Oschatz Netz GmbH & Co. KGLiquidiert

04758 Oschatz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRA 16646
Eingetragen
8.5.2012

Finanzübersicht

Historie

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Kommanditist
Germany
25.000 €

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Oschatz Netz GmbH & Co. KG

Oschatz

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht zum 31. Dezember 2021

Grundlagen des Unternehmens

Unternehmenszweck.

Die Oschatz Netz GmbH & Co. KG (Oschatz Netz) ist Eigentümerin des Stromnetzes im Konzessionsgebiet der Stadt Oschatz. An der Gesellschaft sind die Stadt Oschatz mit 25,1 Prozent und die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM), Chemnitz, mit 74,9 Prozent beteiligt. Gegenstand des Unternehmens ist die wirtschaftliche Nutzbarmachung des in ihrem Eigentum stehenden Stromnetzes, ohne dieses Eigentum aufzugeben. Die Oschatz Netz verpachtet das Stromverteilernetz an die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM), Halle/Saale.

Wirtschaftsbericht

Allgemeine Wirtschafts- und Branchenentwicklung

Deutsche Wirtschaft im Krisenmodus.

Die Bundesregierung rechnete im Herbst 2021 für das Jahr 2021 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent. Die konjunkturelle Entwicklung fällt damit voraussichtlich schwächer aus, als ursprünglich prognostiziert. Maßgeblich dafür sind neben der anhaltenden Corona-Pandemie und deren Folgen vor allem die weltweiten Lieferengpässe, die insbesondere bei wichtigen Vorprodukten die Produktion massiv einschränken. Die Lieferengpässe sorgen zudem für eine Verteuerung der Produkte, wodurch die Nachfrage zusätzlich gedämpft wird.[Herbstprojektion Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2021]

Geschäftsentwicklung 2021

Netzausbau und Betrieb.

Im Geschäftsjahr erfolgten im Netzgebiet der Stadt Oschatz durch den Netzbetreiber turnusmäßige Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen zur Erhaltung der Substanz des Netzes.

Im Rahmen von Netzerneuerung und -neubau erfolgten in der Stadt Oschatz im Jahr verschiedene Vorhaben.

Im Ortsteil Merkwitz erfolgte ein Mittelspannungskabelersatz für EEG-Maßnahmen in Höhe von 115 T€. Als weitere EEG-Netzausbaumaßnahmen wurden die Mittelspannungskabel in der Gartenstraße und vom Stadthaus bis zum Gemüsekombinat ersetzt. In einem zweiten Bauabschnitt wurde die Erschließung des Wohngebietes Fliegerhorst fortgeführt. Zudem wurde der Neubau der Trafostation „Bahnhofsplatz“ realisiert.

Im Bereich der Netzanschlüsse für Bezugskundenanlagen sowohl im Mittelspannungs- als auch im Niederspannungsnetz konnten über 37 Vorgänge (Änderung, Ertüchtigung, Umverlegung sowie Neuanschlüsse) realisiert werden.

Im Zuge des gesetzlich vorgeschriebenen Smart-Meter-Rollouts wurden rund 65 T€ investiert, so wurden z.B. ca. 550 moderne Messeinrichtungen und 69 Smart-Meter-Gateways im Netzgebiet verbaut.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Leistungsindikatoren.

Zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten im Hinblick auf die Unternehmensziele nutzt Oschatz Netz verschiedene Kennzahlen. Zu den wichtigsten Steuerungsgrößen zählen das Ergebnis nach Steuern, die Höhe der Investitionen sowie die liquiden Mittel.Im nicht finanzbezogenen Bereich wird vorrangig die Leitungslänge als Indikator verwendet.

Ergebnis nach Steuern.

Das Ergebnis nach Steuern beträgt im Berichtsjahr 198 T€. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr (164 T€) ergibt sich im Wesentlichen aus den höheren Umsatzerlösen.

Investitionen.

Im Rahmen des bedarfsgerechten Netzausbaus bildet die Höhe der von dem Netzbetreiber weiterberechneten Investitionen in Sachanlagen eine weitere Steuerungsgröße. Die laufenden Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 444 T€ (Vorjahr 258 T€).

Liquide Mittel.

Die liquiden Mittel werden über die Forderungen aus dem Cash-Pool gegen die enviaM abgebildet. Diese Forderungen wurden mit bestehenden Verbindlichkeiten verrechnet. Investitionen von 444 T€ standen Abschreibungen von 180 T€ sowie eine Netto-Darlehensaufnahme von 181 T€ gegenüber. Die Liquidität war jederzeit gesichert.

Leitungslänge.

Die Leitungslänge des Netzes bildet im nicht finanzbezogenen Bereich einen wichtigen Indikator als Maßstab für die Investitionsplanung. Zum Geschäftsjahresende stehen 34,99 km Freileitung sowie 232,63 km Kabel im Netzgebiet der Oschatz Netz zur Verfügung.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Außergewöhnlicher Geschäftsvorgang.

In 2020 erfolgte nach den Regeln der buchhalterischen Vorsicht eine Abbildung der laufenden steuerrechtlichen Auseinandersetzung zwischen der Gesellschaft und dem Finanzamt betreffend die Umsatzsteuer 2013 sowohl in der Bilanz der Oschatz Netz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft. Dieser Sachverhalt konnte in 2021 erfolgreich abgeschlossen werden. Das Ergebnis zeigt sich einerseits in der Bilanzverkürzung und andererseits ergebnisneutral als Erhöhung des Ertrags aus Zinsen sowie als Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus der Korrektur der Vorjahresbeträge sowie der Weiterreichung der Zinserstattung.

Vermögenslage.

Zum 31. Dezember 2021 beträgt die Bilanzsumme der Oschatz Netz 3.259 T€ (Vorjahr 3.265 T€) und liegt damit 6 T€ unter dem Vorjahreswert. Die Bilanzsumme setzt sich auf der Aktivseite aus dem Anlagenvermögen in Höhe von 3.242 T€ (Vorjahr 2.983 T€) und Forderungen 5 T€ (Vorjahr 274 T€) und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 13 T€ (Vorjahr 8 T€) zusammen. Dem stehen auf der Passivseite ein Eigenkapital mit 973 T€ (Vorjahr 808 T€), Rückstellungen in Höhe von 8 T€ (Vorjahr 9 T€), Verbindlichkeiten in Höhe von 1.780 T€ (Vorjahr 1.950 T€), Rechnungsabgrenzungsposten von 410 T€ (Vorjahr 431 T€) und passive latente Steuern in Höhe von 88 T€ (Vorjahr 66 T€) entgegen.

Finanzlage.

Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2021 jederzeit gewährleistet. Dabei stellte die Aufnahme eines Tilgungsdarlehens beim Gesellschafter enviaM in Höhe von 302 T€ einen wichtigen Schritt dar. Diese Mittel wurden für Investitionen verwendet.

Ertragslage.

Die Oschatz Netz erzielte im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse in Höhe von 550 T€ (Vorjahr 481 T€). Wesentlicher Bestandteil der Umsatzerlöse sind Erträge aus der Verpachtung des Netzeigentums in Höhe von 501 T€ (Vorjahr 428 T€) und Auflösungserträge aus vereinnahmten Netzanschlusskostenbeiträgen/Baukostenzuschüssen von 49 T€ (Vorjahr 53 T€). Des Weiteren hat die Oschatz Netz sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 599 T€ (Vorjahr 609 T€) erzielt, die im Wesentlichen die Erstattung aus Konzessionsabgaben in Höhe von 326 T€ (Vorjahr 337 T€) sowie außergewöhnliche Erträge in Höhe von 271 T€ (Vorjahr 271 T€) aus dem Steuersachverhalt 2013 beinhalten.

Den Erlösen und Erträgen stehen sonstige betriebliche Aufwendungen von 755 T€ (Vorjahr 425 T€) entgegen. Diese setzen sich aus Aufwendungen für die Konzessionsabgabe mit 326 T€ (Vorjahr 337 T€), außergewöhnliche Aufwendungen aus dem Steuersachverhalt 2013 in Höhe von 323 T€, der kaufmännischen Betriebsführung von 92 T€ (Vorjahr 74 T€) sowie sonstigen Aufwendungen von 14 T€ (Vorjahr 14 T€) zusammen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden für das Anlagevermögen Abschreibungen in Höhe von 180 T€ (Vorjahr 171 T€) vorgenommen.

Die Zinsen und ähnliche Erträge enthalten außergewöhnliche Erträge in Höhe von 52 T€ aus dem Steuersachverhalt 2013.

Rechnungsmäßiges Unbundling

Auf Grundlage des § 6b Abs. 3 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) in der Fassung vom 5. Dezember 2019 führt die Oschatz Netz getrennte Konten in den Tätigkeitsbereichen „Elektrizitätsverteilung“ und „Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitätssektors“.

Der Tätigkeitsbereich „Elektrizitätsverteilung“ erfasst alle mit der wirtschaftlichen Nutzung des Eigentums am Elektrizitätsverteilungsnetz der Oschatz Netz in Zusammenhang stehende Geschäftsvorfälle.

Ausgehend von § 3 Abs. 4 des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) vom 20. November 2019 wird für alle Geschäftsvorfälle, die im Zusammenhang mit dem grundzuständigen Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme stehen, eine buchhalterische Entflechtung von den anderen Tätigkeitsbereichen der Energieversorgung vorgenommen. Diese sind in den „Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitätssektors“ erfasst.

Auf Basis der Kostenrechnung der Oschatz Netz wurden wesentliche Aufwendungen und Erträge direkt den Tätigkeiten zugeordnet. In der Bilanz erfolgte eine direkte Zuordnung wesentlicher Aktiv- und Passivposten. In den Fällen, wo dies nicht möglich war oder mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel.

Chancen- und Risikomanagement

Auf Basis des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) ist das Risikomanagement der Gesellschaft in das bestehende Risikomanagement-System des Mitgesellschafters enviaM integriert. Risiken werden in einem Chancen- und Risikoatlas erfasst, nach möglicher Schadenshöhe sowie Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und kontinuierlich überwacht. Gleichzeitig erfolgt eine Bewertung von Chancen. Das Chancen- und Risikomanagement gewährleistet somit einerseits, dass frühzeitig Risiken und deren finanzielle Folgen erkannt und bewertet sowie gegebenenfalls geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Andererseits können gewonnene Erkenntnisse über Chancen zeitnah in Entscheidungsprozesse einfließen.

Die wesentlichen Risiken lassen sich wie folgt strukturieren:

Betriebsrisiken.

Betriebsrisiken, auch als operative Risiken bezeichnet, erfassen negative Effekte aus der spezifischen inhaltlichen und prozessualen Geschäftstätigkeit. Beispiele hierfür sind ungeplante Betriebsunterbrechungen im EDV- oder administrativen Bereich.

Durch die Verpachtung des Elektrizitätsverteilnetzes ist ein Großteil der Risiken des Netzbetriebs auf die MITNETZ STROM übergegangen. Die systematische Wartung von Netzen und Anlagen sowie die kontinuierliche Optimierung entsprechender Prozesse beugen Störungen vor und sind Basis für eine hohe Versorgungssicherheit für die Netzkunden.

Umfeldrisiken.

Die Risikosituation wird durch den Wandel der Rahmenbedingungen im energiepolitischen sowie rechtlichen und regulatorischen Umfeld, insbesondere durch die Veränderungen des energiepolitischen Ordnungsrahmens, stark beeinflusst. Im Mittelpunkt stehen dabei die Auswirkungen umfassender Regulierungstätigkeiten der Bundesnetzagentur sowie die fortgesetzte Novellierung in der Energiegesetzgebung.

Finanzrisiken.

Finanzrisiken entstehen beispielsweise, wenn Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen unter Umständen nicht oder nicht fristgemäß nachkommen. Da in der Gesellschaft kein Drittkundengeschäft ausgeprägt ist, entstehen im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Gesellschafter enviaM bzw. verbundenen Unternehmen desselben.

Risikoportfolio.

Über das Chancen- und Risikomanagement werden wesentliche Chancen und Risiken der Oschatz Netz in einem Risiko-Portfolio dargestellt. Dabei ergaben sich im Berichtsjahr keine wesentlichen Einzelrisiken, die eine erwartete Schadenshöhe von 200 T€ überschreiten. Da der Pachtertrag der Gesellschaft nicht mit den durchgeleiteten Energiemengen korrespondieren, würden rückgängige Liefer- bzw. Verbrauchsmengen kurz- bis mittelfristig keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Gesamte Chancen- und Risikolage.

Es ergeben sich durch die in Deutschland aktuell stattfindende Energiewende und die in diesem Zusammenhang stehenden politischen Aktivitäten für die Oschatz Netz sowohl Chancen als auch Risiken. Weder durch Einzelrisiken noch durch aggregierte Positionen bestanden für die Oschatz Netz Risiken im Berichtszeitraum, die den Fortbestand des Unternehmens gefährdeten. Derartige Risiken sind auch für das Geschäftsjahr 2022 aktuell nicht erkennbar.

Prognosebericht

Konjunktureller Ausblick.

Für das Jahr 2022 rechnete die Bundesregierung im Herbst 2021 mit einer Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufholprozesses und einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 4,1 Prozent.[Herbstprojektion Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2021]

Netzausbau und -stabilisierung.

Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren weiterhin Netzverstärkung bzw. Netzausbau für den Anschluss neuer EEG-Anlagen erforderlich ist. Als weiterer wichtiger Bestandteil der Netzaktivitäten bleibt neben dem Ersatz störauffälliger Kabelabschnitte auch der sukzessive Ersatz der vorhandenen Freileitungsanlagen, mit dem Ziel, auch weiterhin einen sicheren Netzbetrieb gewährleisten zu können und die Anzahl an Versorgungsunterbrechungen weiter zu minimieren. Mit den genannten Netzverstärkungs-, Netzausbau- und Leitungsersatz-Maßnahmen wird gleichzeitig eine stetige Netzerneuerung erreicht.

Prognose 2022.

Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet Oschatz Netz ein Ergebnis nach Steuern von 177 T€.

 

Oschatz, den 31. März 2022

Oschatz Netz Verwaltungs GmbH

gez. Uwe Nickel, Geschäftsführer

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021

Oschatz Netz GmbH & Co. KG

Bilanz

Aktiva

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31.12.2021
31.12.2020
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 952,33 1.062,81
952,33 1.062,81
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.822,77 7.822,77
Technische Anlagen und Maschinen 3.207.861,28 2.949.023,01
3.215.684,05 2.956.845,78
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
25.000,00 25.000,00
3.241.636,38 2.982.908,59
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.565,02 274.002,90
Sonstige Vermögensgegenstände 13.005,10 8.079,00
17.570,12 282.081,90
17.570,12 282.081,90
Rechnungsabgrenzungsposten 30,08 0,00
3.259.236,58 3.264.990,49

Passiva

31.12.2021
31.12.2020
Eigenkapital
Kommanditkapital
Kapitalanteile 343.894,02 343.894,02
Gewinnrücklage 431.572,19 300.607,90
Jahresüberschuss 197.571,37 163.705,36
973.037,58 808.207,28
Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 8.355,00 8.933,00
8.355,00 8.933,00
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.218.280,00 1.302.940,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54,88 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 549.637,26 373.526,12
Sonstige Verbindlichkeiten 11.757,95 274.028,78
1.779.730,09 1.950.494,90
Rechnungsabgrenzungsposten 409.793,91 431.115,31
Passive latente Steuern 88.320,00 66.240,00
3.259.236,58 3.264.990,49

Gewinn- und Verlustrechnung

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2021
2020
Umsatzerlöse 550.100,52 481.400,25
Sonstige betriebliche Erträge 598.560,32 609.320,70
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 179.605,85 171.116,67
Sonstige betriebliche Aufwendungen 755.237,99 424.610,67
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49.538,32 -865,01
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.455,89 302.264,65
Aufwendungen aus Verlustübernahme 5.139,47 5.101,86
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 28.182,00 23.050,15
Ergebnis nach Steuern 197.577,96 163.711,94
Sonstige Steuern 6,59 6,58
Jahresüberschuss 197.571,37 163.705,36

Anhang

Allgemeines

Die Oschatz Netz GmbH & Co. KG, Oschatz, ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Leipzig unter HRA 16646 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde gemäß dem Gesellschaftsvertrag nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) für große Kapitalgesellschaften, unter Beachtung der Regelungen für Kommanditgesellschaften, bei denen nicht wenigstens ein persönlich haftender Gesellschafter eine natürliche Person ist, aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert zum Vorjahr die Darstellung nach dem Gesamtkostenverfahren gewählt. Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 HGB wurde nach § 277 Abs. 3 Satz 2 HGB um den Posten „Aufwendungen aus Verlustübernahme“ erweitert. Hier werden die aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages (EAV) vom 15. Oktober 2013 der Tochtergesellschaft Oschatz Netz Verwaltungs GmbH auszugleichenden Verluste ausgewiesen.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringende Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der E.ON SE, Essen, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird gleichzeitig für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufgestellt. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht der E.ON SE werden beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und bekannt gemacht (www.bundesanzeiger.de).

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer – im Zu- und Abgangsjahr zeitanteilig – linear abgeschrieben.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit diese nutzungsbereit oder abnutzbar sind, abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach Maßgabe ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die sich an der steuerlich anerkannten Nutzungsdauer orientiert. Bestände aus der Einbringung des Stromverteilernetzes zum 1. Januar 2013 sind ausgehend von dem Einbringungswert bewertet.

Die Einbringung erfolgte als Sacheinlage im Wege der Einzelrechtsnachfolge zum bilanziellen Restbuchwert zum 1. Januar 2013 ohne dass die Gesellschaft hierfür eine Gegenleistung an die einbringende envia Mitteldeutsche Energie AG erbringt. Die Gesellschaft hat das übertragene Stromverteilernetz in ihrer Bilanz mit diesem bilanziellen Restbuchwert angesetzt.

Die abnutzbaren Sachanlagen werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge zum Sachanlagevermögen erfolgen pro rata temporis.

Die Abgänge wurden zum Restbuchwert im Zeitpunkt des Ausscheidens (Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen) ausgebucht.

Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit Anschaffungskosten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Passiva

Der Wert der Sacheinlage aus der Einbringung des Stromverteilernetzes zum 1. Januar 2013, unter Abzug einer passiven latenten Steuerbelastung, wurde dem Kommanditkapital zugeführt.

Die Gewinnrücklagen wurden aufgrund der Gesellschafterbeschlüsse vom 28.6.2018, 24.5.2019, 26.6.2020 und 15.6.2021 aus nicht entnommenen Gewinnen gebildet.

Gemäß dem Gesellschaftsvertrag beschließt die Gesellschafterversammlung über die Ergebnisverwendung. Insoweit wird ein Jahresüberschuss ausgewiesen.

Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Zuführungen zu derartigen Rückstellungen werden mit dem Barwert aufwandswirksam erfasst.

Verbindlichkeiten sind mit Erfüllungsbeträgen passiviert.

Alle Investitionszuschüsse werden als passiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und einheitlich ratierlich über einen Gesamtzeitraum von 20 Jahren zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.

Die bestehenden Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden und aus denen sich insgesamt eine Steuerbelastung ergeben wird, wurden als passive latente Steuern bilanziert. Die Differenzen resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in dem Bilanzposten Sachanlagevermögen des Gesamthands- und Ergänzungsvermögens. Es wurde ein Steuersatz von 13,6% für die Gewerbesteuer zu Grunde gelegt.

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist nachfolgend dargestellt.

Buchwerte

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31.12.2021
31.12.2020
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 952,33 1.062,81
952,33 1.062,81
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.822,77 7.822,77
Technische Anlagen und Maschinen 3.207.861,28 2.949.023,01
Anlagen im Bau 0,00 0,00
3.215.684,05 2.956.845,78
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
25.000,00 25.000,00
Anlagevermögen 3.241.636,38 2.982.908,59

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

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Vortrag zum 01.01.2021
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand am 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.802,34 0,00 0,00 0,00 1.802,34
1.802,34 0,00 0,00 0,00 1.802,34
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.822,77 0,00 0,00 0,00 7.822,77
Technische Anlagen und Maschinen 4.211.142,92 443.172,36 0,00 11.445,63 4.642.869,65
Anlagen im Bau 0,00 1.153,49 0,00 1.153,49 0,00
4.218.965,69 444.325,85 0,00 12.599,12 4.650.692,42
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
Anlagevermögen 4.245.768,03 444.325,85 0,00 12.599,12 4.677.494,76

Kumulierte Abschreibungen

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Vortrag zum 01.01.2021
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand am 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 739,53 110,48 0,00 0,00 850,01
739,53 110,48 0,00 0,00 850,01
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 1.262.119,91 179.495,37 0,00 6.606,91 1.435.008,37
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.262.119,91 179.495,37 0,00 6.606,91 1.435.008,37
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen 1.262.859,44 179.605,85 0,00 6.606,91 1.435.858,38

Im Geschäftsjahr 2021 wurden für einzelne Netzanlagen die planmäßigen Restnutzungsdauern verlängert. Dadurch verminderten sich die Abschreibungen auf Sachanlagen insgesamt um T€ 9.

Die Gesellschaft hält 100% der Anteile am Stammkapital der persönlich haftenden Gesellschafterin Oschatz Netz Verwaltungs GmbH, Oschatz. Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 betrug das Eigenkapital der Tochtergesellschaft € 26.250,00 und der Jahresüberschuss € 0,00. Da die persönlich haftende Gesellschafterin keine Einlage geleistet hat und nicht am Ergebnis der Gesellschaft beteiligt ist, wurde auf die Bildung eines Ausgleichspostens für aktivierte eigene Anteile im Sinne von § 264c Abs. 4 Satz 2 HGB verzichtet.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 4.565,02 (Vj.: € 2.520,90). In Höhe von € 271.482,00 betreffen sie den Ausweis des Vorjahres von sonstigen Forderungen gegen die Kommanditistin envia Mitteldeutsche Energie AG.

Der Ausweis der sonstigen Vermögensgegenstände betrifft in Höhe von € 13.005,00 (Vj.: € 8.079,00) die Kommanditistin Stadt Oschatz.

Passiva

(3) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Verpflichtungen aus Jahresabschlusskosten.

(4) Verbindlichkeiten

Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind € 84.660,00 (Vj.: € 84.660,00) innerhalb eines Jahres fällig. € 338.640,00 (Vj.: € 338.640,00) haben eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren. € 794.980,00 (Vj.: € 879.640,00) haben eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind vor Verrechnung mit bestehenden Forderungen € 44.204,00 (Vj.: € 29.104,00) innerhalb eines Jahres, € 176.816,00 (Vj.: € 116.416,00) zwischen 1 und 5 Jahren und € 583.000,00 (Vj.: € 393.154,00) nach 5 Jahren fällig. Die übrigen Verbindlichkeitspositionen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Abtretung von Miet- und Pachtzinsforderungen aus dem Stromverteilnetz im Gebiet der Stadt

Oschatz besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (vor Verrechnung mit bestehenden Forderungen) sind in Höhe von € 804.020,00 mit beweglichem und unbeweglichem Vermögen besichert.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von € 7.026,06 (Vj.: € 5.973,11) die Komplementärin Oschatz Netz Verwaltungs GmbH und in Höhe von € 542.611,20 (Vj.: € 367.553,01) die Kommanditistin envia Mitteldeutsche Energie AG und sind den sonstigen Verbindlichkeiten zugehörig. Dabei wurden Verbindlichkeiten gegenüber der Kommanditistin envia Mitteldeutsche Energie AG mit bestehenden Forderungen gegen diese Gesellschaft in Höhe von € 261.408,80 (Vj.: € 171.120,99) verrechnet.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von € 600,00 (Vj.: 600,00) die Kommanditistin Stadt Oschatz. € 11.157,95 (Vj.: € 1.946,78) resultieren aus Steuern.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(5) Umsatzerlöse

Die Position enthält € 32.554,25 periodenfremde Erträge und wurde mit € 10.035,56 periodenfremden Aufwendungen saldiert.

(6) Sonstige betriebliche Erträge

Die Position enthält € 20.496,12 periodenfremde Konzessionsabgaben und Kommunalrabatte sowie € 271.482,00 aus der Ausbuchung steuerlicher Nebenleistungen.

(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Position enthält € 20.496,12 periodenfremde Konzessionsabgaben und Kommunalrabatte sowie € 271.482,00 aus der Ausbuchung einer Forderung sowie € 21.546,25 weitere periodenfremde Aufwendungen aus Weiterberechnungen.

(8) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinserträgen in Höhe von € 51.721,00, wovon € 21.546,25 periodenfremd sind, wurden negative Zinsen für Guthaben auf Cash Pool Konten in Höhe von € 2.173,68 abgesetzt.

(9) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen resultieren in Höhe von € 10.399,36 (Vj.: € 6.872,90) aus verbundenen Unternehmen.

(10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Position enthält € 6.102,00 pagatorische Gewerbesteuer und € 22.080,00 Zuführungen zu den passiven latenten Steuern.

Sonstige Angaben

(1) Geschäfte größeren Umfangs im Sinne von § 6b Abs. 2 EnWG

Im Berichtsjahr wurden folgende Geschäfte größeren Umfangs, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind, mit verbundenen und assoziierten Unternehmen getätigt:

- Erträge aus der Verpachtung von Stromverteilernetzen T€ 501

- Aufwendungen für die Erbringung von kaufmännischen Dienstleistungen T€ 92

(2) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen für das Folgejahr T€ 81.

(3) Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 6 und entfällt auf Abschlussprüferleistungen.

(4) Geschäftsführung

Die Gesellschaft wird durch die Komplementärin Oschatz Netz Verwaltungs GmbH vertreten. Deren Geschäftsführer war im Geschäftsjahr Herr Uwe Nickel, Abteilungsleiter Controlling Geschäftsfeld Netz bei enviaM.

(5) Aufsichtsrat

Gemäß den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages ist für die Gesellschaft ein Aufsichtsrat zu bestellen. Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt zusammen:

- Herr Ralf Hiersig (Vorsitzender) (Geschäftsführer)

- Herr Andreas Kretschmar (stellv. Vorsitzender) (Oberbürgermeister)

- Herr David Pfennig (Maurermeister)

- Herr Holger Mucke (Projektkoordinator)

- Herr Ralf Gericke (Controller)

- Herr Thilo Schröter (Bereichsleiter)

- Herr Mirko Schuster (Abteilungsleiter)

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr keine Bezüge gewährt.

(6) Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.

 

Oschatz, den 31. März 2022

Oschatz Netz Verwaltungs GmbH

gez. Uwe Nickel, Geschäftsführer

Tätigkeitsabschluss 2021 gemäß § 6b Abs. 3 EnWG sowie Angaben gemäß den Festlegungen der Beschlusskammer 8 der Bundesnetzagentur aufgrund von § 6b Abs. 6 EnWG i.V.m. § 29 § EnWG

Oschatz Netz GmbH & Co. KG, Oschatz

Tätigkeitsbilanz Elektrizitätsverteilung

Bilanz

Aktiva

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31.12.2021
31.12.2020
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 952 1.063
952 1.063
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.823 7.823
Technische Anlagen und Maschinen 3.040.646 2.835.568
3.048.469 2.843.391
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000 25.000
25.000 25.000
3.074.421 2.869.454
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.565 274.003
Sonstige Vermögensgegenstände 12.200 7.787
16.765 281.790
16.765 281.790
Rechnungsabgrenzungsposten 30 0
3.091.216 3.151.244

Passiva

31.12.2021
31.12.2020
Eigenkapital
Kommanditkapital
Zugeordnete Kapitalanteile 183.910 235.003
Gewinnrücklage 431.572 300.608
Jahresüberschuss 185.338 157.806
800.820 693.417
Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 8.355 8.933
8.355 8.933
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.218.280 1.302.940
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 55 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 549.637 373.526
Sonstige Verbindlichkeiten 19.316 277.067
1.787.288 1.953.533
Rechnungsabgrenzungsposten 409.794 431.115
Passive latente Steuern 84.959 64.246
3.091.216 3.151.244

Gewinn- und Verlustrechnung Elektrizitätsverteilung

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2021
2020
Umsatzerlöse 524.667 465.249
Sonstige betriebliche Erträge 598.560 609.321
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 168.749 163.731
Sonstige betriebliche Aufwendungen 754.639 422.583
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49.538 -865
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.456 302.264
Aufwendungen aus Verlustübernahme 5.139 5.102
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26.437 22.212
Ergebnis nach Steuern 185.345 157.813
Sonstige Steuern 7 7
Jahresüberschuss 185.338 157.806

Entwicklung des Anlagevermögens für die Tätigkeit Elektrizitätsverteilung

Buchwerte

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31.12.2021
31.12.2020
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 952 1.063
952 1.063
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.823 7.823
Technische Anlagen und Maschinen 3.040.646 2.835.568
Anlagen im Bau 0 0
3.048.469 2.843.391
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000 25.000
25.000 25.000
Anlagevermögen 3.074.421 2.869.454

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

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Vortrag zum 01.01.2021
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand am 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.802 0 0 0 1.802
1.802 0 0 0 1.802
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.823 0 0 0 7.823
Technische Anlagen und Maschinen 4.084.325 377.957 0 10.780 4.451.502
Anlagen im Bau 0 1.153 0 1.153 0
4.092.148 379.110 0 11.933 4.459.325
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000 0 0 0 25.000
25.000 0 0 0 25.000
Anlagevermögen 4.118.950 379.110 0 11.933 4.486.127

Kumulierte Abschreibungen

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Vortrag zum 01.01.2021
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand am 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 739 111 0 0 850
739 111 0 0 850
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 0 0 0 0
Technische Anlagen und Maschinen 1.248.757 168.638 0 6.539 1.410.856
Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
1.248.757 168.638 0 6.539 1.410.856
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
Anlagevermögen 1.249.496 168.749 0 6.539 1.411.706

Erläuterungen

(1) Allgemeines

Auf der Grundlage des § 6b Abs. 3 EnWG ist die Oschatz Netz GmbH & Co. KG verpflichtet, getrennte Konten für die Tätigkeiten „Elektrizitätsverteilung“ und „Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors“ zu führen.

Ziel der Entflechtungsbestimmungen ist die Erhöhung der Kostentransparenz des Netzbetriebes sowie die Sicherstellung der Unabhängigkeit des Netzbetriebes von den anderen Tätigkeiten vertikal integrierter Energieversorgungsunternehmen.

Für Tätigkeiten gemäß § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sind außerdem separate Tätigkeitsabschlüsse zu erstellen. Bei der Oschatz Netz GmbH & Co. KG handelt es sich insoweit ausschließlich um die Tätigkeit „Elektrizitätsverteilung“.

(2) Tätigkeit des Netzbetriebes der Oschatz Netz GmbH & Co. KG

Im Tätigkeitsbereich „Elektrizitätsverteilung“ werden alle Geschäftsvorfälle erfasst, welche mit der wirtschaftlichen Nutzung des Eigentums am Elektrizitätsverteilungsnetz der Gesellschaft im Zusammenhang stehen. Es besteht ein Pachtvertrag mit der Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH, Halle (Saale).

Die envia Mitteldeutsche Energie AG (Chemnitztalstraße 13, 09114 Chemnitz) als verbundenes, vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen erbringt gegenüber der Oschatz Netz GmbH & Co. KG kaufmännische Dienstleistungen für den Tätigkeitsbereich „Elektrizitätsverteilung“. Im Jahr 2021 beliefen sich die Aufwendungen der Oschatz Netz GmbH & Co. KG für diese erbrachten sonstigen Dienstleistungen auf € 91.853.

(3) Zuordnungsgrundsätze der Aktiva und Passiva sowie Aufwendungen und Erträge zu den Tätigkeitsbereichen

Dem Tätigkeitsabschluss liegt der Jahresabschluss der Oschatz Netz GmbH & Co. KG unmittelbar zu Grunde. Die auf Unternehmensebene angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden kommen deshalb durchgängig auch für den Tätigkeitsabschluss „Elektrizitätsverteilung“ zur Anwendung. Gleiches gilt für etwaige Änderungen gegenüber dem Vorjahr.

Auf Basis der Kostenrechnung der Gesellschaft wurden wesentliche Aufwendungen und Erträge direkt dem Tätigkeitsbereich zugeordnet. In den Fällen, wo dies nicht möglich war oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden, soweit diese nicht der Tätigkeit direkt zugeordnet werden konnten, auf Basis des Ergebnisses vor Steuern der Tätigkeit zugeordnet.

In der Bilanz erfolgte eine direkte Zuordnung wesentlicher Aktiv- und Passivpositionen. In den Fällen, wo dies nicht möglich war oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel.

Kapitalausgleichsposten bestehen nicht.

Die Zuordnungsgrundsätze des Geschäftsjahres 2021 entsprechen grundsätzlich denen des Vorjahres.

(4) Sonstige Angaben nach § 268 und 277 HGB

Die Forderungen haben wie im Vorjahr jeweils eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Rückstellungen im Tätigkeitsbereich „Elektrizitätsverteilung“ entwickelten sich wie folgt:

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Vortrag zum 01.01.2021
Inanspruchnahmen
Auflösungen
Zuführungen
Stand am 31.12.2021
Sonstige Rückstellungen
Prüfung und Offenlegung Jahresabschluss 5.870 5.636 234 6.140 6.140
Übrige 3.063 840 848 840 2.215
8.933 6.476 1.082 6.980 8.355
Rückstellungen 8.933 6.476 1.082 6.980 8.355

Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind € 84.660 (Vj.: € 84.660) innerhalb eines Jahres fällig. € 338.640 (Vj.: € 338.640) haben eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren. € 794.980 (Vj.: € 879.640) haben eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind vor Verrechnung mit bestehenden Forderungen € 44.204 (Vj.: € 29.104) innerhalb eines Jahres, € 176.816 (Vj.: € 116.416) zwischen 1 und 5 Jahren und € 583.000 (Vj.: € 393.154) nach 5 Jahren fällig. Alle übrigen Verbindlichkeitspositionen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Abtretung von Miet- und Pachtforderungen aus dem Stromverteilernetz im Gebiet der Stadt Oschatz besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (vor Verrechnung mit bestehenden Forderungen) sind in Höhe von € 804.020 mit beweglichem und unbeweglichem Vermögen besichert.

Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren € 4.955 aus Ergebnisabführungsverträgen.

Dabei wurden Verbindlichkeiten gegenüber der Kommanditistin envia Mitteldeutsche Energie AG mit bestehenden Forderungen gegen diese Gesellschaft in Höhe von € 261.409 (Vj.: € 171.121) verrechnet.

Die Zinserträge beinhalten in der Höhe von € 2.174 negative Zinsen für Cash Pool Konten bei verbundenen Unternehmen.

Die Zinsaufwendungen resultieren in Höhe von € 10.399 (Vj.: € 6.873) aus verbundenen Unternehmen.

Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen gegenüber der Kommanditistin envia Mitteldeutsche Energie AG betragen für das Folgejahr T€ 81.

 

Oschatz, den 31. März 2022

Oschatz Netz Verwaltungs GmbH

gez. Uwe Nickel, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Oschatz Netz GmbH & Co. KG, Oschatz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Oschatz Netz GmbH & Co. KG, Oschatz, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Oschatz Netz GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit Verpachtung des eigenen Stromverteilernetzes nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG – bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses – geprüft.

- Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

- Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für die Einhaltung der Rechnungslegungsvorschriften nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

- ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

- ob der Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entspricht.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Leipzig, den 31. März 2022

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Michael A. Schnase, Wirtschaftsprüfer

Hans-Peter Spengler, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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