Dover Germany GmbHLiquidiert
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joseph William Schmidt seit 14.10.2003 | Geschäftsführer |
Philippe Santin seit 14.10.2003 | Geschäftsführer |
Raymond Mc Kay seit 5.6.2002 | Geschäftsführer |
Renate Nezeris seit 13.5.2002 | Prokura |
Roman Steiger seit 6.3.2002 | Geschäftsführer |
Robert Willem van der Hammen seit 27.12.2001 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dover Germany GmbHKölnKonzernabschluss zum 31. Dezember 2005KonzernlageberichtI. Konzernaktivitäten und deren Einbindung in die Struktur des Gesamtkonzerns I.1. Einbindung der Dover Germany Gruppe in die Dover Corporation Die Dover Corporation, New York, USA (nachfolgend "Dover Corp.") ist ein an der New York Stock Exchange (Tickersymbol DOV) gelistetes Unternehmen und Bestandteil des Standard und Poor 500 Index. Die Aktivitäten der Dover Corp. in Deutschland haben in den letzten fünf Jahren durch eine Reihe von Unternehmenskäufen stark zugelegt. Dover Gesellschaften beschäftigten in 2005 in Deutschland rund 1700 Mitarbeiter an zahlreichen Produktionsstandorten rechtlich selbständiger Unternehmen. Die Unternehmensführung erfolgt im operativen Bereich überwiegend lokal bzw. dezentral über eine Reihe von Teilkonzernen sowie in den Bereichen Finanzierung, allgemeine Strategie und den so genannten "corporate functions" zentral durch die Dover Corporation, New York, sowie über die Dover Germany GmbH, Köln, als Landesholding. Ein zentrales cash management wird über die in Köln ansässige Dover German Intragroup Services GmbH durchgeführt. Die Unternehmen, die in den Konzernabschluss der Dover Germany GmbH, Köln, einbezogen sind, werden gleichzeitig in den übergeordneten Konzernabschluss der Dover Corporation, New York, 280 Park Avenue New York 10017 - 1292 einbezogen, die indirekt sämtliche Anteile an der Dover Germany GmbH hält. I.2. Die Dover Philosophie - Ausrichtung auf Kernmärkte und klares Bekenntnis zum Leitmotiv "Performance Counts" Das 51. Geschäftsjahr in der Geschichte der Gruppe stand im Zeichen des im Vorjahr begonnenen umfassenden Programms zur Steigerung des Unternehmenserfolges mit den beiden Initiativen "Portfolio Assessment" und "Performance counts". Im Rahmen des "Portfolio Assessment" wurde durch die Dover Corp. eine Überprüfung aller Gesellschaften der sechs Reporting Segmente bezüglich ihrer Ausrichtung auf die relevanten Zielmärkte durchgeführt und nachfolgend 13 strategischen Plattformen zugeordnet. Die 6 Segmente und 13 Plattformen der Gruppe lauten wie folgt:
Parallel erfolgte durch die Initiative "Performance Counts" ein Bekenntnis aller Gesellschaften zum Ziel der "operational excellence" unter Formulierung fünf elementarer betriebswirtschaftlicher Beurteilungskriterien, die in der einfachen Formel "8-10-15-20-25" ihren Niederschlag gefunden haben. Im Einzelnen sind dies
Alle Gesellschaften werden langfristig an der Erreichung dieser Ziele gemessen. I.3. Nationaler Schwerpunkt im Bereich Technologie und Elektronik Im Rahmen der internationalen Aktivitäten stellt Deutschland, insbesondere für die Plattform "Test Equipment" einen zentralen Produktions- und Entwicklungsstandort dar. Mit rund 730 Mitarbeitern ist der überwiegende Teil der Mitarbeiter dieser Plattform an vier Standorten in Deutschland zuhause. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen allerdings in zunehmendem Maße in Asien. Die vier Gesellschaften sind die Multitest Elektronische Systeme GmbH, Rosenheim, die seit 2001 zum Konzern gehört, die im Vorjahr erworbenen Rasco GmbH, Kolbermoor, die atg test systems GmbH, Wertheim und die Luther & Maelzer GmbH, Wunstorf. Ähnliche Bedeutung für das deutsche Geschäft besitzt mit rund 450 Mitarbeitern die Plattform "Electronic Components" der im Vorjahr etablierten Sparte Dover Electronics mit den Gesellschaften Telefilter tft GmbH, Teltow und Vectron International GmbH & Co. KG, Neckarbischofsheim. Der auf die Herstellung elektronischer Komponenten spezialisierte Bereich wuchs in Deutschland seit Mitte des vergangenen Jahres beträchtlich durch den Zukauf der Sparte "Frequency Division" von der Corning Gruppe/USA und deren Standort Neckarbischofsheim, in dem elektronische Oszillatoren für Telekommunikation (Basisstationen) gefertigt werden. Die Akquisition der Vectron International GmbH & Co. KG, Neckarbischofsheim, stellt eine hervorragende Ergänzung zum Geschäft der Telefilter tft GmbH, Teltow dar, einem Hersteller von Frequenzwandlern für die Telekommunikationsbranche. Die wichtigsten weiteren Dover Gesellschaften sind die DE-STA-CO Europe Metallerzeugnisse GmbH, Oberursel, die Tipper Tie technopack GmbH, Glinde, sowie die Blitz/Rotary GmbH, Bräunlingen, und die zum Ende des vergangenen Jahres neu erworbene Almatec Maschinenbau GmbH, Kamp-Lintfort. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns sowie der wesentlichen Konzernunternehmen nach Spartenzugehörigkeit II.1. Marktentwicklung und Lage der Dover Gruppe Deutschland Auf Grund der schwachen Nachfrage im Kernbereich "Test Equipment" im ersten Halbjahr, was zu Kurzarbeit an einigen Standorten führte, konnte der Konzernumsatz des Vorjahres nicht erreicht werden und liegt mit € 366 Mio. rund 10 % unterhalb des Vorjahresniveaus (Vorjahr: € 407 Mio.). Dennoch verbesserte sich das Ergebnis der Gruppe mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von € 9,2 Mio. (Vorjahr: -3,7 Mio.) deutlich. Im Gegensatz zum wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2001, der für viele überraschend kam, konnten unsere Technologiegesellschaften auf den vorübergehenden Abschwung des Technologiemarkts im ersten Halbjahr flexibler reagieren als in früheren Jahren, wenn sich eine abschwächende Investitionsgüternachfrage abzeichnete. Diese erhöhte Anpassungsfähigkeit ist das Ergebnis vielfältiger Maßnahmen der organisatorischen Verschlankung, Outsourcing und dessen kurzfristiger Beendigung sowie erster Erfolge im Rahmen der Effizienzsteigerung durch das "Performance Counts" Projekt. Auf die Ergebnisse der einzelnen in den Konsolidierungskreis einbezogenen wesentlichen Gesellschaften gehen wir im Folgenden ein.
II.2. Marktentwicklung und Lage der Dover Technologies Gesellschaften Die ,,Circuit Board Assembly and Testing" (CBAT)-Gesellschaften sind Hersteller von Maschinen und Apparaturen zur Fertigung von Halbleitern (Mikrochips) und deren Prüfung (Testierung). Im Einzelnen sind dies die oben genannten Gesellschaften der Plattform "Test Equipment" und Vertriebsgesellschaften verbundener Konzernunternehmen, wie die Universal Instruments GmbH, Bad Vilbel als Hersteller von Bestückungsautomaten, die DEK Printing Machines GmbH, Bad Vilbel, als Hersteller von Druckmaschinen für die elektronische Industrie, sowie die Hersteller von elektronischen Feinwerkzeugen, Vitronics Soltec GmbH, Marktheidenfeld, und OK International GmbH, Groß Gerau. Andauernde Stabilisierung des Marktes im 2. Halbjahr 2005 nach einer Wachstumspause im 1. Halbjahr 2005 Der Geschäftsverlauf der CBAT-Gesellschaften hängt sehr stark von der Markt- und Preisentwicklung von Leiterplatten und Halbleitern ("Chips") ab. Markt und Preis verhalten sich seit Jahren extrem zyklisch. Nach der Krise in den Jahren 1992/93 zeigte die Entwicklung bis 2000 aber ständig nach oben. Ab dem Jahr 2001 jedoch verzeichnete der Sektor einen - trotz der bekannten Zyklen - bisher noch nicht gekannten Einbruch. Ursache war eine starke Marktsättigung im Elektronikmarkt, zum Beispiel bei Personalcomputern, im Mobilfunkbereich und in der Netzwerktechnologie. Die Investitionszurückhaltung bis hin zum vollständigen Investitionsstopp der Hersteller von Endprodukten des Telekommunikations- und Elektronikmarktes (z. B. Mobiltelefone, Computer oder Netzwerke für EDV) führte in eine Nachfragekrise. Niedrige Nachfrage und überhöhtes Angebot reduzierten folglich die Preise - ein PC Motherboard kostete 2002 weniger als die Hälfte im Vergleich zum Jahr 2000. Halbleiter wie z.B. DRAM (= Speicher) verfielen im Preis 80 - 90%. Die langsame Auflösung dieser Situation resultierte vornehmlich aus dem wirtschaftlichen Aufschwung Chinas und in weit geringerem Maße Indiens als nunmehr marktwirtschaftlich orientierte Volkswirtschaften, sowie der positiven Entwicklung der amerikanischen Volkswirtschaft durch den Konsum im dortigen Binnenmarkt. In 2003 kam es erstmals wieder zu einer Geschäftsbelebung unserer Märkte der in der Tendenz bis heute anhielt. So wuchs der weltweite Markt für Leiterplattenelemente in den letzten beiden Jahren erstmals wieder wertmäßig zweistellig pro Jahr auf rund 42 Mrd. USD in 2005 (Vorjahr: 38 Mrd. USD), was einer Steigerung von jeweils rund 10% p.a. entspricht nach ca. 3% im Jahr 2003. Die Marktsteigerung resultierte überwiegend aus der boomartigen Entwicklung Chinas als Produktionsstandort. Innerhalb von nur 2 Jahren hat China es erreicht, rund ein Viertel der Weltproduktion im Bereich der Halbleiter an sich zu ziehen und damit vollständig zu Japan aufzuschließen. Die regionale Verteilung des Marktes bezogen auf Hauptherstellerregionen entwickelte sich nach ZVEI und Prismark Partners LLC, einem Consulting - Unternehmen für die Elektronik-Industrie in den vergangen drei Jahren, wie folgt:
Quelle : ZVEl,
April 2006 (Daten 2005) April 2005 (Daten 2004), Prismark,
Mai 2004 (Daten 2003)
Die westliche Welt (USA und Europa) verzeichnete auch 2005, wie schon in 2004, einen relativen Rückgang der Kapazitäten um weitere 7% nach 7% im Jahr 2004, aber auch der übrige asiatische Raum (ohne Japan) musste mit einem erstmaligen relativen Rückgang von 7%, Marktanteile an China abgeben. Die Gründe für diese Entwicklungen sind vielfältig: Die Gesellschaften im asiatischen Raum und vor allem in China produzieren durch staatliche Förderungen und günstige Arbeitskräfte deutlich kostengünstiger als Firmen in Europa und den USA. Damit wandern viele Aufträge vom Westen nach Asien. Etliche (insbesondere große) Firmen in Europa und den USA mussten wegen hoher Verluste während des Downturns bis 2002 Produktionsstätten schließen. Hier konnte man dem Preisverfall des Marktes im Gegensatz zu Asien nicht mehr folgen. Die Gesellschaften der Dover Gruppe haben dieser Entwicklung Rechnung getragen. Zum einen wird stets die Technologieführerschaft in der jeweiligen Branche angestrebt, zum anderen wurden zahlreiche Anstrengungen zur Verbesserung der Vertriebsfunktion im asiatischen Raum getätigt. Effektive Produktivitätssteuerung, Auslastungsmanagement und ständige Programme zur Kostenentlastung im Produktionsbereich sowie effektive Verwaltungen sind im heutigen Marktumfeld selbstverständlich. Multitest elektronische Systeme GmbH, Rosenheim Die Multitest Gruppe entwickelt, fertigt und vertreibt weltweit Testmaschinen für die Halbleiterindustrie. Nach kräftigem Wachstum im Vorjahr fiel der Umsatz im Jahr 2005 mit € 65,7 Mio. (Vorjahr: € 94,4 Mio.) deutlich niedriger aus, was einem Rückgang um 30,4% entspricht. Dies ist zurückzuführen auf die Wachstumspause im ersten Halbjahr. Aufgrund rechtzeitig eingeleiteter, vorbeugender Maßnahmen - u.a. des im 4. Quartal 2004 begonnenen Überstundenabbaus sowie Kurzarbeit im 1. Quartal 2005, Reduktion der Lagerhaltung und Lieferantenverpflichtungen - konnte Multitest dennoch in 2005 insgesamt ein gutes Ergebnis realisieren. Die Anzahl unbefristeter Arbeitsverhältnisse blieb mit durchschnittlich 322 im Vergleich zum Vorjahr (323 Mitarbeiter) relativ konstant. Eine Fortführung der Kostensenkungsmaßnahmen im Personalbereich wurde über den Abbau von befristeten Arbeitsverhältnissen erreicht. Im Berichtsjahr waren im Durchschnitt 19 Arbeitnehmer befristet bei Multitest beschäftigt, im Vergleich zu 41 Arbeitnehmern im Jahr 2004. Darüber hinaus wurde gegen Ende des Jahres 2005 damit begonnen, die Pläne für eine Produktionsverlagerung von Deutschland nach Malaysia zu forcieren, um mehr Kundennähe und Standortvorteile zu schaffen. Zu diesem Zweck wird in Penang eine neue Produktionsstätte aufgebaut die im Jahr 2006 fertig gestellt wurde. Forschung und Entwicklung Das langfristige Ziel von Multitest, ihre Marktanteile kontinuierlich zu erhöhen und die Produktpalette fortwährend zu erweitern, wird durch das stetige Entwickeln vor Produktinnovationen konsequent verfolgt. Multitest hat im Berichtsjahr seine Investitionen in neue Produkte - MT9928 Gravity, MT9510XP Pick & Place, InStrip und MEMS Handler sowie Kontaktierungen - unvermindert fortgesetzt. Ausblick und Auftragsbestand Bereits zur Jahresmitte 2005 zeichnete sich eine Konjunkturbelebung ab, die sich im Folgejahr 2006 stabilisierte. Die Umsatzentwicklung für das Jahr 2006 wird von dieser Tendenz positiv geprägt. Rasco GmbH, Kolbermoor Die Rasco GmbH, Kolbermoor, fertigt Automatisierungsmaschinen zur Herstellung von elektronischen Bauteilen und ist somit ein wichtiger Zulieferer der Halbleiterindustrie. Auch bei der Rasco GmbH konnte man zu Beginn des neuen Geschäftsjahres kein Marktwachstum erkennen. Im gesamten ersten Halbjahr musste Kurzarbeit angemeldet und durchgeführt werden. Mit dem Wechsel zum zweiten Halbjahr jedoch stieg die Nachfrage, so dass sich das Geschäftsjahr noch deutlich positiv entwickelte. Auch die Rasco GmbH musste im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von 31% auf € 29,3 Mio. hinnehmen (Vorjahr: € 37,0 Mio.). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag, bereinigt um Sondereffekte aus dem Verkauf zweier Beteiligungen an verbundene Unternehmen der Dover-Gruppe bei € 2,7 Mio. (Vorjahr: € 2,8 Mio.). Unter dem Aspekt, stets die gewohnt hohe Qualität der Rasco-Produkte zu erreichen, wurde die Kapazität in der Montage im Geschäftsjahr nicht gesteigert, aber deutlich an der Qualität der Fertigung gearbeitet. Forschung und Entwicklung Die technologischen Kernkompetenzen der Rasco GmbH, Kolbermoor, liegen in der Handhabung von extrem kleinen Halbleiterbausteinen (Miniaturisierung) und in der Belastbarkeit dieser bei extremen Temperaturen (-60 bis +160 Grad Celsius). Im Geschäftsjahr 2005 wurde die Entwicklung des neuen Produktes, dem Viertrack-Handler SO1800, abgeschlossen und erfolgreich in den Markt eingeführt. Mit diesem neuen Gerät, wird der "Durchsatz" wesentlich erhöht und somit die Kosten pro Bauteil erheblich reduziert. atg test systems GmbH, Wertheim Auch der Hersteller von Testmaschinen für unbestückte Leiterplatten konnte sich im ersten Halbjahr dem vorübergehenden Abwärtstrend der Elektronikbranche nicht entziehen, aufgrund dessen verminderte sich der Umsatz um 8,2 % auf € 25,6 Mio. (Vorjahr: € 27,9 Mio.). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug € 2,6 Mio. (Vorjahr: € 3,3 Mio.). Diese Systeme sind auf die Anforderungen in Nischen flexibler Leiterplatten und Chip-Carrier ausgerichtet, die höchste Genauigkeit bei den Testergebnissen verlangen. Regional wird ein Großteil des Gesamtumsatzes in Asien erzielt. Auch die Paralleltestsysteme entwickelten sich im Berichtsjahr nicht zufriedenstellend. Durch die im Vorjahr aufgenommene Fertigungskooperation mit einem chinesischen Hersteller wurde die Fertigung von Paralleltestsystemen am Standort Wertheim weiter reduziert. Forschung und Entwicklung Ziel der Forschung und Entwicklung war und ist der Ausbau der starken Technologieposition durch die Implementierung von Zusatznutzen bei unseren Fingertestsystemen und der weiteren Rationalisierung der Fertigung. Luther und Maelzer GmbH, Wunstorf Die Luther und Maelzer GmbH, Wunstorf, ist ein Anbieter von Testmaschinen und Systemen für die Leiterplattenindustrie. Hervorzuheben ist die starke Fokussierung auf den asiatischen Absatzmarkt. In den Ländern China, Taiwan und Korea werden 70 % der Umsätze erzielt. Auf Grund des anhaltenden Preisdrucks reduzierte sich der Umsatz auf 14,0 Mio. (Vorjahr: € 18,3 Mio.). Aufgrund von Kostenanpassungen und Verlagerung betrieblicher Aktivitäten in die Absatzregion lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit dennoch mit € 2,6 Mio. (Vorjahr: € 2,8 Mio.) nur geringfügig unterhalb dem des Vorjahres. Um den Anforderungen des asiatischen Marktes Rechnung zu tragen übernahm die Gesellschaft im Berichtsjahr alle Anteile an der im Vorjahr gegründeten Tochtergesellschaft in Donguan/China, in der die Aktivitäten des Chinageschäfts zukünftig gebündelt werden sollen. Forschung und Entwicklung Der Schwerpunkt der Entwicklung liegt, nachdem die Entwicklung im Bereich "Flying Probe Tester" erfolgreich abgeschlossen worden ist, in der Weiterentwicklung von Adaptionstechnologien und Verbesserung der Messqualität der Tester sowie der Entwicklung einer neuen Generation von Prüfautomaten. Universal Instruments GmbH, Bad Vilbel Die Gesellschaft liefert als Vertriebsgesellschaft Bestückungsautomaten für die elektronische Fertigung für den deutschen und europäischen Markt. Die Marktentwicklung in Europa ist jedoch seit Jahren rückläufig. Nennenswerte Neuinvestitionen werden in Europa kaum getätigt. Diese rückläufige Entwicklung war jedoch vorhersehbar und die Gesellschaft passte sich durch Funktionsverlagerungen entsprechend an. Den Großteil des Absatzes erzielt die Gesellschaft nunmehr mit Betriebsstätten in Ungarn und der Slowakei. Im Rahmen der im Vorjahr begonnenen europaweiten Restrukturierung der Verwaltungsfunktionen wurden Teile des Finanzwesens bei einer Schwestergesellschaft in England konzentriert, sowie die Verlagerung kundennaher Auftragserfassung nach Ungarn und der Slowakei abgeschlossen. Die Belegschaft reduzierte sich dadurch um weitere 3 Mitarbeiter auf 21. Aufgrund der durch Anpassungsmaßnahmen reduzierten Kosten, konnte die Universal Instruments GmbH im Geschäftsjahr bei einem im Vergleich mit dem Vorjahr erheblich geringeren Umsatz in Höhe von € 29,6 Mio. (Vorjahr: € 41,3 Mio.) dennoch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf € 1,2 Mio. (Vorjahr: € 0,7 Mio.) verbessern. In diesem Marktsegment sehen wir allerdings in Europa auf absehbare Zeit keine Wachstumschancen. DEK Printing Machines GmbH, Bad Vilbel Die Gesellschaft vertreibt in Kommission Druckmaschinen für die Halbleiterfertigung der operativen Muttergesellschaft DEK International/Schweiz. Der Kommissionsumsatz betrug im Geschäftsjahr € 5,2 Mio. (Vorjahr: € 4,9 Mio.) bei einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von € 0,3 Mio. (Vorjahr: € 0,1 Mio.) Die Gesellschaft rechnet im Jahr 2006 mit einer Belebung des Geschäfts, sowie einem Ausbau des Marktanteils durch das im Geschäftsjahr neu eingeführte Schablonenprodukt "VectorGuard", das bei der Produktvorstellung eine sehr gute Resonanz erfahren hat. OK International GmbH, Groß Gerau Die OK International GmbH, Groß Gerau, ist eine Vertriebsgesellschaft der amerikanischen OK International Inc. Die Gesellschaft vertreibt Lötanlagen für die Elektronikindustrie, insbesondere zur Produktion von Leiterplatten. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2005 € 2,2 Mio. (Vorjahr: € 2,1 Mio.) bei einem gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändertem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von € 0,0 Mio. Vitronics Soltec GmbH, Marktheidenfeld Die Vitronics Soltec GmbH, Marktheidenfeld, ist eine Vertriebsgesellschaft der Vitronics Soltec BV, Oosterhout/Niederlande. Die Gesellschaft vertreibt Lötanlagen für die Elektronikindustrie, insbesondere zur Produktion von Leiterplatten. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2005 € 6,1 Mio. (Vorjahr: € 5,5 Mio.) bei einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von € -0,3 Mio. (Vorjahr: € 0,1 Mio.) Imaje GmbH, Stuttgart Die Gesellschaft pachtet den Geschäftsbetrieb der französischen Imaje S.A., einem industriellen Hersteller von Druckern für die Warenkennzeichnung, sowie die zugehörige Tinte für nahezu alle industriellen Anwendungen. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe € 22,8 Mio. (Vorjahr: € 24,2 Mio.) bei einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von € 1,1 Mio. (Vorjahr € 1,4 Mio.) Die Gesellschaft beabsichtigt ein weiteres Wachstum durch Expansion nach Österreich, wo eine Zweigniederlassung gegründet worden ist sowie nach Russland, wo ebenfalls eine Repräsentanz etabliert worden ist. II.3. Marktentwicklung und Lage Dover Electronics Gesellschaften Telefilter tft GmbH, Teltow Das Unternehmen ist als Lieferant für Kommunikationstechnik tätig. Die gesamte Kommunikationsbranche unterliegt einem starken Druck, hervorgerufen durch Überkapazitäten im Markt und der finanziell schlechten Situation von Dienstleistungsunternehmen. Während in Europa nur mit einem sehr geringen Wachstum gerechnet werden kann, sind im nordamerikanischen Markt sowie in Asien, speziell in China und Indien, Wachstumsraten bei gleichzeitig hohem Preisdruck zu verzeichnen. Ob und inwieweit Umsatzwachstum in der Branche generiert werden kann, hängt vornehmlich von der Durchsetzung komplementärer Technologien ab (call by internet etc.). Einzig militärische Applikationen und in begrenztem Umfang Kommunikationsanwendungen im Automobilbereich weisen derzeit noch nennenswerte Wachstumsraten auf. Entsprechend dem Markttrend hat sich der Umsatz mit € 22,3 Mio. (Vorjahr: € 22,9 Mio.) im Vergleich zum Vorjahr moderat vermindert. Hauptprodukt sind Handsetfilter und Basisstationen, auf die 90% der Umsätze entfallen, neben monolithischen Quarzfiltern (6%) und Handelswaren (4%). Hervorzuheben ist der hohe Exportanteil mit rund 80%. Von den Exporten entfallen wiederum ca. 50% auf die Region Asien, 40% auf das übrige Europa und rd. 10% auf das USA-Geschäft. Die wesentlichen Umsatzträger wie Handsetfilter und Basisstationsfilter sind durch einen hohen Preisverfall (ca. 15-25% pro Jahr) gekennzeichnet. Dieser Preisdruck wurde weitgehend durch interne Rationalisierung der Fertigungsabläufe, zum Beispiel durch neue Produktionsanlagen aufgefangen, so dass keine nennenswerten Ergebnisauswirkungen zu verzeichnen waren. Zu den in diesem Zusammenhang ergriffenen Maßnahmen zählen die Möglichkeit einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung, die Verminderung des Verwaltungsaufwands sowie die Motivation der Beschäftigten. Im Berichtszeitraum lag die Mitarbeiterzahl konstant bei rd. 160 Mitarbeitern. Forschung und Entwicklung Telefilter stellt sich permanent auf die Bedürfnisse des Marktes ein und nutzt dafür eigene als auch zugekaufte Kapazitäten, die der Entwicklung von hochwertigen neuen Produkten dienen. Vectron International GmbH & Co. KG, Neckarbischofsheim Die Vectron International GmbH & Co. KG mit Sitz in Neckarbischofsheim fertigt Oszillatorenprodukte und Quarzprodukte für den Elektronik und Telekommunikationsmarkt. Im abgelaufenen Jahr hatte die Vectron International neben dem anhaltenden Konkurrenzdruck wiederum mit Preisrückgängen im zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr zu kämpfen. Der Umsatz lag mit € 29,4 Mio. 21,8% unter dem Vorjahreswert von € 37,6 Mio. Hauptumsatzträger mit € 17,5 Mio. sind die Oszillatorenprodukte mit über 75% Umsatzanteil, daneben erzielt die Gesellschaft Umsätze aus der Quarzproduktion in der Slowakei (€ 6,6 Mio.) und in Neckarbischofsheim (€ 2,4 Mio.) sowie dem Bereich der Handelswaren (€ 2,9 Mio.). Im Gegensatz zum Vorjahr war im Geschäftsjahr 2005 keine Kurzarbeit mehr notwendig. Ohne größere Beeinträchtigungen gegenüber unseren Kunden wurde die Produktionshalle renoviert und der Umzug der Oszillatorenfertigung bewältigt. Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im Jahr 2005 auf € 1,3 Mio. Davon wurden € 0,5 Mio. für den Umbau der neuen Oszillatorenfertigung ausgegeben. Zum ersten Mal seit einigen Jahren wurden wieder größere Beträge in neue Produktionstechnologien investiert, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern. Die immer stärkere Marktdurchdringung durch Anbieter aus Billiglohnländern führt zu einem andauernden massiven Preisdruck. Die Herausforderung wird auch in Zukunft sein, durch Kostenoptimierung, Standardisierung und höhere Automatisierung dem Konkurrenzkampf standzuhalten. Positiv beeinflusst wird die zukünftige Entwicklung sicherlich durch die durchgeführten Rationalisierungsmaßnahmen und Produktivitätssteigerungen. Eine weitere Marktdurchdringung erwarten wir aufgrund der hohen Anzahl von an eine Vielzahl von Kunden gelieferten Mustern. Dies führt zu einer Streuung des Risikos bei geringerer Abhängigkeit von einzelnen Großkunden. Der Personalbestand zum Ende des Jahres 2005 betrug 229 Personen. Im Februar wurde mit der im Jahr 2004 beschlossenen Restrukturierung begonnen. Dies war mit einem Stellenabbau von 70 Personen verbunden. Zum 31. Dezember 2005 ist der Sozialplan und Interessenausgleich fast vollständig abgeschlossen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 wurde die Delipro S.r.o., Piestany/Slowakei ein selbständig agierender Lieferant. Die bislang im Rahmen des bestehenden Lohnfertigungsverhältnisses von Vectron International GmbH & Co. KG an Delipro zur Verfügung gestellten Betriebsmittel (Maschinen und Vorräte) wurden an Delipro veräußert. Auch diese Umstellung des Geschäftsverhältnisses wurde mit einer gewissen Übergangsfrist im Jahr 2005 bewältigt. Forschung und Entwicklung Im Jahr 2005 wurde damit begonnen den Automatisierungsgrad in der Oszillatorenfertigung signifikant zu erhöhen. Dies wird im Jahr 2006 durch gezielte Investitionen auch für die Fertigung von Mustern vorangetrieben. Durch ausgewählte Designs und konsequente Standardisierung ist es gelungen, eine sehr hohe Wettbewerbsfähigkeit zu erzielen. Dieses Vorgehen wird nun auch auf die übrigen Produktionseinrichtungen des Standorts Neckarbischofsheim ausgedehnt. Nur durch diese entsprechenden Maßnahmen in der Produkt- und Prozessentwicklung und in der Produktion kann eine mittel- bis langfristige Sicherung des Standorts gewährleistet werden. II.4. Marktentwicklung und Lage Dover Systems Gesellschaften Tipper Tie technopack GmbH, Glinde Die Tipper Tie technopack GmbH, Glinde, produziert Geräte und Maschinen für die Fleischindustrie, sowie diesbezügliches Verbrauchsmaterial als Systemanbieter für Clips, Geräte, Maschinen und zugehörigen Service. Die Hauptabsatzmärkte liegen in Europa, mit Schwerpunkt Deutschland und Osteuropa. Erstmals in der Geschichte der Tipper Tie technopack GmbH konnten die anspruchsvollen Umsatzziele nicht erreicht werden. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf Verunsicherungen der Verbraucher durch Fleischskandale über verdorbenes, für den menschlichen Verzehr nicht mehr zugelassenes, jedoch in den Verkauf gebrachtes Fleisch. Dies geht einher mit veränderten Konsumgewohnheiten, wonach zunehmend weniger Qualitätsprodukte eingekauft werden. So werden Frischfleisch und Produkte zunehmend in Discounterketten verkauft. Die daraus resultierenden Einbrüche in Volumen und Ertrag bei unseren Hauptkunden, den selbständigen Metzgereien, münden in deutlicher Investitionszurückhaltung. Die Hauptabsatzmärkte lagen weiterhin in Europa mit Schwerpunkt Deutschland. In Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion wächst eine zunehmende Anzahl von Konkurrenzanbietern heran, die zum Teil als Produktpiraten qualifiziert werden müssen. Dennoch sehen wir in Osteuropa die größten Wachstumschancen. Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter wurde leicht gesenkt. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Der Preisdruck auf Verbrauchsartikel wie Clips und Schlaufen wird weiterhin anhalten. Dieser wird insbesondere durch ausländische Wettbewerber hervorgerufen, die kein Systemgeschäft betreiben. Forschung und Entwicklung Schwerpunkt der Produktentwicklung sind die Weiterentwicklung der bestehenden KDC-Serie, die Überarbeitung der DCSV5000 Serie und eine Reduzierung der Modellpalette. BlitzRotary GmbH, Bräunlingen Die BlitzRotary GmbH Bräunlingen, ist ein in Deutschland führender Anbieter für LKW-Hebetechnik und betreibt seit der Verschmelzung der Blitz M. Schneider, Werkzeug- und Maschinenfabrik GmbH, Bräunlingen, im Jahre 2003 mit der deutschen Vertriebsorganisation der Rotary Lift/USA das gemeinsame Europageschäft für Hebebühnen. Die Integration die bisher selbständigen Vertriebsbüros der Rotary in die BlitzRotary Organisation wurde abgeschlossen. Zwar konnte der Umsatz auf € 23,5 Mio. (Vorjahr: € 21,9 Mio.) gesteigert werden, jedoch beruht diese Erhöhung allein auf einem gestiegenen Exportanteil, gegenüber einer rückläufigen Inlandsnachfrage. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verringerte sich auf € 0,8 Mio. (Vorjahr 1,0 Mio.) bedingt durch überproportional gestiegene Beschaffungskosten. Die Gesellschaft hat die Belegschaft auf 122 Mitarbeiter (Vorjahr 127) reduziert. Forschung und Entwicklung Im Bereich der Forschung und Entwicklung steht die Überarbeitung und Ergänzung des Produktsortiments weiterhin im Vordergrund. Mit Großkunden arbeiten wir verstärkt an kundenspezifischen Lösungen im Bereich der Hebetechnik. II.5. Marktentwicklung und Lage Dover Resources Gesellschaften DE-STA-CO Europe Metallerzeugnisse GmbH, Oberursel Die Gesellschaft fertigt und vertreibt Spannelemente (Handspanner und Kraftspanner) sowie Handelswaren für die industrielle Serienfertigung. Im Zuge der Ausweitung des Geschäftes auf Gesamteuropa wurde die DE-STA-CO Metallerzeugnisse GmbH in die DE-STA-CO Europe Metallerzeugnisse GmbH umfirmiert. Mit der neuen Benennung soll die fortschreitende Europäisierung des Unternehmens dokumentiert werden. Insgesamt kann der Geschäftsverlauf des Jahres 2005 als zufriedenstellend beschrieben werden. Der Umsatz konnte um 5,5% von € 32,7 Mio. im Jahr 2004 auf € 34,5 Mio. gesteigert werden. Dieses Umsatzwachstum konnte in Verbindung mit einem intensiven Kostenmanagement in eine Ergebnissteigerung von 21,8% bei einem Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von € 3.3 Mio. (Vorjahr: € 2,7 Mio.) umgesetzt werden. Die Automobilindustrie als zentraler Absatzmarkt der Produkte zeigt sich wiederum sehr kostensensitiv und hat nur eine geringe Anzahl an neuen Projekten in 2005 vergeben. Sämtliche Automobilhersteller und deren Lieferanten befanden sich unter einem enormen Preisdruck, der sich auch auf unsere Produktlinien niederschlug. Die Produktentwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr konzentrierten sich auf die Weiterentwicklung vorhandener Produkte aus laufenden Projekten, sowie auf eine weitere Absicherung der Qualität unserer Produkte. Intern lag im Jahr 2005 der Fokus auf einer strategischen Neuausrichtung der Lagerpolitik, welche zu einem Bestandsabbau in Höhe € 1,2 Mio. führte. Durch eine Prozessoptimierung wurden maximale Auftragsdurchlaufzeiten von 2 Wochen erreicht. Für unsere Standorte in Oberursel und Birmingham (Großbritannien) wurde die ISO-Zertifizierung erneuert. Des Weiteren wurde im Jahr 2005 mit der Implementierung einer neuen ERP-Software (Oracle) begonnen. Als Einführungstermin wurde der 1. Juni 2006 festgelegt. Für den schwedischen Markt konnten wir neben unserem bestehenden Distributor einen großen deutschen Pneumatikhersteller als Partner im Markt gewinnen. Bedingt durch die hohen Stahlpreise mussten wir von einem Hauptlieferanten aus dem osteuropäischen Ausland Preiserhöhungen akzeptieren. Stiftziehzylinder sind, wie auch Kraftspanner, sehr oft in Projekten der Automobilindustrie eingeplant und stehen damit unter sehr hohem Kostendruck. Durch Umkonstruierungen und Verwendung von Niedriglohn-Ressourcen konnten die Kosten um ca. 40% reduziert werden. Leichtbauspanner stehen unter hartem Wettbewerbsdruck. Forschung und Entwicklung Durch immer größere Variantenvielfalt bei den Automobilen werden flexible Greifersysteme, die schnell auf die Anforderungen angepasst werden können, benötigt. Um Vorrichtungen einsparen zu können, wird die Maßhaltigkeit der zu schweißenden Bauteile direkt im Greifersystem erzeugt. Durch die verstärkte Nutzung von hochfesten Stählen in der Automobilindustrie können die Teile nicht mehr kalt umgeformt werden. Es ist nötig, die Bauteile bis auf 900°C zu erwärmen und dann zu verformen. Hierfür werden spezielle, auf diese Anwendung abgestimmte, Greifer benötigt. Diese sind so ausgelegt, dass diese bei der großen Wärme ohne Schaden arbeiten und die Bauteile im Greifbereich nicht zu stark abkühlen. Erste Aufträge für Warmumform-Greifer in Verbindung mit modularen Greifer-Systemen wurden bereits ausgeliefert. Die Firma DaimlerChrysler AG benötigte für die neue E-Klasse einen Sonder-Zentrierspanner für die Unterbodengruppe. Dieses Element wurde von uns mit entwickelt. Ausblick Auf Grund der positiven Konjunkturdaten, die sich auch auf eine Belebung des Wachstums der industriellen Fertigung in Europa auswirken, erwartet die Gesellschaft für das Jahr 2006 eine Geschäftsbelebung. Daneben liegt der Fokus weiterhin auf einer Verbesserung der internen Abläufe und des strategischen Einkaufs durch die Nutzung von Einkaufsquellen im ostasiatischen Raum insbesondere in China ab. Almatec Maschinenbau GmbH, Kamp-Lintfort Die Almatec Maschinenbau GmbH, Kamp-Lintfort, ist ein Hersteller von Hydraulikpumpen für industrielle, chemische, medizinische und elektronische Fertigung. Die Gesellschaft ist zusammen mit der amerikanischen Schwestergesellschaft WILDEN Pump Marktführer im Nischenprodukt der Druckluft-Membranpumpen und verfügt über ein umfangreiches Produktportfolio. Die zum Ende des Vorjahres erworbene Gesellschaft hat sich in 2005 sehr gut entwickelt. Der Umsatz erhöhte sich durch einen Zuwachs des Exports (+14,9%) insgesamt um rd. 5,3% auf € 11,8 Mio. (Vorjahr: € 11,2 Mio.). Wachstumsträger war hierbei insbesondere die UNITEF-Produktlinie. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit € 5,1 Mio. deutlich über dem Vorjahresergebnis (Vorjahr: € 4,2 Mio.). Die Zahl der Beschäftigten hat sich auf 41 erhöht (Vorjahr: 37). Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft ist Technologieführer bei einer Reihe von Anwendungen und sieht sowohl in der Entwicklung neuer Technologien, als auch in der Fortentwicklung bestehender Produkte, die Basis für zukünftige Erfolge. Im Jahr 2005 erfolgte die europäische Zertifizierung einer antiseptischen Druckluftmembranpumpe (BIOCOR) nach dem Hygiene-Standard EHEDG (European Hygienic Equipment Design Group). Die Zertifizierung für den US-amerikanischen Markt erwartet die Gesellschaft für das Jahr 2006. Darüber hinaus plant die Gesellschaft für das Jahr 2006 die Erweiterung des Sortiments um eine weitere Baureihe (CUBUS), die den OEM-Markt mit einem besonders einfach zu bedienenden Produkt versorgen soll. III. Bilanzvergleich
Die Bilanzsumme verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,0% auf € 311,3 Mio. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist mit 53,8% nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (53,6%). Die Verminderung des Anlagevermögens um € 18,1 Mio. resultiert zum überwiegenden Teil auf der Abschreibung auf die Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Wesentliche Zugänge aufgrund von neu in den Konzernkreis aufgenommenen Gesellschaften waren im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen. Das Umlaufvermögen und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich per Saldo um € 16,6 Mio. auf € 143,8 Mio. vermindert. Dies ist insbesondere auf die verminderten Vorräte (€ -13,3 Mio,) zurückzuführen, Das Eigenkapital reduzierte sich von € 94,6 Mio. auf € 70,3 Mio. im Wesentlichen aufgrund der gegenüber dem Vorjahr verminderten Kapitalrücklage (€ -33,5 Mio.), Das mittel- und langfristige Fremdkapital in Höhe von € 181,1 Mio. entspricht 58,2 % der Bilanzsumme und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um € 6,0 Mio. (3,2 %) gemindert. IV. Investitionen und Finanzierung CASH MANAGEMENT In 2005 haben wir das Cash Management - insbesondere im Bereich des Cash Pooling - weiter ausgebaut. Durch das cash pooling mit taggleichem Zerobalancing aller Salden auf ein inländisches Zielkonto, ist die Liquidität der Poolteilnehmer im Rahmen eines "country pooling" unter geringen Transaktionskosten sichergestellt, Die Verwaltung der liquiden Mittel wird zentral über das Europäische Treasury des Dover-Konzerns in Luxemburg durchgeführt. Die flüssigen Mittel haben sich im Berichtsjahr aufgrund des Cash Pooling mit der Luxembourg Finance S.a.r.l, die in diesen Konzernabschluss nicht einbezogen wurde, auf rund € 2,5 Mio. (Vorjahr: € 9,7 Mio.) verringert V. Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Im dritten Quartal 2006 übernahm die Sparte Dover Technologies sämtliche Anteile der Markem Group, einem Hersteller von Produktkennzeichnungssystemen. Die deutsche Vertriebsgesellschaft mit Sitz in Krefeld werden wir noch im Laufe des Jahres 2006 in die deutsche Gruppe integrieren. Im vierten Quartal wurde vom Konzern das Projekt der Portfoliobereinigung beendet. Dies führte zum Verkauf der Gesellschaften Universal Instruments GmbH, Bad Vilbel, Vitronics Soltec GmbH, Marktheidenfeld sowie SSE Sister Semiconductor Equipment GmbH, Singen, jeweils an Finanzinvestoren. Weitere Unternehmensverkäufe planen wir auf absehbare Zeit nicht. VI. Risiken VI.1. Konjunkturrisiken Ein Großteil der Technologiegesellschaften ist sehr stark vom Konjunkturzyklus in der Halbleiterbranche abhängig. Diese Abhängigkeit kann in der Zukunft zu Risiken in der Auftragslage und der Kapazitätsauslastung führen. Der Markt ist durch Turbulenzen der Vergangenheit immer noch so verunsichert, dass sämtliche Investitionsentscheidungen bei den Leiterplattenherstellern kurzfristig getroffen werden. In diesem Fall werden dann jedoch nur sehr kurze Lieferzeiten akzeptiert, da meist bereits neue Leiterplattenaufträge vorliegen und dafür neue Prüfmaschinen notwendig wären. Dies erhöht die Anforderungen an unsere Fertigungsprozesse, denn Testmaschinen können nicht binnen Wochenfrist in einem Unternehmen hergestellt werden. VI.2. Währungsrisiken Insbesondere unsere Technologiefirmen exportieren in den US Dollar Raum in die USA bzw. nach Asien (Singapur). Eine weitere Aufwertung des EURO gegenüber dem US Dollar bzw. Singapur Dollar würde die Wettbewerbsfähigkeit der überwiegend auf EURO Kostenbasis produzierenden Gesellschaften schwächen. Diese Abhängigkeit von der Wertentwicklung des US Dollar kann nachhaltig negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften haben. Die Gesellschaften begegnen diesem Risiko durch Erweiterung der US Dollar-Kostenbasis, Im Bereich des Cash Pooling werden liquide US Dollar Überschüsse in zunehmendem Maße unmittelbar innerhalb des Konzerns in die regionale Währung EURO konvertiert. Ein Hedging durch finanzwirtschaftliche Instrumente erfolgt durch eine eigenständige Treasuryfunktion der Dover Corp. am Finanzplatz Luxemburg. Dort erfolgt eine intensive Beobachtung der Währungsmärkte insbesondere hinsichtlich der US Dollar/EURO Parität. VI.3. Produkt- und Entwicklungsrisiken Die Gesellschaften des Bereichs CBAT sind mit ihrer gesamten Unternehmensphilosophie auf technologische Führerschaft in ihrem Markt ausgerichtet. Wir erwarten eine Zunahme der Konkurrenz, insbesondere in Asien. Dies liegt auch daran, dass sowohl der Patentschutz westlicher Unternehmen ausläuft, als auch unrechtmäßig von asiatischen Unternehmen unterlaufen wird. Deshalb arbeiten unsere Gesellschaften mit Nachdruck an neuen Produktideen und der Erschließung neuer Anwendungen. Selbstverständlich besteht hier das Risiko, auf "das falsche Pferd" zu setzen oder nicht schnell genug zu sein. Unsere Technologieführerschaft muss durch ständig neue Anstrengungen abgesichert werden. Die Geschäftsführung schätzt ein, dass der Markt im Bereich der Handsetfilter sowie der Basisstationen unverändert volatil bleibt. Insofern ist nach Ansicht der Geschäftsführung auch zukünftig mit einem erheblichen Wettbewerbsdruck in diesem Segment zu rechnen. Auf Grund von neuen Produktentwicklungen geht die Geschäftsführung davon aus, dass der Marktanteil gehalten und leicht gesteigert werden kann. In den letzten Jahren sind erhebliche Überkapazitäten auf dem Markt aufgebaut worden, die zu einem erheblichen Preisverfall beigetragen haben. Eine nachhaltige Konsolidierung des Marktes hat bisher noch nicht stattgefunden. Das Marktsegment der Standard TF und Frontendfilter wird durch die Telefilter tft GmbH, Teltow, nicht mehr aktiv bearbeitet. Der Schwerpunkt der zukünftigen Marktaktivitäten liegt bei kundenspezifischen Frontendfiltern für Spezialanwendungen (designintensiv, relativ geringe Jahresstückzahlen). In den nächsten Jahren ist geplant, dieses Marktsegment weiter auszubauen, Applikationen wie WLAN, Multimedia, Medizintechnik, Sensorik und temporär stabilisierte Resonatoren sollen entwickelt werden. VI.4. Beschaffungsrisiken Einen gewissen Einfluss auf das Ergebnis zweier Gesellschaften (BlitzRotary GmbH und DE-STA-CO Europe Metallerzeugnisse GmbH) haben die Stahlpreise. Hier erwarten wir im Jahr 2006 weitere Preiserhöhungen aufgrund der zunehmenden Nachfrage insbesondere der chinesischen Wirtschaft. VI.5. Umweltrisiken Nachdem in den Vorjahren durch die SARS-Epidemie und die Vogelgrippe die wirtschaftlichen Aktivitäten vor allem in Asien beeinträchtigt wurden, ergaben sich im Inland Umsatzeinbußen durch den Fleischskandal in Deutschland. Auch in Zukunft ist mit derartigen Risiken zu rechnen, die das Verbraucherverhalten jeweils vorübergehend beeinflussen können. VI.6. Vermögensrisiken Die Verwaltung liquider Überschüsse (Asset Management) erfolgt durch die European Treasury Funktion in Luxemburg. Bei der Anlage liquider Überschüsse (Asset Management) werden aufgrund einer Dover-Policy Vermögensanlagen nur bei einer Reihe von Banken mit erster Bonität getätigt. Als weitere Restriktion kann lediglich in Anlagen investiert werden, die den "Nominalwert" der Anlage bezüglich eines Substanzverlustes absichern. VI.7. Risikomanagementsystem Die Überwachung des operativen Geschäfts der Konzerngesellschaften obliegt unter anderem den Teilkonzernen der Dover Gruppe und erfolgt über eine Vielzahl von Management Teams. Mit Verabschiedung des Sarbanes-Oxley-Acts haben die Konzerngesellschaften mit der Dokumentation aller relevanten Prozesse und Teilbereiche begonnen und diese in ein Risikokontrollsystem eingebunden. Dadurch ist eine regelmäßige Überwachung des internen Kontrollsystems sicher gestellt. Die Finanzierung der Aktivitäten des Dover Germany GmbH Konzerns wird durch den Abschluss langfristiger Darlehensverträge und die Einbeziehung in den europäischen Cash Pool gesichert. Die Analyse der Risiken zum derzeitigen Zeitpunkt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten, hat ergeben, dass keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen oder für die Zukunft erkennbar sind. VII. Ausblick und Chancen VII.1 CBAT-Gesellschaften Planungen sind insbesondere im Bereich CBAT noch schwieriger geworden. Marktanalysen gehen von einer anhaltenden Nachfragesteigerung im Halbleiterbereich aus. Diese Analyse entspricht unseren eigenen Beobachtungen. Für das Geschäftsjahr 2006 gehen wir von einer Umsatz- und Ergebnissteigerung von ca. 15% aus. Durch geplante Produktionsverlagerungen bzw. Ausdehnung der Vertriebsaktivitäten nach bzw. in den ostasiatischen Raum erhoffen sich die CBAT-Gesellschaften mehr Kundennähe und Standortvorteile, die sich in einer Umsatzerhöhung niederschlagen soll. VII.2 Electronics Gesellschaften Im Bereich Electronics erwarten wir in den kommenden Jahren eine weitere Zunahme der Nachfrage im Bereich "Wireless", nicht nur bei der Telekommunikation in Form der "Wireless Communication", sondern auch in übrigen Industrien, etwa im Bereich der Produktkennung und -identifizierung, der PKW-Technik oder anderen elektronischen Steuerungen. Von dieser Entwicklung sollte der Bereich "Electronic Components" profitieren. Desweiteren erwartet insbesondere das Management der Vectron International GmbH & Co. KG durch die Investition in neue Produktionstechnologien, eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. VII.3 Übrige Sparten Die Entwicklung der übrigen Gesellschaften ist eher an die allgemeine volkswirtschaftliche Entwicklung geknüpft. im Zuge des weltwirtschaftlichen Wachstums erwarten wir auch ein Anziehen der Binnenkonjunktur mit positiver Wirkungen im PKW-Bereich (DE-STA-CO Europe Metallerzeugnisse GmbH) sowie in der Fleischindustrie (Tipper Tie technopack GmbH).
Köln, den 15, Dezember 2006 Die Geschäftsführung KonzernbilanzAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2005
Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2005
Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2005
Liste des Konsolidierungskreises und Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB (Bestandteil des Anhangs)
*) voll = in den Konzernabschluß auf dem
Wege der Vollkonsolidierung gem. § 300ff HGB einbezogen
Konzernanhang1. Rechtliche Verhältnisse Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden von der Dover Germany GmbH, Köln, aufgestellt. Die Gesellschaft hält mit Ausnahme des Multitest Teilkonzerns als Mutterunternehmen direkt oder indirekt jeweils 100% der Anteile an den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften. An der Multitest GmbH als oberste Gesellschaft des konsolidierten Multitest Teilkonzern werden 25,15% der Anteile von einer Gesellschaft außerhalb des deutschen Konsolidierungskreises gehalten. Im Geschäftsjahr wurden die Anteile an der Dover Market Service GmbH, Köln, erworben und neu in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Abgänge aus dem Konsolidierungskreis haben im Geschäftsjahr nicht stattgefunden. 2. Form und Inhalt des Konzernabschlusses Für den Konzernabschluss werden die Vorschriften der §§ 290 bis 315 HGB angewendet. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 3. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Dover Germany GmbH als Konzernmuttergesellschaft die folgenden Gesellschaften.
Die im Vorjahr im Multitest-Teilkonzernabschluss konsolidierten Jahresabschlüsse der Multitest GmbH sowie der Multitest elektronische Systeme GmbH wurden im Geschäftsjahr 2005 erstmals separat in den Konsolidierungskreis einbezogen. Insgesamt wurden fünf inländische und acht ausländische Gesellschaften gem. § 296 HGB nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Einzelheiten ergeben sich aus dem Anteilsbesitz, der in einer gesonderten Anlage diesem Anhang beigefügt ist. Die Liste über den Anteilsbesitz gem. § 313 Abs. 4 Satz 3 HGB wurde beim zuständigen Amtsgericht bisher noch nicht hinterlegt. Die folgenden einbezogenen Gesellschaften haben von den Befreiungsvorschriften hinsichtlich der Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse gem. § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch gemacht:
4. Wesentliche Auswirkungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises Wesentliche Auswirkungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises haben sich im Vorjahresvergleich nicht ergeben. 5. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode. Dabei werden die vorhandenen Beteiligungsbuchwerte gegen das anteilige Eigenkapital aufgerechnet. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist der 1. Januar 1999 bzw. der Erwerbs-/Gründungszeitpunkt der jeweiligen Gesellschaft. Bei der Kapitalkonsolidierung entstanden zu verschiedenen Zeitpunkten folgende Unterschiedsbeträge, die wie folgt behandelt wurden:
Soweit die positiven Unterschiedsbeträge als Firmenwert aktiviert wurden, werden diese planmäßig über einen Zeitraum von 8 bis 15 Jahren abgeschrieben. Zusätzlich wurde in Vorjahren der auf die Multitest GmbH entfallende Firmenwert in voller Höhe außerplanmäßig abgeschrieben. Eine Wertaufholung dieser außerplanmäßigen Abschreibung erfolgte trotz verbesserter Ertragslage und positiver Ertragsaussichten der Multitest-Gruppe nicht, da nach Wegfall des Grundes für die außerplanmäßige Abschreibung aus Konzernsicht ein originärer Firmenwert entstanden ist. Die in vorstehender Tabelle dargestellten Beträge der Spalte "Restbuchwert zum 31.12.2005" stellen die zum Stichtag ausgewiesenen Restbuchwerte der im Rahmen von Erstkonsolidierungen aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte dar; sie betragen in der Summe TEUR 116.699 (Vorjahr TEUR 131.587). Die passiven Unterschiedsbeträge wurden als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung erfasst. In Vorjahren erfolgten teilweise ergebniswirksame Auflösungen gemäß § 309 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Die positiven Unterschiedsbeträge, die nicht den Charakter eines Firmenwerts haben und infolgedessen mit Kapitalrücklagen verrechnet wurden, resultieren bei der Imaje GmbH und der Vitronics Soltec GmbH aus entstandenen Verlusten zwischen Erwerbszeitpunkt und Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung und bei der DGPH und der Dover Market Service GmbH aus Anschaffungsnebenkosten zum Beteiligungsbuchwert. Bei der Universal Instruments GmbH handelt es sich im Wesentlichen um die Beträge, die aufgrund des niedrigeren Zeitwerts der Anteile an der Gesellschaft in 1999 und 2000 zu Wertberichtigungen im Einzelabschluss der Dover Germany GmbH geführt haben. Die betreffenden Beträge wurden mit den Kapitalrücklagen verrechnet, weil auch sie aus Verlusten zwischen Erwerbs- und Erstkonsolidierungszeitpunkt resultieren. Die ausgewiesenen negativen Unterschiedsbeträge beruhen auf Gewinnen zwischen Erwerbs- und Erstkonsolidierungszeitpunkt und haben den Charakter von Konzerngewinnrücklagen, weshalb der Ausweis als besondere Position innerhalb des Eigenkapitals erfolgt. Der sich in den Vorjahren ergebende zusätzliche negative Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 1.159.908 aus der Neuberechnung des Unterschiedsbetrags wegen Änderung der Anteilsverhältnisse bei der Multitest GmbH im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung gegen Einlagen wurde sofort nach § 309 Abs. 2 Nr. 2 HGB erfolgswirksam aufgelöst, da der Konzern durch die Partizipation an der durch die Einlage eines Dritten neugeschaffenen Substanz unmittelbar bereichert ist. Forderungen, Verbindlichkeiten und Ausleihungen sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert. Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen konnte wegen Geringfügigkeit verzichtet werden. Auf die Aktivierung eines aktiven latenten Steuerabgrenzungspostens auf steuerliche Verlustvorträge wurde verzichtet. 6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der Einzelgesellschaften wurden nicht im Wege des § 308 HGB an eine konzerneinheitliche Bewertung angepasst, da keine wesentlichen Abweichungen vorlagen. Folgende Bewertungsmethoden kamen zur Anwendung: Immaterielle Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 8 bis 15 Jahre linear abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen bei Gebäuden über eine Nutzungsdauer von 10 bis 50 Jahren und beim übrigen beweglichen Anlagevermögen linear oder degressiv über 3 bis 10 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Beteiligungen sind zu Zeitwerten oder Anschaffungskosten angesetzt, wobei die Anschaffungskosten um die in früheren Jahren vorgenommenen Abschreibungen vermindert sind. Ausleihungen sind mit dem Nennwert bilanziert. Die Vorräte sind zu den steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Zuschläge für Gemeinkosten bewertet. Dabei wurden gesunkene Wiederbeschaffungskosten, Schwergängigkeit und eine eingeschränkte Verwertbarkeit durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich angemessener Abschläge für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalabwertung in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6% p.a. und der Sterbetafeln 2005. Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten Wert passiviert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen aus ungewissen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert worden. In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Unternehmen sind Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Briefkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet. Die Berücksichtigung von Buchverlusten erfolgte am Bilanzstichtag. 7. Erläuterungen zur Bilanz (in TEUR, sofern nicht anders angegeben) Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2005 ist im Konzernanlagengitter gemäß § 268 Absatz 2 1. Alternative des HGB dargestellt. Finanzanlagen
Vorräte
Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen im Wesentlichen auf Lieferungen und Leistungen. Entwicklung des Eigenkapitals Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich gemäß dem als Anlage III dem Jahresabschluss beigefügten Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2005. Sonderposten Der Sonderposten mit Rücklagenanteil entwickelte sich im Geschäftsjahr 2005 wie folgt:
Rückstellungen
Die Pensionsrückstellungen sind mit dem versicherungsmathematisch errechneten Teilwert angesetzt. Die Sonstigen Rückstellungen betreffen zum 31. Dezember 2005 insbesondere sonstige Personalaufwendungen, Prüfungs- und Beratungskosten, Boni-, Garantie-und Gewährleistungsverpflichtungen, Drohverlustrückstellungen sowie ausstehende Rechnungen und Provisionen. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber Gesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit Ausnahme von Darlehen in Höhe von TEUR 169.942 auf Lieferungen und Leistungen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Konzernkreis bestehen Haftungsverhältnisse in einem Gesamtvolumen von TEUR 927 (Vorjahr: TEUR 496).
8. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (in TEUR, sofern nicht anders angegeben) Umsatzerlöse Aufteilung nach Geschäftsfeldern und Regionen:
9. Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)
10. Zusammensetzung der Geschäftsführung Geschäftsführer der Dover Germany GmbH waren im Geschäftsjahr die Herren:
- allesamt Kaufleute - Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung des Mutterunternehmens Dover Germany GmbH im Geschäftsjahr 2005 unterbleiben, da lediglich ein Mitglied der Geschäftsführung Bezüge von Unternehmen des Dover Germany GmbH Teilkonzerns erhielt. Pensionszusagen wurden aktiven oder ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsleitung nicht erteilt. 11. Gesellschafter Alleinige Gesellschafterin der Dover Germany GmbH ist die Dover Europe Inc., New York/USA. Konzernzugehörigkeit Konzernobergesellschaft ist die Dover Corporation, 280 Park Avenue, New York/USA, wo der nach US-Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellte Konzernabschluss erhältlich ist.
Köln, 15. Dezember 2006 Dover Germany GmbH Die Geschäftsführung Roman Steiger Raymond McKay Joseph Schmidt Philippe Santin BestätigungsvermerkWir haben den von der Dover Germany GmbH, Köln, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 18. Dezember 2006 PricewaterhouseCoopers
Husemeyer, Wirtschaftsprüfer ppa. Tolls, Wirtschaftsprüfer |
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