entsprechend den planmäßigen Abschreibungen der geförderten Wirtschaftsgüter aufgelöst.

Die Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a Satz 1 HGB bewertet.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher uns steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB bzw. § 306 HGB.

E. Erläuterungen zur Bilanz

Nachfolgend werden die einzelnen Posten hinsichtlich ihres Inhaltes, ihrer Zusammensetzung und ihrer Entwicklung, soweit es für die Beurteilung der Bilanz von Bedeutung ist, näher erläutert.

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

Im Geschäftsjahr sind Entwicklungsaufwendungen i. H. v. TEUR 878 entstanden. Von diesen wurden Aufwendungen i. H. v. TEUR 727 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände bzw. selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Entwicklung aktiviert. Im Konzernabschluss erfolgt diese Aktivierung bereits seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung.

Die Finanzanlagen beinhalteten die Beteiligungen an der SBS Stage Services HK Ltd. (Hong Kong), der SBS Stage Equipment Trading Ltd. (Shanghai) und der SBS Stage Services LLC, Muscat. Die Bewertung erfolgte zu den historischen Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderungen.

Die Beteiligung an der SBS Stage Services LLC (Muscat, Oman) wurde aufgrund der faktischen Geschäftsbeendigung mit anschließender Liquidation bereits im Geschäftsjahr 2015/2016 vollständig abgeschrieben. Die Liquidation wurde im November 2019 beendet und der Abgang erfasst.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen i. H. v. TEUR 36 (Vj: TEUR 14) Lieferungen und Leistungen und i. H. v. TEUR 0 (Vj: TEUR 6) sonstige Vermögensgegenstände.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden wie im Vorjahr nicht.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

In der aktiven Rechnungsabgrenzung ist ein Disagio in Höhe von TEUR 8 (Vj: TEUR 13) enthalten.

4. Eigenkapital

Das unter dem Eigenkapital ausgewiesene Genussrechtskapital hat i. H. v. TEUR 811 (Nennwert TEUR 1.063) eine Laufzeit von zunächst 5 Jahren bis zum 30. September 2025 mit div. Verlängerungsoptionen und i. H. v. TEUR 62 (Nennwert TEUR 975) eine Laufzeit von zunächst 10 Jahren bis zum 30. September 2030.

Der im Konzernbilanzgewinn enthaltene Konzerngewinnvortrag beträgt EUR 1.559.839,32.

5. Rückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde mit Hilfe der "Richttafeln 2005G" von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Berechnung wurde nach dem modifizierten Teilwertverfahren durchgeführt. Dabei wurde unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren ein Rechnungszins von 2,41% (10-Jahres-Durchschnittszinssatz) und ein Ertragszins von 3,65 % für das Deckungsvermögen angesetzt. Aufgrund betragsmäßig fester Pensionszusagen waren Gehaltstrends, Rententrends und Fluktuationswahrscheinlichkeiten nicht zu berücksichtigen. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurden die Pensionsverpflichtungen (Erfüllungsbetrag TEUR 473) mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens i. H. v. TEUR 252 verrechnet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren (Rechnungszins von 1,71 %) beträgt TEUR 48.

Im Geschäftsjahr wurde des Weiteren eine Rückstellung i. H. v. TEUR 144 für eventuelle zukünftige Verpflichtungen des Konzerns gegenüber Unterstützungskassen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal, Steuerberatungs- und Jahresabschlusskosten sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Stand 30.09.2020 (Vorjahr) Laufzeit bis 1 Jahr (Vorjahr) Laufzeit > 1 Jahr (Vorjahr) Laufzeit über 5 Jahre (Vorjahr)
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten 5.822.867,32 1.761.430,91 4.061.436,41 2.848.991,61
gegenüber Kreditinstituten (5.598.902,33) (1.296.697,32) (1.153.302,81) (3.148.902,20)
erhaltene Anzahlungen auf 1.677.740,14 1.677.740,14 0,00 0,00
Bestellungen (1.755.264,26) (1.755.264,26) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 2.039.325,40 2.039.325,40 0,00 0,00
Leistungen (1.351.768,58 (1.351.768,58 (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten 831.067,51 331.117,51 499.950,00 499.950,00
gegenüber Gesellschaftern (1.239.257,44) (263.889,90) (0,00) (975.367,54)
sonstige Verbindlichkeiten 3.489.274,87 2.155.177,60 1.334.097,27 0,00
(2.969.518,35) (1.166.959,09) (1.151.128,77) (651.430,49)
13.860.275,24 7.964.791,56 5.895.483,68 3.348.941,61
(12.914.710,96) (7.080.131,81) (2.304.431,58) (4.775.700,23)

Neben branchenüblichen Eigentumsvorbehalten für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Wesentlichen durch Eintragung einer Buchgrundschuld in Höhe von TEUR 6.647 besichert.

Im Zusammenhang mit den erhaltenen Anzahlungen bestehen branchenübliche Bürgschaften.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich wie im Vorjahr um sonstige Verbindlichkeiten.

7. Latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB bzw. § 306 HGB.

Für Latente Steuern, die aus den Differenzen aus der Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entstehen, wird § 306 Satz 6 HGB in Verbindung mit § 274 HGB angewandt. Die nach Verrechnung mit aktiven latenten Steuern verbleibenden passiven latenten Steuern werden gem. § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB angesetzt.

Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus handelsrechtlich gebildeten, steuerlich nicht anerkannten bzw. steuerlich geringeren Wertansätzen von Rückstellungen sowie teilweise steuerlichen Verlustvorträgen. Passive latente Steuern resultieren aus handelsrechtlich aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen sowie steuerlich geringeren Wertansätzen von Grundstücken und Unfertigen Erzeugnissen/Leistungen.

Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei rd. 31,6 %.

Die passiven latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Saldo
EUR EUR EUR
Stand 01.10.2019 449.968 644.582 -194.614
Veränderung -124.212 209.344 -333.556
Stand 30.09.2020 325.756 853.926 -528.170

F. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2019/2020 Vorjahr
TEUR TEUR
Bühnentechnik 19.563 22.204
sonstiger Maschinen- und Anlagenbau 5.874 8.375
Vermietung 480 538
Sonstige 40 68
25.957 31.185

Die Umsatzerlöse erstrecken sich auf folgende Regionen:

2019/2020 Vorjahr
TEUR TEUR
Inland 4.511 13.919
Drittland 2.539 11.757
Europäisches Ausland 18.907 5.509
25.957 31.185

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. periodenfremde Erträge aus Zuschreibungen zum Anlagevermögen i. H. v. TEUR 281, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i. H. v. TEUR 30, Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen i. H. v. TEUR 70 sowie sonstige periodenfremde Erträge i. H. v. TEUR 55.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung i. H. v. TEUR 4 (Vorjahr TEUR 196) enthalten.

3. Personalaufwand

Personalkostenzuschüsse werden, soweit vorhanden, offen von den Personalkosten abgesetzt.

4. Abschreibungen

Die Erträge aus der Auflösung Sonderposten für Zuschüsse werden offen von den Abschreibungen abgesetzt.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sonstige periodenfremde Aufwendungen i. H. v. TEUR 31.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i. H. v. TEUR 88 (Vorjahr TEUR 110) enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steueraufwendungen für Vorjahre i. H. v. TEUR 151 enthalten.

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten enthält unter anderem Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 11, welche mit den Zinserträgen aus Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 3 verrechnet wurden.

G. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz unter Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesenen liquiden Mittel unter Berücksichtigung der jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Ausgewiesene liquide Mittel i. H. v. TEUR 10.688 wurden mit Verbindlichkeiten aus Kontokorrentkrediten i. H. v. TEUR 1.520 saldiert.

Die dargestellten zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen i. H. v. TEUR 144 betreffen anteilig für das Berichtsjahr die Auflösung des Sonderpostens für Zuschüsse.

Die Kapitalflussrechnung des Konzerns ist in einer separaten Anlage dargestellt.

H. Ergänzende Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind, betreffen am Bilanzstichtag im Wesentlichen das Bestellobligo in Höhe von TEUR 2.583 sowie Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 215 mit einer maximalen Laufzeit bis 2024.

2. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2019/2020 waren durchschnittlich 157 Mitarbeiter beschäftigt, davon 52 gewerbliche Mitarbeiter und 105 Angestellte.

3. Geschäftsführung

Geschäftsführer während des Berichtszeitraumes waren

Herr Manfred Freimüller, Dipl.-Ing.

Herr Hans-Ulrich Thiel, Dipl.-Oec.

Herr Christian Freimüller, Dipl.-Ing.

Herr Andreas Jacob, Dipl.-Ing.

Das Jahreseinkommen der Geschäftsführung betrug im Geschäftsjahr TEUR 287. Die Pensionsrückstellung wurde nach Abzug des Zeitwertes des Deckungsvermögens um TEUR 44 erhöht.

4. Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug im Geschäftsjahr 2019/2020 TEUR 17 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

I. Nachtragsbericht

Beginnend ab März 2020 wurden auch in Deutschland die Auswirkungen der Corona-Pandemie spürbar. Hieraus können sich zukünftig Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SBS-Gruppe ergeben. Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, die wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss zum 30. September 2020 haben.

 

Dresden, 25. Juni 2021

Manfred Freimüller, Geschäftsführer

Hans-Ulrich Thiel, Geschäftsführer

Christian Freimüller, Geschäftsführer

Andreas Jacob, Geschäftsführer

Anlagennachweis

Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposten Anfangsstand Zugänge Umbuchungen Abgang Endstand 30.9.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.215.913,08 727.038,88 0,00 0,00 3.942.951,96
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 699.859,34 12.661,50 0,00 3.159,00 709.361,84
3. Geschäfts- oder Firmenwert 52.312,14 0,00 0,00 0,00 52.312,14
3.968.084,56 739.700,38 0,00 3.159,00 4.704.625,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.329.189,50 11.492,95 32.519,80 1,53 9.373.200,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.536.834,28 76.475,44 0,00 12.228,00 5.601.081,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.509.670,23 111.848,21 0,00 155.894,57 2.465.623,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.519,80 0,00 -32.519,80 0,00 0,00
17.408.213,81 199.816,60 0,00 168.124,10 17.439.906,31
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 308.728,29 0,00 0,00 205.479,46 103.248,83
21.685.026,66 939.516,98 0,00 376.762,56 22.247.781,08
Entwicklung der Abschreibungen
Bilanzposten Anfangsstand Zugänge Zuschreibungen Entnahme für Abgänge Endstand 30.9.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.376.542,44 132.224,91 0,00 0,00 2.508.767,35
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 545.442,27 77.881,94 0,00 3.156,00 620.168,21
3. Geschäfts- oder Firmenwert 41.849,72 10.462,42 0,00 0,00 52.312,14
2.963.834,43 220.569,27 0,00 3.156,00 3.181.247,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 987.871,87 337.860,66 280.792,00 0,00 1.044.940,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.430.403,84 369.219,84 0,00 12.226,00 1.787.397,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.195.285,11 207.427,76 0,00 155.504,82 1.247.208,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.613.560,82 914.508,26 280.792,00 167.730,82 4.079.546,26
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 205.479,46 0,00 0,00 205.479,46 0,00
6.782.874,71 1.135.077,53 280.792,00 376.366,28 7.260.793,96
Restbuchwerte
Bilanzposten Stand 30.9.2020 Stand 30.09.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.434.184,61 839.370,64
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 89.193,63 154.417,07
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 10.462,42
1.523.378,24 1.004.250,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.328.260,19 8.341.317,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.813.684,04 4.106.430,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.218.415,82 1.314.385,12
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 32.519,80
13.360.360,05 13.794.652,99
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 103.248,83 103.248,83
14.986.987,12 14.902.151,95

Konzernkapitalflussrechnung

2019/20 Vorjahr
TEUR TEUR
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -367 520
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 854 1.632
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen -460 -660
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -144 -214
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 19
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -340 140
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.702 -4.539
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) 365 391
Ertragssteueraufwand (+)/-ertrag (-) 526 633
Ertragssteuerzahlungen (-)/-erstattungen (+) 164 -344
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.300 -2.422
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (-) -740 -661
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens (+) 0 3
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-) -200 -586
Erhaltene Zinsen (+) 6 14
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -934 -1.230
Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten (-) -694 -686
Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen (+) 0 6
Gezahlte Zinsen (-) -371 -405
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens (-) 0 -272
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.065 -1.357
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 301 -5.009
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode (+) 8.867 13.876
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 9.168 8.867

Die Aufstellung der Kapitalflussrechnung erfolgte gemäß den Vorschriften des DRS 21.

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

30.9.2020 30.9.2019
TEUR TEUR
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.688 9.924
abzgl. jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -1.520 -1.057
9.168 8.867

Konzerneigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Genussrechtskapital
EUR EUR EUR
Stand am 30.9.2018 1.000.000,00 7.202.353,04 1.311.418,55
Ausschüttung 0,00 -271.646,83 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
Stand am 30.9.2019 1.000.000,00 6.930.706,21 1.311.418,55
Einstellung in das Genussrechtskapital 0,00 0,00 475.417,54
Entnahmen aus Genussrechtskapital 0,00 0,00 -913.838,18
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Bilanzergebnis Geschäftsjahr 0,00 0,00 0,00
Stand am 30.9.2020 1.000.000,00 6.930.706,21 872.997,91
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Konzernbilanzgewinn Eigenkapital laut Konzernbilanz auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste
EUR EUR EUR
Stand am 30.9.2018 1.039.496,34 10.553.267,93 0,00 10.553.267,93
Ausschüttung 0,00 -271.646,83 0,00 -271.646,83
Konzernjahresüberschuss 520.342,98 520.342,98 0,00 520.342,98
Stand am 30.9.2019 1.559.839,32 10.801.964,08 0,00 10.801.964,08
Einstellung in das Genussrechtskapital 0,00 475.417,54 0,00 475.417,54
Entnahmen aus Genussrechtskapital 913.838,18 -913.838,18 0,00 -913.838,18
Konzernjahresfehlbetrag -366.643,98 0,00 0,00 0,00
Bilanzergebnis Geschäftsjahr 547.194,20 547.194,20 0,00 547.194,20
Stand am 30.9.2020 2.107.033,52 10.910.737,64 0,00 10.910.737,64

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020

I. Grundlagen des Konzerns

1.1. Allgemein

Die SBS Holding GmbH hält fünf Beteiligungen und ist mit ihren aktiven Beteiligungen in der Branche Maschinen- und Anlagenbau tätig. Der SBS-Konzern kann sich als familiengeführtes Unternehmen auf eine fast 150-jährige Tradition stützen und orientiert sich auf eine ausschließlich langfristige Weiterentwicklung seiner unternehmerischen Aktivitäten. Kerngeschäftsfelder sind der international etablierte Bereich Bühnentechnik und hochgenauer Maschinenbau in extremen Dimensionen.

1.2. Geschäftsmodell

SBS-Unternehmen sind bereits seit Gründung im Jahr 1874 am Standort Dresden-Niedersedlitz in den Kerngeschäftsfeldern tätig.

Die operative Geschäftstätigkeit des Konzerns wird hauptsächlich durch die SBS Bühnentechnik GmbH (SBS BT) und die SBS Metalltechnik GmbH (SBS MT) geprägt.

Das Geschäft der SBS BT als wichtigste Beteiligung ist ein Engineering-orientierter Anlagenbau, in dem sämtliche Aktivitäten von der Produkt- und Projektentwicklung, der Projektierung, Konstruktion, Projektabwicklung, Montage, Inbetriebnahme und dem Kundendienst abgedeckt werden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung und Umsetzung anwenderbezogener Lösungen für komplexe Anlagensysteme inklusive der Sicherheitscomputersteuerungen.

Die SBS BT ist sowohl auf dem deutschen als auch auf dem internationalen Markt im Bereich der Theaterbühnen- und Veranstaltungstechnik aktiv. Es ist ein Nischenmarkt mit einem stabilen, geringfügig schwankenden Marktvolumen, der periodisch mit Großprojekten in einzelnen Ländern kurzzeitige Spitzen aufweist. Als neuer Marktbereich ist die Ausstattung von Kreuzfahrtschiffen mit Bühnentechnik hinzugekommen.

Ergänzend zum Projektgeschäft besteht das Kundendienstgeschäft, welches auch im Ausland etabliert wurde. Die Marktchancen für das Geschäft im Ausland werden auf Grundlage von Serviceniederlassungen in Russland, Shanghai und Hongkong laufend ausgebaut.

Die SBS MT ist ein Maschinenbauzulieferer und Sonderfertiger für den Anlagenbau. Die Qualifikation erstreckt sich auf die drei Kernkompetenzen Vakuumtechnik, CNC-Großteilbearbeitung und Stahlkonstruktionen. Von der Projektierung und Konstruktion über die Herstellung bis zu Montagen und Inbetriebnahmen ist die SBS MT ein langjähriger Partner für namenhafte Kunden europaweit. Insbesondere die kontinuierliche Investition in die neuste CNC-Technik garantiert selbst in extremen Dimensionen die höchste Präzision.

Die SBS Dienstleistungs GmbH (SBS DL) erbringt als konzerninterner Dienstleister kaufmännische Leistungen wie Buchhaltung und Personalverwaltung für die Unternehmen des SBS-Konzerns.

Die SBS Dresden GmbH & Co. KG (SBS KG) ist als Eigentümerin der Immobilie Vermieterin sowohl für die verbundenen als auch für fremde Unternehmen und garantiert durch laufende Investitionen und Instandhaltungen die Entwicklung des Unternehmensstandorts.

1.3. Forschung und Entwicklung

Bei der SBS BT und SBS MT erfolgen im Wesentlichen projekt- und auftragsbezogene Entwicklungen. Bei der SBS BT gab es darüber hinaus derzeit noch ein Kooperationsprojekt mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, welches zum 30. September 2020 abgeschlossen wurde. Von den im Geschäftsjahr 2019/2020 entstandenen Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 878 wurden TEUR 727 aktiviert.

II. Wirtschaftsbericht

II.1. Marktbedingungen und Marktumfeld

Die Weltwirtschaft schrumpfte nach Angaben des VDMA in 2020 preisbereinigt um geschätzt 3,3 %. Hauptgrund ist die Corona-Pandemie, die die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession stürzte. Damit liegt die Entwicklung 0,3 %-Punkte zwar unter dem vom IWF zu Beginn der Pandemie im April 2020 prognostizierten Rückgang, aber dank einer deutlichen Erholung im zweiten Halbjahr weit über den Prognosen aus Oktober 2020. Die Entwicklung des Welthandels und der industriellen Produktion wurde stark ausgebremst, wobei die industrielle Produktion um 4,4 % schrumpfte.

Auch in den Kundenmärkten gab es einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Im EUR-Raum sank das Bruttoinlandsprodukt um 6,6 %. Unter den großen Volkswirtschaften ist China die einzige, die im Jahr 2020 mit 2,3 % überhaupt ein Wirtschaftswachstum verzeichnen konnte.

Die deutsche Konjunktur schrumpfte 2020 stärker als der weltweite Durchschnitt. Insgesamt sank die Wirtschaftsleistung um 4,9 %, das Bruttoinlandsprodukt verringerte sich um 5,0 %. Dies betraf nahezu alle Wirtschaftsbereiche. Im produzierenden Gewerbe ohne Bau ging die Wirtschaftsleistung um 9,7 % zurück, im verarbeitenden Gewerbe sogar um 10,4 %. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung und die zeitweise gestörten globalen Lieferketten als Folge der Corona-Pandemie führten mit 3,5 % zum deutlichsten Rückgang der Bruttoanlageninvestitionen seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09. Insbesondere in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge wurde deutlich weniger als im Vorjahr investiert. Auch im Außenhandel zeigten sich mit einem Exportrückgang um 9,9 % und einem Importrückgang um 8,6 % die Auswirkungen der weltweiten Pandemie.

Auch der deutschen Maschinen- und Anlagenbau bekam die Auswirkungen stark zu spüren. Nach einem guten Start sank die Produktion 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 11,8 % Die Kapazitätsauslastung sank mit 77,8 % auf den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise, was auch an dem deutlichen Rückgang der Auftragseingänge um 11,0 % liegt. Die zeitweise geschlossenen Grenzen und verschärften Ein- und Ausreisebedingungen reduzierten insbesondere überdurchschnittlich stark den Auftragseingang aus dem Ausland.

11.2. Geschäftsverlauf

Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019/2020 bei einer erzielten Gesamtleistung von TEUR 25.552 (Vorjahr: TEUR 32.824) einen EBIT in Höhe von TEUR 672 (Vorjahr: TEUR 1.732) und lag damit deutlich unter dem prognostizierten Wert von TEUR 1.248. Dies resultiert im Wesentlichen aus der weltweiten Corona-Pandemie. Seitens der SBS BT wurden mehrere Projekte u.a. in Jakarta, Teneriffa, Novosibirsk, Leipzig, Berlin und Erfurt erfolgreich abgerechnet. Demgegenüber stand ein Zugang an Neuaufträgen in Höhe von EUR 24 Mio. Insgesamt waren daraus im Geschäftsjahr die Kapazitäten von SBS BT planmäßig ausgelastet. Der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende beträgt EUR 31,7 Mio. (inkl. angearbeiteter Aufträge).

Der Geschäftsverlauf der SBS BT 2019/20 war mit 83,8 % der Gesamtleistung stark geprägt durch die Realisierung von Projekten im Inland. Den größten Anteil an der innerdeutschen Leistung hatten dabei die Projekte Schaubühne Berlin mit 20,9 %, Gewandhaus Leipzig mit 13,0 % und Schauspielhaus Bonn mit 9,9 %. Nach Deutschland wurde der größte Anteil der Leistung mit 7,7% in Asien (ohne Russland) und mit 3,2 % in den Ländern der EU (ohne GB) erbracht. Das größte Projekt in Asien war Jakarta, in der EU verteilt sich die Leistung auf eine Vielzahl von kleineren Projekten.

Bei der SBS MT ist der Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund der Corona-Pandemie deutlich gesunken. In Aussicht gestellte Aufträge wurden nicht erteilt und Abnahmen verschoben. Die Nachfrage für neue Aufträge ging zurück. Ab April 2020 bis zum Ende des Geschäftsjahres wurde die Belegschaft deswegen teilweise in Kurzarbeit geschickt, da die Auslastung der Kapazitäten nicht gegeben war. Der umsatzstärkste Bereich war für die SBS MT das Geschäftsfeld der Vakuumtechnik mit anteiligen 57,5 % gefolgt von den Stahlkonstruktionen mit 26,9 %. Der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende beträgt EUR 2,2 Mio. (inkl. angearbeiteter Aufträge).

III. Darstellung der Lage des Konzerns

III.1. Ertragslage

Die Ertragslage des Konzerns stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Geschäftsjahr 2019/2020 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 25.957 101,6 31.185 95,0 -5.228
Bestandsveränderung -547 -2,1 1.379 4,2 -1.926
andere aktivierte Eigenleistung 143 0,6 260 0,8 -118
Gesamtleistung 25.552 100,0 32.824 100,0 -7.271
Materialaufwand -14.164 -55,4 -18.636 -56,8 4.472
Rohertrag 11.388 44,6 14.188 43,2 -2.800
Personalaufwendungen -7.403 -29,0 -8.037 -24,5 634
übrige Aufwendungen/Erträge (Saldo) -2.322 -9,1 -3.001 -9,1 679
EBITDA 1.663 6,5 3.150 9,6 -1.487
Abschreibungen -991 -3,9 -1.418 -4,3 427
EBIT 672 2,6 1.732 5,3 -1.060
Zinssaldo -365 -1,4 -391 -1,2 26
EBT 307 1,2 1.341 4,1 -1.034
Steuern -610 -2,4 -757 -2,3 147
Entnahmen/Vergütungen Genussrechtskapital (Saldo) 850 3,3 -64 -0,2 914
Gewinn-/verlustvortrag 1.560 6,1 1.039 3,2 520
Konzernbilanzgewinn 2.107 8,2 1.560 4,8 547

Die starken Schwankungen der Gesamtleistung und des Rohertrages sind bei der BT durch die typischen Schwankungen im Projektgeschäft bedingt, bei der MT teilweise auch durch die geschwächte Auftragslage aufgrund der Corona-Pandemie.

Die Zusammensetzung und Entwicklung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:

2019/2020 2018/2019 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Bühnentechnik 19.563 22.204 -2.641
sonstiger Maschinen- und Anlagenbau 5.874 8.375 -2.501
Vermietung 480 538 -58
Sonstige 40 68 -28
25.957 31.185 -5.228

Die Umsatzerlöse erstreckten sich auf folgende Regionen:

2019/2020 2018/2019 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Inland 18.907 13.919 4.988
Drittland 4.511 11.757 -7.246
Europäisches Ausland 2.539 5.509 -2.970
25.957 31.185 -5.228

Der Materialaufwand ist im Verhältnis zur Gesamtleistung auf annähernd gleichem Niveau gleichgeblieben.

Der Aufwand für Personalkosten ist im Wesentlichen durch die Einsparungen aus der Kurzarbeit insbesondere in der MT gesunken.

Der Rückgang in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen basiert größtenteils aus gesunken leistungsabhängigen Kosten u.a. Reise- und Vertriebskosten durch die Fokussierung in der BT auf das Inlandgeschäft und die vorübergehenden Reisebeschränkungen.

Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr einen EBITDA von TEUR 1.663 (Vorjahr: TEUR 3.150) Die Reduzierung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den Pandemieauswirkungen auf die MT.

Für die SBS-Gruppe sind die Gesamtleistung und die EBIT-Marge wichtige Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung dienen. Bei einer Gesamtleistung von EUR 25,6 Mio. wurde eine EBIT-Marge (EBIT zur Gesamtleistung) von 2,6 % erreicht. Die geplante Marge von ca. 5 % konnte vor allem aufgrund der vorgenannten Beeinträchtigungen aus der Corona-Pandemie nicht erreicht werden.

Um den hohen Verlust bei der MT auszugleichen und das Eigenkapital im Konzern zu stärken, wurde der Verlust vorrangig durch der MT gewährte Genussrechte der Gesellschafter übernommen.

Unter Einbeziehung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr wird ein Konzernbilanzgewinn von TEUR 2.107 ausgewiesen.

III.2. Vermögenslage

Die Struktur des Vermögens und des Kapitals des Konzerns stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Geschäftsjahr 2019/2020 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.523 4,8 1.004 3,2 519
Sachanlagen 13.360 42,2 13.795 44,4 -434
Finanzanlagen 103 0,3 103 0,3 0
Vorräte 15.151 47,9 15.099 48,6 52
erhaltene Anzahlungen -15.151 -47,9 -15.099 -48,6 -52
flüssige Mittel 10.688 33,8 9.924 32,0 763
sonstige Aktiva 6.070 19,1 6.213 20,0 -143
Gesamtvermögen 31.745 100,0 31.039 100,0 706
Eigenkapital (inkl. Genussrechtskapital) 10.911 34,4 10.802 34,8 109
Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 1.481 4,7 1.625 5,2 -144
Einlagen stiller Gesellschafter 350 1,1 302 1,0 48
Rückstellung 4.614 14,5 5.199 16,8 -586
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.823 18,3 5.599 18,0 224
erhaltene Anzahlungen (soweit nicht offen vom Posten "Vorräte" abgesetzt)
1.678 5,3 1.755 5,7 -78
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
831 2,6 1.239 4,0 -408
sonstige Passiva 6.058 19,1 4.518 14,6 1.540
dav. Mietkaufverbindlichkeiten 1.803 5,7 2.258 7,3 -455
Gesamtkapital 31.745 100,0 31.039 100,0 706

Im Geschäftsjahr 2019/2020 erfolgten Investitionen in Höhe von TEUR 940, demgegenüber stehen im Wesentlichen Abschreibungen, die durch den Wertverzehr der Maschinen geprägt sind. Die Investitionen bei den Immateriellen Vermögensgegenständen basieren größtenteils auf Entwicklungskosten für die Steuerungssoftware der Bühnentechnik. Der Anlagendeckungsgrad II beträgt 127,2 % (Vorjahr: 135,6 %).

Die Erhöhung der Vorräte ist projektbedingt. Die Finanzierung der Umlaufmittel wird entsprechend dem Geschäftsmodell der SBS BT und der SBS MT vorrangig durch Kundenanzahlungen gedeckt. Dem Buchwert der Vorräte in Höhe von TEUR 15.151 stehen übersteigende erhaltene Anzahlungen gegenüber.

Unter Einbeziehung der stillen Beteiligungen der Mitarbeiter und des Sonderpostens (zu 70 %) wird eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 38,7 % (Vorjahr: 39,4 %) ausgewiesen. Im Eigenkapital sind gewährte Genussrechte i. H. v. TEUR 873 (Vorjahr: TEUR 1.311) enthalten.

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert weitestgehend aus den zum Abschlusszeitpunkt in Anspruch genommenen Betriebsmittelfinanzierungen der MT, für deren langfristige Finanzierung ein neuer Schnellkredit mit Haftungsfreistellung geschlossen wurde. Der Kreditbetrag wurde im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 ausgezahlt.

Die Gesellschafter gewähren weiterhin Darlehen i. H. v. TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 975) mit einer Laufzeit von über 5 Jahren. Die Reduzierung basiert auf der Umwandlung eines Darlehens in ein Genussrecht.

Die Erhöhung der sonstigen Passiva resultiert im Wesentlichen aus dem stichtagsbedingten und auftragsbezogenen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen um 39 % und höheren Steuerverbindlichkeiten.

111.3. Finanzlage

Auf Grundlage der stabilen Vermögens- und Finanzlage und der Erhebung von Kundenanzahlungen bestehen mit Geschäftsbanken und Kreditversicherungsunternehmen für die einzelnen Unternehmen des SBS-Konzerns auskömmliche Vereinbarungen über Avalkredite und weitere Finanzierungen. Daraus sind die geplanten Unternehmensleistungen auch für die folgenden Geschäftsjahre abgedeckt.

Der Konzern war jederzeit in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Aus der operativen Geschäftstätigkeit wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.300 (Vorjahr: TEUR ./. 2.422) erwirtschaftet. Zum Bilanzstichtag beträgt der Bestand des Finanzmittelfonds TEUR 9.168 (Vorjahr: TEUR 8.867).

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

IV.1. Chancenbericht

Im Rahmen der Bekämpfung der Auswirkungen der Corona-Pandemie steigen die Chancen durch die vermehrte Zulassung von neuen Impfstoffen. Damit sinken auch die Risiken von möglichen Ausfuhrbeschränkungen. Die verbesserte weltweite Kooperation während der Pandemiebekämpfung bietet auch für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung neue Perspektiven.

SBS BT als eines der führenden Unternehmen im internationalen Markt für Großprojekte bei Bühnen- und Veranstaltungstechnik im Kultursektor sowie auch im Bereich für Konferenz- und Mehrzweckgebäude unternimmt laufend erhebliche Anstrengungen um ihre Marktposition weiter zu festigen. Der geschäftspolitischen Zielstellung jedes Projekt so zu realisieren, dass es als Referenzprojekt für die jeweilige Region und die wachsenden Ansprüche der weltweiten Kunden dienen kann, wurde auch bei den fertiggestellten Projekten im Geschäftsjahr entsprochen.

SBS MT akquiriert ständig neue Kunden mit hohen Anforderungen an die Kernkompetenz - Fertigung für große und schwere Teile mit hoher Genauigkeit. Nach dem coronabedingten Rückgang haben sich dessen kundenseitige Auswirkungen weitestgehend wieder normalisiert, so dass dieses Leistungsspektrum erneut weiter ausgebaut werden kann.

IV.2. Risikobericht

Für SBS BT und MT gibt es die typischen Risiken aus der Abwicklung von Projekten insbesondere auch im Ausland. Für mögliche Projektrisiken wurde entsprechend Vorsorge getroffen.

Die Geschäftsführung steuert für die Finanzierung mit klassischen Sicherungsinstrumenten für Projektgeschäfte insbesondere durch Vorauszahlungen durch den Kunden entgegen. Zur Ausschaltung von Währungsrisiken wird grundsätzlich angestrebt, Verträge in EUR abzuschließen. Beim Management von Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Den vorhandenen Kalkulationsrisiken bei der Abwicklung von Auslandsprojekten wird einerseits mit verstärkter technischer Vorbereitung durch langjährig erfahrene Mitarbeiter bei der Projektabwicklung und andererseits durch Controllingsysteme entgegengewirkt.

Des Weiteren sichern erfahrene Subunternehmer die erforderliche Qualität und Leistungsfähigkeit. Es verbleibt im Wesentlichen ein Risiko aus der laufend erforderlichen Einbindung von regionalen Subunternehmern in neuen oder längere Zeit nicht bedienten Märkten. Zur Minimierung dieser Risiken erfolgt für Schwerpunkte eine Einzel-Risikoüberwachung durch die Geschäftsführungen.

Für SBS BT und SBS MT bestehen abhängig von Entwicklungen am Markt und dem projektbedingten Geschäft Risiken in der Sicherung der Kapazitätsauslastung. SBS BT tätigt zur Verminderung dieses Risikos laufend Investitionen in den weltweiten Marktzugang. SBS MT steuert diesem Risiko insbesondere durch einen laufenden Ausbau der Technologie und seines Kundenportfolios entgegen.

Ein Risiko sind derzeit weiterhin die nicht genau abschätzbaren wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Durch die steigende Impfquote verringern sich die Risiken zunehmend, die globale Prognose bleibt aber weiter unsicher, insbesondere durch immer wieder vorkommende regionale Einschränkungen und das vermehrte Auftreten von Virusmutationen. Es besteht die Gefahr, dass sich über die Zeit impfstoffresistente Virusmutationen entwickeln und sich die weltweite Pandemiesituation dadurch wieder verschärft. Ein weiterer Risikofaktor, der sich aus der Corona-Pandemie ergibt, ist die zukünftige Häufung von Insolvenzen, welche bisher durch die staatlichen Unterstützungen verhindert wurden.

Weitere äußere Risikofaktoren, die bereits vor Corona relevant waren, sind die Spannungen zwischen den USA und China, die sich insbesondere auf die Bereiche Handel, geistige Eigentumsrechte und die Internetsicherheit und den Klimawandel erstrecken.

IV.3. Prognosebericht

Im 4. Quartal 2020 prognostizierte der IWF für 2021 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 5,2 %, mittlerweile wurde die Prognose auf 6,0 % erhöht. Die Steigerung in der Prognose betrifft bei den Industrieländern aber vor allem die USA und Japan, die Prognose für die Euro-Region ist von 5,2 % auf 4,4 % gesunken. Die Prognosen stehen unter der Prämisse, dass die Pandemie durch die steigende Impfquote abnimmt, es zu keinen weiteren großen Wellen durch ansteckenderer Virusvarianten wie B 1.1.7 kommt und die Einschränkungen und Schließungen als Schutzmaßnahmen zur Eindämmung allmählich rückgängig gemacht werden können.

Das Niveau von Ende 2019 (vor der Pandemie) wird im Euroraum erst im Jahr 2022 wieder erwartet.

Für 2021 erwartet der Sachverständigenrat des VDMA in Deutschland eine Steigerung des BIP um 3,1 %.

Die Rohstoffpreise (ohne Öl) sollen laut IWF weltweit weiter steigen. Im vierten Quartal wurde für 2020 eine Steigerung von 5,6 % prognostiziert, tatsächlich sind die Rohstoffpreise um 6,7 % gestiegen. Für 2021 wird eine Preiserhöhung um 16,1 % vorhergesagt.

Dies zeigt sich u.a. auch in den Metallpreisen, welche insbesondere durch den Aufschwung von China stark anziehen werden. Zwischen August 2020 und Februar 2021 sind die Metallpreise weltweit um 30 % gestiegen, für 2021 wird ein Anstieg um 32,1 % prognostiziert.

Der Umsatz im globalen Maschinenbau wird laut VDMA 2021 um 9% wachsen. Damit ist aber abgesehen von China weltweit noch nicht wieder das Niveau von vor der Pandemie erreichbar. In Deutschland ist das erste Quartal noch deutlich von der Pandemie geprägt, insgesamt wird für 2021 mit einer Steigerung der realen Produktion von 7% gerechnet.

Der Auftragsbestand beträgt zum 30. September 2020 für SBS BT und SBS MT insgesamt ca. EUR 34 Mio. (inkl. der angearbeiteten Aufträge).

Es ist nicht absehbar, wann alle Behinderungen durch die Coronapandemie entfallen. Im Bereich Bühnentechnik verschieben sich insbesondere in Deutschland einige avisierte größere Ausschreibungen, die Kapazitäten der BT konnten und können durch die bestehenden Aufträge und mehrere Auftragseingänge jedoch ausgelastet werden. Durch den erfolgreichen Einstieg in die Sparte der Kreuzfahrtschiffe ergibt sich ein neuer von den bisher relevanten Spielpausen der Theaterbühnen unabhängiger Markt. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2020/21 gab es noch vereinzelt Kurzarbeit in der MT, zusätzlich waren die Kapazitäten in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres auch wegen gestörter Lieferketten und Verzögerungen in den Materiallieferungen nicht immer vollständig ausgelastet. Für die zweite Geschäftsjahreshälfte ist die Auslastung durch einen hohen Auftragszugang im Frühjahr 2021 gesichert. Die ertragsseitigen Auswirkungen aus der Unterauslastung der Kapazitäten im ersten Halbjahr sollen planmäßig bis zum Geschäftsjahresende kompensiert werden.

Bei der SBS KG wird mit einem planmäßigen Geschäftsverlauf gerechnet. Größere Investitionen sind im Geschäftsjahr nicht vorgesehen.

Für das Geschäftsjahr 2020/21 wird für den Konzern insgesamt eine gegenüber dem Vorjahr wieder erhöhte Gesamtleistung und ein positives Bilanzergebnis dieses Geschäftsjahres analog des Geschäftsjahres 2018/19 vor der Pandemie erwartet.

 

Dresden, 25. Juni 2021

Manfred Freimüller, Geschäftsführer

Hans-Ulrich Thiel, Geschäftsführer

Christian Freimüller, Geschäftsführer

Andreas Jacob, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SBS Holding GmbH, Dresden

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der SBS Holding GmbH, Dresden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung sowie der Konzernsegmentberichterstattung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SBS Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 25. Juni 2021

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hohmann, Wirtschaftsprüfer

Assmann, Wirtschaftsprüferin

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