Cohu Semiconductor Test GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Emily Ruth Snyder Lough seit 29.4.2026 | Geschäftsführer |
Jeffrey D. Jones seit 22.10.2021 | Geschäftsführer |
Klaus Ilgenfritz seit 6.9.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Xcerra Corporation | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Cohu GmbHKolbermoorJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Cohu GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Cohu GmbH, Kolbermoor - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cohu GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 28. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
von Wachter, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss der Cohu GmbH, Kolbermoor, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke zum Teil im Anhang gemacht. II. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Cohu GmbH mit Sitz in Kolbermoor im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter der Nummer HRB 15878 eingetragen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige kumulierte Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt 3 Jahre. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Der Abschreibungszeitraum entspricht jeweils der üblichen Nutzungsdauer der Anlagegüter. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben; ihr Abgang wird beim tatsächlichen Abgang gebucht. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Abschreibungsdauer beträgt für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten zwischen 0 und 33 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 14 Jahren und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 1 und 23 Jahren. Die Abschreibungsmöglichkeit auf 1 Jahr für Laptops wurde im Geschäftsjahr 2023 genutzt. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Für Kleinteile ist ein Festwert angesetzt. Vom 2. bis 10. August 2022 erfolgte eine körperliche Aufnahme der Kleinteile. Eine Anpassung des Festwertes im laufenden Geschäftsjahr wurde nicht vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten Materialeinzel- und Materialgemeinkosten sowie Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht einbezogen. Ein am Bilanzstichtag niedrigerer beizulegender Wert wurde berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Die flüssigen Mittel werden mit den Nennwerten bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: In 2021 wurden die fälligen Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherung als auch die Verpflichtung zur Erfüllung der Pensionsansprüche an einen Dienstleister übertragen. Die Pensionsrückstellung betraf die Verpflichtung aus einer Anwartschaft für einen ehemaligen Geschäftsführer. Die Pensionsrückstellung war mit dem beizulegenden Wert der Rückdeckungsversicherung verrechnet. Für die Gesellschaft besteht eine theoretische Nachschussverpflichtung, sollte aufgrund unkalkulierbarer Ereignisse das Deckungskapital die gesetzlich vorgeschriebene Mindestreserve unterschreiten. Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten Wert passiviert ("Erfüllungsbetrag", d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen aus ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Für den Ansatz der Gewährleistungsrückstellung werden die erwarteten Aufwendungen aus den Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleitet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Latente Steuern werden aufgrund der steuerlichen Organschaft nicht bei der Cohu GmbH gebildet. IV. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Für ein defektes Messgerät wurde im Geschäftsjahr eine Sonderabschreibung i. H. von TEUR 27 vorgenommen und das Anlagengut verschrottet. Angaben zum Anteilsbesitz
*Der Umrechnungskurs von Yen zu EUR am 31.12.2023 war 156,33 Yen = 1 EUR Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 22.067 (Vj. TEUR 26.876) betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Gesellschafter im Zusammenhang mit dem Ergebnisabführungsvertrag der zum 1. Januar 2020 verschmolzenen Multitest elektronische Systeme GmbH mit der Multitest GmbH aus den Jahren 2018 und 2019 und sonstigen Verrechnungen (TEUR 16.171; Vj. TEUR 16.237 plus TEUR 2 Zinsen). Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. von TEUR 5.896 (Vj. TEUR 10.637). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf die Forderungen gegen Gesellschafter und Kundenforderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 223 (Vj. TEUR 0) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter werden voraussichtlich innerhalb der nächsten 2 Jahre bezahlt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgenden Rückstellungen:
Die Rückstellungen für Personalkosten setzen sich aus Rückstellungen für Urlaub und Überstunden (TEUR 1.207; Vj. TEUR 1.162), Boni (TEUR 1.268; Vj. TEUR 1.128 + TEUR 779 als separate Position "Prämien/Boni" aufgeführt), Rückstellung für Abfindungen (TEUR 424; Vj. TEUR 632), Rückstelllungen für Jubiläumsverpflichtungen (TEUR 284; Vj. TEUR 291) sowie Fremdleistungen (TEUR 19; Vj. TEUR 86) zusammen. Die Rückstellungen enthalten unverändert Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.620 (Vj. TEUR 1.620) in Zusammenhang mit der Einstellung der Produktlinie MT21. Des Weiteren bestehen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen von bereits gelieferten Produkten (TEUR 787; Vj. TEUR 792) und Abnahmeverpflichtungen (TEUR 683; Vj. TEUR 1.254). Die Abnahmeverpflichtungen haben im Vergleich zum Vorjahr abgenommen, weil Material, das nicht mehr im Produktionsprozess benötigt wird, verschrottet und berechnet wurde. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit einer Grundschuld auf das Grundstück mit Betriebsgebäude in Kolbermoor, Geigelsteinstr. 6, in voller Höhe besichert. Alle anderen Verbindlichkeiten sind unbesichert. Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023in EUR
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 82.655 (Vj. TEUR 100.539) betreffen im Wesentlichen eine Verbindlichkeit aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der Multitest GmbH i. H. von TEUR 65.642 (Vj. TEUR 84.742). Zur Durchführung der steuerlichen Organschaft mit der Multitest GmbH wurde das gesamte Ergebnis abgeführt. Die restlichen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen begründen sich aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 11.238, Vj. TEUR 11.062), Darlehen gegenüber der LTX-France SAS TEUR 1.200 (Vj. TEUR 2.400, getilgt in 2023 TEUR 1.200), Darlehen gegenüber der Kita Manufacturing Co. Ltd., Osaka, Japan, für die erste Earn-out Klausel i. H. von TUSD 1.500 (TEUR 1.342, Vj. TEUR 1.342) und Verbindlichkeiten gegenüber der Cohu, Inc. aus Aktien (TEUR 3.233, Vj. TEUR 993), wovon TEUR 1.983 Vorjahre betreffen. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 105 (Vj TEUR 119) besteht aus Wartungsverträgen und Kundenrechnungen, wofür die Lieferung zum Abschlussstichtag noch nicht erfolgt ist. 2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus den folgenden Sachverhalten zusammen:
Der Anstieg bei den Währungsgewinnen wird durch den Anstieg bei den Verlusten aus der Währungsumrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zum Teil neutralisiert (netto TEUR 3.648 Aufwand; Vj. TEUR 275 Ertrag). Der US-Dollar war im laufenden Geschäftsjahr schwächer als im Vorjahr. Dies hat zu Rückgängen der Währungsgewinne als auch der Währungsverluste geführt, konnte jedoch im Vergleich zum Vorjahr in geringerem Maße ausgeglichen werden. Personalaufwand Beim Personalaufwand ist eine Korrektur der Konzernmutter bezüglich der aktienbasierten Vergütung in Höhe von TEUR 2.000 enthalten, die Vorjahre betreffen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich auf folgende Positionen:
Der Anstieg bei den Währungsverlusten wird durch den Anstieg bei den Gewinnen aus der Währungsumrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen zum Teil neutralisiert (netto TEUR 3.672 Aufwand; , VJ TEUR 275 Ertrag). Der US-Dollar war im laufenden Geschäftsjahr schwächer als im Vorjahr. Dies hat zu Rückgängen der Währungsgewinne als auch der Währungsverluste geführt, konnte jedoch im Vergleich zum Vorjahr in geringerem Maße ausgeglichen werden. Die Konzernumlagen sind im Wesentlichen aufgrund niedrigerer Umsätze im Vergleich zum Vorjahr und einer Gutschrift für Vorjahre (periodenfremd, TEUR 514) zurückgegangen. Der Rückgang der Kosten für Forschung und Entwicklung ist hauptsächlich durch den Abschluss des Entwicklungsprojekts SENSE PLUS zu begründen (TEUR 398; Vj. TEUR 1.355). Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten TEUR 514 (Vj. TEUR 0) Gutschriften für Konzernumlagen, die Vorjahre betreffen. Zinsenerträge Die Zinsen sind aufgrund eines USD Fonds bei Blackrock im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Die Anlage wurde erst am Ende 2022 getätigt, weshalb in 2023 für das ganze Geschäftsjahr, in 2022 hingegen nur für 1 Monat Zinserträge erwirtschaftet werden konnten. Gewinnverwendung Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Multitest GmbH, der mit Wirkung zum 1. Januar 2021 geschlossen wurde. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Service- und Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 938 (Vj. TEUR 659). Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen Januar 2024 und September 2027. Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen nicht. Die bestehenden Miet- und Leasingverträge haben keinen nachteiligen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Sie ermöglichen der Cohu GmbH eine höhere Flexibilität hinsichtlich der Kapitalbindung bei gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten und vermeiden ein eventuell entstehendes Vermarktungsrisiko. Die Gesellschaft hat im Juli 2019 für den Neubau eines Betriebsgebäudes am Standort Kolbermoor Bankdarlehen aufgenommen und im Juni 2020 eine Nachfinanzierung abgeschlossen. Die Darlehen sind besichert durch eine Grundschuld des Grundstücks mit Betriebsgebäude in Kolbermoor. Es besteht eine Pensionsverpflichtung im Leistungsstadium für einen ehemaligen Geschäftsführer, welche über einen Pensionsplan an die PB Pensionsfonds AG ausgegliedert wurde. Hieraus besteht eine Nachschussverpflichtung, sollte das vorhandene Versorgungsvermögen das versicherungsmathematische Deckungskapital unterschreiten. Derzeit besteht eine Überdeckung von 20,16 % (März 2024). V. Sonstige Pflichtangaben Zusammensetzung der Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge und Angabe der Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften eines ehemaligen Mitglieds der Geschäftsführung wird die Befreiungsmöglichkeit nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Einer der beiden Geschäftsführer erhält keine Geschäftsführerbezüge aus Mitteln der Gesellschaft. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer ohne Geschäftsführer beträgt:
Weiterhin waren im Unternehmen im Geschäftsjahr durchschnittlich 11 Auszubildende und Studenten (Vj. 11) und ein Geschäftsführer (Vj. 1) tätig. Zum Bilanzstichtag waren im Unternehmen insgesamt 244 Arbeitnehmer (Vj. 266) beschäftigt. Honorare des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 97. Gesellschafter Alleinige Gesellschafterin der Cohu GmbH, Kolbermoor, ist die Multitest GmbH, Kolbermoor. Konzernverhältnisse Die Cohu GmbH ist mittelbar eine 100 %-Tochter der Cohu, Inc, Poway, USA. Diese erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Konzernunternehmen. Der Jahresabschluss der Cohu GmbH wird in den Konzernabschluss der Cohu, Inc., Poway, USA, einbezogen. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses ist die Cohu GmbH nicht verpflichtet, da die Cohu, Inc., Poway, USA, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung nach § 292 HGB in Verbindung mit § 291 Abs. 2 S.1 Nr. 4 HGB erstellt; dieser wird im Unternehmensregister zur Offenlegung eingereicht und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Der Konzernabschluss ist nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) aufgestellt. Dieser wird u. a. erweitert um die "Management's Discussion and Analysis of Financial Condition and Results of Operations" - (Form 10-K) in Englisch beim deutschen Unternehmensregister als befreiender Konzernabschluss und befreiender Konzernlagebericht zur Veröffentlichung eingereicht. Der Konzernabschluss der Cohu, Inc. als Konzernspitze kann am Sitz der Gesellschaft (Poway, USA) eingesehen werden oder über folgenden Link aufgerufen werden: https://cohu.gcs-web.com/annual-reports. Darüber hinaus ist er auf der Homepage bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC), New York, USA, einsehbar (www.sec.gov). Ergänzende Erläuterungen entsprechend den Anforderungen nach § 292 HGB: Im Folgenden werden die wesentlichen von den deutschen Rechnungslegungsvorschriften abweichenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften erläutert: Die Rechnungslegung nach U.S. GAAP unterscheidet sich von der nach dem deutschen HGB hinsichtlich ihrer Zielsetzung. Während U.S. GAAP den Schwerpunkt auf die Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen für die Investoren legt, ist die HGB-Rechnungslegung von einer stärkeren Betonung des Gläubigerschutzes und Vorsichtsprinzips geprägt. Weiterhin sind Gesellschaften mit einer Börsennotierung in den USA verpflichtet, den Bilanzierungs- und Berichterstattungsanforderungen der USamerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission - SEC) zu entsprechen. Die Bilanzgliederung nach U.S. GAAP richtet sich bei den Vermögensgegenständen nach dem Grad ihrer Liquidierbarkeit, bei den Schulden nach der Restlaufzeit. Die Bilanzgliederung für deutsche handelsrechtliche Zwecke ist für Kapitalgesellschaften grundsätzlich in § 266 HGB definiert. Die Gliederung orientiert sich hier an der geplanten Verweildauer von Vermögensgegenständen im Unternehmen bzw. an der Unterscheidung nach Finanzierungsquellen wie Schulden und Eigenkapital. Nach Gruppenrichtlinien und "ASC-606 Revenue Recognition" werden Umsätze für verlängerte Garantien abgegrenzt. Auch Umsätze mit Neukunden- oder neuen Produkten werden abgegrenzt, bis das Produkt vom Kunden abgenommen wurde. Die Bewertung der Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vorräte erfolgt im Konzern unter U.S. GAAP nach der "last in first out" (LIFO) und der "first in first out" (FIFO) Methode. Die Bewertung von Investitionen erfolgt im U.S. GAAP für die Kita ohne Aktivierung der Anschaffungsnebenkosten. Die Beteiligung der FTZ wird im U.S. GAAP nach der Equity Methode und nicht nach der Anschaffungskostenmethode wie im HGB bilanziert. Abweichend von § 244 HGB ist der befreiende Konzernabschluss nicht in Euro, sondern in US-Dollar (USD) aufgestellt. Nachtragsbericht Es fanden keine wesentlichen Ereignisse nach Abschluss des Bilanzstichtags bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses statt.
Kolbermoor, den 20. Juni 2024 Klaus Ilgenfritz, Geschäftsführer Jeffrey D. Jones, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023A. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft Gesamtwirtschaft, Branchenentwicklung und Wettbewerbersituation Die Cohu GmbH ist im Segment der sogenannten Testhandling Systeme am Markt der Halbleiter Equipment Lieferanten aktiv. In 2023 musste sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland einem krisengeprägten Umfeld stellen. Insbesondere die höheren Preise, ungünstigere Finanzierungsbedingungen durch ansteigende Zinsen sowie eine generell geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland führten zu einem um 0,3 % niedrigeren preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr 2022. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024). Der weltweite Umsatz im Bereich Semiconductor Equipment, zudem der für uns bedeutende Markt Automated Test Equipment (ATE) gehört, ist im Kalenderjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 11 % zurückgegangen. Dabei maßgeblich zum Rückgang beigetragen hat das Segment der Memory-Products, welche nicht vom sich am stärksten positiv entwickelnden Segment der AI Applications aufgefangen werden konnte. (Quelle: www.gartner.com, Press Release, STAMFORD, Conn., January 16, 2024). Der Bereich der Halbleiter Backend Fertigung ist breit gefächert. Die Cohu GmbH muss sich daher in den jeweiligen Produktlinien unterschiedlichen Konkurrenten stellen. Im Bereich der Schwerkraft geführten Testhandler konkurriert Cohu mit der Tesec Corporation, Tokyo, Japan, und Boston Semi Equipment (BSE), Billerica, USA. Im Bereich Pick und Place zählen die Firmen HonTech, Taiwan, und Epcos, Japan, zu den wichtigsten Konkurrenten. Die Firma Delta Design in Poway, USA, ebenfalls Hersteller von Pick und Place Geräten, gehört als Schwesterfirma zur Cohu, Inc. Im Produktbereich Test-in-Strip Handling bestand der Wettbewerb hauptsächlich mit der Firma MCT Group Inc, Reno, USA, welche seit Januar 2023 zum Cohu Inc. Konzern gehört. Im Bereich Sensors treten neben der Cohu GmbH auch noch die Firma SPEA, Osai und Pentamaster am Markt auf. Im Bereich der Kontaktierungen stehen viele kleinere Firmen in Konkurrenz zur Cohu. Die Unternehmen Leeno in Korea, EQT in Singapore, JF Technology in Malaysia, Precision Contacts & Johnstech International, beide in USA, können hierbei allerdings als wesentliche Konkurrenten benannt werden. Geschäftsentwicklung und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft Die Planung der Gesellschaft erfolgt innerhalb des internen Cohu Konzerns auf höhere Segmentebene. Aufgrund dessen können auf Gesellschaftsebene nur die Umsätze als Planungsgröße herangezogen werden. Die Cohu GmbH fertigt Automatisierungsmaschinen zur Qualitätssicherung von elektronischen Bauteilen der Halbleiterindustrie. Die Cohu GmbH bietet seinen Kunden eine breite Produktpallette an. Neben Schwerkraft geführten Systemen bietet die Cohu GmbH auch Pick und Place Systeme an, welche Bauteile linear führen. Darüber hinaus werden Lösungen im Bereich MEMS angeboten, sowie Lösungen für das Testen eines Packet an Bauteilen (Strip oder Batch Systeme). Der Bereich Contactors wächst stetig und wird kontinuierlich um neue Komponenten erweitert. Unter Contactors wird eine Verbindungseinheit beschrieben, welche eine elektrische Verbindung vom Tester zum Bauteil und zurück sicherstellt. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr sind um 8,5 % auf EUR 234,4 Mio. gesunken. Die hohe Nachfrage im Jahr 2022 im Bereich Automotive im Zuge der Elektrifizierung hat sich in 2023, wie erwartet, nicht im gleichen Maße fortgesetzt. Die Gesellschaft hatte daher für das Geschäftsjahr 2023 bereits mit einem Einbruch der Umsatzerlöse von 15 % gerechnet. Durch die hohen Auftragsbücher zu Beginn des Jahres, sowie die anhaltende Nachfrage und Knappheit der Halbleiter konnte der Rückgang der Umsatzerlöse jedoch abgemildert werden. Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz ist bedingt durch Produkt- und Kundenmix im Vergleich zum Vorjahr im Geschäftsjahr gestiegen. Zudem hat sich der USD-Kurs im Vergleich zum EUR gegenüber dem Vorjahr unvorteilhaft entwickelt. Durch die bereits in den Vorjahren ergriffenen Maßnahmen ist der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2023 um lediglich 1,3% von EUR 23,8 Mio. auf 24,2 Mio. EUR angestiegen. Der Anstieg basiert überwiegend auf Gehaltserhöhungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von EUR 17,9 Mio. auf EUR 9,4 Mio. zurückgegangen und im Wesentlichen dem Rückgang von Erträgen aus Währungsumrechnung aufgrund der US-Dollar Entwicklung zuzuschreiben. Zusammengefasst mit dem Aufwand aus Währung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich ein negativer Effekt auf das Ergebnis i. H. v. 3,6 Mio. EUR. Der Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von EUR 35,4 Mio. auf EUR 29,4 Mio. ist im Wesentlichen durch den Rückgang der Aufwendungen aus Währungsumrechnung aufgrund der US-Dollar Entwicklung (EUR 3,4 Mio.), dem Rückgang der Konzernumlagen (EUR 1,0 Mio.) und geringere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (EUR 1,3 Mio.) begründet. Der Rückgang bei den Konzernumlagen ist im Wesentlichen auf geringere Service- und Vertriebskosten resultierend durch einen niedrigeren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Die geringeren Aufwendungen für die Forschung und Entwicklung gegenüber dem Vorjahr sind in der erfolgreichen Fertigstellung eines Projektes aus den Vorjahren zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 begründet, wodurch sich geringere Materialaufwendungen ergeben haben. Der Anstieg der Zinserträge von EUR 0,6 Mio. auf EUR 2,7 Mio. in 2023 ist begründet in der regelmäßigen Anlage freier liquider Mittel in einen USD Fonds. Das Vorratsvermögens ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,1 Mio. auf EUR 11,0 Mio. zurückgegangen. Folgend dem deutlich verminderten Auftragseingang, insbesondere im zweiten Halbjahr 2023, ist der Rückgang überwiegend begründet durch die niedrigeren unfertigen Erzeugnisse zum Jahresende. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Kunden sind aufgrund der Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr um EUR 12,4 Mio. auf EUR 32,5 Mio. gesunken. Der Bestand zum Jahresende setzt sich hauptsächlich aus den letzten 3 Monaten zusammen, wobei der Dezember der umsatzstärkste Monat des Quartals war. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 4,8 Mio. zurückgegangen. Dies ist überwiegend begründet im Rückgang von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die liquiden Mittel sind um EUR 3,6 Mio. auf EUR 47,6 Mio. gesunken, was im Wesentlichen durch das niedrigere Ergebnis von EUR 19,1 Mio. zurückzuführen ist. Dies konnte durch die niedrigeren Kundenforderungen um EUR 12,4 Mio. teilweise ausgeglichen werden. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags nicht verändert. Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,2 Mio. im Wesentlichen aufgrund Auflösungen bezüglich der Personalkostenrückstellungen, geringere Rückstellung für ausstehende Rechnungen und gesunkene Abnahmeverpflichtungen zurückgegangen. Die Gesellschaft hat im Juli 2019 für den Neubau eines Betriebsgebäudes am Standort Kolbermoor ein Bankdarlehen aufgenommen und im Juni 2020 eine Nachfinanzierung abgeschlossen. Zum Stichtag betrugen die Bankdarlehen EUR 7,0 Mio. Das Darlehen ist besichert durch Grundschuld des Grundstücks mit Betriebsgebäude in Kolbermoor. Das Betriebsgebäude wurde im Mai 2020 bezogen. Die Tilgung erfolgte planmäßig mit einer Tilgung von TEUR 890 im Geschäftsjahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch Nutzung interner Fertigungsstätten in Malaysia und auf den Philippinen sowie termingerechtem Zahlungsausgleich auf EUR 0,7 Mio. gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um EUR 17,9 Mio. auf EUR 82,7 Mio. zurückgegangen. Im Wesentlichen handelt es sich hier um die Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag (EUR 65,6 Mio.; Vj. EUR 84,7 Mio.) und einer Verbindlichkeit gegenüber der Cohu, Inc. aus Aktien (EUR 3,2 Mio .; Vj. EUR 1,0 Mio.). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr stichtagsbezogen gleichgeblieben (EUR 11,2 Mio.; Vj. EUR 11,1 Mio.). Kapazität und Personal Die Anzahl Mitarbeiter am Ende des Geschäftsjahrs war mit 244 Mitarbeitern niedriger im Vergleich zum Vorjahr (Vj. 266). Zusätzlich konnten die Kosten für externe Mitarbeiter weiter reduziert werden. Für 2024 erwarten wir eine weitere Verlangsamung des Wachstums im Bereich der Halbleiter für Automobil und Industrie Anwendungen und folglich einen Rückgang im Auftragseingang der Cohu GmbH. Langfristig sind die Aussichten in diesen Märkten durch das Wachstum in den Bereichen Elektromobilität, Fabrikautomatisierung und Erzeugung regenerativer Energien positiv. Durch die Transformation vom Produktionsstandort zum Innovationscenter und die Fertigung der Massenprodukte in Malaysia, können wir generell besser auf die Volatilität des Marktes reagieren. Forschung & Entwicklung und neue Produkte Die technologischen Kernkompetenzen der Cohu GmbH liegen in der Handhabung von winzigen Halbleiterbauelementen (Miniaturisierung) und in der Bereitstellung von extremen Temperaturbereichen (-60 bis +175° Celsius). Für den Bereich Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr 2023 insgesamt EUR 11,8 Mio. (Vorjahr EUR 12,7 Mio.) aufgewendet. Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Fokus auf die Entwicklung neuer Produkte im Bereich Kontaktierungen (Contactors) und Testsysteme für MEMS Komponenten und Sensoren gelegt. Auftragsbestand Der Auftragsbestand setzt sich am Ende des Geschäftsjahres aus 62 Handlern im Gravity, MEMS, Pick-and-Place und Test-in-Strip Produktbereich zusammen. Der Wert der Aufträge der Handler im Auftragsbestand beträgt ca. EUR 22,1 Mio. (Vj. EUR 39,7 Mio.). Hierin enthalten sind diverse Aufträge über Ersatzteilkits und Kontaktierungen. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen i. H. v. EUR 0,5 Mio. (Vj. EUR 0,5 Mio.) getätigt. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Computerequipment und technische Ausstattung. Für das neue Geschäftsjahr 2024 planen wir mit Investitionen in Höhe von EUR 4,3 Mio., primär für die Ausstattung der Bürogebäude, zusätzliches Equipment für die Forschung und Entwicklung sowie für die IT-Ausstattung und Software. Gesamtaussage 2023 war nach wie vor geprägt durch die Nachfrage in den Märkten Automotiv und Industrial sowie im Bereich Mobility, allerdings schwächer im Vergleich zum Vorjahr. Im Berichtsjahr war die Nachfrage im Automotiv-Markt wie erwartet niedriger als im Vergleich zum Vorjahr, so dass die Gesellschaft einen um ca. 29 % niedrigeren Auftragseingang verzeichnete. Der Auftragseingang war insbesondere im zweiten Halbjahr deutlich um 44 % rückläufig. Im Geschäftsjahr 2023 konnte Cohu das Projekt Sense+ abschließen, um die aktuelle und künftige Nachfrage und Bedürfnisse der Kunden bestmöglich bedienen zu können. Bei den Investitionen wurde in Ausstattung für die Entwicklung, Montage und Qualitätskontrolle sowie in Computerausstattung investiert. Die rückläufige Nachfrage in 2023 hat zu einer Verminderung der Umsatzerlöse um 8,5 % im Vergleich zum Vorjahr geführt. Die niedrigeren Umsätze konnten nicht durch niedrigere Kosten kompensiert werden, wodurch die Cohu GmbH ein niedrigeres Ergebnis vor Ergebnisabführung im Vergleich zum Vorjahr erzielte. B. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Risiken Das Unternehmen ist in das Risikomanagement der Konzernmuttergesellschaft integriert. Die Ziele des Risikomanagementsystems des Unternehmens liegen darin, eventuelle Risiken, welche einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben, frühzeitig zu erkennen und zu analysieren, um gegebenenfalls angemessen darauf agieren bzw. reagieren zu können. Eine Grundlage hierfür bildet die strategische und operative Planung. Die Prüfung und Analyse erfolgt durch einen monatlichen Abgleich in der Cohu GmbH, über welche sie anhand dieser Auswertungen und Abweichungen gegenüber den Planzahlen Frühindikatoren erkennen kann. Quartalsweise werden auf Ebene der Konzernmuttergesellschaft Auswertungen und die Entwicklung der Planzahlen aktualisiert und bewertet. Die Gesellschaft fakturiert an ihre Schwestergesellschaften in den USA und an Kunden in Asien zu einem großen Teil in US-Dollar. Dies bedeutet, dass sich bei stark fallendem US-Dollar gegenüber dem Euro die Ertragslage der Gesellschaft verschlechtert. Seit einigen Jahren gelingt es uns, durch Nutzung der konzerneigenen Produktionsstätte in Malaysia für die Endmontage und verstärkte Einkaufsaktivität im US-Dollar-Raum dies teilweise auszugleichen. Nichtsdestotrotz besteht eine hohe Abhängigkeit von der Wertentwicklung des US-Dollars, welche nachhaltig negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben kann. Dieses Risiko wird lokal nicht durch Währungssicherungsgeschäfte abgesichert, sondern durch den Konzern. Die Volatilität des Halbleitermarktes kann zu Auftragseingangsschwankungen führen. Um diese Schwankungen besser ausgleichen zu können, ist die Gesellschaft bestrebt, Standard- und Volumen-Produkte durch die konzerneigene Produktionsstätte in Malaysia und für Contactors in den Philippinen fertigen zu lassen und den Standort in Kolbermoor zum Innovationsstandort zu formen. Halbleiterausrüstungen unterliegen einem schnellen technologischen Wandel. Produkteinführungen und -umstellungen, welche zu Bestandsabschreibungen führen können, sowie unsere Entwicklung neuer Produkte ist mit zahlreichen Risiken und Unsicherheiten verbunden (Quelle: Cohu Inc. 10 k). Die fertigen Produkte unserer Kunden finden ihre Abnehmer in Märkten, die durch zusätzliche Handelszölle (z. B. USA und China) in der Form betroffen sein können, dass die globale Nachfrage für diese Produkte sinkt. Betroffenen Märkte sind z. B. Automotive oder IoT ("Internet of Things"). Eine negative Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung der Cohu GmbH ist daher denkbar. Die Zahlungsfähigkeit wird durch wöchentliche Abstimmung der Cash Positionen mit der Konzern-Muttergesellschaft überprüft. Die Konzern-Muttergesellschaft übernimmt den evtl. auftretenden Bedarf an liquiden Mitteln durch kurzfristigen Transfer von flüssigen Mitteln auf die Bankkonten der Gesellschaft. Der Krieg in der Ukraine hat Auswirkungen auf deutsche Unternehmen. Gestiegene Energiepreise, fehlende Zulieferer und mögliche Engpässe in der Gasversorgung sind Risiken, die die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft beeinflussen können. Dies beeinträchtigt auch die Kostenstruktur. Die erhöhten Kosten können nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden. Neben der aktuellen Lage in Europa bringen auch die zunehmenden Spannungen zwischen China und USA bezogen auf Taiwan zusätzliche Risiken in der Lieferketten mit. (Quelle: Cohu Inc.10 Q). Chancen Durch die rückläufige Nachfrage nach Equipment für Halbleiter im Jahr 2023 gegenüber 2022 insbesondere im zweiten Halbjahr startet die Gesellschaft mit einem niedrigeren Auftragsbestand in das neue Geschäftsjahr 2024. Auch 2024 rechnet die Gesellschaft mit einem weiterhin rückläufigen Auftragseingang im Vergleich zu 2023. Durch den Bedarf an Halbleiterlösungen für sowohl Automobil- und Industrieanwendungen als auch im Bereich IoT ("Internet of Things"), werden diese Märkte langfristig weiterhin wachsen. Für IoT betrifft dies im Besonderen Applikationen im Bereich MEMS ("Micro Elektro Mechanical Systems") mit Beschleunigungs-, Druck-, Magnet-, optischen und akustischen Sensoren. Die Cohu GmbH ist hier mit existierenden Produkten vertreten und investiert weiter in diesen Markt. Allgemein wird für die Halbleiterbranche mit einem jährlichen Wachstum bis 2030 von 6 bis 8 % gerechnet, wobei 70 % des Branchenwachstums der Halbleiter für Autoindustrie, Computing und Datenspeicher, sowie Chips für drahtlose Kommunikation zugeschrieben wird. (Quelle: McKinsey). Contactors stellen ein weiteres wichtiges Standbein dar, da diese Produkte weniger volatil als der Systemverkauf sind und auch in Krisenzeiten einen Grundumsatz darstellen können. Mit zunehmender Komplexität der Halbleiterlösungen wird die Signal Integrity, also der saubere Übergang von Tester über Contactor zum Testobjekt (und zurück), anspruchsvoller. Systemlösungen aus Handler, Contactor und MEMS Stimuli von einem Anbieter bieten Möglichkeiten dies zu lösen, da die Einzelsysteme aufeinander abgestimmt werden können. Durch die Beteiligung an der Kita Manufacturing Co., Ltd., können wir weiterhin Systemlösungen anbieten, die zur Stärkung unserer Position im Markt führen können. C. Voraussichtliche Entwicklung und Ausblick Die deutsche Volkswirtschaft befindet sich auch zum Jahresbeginn 2024 weiterhin in schwierigem Fahrwasser. Die Stimmung in der Wirtschaft liegt auf weiterhin niedrigem Niveau. Die Belastungen aus den Energiepreissteigerungen, der weltwirtschaftlichen Schwäche und den ungünstigeren Finanzierungsbedingungen wirken nach und verzögern die erwartete konjunkturelle Erholung. Perspektivisch sprechen die rückläufigen Preise auf den globalen Energiemärkten, die weiter nachlassende Inflationsdynamik, die höheren Lohnabschlüsse und die erwartete weltwirtschaftliche Belebung für eine moderate konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, 21.02.2024, Jahreswirtschaftsbericht 2024). Laut der Prognose von Gartner wird der weltweite Halbleiterumsatz im Jahr 2024 voraussichtlich um 17,0 % steigen, was der Wiederbelebung des Speichermarktes zugeschrieben wird. Die Prognose von Gartner steht im Einklang mit der zyklischen Natur der Branche, in der eine Marktkorrektur und ein anschließender Nachfrageanstieg häufig auf Zeiten des Überangebotes und hoher Lagerbestände folgen (Quelle: Innovation Origins, April 12, 2024). Die Planung für das neue Geschäftsjahr 2024 wurde nach den neuesten Erkenntnissen angepasst. Demzufolge ist für die Cohu GmbH mit einem Umsatzrückgang von ca. 14 % zu rechnen. Obgleich die wirtschaftliche Entwicklung durch den Krieg in der Ukraine und der Energiekrise unsicher ist, gehen wir von einer anhaltend positiven Auftragsdynamik aus und sehen durch die Omnipräsenz von Halbleitern (5G-Netze, Elektrofahrzeuge) und deren zunehmende Komplexität sowie Qualitätsanforderungen auch langfristig mit positiven Aussichten für unser Geschäft (Quelle: Cohu Inc. 10 k). Der Fortbestand ist sowohl durch den aktuellen Bestand an liquiden Mitteln als auch durch die Möglichkeit einer zusätzlichen Bereitstellung durch die Konzern-Muttergesellschaft zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Wir beobachten kontinuierlich die Aktivitäten in unserem Markt, um auf jede Art von Veränderungen ausreichend und rechtzeitig reagieren zu können. Gesamtaussage Im Rahmen Ihrer unternehmerischen Tätigkeit ist die Cohu GmbH einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt. Das vorhandene Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, Risiken auf Basis der aktuellen Informationen festzustellen und diese transparent und beherrschbar zu machen, um wirksame Maßnahmen zur Risikobewältigung oder -vermeidung zu treffen. Die Cohu GmbH operiert in der Halbleiterbranche, die von starken Zyklen geprägt ist. Um diese Abhängigkeit für die Zukunft als Risiken zu minimieren, ist die Gesellschaft bestrebt, durch gemeinsame Fertigungsstätten mit anderen Gesellschaften im Konzernverbund die Einflüsse der Schwankungen innerhalb der Wertschöpfungskette auszugleichen. Die Gesellschaft und ihr Standort in Deutschland hat sich in den letzten Jahren zum Innovationscenter innerhalb des Cohu Konzerns entwickelt. Damit wollen wir langfristiges Wachstum durch neue Produkte sichern und wollen dadurch schneller auf technologische Veränderungen im Markt reagieren. Sowohl heute als auch in absehbarer Zukunft bestehen nach unserer Einschätzung keine wesentlichen Risiken, die einzeln oder kumulativ den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Anhängige Gerichts- oder Aufsichtsverfahren gegen die Gesellschaft, die zu Ansprüchen führen könnten oder die wahrscheinlich nicht erfüllbar sind, bestehen nicht. Der generelle Ausblick für folgende Jahre ist für die Cohu GmbH durchaus positiv, da der Bedarf an hochintegrierten Lösungen für autonomes Fahren, künstliche Intelligenz, Fabrikautomatisierung und Kommunikationselektronik weiteres Wachstumspotential beinhaltet.
Kolbermoor, den 20. Juni 2024 Klaus Ilgenfritz, Geschäftsführer Jeffrey D. Jones, Geschäftsführer |
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