Automobile Hakvoort GmbHLiquidiert

Zeithstraße 89, 53721 Siegburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 2824
Eingetragen
1.3.1989
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Der Handel mit Fahrzeugen aller Art, insbesondere Personenkraftwagen der Marke "BMW", sowie mit Zubehör und Ersatzteilen, der Betrieb einer Kraftfahrzeugwerkstatt sowie ähnliche Tätigkeiten. Die Gesellschaft darf alle Maßnahmen treffen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten, andere ihr ähnliche Unternehmen zu erwerben oder sich an solchen zu beteiligen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Automobile Hakvoort GmbH

Siegburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVSEITE

31.12.2019
31.12.2018
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2.290,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 658.467,00 729.103,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 157.438,00 163.017,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.715.364,00 1.581.938,00
2.531.269,00 2.474.058,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 88.279,00 88.279,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 950.000,00 1.350.000,00
1.038.279,00 1.438.279,00
3.569.550,00 3.914.627,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 10.230.535,02 8.508.026,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.495.219,69 992.232,72
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 781.234,97 746.212,08
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.090.257,87 465.448,87
3.366.712,53 2.203.893,67
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.285.762,88 1.441.714,58
14.883.010,43 12.153.635,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.461,00 3.974,00
18.457.021,43 16.072.236,21

PASSIVSEITE

31.12.2019
31.12.2018
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 2.971.167,60 3.071.498,91
III. Jahresüberschuss 1.121.269,77 859.331,19
5.092.437,37 4.930.830,10
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.436.007,00 1.252.993,00
2. Steuerrückstellungen 40.935,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 830.003,02 822.427,08
2.306.945,02 2.075.420,08
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.269.845,51 7.997.486,58
2. erhaltene Anzahlungen 213.440,84 239.856,10
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 439.293,98 623.003,05
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 68.564,09 3.423,05
5. Sonstige Verbindlichkeiten 66.494,62 202.217,25
- davon aus Steuern <36.425,82> <161.417,95>
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit <2.575,02> <9.901,01 >
11.057.639,04 9.065.986,03
18.457.021,43 16.072.236,21

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019

2019
2019
2018
2018
1. Umsatzerlöse 61.638.258,84 57.915.026,30
2. sonstige betriebliche Erträge 114.679,56 106.796,58
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren ./. 50.497.545,13 ./. 47.650.129,61
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen ./. 1.405.486,40 ./. 51.903.031,53 ./. 1.300.396,51 ./. 48.950.526,12
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter ./. 4.779.876,93 ./. 4.573.099,31
b) soziale Aufwendungen und Aufwendungen für Altersversorgung ./. 1.038.051,10 ./. 925.293,29
- davon für Altersversorgung <142.793,00> ./. 5.817.928,03 <92.410,00> ./. 5.498.392,60
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ./. 461.359,21 ./. 460.093,05
6. sonstige betriebliche Aufwendungen ./. 2.438.588,91 ./. 2.413.401,39
7. Erträge aus Beteiligungen 500.000,00 500.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen <500.000,00> <500.000,00>
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.582,04 34.800,40
- davon aus verbundenen Unternehmen <10.582,04> <15.655,65>
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen ./. 132.025,18 ./. 123.605,44
- davon Zinsanteile im Zuführungsbetrag zur Pensionsrückstellung <40.221,00> <41.194,00>
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ./. 386.486,81 ./. 239.831,26
11. Ergebnis nach Steuern 1.124.100,77 870.773,42
12. sonstige Steuern ./. 2.831,00 ./. 11.442,23
13. Jahresüberschuss 1.121.269,77 859.331,19

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

1. Allgemeine Angaben

Die Automobile Hakvoort GmbH hat ihren Sitz in Siegburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Siegburg (HR B 2824). zum Bilanzstichtag ist die Automobile Hakvoort GmbH, eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Absatz 2 in Verbindung mit Absatz 4 Satz 1 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 und 288 Satz 2 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagen- und Verbindlichkeitengitter). Die Bilanz wird analog zu den Regelungen des § 266 Absatz 1 Satz 2 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die einzelnen Bilanzpositionen

2.1 Bilanzposten

Der Ansatz der Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Die Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der aufgrund steuerlicher Vorschriften festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear über einen Zeitraum von 3 bis 25 Jahren vorgenommen. Die Abschreibungen erfolgen pro rata temporis. Dabei werden die angewandten steuerlichen Abschreibungen für Zwecke der Handelsbilanz beibehalten. Vorführfahrzeuge werden auf 4 Jahre linear abgeschrieben.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Die unter den Finanzanlagen geführten Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei Wegfall für die Gründe einer Abschreibung werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Zusammensetzung des Anlagevermögens ist auf der Anlage 1 zu diesem Anhang dargestellt.

Die Bewertung der in den Vorräten befindlichen Neufahrzeuge erfolgte zu Anschaffungskosten, die der Gebrauchtfahrzeuge zum niedrigeren beizulegenden Wert. Ersatzteile und Austauschteile wurden zu den durchschnittlichen Einkaufspreisen des Berichtsjahres unter Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Werts am Bilanzstichtag bewertet.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert. Wegen des allgemeinen Ausfallrisikos wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der Nettoforderungen gebildet. Darüber hinaus wurden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Teilwertverfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 2,71 % p.a. (Stand: 31. Dezember 2019 bei einem 10-Jahresdurchschnitt) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Zinssatz des Vorjahres belief sich auf 3,21 %. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB.

Es wird dabei ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener Marktzinssatz bei der Bewertung zugrunde gelegt. Danach ist bei allen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 1 Jahr Einzelabzinsung mit diesem Marktzinssatz vorzunehmen. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei den langfristigen Pensionsrückstellungen pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Gehalts- und Rentenentwicklung sowie Fluktuation wurden jeweils mit 0 % p.a. angenommen.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Restlaufzeiten und deren Besicherungen sind auf der Anlage 2 zu diesem Anhang dargestellt.

2.2 Angaben zur Währungsumrechnung

entfallen, da alle Geschäftsvorfälle auf Euro-Basis abgewickelt werden.

3. Erläuterung zu Bilanzpositionen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens sowie deren Abschreibungen im Geschäftsjahr sind auf der Anlage 1 zu diesem Anhang dargestellt.

Innerhalb des Finanzanlagevermögens führt die Gesellschaft seit dem 1. Mai 2009 100 % der Anteile am verbundenen Unternehmen HANKO Kraftfahrzeughandel GmbH, Koblenz. Die HANKO Kraftfahrzeughandel GmbH weist im geprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 einen Jahresüberschuss von T€ 740 und ein Eigenkapital von T€ 6.699 aus.

Unter den Ausleihungen an verbundene Unternehmen wird ein ausgereichtes Darlehen über T€ 950 geführt.

Innerhalb der Vorräte stieg der Ansatz des Warenbestandes von T€ 8.508 auf T€ 10.231.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 4 sowie eine Pauschalwertberichtigung über T€ 12 vorgenommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im wesentlichen Forderungen aus:

T€
- Gewährleistungsansprüchen gegenüber Hersteller 877
- Fahrzeug- und Teilebonifikationen sowie Gutschriften Verkaufsfördermaßnahmen 73
- Steuerüberzahlungen 58
- Kartenzahlung 9
- debitorischen Kreditoren 73
1.090

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Kfz-Steuer von T€ 4.

Das Eigenkapital entwickelte sich zum 31.12.2019 wie folgt:

T€ T€
Gezeichnetes Kapital 1.000
Gewinnvortrag
- Stand zum 31.12.2018 3.072
- zuzügl.: Jahresüberschuss 2018 859
- abzügl.: Gewinnausschüttungen 2019 - 960
2.971
Jahresüberschuss 2019 1.121
Eigenkapital zum 31.12.2019 5.092

Die Pensionsrückstellung betrifft die Pensionsansprüche zugunsten des Geschäftsführers. Der Ansatz zum Erfüllungsbetrag entspricht den Ermittlungen eines versicherungsmathematischen Gutachtens.

Im Geschäftsjahr 2019 hat sich die Pensionsrückstellung wie folgt entwickelt:

T€
Stand zum 31.12.2018 1.253
Personalaufwand 2019 143
Zinsaufwand 2019 40
Stand zum 31.12.2019 1.436

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31. Dezember 2019 T€ 193 und ist für die Gesellschaft grundsätzlich ausschüttungsgesperrt.

Die Steuerrückstellungen über T€ 41 betreffen die zu erwartende restliche Gewerbesteuerbelastung für das Geschäftsjahr 2019.

Die sonstigen Rückstellungen über T€ 830 setzen sich zusammen aus Gewährleistungen (T€ 135), Urlaubsansprüchen (T€ 77), Archivierungskosten (T€ 29), Berufsgenossenschaft (T€ 15), internen und externen Jahresabschlusskosten (T€ 55). Darüber hinaus wurde eine Rückstellung für Leasingrückläufer (T€ 401) und eine Rückstellung für Tantiemen (T€ 118) gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten über T€ 10.270 betreffen

a) das Engagement bei der BMW Bank GmbH, München, das sich wie folgt zusammensetzt:

T€
Kredit- und Forderungskonto 11.124
abzügl.: Forderungen aus Leasing- und Finanzierungsverträgen sowie Boni - 1.804
9.320
b) ein langfristiges Darlehen über 950
10.270

Die sonstigen Verbindlichkeiten über T€ 66 beinhalten solche, betreffend:

T€
- Steuerverbindlichkeiten (nach Saldierung mit Steuerforderungen) 36
- kreditorischen Debitoren 15
- soziale Sicherheit 3
- Schwerbehindertenabgabe 12
66

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten sind auf der Anlage 2 zu diesem Anhang dargestellt.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Veräußerungserlöse aus ursprünglich im Sachanlagevermögen aktivierten Vorführwagen werden unter den Umsatzerlösen, die sich aus Abgängen derselben im Zeitpunkt des Verkaufs ergebenden Restbuchwerte unter den Aufwendungen für bezogene Waren ausgewiesen.

Die vorgenommenen Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus der Anlage 1 zu diesem Anhang.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten Zinserträge über T€ 0 (i. Vj.: T€ 1) der Gesellschafterin.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen über T€ 40 erfasst, die im Zuführungsbetrag zur Pensionsrückstellung enthalten sind.

Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.121 erzielt.

5. Sonstige Angaben

5.1. Angabe der Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl des während des Geschäftsjahres beschäftigten Personals belief sich auf:

2019 2018
Angestellte: 63 68
Gewerbliche Arbeitnehmer: 23 21
Aushilfen: 9 11
95 100

Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr durchschnittlich 24 Auszubildende (i. Vj.: 25) beschäftigt.

5.2. Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2019 war

Herr Frank Hakvoort, Kaufmann, Siegburg.

5.3. Geschäftsführerbezüge

Die zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung geforderten Angaben gem. § 285 Nr. 9 Buchstabea HGB wurden unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

5.4. Sonstige nicht aus der Bilanz ersichtliche finanzielle Verpflichtungen

Es bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus wesentlichen Mietverträgen in folgender Höhe:

2019
T€
2020
T€
2021
T€
2022
T€
2023
T€
folgende Jahre
T€
Gegenstand
Geschäftsräume Siegburg, Altenkirchen, Königswinter und Bad Marienburg 568 568 462 210 210 210

Die Aufstellung spiegelt den derzeitigen Stand der bestehenden Mietverträge wider.

5.5. Mutterunternehmen der Gesellschaft

Mutterunternehmen und alleinige Gesellschafterin der Automobile Hakvoort GmbH ist die Hakvoort Holding GmbH mit Sitz in Münster.

6. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

7. Maximal ausschüttbarer Betrag nach Ausschüttungssperre

31.12.2019
Jahresüberschuss 1.121.269,77
+ Gewinnvortrag 2.971.167,60
= max. ausschüttbarer Betrag vor Ausschüttungssperre 4.092.437,37
./ Unterschiedsbetrag nach § 253 (6) HGB - 192.855,00
= max. ausschüttbarer Betrag nach Ausschüttungssperre 3.899.582,37

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2019 in Höhe von T€ 1.121 und den Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2019 über T€ 2.971 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Siegburg, im Juni 2020

Frank Hakvoort, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung) zum 31.12.2019

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 31.12.2018
Zugänge 2019
Abgänge 2019
Stand am 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 28.945,42 0,00 22.080,30 6.865,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf frenden Grundstücken 1.509.331,27 5.750,00 0,00 1.515.081,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 541.891,26 45.227,84 21.188,66 565.930,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.458.928,01 1.458.383,37 1.312.606,20 2.604.705,18
4.510.150,54 1.509.361,21 1.333.794,86 4.685.716,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 88.279,00 0,00 0,00 88.279,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.350.000,00 0,00 400.000,00 950.000,00
1.438.279,00 0,00 400.000,00 1.038.279,00
5.977.374,96 1.509.361,21 1.755.875,16 5.730.861,01
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 31.12.2018
Zugänge 2019
Abgänge 2019
Stand am 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 26.655,42 2.286,00 22.078,30 6.863,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf frenden Grundstücken 780.228,27 76.386,00 0,00 856.614,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 378.874,26 50.803,84 21.185,66 408.492,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 876.990,01 331.883,37 319.532,20 889.341,18
2.036.092,54 459.073,21 340.717,86 2.154.447,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
2.062.747,96 461.359,21 362.796,16 2.161.311,01
Buchwert
Stand am 31.12.2019
Stand am 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2,00 2.290,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf frenden Grundstücken 658.467,00 729.103,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 157.438,00 163.017,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.715.364,00 1.581.938,00
2.531.269,00 2.474.058,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 88.279,00 88.279,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 950.000,00 1.350.000,00
1.038.279,00 1.438.279,00
3.569.550,00 3.914.627,00

Anm: Der Buchwert der unter den II. Sachanlagen, 3. Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung erfassten Vorführwagen beläuft sich zum 31.12.2019 auf € 1.209.828,00. Im Vorjahr belief sich der Wert auf € 1.090.186,00.

Angaben zu den Verbindlichkeiten

(Vorjahresangaben in < >)

Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und bis zu fünf Jahren
Besicherung/Anmerkung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.269.845,51 9.719.845,51 550.000,00 - Gegenüber der BMW Bank GmbH bestehende Sicherungsübereignung der finanzierten Fahrzeuge, Waren, Einrichtungsgegenstände gemäß Rahmenkreditabkommen und Einzelfinanzierungsanträgen. Die Höhe der durch Pfandrechte besicherten Verbindlichkeiten beträgt T€ 9.319,8 (im Vorjahr: T€ 6.647,5).
<7.997.486,58> <7.047.486,58> <950.000,00>
- Gegenüber der Westerwald Bank eG, Hachenburg, bestehende Verpflichtungen aus einem Darlehensverhältnis sind durch Grundschulden auf dem Grundbesitz eines verbundenen Unternehmens besichert. Die Höhe der Verbindlichkeit beträgt T€ 950,0 (im Vorjahr: T€ 1.350)
erhaltene Anzahlungen 213.440,84 213.440,84 0,00 --
<239.856,10> <239.856,10> <0,00>
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 439.293,98 439.293,98 0,00 - Üblicher Eigentumsvorbehalt
<623.003,05> <623.003,05> <0,00>
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 68.564,09 68.564,09 0,00 - Bei enthaltenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gilt der übliche Eigentumsvorbehalt.
<3.423,05> <3.423,05> <0,00>
Sonstige Verbindlichkeiten 66.494,62 66.494,62 0,00 --
<202.217,25> <202.217,25> <0,00>
11.057.639,04 10.507.639,04 550.000,00
<9.065.986,03> <8.115.986,03> <950.000,00>

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Automobile Hakvoort GmbH hat im Geschäftsjahr 2019 den Handel mit Fahrzeugen aller Art, insbesondere mit Personenkraftwagen der Marken "BMW" und "Mini", sowie mit Zubehör und Ersatzteilen und eine Kraftfahrzeugwerkstatt betrieben. So verkaufen wir in unseren Ausstellungsräumen Neufahrzeuge, Gebrauchtfahrzeuge, Vorführwagen, Ersatzteile, Fahrzeugzubehör, Reifen und Schmierstoffe. Im Fahrzeugservicebereich bieten wir den BMW-üblichen Kundendienst.

Zur Automobile Hakvoort GmbH zählen die Standorte Siegburg, Altenkirchen, Königswinter und Bad Marienberg. Zusammen mit dem verbundenen Unternehmen HANKO Kraftfahrzeughandel GmbH, Koblenz, zählen wir zur Hakvoort-Gruppe.

Insbesondere in der Region Rhein-Sieg-Kreis haben wir als BMW-Händler mit unserer Hakvoort-Gruppe eine marktbeherrschende Stellung. Unsere größten Wettbewerber im regionalen Markt für BMW-Handel sind die BMW-Niederlassung Bonn und die Kaltenbach-Gruppe als BMW-Vertragshändler. Im Verkauf der Automobile Hakvoort GmbH sind 15 qualifizierte Personen tätig.

Seit dem 1. Mai 2009 halten wir alle Geschäftsanteile an der HANKO Kraftfahrzeughandel GmbH, Koblenz, bei der es sich ebenfalls um einen BMW-Fahrzeughandel handelt. Zur HANKO Kraftfahrzeughandel GmbH zählt ein weiteres Autohaus in Neuwied. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 wurde dort ein Umsatz von rd. T€ 82.362 erwirtschaftet.

2. Grundlagen der Gesellschaft

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftlich war für die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2019 ein Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 0,6 % im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen (2018: + 1,5 % im Vergleich zu 2017).

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2019 erwirtschaftete die Automobilindustrie in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Inlandsumsatz von rund 153,4 Milliarden Euro. Dieser belief sich im Jahr 2018 auf 149,6 Milliarden Euro, so dass ein Anstieg um 3 % im Inland zu verzeichnen war.

Dieselbe Quelle weist für den Auslandsumsatz eine Steigerung um ebenfalls 3 % auf, nämlich von 276,6 Milliarden Euro auf 282,7 Milliarden Euro.

Entsprechend der nationalen Umsatzentwicklung war auch bei den Kfz-Neuzulassungen mit insgesamt 3,6 Mio. Neufahrzeugen ein erfreulicher Anstieg (+ 5,0 % im Vergleich zum Vorjahr) zu verzeichnen. Die Neuzulassung von dieselbetriebenen Pkw legten nach zwei rückläufigen Jahren wieder zu (+ 3,7 %; Quelle: Kraftfahrt Bundesamt, Jahresbericht 2019).

Der Umsatz im Gebrauchtwagenhandel hat sich im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt: zwar wurden wie im Vorjahr rund 7,2 Millionen Fahrzeuge verkauft, allerdings hat sich der Umsatz von 84,7 Mrd. Euro auf 89,7 Mrd. Euro erhöht.

Auch im Berichtsjahr ist ein weiter steigender Durchschnittspreis von Neu- und Gebrauchtwagen zu beobachten: so erhöhte sich der Durchschnittspreis für Neuwagen um 7,8 % auf € 33.580, wohingegen sich der Durchschnittspreis für Gebrauchtwagen um 5,5 % auf € 12.470 erhöhte.

2.2 Personal

Die Anzahl der Beschäftigten der Automobile Hakvoort GmbH belief sich im Jahresdurchschnitt auf 95 und lag damit um 5 (- 5,0 %) unter der Beschäftigtenzahl des Vorjahres. Mit T€ 5.818 lag der Personalaufwand um T€ 319 (+ 5,8 %) über den Aufwendungen des Vorjahres.

Die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft hängt im großen Maße von der Einsatzbereitschaft, dem Engagement und der Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter ab. Aus diesem Grund bietet die Automobile Hakvoort GmbH den Mitarbeiter zahlreiche Schulungen an, um diese weiterzuentwickeln, individuell zu fördern und hinsichtlich ihrer Karriere zu motivieren.

Darüber hinaus investiert die Gesellschaft in die berufliche Entwicklung junger Menschen und bildet diese in technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen aus. So wurden im Geschäftsjahr 2019 durchschnittlich 24 Personen in den von uns angebotenen Berufszweigen ausgebildet.

Wir sehen in der individuellen Leistungsbereitschaft, Engagement und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter einen zentralen Wettbewerbsfaktor in unserem beschriebenen Wettbewerbsumfeld.

2.3 Geschäftsverlauf

Insgesamt ergibt sich für 2019 ein Gesamtumsatz von T€ 61.638, der um T€ 3.723 höher ausfiel als im Jahr 2018. Dies entspricht einer Zunahme von 6,4 %.

Die jeweiligen Sparten sind differenziert zu betrachten; diese liegen ausnahmslos über den entsprechenden Vorjahreszahlen. Die deutlichste Steigerung konnte erfreulicherweise im Bereich der Neuwagenverkäufe verzeichnet werden.

Der Geschäftsverlauf entwickelte sich insgesamt, vor allem getragen durch die Neuwagensparte, zufriedenstellend und innerhalb unserer Erwartungshaltung.

2.4 Lage der Gesellschaft

Vermögenslage

Die Vermögensstruktur der Gesellschaft ergibt sich aus der nachfolgenden zusammengefassten Darstellung:

AKTIVSEITE

31.12.2019 31.12.2018
% %
Anlagevermögen 3.569.550,00 19,3 3.914.627,00 24,4
Umlaufvermögen
Vorräte 10.230.535,02 55,4 8.508.206,96 52,9
Forderungen, sonstiges 3.371.173,53 18,3 2.207.687,67 13,7
flüssige Mittel, übrige 1.285.762,88 7,0 1.441.714,58 9,0
14.887.471,43 80,7 12.157.609,21 75,6
18.457.021,43 100,0 16.072.236,21 100,0

PASSIVSEITE

31.12.2019 31.12.2018
% %
Eigenkapital 5.092.437,37 27,6 4.930.830,10 30,7
Fremdkapital
Rückstellungen 2.306.945,02 12,5 2.075.420,08 12,9
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 10.269.845,51 55,6 7.997.486,58 49,8
Übrige Verbindlichkeiten 787.793,53 4,3 1.068.499,45 6,6
13.364.584,06 72,4 11.141.406,11 69,3
18.457.021,43 100,0 16.072.236,21 100,0

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich nach Hinzurechnung des erzielten Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2019 und nach Abzug erfolgter Gewinnausschüttungen auf € 5.092,4 erhöht. Dies entspricht einer Veränderung von 3,3 %.

Die Eigenkapitalquote stellt sich wie folgt dar:

31.12.2019
%
31.12.2018
%
Eigenkapitalquote (Eigenkapital + Gesamtkapital) 27,6 30,7
Finanzlage
2019
T€
2018
T€
+ Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit - 1.674 + 1.432
+/- Cash Flow aus Investitionstätigkeit + 297 + 879
-/+ Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit - 1.452 - 1.700
= Veränderungen des Finanzmittelbestandes - 2.829 + 611
+ Guthaben 1.442 885
- kurzfristige Kontokorrentverbindlichkeiten - 6.647 - 6.701
+ Finanzmittelbestand Anfang Geschäftsjahr - 5.205 - 5.816
+ Guthaben 1.286 1.442
- kurzfristige Kontokorrentverbindlichkeiten - 9.320 - 6.647
= Finanzmittelfonds Ende Geschäftsjahr - 8.034 - 5.205

Ertragslage

2019
T€
2018
T€
Veränderung
T€
Umsatzerlöse 61.638,3 57.915,0 3.723,3
Materialeinsatz - 51.903,0 - 48.950,5 - 2.952,5
Rohgewinn 9.735,3 8.964,5 770,8
Personalaufwand - 5.817,9 - 5.498,4 - 319,5
Abschreibungen - 461,4 - 460,1 - 1,3
sonstige Aufwendungen - 2.438,6 - 2.413,4 - 25,2
sonstige Erträge 114,7 106,8 7,9
Betriebsergebnis 1.132,1 699,4 432,7
Beteiligungserträge 500,0 500,0 0,0
Zinsergebnis - 121,5 - 88,8 - 32,7
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 386,5 - 239,8 - 146,7
Ergebnis nach Steuern 1.124,1 870,8 253,3
sonstige Steuern - 2,8 - 11,4 8,6
Jahresüberschuss 1.121,3 859,4 261,9

Im Geschäftsjahr 2019 hat die Automobile Hakvoort GmbH einen Umsatz von T€ 61.638,3 erwirtschaftet. Der Vorjahresumsatz von T€ 57.915,0 stieg damit um T€ 3.723,3. Dies entspricht einer prozentualen Steigerung von 6,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Der Umsatzerhöhung steht ein nahezu entsprechend gestiegener Wareneinsatz von T€ 51.903,0 gegenüber. Im Vorjahr betrug dieser Posten T€ 48.950,5. Dies entspricht einer Steigerung von T€ 2.952,5 (+ 6,0 %).

Der Rohgewinn erhöhte sich um 8,6 % von T€ 8.964,5 auf T€ 9.735,3.

Nach Abzug des Personalaufwands von T€ 5.817,9 (Vj.: T€ 5.498,4), der Abschreibungen von T€ 461,4 (Vj.: T€ 460,1), der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 2.438,6 (Vj.: T€ 2.413,4) und Hinzurechnung der sonstigen betrieblichen Erträge von T€ 114,7 (Vj.: T€ 106,8) ergab sich ein Betriebsergebnis von T€ 1.132,1 (Vj.: T€ 699,4). Dies entspricht einer Steigerung von 61,9 %.

Unter Berücksichtigung der Beteiligungserträge über T€ 500,0 (Vj.: T€ 500,0), des negativen Zinsergebnisses von T€ 121,5 (Vj.: T€ 88,8), der sonstigen Steuern von T€ 2,8 (Vj.: T€ 11,4) und der Ertragsteuern von T€ 386,5 (Vj.: T€ 239,8) ergab sich im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss von T€ 1.121,3 (Vj.: T€ 859,4).

Die Ergebnisstruktur stellt sich anhand der folgenden Kennzahlen wie folgt dar:

2019
%
2018
%
Eigenkapitalrentabilität (Jahresgewinn ÷ Eigenkapital) 22,0 17,4
Gesamtkapitalrentabilität (Gewinn ÷ Fremdkapitalzinsen ÷ Gesamtkapital) 6,6 5,9
Umsatzrentabilität (Betriebsergebnis ÷ Umsatzerlöse) 1,8 1,2

3. Angenommene Rahmenbedingungen

Das wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Leben wird im Geschäftsjahr 2020 - und wahrscheinlich auch noch in Folgejahren - stark durch die Corona-Pandemie geprägt sein.

Angesichts der Ausbreitungsdynamik, der Schwierigkeit, Menschen vor Ansteckung zu schützen, und der Gefährlichkeit des Virus, wurden durch Regierungen und nationale Behörden Maßnahmen ergriffen, die das öffentliche Leben extrem einschränken und die Gesamtwirtschaft stark negativ beeinträchtigen.

Wie die meisten anderen Händler mussten auch die Autohäuser in Deutschland während der allgemein geltenden Kontaktbeschränkung seit Mitte März 2020 den Verkauf komplett schließen. Lediglich der Service gilt als systemrelevant, sodass dieser Bereich geöffnet blieb.

Ab dem 20. April 2020 durfte der Verkauf unter Einhaltung strenger Auflagen, wie Hygiene- und Abstandsregelungen, wieder öffnen. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie sich das Neu- und Gebrauchtwagengeschäft unter Zeiten von Corona entwickeln wird. Einerseits ist durch die allgemeine Verunsicherung in der Bevölkerung davon auszugehen, dass die Kunden eher zurückhaltend sein werden, was das Aufsuchen der Autohäuser anbelangt. Andererseits hat die BMW AG, wie nahezu alle anderen Händler auch, ihre Produktion vollständig eingestellt.

Dies führt dazu, dass im Monat April deutsche Hersteller gerade einmal 11.000 PKW produziert haben (- 97% im Vergleich zum Vorjahresmonat; Quelle: VDA). Im April 2020 hat sich die Produktion immerhin auf 151.500 produzierte PWK erhöht, was allerdings ebenfalls ein Rückgang von 66% im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet.

Auch wenn die Produktion wieder (vollständig) aufgenommen werden soll, ist bei der angesichts der wiederum teilweise erheblich eingeschränkten Produktion bei Lieferanten und der nur beschränkt mögliche grenzüberschreitende Güterverkehr mit massiven Lieferengpässen zu rechnen. Schon vor Zeiten von Corona sind der deutsche und der internationale Automobilmarkt geschrumpft. Die Diesel-Krise und der schwierige Umstieg auf Elektromobilität sind Gründe dafür, auch Friktionen im internationalen Handel wie der Brexit oder der Streit zwischen China und den USA. Durch die Corona-Pandemie werden diese Probleme weiter verstärkt.

Nicht nur die Produktion, sondern auch die Zulassungszahlen in Deutschland sind geprägt durch die Pandemie: so sind die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 50% zurückgegangen. Insgesamt wurden 168.100 Pkw neu zugelassen. Nach dem Rückgang im Vormonat von 61% bleibt der Markt auch nach Öffnung der Autohäuser sehr schwach. In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden somit 35% weniger Pkw neu zugelassen (insgesamt: 990.000; Quelle: VDA), was dem niedrigsten Wert im wiedervereinigten Deutschland bedeutet.

Das ifo-Institut rechnet gesamtwirtschaftlich für das Jahr 2020 mit einem Rückgang der deutschen Wirtschaft von 6,6%, während die Bundesregierung von einem Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes von 6,3 % ausgeht.

4. Prognosebericht

Sowohl Prognose-, Chancen- als auch Risikobericht geben die voraussichtliche Entwicklung der Automobile Hakvoort GmbH mit ihren wesentlichen Risiken und Chancen wieder.

Aussagen, die sich auf die künftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken unseres Unternehmens beziehen stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis der zum jetzigen Zeitpunkt verfügbaren Informationen getroffen wurden. Sollten die dabei zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten abweichen.

Im Geschäftsfeld des Neuwagengeschäfts ist daher mit einer Nachfrage deutlich unter der des Jahres 2019 zu rechnen. Von entsprechend deutlich verringerten Verkaufszahlen ist bei der Marke Mini auszugehen.

Im Geschäftsfeld Gebrauchtwagenhandel rechnen wir für das kommende Geschäftsjahr mit einer deutlich negativen Entwicklung.

Selbst der Service, der in den vergangenen Jahren stets der Geschäftsbetrieb war, der den Ertrag eingebracht hat, wird erhebliche Einbrüche erleiden. Dies wird dem Umstand geschuldet sein, dass die Bevölkerung in Zeiten von Corona nicht so mobil unterwegs ist wie gewohnt. Als Beispiel sind Kurzarbeit, die großzügige Einräumung von Home-Offices von Seiten der Arbeitgeber und die allgemein geltenden Reisebeschränkungen zu nennen.

Durch die unumgängliche Beantragung von Kurzarbeitergeld ab April 2020 kommen die Arbeitsagenturen für einen Großteil der Personalkosten auf. Alle anderen Betriebskosten laufen allerdings unverändert weiter. Die finanziellen Auswirkungen sind insgesamt, aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Pandemie, für uns schwer einzuschätzen.

Insgesamt gehen wir von deutlich negativen Einflüssen auf sämtliche Geschäftsbereiche aus. Aufgrund der genannten Umstände wäre für uns ein ausgeglichenes Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2020 als Erfolg zu werten.

Für das folgende Geschäftsjahr wird für das verbundene Unternehmen HANKO Kraftfahrzeughandel GmbH lediglich mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis gerechnet.

5. Chancen und Risikobericht

Das Risikomanagement ist bei der Automobile Hakvoort GmbH ein in die Aufbau- und Ablauforganisation eingebetteter, fortwährender Prozess. Betriebsrisiken begegnet die Automobile Hakvoort GmbH durch das von der BMW AG vorgegebene Qualitätsmanagementsystem. Laut BMW-Händlervertrag unterliegen wir jährlichen externen Audits durch die BMW AG, bezogen auf die Einhaltung der Standards im Bereich Outdoor Communication System (OCS) und Indoor Communication System (ICS).

Die Gesellschaft erstellt monatlich eine kurzfristige Erfolgsrechnung (KER). Darin werden die Deckungsbeiträge für die einzelnen Profitcenter nach Verkauf Neufahrzeuge, Verkauf Gebrauchtfahrzeuge, Teilevertrieb und Service unterteilt.

Daneben erfolgt ein monatlicher sowie jahresbezogener kumulativer Ausweis des Unternehmensergebnisses. Nach Übermittlung der KER an die BMW AG wird von der BMW AG der Händlerbetriebsvergleich (HBV) erstellt. Im Rahmen dieser Auswertung werden deutsche BMW-Verkaufsbetriebe gleicher Größe miteinander verglichen. Das Management der Gesellschaft nimmt gemeinsam mit der Buchhaltungsleitung eine Auswertung der zur Verfügung gestellten Daten vor. Im Anschluss daran werden die negativen Abweichungen im Vergleich zu anderen Betrieben analysiert und -sofern möglich- entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen.

Im zweiten Schritt werden die Kennzahlen von der Geschäftsleitung mit den einzelnen Abteilungsleitern besprochen. Durch die beiden Schritte ist gewährleistet, dass Abweichungen erkannt und Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Durch die straff organisierte Ablauforganisation ist auch eine unmittelbare Umsetzung der Besprechungen zwischen der Geschäftsleitung und den Abteilungsleitern sichergestellt.

Die Einhaltung aufgestellter Planzahlen wird in erster Linie von der Geschäftsleitung überwacht.

Ein weiterreichendes Risikomanagement wie zum Beispiel im produzierenden Gewerbe ist schwer umsetzbar. Grund hierfür ist, dass das Management hinsichtlich der Preisgestaltung im Bereich der Neuwagen sowie Ersatzteile einen von der BMW AG vorgeschriebenen Rahmen erhält, der es nahezu unmöglich macht Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen an den Kunden weiterzugeben. Daneben besteht eine starke Wettbewerbssituation auf dem deutschen Markt. Darüber hinaus werden Fahrzeugabnahmemengen stark von der BMW AG vorgegeben, so dass auch in diesem Bereich nur begrenzte Einflussmöglichkeiten seitens der Geschäftsführung bestehen.

Wird von der BMW AG erkannt, dass die Binnennachfrage stagniert oder rückläufig ist, werden Verkaufshilfen in Form von unterschiedlichen Prämien gewährt. Hierdurch hatten die BMW-Vertragshändler die Möglichkeit, deutliche Preisnachlässe zu gewähren.

Das Gebrauchtwagensegment unterliegt mehr oder minder starken Preisschwankungen. Es erfolgt eine regelmäßige Marktbeobachtung durch Fachpresse, Beobachtung der Onlineangebote und der Angebote der örtlichen Wettbewerber. Die Bewertung der Gebrauchtfahrzeuge im Falle eines Ankaufs erfolgt in unserem Unternehmen stets durch die DEKRA. Bei sich abzeichnenden Marktänderungen oder -tendenzen reagiert die Geschäftsleitung entsprechend. Handlungsanweisungen für die Gebrauchtwagenverkäufe werden durch die Geschäftsführung an die Abteilungsleiter in regelmäßigen Besprechungen weitergegeben.

Die Händlerbonifikationen werden auf Basis des Vorjahresergebnisses für das laufende Geschäftsjahr vorläufig veranschlagt. Veränderungen der Verkaufszahlen führen dabei zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres zu Rückforderungen oder nachträglichen Gutschriften.

Erkennbaren Risiken wird, soweit dies handelsrechtlich zulässig ist, durch Bildung angemessener Rückstellungen wie auch durch Versicherungsschutz Rechnung getragen.

Das mit Wirkung zum 1. Januar 2020 gültige BMW Preissystems Neue Automobile 2020 ist unverändert in Kraft.

Nachfolgende Risiken und Chancen können aus heutiger Sicht die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Automobile Hakvoort GmbH wesentlich beeinflussen und im Vergleich zur zuvor dargestellten Prognose zu positiven (Chance) oder negativen (Risiko) Planabweichung führen:

Risiken können sich für die Automobilindustrie aus kurzfristigen Verschärfungen von Gesetzen und Regulierungen, insbesondere in Bezug auf Emissions-, Sicherheits- und Verbraucherschutzbestimmungen, ergeben. Insbesondere die Kombination der Einführung neuer Messverfahren zwecks Abbildung eines normierten Fahrzyklus mit signifikanter Verschärfung der Emissionsgrenzen stellt die Automobilindustrie vor große Herausforderungen. BMW begegnet dieser Herausforderung mit dem sogenannten Efficient Dynamics Konzept und nimmt eine Vorreiterrolle bei der Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Emission im Premiumsektor ein.

Die Automobile Hakvoort GmbH sieht sich auch zukünftig einer intensiven Wettbewerbssituation sowohl bei Neu- und Gebrauchtwagen ausgesetzt. Eine potenzielle Steigerung dieser Situation könnte mit weiterem Druck auf die Preise und Margen einhergehen, die von der BMW AG konsequent an uns als Händler weitergegeben wird.

Des Weiteren kann das Kundenverhalten durch veränderte Einstellungen, Werte, Umwelteinflüsse sowie Kraftstoff- beziehungsweise Energiepreise ebenfalls beeinflusst werden. So könnte beispielsweise eine anhaltende politische und gesellschaftliche Diskussion zu einer negativen Nachfrageentwicklung von Dieselfahrzeugen führen. Im Gegensatz dazu würde dies jedoch zu einer steigenden Nachfrage nach Fahrzeugen mit Ottomotor oder alternativen Antrieben führen.

Durch weitere Kaufanreize seitens der BAFA für Elektrofahrzeuge könnten sich sowohl für komplett emissionsfreie Fahrzeuge sowie Hybridfahrzeuge eine deutliche Nachfragesteigerung ergeben.

Im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Leasingverträgen bestehen Chancen und Risiken, wenn der Vermarktungswert eines Leasingfahrzeuges am Ende der Vertragslaufzeit von der zum ursprünglich zum Vertragsabschluss kalkulierten und im Rahmen der kalkulierten Leasingrate unterstellten Restwertprognose abweicht. Für jedes Fahrzeug wird auf Basis historischer externer und interner Daten eine Restwertprognose ermittelt. Diese Einschätzung bildet den für uns vorgegebenen erwarteten Marktwert des Fahrzeuges zum Ende der Vertragslaufzeit. Während der Vertragslaufzeit wird die Marktentwicklung stetig beobachtet und die Risikobewertung sofern notwendig mittels Rückstellungsbildung aktualisiert. Im gleichen Zusammenhang ergeben sich aus den zum Vertragsbeginn kalkulierten Restwerten Chancen sofern die Restwertprognose positiv von der ursprünglichen Prognose abweicht.

Durch die Corona-Pandemie drohen der Volkswirtschaft noch nie dagewesene wirtschaftliche Risiken, die zu einem Rückgang der Kaufkraft und somit auch der Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen führen kann.

Die Bundesregierung versucht durch diverse Maßnahmen (Soforthilfe-Programme, günstige Kredite, Absenkung der Mehrwertsteuer, zusätzliche Förderung für Elektromobilität) die Auswirkungen auf die Volkswirtschaft abzumildern.

Sofern im weiteren Geschäftsjahr eine zweite "Corona-Welle" zu weiteren Einschränkungen im öffentlichen und wirtschaftlichen Leben führt, könnte dies weitere negative Einflüsse auf die Absatz- und Ergebnisentwicklung für unseren Geschäftsbetrieb bedeuten.

Chancen könnten sich daraus ergeben, dass die Auswirkungen aus der Pandemie im zweiten Halbjahr schneller abmildert als aktuell prognostiziert.

Dieser Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die künftige Entwicklung unseres Unternehmens beziehen. Solche Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis der zum jetzigen Zeitpunkt verfügbaren Informationen getroffen wurden. Sollten die dabei zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten abweichen.

 

Siegburg, im Juni 2020

Frank Hakvoort, Geschäftsführer

An die Automobile Hakvoort GmbH, Siegburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Automobile Hakvoort GmbH, Siegburg, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Automobile Hakvoort GmbH, Siegburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Ver antwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 29. Juni 2020

VGP GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Sebastian Vieten, Wirtschaftsprüfer

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