CityBahn GmbHLiquidiert

65189 Wiesbaden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 29908
Eingetragen
11.9.2017
Branche
Bau von BahnverkehrsstreckenBetrieb von Verkehrswegen für SchienenfahrzeugePersonenbeförderung im Eisenbahnverkehr
Gegenstand
die Planung, der Bau (Bauleitung, Steuerung und Überwachung) und der Betrieb für die CityBahn Mainz - Wiesbaden - Bad Schwalbach (in Verbindung mit dem vorhandenen Mainzer Straßenbahnnetz).

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert89.91% ungelöst

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
50.00%
Germany
25.000 €
50.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

CityBahn GmbH

Wiesbaden

Jahresabschluss
zum 31. Dezember 2017
und Lagebericht

Rumpfgeschäftsjahr vom 11. September bis 31. Dezember 2017

Lagebericht der Geschäftsführung für das Rumpfgeschäftsjahr
vom 11. September bis 31. Dezember 2017
der CityBahn GmbH, Wiesbaden



1. Grundlagen der Gesellschaft

Am 16. Februar 2017 hat das Wiesbadener Stadtparlament mit großer Mehrheit die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH beauftragt, mit den Planungen für die Realisierung der CityBahn zu beginnen. Infolgedessen ist am 3. August 2017 die CityBahn GmbH offiziell gegründet worden, deren Unternehmensziele die Planung, der Bau und der spätere Betrieb der CityBahn sind, und zwar vor allem in Anbindung an das existierende Straßenbahnnetz in Mainz, aber auch mit der Perspektive einer Trassenverlängerung über Taunusstein bis nach Bad Schwalbach. Je zur Hälfte sind die WVV Wiesbaden Holding GmbH und die Mainzer Stadtwerke AG Anteilseigner der neuen GmbH. Am 11. September 2017 wurde die neue Gesellschaft beim Amtsgericht Wiesbaden unter der Nummer HRB 29908 in das Handelsregister eingetragen.

Mithilfe der CityBahn sollen zwei Kernprobleme des regionalen Verkehrsgeschehens gelöst werden: Die stetig wachsende Fahrgastnachfrage im öffentlichen Nahverkehr sowie die von Dieselmotoren verursachte Luft- und Lärmbelastung.

Die steigenden Fahrgastzahlen im Nahverkehr sind eine Auswirkung des kontinuierlichen Bevölkerungsanstiegs. Nach Prognosen werden bald in Wiesbaden mehr als 300.000 Menschen leben. Wiesbaden und Mainz zusammen kommen bereits heute auf fast eine halbe Million Einwohner. Dieses Wachstum hat unweigerlich eine Steigerung des Verkehrs zur Folge, die nur dann zu bewältigen ist, wenn ein möglichst großer Teil davon vom Nahverkehr aufgefangen wird. Die Ergebnisse der vom renommierten Ingenieurbüro Schüßler-Plan ausgearbeiteten Machbarkeitsstudie belegen, dass rund 82.000 Fahrgäste die CityBahn in deren erster Ausbaustufe von der Hochschule RheinMain in Wiesbaden bis zum Mainzer Hauptbahnhof nutzen werden. Davon werden voraussichtlich etwa 22.000 Umsteiger vom PKW sein.

2. Wirtschaftsbericht

Die CityBahn GmbH ist i. S. d. § 267a HGB eine Kleinstkapitalgesellschaft. Gemäß § 17 des Gesellschaftsvertrages gelten jedoch die Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Am 16. Februar 2017 hat die Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung die Mittel für die Vorplanung der CityBahn auf dem Wiesbadener Stadtgebiet bewilligt. Die Stadt Wiesbaden stellt 3,4 Mio. € zur Verfügung, das Land Hessen für diesen Streckenabschnitt 465 T€. Das Land Hessen hat inzwischen auch dem Rheingau-Taunus-Kreis eine Bezuschussung der Vorplanung zugesagt.

Die CityBahn GmbH hat mit Eintragung ins Handelsregister am 11. September 2017 ihre Geschäfte aufgenommen. Aufgrund der noch ausstehenden kartellrechtlichen Genehmigung sowie einer ausstehenden Antwort der Finanzverwaltung auf den Antrag auf verbindliche Auskunft hat die Gesellschaft selbst im Rumpfgeschäftsjahr nur in geringem Umfang wirtschaftliche Tätigkeiten entfaltet. Im Rumpfgeschäftsjahr wurden Vorplanungsleistungen überwiegend durch die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH erbracht und koordiniert. Die dafür angefallenen Kosten sind im Jahresabschluss der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH enthalten. Im Geschäftsjahr 2018 werden die Tätigkeiten nach und nach auf die CityBahn GmbH übertragen.

Die im Rumpfgeschäftsjahr ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (5.456 €) resultieren im Wesentlichen aus Prüfungs- und Beratungskosten für den Jahresabschluss 2017, für die eine Rückstellung gebildet wurde. Mangels anderweitiger Erträge und Aufwendungen wurde ein Jahresfehlbetrag in gleicher Höhe erzielt.

In der Bilanz stehen den Guthaben bei Kreditinstituten (49.933,76 €) sonstige Rückstellungen (5.395,00 €) und das Eigenkapital in Höhe von 44.544,06 € gegenüber. Zum Ende des Berichtsjahres beträgt die Eigenkapitalquote des Unternehmens 89,2 %.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft entspricht den Verhältnissen einer neugegründeten Gesellschaft, die ihre operative Tätigkeit noch nicht aufgenommen hat.

3. Prognosebericht

Der Kreistag des Rheingau-Taunus-Kreises hat am 8. März 2018 beschlossen, dass die Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft mbH (RTV) der CityBahn GmbH mit 25,1 % als Gesellschafter beitreten soll. Ebenso hat der Aufsichtsrat der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH den Beitritt mit 10 % am 30. Mai 2018 beschlossen. Durch die Erweiterung auf vier Partner soll die Gesellschaft noch stärker und effizienter als mit zwei Gesellschaftern werden. Die Umsetzung dieser Gesellschafterbeitritte ist bisher noch nicht erfolgt.

Die Vorplanung für den Streckenabschnitt "Theodor-Heuss-Brücke bis Hochschule RheinMain" der CityBahn in Wiesbaden ist abgeschlossen. Insgesamt erbrachte die Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) für die gesamte Strecke von Bad Schwalbach bis zur Hochschule Mainz den hohen NKU-Quotienten von 1,5. Dieser Wert belegt, dass bei der CityBahn der gesamtwirtschaftliche Nutzen die Kosten des Projekts deutlich übersteigt. Damit ist der Bau der CityBahn förderungsfähig und kann von Land und Bund bezuschusst werden. Die Untersuchung wurde nach einem standardisierten, vom Bundesverkehrsministerium vorgegebenen Bewertungsverfahren durchgeführt, welches Kriterien wie Reisezeiten von ÖPNV-Fahrgästen, vermiedene Pkw-Fahrten, Klima- und Umweltwirkungen, Verkehrssicherheitsaspekte sowie die Kosten des ÖPNV-Betriebs berücksichtigt und Auskunft über die Wirtschaftlichkeit des untersuchten Vorhabens gibt.

Die Gesellschaft soll zukünftig als Projektgesellschaft tätig werden und zunächst die Planung und den Bau der CityBahn für ihre Gesellschafter übernehmen. Die genauen Modalitäten der Leistungserbringung, der Leistungsabrechnung und auch der Finanzierung der CityBahn GmbH sind im Laufe des Geschäftsjahres 2018 auf Basis des Konsortialvertrages zwischen den Gesellschaftern noch abschließend zu vereinbaren.

Aufgrund der vorgesehenen Tätigkeit als Projektgesellschaft zum Bau einer Straßenbahnstrecke wird die Gesellschaft mit den branchentypischen Risiken in der Baubranche konfrontiert sein, die u. a. vom Risiko von Kostensteigerungen, Bauzeitverzögerungen, Auftragsnachträgen bis hin zu Rechtsstreitigkeiten reichen. Durch die Zusammenarbeit mit der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH können die Erfahrungen der Mainzer Seite aus dem eigenen Straßenbahnstreckenbau genutzt und kann Risiken von vornherein gegengesteuert werden. Die Chancen liegen ebenfalls in der Zusammenarbeit der Gesellschafter und den daraus resultierenden Synergien und Effizienzen.

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet die CityBahn GmbH ein Jahresergebnis in Höhe von 0 €.

  

 

Wiesbaden, den 30. August 2018

CityBahn GmbH

Eva Kreienkamp

Dr. Hermann Zemlin

Bilanz zum 31. Dezember 2017


Aktiva


31.12.2017 11.09.2017

Umlaufvermögen

I. Sonstige Vermögensgegenstände 5,30 0,00
II. Guthaben bei Kreditinstituten 49.933,76 50.000,00

49.939,06 50.000,00

49.939,06 50.000,00


Passiva


31.12.2017 11.09.2017

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Jahresfehlbetrag -5.455,94 0,00

44.544,06 50.000,00
B. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen 5.395,00 0,00

5.395,00 0,00

49.939,06 50.000,00

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr
vom 11. September bis 31. Dezember 2017


11.09. - 31.12.2017

1. Sonstige betriebliche Erträge 0,00
2. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.455,94
3. Jahresfehlbetrag -5.455,94

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr
vom 11. September bis 31. Dezember 2017



Allgemeine Angaben

Die CityBahn GmbH hat ihren Sitz in Wiesbaden und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Wiesbaden (HRB 29908) eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr 2017 wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gesellschaft ist eine Kleinstkapitalgesellschaft i. S. d. § 267a HGB. Es gelten jedoch gemäß § 17 des Gesellschaftsvertrages die Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Für das Jahr der Gründung wurde ein Rumpfgeschäftsjahr vom 11. September bis 31. Dezember 2017 eingelegt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Umlaufvermögen wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Es besteht im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Verbindlichkeiten, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie haben alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Bilanz

Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen im Berichtsjahr 49.933,76 €.
Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt 50 T€. Die Anteile entfallen zu je 50 % auf die WVV Wiesbaden Holding GmbH, Wiesbaden, und die Mainzer Stadtwerke AG, Mainz.

Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich um Rückstellungen für Kosten, die im Zusammenhang mit der Jahresabschlussprüfung entstehen.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Zuführung zur Rückstellung für Jahresabschluss- und Prüfungskosten.

Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Rumpfgeschäftsjahr:

- Frau Eva Kreienkamp, Geschäftsführerin der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH, Mainz
- Herr Dr. Hermann Zemlin, Geschäftsführer der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, Wiesbaden

Die Geschäftsführer sind unentgeltlich tätig.

Abschlussprüferhonorar

Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft nach § 285 Nr.17 HGB wurde verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der WVV Wiesbaden Holding GmbH als einbeziehendes Mutterunternehmen enthalten sind.
 
Konzernzugehörigkeit

 
Die CityBahn GmbH wird als Beteiligung in den Konzernabschluss der WVV Wiesbaden Holding GmbH, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der WVV Wiesbaden Holding GmbH wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und ist dauerhaft im elektronischen Unternehmensregister zugänglich (Registernummer HRB 11941 beim Amtsgericht Wiesbaden).
 
 

 

Wiesbaden, den 30. August 2018

CityBahn GmbH

Eva Kreienkamp

Dr. Hermann Zemlin

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers


An die CityBahn GmbH, Wiesbaden

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der CityBahn GmbH, Wiesbaden, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 11. September bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CityBahn GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
 

 

Mainz, den 28. September 2018

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bauer, Wirtschaftsprüfer

Müller, Wirtschaftsprüferin

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