MERK Timber GmbHLiquidiert

Industriestraße 2, 86551 Aichach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 16798
Vorher
MERK GmbHFinnforest Merk GmbHMetsä Wood Merk GmbH
Eingetragen
27.1.1999
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Rohholz, Holzhalbwaren und Bauelementen aus HolzZimmerei und Ingenieurholzbau
Gegenstand
Projektierung, Planung, Durchführung, Vermittlung und Betreuung von Bauprojekten, Herstellung von Holzbauelementen und Systembausteinen, Beratung und Erbringung sonstiger Dienstleistungen im Zusammenhang mit Bauprojekten Dritter, Vertrieb von Bauartikeln, insbesondere zur Durchführung von Holzbauarbeiten.

Historie

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Management

NameRolle
Christian Scholz
seit 23.5.2013
Prokura
Christian Gold
seit 6.5.2013
Geschäftsführer
Karl-Heinz Roth
seit 6.5.2013
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Metsä Wood Merk GmbH

(vormals: Finnforest Merk GmbH)

Aichach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 und Lagebericht 2011

Lagebericht

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die Metsä Wood Merk GmbH, vormals Finnforest Merk GmbH, mit Sitz in Aichach und Tochter des finnischen Metsä Group Konzerns ist ein europaweit agierendes Unternehmen im Bereich Bauen mit Holz. Das Produkt- und Leistungsportfolio umfasst dabei sowohl alle Kernbereiche dieses Geschäftsfeldes als auch einige Nischenbereiche zur Abrundung der Aktivitäten und setzt dabei Maßstäbe in Technik und Innovation in Sachen Holzbau in Europa.

Die Metsä Wood Merk ist vorrangig in den Marktfeldern Ingenieur-Holz- + Fassadenbau, Produktion und Vertrieb von Bausystemen in Holz tätig. Innovative und individuelle Holzbauten werden im Projektgeschäft unter Verwendung leistungsfähiger Bausysteme ausgeführt. Zusätzlich werden standardisierte, schnell verfügbare und hochwertige Systemlösungen aus Holz und Holzwerkstoffen im Systemgeschäft von Metsä Wood Merk permanent zu einer noch breiteren Anwendung im Bauwesen weiterentwickelt. Die auf die Bedürfnisse des Zimmereihandwerks optimierten Bausysteme werden entweder direkt, über langjährige Standortpartner oder über die Finnforest Landesorganisationen in den europäischen Ländern erfolgreich vermarktet.

1.1 Konjunkturelle Entwicklung der Bauindustrie

Laut Einschätzung des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe wird für das Jahr 2011 ein deutlicher Umsatzzuwachs von 8,5 Mrd. € (+10,5 %) prognostiziert. Die Hauptbeiträge dafür liefern der Wohnungsbau mit ca. + 4 Mrd. € (+15,6 %), wie auch der Wirtschaftsbau mit ca. + 3,5 Mrd. € (+12,2 %). Unterdurchschnittlich, aber dennoch im Plus mit 1 Mrd. € (+3,6%), liefert der öffentliche Bau im Jahr 2011 hinzu.

Baugewerbliche Umsätze im deutschen Bauhauptgewerbe im Jahr 2011 - nominale Veränderungsrate zu 2010 -
  Deutschland Prognose 2011 Deutschland % zu 2010
Wohnungsbau 30.414 Mio. € + 15,6 %
Wirtschaftsbau 33.121 Mio. € + 12,1 %
Öffentlicher Bau 27.031 Mio. € + 3,6 %
Gesamt 81.933 Mio. € + 10,5 %

Bei der Umsatzsteigerung im Wohnungsbau macht sich die wiederbelebte Neubautätigkeit bemerkbar. Nach den Tiefständen bei den Fertigstellungen in den Jahren 2009/2010 mit 140.000 neuerrichteten Wohneinheiten, wird in 2011 mit 164.000 WE gerechnet. Triebkräfte der Entwicklung im Wohnungsneubau sind

der Wunsch vieler Menschen nach den eigenen vier Wänden, der sich vor dem Hintergrund eines stabilen Arbeitsmarktes, wachsender Einkommen und ausgesprochen niedriger Hypothekenzinsen eher verwirklichen lässt;

der Investitionsstau in den letzten Jahren,

der Zuzug in Ballungsräume,

Investments in Immobilien als interessante Alternative in Zeiten einer nicht ausgestandenen Finanzkrise

Der Wirtschaftsbau hat sich in 2011 im Zuge des fortgesetzten konjunkturellen Aufschwunges deutlich positiv entwickelt. Die Investitionsneigung des verarbeitenden Gewerbes wuchs mit der steigenden Kapazitätsauslastung deutlich an. Wachsender inländischer Konsum führte zu mehr Investitionen in Lager und Handelsflächen. Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt stützt zudem die Flächennachfrage.

Der Umsatz im öffentlichen Bau hat im Jahr 2011 nicht mehr anhaltend von den hochbaulastigen Konjunkturpaketen profitieren können. So fielen die Umsätze im Hochbau bis Oktober um fast 4%. Demgegenüber haben die Umsätze im Tiefbau bis Oktober wieder zugelegt (+6%), nachdem sie im Vorjahr, trotz der Konjunkturpakete, noch gefallen waren.

Beschäftigtenentwicklung: Nachdem der Beschäftigtenstand mit der konjunkturellen Entwicklung im Bauhauptgewerbe zwischen 1995 und 2005 eine Halbierung des Niveaus auf 700.000 Beschäftigte erfuhr, hat sich dieses neue Basisniveau in 2011 weiter stabilisiert. Jahresdurchschnittlich ist mit ca. 734.500 Beschäftigten zu rechnen, nach ca. 716000 im Vorjahr (+2,6 %).

(Quelle: Analyse & Prognose Bauwirtschaftlicher Bericht 2011/2012 - Zentralverband Deutsches Baugewerbe Februar 2012)

1.2 Position und konjunkturelle Lage des Unternehmens

Der positiven Entwicklung dieser bau- bzw. gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnten wir als Metsä Wood Merk in 2011 nicht in Gänze folgen. Die notwendig gewordene strategische Neupositionierung bzw. Neuausrichtung im Projektgeschäft sowie schwierige Markt- und Wettbewerbsbedingungen im Kerto-Systemgeschäft führten in 2011 in diesen Geschäftsbereichen zu einem letztendlich nicht ganz zufriedenstellenden Verlauf. Dagegen hat sich das Leno Systemgeschäft abermals sehr erfreulich und positiv entwickelt und ein insgesamt immer noch positives Gesamtergebnis gesichert

Im Projektgeschäft konnten nach den in 2010 vorhandenen Verzögerungen und Verschiebungen diese vor allem internationalen Großprojekte in 2011 nun endgültig abgeschlossen werden. Der parallel dazu stattgefundene Strategiewechsel zu mehr und mehr systemorientierten Projekten und der deutlicheren Konzentration auf konzerneigene Produkte haben letztendlich aber in diesem Geschäftsjahr zu einem nicht ganz zufriedenstellenden Ergebnis geführt.

Im Systemgeschäft hingegen konnte mit dem Hauptprodukt LENO ein leistungs- und ergebnismäßig sehr zufriedenstellender Jahresverlauf erreicht werden, während das Kerto-Geschäft besonders unter einem stärker gewordenen Wettbewerb gelitten hat.

1.3 Beschaffung

Bezüglich der Beschaffung der notwendigen Güter, davon hauptsächlich Holz und Holzwerkstoffe, kamen in 2011 knapp 54% aus dem Inland und etwa 12,4% direkt aus den im Konzern verbundenen Unternehmen. Insgesamt betrug das Einkaufsvolumen in 2011 ca. 38.397 m³.

1.4 Produktion

In der Produktion wurden die bestehenden Qualitätssicherungssysteme kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. Die Effizienz der vorhandenen Produktionsanlagen konnte gegenüber dem Vorjahr durch gezielte Steuerungsmaßnahmen nochmals gesteigert werden.

1.5 Forschung und Entwicklung

An F+E Aktivitäten wurden in 2011 insbesondere Maßnahmen ergriffen, die die Qualität und damit die Marktfähigkeit der vorhandenen Produktpalette von Metsä Wood weiter verbessern und zusätzlich neue Anwendungsbereiche erschließen, wie z.B. europäische Zulassungen für LENO zur Unterstützung der Marktausweitung, KERTO und LENO in kombinierter Anwendung sowie im Oberflächen- und statisch - / bauphysikalischen Bereich, da diese die Kernprodukte für unserer Aktivitäten darstellen. Zugleich liefen Untersuchungen zur Optimierung der Fertigungs- und Steuerungsabläufe in vorgenannten Bereichen, um mehr und mehr industrielle Abläufe zu implementieren und Kosteneinsparungen durch Substitutionsprozesse in Material und Produktionstechnik zu generieren. Darüber hinaus konnten die Prozesse für die Qualitätssicherung in Abstimmung mit den zuständigen Stellen optimiert werden.

1.6 Investitionen

ImInvestitions-Bereich erfolgten in 2011 neben den Anschaffungen für IT und Fuhrpark im Wesentlichen Ausgaben für Maschinen und Produktionsverbesserungen für LENO und KERTO. Das Investitionsvolumen betrug T€ 574.

1.7 Personal

Im personellen Bereich konnten wir qualitätsverbessernde Maßnahmen im gewerblichen Bereich erfolgreich durchführen.

Das konzernweit angebotene Schulungs- und Trainingsprogramm wurde ohne Einschränkung weiter angeboten und von vielen Mitarbeitern intensiv genutzt.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2011 beschäftigten wir in der Metsä Wood Merk GmbH inklusive der Auszubildenden 109 Mitarbeiter, bestehend aus 56 Angestellten, 41 Arbeitern und 12 Auszubildenden, darunter 22 Frauen und 87 Männer. Als Ingenieure und Techniker arbeiten 25 Mitarbeiter bei Metsä Wood Merk.

1.8 Beurteilung der Lage

Die Geschäftsführung war angesichts der gegebenen und konstant schwierigen internen wie externen Rahmenbedingungen insgesamt aber noch zufrieden mit dem erreichten Jahresergebnis. Vor allem die mittlerweile vorhandene gute europaweite Marktstellung gibt weiter Anlass zu nachhaltigem Optimismus.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1 Ertragslage

Eine Übersicht der Ertragslage ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

  2011 2010 Veränderung
  T€ % T€ % T€ %
Umsatzerlöse 52.558 155,1 25.346 68,1 27.212 107,4
Bestandsveränderungen -18.680 -55,1 11.881 31,9 -30.561 >100,0
Betriebsleistung 33.878 100,0 37.227 100,0 -3.349 -9,0
Materialaufwand 22.779 67,2 25.885 69,5 -3.106 -12,0
Rohergebnis 11.099 32,8 11.342 30,5 -243 -2,1
Personalaufwand 6.409 19,0 6.306 16,9 103 1,6
Abschreibungen 594 1,8 840 2,3 -246 -29,3
Vertriebsaufwendungen 1.973 5,8 2.252 6,0 -279 -12,4
Betriebsaufwendungen 1.401 4,1 1.479 4,0 -78 -5,3
Verwaltungsaufwendungen 1.400 4,1 1.371 3,7 29 2,1
Sonstige Steuern 9 0,0 8 0,0 1 12,5
Kostenmindernde Erträge 1.079 3,2 1.357 3,6 -278 -20,5
Betriebsaufwand -10.707 -31,6 -10.899 -29,3 192 -1,8
Betriebsergebnis 392 1,2 443 1,2 -51 -11,5
Außerordentliches Ergebnis -45 -0,1 -26 0,0 -19 o.A.
Finanzergebnis -38 -0,1 -87 0,0 49 >100,0
Gewinnabführung -309 -0,9 -330 -0,9 21 -6,4
Jahresüberschuss 0 0,0 0 0,0 0 0,0

Für das relativ stabile Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr war trotz deutlichem Rückgang der Betriebsleistung (- 9,0 %) der prozentual gesunkene Materialaufwand und die absolute Reduzierung des Betriebsaufwandes ausschlaggebend.

Innerhalb der Geschäftsbereiche gliedert sich die erzielte Betriebsleistung, bei einem Exportanteil bzw. bei einer Auslandsbautätigkeit von etwa 56%, wie folgt auf:

Projektgeschäft: 13,5 Mio. EURO
Systemgeschäft: 20,4 Mio. EURO

Für die deutliche Reduzierung bzw. die Höhe der Betriebsleistung insgesamt sind im Wesentlichen folgende Gründe verantwortlich:

Deutliche Reduzierung des Bestandes unfertiger Bauprojekte, insbesondere im europäischen Ausland, durch Fertigstellung und Abrechnung der Großprojekte

Weiterer Ausbau der Aktivitäten im Systemgeschäft

Beginnende Neupositionierung und Restrukturierung des Projektgeschäftes in Europa durch weitere Risikominimierung und Konzentration auf Kernprodukte des Konzerns

Stabile Nachfrage nach Serviceleistungen durch andere Metsä Wood Einheiten in Europa

Die Höhe des Betriebsergebnisses im Geschäftsjahr 2011 beruht zusammengefasst vor allem auf vier Faktoren:

Im Vergleich zum Vorjahr Stabilisierung bzw. Verbesserung von Deckungsbeiträgen durch verbesserte Verkaufspreise und relativ konstant gebliebene Rohmaterialpreise, insbesondere bei Holzware

Beendigung und Abrechnung von Großprojekten, insbesondere im europäischen Ausland

Gute Auslastung im Systemgeschäft im gesamten Geschäftsjahr

Umgesetzte, wirksame Kostensenkungsmaßnahmen

2.2 Finanzlage

Kapitalflussrechnung

  2011
T€
2010
T€
Jahresergebnis vor Zinsen, Gewinnabführung und außerordentlichem Ergebnis 347 443
Zinserträge/-aufwendungen -38 -87
Außerordentliche Aufwendungen 0 -26
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 594 840
Veränderung der Rückstellungen 332 111
Ertrag (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -4 -2
Abnahme (+)/ Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 5.119 -4.848
Abnahme (-)/ Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.026 3.061
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.324 -508
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens/immateriellen Anlagevermögens 4 171
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen/immaterielle Anlagevermögen -701 -483
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -697 -312
Auszahlungen aus Gewinnabführung -309 -330
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -309 -330
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.318 -1.150
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 4.023 5.173
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 5.341 4.023
  31.12.2011
T€
31.12.2010
T€
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres    
Zahlungsmittel 40 1.235
Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter 5.301 2.788
  5.341 4.023

Das Eigenkapital beträgt 10.617 T€ und repräsentiert damit eine Eigenkapitalquote von ca. 79,5%.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 2.324 T€. Der Grund für den positiven Cashflow liegt insbesondere in der deutlichen Reduzierung der unfertigen Leistungen durch die Abrechnung vorhandener Großprojekte sowie der projektrelevanten Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung zum Geschäftsjahresende im Vergleich zum Vorjahr. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt -697 T€ und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit liegt bei -309 T€. Die Finanzierung des laufenden Geschäftes und der Investitionen erfolgte durch Verwendung des Finanzmittelfonds in Höhe von € 1,3 Mio.

Insgesamt ergab sich damit ein positiver Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres von 5.341 T€.

Die laufende Gesamtfinanzierung wird über das Cash-Pooling mit der Finanzierungsgesellschaft des Konzerns der Metsä Finance und den dort bestehenden Bankverbindungen abgewickelt, so dass ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen. Durch die Einbeziehung unserer Gesellschaft in den Konzernverbund ist die Finanzierung unserer Gesellschaft auch langfristig gesichert.

2.3 Vermögenslage

Eine Übersicht über die Vermögens- und Kapitalstruktur ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

  31.12.2011 31.12.2010 Veränderung
  T€ % T€ % T€ %
Vermögensstruktur            
Immaterielle Vermögensgegenstände 309 2,3 156 0,9 153 98,1
Sachanlagen 2.534 19,1 2.581 15,2 -47 -1,8
Übrige lfr. Vermögensgegenstände 21 0,2 24 0,1 -3 -12,5
Langfristig gebundenes Vermögen 2.864 21,5 2.761 16,3 106 3,8
Vorräte 2.101 15,7 7.426 43,7 -5.325 -71,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.462 18,4 1.655 9,7 807 48,8
Forderungen im Verbundbereich und gegen Gesellschafter 5.629 42,2 3.281 19,3 2.348 71,6
Sonstige Vermögensgegenstände 93 0,7 521 3,1 -428 -82,1
Liquide Mittel 40 0,3 1.235 7,3 -1.195 -96,8
ARAP und aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 159 1,2 101 0,6 58 57,4
Kurzfristig gebundenes Vermögen 10.484 78,5 14.219 83,7 -3.735 -26,3
  13.348 100,0 16.980 100,0 -3.629 -21,4
Kapitalstruktur            
Gezeichnetes Kapital 26 0,2 26 0,2 0 0,0
Kapitalrücklage 10.591 79,2 10.591 62,5 0 0,0
Eigenkapital 10.617 79,5 10.617 62,6 0 0,0
Pensionsrückstellungen 0 0,0 0 0,0 0 #DIV/0!
Mittelfristige Rückstellungen 100 0,8 187 1,1 -87 -46,5
Lang- und mittelfristiges Eigen- und Fremdkapital 10.717 80,3 10.804 63,7 -87 -0,8
Kurzfristige Rückstellungen 1.253 9,4 834 4,9 419 50,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 686 5,0 4.491 26,4 -3.805 >100,0
Verbindlichkeiten im Verbundbereich und gegenüber Gesellschaftern 347 2,6 536 3,2 -189 >100,0
Übrige Verbindlichkeiten 345 2,6 315 2,0 30 9,5
Kurzfristiges Fremdkapital 2.631 19,7 6.176 36,5 -3.545 -57,4
  13.348 100,0 16.980 100,0 -3.632 -21,4

Die Neuinvestitionen (ca. 0,6 Mio. €) galten in 2011 vor allem der Optimierung der Produktionsprozesse, Anschaffungen in Maschinentechnik sowie IT und Fuhrpark.

Die deutliche Reduzierung der Vorräte und der Verbindlichkeiten hängt im Wesentlichen mit der laufenden Finanzierung und den Abrechnungsmodalitäten, insbesondere der großen Projekte in Spanien und England, zusammen.

Größere Änderungen an der bestehenden Vermögens- und Kapitalstruktur ergaben sich nicht und werden auch für 2012 nicht erwartet.

3. Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung oder mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.

4. Risikobericht

Die Risiken und Chancen der Geschäftsbereiche werden im Folgenden zunächst getrennt dargestellt:

Im Bereich Projektgeschäft sind im Wesentlichen drei Hauptrisiken sowie ein sich aus den Folgen der Finanzkrise ergebendes Risiko zu nennen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit verbunden mit der möglichen Auswirkung von übergeordneter Bedeutung für das Unternehmen sind:

Eintritt weiterer Wettbewerber, insbesondere kleinerer Holzbaubetriebe in das europäische Projektgeschäft (strategisches Risiko)

Die Gefahr fehlender Kostendeckung bei fehlerhafter Projektkalkulation (operatives Risiko)

Weiterer Verfall des Marktpreises aufgrund der vorhandenen und sich verschärfenden Wettbewerbssituation

Verlust der finanziellen Stabilität der vorhandenen bzw. möglicher Auftraggeber resultierend aus den Folgen der Finanzkrise

Insbesondere das Risiko fehlerhafter Projektkalkulationen kann je nach Größe des Einzelprojektes existenzbedrohende Auswirkung für das Unternehmen haben, während bei den anderen Risiken in erster Linie Umsatz- oder Ertragseinbußen drohen.

Durch das vorhandene und weiter optimierte Projektmanagement und Projektcontrolling wird das besonders im Baugewerbe vorhandene Einzelprojektrisiko weiter minimiert.

Als wichtiger Wettbewerbsvorteil gegenüber einigen Wettbewerbern ist insbesondere die Konzernfinanzierung zu nennen, die es erlaubt, sehr flexibel und volumenunabhängig im Bereich der europaweiten Projektakquisitionen aufzutreten und zu agieren.

Im Bereich Systemgeschäft sind vor allem drei Hauptrisiken zu nennen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit verbunden mit der möglichen Auswirkung von übergeordneter Bedeutung für das Unternehmen sind:

Eintritt weiterer Wettbewerber im Bereich LENO, insbesondere im deutschsprachigen Raum durch z.B. Produzenten aus Österreich (strategisches Risiko)

Unzureichende Produktionskapazitäten durch weiterhin stark wachsenden Verkauf (operatives Risiko)

Preisliche und volumenbedingte Risiken in der Rohstoffversorgung

Vor allem ein möglicher Eintritt weiterer größerer Holzproduzenten könnte für den Bereich LENO gravierende Umsatz- und Ertragseinbußen nach sich ziehen.

Ein weiteres Risiko in den Tätigkeitsfeldern der Gesellschaft ist die Absicherung der Finanzierung von Fertigungsaufträgen. Daraus sich möglicherweise ergebende Finanzierungsspitzen werden über die Muttergesellschaft abgedeckt.

Insgesamt überwiegen jedoch insgesamt die in allen Geschäftsbereichen liegenden Chancen und Erfolgspotenziale. Dies beruht im Wesentlichen auf folgenden Faktoren:

langfristig gute Entwicklungspotenziale, insbesondere in Gesamteuropa

zur Verfügung stehendes umfassendes technisches Potenzial innerhalb der Metsä Group

wirtschaftliche Größe und Stärke der Metsä Group

Umfangreiches und effizientes Vertriebs- und Kundennetzwerk von Metsä Wood in Europa

Markteintritt und Marktdurchdringung durch auszuführende Projekte in Europa

Umweltschäden sind derzeit keine bekannt.

Mögliche Umweltrisiken, insbesondere bei der Behandlung von Holz, werden durch das bestehende betriebliche Umweltmanagementsystem minimiert.

Fremdwährungsrisiken bei Nicht-Euro-Projekten werden grundsätzlich durch Kurssicherungsgeschäfte (Hedges) innerhalb der laufenden Konzernfinanzierung gesichert.

Forderungsausfallrisiken werden über die bestehende konzernweit gültige Warenkreditversicherung abgedeckt. Möglicherweise unzureichende Deckungen müssen über andere Sicherungsinstrumente oder

-maßnahmen, wie z.B. Vorauszahlungen und Bürgschaften oder im Rahmen von Konzernentscheidungen abgesichert bzw. freigegeben werden.

5. Prognosebericht

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe ist für 2012 insgesamt optimistisch, der Gesamtumsatz im Bauhauptgewerbe wird mit ca. zwei Prozent Wachstum (92.020 Mio. €) bei stabiler Beschäftigung erwartet.

Die Frühindikatoren lassen für den Umsatz im Wirtschaftsbau in 2012 ein Wachstumspotential erkennen. Umfragewerte stützen eine positive Erwartungshaltung. Der nachhaltige Umbau der Energiebasis sollte zudem stabilisierend wirken. Der Umsatz im Wirtschaftsbau insgesamt dürfte in 2012 um 2,3 % steigen. Die Risiken einer solchen Prognose liegen in einer weiterhin anhaltenden Verschuldungs- und Finanzkrise, in deren Folge Aufträge storniert und / oder unzureichend Kreditmittel bereitgestellt werden könnten.

Die Frühindikatoren zeichnen für den öffentlichen Bau für 2012 eine negative Perspektive. Aus den Rahmenbedingungen sind kaum Impulse zu erwarten: Die Mittel aus den Konjunkturprogrammen sind abgearbeitet, Finanzierungsspielräume der öffentlichen Auftraggeber für Investitionen bleiben wegen der beschlossenen Schuldenbremse perspektivisch eng. Die begrüßungswerte Erhöhung des Planansatzes im Bundeshaushalt im Bereich Infrastruktur für 2012 um ca. 500 Mio. € wird den erwarteten Rückgang des Umsatzes nur abbremsen aber nicht egalisieren. Insgesamt wird der Umsatz im öffentlichen Bau in 2012 mit einem Rückgang von 3 % prognostiziert.

Grund zu Optimismus wird auch weiterhin aus dem Wohnungsbau kommen. Triebkräfte dieser positiven Entwicklung werden auch in 2012 erneut die wiederbelebte Neubautätigkeit, ein stabiler Arbeitsmarkt, steigende Einkommen und die Vermögensanlage in Immobilien aus Sorge um die Unsicherheiten aus der Euro- und Finanzkrise sein. Die Umsatzentwicklung in 2012 wird in den neuen Ländern relativ stärker ausfallen als in den alten Ländern. Insgesamt wird mit 5 % gerechnet.

Umsatzprognose 2012
Umsatzprognose Bauhauptgewerbe 2012 Veränderungsrate geg. Vorjahr
in %
Wohnungsbau Wirtschaftsbau Öffentlicher Bau Insgesamt
5,0 2,3 -3,0 2,0

Bei der Beschäftigtenentwicklung geht der Hauptverband derzeit davon aus, dass das Beschäftigtenniveau auf dem Stand von 2011 gehalten werden kann.

Bei Metsä Wood Merk gehen die Planungen für das Geschäftsjahr 2012 und 2013 von einem weiterhin mindestens positiven Jahresergebnis bei einer reduzierten Gesamtleistung im Vergleich zu 2011 aus. Die Gründe dafür liegen vor allem in der strategischen Neuausrichtung des internationalen Projektgeschäftes. Der Auftragsbestand für das Geschäftsjahr 2012 liegt augenblicklich bei etwa 4,4 Mio. EURO. Die weitere Forcierung unserer europaweiten Systemberatung und -akquisition in Verbindung mit unseren Metsä Wood-Partnern wird auch in 2012 und 2013 wieder zentrale Aufgabe im Systemgeschäft sein. Daneben werden bereits erste Schritte zum Ausbau möglicher neuer Marktgebiete unternommen. Es muss auch künftig das Ziel sein, über profitable Nischenbereiche Wachstum zu generieren und die Auslastung ganzjährig zu sichern.

Im Systemgeschäft wird für 2012 und 2013 insgesamt mit einem weiteren leichten Wachstum beim Umsatz gerechnet. Zentraler Schwerpunkt der Maßnahmen für LENO in 2012 wird die weitere Restrukturierung der internen Prozessabläufe sein, um mehr Effizienz und weitere Kostensenkungen zu erreichen. Darüber hinaus werden intensive Produktentwicklungen und Markteinführungen im Bereich KERTO-Systeme vorangetrieben, die auch in diesem Bereich ein Wachstum erwarten lassen.

Über alle Geschäftsbereiche hinweg wird daher für 2012 mit einer Gesamtleistung von etwa 28,5 Mio. EURO und einem positiven Betriebsergebnis von ca. 0,2 Mio. EURO gerechnet. Etwa 20 % des Umsatzes sollen aus dem Projektbereich, ca. 80 % aus dem Systembereich kommen.

Ausgehend von diesen Faktoren und Rahmenbedingungen deutet einiges darauf hin, dass das Erreichen der Gesamtleistung und des Jahresergebnisses in 2012 möglich erscheint. Für 2013 kann nach derzeitigem Kenntnisstand in etwa mit ähnlichen Prämissen und Prognosen gerechnet werden.

 

Aichach, den 30. März 2012

Metsä Wood Merk GmbH, Aichach

Bilanz

Aktiva

  31.12.2011
31.12.2010
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 308.760,22 155.658,42
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 664.767,53 745.555,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.439.918,42 1.468.772,37
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 149.427,84 188.167,99
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 280.201,50 178.862,48
  2.534.315,29 2.581.358,25
  2.843.075,51 2.737.016,67
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.716.789,72 1.963.094,28
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.373.629,35 20.053.908,43
3. Geleistete Anzahlungen 10.000,00 2.764.678,98
4. Erhaltene Anzahlungen -999.776,00 -17.355.592,62
  2.100.643,07 7.426.089,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.461.889,56 1.654.639,93
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.629.110,19 3.280.861,56
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 114.077,70 546.020,58
  8.205.077,45 5.481.522,07
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 40.210,66 1.235.204,26
  10.345.931,18 14.142.815,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 134.245,25 80.383,15
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 25.050,00 20.258,05
  13.348.301,94 16.980.473,27

Passiva

   
  31.12.2011
31.12.2010
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 26.100,00 26.100,00
II. Kapitalrücklage 10.590.969,11 10.590.969,11
  10.617.069,11 10.617.069,11
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 42.189,00 42.189,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.310.961,03 979.470,00
  1.353.150,03 1.021.659,00
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 685.788,91 4.490.500,21
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 247.475,80 467.406,84
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 99.989,64 68.968,94
4. Sonstige Verbindlichkeiten 344.828,45 314.869,17
(davon aus Steuern € 122.308,52 ; Vorjahr € 66.157,16)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 93.795,82; Vorjahr € 100.421,90)    
  1.378.082,80 5.341.745,16
  13.348.301,94 16.980.473,27

Gewinn- und Verlustrechnung

  2011
2010
1. Umsatzerlöse 52.557.652,01 25.346.448,24
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -18.680.279,08 11.880.695,62
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 61.912,26 57.819,21
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.017.387,79 1.299.123,83
(davon aus Währungsumrechnung € 81.201,56; Vorjahr € 29.841,72)    
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 14.056.133,46 16.597.379,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.722.930,94 9.287.227,83
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 5.044.637,26 4.868.016,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.364.232,70 1.437.729,11
(davon für Altersversorgung € 9.942,10; Vorjahr € 8.548,20)    
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 594.445,47 839.648,53
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.818.533,89 5.103.353,47
(davon aus Währungsumrechnung € 24.044,24; € 13.443,27)    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 47.359,84 18.618,34
(davon aus verbundenen Unternehmen € 37.923,47; Vorjahr € 3.034,26)    
(davon aus Abzinsung € 0,00; Vorjahr € 1.209,52)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 85.513,40 106.148,17
(davon an verbundene Unternehmen €0,00; Vorjahr € 557,39)    
(davon aus Aufzinsung € 20.847,09; Vorjahr € 15.780,00)    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 317.605,70 363.202,58
12. Außerordentliche Erträge 0,00 41.849,13
13. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 67.470,00
14. Außerordentliches Ergebnis 0,00 -25.620,87
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -221,51 -174,89
16. Sonstige Steuern 8.956,35 8.090,00
17. Aufgrund von Gewinnabführungsvertrag abgeführter Gewinn 308.870,86 329.666,60
18. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256 HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften nach §§ 264 bis 289 HGB vorgenommen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden in Anlehnung an die in den steuerlichen Abschreibungstabellen vorgegebene Nutzungsdauer linear sowie pro rata temporis vorgenommen. In 2011 wurde von dem Wahlrecht der Sofort-abschreibung Gebrauch gemacht.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt, dem Niederstwertprinzip wird dabei Rechnung getragen.

Die unfertigen Leistungen werden nach Herstellkosten gemäß § 255 (2) HGB bewertet. Die Grundsätze einer verlustfreien Bewertung wurden beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Forderungsrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Ansatz des Kassenbestandes sowie der Bankguthaben erfolgt zum Nominalwert.

Die Pensionsrückstellungen sind mit dem versicherungsmathematisch ermittelten Teilwert nach § 6 a EStG gebildet. Bei der Berechnung wurden folgende Parameter zugrunde gelegt: Rechnungszins: 5,13 %; und Rententrend 2 %. Der Erfüllungsbetrag zum 31.12.2012 beträgt 216.783 €. Gemäß § 285 (25) HGB wurde die Pensionsrückstellung i. H. v. 216.783 € mit der Rückdeckungsversicherung i. H. v. 241.833 € verrechnet und gesondert als Aktivposten ausgewiesen. Die aus den laufenden Änderungen resultierenden Zinsaufwendungen i. H. v. 10.579 € und Zinserträgen i. H. v. 4.534,91 € wurden ebenfalls saldiert.

Die Altersteilzeitrückstellungen wurden gemäß versicherungsmathematischem Gutachten gebildet. Hierbei wurde ein Rechnungszins von 3,93 % zugrunde gelegt. Der Erfüllungsrückstand wurde abgezinst und mit dem Barwert bewertet. Die Aufstockungsbeträge wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert angesetzt. Gemäß § 285 (25) HGB wurde die Altersteilzeitrückstellung zum 31.12.2011 i. H. v. 460.751 € mit dem Insolvenzsicherungsguthaben i. H. v. 360.799,84 € verrechnet.

Die Bürgschaft für den Insolvenzschutz der Zeitwertkonten wurde gemäß § 285 (25) i. H. v. 88.288,50 € mit der Rückstellung i. H. v. 235.533,80 € saldiert ausgewiesen.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen.

Das Körperschaftssteuerguthaben (§ 37 Abs. 5 KStG) wurde zum fortgeführten Barwert angesetzt.

Verbindlichkeiten sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt.

Forderungen in Fremdwährungen wurden zum Stichtagskurs auf Grundlage der veröffentlichen Kurse der EZB bewertet.

2. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Kalenderjahr 2011 ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der diesem Anhang beigefügt ist.

Forderungen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von 5.629.110,19 € um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen gebildet für Altersteilzeitverpflichtungen (T€ 460), Garantieverpflichtungen (T€ 238), Urlaubsansprüche (T€ 197), Zeitkontenguthaben (T€ 147), Kundenprovisionen, Boni, Maklerprovision, Jahresabschlusskosten sowie für Archivierungskosten.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sämtlicher Verbindlichkeiten verteilen sich wie folgt:

  Gesamt davon mit einer Restlaufzeit davon durch
  € (Vorjahr) bis zu 1 Jahr € (Vorjahr) von 1 - 5 Jahren € (Vorjahr) über 5 Jahre € (Vorjahr) Pfandrechte u.ä. Rechte gesichert € (Vorjahr)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 685.788,91 685.788,91 0,00 0,00 0,00
  (4.490.500,21) (4.490.500,21) (0,00) (0,00) (0,00)
gegenüber verbundenen Unternehmen 247.475,80 247.475,80 0,00 0,00 0,00
  (467.406,84) (467.406,84) (0,00) (0,00) (0,00)
gegenüber Gesellschaftern 99.989,64 99.989,64 0,00 0,00 0,00
  (68.968,94) (68.968,94) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige 344.828,45 344.828,45 0,00 0,00 0,00
  (314.869,17) (314.869,17) (0,00) (0,00) 0,00
  1.378.082,80 1.378.082,80 0,00 0,00 0,00
  (5.341.745,16) (5.341.745,16) (0,00) (0,00) (0,00)

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 5.976,59 GBP aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 247.475,80 € vollständig aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Zum 31.12.2011 bestanden sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus einem Pachtvertrag (T€ 1.440) sowie aus Leasingverträgen (T€ 567). Ferner bestehen Haftungsverhältnisse aus Bank- und Versicherungsbürgschaften in Höhe von T€ 2.944.

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Währungsoptionsgeschäfte.

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2011 können gem. § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert werden:

Projektbereich: 33,6 Mio. €
Systembereich: 19,0 Mio. €

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 25 sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 41 enthalten. Die Erträge setzen sich aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen sowie Quoten aus Insolvenzmassen und Rückerstattung von Prämien und internationalen Vorsteuern zusammen. Die Aufwendungen resultieren hauptsächlich aus Erlösschmälerungen aus den Vorjahren.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wurde in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Ebenso wurde die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB unterlassen.

Die Gesellschaft wird als 100%ige Tochter der Metsä Wood Deutschland GmbH (vormals: Finnforest Deutschland GmbH), Bremen, in den Konzernabschluss der Metsäliitto Group, Espoo, Finnland, einbezogen. Der Konzernabschluss ist erhältlich am Sitz der Metsäliitto Group, Revontulentie 6, 02100 Espoo, Finnland.

  2011 2010
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter    
Geschäftsführer 1 1
Angestellte 58 61
Arbeiter 42 45
Auszubildende 10 11

Geschäftsführer:

Herr Christoph Zimmermann, Dipl.-Ing. (FH), Göppingen

Gewinnverwendung

Der nach Ausgleich bestehender Verlustvorträge verbleibende Gewinn aus dem Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis 31.12.2011 in Höhe von 308.870,86 € wird aufgrund eines am 05.12.2008 mit der Metsä Wood Deutschland GmbH (vormals: Finnforest Deutschland GmbH) geschlossenen Gewinnabführungsvertrages an diese übertragen.

 

Aichach, den 30. März 2012

Metsä Wood Merk, Aichach

Christoph Zimmermann

Anlagenspiegel

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2011
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 876.985,59 1.791,00 228.944,98 0,00 1.107.721,57
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.169.655,14 0,00 19.589,00 0,00 1.189.244,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.812.530,76 12.904,27 275.708,00 32.956,67 6.068.186,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 689.223,25 60.230,59 0,00 54.480,34 694.973,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 178.862,48 625.581,00 -524.241,98 0,00 280.201,50
  7.850.271,63 698.715,86 -228.944,98 87.437,01 8.232.605,50
  8.727.257,22 700.506,86 0,00 87.437,01 9.340.327,07
  Abschreibungen
  01.01.2011
Zugänge
Abgänge
31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 721.327,17 77.634,18 0,00 798.961,35
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 424.099,73 100.376,88 0,00 524.476,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.343.758,39 317.465,71 32.956,16 4.628.267,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 501.055,26 98.968,70 54.478,30 545.545,66
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  5.268.913,38 516.811,29 87.434,46 5.698.290,21
  5.990.240,55 594.445,47 87.434,46 6.497.251,56
  Restbuchwerte
  31.12.2011
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 308.760,22 155.658,42
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 664.767,53 745.555,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.439.918,42 1.468.772,37
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 149.427,84 188.167,99
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 280.201,50 178.862,48
  2.534.315,29 2.581.358,25
  2.843.075,51 2.737.016,67

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Metsä Wood Merk GmbH (vormals: Finnforest Merk GmbH), Aichach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Osnabrück, den 30. März 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Angelika Kessels, Wirtschaftsprüferin

ppa. Thomas Fiedeldey, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde am 31.05.2012 festgestellt.

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